ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm will nicht nur in der Nische senden.


Nicht nur Nische: Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks und amtierender ARD-Vorsitzender, blickt gespannt auf 2019. Dann entscheiden die Länder wie der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks künftig sein soll. "Über allem steht, dass die Rundfunkfreiheit gewährt bleibt", sagt Wilhelm im Interview mit turi2.tv heute in München. Nicht minder wichtig ist ihm, dass die ARD nicht zum Informations- und Kultur-Nischenprogramm zusammengestutz wird, sondern auch künftig Filme, Sport und Unterhaltung zeigen darf: "Alles gehört zum Leben und die einzelnen Sendungen kann man auch nicht glasklar nur einer bestimmten Kategorie zuordnen".

"Ermutigend" nennt Wilhelm das Ergebnis der Volksabstimmung über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Schweiz: "Wenn das anders ausgegangen wäre, hätte das sicher auch eine Wirkung gehabt für die Diskussion in Deutschland." Hierzulande stellt er erfreut fest, dass das "Vertrauen in die etablierten Medien, auch in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wieder steigt". Über die Einigung mit den Verlagen, was ARD und ZDF online dürfen, ist Wilhelm froh und sieht sich im gemeinsamen Kampf gegen Facebook & Co: "Ein überwölbendes gemeinsames Interesse ist glaube ich ein guter Hintergrund, um gut auszukommen."
turi2.tv (5-Min-Video)

Meinung: ARD-Anstalten stehen sich bei Recherche-Kooperationen selbst im Weg.

ARD könnte Recherchen mit einer gemeinsamen Investigativ-Sendung wuchtiger präsentieren, meint Ulrike Simon, kennt aber auch den Haken: die ARD. Vor der Vereinigung der sechs Polit-Magazine würden Bedenkenträger-Arbeitsgruppen das meiste zerreden. Also kooperieren öffentlich-rechtliche Redaktionen verstärkt mit externen Partnern.
spiegel.de (Paid)

"Spiegel" zeigt die Wahlkampf-Welt des Helmut Markwort.

Fakten, Fakten, Fakten: Der "Spiegel" begleitet Helmut Markwort in die bayerische Provinz zu einem Wahlkampfauftritt. Der frühere "Focus"-Chef tritt auf wie eine Mischung aus Guido Westerwelle und bayerischem Trump: Er geht mit einem gelben Faktomobil auf Stimmenfang für die FDP, was seinen Streit mit dem BR über ein Wahlkampf-Plakat angeht, gibt er sich uneinsichtig, schreibt Alexander Kühn.
"Spiegel" 40/2018, S. 75 (Paid)

BDZV-Präsident Döpfner unterstützt Idee eines "europäischen YouTube".

Europäisches YouTube: Der Vorstoß von ARD-Chef Ulrich Wilhelm (Foto) rennt bei den Zeitungsverlegern offene Türen ein. Der BDZV "verfolge interessiert" die Idee einer Plattform, die unabhängig von den US-Konzernen ist, sagt Mathias Döpfner. Unklar ist Döpfner, wie Öffentlich-Rechtliche und private Unternehmen zusammen daran arbeiten könnten, ohne dass die Systeme verschmelzen. Wilhelm schlägt beim Zeitungskongress vage vor, Öffentlich-Rechtliche könnten ihre Videos beisteuern - und die Verlage die Einordnung dazu.
turi2 vor Ort beim Zeitungskongress, turi2.de (Background)

BR-Intendant Wilhelm sieht den Staat in der Pflicht, europäische Plattform zu initiieren.

Europäische Medienplattform: BR-Intendant Ulrich Wilhelm sieht den Aufbau einer Plattform, die Funktionen von YouTube, Facebook und Google kombiniert, aber nach europäischen Regeln arbeitet, als staatliche Aufgabe, sagt er im "Handelsblatt"-Interview. So wie das US-Militär einst Brutstätte des Internets war, könnten Deutschland und Frankreich Motor sein, um "mit weniger als 50 Mio Euro" "rasch, ohne große Bürokratie" einen Prototypen zu entwickeln. Die Trägerschaft müsse am Ende in unabhängiger Hand liegen, Rundfunkgebühren sollen nicht fließen.
handelsblatt.com (Paid)

Lese-Tipp: Ex-BR-Redakteurin Isabel Mühlfenzl überraschte die Wirtschaftswelt.

