Zitat: DJV-Chef Frank Überall fordert ein Presse-Auskunftsrecht auf Bundesebene.

"Bald ist Bundestagswahl. Lasst die Parteien wissen, dass wir ein Presseauskunftsrecht fordern."

DJV-Chef Frank Überall verlangt ein verbindliches Auskunftsrecht auf Bundesebene. Anlass ist der Vorwurf von "Bild" an das Bundesamt für Verfassungsschutz, die Zeitung belogen zu haben. Dies müsse Folgen haben, sagt Überall.
twitter.com, facebook.com (Bundesamt für Verfassungsschutz)Kommentieren ...

Champions League läuft ab 2018 nur noch im Pay-TV.

Das Runde muss ins Pay-TV: Die Champions League läuft ab 2018 nur noch auf Bezahlsendern, meldet die "Bild". Obwohl die Verhandlungen mit der Uefa noch nicht abgeschlossen seien, steht das Ergebnis laut "Bild" und "Kicker" bereits fest: Nur der Bezahlsender Sky sowie der Streaming-Dienst Dazn sind bereit, rund 600 Mio Euro für die Übertragungsrechte von 2018 bis 2021 aufzubringen. Demnach wäre kein Spiel der sogenannten "Königsklasse" mehr im Free-TV zu sehen. Beobachter hatten eine derartige Entwicklung schon befürchtet.

Einzige Ausnahme: Bei einem Finale mit deutscher Beteiligung muss dieses laut Rundfunkstaatsvertrag frei übertragen werden. Diese Aufgabe bliebe im Fall der Fälle wohl an Sky hängen, das mit Sky Sport News auch über einen frei empfangbaren Kanal verfügt.
"Bild", S. 13 (Paid), kicker.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild" adelt Luther mit Sonderausgabe zum Popstar.

Bild geht unter die Gläubigen und adelt Martin Luther anlässlich des 500. Reformations-Jubiläums zum "ersten deutschen Popstar". Luthers 18-seitige Boulevard-Bewunderung erscheint gratis in den "Kernländern der Reformation", von heute bis Mittwoch liegt sie allen ostdeutschen Ausgaben von "Bild" und "B.Z." bei. Zusätzlich wird die "LutherBild" auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag verteilt; die Gesamtauflage beträgt rund 1 Mio Exemplare.
axelspringer.deKommentieren ...

McKinsey rechnet nach "Bild"-Enthüllung 280.000 Euro weniger Beratungsleistung an Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ab.

McKinsey korrigiert seine Abrechnung an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge um 280.000 Euro nach unten, nachdem die "Bild" aufgedeckt hat, dass die Beratungsfirma Praktikanten wie normale Berater abgerechnet hat. Es handele sich um ein "internes Büroversehen."
"Bild am Sonntag", S. 9 (Paid)Kommentieren ...

Focus-Online-Chef Daniel Steil wehrt sich gegen Vorwürfe von Springer.

Daniel Steil, Chefredakteur bei Focus Online, bezieht im "Handelsblatt"-Interview Stellung zur Klage der "Bild" wegen vermeintlichen Content-Diebstahls. Wie in der Klageerwiderung seines Hauses spricht Steil von "branchenüblichen" Verhalten. Ziel seiner Redaktion sei es, "Wissen zu vermitteln und Inhalte anzubieten, die unsere Nutzer interessant finden". Die Klage habe ihn verwundert, da sowohl Burda als auch er persönlich ein gutes Verhältnis zu Springer pflegten.
.handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Julian Reichelt erklärt die Klage.
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Zitat: Streit zwischen Focus Online und "Bild" schadet der gesamten Branche, kritisiert Georg Altrogge.

"Wohl niemand beim gedruckten 'Focus' käme auf die Idee, sich eine Exklusivstory des 'Spiegel' zu schnappen und diese einfach mit Hinweis auf das Hamburger Nachrichtenmagazin nachzuerzählen."

Meedia-Chef Georg Altrogge kritisiert, Focus Online verteidige "mit juristischen Spitzfindigkeiten" unmoralisches Verhalten. Der Streit, besonders wenn er vor Gericht ausgetragen werde, schade der gesamten Branche.
meedia.de Kommentieren ...

Focus Online wehrt sich gegen "Bild"-Klage wegen Inhalte-Diebstahls.

