Meinung: Ulrike Simon sieht Bertelsmann in der Welt-Liga abgehängt.

Bertelsmann spielt national in einer Liga für sich, hat aber international den Anschluss verloren, analysiert Ulrike Simon. Mit Zeitschriften- und Buchgeschäft, TV-Sendern und Musikverlag ist Bertelsmann so breit aufgestellt, wie kein anderes Medienunternehmen hierzulande, doch in der Welt-Liga geben mit Disney, News Corp, Time Warner und Viacom andere Konzerne den Ton an.
"Horizont" 13/2017, S. 1 (Paid) Kommentieren ...

Bertelsmann meldet für 2016 stabilen Umsatz.

Bertelsmann meldet für 2016 ein EBITDA von 2,57 Mrd Euro, rund 3,3 % mehr als 2015. Der Umsatz bleibt bei 17,0 Mrd Euro stabil (2015: 17,1 Mrd Euro). 44 % der Umsätze sind laut Bertelsmann mit Digitalaktivitäten erwirtschaftet worden. Der Anteil ist damit ebenso wie der des internationalen Geschäfts (28 % außerhalb Europas) steigend. Für die RTL-Group meldet Bertelsmann Wachstum bei Umsatz (+3,5 % auf 6,2 Mrd Euro) und EBITDA (+3,7 % auf 1,4 Mrd). Gruner + Jahr machte 1,9 % weniger Umsatz (1,6 Mrd Euro), aber erzielte ein 4,6 % höheres EBITDA von 137 Mio Euro.
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Arbeitsschutz inspiziert Arvatos Facebook-Löschtruppe.


Kontrollbesuch: Der Berliner Arbeitsschutz hat unangekündigt den Löschbetrieb für Facebook bei Dienstleister Arvato geprüft, berichtet der "Spiegel". Die Prüfer hätten Mitarbeiter der Bertelsmann-Tochter befragt und Unterlagen mitgenommen, um zu prüfen, ob sich Arvato ausreichend um die psychische Gesundheit seiner Mitarbeiter kümmert. Mitarbeiter, die für Facebook gemeldete Beiträge überprüfen und gegebenenfalls löschen, hatten sich gegenüber dem "SZ-Magazin" und dem Blog mobilegeeks.de über belastende Arbeit und verstörende Inhalte beklagt, die ohne psychologische Betreuung stattfinde.

Nach "Spiegel"-Informationen haben Arvato und Facebook die psychologische Betreuung ausgebaut, es gebe "umfassende Gesundheitsfürsorge sowie Betreuungsangebote", die "kontinuierlich weiterentwickelt" würden. Arvato-Mutter Bertelsmann lässt nach Bekanntwerden des "Spiegel"-Berichts nur wissen, die Firma würde "vollumfänglich mit Behörden kooperieren", der Arbeitsschutz habe Bertelsmann bestätigt, "bei den Prüfungen keinen Anlass für ordnungsbehördliches Handeln gefunden" zu haben.
"Spiegel" 13/2017, S. 66 (Paid), spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Thomas Rabe hält sich politisch zurück.

"Ich sehe ein politisches Engagement ehrlich gesagt nicht als primäre Aufgabe eines Unternehmens."

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe hält sich politisch zurück und sieht Gespräche mit Behörden als "Aufklärungsarbeit" statt als Lobbyismus. Im "Spiegel"-Interview spricht Rabe auch über fehlende Innovationsfähigkeit von Großkonzernen und die geplante Aufstockung der Anteile am Buchverlag Penguin Random House.
"Spiegel" 11/2017, S. 80 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:

... zu Gesprächen mit Regulierunsgbehörden:
"Das ist kein Lob­by­is­mus, das ist Auf­klä­rungs­ar­beit. Es ist eine Fra­ge des Stils und der Ef­fi­zi­enz, ob man das laut oder lei­se macht. Der Stil un­se­res Hau­ses ist eher lei­se, aber wir sind da­bei durch­aus wirk­sam."

... zur Pressefreiheit:
"In Län­dern, in de­nen es kei­ne Pres­se­frei­heit gibt und wir nicht nach unseren Grund­sät­zen ar­bei­ten kön­nen, sind wir nicht tä­tig und wol­len es auch nicht."

... zum Verhätnis zwischen Medien und Politik in den USA:
"Ich habe al­ler­dings den Ein­druck, dass die Me­di­en in den USA ausgesprochen stark sind und sich nicht ein­schüch­tern las­sen. Im Ge­gen­teil: Die Relevanz der Me­di­en steigt in die­sen Zei­ten der po­li­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung."

