Spotify stellt selbst produziertes, deutsches Hörbuch vor.

Spotify startet die deutsche Hörbuch-Serie "Das allerletzte Interview". Hiphop-Moderatorin Visa Vie erzählt in diesem fiktionalen Krimi von einem geplanten Mord am bekanntesten deutschen Rapper. Spotify stellt die zehn Folgen, wie auch sein Musik-Angebot, kostenfrei und werbefinanziert zur Verfügung. Die Amazon-Plattform Audible verlangt nach einer Testphase rund 10 Euro im Monat.
spotify.com, box.com (Pressemitteilung)

Der Compact Verlag leidet unter seinen rechten Namensvettern.

Compact: Hinter diesem Titel steht ein populistisches Magazin, das Sprachrohr für die AfD und Pegida ist. Genau das ist das Problem des Compact Verlages aus München, schreibt Benedikt Peters. Der Verlag bringt bunte Kinder- und Lehrbücher heraus und bekommt nun weltverschwörerische Manuskripte und Besuch von linken Demonstranten, die den Wikipedia-Artikel nicht gefunden haben.
"SZ", S. 47 (Paid)

BVerfG lehnt Verfassungsbeschwerde gegen VG-Wort-Urteil ab.

VG Wort: Das Bundesverfassungsgericht lehnt eine Verfassungsklage des Verlags C.H. Beck ab. Der Verlag hatte argumentiert, der vom BGH als unzulässig erklärte Verlegeranteil an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaft greife in das Grundrecht auf Eigentum ein. Zudem sei das Recht auf ein faires Verfahren verletzt worden. Das Bundesverfassungsgericht sieht diese beiden Punkte als nicht hinreichend dargelegt an.
boersenblatt.net, juris.de, turi2.de (Background)

Marketing-Chefin Ricarda Witte-Masuhr verlässt Bastei Lübbe.

Bastei Lübbe muss künftig ohne seine bisherige Marketing-Chefin Ricarda Witte-Masuhr auskommen. Sie verlässt den Verlag laut Mitteilung "auf eigenen Wunsch". Ricarda Witte-Masuhr war seit 1999 bei Bastei Lübbe, seit 2009 als Leiterin des Marketings. Ihre Aufgaben übernehmen übergangsweise die ihr bislang untergeordneten Teamleiterinnen unter Leistung von Vorstand Klaus Kluge.
buchmarkt.de

Monopolkommission plädiert für Abschaffung der Buchpreisbindung.

Buchpreisbindung: Die Monopolkommission empfiehlt die Preisbindung für Bücher abzuschaffen. Sie sei ein schwerwiegender Markteingriff, dem ein nicht klar definiertes Schutzziel gegenüberstehe. Zwar verlangsame sie den Strukturwandel im stationären Buchhandel, dennoch würden klassische Buchgeschäfte kontinuierlich Marktanteile an Online-Händler verlieren. Die Monopolkommission berät die Bundesregierung in Wettbewerbsfragen. SPD und Union setzen sich laut ihrem Koalitionsvertrag für einen Erhalt der Buchpreisbindung ein.
spiegel.de

OLG Köln: Die Kohl-Entschädigung ist nicht vererbbar.


Kohl-Kohle bleibt ungezahlt: Die Geldentschädigung, die der Altkanzler vor seinem Tod gegen seinen Biografen erstritten hat, wird nicht an die Witwe ausgezahlt, urteilt das Oberlandesgericht Köln. Damit geht die Witwe Maike Kohl-Richter leer aus, sie habe keinen Anspruch auf die höchste Entschädigung der deutschen Rechtsgeschichte. Kohl-Richter kann Revision einlegen.

Der Altkanzler hatte 1 Mio Euro Schadensersatz für Veröffentlichungen im Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle" gegen die Autoren Heribert Schwan (Foto) und Tilman Jens sowie den Heyne-Verlag aus dem Bertelsmann-Reich erstritten. Zum Tode Kohls war das Urteil noch nicht rechtskräftig. Die Summe solle "dem Geschädigten Genugtuung verschaffen", so das Gericht - diese Möglichkeit entfalle mit dem Tod des Geschädigten.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Studie: E-Books geben nur ein beschränktes Besitzgefühl.

E-Books lösen bei den Probanden einer Studie der Universität in Arizona bei allen Altersgruppen ein beschränktes Besitzgefühl aus. Die Leser seien im Vergleich zum gedruckten Buch frustriert, dass sie E-Books nicht auf mehreren Endgeräten lesen oder mit Freunden teilen können. Ältere Leser würden in E-Readern mehr Vorteile gegenüber dem gedruckten Buch sehen als Millennials, da E-Books leichter sind und man am E-Reader den Text vergrößern kann.
futurity.org

Literatur-Nobelpreis fällt womöglich auch 2019 noch aus.