Lese-Tipp: Isabel Mühlfenzl, 91, war 1961 die erste Frau in der Wirtschaftsredaktion des Bayerischen Rundfunks. In der männlich dominierten Wirtschaftswelt hat sie manche Interview-Partner überrascht, weil diese "Dr. Mühlfenzl und nicht seine Sekretärin" erwarteten, schreibt Lea Binzer in ihrem Porträt. In den USA hat Mühlfenzl amerikanischen Monetarismus kennengelernt, in Deutschland Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl in Wirtschaftsfragen beraten. 2014 hat sie einen alten Bahnhof gekauft und renoviert.
"Süddeutsche Zeitung am Wochenende", S. R6 (Paid)

Basta: Helmut Markwort übt sich als Auktionator.

Öffentlich-rechtliche Finanzspritze: Helmut Markwort sammelt aktuell Gelder für seinen Wahlkampf für die Landtagswahlen in Bayern. Bei einem Abendessen übte er sich zu diesem Zwecke als Auktionator und versteigerte u.a. eine Rolle in einer BR-Fernsehserie. Markwort, der für seine Politik-Karriere die Moderation seines Sonntags-Stammtischs beim BR abgeben musste, sieht darin kein Problem.
sueddeutsche.de

Securitel entwickelt Kriminalmagazin für Bayerischen Rundfunk.

Bayerischer Rundfunk soll ein wöchentliches Kriminalmagazin bekommen. Securitel, Produktionsfirma des ZDF-Klassikers Aktenzeichen XY … ungelöst, entwickelt die Reihe. Die nach Aktenzeichen-XY-Gründer Eduard Zimmermann benannte Redaktion Eduard Zimmermann - Deutsche Kriminal-Fachredaktion ist eine Tochter von Securitel.
"New Business" 29/2018, S. 32 (Paid), turi2.de (Background)

Gericht: BR muss keine Beleidigungen auf Facebook dulden.

BR siegt vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht im Rechtsstreit mit einem Nutzer, den der Sender sperrte. Das Gericht sagt zwar, dass alle Nutzer Anspruch auf die Kommentarfunktion hätten und ein Verweis auf die Netiquette keinen Ausschluss rechtfertige. Der Nutzer habe aber andere beleidigt und den Diskussionsverlauf nachhaltig gestört. Die Meinungsfreiheit gelte dabei nicht. Seiten-Betreiber müssten bei mehrfachen Beleidigungen nicht jeweils den Kontext prüfen und die strafrechtliche Relevanz bewerten.
skwschwarz.de

Condé Nast holt Wolfgang Kerler als Redaktionsleiter für Wired.de.

Condé Nast macht Wolfgang Kerler, 32, zum Redaktionsleiter von Wired.de. Wolfgang Kerler kommt vom BR, für den er aus dem ARD-Hauptstadtstudio in Berlin unter anderem zu Fake News und IT-Firmen berichtet hat. Er übernimmt für den bisherigen Chefredakteur Nikolaus Röttger, der nach der Einstellung des Print-Magazins die redaktionelle Verantwortung abgegeben hat.
per Mail, turi2.de (Background)

fragebogen2: Richard Gutjahr.


fragebogen2: Richard Gutjahr wollte als Kind am liebsten nach den Sternen greifen und Astronaut werden. Seine Mathematik-Abneigung machte diese Pläne zunichte, erklärt er im Video-Fragebogen von turi2.tv. Nun moderiert er im Fernsehen, schreibt als Blogger ins Internet und ist stolzer Besitzer des allerersten jemals verkauften iPads. Außerdem verrät er, dass er Blockflöten vor allem schräge Töne entlockt und eine Schwäche für Binge Watching hat.
turi2.tv (99-Sek-Video auf YouTube)

P7S1 kooperiert mit Burda, liebäugelt mit De-Flix.


Offen für De-Flix: Conrad Albert, noch bis Ende Mai Interimschef von ProSiebenSat.1, lässt im "Handelsblatt"-Interview medienpolitische Testballons steigen. Er "begrüßt die Idee" einer gemeinsamen On-Demand-Plattform der privaten und öffentlich-rechtlichen Sender. BR-Intendant Ulrich Wilhelm hatte sie wieder auf die Tagesordnung gehoben - Albert nennt ihn einen "echten Vordenker".

