Journalisten wollen mit MedWatch medizinische Fakenews aufklären.

MedWatch startet im Herbst als gemeinnützige News-Plattform zu Medizinthemen. Die Gründer Nicola Kuhrt, früher Spiegel Online, und Hinnerk Feldwisch-Drentrup gucken bei MedWatch der Pharma-Industrie auf die Finger und warnen vor angeblichen "Wunder-Therapien". Datenjournalisten und Programmierer bauen eine Software, die das Netz automatisiert nach medizinischen Fakenews durchsucht. Kuhrt und Feldwisch-Drentrup setzen auf Stiftungsfinanzierung, ein Crowdfunding und planen einen Paid-Bereich für Abonnenten.
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MDR ist der neue Partner des Medien-Watchblogs Altpapier.

MDR bietet dem Medienwatchblog Altpapier, der sich im August von seiner bisherigen Heimat evangelisch.de verabschiedet hat, ein neues Zuhause. Inhaltlich soll sich nichts ändern, es gibt aber optisch einen frischen Anstrich, einen automatischen Newsletter und die Vorlesefunktion des MDR. René Martens, Christian Bartels, Juliane Wiedemeier und auch wieder Klaus Raab arbeiten mit. Der MDR ist das inzwischen vierte Dach des ältesten Medienwatchblogs Deutschlands, der 2000 startete.
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Medien-Watchblog Altpapier verabschiedet sich von evangelisch.de.

Altpapier verabschiedet sich heute mit dem Start einer Nutzer-Umfrage von seiner bisherigen Heimat evangelisch.de. Der Abschied des werktäglichen Medien-Watchblogs aus dem Netz soll nur vorübergehend sein, die Autoren suchen einen neuen Partner. In seiner vorerst letzten Ausgabe beobachtet das Altpapier u.a., dass die Medien mit Anschlägen wie in Barcelona mittlerweile recht professionell umgehen.
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"Fake News"-Vorwurf: stern.de-Redakteur siegt vor Gericht gegen Blogger.

stern.de und Redakteur Marc Drewello wehren sich vor dem Landgericht Hamburg erfolgreich gegen die Zuschreibung "Fake-News-Produzent". Der Blauer-Bote-Blogger Jens Bernert kann seine "Nachrichtenfälscher"-These nicht belegen und soll jetzt die Kosten des Verfahrens tragen, schreibt Boris Rosenkranz. Die Richterin bereitet den Privatmann Bernert auf 5.000 bis 10.000 Euro Kosten vor.
uebermedien.de2 Kommentare

Neues Watchblog nimmt Populismus-Seiten ins Visier.

Schmalbart Network startet Beobachter Völkischer, ein Watchblog für Publikationen, die unter Populismus-Verdacht stehen. Auf der Beobachtungsliste finden sich u.a. Compact, Tichys Einblick und die Schweizer Weltwoche. Die Autoren um Christoph Kappes wollen "nicht in erster Linie anklagen", sondern die Diskussion versachlichen.
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Facetime mit … Roland Tichy: "Das Geschrei wird schriller, aber leiser".


Der Meinungskrieg geht weiter: Roland Tichy blickt auf ein erfolgreiches Jahr als Medienunternehmer zurück. Der Ex-Chefredakteur der "WirtschaftsWoche" polarisiert mit Tichys Einblick online und in Print. Seinen Kritikern unterstellt Tichy "böse Absicht" – wer anderer Meinung sei, werde in Deutschland schnell als AfD-nah oder Nazi dargestellt. "Das Geschrei wird schriller, aber leiser", sagt Tichy im turi2.tv-Gespräch – immer mehr Menschen bildeten sich ihre Meinung im Netz selbst.

Sie würden Stereotype und Urteile von außen nicht mehr einfach akzeptieren, sondern selber nach Fakten suchen. Auf den Vorwurf, selbst mit Sterotypen zu arbeiten, geht Tichy nicht ein und spielt den Ball zu Kollegen: Auch die "grandiose taz" arbeite mit provokanten Überschriften. Tichys Einblick soll 2017 weiter wachsen und multimedialer werden. Geschichten der Zeitschrift "Tichys Einblick" werden zu Videos – die wechselseitige Durchdringung der Medien mache Spaß.
youtube.com (7-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), youtube.com (ungekürzte 15-Min-Fassung)

Aus dem Archiv: interview2 mit Roland Tichy über seine Arbeit für Xing.

