Hör-Tipp: BR pilotiert zehn Podcast-Konzepte.

Bayerischer-Rundfunk_150Hör-Tipp: Der BR hat aus 600 Einreichungen seines Wettbewerbs Call for Podcast zehn Ideen ausgewählt und je eine Pilotfolge produziert. Das Themenspektrum reicht von der Suchen nach einem "Mann für Mama" über das Aufwachsen und Leben im Osten und den Diskurs um Pornografie bis hin zum "Froh und Flüssig", einem Podcast über Geld und gutes Leben.
callforpodcast.de (Pilotfolgen), br.de (Übersicht), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Auch RBB und MDR drohen Verleger-Klagen, schreibt Ulrike Simon.


Sende(r)pause im Internet: Die Verleger aus Berlin und Ostdeutschland planen juristische Schritte gegen die Online-Angebote von RBB und MDR, erfährt Ulrike Simon. Wie in Bremen und im bundesweiten Streit um die Tagesschau-App geht es um die Frage, ob die öffentlich-rechtlichen Angebot zu "presseähnlich" sind. Um das zu prüfen, lädt sich der Verleger-Verband VZBO in seinen Expeditionen ins öffentlich-rechtliche Netz bis zu 7.000 Internetseiten herunter.

Simon fürchtet, der ewige Kampf zwischen Verlegern und ARD-ZDF-Gremien verfolge sie bis in die Rente. In vielen Bundesländern aber sehen die Verleger das regionale Angebot der Sender entspannt: SWR, NDR und BR drohen wohl kein Ungemach. Beim RBB will die Online-Redaktion jedoch schon vor den Gerichten handeln und rbb24 umbauen, schreibt Simon. Bis dahin könnten sich die Verleger aber auch schon das Internet heruntergeladen und ausgedruckt haben.
rnd-news.de, turi2.de (Bremen), turi2.de (Tagesschau-App)1 Kommentar

ZDF und RBB kooperieren künftig bei ARD-"Mittagsmagazin".

rbbRBB und ZDF arbeiten ab Januar 2018 bei der Produktion des ARD-Mittagsmagazins zusammen. Der RBB nutzt für die Produktion des Magazins das ZDF-Studio in Berlin. Die Kooperation sei ein Zeichen für bessere Strukturen und Abläufe bei ARD und ZDF. Der RBB übernimmt 2018 die Verantwortung für das "Mittagsmagazin" vom BR. Die Bayern hatten den Wechsel mit Sparmaßnahmen ihres Senders erklärt.
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Zitat: Ulrich Wilhelm fordert klare Trennung von Meinung und Nachricht.

"Mir hat bei der Berichterstattung rund um die Wahl von Donald Trump teils die journalistische Distanz, die Trennung zwischen Nachricht und Kommentar, gefehlt."

Ulrich Wilhelm ermahnt die Medien, sorgfältig zwischen Kommentar und Nachricht zu unterscheiden. Der Intendant des Bayerischen Rundfunks sagt, ARD und ZDF müssten ihr Programm für alle Teile der Bevölkerung machen.
"Spiegel", 10/2017, S.75-77 (Paid)Kommentieren ...

"Tatort" und Co. sind künftig länger online verfügbar.

Das Erste_150Das Erste hält fiktionale Inhalte künftig länger online verfügbar. Der BR-Rundfunkrat hat ein entsprechendes Konzept genehmigt. Nicht angekaufte Reihen, wie insbesondere der "Tatort", sind in Zukunft bis zu ein halbes Jahr online. Bisher galt für sie eine Frist von drei Monaten. Tägliche Unterhaltungsserien (z.B. "Sturm der Liebe") hält das Erste statt sieben Tage bis zu drei Monate verfügbar, wöchentliche Unterhaltungsserien (z.B. "Um Himmels Willen") statt sechs Wochen bis zu sechs Monate.
br.de, dwdl.de1 Kommentar

BR und HR haben laut Studie hohen Anteil an fiktionaler Unterhaltung im Programm.

