Die ARD ist wie die UNO in klein: Alle reden mit, keiner entscheidet.

Burundi lässt Deutsche-Welle-Korrespondenten Antéditeste Niragira frei.

Deutsche Welle 150Deutsche Welle: Die burundische Polizei lässt Korrespondent Antéditeste Niragira frei. Nachdem der Reporter des deutschen Auslandssenders aus der Haft im Kongo entlassen worden war, wurde er in seinem Heimatland Burundi festgehalten. Niragira sagt, der kongolesische Geheimdienst habe seine Festnahme damit begründet, dass er kein Schreiben hatte, das ihn als Mitarbeiter der Deutsche Welle identifizierte.
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ARD, Deutschlandradio und Gewerkschaften einigen sich über Altersversorgung.


Gnadenbrot-Deal für Rundfunkrentner: Die Journalisten-Gewerkschaften einigen sich mit ARD, Deutschlandradio und Deutscher Welle auf eine Reform der betrieblichen Altersversorgung der Rundfunkanstalten. Die Renten sollen künftig um 1 Prozentpunkt geringer steigen als die Gehälter. Anders als im öffentlichen Dienst ist der Anstieg aber nicht nach oben gedeckelt. Die Verhandlungen dauerten insgesamt fünf Jahre.

Auch befristet angestellte Journalisten können künftig Altersversorgungsansprüche erwerben. Die Tarifparteien müssen die Eckpunkte, die nach fünf Jahren Verhandlungen beschlossen sind, bis 31. Juli in Tarifverträge umsetzen. Die ARD-Vorsitzende Karola Wille sagt, mit dem Kompromiss hätten die Tarifpartner ihre Handlungsfähigkeit und Reformbereitschaft bewiesen. Die Altersversorgung der Rundfunkanstalten habe nun eine dauerhaft tragfähige Grundlage. Die Verhandlungen waren durch eine Kündigung des bisherigen Versorgungstarifvertrags durch die Rundfunkanstalten nötig geworden.
presseportal.de, djv.de1 Kommentar

Deutsche Welle informiert mit Social Videos über das Grundgesetz.

Deutsche Welle 150Deutsche Welle startet ein Social-Video-Projekt zum Grundgesetz. Etwa einminütige Videos sollen Grundgesetz-Artikel anschaulich erklären. Der deutsche Auslandssender verbreitet die Videos über soziale Medien auf sechs Sprachen - u.a. auf Arabisch, Paschtu und Englisch. Er will zeigen, welche Regeln in Deutschland gelten und welche Werte gesetzlich geschützt sind. Das Projekt startet am heutigen Tag des Grundgesetzes.
dw.comKommentieren ...

TV-Sender halten an Duell zwischen Merkel und Schulz ohne kleine Parteien fest.

TV-Duell zur Bundestagswahl: Die TV-Sender lehnen die Forderung von Grünen, Linken und FDP ab, auch Vertreter der Opposition zum TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz zuzulassen. "Ein Duell ist ein Duell, also die direkte Auseinandersetzung zwischen zwei Kontrahenten", sagen ARD, ZDF, RTL und Sat.1 in einer gemeinsamen Stellungnahme. ARD und ZDF hätten bereits im April alle im Bundestag vertretenen Parteien zu einer TV-Debatte der Spitzenkandidaten eingeladen, die im September ausgestrahlt werden soll. Unter Umständen sollen daran auch AfD und FDP teilnehmen.
dwdl.de, presseportal.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Zapp": BND-Vorläufer unterwanderte den NDR- und WDR-Vorgänger NWDR.

Nordwestdeutscher Rundfunk: Der BND-Vorläufer Organisation Gehlen schleuste Agenten in den Vorgänger von NDR und WDR ein, um angebliche Staatsfeinde im Sender unter Kontrolle zu behalten, sagt "Zapp". Unterlagen aus dem BND-Archiv stuften den NWDR als "Gefahr für die Entwicklung einer gesunden westlichen Demokratie" ein. Der frühere Vize-Chefredakteur des WDR-Hörfunks August Hoppe sei bewusst im NWDR platziert worden. Der öffentlich-rechtliche Sender sei als eine Zentrale der kommunistischen Unterwanderung eingeschätzt worden.
ndr.deKommentieren ...

