RTL Group entwickelt technische Streaming-Lösung für ihre Sender.

RTL Group entwickelt eine einheitliche technische Streaming-Plattform für alle Sender in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Die Sender sollen die Lösung dann "flexibel anpassen", sagt Gruppenchef Bert Habets. Die Sendergruppen sollen zudem enger mit Produktionstochter Fremantle zusammenarbeiten - nach dem Vorbild von RTL Deutschland und Fremantle-Tochter UFA.
horizont.net

Bertelsmann investiert in den chinesischen Musikstreaming-Dienst NetEase Cloud.

Bertelsmann beteiligt sich über seinen Investment-Fond BAI an einer 600 Mio Dollar schweren Finanzierungsrunde der Musikplattform NetEase Cloud Music. Neben Geld will Bertelsmann auch eine Kooperation mit der Musiksparte BMG beisteuern. Außer Bertelsmann beteiligen sich unter anderem Baidu, General Atlantic und Boyu Capital Geld an der Finanzierungsrunde. Haupteigner des chinesischen Musikstreaming-Dienstes mit laut eigenen Angaben 600 Mio registrierten Nutzern ist der gleichnamige Online-Game-Provider NetEase.
"New Business" 49/2018, S. 42 (Paid), presseportal.de

Zeitschrift wird Koch-Show: Jan Peter Lacher über "Essen & Trinken – Für jeden Tag".


Crossmediales Kochen: Jan Peter Lacher bestellt einen oft genutzten Fernseh-Acker neu. Sein Sender RTLplus dreht gerade "Essen & Trinken – Für jeden Tag", das ab Ende Januar ausgestrahlt wird. "Horizont" und turi2.tv treffen Lacher beim Innovation Day Food von Gruner + Jahr EMS, denn die Zeitschrift Essen & Trinken steht Pate und liefert die Rezepte: "Wir können von der unglaublichen kulinarischen Expertise profitieren", sagt Lacher und kündigt viele Wechselspiele zwischen TV, Heft und Online-Angebot an.

TV-Koch Tim Mälzer ist bereits "Essen & Trinken"-Herausgeber und nun Mitproduzent der Fernsehsendung, die im Studio seines Hamburger Restaurants Bullerei entsteht. Die Koproduktion unter dem großen Bertelsmann-Dach, crossmedial vermarktet vom Verbund der Ad Alliance, soll sogar ganz junges Publikum zum Best-Ager-Sender RTLplus lotsen: "Essen und Trinken ist als Thema generationenübergreifend geeignet. Die gleiche Erfahrung haben wir bei den Game-Shows gemacht."
turi2.tv (4-Min-Interview bei YouTube)

Anke Schäferkordt verlässt RTL.


Vom Sender: Anke Schäferkordt, 55, verlässt Bertelsmann zum Jahresende nach 30 Jahren - "im besten gegenseitigen Einvernehmen". Vox-Chef Bernd Reichart übernimmt ihren Job als CEO der Mediengruppe RTL Deutschland. Sie war 27 Jahre bei RTL, 13 Jahre davon als CEO der RTL Mediengruppe. Ihre Verträge wären regulär erst Ende 2019 ausgelaufen.

Bereits 2017 hat Anke Schäferkordt die Führung der internationalen RTL Group an Bert Habets abgegeben. Sie scheidet nun auch aus dem Bertelsmann-Vorstand aus.
dwdl.de, new-business.de, presseportal.de

Bertelsmann erzielt höchsten Umsatz seit 2007.

Bertelsmann meldet für das 3. Quartal 12,4 Mrd Umsatz. Das Ergebnis bedeutet ein Plus von 2,4 % trotz negativer Wechselkurseffekte und den höchste Umsatz seit 2007. Als Umsatztreiber führt Bertelsmann vor allem seine Wachstumsgeschäfte an, die organisch um 10 % auf 4,2 Mrd Euro Umsatz wachsen. Dazu zählt Bertelsmann unter anderem die Digitalgeschäfte von RTL, Gruner + Jahr und BMG sowie die Bildungsangebote und den Dienstleister Arvato.
presseportal.de

Brasilien: Präsidenten-Berater Paulo Guedes gibt seine Jobs bei Bertelsmann ab.

