Die ARD ist wie die UNO in klein: Alle reden mit, keiner entscheidet.

"Tagesthemen" senden nach Abbruch der Sondierungen Extra-Ausgabe.

Tagesthemen reagieren schnell auf den Abbruch der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition und senden - zunächst anders als etwa das ZDF - schon ab 0.02 bis etwa 0.25 Uhr eine Extra-Ausgabe der "Tagesthemen" mit Caren Miosga. Auch Phoenix und bild.de senden live vor Ort - Phoenix bis 1.33 Uhr. Das ZDF sendet erst ab 0.26 Uhr bis etwa 1.15 Uhr ein "Heute Journal Spezial" mit Claus Kleber. Die FDP hatte kurz vor Mitternacht die Verhandlungen für eine Koalition von Union, FDP und Grünen abgebrochen.
mediathek.daserste.de, ardmediathek.de (Phoenix), zdf.de (ZDF), bild.deKommentieren ...

Meinung: Investigativ-Journalismus vernachlässigt Recherchen zu sexueller Nötigung.

Investigativ-Journalisten in Deutschland vernachlässigen das Thema Sexismus und Machtmissbrauch, ärgert sich Dagmar Engel, Chefin des Hauptstadtstudios der Deutschen Welle. Während US-Medien nach dem Weinstein-Skandal in vielen Berichten konkrete Fälle sexueller Nötigung bekannt machten, sei es hierzulande mit dem investigativen Journalismus bei diesem Thema nicht weit her. Engel spekuliert, die Fälle lägen "vielleicht zu nah".
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

SWR-Werbetochter meldet für 2016 steigenden Gewinn und Umsatz.

SWR Media Services, Werbetochter des SWR, steigert ihren Jahresüberschuss 2016 deutlich auf 10,1 Mio Euro, schreibt "New Business". Beim Umsatz überschreitet sie mit 102,3 Mio Euro die 100-Mio-Grenze, u.a. wegen einer Steigerung bei Nebengeschäften. Für 2017 erwartet SWR Media Services mangels großer Sport-Events bei den Fernsehspots ein Umsatz-Minus.
new-business.de (Vorab), "New Business" 47/2017, S. 42 (Paid)Kommentieren ...

Middelhoff-Biograf Bognanni wechselt vom "Handelsblatt" zum WDR.

Massimo Bognanni ist am 6. November vom "Handelsblatt"-Investigativteam zum Investigativressort des WDR in Köln gewechselt, wie erst nun öffentlich bekannt wird. Der Middelhoff-Biograf Bognanni ist damit Teil des Rechercheverbunds von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung". Er arbeitete seit 2012 beim "Handelsblatt". Sein Werk Middelhoff: Abstieg eines Star-Managers ist eines der aktuell meistverkauften Wirtschaftsbücher.
new-business.de, twitter.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Spiegel Online: ARD plant mit Staffel 3 und 4 von "Babylon Berlin".

Babylon Berlin: Auch die ARD plant eine Fortsetzung der Prestige-Serie in Kooperation mit dem Bezahlsender Sky, berichtet Spiegel Online. Demnach habe die ARD-Tochter Degeto einen Vertrag zur Drehbuchentwicklung für weitere Folgen abgeschlossen und hoffe, "nahtlos die Produktion freigeben" zu können. Die ersten beiden Staffeln der Serie sind derzeit auf Sky zu sehen, der internationale Vertrieb über Beta-Film scheint erfolgreich. Beim Hauptgeldgeber, der ARD, sind die Folgen jedoch erst Ende 2018 zu sehen.
spiegel.deKommentieren ...

Zitat: Stefan Raue wünscht sich mehr Kompromissbereitschaft im Streit mit Verlagen.

"Nicht der Streit stört mich, sondern dass der Streit so ohne Dialog stattfindet, dass beide Seiten lustig vor sich hin ballern."

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue hat im Deutschlandfunk-Interview Verständnis für die Sorgen der Zeitungsverleger und kann sich durchaus Kooperationen zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Medien vorstellen.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Arno Frank kritisiert sexistischen Kameraschwenk in ARD-Sendung.

"Sexismus ist, wenn Laura Himmelreich bei 'Anne Will' gerade über Sexismus als 'strukturelles Problem' referiert - und der Kameramann auf die rosafarbenen Stilettos von Verona Pooth zoomt, um dann laaangsam die Beine hinaufzufahren."

