Mitglieder beschließen neuen Verteilungsplan für VG Wort.

VG Wort: Die Mitgliederversammlung der VG Wort in München hat mehrheitlich einen neuen Verteilungsplan beschlossen. Demnach erhalten die Urheber künftig 100 % der ihnen zustehenden Gelder, es sei denn, sie stimmen ausdrücklich zu, einen Anteil davon an ihre Verlage abzutreten. Rund 26.000 Autoren, etwa ein Viertel der VG-Wort-Mitglieder, verzichten freiwillig darauf, die in der Vergangenheit zu Unrecht an Verlage gezahlten Gelder zurückzufordern. Eine Neuregelung wurde nötig, weil der Bundesgerichtshof die bisherige Ausschüttung auch an Verlage für rechtswidrig erklärt hat.
uebermedien.de, boersenblatt.net1 Kommentar

Zitat: Klett setzt aufs Buch, weil Schulen digital hinterher sind.

"Wir sind auf alles vorbereitet, aber es hat sich bewährt, nicht alle Karten aufs Digitale zu setzen."

Philipp Haußmann, Chef des Schulbuchverlags Klett, setzt stark aufs Gedruckte, weil Schulen schlecht digital ausgestattet und viele Lehrer keine Digital Natives sind.
"Handelsblatt", S. 12 (Paid)

Korrektur 17.5., 8.40 Uhr: In einer früheren Version dieses Textes schrieb turi2 fälschlicherweise, dass Klett auf Gedrucktes setze, weil "Lehrer mangelhaft motiviert sind". Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.2 Kommentare

Musikkritiker Joachim Kaiser, 88, ist tot.

Joachim Kaiser, Musikkritiker und langjähriger leitender Redakteur der "Süddeutschen Zeitung", ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren, teilt das "SZ Magazin" per Post auf seiner Facebook-Seite mit. Kaiser zählte zu den einflussreichsten deutschen Kulturkritikern. Er war Mitglied im PEN-Zentrum und hatte fast 20 Jahre lang eine Professur für Musikgeschichte an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Stuttgart.
facebook.com (Post SZ-Magazin), sueddeutsche.de (Nachruf), zeit.de (Nachruf)Kommentieren ...

Ganske-Gruppe gründet Kreativ-Campus.


Neues Büro, mehr Kreativität: Ganske sammelt seine Redakteure zusammen und bezieht mit ihnen einen neuen Kreativ-Campus am Harvestehuder Weg an der Hamburger Außenalster. Betroffen sind insbesondere der Jahreszeiten-Verlag sowie BM Brand Media, die bisher ihren Sitz in Winterhude haben. Rund 180 Mitarbeiter sollen Mitte Juli umziehen. Die frei werdenden Flächen will Ganske nach dem Umzug vermieten; einzig einige administrative Abteilungen sollen am aktuellen Standort bleiben.

Vom neuen Kreativ-Campus erhoffen sich die Verantwortlichen "noch mehr Schlagkraft" der Verlagsgruppe. Bisher sind am Harvestehuder Weg bereits Hoffmann & Campe samt Kommunikationsdienstleister sowie die Holding der Ganske-Verlagsgruppe ansässig.
presseportal.deKommentieren ...

Pearson plant weitere Sparmaßnahmen.

Pearson setzt erneut den Rotstift an. Der britische Verlag will bis 2020 jährlich zusätzlich 300 Mio Pfund sparen. Außerdem plant der Verlag, sich vom US-Geschäft mit Lernmaterialien für Schüler zu trennen. Pearson hat zuletzt bereits zwei Sparmaßnahmen von insgesamt über 650 Mio Pfund beschlossen und sich unter anderem von der "Financial Times" getrennt. Mit Bertelsmann verhandelt Pearson über einen Verkauf der Beteiligung an Penguin Random House.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)
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Gericht spricht Helmut Kohl 1 Mio Schadenersatz zu.

Teure Zitate: Helmut Kohl hat Anspruch auf 1 Mio Euro Schadenersatz für Veröffentlichungen im Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle", urteilt das Landgericht Köln. Im 2014 veröffentlichten Werk zitieren Heribert Schwan und Tilman Jens aus von Schwan aufgezeichneten Gesprächen, die er mit dem Altkanzler für dessen Memoiren geführt hatte. Vor einer Veröffentlichung haben sich Kohl und der als Ghostwriter engagierte Journalist jedoch zerstritten, so dass es nicht zur Veröffentlichung kam. Die Zitate, in denen Kohl unter anderem über Angela Merkel spricht, wurden von ihm nicht freigegeben. Heribert Schwan beruft sich darauf, die Gespräche als Journalist geführt zu haben.

