Aus einer kleinen Druckerei machten fünf Generationen der Verlegerfamilie Bauer ein weltweit agierendes Medienimperium mit starkem Zeitschriften-Kern. Die Printkrise? Nutzen die Bauers, um zu expandieren. lexikon2.de

Bauer startet Marketing- und Vertriebsdienste als B2B-Service.

Bauer stößt in den B2B-Dienstleistungssektor vor und bietet kleinen und mittleren Unternehmen künftig Angebote bei Marketing und Vertrieb. Seine Dienste will Bauer in einem Portal gebündelt anbieten, in dem der Konzern seinen Kunden auch umfangreiche Analysedaten präsentiert. Bauer erhofft sich dadurch Zugriff auf den europäischen Warenmarkt, der derzeit rund 50 Mrd Euro umfasse.
bauermedia.com

"Horizont": Verlage sind vom Gruner-Bauer-Bündnis überrumpelt.

Pressevertrieb: Das Bauer-Gruner-Bündnis im Zeitschriften-Einzelverkauf irritiert einige direkt Betroffene, schreibt Roland Pimpl. Der Jahreszeiten Verlag (Jalag) habe offenbar durch eine "Horizont"-Meldung davon erfahren und nicht durch den Geschäftspartner G+J DPV oder vom befreundeten Hause Bauer. "Zeit" und "Spiegel" haben Verständnis.
"Horizont" 10/2019, S. 4 (Paid), horizont.net, turi2.de (Background)

Bauer startet "Madame"-Pendant "Monsieur".

Bauer reaktiviert das "Madame"-Pendant "Monsieur" am Mittwoch im Bundle mit einem Heftumfang von 80 Seiten. In den 1970ern und 1980ern gab es die Rubrik "Monsieur" bereits. Petra Winter übernimmt die Chefredaktion. Sie wolle den "Ansatz des warmen und nahbaren Luxus nun auch auf eine männliche Zielgruppe übertragen". Im September ist zudem ein Uhrenspecial des Mode-Magazins geplant.
bauermedia.com, turi2.de (Background)

Gruner + Jahr und Bauer gründen gemeinsamen Vertrieb.


Elefantenhochzeit: Gruner + Jahr und Bauer starten eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft mit dem Namen "Der Medienvertrieb (DMV)". Die Verlage wollten damit "den veränderten Anforderungen des Marktes" begegnen. Im neuen Unternehmen wollen beide Seiten "alle Vertriebsaufgaben im Einzelvertrieb für Verlagskunden zusammenführen". Das schließe auch das Mandantengeschäft der Partner ein, also von Seiten von Gruner + Jahr unter anderem auch "Spiegel" und "Zeit". Den Abonnementvertrieb und den digitalen Vertrieb wollen beide Seiten weiter eigenständig führen. Mark Schrader, Geschäftsleiter bei Bauers Vertriebsdienstleister VU Verlagsunion, und Marco Graffitti, Geschäftsführer der G+J-Vertriebstochter DPV, sollen das Joint-Venture gleichberechtigt führen.

Die genauen Gesellschafteranteile seien noch offen, schreibt "Horizont", vermutlich werde Bauer jedoch eine Mehrheit halten. Über einen Dienstleistungsvertrag sei zudem gesichert, dass Bauers Vertriebsparte die operativen Aufgaben übernehme. Die Kartellbehörden müssen dem Zusammenschluss noch zustimmen. Wie viele der Angestellten der beiden jetzigen Vertriebszweige übernommen werden, sei noch unklar.
horizont.net, bauermedia.com,

Übermedien zweifelt an angeblich exklusiven Star-Interviews.

Übermedien verdächtigt einen Promi-Interviewer, bei anderen Medien plagiiert zu haben: Der betreffende Journalist habe in "etlichen" Interviews teils wörtlich "Sätze und Passagen" stehen, die denen in Interviews in der "New York Times", dem "Independent" und Condé Nasts "Bon Appetit" gleichen. Der überraschend unbekannte Journalist habe vor allem in Bauer-Zeitschriften veröffentlicht. Eine Sprecherin sagt gegenüber Übermedien, mit den Interviews sei "alles in Ordnung".
uebermedien.de

"Bei uns geht es um Markenwelten" – Lisa Tippelt vermarktet Beautyprodukte auf möglichst vielen Kanälen.


