Die ARD ist wie die UNO in klein: Alle reden mit, keiner entscheidet.

Zahl des Tages: Öffentlich-Rechtliche kommen bis 2020 auf 544,5 Mio Euro Überschuss, sagt KEF.

ard_zdf_150x150Zahl des Tages: Stattliche 544,5 Mio Euro Überschuss erzielen die Öffentlich-Rechtlichen bis 2020, prognostiziert die KEF. Demnach macht die ARD 502,4 Mio Euro Überschuss, das ZDF 27,7 Mio Euro und das Deutschlandradio 14,4 Mio Euro. Arte verzeichne hingegen ein Minus von 3 Mio Euro. Die KEF-Berechnung weicht drastisch von den Finanzanmeldungen von ARD und ZDF ab, die einen ungedeckten Finanzbedarf von 203,7 Mio Euro sehen.
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Basta: "Bild" kritisiert Fehler in der Handlung des "Tatorts".

Verdrehte Geschichte: Der "Tatort Meta" lässt den BND-Vorläufer Organisation Gehlen im Untergrund bis heute fortbestehen. Wahrheitsexperten von "Bild" vermissen bei der Geschichte Hand und Fuß: In Kliniken gibt es normalerweise keine gemischtgeschlechtlichen Zimmer und die "Tatort"-Macher verschieben die Kontrolle des Auslandsgeheimdienstes vom Kanzleramt zum Innenministerium.
bild.de, morgenpost.de1 Kommentar

TV-Tipp: Anne Will talkt über die Folgen der Freilassung von Deniz Yücel.

TV-Tipp: Um 21.45 Uhr spricht Anne Will im Ersten mit ihren Gästen über die Folgen der Freilassung von Deniz Yücel für die deutsch-türkischen Beziehungen. Gäste sind Yücels Chefredakteur Ulf Poschardt, CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, Europa-Staatsminister Michael Roth, der Menschenrechtler Peter Steudtner und Linke-Politikerin Sevim Dağdelen.
presseportal.de, turi2.de (Background)2 Kommentare

Öffentlich-Rechtliche stehen in ganz Europa in der Kritik.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk steht aktuell nicht nur in Deutschland in der Kritik: In der Schweiz sammelt die Volks-Initiative "No Billag" Stimmen, in Polen haben viele Menschen mit der Abschaffung der Medienfreiheit auch ihren Fernseher verbannt. In Frankreich soll eine Reform alle öffentlichen Sender bündeln und die Budgets eindampfen, in Österreich streiten FPÖ und ORF.
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NDR-Verwaltungsrat vermisst Staatsferne bei KEF-Beurteilung der Sparpläne.

NDR Logo 150x150NDR-Verwaltungsrat wirft der KEF fehlende Staatsferne vor. Die Vorsitzende Dagmar Gräfin Kerssenbrock kritisiert, dass die Stellungnahme der Gebührenkontrolleure zu den Sparplänen von ARD, ZDF und Deutschlandradio inhaltlich den Äußerungen einiger Ministerpräsidenten entspreche, die stärkere Einschnitte fordern. Damit greife die KEF in die Programmautonomie der Sender ein und versuche "einen Weg für die politische Vorgabe der Beitragsstabilität zu finden".
presseportal.de1 Kommentar

Gericht: HR muss keine Barzahlung des Rundfunkbeitrags akzeptieren.

Rundfunkbeitrag kann nicht bar gezahlt werden, sagt der hessische Verwaltungsgerichtshof. Die Rundfunkanstalten, im konkreten Fall der HR, müssen weder nach dem Bundesbankgesetz noch nach Europarecht eine Barzahlung akzeptieren. Die beiden Kläger wollen eine Abbuchung oder Überweisung vom Konto nicht hinnehmen und können jetzt noch zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gehen.
abendblatt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Joachim Huber sieht Eurosport bei Olympia nicht auf dem Treppchen.

