Die ARD ist wie die UNO in klein: Alle reden mit, keiner entscheidet.

Zitat: Ingo Zamperoni und Peter Fox streiten über Politik im TV.

"Wenn die Sau schon durchs Dorf gejagt wird, ist es manchmal schwer, zu sagen: Da rennen wir nicht hinterher."

"Tagesthemen"-Moderator Ingo Zamperoni erklärt im Streitgespräch mit Musiker Peter Fox in der "Zeit", warum parteitaktisches Gezänk Nachrichtenwert hat.
zeit.de (Paid)

"Es ist ja in Ordnung, wenn Politik auch unterhaltsam rübergebracht wird, aber Talkshows sind zu oft Pseudoveranstaltungen. Ich will nicht ständig Politiker hören, die um die Liebe der Wähler buhlen, lieber mehr Fachleute."

Pierre Baigorry, alias Musiker Peter Fox, würde im TV lieber mehr tiefergehende Sendungen sehen.
zeit.de (Paid)

NDR ist wichtiger "Ost-West-Sender", glaubt Intendant Lutz Marmor.

Neue Bundesländer: Ostdeutsche und ihre medialen Interessen müssen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk stärker zu Wort kommen, sagt NDR-Intendant Lutz Marmor bei einem Verdi-Treffen. Dass viele sich bisher in den nationalen ARD-Angeboten nicht wiederfänden, sei besorgniserregend. Der NDR habe als "Ost-West-Sender" eine besondere Aufgabe und werde das Thema "intensiver aufarbeiten", u.a. mit einem großen Schwerpunkt zu 30 Jahren Mauerfall 2019.
presseportal.de

Medienpolitiker fordern Einschränkungen von ARD und ZDF.

ARD und ZDF sollten ihre Info-Kanäle Tagesschau24, ZDF Info und Phoenix zusammenlegen, fordern die Medien-Staatssekretäre Thomas Kralinski aus Brandenburg und Dirk Schrödter aus Schleswig-Holstein in der "Zeit". Auch Auslandsstudios müsse nicht jeder Sender selbst betreiben. Beim Preiskampf um Sportrechte sollten sich ARD und ZDF zurückhalten und lieber eine gemeinsame Informationsplattform ins Leben rufen.
zeit.de, meedia.de

Zitat: Tom Buhrow hofft, dass der WDR seine Familienkonflikte für einen Neustart nutzen kann.

"Ich habe jedenfalls in den letzten Monaten eine nicht so schöne Seite meiner WDR-Familie kennengelernt."

WDR-Intendant Tom Buhrow zeigt sich im "stern"-Interview geschockt über die Unzufriedenheit seiner Beschäftigten, die ihm erst im Zuge der #MeToo-Debatte gänzlich bewusst wurde. Der WDR müsse die Chance für eine Bereinigung nutzen, jetzt wo alles auf dem Tisch liege.
"stern" 42/2018, S. 108-110 (Paid)

"Babylon Berlin" erzielt Abruf-Rekord in ARD-Mediathek.

Babylon Berlin wird zum bislang erfolgreichsten Video-Inhalt in ARD-Angeboten. Bis Montag zählten DasErste.de und die Mediathek 3,39 Mio Videoabrufe, das Webangebot rund um die Serie 5 Mio Seitenaufrufe. Im TV schauen mehrere Millionen zu. Kritiker hatten befürchtet, die frühere Ausstrahlung beim Produktions-Partner Sky könne der ARD Zuschauer kosten.
presseportal.de, dwdl.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Degeto-Chefin Christine Strobl über die Strategie hinter "Babylon Berlin".

ARD/ZDF-Onlinestudie: Internetnutzung steigt rasant – und Video ist der Gewinner.


