Amazon startet Lese-Flatrate mit Magazinen und E-Books.


Schnupper-Lektüre: Amazon bietet seinen Prime-Kunden "stern", "Focus" und "Spiegel" zur Gratis-Lektüre an. Die neue Lese-Flatrate Prime Reading ist im Prime-Abo von 69 Euro im Jahr enthalten und bietet Zugriff auf eine wechselnde Auswahl an Magazinen sowie E-Books, Reiseführern, Kurzgeschichten, Comics und Kinderbüchern. Prime-Nutzer können die Bücher und Magazine über die Kindle-App lesen.

Zum Start sind die aktuellen Ausgaben von "Spiegel", "stern" und "Focus" im Portfolio, außerdem Lifestyle-Magazine wie "Glamour", "Vogue" oder "Instyle", daneben auch Klatsch- und Rezepthefte sowie Special-Interest-Titel. Das neue Angebot dürfte Online-Kioske wie Blendle oder Readly nicht ganz kaltlassen. Da aber von einer "wechselnden Auswahl" die Rede ist, wird Amazon seinen Nutzern wohl kaum jede Woche die neuesten Ausgaben aller Titel zugänglich machen. Letztlich dürften daran auch die Verlage kein Interesse haben, weil eigene E-Paper-Angebote mit einer Amazon-Flatrate hinfällig würden. Prime Reading dient daher wohl eher als Lockmittel zum Anfüttern.
haz.de, presseportal.de
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ZS Verlag übernimmt deutsche Ausgabe des "Gault Millau".

ZS Verlag aus München übernimmt den "Gault Millau Restaurantguide Deutschland" und den "Gault Millau Weinguide Deutschland" im Rahmen einer Lizenzpartnerschaft vom französischen Lizenzgeber. Der Gastro-Führer soll sich zu einer multimedialen Plattform für alle Genuss-Themen entwickeln. Bisheriger Lizenznehmer war der Christian Verlag. Patricia Bröhm bleibt Chefredakteurin des "Gault Millau Restaurant Guides".
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EU-Finanzminister vertagen einheitliche Steuer für Presse und Bücher.

Reduzierte Mehrwertsteuer für E-Paper und E-Books lässt weiter auf sich warten. Der EU-Finanzministerrat kann sich wegen des Vetos eines Mitgliedsstaates nicht einigen, beklagen BDZV und VDZ. In Deutschland gilt für die gedruckte Presse ein ermäßigter Steuersatz von 7 %. Für digitale Produkte und auch E-Books sind die vollen 19 % fällig.
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Ex-Hawesko-Finanzvorstand Ulrich Zimmermann heuert bei Bastei Lübbe an.

Bastei Lübbe verpflichtet Ulrich Zimmermann als Finanzvorstand. Bisher hat Vorstandschef Thomas Schierack die Finanzen des Buch-Verlags mitverantwortet. Zimmermann war zuletzt Finanzvorstand beim Weinhändler Hawesko, den er im Sommer 2016 nach 18 Jahren verlassen hat. Bei Bastei Lübbe ergänzt Zimmermann das Führungsgremium um Vorstandschef Schierack und Vertriebsvorstand Klaus Kluge.
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Basta: Trump ist sich selbst gruselig genug.

Stephen King"Es" gibt Schlimmeres: Donald Trump, Twitter-Trillerpfeife und unter Umständen US-Usurpator, blockiert auf Twitter immer wieder Kritiker. Jüngster Fall ist der Horror-Honoratior Stephen King. Vielleicht hat Trump nur Angst davor, von dem Schreck-Spezialisten plagiiert zu werden - der deteriorierende Donald verfasst ja gerade in Echtzeit eine Grusel-Geschichte.
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Tichys Einblick bringt Buch-Edition heraus.

Roland Tichy bringt unter der Marke Tichys Einblick eine Buch-Edition heraus. Im Finanzbuch Verlag der Münchener Verlagsgruppe erscheinen zunächst die Titel "Dunkelflaute" über die Energiewende, "Spurwechsel" zum Thema Flüchtlingspolitik und "Demokratie im Sinkflug". Die Bücher kosten jeweils zwischen 17 und 20 Euro.
tichyseinblick.de

Korrektur: In einer früheren Fassung hatten wir berichtet, der Finanzen Verlag, der auch das Print-Monatsmagazin von "Tichys Einblick" herausbringt, verlege die Buch-Edition. Das ist falsch. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.Kommentieren ...

