EU-Finanzminister vertagen einheitliche Steuer für Presse und Bücher.

Reduzierte Mehrwertsteuer für E-Paper und E-Books lässt weiter auf sich warten. Der EU-Finanzministerrat kann sich wegen des Vetos eines Mitgliedsstaates nicht einigen, beklagen BDZV und VDZ. In Deutschland gilt für die gedruckte Presse ein ermäßigter Steuersatz von 7 %. Für digitale Produkte und auch E-Books sind die vollen 19 % fällig.
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Verlegerverbände: Neues Urheberrecht würde Verlage und Journalisten enteignen.

Urheberrecht: Der vom Bundesrat begrüßte Entwurf zum Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz würde zu einer teilweisen Enteignung der Verlage und Journalisten führen, meinen die Verleger-Verbände BDZV und VDZ. Sollte das Gesetz in Kraft treten, bedeute dies massive Einschnitten in die Finanzierung von Journalismus. Immerhin habe der Bundesrat auf die Gefahren des Gesetzes für die Presse hingewiesen, sagen die Verlegerverbände. Der Gesetzentwurf sähe vor, dass Presseprodukte in den digitalen Angeboten von Bibliotheken teilweise gratis genutzt werden dürfen. Das Gesetz soll im Juni im Bundestag endgültig verabschiedet werden.
presseportal.de, bmjv.de (Gesetzesentwurf)Kommentieren ...

Zitat: Verleger Martin Balle sieht sich beim BDZV im Nachteil.

"In Berlin müssen sie aufpassen, dass kein Spalt entsteht – nur weil die Großstadtverlage große Probleme haben und die Tendenz, diese auf Kosten der kleinen und mittleren Verlage lösen zu wollen."

Martin Balle, Verleger von "Straubinger Tagblatt" und Münchner "Abendzeitung", schickt eine kleine Warnung an den BDZV: Der Verlegerverband vertrete zu stark Interessen aus der Großstadt.
"Kress Pro" 03/2017, S. 16-24 (Paid)Kommentieren ...

Wir graturilieren: Joachim Donnerstag wird 56.


Wir graturilieren: Joachim Donnerstag, Leiter der Marktkommunikation beim Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, feiert heute seinen 56. Geburtstag. Wenn das Wetter mitspielt, auf dem Fahrrad mit seinem Enkel Yannik im Anhänger beim "Einrollen" in die Fahrradsaison. Draußen ist es ohnehin am schönsten – Donnerstags tollste Erinnerung im letzten Lebensjahr ist eine lange geplante Tour nach Island mit grandiosen landschaftlichen Eindrücken. Für das neue wünscht er sich kurz und knapp: Gesundheit, denn "ohne ist alles nichts".

Donnerstag ist froh, bei vielen spannenden Momenten in der Zeitungs- und Medienbranche dabei gewesen zu sein und an der einen oder anderen Stelle einen Beitrag geleistet zu haben. Aktuell hält er die Nase in die frische Brise des Wandels, denn die Innovationen in der Medienbranche, die im September 2017 erstmalig gekürt werden, wollen zunächst mal aufgespürt werden.
Donnerstag schon am Mittwoch gratulieren geht per Mail, Twitter oder Facebook.2 Kommentare

Hasspost-Gesetz: BDZV will "kein staatliches Monopol auf Wahrheit".

BDZV stört sich am Vorschlag von CDU-Netzpolitiker Thomas Jarzombek, der im "Spiegel" eine staatliche Einrichtung zur Löschung von Hassposts anregt. Es gebe "kein staatliches Monopol auf Wahrheit", schreibt der Verleger-Verband. Jarzombek reagiert bei Twitter: "Das Lustige ist, dass die gar nicht wissen was mein Vorschlag ist."
presseportal.de (BDZV), twitter.com (Jarzombek), turi2.de (Background)Kommentieren ...

BGH: "Ruhr Nachrichten" müssen einem Freien 45.000 Euro nachzahlen.

Ruhr Nachrichten müssen einem freien Sportjournalisten 45.000 Euro Honorar nachzahlen. Der Bundesgerichtshof lehnt eine Nichtzulassungsbeschwerde des Medienhauses Lensing ab und bestätigt damit das Urteil des Oberlandesgerichts Hamm. Die Nachforderung berechnet sich auf Basis der gemeinsamen Vergütungsregeln für Freie, auf die sich Verleger- und Journalistenverbände geeinigt haben. Lensing zahlt seinen Freien aber weniger. Der Verlag hatte versucht, das Kartellrecht für den Fall heranzuziehen, das hätte Lensing jedoch schon in früheren Instanzen tun müssen, sagen die Bundesrichter.
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Deutsche Inhalte-Anbieter stecken ihren Claim fürs Wahljahr ab.