Streaming-Republik: Die deutschen Internetnutzer sind täglich im Schnitt 196 Minuten online, ein massives Plus von 47 Minuten im Vergleich zum Vorjahr, ermittelt die ARD/ZDF-Onlinestudie 2018. In der Altersgruppe 14 bis 29 Jahre liegt die tägliche Nutzung bei 353 Minuten (plus 79 Minuten). Von der sprunghaft steigenden Aktivität profitiert insbesondere das bewegte Bild. Video ist auch die bevorzugte Form bei der Nutzung von Medien im Netz: 32 von 82 Medien-Minuten entfallen auf das Sehen.

Größte Profiteure sind Videoportale, vor allem YouTube: 39% klicken mindestens einmal pro Woche rein. ARD und ZDF folgern aus den Ergebnissen, mit voller Kraft ihre Mediatheken auszubauen. Das ist insbesondere mit dem Blick auf die junge Zielgruppe geboten, die für Videos vor allem US-Plattformen ansteuert. 83% nutzen wöchentlich Videoportale, 47% Facebook- und 42% Instagram-Videos. Ähnlich sieht es im Bereich Audio aus: Fürs Hören nutzen sowohl die Jungen als auch die Gesamtbevölkerung vor allem Musik-Streming-Dienste wie Spotify und YouTube, Online-Liveradio hören nur um die 15%. (Foto: Picture Alliance / imageBROKER)
presseportal.de, ard-zdf-onlinestudie.de, blog.wdr.de (Zusammenfassung und Grafik)

Zitat: Caren Miosga plädiert für Zurückhaltung von Journalisten in sozialen Netzwerken.

"Ich muss nicht zu allem bei Twitter meinen Senf dazugeben. Für meinen Geschmack überschreiten dort manche Journalisten-Kollegen die Grenzen der professionellen Meinungsäußerung."

"Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga reagiert in sozialen Netzwerken gern auf Menschen, die ein echtes Interesse haben. Von einigen Journalisten wünscht sie sich im Handelsblatt Wirtschaftsclub jedoch mehr Zurückhaltung.
handelsblatt.com

ARD und ZDF gehen gegen Urheberrechtsverstöße der AfD vor.

Ungewollte Lügenpresse-PR: Die AfD setzt urheberrechtlich geschützte Inhalte von ARD und ZDF für die Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Netzwerken ein, schreibt T-Online. Mehrere ARD-Rundfunkanstalten - darunter NDR, WDR, SWR, RBB und MDR - prüfen gemeinsam mit dem ZDF rechtliche Schritte gegen die Partei. In mindestens 29 Fällen habe die AfD auf Facebook, Twitter oder YouTube Material der ARD-Rundfunkanstalten mit AfD-Logo für Werbezwecke genutzt, in mindestens 19 Fällen auch ZDF-Material.

Die Sender geben "grundsätzlich kein Material an Interessensgruppen, Verbände und Parteien ab, sofern damit ein Veröffentlichungsinteresse verbunden ist“, zitiert das Nachrichtenportal aus einer öffentlich-rechtlichen Stellungnahme. Rechtswissenschaftler räumen der Klage gute Chancen ein. Die Nutzung sei nicht vom Zitatrecht gedeckt. Laut Autor Jonas Mueller-Töwe will die AfD von einer Klage bisher nichts wissen. (Foto: Screenshot Twitter)
t-online.de, twitter.com

Meinung: ARD-Anstalten stehen sich bei Recherche-Kooperationen selbst im Weg.

ARD könnte Recherchen mit einer gemeinsamen Investigativ-Sendung wuchtiger präsentieren, meint Ulrike Simon, kennt aber auch den Haken: die ARD. Vor der Vereinigung der sechs Polit-Magazine würden Bedenkenträger-Arbeitsgruppen das meiste zerreden. Also kooperieren öffentlich-rechtliche Redaktionen verstärkt mit externen Partnern.
spiegel.de (Paid)

Kai Gniffke wirft Hans-Georg Maaßen Rufschädigung der "Tagesschau" vor.