Schöne Geschichten: Die Zeiten der für ein Jahr durchgebuchten einseitigen Anzeige sind definitiv vorbei, sagt Lisa Tippelt, verantwortlich für die Fashion- & Beauty-Werbung bei Bauer Advertising, im Gespräch mit "Horizont" und turi2.tv. Nach zwölf Jahren im Anzeigengeschäft weiß sie: "Die Kunden fragen immer mehr nach noch nie dagewesenen Geschichten und Konzepten" – in Print, Online und Social Media.

"Es geht darum, die Marke so emotional wie möglich aufzuladen", sagt Tippelt über ihr Verkaufsrezept am Rande der Verleihung des Prix de Beauté in Wiesbaden. Egal, ob es sich um Pflegeprodukte und Mode, oder um Autos und Finanz-Produkte handelt. Die Kern-Kompetenz von Bauer sieht sie vor allem in der Zielgruppen-Expertise: "Wir können genau sagen, wie ich welche Leserin welchen Titels am besten anspreche."
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Bauer will sein Logistik-Unternehmen Bauer Postal Network abwickeln.

Bauer will bei seiner Logistik-Tochter Bauer Postal Network den Stecker ziehen, kündigt Vertriebsgeschäftsführer Heribert Bertram an. Schon in der zweiten Jahreshälfte soll Schluss sein. Laut Bauer könnten bis zu 70 Arbeitsplätze betroffen sein. Eigene Titel will der Verlag künftig von einem externen Dienstleister zustellen lassen. Als Grund nennt Bauer eine "negative wirtschaftliche Gesamtprognose in einer anhaltend schwierigen Marktlage".
cp-monitor.de, kress.de

"Die Leserin entkommt uns nicht" – für Lara Gonschorowski ist "Cosmo" eine Lebenseinstellung.


Im Beauty-Dschungel: Lara Gonschorowski, die neue Chefredakteurin der "Cosmopolitan", ist zum ersten Mal Gastgeberin des Prix de Beauté in Wiesbaden. Der Preis sei ein "Navigationsinstrument" für die Leserinnen, im unglaublich großen Beauty-Markt die besten Produkte zu finden, sagt sie im Interview von Heike Reuther für "Horizont" und turi2.tv. "Wir sind das Magazin mit der größten Beauty-Kompetenz. Da liegt es auf der Hand, dass wir dafür auch einen Award verleihen."

Ihre Leserinnen möchte Gonschorowski "in jeder Situation und an allen möglichen Orten" erreichen: Nicht nur mit dem Print-Magazin und Social Media, sondern auch mit einem Cosmo-Podcast und bald auch mit eigenen Coaching-Programmen. "Die Leserin entkommt uns überhaupt nicht, wir sind überall da, wo sie sich bewegt, und können überall in Kontakt treten", sagt Gonschorowski.

Außerdem verrät sie im turi2-Interview, für was ihr Herz als Chefredakteurin am lautesten schlägt und warum es niemals eine "Cosmopolitan Woman" für die Zielgruppe 50+ geben wird.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

- Anzeige -

"Die Raumfahrt von heute ist Teamwork und der Hype um Helden geht vor allem auf Social Media zurück." – Rund um die 3000. Ausgabe der längsten Romanserie der Welt trifft Astronaut Reinhold Ewald auf Perry Rhodan. Über "Science" und "Fiction" bei den beiden Weltraum-Veteranen. Im #BauerMediaBlog.

Bauer legt das Sonderheft "Closer Crime" an den Kiosk.

Bauer reitet die kriminelle Welle mit und legt ein True-Crime-Heft an den Kiosk: Die Sonderausgabe der "Closer" namens "Closer Crime" erscheint am 30. Januar mit 84 Seiten für 2,99 Euro. Es geht um nationale und internationale Verbrechen, den Boulevard-Aspekt sollen Promi-Kriminalfälle bieten.
bauermedia.com, turi2.tv (Video-Interview 7/2018)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Angela Meier-Jakobsen macht "Closer" und "InTouch" mit Fakten und Fantasie. (7/2018)

Bauer startet "Monsieur" als Männer-Magazinbeilage der "Madame".

