Burda trennt sich vom "Playboy" – Myriam Karsch und Florian Boitin übernehmen.


Neue Potenz für Playboy? Burda trennt sich nach 17 Jahren von der deutschen "Playboy"-Lizenz. Verlagsleiterin Myriam Karsch und Chefredakteur Florian Boitin werden durch einen Management-Buy-Out neue Herausgeber – und wollen das zuletzt laut IVW etwas lendenauflagenlahme Männermagazin aus der Midlife-Crisis führen. "Playboy" erscheint ab der Ausgabe vom 5. Dezember 2019 in einer eigenen GmbH. Betroffen sind 21 Burda-Mitarbeiter. Sie können sich bei Boitin und Karsch bewerben – oder müssen auf einen anderen Job bei Burda hoffen.

BurdaNews-Chef Burkhard Graßmann lässt sich mit Dank zitieren: Die Marke "Playboy" habe sich trotz "schwieriger Marktbedingungen" in den vergangenen Jahren "gut entwickelt". Doch gut ist offenbar nicht gut genug für eine Fortführung der Burda-"Playboy"-Ehe. Darum probieren Boitin und Karsch ihr Glück auf eigene Faust. Dass dies kein Himmelfahrtskommando ist, zeigen andere Beispiele, notiert David Hein: 2009 übernahm Katarzyna Mol-Wolf "Emotion" von Gruner + Jahr, 2013 Nikolaus Förster die "Impulse". 2015 wurde Chefredakteur Christoph Schwennicke zugleich "Cicero"-Verleger. Alle stemmen sich mit Events und Networking-Angeboten gegen das rückläufige Printgeschäft.
burda.com, horizont.net

Aus dem Archiv von turi2.tv: Florian Boitin arbeitet in seinem Traumjob (November 2016)

Xing holt Astrid Maier als Chefredakteurin.

Xing holt Astrid Maier, 44, als Chefredakteurin. Sie übernimmt bei Burdas Berufs-Plattform die Redaktion mit insgesamt 14 Mitarbeitern von Jennifer Lachman, die als Digitalchefin zum "manager magazin" wechselt. "FTD"-Veteranin Astrid Maier war für die Handelsblatt-Gruppe zuletzt Chefreporterin und Produktentwicklerin bei Miriam Meckels digitaler Weiterbildungs-Marke Ada.
per Mail, turi2.de (Background)

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Allabendlich ist sie als Saskia im TV zu sehen, doch Unter Uns zeigt sie mehr: Schauspielerin Antonia Michalsky, Titelstar unserer Juli-Ausgabe! Außerdem im neuen PLAYBOY: Interview mit Carlos Santana – unter anderem über seine ewige Jugend. Und: Comic-Legende Milo Manara über die Erotik weiblicher Macht und die moderne Prüderie. (Foto: Kate Bellm für Playboy Juli 2019)
playboy.de

Xing streitet mit Softwarefirma um die Markenrechte am Begriff "New Work".

Xing streitet mit der Firma GK Software um den Begriff "New Work", berichtet die "FAZ". Burdas Karriere-Netzwerk will seine Aktivitäten unter das Dach der Holding New Work SE stellen. Im August 2018, wenige Wochen vor Xing, hat GK Software den Schutz der Wortmarke "Newwork Software" beantragt und fordert Unterlassung. Xing will den Begriff nur in bestimmter Schreibweise und grafischer Darstellung schützen. Im Herbst landet der Fall vor Gericht - sollte es nicht vorher zu einer gütlichen Lösung kommen.
"FAZ", S. 22 (Paid), turi2.de (Background)

Burda-Blatt "Freizeit Revue" unterliegt gegen Lebensgefährten von Helene Fischer.


Freund oder Freund, das ist hier die Frage: Burdas Klatschblatt "Freizeit Revue" muss auf dem Titel eine Gegendarstellung des Lebensgefährten von Sängerin Helene Fischer abdrucken, urteilt das Landgericht Offenburg. Das Blatt hatte getitelt: "Helene Fischer: Das Baby-Interview – Sensationell, was ihr Freund verrät." Zwar war ihr Lebensgefährte, Akrobat und Model Thomas Seitel (rechts im Bild), auf dem Cover zu sehen, das Interview gab aber nicht er, sondern ein befreundeter Promi.

Burda argumentiert: Mit den Worten "was ihr Freund verrät" könne jeder der vielen Fischer-Freunde gemeint sein. Die Richter überzeugt das nicht: Ein unbefangener Kioskleser würde vermuten, der abgebildete Freund, also Helenes Lebensgefährte, würde sprechen. Burda hat gegen das Urteil bereits Berufung eingelegt. (Archivfoto von 2017: Rolf Vennenbernd/dpa)
lahrer-zeitung.de, badische-zeitung.de

Burda macht "TV Spielfilm Live" dicht – Zattoo übernimmt.


Sendeschluss: Burda zieht bei seinem TV-Streaming-Angebot TV Spielfilm Live nach vier Jahren den Stecker, meldet zuerst Ulrike Simon bei Horizont.net. Inzwischen hat der Verlag die Einstellung bestätigt. Burda will sich die Lizenz-Gebühren an die Sender sparen und leitet die Abonnenten künftig aus dem elektronischen Programmführer der Zeitschrift direkt ins Angebot von Zattoo um. Burda arbeitet bereits seit dem Start mit dem Schweizer Unternehmen zusammen – das Backend des Service basiert auf Zattoo-Technologie.