Spiegel-Online-Kolumnist Arno Frank kritisiert in seiner Rezension die Kameraführung bei "Anne Will" am Sonntag. Mittlerweile hat sich die ARD für die Bildführung entschuldigt.
spiegel.de, spiegel.de (ARD-Reaktion)Kommentieren ...

Stefan Raue: BDZV-Präsident Döpf­ner hat journalistisches Terrain verlassen.

Ma­thi­as Döpf­ner und die anderen Vertreter der Kritik am "Staatsrundfunk" verlassen den journalistischen Boden und sind selbst Partei, meint Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue in einem Gastbeitrag im "Spiegel". Wo­chen­lang sei kaum ein Tag ohne An­grif­fe un­ter der Gür­tel­li­nie vergangen. Der "klein­geis­ti­ge Krieg" helfe aber niemandem, nötig seien Kom­pro­misse. Die wirkliche Gefahr für die Verlage seien Google, Facebook und Co. Raue schreibt, auch die Öffent­lich-Recht­li­chen hätten im Umgang mit Print-Kollegen "Sün­den" begangen.
"Spiegel", 46/2017, S. 84-85 (Paid)1 Kommentar

Meinung: Regisseur Dominik Graf fürchtet Unterforderung der "Tatort"-Zuschauer.

Tatort: Regisseur Dominik Graf kritisiert die ARD dafür, nur noch zwei experimentelle "Tatorte" pro Jahr zuzulassen. Manches, "wovon man in Deutschland peinlicherweise immer noch glaubt, es sei 'experimentell'", gehöre längst zur internationalen Filmsprache, sagt Graf der "Bild am Sonntag". Mit "Konventionalitäts-Zwang" sichere die ARD keine Qualität. Wenn die Zuschauer "vor Unterforderung nur noch gähnen", sei der "Tatort" zerstört.
"Bild am Sonntag", S. 6/7 (Paid), vorab.bams.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ingo Zamperoni will mit Sehgewohnheiten brechen.

Ingo Zamperoni ist dabei, die Rolle des Anchormans neu zu erfinden, schreibt Kai-Hinrich Renner in seinem Porträt. Der Chefmoderator der "Tagesthemen" will die Sehgewohnheiten aufbrechen und immer wieder einen Hallo-Wach-Effekt beim Zuschauer erzeugen. Mit 43 hat Ingo Zamperoni seinen Traumjob erreicht, was danach kommt, weiß er noch nicht. Intendant will er nicht werden, eher noch einmal als Korrespondent in die USA gehen.
abendblatt.deKommentieren ...

ARD-Radios bündeln nächtliche Musikauswahl bei je einem Sender.

ARD-Hörfunk bündelt die Gestaltung der Nachtprogramme bei je einem Sender. Die anderen Radiowellen können die nach Genres aufgeteilten Programme gratis übernehmen und mit ihren regionalen Nachrichten ergänzen. Die Zusammenarbeit startet 2018 mit WDR 2, das die ARD-Popnacht vom SWR übernimmt, WDR 4 sendet die ARD-Oldienacht vom NDR. Bereits heute laufen die ARD-Hitnacht (Schlager) vom SR und WDR, die Infonacht von MDR (Nachrichten) und das ARD-Nachtkonzert (Klassik) vom BR.
"new business" 45/2017, S. 25 (Abo), new-business.de (Kurzfassung)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Deutsche Medienkonzerne sind international kleine Lichter.

Zahl des Tages: Von 11 auf auf Platz 15 rutscht Bertelsmann im Ranking der internationalen Medienkonzerne ab, errechnet das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik. Mit 17 Mrd Euro Jahresumsatz erwirtschaftet Bertelsmann aktuell noch doppelt so viel Geld wie Netflix auf Platz 28, doch schon in drei oder vier Jahren könnte der Streamingdienst den größten deutschen Medienkonzern überholen, sagt IfM-Direktor Lutz Hachmeister im "Spiegel". Auf Rang 30 folgt die ARD als zweitstärkstes deutsches Medienunternehmen mit einem Budget von 6,5 Mrd Euro. ProSiebenSat.1 rangiert im Umsatz-Ranking auf Platz 48, Springer auf Rang 52. An der Spitze steht die Google-Mutter Alphabet.
"Spiegel", S. 67 (Paid), twitter.com/SPIEGEL_MedienKommentieren ...