Bertelsmann verliert seinen brasilianischen Geschäftspartner Paulo Guedes, schreibt der "Spiegel". Er sitzt bisher im Management zweier von Bertelsmann gegründeten Inventmentfonds, ist aber gleichzeitig wichtigster Wirtschaftsberater des umstrittenen, designierten Präsidenten Jair Bolsonaro. Guedes soll ab Januar Superminister für Finanzen, Planung und Handel werden. Seine Bertelsmann-Jobs gibt er ab, um Interessenskonflikte zu vermeiden.
"Spiegel" 45/2018, S. 55 (Paid)

Miles & More verlässt Bertelsmann-Tochter Arvato.


Abflug ohne Punkte: Der Bertelsmann-Dienstleister Arvato verliert einen wichtigen Kunden. Das Lufthansa-Treueprogramm Miles & More, seit 2014 eine eigene Gesellschaft, wird untreu und beendet die Zusammenarbeit mit Arvato CRM Solutions, schreibt die "Neue Westfälische". Miles & More wolle sein Kundengeschäft ab 2019 entweder selbst managen oder einem anderen Dienstleister anvertrauen. Bei Arvato in Gütersloh sind 100 Jobs betroffen, am Standort Wilhelmshaven weitere 60.

Bisher gebe es keine Kündigungen, sagt ein Arvato-Sprecher. Die Bertelsmann-Tochter versuche, die Mitarbeiter auf andere Stellen im Konzern zu vermitteln und sozialverträgliche Lösungen zu finden. Besonders bitter für Arvato: Der Auftrag könnte an die Bosch-Tochter Service Solutions gehen, die Arvato vor drei Jahren bereits das Lufthansa-Geschäft mit dem Bearbeiten von Kundenreklamationen abgenommen hat.
nw.de

Arvato hält am CRM-Geschäft fest, Thomas Mackenbrock übernimmt als CEO.


Fusion statt Verkauf: Bertelsmann hält nun doch an seiner CRM-Sparte bei der Tochter Arvato fest und legt die Geschäfte mit denen der marokkanischen Saham Group zusammen. Der neue strategische Partner ist bereits seit 2004 Minderheitsgesellschafter. Die Gütersloher hatten im Januar bekanntgegeben, die Zukunft des CRM-Geschäfts zu prüfen und diese ggf. teilweise oder vollständig zu verkaufen. Auch der Werbekonzern Ströer soll sich für einen Kauf interessiert haben.

Das gemeinsame Unternehmen von Bertelsmann und der Saham Group, an dem beide je 50 % der Anteile halten werden, soll 2019 unter neuem Namen an den Start gehen. Thomas Mackenbrock, 42, bisher Strategiechef bei Arvato, übernimmt den Chefposten der Arvato CRM Solutions. Er ist seit 2006 im Unternehmen und folgt auf Andreas Krohn, der das Unternehmen zum Ende des Jahres verlässt.

Das gemeinsame Unternehmen soll mit knapp 48.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1,2 Mrd Euro einfahren. Bislang beschäftigt Bertelsmann 36.000 Mitarbeiter in seinem Callcenter-Bereich. Laut Bertelsmann-Chef Thomas Rabe soll in den kommenden Jahren zudem ein dreistelliger Mio-Betrag investiert werden. Damit will Bertelsmann die regionalen Präsenzen in Afrika, Asien und dem mittlere Osten ausgebauen sowie technologische Lösungen, die auch international eingesetzt werden können, entwickeln.
handelsblatt.com, bertelsmann.de, turi2.de (Prüfung), turi2.de (Krohn)

Bertelsmann übernimmt Online-Bildungsanbieter OnCourse Learning.


Bildungs-Boom: Bertelsmann investiert weiter in das Bildungs- und Gesundheitsweisen und übernimmt den Online-Bildungsanbieter OnCourse Learning vom Finanzinvestor CIP Capital. OnCourse Learning, das vor allem E-Learning im US-Gesundheitswesen für Krankenschwestern anbietet, wird in die Bertelsmann-Tochter Relias eingegliedert und bringt 500 Kliniken als Kunden mit. Wie der Konzern mitteilt, liegt der Kaufpreis im mittleren dreistelligen Mio-Bereich.

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe sieht im Bildungsgeschäft ein "erhebliches Wachstumspotenzial". Der in den USA erwirtschaftete Anteil des Umsatzes soll durch den Zukauft von 20 auf 30 % steigen. Die Übernahme zähle neben dem Kauf von Random House und dem Bildungsanbieter Relias zu den größten Investitionen auf dem US-Markt. Die Zustimmung der US-Kartellbehörden werde im Herbst erwartet.
handelsblatt.com, presseportal.de

Wie ein Stummfilm zu neuem Leben erwacht – Video-Einblick in die UFA Filmnächte.