Bayerischer-Rundfunk_150Bayerischer Rundfunk und Hessischer Rundfunk weisen einen hohen Anteil an fiktionaler Unterhaltung auf, bilanziert eine Studie der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung. Dies lasse "weniger Sendezeit für informierende Angebote". Der BR kritisiert, eine quantitative Analyse sei nicht aussagekräftig und stehe einer kreativen Programmplanung entgegen.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Telekolleg sucht zu seinem 50-jährigem Bestehen seine Bedeutung für die Zukunft.

Mariah CareyTelekolleg hat fünfzig Jahre nach seinem Start an Bedeutung verloren und wirkt aus der Zeit gefallen, schreibt Benedikt Frank. Nur noch Bayern und Brandenburg sind beteiligt. Früher waren es sechs Bundesländer. Der BR, der das Programm produziert, will die Bedeutung des Telekollegs wieder erhöhen: Geplant ist, für das Internet zu produzieren und mit Nachhilfestunden Schüler von Gymnasien als Zielgruppe zu gewinnen.
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Zahl des Tages: BR verhilft "Tagesschau" zu mehr Reichweite.

Tagesschau App-Logo 150Zahl des Tages: Durchschnittlich 9,84 Mio Zuschauer erreicht die 20-Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" 2016 über alle ausstrahlenden Sender - so viele wie noch nie. 2015 waren es durchschnittlich 9,11 Mio. Der Zuwachs kommt nicht völlig überraschend: Seit April zeigt auch das Bayerische Fernsehen die 20-Uhr-"Tagesschau".
digitalfernsehen.de, horizont.netKommentieren ...

Das ARD-"Mittagsmagazin" kommt ab 2018 aus Berlin, erfährt Ulrike Simon.

ard-mittagsmagazin-150ARD sendet ihr "Mittagsmagazin" künftig aus Berlin, erfährt Ulrike Simon. Der BR verliert die Sendung, der RBB erhält den Zuschlag zum 1. Januar 2018. Der BR bestätigt die Information. Der RBB muss die Produktion aus dem bestehenden Etat stemmen. Auch das ZDF überlegt laut Simon, sein "Mittagsmagazin" von Mainz nach Berlin zu verlagern, wo die "Morgenmagazin"-Mannschaft sitzt.
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Thomas Gottschalk moderiert wieder im Bayerischen Rundfunk.

thomas gottschalk2-150Thomas Gottschalk kehrt zum Radio zurück und moderiert ab Januar einmal monatlich auf Bayern 1. Startschuss ist am 8. Januar, danach soll Gottschalk jeden ersten Sonntag im Monat von 19 bis 22 Uhr zu hören sein. Der Moderator hatte bereits in den 70ern begonnen, für den BR zu arbeiten und war 2013 kurzzeitig für einige Sendungen zu Bayern 3 zurückgekehrt.
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Zwei Dritttel der jungen Deutschen haben wenig Vertrauen in die Medien.

generation-what-150Jugendstudie: 25 % der 18- bis 34-jährigen in Deutschland haben kein Vertrauen in die Medien, 40 % stehen den Medien skeptisch gegenüber. Diese Zahlen veröffentlicht das Sinus-Institut auf Basis der europaweiten Jugendstudie Generation What von BR, SWR und dem ZDF . Nur 3 % haben angegeben, den Medien völlig zu vertrauen, 28 % mehr oder weniger. Auch bei Politik und religiösen Institutionen überwiegt das Misstrauen.
presseportal.de, turi2.de (Background)
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Wir graturilieren: Sigmund Gottlieb wird 65.

sigmund-gottlieb-600
Wir graturilieren: Sigmund Gottlieb, Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens, wird heute 65 Jahre alt. Ein Vierteljahrhundert lang hat er das dritte Programm des BR geprägt und der ARD eine starke, konservative Stimme hinzugefügt - mit Kommentaren in den "Tagesthemen" und der Moderation von "Brennpunkten". Nun bereitet er sich auf den Ruhestand vor - im Frühjahr muss sich der BR einen neuen Fernsehchef suchen.