Zitat: "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer hat kein Verständnis für Empfehlung von "Finis Germania".

"Ich habe nach der Lektüre der wesentlichen Kapitel kein Verständnis dafür, dass der Kollege Saltzwedel dieses Buch empfohlen hat."

"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer begrüßt den Rücktritt von "Spiegel"-Redakteur Johannes Saltzwedel aus der Jury für die Sachbücher des Monats, nachdem dieser das umstrittene rechtsextreme Buch "Finis Germania" empfohlen hat.
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Spiegel"-Redakteur setzt rechtes Buch auf Sachbücher-des-Monats-Liste.

Sachbücher des Monats: Jurymitglied Johannes Saltzwedel zieht sich nach der Empfehlung eines umstrittenen Buches zurück. Der "Spiegel"-Redakteur habe das rechtsextreme "Finis Germania" auf die Empfehlungsliste gesetzt, erfährt Jan Grossarth. Der "Spiegel"-Mann tritt aus der Jury aus, nachdem Mitorganisator NDR sie aus Protest verlassen hatte. Im Buch "Finis Germania" wird Auschwitz als Mythos bezeichnet. Saltzwedel gibt an, er habe "bewusst ein sehr provokantes Buch" in die Diskussion bringen wollen. Sein Einzelvotum reichte aus, um es an anderen Juroren vorbei auf die Liste zu wählen.
faz.net, ndr.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

NDR verlässt Sachbuch-Jury wegen Verschwörungstheorie-Empfehlung.

NDR zieht sich unter Protest aus der Jury der Sachbücher des Monats zurück. Im Juni sei mit "Finis Germania" ein Buch voller "rechtslastiger Verschwörungstheorien" empfohlen worden, kritisiert NDR Kultur. Die Empfehlung sei eine gravierende Fehlentscheidung und nicht akzeptabel. Der Sender arbeitet bei der Sachbücher-Aktion u.a. mit dem Verbandsorgan "Börsenblatt" und der "Süddeutschen" zusammen.
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Bild des Tages: Anzeige in der "FAZ" blickt in Trumps Kopf.


Inside Trump's Brain: Stolz hält Verleger Peter Haag die heutige Ausgabe der "FAZ" in die Höhe. Die doppelseitige Anzeige des Schweizer Verlags Kein & Aber zeigt eine Mindmap, die visuell veranschaulicht, wie US-Präsident Donald Trump wohl seine oft umstrittenen Entscheidungen trifft. Am Ende führen sie demnach immer dazu, ein Land zu bombardieren. Mit der Anzeige bewirbt der Verlag seinen Ratgeber 50 Erfolgsmodelle - das kleine Handbuch für strategische Entscheidungen.
(Foto: Kein&Aber-Verlag bei Twitter)Kommentieren ...

Deutsche kaufen mehr Bücher für einen höheren Preis, kleine Händler kämpfen trotzdem ums Überleben.

Buchhandel profitiert von starkem Onlinegeschäft und hat 2016 leicht zugelegt, berichtet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Deutsche kaufen mehr Bücher zu einem höheren Preis, aber die Kundschaft kleiner Händler schrumpfe vielerorts. Der stationäre Handel bleibt mit 4,39 Mrd Euro Umsatz dennoch der stärkste Vertriebsweg. Die Produktion neuer Titel sinkt um 5 % auf 72.820 Neuerscheinungen, der niedrigste Wert seit zehn Jahren.
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Birgit Schmitz wird Verlagsleiterin bei Hoffmann und Campe.

Hoffmann und Campe, Teil der Ganske-Verlagsgruppe, macht Birgit Schmitz zur Programm-Verlagsleiterin. Birgit Schmitz ist selbst Autorin und hat bereits für verschiedene Verlage gearbeitet, zuletzt bis April 2016 beim Benevento Verlag. Bei Hoffmann und Campe folgt sie auf Daniel Kampa, der sich mit einem eigenen Verlag selbstständig macht, für Hoffmann und Campe jedoch weiter als Publisher at large tätig sein wird.
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EU-Parlament stimmt für reduzierte Mehrwertsteuersätze für E-Books.

