"Bild" muss 110.000 Euro Entschädigung zahlen.

Bild bekommt vom Landgericht Frankfurt eine ungewöhnlich hohe Entschädigungszahlung auferlegt. Die Zeitung muss 110.000 Euro an einen Mitarbeiter einer Stadtverwaltung zahlen, über den Bild 2016 an vier aufeinanderfolgenden Tagen unter Nennung vieler Details und mit Fotos berichtet hatte und unter anderem als womöglich "schlimmsten Vorgesetzen Deutschlands" bezeichnet hatte. Die Zeitung nutze für ihre Schilderungen als einzige Quelle ein Mobbingtagebuch einer Ex-Angestellten, prüfte die Vorwürfe aber nicht ausreichend, wie das Gericht nun befand.
dwdl.de

Wolf-Ulrich Schüler folgt Tanit Koch von Springer zu RTL.

RTL: "Bild"-Nachrichtenchef Wolf-Ulrich Schüler wechselt im September ins neue n-tv-Team um Tanit Koch, berichtet "Clap". Schüler hatte im Jahr 2015 als Ressortleiter Unterhaltung bei Springer angefangen. Julia Höpfner, bislang Ressortleiterin Nachrichten, folgt Schüler bei "Bild" als neue Nachrichtenchefin.
clap-club.de

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"Bild"-Gruppe startet Beteiligungsprogramm B4Sports und investiert in isralisches Startup.

Bild-Gruppe beteiligt sich am israelischen Startup Tokabot. Die Firma entwickelt Technologie zur Interaktion mit Fans und zur Monetarisierung von Sport und Unterhaltung. Das Investment ist Teil des Beteiligungsprogramm B4Sports, mit dem "Bild" und "Sport Bild" neue Geschäftsmodelle finden wollen. Die Investments erfolgen in Geld- oder Media-Leistungen.
axelspringer.com

Christian Stenzel wird bei "Bild" Stellvertreter von Julian Reichelt.

Bild befördert Christian Stenzel (Foto), bisher Ressortleiter Politik & Wirtschaft, zum Stellvertreter von "Bild"-Chef Julian Reichelt. Als Chief of Staff soll er sich vorrangig um Management-Aufgaben und strategische Planungen kümmern. Er steht auf gleicher Position neben Daniel Böcking und Alexandra Würzbach, die den Job kürzlich von Ulrike Zeitlinger-Haake übernommen hat. Timo Lokoschat, verantwortlich für Bild plus, Chefreporter Paul Ronzheimer und Jorin Verges, der von der "B.Z." kommt, werden stellvertretende Chefredakteure.
axelspringer.com, turi2.de (Background Würzbach)

Korrektur: In einer früheren Version schrieben wir, Julian Reichelt habe mit Christian Stenzel und Alexandra Würzbach zwei Stellvertreter – richtig ist, dass es mit Daniel Böcking drei sind. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Hör-Tipp: "Bild"-Chef Julian Reichelt berauscht sich am Reporter-Leben.

Hör-Tipp: "Bild"-Chef Julian Reichelt spricht im Podcast Floskel Alarm mit Felix Hanke und Kurt Woischytzky u.a. darüber, wie gute Schlagzeilen manchmal an einem Wort hängen, warum er vom Reporter-Beruf berauscht ist und wie sich der 11. September 2001 durch sein Leben zieht. Der SPD wünscht Reichelt mal wieder einen Wahlerfolg, hat aber wenig Hoffnung.
floskel-alarm.de (77-Min-Audio)

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Ulrike Zeitlinger-Haake wird Chefredakteurin "Entwicklung und Innovation" bei der "Bild"-Gruppe.

Bild gründet ein Innovation Lab für neue journalistische Formate, die bisherige Vize-Chefredakteurin von "Bild" Ulrike Zeitlinger-Haake (Foto) soll das Lab als Chefredaktion "Entwicklung und Innovation" aufbauen. Als "Bild"-Vize übernimmt für sie Alexandra Würzbach, die seit 2013 bereits Mitglied der Chefredaktion ist.
axelspringer.com

"Süddeutsche": In "Bild" verkündeter Krebs-Test der Uniklinik Heidelberg existiert nicht.


Böses Blut: Für den in Medienpartnerschaft mit der "Bild" verkündeten, umstrittenen Bluttest der Uniklinik Heidelberg gibt es keinen Prototypen, recherchiert die "Süddeutsche Zeitung". Unterlagen einer internen Prüfung zeigten, dass der dreiköpfige Vorstand der Klinik Bescheid wusste und die Pressekonferenz zum Test und die Veröffentlichung in "Bild" trotzdem vorangetrieben hätte. Bisher war nur bekannt, dass die wissenschaftliche Grundlage für den Krebs-Test fehlt.

