Gericht stellt das Verfahren gegen Thomas Middelhoff ein.

Landgericht Essen stellt das Verfahren gegen Thomas Middelhoff wegen mutmaßlicher Anstiftung zur Untreue ein. Grund für die Entscheidung sei, dass die zu erwartende Strafe angesichts der gegen Middelhoff bereits in einem anderen Verfahren verhängten dreijährigen Haftstrafe "nicht beträchtlich ins Gewicht" falle. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Ex-Arcandor-Chef vorgeworfen, zu Unrecht einen Sonderbonus in Höhe von etwa 2,3 Mio Euro erhalten zu haben. Auch Verfahren gegen sechs weitere frühere Arcandor-Aufsichtsräte werden voraussichtlich bald eingestellt werden.
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Renate Künast erlebt "ganz zufriedene" Mitarbeiter bei Facebooks Feuerwehr.


Hausbesuch: Renate Künast bekommt eine Audienz bei Arvatos Facebook-Löschtruppe in Berlin. Am Mittwoch hat die Grüne als erste Politikerin Zugang zu den Mitarbeitern erhalten. Zuvor habe sie zwei Jahre um Einlass gebeten, sagt sie im Deutschlandfunk und berichtet von Mitarbeitern, die einen "ganz zufriedenen Eindruck" machten. So müssten die Content-Kontrolleure Gewaltvideos nur prüfen, wenn sie sich selbst dazu bereit fühlten, und dann auch nur maximal zwei Stunden am Tag. Arvato biete den Mitarbeitern psychologische Betreuung an. Ende 2016 hatten Facebook-Mitarbeiter im "SZ-Magazin" über hohen psychischen und zeitlichen Druck berichtet.

Künast wisse natürlich, dass Arvato sein Facebook-Löschteam von der besten Seite präsentiere. Trotzdem glaube sie, dass bei Facebook unter öffentlichem Druck ein Umdenken einsetze: Es reiche nicht mehr, "nur bestimmte Aufgabenerledigungen zu behaupten", sondern müsse es auch zeigen. Daher halte sie die Angaben für glaubhaft. Facebook dürfte kein Interesse daran haben, "dass ich später rausfinden würde, dass ich angelogen wurde", sagt Künast. (Archivfoto: dpa, Montage: turi2)
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BMG-Chef Hartwig Masuch erwartet neuen Spitzen-Marktvolumen in der Musikindustrie.

Musikindustrie wird in den nächsten drei bis vier Jahren ihren Höhepunkt von 31 Mrd Dollar wieder einholen, prognostiziert Hartwig Masuch, Chef des Bertelsmann-Musikrechte-Verwerters BMG. Der Großteil falle dabei auf Streaming-Angebote, die Hartwig Masuch in PKWs künftig als vorinstallierten Standard erwartet.
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Andreas Knaut wird Kommunikationschef der Bertelsmann-Stiftung.

Bertelsmann-Stiftung engagiert Andreas Knaut, 56, als Kommunikationschef. Er folgt auf Klaus-Henning Groth, der die Bertelsmann-Stiftung Ende 2016 verlassen hat. Knaut war von 1999 bis 2001 Chefredakteur des "Kontakters", danach als Sprecher bei der Verlagsgruppe Handelsblatt, Gruner + Jahr, Danone und der Schufa tätig. Zuletzt agierte er als freier Kommuniaktionsberater und Dozent.
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Bertelsmann-Buchtochter Penguin Random House übernimmt spanischen Verlag Ediciones B.

Penguin Random House kauft den spanischen Verlag Ediciones B aus Barcelona. Laut spanischen Medien zahlt Bertelsmanns Buchsparte für den Zukauf 40 Mio Euro. Unter dem Dach der spanischen Tochter Penguin Random House Grupo Editorial soll Ediciones B helfen, die Position der Verlagsgruppe in Spanien und Lateinamerika zu stärken und auszubauen.
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Bertelsmann übernimmt US-Bildungsanbieter APS.