Gottlieb will dann viel lesen - in seinem Büro stapeln sich Bücher, zu denen er noch nicht gekommen ist - und die Erfahrungen, die er in seinem Journalistenleben gemacht hat, weitergeben. Die Frage, wie sich erstklassiger Journalismus in unserer komplexen Welt erhalten und fördern lässt, beschäftigt ihn dabei besonders. Seinen Geburtstag feiert Gottlieb heute "dankbar und leise", wie er sagt. Gratulationen kommen auf "allen Vertriebswegen" an, zum Beispiel per E-Mail. (Foto: br.de)
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BR und Spotify starten Ausschreibung für Podcast-Macher.

Bayerischer-Rundfunk_150Bayerischer Rundfunk kooperiert mit Spotify und sucht nach Ideen für Podcasts. Beim Call for Podcast können sich Macher bewerben, mehrere erhalten Budget für eine Pilot-Produktion. Die drei besten Piloten bekommen Preisgeld und Angebote für Staffel-Produktionen in den BR-Studios. Sie sollen bei Spotify laufen, aber nicht exklusiv. Spotify beteiligt sich laut BR nicht finanziell am Projekt.
br.de, callforpodcast.deKommentieren ...

21 Medien arbeiten an der News-App xMinutes mit.

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Große App-Koalition: Daten-Durchblicker Marco Maas beteiligt 21 private und öffentlich-rechtliche Medien an der Entwicklung seines News-Assistenten xMinutes. Die "Tagesschau" und Spiegel Online, "Berliner Morgenpost" und die Medienholding Nord sowie "t3n", "Apotheken Umschau" u.a. liefern gratis Inhalte zu. xMinutes versucht sie ab Dezember 1.000 Test-Nutzern zur richtigen Zeit aufs Handy zu spielen, indem die App zahlreiche Daten zum Nutzungsverhalten analysiert, wie Maas schon im turi2.tv-Interview erläuterte.

Google fördert das App-Projekt mit mehreren hunderttausend Euro aus der Digital News Initiative. Maas will sich im Monatsrythmus mit allen kooperierenden Medienhäusern austauschen, um xMinutes zu verbessern. Wann die App marktreif ist, steht nicht fest. Beteiligt an der algorithmenbasierten Auslieferung von News sind
überregional: "Tagesschau", Spiegel Online, Deutsche Welle, rbb|24, BR24 und dpa infocom;
regional: "Berliner Morgenpost", "Neue Osnabrücker Zeitung", "Hamburger Morgenpost", "Schwäbische Zeitung", "Mannheimer Morgen", mh:n-Gruppe ("Flensburger Tageblatt", "Schweriner Volkszeitung" u.a.) und infranken.de;
Special Interest: t3n, "Apotheken Umschau", "Deutsche Apothekerzeitung" und Piqd.
Maas sucht noch weitere Partner.
presseportal.de, xminutes.net

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Zitat: Klaus Kastan kann Mobbingvorwürfe nicht nachvollziehen.

Klaus_Kastan_150"Dass sich Frau Müller-Reinhardt erst jetzt, fast zehn Jahre später, mit diesen Vorwürfen meldet, ist bedauerlich und macht es schwierig für uns nachzuvollziehen, ob tatsächlich jemand gemobbt wurde und wenn ja, von wem."

BR-Sportchef Klaus Kastan reagiert auf die Mobbing-Vorwürfe von TV-Moderatorin Isabella Müller-Reinhardt.
bild.de, meedia.de (Interview Isabella Müller-Reinhardt)Kommentieren ...

Münchener Zeitungs-Verlag klagt wegen des Rundfunkbeitrags.

tz merkur Ippen 150Ippen-Zeitungen "Münchner Merkur" und "tz" klagen wegen des Rundfunkbeitrags gegen den Bayerischen Rundfunk. Der hinter den Zeitungen stehende Münchener Zeitungs-Verlag begründet, er sei wegen seiner Beteiligung an einem Radiosender selbst ein privater Rundfunkanbieter und daher nicht in der Beitragspflicht. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof verhandelt heute ab 10:30 Uhr.
meedia.deKommentieren ...