Ein echtes Schätzchen: Der Stummfilm-Klassiker Der Geiger von Florenz läuft in Berlin schön wie nie. Restauratorin Anke Wilkening hat den 92 Jahre alten Streifen ein Jahr lang Bild für Bild generalüberholt. Bei turi2.tv erklärt Wilkening, wie sie recherchiert und restauriert. Sponsor Bertelsmann finanziert ihre Mission: "Diese alten Filme sind unglaublich gut gemacht, sie sind Kulturerbe", sagt Vorstandschef Thomas Rabe.

Filmproduzent und UFA-Geschäftsführer Nico Hofmann lobt Wilkenings Arbeit. Der neue, alte Film, bearbeitet bei der Murnau Stiftung in Wiesbaden, wirke erzählerisch stark, "es ist altes Material mit großer Relevanz für heute". Die UFA Filmnächte seien in Berlin "the place to be", sagt Hofmann zwischen Bussis mit prominenten Freunden. Bis Freitag läuft die Veranstaltung, Arte hat "Der Geiger von Florenz" auch aufgezeichnet und online gestellt.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), arte.tv (96-Min-Aufzeichnung)

"FAZ": Random House gibt Falschaussage im Fall um Sarrazins Islam-Buch zu.

Thilo Sarrazin erzielt einen Teilerfolg im Streit mit seinem bisherigen Verlag Random House. Der Chefjustiziar der Bertelsmann-Tochter hat eine Falschaussage eingestanden. Er hatte behauptet, Sarrazin habe ein Gutachten vor der Veröffentlichung seines Buches abgelehnt. Sarrazin konnte hingegen anhand einer Mail das Gegenteil beweisen. Er verlangt 800.000 Euro Schadenersatz von Random House, weil der Verlag sein Islam-Buch nicht drucken wollte.
"FAZ", S. 19, turi2.de (Background)

Verlagsgruppe Random House kauft Hörbuch-Verlag DAV.

Verlagsgruppe Random House, die Mutter von Bertelsmanns deutschen Publikumsverlagen, kauft den Hörbuch-Spezialisten DAV. Die bisherigen Gesellschafter sind der Spiegelverlag sowie die privatwirtschaftlichen Töchter der Rundfunkanstalten WDR, SWR und RBB. Die Firma soll mit allen Mitarbeitern in Berlin bleiben, Amadeus Gerlach bleibt Geschäftsführer.
buchmarkt.de

Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt wieder gegen Thomas Middelhoff.


Nächste Prozess-Runde? Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt wieder gegen Thomas Middelhoff, berichten WDR und "Süddeutsche Zeitung". Der Vorwurf richtet sich gegen den Ex-Bertelsmann-Boss und seinen Anwalt und Vertrauten Hartmut Fromm. Middelhoff soll trotz drohender Pleite Mio-Summen verschoben und so Gläubiger betrogen haben. Sein Anwalt soll bei dem Manöver geholfen haben. Middelhoff erklärt, dass er von den Ermittlungen nichts wisse. Der Vorwurf sei zudem durch die Staatsanwaltschaft Bochum bereits geklärt.

Laut WDR und "Süddeutscher Zeitung" lägen der Staatsanwaltschaft Bielefeld nun jedoch neue Erkenntnisse vor. Diese kommen von Insolvenzverwalter Thorsten Fuest, der eine Zivilklage gegen Fromm und dessen Kanzlei eingereicht hat und rund 5,1 Mio Euro zurückverlangt. Im November 2017 kam Thomas Middelhoff nach rund zwei Jahren Haft vorzeitig frei. Wegen Untreue war er zu drei Jahren Haft verurteilt worden.
tagesschau.de, presseportal.de, turi2.de (Background)

Meinung: Mohn-Enkel Carsten Coesfeld könnte mal Bertelsmann-Vorstand werden.

Bertelsmann bringt Carsten Coesfeld (Foto), 31, in Position: Der Enkel von Reinhard Mohn aus erster Ehe könnte einmal den Medienkonzern leiten, schreibt Christoph Neßhöver. Er sieht Coesfelds fast lautlose Berufung ins Kuratorium der Bertelsmann Stiftung als ersten Schritt zu "höheren Weihen", also einem künftigen Job im Vorstand, wenn nicht gar CEO. Derzeit ist der Mohn-Enkel Geschäftsführer Telecommunications bei Arvato SCM Solutions.
"manager magazin" 8/2018, S. 54 (Paid)

Random House will Islam-Buch von Thilo Sarrazin nicht veröffentlichen.