Tagesschau-Chef Kai Gniffke schaltet sich in den Fall Maaßen ein. In einem Brief an den Noch-Verfassungsschutz-Chef und die Obleute im Innenausschuss wirft er Hans-Georg Maaßen vor, den Ruf der "Tagesschau" geschädigt zu haben. Maaßens Aussagen vor dem Ausschuss würden sich nicht "mit den nachprüfbaren Fakten" decken. Insbesondere habe die Nachrichtensendung nie die Begriffe "Hetzjagd" oder "Menschenjagd" verwendet. Buzzfeed veröffentlicht den gesamten Brief.
buzzfeed.com

Zitat: Funk-Chef Florian Hager hält US-Plattformen für unumgänglich.

Florian Hager 2015-150"Der einzige Auftrag, den ich hier umsetzen muss, ist es, 14- bis 29-Jährige mit öffentlich-rechtlichen Inhalten zu erreichen."

Florian Hager, Chef des Jugendangebots Funk von ARD und ZDF, betont im Interview mit dem "Standard", dass sich junge Zuschauer nur durch US-Netzwerke und nicht durch eine App "der grünen Wiese" erreichen ließen.
derstandard.at, turi2.de (Video-Interview)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Florian Hager über den Aufbau des ARD-ZDF-Jugendangebots.

Ralph Fürther: Sky stellt sich breiter auf für die Duelle mit Netflix und Amazon.

Alte Feinde, neue Verbündete: Der Bezahlsender Sky macht Schluss mit alten Fehden und nimmt neue Gegner ins Visier. Kommunikationschef Ralph Fürther sagt im turi2.tv-Interview anlässlich des Free-TV-Starts von Babylon Berlin, dass ARD und ZDF längst nicht mehr die Konkurrenz für den Pay-Sender sind. Die neue Serie ist die erste Co-Produktion zwischen Sky und der ARD, die Zusammenarbeit habe hervorragend funktioniert und könne Vorbild für weitere sein. Gefährlicher als die Wettbewerber auf dem deutschen Markt schätzt Fürther die Konkurrenz durch Netflix und Amazon ein. "Es braucht gute Kooperationen, um weiterhin Premium-Rechte erwerben zu können", sagt Fürther.

Sky hat die teuerste deutschsprachige Serie als erstes zeigen dürfen, satte zwölf Monate vor der ARD-Premiere. Als heimlicher Gewinner der Kooperation will er trotzdem nicht gelten: "Es gibt nicht 'den Gewinner'", sagt Fürther und gibt sich überzeugt, dass die Serie nicht nur ein Erfolg für Sky wird, sondern auch in der ARD. Fürther denkt indes schon weiter: Die zweite Staffel der Serie ist bei Sky bereits gelaufen, die Dreharbeiten für die dritte beginnen im November.
turi2.tv (4-Min-Interview)

"Das lineare Programm öffnen": Degeto-Chefin Christine Strobl über die Strategie hinter "Babylon Berlin".


Alte und neue Welt: Degeto-Chefin Christine Strobl verantwortet für die ARD das Prestige-Projekt "Babylon Berlin". Die Kooperation mit dem Bezahlsender Sky feiert am Abend Free-TV-Premiere auf dem "Tatort"-Sendeplatz und soll, so erzählt Strobl im Video-Interview mit turi2.tv, vorbildhaft sein für weitere Produktions-Partnerschaften. Jetzt müsse die Serie aber "erstmal den Beweis antreten, dass sie auch bei uns funktionieren". Partner Sky durfte die Serie zuerst im Pay-TV zeigen.

