Neuer "Top Gear"-Moderator Chris Evans hört bereits auf.

Top Gear
Flop Gear: Chris Evans, erst im Mai als Nachfolger von Jeremy Clarkson bei der BBC-Kultsendung Top Gear gestartet, hört nach nur einer Staffel wieder auf – offiziell wegen schlechter Quoten. Auf Twitter erklärt Evans, er habe sein Bestes gegeben, aber manchmal reiche das nicht. Ein anderer möglicher Grund: Die Londoner Polizei ermittelt wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung in den 90ern, Chris Evans bestreitet die Vorwürfe.

Evans Vertrag war für drei Jahre ausgelegt. Die Quote des Staffelfinales am Sonntag markiert mit 1,9 Mio Zuschauer einen historischen Tiefstand: Jede einzelne der Clarkson-Episoden seit 2002 holte mehr Zuschauer, schreibt John Plunkett im "Guardian". Das übrige Team um Co-Moderator Matt LeBlanc macht offenbar weiter. Zusammen hatten sie das Kultmagazin in diesem Jahr wiederbelebt, nachdem sich die BBC von Jeremy Clarkson trennte. Zusammen mit seinen ehemaligen Mitmoderatoren bei "Top Gear", Richard Hammond und James May, produziert Clarkson nun eine Show für Amazon.
theguardian.com, spiegel.de, derstandard.at, theguardian.com (Quote), turi2.de (Background)

BBC darf Netflix-Konkurrenten planen.

BBC-Logo-150x150BBC bekommt von der britischen Regierung grünes Licht für ihre Pläne, ein kostenpflichtiges Premium-Angebot zu entwickeln. In einem netflix-ähnlichen Dienst sollen Nutzer die Möglichkeit bekommen, die Sendungen der BBC auch nach der bisherigen Frist von 30 Tagen zu sehen. Auch exklusive Inhalte könnte es geben. Private Sender sollen ebenfalls an der Plattform teilnehmen.
guardian.com

Britische Regierung stellt BBC-Reformpläne vor.

BBC-Logo-150x150BBC soll laut Plänen der britischen Regierung eine neue Oberaufsicht bekommen. Außerdem soll die Anstalt künftig die Gehälter führender Mitarbeiter offenlegen. Ein Verkauf von BBC-Teilen ist erst einmal vom Tisch. In die Reform-Debatte soll sich Premier David Cameron persönlich eingemischt und mehr Mitbestimmung im Hinblick auf die Besetzung des BBC-Führungsgremiums gefordert haben.
de.reuters.com, wiwo.de

Nordkorea verhaftet BBC-Journalisten.

BBC charter renew
No criticism please: Nordkorea verweist den BBC-Journalisten Rupert Wingfield-Hayes und sein Team aus dem Land. Nordkorea wirft Wingfield-Hayes vor, die Würde des Landes verletzt zu haben und respektlos gegenüber dem Staatschef Kim Jong-Un gewesen zu sein. Zuvor hatten Beamten die Journalisten am Freitag, als sie das Land planmäßig verlassen wollten, verhaftet und laut BBC anschließend acht Stunden lang verhört.

Nordkoreas kommunistische Partei führt derzeit ihren erste Parteitag seit 36 Jahren durch. Zu diesem Anlass war auch das BBC-Team im Land und berichtete dabei auch über das Leben in der Hauptstadt.

Rupert Wingfield-Hayes arbeitet seit 1999 für die BBC. Seit Oktober 2012 ist er Tokyo-Korrespondent, zuvor arbeitete er bereits als Korrespondent u.a. in Peking und Moskau und berichte vom arabischen Frühling. 2011 wurde er während der Proteste auf dem Tahrir-Platz von der ägyptischen Polizei verhaftet und verhört. (Foto: dpa)
bbc.com, theguardian.com, spiegel.de

Zahl des Tages: BBC will Frauenquote weiter anheben.

BBC-Logo-150x150Zahl des Tages: Geschlechtergerechte 50 % ihrer Moderatorenpositionen und Führungspositionen will die BBC bis 2020 mit Frauen besetzen. Derzeit sind 48 % der BBC-Mitarbeiter weiblich, im Management sind Frauen mit 41 % vertreten. 15 % sollen an ethnische Minderheiten gehen. Mit der Ankündigung reagiert die BBC auf Kritik der Labour-Partei, ihre Reform käme nicht schnell genug voran.
kontakter.de

Ericsson verstärkt Aktivitäten als TV-Dienstleister.

ERicsson150Ericsson nimmt als technischer Dienstleister den deutschen TV-Markt ins Visier. Thorsten Sauer, Geschäftsführer von Ericsson Broadcast & Media Services, sieht öffentlich-rechtliche wie private Sender als Kunden für Playout-Center, On-Demand-Angebote oder die Vertaggung des kompletten Programms. In Großbritannien ist Ericsson u.a. für die BBC und ITV aktiv.
dwdl.de

"Süddeutsche Zeitung" enthüllt internationales Geldwäsche-Netzwerk.

PanamaPapers-600
Oh, wie schön ist war Panama: Die "Süddeutsche Zeitung" legt die größte investigative Recherche aller Zeiten vor. Zusammen mit NDR, WDR und dem International Consortium for Investigative Journalists veröffentlichen die Münchner in der bisher größten grenzübergreifenden Kooperation von Medienhäusern ihre investigative Recherche Panama Papers über Offshore-Konten der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca. In den geleakten Akten des Unternehmens finden sich die Namen von zwölf aktiven oder ehemaligen Staatsoberhäuptern – darunter der isländische und der pakistanische Premierminister. Auf der Liste stehen 128 weitere Politiker und Fifa-Funktionäre. Auch 15 deutsche Banken oder ihre Töchter sind wohl in die Geschäfte verwickelt. "SZ", NDR, WDR und ICIJ werfen den Betroffenen "Sanktionsbrüche, Steuerhinterziehung und Geldwäsche" vor.