"Es hilft nichts: Eurosport bei Olympia, das ist wie der Inder Shiva Keshavan beim Rodeln. Dabei sein ist alles."

Joachim Huber, Ressortleiter Medien beim "Tagesspiegel", macht ARD und ZDF als klare Favoriten bei der Olympia-Berichterstattung aus. Eurosport komme trotz großer Bemühungen nicht gegen die jahrzehntelangen Sehgewohnheiten der Zuschauer an.
tagesspiegel.deKommentieren ...

ARD schränkt Nebentätigkeiten der Sportjournalisten ein.


Sport frei? ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sagt nach einer Sitzung mit den Sportchefs des Senders zu "Zapp", dass ARD-Sportjournalisten künftig keine Sportveranstalter mehr sein dürfen. Generell will die ARD Nebentätigkeiten stärker kontrollieren.

Konkret geht es um den Fall von René Kindermann und Torsten Püschel, beide für den MDR tätig, die nebenher die Organisationsgesellschaft eines Skilanglauf-Weltcups in Dresden als Geschäftsführer geleitet haben. Gleichzeitig berichteten sie in der ARD vom Weltcup der Nordischen Kombination – hinter beiden Weltcups steht derselbe Ski-Weltverband. "Solche Vermischungen" schließt Balkausky für die Zukunft aus.

Andere Nebentätigkeiten, etwa die Moderation von Veranstaltungen, seien möglich, die Sportchefs wollen sie aber sorgfältiger prüfen. Balkausky hatte Kindermann und Püschel zunächst verteidigt, als "Zapp" über sie berichtete. Nach dem Treffen der ARD-Sportchefs sagt er nun, es sei "allen ins Bewusstsein gekommen, dass wir noch sensibler mit diesen Themen umgehen müssen."
zapp.de, digitalfernsehen.de, turi2.de (Background)3 Kommentare

Die Öffentlich-Rechtlichen müssen ihre Facebook-Strategie ändern, fordert Kai-Hinrich Renner.

ARD, ZDF und Deutschlandradio brauchen eine neue Strategie im Umgang mit Facebook, YouTube und Co, kritisiert Kai-Hinrich Renner. Die Öffentlich-Rechtlichen hätten die Bedrohung durch Facebook, Google und Co zwar erkannt, tummelten sich aber weiterhin fleißig auf deren Pllattformen. Deshalb würde es nicht schaden, sich nach österreichischem Vorbild mit den Verlagen gegen die Marktmacht der US-Internetriesen zusammenzutun.
abendblatt.deKommentieren ...

WDR und Hajo Seppelt können sich bislang nicht auf weitere Zusammenarbeit einigen.

WDR und der Dopingexperte Hajo Seppelt können sich bislang nicht auf eine Fortsetzung ihres im März auslaufenden Vertrags einigen, berichtet Ulrike Simon. Offenbar seien die Parteien vor allem bei Haftungsfragen uneins. Denkbar sei, dass Hajo Seppelt daher zum RBB wechselt, für den er in den Achtzigern als Sportreporter tätig war. NDR, MDR und RBB haben als einzige ARD-Anstalten vor kurzem zugestimmt, Produktionsfirmen investigativer Dokumentationen bei rechtlichen Problemen zur Seite zu stehen.
daily.spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ulrich Wilhelm: Politik muss sich um Netzbetreiber und Plattformen kümmern.

Ministerpräsidenten müssen bei der Neuordnung des Telemediengesetzes auch auf Netzbetreiber und Plattformen achten, meint der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm. Vodafone, T-Online, Web.de und Google News entwickelten sich zu großen Nachrichtenanbietern, die von Kontrollen und Regulierungen kaum betroffen seien. Falls die ARD künftig weniger im Internet berichten dürfe, diene dies deshalb nicht automatisch den Verlagen.
focus.deKommentieren ...

Zitat: Ex-Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof plädiert gegen Werbung bei ARD und ZDF.