Bertelsmann kauft weiter im Bildungs- und Gesundheitsbereich zu: Der Konzern übernimmt über seine Tochter Relias Learning den US-Bildungsanbieter APS vollständig. APS bietet seinen Kunden Online-Kurse zur Leistungsverbesserung von Mitarbeitern im Gesundheitswesen. Zu den Kunden gehören u.a. 500 Krankenhäuser. Relias hatte zuletzt ein ähnliches Unternehmen aus Schwerin gekauft.
boersenblatt.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Bertelsmann opfert aus Sparzwang traditionsreiche Verlage, kritisiert Alexander Cammann.

Bertelsmann bündelt die Verlage Siedler, DVA, Knaus und Manesse unter der neuen Marke Penguin Hardcover – aus Sparzwang, kritisiert Alexander Cammann. Weil Bertelsmann einen neuen Co-Investor suche und deshalb sparen müsse, würden "traditionsreiche, ausgezeichnete Verlage kurzfristigen Milliardenzwängen von Megafusionen geopfert".
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RTL-Tochter Divimove übernimmt YouTuber-Treffen Videodays.

Divimove, Video- und Influencer-Netzwerk der RTL Group, steigt ins Event-Geschäft ein und übernimmt die Videodays, Europas größtes YouTuber-Treffen in Köln. Videodays-Gründer Christoph Krachten, Ex-Geschäftsführer des Multi-Channel-Netzwerks Mediakraft, und sein Team wechseln ebenfalls zu Divimove. Mittelfristig plant Divimove Videodays-Events in ganz Europa.
horizont.net

Aus dem Archiv von turi2.tv: Christoph Krachten gibt Verlagen und Sendern YouTube-Nachhilfe.



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Meinung: Ulrike Simon sieht Bertelsmann in der Welt-Liga abgehängt.

Bertelsmann spielt national in einer Liga für sich, hat aber international den Anschluss verloren, analysiert Ulrike Simon. Mit Zeitschriften- und Buchgeschäft, TV-Sendern und Musikverlag ist Bertelsmann so breit aufgestellt, wie kein anderes Medienunternehmen hierzulande, doch in der Welt-Liga geben mit Disney, News Corp, Time Warner und Viacom andere Konzerne den Ton an.
"Horizont" 13/2017, S. 1 (Paid) Kommentieren ...

Bertelsmann meldet für 2016 stabilen Umsatz.

Bertelsmann meldet für 2016 ein EBITDA von 2,57 Mrd Euro, rund 3,3 % mehr als 2015. Der Umsatz bleibt bei 17,0 Mrd Euro stabil (2015: 17,1 Mrd Euro). 44 % der Umsätze sind laut Bertelsmann mit Digitalaktivitäten erwirtschaftet worden. Der Anteil ist damit ebenso wie der des internationalen Geschäfts (28 % außerhalb Europas) steigend. Für die RTL-Group meldet Bertelsmann Wachstum bei Umsatz (+3,5 % auf 6,2 Mrd Euro) und EBITDA (+3,7 % auf 1,4 Mrd). Gruner + Jahr machte 1,9 % weniger Umsatz (1,6 Mrd Euro), aber erzielte ein 4,6 % höheres EBITDA von 137 Mio Euro.
presseportal.deKommentieren ...

Arbeitsschutz inspiziert Arvatos Facebook-Löschtruppe.


Kontrollbesuch: Der Berliner Arbeitsschutz hat unangekündigt den Löschbetrieb für Facebook bei Dienstleister Arvato geprüft, berichtet der "Spiegel". Die Prüfer hätten Mitarbeiter der Bertelsmann-Tochter befragt und Unterlagen mitgenommen, um zu prüfen, ob sich Arvato ausreichend um die psychische Gesundheit seiner Mitarbeiter kümmert. Mitarbeiter, die für Facebook gemeldete Beiträge überprüfen und gegebenenfalls löschen, hatten sich gegenüber dem "SZ-Magazin" und dem Blog mobilegeeks.de über belastende Arbeit und verstörende Inhalte beklagt, die ohne psychologische Betreuung stattfinde.