"extra 3" gewinnt vor Gericht den "Nazi-Schlampe"-Streit gegen AfD-Frau Alice Weidel.


Sieg für die Satire: extra 3, Satire-Sendung des NDR, durfte AfD-Frau Alice Weidel (Foto , links) in der Sendung vom 27. April als "Nazi-Schlampe" bezeichnen, entscheidet das Landgericht Hamburg. Die Richter lehnen die von Weidel geforderte einstweilige Verfügung ab. Moderator Christian Ehring (Foto, rechts) hatte sich in der Sendung auf Weidels Rede auf dem AfD-Parteitag bezogen, darin hatte sie gesagt, "die politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte". Weidel will gegen den Gerichtsbeschluss Beschwerde einlegen.

Das Gericht sagt, Weidel müsse im Zusammenhang mit ihrer Rede zu Political Correctness die Bezeichnung "Nazi-Schlampe" ertragen. Die Satire sei von der Meinungsfreiheit gedeckt. Als öffentliche Person müsse die Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl auch überspitzte Kritik hinnehmen. Der Grund für die satirische Auseinandersetzung sei ihre eigene Äußerung zur politischen Korrektheit gewesen.
spiegel.de, deutschlandfunk.deKommentieren ...

BR, Arte, ORF und SRF launchen Projekt zu Verschwörungstheorien.

Bayerischer Rundfunk, Arte, ORF und SRF starten das gemeinsame Projekt "Die Weltherrschaft" zu Verschwörungstheorien. Eine TV-Dokumentation soll die Mechanismen von Verschwörungstheorien beleuchten. Mitte Juni soll das Portal dieweltherrschaft.net loslegen. Nutzer können dort künftig mit einem interaktiven Video-Baukasten ihre eigene Theorien entwerfen.
horizont.netKommentieren ...

Hör-Tipp: Medienmagazin von Radio eins über den Betrugsskandal beim IRT.

Hörtipp-Icon-JPGHör-Tipp: Im Medienmagazin von Radio eins berichtet Daniel Bouhs über den Betrugsskandal beim Institut für Rundfunktechnik, bei dem ein Patentanwalt systematisch Geld abgezweigt haben soll. Bouhs berichtet u.a. über den aufwändigen Lebensstil des Mannes und dass das Geld offenbar in die Familien-Firma des Beschuldigten geflossen ist. Außerdem würdigt das Magazin den verstorbenen Musikkritiker Joachim Kaiser mit einer Laudation des ebenfalls verstorbenen Frank Schirrmacher von 2014.
wwwagner.tv (60-Min-Audio), turi2.de (IRT), turi2.de (Kaiser)Kommentieren ...

IRT geht im Patentstreit auch gegen Patent-Vermarkter Sisvel vor.

ARD und ZDF gehen im Streit um entgangene Patentrechte beim Institut für Rundfunktechnik (IRT) auch gegen das italienische Unternehmen Sisvel vor, berichtet Klaus Ott. Strafanzeige haben die Sender im Fall des Patent-Vermarkters jedoch nicht gesellt. Stattdessen befinden sich die Parteien in einem Schiedsverfahren. Hier will das IRT 100 Mio Euro erstreiten. Sisvel wird womöglich zahlen, um seinen Ruf nicht zu gefährden.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

ARD will nach ESC-Pleite den Vorentscheid reformieren.

ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber plant nach dem erneut schlechten Abschneiden Deutschlands beim Eurovision Song Contest den nationalen Vorentscheid zu reformieren, schreibt Kurt Sagatz. Wie die Änderungen aussehen könnten, sagt die ARD nicht. "Wir informieren, wenn es ein Ergebnis gibt. Jetzt eine Antwort zu erwarten ist unseriös", so Thomas Schreiber. Ein Komplettausstieg aus dem Wettbewerb sei vertraglich möglich, wird aber von der ARD ausgeschlossen.
tagesspiegel.deKommentieren ...

SWR-Intendant Peter Boudgoust plädiert für Erhöhung der Rundfunkgebühren.

Peter Boudgoust, SWR-Intendant, plädiert für eine Erhöhung der Rundfunkgebühren ab spätestens 2021. Der Beitrag sei zuletzt 2009 erhöht worden, derzeit zahlt ein Haushalt 17,50 Euro im Monat. Boudgoust betonte, die Rundfunkanstalten würden daran arbeiten, den Anstieg des Beitrags "in Grenzen zu halten"; nach 12 Jahren ohne Erhöhung müsse aber die allgemeine Preissteigerungsrate berücksichtigt werden. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) prognostizierte bereits 2016 einen Rundfunbeitrag von über 19 Euro ab 2020.
spiegel.de2 Kommentare

Lese-Tipp: 20 Jahre ARD-Aussprachdatenbank.

Seit 20 Jahren sorgt die ARD-Aussprachdatenbank dafür, dass sich kein Nachrichtensprecher mit falschen Betonungen blamiert. 380.000 Einträge zählt das Archiv bis heute, 14 Stunden am Tag sind die Mitarbeiter für Anfragen erreichbar - im Schnitt kommen wöchentlich zwischen 150 und 500. Mittlerweile nutzen auch das ZDF sowie die Nachbarn aus Österreich, der Schweiz und Südtirol das Aussprach-Orakel.
stern.de1 Kommentar

Bahrain verweigert dem Sportpolitik-Journalisten Robert Kempe die Einreise zum Fifa-Kongress.

Sportjournalismus: Das Königreich Bahrain verweigert dem ARD-Reporter Robert Kempe die Einreise zum Fifa-Kongress am Donnerstag. Bahrain begründet die Entscheidung nicht, die Fifa sieht sich auf Protest der ARD hin als "machtlos". Der Bahraini Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa ist Fifa-Vizepräsident und Mitglied der Königsfamilie.
presseportal.deKommentieren ...

Zitat: Reinhold Beckmann beklagt zurückhaltende Fußball-Kommentatoren.

"Es ist scha­de, wenn sich ei­ni­ge nicht mehr so rich­tig trau­en, Kri­ti­sches zu be­nen­nen."

"Sportschau"-Moderator Reinhold Beckmann hält die sozialen Medien dafür verantwortlich, dass junge Fußball-Kommentatoren zurückhaltend texten. Die Anfeindungen im Internet seien teils extrem, sagt Beckmann, der am Samstag zum letzten Mal die "Sportschau" moderiert.
"Spiegel", 19/2017, S. 94 (Paid), epochtimes.deKommentieren ...

Moderator Dieter Thoma, 90, ist tot.

Dieter Thoma ist tot. Der frühere Chefredakteur des WDR-Hörfunks starb am Freitag im Alter von 90 Jahren in Köln. Thoma war Erfinder des WDR-Mittagsmagazins und leitete von 1988 bis 1993 den "Presseclub" im Ersten. WDR-Intendant Tom Buhrow würdigt Thoma als "brillanten Journalisten" und "genialen Mundwerker", der Generationen von Journalisten geprägt habe.
www.presseportal.deKommentieren ...

Meinung: ARD und ZDF waren zu unachtsam im möglichen Betrugsfall beim IRT, glaubt Klaus Ott.