Focus Online weist den Vorwurf des Content-Klauens zurück: Das Online-Portal will die Klage von "Bild" abschmettern und reicht Erwiderung beim Landgericht Köln ein. Aus Inhalten anderer zu zitieren, sei branchenüblich. "Bild" feiere sich sogar für die Aufmerksamkeit, die ihre Artikel in anderen Medien erfahren. Bei Springer sehen sie es anders: Den Verlag nervt, dass Focus Online innerhalb von Minuten Bezahlinhalte aufgreift und gratis verbreitet.
per Mail, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv
von turi2.tv: Julian Reichelt erklärt die Klage.
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"Bild" verliert Video-Streit gegen Herbert Grönemeyer.

Bild verliert auch die Berufung im Streit um ein vermeintliches Prügel-Video mit Herbert Grönemeyer. Das Oberlandesgericht Köln urteilt, dass das Paparazzi-Video einen Angriff des Sängers auf die Fotografen "bewusst unvollständig" darstellt. Bild.de hatte 2014 gezeigt, wie Grönemeyer scheinbar ohne Grund auf die Paparazzi losgeht. Dass er zuvor schon auf der Herrentoilette beobachtet wurde und den Fotografen sagte, dass er privat hier sei, zeigt das Video nicht. Springer redet sich das Urteil schön und sieht sich "in unserer Berichterstattung über derartige Vorfälle auch im Videobild grundsätzlich bestätigt".
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild" beansprucht erfolgreiche Regeländerung für Journalisten beim Confederations Cup für sich.

Bild rühmt sich damit, die Fifa und Wladimir Putin zum Einlenken gebracht zu haben. Nach einem "Bild"-Bericht, wonach akkreditierte Journalisten beim Confederations Cup in Russland nur über das Sportereignis berichten dürften, hätten die Organisatoren die Klausel aufgehoben. Journalisten dürften nun "ohne jede Einschränkung frei arbeiten".
"Bild", S. 11 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild" und "Bild am Sonntag" verlieren an harter Auflage, "Junge Freiheit" und "Freitag" gewinnen.

Tageszeitungen verlieren im ersten Quartal 2017 laut IVW durchweg an Auflage. "Bild" büßt bei der harten Auflage im Jahresvergleich rund 195.000 Exemplare ein, ein Rückgang von 10,7 %, und das, obwohl die neue Sportzeitung "Fußball Bild" in die Auflage eingerechnet ist. Auch "Bild am Sonntag" setzt am Kiosk und im Abo knapp 11 % weniger Zeitungen ab. Zuwächse verzeichnen bei den Wochenzeitungen nur die "Junge Freiheit" und der "Freitag".
meedia.de1 Kommentar

Snapchat Discover startet in Deutschland mit "Bild", Spiegel Online, Sky und Vice.


Zugeschnappt: "Bild", Spiegel Online, Sky Sport und Vice sind die ersten Medien im deutschen Angebot von Snapchat Discover, schreiben Giuseppe Rondinella bei horizont.net und Marvin Schade bei Meedia. Heute startet das Angebot der kuratierten Snapchat-News in Deutschland. Die Inhalte der vier Medienpartner sind jeweils 24 Stunden verfügbar und erscheinen zu unterschiedlichen Zeiten. Vice legt bereits morgens um 6.00 Uhr los, Sky schickt seine Sport-News um 17.00 Uhr raus, "Bild" um 18.00 und Spiegel Online um 19.00 Uhr. Weitere Medienpartner sollen in den kommenden Monaten dazukommen.

Die Verhandlungen haben sich lange hingezogen, berichten Meedia und Horizont Online, u.a. gab es Streit über das Finanzielle. Insbesondere "Bild" habe höchsten Wert auf eigenständige Vermarktung gelegt. Nick Bell, Content-Chef bei Snap, sagt bei Horizont.net zwar, es sei "keine Überzeugungsarbeit nötig gewesen", die deutschen Publisher hätten aber Zeit gebraucht, "das Produkt und die Monetarisierungsmöglichkeiten zu verstehen". Eine pauschale Vergütung bekommen die Medienpartner demnach nicht, stattdessen teilt Snap sich die Einnahmen aus bildschirmfüllenden Anzeigen – u.a. von der Bundeswehr – mit den deutschen Medien.
horizont.net (Rondinella), meedia.de (Schade), spiegel.de, "Bild", S. 1 (Paid), businessinsider.deKommentieren ...

Kai Diekmann wird Berater beim Taxi-Schreck Uber.