"Ich wäre dafür gewesen, den Rundfunkbeitrag nicht um 48 Cent auf 17,50 Euro zu senken. Diese Ersparnis beeindruckt den Bürger nicht."

Ex-Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof sagt im "Welt"-Interview ein werbefreier öffentlich-rechtlicher Rundfunk würde mehr Zustimmung erhalten als ein günstigerer.
welt.de (Paid)Kommentieren ...

Basta: Katarina Barley recherchiert in der Maske von "Hart aber Fair".

Die Maske entrissen: SPD-Politikerin Katarina Barley versucht sich bei Talker Frank Plasberg erfolgreich als Rechercheurin. In der Diskussion über den Fall Dieter Wedel deckt sie auf, dass die Maskenbildnerinnen bei "Hart aber Fair" sexuelle Belästigung erleben müssen. Plasberg begrüßt die Recherche-Leistung und das Publikum klatscht.
mediathek.daserste.de (75-Min-Video, Barley ab Min 37)Kommentieren ...

"Zapp" kritisiert Oliver Welke wegen Witz über stotternden AfD-Mann.

Oliver Welke macht sich im ZDF über einen stotternden AfD-Mitarbeiter lustig, kritisieren u.a. "Zapp" und "NZZ"-Journalist Marc Felix Serrao. Der AfD-Mitarbeiter hatte stotternd erklärt, viele Flüchtlinge würden die deutsche Sprache nicht gut genug lernen können, um ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. "Heute-Show"-Moderator Welke zeigte ein Video davon und äffte den Stotterer nach. Der AfD-Mann hatte vor seiner Rede in einem Bundestagsausschuss erklärt, dass er stottert. Die "Heute Show" entschuldigt sich für den Fehler.
twitter.com ("Zapp"), huffingtonpost.de, twitter.com (Serrao), twitter.com ("Heute Show")Kommentieren ...

ARD-alpha hat ein neues Programmschema und zeigt neue Sendungen.

ARD-alpha150ARD-alpha bekommt neue Sendungen und ein neues Programmschema. Vor der "Tagesschau" soll die neue Sendung "alpha-Demokratie“ täglich Wissen vermitteln, das hilft, die Nachrichten besser zu verstehen. Außerdem will der Bildungssender immer montags in der Primetime Themenabende zeigen. "Alpha-Debüt" bietet Studenten von Film- und Medienhochschulen samstags einen Sendeplatz. Das Online-Angebot will der Sender ausbauen.
br.deKommentieren ...

Zitat: Ulrich Tukur sieht Machtmissbrauch auch in Politik und Wirtschaft.

"Übe­r­all sit­zen Men­schen, de­nen Macht als Ersatzbefriedigung für et­was dient, was tief in ih­rem In­nern nicht funk­tio­niert."

Schauspieler und "Tatort"-Kommissar Ulrich Tukur sagt im "Spiegel"-Interview, im Film und Theater sei Macht als Trieb­be­frie­digung nur besonders deutlich zu sehen, weil dort mit Emotionen gearbeitet wird. Im Fall Dieter Wedel plädiert er dafür, die Vorwürfe "in der Ruhe ei­nes Gerichtssaals" zu ver­han­deln.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Weitere Zitate aus dem Interview:
Über die Vorwürfe gegen Wedel:
"Ich möch­te, dass das nicht wahr ist. Sehe aber, dass da et­was ist. Auf der ei­nen Sei­te will ich ihn schüt­zen. Auf der an­de­ren Sei­te fällt es mir schwer. Ich weiß nicht, was ich den­ken soll."

Zu Nachbearbeitungen von Filmen wegen Verfehlungen der Schauspieler:
"Ich fin­de es auch fa­tal, dass Ke­vin Spacey nach Be­läs­ti­gungs­vor­wür­fen aus sei­nem Film her­aus­ge­schnit­ten wur­de. Das ist ein mo­ra­li­scher Ri­go­ris­mus, der die Kunst zer­stört. Die Kunst, die die­se Män­ner ge­ne­riert ha­ben, ge­hört der All­ge­mein­heit. So­bald sie in der Welt ist, steht sie für sich und wird un­ab­hän­gig von ih­ren Schöp­fern."