ARD und ZDF hätten im möglichen Betrugsfall bei ihrem Technik-Institut eher aufmerksam werden und z.B. die öffentlichen Geschäftsberichte der GmbH des beschuldigten Patentanwalts lesen müssen, schreibt Klaus Ott. Albrecht Hesse, Justiziar des BR, sieht die Kontrollmechanismen an ihren Grenzen, weil der Beschuldigte mit großer krimineller Energie vorgegangen sei.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Michael Hanfeld fragt sich, warum der Rundfunkbeitrag steigen soll, obwohl die Sender die Spar-Ziele erreichen.

Rundfunkbeitrag: Michael Hanfeld rätselt, warum der Beitrag steigen soll, während die öffentlichen Sender über mehr Geld denn je verfügen. Sie demonstrierten den Bundesländern, dass sie ihre Spar-Hausaufgaben machen, rechneten sich allerdings so arm, dass Beitragserhöhungen unausweichlich erschienen.
"FAZ", S. 17 (Paid)Kommentieren ...

KEF-Chef erwartet Erhöhung des Rundfunkbeitrags in "ungewohnter Größenordnung".

KEF-Chef Heinz Fischer-Heidlberger prognostiziert einen deutlichen Anstieg der Rundfunkgebühren in der nächsten Beitragsperiode. Dem MDR sagt er, er gehe von mindestens einem Euro pro Monat zusätzlich aus. Grund seien steigende Kosten durch technische Veränderungen, wie den Ausbau von Mediatheken. Aktuell liegt der Beitrag bei 17,50 Euro pro Monat.
haz.deKommentieren ...

Patentanwalt soll 100 bis 200 Mio Euro vom Technik-Institut von ARD und ZDF abgezweigt haben.


Patent für's eigene Sparschwein: Ein ehemaliger Mitarbeiter des von ARD und ZDF betriebenen Instituts für Rundfunktechnik ist verhaftet worden, weil er 100 bis 200 Mio Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet haben soll. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt nun wegen Untreue, Korruption und Parteiverrat gegen den Patentanwalt. Er habe laut Bayrischem Rundfunk für das Technik-Institut "besonders nachteilige Verträge" herbeigeführt und Patente über eine internationale Gesellschaft zu seinem eigenen Profit verwertet.

Der BR hat Anzeige erstattet, das Landgericht München I bereits einen Arrestbeschluss gegen den Anwalt und eine von ihm gegründete Gesellschaft über 130 Mio Euro erlassen. Auch Deutschlandradio, ORF und der Schweizer SRG bezuschussen das Technikinstitut, ein Großteil der Gelder, die aus den Gebührentöpfen stammen, wären ohne den Betrug möglicherweise nicht nötig gewesen.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Meinung: ARD-Intendanten sollten Flagge zeigen für Deniz Yücel, findet René Martens.

NDR hat vorgeschlagen, dass die ARD-Intendanten im TV einen offenen Brief für Deniz Yücel vorlesen. Einige der Intendanten waren dagegen. ARD-Chefredakteur Rainald Becker habe den "nicht sehr fernsehgemäßen Ansatz" der Idee kritisiert, sagt er der "taz". Er sei außerdem gegen Kampagnen im öffentlichen Rundfunk. Dass die Aktion platzt, konterkariere die ARD-Programmgestaltung zum Tag der Pressefreiheit, kritisiert René Martens.
taz.deKommentieren ...

ARD muss noch einmal 370 Stellen kürzen.

ARD schrumpft bis 2020 um 370 Stellen, geht aus dem Sparplan der ARD-Vorsitzenden Karola Wille hervor. Die Anstalten erwarten bis dahin 233 Mio Euro weniger Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag, weil weniger Haushalte als angenommen bezahlen müssen. Der WDR kann wegen einer Gesetzesänderung weniger mit Werbung verdienen. Wille plant vor allem mit Kürzungen bei der IT – die Anstalten sollen enger kooperieren. 2020 soll es ARD-weit insgesamt 4.900 Stellen weniger geben als 1993.
rp-online.deKommentieren ...

Meinung: Claudia Tieschky fragt sich, wie ARD der große Sparerfolg gelingt.