Kai Diekmann, hier 2012 bei einer Oldtimer-Spritztour, steigt ins Uber-Taxi und wird Berater des umstrittenen US-Startups. (Foto: Daino Cristini / ROPI / Picture Alliance)

Anschnallen, Kai kommt: Kai Diekmann landet wie viele Journalisten im Taxigewerbe und berät künftig Uber. Der frühere "Bild"-Herausgeber und -Chefredakteur wird Mitglied im Public Policy Advisory Board des Taxi-Schrecks, berichten Stephan Dörner bei t3n.de und Martin U. Müller im "Spiegel" – Uber bestätigt. Das Gremium trifft sich einmal im Jahr im Silicon Valley. Auch die frühere EU-Kommissarin Neelie Kroes ist Mitglied des Boards. Der Uber-Job wird nach turi2-Informationen nur eine Nebentätigkeit für Kai Diekmann. Er sitzt auch in Beiräten der "Times" aus London und der türkischen Zeitung "Hürriyet".

Diekmann soll offenbar vorerst nicht offensiv Lobbyarbeit betreiben, sondern zwischen den USA und Europa "übersetzen". Diese Übersetzungsarbeit hat Uber auch nötig: In Deutschland ist der Dienst nicht aktiv und gesetzlich de facto verboten. Das Geschäft mit der Fahrten-Vermittlung ist mit einem Minus von 2,8 Mrd US-Dollar im vergangenen Jahr noch hoch defizitär. In den vergangenen Wochen hatte Uber zudem eine Menge Ärger wegen Sexismus-Vorwürfen und einer Klage von Google. Kai Diekmann sah sich nach seinem Ausscheiden bei Springer mit dem Vorwurf der sexuellen Belästigung konfrontiert.
t3n.de, spiegel.de, bloomberg.com (Geschäftszahlen), turi2.de (Background Uber), turi2.de (Background Diekmann)Kommentieren ...

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Staatsanwalt konkretisiert Aussagen im Streit zwischen "Zeit" und "Bild" zu Lubitz-Freundin.


Wer hat's erfunden: "Bild" hat die Aussagen zur angeblichen Ex-Freundin von Germanwings-Piloten Andreas Lubitz nicht erfunden, betont Staatsanwalt Christoph Kumpa auf turi2-Nachfrage. Diese Einschätzung habe er auch der "Zeit" gegeben. "Mir liegen vielmehr Anhaltspunkte vor, dass diese Frau existiert, da sie nach meinem Kenntnisstand versucht hat, einem anderen Medienvertreter offenbar dieselbe Geschichte zu 'verkaufen'", so der Staatsanwalt.

Kontakt zur "Bild" habe Kumpa nicht aufgenommen, da offensichtlich gewesen sei, dass die Frau ihre Identität nicht preisgeben wolle. Am Donnerstag warf die "Zeit" der "Bild" in einem Beitrag schlechte Recherche vor. Daraufhin konterte unter anderem Bild.de-Chef Julian Reichelt, die "Zeit" habe Christoph Kumpa falsch zitiert. Die "Zeit" hatte Kumpa mit dem Satz zitiert: "Ich gehe davon aus, dass ihre Geschichte erfunden ist."
per Mail, turi2.de (Background)Kommentieren ...

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Julian Reichelt: "Zeit" zitiert Staatsanwalt falsch und ignoriert "Bild"-Statement.

Julian Reichelt wirft der "Zeit" vor, den Düsseldorfer Staatsanwalt Christoph Kumpa falsch zitiert zu haben. Kumpa habe "Bild" keine schlechte Recherche vorgeworfen und nicht behauptet, dass "Bild" die Geschichte über Andreas Lubitz angebliche Ex-Freundin Maria W. erfunden habe. Dies zeige ein Statement des Boulevardblatts gegenüber der "Zeit". "Bild" hält an der Geschichte fest. "Zeit"-Autorin Petra Sorge habe unsauber gearbeitet, meint Bild.de-Chef Reichelt bei Twitter. Auch "Welt"- Wirtschaftsjournalistin Anette Dowideit‏ wirft der "Zeit" "Borderline-Berichterstattung" vor. Kollegen seien zu Unrecht beschuldigt worden, falsch berichtet zu haben. turi2 hatte berichtet, Kumpa habe "Bild" schlechte Recherche vorgehalten. "Zeit"-Chefredaktionsmitglied Holger Stark weist Reichelts Kritik zurück. Seine Zeitung habe einen Springer-Sprecher zitiert und Kumpa korrekt wiedergegeben.
twitter.com, twitter.com (Reichelt), twitter.com (Dowideit), twitter.com (Stark), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild"-Journalisten sind bei Lubitz-Pressekonferenz nicht erwünscht.