Ungeschnitte Fassung des Gesprächs:
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"Tichys Einblick" startet mit vielen Abos – ein Buchverlag soll folgen.

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Meinung bringt Moneten: Roland Tichy beliefert am Montag eine vierstellige Zahl an Abonnenten mit der Erstausgabe seines Magazins. Der Ex-"WiWo"-Chef druckt sein liberal-konservatives Blog 70.000-fach aus und verlangt dafür acht Euro. Den Titel von "Tichys Einblick" ziert – unvermeidbar – eine ratlose Kanzlerin, Bettina Röhl schreibt über den "Horror der ewigen Kanzlerschaft Merkel". Tichy will laut kress.de unter dem Label "Tichys Einblick" auch Bücher herausgeben, was der nächste logische Schritt zu einem kleinen Medienhaus wäre.

Tichys Team publiziert aber nicht nur von der Website bekannte Töne auf Papier, es gibt auch hervorstechende Formate: Mit Opel-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann steigt Tichy in ein neues Elektroauto. Den Talk während der Tour halten mehrere Kameras innerhalb und außerhalb des Wagens fest – eine aufwändige Produktion fürs Digitale. Der zum Verleger mutierte Chefredakteur betont, dass "Tichys Einblick" onlinegetrieben sei: "Andere Verlage verstehen Internet als Vertriebskanal, wir bringen Internet ins Print."
kress.de, tichyseinblick.de, turi2.de (Video-Interview)

Aus dem turi2.tv-Archiv:
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Klick-Tipp: Websites lassen die Traffic-Hosen runter.

Klicktipp-Icon-JPGKlick-Tipp: News-Seiten und Blogger folgen dem Beispiel von Zeit Online und legen ihren Traffic offen. Die #trafficleaks zeigen in der neu aufgeflammten Debatte ums Leistungsschutzrecht, wie sehr die Seiten von Google profitieren. Tilman Wagner dokumentiert die Tortendiagramme, die zeigen, woher die Nutzer von Zeit Online, t3n, "Nordwest-Zeitung", "Prisma", "FAZ", "NZZ", Basic Thinking und anderen kommen.
medium.comKommentieren ...

Rheinneckarblog setzt doch nicht auf Laterpay als Zahlungssystem.

rheinneckarblogRheinneckarblog kooperiert doch nicht mit Laterpay, laut Gründer Hardy Prothmann "eskalierte innerhalb eines Tages die bis dahin unproblematische Vorbereitung". Er wolle die Leser transparent über die Gründe informieren, hole dafür allerdings erst Rechtsbeistand ein. Auf turi2-Anfrage antwortet Laterpay-Gründer Cosmin Ene, die erwähnte Eskalation habe eine nicht von Laterpay herbeigeführte Vorgeschichte, auf die das Unternehmen aus Respekt vor dem Kunden nicht näher eingehen wolle.
rheinneckarblog.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Wir graturilieren: Alexander Hüsing wird 42.

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Wir graturilieren: Alexander Hüsing, Gründer von deutsche-startups.de, wird heute 42 Jahre alt. Das Geschenk kam schon vor fünf Monaten an: Seine Frau Veronika brachte das zweite Kind zur Welt. Der "Wurm" und eine OP bei der großen Tochter hielten Hüsing zuletzt vom zweitliebsten Hobby (nach Startups) ab: Batman-Comics. Ein paar ungelesene Werke liegen noch im Keller. Hüsing feiert heute bescheiden mit der Familie. Los geht es mit einem Weißwurstfrühstück, später gibt es Kaffee und Waffeln.