Nach "Spiegel"-Informationen haben Arvato und Facebook die psychologische Betreuung ausgebaut, es gebe "umfassende Gesundheitsfürsorge sowie Betreuungsangebote", die "kontinuierlich weiterentwickelt" würden. Arvato-Mutter Bertelsmann lässt nach Bekanntwerden des "Spiegel"-Berichts nur wissen, die Firma würde "vollumfänglich mit Behörden kooperieren", der Arbeitsschutz habe Bertelsmann bestätigt, "bei den Prüfungen keinen Anlass für ordnungsbehördliches Handeln gefunden" zu haben.
"Spiegel" 13/2017, S. 66 (Paid), spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Thomas Rabe hält sich politisch zurück.

"Ich sehe ein politisches Engagement ehrlich gesagt nicht als primäre Aufgabe eines Unternehmens."

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe hält sich politisch zurück und sieht Gespräche mit Behörden als "Aufklärungsarbeit" statt als Lobbyismus. Im "Spiegel"-Interview spricht Rabe auch über fehlende Innovationsfähigkeit von Großkonzernen und die geplante Aufstockung der Anteile am Buchverlag Penguin Random House.
"Spiegel" 11/2017, S. 80 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:

... zu Gesprächen mit Regulierunsgbehörden:
"Das ist kein Lob­by­is­mus, das ist Auf­klä­rungs­ar­beit. Es ist eine Fra­ge des Stils und der Ef­fi­zi­enz, ob man das laut oder lei­se macht. Der Stil un­se­res Hau­ses ist eher lei­se, aber wir sind da­bei durch­aus wirk­sam."

... zur Pressefreiheit:
"In Län­dern, in de­nen es kei­ne Pres­se­frei­heit gibt und wir nicht nach unseren Grund­sät­zen ar­bei­ten kön­nen, sind wir nicht tä­tig und wol­len es auch nicht."

... zum Verhätnis zwischen Medien und Politik in den USA:
"Ich habe al­ler­dings den Ein­druck, dass die Me­di­en in den USA ausgesprochen stark sind und sich nicht ein­schüch­tern las­sen. Im Ge­gen­teil: Die Relevanz der Me­di­en steigt in die­sen Zei­ten der po­li­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung."

... zur fehlenden Innovationsfähigkeit:
"Eta­blier­ten Un­ter­neh­men ge­lingt es of­fen­bar nicht aus­rei­chend, selbst neue Ge­schäfts­mo­del­le zu ent­wi­ckeln."

... über Auszeiten vom Manager-Stress:
"Ich ge­hö­re nicht zu den Men­schen, die es als Leis­tungs­nach­weis betrachten, ih­ren Ur­laub nicht zu neh­men."

... über Disziplin:
"Ich bin nicht über­mä­ßig dis­zi­pli­niert, da ent­steht ge­ra­de ein fal­scher Eindruck. Ich nei­ge höchs­tens zur Struk­tur­freu­de."

"Spiegel" 11/2017, S. 80 (Paid)Kommentieren ...

Bertelsmann will 70 bis 75 % von Penguin Random House.

Bertelsmann bekräftigt das Interesse, seinen Anteil am größten Publikums-Buchverlag Penguin Random House auf 70 oder 75 % zu erhöhen. Vorstandschef Thomas Rabe kann sich im "Spiegel"-Gespräch Kooperationen mit Pensionsfonds oder Familien-Trusts vorstellen, um den Deal durchzubringen. Derzeit hält Bertelsmann 53 % an Penguin Random House. Pearson will seine 47 % loswerden.
"Spiegel" 11/2017, S. 80 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Barack und Michelle Obama versteigern für 65 Mio Dollar ihre Memoiren.

