Springer verteilt zum 65. "Bild"-Geburtstag 41 Mio Gratis-Zeitungen an alle Haushalte.

Bild zwangsbeglückt ganz Deutschland mit einer Gratis-Ausgabe zum 65. Geburtstag. Die Deutsche Post liefert 41 Mio Exemplare an alle deutschen Haushalte. In der Sonderausgabe, die parallel zur regulären, tagesaktuellen "Bild" erscheint, schreiben u.a. Angela Merkel und Martin Schulz über ihr Deutschland und Europa. Im Gegensatz zu früheren Gratis-Ausgaben hat Springer auf eine große, öffentliche Ankündigung im Vorfeld verzichtet - und sich damit logistisch aufwendige Zustellverweigerer vom Hals gehalten.
axelspringer.de, meedia.deKommentieren ...

"Horizont": Jung von Matt betreut Kampagne für die "Bild".

Jung von Matt arbeitet laut "Horizont" künftig wieder für die "Bild": Die Agentur gewinnt demnach in einem Pitch die Journalismus-Kampagne der Zeitung. Jung von Matt hat 20 Jahre lang bis 2014 für die "Bild" gearbeitet. Seitdem hat VCCP das Springer-Blatt als Leadagentur betreut. Ende 2016 kündigte Springer an, künftig nur noch projektbezogen mit Agenturen zusammenzuarbeiten.
horizont.netKommentieren ...

"Zeit"-Interview: Ex-"Bild"-Chef Günter Prinz findet "Bild" heute langweilig.

Günter Prinz, 87, von 1971 bis 1981 Chef der "Bild", geht im Interview mit der "Zeit" hart mit den heutigen Machern des Boulevard-Blatts ins Gericht: Er lese die Zeitung nicht mehr, weil sie ihm zu langweilig sei. Prinz, der in der Zeit der Studentenbewegung zeitweise Bodyguards hatte, verteidigt überspitzte Schlagzeilen aus der Zeit. Wenn von 10.000 Schlagzeilen 100 misslungen seien, finde er das zwar schlimm, "aber die Quote ist halbwegs okay".

Günter Prinz gibt den Verlegern von "stern", "Spiegel" und "Zeit" eine Mitschuld daran, dass 1968 Steine und Brandsätze gegen das Springer-Hochhaus flogen. Zwar habe niemand gewollt, dass Steine fliegen, die Kampagne gegen Springer sei "ohne die publizistische Unterstützung der anderen großen Blätter" nicht möglich gewesen.
"Zeit", 26/2017, zeit.de (Vorab) Kommentieren ...

BuzzFeed: Angebliche Freundin von Andreas Lubitz hat ihre Geschichte wohl erfunden.


"Bild" als Betrugs-Opfer? BuzzFeed gibt neue Hinweise darauf, dass die angebliche Freundin von Germanwings-Pilot Andreas Lubitz ihre Geschichte erfunden und "Bild" getäuscht hat. Petra Sorge schreibt, dass Maria W. auch RTL ein Interview angeboten habe. Der Reporter des Senders hatte aber demnach erhebliche Zweifel an der Geschichte der Frau und der Beziehung zu Lubitz. Auch die Identität der Frau habe sich als gefälscht herausgestellt.

"Bild" will sich "zu Quellen und redaktionellen Abläufen" gegenüber BuzzFeed nicht äußern, besteht aber darauf, Lubitz' angebliche Freundin korrekt zitiert zu haben. Die Frau war in "Bild" als Flugbegleiterin und Lubitz' Ex-Freundin aufgetreten. Laut BuzzFeed arbeitet sie stattdessen wohl als PR-Managerin. Sie hatte den Todespiloten als aggressiv beschrieben und Lubitz mit den Worten zitiert: "Eines Tages wird jeder meinen Namen kennen."
buzzfeed.com, meedia.de turi2.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild", Spiegel Online, Sky und Vice ziehen erste Snapchat-Bilanz.

