GfK Entertainment erstellt ab Ende April keine Bestsellerlisten mehr.

Buchmarkt: GfK Entertainment stellt ihr Handelspanel Buch und damit auch ihre aktuellen Bestsellerlisten Ende April ein. Als Grund nennt das Unternehmen den zunehmenden Umfang von Händlerexklusivitäten. Grundsätzlich wolle die GfK im Buchmarkt weiter aktiv bleiben. Mit dem Ende der Bestsellerlisten durch die GfK ist Media Control künftig der einzige Anbieter im deutschen Mark.
boersenblatt.net

Lese-Tipp: Buchbranchen-Akteure sprechen über ihre Zukunft.

Lese-Tipp: Der "Spiegel" fragt Branchenleute, welche Zukunft das Buch hat. Kerstin Gleba (Foto), Verlegerin von Kiepenheuer & Witsch, glaubt, Frauen spielen eine wichtige Rolle, als Leserinnen sowie Autorinnen. Thomas Rathnow von der Verlagsgruppe Random House glaubt nicht an "das Untergangsszenario" und blickt optimistisch in die Zukunft. Thalia-Chef Michael Busch glaubt, die Branche muss eine Allianz gegen Amazon bilden.
"Spiegel" 12/2019, S. 116 – 122 (Paid)

"Cicero"-Journalist und AfD-Chefin schreiben unterschiedliche Bücher mit selbem Titel.

Beef ums Buch: "Cicero"-Ressortchef Alexander Kissler und AfD-Fraktionschefin Alice Weidel haben je ein Buch geschrieben – aber unter dem selben Titel. Der Gütersloher Verlag von Kissler prüft rechtliche Schritte gegen "Widerworte", um seine frisch erschienenen "Widerworte" zu schützen. Der Plassen Verlag von Weidel ist sich seiner sicher und verkauft das Buch ab Montag.
spiegel.de

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Katrin Wilkens, Autorin und Coach, hat ein neues Buch geschrieben: über den gelungenen und passgenauen Wiedereinstieg in den Beruf für Frauen zwischen 35 und 50. "Mutter schafft! Es ist nicht das Kind, das nervt, es ist der Job, der fehlt." Westend Verlag, 224 Seiten, 18 Euro. Hier oder hier bestellen.

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Zitat: Schriftsteller Martin Suter will kein "Eigenverleger" sein.

"Ein Verleger bin ich nicht,
Darauf leg ich viel Gewicht.
Ich schreib weiter jeden Tag
Für den Diogenes Verlag."


Martin Suter will trotz eigenem Paid-Content-Angebot kein "Eigenverleger" sein. turi2 hatte den Schriftsteller in einer Meldung von Mittwochabend so bezeichnet.
twitter.com, turi2.de (Background)


Schriftsteller Martin Suter wird Eigenverleger mit Paid Content.

Martin Suter geht mit 70 unter die digitalen Eigenverleger: Der Bestseller-Autor reaktiviert seine Kolumne "Business Class" für die eigene Website. Für 5 Euro pro Monat gibt es zwei Kolumnen und weitere, teils ältere, Texte. Marketing macht Suter via Twitter. Den Schritt in die Selbstständigkeit wählt Suter, weil der Buchmarkt rückläufig ist und er ein verändertes Nutzungsverhalten beobachtet.
"Handelsblatt", S. 44 (Paid), martin-suter.com

Update 28.2., 10.15 Uhr: Martin Suter widerspricht bei Twitter in Versform der Bezeichnung "Verleger".
turi2.de

Insolvenzverwalter von KNV bittet Verlage um Nachschub.

Bücher Buch Bücherstapel 150KNV: Tobias Wahl, Insolvenzverwalter des größten deutschen Buchzwischenhändlers, bittet die Verlage um Vertrauen – und Nachschub. Nur wenn KNV weiter beliefert werde, könne er die Betriebsfortführung sichern. KNV hat nach eigenen Angaben 590.000 Titel von mehr als 5.000 Verlagen auf Lager, von denen ein Großteil noch nicht bezahlt sein könnte. Der Zwischenhändler hat kürzlich Insolvenz angemeldet.
zeit.de, turi2.de (Background)

Stefanie Penck wird Chefredakteurin der "Marco Polo"-Sparte von MairDumont.

MairDumont macht Stefanie Penck (Foto) zur Chefredakteurin der Reiseführer-Marke Marco Polo. Sie folgt auf Marion Zorn, die den Verlag verlassen hat. Penck übernimmt auch die Führung des E-Book-Teams und soll verlagsübergreifend Publishing 4.0 und digitales Innovationsmanagement voranbringen. Sie kam im Herbst 2017 zu MairDumont und war vorher Programmleiterin bei GeraNova Bruckmann. Kristin Wittemann wird Vize-Chefredakteurin von "Marco Polo". Christine Brisch leitet die MairDumont-Presse.
buchmarkt.de, turi2.de (turi2 edition #7: Stephanie Mair-Huydts im Porträt)

Zwischenbuchhändler KNV meldet Insolvenz an.