Die Pressesprecherin der Klink habe die Vorstände vor der Pressekonferenz gewarnt und auf Probleme hingewiesen. Intern sei seit April 2018 bekannt gewesen, dass der Bluttest nicht wie dargestellt funktioniere. Ein Tumorbiologe schreibt als Fazit der internen Untersuchung, dass es das öffentlich vorgestellte Verfahren "bisher nicht gibt", die Angaben aus der Pressemitteilung seien deshalb "nicht begründet".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Kai Diekmann erzählt von früher – und ein bisschen von Storymachine.

Hör-Tipp: Kai Diekmann ist Gast im New-Work-Podcast von Michael Trautmann und Christoph Magnussen. Der Ex-"Bild"-Chef erzählt vor allem von früher, angefangen bei seinen Eltern, die glaubten, der Junior habe eine Profilneurose, über seine rebellische Phase bei der Bundeswehr bis zu "Bild". Er erklärt das Geschäftsmodell von Storymachine als Social-Media-Ghostwriting, Details zu seiner Agentur-Arbeit nennt er nicht.
soundcloud.com (67-Min-Audio)

Aktuell bei turi2.tv: "Richtig in die Fresse gekriegt" – Michael Trautmann über die Höhen und Tiefen seines Werber-Lebens.

"Bild" spielt jetzt Basketball auf Snapchat.

bildlogoBild startet die wöchentliche Basketball-Videoshow Crunchtime auf Snapchat. Regelmäßige Sendungen im Hochkant-Format gibt es auch zu Fußball und Autos sowie tägliche Storys auf dem Hauptkanal bild. Snapchat ist laut Plattformen-Redakteur Morten Wenzek längst nicht tot, "Bild" erreiche allein mit Storys im Schnitt 650.000 täglich aktive User, darunter sehr viele im Schüler-Alter.
snapchat.com (Basketball-Show) via twitter.com, twitter.com (Zahlen)

Bild beschert seinen Kunden mit dem Volks-Produkt satte Umsatzsteigerungen.

bildlogoBild hat mit dem Volks-Produkt ein erfolgreiches Vermarktungskonzept kreiert, das eigentlich nur zufällig entstanden ist, schreibt Santiago Campillo-Lundbeck. Seit dem Start im Jahr 2002 wurden mehr als 60 Mio Volks-Produkte verkauft. Die Kampagnen sorgten für mehr als 40 Mrd Kontakte bei die 80 Kunden. Die zu erwartenden Umsätze können mit dem Volks-Produkt laut Media Impact im Vergleich zu normalen Kampagnen um 43 bis 100 % gesteigert werden.
"Horizont" 20/2019, S. 17 (Paid)

Ex-"Bild"-Boss wurde mit der Bluttest-Pressekonferenz betraut, schreibt "Süddeutsche Zeitung".

Uniklinik Heidelberg: Ex-"Bild"-Boss Kai Diekmann wurde laut "Süddeutscher Zeitung" mit der Pressekonferenz zum "Welt-Sensation"-Bluttest betraut. Er sagt, er hatte nie Anteile, auch nicht indirekt. Der Aktienkurs des Asien-Vertriebspartners stieg nach der Präsentation und einem "Bild"-Artikel, die Staatsanwaltschaft prüft Insiderhandel.
"Süddeutsche Zeitung", S. 28 (Paid), turi2.de (Background)

Mein größter Misserfolg – und was ich daraus gelernt habe (5): Kai Diekmann.


Den Misserfolg genossen: Ex-"Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann stellt fest, dass Recht haben und Recht bekommen zwei sehr unterschiedliche Dinge sind und schlägt die "taz" lieber mit ihren eigenen Mitteln. Er und viele andere Medien- Marken- und Meinungsmacher schreiben bei turi2 über ihre größten Misserfolge und was sie daraus gelernt haben. Erzählen auch Sie uns Ihre Geschichte: post@turi2.de.
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"Bild" startet einen TV-Sender bei waipu.tv.


Bewegt-BILD nonstop: "Bild" bespielt erstmals einen TV-Kanal mit eigenen Inhalten. Auf der Streaming-Plattform waipu.tv laufen diverse Formate rund um die Uhr, die Rotation wird individuell für jeden Nutzer zusammengestellt. Im Angebot sind News- und Promi-Videos, Reportagen und Lifestyle-Themen, Technik-Tests von "Computer Bild" sowie Geschichts- und "Auto Bild"-Videos.