Zwischendurch gehen sicher einige Startup-News über seinen Tisch. Neben seiner Familie sei deutsche-startups.de das Beste, das er im Leben erreicht habe: ein Job, der Spaß macht und mit dem er Geld verdienen kann. Hüsing gründete das Portal 2007 mit Stefan Vosskötter, Startkapital gaben der European Founders Fund der Samwer-Brüder sowie Holtzbrinck Ventures. Da war er bereits ein Intimkenner der Startup-Szene: Schon im Jahr 2000, als Volontär beim "Kressreport", schrieb Hüsing über Firmengründer. Glückwünsche nimmt Hüsing auf allen Wegen, außer per Fax, entgegen. E-Mail, Twitter, Xing und LinkedIn bieten sich an, Rauchzeichen müssten gen Berlin-Wedding gerichtet werden.Kommentieren ...

"Morgenpost" mag sich nicht mit Checkpoint vergleichen lassen.

Berlinlive-150Berliner Morgenpost will ihre App Berlinlive durch bezahlte Blogposts bewerben lassen, berichtet Felix Schwenzel. Die Offerte an die Blogger stellt aber gleich klar: Vergleiche mit dem Checkpoint-Newsletter vom "Tagesspiegel" sind verboten. Weil Schwenzel sich darauf nicht einlassen mag, listet er stattdessen die Nachteile von Berlinlive auf.
wirres.net, turi2.de (Background)

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Essener Lokalblog deckt Fake-Vita von SPD-Politikerin auf.

Petra Hinz 150Lokalblog Informer bringt die SPD-Abgeordnete Petra Hinz, 54, zu Fall. Das Online-Magazin aus Essen hatte aus Parteikreisen von Ungereimtheiten in ihrem Lebenslauf erfahren. Tatsächlich ist ihre Vita größtenteils frei erfunden: Hinz hat weder Staatsexamen, noch Studium oder Abitur. Ihre Bundestagskandidatur für 2017 hat sie zurückgezogen.
spiegel.de, meedia.de, informer-magazine.de1 Kommentar

Blogfoster erhält neues Geld.

blogfoster-logoBlogfoster, Blog-Vermarkter aus dem Axel Springer Plug and Play Accelerator, sammelt frisches Geld ein. Die bisherigen Investoren, darunter Springers Accelerator, schießen Geld nach. Als neuer Investor steigt yabeo Capital ein. Wie viel Geld Blogfoster erhält, teilt das Unternehmen nicht mit, spricht aber von einer "Millionensumme". Mit dem Geld will Blogfoster unter anderem 15 neue Mitarbeiter einstellen und ein neues Büro in Berlin beziehen.
blogfoster.comKommentieren ...

ARD-Hauptstadtblog will Politik interessanter machen.

ARD-Hauptstadtstudio-150ARD-Hauptstadtstudio startet am 28. August das "ARD-Hauptstadtblog". Die TV- und Radio-Korrespondenten im Berliner Hauptstadtstudio wollen das Angebot von tagesschau.de mit Kommentaren, Tweets und Geschichten hinter den Kulissen ergänzen. Studioleiterin Tina Hassel wünscht sich "Politikberichterstattung, die bei den Menschen ankommt" und will engeren Kontakt mit Zuschauern und Hörern pflegen.
haz.de (letzter Absatz)Kommentieren ...

China verschärft Internetzensur & blockiert Medium.

medium_logoChina blockiert die Blog-Plattform Medium: Die chinesischen Behörden scheinen ihre Internetblockade zu verschärfen. Die bisher von der Internetzensur weitgehend verschont gebliebene Online-Plattform ist seit wenigen Tagen in China nicht mehr erreichbar. Medium hatte erst kürzlich ein neues System für Webseiten-Betreiber gestartet, bei dem diese auch Werbeerlöse generieren können.
reuters.com, mashable.comKommentieren ...

Zitat: Kai Gniffke ist des Bloggens müde.

kai-gniffke150"Diese Energie vor Mitternacht noch mal aufzuwenden, nach einem langen Arbeitstag, dazu braucht es eine hohe Motivation, und die ist mal stärker und mal weniger stark."

Chefredakteur Kai Gniffke schreibt weniger im "Tagesschau"-Blog, weil er bei manchen Nutzern "gegen eine Wand" schreibe und manche seine Erläuterungen zur Skandalisierung missbrauchten.
"Journalist" 2/2016, S. 27, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Meinung: Modebloggerinnen zeigen "Stutenbissigkeit".