Gleichzeitig verkündet Marketing-Chefin Sabine Eckhardt in "W&V" eine Vermarktungs- und Content-Allianz mit Burda. Werbekunden sollen crossmediale Kampagnen bekommen, inhaltlich wollen die Partner bei TV-Sendungen, Websites und Events zusammenarbeiten. Erste Kunden sind das Schmuckhaus Pandora und Elektronikriese Samsung.

Albert erwartet eine offenere Haltung der Kartellbehörden als 2014, als die Plattform "Germanys Gold" in der Prüfung scheiterte. Albert wünscht sich außerdem, dass die Regulierungsrahmen für Plattformen wie YouTube und Fernsehkonzerne wie den seinen ähnlicher werden. Inhaltlich sollen lokale Inhalte und Live-Programme gegen die Konkurrenz aus der Konserve helfen.
"Handelsblatt", S. 22 (Paid, Albert), wuv.de (Burda)

"FAZ": IRT wusste früh über entgangene Mio aus Patenten Bescheid.

ard_zdf_150x150Institut für Rundfunktechnik von ARD und ZDF könnte spätestens 2007 erfahren haben, dass es bei den MPEG-Audio-Patenten Mio-Beträge verloren hat, schreibt Axel Weidemann. Das IRT habe den Fall dann im Dezember 2016 öffentlich gemacht, da durch einen Patentstreit in den USA "eine unangenehme Debatte" drohte. Man habe sich wohl "nicht öffentlich vorhalten lassen" wollen, Mio-Einnahmen verschenkt zu haben.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Video-Tipp: Journalisten diskutieren auf Republica über investigative Recherchen.

Video-Tipp: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger (Foto), Correctiv-Chef Oliver Schröm, Georg Mascolo, Olaf Sundermeyer und Datenjournalistin Uli Köppen diskutierten auf der Republica über investigativen Journalismus. Schlesinger sagt, dieser beginne im Lokalen, etwa bei Recherchen zu korrupten Bürgermeistern. Schröm sagt, Correctiv müsse unter großem Ressourcenaufwand Bildungsangebote machen, um gemeinnützig zu sein.
youtube.com (61-Min-Video)

Antenne Bayern und Bayerischer Rundfunk setzen auf Echo-Skill mit Gute-Nacht-Geschichten.

Radiosender Antenne Bayern und der Bayerische Rundfunk wollen beide jeweils mit einem Skill für Amazons Lauschsprecher Echo junge Zielgruppen erreichen. Antenne Bayern bietet unter dem Titel "Affenbeste Freunde" Gute-Nacht-Geschichten für Kinder, der BR bringt seine Format "Betthupferl" auf den Echo und bietet damit ebenfalls kurze Kindergeschichten zum Einschlafen.
new-business.de (Antenne Bayern), radiowoche.de (BR)

"SZ": Institut für Rundfunktechnik soll Entschädigung erhalten.


Patent entschädigt: Das Institut für Rundfunktechnik von ARD und ZDF hat sich im Prozess um entgangene Patentrechte auf einen Vergleich verständigt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Der Patentanwalt, der für das Technikinstitut tätig war und 200 Mio Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet haben soll, zahle laut dem Vergleich 60 Mio Euro.

Der Bayerische Rundfunk hatte im Mai 2017 Anzeige beim Landgericht München I erstattet, habe sich zu dem Vergleich jedoch nicht äußern wollen. BR-Intendant und ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm sei mit dem Vergleich auf alle Anstalten zugegangen, um deren Einverständnis einzuholen, schreibt die "SZ" unter Berufung auf ARD-Kreise.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Tilmann Schöberl übernimmt den "Sonntags-Stammtisch" von Helmut Markwort.

Bayerischer Rundfunk findet Ersatz für Helmut Markwort, der seinen Sonntags-Stammtisch aufgeben muss, weil er bei der Landtagswahl für die FDP kandidiert. Vorübergehend übernimmt BR-Moderator Tilman Schöberl die Sendung, die seit 2007 in Wirtshausmanier die Themen der Woche abhandelt. Ganz weg ist Markwort aber nicht: Am 15. April tritt er bereits als Gast auf.
br.de

ARD bringt "Dingsda" zurück ins TV.