Der Leak umfasst 11,5 Mio E-Mails, Urkunden, Kontoauszüge und Passkopien in der Größe von 2,6 Terabyte und übertrifft damit rein mengenmäßig die NSA-Enthüllung von Edward Snowden. Der Datensatz ist der "Süddeutschen Zeitung" im Laufe des vergangenen Jahres von einer anonymen Quelle zugespielt worden. An der Recherche waren 400 Journalisten aus mehr als 100 Medienunternehmen in rund 80 Ländern beteiligt. Zu den ausländischen Partnern gehören u.a. der "Guardian", die BBC, der ORF und "Le Monde". (Foto: Screenshot, Montage: turi2)
panamapapers.sueddeutsche.de, theguardian.com, presseportal.de, presseportal.de, ndr.de

Jeremy Clarkson entschuldigt sich für Angriff auf Produzenten.

jeremy-clarkson150Teure Reue: Jeremy Clarkson, bis Frühjahr 2015 skandalumwitterter Moderator der BBC-Kult-Show Top Gear, entschuldigt sich beim Produzenten Oisin Tymon, den er im vergangenen März beleidigt und niedergeschlagen hat. Außerdem erhält Tymon eine Entschädigung in Höre von mehr als 126.000 Euro. Clarkson war nach dem Vorfall von der BBC erst suspendiert und später von Moderator Chris Evans ersetzt worden. Nun arbeitet Clarkson an einer Auto-Show für Amazon Prime.
theguardian.com, mashable.com

Britische Schauspieler verteidigen BBC in Kampagnenfilm.

BBC-Logo-150x150BBC bekommt Schützenhilfe von namhaften britischen Schauspielern wie Judi Dench, Ian McKellen und Daniel Radcliffe. In einem Kampagnenfilm verteidigen die Stars die BBC gegen weitere Haushaltskürzungen. Unter dem Slogan "Lasst die BBC keine Erinnerung werden" warnen die Schauspieler davor, die BBC könnte "nicht wiedererkennbar" werden.
theguardian.com, greatbbc.com (Kampagne)

Meinung: Jakob von Weizsäcker wünscht sich europäische BBC.

Jakob von WeizsäckerJakob von Weizsäcker, EU-Parlaments-Abgeordneter der SPD, wünscht sich einen "Europafunk" nach Vorbild der ARD oder der BBC. Europas Medien seien noch immer national zersplittert. "Man redet regelmäßig aneinander vorbei", sagt von Weizäcker. Angesichts des polnischen Mediengesetzes sei aber bereits eine "Koalition der Willigen" genug, andere Länder könnten später hinzustoßen.
spiegel.de

Europäische Regierungen beeinflussen Rundfunk.

PolenStaatlicher Einfluss auf Medien ist nicht nur in Polen ein Problem, listet die "FAS" auf. Die spanische Regierung Rajoy mischt sich massiv in die Berichterstattung des staatlichen Fernsehens RTVE ein. Die italienische RAI leidet unter dem Einfluss von Silvio Berlusconi, der fast das komplette Privatfernsehen kontrolliert. Und in Großbritannien stört sich Premierminister David Cameron an der EU-freundlichen Berichterstattung der BBC.
"FAS", S. 45 (Paid), radiowoche.de (Spanien), turi2.de (Background Polen)

Basta: #BBCdown und das Ende der Welt.

BBC#BBCdown: Die Webseite der BBC ist wegen eines Hacker-Angriffs seit Stunden offline. Auf Twitter kochte derweil unter #BBCdown die Gerüchteküche. Top Drei der vermuteten Gründe für den Totalausfall: 1. Welten-Ende, 2. russische Invasion und 3. IT-Praktikant Homer Simpson. Aber keine Sorge: Der Techniker ist informiert.
mashable.com


Syrischer Journalist in der Türkei erschossen.

Nadschi-Dscherf150Syrien: Der Journalist und Dokumentarfilmer Nadschi Dscherf wurde am Sonntag im türkischen Gaziantep auf offener Straße erschossen. Er hatte sich mit seinem Berichten sowohl mit der Terrormiliz IS als auch dem Assad-Regime angelegt und Bildmaterial für die BBC und Al Dschasira geliefert. Er erhielt kurz zuvor ein französisches Visum für sich und seine Familie.
zeit.de, tagesspiegel.de

Musikchef von BBC Radio 1 wechselt zu Spotify.

Spotify-Logo ohne Schriftzug 150Spotify wirbt BBC Radio 1 den Musikchef ab. George Ergatoudis soll als Programmchef für Großbritannien dafür sorgen, dass Spotify-Nutzer nicht nur bekannte Musik hören, sondern auch neue Künstler entdecken. In diesem Jahr wechselte bereits Star-DJ Zane Lowe von BBC Radio 1 ins Digital-Musik-Business - zu Apples Beats 1.
techcrunch.com, businessinsider.de

BBC World Service bekommt Millionenzuschuss vom Staat.

BBC-Logo-150x150BBC World Service bekommt Sonderförderung vom britischen Staat, um u.a. ein Radioprogramm für Nordkorea aufzubauen. 85 Millionen Pfund sollen zusätzlich investiert werden, um "weltweit die Demokratie hochzuhalten". Künftig will BBC World Service mit Angeboten in Russland, Afrika und dem Mittleren Osten eine halbe Milliarde Menschen erreichen.
pressgazette.co.uk