Modebloggerinnen Google Screenhsot 150Modebloggerinnen haben sich zunehmend professionalisiert, beobachtet Anne Höweler, deren Agentur Blogger-Kooperationen mit Firmen einfädelt. Die jüngeren Bloggerinnen denken viel strategischer als die Modeblogs der ersten Stunde, laufen aber auch Gefahr, jedes Angebot anzunehmen. In letzter Zeit bemerkt Höweler immer mehr "Anflüge von Stutenbissigkeit".
welt.deKommentieren ...

DJV-Chef Frank Überall bloggt über Journalisten-Bedrohungen.

Frank Überall 150Frank Überall, Chef des Deutschen Journalisten-Verbandes, startet im Januar das Blog augenzeugen.info. Er will darin über die zunehmende Bedrohung von Journalisten u.a. durch Rechtsextremisten schreiben. Frank Überall ruft Kollegen dazu auf, Fälle von Bedrohung zu melden und diese öffentlich zu machen.
"Journalist" 01/2016 (Vorabmeldung), augenzeugen.info (noch inaktiv)Kommentieren ...

Basic thinking wird zur GmbH.

Basic Thinking 2015 150Basic thinking, durch viele Hände gegangenes Tech- und Trend-Blog, wird zur GmbH. Mehrheitsgesellschafter ist der aktuelle Besitzer Tim Schumacher, sein Chefredakteur Tobias Gillen hält 25,1 % der Anteile. Gillen begründet den Schritt mit dem schnellen Erfolg des Blogs. Basic thinking sei seit Juli rentabel. 2016 sollen ein weiteres Blog, eine App und ein Buch entstehen.
basicthinking.deKommentieren ...

Stadtmagazin "Mucbook" reduziert sich aufs Essen.

mucbook5-150Mucbook Print erfindet sich neu: Das gedruckte Stadtmagazin des gleichnamigen Münchner Multi-Autoren-Blogs hat alle aktuellen Inhalte wie z.B. Termine über Bord geworfen. In der ersten neuen Ausgabe mit 15.000 Exemplaren Auflage dreht sich monothematisch alles ums Essen - von Take-Away-Tipps bis Foodporn. Hinter dem 68-Seiten-Heft für 4 Euro steht der text:bau Verlag des Journalisten Marco Eisenack.
mucbook.de, mucbook.de (Heftvorschau)Kommentieren ...

WeltN24 startet Rechercheblog neu.

weltn24-150WeltN24 möbelt sein Rechercheblog auf: Unter der neuen Adresse investigativ.de präsentiert das Team um Investigativ-Chefreporter Jörg Eigendorf aktuelle Recherchen und eigenproduzierte Videos sowie Links zu investigativen Beiträgen anderer Medien. Neben Autorengesprächen fasst das Blog auch das internationale Medienecho auf die eigenen Recherchen zusammen.
meedia.de, investigativ.welt.deKommentieren ...

Meinung: Die Kommentarfunktion gehört abgeschafft.

Troll 150Newsseiten sollten auf Kommentare verzichten, findet Martin Weigert. Studien hätten belegt, dass beleidigende Kommentare die Vermittlungswirkung eines Artikels schmälern. Moderation binde zu viele Ressourcen, eine Abschaffung sei sinnvoller. Auch weiterhin könne jeder seine Meinung etwa auf einem eigenen Blog kundtun - unter dem Artikel seien die Kommentare aber nicht mehr zeitgemäß.
t3n.deKommentieren ...

Meinung: Facebooks Blogging-Funktion wird ein Fehlschlag.

Facebook Logo 150Notes, die neu aufgewertete Blogging-Funktion von Facebook, wird ein Fehlschlag, ist sich Netzpilot Tobias Schwarz jetzt schon sicher. Dafür sprächen vor allem fehlende Funktionen wie Embedding oder individuelle Gestaltung. Auch glaubt Schwarz, dass Blogger langfristig Reichweite kaufen müssten, finanziell aber nicht mit den Medienhäusern mithalten können.
netzpiloten.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...