ARD hat noch mehr gespart als von den Finanzwächtern verlangt, ergibt eine Zwischenbilanz. Claudia Tieschky fragt sich, ob die ARD mehr kalkuliert hat, "um sich ein Finanzpolster zuzuschustern", oder sich enorm angestrengt hat, um keine Reformen der Bundesländer aufgezwängt zu bekommen. So oder so zahle sich der Sparerfolg für die Sender aus, weil die Kontrollkommission bestimmte Etats gesperrt hatte und sie nur freigibt, wenn die Spar-Vorgaben eingehalten werden.
"Süddeutsche Zeitung", S. 10 (Paid)Kommentieren ...

ARD engagiert Mick Schumacher als Co-Kommentator für DTM.

Mick Schumacher, Sohn von Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher, kommentiert für die ARD zum Auftakt der Rennserie DTM gemeinsam mit Philipp Sohmer einen der Wettkämpfe auf dem Hockenheimring. Schumacher hat bisher allerdings keine DTM-Erfahrung. Laut dpa will die ARD im Lauf der Saison außerdem ehemalige DTM-Piloten als Co-Kommentatoren ans Mikro holen.
stern.deKommentieren ...

TV-Moderator Erich Helmensdorfer, 96, ist tot.

Erich HelmensdorferErich Helmensdorfer ist tot. Der TV-Moderator starb mit 96 Jahren am Freitag in Wien, teilte sein Sohn Thomas mit. Helmensdorfer war Gründungschefredakteur der Boulevardzeitung "tz" in München und schrieb rund 15 Bücher. Bekannt wurde er auch als Quizmaster der Sendung Alles oder nichts und als Moderator der ZDF-Sendung "Themen der Woche". Für seine Arbeit wurde der gebürtige Nürnberger u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis, der Goldenen Kamera und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
abendblatt.deKommentieren ...

ARD und ZDF planen 2019 deutsches "Mini-Olympia".

ARD und ZDF suchen angesichts der wachsenden Konkurrenz auf dem Sportrechte-Markt nach neuen Konzepten für attraktiven TV-Sport. Gemeinsam mit der Stadt Berlin und mehreren Sportverbänden führen die Sender aktuell Gespräche, 2019 in der Hauptstadt an einem Wochenende gemeinsame deutsche Meisterschaften mehrerer Sommer-Sportarten auszutragen, sagt ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann bei einer Journalistenrunde am Freitag in Berlin. Im Zentrum sollen die olympischen Kernsportarten Leichtathletik und Schwimmen stehen.
tagesspiegel.deKommentieren ...

Ulrike Simon: Wolf-Dieter Jacobi könnte Volker Herres nachfolgen.

Wolf-Dieter Jacobi, derzeit Programmchef beim MDR, könnte 2018 Volker Herres als ARD-Programmdirektor beerben, orakelt Ulrike Simon. Demnach wolle die ARD den Vertrag mit Volker Herres nicht verlängern. MDR-Intendantin Karola Wille könnte die Gelegenheit nutzen, um ihr Führungsteam nach dem voraussichtlichen Wechsel von Chefredakteur Stefan Raue zum Deutschlandradio auszutauschen. Ein weiterer Kandidat für den Posten des ARD-Programmdirektors sei NDR-Programmchef Frank Beckmann.
rnd-news.deKommentieren ...

Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen bekommen neue Namen.

Deutschlandradio beerdigt die Marke Deutschlandradio und weitet die bekanntere Marke Deutschlandfunk auf alle seine Sender aus: Zunächst online und ab 1. Mai auch im Radio firmiert Deutschlandradio Kultur als Deutschlandfunk Kultur. Der junge Ableger DRadio Wissen heißt Deutschlandfunk Nova. Außerdem bekommen die Sender frischere Farben und neue Logos. Der Sender will deutlicher machen, dass alle drei Kanäle zusammengehören. Die Pläne waren bereits im September 2016 bekannt geworden.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung hat es zwei Fehler gegeben. Zum einen war von "Deutschlandfunk" als Betreiber der Sendergruppe die Rede, zum anderen haben wir den jungen Ableger "Deutschlandfunk Nova" versehentlich falsch betitelt. Wir bitten die Fehler zu entschuldigen.3 Kommentare

TV-Duell zwischen Merkel und Schulz findet am 3. September statt.