"Staatspresse-Debatte": Stefan Niggemeier bezichtigt Mathias Döpfner der Lüge.

Mathias Döpfner hat ARD und ZDF sehr wohl als "gebührenfinanzierte Staats-Presse" bezeichnet, schreibt Stefan Niggemeier. Der BDZV verbreitete laut Niggemeier in seiner Entgegnung auf die Erklärung der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Redakteursausschüsse daher einer Lüge, wenn er schreibe, Döpfner habe den Ausdruck nur in einem Konjunktiv-Szenario verwendet. Die Wiedergabe Döpfners sei daher auch nicht böswillig.
uebermedien.de, turi2.de (Background)2 Kommentare

Öffentlich-rechtliche Redakteure wehren sich in offenem Brief gegen Staatsfunk-Vorwürfe.

Journalisten: Die öffentlich-rechtlichen Redakteure von ARD, ZDF und Deutschlandfunk wenden sich in einem offenen Brief an ihre "lieben Kollegen in den Zeitungsredaktionen" und antworten auf deren Staatsfunk-Vorwürfe. Sie wünschen sich mehr Zusammenhalt "als Vermittler von profund recherchierten Informationen" und werfen den Kollegen vor, den Journalismus zu beschädigen. BDZV-Präsident Mathias Döpfner schreibt zurück: Er hält den Streit für ein "Missverständnis" und will gern persönlich und öffentlich mit den Redakteuren sprechen.
blog.agra-rundfunk.de, bdzv.de (Döpfner)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Kai Gniffke erklärt die Grundsätze für das Zeigen heikler Bilder.

Lese-Tipp: "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke erklärt, warum er im Nachhinein die Bilder unterernährter, syrischer Kinder lieber nicht gezeigt hätte, die Entscheidung aber nicht einfach sei. Er nennt die Grundsätze, an denen das Team sich orientiert, etwa, Menschen nicht im Moment des Sterbens und keine Geiseln zu zeigen.
blog.tagesschau.deKommentieren ...

Discovery und Eurosport senden mehr als 4.000 Stunden Olympia-Programm.

Discovery und Eurosport geben die Sende-Details der Olympischen Winterspiele bekannt: Sie zeigen die Spiele in 48 Ländern, in Deutschland im Free-TV bei Eurosport 1 und TLC, im Pay-TV bei Eurosport 2. DMAX berichtet, anders als angekündigt, nicht. Dazu kommt die Berichterstattung von ARD und ZDF. Eurosport übernimmt das Livestreaming aller Wettbewerbe. Insgesamt gibt es mehr als 4.000 Stunden Programm, mehr als 900 davon live. Eurosport stellt in neuen Sendungen wie "Olympic Confessions" und "Ones to Watch" außerdem die Wintersportszene näher vor.
new-business.de, turi2.de (Background ARD und ZDF)Kommentieren ...

Meinung: Uefa hat ARD und ZDF bei TV-Rechten zur Nations League abgezogen.

ARD und ZDF haben sich mit dem Erwerb der TV-Rechte an der Uefa Nations League als willige Zitrone erwiesen, die von dem Sportverband gepresst werden kann, urteilt Jürn Kruse für die "taz". Der Wettbewerb sei nur geschaffen worden, um weitere Einnahmen zu generieren, weshalb es ein gutes Zeichen gewesen wäre, auf die Rechte zu verzichten. Angesichts des Preises von bis zu 122 Mio Euro sei nun fraglich, ob die Sender ihre selbstgesetzten Limits einhalten können oder alternativ kein Geld für andere Sportarten mehr haben.
taz.deKommentieren ...

ARD will dass der "Tatort" die Nerven der Zuschauer nur selten experimentell kitzelt.

ARD will experimentelle "Tatorte" nur noch zweimal jährlich produzieren. Die Krimireihe solle nicht zum Wettlauf der Redaktionen um den abgedrehtesten Film mutieren. Die neun Landesrundfunkanstalten können prinzipiell selbst über ihren jeweiligen "Tatort" entscheiden, Koordinator Gebhard Henke hat aber ein Auge auf die Inhalte und sieht den "klassischen Ermittlerkrimi" als "DNA des Tatorts.“ Denn die Zuschauer liefen vor allem dann Sturm, wenn ihr Sonntagskrimi die Realitätsnähe und die Auflösung am Schluss schuldig bleibe.
derwesten.deKommentieren ...