Über Dieter Wedel:
"We­del ist ein Be­ses­se­ner. Im Gu­ten wie im Bö­sen. Wenn Schau­spie­ler nicht im­stan­de wa­ren, das um­zu­set­zen, was er sich vorstellte, ließ er sei­ner Frus­tra­ti­on schon mal frei­en Lauf. Dann konn­te er schnell un­leid­lich und cho­le­risch wer­den. Das ist aber ein Ver­hal­ten, das er mit nicht we­ni­gen sei­ner Kol­le­gen teilt."Kommentieren ...

YouTube will Videos staatlich finanzierter Sender kennzeichnen.

Label gegen Propaganda: YouTube will künftig Videos von staatlichen Sendern wie Russia Today mit einem Hinweis versehen. Die Kennzeichnung soll nicht im Video, aber noch über dem Video-Titel erscheinen, kündigt das Google-Unternehmen an. Die Hinweise sollen auf Wikipedia-Artikel verlinken. Vorerst sehen nur Nutzer in den USA solche Hinweise.

In den USA werden damit auch Videos des Public Broadcasting Service (PBS) versehen. Er wird künftig als "öffentlich finanzierter amerikanischer Sender" angezeigt. In Deutschland dürfte es die Deutsche Welle betreffen, die sich aus dem Haushalt des Bundes finanziert. ARD, ZDF und Deutschlandradio erhalten dagegen Rundfunkbeiträge aller Bürger. Große Bedeutung dürfte die Maßnahme für Russia Today (RT) entfalten, das mit rund 5,5 Mrd Videoabrufen zu den meistgenutzten News-Angeboten auf YouTube gehört.
youtube.googleblog.com, wsj.comKommentieren ...

Streit um "Presseähnlichkeit" blockiert neuen Telemedienauftrag.

Medienpolitik: Ein neuer rechtlicher Rahmen für ARD, ZDF und Deutschlandradio scheitert vorerst am Begriff "Presseähnlichkeit", schreibt Christian Meier. Strittig ist unter den Ländern, was genau das Wort mit einschließt. Die Öffentlich-Rechtlichen sollen online nicht presseähnlich berichten, um privaten Verlagen keine Konkurrenz zu machen. Gerungen werde um jedes Wort, um Streitereien wie um die "Tagesschau"-App in Zukunft zu verhindern. Der neue Telemedienauftrag wird wegen der offenen Fragen wohl erst Mitte Juni definiert.
welt.deKommentieren ...

Beratungen über neuen Telemedienauftrag stocken.

Medienpolitik: Staatssekretäre der Länder können sich nicht auf einen neuen Telemedienauftrag einigen, berichtet Daniel Bouhs. Umstritten bleibt, wie viel Text ARD, ZDF und Deutschlandradio ins Netz stellen dürfen. Auch die Vergütung von Produzenten ist unklar, weil Videos künftig länger in Mediatheken stehen sollen. Die Strukturreformen in den Sendern zeigen indes Wirkung, beobachtet Bouhs: ZDF-Intendant Thomas Bellut und ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm teilen sich kostensparend ein Shuttle ins Hotel.
twitter.com



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"Facebook wird vollgepumpt": Privatfunk-Chef Hans Demmel will ARD und ZDF im Netz einschränken.


Mehr Zurückhaltung, bitte: Den privaten Sendern in Deutschland sind die Social-Media-Angebote von ARD, ZDF und Deutschlandradio ein Dorn im Auge. "Facebook wird vollgepumpt", kritisiert Hans Demmel, Vorstandschef des VPRT, im Interview von "Horizont" und turi2.tv. "Wir zahlen Gebühren dafür, dass Facebook im Umfeld Werbegelder einnimmt." Demmels Appell zur Zurückhaltung ist dringend: Heute beraten die Ministerpräsidenten über den neuen Telemedienauftrag.