VPRT kritisiert den UKW-Hunger der ARD-Radios.

vprtVPRT klagt zum Start von Bremen Next über den Hunger nach UKW-Frequenzen bei den ARD-Radios. Hörfunk-Cheflobbyist Klaus Schunk sieht ein bundesweit relevantes Problem: Auch HR, BR und SWR starteten junge Programme digital, um sie zu Lasten der Privaten "systematisch" auf UKW aufzuschalten. Schunk fordert einen bundesweit geltenden Radio-Staatsvertrag, der das Verhältnis von ARD und Privaten nicht nur regional betrachtet.
presseportal.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Israel-Korrespondenten der ARD rechtfertigen Wasser-Beitrag.

Tagesschau_150x150ARD-Studio Tel Aviv verteidigt sich gegen den Vorwurf, einseitig über Wassermangel im Westjordanland berichtet zu haben. Die Argumente beider Seiten wären in den Beiträgen für "Tagesschau" und "Tagesthemen" enthalten gewesen. Künftig sollen jedoch immer beide Seiten per O-Ton vorkommen - in dem Beitrag äußern sich nur Palästinenser und ein Experte.
br.de, tagesschau.de (Beitrag)Kommentieren ...

Zitat: Hans-Jürgen Jakobs kritisiert den BR-Chefredakteur Sigmund Gottlieb.

Hans-Jürgen Jakobs-150"Die Ruhe eines Zentralfriedhofs breitet sich über das Land, und die ARD sollte vielleicht wieder ihren Sonderkorrespondenten Sigmund Gottlieb schicken, um herauszukriegen, was das zu bedeuten hat."

"Handelsblatt"-Autor Hans-Jürgen Jakobs kommentiert Erdogans Angriffe auf die türkische Presse und gibt BR-Chefredakteur Gottlieb einen Seitenhieb wegen seines zahmen Erdogan-Interviews mit.
handelsblatt.comKommentieren ...

Erdogans Welt: ARD interviewt den türkischen Präsidenten.

Sigmund Gottlieb 150Sigmund Gottlieb interviewt Erdogan: In 35 Minuten befragt der BR-Chefredakteur den türkischen Präsidenten u.a. zu politischen Säuberungen, die Erdogan vom Rechtstaat gedeckt sieht. Den wenigen kritischen Nachfragen weicht der Präsident aus. Erdogans Umgang mit kritischer Presse spricht der ARD-Mann gar nicht erst an.
ardmediathek.de (35-Min-Interview), spiegel.de, abendblatt.deKommentieren ...

Schüsse von München führen zu langer Nacht in Redaktionen.

Muenchen Terror Polizei-600

Update: 23.7., 9.15 Uhr

Einfach keine Pause: Das Attentat - vermutlich eines Einzeltäters - in München versetzt Redaktionen abermals in den Breaking-News-Modus. Die Fernseh-Sender reagieren schnell: Die ARD sendet den ganzen Abend live – zunächst begleitet von vielen Tonproblemen. Der BR übernimmt das Spezial aus Hamburg. n-tv und N24 greifen anfangs vor allem auf Bilder aus Social Media zurück, das ZDF sendet mit Unterbrechungen. Bild.de zeigt auf der Website und auf Facebook eine Sondersendung in TV-Qualität, Reporter werden per Smartphone zugeschaltet. Als zuverlässige Quelle erweist sich die Polizei München, die via Twitter und Facebook laufend Updates gibt und zur Besonnenheit mahnt – auch auf Englisch, Französisch und Türkisch.

Online-Medien und TV-Sender zeigen das Wackelvideo eines schießenden Mannes sowie weitere Clips flüchtender Menschen. Vor allem Twitter wird für Journalisten zur zentralen Quelle. Beim ZDF richtet Claus Kleber immer wieder live den Blick in den Newsstream, im "Tagesthemen"-Studio gibt Netzreporter Björn Staschen einen Überblick. Derweil schmeißen Zeitungsredaktionen ihre Samstagausgaben um, Onlinejournalisten füttern Liveblogs. Wenige Tage nach dem Nizza-Attentat ist Richard Gutjahr auch beim Olympia-Einkaufszentrum vor Ort und schaltet u.a. in die "Tagesschau". (Foto: AP/Picture Alliance)
turi2 – eigene Beobachtung1 Kommentar