Bauer bestellt den Acker für eine ertragreichere Luxusmagazin-Ernte: Am 6. März erscheint die erste "Monsieur", ein Mode- und Beauty-Heft für Männer, zunächst als Beilage der "Madame". Die Idee ist scheinbar, dass die Herren der Schöpfung durch Beilagen-Weitergabe ihrer Parnerin besser erreicht werden können als am Kiosk. "Madame"-Chefredakteurin Petra Winter verantwortet das Männermagazin, es soll zweimal im Jahr mit einem Umfang von 76 Seiten und 100.000 Auflage erscheinen.
wuv.de (Paid)

Bauer: Sven Dams wird Leiter der Business Unit Publishing Deutschland unter Jörg Hausendorf.


Neue Mannschaftsaufstellung: Bauer verschiebt die Gewichte innerhalb seines im erst Oktober gegründeten Publishing Boards und gibt Sven Dams, 54, mehr Macht. Er ist ab sofort Leiter der wichtigen Business Unit Publishing Deutschland. Die Aufgabe war bisher eine Team-Leistung des Boards unter Vorsitz von Konzerngeschäftsleiter Jörg Hausendorf, 54, dem auch Dams angehört, schreibt Bauer in seiner Pressemitteilung. Hausendorf bleibt Dams Chef und soll sich künftig mehr aus seine Aufgaben im Konzernbereich Publishing und dem Executive Board konzentrieren.

Gegenüber "Horizont" gibt sich Dams zum Antritt seiner neuen Stelle selbstbewusst: "Ich denke, dass wir nach wie vor Magazinkonzepte finden können, die mehrere 100.000 Exemplare verkaufen können." Erfolg erzielen will er insbesondere durch mehr Leserforschung und einem besseren Nachweis der Werbewirkung der Bauer-Magazine. Dams kam 1994 als Trainee zu Bauer. 2003 wechselte er als Verlagsleiter zu Burda und kehrte 2012 zu Bauer zurück, wo er seitdem Geschäftsführer der Programmzeitschriften ist. Diese Position soll Dams auch weiter zusätzlich behalten.
bauermedia.com, horizont.net, turi2.de (Background)

Kommunikations-Chefin Andrea Fratini verlässt Bauer.

Bauer Die langjährige Sprecherin Andrea Fratini: verlässt das Haus mit unbenanntem Ziel - wohl die Folge einer Bauer-Personalie aus dem Sommer 2018: Damals wurde ihr Arnd Wagner als "Head of Group Communications" vorgesetzt. Fratini, von Konzern-Geschäftsleiter Jörg Hausendorf 2015 als Leiterin der Unternehmenskommunikation geholt, amtierte danach nur noch als "deutsche Kommunikationschefin". Wagner gilt als Vertrauter von Veit Dengler, seit Frühjahr 2018 bei Bauer der starke Mann für Internationales und Neugeschäft. Wagner übernimmt Fratinis Posten "ab sofort" selbst, heißt es in der Pressemitteilung.
per Mail, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Peter Turi

- Anzeige -

Ab heute das Poster
"Die Jugendlichen […] müssen nicht das toll finden, was die ältere Generation mag", so Redaktionsleiterin Yvonne Huckenholz. Warum es Schauspieler Lars Eidinger trotzdem auf das BRAVO-Poster der aktuellen Ausgabe geschafft hat – das hintergründige Doppelinterview im #BauerMediaBlog.

Personality-Magazine zeigen zu viele Produkte ihrer Promis, kritisiert Kathrin Hollmer.

Personality-Magazine wählen auffällig häufig die Produkte ihrer namensgebenden Sternchen für redaktionelle Produktseiten aus, kritisiert Kathrin Hollmer. Wie die Trennung von redaktionellen und bezahlten Inhalten bei dem Konstrukt der Personality-Magazine gewährleistet werden soll, sei fraglich. Die Verlage versichern, die Produkte würden durch die Redaktionen ausgewählt – es sei aber naheliegend, auch die Produkte der Namensgeber zu zeigen, da die Leser dies erwarten würden.
"Süddeutsche Zeitung", S. 42