ARD legt seine Kultsendung "Dingsda" neu auf. Der Bayerische Rundfunk produziert zwölf neue Folgen der Show, in der Kinder Begriffe erklären, die Prominente erraten müssen. Mareile Höppner moderiert. Zu sehen sein werden die Folgen im Herbst im Vorabendprogramm des Ersten. Die ARD zeigte die Show von 1988 bis 1999. Von 2001 bis 2002 gab es bereits eine Neuauflage bei Kabel Eins.
spiegel.de

BJV Report: BR-Strukturreform sorgt für Frust bei den Mitarbeitern.

Bayerischer Rundfunk: Das trimediale Strukturprogramm "BR hoch 3" und die damit verbundenen Sparmaßnahmen sorgen für Frust in den Redaktionen, schreibt der "BJV Report". Redaktionsleiter würden zu Redakteuren abgestuft, Feste Freie übernehmen bei weniger Honorar Redakteursschichten und sogar CvD-Tätigkeiten. Freie bekämen weniger Aufträge, manche TV- und Radiosendungen spart der BR komplett ein. Informationsdirektor Thomas Hinrichs bedauert Ungerechtigkeiten bei der Bezahlung, für eine Gleichbehandlung jedoch "fehlen uns schlicht die Mittel". Die Zahl der Festen Freien will der BR zumindest 2018 nicht verringern.
"BJV Report" 1/2018, S. 9 - 17 (PDF)

Ulrich Wilhelm: Politik muss sich um Netzbetreiber und Plattformen kümmern.

Ministerpräsidenten müssen bei der Neuordnung des Telemediengesetzes auch auf Netzbetreiber und Plattformen achten, meint der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm. Vodafone, T-Online, Web.de und Google News entwickelten sich zu großen Nachrichtenanbietern, die von Kontrollen und Regulierungen kaum betroffen seien. Falls die ARD künftig weniger im Internet berichten dürfe, diene dies deshalb nicht automatisch den Verlagen.
focus.de

ARD-alpha hat ein neues Programmschema und zeigt neue Sendungen.

ARD-alpha150ARD-alpha bekommt neue Sendungen und ein neues Programmschema. Vor der "Tagesschau" soll die neue Sendung "alpha-Demokratie“ täglich Wissen vermitteln, das hilft, die Nachrichten besser zu verstehen. Außerdem will der Bildungssender immer montags in der Primetime Themenabende zeigen. "Alpha-Debüt" bietet Studenten von Film- und Medienhochschulen samstags einen Sendeplatz. Das Online-Angebot will der Sender ausbauen.
br.de

BR-Jugendradio Puls kommt doch nicht auf UKW.

BR verzichtet überraschend auf den geplanten Frequenztausch zwischen BR Klassik und dem Jugendprogramm Puls. Der junge, bisher nur digital empfangbare Sender sollte die UKW-Frequenzen von BR Klassik bekommen, Symphonien und Arien hätte es nur noch im Digitalradio gegeben. Die Privatsender sahen ihr Geschäft bedroht. Der BR versteht den Rückzug "als bewussten Schritt" auf die Privatradios und Verlage zu und will damit seinen Beitrag "zu einem guten Klima im dualen System" leisten.
br.de

Bayerischer Rundfunk und Gewerkschaften einigen sich bei Tarifverhandlungen.

Bayerischer Rundfunk und die vertretenden Gewerkschaften BJV, verdi und DOV kommen in der fünften Verhandlungsrunde um einen neuen Tarifvertrag überein. Demnach werden die Honorare von freien Mitarbeitern rückwirkend zum 1. September um 2,2 % erhöht. Für die festen Mitarbeiter gibt es im Vergleich zum 1.9. insgesamt 2,61 % mehr. Im Juli 2018 steigen für Feste und Freie die Sätze um weitere 2,35 %. Die Renten steigen rückwirkend zum September um 1,25 % und ab Juli 2018 um weitere rund 1,52 %. Der neue Tarifvertrag läuft bis März 2019.
bjv.de

ARD Audiothek startet und umschifft elegant die Löschfrist.

ARD startet morgen offiziell ihre Audiothek mit einem medienpolitisch spannenden Feature: Nutzer können die Löschfrist für Inhalte mit einem Download umgehen. Beiträge herunterzuladen sei eine Privatkopie, der Download stehe außerhalb der Verweildauer-Vorschriften für Mediatheken, argumentieren ARD.de-Redaktionsleiter Thomas Laufersweiler und Radio-Bremen-Programmdirektor Jan Weyrauch bei einem Pressegespräch in Berlin. Öffentlich-rechtliche Inhalte müssen nach bestimmten Fristen gelöscht werden, das schreibt der Rundfunkstaatsvertrag vor. Die neue Audiothek bündelt Radioinhalte aller neun ARD-Rundfunkanstalten und des Deutschlandradios.