Penguin Random House ersteigert für 65 Mio Dollar die weltweiten Veröffentlichungsrechte für die Memoiren von Barack und Michelle Obama, berichten US-Medien. Die Summe sei Rekord für die Lebenserinnerungen eines früheren US-Präsidenten. Seine Frau Michelle schreibt ein eigenes Buch. Laut Penguin Random House, das mehrheitlich Bertelsmann gehört, wollen die Obamas einen "signifikanten Teil" ihres Honorars und eine Mio Exemplare der Bücher an wohltätige Organisationen spenden. Die gespendeten Bücher sollen an Kinder aus armen Familien verteilt werden.
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Pearson will Sprachschule Wall Street English verkaufen.

Pearson 150Pearson plant weitere Einsparungen und will Geschäftsbereiche verkaufen. Konkret sucht der britische Verlagskonzern einen Investor für seine Sprachschule Wall Street English. Auch der Verkauf der 47 % am weltgrößten Buchverlag Penguin Random House ist weiter im Gespräch. Partner Bertelsmann hat grundsätzlich Interesse.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

SAP-Innovationsvorstand Bernd Leukert wird Aufsichtsrat bei Bertelsmann.

Bernd Leukert, SAP 150Bertelsmann beruft SAP-Vorstand Bernd Leukert, 49, in den Aufsichtsrat und verspricht sich davon mehr "Digitalkompetenz im Kontrollgremium". Er verantwortet bei SAP Produktentwicklung und Innovationen und sitzt u.a. auch im Aufsichtsrat des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz sowie im Lenkungskreis Industrie 4.0 der Bundesregierung.
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Bertelsmann investiert in chinesischen Finanzdienstleister und Video-App.

BAI Bertelsmann Asia Investments 150Bertelsmann investiert weiter in Asien und beteiligt sich am chinesischen Finanzdienstleister Nongfenqi, berichtet "new business". Bertelsmann Asia Investments führt die Finanzierungsrunde B über umgerechnet rund 13,6 Mio Euro an. Zudem steigt Bertelsmann in einer Frühphasen-Finanzierung bei der chinesischen Video-App Vue ein.
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"New Business": Bertelsmann will Penguin Random House nicht allein übernehmen.

penguin-books150Bertelsmann sucht für den Buch-Konzern Penguin Random House einen neuen Mit-Investor, berichtet "New Business". Der neue Partner solle 25 bis 30 % an PHR übernehmen. Derzeit hält Bertelsmann 53 % am Großverlag, 47 % liegen bei Pearson. Das britische Unternehmen hatte Mitte der Woche bekannt gegeben, bei PRH aussteigen zu wollen.
new-business.de, turi2.de (Background)
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Penguin Random House: Pearson verkaufsbereit, Bertelsmann erneuert Interesse.

bertelsmannpenguinrandomhouse600Hat den Pinguin immer noch zum Fressen gern: Bertelsmann bekräftigt sein Interesse an den von Pearson gehaltenen 47 % an Penguin Random House. Partner Pearson hat heute angekündigt, seinen Anteil verkaufen zu wollen. 53 % am weltgrößten Publikumsverlag hält Bertelsmann bereits. Der Preis ist offenbar noch nicht ausgehandelt: Der Konzern aus Gütersloh wolle zugreifen, "sofern die wirtschaftlichen Konditionen angemessen sind", taktiert Bertelsmann-Boss Thomas Rabe.

Bei Pearson läuft das Geschäft auch nach dem Verkauf der "Financial Times" und des "Economist" sowie einem radikalen Sparkurs noch nicht rund. Parallel zu der Ankündigung der Verkaufsabsicht gab das Unternehmen am Mittwochfrüh einen Gewinnrückgang bekannt und senkte die Didivenden für Aktionäre - das klingt nach einer günstigen Verhandlungsposition für Bertelsmann.
spiegel.de, bloomberg.com (Pearson), presseportal.de (Bertelsmann), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Bertelsmann verliert Anschluss an die größten Medienunternehmen der Welt.