TV-Duell zwischen Kanzerlin Angela Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz findet am Sonntag, 3. September statt. Das Erste, ZDF, RTL und Sat.1 übertragen parallel live. Als Moderatoren schicken die Sender Sandra Maischberger (Das Erste), Maybrit Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL) und Claus Strunz (SAT.1) ins Rennen. Maischberger und Strunz sowie Illner und Kloeppel bilden dabei jeweils ein Moderatorenpaar, das für 45 Minuten Fragen an die Politiker stellt. Es wird wie in den vergangenen drei Wahlkämpfen nur ein TV-Duell geben.
presseportal.deKommentieren ...

"Bild": Russland will Journalisten bei Confederations Cup Scheuklappen verordnen.

Russland will Journalisten, die im Sommer über den Confederations Cup berichten, keine freie Berichterstattung erlauben, berichtet "Bild". Die Zeitung zitiert die Akkreditierungs-Regeln der Russen. Darin heißt es, dass Journalisten nur über das Turnier und damit verbundene Ereignisse berichten dürfen. Außerdem dürfen sich die Reporter wohl nicht frei bewegen. Die Arbeitserlaubnis gelte nur für die Spielstätten und nahegelegene Sehenswürdigkeiten. Die Fifa mache die Beschränkungen mit und spreche sogar von einer "Erleichterung", so "Bild". Journalisten, die über den Tellerrand des Sports hinausblicken wollten, bräuchten ein zusätzliches Arbeitsvisum. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky will prüfen, "inwieweit das uns betrifft". ARD und ZDF halten die TV-Rechte an dem Turnier.
bild.deKommentieren ...

Meinung: ARD und ZDF versagen bei Berichterstattung über französische Wahl.

ARD und ZDF versagen am hochpolitischen Sonntag, meint Joachim Huber. Eine fünfminütige Sonderschicht der "Tagesthemen" reiche für das Wochenende mit der Präsidentschaftswahl in Frankreich und dem AfD-Bundesparteitag nicht aus. Huber vermisst Sondersendungen, einen "Brennpunkt" oder einen Politik-Talk. Bei absehbaren Ereignissen wie der Frankreich-Wahl und dem AfD-Parteitag schalte das Erste in den Energiesparmodus. Phoenix mache, was dessen "schwache Kräfte" hergäben.
tagesspiegel.de4 Kommentare

Freie ARD-Mitarbeiter gründen Interessenvertretung.

Freelancer der ARD beschließen auf dem Freien-Kongress in Stuttgart die Gründung eines Freienrats. Das Gremium soll die Interessen von etwa 18.000 arbeitnehmerähnlich beschäftigten freien Mitarbeitern in der ARD vertreten. Bisher sind die Freien in den ARD-Sendern unterschiedlich organisisert. Der RBB hat eine Freienvertretung, die 2003 aus Protest gegen Verschlechterungen für Freelancer des Senders entstanden ist.
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Eva Schulz moderiert Funk-Facebook-Format Deutschland3000.

Funk, das junge Angebot von ARD und ZDF, startet das politische Format Deutschland3000 auf Facebook. Videos mit einer Mischung aus Fakten, Haltung und Humor sollen jungen Wählern helfen, "das reflektierteste Kreuz ever" zu machen. Gesicht des Formats wird Snapchat-Reporterin Eva Schulz (Foto), die für Funk bereits das Format Hochkant macht. Produktionsfirma ist die Agentur Turbokultur, bei der auch das Blog Schlecky Silberstein entsteht.
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Auch das ZDF-"Mittagsmagazin" zieht nach Berlin um.