Demmel verlangt von den Öffentlich-Rechtlichen, Facebook nur als Werbekanal zu nutzen. Auch die privaten Sender versuchten, Facebook-Nutzer auf die eigenen Seiten zu lotsen statt Programm exklusiv für die Plattformen zu machen. Öffentlich-rechtliche Journalisten dürften nicht verpflichtet werden, Facebook voll zu pumpen und einen US-Konkurrenten stärker zu machen. "Ein ausgeglichenes Spielfeld – mehr wollen wir gar nicht", sagt Demmel, im Hauptjob Geschäftsführer von n-tv, am Rande des Deutschen Medienkongress.

Er beobachtet, wie sich in Deutschland eine Opposition gegen das Mediensystem formt. Demmel schätzt, dass in einer Abstimmung heute ein Viertel der Deutschen gegen den Rundfunkbeitrag stimmen würden. Aus staatsbürgerlicher Sicht für ihn kein guter Zustand. Darum verlangt er Reformen und eine Besinnung auf den Kernauftrag. Doch den verlören die Sender oft aus dem Blick: Höherklassige Dokus würden immer häufiger im Nachtprogramm verschwinden oder auf Spartensender abgeschoben.
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2.tv)Kommentieren ...

ARD, ZDF, Deutschlandradio müssen sich auf deutlich weniger Text im Netz einstellen.

ARD, ZDF und Deutschlandradio müssen sich auf einen "deutlichen Rückbau" von Texten in ihren Online-Angeboten einstellen, schreibt Claudia Tieschky. Der Entwurf des Telemedienauftrags sieht vor, dass Texte nur erlaubt sind, wenn sie auf Materialien und Quellen zu Sendungen beruhen. Momentan reicht ein Sendungsbezug.

Der NDR will den seit Jahren währenden Streit um die "Tagesschau"-App indes vor das Bundesverfassungsgericht bringen. Hier geht es um die Frage, in welcher Form das Angebot zu "presseähnlich" ist und damit Verlagen Konkurrenz macht. Donnerstag treffen sich die Ministerpräsidenten, um den Telemedienauftrag neu zu definieren.
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MDR produziert barrierefreie Olympia-Angebote zentral für ARD und ZDF.

MDR bietet die Olympiaberichterstattung für Menschen mit Behinderung mit Untertitelung, Live-Audiodeskription und erstmals auch in leichter Sprache an. Der MDR erstellt die Live-Audiodeskription zentral für ARD und ZDF. Auch für die Paralympics gibt es die drei Angebote, außerdem Tageszusammenfassung mit Gebärdensprachübersetzung.
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Basta: Julian Reichelt tönt gegen die "Tagesschau".

Tagesschau App-Logo 150Viel Lärm um Lärm: "Bild"-Oberchef Julian Reichelt entdeckt Ungeheuerliches. Die "Tagesschau" zieht in einem Beitrag den Ton eines Mikros hoch, damit Zuschauer Buh-Rufe gegen US-Präsident Trump hören können. "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke reagiert mit einem besonnenen Blogbeitrag, der Reichelt erklärt, wie Fernsehen gemacht wird.
twitter.com (Reichelt), tagesschau.de (Gniffke), welt.deKommentieren ...

"Spiegel": ARD diskutiert Verbindungen zwischen Ulrich Wilhelm und "Babylon Berlin"-Produzenten.


Babylon ARD? ARD-intern gibt es offenbar "Irritationen" über familiäre Verbindungen von Ulrich Wilhelm zum Serien-Vorzeigeprojekt "Babylon Berlin", berichtet der "Spiegel". Grund: Der BR-Intendant und aktuelle ARD-Vorsitzende ist mit der Tochter von Jan Mojto verheiratet, dessen Beta Film die Serie vermarktet und am Serien-Produzent X Filme beteiligt ist. Der Bayerische Rundfunk widerspricht einem Interessenskonflikt, da Wilhelm nicht direkt an Fragen zu "Babylon Berlin" beteiligt ist.