Snapchat: Die deutschen Medienpartner ziehen nach zwei Monaten eine erste positive Bilanz zur Dicover-Rubrik. "Bild", Spiegel Online, Sky und selbst Vice freuen sich über neue Kontakte zu jungen Nutzern, nennen aber keine konkreten Zahlen zu Abrufen. Alle sprechen von übertroffenen Erwartungen und steigenden Abrufzahlen. Bei "Bild" liegt die Verweildauer pro Edition nach eigenen Angaben bei mehr als 30 Sekunden.
horizont.net, turi2.de (Background)1 Kommentar

"Bild" reagiert auf Kohls Tod wie ein Nachrichtensender.

Bild.de reagiert blitzschnell auf den Tod von Helmut Kohl mit einer Video-Sondersendung. Knapp eine halbe Stunde nach der ersten Eilmeldung geht "Bild Daily Spezial" live – mit historischen Kohl-Aufnahmen, Schalten und Studiogästen. Die Sendung läuft im Web, mobil und bei Facebook mit Live-Untertiteln, sodass Zuschauer sie auch ohne Ton verfolgen können. Welt.de greift auf N24 zurück, das wie n-tv live sendet. Andere Onlinemedien stellen vorbereitete Nachrufe und Bildergalerien online. Die "Tagesschau" sendet zügig eine umfangreiche Spezialausgabe. Das Verkehrsministerium stoppt seine "FAZ"-Kampagne mit leeren Todesanzeigen.
bild.de, turi2 – eigene Beobachtung, meedia.de ("FAZ"-Kampagne)

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Tom Drechsler wird der neue, starke Auto-Chef der "Bild"-Gruppe.


Vorfahrt für Drechsler: Springer parkt die komplette Auto-Berichterstattung der "Bild"-Gruppe in einem "Kompetenzcenter Auto" – mit Chefredakteur Tom Drechsler, 52 (links), am Lenkrad. Drechsler steuert die benzingeschwängerten Themen markenübergreifend mit 180 Mitarbeitern auf der Rückbank. Drechsler ist momentan noch Beifahrer Stellvertreter von "Bild am Sonntag"-Chefredakteurin Marion Horn. "Auto Bild"-Chefredakteur Bernd Wieland (rechts) bleibt als Chefredakteur Neue Formate an Bord.

Dem neuen Kompetenzcenter – und damit Chefredakteur Drechsler – unterstehen die "Auto Bild"-Titel, die Autoressorts bei "Bild", "Bild am Sonntag" und "B.Z." gedruckt und digital. Drechsler wird damit zu einer Art Super-Chefredakteur ähnlich wie Julian Reichelt, der seit Februar Vorsitzender der "Bild"-Chefredaktionen ist. Wieland muss sich künftig unterordnen: Er behält die Chefredaktion von "Auto Bild Klassik" und darf sich neue Titel und Projekte ausdenken. Das Kompetenzcenter ist in Hamburg angesiedelt, 292 Auto-Kilometer von der Berliner Konzernzentrale entfernt.
axelspringer.de, kress.deKommentieren ...

Bild.de zeigt umstrittene Arte-Doku über Antisemitismus.

Bild zeigt die Doku über Antisemitismus in Europa und dem Nahen Osten, die Arte und der WDR nicht zeigen wollen. Für 24 Stunden ist der 90-minütige Film auf Bild.de zu sehen. Bild.de-Chef Julian Reichelt sieht sich aus historischer Verantwortung verpflichtet, "den Unsäglichkeiten entschlossen entgegenzutreten, die diese Dokumentation belegt". Arte hatte die Doku bestellt, lehnt die Ausstrahlung jedoch ab, weil es an "Ausgewogenheit" mangele und die gelieferte Sendung nicht dem bestellten Auftrag entspreche.
bild.de (Hintergrund und 93-Min-Video), meedia.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Zitat: Hans-Wilhelm Saure will Infos zur Nazi-Vergangenheit ehemaliger Ministeriums-Mitarbeiter.

"Es kann nicht sein, dass ein Bundesministerium sich mit der Nazi-Vergangenheit ehemaliger Mitarbeiter beschäftigt, die Ergebnisse dann aber unter Verschluss hält. Das ist absurd."