Die Politik-Talkshow "Die Richtigen Fragen" sowie News-Sondersendungen werden live eingespielt. Einzelne Videos können in der Waipu-Mediathek abgerufen werden. Nutzer können Waipu fürs Streaming auf TV-Geräten, Smartphones und Tablets abonnieren, künftig gibt es eine Kooperation mit O2. Auch der ADAC hat einen TV-Kanal bei Waipu.
axelspringer.com, waipu.tv/bild

Uniklinik Heidelberg stellt Strafanzeige wegen übertrieben lobpreistem Krebs-Test.

Uniklinik Heidelberg stellt nach einer aus dem Ruder gelaufenen PR-Kampagne ("Weltsensation aus Heidelberg") Strafanzeige gegen Unbekannt. Es gebe "Anzeichen eines unlauteren Vorgehens" bei der "Entwicklung und Ankündigung" des Bluttests zur Brustkrebs-Diagnostik". Zuvor war ein - durchaus vielversprechener - Bluttest per exklusiver Medienpartnerschaft mit "Bild" prächtig präsentiert worden. Der Entwurf der Pressemitteilung ging laut "RNZ" auch an Ex-"Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann. Aus der Fachwelt hagelte es Kritik, die Berichterstattung habe "ohne Evidenzgrundlage bei Betroffenen Hoffnung" geweckt. Schlussfolgerungen über den klinischen Nutzen seien verfrüht.
rnz.de (Strafanzeige), rnz.de (Diekmann), bild.de (Weltsensation)

Video-Tipp: "Bild"-Chef Julian Reichelt berichtet beim "taz"-Panel über seine Zeit als Kriegsreporter.

Video-Tipp: "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt (Foto) spricht beim "tazlab"-Panel mit "taz"-Redakteur Martin Kaul u.a. über seine Zeit als Kriegsreporter. "Die Therapie und das Traumatisiertsein sind gesellschaftlich fast zum Statussymbol geworden," kritisiert Reichelt. Die Kriegserfahrung präge ihn bis heute.
taz.de, facebook.com (17-Min-Video)

Urteil: Berliner OVG lässt Bild.de weiterhin live streamen.

bildlogoBild darf weiterhin Livestreams senden, bestätigt das Berliner Oberverwaltungsgericht die Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Im Netz sei die rechtliche Abgrenzung zwischen zulassungspflichtigem Rundfunk und zulassungsfreien Medien ungeklärt und höchst umstritten – weshalb sich die Richter zugunsten von Bild.de entschieden hätten. Die MABB hatte die Live-Formate auf Bild.de beanstandet.
horizont.net, turi2.de (Background)

Zitat: "Bild"-Journalist Martin Eisenlauer findet viele Tech-Debatten faktenfrei.

"In den meisten Redaktionen fehlen Experten, die moderne Technik wirklich verstehen und Entwicklungen seriös einordnen können. Stattdessen wird nachgeplappert, was Interessensgruppen einflüstern."

Martin Eisenlauer, Technik-Journalist bei "Bild", findet, dass sich viele Technologie-Debatten faktenfrei um äußerst unwahrscheinliche Horrorszenarien drehen.
frauwenk.de

Lese-Tipp: Wie ein chinesischer Medizin-Investor "Bild" für umstrittenen PR-Coup nutzt.

Lese-Tipp: "Bild" bringt im Februar einen unausgereiften Brustkrebs-Bluttest auf die Titelseite und verhilft einem Uni-Startup an der Uni Heidelberg zu einem umstrittenen PR-Coup, schreibt "Spiegel". Wissenschaftler bemängeln fehlende Langzeituntersuchungen, doch der Aktienkurs des chinesischen Investors NKY Medical Holdings steigt um mehr als 35 %. Zu den Investoren gehöre auch der prominent vernetzte Jürgen Harder, Lebensgefährte von Franziska van Almsick.
"Spiegel" 14/2019, S. 102 (Paid)

Polizei widerspricht der "Bild", sie habe die Redaktion nicht durchsuchen wollen.

bildlogoDementi: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt schreibt in einer Pressemitteilung, sie habe keine Durchsuchung bei der "Bild" geplant. Ziel sei gewesen, "Straftaten mit zeugenschaftlicher Unterstützung durch ein Medienunternehmen aufzuklären". Die "Bild" verweigerte der Polizei, die keinen richterlichen Durchsuchungsbeschluss hatte, am Samstag den Zugang zur Redaktion.
twitter.com, turi2.de (Background)

"Bild" verhindert Durchsuchung der Redaktionsräume ohne Durchsuchungsbefehl.

bildlogoBild verweigert der Polizei eine Durchsuchung der Redaktionsräume ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluss. Im Auftrag des Landeskriminalamts Hessen und der Staatsanwaltschaft Frankfurt wollten die Beamten am Samstag Internet-Zugriffsdaten von "Bild"-Lesern beschlagnahmen. Hintergrund sei ein internes Verfahren gegen Polizisten wegen der Bedrohung einer NSU-Opferanwältin.
bild.de

Zitat: Nikolaus Blome würde kein zweites Mal zum "Spiegel" gehen.

