Blogger sind Journalisten in Jogginghosen. Ohne lästige Begleiterscheinungen des Berufs wie Redaktionsschluss, Chefredakteur oder Honorar. Weiterlesen auf lexikon2.de

Bloggerin Marie Sophie Hingst hat auch BR und SWR Fake-Geschichten erzählt.

Fake-Bloggerin Marie Sophie Hingst hat auch den BR und den SWR getäuscht, berichtet Spiegel Online. In Radio-Interviews hat sie über eine frei erfundene Sexual-Beratung für junge Männer in Indien bzw. Flüchtlinge in Deutschland berichtet - wie auch bei Zeit Online und Deutschlandfunk Nova. In ihrem Blog erfand sie Holocaust-Opfer.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Bloggerin erfindet Holocaust-Opfer, täuscht Zeit Online und Deutschlandfunk.


Schauriger Schein: Bloggerin Marie Sophie Hingst hat über Jahre Leser und Medien mit erfundenen Holocaust-Opfern getäuscht, berichtet Martin Doerry im "Spiegel". Hingst veröffentlichte eine weitere Fake-Story über ihre angebliche Flüchtlings-Hilfe unter anderem Namen bei Zeit Online und berichtete bei Deutschlandfunk Nova. Die Goldenen Blogger ehrten sie als Bloggerin des Jahres 2017 für die Fantasie-Geschichten ihres Blogs Read on My Dear, Read on.

Demnach erfand Hingst mehrere Familienmitglieder, die in Auschwitz getötet worden seien oder das KZ überlebten. Tatsächlich stammt Hingst aus einer evangelischen Familie. Ihr Drang zum Geschichten-Erfinden sei so weit gegangen, dass sie Dokumente zu erfundenen Familienmitgliedern bei der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem einreichte, berichtet der "Spiegel". Mit den Täuschungen konfrontiert, entschuldigt sich Hingst, ihre Texte nähmen ein "erhebliches Maß an künstlerischer Freiheit für sich in Anspruch". Auch Zeit Online recherchiert ihr hinterher. Hingst habe daraufhin die Identität einer verstorbenen Person benutzt, um in deren Namen E-Mails an die Redaktion zu schreiben. (Foto: obs / Die Goldenen Blogger / Henrik Andree, Montage: turi2)
"Spiegel" 23/2019, S. 112-115 (Paid), spiegel.de, zeit.de

Lufthansa-Tochter Eurowings will Kunden mit "digitalem Butler" ködern.

Lufthansa will für die Tochter Eurowings eine digitale Mobilitätsplattform aufbauen, schreibt der "Spiegel". Lokale Blogger sollen Tipps zu Hotels oder Ausflügen in ihren Städten geben. Ein virtueller Mobilitätsdienstleister vernetzt Angebote für Mietwagen oder der Bahn. Die Lufthansa wolle den "digitalen Butler" nach einem Testlauf übernehmen.
"Spiegel" 9/2018, S. 80 (Paid)

Blogger Hardy Prothmann soll 12.000 Euro Strafe für Fake News zahlen.

Rheinneckarblog: Blogger Hardy Prothmann soll 12.000 Euro Geldstrafe für eine bewusst veröffentlichte Falschmeldung zahlen, urteilt das Amtsgericht Mannheim. Prothmann erfand im März 2018 einen Terroranschlag in Mannheim und löste die Meldung erst hinter der Bezahlschranke auf. Sein Anwalt argumentiert, Fake News seien nicht strafbar. Prothmann kündigt Berufung gegen das Urteil an.
"Süddeutsche", S. 27 (Paid), turi2.de (Background)

turi2 edition #7: Svenja Finger beantwortet den Unterwegs-Fragebogen.


Heute hier, morgen auch noch: Reisebloggerin Svenja Finger ist viel unterwegs, aber auch gerne Zuhause. Im Video-Fragebogen zur turi2 edition #7 verrät sie, dass sie die Adventszeit in New York verlebt und immer eine Schlafmaske im Koffer hat, denn nur bei kompletter Dunkelheit, bekommt sie nachts die Augen zu. Am liebsten ist sie mit ihrem Freund Daniel unterwegs. Zusammen haben sie schon mehrere Wochen auf nur 4 Quadratmetern verbracht.
turi2.tv (2-Min-Video bei YouTube)

Blogger-Pionier Robert Basic ist tot.