... zur fehlenden Innovationsfähigkeit:
"Eta­blier­ten Un­ter­neh­men ge­lingt es of­fen­bar nicht aus­rei­chend, selbst neue Ge­schäfts­mo­del­le zu ent­wi­ckeln."

... über Auszeiten vom Manager-Stress:
"Ich ge­hö­re nicht zu den Men­schen, die es als Leis­tungs­nach­weis betrachten, ih­ren Ur­laub nicht zu neh­men."

... über Disziplin:
"Ich bin nicht über­mä­ßig dis­zi­pli­niert, da ent­steht ge­ra­de ein fal­scher Eindruck. Ich nei­ge höchs­tens zur Struk­tur­freu­de."

"Spiegel" 11/2017, S. 80 (Paid)Kommentieren ...

Bertelsmann will 70 bis 75 % von Penguin Random House.

Bertelsmann bekräftigt das Interesse, seinen Anteil am größten Publikums-Buchverlag Penguin Random House auf 70 oder 75 % zu erhöhen. Vorstandschef Thomas Rabe kann sich im "Spiegel"-Gespräch Kooperationen mit Pensionsfonds oder Familien-Trusts vorstellen, um den Deal durchzubringen. Derzeit hält Bertelsmann 53 % an Penguin Random House. Pearson will seine 47 % loswerden.
"Spiegel" 11/2017, S. 80 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Barack und Michelle Obama versteigern für 65 Mio Dollar ihre Memoiren.

Penguin Random House ersteigert für 65 Mio Dollar die weltweiten Veröffentlichungsrechte für die Memoiren von Barack und Michelle Obama, berichten US-Medien. Die Summe sei Rekord für die Lebenserinnerungen eines früheren US-Präsidenten. Seine Frau Michelle schreibt ein eigenes Buch. Laut Penguin Random House, das mehrheitlich Bertelsmann gehört, wollen die Obamas einen "signifikanten Teil" ihres Honorars und eine Mio Exemplare der Bücher an wohltätige Organisationen spenden. Die gespendeten Bücher sollen an Kinder aus armen Familien verteilt werden.
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Pearson will Sprachschule Wall Street English verkaufen.

Pearson 150Pearson plant weitere Einsparungen und will Geschäftsbereiche verkaufen. Konkret sucht der britische Verlagskonzern einen Investor für seine Sprachschule Wall Street English. Auch der Verkauf der 47 % am weltgrößten Buchverlag Penguin Random House ist weiter im Gespräch. Partner Bertelsmann hat grundsätzlich Interesse.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

SAP-Innovationsvorstand Bernd Leukert wird Aufsichtsrat bei Bertelsmann.

Bernd Leukert, SAP 150Bertelsmann beruft SAP-Vorstand Bernd Leukert, 49, in den Aufsichtsrat und verspricht sich davon mehr "Digitalkompetenz im Kontrollgremium". Er verantwortet bei SAP Produktentwicklung und Innovationen und sitzt u.a. auch im Aufsichtsrat des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz sowie im Lenkungskreis Industrie 4.0 der Bundesregierung.
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Bertelsmann investiert in chinesischen Finanzdienstleister und Video-App.

BAI Bertelsmann Asia Investments 150Bertelsmann investiert weiter in Asien und beteiligt sich am chinesischen Finanzdienstleister Nongfenqi, berichtet "new business". Bertelsmann Asia Investments führt die Finanzierungsrunde B über umgerechnet rund 13,6 Mio Euro an. Zudem steigt Bertelsmann in einer Frühphasen-Finanzierung bei der chinesischen Video-App Vue ein.
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"New Business": Bertelsmann will Penguin Random House nicht allein übernehmen.

penguin-books150Bertelsmann sucht für den Buch-Konzern Penguin Random House einen neuen Mit-Investor, berichtet "New Business". Der neue Partner solle 25 bis 30 % an PHR übernehmen. Derzeit hält Bertelsmann 53 % am Großverlag, 47 % liegen bei Pearson. Das britische Unternehmen hatte Mitte der Woche bekannt gegeben, bei PRH aussteigen zu wollen.
new-business.de, turi2.de (Background)
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Penguin Random House: Pearson verkaufsbereit, Bertelsmann erneuert Interesse.

bertelsmannpenguinrandomhouse600Hat den Pinguin immer noch zum Fressen gern: Bertelsmann bekräftigt sein Interesse an den von Pearson gehaltenen 47 % an Penguin Random House. Partner Pearson hat heute angekündigt, seinen Anteil verkaufen zu wollen. 53 % am weltgrößten Publikumsverlag hält Bertelsmann bereits. Der Preis ist offenbar noch nicht ausgehandelt: Der Konzern aus Gütersloh wolle zugreifen, "sofern die wirtschaftlichen Konditionen angemessen sind", taktiert Bertelsmann-Boss Thomas Rabe.