Literatur-Nobelpreis wird womöglich auch 2019 noch nicht vergeben. Lars Heikensten, Direktor der Schwedischen Akademie, sagt, dass die Verleihung von der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals abhängig sei. "Das bedeutet, dass 2019 nicht als feststehender Termin zu verstehen ist", so Heikensten. Die Akademie hat die Vergabe des Nobelpreises verschoben, nachdem mehrere Mitglieder in Folge des Skandals ihr Amt niedergelegt haben.
spiegel.de, turi2.de (Background)

US-Schriftsteller Philip Roth, 85, ist tot.


Philip Roth ist in der Nacht im Alter von 85 Jahren an Herzversagen gestorben. Der US-Schriftsteller galt weltweit als einer der bedeutendsten Autoren der Gegenwart und ewiger Anwärter auf den Literaturnobelpreis. Zu den bekanntesten Werken von Philip Roth gehören die Romane "Amerikanisches Idyll" und "Der menschliche Makel" sowie die Trilogie um den fiktiven jüdischen Schriftsteller Nathan Zuckerman.
spiegel.de, sueddeutsche.de

Social-Media-Stars schreiben immer häufiger Bücher.

Influencer entdecken zunehmend ihre Fähigkeiten als Schriftsteller, schreibt Ja­na Gioia Baurmann in der "Zeit". Der Verlag Com­mu­ni­ty Edi­ti­ons konzentriert sich als erster allein auf die Werke der YouTube- und Instagram-Stars, die Erwachsenen oft völlig unbekannt sind. Das Buch des YouTubers Paluten etwa, wurde im Feuille­ton zerrissen - und dennoch ein Bestseller.
"Zeit" 21/2018, S. 25 (Paid)

turi2 edition6: Wie Kloster-Bibliotheken das Wissen der Welt konservieren.


Die Spur der Bücher: Im Mittelalter waren Bücher die Quellen des Wissens und Klöster die Hüter der Schätze. Die Mönche waren analog bestens vernetzt und haben durch ihre Liebe zum gedruckten Worte auch die weltlichen Schriften der Antike vor dem Vergessen bewahrt. Jetzt versuchen Wissenschaftler und Klosterbrüder, den Schatz der Bibliotheken zu retten und digital zugänglich zu machen. Johannes Arlt (Fotos) und Heike Reuther (Text) haben sich auf die Suche nach den verlorenen Büchern gemacht. Die turi2 edition6 beschreibt ihre Reise auf 20 Seiten – diese Diashow in fünf Minuten.
turi2.tv (5-Min Video bei YouTube), bibliotheka-laureshamensis-digital.de

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Literatur-Nobelpreis 2018 fällt wegen des Missbrauchsskandals aus.

Literatur-Nobelpreis wird in diesem Jahr nicht vergeben. Die Schwedische Akademie steckt in einer tiefen Krise: Der Ehemann von Jurymitglied Katarina Frostenson soll über Jahre Mitarbeiterinnen belästigt und missbraucht haben. Mehrere Akademie-Mitglieder legten ihr Amt nieder, sodass es jetzt weniger als zwölf gibt – die Mindestzahl, um neue Mitglieder zu wählen.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Basta: Krimiautorin Rita Falk erhält viel Fan-Post von Exil-Bayern.

Rita Falk Mia san Krimi: Autorin Rita Falk bekommt für ihre Kriminalromane um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer von vielen Exil-Bayern Fan-Post. Die Ausgewanderten finden sich in den Krimifiguren wieder. Als Inspiration dienen der Schriftstellerin u.a. Weihnachtsfeiern und Sommerfeste der Polizei. Dabei helfe: Je mehr bayerisches Bier fließt, desto schräger die Erzählungen.
volksstimme.de

Jurychefin des Literatur-Nobelpreis tritt nach Missbrauchsskandal zurück.

Literatur-Nobelpreis: Die Jury-Vorsitzende Sara Danius tritt zurück und zieht damit die Konsequenz aus einem Belästigungsskandal. Auch das Jurymitglied Katarina Frostenson tritt zurück. Insgesamt 18 Frauen werfen ihrem Ehemann Jean Claude Arnault vor, sie sexuell belästigt zu haben. Auch soll Arnault insgesamt sieben Male die Namen von Preisträgern vorab ausgeplaudert haben.
spiegel.de

Französischer Buchclub France Loisirs entlässt ein Viertel seiner Mitarbeiter.