In der Deutschen Content Allianz vereint (von links): Jan Herchenröder für die Drehbuchautoren, Stephan Holthoff-Pförtner für die Zeitschriftenverleger, Alexander Skipis für den Buchhandel, Jürgen Doetz für den privaten Rundfunk, Dieter Gorny für die Musikindustrie, Mathias Döpfner für die Zeitungsverleger, Harald Heker von der Gema für die Urheber und Alfred Holighaus für die Filmwirtschaft. (Foto: Jens Twiehaus)

Acht Herren für ein Halleluja: Die Verbände der Verlags- und Kreativwirtschaft verlangen von der Bundesregierung ein besseres Urheberrecht und eine stärkere Stellung im Wettstreit mit Internetkonzernen. Verbandschefs von Musik- und Buchwirtschaft, privatem Rundfunk, Autoren und Presseverlagen unterzeichnen ein Positionspapier für das Wahljahr. Die Verbände sind in der Deutschen Content Allianz vereint. ARD und ZDF sind beim Papier nicht mit an Bord, was BDZV-Präsident Mathias Döpfner für einen heftigen Seitenhieb nutzt: "Die Öffentlich-Rechtlichen haben ihr Geschäftsmodell, nämlich 8 Mrd Euro Beiträge, und kämpfen deshalb nicht an unserer Seite."

In der Konkurrenz mit den digitalen Konzernen sei "die Wippe in Bewegung, aber noch nicht in der Waage", sagt Dieter Gorny, Chef des Bundesverbandes Musikindustrie. Döpfner beklagt, dass digitale Inhalte schlechter gestellt seien, als Inhalte zum Anfassen. Gema-Chef Harald Heker meint, Internetkonzerne würden sich ihrer Verantwortung entziehen, indem sie sich auf die Rolle des Infrastruktur-Anbieters zurückziehen. Alexander Skipis vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels fordert mehr faire Marktwirtschaft.

Die Deutsche Content Allianz repräsentiert 1,6 Mio Arbeitsplätze und 150 Mrd Euro Wirtschaftsleistung. Das sehr allgemein formulierte Positionspapier nennt keine Namen von Konkurrenten wie Facebook, Google, Amazon und Spotify. Ziel der Content Allianz, sagt VPRT-Vertreter Jürgen Doetz, sei es, die "Kräfte zu bündeln" und auf die digitale Agenda von Bundesregierung und EU zu kommen.
turi2 vor Ort beim Gespräch der Deutschen Content Allianz in Berlin, turi2.de (Positionspapier als PDF)

Hinweis 15.45 Uhr: ARD und ZDF verlassen nicht die Deutsche Content Allianz, sondern konnten das Positionspapier nicht mittragen. Um diese Klarstellung bittet der Allianz-Vorsitzende Jürgen Doetz.3 Kommentare

Zitat: Mathias Döpfner zeichnet ein dunkles Bild digitaler Gegenwart.

"Das ist die digitale Wiederholung radikal kommunistischer Ideologie."

BDZV-Präsident Mathias Döpfner warnt in einer Rede vor Vertretern der Musikindustrie vor Gratiskultur, die die Internetkonzerne predigten, um allein ihre Geschäftsmodelle zu erhalten.

"Unsere größte Angst ist es doch immer, den Zeitgeist zu verpassen. (...) Doch bei aller Liebe zum Zeitgeist müssen noch immer die Gesetze der ökonomischen Schwerkraft gelten."

"Traditionelle Medienkonzerne haben noch immer eine große gefühlte Macht. (...) Google ist lange mit 'Don't do evil' ohne Gelächter aus dem Publikum durchgekommen."

"Es tut sich ein immer größerer Graben auf zwischen dem privaten Sektor (...) und den Öffentlich-Rechtlichen."

"Journalismus ist heute ein genauso flüchtiges Gut wie Musik oder Film."

"Dass Verlage nun Facebook dabei helfen sollen, sein Glaubwürdigkeitsproblem zu lösen, ist ein Treppenwitz der Geschichte."

"Mir stockt der Atem, wenn ich über ein 'Wahrheitsministerium' nachdenke."

turi2 vor Ort bei der Kulturkonferenz des Bundesverbandes Musikindustrie in Berlin

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Zitat: ZDF-Intendant Thomas Bellut bleibt beim ARD-Verleger-Streit Zaungast.