Ulrich Wilhelm hat die zuständigen Gremien über seine Verbindungen informiert. Auch mit der ARD-Einkaufstochter Degeto habe er vereinbart, nicht mit Verträgen befasst zu sein, die einen "persönlichen Konflikt auslösen könnten". Laut "Spiegel" gibt es Unruhe innerhalb der ARD u.a. deswegen, weil Ulrich Wilhelm nicht angezeigt habe, dass seine Frau gemeinsam mit ihrer Schwester über Zwischengesellschaften mittlerweile Mehrheitseignerin bei Beta Film ist.
"Spiegel 5/2018", S. 63 (Vorabmeldung)

Update, 19.30 Uhr: Der Bayerische Rundfunk bekräftigt, es gebe keine Verwicklungen zwischen ARD-Entscheidungen und den privaten Verbindungen von Ulrich Wilhelm. Als Intendant sei er nicht mit der Produzentenauswahl befasst, bei der Degeto nicht an Diskussionen über Einzelverträge beteiligt und auch zuletzt nicht mit Entscheidungen über "Babylon Berlin" befasst gewesen.1 Kommentar

KEF bewertet Reformvorschläge von ARD und ZDF als unzureichend.

KEF hält die Reformvorschläge von ARD, ZDF und Deutschlandradio für unzureichend, berichtet Medienkorrespondenz. Nach Ansicht der Kostenprüfer können die meisten Vorhaben in Bezug auf ihre Reichweite und Effekte nicht als Strukturreform angesehen werden. Die Einsparungen entsprächen lediglich Mindesteinsparpotenzialen. Vor wenigen Tagen hatte "Bild" bereits aus einem Bericht der KEF zitiert, in dem die Prüfer die laufenden Kosten der Anstalt kritisieren.
medienkorrespondenz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: SR-Intendant Thomas Kleist prüft die Rolle seines Senders im Fall Wedel.

"Auch nach Studium der Akten, von denen wir ja nicht wissen, wie vollständig sie sind, wissen wir nicht, warum es damals nicht zur Anzeige gekommen ist."

SR-Intendant Thomas Kleist bekräftigt im Interview mit Spiegel Online sein Vorhaben, mithilfe einer Taskforce die Rolle des Saarländischen Rundfunks im Fall Wedel aufzuklären.
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Die "Tagesschau" ist nicht überrascht über die Änderungen im Facebook-Newsfeed.

"Wir nehmen sinkendes Fan-Wachstum auf unserer Seite der "Tagesschau" auch deutlich wahr schon seit ungefähr letztem Herbst."

Patrick Weinhold, Leiter des Social-Media-Teams der "Tagesschau", erklärt im DLF-Interview die Änderungen im Facebook-Newsfeed für nicht sonderlich überraschend.
deutschlandfunk.deKommentieren ...

Stellungnahme zu "Bild"-Artikel: ARD stuft die KEF-Zahlen als nicht vergleichbar ein.

ARD wehrt sich gegen den Vorwurf "unterschiedlicher Arbeitseffizienz" der einzelnen Sender. Die dargestellten Sendeminuten seien lediglich auf den Hörfunk bezogen und deshalb nicht vergleichbar. Außerdem würde die Unterschiedlichkeit der Programme nicht berücksichtigt, da bei einer Popwelle ein geringerer Arbeitsaufwand anfalle als bei aufwendig produzierter Regionalberichterstattung, Hörspielen oder Features.
ard.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

KEF findet ARD zu teuer.