Bild muss bei der Pressekonferenz von Günter Lubitz (Foto) draußen bleiben. Der Vater des Germanwings-Copiloten Andreas Lubitz sperrt Reporter von Springers Boulevardblatt aus, bestätigt der Verlag – und weist demonstrativ auf den trotzdem geführten Liveticker hin. Lubitz' Medienanwalt Andreas Behr meldet sich auf turi2-Nachfrage nicht zurück. "Bild" und Lubitz haben eine juristische Vorgeschichte: Die Familie wehrt sich gegen die Veröffentlichung von Grabstätten-Fotos, das Verfahren läuft noch. Zuletzt wurden Zweifel laut an einem "Bild"-Interview mit einer Frau, die Andreas Lubitz' Ex-Freundin sei.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background), bildblog.de (Background)Kommentieren ...

"Bike Bild" radelt viermal im Jahr zum Kiosk.

Springer schwingt sich regelmäßig auf den Sattel und bringt Bike Bild künftig viermal im Jahr heraus. Die erste Test-Ausgabe im August 2016 hat sich 60.000 mal verkauft und wurde vom Anzeigenmarkt "sehr gut angenommen". Mathias Müller, 50, bisher beim Special-Interest-Verlag Delius Klasing im Fachbereich Fahrrad tätig, wird Redaktionsleiter. Der bisherige Chefredakteur, Christian Steiger, 49, sattelt wieder von zwei auf vier Räder um und konzentriert sich auf seine Aufgaben in der Chefredaktion der "Auto Bild"-Familie, insbesondere auf "Auto Bild Reisemobil".
presseportal.deKommentieren ...

Staatsanwalt wirft "Bild" vor, "erfundene" Aussagen im Fall Lubitz zu verbreiten.


Staatsanwalt Christoph Kumpa hat die angebliche Freundin von Andreas Lubitz nicht gefunden – und zweifelt, ob ihre Geschichte in "Bild" stimmt. (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Picture Alliance)

Behörde contra "Bild": Der Düsseldorfer Staatsanwalt Christoph Kumpa wirft "Bild" schlechte Recherche im Fall des Germanwings-Piloten Andreas Lubitz vor. Ein Interview mit der vermeintlichen Ex-Freundin des Piloten ist womöglich falsch, berichtet Petra Sorge in der "Zeit". Ermittler haben die Frau nie aufspüren können. Kumpa geht davon aus, dass die Geschichte von Maria W. "erfunden" ist. Laut ihr war Lubitz aggressiv und habe angekündigt, dass alle bald seinen Namen kennen würden.

Springer nennt Kumpas Vorwurf "rein spekulativ". Die Staatsanwaltschaft habe "Bild" niemals kontaktiert. Zweifel an den Ermittlungen äußert Günter Lubitz, der Vater des Piloten. Er traut seinem Sohn nicht zu, 149 Menschen mit in den Tod gerissen zu haben – und sieht dafür auch keine Beweise. Am Freitag, dem zweiten Jahrestag des Unglücks, will die Familie eine Pressekonferenz geben und ihre Sicht darlegen. Mit "Bild" gab es schon vorher Streit: Die Zeitung druckte ein Foto des Lubitz-Grabs, kurz darauf zündeten Unbekannte die Grabstelle an. Das Kammergericht Berlin verbietet die Verbreitung des Fotos, Springer wehrt sich.
"Zeit" 13/2017, S. 12 (Paid)3 Kommentare

Meedia: "Bild" wird erster deutscher Snapchat-Discover-Partner.

Bild bereitet als erster deutscher Medien-Partner einen eigenen Discover-Kanal bei Snapchat vor, schreibt Marvin Schade. Bunte und Focus Online dagegen seien als Discover-Partner vorerst abgesprungen. Einen Start-Termin gebe es bei "Bild" noch nicht. Springer will die Information weder bestätigen, noch dementieren. Vorletzte Woche hatten Paul Ronzheimer und Claas Weinmann bereits mit einer Live Story aus Mossul berichtet.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Verfassungsgericht gibt "Bild" im Streit gegen Jörg Kachelmann teilweise Recht.

