Bloggerin Marie Sophie Hingst hat auch BR und SWR Fake-Geschichten erzählt.

Fake-Bloggerin Marie Sophie Hingst hat auch den BR und den SWR getäuscht, berichtet Spiegel Online. In Radio-Interviews hat sie über eine frei erfundene Sexual-Beratung für junge Männer in Indien bzw. Flüchtlinge in Deutschland berichtet - wie auch bei Zeit Online und Deutschlandfunk Nova. In ihrem Blog erfand sie Holocaust-Opfer.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Es gibt kaum deutsche Journalismus-Podcasts, beobachtet Marcus Engert.

Podcasts über investigativen Journalismus sind in Deutschland noch rar, beobachtet Marcus Engert, Political Editor bei Buzzfeed. Das liege daran, dass Redaktionen für die Produktion immer eine zweite Person mitfinanzieren müssen, strittige Passagen kaum mehr aus der Welt geschafft werden könnten und beim Fernsehen noch immer das bessere Geld warte. Als Beispiel nennt er den BR-Podcast Aufgedeckt.
uebermedien.de

Bayerischer Rundfunk muss Radio-Spot der NPD senden.

Bayerischer Rundfunk muss eine umstrittene Wahlwerbung der NPD im Radio ausstrahlen. Das Verwaltungsgericht München entscheidet, der Spot sei nicht offenkundig volksverhetzend. Der BR wehrt sich, soll den Spot aber schon morgen ausstrahlen. Der RBB hingegen ist vor dem Oberverwaltungsgericht auch in zweiter Instanz erfolgreich und darf einen TV-Spot der NPD zur Europawahl ablehnen.
abendzeitung-muenchen.de (BR), tagesspiegel.de (RBB)

Update, 16:43 Uhr: RBB darf TV-Spot ablehnen.

Seine Doku zeigt die Kraft des linearen Live-Fernsehens, sagt Thomas Kufus.

Lese-Tipp Die Doku "24h Europe – The Next Generation" zeigt einen Tag in Europa von jungen Menschen. Arte, RBB, BR und SWR räumen dafür ihren kompletten Samstag frei. Produzent Thomas Kufus sagt im DWDL-Interview, sie sei "durchaus pro-europäisch", dennoch lassen er und sein Team radikale Aussagen, z.B. von Salafisten und Rechtsextremisten, unkommentiert stehen. Es gehe darum, ein "ungeschöntes Bild von der realen Situation" zu zeigen – das ihn selbst erschüttert habe. Er hoffe auf die Kraft des linearen Live-Fernsehens, die sich sonst nur noch bei Sportübertragungen entfalte.
dwdl.de, arte.tv (Trailer)

Zitat: Thomas Gottschalk hat keine Hoffnung, dass Lesen zu retten.

"Ich habe die Samstagabend-Unterhaltung nicht gerettet, von der ich sehr viel verstanden habe. Also werde ich auch das Lesen nicht retten, von dem ich relativ wenig verstehe."

Thomas Gottschalk debütiert im BR heute Abend als Literatur-Kritiker. Gottschalk liest macht er auch, um selbst einen Grund zum Lesen zu haben sagt er der "Augsburger Allgemeinen".
augsburger-allgemeine.de via stern.de

News-WG erklärt Weltpolitik mit den Mitteln von Instagram.

News-WG des Bayerischen Rundfunks versucht, mit persönlich erzählten Nachrichten und ein bisschen Quatsch, Instagram-Nutzer für Politik zu interessieren. Was in den Insta-Storys spontan aussieht, ist das Ergebnis stundenlanger Recherchen und Aufnahmen, erfährt Aurelie von Blazekovic beim Besuch in der WG, in der die beiden News-Hosts Helene Reiner und Max Osenstätter auch wohnen.
sueddeutsche.de, instagram.com/news_wg

BR-Rundfunkrat lehnt Helmut Markwort als neues Mitglied ab.


Radio kills the Rundfunkrat-Star: Die FDP will, dass Helmut Markwort einen Platz im neuen BR-Rundfunkrat bekommt, der lehnt ab. Das Aufsichtsgremium des Senders sieht einen Konflikt mit dem Bayerischen Rundfunkgesetz, u.a. wegen möglicher Interessenkonflikte wegen Markworts Radio-Beteiligungen und -Aktivitäten. Der Rundfunkrat fordert vom Landtag, ein anderes Mitglied zu entsenden. "Focus"-Gründer Markwort kritisiert die Entscheidung scharf und widerspricht ihr in einem Schreiben seines Anwalts. Der Bayerische Rundfunk wolle "sich seine Kontrolleure selbst aussuchen".
t-online.de

BR gibt Institut für Zeitgeschichte NSU-Prozessdoku für Forschung.