"Wir tun nichts lieber, als Bewegtbild im Netz zu verbreiten. Probleme, wie es sie zwischen den Verlegern und der ARD gibt, haben wir nicht."

ZDF-Intendant Thomas Bellut erlaubt sich einen Seitenhieb auf den medienpolitischen Dauerzank – eine von ihm geplante Kulturplattform soll auch vor allem Videos bieten.

... zur Vergabe der TV-Rechte an Discovery:
"Die Olympischen Spiele sind weg, auf Jahre."

... zum Thema Faktenchecks auf Facebook:
"Ich beteilige mich nicht am Internet- oder Facebook-Bashing. Ich sehe uns nicht als 'Polizei' oder 'Wächter' für andere. Wir schauen auf uns selbst und stellen sicher, dass unsere Informationen und Nachrichten stimmen."
"FAZ", S. 13 (Paid), dwdl.deKommentieren ...

Auch RBB und MDR drohen Verleger-Klagen, schreibt Ulrike Simon.


Sende(r)pause im Internet: Die Verleger aus Berlin und Ostdeutschland planen juristische Schritte gegen die Online-Angebote von RBB und MDR, erfährt Ulrike Simon. Wie in Bremen und im bundesweiten Streit um die Tagesschau-App geht es um die Frage, ob die öffentlich-rechtlichen Angebot zu "presseähnlich" sind. Um das zu prüfen, lädt sich der Verleger-Verband VZBO in seinen Expeditionen ins öffentlich-rechtliche Netz bis zu 7.000 Internetseiten herunter.

Simon fürchtet, der ewige Kampf zwischen Verlegern und ARD-ZDF-Gremien verfolge sie bis in die Rente. In vielen Bundesländern aber sehen die Verleger das regionale Angebot der Sender entspannt: SWR, NDR und BR drohen wohl kein Ungemach. Beim RBB will die Online-Redaktion jedoch schon vor den Gerichten handeln und rbb24 umbauen, schreibt Simon. Bis dahin könnten sich die Verleger aber auch schon das Internet heruntergeladen und ausgedruckt haben.
rnd-news.de, turi2.de (Bremen), turi2.de (Tagesschau-App)1 Kommentar

ARD und BDZV können sich nicht auf Kompromiss über Online-Auftritte einigen.

BDZV und ARD bekommen keinen Kompromiss im Streit um die Online-Angebote der ARD-Sender hin, berichtet "Zapp". Die Intendanten der ARD lehnen nach monatelangen Verhandlungen die von den Verlegern geforderte Selbstverpflichtung ab. Danach dürften die Sender auf den Start- und Ressortseiten ihrer Homepages künftig nur noch ein Drittel Text zeigen. Nun landet der Streit wohl vor Gericht.
ndr.de, turi2.de (Background)
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Verlegerverbände begrüßen Liberalisierung von Verlagskooperationen.

BDZV und VDZ bejubeln die Entscheidung des Bundestags, die Zusammenarbeit zwischen Verlagen außerhalb des redaktionellen Bereichs zu erleichtern. Die Neufassung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen sieht eine Liberalisierung des Kartellrechts für verlagswirtschaftliche Kooperationen vor. Die Verlegerverbände appellieren an die Länder, das Gesetz bereits in der nächsten Sitzung des Bundesrats am 31. März zu billigen, damit es schnell in Kraft treten kann.
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Leistungsschutzrecht droht Rückschlag auf EU-Ebene.

Europaparlament blockiert ein Leistungsschutzrecht für Presse-Verlage auf europäischer Ebene, berichtet das "Handelsblatt". Die zuständige Berichterstatterin des Parlaments will nicht, dass Verlage Geld verlangen dürfen, wenn Google kleine Textausschnitte aus Artikeln verwendet. Der frühere EU-Digitalkommissar Günther Oettinger hatte den Verlegern das in Aussicht gestellt. Die deutschen Verbände BDZV und VDZ kritisieren die neueste Entwicklung erwartungsgemäß.
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Wegen neuem Gesetz zur Urhebervergütung: BDZV kündigt Gemeinsame Vergütungsregeln.