"Bild"-Chefreporter Hans-Wilhelm Saure pocht weiter auf das Informationsfreiheitsgesetz. Seit sechs Jahren hält das Landwirtschaftsministerium die Namen NS-belasteter Ex-Mitarbeiter geheim, Ende Juni entscheidet das Bundesverwaltungsgericht über den Fall.
kress.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Basta: Springer verschenkt "Bild" in den heimischen Briefkasten.

"Bild" bettelt: Springer will mit allen Mitteln bunt bedrucktes Papier unters Volk bringen. Bundesweit wirbt "Bild" auf dem Titel, sich die Zeitung zwei Jahre nach Hause liefern zu lassen. Wer sich erbarmt, bekommt 250 Euro per Verrechnungsscheck – bei einem Copypreis von 0,90 Euro der Gegenwert von knapp einem Jahr "Bild"-Zeitung.
"Bild", S. 1, lesershop24.deKommentieren ...

"Bild"-Reporter starten einen Polizei-Podcast.

Blut, Blaulicht und Berlin: "Bild" probiert sich weiter im Audio-Geschäft und startet den Podcast Sicherheit für die Ohren. Die Berliner Polizeireporter Peter Rossberg, 37 (links), und Axel Lier, 41, sprechen in der Premiere 38 Minuten über Fehler im Fall Anis Amri und die Affäre um mangelhafte Polizei-Schießstände.

Beide Reporter sprechen frei von der Leber weg, setzen aber viel landespolitisches Wissen voraus. Rossberg ist Investigativ- und Kriminalreporter bei "Bild", Lier arbeitet für "Bild" und die "B.Z.". Beide verweisen in ihrer ersten Folge auf den experimentellen Charakter. "Bild" bietet im Audio-Bereich die professionell gesprochene News-Sendung Daily und ist mit Anwendungen auf Amazons Lautsprecherbox Alexa vertreten. Chefredakteur Julian Reichelt hatte Ende 2016 bei turi2.tv Radio-Experimente angekündigt. (Foto: "Bild")
bild.de, facebook.com, soundcloud.com (38-Min-Audio), turi2.de (Video-Interview Reichelt)

Julian Reichelt im Dezember 2016 u.a. zu den Radio-Plänen:
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Ulrike Simon findet die Ausbeute nach 100 Tagen "Bild"-Ombudsstelle mager.

Magere Ausbeute bescheinigt Ulrike Simon dem "Bild"-Ombudsmann Ernst Elitz nach 100 Tagen Amtszeit. Simon schreibt, sie habe von Beginn an gezweifelt, ob Elitz die richtige Besetzung sei, er betreibe "Selbst-Behauptungsjournalismus" und "Wenn-ich-das-sage-dann-stimmt‘s-und-basta-Arroganz". Moritz Tschermak nennt im Bildblog Themen, zu denen Elitz seiner Meinung nach hätte Stellung beziehen müssen, etwa sexistische Tipps, Enten und reißerische Falschinformationen.
daily.spiegel.de (Paid), bildblog.deKommentieren ...

"Bild" startet Brustkrebs-Portal für Patienten und Angehörige.

bild bildlogoBild stellt Brustkrebs - das Gesundheitsportal ins Netz. Auf der Website sollen Brustkrebs-Patienten und deren Angehörige Hilfe und Rat finden. Dafür kooperiert Springers Boulevardblatt mit der Deutschen Krebsgesellschaft und dem Pharma-Riesen Pfizer Deutschland – der Konzern schaltet auf dem Portal Werbung. Die Seite will Patienten vom Brustkrebs-Verdacht über die Therapie bis zur Nachsorge begleiten.
presseportal.de, bild.deKommentieren ...

Zitat: DJV-Chef Frank Überall fordert ein Presse-Auskunftsrecht auf Bundesebene.

"Bald ist Bundestagswahl. Lasst die Parteien wissen, dass wir ein Presseauskunftsrecht fordern."

DJV-Chef Frank Überall verlangt ein verbindliches Auskunftsrecht auf Bundesebene. Anlass ist der Vorwurf von "Bild" an das Bundesamt für Verfassungsschutz, die Zeitung belogen zu haben. Dies müsse Folgen haben, sagt Überall.
twitter.com, facebook.com (Bundesamt für Verfassungsschutz)Kommentieren ...