Robert Basic ist tot. Der Blogger-Pionier starb in der Nacht zum Freitag an einem Herzleiden, teilt Don Dahlmann zuerst bei Twitter mit. 2009 hatte Robert Basic sein 2003 gegründetes Blog basicthinking.de bei Ebay versteigert. Seitdem war er als Berater, Blogger, Speaker und Event-Gestalter tätig. Sein Alter ist öffentlich nicht bekannt.
mobilegeeks.de, ruhrbarone.de, basicthinking.de, meedia.de, turi2.tv (Interview mit Robert Basic von 2009)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Robert Basic will mit seinem Lokalnews-Portal Buzzriders.com runter "auf die Straßenebene" (2009)

Wohn-Bloggerin Holly Becker bekommt ein eigenes Magazin.

Deutsche Medienmanufaktur, das Joint-Venture von Gruner + Jahr und dem Landwirtschaftsverlag Münster, bringt das nächste Maskottchen-Magazin an den Kiosk: US-Bloggerin Holly Becker (Foto) steht Partin für einen Ableger von Living at home. Das Influencer-Wohnmagazin soll zweimal im Jahr erscheinen, erstmals am 24. Januar 2019. Chefredakteurin ist - wie veim Mutterheft - Sinja Schütte.
meedia.de, livingathome.de (1-Min-Video)

Studie: Unterschiede zwischen Bloggern und Journalisten sind kleiner als erwartet.

Blogger sind Journalisten ähnlicher als es den Redakteuren wahrscheinlich lieb sein darf, fasst Medienforscher Olaf Hoffjann eine Studie für die gewerkschaftsnahe Otto Brenner Stiftung zusammen. Journalisten wollten aber eher mehr kontrollieren und kritisieren, während Blogger eher ihre Leser unterhalten wollten. Blogger vertreten außerdem eher eine subjektive statt neutrale Sicht.
deutschlandfunk.de (8-Min-Audio), otto-brenner-stiftung.de

fragebogen2: Richard Gutjahr.


fragebogen2: Richard Gutjahr wollte als Kind am liebsten nach den Sternen greifen und Astronaut werden. Seine Mathematik-Abneigung machte diese Pläne zunichte, erklärt er im Video-Fragebogen von turi2.tv. Nun moderiert er im Fernsehen, schreibt als Blogger ins Internet und ist stolzer Besitzer des allerersten jemals verkauften iPads. Außerdem verrät er, dass er Blockflöten vor allem schräge Töne entlockt und eine Schwäche für Binge Watching hat.
turi2.tv (99-Sek-Video auf YouTube)

Analyse: Zahlreiche Blogger nehmen ihre Seiten wegen der DSGVO vom Netz.

DSGVO: Enno Park sammelt in einer nicht repräsentativen Umfrage auf Twitter Blogs, die wegen der neuen EU-Richtline den Stecker auf ihren Websites gezogen haben. Nach nur 24 Stunden landet er bei über 300 Seiten, er gehe allerdings von "einer Dunkelziffer mindestens um den Faktor 10" aus. Damit gehe ein Stück Netzkulturgeschichte des frühen 21. Jahrhunderts verloren.
ennopark.de via bildblog.de

Meinung: Kennzeichnungs-Pflicht für Influencer ist angreifbar.

Influencer müssen Werbeposts transparent kennzeichnen – ein Rechtsstreit zwischen Bloggerin Vreni Frost und dem Verband Sozialer Wettbewerb zeigt, dass die korrekte Kennzeichnung trotzdem nicht vor Abmahnungen schützt. Der Verband wirft der Bloggerin vor, nicht gekennzeichnete Werbung zu verbreiten. Cornelia Holsten, Chefin der Landesmedienanstalten, sagt, aus Reguliererperspektive habe die Bloggerin nichts falsch gemacht. Der Verband fordere Transparenz, die er selbst nicht einhalte, denn auf seiner Webseite sei seine Zielsetzung nicht erkennbar.
horizont.net

Don Alphonso führt seine Blogs bei Welt.de weiter.

Don Alphonso bloggt bei der "Welt" weiter. Der erste Text erscheint heute. Im Interview mit Stefan Winterbauer sagt Rainer Meyer, ihm sei wichtig, dass die Leitungsebene seines neuen Blog-Zuhauses auch mit rauen Tonarten im Netz umgehen könne. Den Shitstorm gegen die "FAZ" habe er als überzogen empfunden.
meedia.de (Interview), welt.de (Blogbeitrag), turi2.de (Background)

TV-Tipp: Tilo Jung trifft arabische Videostars.