Zitat: Ulrike Simon bemängelt juristische Unterstützung von Produzenten.

"Ein Journalist, der im Nachhinein keine Garantie auf Rechtssicherheit hat, wird von vornherein jedes Risiko meiden."

Ulrike Simon kritisiert die mangelnde juristische Unterstützung von TV-Produzenten durch die Öffentlich-Rechtlichen Sender: Besonders Investigativ-Reporter würden in ständiger Rechtsunsicherheit leben.
daily.spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Hör-Tipp: NDR Info erklärt, wie YouTube die Jugendkultur verändert.

Hör-Tipp: Sebastian Meineck fragt für NDR Info, wie YouTube die Jugendkultur revolutioniert. Er spricht u.a. mit YouTuberin Hannah Thalhammer (Foto), die das Video-Netzwerk eine "Werbemaschine" nennt. YouTube sei viel mehr als der "kleine Bruder des Fernsehens", findet Meineck. Es sei ein Ort, an dem "sich Fans mit Fans und Fans mit Idolen austauschen". Für ihn ist YouTube der Schlüssel zur heutigen Jugendkultur. (Foto: S. Meineck)
ndr.de (mit 28-Min-Audio), akamaihd.net (direkter Download)Kommentieren ...

Die öffentlich-rechtlichen Sparpotenziale sind gehoben, argumentiert Karola Wille.

ARD, ZDF und Deutschlandradio bieten über ihre vorgelegten Reformpläne hinaus kein weiteres Sparpotenzial, gibt ARD-Vorsitzende Karola Wille zu verstehen, notiert Ulrike Simon. Wille wünscht sich, dass die Politik zunächst die Sparpläne liest und die KEF-Prüfung abwartet. Fritz Jäckel, Rundfunk-Koordinator der unionsgeführten Länder, glaubt, schon die Debatte treibe die Anstalten zur finanziellen Zurückhaltung.
"Horizont" 43/2017, S. 19 (Paid)1 Kommentar

Hör-Tipp: Anke Schäferkordt fordert neue Allianzen gegen die US-Techriesen.

Hör-Tipp: RTL-Chefin Anke Schäferkordt will mit neuen Allianzen gegen die Werbe-Übermacht von Google, Facebook und Amazon anstinken. Als Beispiel nennt sie in ihrer Keynote zu den Medientagen München ihre Login-Allianz mit ProSiebenSat.1 und United Internet. Sie stichelt aber auch gegen ARD und ZDF und wirft den Sendern und der Politik zu starke Verbindungen vor. RBB-Mann Jörg Wagner veröffentlicht die Rede in Ton und Text.
wwwagner.tvKommentieren ...

Zitat: Georg Mascolo will transparenter werden.

"Ich hab zu denen gehört, die gesagt haben: Gucken wir doch mal, ob einer meinen Fehler bemerkt."

Georg Mascolo, Recherche-Chef von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR äußert Selbstkritik. Er habe eigene Fehler lange nicht transparent korrigiert.
turi2 vor Ort bei den Münchner Medientagen


Kommentieren ...

Teletext trotzt dem Internet und bleibt ein Massenmedium.

Teletext der ARD erreicht mit 4 Mio Besuchern am Tag mehr als manche Newsseite im Internet - trotz Pixeloptik und fehlender Bilder. Treiber war schon immer der Sport, bis heute ist die Bundesliga-Seite 251 eine der beliebtesten, erfährt Felix Hackenbruch beim Besuch der Redaktion in Potsdam. Massenhaft Beschwerden gab es, als die Ergebnisse der Kegel-Bundesliga rausgenommen wurden. Aktuell denken die Teletext-Macher über Untertitel für Schlagersendungen nach - zum Mitsingen.
tagesspiegel.de, ard-text.de1 Kommentar

WDR-Rundfunkrat kritisiert Nations-League-Vertrag und stimmt doch zu.

WDR Logo 150WDR Rundfunkrat segnet den Erwerb der TV-Rechte an der Uefa Nations League ab. Zuvor hat das Gremium die Kommerzialisierung des Spitzensports kritisiert und dem Vertrag nur unter der Bedingung zugestimmt, dass finanzielle Risiken künftig gerechter verteilt werden. Weitere Preissteigerungen werde der Rundfunkrat nicht mitmachen, kündigt sein Vorsitzender Andreas Meyer-Lauber an. Würden ARD und ZDF jedoch keine Spiele der Nationalelf zeigen, ginge die Beitragslegitimation verloren.
dwdl.de, sueddeutsche.deKommentieren ...