Champions League läuft ab 2018 nur noch im Pay-TV.

Das Runde muss ins Pay-TV: Die Champions League läuft ab 2018 nur noch auf Bezahlsendern, meldet die "Bild". Obwohl die Verhandlungen mit der Uefa noch nicht abgeschlossen seien, steht das Ergebnis laut "Bild" und "Kicker" bereits fest: Nur der Bezahlsender Sky sowie der Streaming-Dienst Dazn sind bereit, rund 600 Mio Euro für die Übertragungsrechte von 2018 bis 2021 aufzubringen. Demnach wäre kein Spiel der sogenannten "Königsklasse" mehr im Free-TV zu sehen. Beobachter hatten eine derartige Entwicklung schon befürchtet.

Einzige Ausnahme: Bei einem Finale mit deutscher Beteiligung muss dieses laut Rundfunkstaatsvertrag frei übertragen werden. Diese Aufgabe bliebe im Fall der Fälle wohl an Sky hängen, das mit Sky Sport News auch über einen frei empfangbaren Kanal verfügt.
"Bild", S. 13 (Paid), kicker.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild" adelt Luther mit Sonderausgabe zum Popstar.

Bild geht unter die Gläubigen und adelt Martin Luther anlässlich des 500. Reformations-Jubiläums zum "ersten deutschen Popstar". Luthers 18-seitige Boulevard-Bewunderung erscheint gratis in den "Kernländern der Reformation", von heute bis Mittwoch liegt sie allen ostdeutschen Ausgaben von "Bild" und "B.Z." bei. Zusätzlich wird die "LutherBild" auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag verteilt; die Gesamtauflage beträgt rund 1 Mio Exemplare.
axelspringer.deKommentieren ...

McKinsey rechnet nach "Bild"-Enthüllung 280.000 Euro weniger Beratungsleistung an Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ab.

McKinsey korrigiert seine Abrechnung an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge um 280.000 Euro nach unten, nachdem die "Bild" aufgedeckt hat, dass die Beratungsfirma Praktikanten wie normale Berater abgerechnet hat. Es handele sich um ein "internes Büroversehen."
"Bild am Sonntag", S. 9 (Paid)Kommentieren ...

Focus-Online-Chef Daniel Steil wehrt sich gegen Vorwürfe von Springer.

Daniel Steil, Chefredakteur bei Focus Online, bezieht im "Handelsblatt"-Interview Stellung zur Klage der "Bild" wegen vermeintlichen Content-Diebstahls. Wie in der Klageerwiderung seines Hauses spricht Steil von "branchenüblichen" Verhalten. Ziel seiner Redaktion sei es, "Wissen zu vermitteln und Inhalte anzubieten, die unsere Nutzer interessant finden". Die Klage habe ihn verwundert, da sowohl Burda als auch er persönlich ein gutes Verhältnis zu Springer pflegten.
.handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Julian Reichelt erklärt die Klage.
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Zitat: Streit zwischen Focus Online und "Bild" schadet der gesamten Branche, kritisiert Georg Altrogge.

"Wohl niemand beim gedruckten 'Focus' käme auf die Idee, sich eine Exklusivstory des 'Spiegel' zu schnappen und diese einfach mit Hinweis auf das Hamburger Nachrichtenmagazin nachzuerzählen."

Meedia-Chef Georg Altrogge kritisiert, Focus Online verteidige "mit juristischen Spitzfindigkeiten" unmoralisches Verhalten. Der Streit, besonders wenn er vor Gericht ausgetragen werde, schade der gesamten Branche.
meedia.de Kommentieren ...

Focus Online wehrt sich gegen "Bild"-Klage wegen Inhalte-Diebstahls.