EU-Parlament nimmt den Vorschlag der EU-Kommission an, wonach Mitgliedsstaaten den Mehrwertsteuersatz von E-Books und digitaler Presse dem reduzierten von Printbüchern angleichen können. Durch veränderte Lesegewohnheiten machten unterschiedliche Vorschriften keinen Sinn mehr, sagt Berichterstatter Tom Vandenkendelaere. E-Books müssen bisher mit 15 % besteuert werden, Printpublikationen mit mindestens 5 %. Deutschland erhebt 7 %, für E-Books 19 %.
boersenblatt.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Mitglieder beschließen neuen Verteilungsplan für VG Wort.

VG Wort: Die Mitgliederversammlung der VG Wort in München hat mehrheitlich einen neuen Verteilungsplan beschlossen. Demnach erhalten die Urheber künftig 100 % der ihnen zustehenden Gelder, es sei denn, sie stimmen ausdrücklich zu, einen Anteil davon an ihre Verlage abzutreten. Rund 26.000 Autoren, etwa ein Viertel der VG-Wort-Mitglieder, verzichten freiwillig darauf, die in der Vergangenheit zu Unrecht an Verlage gezahlten Gelder zurückzufordern. Eine Neuregelung wurde nötig, weil der Bundesgerichtshof die bisherige Ausschüttung auch an Verlage für rechtswidrig erklärt hat.
uebermedien.de, boersenblatt.net1 Kommentar

Zitat: Klett setzt aufs Buch, weil Schulen digital hinterher sind.

"Wir sind auf alles vorbereitet, aber es hat sich bewährt, nicht alle Karten aufs Digitale zu setzen."

Philipp Haußmann, Chef des Schulbuchverlags Klett, setzt stark aufs Gedruckte, weil Schulen schlecht digital ausgestattet und viele Lehrer keine Digital Natives sind.
"Handelsblatt", S. 12 (Paid)

Korrektur 17.5., 8.40 Uhr: In einer früheren Version dieses Textes schrieb turi2 fälschlicherweise, dass Klett auf Gedrucktes setze, weil "Lehrer mangelhaft motiviert sind". Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.2 Kommentare

Musikkritiker Joachim Kaiser, 88, ist tot.

Joachim Kaiser, Musikkritiker und langjähriger leitender Redakteur der "Süddeutschen Zeitung", ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren, teilt das "SZ Magazin" per Post auf seiner Facebook-Seite mit. Kaiser zählte zu den einflussreichsten deutschen Kulturkritikern. Er war Mitglied im PEN-Zentrum und hatte fast 20 Jahre lang eine Professur für Musikgeschichte an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Stuttgart.
facebook.com (Post SZ-Magazin), sueddeutsche.de (Nachruf), zeit.de (Nachruf)Kommentieren ...

Ganske-Gruppe gründet Kreativ-Campus.


Neues Büro, mehr Kreativität: Ganske sammelt seine Redakteure zusammen und bezieht mit ihnen einen neuen Kreativ-Campus am Harvestehuder Weg an der Hamburger Außenalster. Betroffen sind insbesondere der Jahreszeiten-Verlag sowie BM Brand Media, die bisher ihren Sitz in Winterhude haben. Rund 180 Mitarbeiter sollen Mitte Juli umziehen. Die frei werdenden Flächen will Ganske nach dem Umzug vermieten; einzig einige administrative Abteilungen sollen am aktuellen Standort bleiben.

Vom neuen Kreativ-Campus erhoffen sich die Verantwortlichen "noch mehr Schlagkraft" der Verlagsgruppe. Bisher sind am Harvestehuder Weg bereits Hoffmann & Campe samt Kommunikationsdienstleister sowie die Holding der Ganske-Verlagsgruppe ansässig.
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Pearson plant weitere Sparmaßnahmen.

Pearson setzt erneut den Rotstift an. Der britische Verlag will bis 2020 jährlich zusätzlich 300 Mio Pfund sparen. Außerdem plant der Verlag, sich vom US-Geschäft mit Lernmaterialien für Schüler zu trennen. Pearson hat zuletzt bereits zwei Sparmaßnahmen von insgesamt über 650 Mio Pfund beschlossen und sich unter anderem von der "Financial Times" getrennt. Mit Bertelsmann verhandelt Pearson über einen Verkauf der Beteiligung an Penguin Random House.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)
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Gericht spricht Helmut Kohl 1 Mio Schadenersatz zu.