Die vom Gericht festgelegte Summe ist die bislang höchste, die ein Gericht in Deutschland einem Kläger für schwere Verletzungen des Persönlichkeitsrechts durch unzulässige Veröffentlichungen zugesprochen hat. Es ist zugleich der erste bekannte Fall, in dem ein Ghostwriter seinen Auftraggeber öffentlich bloßgestellt hat. Helmut Kohl hatte 5 Mio Euro verlangt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
faz.net, tagesschau.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Meinung: Bücher sollten einen Abspann haben.

Büchern fehlt ein Abspann ähnlich wie beim Film, der Lektoren, Übersetzer und andere Personen nennt, die an der Entstehung des Buchs beteiligt waren, meint Wolfgang Tischer. Der fehlende Abspann führe dazu, dass die Verlage und ihre Arbeit den meisten Lesern unbekannt bis egal seien. Lediglich Autor Sebastian Fitzek erwähnt am Ende seiner Bücher auch die Verlagsvertreter, die Mitarbeiterinnen der Marketing- und Presseabteilung sowie Buchhändler und Bibliothekarinnen.
literaturcafe.deKommentieren ...

Hacker greifen Berlin Story Verlag an und löschen Daten.

Berlin Story Verlag ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden, dessen Spuren in die Türkei führen. Der Angriff sei erfolgt, nachdem der Verlag sich der Aktion "Free Deniz" angeschlossen hat. Bei dem Hack wurden sämtliche Daten des Verlags gelöscht, darunter etwa 200 fertig gesetzte Bücher, die durch Backups inzwischen weitgehend wiederhergestellt werden konnten. Verleger Enno Lenze schätzt die Folgekosten des Cyber-Einbruchs auf mehr als 20.000 Euro.
tagesspiegel.de, berlinstory.de/hackKommentieren ...

Telekom zieht sich aus Telefonbuch-Geschäft zurück.

Telekom verkauft ihre Telefonbuch-Tochter DeTeMobil laut "Welt" peu à peu an regionale Telefonbuchverlage, Angaben zum Verkaufspreis gibt es nicht. Der Nürnberger Hans Müller Verlag hat beim Kartellamt die Übernahme von Anteilen angemeldet. Die Telekom streitet seit 2015 mit 81 regionalen Verlagen über die Höhe der Kosten für die Überlassung von Teilnehmerdaten.
"Welt", S. 12 (Paid)Kommentieren ...

Claudia Bachhausen-Dewart spricht für Thalia.

Thalia holt Claudia Bachhausen-Dewart als neue Leiterin der Unternehmenskommunikation. Sie folgt bei der Buchhandelskette auf Julia Hattrup, die sich "neuen beruflichen Herausforderungen" widmet. Claudia Bachhausen-Dewart, derzeit mit einer eigenen Kommunikationsagentur am Markt, verantwortete bis 2015 die Bauer-Kommunikation und arbeitete zuvor als PR-Chefin für Weight Watchers.
buchreport.de, boersenblatt.netKommentieren ...

Portrait: "Tempo"-Textchef Uwe Kopf ließ niemanden an seine Texte.

Uwe Kopf: Am Dienstag erscheint das Romandebüt des im Januar verstorbenen Journalisten. Sein enger Freund Stephan Timm zeichnet aus SMS und E-Mails ein Charakterbild des früheren Tempo-Textchefs, der sich vor Themenkonferenzen gedrückt hat, seine Texte von niemandem redigieren ließ und ein Portrait über Helge Schneider komplett erfunden hat.
"Welt am Sonntag", S. 58 (Paid), blendle.comKommentieren ...

Bertelsmann-Buchtochter Penguin Random House übernimmt spanischen Verlag Ediciones B.

Penguin Random House kauft den spanischen Verlag Ediciones B aus Barcelona. Laut spanischen Medien zahlt Bertelsmanns Buchsparte für den Zukauf 40 Mio Euro. Unter dem Dach der spanischen Tochter Penguin Random House Grupo Editorial soll Ediciones B helfen, die Position der Verlagsgruppe in Spanien und Lateinamerika zu stärken und auszubauen.
boersenblatt.netKommentieren ...

Deutsche Inhalte-Anbieter stecken ihren Claim fürs Wahljahr ab.