Focus Online weist den Vorwurf des Content-Klauens zurück: Das Online-Portal will die Klage von "Bild" abschmettern und reicht Erwiderung beim Landgericht Köln ein. Aus Inhalten anderer zu zitieren, sei branchenüblich. "Bild" feiere sich sogar für die Aufmerksamkeit, die ihre Artikel in anderen Medien erfahren. Bei Springer sehen sie es anders: Den Verlag nervt, dass Focus Online innerhalb von Minuten Bezahlinhalte aufgreift und gratis verbreitet.
per Mail, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv
von turi2.tv: Julian Reichelt erklärt die Klage.
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"Bild" verliert Video-Streit gegen Herbert Grönemeyer.

Bild verliert auch die Berufung im Streit um ein vermeintliches Prügel-Video mit Herbert Grönemeyer. Das Oberlandesgericht Köln urteilt, dass das Paparazzi-Video einen Angriff des Sängers auf die Fotografen "bewusst unvollständig" darstellt. Bild.de hatte 2014 gezeigt, wie Grönemeyer scheinbar ohne Grund auf die Paparazzi losgeht. Dass er zuvor schon auf der Herrentoilette beobachtet wurde und den Fotografen sagte, dass er privat hier sei, zeigt das Video nicht. Springer redet sich das Urteil schön und sieht sich "in unserer Berichterstattung über derartige Vorfälle auch im Videobild grundsätzlich bestätigt".
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild" beansprucht erfolgreiche Regeländerung für Journalisten beim Confederations Cup für sich.

Bild rühmt sich damit, die Fifa und Wladimir Putin zum Einlenken gebracht zu haben. Nach einem "Bild"-Bericht, wonach akkreditierte Journalisten beim Confederations Cup in Russland nur über das Sportereignis berichten dürften, hätten die Organisatoren die Klausel aufgehoben. Journalisten dürften nun "ohne jede Einschränkung frei arbeiten".
"Bild", S. 11 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild" und "Bild am Sonntag" verlieren an harter Auflage, "Junge Freiheit" und "Freitag" gewinnen.

Tageszeitungen verlieren im ersten Quartal 2017 laut IVW durchweg an Auflage. "Bild" büßt bei der harten Auflage im Jahresvergleich rund 195.000 Exemplare ein, ein Rückgang von 10,7 %, und das, obwohl die neue Sportzeitung "Fußball Bild" in die Auflage eingerechnet ist. Auch "Bild am Sonntag" setzt am Kiosk und im Abo knapp 11 % weniger Zeitungen ab. Zuwächse verzeichnen bei den Wochenzeitungen nur die "Junge Freiheit" und der "Freitag".
meedia.de1 Kommentar

Snapchat Discover startet in Deutschland mit "Bild", Spiegel Online, Sky und Vice.


Zugeschnappt: "Bild", Spiegel Online, Sky Sport und Vice sind die ersten Medien im deutschen Angebot von Snapchat Discover, schreiben Giuseppe Rondinella bei horizont.net und Marvin Schade bei Meedia. Heute startet das Angebot der kuratierten Snapchat-News in Deutschland. Die Inhalte der vier Medienpartner sind jeweils 24 Stunden verfügbar und erscheinen zu unterschiedlichen Zeiten. Vice legt bereits morgens um 6.00 Uhr los, Sky schickt seine Sport-News um 17.00 Uhr raus, "Bild" um 18.00 und Spiegel Online um 19.00 Uhr. Weitere Medienpartner sollen in den kommenden Monaten dazukommen.

Die Verhandlungen haben sich lange hingezogen, berichten Meedia und Horizont Online, u.a. gab es Streit über das Finanzielle. Insbesondere "Bild" habe höchsten Wert auf eigenständige Vermarktung gelegt. Nick Bell, Content-Chef bei Snap, sagt bei Horizont.net zwar, es sei "keine Überzeugungsarbeit nötig gewesen", die deutschen Publisher hätten aber Zeit gebraucht, "das Produkt und die Monetarisierungsmöglichkeiten zu verstehen". Eine pauschale Vergütung bekommen die Medienpartner demnach nicht, stattdessen teilt Snap sich die Einnahmen aus bildschirmfüllenden Anzeigen – u.a. von der Bundeswehr – mit den deutschen Medien.
horizont.net (Rondinella), meedia.de (Schade), spiegel.de, "Bild", S. 1 (Paid), businessinsider.deKommentieren ...