Lutz Hachmeister-150Bertelsmann hat es versäumt einen Streamingdienst aufzubauen, sagt IfM-Direktor Lutz Hachmeister. Auch habe das Unternehmen nie ein Hollywood-Studio gekauft und den Games-Bereich vernachlässigt. Deshalb habe Bertelsmann den Anschluss an die größten Medienunternehmen der Welt verloren. Auch andere deutsche Unternehmen stagnieren laut Hachmeister.
horizont.net, "Horizont" 2/2017, S. 20 (Paid)Kommentieren ...

Territory trennt sich von Medienfabrik-Mitarbeitern.

territory 150Territory zahlt Mitarbeitern der früheren Medienfabrik kein Weihnachtsgeld und trennt sich von Personal. Geschäftsführer Stefan Postler spricht von "nicht erreichten Zielen" beim Content-Marketing-Dienstleister von Gruner + Jahr – nach Jahren des Wachstums der Medienfabrik stagniert das Geschäft. Von mehreren Mitarbeitern will sich Postler trennen. Offenbar sind jene betroffen, die den digitalen Wandel nicht mitmachen wollen. turi2 konnte auf Nachfrage bei Postler und bei Territory nicht klären, ob nur Mitarbeiter der Ex-Medienfabrik oder von ganz Territory betroffen sind. Die Medienfabrik ist im Januar 2016 von der Bertelsmann-Tochter Arvato zu G+J gewechselt.
nw.de, turi2 - eigene Infos4 Kommentare

"Süddeutsche Zeitung": Nach Facebook-Leak sucht Arvato nach undichten Stellen.

arvato-150Arvato, für die Löschung anstößiger Inhalte von Facebook beauftragter Dienstleister, sucht nach der Enthüllung der Arbeitsumstände und Löschregeln nach undichten Stellen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Das Blatt zitiert Informanten aus dem Unternehmen, die von "heller Aufregung" sprechen. Womöglich könnten Schadenersatz-Klagen ehemaliger Mitarbeiter auf Arvato zukommen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

rtv erhöht Auflage von "Land & Leute" in Nürnberg.

land-und-leute-150-rtvrtv bringt seine landlustige Beilage Land & Leute künftig in den Gesamtauflagen von "Nürnberger Nachrichten" und "Nürnberger Zeitung" unter - bisher liegt das Supplement nur jeweils einer Teilauflage bei. Die Nürnberger nehmen nun 220.000 statt 60.000 Exemplare ab. Damit stabilisiert sich die Auflage von "Land & Leute" deutlich über der Mio-Marke.
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"SZ-Magazin" deckt Lösch-Regeln und prekäre Arbeitsbedingungen bei Facebook auf.

facebook-arvato-bertelsmann-600
#insideFacebook: Das "SZ-Magazin" landet einen Facebook-Scoop und veröffentlicht die bisher geheimen Lösch-Regeln des sozialen Netzwerks. Das Magazin berichtet auch über die prekären Arbeitsbedingungen der 600 Lösch-Arbeiter von Bertelsmann-Tochter Arvato in Berlin, die über kritische Inhalte den Daumen heben oder senken. Sie klagen über Zeitdruck und psychisch anstrengende Arbeit bei unzureichender Betreuung und Bezahlung nur knapp über dem Mindestlohn. Einige der Mitarbeiter sind Flüchtlinge, die dem Syrien-Krieg entkommen sind und nun in Sekundenschnelle Enthauptungs-Videos bewerten müssen.

Fragwürdig sind auch die Lösch-Regeln, die etwa extreme Gewaltdarstellungen in Bildern erlauben und Beiträge nur in Verbindung mit bestimmten Text-Versatzstücken für die Verbreitung auf Facebook disqualifizieren. Demnach dürfen Flüchtlinge etwa als "dreckige Diebe" beschimpft werden, nicht aber als Mörder oder Vergewaltiger. Das "SZ-Magazin" zitiert Mitarbeiter, die Kinderporno-, Folter- und Tiersex-Videos anschauen müssen und sich von Facebook, bzw. Arvato bei der Bewältigung der traumatischen Bilder allein gelassen fühlen.
sueddeutsche.de (Paid), sueddeutsche.de, bild.de (Zusammenfassungen)Kommentieren ...