BR übergibt Institut für Zeitgeschichte 10.000 Seiten Gerichtsprotokolle aus dem NSU-Prozess zu Forschungszwecken. Die Forscher wollen um Fakten und Zusammenhänge einordnen. In Deutschland gibt es keine offiziellen Gerichtsprotokolle. Ein ähnliches Projekt gibt es von den "Süddeutsche"-Kollegen: Sie haben ihre Protokolle in Buchform veröffentlicht.
br.de, turi2.de (Background)

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm will nicht nur in der Nische senden.


Nicht nur Nische: Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks und amtierender ARD-Vorsitzender, blickt gespannt auf 2019. Dann entscheiden die Länder wie der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks künftig sein soll. "Über allem steht, dass die Rundfunkfreiheit gewährt bleibt", sagt Wilhelm im Interview mit turi2.tv heute in München. Nicht minder wichtig ist ihm, dass die ARD nicht zum Informations- und Kultur-Nischenprogramm zusammengestutz wird, sondern auch künftig Filme, Sport und Unterhaltung zeigen darf: "Alles gehört zum Leben und die einzelnen Sendungen kann man auch nicht glasklar nur einer bestimmten Kategorie zuordnen".

"Ermutigend" nennt Wilhelm das Ergebnis der Volksabstimmung über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Schweiz: "Wenn das anders ausgegangen wäre, hätte das sicher auch eine Wirkung gehabt für die Diskussion in Deutschland." Hierzulande stellt er erfreut fest, dass das "Vertrauen in die etablierten Medien, auch in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wieder steigt". Über die Einigung mit den Verlagen, was ARD und ZDF online dürfen, ist Wilhelm froh und sieht sich im gemeinsamen Kampf gegen Facebook & Co: "Ein überwölbendes gemeinsames Interesse ist glaube ich ein guter Hintergrund, um gut auszukommen."
turi2.tv (5-Min-Video)

Meinung: ARD-Anstalten stehen sich bei Recherche-Kooperationen selbst im Weg.

ARD könnte Recherchen mit einer gemeinsamen Investigativ-Sendung wuchtiger präsentieren, meint Ulrike Simon, kennt aber auch den Haken: die ARD. Vor der Vereinigung der sechs Polit-Magazine würden Bedenkenträger-Arbeitsgruppen das meiste zerreden. Also kooperieren öffentlich-rechtliche Redaktionen verstärkt mit externen Partnern.
spiegel.de (Paid)

"Spiegel" zeigt die Wahlkampf-Welt des Helmut Markwort.

Fakten, Fakten, Fakten: Der "Spiegel" begleitet Helmut Markwort in die bayerische Provinz zu einem Wahlkampfauftritt. Der frühere "Focus"-Chef tritt auf wie eine Mischung aus Guido Westerwelle und bayerischem Trump: Er geht mit einem gelben Faktomobil auf Stimmenfang für die FDP, was seinen Streit mit dem BR über ein Wahlkampf-Plakat angeht, gibt er sich uneinsichtig, schreibt Alexander Kühn.
"Spiegel" 40/2018, S. 75 (Paid)

BDZV-Präsident Döpfner unterstützt Idee eines "europäischen YouTube".

Europäisches YouTube: Der Vorstoß von ARD-Chef Ulrich Wilhelm (Foto) rennt bei den Zeitungsverlegern offene Türen ein. Der BDZV "verfolge interessiert" die Idee einer Plattform, die unabhängig von den US-Konzernen ist, sagt Mathias Döpfner. Unklar ist Döpfner, wie Öffentlich-Rechtliche und private Unternehmen zusammen daran arbeiten könnten, ohne dass die Systeme verschmelzen. Wilhelm schlägt beim Zeitungskongress vage vor, Öffentlich-Rechtliche könnten ihre Videos beisteuern - und die Verlage die Einordnung dazu.
turi2 vor Ort beim Zeitungskongress, turi2.de (Background)

BR-Intendant Wilhelm sieht den Staat in der Pflicht, europäische Plattform zu initiieren.

Europäische Medienplattform: BR-Intendant Ulrich Wilhelm sieht den Aufbau einer Plattform, die Funktionen von YouTube, Facebook und Google kombiniert, aber nach europäischen Regeln arbeitet, als staatliche Aufgabe, sagt er im "Handelsblatt"-Interview. So wie das US-Militär einst Brutstätte des Internets war, könnten Deutschland und Frankreich Motor sein, um "mit weniger als 50 Mio Euro" "rasch, ohne große Bürokratie" einen Prototypen zu entwickeln. Die Trägerschaft müsse am Ende in unabhängiger Hand liegen, Rundfunkgebühren sollen nicht fließen.
handelsblatt.com (Paid)

Lese-Tipp: Ex-BR-Redakteurin Isabel Mühlfenzl überraschte die Wirtschaftswelt.