"Ich würde jederzeit wieder ein erstes Mal zum 'Spiegel' gehen, in dieser Funktion, die ich da hatte, aber ich würde es kein zweites Mal tun."

"Bild"-Politikchef Nikolaus Blome ist nach seinem Wechsel von "Bild" zum "Spiegel" und wieder zurück glücklich dort, wo er ist, sagt er im "Clap"-Interview.
"Clap" 68, S. 6-11 (Teaser)

Weitere Zitate:

"Es gibt aus meiner Sicht nur zwei wirklich bedeutende Medienmarken: 'Bild' und 'Spiegel' - wobei letztere im Vergleich zu meiner Zeit heute in sehr schwerem Wasser ist."

"Es gibt sicher stets Frage, die von uns Journalisten nicht früh, laut oder präzise genug gestellt worden sind oder werden."

"Zweifel an Berichterstattung sind erlaubt und willkommen. Wer aber seine Zweifel an bestimmten Zusammenhängen derart absolut setzt, wie es beispielsweise der infame Begriff 'Lügenpresse' dokumentiert, der tritt eigentlich seine eigene Intelligenz mit Füßen."

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ohne Blut und Blech: Ist "Bild Politik" die schlauere "Bild", Nikolaus Blome? (2/2019)

Lese-Flatrate Readly holt "Bild" und "Welt" an Bord.


Bild Dir Deine Flatrate: Springer vertreibt seine Tageszeitungen "Bild", "Welt" und "B.Z." sowie die Sonntagsableger "BamS" und "WamS" ab sofort auch über die Magazin-Flatrate Readly – zunächst testweise für sechs Monate. Zahlende Nutzer können die E-Paper der Zeitungen im Rahmen ihrer Mitgliedschaft lesen, herunterladen und speichern. Springer will mit der Präsenz bei Readly neue digitale Vertriebswege ausprobieren und damit die "Überallerhältlichkeit" von "Bild" und "Welt" ausbauen, sagt Michael Fischer, Geschäftsführer von Springers Vertriebstochter Sales Impact. Konkurrenz zu eigenen Bezahl-Angeboten sei die Teilnahme an Readlys Flatrate-Angebot nicht, es handele sich um "ganz unterschiedliche Produkte", so ein Sprecher.

Readly hat rund 3.800 Zeitschriften im Portfolio - von Publikumstiteln bis hin zu Special-Interest-Magazinen, davon über 1.000 deutschsprachige. Nur im Heimatland Schweden sind bereits drei Tageszeitungen an Bord. Springer ist als erster deutschsprachiger Zeitungsverlag dabei. Die Nutzer zahlen 9,99 Euro im Monat. Readly schüttet 70 % der Nettoerlöse an die Verlage aus, abhängig u.a. von der Lesedauer, der Anzahl der gelesenen Seiten oder der Aktualität der gelesenen Ausgabe. Geo-Blocking gibt es nicht: Deutsche Nutzer können also auch finnische, italienische oder niederländische Magazine lesen.
turi2 - eigene Infos, spiegel.de, meedia.de

Deutschlandfunk: DFB besteht auf "Abnahme" und "Vetorecht" bei Berichten aus Video-Keller.


Runde Sache? Medienjournalist Daniel Bouhs veröffentlicht im Deutschlandfunk einen weiteren Fall von fragwürdiger Pressearbeit des DFB – nach dem Interview-Abbruch durch Verbandsboss Reinhard Grindel (Foto) bei der Deutschen Welle. Im Rahmen der Berichterstattung über die Video-Schiedsrichter der Liga verlangte der DFB "bei der Abnahme des Hörfunkstücks als Ganzes dabei" zu sein und ein "Vetorecht". "Bild" und Der WDR-Hörfunk spielten mit, der Deutschlandfunk lehnte ab.

Die DFB-Pressestelle erklärt, die Kontrolle der redaktionellen Arbeit sei wichtig, um Irritationen bei der Spielleitung zu vermeiden. Die Schiedsrichter sollten sich auf ihre Arbeit konzentrieren und nicht über eine mögliche Berichterstattung nachdenken.