Bei Pearson läuft das Geschäft auch nach dem Verkauf der "Financial Times" und des "Economist" sowie einem radikalen Sparkurs noch nicht rund. Parallel zu der Ankündigung der Verkaufsabsicht gab das Unternehmen am Mittwochfrüh einen Gewinnrückgang bekannt und senkte die Didivenden für Aktionäre - das klingt nach einer günstigen Verhandlungsposition für Bertelsmann.
spiegel.de, bloomberg.com (Pearson), presseportal.de (Bertelsmann), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Bertelsmann verliert Anschluss an die größten Medienunternehmen der Welt.

Lutz Hachmeister-150Bertelsmann hat es versäumt einen Streamingdienst aufzubauen, sagt IfM-Direktor Lutz Hachmeister. Auch habe das Unternehmen nie ein Hollywood-Studio gekauft und den Games-Bereich vernachlässigt. Deshalb habe Bertelsmann den Anschluss an die größten Medienunternehmen der Welt verloren. Auch andere deutsche Unternehmen stagnieren laut Hachmeister.
horizont.net, "Horizont" 2/2017, S. 20 (Paid)Kommentieren ...

Territory trennt sich von Medienfabrik-Mitarbeitern.

territory 150Territory zahlt Mitarbeitern der früheren Medienfabrik kein Weihnachtsgeld und trennt sich von Personal. Geschäftsführer Stefan Postler spricht von "nicht erreichten Zielen" beim Content-Marketing-Dienstleister von Gruner + Jahr – nach Jahren des Wachstums der Medienfabrik stagniert das Geschäft. Von mehreren Mitarbeitern will sich Postler trennen. Offenbar sind jene betroffen, die den digitalen Wandel nicht mitmachen wollen. turi2 konnte auf Nachfrage bei Postler und bei Territory nicht klären, ob nur Mitarbeiter der Ex-Medienfabrik oder von ganz Territory betroffen sind. Die Medienfabrik ist im Januar 2016 von der Bertelsmann-Tochter Arvato zu G+J gewechselt.
nw.de, turi2 - eigene Infos4 Kommentare

"Süddeutsche Zeitung": Nach Facebook-Leak sucht Arvato nach undichten Stellen.

arvato-150Arvato, für die Löschung anstößiger Inhalte von Facebook beauftragter Dienstleister, sucht nach der Enthüllung der Arbeitsumstände und Löschregeln nach undichten Stellen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Das Blatt zitiert Informanten aus dem Unternehmen, die von "heller Aufregung" sprechen. Womöglich könnten Schadenersatz-Klagen ehemaliger Mitarbeiter auf Arvato zukommen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

rtv erhöht Auflage von "Land & Leute" in Nürnberg.

land-und-leute-150-rtvrtv bringt seine landlustige Beilage Land & Leute künftig in den Gesamtauflagen von "Nürnberger Nachrichten" und "Nürnberger Zeitung" unter - bisher liegt das Supplement nur jeweils einer Teilauflage bei. Die Nürnberger nehmen nun 220.000 statt 60.000 Exemplare ab. Damit stabilisiert sich die Auflage von "Land & Leute" deutlich über der Mio-Marke.
per MailKommentieren ...

"SZ-Magazin" deckt Lösch-Regeln und prekäre Arbeitsbedingungen bei Facebook auf.

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#insideFacebook: Das "SZ-Magazin" landet einen Facebook-Scoop und veröffentlicht die bisher geheimen Lösch-Regeln des sozialen Netzwerks. Das Magazin berichtet auch über die prekären Arbeitsbedingungen der 600 Lösch-Arbeiter von Bertelsmann-Tochter Arvato in Berlin, die über kritische Inhalte den Daumen heben oder senken. Sie klagen über Zeitdruck und psychisch anstrengende Arbeit bei unzureichender Betreuung und Bezahlung nur knapp über dem Mindestlohn. Einige der Mitarbeiter sind Flüchtlinge, die dem Syrien-Krieg entkommen sind und nun in Sekundenschnelle Enthauptungs-Videos bewerten müssen.