BDZV-150 RahmenBDZV kündigt die Gemeinsamen Vergütungsregeln mit DJV und Verdi für hauptberufliche freie Journalisten bei Tageszeitungen. Der Grund: Am Mittwoch tritt eine Gesetzesnovelle zur Urhebervergütung in Kraft, die ein Verbandsklagerecht vorsieht - dies werde "künftig Grundlage eines zwingenden und unflexiblen Vertragsregimes", so der Verlegerverband. Mit anderen Worten formuliert es die Gewerkschaft DJV: Sie hätte ab morgen die Einhaltung der Gemeinsamen Vergütungsregeln gerichtlich erzwingen können. Die Kündigung "kurz vor Toresschluss" wirke "wie eine Panikattacke", sagt DJV-Chef Frank Überall - und sei ein "Affront gegen die Freien".
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Zitat: Das Medium tritt in den Hintergrund, der Inhalt bleibt, glaubt Mathias Döpfner.

Mathias Döpfner-150"Die digitale Transformation heißt nicht, dass Print keine Zukunft hat. Mit Print ist aber – von wenigen Ausnahmen abgesehen – kein Wachstum mehr zu bestreiten, mit der digitalen Zeitung sehr wohl."

Springer-Chef Mathias Döpfner malt in seiner Rolle als BDZV-Präsident eine rosige Zukunft für Journalismus. Im großen Interview mit der dpa spricht er außerdem über den Kampf gegen Fake News und den Streit zwischen Verlegern und ARD und ZDF.
welt.deKommentieren ...

"Zapp": ARD soll sich online selbst an die Kette legen.

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Mehr Video, weniger Text: Die ARD könnte den Zeitungsverlegern offenbar mehr Bewegtbild und weniger Text auf den Sender-Websites unter den Weihnachtsbaum legen. Daniel Bouhs berichtet in "Zapp" über "weit gediehenen" Verhandlungen zwischen BDZV-Boss Mathias Döpfner (Foto links), ARD-Chefin Karola Wille (Mitte) und NDR-Intendant Lutz Marmor. Demnach sollen die Sender eine Art Selbstverpflichtung eingehen: Auf den Startseiten der Online-Angebote zeigen die Sender maximal ein Drittel Text, der Rest müsse aus Bildern, Video und Audio-Playern bestehen.

Die Sender würden damit auf Kritik der Verleger reagieren, die viele öffentlich-rechtliche Nachrichten-Angebote zu textlastig finden und etwa gegen die "Tagesschau"-App klagen. Die ARD-Intendanten sollen offenbar noch in diesem Jahr über die Vorschläge abstimmen. Allerdings gibt es laut "Zapp" Widerstand gegen den Plan: Einige Intendanten fürchten, dass die Verleger nicht auf den Startseiten Halt machen und auch auf Unterseiten Text-Begrenzungen fordern.
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Bundestag beschließt neues Urheberrecht.

Paragraph150 Justiz JuraBundestag hat die Reform des Urheberrechts verabschiedet. Demnach können Autoren nach zehn Jahren die Exklusivrechte an einem Buch zurückfordern. Verbände bekommen die Möglichkeit, im Namen von Urhebern zu klagen. Urheber erhalten ein Auskunftsrecht, wie oft ihr Werk verkauft wurde. VDZ und BDZV lehnen dieses Recht ab, da es nur "Bürokratiekosten" verursache. Der DJV sieht "leichte Verbesserungen", die aber "deutlich hinter den Erwartungen" zurückblieben.
handelsblatt.com, bdzv.de, djv.deKommentieren ...

BDZV stört sich auch an der neuen "Tagesschau"-App.

BDZVZeitungsverleger senken auch über der Neuauflage der "Tagesschau"-App den Daumen: Der BDZV kritisiert das Programm als Mogelpackung und findet es noch immer zu textlastig. Die App-Macher hatten zum Relaunch gehofft, dass sich die Einschätzung der Verleger ändert. Der BDZV wirft der App seit Jahren vor, eine öffentlich-rechtliche Tageszeitung zu sein, und klagt.
meedia.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

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8 lokale Erfolgsgeschichten bei der Konferenz "Local at its best" am 1. 12. in Hamburg! Sture Bergmann, CEO des schwedischen VK Media, spricht die Keynote. Die Best Cases kommen von: FC St. Pauli, "Tiroler Tageszeitung" südfinder, "Morgenpost Sachsen"/TAG24, "Saarbrücker Zeitung", medien holding:nord und "Straubinger Tagblatt". Hier klicken!