Zum Start sind 560 Sendungen über die App abrufbar, täglich gehen mehrere hundert neue Folgen und Beiträge online. Viele Formate fehlen noch, weil jede Sendung Vorschaubilder und bestimmte Metadaten mitliefern muss, damit alles einheitlich aussieht und durchsuchbar ist. News und tagesaktuelle Inhalte fließen nicht ins Angebot ein. Der Fokus liegt auf Dokus, Reportagen, Magazinen, Comedy und Hörspielen. Die hausinterne App-Entwicklung kostete vergleichsweise günstige 200.000 Euro. In den vergangenen Test-Tagen luden 13.000 Nutzer die App herunter.
turi2 vor Ort beim Pressegespräch in Berlin, itunes.apple.com (iPhone), play.google.com (Android)

Jonas Bedford-Strohm bändigt Alexa für den BR.


Sprachbegabung: Sprachassistenten wie Amazon Echo oder Google Home ziehen in immer mehr Wohnzimmer ein und stellen Medienhäuser vor die Herausforderung, auf einer weiteren, digitalen Plattform Präsenz zu zeigen bzw. dort von sich hören zu lassen. Jonas Bedford-Strohm, Projektmanager für die Alexa-Produkte beim Bayerischen Rundfunk, sieht diejenigen im Vorteil, die sich ohnehin schon mit Audio-Inhalten befassen: "Für Zeitungsverlage ist es bisher sehr, sehr schwierig, die richtigen Formate zu finden", sagt er im Interview mit turi2.tv und Horizont bei den Medientagen München.

Der BR ist derzeit mit drei Nachrichten-Skills, so heißen die Sprach-Apps, bei Amazon präsent: "Wir wollen die Kontrolle über unsere eigenen Inhalte und Marken und natürlich auch Nutzerdaten haben". Die Interaktion per Sprache sieht Jonas Bedford-Strohm als "natürlichere Bindung" an das Medium als etwa Textkommunikation. Noch ist die Spracherkennung aber verbesserungswürdig, beobachtet Bedford-Strohm. Er ist bei seinen Kollegen bereits als "Sklaventreiber" verschrien, der Alexa immer anbrüllt.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Bettina Schön wechselt mit dem "Mittagsmagazin" vom BR zum RB.

ARD-Mittagsmagazin nimmt beim Wechsel vom BR zum RBB Bettina Schön, 41, mit. Schön, bisher Vize-Redaktionsleiterin beim BR, ist laut kress.de bereits zum RBB gewechselt, wo sie ab 2018 als Redaktionsleiterin des "Mittagsmagazins" arbeitet. Mit weiteren Münchner "Mima"-Mitarbeitern liefen Bewerbungsgespräche. Der amtierende Redaktionsleiter Klemens Hübner bleibt beim BR.
kress.de

"SZ": Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks sind sehr verunsichert.

Bayerischer Rundfunk erlebt zurzeit den größten Umbruch seiner Geschichte, schreiben Claudia Tieschky und Katharina Riehl. Die Mitarbeiter seien äußerst verunsichert, viele hätten die Angst, Reform und Trimedialität seien nur andere Worte für Stellenstreichungen. Intendant Ulrich Wilhelm sagt hingegen, die Veränderungen im Sender würden im Vergleich zu anderen Medien "vergleichsweise liebevoll und beschützend" durchgeführt.
sueddeutsche.de

BR darf Puls auch über UKW senden, entscheidet das Oberlandesgericht.

Bayerischer Rundfunk darf sein bisher nur digital verbreitetes Programm Puls auch über UKW senden und die Frequenzen dafür mit BR-Klassik tauschen, entscheidet das Oberlandesgericht München. Die Rechtslage war umstritten: Der Rundfunkstaatsvertrag verbietet einen Tausch, das Rundfunkgesetz erlaubt ihn. Die Klage von 40 lokalen Privatradios und dem landesweiten Sender Antenne Bayern ist damit vorerst gescheitert. Sie können allerdings in Berufung zum Bundesgerichtshof gehen. Albrecht Hesse, Juristischer Direktor des BR, sagt, der Sender warte mit dem Tausch, bis das letztinstanzliche Urteil vorliegt.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)