Frankreich: France Loisirs, größter Buchclub des Landes, entlässt 450 seiner 1.800 Mitarbeiter. 36 der 200 Filialen müssen schließen, berichtet der Branchendienst Livres Hebdo. Diese "Notfallmaßnahme" solle die Verhandlungen mit einem potenziellen Investoren am Laufen halten. 1970 haben Bertelsmann und der Verlag Presses de la Cité den Buchclub gegründet, seit 2011 gehört France Loisirs zur Vertriebsholding Actissia.
boersenblatt.net, livreshebdo.fr

Gisela Stelly Augstein stellt in ihrem Buch die "Spiegel"-Erbfolge in Frage.

Gisela Stelly Augstein, vierte Ehefrau des "Spiegel"-Gründers Rudolf Augstein, kritisiert in ihrem kommende Woche erscheinenden Buch "Keitumer Gespräche" die Erbregelung beim "Spiegel", schreibt Jobst-Ulrich Brand. Im Buch wirft sie die Frage auf, ob Rudolf Augstein wirklich gewusst habe, dass Erbe Jakob Augstein nicht sein leiblicher Sohn sei. Falls nicht, wäre womöglich eigentlich ihr Sohn Erbe Julian geworden.
"Focus" 14/2018, S. 86 (Paid)

Bastei Lübbe verkauft seine Anteile am Großhändler Buchpartner.

Bastei Lübbe verkauft seine 51 % Anteile an Buchpartner an die Mitgesellschafter Familie Gellert. Zum Kaufpreis schweigen die Parteien. Bastei Lübbe hatte sich 2016 an dem Großhändler beteiligt. Verlags-Chef Carel Halff sagt, Buchpartner habe die Umsatzerwartungen nicht erfüllt. Der Verlag erwartet für das endende Geschäftsjahr 11 Mio Euro Verlust.
buchreport.de, "Süddeutsche Zeitung", S. 11 (Geschäftsjahr-Erwartungen, Paid)

Ex-"stern"-Chef Thomas Osterkorn verlegt jetzt Reiseführer.

Thomas Osterkorn, Ex-"stern"-Chefredakteur, schenkt seinem Zweitwohnsitz Hiddensee ein Magazin. Hiddensee neu entdecken heißt der 92-seitige Reiseführer für die Ostseeinsel, der ein eigener Reiseführer bisher fehlt. Die Testauflage liegt bei 4.000, der Preis beträgt 9,90 Euro. Als Dach für das Magazin hat Thomas Osterkorn den Verlag Leuchtfeuer Hiddensee gegründet und kann sich vorstellen, derartige Magazin-Reiseführer auch für andere Orte zu produzieren.
new-business.de

Bookazine der "Hamburger Morgenpost" gibt Ausflugstipp für "Hamburg mit Kind".

Hamburger Morgenpost bringt ihr erstes Bookazine heraus: Auf 206 Seiten gibt "Hamburg mit Kind" 350 Tipps für Ausflüge bei jedem Wetter, drinnen und draußen. Das Nachschlage-Werk ist in Zusammenarbeit zwischen der"Mopo" und der Redaktionsagentur Moove entstanden, deren Mitgründerin Joy Jensen Chefredakteurin ist. Das Bookazine für 14,95 Euro soll einmal pro Jahr neu erscheinen.
mopo.de

Buch-Promotion von Klaus Brinkbäumer sorgt beim "Spiegel" für Verdruss.


Werbe-Spiegel? Beim "Spiegel" stößt die Art der Eigenwerbung für ein Buch von Chefredakteur Klaus Brinkbäumer in Teilen des Hauses auf Kritik, hört Kai-Hinrich Renner. Für Verdruss sorge eine bisher vierteilige Amerika-Serie bei Spiegel Online, deren Texte leicht überarbeitete Auszüge aus Brinkbäumers Buch "Nachruf auf Amerika" sind. So weit, so normal. Doch nach einigen Absätzen taucht im Text ein Anzeigen-Block auf, der das Buch bewirbt und zum Kauf bei Amazon anregt. "Man hat den Eindruck, als sei die Serie das Werbeumfeld für die Anzeige", sagt ein Kritiker. Ein "Spiegel"-Sprecher widerspricht: "Unsere journalistischen Texte entstehen unabhängig von Anzeigen."

Dabei hat der Spiegel-Verlag von der Promotion für Brinkbäumers Buch nicht einmal etwas: Es erscheint beim Verlag S. Fischer und nicht in der Buchreihe, die der "Spiegel" zusammen mit der Deutschen Verlags-Anstalt DVA herausgibt. Brinkbäumer habe seinen Vertrag schon "vor rund zehn Jahren" mit S. Fischer abgeschlossen, DVA habe damals abgelehnt.
morgenpost.de