Bücher Buch Bücherstapel 150KNV meldet Insolvenz an. Der Zwischenbuchhändler, der insgesamt 5.600 Buchhandlungsfilialen beliefert, teilt mit, die Verhandlungen mit einem Investor für die ganze Unternehmensgruppe seien "überraschend gescheitert". KNV gehe aber davon aus, dass der Insolvenzverwalter den Geschäftsbetrieb fortsetzen und den Verkauf an einen Investor weiterverfolgen werde. 2016 wies das Unternehmen in seinem Abschluss einen Fehlbetrag von 17,9 Mio Euro aus und rechnete ab 2019 wieder mit Gewinn. Die zur Gruppe gehörende Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft ist als einzige nicht von der Insolvenz betroffen.
buchmarkt.de, boersenblatt.net

Zahl des Tages: Koch bekommt wider Willen 2 Michelin-Sterne.

Zahl des Tages: Ungewollte 2 Sterne vergibt der Gastro-Führer Guide Michelin an das Restaurant Le Suquet des französischen Kochs Sébastien Bras. Schon 2017 hatte er drei Sterne bekommen, die er nicht haben wollte, um sich den Stress der hochklassigen Küche zu sparen. 2018 ging Bras wie gewünscht sternlos aus, in der 2019er-Ausgabe steht das Restaurant wieder drin.
bild.de

Zitat: Michael Busch erfüllt sich mit der Fusion mit der Mayerschen einen langersehnten Traum.

"Ich bin schon seit mehr als 20 Jahren an der Mayerschen interessiert, das Unternehmen war immer mein Wunschpartner."

Thalia-Chef Michael Busch wollte Mayersche-Chef Hartmut Falter eigentlich schon lange abwerben, verrät er im im "Börsenblatt"-Doppelinterview mit seinem neuen Geschäftspartner.
boersenblatt.net

Aus dem turi2.tv-Archiv: Thalia-Chef Michael Busch erklärt seine Anti-Amazon-Strategie.

Buchhändler Thalia und Mayersche fusionieren.

Buchhandel: Marktführer Thalia und Mayersche gehen zusammen. Die beiden Firmen kommen gemeinsam auf 355 Filialen. Die Mayersche-Eignerfamilie Falter wird Gesellschafter und behält das Stammhaus in Aachen. Das Mayersche-Hauptquartier bleibe erhalten und solle künftig Dienstleistungen für das fusionierte Unternehmen erbringen. Das Kartellamt muss dem Deal noch zustimmen.
buchreport.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Thalia-Chef Michael Busch erklärt seine Anti-Amazon-Strategie.


Ganske macht im Geschäftsjahr 2017 Verlust.

Verlust-Zone: Die Verlagsgruppe Ganske rutscht im Geschäftsjahr 2017 in die rote Zahlen und macht 4,2 Mio Euro Minus, schreibt Meedia. Schuld am Verlust seien Rückstellungen von 3 Mio Euro, sagt Verleger Thomas Ganske. Auch der Konzernumsatz sinkt um 5,8 % auf 196,8 Mio Euro – das Zeitschriften- und Buchgeschäft seinen rückläufig. 2016 machte der Verlag noch 3,8 Mio Euro Gewinn.

Inzwischen hat Ganske sich von seinen Publikumszeitschriften getrennt, der Verleger habe ein striktes Kostenmanagement angeordnet. 2018 soll das Ergebnis laut Meedia wieder positiv sein, für 2019 rechne Ganske wieder mit "nachhaltigem Wachstum".
meedia.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Benjamin Horbelt

Startup Qualifiction will Bestseller mit KI aufspüren.

Bücher: Das Hamburger Startup Qualifiction bietet Verlagen eine KI-Software an, die in 30 bis 60 Sekunden die Verkaufschancen von Romanen berechnet. Kulturwissenschaftlerin Gesa Schöning und Programmierer Ralf Winkler haben ihre KI "Lisa" mit Tausenden Bestsellern trainiert. Sie analysiert u.a. Stil, Spannung, Stimmung und Handlungsfortschritt und soll Bestseller mit einer Trefferquote von 77 % vorhersagen können.
sueddeutsche.de

Paulette Lamber wird Geschäftsführerin beim Athesia-Kalenderverlag.

Athesia-Verlag, Kalender-Verlagsgruppe aus Unterhaching, bereitet den Generationswechsel an der Spitze vor. Paulette Lamber, 39, steigt in die Geschäftsführung auf. Der bisherige Alleingeschäftsführer Jürgen Horbach, 65, bleibt planmässig noch drei weitere Jahre dabei. Paulette Lamber arbeitet seit 2010 im bei Athesia und ist u.a. für Programme, Lizenzen und Puzzles zuständig.
boersenblatt.net, buchreport.de