TV-Tipp: Video-Blogger Tilo Jung erkundet die Welt der arabischen Videostars. Er spricht mit YouTubern aus Kairo, Dubai und Aleppo. Wie in seiner eigenen Videoreihe fragt er jung & naiv, setzt aber oft westliche Maßstäbe an. Arte zeigt die Doku um 22.10 Uhr im TV und schon jetzt in der Mediathek. Online-Kurzvideos mit Stimmen arabischer Internet-Nutzer u.a. über Zensur, Religion und die Rolle von Frauen ergänzen die Doku.
tagesspiegel.de, sueddeutsche.de, arte.tv (52-Min-Video), arte.tv (Kurzvideos)

Rheinneckarblogger Hardy Prothmann verteidigt fiktive Terror-Geschichte.

Rheinneckarblog: Blogger Hardy Prothmann wirft dem SWR vor, "sehr unsauber" über seine erfundene Geschichte über einen Terror-Angriff in Mannheim berichtet zu haben. Keiner der Journalisten, die von "Fake News" schrieben, kannte den Text hinter der Paywall komplett, ebenso der allergrößte Teil der Leute, die wüste Kommentare und Beschimpfungen hinterließen. Die massiven Reaktionen würden deutlich machen, "wie wenig Medienkompetenz beim Großteil der Kommentatoren erkennbar ist".
rheinneckarblog.de, turi2.de (Background)

Rheinneckarblog verbreitet angebliche Terror-Nachrichten.

Rheinneckarblog erfindet einen Beitrag über einen angeblichen Terroranschlag in Mannheim mit 130 Toten, Aufklärung gibt es erst hinter der Paywall. Blog-Betreiber Hardy Prothmann findet das rechtens, um Aufmerksamkeit für Fake News und "mögliche Bedrohungslagen" zu schaffen. Er habe sowohl den Bürgermeister als auch den Polizeipräsidenten informiert. Beide hatten gebeten, keine Falschmeldungen zu verbreiten. Im Netz erntet Prothmann einen Shitstorm.
deutschlandfunk.de, faz.net

MDR ist der neue Partner des Medien-Watchblogs Altpapier.

MDR bietet dem Medienwatchblog Altpapier, der sich im August von seiner bisherigen Heimat evangelisch.de verabschiedet hat, ein neues Zuhause. Inhaltlich soll sich nichts ändern, es gibt aber optisch einen frischen Anstrich, einen automatischen Newsletter und die Vorlesefunktion des MDR. René Martens, Christian Bartels, Juliane Wiedemeier und auch wieder Klaus Raab arbeiten mit. Der MDR ist das inzwischen vierte Dach des ältesten Medienwatchblogs Deutschlands, der 2000 startete.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

"Fake News"-Vorwurf: stern.de-Redakteur siegt vor Gericht gegen Blogger.

stern.de und Redakteur Marc Drewello wehren sich vor dem Landgericht Hamburg erfolgreich gegen die Zuschreibung "Fake-News-Produzent". Der Blauer-Bote-Blogger Jens Bernert kann seine "Nachrichtenfälscher"-These nicht belegen und soll jetzt die Kosten des Verfahrens tragen, schreibt Boris Rosenkranz. Die Richterin bereitet den Privatmann Bernert auf 5.000 bis 10.000 Euro Kosten vor.
uebermedien.de

Zahl des Tages: "Wall Street Journal" schließt acht Blogs.

Zahl des Tages: Gleich 8 Blogs stellt das "Wall Street Journal" auf einen Schlag ein. Opfer sind u.a. das 2006 gestartete Law Blog, eins der ältesten Blogs der Zeitung, die Asien-Blogs China Real Time Report und India Real Time und das Sport-Blog The Daily Fix. Die Themen der Blogs sollen sich in anderen Bereichen der Zeitung und ihres Digital-Angebots wiederfinden.
niemanlab.org

Tourismus-Branche macht sich die Glaubwürdigkeit von Reisebloggern zu Nutze.

Reiseblogger sind für die Tourismusbranche inzwischen gern gesehene Gäste, weil sie ihren Lesern Nähe und Glaubwürdigkeit vermitteln, schreibt Robert B. Fishman. Den Influencern reine Werbebotschaften unterzujubeln, funktioniere zwar nicht, dennoch interessiere manche Instagramer oft mehr die optische Wirkung ihrer Bilder als kritisches Nachfragen.
taz.de

Zitat: Sascha Lobo hält Gesetze und Algorithmen für den falschen Weg, gesellschaftliche Probleme zu lösen.

"Man darf nicht den Fehler machen, zu hoffen, wenn bloß das richtige Gesetz erlassen ist, wenn bloß Facebook den richtigen Algorithmus aus der großen Kiste holt – dann ist das ganze Problem gelöst."