Zitat: AS&S-Chefin Elke Schneiderbanger hält Radiomoderatoren für die besten Influencer.

"Die besten und glaubwürdigsten Influencer sind für mich nach wie vor Radiomoderatoren. Die haben Tag für Tag eine riesige Menge an Followern, sind im direkten Austausch mit den Hörern und sind für die Programmidentität unverzichtbar."

Elke Schneiderbanger, Geschäftsführerin des ARD-Vermarkters AS&S, sieht Influencer nicht nur bei YouTube & Co.
"Werben & Verkaufen" 43/2017 S. 44-47 (Paid)

weiter Zitate aus dem Interview:

zur "Nordkorea"-Kritik von Mathias Döpfner:

"Vielleicht ist Döpfners Vorgehen ja eine Volte, getreu der alten chinesischen Kriegslist „Die Akazie schelten, dabei aber auf den Maulbeerbaum zeigen.“ Will sagen, da wird auf der einen Seite ein Feind aufgebaut, wenn der Feind auf der anderen Seite übermächtig ist und man glaubt, gegen diesen sowieso nichts ausrichten zu können."

zu Influencer-Werbung:

"Die Werbekunden machen mit Influencer-Werbung bereits in Teilen ähnliche Erfahrungen wie die Politik oder Zeitungen. Wenn den Leuten Kampagnen oder Protagonisten darin nicht gefallen, werden sie häufig erst unflätig und wandern dann ab."

zu Werbung in einem vertrauensvollen Umfeld:

"Wenn Sie so wollen, bin ich die Queen of Brand-Safety. Am Ende des Tages sind wir die Glaubwürdigsten, noch sicherer geht nicht. Auf irgendwas muss man sich ja verlassen können."Kommentieren ...

"Tatort" bekommt Ableger "Lammerts Leichen" – als Mini-Webserie.

Tatort aus Dresden bekommt einen Ableger als Mini-Serie im Netz, berichtet "Bild am Sonntag". Am 6. November startet der MDR Lammerts Leichen. In den sechs jeweils fünf Minuten langen Folgen steht der Pathologe Lammert im Mittelpunkt – sonst nur Sidekick des Ermittler-Trios. Laut "BamS" ist auch eine Ausstrahlung der Serie im TV geplant.
bild.de (Paid), daserste.deKommentieren ...

Burda-Zeitschrift "ARD Buffet" heißt künftig "Mein Buffet".

Burda bringt "ARD Buffet", das Food-Magazin zur gleichnamigen TV-Sendung, ab der kommenden Ausgabe unter dem Namen "Mein Buffet" in Eigenregie heraus, schreibt "Clap". Burda Home und SWR Media haben die Zusammenarbeit beendet. Die Trennung wurde nötig, weil der Bundesgerichtshof auf Klage von Bauer entschieden hat, dass eine Zeitschrift mit dem Titel einer öffentlich-rechtlichen TV-Sendung unlauterer Wettbewerb sei.
clap-club.de, turi2.de (Background)
Kommentieren ...

Ministerpräsidenten erlauben ARD und ZDF mehr im Netz.


Mehr sparen und länger verweilen: Die Ministerpräsidenten der Länder haben bei ihrer Konferenz in Saarbrücken diskutiert, was ARD und ZDF im Netz tun dürfen. Das Verbot der Presseähnlichkeit solle bestehen bleiben, sagt Malu Dreyer (rechts), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, als "Signal an die Verleger". Jedoch sei "nicht vorstellbar", dass ARD und ZDF nicht die Möglichkeit haben, "auch online bestimmte Dinge zu tun". Die Sender sollten die Chance haben, "dem heutigen Mediennutzungsverhalten adäquat zu antworten". Dazu gehört auch die sogenannte Verweildauer, also die Zeit, wie lange Inhalte in den Mediatheken bleiben dürfen. "Die strenge 7-Tage-Frist soll beendet" und "zeitgemäß ausgedehnt" werden, sagt Dreyer.