ZDF logo_150ZDF verlegt sein Mittagsmagazin 2018 wie erwartet von Mainz nach Berlin. Dasselbe ZDF-Team im Hauptstadtstudio produziert künftig in einer Woche das "Morgenmagazin" und in der anderen das "Mittagsmagazin". Bisher wechseln sich ARD und ZDF wochenweise ab und produzieren jeweils "MoMa" und "MiMa". Auch das ab 2018 vom RBB produzierte ARD-"Mittagsmagazin" sendet dann als Untermieter aus dem ZDF-Hauptstadtstudio.
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ARD, ZDF und Deutschlandradio sollen Beiträge länger in Mediatheken zeigen dürfen.

ARD, ZDF und Deutschlandradio dürfen Beiträge künftig offenbar länger auf ihren Internetseiten und in ihren Apps veröffentlichen, ergibt eine Umfrage von "Zapp" unter den Landesregierungen. Hessen ist "grundsätzlich gegen eine Depublizierungspflicht", Nordrhein-Westfalen will die Sieben-Tage-Regelung abschaffen.
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ARD und Deutschlandradio bündeln Radio-Wortinhalte in Audiothek-App.

ARD plant eine Audiothek, in der sie die besten Wortinhalte der Hörfunkprogramme der neun ARD-Anstalten und des Deutschlandradios bündelt. Mit der App, die im Sommer fertig sein soll, können sich die Hörer die Inhalte von mehr als 60 Radioprogrammen nach ihren Interessen zusammenstellen und auf Wunsch auch zur Offline-Nutzung herunterladen. Die App ist eine gemeinsame Entwicklung von BR, SWR und Radio Bremen.
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"Tagesschau" geht mit "Faktenfinder" auf Fake-News-Suche.


"Tagesschau" gegen Lügenbarone: ARD-Aktuell fahndet ab heute gezielt nach Fake News. Die an die "Tagesschau" angedockte Truppe um Projektleiter Patrick Gensing soll nach Lügen auf bestimmten Websites, in Foren und Blogs suchen, die für Falschmeldungen bekannt sind und die Behauptungen prüfen, sagt ARD-Aktuell-Chef Kai Gniffke. Die Ergebnisse erscheinen auf faktenfinder.tagesschau.de. "Wir wollen herausfinden, wie groß das Phänomen Fake News in Deutschland tatsächlich ist", schreibt Gensing.

Zum Start sammelt die Projektwebsite vor allem die bisherige Arbeit des ARD-Nachrichtenflaggschiffs zum Thema Fake News, nennt einige Beispiele für Falschmeldungen aus der Vergangenheit und erklärt, was Fake News eigentlich sind. Auch das ZDF und der BR suchen mit eigenen Initiativen nach Fake News.
tagesschau.de (90-Sek-Video), faktenfinder.tagesschau.de, turi2.de (Background)

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Stefan Niggemeier: Auch AfD darf Ansprüche an ARD und ZDF stellen.

AfD darf die Abschaffung von ARD und ZDF fordern und zugleich Ansprüche an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk stellen, sagt Stefan Niggemeier in einer Video-Replik auf Anja Reschke. Die hatte in einem Video-Kommentar der rechtspopulistischen Partei Doppelzüngigkeit vorgeworfen. Reschkes "Unsinn", der auf billigen Beifall abziele, könne als "Populismus" bezeichnet werden, kritisiert Niggemeier. Es sei kein Widerspruch, die Abschaffung von ARD und ZDF zu verlangen und Ansprüche an die Sender zu stellen, solange diese noch existieren. Die AfD hatte sich beschwert, dass sie zu selten in die Talkshows von ARD und ZDF eingeladen werde. Reschke erwiderte, die AfD fordere doch die Abschaffung des gebührenfinanzierten Fernsehens.
uebermedien.de (2-Min-Video)Kommentieren ...