Um sich solche große Produktionen leisten zu können, ohne auf Klassiker wie den "Tatort" verzichten zu müssen, ist die Degeto-Chefin offen für weitere Kooperationen, "wenn jeder den anderen in seiner Spielwiese leben lässt." Strobl plädiert dafür, bei der Suche nach Kooperationspartnern die Scheuklappen abzulegen und schließt auch eine Zusammenarbeit mit RTL "oder sogar dem ZDF" nicht aus. Im Gespräch am Rande des Come Togethers der ARD ZDF Medienakademie verrät Strobl außerdem, was eine Serie für sie braucht, damit sie nicht mehr abschalten kann: gute Charaktere.
turi2.tv (4-Min-Interview auf YouTube)

"Babylon Berlin" wäre beinahe eine englischsprachige Serie geworden.

Babylon Berlin wäre beinahe auf Englisch gedreht worden, sagen die Produzenten Stefan Arndt, Michael Polle und Uwe Schott im Interview der "Süddeutschen". Grund sei der hohe Anteil der Auslandsvermarktung und die Angst gewesen, als synchronisierte Serie schlechtere Chancen im Ausland zu haben. Im Gespräch sagen die Serien-Macher, wie die Idee zu der Produktion entstanden ist und dass sie – anders als bei Serien üblich – die Freiheiten von Film-Produzenten genießen.
sueddeutsche.de

"Spiegel" zeigt die Wahlkampf-Welt des Helmut Markwort.

Fakten, Fakten, Fakten: Der "Spiegel" begleitet Helmut Markwort in die bayerische Provinz zu einem Wahlkampfauftritt. Der frühere "Focus"-Chef tritt auf wie eine Mischung aus Guido Westerwelle und bayerischem Trump: Er geht mit einem gelben Faktomobil auf Stimmenfang für die FDP, was seinen Streit mit dem BR über ein Wahlkampf-Plakat angeht, gibt er sich uneinsichtig, schreibt Alexander Kühn.
"Spiegel" 40/2018, S. 75 (Paid)

EuGH-Generalanwalt ist zu großzügig mit dem Rundfunkbeitrag, meint Michael Hanfeld.

Rundfunkbeitrag: Der EuGH-Generalanwalt stuft den Beitrag nicht als rechtswidrige staatliche Beihilfe ein und agiert damit zu großzügig, meint Anstalten-Kritiker Michael Hanfeld. Völlig unter den Tisch falle etwa, wie stark Einnahmen im Vergleich zur früheren Gebühr gestiegen sind. Auch die völlig veränderte Rechtssystematik verkenne der Generalanwalt.
faz.net

ARD-Anstalten müssen "Das Boot"-Kameramann Jost Vacano vergüten.


Ärger in den Anstalten: Acht ARD-Sender schulden Kameramann Jost Vacano 315.000 Euro, weil sie den Erfolgsfilm "Das Boot" mehr als 40 Mal zeigten, urteilt das Oberlandesgericht Stuttgart. Die acht betroffenen Anstalten wollen gar nicht zahlen, weil sie weitere Fälle fürchten. Die Anstalten können in Revision gehen. Bis der BGH entscheidet, könnte "Das Boot" in Archiven untergehen – oder für immer absaufen.

Im Dezember hatte Vacano bereits 588.000 Euro zugesprochen bekommen. Die Summe soll er von Bavaria Film, dem WDR und dem Verwerter der Video-Lizenzen erhalten. Von den acht anderen Anstalten, den WDR ausgeklammert, sollte Vacano zunächst nur 77.000 Euro bekommen – das neue Urteil treibt sein Honorar nach oben. Vacano kämpft bereits seit 13 Jahren für einen Fairnessausgleich: Ihm zufolge müssen Urheber an Erfolgen beteiligt werden, wenn sie zuvor nur ein schmales Honorar bekommen haben. (Foto: Eventpress / Picture Alliance)
faz.net, sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

BDZV-Präsident Döpfner unterstützt Idee eines "europäischen YouTube".