Bild erringt vor dem Bundesverfassungsgericht einen Teilsieg gegen Jörg Kachelmann. Das Boulevardblatt habe den Wettermoderator vor dem Eingang der Kanzlei seiner Verteidigerin fotografieren dürfen. Fotos im Innenhof der Kanzlei seien aber verboten, entscheidet das Gericht. Es komme darauf an, in welcher Situation der Betroffene fotografiert werde. Das Oberlandesgericht Köln hatte Kachelmann noch in beiden Fällen Recht gegeben.
deutschlandfunk.de, bundesverfassungsgericht.deKommentieren ...

"Bild" erklärt Erdogan zur unerwünschten Person.


Persona non grata: "Bild" verfällt in Aktionismus und lässt den türkischen Präsidenten Erdogan ohne Rücksicht auf Diplomatie wissen, was das Springer-Blatt von Erdogans Eskapaden hält: Nichts. "Sie sind kein Demokrat! Sie schaden Ihrem Land! Sie sind hier unerwünscht!", titelt "Bild" auf der Mittwochsausgabe. Chefredakteurin Tanit Koch kommentiert: "Was wir nicht zulassen dürfen: dass Erdogan seine Krise zu unserer macht."

Wer "ganze Völker mit Schmähungen" überziehe und Türken gegen Europa aufhetze, "hat in Deutschland nichts zu suchen", schreibt Koch. Auf Seite 2 zeichnen Peter Tiede und Hans-Jörg Vehlewald süffisant den Aufstieg des "kleinen Mannes vom Bosporus" nach, dem Auftrittsverbote in Europa nur Recht kämen, um die "Treue seiner stolzen Anhänger" zu vergrößern.
bild.de (Tanit Koch), bild.de (Aufstieg)2 Kommentare

Yvonne Beister geht im "Bild Brand Studio" auf Herz- und Hirn-Jagd.


Werbung auf die subtile Art: Yvonne Beister leitet das Bild Brand Studio – eine Einheit bei Springers Boulevard-Haubitze, die Anzeigen in Form von Artikeln gestaltet. Native Advertising heißt der heiße Scheiß der Online-Werbung. Und auch Yvonne Beister steht im Videointerview unter Feuer: "Native kann, was klassische Werbung nicht kann: ins Herz und ins Hirn der Kunden vordringen." Nutzer schauen ihre Werbe-Inhalte im Schnitt 1:43 Minute an – freiwillig.

Die frühere "Bild"-Redakteurin denkt als Werberin weiter wie eine Journalistin: "Nur die Kernkompetenz, die ich als Journalistin habe, stelle ich zur Verfügung für starke Marken." Gute Geschichten zu erzählen, sei Kerngeschäft im Journalismus wie auch in der Werbung. "Bei unseren Geschichten steht aber nicht das Produkt im Mittelpunkt, sondern die Zielgruppe", sagt Beister. Die Botschaft der Marke tauche nur "ganz subtil" auf.
youtube.com (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Meinung: "Bild" sollte auch über Yücels Äußerungen über Sarrazin berichten.

Bild: Das Boulevardblatt müsste in einem ausführlichen Portrait über den inhaftierten "Welt"-Journalisten Deniz Yücel auch seine verächtlichen Äußerungen über Thilo Sarrazin "zwingend erwähnen", sagt "Bild"-Ombudsmann Ernst Elitz in einer Antwort auf Fragen von Lesern. In der aktuellen Berichterstattung bestehe aber "keine Notwendigkeit, Yücels Haft mit seinem früheren Verhalten zu verknüpfen". Leser hatten der Zeitung vorgeworfen, "einseitig" zu berichten und Yücels schlechte Wünsche für Sarrazins Gesundheit zu verschweigen. Elitz sagt außerdem, "Bild" habe für Meinungsumfragen ein verlässliches Sicherheitskonzept gegen Fakes entwickelt.
bild.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild" testet mit Paul Ronzheimer Snapchat Discover.

Bild experimentiert als erstes deutsches Medium mit Snapchat Discover. Reporter Paul Ronzheimer und sein Kollege Claas Weinmann berichten mit Fotos und Videos in einer Live Story aus der zerstörten irakischen Stadt Mossul. "Bild" ist von sich aus auf Snapchat zugegangen, um die Live Story zu realisieren und verzichtet dabei auf Markenpräsenz mit "Bild"-Logo.
meedia.deKommentieren ...

"Bild"-Verlagschefin Donata Hopfen will Vollgas bei Video geben – und in Print.


Digital first, Print firster: "Bild"-Verlagschefin Donata Hopfen bekennt sich zur Alles-Oder-Nichts-Strategie. Die dicke Kohle fließt ins Digitale, doch "die Zeitung wird weiter Meinung machen", ist sich Hopfen sicher. Im Videointerview von turi2.tv und "Horizont" bläst sie auch zum großen Angriff auf die Fernseh-Branche: "Wir haben nichts zu verlieren."