Internet-Erklärer Sascha Lobo hält nichts davon, mit einem schnell durchgeboxten Gesetz gegen Hasskommentare im Netz ein gesellschaftliches Problem zu lösen. Heute berät der Bundestag über den Gesetzesentwurf von Heiko Maas.
taz.de

Ehefrau des Bloggers Raif Badawi bittet Angela Merkel um Hilfe.

Saudi-Arabien: Ensaf Haidar, Ehefrau des Bloggers Raif Badawi, bittet Bundeskanzlerin Angela Merkel um Hilfe für ihren Mann. Es gehe ihm nicht gut - weder kör­per­lich noch see­lisch, sagt Haidar der "Bild am Sonntag". Merkel reist am Sonntag nach Saudi-Arabien. Badawi sitzt wegen angeblicher Beleidigung des Islams für zehn Jahre in Haft.
bild.de, vorab.bams.de (Vorab), turi2.de (Background)

Studie: Private Blogs kennzeichnen PR nicht ausreichend.

Schleichwerbung in privaten Blogs: Viele Blog-Betreiber trennen Werbung nicht sauber von redaktionellen Inhalten, sagt eine Studie der Uni Osnabrück und der privaten Hochschule BiTS. In rund der Hälfte der 389 untersuchten, zumeist privaten Blogs war die Zusammenarbeit mit Firmen nicht klar als PR gekennzeichnet. Besonders anfällig seien Blogs zu den Themen Reisen, Schuhe und Essen.
"Spiegel" 15/2017, S. 61 (Paid)

Wir graturilieren: Felix Schwenzel wird 48.


Wir graturilieren: Felix Schwenzel, seit zwei Jahrzehnten Blogger von wirres.net und im Hauptberuf Projektentwickler beim Berliner IT-Dienstleister EsPresto, feiert heute seinen 48. Geburtstag. Für sich selbst wünscht er sich nichts, für die Welt "eventuell mehr Ambiguitätstoleranz". Er freut sich, ein neugieriger und wissbegieriger Mensch zu sein, und findet, dass er derzeit zu wenig ins Internet schreibt. Dafür lotet er die Grenzen der Hausautomatisation aus, etwa mit Status-Updates seiner Waschmaschine, und schiebt die Vorbereitung seines Republica-Vortrags vor sich her. Felix Schwenzel kocht gerne - zur Feier seines Geburtstages tut er das heute für Freunde. Wer ihm gratulieren will, macht das am besten digital, z.B. bei Twitter, Facebook oder per E-Mail, bitte "bloß nicht anrufen". (Foto: EsPresto)

Haben Sie eine Vorschlag für eine Graturilation in den nächsten Tagen? Dann Mail an post@turi2.de!

"Zeit": Heiko Maas drängte auf Einstellung von Ermittlungen gegen Netzpolitik.org.

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Ermittlung nach Maas: Bundesjustizminister Heiko Maas hat bei den Ermittlung gegen das Blog Netzpolitik.org wegen Landesverrats im Frühjahr 2015 womöglich eine andere Rolle gespielt als bisher eingestanden. Das berichtet die "Zeit" unter Berufung auf interne Akten der Bundesanwaltschaft. Demnach soll Maas über seine Staatssekretärin Stefanie Hubig mehrfach und unter Androhung sofortiger Entlassung massiv gedrängt haben, die Ermittlungen gegen die beiden Blogger Markus Beckedahl und Andre Meister einzustellen. Bisher hatten Maas und Vertreter seines Ministeriums stets bestritten, entsprechende Anweisungen an den Generalbundesanwalt gegeben zu haben.

Die Bundesanwaltschaft hatte im Frühjahr 2015 Ermittlungen gegen Beckendahl und Meister aufgenommen, nachdem Netzpolitik.org vertrauliche Unterlagen u.a. zu Abwehrmaßnahmen gegen Cyberangriffe veröffentlicht hatte. Der damalige Generalbundesanwalt Harald Range sagte damals öffentlich, Maas behindere die Ermittlungen und übe Druck aus, weil die Strafverfolgung von Journalisten politisch nicht opportun sei. Range verlor nach diese Aussage sein Amt, wenige Tage später wurden die Ermittlungen eingestellt.
zeit.de

Ex-Blogger Sascha Pallenberg wechselt in die PR-Redaktion von Daimler.