Teure Zitate: Helmut Kohl hat Anspruch auf 1 Mio Euro Schadenersatz für Veröffentlichungen im Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle", urteilt das Landgericht Köln. Im 2014 veröffentlichten Werk zitieren Heribert Schwan und Tilman Jens aus von Schwan aufgezeichneten Gesprächen, die er mit dem Altkanzler für dessen Memoiren geführt hatte. Vor einer Veröffentlichung haben sich Kohl und der als Ghostwriter engagierte Journalist jedoch zerstritten, so dass es nicht zur Veröffentlichung kam. Die Zitate, in denen Kohl unter anderem über Angela Merkel spricht, wurden von ihm nicht freigegeben. Heribert Schwan beruft sich darauf, die Gespräche als Journalist geführt zu haben.

Die vom Gericht festgelegte Summe ist die bislang höchste, die ein Gericht in Deutschland einem Kläger für schwere Verletzungen des Persönlichkeitsrechts durch unzulässige Veröffentlichungen zugesprochen hat. Es ist zugleich der erste bekannte Fall, in dem ein Ghostwriter seinen Auftraggeber öffentlich bloßgestellt hat. Helmut Kohl hatte 5 Mio Euro verlangt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
faz.net, tagesschau.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Meinung: Bücher sollten einen Abspann haben.

Büchern fehlt ein Abspann ähnlich wie beim Film, der Lektoren, Übersetzer und andere Personen nennt, die an der Entstehung des Buchs beteiligt waren, meint Wolfgang Tischer. Der fehlende Abspann führe dazu, dass die Verlage und ihre Arbeit den meisten Lesern unbekannt bis egal seien. Lediglich Autor Sebastian Fitzek erwähnt am Ende seiner Bücher auch die Verlagsvertreter, die Mitarbeiterinnen der Marketing- und Presseabteilung sowie Buchhändler und Bibliothekarinnen.
literaturcafe.deKommentieren ...

Hacker greifen Berlin Story Verlag an und löschen Daten.

Berlin Story Verlag ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden, dessen Spuren in die Türkei führen. Der Angriff sei erfolgt, nachdem der Verlag sich der Aktion "Free Deniz" angeschlossen hat. Bei dem Hack wurden sämtliche Daten des Verlags gelöscht, darunter etwa 200 fertig gesetzte Bücher, die durch Backups inzwischen weitgehend wiederhergestellt werden konnten. Verleger Enno Lenze schätzt die Folgekosten des Cyber-Einbruchs auf mehr als 20.000 Euro.
tagesspiegel.de, berlinstory.de/hackKommentieren ...

Telekom zieht sich aus Telefonbuch-Geschäft zurück.

Telekom verkauft ihre Telefonbuch-Tochter DeTeMobil laut "Welt" peu à peu an regionale Telefonbuchverlage, Angaben zum Verkaufspreis gibt es nicht. Der Nürnberger Hans Müller Verlag hat beim Kartellamt die Übernahme von Anteilen angemeldet. Die Telekom streitet seit 2015 mit 81 regionalen Verlagen über die Höhe der Kosten für die Überlassung von Teilnehmerdaten.
"Welt", S. 12 (Paid)Kommentieren ...

Claudia Bachhausen-Dewart spricht für Thalia.

Thalia holt Claudia Bachhausen-Dewart als neue Leiterin der Unternehmenskommunikation. Sie folgt bei der Buchhandelskette auf Julia Hattrup, die sich "neuen beruflichen Herausforderungen" widmet. Claudia Bachhausen-Dewart, derzeit mit einer eigenen Kommunikationsagentur am Markt, verantwortete bis 2015 die Bauer-Kommunikation und arbeitete zuvor als PR-Chefin für Weight Watchers.
buchreport.de, boersenblatt.netKommentieren ...

Portrait: "Tempo"-Textchef Uwe Kopf ließ niemanden an seine Texte.

Uwe Kopf: Am Dienstag erscheint das Romandebüt des im Januar verstorbenen Journalisten. Sein enger Freund Stephan Timm zeichnet aus SMS und E-Mails ein Charakterbild des früheren Tempo-Textchefs, der sich vor Themenkonferenzen gedrückt hat, seine Texte von niemandem redigieren ließ und ein Portrait über Helge Schneider komplett erfunden hat.
"Welt am Sonntag", S. 58 (Paid), blendle.comKommentieren ...