Renner: Fusion von VDZ und BDZV ist nicht endgültig vom Tisch.

vdz-bdzv-150VDZ: Eine Fusion des Zeitschriftenverleger-Verbandes mit seinem Zeitungs-Pendant BDZV hat sich zwar "erst einmal erledigt", ist aber nicht endgültig vom Tisch, schreibt Kai-Hinrich Renner. Der Verband habe den Plan beim Publishers' Summit Anfang der Woche vor allem deswegen dementiert, weil den kleineren Mitgliedern der Sinn einer Fusion nicht zu vermitteln gewesen sei. Außerdem haben die Verstimmungen über Nominierung und Wahl von Stephan Holthoff-Pförtner zum neuen VDZ-Präsidenten eine unerwartete Front aufgemacht, so Renner.
handelsblatt.com

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interview2: VDZ-Präsident Stephan Holthoff-Pförtner will für die Medienfreiheit kämpfen.


Große Fußstapfen: Stephan Holthoff-Pförtner hat die Präsidentschaft des Verbandes Deutscher Zeitschriften-Verleger von Hubert Burda übernommen. Im Antritts-Interview von turi2.tv zeichnet der Miteigentümer der Funke-Mediengruppe seine Agenda für die kommenden zwei Jahre: Den Kampf für Medienfreiheit und persönliche Freiheit in einer Zivilgesellschaft will er in den Mittelpunkt seiner Präsidentschaft stellen.

Holthoff-Pförtner selbst singt erst seit dem Springer-Funke-Deal 2014 eine tragende Stimme im Chor der Zeitschriften-Macher, als erster Lobbyist der Zeitschriften-Branche stellt er die Gemeinsamkeiten zwischen Zeitungs- und Zeitschriften-Journalismus heraus. An eine Fusion der Verbände VDZ und BDZV will er deswegen trotzdem nicht denken - die Verbands-Geschäftsstellen sollen künftig allerdings noch intensiver zusammenarbeiten.

Die Verstimmungen bei den Hamburger Verlagen Gruner + Jahr, "Zeit" und "Spiegel", die sich bei der Entscheidung über den Burda-Nachfolger übergangen fühlten und dem Publishers' Summit demonstrativ fernbleiben, will Holthoff-Pförtner aus der Welt schaffen: "Ich werde persönlich auf die handelnden Personen zugehen und glaube, dass - sobald wir in der Sache reden - wir sehr schnell beieinander sind."
turi2.tv (5-Min-Interview mit YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

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Highlight von BDZV und VBZV bei den Medientagen: Jeff Jarvis, für deutliche Sprache bekannter US-amerikanischer Wissenschaftler und Autor, hält die Keynote-Rede beim Publishing-Gipfel "On Structure. On Change", zu dem die Zeitungsverleger am 27. Oktober anlässlich der Medientage München einladen. Mit ihm debattieren anschließend: die frühere Buzzfeed-Chefredakteurin Juliane Leopold, Journalistin und Consultant, und Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Digitale Medien, "Frankfurter Allgemeine Zeitung".
www.medientage.de.de

Leistungsschutzrecht: BDZV widerspricht der Kampagne Save the Link.

BDZV-150 RahmenBDZV stellt sich im Streit um ein Leistungsschutzrecht auf EU-Ebene auf die Seite von Günther Oettinger. Der Verlegerverband widerspricht der Kampagne Save the Link von einigen Abgeordneten. Die Politiker von SPD, Grünen, Linken und FDP lehnen - ähnlich wie viele Journalisten - die Vorschläge für ein EU-Leistungsrecht ab, weil sie die Freiheit Inhalte zu teilen in Gefahr sehen.
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Renner: VDZ und BDZV könnten fusionieren.

vdz_bdzvElefantenhochzeit? Die Verlegerverbände BDZV und VDZ denken über eine Fusion nach, schreibt Kai-Hinrich Renner. Die Idee ist nicht neu, sei zuletzt aber in Gesprächen zwischen den Großverlagen wieder auf die Tagesordnung gekommen. Dabei geht es um die Nachfolge von VDZ-Chef Hubert Burda, der das Amt spätestens 2018 abgegeben will - er ist seit 1997 VDZ-Präsident.

Für eine Fusion sprechen in den Augen der großen Verleger vor allem zwei Gründe: Zum einen könnten sie in einem Großverband mit einer stärkeren Stimme gegenüber Google auftreten. Zum anderen wäre Mathias Döpfner ein Burda-Nachfolger, den sich viele vorstellen könnten. Springer ist in beiden Verbänden vertreten - Döpfner ist BDZV-Präsident und hat als Springer-Chef auch im VDZ eine wichtige Stimme.

Schon jetzt kooperieren BDZV und VDZ in vielen Bereichen und sitzen in Berlin im gleichen Haus. Unklar ist laut Renner jedoch, ob sich die kleinen Verlage in den Verbänden auch von der Idee einer Fusion überzeugen lassen.
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