Sascha Pallenberg 150Sascha Pallenberg, Gründer von MobileGeeks, wechselt vom Journalismus in die PR: Der Blogger geht in die Unternehmenskommunikation von Daimler. Beim Autobauer entsteht ein neues Redaktionsteam, das vor allem die konzerneigenen Kanäle befüllen soll. Pallenberg soll helfen, Advertorials und Content Marketing des Konzerns eleganter und interessanter zu gestalten, schreibt Jörg Howe, Kommunikationschef von Daimler. Er will beim Autobauer künftig mehr auf eigene Medien setzen als auf klassische Werbung und PR.

Damit holt Daimler den zweiten, prominenten Journalisten in Folge: Im Oktober gab der Konzern bekannt, dass der frühere "stern"-Chefredakteur Dominik Wichmann mit seiner Looping Group für die Stuttgarter ein Content House entwickelt.
prreport.de, blog.daimler.de, turi2.de (Wichmann)

Christoph Kappes will "Breitbart News" beobachten.

Christoph Kappes 150Schmalbart will den geplanten deutschen Ableger der rechtspopulistischen Newsseite Breitbart News beobachten und eine "Reflexionsebene" liefern. Initiator Christoph Kappes sieht "ganz normale Bürger" als Zielgruppe, daher sei einfache Sprache Pflicht. Die Inhalte müssen "snackable" sein und sachlich bleiben, ohne Herablassung. Für den Testbetrieb ab dem 1. Februar 2017 mit Kopp Online als "Übungsprojekt" sucht Kappes Mitstreiter.
christophkappes.de, turi2.de (Background)

"Spiegel": Heiko Maas hat in Ermittlungen zu #Landesverrat nicht die Wahrheit gesagt.

demo netzpolitik.org 1.8.2015 berlin 600
Zwischen Maas-nahme und Range-lei: Ein interner Vermerk der Bundesanwaltschaft deutet darauf hin, dass Justizminister Heiko Maas bei den Ermittlungen gegen die Blogger von Netzpolitik.org nicht die Wahrheit gesagt hat, schreibt der "Spiegel". Maas hatte beteuert, dem damaligen Generalbundesanwalt Harald Range keine Weisung erteilt zu haben, den Auftrag für ein Gutachten zu kassieren.

Aus einer Aktennotiz geht nun hervor, Range sei sehr wohl angewiesen worden, die Erstellung des Gutachtens zu stoppen und den dazugehörigen Auftrag zurückzunehmen, andernfalls werde er entlassen. Ein von Range bestellter Gutachter kam in einer ersten Einschätzung zu dem Schluss, dass die Blogger zumindest in einem Fall ein Staatsgeheimnis veröffentlicht haben könnten. Maas entließ Range im Sommer 2015 tatsächlich wegen der Ermittlungen des Landesverrats gegen netzpolitik.org.
Vorabmeldung "Spiegel" 36/2016, Seite 32, turi2.de (Background), turi2.de (Entlassung Range)

Essener Lokalblog deckt Fake-Vita von SPD-Politikerin auf.

Petra Hinz 150Lokalblog Informer bringt die SPD-Abgeordnete Petra Hinz, 54, zu Fall. Das Online-Magazin aus Essen hatte aus Parteikreisen von Ungereimtheiten in ihrem Lebenslauf erfahren. Tatsächlich ist ihre Vita größtenteils frei erfunden: Hinz hat weder Staatsexamen, noch Studium oder Abitur. Ihre Bundestagskandidatur für 2017 hat sie zurückgezogen.
spiegel.de, meedia.de, informer-magazine.de

Niggemeier geht Verschwörungstheorien von Udo Ulfkotte auf den Grund.

Stefan Niggemeier-150Aufklärungsarbeit: Stefan Niggemeier startet die Serie Ulfis Welt, in der er die Verschwörungstheorien von Udo Ulfkotte zerpflückt. Z.B. die über eine Mutter, die von IS-Kämpfern gezwungen wurde, ihren Sohn zu essen. Die haarsträubende Geschichte stammt im Original aus der britischen “Sun“, ist bereits ein Jahr alt und nicht belegt.
uebermedien.de

Torten-Angreifer war als Journalist akkreditiert.

Sahra Wagenknecht bekommt Torte ins Gesicht 150Torten-Angreifer: Der Mann, der Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht beim Bundesparteitag in Magdeburg mit einer Torte attackiert hat, war als Journalist akkreditiert, berichtet "Bild am Sonntag". Er hatte sich unter dem Namen Norbert G. für das linksautonome Blog Straßen aus Zucker angemeldet. Laut "BamS" gehört der Angreifer der linksextremen Gruppierung "AG No tears for Krauts" an, die sich selbst als "antideutsch" bezeichnet und Ende April bereits Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow mit einer Kamera bedrängt hatte.
vorab.bams.de, youtube.com (30-Sek-Video)