In der Deutschen Content Allianz vereint (von links): Jan Herchenröder für die Drehbuchautoren, Stephan Holthoff-Pförtner für die Zeitschriftenverleger, Alexander Skipis für den Buchhandel, Jürgen Doetz für den privaten Rundfunk, Dieter Gorny für die Musikindustrie, Mathias Döpfner für die Zeitungsverleger, Harald Heker von der Gema für die Urheber und Alfred Holighaus für die Filmwirtschaft. (Foto: Jens Twiehaus)

Acht Herren für ein Halleluja: Die Verbände der Verlags- und Kreativwirtschaft verlangen von der Bundesregierung ein besseres Urheberrecht und eine stärkere Stellung im Wettstreit mit Internetkonzernen. Verbandschefs von Musik- und Buchwirtschaft, privatem Rundfunk, Autoren und Presseverlagen unterzeichnen ein Positionspapier für das Wahljahr. Die Verbände sind in der Deutschen Content Allianz vereint. ARD und ZDF sind beim Papier nicht mit an Bord, was BDZV-Präsident Mathias Döpfner für einen heftigen Seitenhieb nutzt: "Die Öffentlich-Rechtlichen haben ihr Geschäftsmodell, nämlich 8 Mrd Euro Beiträge, und kämpfen deshalb nicht an unserer Seite."

In der Konkurrenz mit den digitalen Konzernen sei "die Wippe in Bewegung, aber noch nicht in der Waage", sagt Dieter Gorny, Chef des Bundesverbandes Musikindustrie. Döpfner beklagt, dass digitale Inhalte schlechter gestellt seien, als Inhalte zum Anfassen. Gema-Chef Harald Heker meint, Internetkonzerne würden sich ihrer Verantwortung entziehen, indem sie sich auf die Rolle des Infrastruktur-Anbieters zurückziehen. Alexander Skipis vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels fordert mehr faire Marktwirtschaft.

Die Deutsche Content Allianz repräsentiert 1,6 Mio Arbeitsplätze und 150 Mrd Euro Wirtschaftsleistung. Das sehr allgemein formulierte Positionspapier nennt keine Namen von Konkurrenten wie Facebook, Google, Amazon und Spotify. Ziel der Content Allianz, sagt VPRT-Vertreter Jürgen Doetz, sei es, die "Kräfte zu bündeln" und auf die digitale Agenda von Bundesregierung und EU zu kommen.
turi2 vor Ort beim Gespräch der Deutschen Content Allianz in Berlin, turi2.de (Positionspapier als PDF)

Hinweis 15.45 Uhr: ARD und ZDF verlassen nicht die Deutsche Content Allianz, sondern konnten das Positionspapier nicht mittragen. Um diese Klarstellung bittet der Allianz-Vorsitzende Jürgen Doetz.3 Kommentare

Meinung: Ulrike Simon sieht Bertelsmann in der Welt-Liga abgehängt.

Bertelsmann spielt national in einer Liga für sich, hat aber international den Anschluss verloren, analysiert Ulrike Simon. Mit Zeitschriften- und Buchgeschäft, TV-Sendern und Musikverlag ist Bertelsmann so breit aufgestellt, wie kein anderes Medienunternehmen hierzulande, doch in der Welt-Liga geben mit Disney, News Corp, Time Warner und Viacom andere Konzerne den Ton an.
"Horizont" 13/2017, S. 1 (Paid) Kommentieren ...

Zahl des Tages: Leipziger Buchmesse meldet mit 208.000 Besuchern Rekord.

Zahlreiche Besucher kommen am 26.03.2017 zur Buchmesse Leipzig (Sachsen), die mit einem Plakat bereits auf den nächsten Messetermin im März 2018 hinweist. Rund 2400 Aussteller stellten in diesem Jahr ihre Neuheiten aus der Buch- und Verlagsbranche vor.Zahl des Tages: Rund 208.000 Literaturbegeisterte feierten dieses Jahr bei der Leipziger Buchmesse Bücher und Autoren - und die Buchmesse verzeichnet ihren neuen Besucherrekord. Es sind 13.000 Besucher mehr als 2016, meldet die Buchmesse. Zählt man die Besucher des Lesefestes Leipzig liest mit, seien sogar rund 285.000 Literaturfans nach Leipzig gekommen. 2.493 Aussteller aus 43 Ländern zeigten ihre neuesten Bücher.
mdr.deKommentieren ...