Lese-Tipp: Isabel Mühlfenzl, 91, war 1961 die erste Frau in der Wirtschaftsredaktion des Bayerischen Rundfunks. In der männlich dominierten Wirtschaftswelt hat sie manche Interview-Partner überrascht, weil diese "Dr. Mühlfenzl und nicht seine Sekretärin" erwarteten, schreibt Lea Binzer in ihrem Porträt. In den USA hat Mühlfenzl amerikanischen Monetarismus kennengelernt, in Deutschland Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl in Wirtschaftsfragen beraten. 2014 hat sie einen alten Bahnhof gekauft und renoviert.
"Süddeutsche Zeitung am Wochenende", S. R6 (Paid)

Basta: Helmut Markwort übt sich als Auktionator.

Öffentlich-rechtliche Finanzspritze: Helmut Markwort sammelt aktuell Gelder für seinen Wahlkampf für die Landtagswahlen in Bayern. Bei einem Abendessen übte er sich zu diesem Zwecke als Auktionator und versteigerte u.a. eine Rolle in einer BR-Fernsehserie. Markwort, der für seine Politik-Karriere die Moderation seines Sonntags-Stammtischs beim BR abgeben musste, sieht darin kein Problem.
sueddeutsche.de

Securitel entwickelt Kriminalmagazin für Bayerischen Rundfunk.

Bayerischer Rundfunk soll ein wöchentliches Kriminalmagazin bekommen. Securitel, Produktionsfirma des ZDF-Klassikers Aktenzeichen XY … ungelöst, entwickelt die Reihe. Die nach Aktenzeichen-XY-Gründer Eduard Zimmermann benannte Redaktion Eduard Zimmermann - Deutsche Kriminal-Fachredaktion ist eine Tochter von Securitel.
"New Business" 29/2018, S. 32 (Paid), turi2.de (Background)

Gericht: BR muss keine Beleidigungen auf Facebook dulden.

BR siegt vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht im Rechtsstreit mit einem Nutzer, den der Sender sperrte. Das Gericht sagt zwar, dass alle Nutzer Anspruch auf die Kommentarfunktion hätten und ein Verweis auf die Netiquette keinen Ausschluss rechtfertige. Der Nutzer habe aber andere beleidigt und den Diskussionsverlauf nachhaltig gestört. Die Meinungsfreiheit gelte dabei nicht. Seiten-Betreiber müssten bei mehrfachen Beleidigungen nicht jeweils den Kontext prüfen und die strafrechtliche Relevanz bewerten.
skwschwarz.de

Condé Nast holt Wolfgang Kerler als Redaktionsleiter für Wired.de.

Condé Nast macht Wolfgang Kerler, 32, zum Redaktionsleiter von Wired.de. Wolfgang Kerler kommt vom BR, für den er aus dem ARD-Hauptstadtstudio in Berlin unter anderem zu Fake News und IT-Firmen berichtet hat. Er übernimmt für den bisherigen Chefredakteur Nikolaus Röttger, der nach der Einstellung des Print-Magazins die redaktionelle Verantwortung abgegeben hat.
per Mail, turi2.de (Background)

fragebogen2: Richard Gutjahr.


fragebogen2: Richard Gutjahr wollte als Kind am liebsten nach den Sternen greifen und Astronaut werden. Seine Mathematik-Abneigung machte diese Pläne zunichte, erklärt er im Video-Fragebogen von turi2.tv. Nun moderiert er im Fernsehen, schreibt als Blogger ins Internet und ist stolzer Besitzer des allerersten jemals verkauften iPads. Außerdem verrät er, dass er Blockflöten vor allem schräge Töne entlockt und eine Schwäche für Binge Watching hat.
turi2.tv (99-Sek-Video auf YouTube)

P7S1 kooperiert mit Burda, liebäugelt mit De-Flix.


Offen für De-Flix: Conrad Albert, noch bis Ende Mai Interimschef von ProSiebenSat.1, lässt im "Handelsblatt"-Interview medienpolitische Testballons steigen. Er "begrüßt die Idee" einer gemeinsamen On-Demand-Plattform der privaten und öffentlich-rechtlichen Sender. BR-Intendant Ulrich Wilhelm hatte sie wieder auf die Tagesordnung gehoben - Albert nennt ihn einen "echten Vordenker".