Kai Diekmann wird Berater beim Taxi-Schreck Uber.

Kai Diekmann, hier 2012 bei einer Oldtimer-Spritztour, steigt ins Uber-Taxi und wird Berater des umstrittenen US-Startups. (Foto: Daino Cristini / ROPI / Picture Alliance)

Anschnallen, Kai kommt: Kai Diekmann landet wie viele Journalisten im Taxigewerbe und berät künftig Uber. Der frühere "Bild"-Herausgeber und -Chefredakteur wird Mitglied im Public Policy Advisory Board des Taxi-Schrecks, berichten Stephan Dörner bei t3n.de und Martin U. Müller im "Spiegel" – Uber bestätigt. Das Gremium trifft sich einmal im Jahr im Silicon Valley. Auch die frühere EU-Kommissarin Neelie Kroes ist Mitglied des Boards. Der Uber-Job wird nach turi2-Informationen nur eine Nebentätigkeit für Kai Diekmann. Er sitzt auch in Beiräten der "Times" aus London und der türkischen Zeitung "Hürriyet".

Diekmann soll offenbar vorerst nicht offensiv Lobbyarbeit betreiben, sondern zwischen den USA und Europa "übersetzen". Diese Übersetzungsarbeit hat Uber auch nötig: In Deutschland ist der Dienst nicht aktiv und gesetzlich de facto verboten. Das Geschäft mit der Fahrten-Vermittlung ist mit einem Minus von 2,8 Mrd US-Dollar im vergangenen Jahr noch hoch defizitär. In den vergangenen Wochen hatte Uber zudem eine Menge Ärger wegen Sexismus-Vorwürfen und einer Klage von Google. Kai Diekmann sah sich nach seinem Ausscheiden bei Springer mit dem Vorwurf der sexuellen Belästigung konfrontiert.
t3n.de, spiegel.de, bloomberg.com (Geschäftszahlen), turi2.de (Background Uber), turi2.de (Background Diekmann)Kommentieren ...

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Staatsanwalt konkretisiert Aussagen im Streit zwischen "Zeit" und "Bild" zu Lubitz-Freundin.


Wer hat's erfunden: "Bild" hat die Aussagen zur angeblichen Ex-Freundin von Germanwings-Piloten Andreas Lubitz nicht erfunden, betont Staatsanwalt Christoph Kumpa auf turi2-Nachfrage. Diese Einschätzung habe er auch der "Zeit" gegeben. "Mir liegen vielmehr Anhaltspunkte vor, dass diese Frau existiert, da sie nach meinem Kenntnisstand versucht hat, einem anderen Medienvertreter offenbar dieselbe Geschichte zu 'verkaufen'", so der Staatsanwalt.

Kontakt zur "Bild" habe Kumpa nicht aufgenommen, da offensichtlich gewesen sei, dass die Frau ihre Identität nicht preisgeben wolle. Am Donnerstag warf die "Zeit" der "Bild" in einem Beitrag schlechte Recherche vor. Daraufhin konterte unter anderem Bild.de-Chef Julian Reichelt, die "Zeit" habe Christoph Kumpa falsch zitiert. Die "Zeit" hatte Kumpa mit dem Satz zitiert: "Ich gehe davon aus, dass ihre Geschichte erfunden ist."
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Julian Reichelt: "Zeit" zitiert Staatsanwalt falsch und ignoriert "Bild"-Statement.