ARD bekommt in einem Bericht der KEF Rüffel, berichtet "Bild". Demnach kritisieren die Kosten-Prüfer, dass die Sparmaßnahmen der ARD-Anstalten nicht ausreichend seien. So werde unter anderem moniert, dass freie Mitarbeiter fest angestellt worden seien. Ferner drücke die KEF ihr Unverständnis darüber aus, dass etwa der WDR und der BR pro Mitarbeiter deutlich weniger Sendeminuten produzieren, als Radio Bremen oder der MDR. Auch die unterschiedlichen Produktionskosten beim "Tatort", auch im Vergleich zu ZDF-Krimis, werde kritisiert.
bild.de (Paid)Kommentieren ...

Altersfreigabe: YouTube zeigt funk-Serie "Wishlist" nur nach Anmeldung.

Radio Bremen kritisiert YouTube, weil die Video-Plattform die aktuelle Folge der funk-Serie "Wishlist" mit einer Altersbeschränkung gemäß seiner Community-Richtlinien versehen hat. Nutzer können das Video daher nur nach vorheriger Anmeldung und Angabe des Alters sehen. Laut der Anstalt ist das Video für Personen ab 12 Jahren geeignet. In der Folge gibt es eine Sex-Szene.
radiobremen.deKommentieren ...

"Spiegel": ARD und ZDF haben vor "Frie­de­ri­ke" zu wenig gewarnt.

ARD und ZDF haben nicht genug vor dem Orkan "Frie­de­ri­ke" mit sieben Toten gewarnt, kritisiert Olaf Stampf. Während der pri­va­te Wet­ter­dienst von Jörg Ka­chel­mann ta­ge­lang in­ten­siv gewarnt habe, sei "Frie­de­ri­ke" ARD und ZDF nicht ein­mal eine Son­der­sen­dung wert gewesen. Erst nach dem Sturm habe sich die ARD zu ei­nem "Brennpunkt" bequemt. Spiegel-Daily-Kolumnist Ka­chel­mann kritisiert die Untätigkeit der dritten Programme. Erst nach Todesfällen "Brennpunkte" zu senden, sei abseitig, zynisch und widerwärtig, sagt der Wetter-Experte.
"Spiegel" 4/2018, S. 101 (Paid), daily.spiegel.de (Kachelmann, 5-Min-Video)Kommentieren ...

Zitat: ARD-Chefredakteur Rainald Becker glaubt an wissensvermittelnde Formate.

"Dieser Publikumsvorsprung wird mit wissensvermittelten und lehrreichen Quizsendungen erreicht. Und nicht mit Shows, wie Sie sie von den Kommerzsendern kennen."

ARD-Chefredakteur Rainald Becker betont bei der Jahresprogrammpräsentation, dass das Erste beweise, dass Sender auch mit anspruchsvollen Formaten große Zuschauerzahlen erreichen können.
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WDR ist als Gesellschafter aus Radio NRW ausgestiegen.

WDR Logo 150WDR ist wie geplant als Gesellschafter aus Radio NRW, dem größten deutschen Lokalradio-Verbund, ausgestiegen. Der Verbund prüft, die WDR-Anteile selbst zu übernehmen, schreibt Gregory Lipinski. Damit würden die Höhen der Beteiligungen von RTL und der Pressefunk NRW GmbH, hinter der u.a. Funke, Springer und DuMont stehen, gleich bleiben.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

RBB sendet "Thadeusz und die Beobachter" nun jeden Dienstag.

RBB schickt seinen Moderator Jörg Thadeusz mit seinem Talk "Thadeusz und die Beobachter" nun jeden Dienstag um 22.15 Uhr auf Sendung. Bisher strahlt der Sender den Talk etwa einmal im Monat aus. Bei "Thadeusz und die Beobachter" diskutieren der Moderator und die Journalisten Hajo Schumacher ("Berliner Morgenpost"), Claudia Kade ("Welt"), Elisabeth Niejahr ("Wirtschaftswoche") und Claudius Seidl ("FAS") über Politik.
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