Gleichzeitig verkündet Marketing-Chefin Sabine Eckhardt in "W&V" eine Vermarktungs- und Content-Allianz mit Burda. Werbekunden sollen crossmediale Kampagnen bekommen, inhaltlich wollen die Partner bei TV-Sendungen, Websites und Events zusammenarbeiten. Erste Kunden sind das Schmuckhaus Pandora und Elektronikriese Samsung.

Albert erwartet eine offenere Haltung der Kartellbehörden als 2014, als die Plattform "Germanys Gold" in der Prüfung scheiterte. Albert wünscht sich außerdem, dass die Regulierungsrahmen für Plattformen wie YouTube und Fernsehkonzerne wie den seinen ähnlicher werden. Inhaltlich sollen lokale Inhalte und Live-Programme gegen die Konkurrenz aus der Konserve helfen.
"Handelsblatt", S. 22 (Paid, Albert), wuv.de (Burda)

"FAZ": IRT wusste früh über entgangene Mio aus Patenten Bescheid.

ard_zdf_150x150Institut für Rundfunktechnik von ARD und ZDF könnte spätestens 2007 erfahren haben, dass es bei den MPEG-Audio-Patenten Mio-Beträge verloren hat, schreibt Axel Weidemann. Das IRT habe den Fall dann im Dezember 2016 öffentlich gemacht, da durch einen Patentstreit in den USA "eine unangenehme Debatte" drohte. Man habe sich wohl "nicht öffentlich vorhalten lassen" wollen, Mio-Einnahmen verschenkt zu haben.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Video-Tipp: Journalisten diskutieren auf Republica über investigative Recherchen.

Video-Tipp: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger (Foto), Correctiv-Chef Oliver Schröm, Georg Mascolo, Olaf Sundermeyer und Datenjournalistin Uli Köppen diskutierten auf der Republica über investigativen Journalismus. Schlesinger sagt, dieser beginne im Lokalen, etwa bei Recherchen zu korrupten Bürgermeistern. Schröm sagt, Correctiv müsse unter großem Ressourcenaufwand Bildungsangebote machen, um gemeinnützig zu sein.
youtube.com (61-Min-Video)

Antenne Bayern und Bayerischer Rundfunk setzen auf Echo-Skill mit Gute-Nacht-Geschichten.

Radiosender Antenne Bayern und der Bayerische Rundfunk wollen beide jeweils mit einem Skill für Amazons Lauschsprecher Echo junge Zielgruppen erreichen. Antenne Bayern bietet unter dem Titel "Affenbeste Freunde" Gute-Nacht-Geschichten für Kinder, der BR bringt seine Format "Betthupferl" auf den Echo und bietet damit ebenfalls kurze Kindergeschichten zum Einschlafen.
new-business.de (Antenne Bayern), radiowoche.de (BR)

"SZ": Institut für Rundfunktechnik soll Entschädigung erhalten.


Patent entschädigt: Das Institut für Rundfunktechnik von ARD und ZDF hat sich im Prozess um entgangene Patentrechte auf einen Vergleich verständigt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Der Patentanwalt, der für das Technikinstitut tätig war und 200 Mio Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet haben soll, zahle laut dem Vergleich 60 Mio Euro.

Der Bayerische Rundfunk hatte im Mai 2017 Anzeige beim Landgericht München I erstattet, habe sich zu dem Vergleich jedoch nicht äußern wollen. BR-Intendant und ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm sei mit dem Vergleich auf alle Anstalten zugegangen, um deren Einverständnis einzuholen, schreibt die "SZ" unter Berufung auf ARD-Kreise.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Tilmann Schöberl übernimmt den "Sonntags-Stammtisch" von Helmut Markwort.

Bayerischer Rundfunk findet Ersatz für Helmut Markwort, der seinen Sonntags-Stammtisch aufgeben muss, weil er bei der Landtagswahl für die FDP kandidiert. Vorübergehend übernimmt BR-Moderator Tilman Schöberl die Sendung, die seit 2007 in Wirtshausmanier die Themen der Woche abhandelt. Ganz weg ist Markwort aber nicht: Am 15. April tritt er bereits als Gast auf.
br.de

ARD bringt "Dingsda" zurück ins TV.

ARD legt seine Kultsendung "Dingsda" neu auf. Der Bayerische Rundfunk produziert zwölf neue Folgen der Show, in der Kinder Begriffe erklären, die Prominente erraten müssen. Mareile Höppner moderiert. Zu sehen sein werden die Folgen im Herbst im Vorabendprogramm des Ersten. Die ARD zeigte die Show von 1988 bis 1999. Von 2001 bis 2002 gab es bereits eine Neuauflage bei Kabel Eins.
spiegel.de