Europäisches YouTube: Der Vorstoß von ARD-Chef Ulrich Wilhelm (Foto) rennt bei den Zeitungsverlegern offene Türen ein. Der BDZV "verfolge interessiert" die Idee einer Plattform, die unabhängig von den US-Konzernen ist, sagt Mathias Döpfner. Unklar ist Döpfner, wie Öffentlich-Rechtliche und private Unternehmen zusammen daran arbeiten könnten, ohne dass die Systeme verschmelzen. Wilhelm schlägt beim Zeitungskongress vage vor, Öffentlich-Rechtliche könnten ihre Videos beisteuern - und die Verlage die Einordnung dazu.
turi2 vor Ort beim Zeitungskongress, turi2.de (Background)

BR-Intendant Wilhelm sieht den Staat in der Pflicht, europäische Plattform zu initiieren.

Europäische Medienplattform: BR-Intendant Ulrich Wilhelm sieht den Aufbau einer Plattform, die Funktionen von YouTube, Facebook und Google kombiniert, aber nach europäischen Regeln arbeitet, als staatliche Aufgabe, sagt er im "Handelsblatt"-Interview. So wie das US-Militär einst Brutstätte des Internets war, könnten Deutschland und Frankreich Motor sein, um "mit weniger als 50 Mio Euro" "rasch, ohne große Bürokratie" einen Prototypen zu entwickeln. Die Trägerschaft müsse am Ende in unabhängiger Hand liegen, Rundfunkgebühren sollen nicht fließen.
handelsblatt.com (Paid)

Reinhold Beckmann nähert sich Promis im Radio-Talk über ihre Musik-Historie.

NDR lässt Reinhold Beckmann im Radio talken. In "NDR 2 Life Sounds" nähert sich Beckmann seinen prominenten Gästen über die Musik ihres Lebens, also frühe Kassettenaufnahmen aus dem Radio, geheime Plattensammlungen oder sorgfältig zusammengestellte Mixtapes. Die zweistündige Sendung läuft sechsmal im Jahr, erstmals am 24. September.
radioszene.de

TV-Tipp: "Der große Rudolph" zeigt Rudolph Moshammer im Bussi-Bussi-Business.

TV-Tipp: Das Erste zeigt Rudolph Moshammer in Der große Rudolph (Mi, 20.15 Uhr) auf dem schmalen Grat zwischen dem "jüngeren, durchaus erfolgreichen" und dem "älteren, immer knapp an der Lächerlichkeit vorbeischrammenden Modehändler" in den 80er Jahren, analysiert Christian Mayer. Thomas Schmauser bewege sich in seiner Rolle zwischen den großen Momenten und der abgrundtiefen Traurigkeit Moshammers.
sueddeutsche.de, daserste.de (Trailer), turi2.de (Background)

Ex-Mitarbeiter, der Frauen belästigt haben soll, verzichtet auf Klage gegen den WDR.

WDR Logo 150WDR: Der Ex-Auslandskorrespondent, der Kolleginnen sexuell belästigt haben soll, zieht seine Klage gegen den Sender zurück. Der 60-Jährige akzeptiert seine fristlose Kündigung, ein Gütetermin fand nicht stannd. Der langjährige Mitarbeiter soll u.a. einer Praktikantin im Hotel Pornos gezeigt haben. Der WDR hatte ihn nach Bekanntwerden der Vorwürfe erst freigestellt und dann fristlos entlassen.
deutschlandfunk.de

Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung stand, der WDR und der Mitarbeiter hätten sich außergerichtlich getrennt. Das ist falsch. Es gab keine Einigung. Der Mitarbeiter hat die Klage von sich aus zurückgezogen und seine Kündigung akzeptiert

Satiriker Schlecky Silberstein von AfD bedroht.