Julian Reichelt wirft der "Zeit" vor, den Düsseldorfer Staatsanwalt Christoph Kumpa falsch zitiert zu haben. Kumpa habe "Bild" keine schlechte Recherche vorgeworfen und nicht behauptet, dass "Bild" die Geschichte über Andreas Lubitz angebliche Ex-Freundin Maria W. erfunden habe. Dies zeige ein Statement des Boulevardblatts gegenüber der "Zeit". "Bild" hält an der Geschichte fest. "Zeit"-Autorin Petra Sorge habe unsauber gearbeitet, meint Bild.de-Chef Reichelt bei Twitter. Auch "Welt"- Wirtschaftsjournalistin Anette Dowideit‏ wirft der "Zeit" "Borderline-Berichterstattung" vor. Kollegen seien zu Unrecht beschuldigt worden, falsch berichtet zu haben. turi2 hatte berichtet, Kumpa habe "Bild" schlechte Recherche vorgehalten. "Zeit"-Chefredaktionsmitglied Holger Stark weist Reichelts Kritik zurück. Seine Zeitung habe einen Springer-Sprecher zitiert und Kumpa korrekt wiedergegeben.
twitter.com, twitter.com (Reichelt), twitter.com (Dowideit), twitter.com (Stark), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild"-Journalisten sind bei Lubitz-Pressekonferenz nicht erwünscht.

Bild muss bei der Pressekonferenz von Günter Lubitz (Foto) draußen bleiben. Der Vater des Germanwings-Copiloten Andreas Lubitz sperrt Reporter von Springers Boulevardblatt aus, bestätigt der Verlag – und weist demonstrativ auf den trotzdem geführten Liveticker hin. Lubitz' Medienanwalt Andreas Behr meldet sich auf turi2-Nachfrage nicht zurück. "Bild" und Lubitz haben eine juristische Vorgeschichte: Die Familie wehrt sich gegen die Veröffentlichung von Grabstätten-Fotos, das Verfahren läuft noch. Zuletzt wurden Zweifel laut an einem "Bild"-Interview mit einer Frau, die Andreas Lubitz' Ex-Freundin sei.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background), bildblog.de (Background)Kommentieren ...

"Bike Bild" radelt viermal im Jahr zum Kiosk.

Springer schwingt sich regelmäßig auf den Sattel und bringt Bike Bild künftig viermal im Jahr heraus. Die erste Test-Ausgabe im August 2016 hat sich 60.000 mal verkauft und wurde vom Anzeigenmarkt "sehr gut angenommen". Mathias Müller, 50, bisher beim Special-Interest-Verlag Delius Klasing im Fachbereich Fahrrad tätig, wird Redaktionsleiter. Der bisherige Chefredakteur, Christian Steiger, 49, sattelt wieder von zwei auf vier Räder um und konzentriert sich auf seine Aufgaben in der Chefredaktion der "Auto Bild"-Familie, insbesondere auf "Auto Bild Reisemobil".
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Staatsanwalt wirft "Bild" vor, "erfundene" Aussagen im Fall Lubitz zu verbreiten.


Staatsanwalt Christoph Kumpa hat die angebliche Freundin von Andreas Lubitz nicht gefunden – und zweifelt, ob ihre Geschichte in "Bild" stimmt. (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Picture Alliance)

Behörde contra "Bild": Der Düsseldorfer Staatsanwalt Christoph Kumpa wirft "Bild" schlechte Recherche im Fall des Germanwings-Piloten Andreas Lubitz vor. Ein Interview mit der vermeintlichen Ex-Freundin des Piloten ist womöglich falsch, berichtet Petra Sorge in der "Zeit". Ermittler haben die Frau nie aufspüren können. Kumpa geht davon aus, dass die Geschichte von Maria W. "erfunden" ist. Laut ihr war Lubitz aggressiv und habe angekündigt, dass alle bald seinen Namen kennen würden.

Springer nennt Kumpas Vorwurf "rein spekulativ". Die Staatsanwaltschaft habe "Bild" niemals kontaktiert. Zweifel an den Ermittlungen äußert Günter Lubitz, der Vater des Piloten. Er traut seinem Sohn nicht zu, 149 Menschen mit in den Tod gerissen zu haben – und sieht dafür auch keine Beweise. Am Freitag, dem zweiten Jahrestag des Unglücks, will die Familie eine Pressekonferenz geben und ihre Sicht darlegen. Mit "Bild" gab es schon vorher Streit: Die Zeitung druckte ein Foto des Lubitz-Grabs, kurz darauf zündeten Unbekannte die Grabstelle an. Das Kammergericht Berlin verbietet die Verbreitung des Fotos, Springer wehrt sich.
"Zeit" 13/2017, S. 12 (Paid)3 Kommentare