Random House will ein Buch von Thilo Sarrazin über den Islam nicht veröffentlichen, schreibt "Bild". Am Montag treffen sich beide Seiten vor Gericht. Sarrazin sagt, er habe für das Buch einen Vertrag mit dem Verlag geschlossen. Die Bertelsman-Tochter erwidert, das Buch sei nie angekündigt gewesen, Sarrazin könne es woanders publizieren. Die Münchner Verlagsgruppe springt ein und kündigt das Sarrazin-Buch für den 30. August an.
bild.de (Paid), buchmarkt.de, buchreport.de

Zitat: Frank Hoffmann kritisiert "Babylon Berlin" als Subvention für Sky.

"'Babylon Berlin' ist bisher in erster Linie ein Erfolg für Sky, doch die Zeche zahlt im Wesentlichen die ARD."

RTL-Senderchef Frank Hoffmann wirft im Interview mit Anne Burgmer der ARD vor, "mit Gebührengeld" den Bezahlsender Sky stark zu machen. RTL wolle eigene Produktionen nur für sich haben und frei über Sendezeiten bestimmen können.
ksta.de

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Von unseren Stammzuschauern – und das sind bekanntlich viele – bekommen wir durchweg positives Feedback. Das Image von RTL hat sich insgesamt sehr positiv entwickelt. Dennoch muss ein Sender wie RTL auch mal polarisieren, wir wollen nicht immer jedem gefallen und haben kein Problem damit, auch mal aufzufallen."

"Es zahlt all das ein, was wir exklusiv haben und uns nicht mit anderen teilen müssen. Programme, die es nur auf unseren Sendern oder auf unseren Plattformen gibt und die wir kreativ beeinflussen können. Weil wir uns so, mit lokalem Bezug, auf den sich ändernden Zuschauergeschmack einstellen können. Mit Serien können wir uns darüber hinaus noch stärker von der privaten Konkurrenz differenzieren, weil sich viele Fernsehsender keine Eigenproduktionen im Bereich der deutschen Serie leisten können, denn die sind sehr, sehr teuer."

Studie: Viele Deutsche verstehen den Begriff Algorithmus nicht.

Internet: Fast die Hälfte aller Deutschen kann den Begriff Algorithmus nicht erklären, sagt eine Bertelsmann-Studie. Drei Viertel der Befragten haben das Wort schon einmal gehört, nur jeder Zehnte kann aber erklären, wie ein Algorithmus funktioniert. Fast die Hälfte weiß, dass Facebook und Co mathematische Formeln nutzen, um passgenaue Werbung einzublenden.
focus.de

RTL Group bilanziert in Q1 gute Werbekonjunktur, ungünstige Wechselkurse.

RTL Group profitiert von steigenden Werbeumsätzen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Ungünstige Wechselkurse sorgen dafür, dass der Umsatz im 1. Quartal trotzdem nur um 11 Mio Euro auf 1,416 Mrd Euro steigt. Der Digitalumsatz wächst um 6,7 % auf 190 Mio Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) der Mediengruppe RTL in Deutschland steigt um 1,2 % auf 169 Mio Euro.
per Mail

Bertelsmann-Tochter Arvato schließt sieben Standorte in Ostdeutschland.

Arvato, Dienst­leis­tungs­ein­heit von Bertelsmann, schließt Mitte 2019 sieben Standorte im Osten Deutschlands. Betroffen sind 950 Mitarbeiter, u.a. an den Standorten Leipzig, Dresden und Halle. Grund für die Schließung in Leipzig sei ein sinkendes Auftragsvolumen bei fehlender Wirtschaftlichkeit, teilt das Unternehmen mit.

Hinweis: In einer früheren Version hieß es, Arvato schließe sechs Standorte. Es handelt sich allerdings um sieben Standorte, die von der Schließungswelle betroffen sind.

handelsblatt.com, l-iz.de

Frank Hoffmann: Wettbewerb um Zuschauer wird immer härter.

TV-Sender haben es schwerer denn je, neue serielle Programme zu setzen, sagt RTL-Senderchef Frank Hoffmann im "Horizont"-Interview. RTL investiere aktuell viel Geld, weil noch die Chance bestehe, Sehgewohnheiten zu schaffen oder zu verändern. Wegen des wachsenden Wettbewerbs werde dies immer aufwendiger. RTL habe rund 40 neue Projekte in der Pipeline.
"Horizont" 18/2018, S. 1 und 12-13 (Paid)