AfD Berlin hat den Satiriker Christian Brandes, alias Schlecky Silberstein, in Folge eines Satire-Drehs bedroht. Der AfD-Abgeordnete Frank-Christian Hansel suchte den Künstler vor seiner Produktionsfirma auf, filmte das Klingelschild und veröffentlichte den Film via Facebook. Daraufhin wurden Brandes und sein Partner von AfD-Anhängern beschimpft und erhielten eine antisemitische Morddrohung. Die AfD kritisiert die Drohungen, verteidigt aber ihr Vorgehen: "Wenn er Anti-AfD-Propaganda macht, sollte er sich aber über Reaktionen nicht wundern", sagt Sprecher Ronald Gläser.
berliner-zeitung.de, zeit.de, schleckysilberstein.com

Zitat: Rainer Robra sieht eine Indexierung des Rundfunkbeitrags kritisch.

"Bei so einem Gerangel möchte ich nicht dabei sein."

Rainer Robra, Medienminister von Sachsen-Anhalt, fürchtet eine Entpolitisierung der Rundfunkgesetzgebung, sollte der Rundfunkbeitrag indexiert werden. Das könne für die Akzeptanz der öffentlich-rechtlichen Anstalten gefährlich werden, sagt er im "promedia"-Interview.
medienpolitik.net

Wir graturilieren: Thomas Freier wird 44.


Wir graturilieren: Thomas Freier, Gruppenleiter TV Sales Marketing bei der ARD Werbung, feiert heute seinen 44. Geburtstag – bei einem entspannten Wochenende in Erfurt mit seiner Frau. Zuhause warten dann Kinder und Verwandtschaft darauf, Freier ordentlich hochleben zu lassen. Für das kommende Jahr wünscht er sich Gesundheit. Gesellschaftlich, dass die Gesellschaft wieder zu einem Umgang miteinander kommt, der erträglich ist.

Sportlich, dass sein Schwabenherz viele Siege des VfB Stuttgart bejubeln kann. Und beruflich, dass die Baustelle auf der Schiersteiner Brücke gute Fortschritte macht und es mit seinen Kollegen bei der ARD-Werbung Sales & Services weiter so viel Spaß macht. Über Glückwünsche freut er sich auf allen Wegen, zum Beispiel per E-Mail.

ARD fürchtet einen Präzedenzfall bei Honorar-Nachzahlung für "Das Boot".

Das Boot: Kameramann Jost Vacano, 84, versucht seit 13 Jahren ein höheres Honorar für seine Film-Aufnahmen des U-Boot-Klassikers einzuklagen. Damals erhielt er 204.000 D-Mark, was er angesichts der 40 Mio Euro, die der Film bis heute eingespielt hat, für zu wenig hält. Das OLG Stuttgart schlägt in einem Vergleich 330 000 Euro Nachzahlung vor, die ARD will höchsten 25.000 Euro zahlen. Die Sender fürchten einen Präzedenzfall.
sueddeutsche.de

Bericht attestiert WDR geringen "Ermittlungseifer" bei sexueller Belästigung.


Aufklärung ungenügend: Der WDR erntet herbe Kritik für den Umgang mit sexueller Belästigung im Sender. Die ehemalige Gewerkschaftschefin Monika Wulf-Mathies hat im Auftrag von Intendant Tom Buhrow den Bericht "#MeToo - Die Verantwortung des WDR als Arbeitgeber" erstellt. Ihr Fazit: Es brauche einen "Kulturwandel" im Sender. Viele ihrer Gesprächspartner vermissten ein "respektvolles und wertschätzendes Betriebsklima".

Die Verantwortlichen im WDR seien Gerüchten und Beschwerden über Belästigung zwar nachgegangen, hätten "aber wenig unternommen". Es wäre "ein größerer Ermittlungseifer" nötig gewesen, sagt Wulf-Mathies. Buhrow gelobt Besserung und beteuert, er habe gar nicht gewusst, was gemeint gewesen sei, als er in der Presse von "Angst" beim WDR las. Die WDR-Führung habe wohl "zu wenig auf den Personalrat als allgemeiner Fiebermesser gehört". (Foto: Oliver Berg/dpa)
stern.de, sueddeutsche.de