Die von ARD, ZDF und Deutschlandradio vorgelegten Reformpläne ließen zwar einen "ernsthaften Reformwillen erkennen", könnten aber nur als "erster Schritt in die richtige Richtung" gesehen werden, sagt Dreyer. Die ARD-Vorsitzende Karola Wille versteht die Botschaft der Politik als "deutliches Bekenntnis der Länder zu einem starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk". ZDF-Intendant Thomas Bellut freut sich, dass "die Spielräume für die öffentlich-rechtlichen Angebote im Netz erweitert werden". VPRT-Chef Hans Demmel erwartet von der Politik aber, "zunächst den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu definieren". (Foto: Oliver Dietze / dpa)
dwdl.de, newsroom.de, facebook.com (PK Malu Dreyer, ab 4:26), facebook.com (PK Malu Dreyer, ab 6:20)1 Kommentar

P7S1-Vorstand Conrad Albert bezweifelt Sparwillen von ARD und ZDF.

Conrad Albert, Vorstand von ProSiebenSat.1, stellt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" den Spar-Willen von ARD und ZDF infrage. Die bisherigen Pläne seien nur "Reförmchen". Albert wiederholt seine Forderung nach einem Anteil am Rundfunkbeitrag: "Wir wollen keine Finanzierung von Angeboten, die wir heute bereits produzieren", sondern für neue "Public-Value-Sendungen". Mit dem Verkauf des eigenen Nachrichten-Kanals N24 an Springer scheint er inzwischen zu hadern. Der Verkauf des Senders "war damals richtig", sagt Albert. Aus heutiger Sicht habe sich das Geschäft verändert, die Nachfrage nach Nachrichten sei gestiegen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke sorgt sich um das abendliche TV-Lagerfeuer.

"Wenn man die Tagesschau für überflüssig erklärt und zur Disposition stellt – sei es im Internet oder im Fernsehen – dann wird dieses Lagerfeuer erloschen sein und es wird sich nicht wieder entzünden lassen."

"Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke reagiert auf den Vorschlag, das Erste auf Regionales zu beschränken.
blog.tagesschau.de, turi2.de (Background), turi2.tv (Video-Interview Gniffke)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke will nicht unbedingt der Schnellste sein.

Kommentieren ...

Staatskanzleichef von Sachsen-Anhalt will ARD auf Regionales beschränken.


Bundesweites Regionalfernsehen: Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt und Mitglied des ZDF-Fernsehrats, will die ARD in ihre Schranken weisen. Im Interview mit der "Mitteldeutschen Zeitung" schlägt Robra vor, das Erste auf ein "Schaufenster der Regionen" zurückzustutzen. Alleiniger "nationaler Player" mit Hollywoodfilmen und Kanzlerduell solle das ZDF sein. Das Erste dagegen sollte präsentieren, "was in den Ländern läuft". Die "Tagesschau" wäre dann "in dieser Form überflüssig", sagt Robra, ebenso das ARD-Hauptstadtstudio - um Berichte aus Berlin könne sich der RBB kümmern.

Ziel von Robras Vorschlägen ist es, den Rundfunkbeitrag bei 17,50 Euro stabil zu halten, weil "Beitragserhöhungen im Landtag von Sachsen-Anhalt wohl keine Mehrheit finden werden", sagt Robra. Die Öffentlich-Rechtlichen seien mit rund 8 Mrd "auskömmlich finanziert". Auch online sollte vor allem die ARD nicht mehr machen als nötig: "Ich bin für ein konsequentes Verbot presseähnlicher Textproduktion im öffentlich-rechtlichen System", betont der Staatskanzleichef. Gegenwind bekommt Robra von seinem Kollegen aus Berlin, dem Staatssekretär Björn Böhning, der dem "Tagesspiegel" sagt, Robras Pläne wären "im Kreis der Länder sicherlich nicht mehrheitsfähig".
mz-web.de, tagesspiegel.de (Böhning)2 Kommentare

ARD Audiothek kommt verfrüht in die App-Stores.

ARD Audiothek ist mit einer öffentlichen Beta-Version bereits in den App-Stores von Apple und Google verfügbar - offizieller Start ist am 7. November. Die App bündelt Wortbeiträge des ARD-Hörfunks und des Deutschlandradios nach Kategorien und Sendern. Kuratierte Sammlungen bieten den Zugang zu thematisch zusammenhängenden Beiträgen. Wer einen Podcast abonniert, bekommt bei neuen Folgen auf Wunsch eine Push-Nachricht.
appgefahren.de, iphone-ticker.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...