Geschäft mit Büchern wächst – Online-Handel profitiert.

Buchmarkt wächst im vergangenen Jahr beim Umsatz um 0,8 %, meldet der Börsenverein. Buchhandlungen müssen ein Minus von 1,3 % verkraften, das Plus entfällt auf den Online-Handel. Der Trend zu weniger Publikumsverkehr in den Läden setzt sich aktuell fort. In den Genres gewinnen vor allem die Kinder- und Jugendbücher mit 9 % Umsatz, Sachbücher schrumpfen um 2,7 % und Belletristik um 0,5 %.
boersenblatt.netKommentieren ...

AfD-Politikerin geht gegen AfD-Buch von "Spiegel"-Journalistin vor.

Beatrix von Storch, Europa-Abgeordnete der AfD, will den Verkauf des Buchs AfD - Angst für Deutschland von "Spiegel"-Journalistin Melanie Amann stoppen und hat den Verlag Droemer Knaur abmahnen lassen. Sie stört sich an einem Zitat, das der "Spiegel" Anfang 2016 verbreitet hatte. Bei ihrem Facebook-Post zu einem Schießbefehl auf Frauen an der Grenze soll Beatrix von Storch sich parteiintern gerechtfertigt haben, sie sei "mit der Maus abgerutscht" - das will sie aber so nie gesagt haben.
kress.de, buchmarkt.deKommentieren ...

Guido Westerwelles Leben wird verfilmt.

Guido Westerwelle: Die Produktionsfirma Ufa Fiction verfilmt das Leben des FDP-Politikers, berichtet die "Zeit". Der frühere Außenminister hatte kurz vor seinem Tod wegen Krebs zusammen mit Ex-"stern"-Chefredakteur Dominik Wichmann das Buch "Zwischen zwei Leben" veröffentlicht, das nun als Vorlage dient. Darin erzählt der Politiker von seinem Kampf mit der Krankheit Leukämie.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.deKommentieren ...

Mareverlag verliert seine PR-Chefin Stephanie Haack.

Stephanie Haack (Foto), 38, schwimmt dem Mareverlag in die grüne Branche davon. Die bisherige PR-Chefin des Hamburger Verlags, der die Zeitschrift Mare herausgibt, wolle sich um ein neues Nachhaltigkeitsprojekt kümmern. Neue Presse-Chefin des Mareverlags ist Bettina Wittich, 28, die bei Thalia für das Marketing lokaler Buchhandlungen zuständig war. (Foto: Mathias Bothor)
buchmarkt.deKommentieren ...

Bertelsmann will 70 bis 75 % von Penguin Random House.

Bertelsmann bekräftigt das Interesse, seinen Anteil am größten Publikums-Buchverlag Penguin Random House auf 70 oder 75 % zu erhöhen. Vorstandschef Thomas Rabe kann sich im "Spiegel"-Gespräch Kooperationen mit Pensionsfonds oder Familien-Trusts vorstellen, um den Deal durchzubringen. Derzeit hält Bertelsmann 53 % an Penguin Random House. Pearson will seine 47 % loswerden.
"Spiegel" 11/2017, S. 80 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Verschollener Whitman-Roman erscheint auf Deutsch bei dtv.

dtv bringt den 165 Jahre lang verschollenen Roman "Life and Adventures of Jack Engle" des US-Nationaldichters Walt Whitman auf Deutsch heraus. Die Übersetzung von Jürgen Brôcan soll im Frühjahr 2018 erscheinen. Whitman hatte den Text 1852 als Fortsetzungsroman anonym im Sunday Dispatch veröffentlicht. Ein Doktorand aus Texas hat den Roman wiedergefunden.
boersenblatt.net, welt.de (Background)Kommentieren ...

Barack und Michelle Obama versteigern für 65 Mio Dollar ihre Memoiren.

Penguin Random House ersteigert für 65 Mio Dollar die weltweiten Veröffentlichungsrechte für die Memoiren von Barack und Michelle Obama, berichten US-Medien. Die Summe sei Rekord für die Lebenserinnerungen eines früheren US-Präsidenten. Seine Frau Michelle schreibt ein eigenes Buch. Laut Penguin Random House, das mehrheitlich Bertelsmann gehört, wollen die Obamas einen "signifikanten Teil" ihres Honorars und eine Mio Exemplare der Bücher an wohltätige Organisationen spenden. Die gespendeten Bücher sollen an Kinder aus armen Familien verteilt werden.
manager-magazin.deKommentieren ...