Bouhs kritisiert das Schweigen des DFB-Bosses auch grundsätzlich: Der Sportredaktion des Deutschlandfunks verweigere Grindel seit Jahren ein ausführliches Interview, auch das WDR-Magazin "Sport Inside" kassiere laufend Absagen und bekomme stattdessen nur schriftliche Antworten oder Verweise auf allgemeine Statements des Verbandes.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Ergänzung 18.32019, 18.05 Uhr: Ein "Bild"-Sprecher teilt mit, es habe bei der Berichterstattung "keine Einschränkungen" gegeben habe. "Bild" habe "ausschließlich Zitate des Schiedsrichters zu Spielern außerhalb des Videobeweises dem DFB zur Autorisierung vorgelegt".

Meedia: Julia Witt und Fritz Esser verlassen "Bild".

Bild: Julia Witt, Ressortleiterin Leben und Wissen, wechselt zur Stiftung Warentest, meldet Marvin Schade, selbst auf dem Absprung, bei Meedia. Auch Vize-Politikchef Fritz Esser gehe - er wechsele zur Bahn-Logistiktochter Schenker. Daniel Cremer sei zum neuen Redaktionsleiter Süd in München aufgestiegen, er folgt auf Meike Scholten, die "Bild" im Dezember verlassen habe.
meedia.de

"Bild" verkündet Modern-Talking-Comeback und verkauft Tickets an Digital-Abonnenten.


Cheri Cheri Paywall: Dieter Bohlen kehrt als Ein-Mann-Modern-Talking zurück auf die Bühne. "Bild" berichtet über das Comeback und verkauft ab Mittwoch Tickets fürs Konzert – aber nur an Kunden des Digitalabos Bild Plus. Bohlen spielt am 31. August in Berlin und singt dabei seinen und Thomas Anders' Part. Wegen "Stress und Streit" mit Anders macht es Bohlen lieber alleine.

Der Bohlen-Deal ist ein kleiner Coup für Springer im Boulevard-Portal-Wettstreit zwischen Bild.de und dem frisch erneuerten RTL.de. Bohlen steht u.a. für "Deutschland sucht den Superstar" vor der RTL-Kamera, wählt aber "Bild" als Verkündigungs- und Verkaufsplattform. RTL sticht wegen eigener Online-Ambitionen weniger Dschungelcamp-Tratsch zu "Bild" durch, die RTL Gruppe hat jüngst Ex-"Bild"-Chefredakteurin Tanit Koch an Bord geholt. (Foto: Röhnert / Keystone / Picture Alliance, Montage: turi2)
"Bild", S. 4 (Nachricht), bild.de (Ticketverkauf, ab 10 Uhr)

Donata Hopfen wird Digitalberaterin bei der Boston Consulting Group.

Boston Consulting Group holt die frühere "Bild"-Verlagschefin Donata Hopfen, 42. Sie wird Partnerin im Berliner Büro der Tochter BCG Digital Ventures und dort Großkonzerne beraten, schreibt Tillmann Neuscheler. BCG Digital Ventures hat weltweit 1.000 und in Deutschland 250 Mitarbeiter. Hopfen baute nach ihrer Zeit bei "Bild" den Login-Dienst Verimi mit auf.
faz.net

Aus dem Archiv von turi2.tv: Donata Hopfen, Anfang 2017 noch "Bild"-Verlagschefin, will Vollgas bei Video geben – und in Print.

Springer wächst insgesamt, nationale Medienumsätze schrumpfen.

Springer setzt 2018 insgesamt 3,18 Mrd Euro um, ein Zuwachs um 4,1 %, davon 3,8 % organisch. Der Konzernüberschuss sinkt wegen Sondereffekten um 44,9 % auf 208,4 Mio Euro – u.a., weil der Verkauf von Geschäften und Immobilien 2017 rund 100 Mio Euro mehr einbrachte als 2018. Der bereinigte Überschuss wächst um 2,5 % auf 335,7 Mio Euro. Die Mitarbeiterzahl steigt um 514 auf 16.350.

In der Sparte News Media steigt der Werbeumsatz um 1,9 % auf 678,5 Mio Euro, der Vertrieb schrumpft um 6,5 % auf 592 Mio Euro. Das nationale Geschäft mit "Bild" und "Welt" schrumpft – beim Werbeumsatz um 3,5 % auf 432,4 Mio Euro, beim Vertrieb um 6 % auf 474,6 Mio Euro.
axelspringer.com (Pressemitteilung), axelspringer.com (Geschäftsbericht, PDF)