Fragwürdig sind auch die Lösch-Regeln, die etwa extreme Gewaltdarstellungen in Bildern erlauben und Beiträge nur in Verbindung mit bestimmten Text-Versatzstücken für die Verbreitung auf Facebook disqualifizieren. Demnach dürfen Flüchtlinge etwa als "dreckige Diebe" beschimpft werden, nicht aber als Mörder oder Vergewaltiger. Das "SZ-Magazin" zitiert Mitarbeiter, die Kinderporno-, Folter- und Tiersex-Videos anschauen müssen und sich von Facebook, bzw. Arvato bei der Bewältigung der traumatischen Bilder allein gelassen fühlen.
sueddeutsche.de (Paid), sueddeutsche.de, bild.de (Zusammenfassungen)Kommentieren ...

Meedia: Funke will Bertelsmann-Druckaufträge doch nicht "überprüfen".

VDZ-Logo-150VDZ-Streit: Funke-Chef Manfred Braun nimmt von dem Plan abstand, Druckaufträge, die bisher bei Bertelsmann liegen, zu überprüfen, sprich neu zu vergeben, berichtet Meedia. Im Hintergrund geht es um den Streit um die Vergabe der VDZ-Präsidentschaft an Stephan Holthoff-Pförtner. Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr und andere Hamburger Verlage kritisieren die Wahl Holthoff-Pförtners und treten beim VDZ kürzer.
meedia.de, turi2.de (Background)

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Renner: Funke überprüft Druckverträge bei Bertelsmann-Tochter Prinovis – angeblich wegen VDZ-Streit.

Funke
Unter Druck: Funke überprüft auf Geheiß von Manfred Braun seine Druckverträge bei der Bertelsmann-Tochter Prinovis - angeblich eine Folge des Streits um den neuen VDZ-Präsidenten Stephan Holthoff-Pförtner, schreibt Kai-Hinrich Renner. Ein Grund könnte sein, dass zu Bertelsmann nicht nur Prinovis, sondern auch der VDZ-abtrünnige Verlag Gruner + Jahr gehört. G+J-Chefin Julia Jäkel habe Braun gemeinsam mit "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser vorgeworfen, im Vorfeld der VDZ-Wahl gelogen zu haben. Das habe Braun sehr gekränkt.

Betroffen von dem Schritt wären vor allem die Magazine, die Funke 2014 von Springer kaufte - unter anderem "Bild der Frau" und "TV Digital". Weder Bertelsmann noch Funke wollen das Geschehen kommentieren. Auf "allerhöchster Ebene" sollen sich mittlerweile aber auch Ex-VDZ-Präsident Hubert Burda und Bertelsmann-Hauptgesellschafterin Liz Mohn um eine Beilegung des Konflikts bemühen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Bertelsmann mit Rekordergebnis nach dem 3. Quartal 2016.

Bertelsmann
Bärenstarke Bertelsmänner: Das Unternehmen aus Gütersloh präsentiert nach nur neun Monaten 2016 ein neues operatives Rekordergebnis und macht in dieser Zeit 12 Mrd Euro Umsatz. Trotz anfänglichen Verlusten in Digital- und Neugeschäften von etwa 80 Mio Euro verbessert der Konzern das operative Ergebnis um 38 Mio Euro auf 1,63 Mrd Euro. Dabei geholfen haben vor allem das TV-, Musik- und Dienstleistungsgeschäft und die gebündelten Digitalfonds wie Bertelsmann Asia Investments.

Bereits im ersten Halbjahr 2016 hatte Bertelsmann einen Rekordumsatz von 8 Mrd Euro gemacht. Vorstandsvorsitzender Thomas Rabe sieht daher auch gelassen dem Gesamtjahresergebnis entgegen: "Der positive Geschäftsverlauf hat sich fortgesetzt. Bertelsmann ist so ertragsstark wie nie zuvor".
presseportal.de, turi2.de (Background 1. Halbjahr 2016)Kommentieren ...

"Handelsblatt": Gericht eröffnet Verfahren gegen Thomas Middelhoff und Ex-Arcandor-Aufsichtsräte.

thomas-middelhoff150Thomas Middelhoff muss erneut vor Gericht: Das Landgericht Essen eröffnet das Hauptverfahren gegen Middelhoff sowie acht frühere Aufsichtsräte des Handelskonzerns Arcandor, schreibt das "Handelsblatt". Middelhoff soll als Vorstandschef 2008 einen Bonus von 2,3 Mio Euro erhalten haben. Das Gericht wirft den Aufsichtsräten vor, Boni nach Lust und Laune ausgeschüttet zu haben. Middelhoff müsse sich wegen der Anstiftung zur Untreue verantworten.
"Handelsblatt", S. 26 (Paid)Kommentieren ...