Hopfen will aus "Bild" keinen Fernsehsender machen, weil Bewegtbild im Netz keinen Sender mehr brauche. Dieser Umstand macht Experimente möglich – ohne Rücksicht auf Verluste. Weil die Marke "Bild" mit Fernsehen nie etwas zu tun hatte, könne Video auch keine Umsätze kannibalisieren. Für die Redaktion bedeutet das eine Art Freifahrtschein zum Ausprobieren.

Beim Ausprobieren stößt Hopfen persönlich manchmal an ihre Grenzen. Mit Twitter ist sie nie warm geworden und Snapchat kapiert sie nur mit Hilfe ihrer Teenager-Patenkinder. "An einige Sachen muss ich mich ein bisschen gewöhnen. Da merke ich, dass ich älter werde", sagt Hopfen im Video. Vielleicht auch deshalb kehrt sie zurück zu Bewährtem: Frau "Bild"-Boss ist glückliche Neu-Abonnentin vom "Handelsblatt".
youtube.com (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Türkischer Wirtschaftsminister will juristisch gegen "Bild" vorgehen.

Türkischer Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci droht mit juristischen Schritten gegen die "Bild". In einer Mitteilung kritisiert der Politiker einen "empörenden Angriff" und spricht von "niveaulosen Beleidigungen", die gegen die ganze Türkei gerichtet seien. Laut "Bild" bezieht sich Zeybekci auf einen Beitrag, in dem die Zeitung darüber berichtet, dass er Erdogan-Kritiker und Putschisten als "Ka­nal­rat­ten" bezeichnet.
tagesschau.de, bild.deKommentieren ...

"Bild" wirft DJV Geheimhaltung von Stasi-Gutachten vor.

Bild-Chefreporter Hans-Wilhelm Saure wirft dem
DJV Berlin vor, ein Gutachten über die mögliche Stasi-Tätigkeit seines Vorsitzenden Bernd Lammel zurückzuhalten. Das Gutachten der TU Dresden liege seit einigen Wochen vor. Der DJV Berlin wollte es eigentlich veröffentlichen, auf Nachfrage erhält Saure jedoch nur die Bitte, "von der Zusendung unterstellender Fragenkataloge abzusehen". Bernd Lammel sagt, "zu keiner Zeit wissentlich" für das Ministerium für Staatssicherheit gearbeitet zu haben. Der DJV-Bundesvorstand gehe nach Sichtung der Akten und Teilen des Gutachtens davon aus, dass Lammel "ohne sein Wissen als IM geführt wurde, auch wenn er wusste, dass er mit Angehörigen des MfS sprach".
facebook.com/BILDInvestigativ, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Bayerischer Journalisten-Verband droht 1860 München mit Boykottaufruf.

Bayerischer Journalisten-Verband fordert von 1860 München, die Restriktionen gegen einzelne Medienvertreter sofort aufzuheben. Sollte der Fußball-Zweitligist weiterhin einzelne Medien von Spielen ausschließen, droht der BJV mit einem Aufruf an alle Medien, die Berichterstattung über die Spiele des Vereins zu boykottieren. Der Verband appelliert an die Solidarität der Presse, denn 1860 München verstoße gegen das Recht auf freie Berichterstattung und missbrauche sein Hausrecht. Der Münchner Verein hatte am Freitag abgelehnt, auf einer Pressekonferenz die Frage einer "Bild"-Reporterin zu beantworten. Sie durfte sich auch nicht für das Heimspiel der Löwen am Samstag akkreditieren.
bjv.de, tz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Englische News dienen Verlagen fürs Image.

GroßbritannienEnglischsprachige Newsangebote sind für deutsche Verlage vor allem ein Aushängeschild, aber kein Geschäftsmodell, erfährt Nora Jakob. Spiegel International verbreitet eigene Scoops und seine "Sicht der Dinge". Handelsblatt Global Edition setzt Sachverhalte in internationalen Kontext. Zeit Online übersetzt mehrere Artikel pro Woche, Bild nur sporadisch. Als einzige Regionalzeitung leistet sich der Bonner "General-Anzeiger" ein englisches Angebot, das sich vor allem an die internationalen Bonner Mitarbeiter von UN, Telekom und der Deutschen Post richtet.
dwdl.deKommentieren ...