Studie: ARD besitzt größte Meinungsmacht in Deutschland.

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Meinungsmacht über Gebühr: Der Einfluss der ARD auf die Meinungsbildung in Deutschland ist größer als der von Bertelsmann und Springer zusammen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Medienanstalten, über die das "Handelsblatt" und DWDL vorab berichten. Demnach vereint die ARD mit ihren neun Landesrundfunkanstalten 21,8 % der Meinungsmacht auf sich. Dafür verantwortlich ist nicht zuletzt die Stärke der ARD-Radios, die laut Studie mehr als die Hälfte des Hörfunkmarktes dominieren. Bertelsmann kommt u.a. mit den Sendern der Mediengruppe RTL sowie Gruner + Jahr auf 12,1 %, Springer vereint mit N24, "Bild" und "Welt" 7,9 % der Meinungsmacht auf sich. Dahinter folgen das ZDF und ProSiebenSat.1 mit 7,8 bzw. 7,6 %. Bis auf das ZDF haben die fünf stärksten Medienunternehmen jedoch seit 2013 an Einfluss verloren.

Die Mediengattung mit dem größten Einfluss bleibt mit 35,7 % das Fernsehen, 2011 waren es noch 40,3 %. Online-Medien kommen auf 22,3 %, Tageszeitungen liegen mit 20,7 % stabil auf Platz drei, dahinter das Radio mit 18,7 %. Bei den jungen Nutzern zwischen 14 und 29 Jahren ist dagegen das Internet mit 46 % das meinungsstärkste Medium, gefolgt vom TV, Radio und Tageszeitungen. Google kommt laut Medienvielfaltsmonitor bei der Suche auf mehr als 90 % Marktanteil, YouTube dominiert den Videomarkt mit 80,9 %. Die Medienwächter betrachten ihre Studie als "Frühwarnsystem" für Fehlentwicklungen auf dem Medienmarkt. (Foto: ARD/Herby Sachs)
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Bertelsmann übernimmt US-Gesundheits-Fortbilder Swank Healthcare und AHC Media.

bertelsmann-education-groupBertelsmann Education Group kauft weitere Bildungsanbieter im Gesundheitswesen zu. Bertelsmann-Tochter Relias Learning übernimmt die US-Firmen Swank Healthcare und AHC Media, die beide Inhalte zur Fortbildung von Mitarbeitern in Krankenhäusern und Arztpraxen anbieten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
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Bertelsmann steigt bei indischem Online-Möbel-Händler ein.

pepperfry-150Bertelsmann investiert in den indischen Möbel-Marktplatz Pepperfry.com. Gemeinsam mit Goldman Sachs, Zodius Capital und Norwest Venture Partners beteiligt sich Bertelsmann an einer Finanzierungsrunde über insgesamt rund 31 Mio Dollar. Pepperfry ist laut Bertelsmann der führende digitale Marktplatz für Möbel und Wohnaccessoires in Indien.
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Meinung: Bertelsmann steht RTL Group bei der digitalen Aufholjagd im Weg.

rtl-groupBertelsmann hält die RTL Group bei Zukäufen und Fusionen an der kurzen Leine, beobachtet Hans-Peter Siebenhaar. Das Digital-Geschäft mache nicht zuletzt deshalb unter 10 % des Umsatzes aus. RTL schütte zur Freude der Aktionäre zwar regelmäßig eine hohe Dividende aus, sinnvoller wären aber digitale Zukäufe, um schnellere Fortschritte im Wettbewerb mit ProSiebenSat.1 zu machen.
"Handelsblatt", S. 34 (Paid)Kommentieren ...

Bertram Stausberg könnte Bertelsmann verlassen.

bertram_stausberg_150Bertelsmann: Bertram Stausberg ist im Begriff, das Unternehmen zu verlassen, hört Gregory Lipinski. Thomas Rabe hat die Druckgeschäfte von Arvato und Be Printers Anfang des Jahres im Unternehmensbereich Bertelsmann Printing Group zusammengeführt, den Stausberg gemeinsam mit Axel Hentrei leitet. Die Zusammenarbeit laufe nicht konfliktfrei, außerdem habe Stausberg sich die alleinige Leitung erhofft.
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