"TV Spielfilm" will sich künftig – ganz klassisch – auf TV-, Mediatheken-, sowie VoD-Empfehlungen konzentrieren und den eigenen Dienst für die Nutzung über Sprachassistenten weiterentwickeln. "TV Spielfilm Live" war 2015 gestartet, seit Ende 2018 war der Dienst nur noch für zahlende Kunden abrufbar, zuvor gab es ein kostenloses Basis-Angebot. "TV Spielfilm Live" hatte zuletzt laut Verlagsangaben mehr als 2,5 Mio registrierte Nutzer.
horizont.net, burda.com (Pressemitteilung), turi2.de (Background)

Video-Tipp: Florian Festl im Erfolgs-Fragebogen.


Erfolg im Focus: Florian Festl wollte schon als Kind hoch hinaus und Pilot werden, noch heute sucht der Chefredakteur von Focus Online Höhenluft, wenn es am Boden mal unübersichtlich wird, und klettert auf Berge. Im Erfolgs-Fragebogen am Rande der Launch-Party zur turi2 edition #8 sagt er außerdem, dass er in der Kategorie Misserfolg gar nicht denkt und hinter Niederlagen schnell einen Haken macht, "sonst läuft man mit einer geistigen Shit-Liste im Kopf herum".
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Google startet Jobsuche-Funktion in Deutschland.


Wer nach Jobs googelt, bekommt Angebote künftig sehr präsent in einer blauen Box – Anzeigen vom Springer-Portal Stepstone sind nicht dabei. (Foto: Jens Twiehaus)

Gehalt voller googeln: Google bietet deutschen Nutzern ab heute eine Stellensuche-Funktion – und wird damit schlagartig zum wohl wichtigsten Online-Stellenmarkt. Wer nach mehr Gehalt oder einfach einem neuen Job sucht, bekommt Ausschreibungen mehrerer hundert Stellenmarkt-Websites in einer Übersicht innerhalb der Google-Suche. Als Partner sind viele Verlage dabei, etwa Burda mit Xing, Funke mit Absolventa, die "FAZ"-, "Zeit"- und "Süddeutsche"-Stellenmärkte. Nicht dabei ist die Bundesagentur für Arbeit. Auch die Springer-Jobbörse Stepstone fehlt, weil Springer selbst eine starke Position im Online-Jobmarkt hat.

Nutzer der Job-Funktion können speziell in ihrem Umkreis suchen, Ergebnisse speichern und sich E-Mail-Alerts einrichten. Über Filter können Jobsuchende auch nach Teilzeit, Ausbildungen oder Praktika suchen, außerdem bestimmte Arbeitgeber auswählen. Google-Manager Nick Zakrasek verspricht, die Reihenfolge der Ergebnisse gemäß Relevanz zu gestalten – und Unternehmen oder Portalen kein besseres Ranking zu verkaufen. Über den Suchergebnissen tauchen aber die klassischen Google-Anzeigen auf – wer nach "Redakteur Berlin" sucht, sieht etwa eine Anzeige vom Springer-Portal Stepstone.

Die Einführung der Google-Jobsuche wird neue Diskussionen über Marktmacht und kartellrechtliche Fragen auslösen. Mit der neuen Funktion könnte Google zur ersten Anlaufstelle für Jobsuchende werden und andere Portale in den Schatten stellen. Rechtsanwalt Thomas Höppner, bereits an einem Kartellverfahren vor der EU-Kommission beteiligt, kann sich eine ähnlichen Entwicklung wie bei Google Shopping vorstellen. Hier bündelte Google zunächst Angebote und integrierte immer mehr Funktion bis zur kompletten Abwicklung des Kaufs. Xing-Manager Jens Stief hingegen hofft, mithilfe von Google den Xing-Stellenmarkt bekannter zu machen.
turi2 bei Google-Pk in Berlin, germany.googleblog.com, recruiting.xing.com (Stief), focus.de (Höppner)

Video-Tipp: Robert Pölzer im Erfolgsfragebogen.


Video-Tipp: Robert Pölzer, Chefredakteur von Burdas "Bunte", hat noch große Pläne: Er träumt davon, bei der WM 2022 ein Tor zu schießen, sagt er im Erfolgsfragebogen von turi2 am Rande der Launchparty zur turi2 edition #8. Schon als Kind wollte er professionell auf dem grünen Rasen stehen. Sein größter Erfolg ist es, "Chefredakteur zu sein und eine Familie zu haben, die mich akzeptiert."
turi2.tv (1-Min-Video)

Video-Tipp: Florian Boitin im Erfolgs-Fragebogen.


Alice, melde Dich: Florian Boitin wünscht sich sehnlichst, dass Alice Schwarzer ihm im "Playboy" ein Interview gibt. Dass er die "Emma"-Gründerin bisher nicht davon überzeugen konnte, nennt er im Erfolgs-Fragebogen von turi2 seinen größten Misserfolg. Außerdem spricht der "Playboy"-Chefredakteur am Rande der Launchparty zur turi2 edition #8 über seine Kindheits-Idole Pierre Brice als Winnetou, Paul McCartney und Karl-Heinz Rummenigge.
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Burdas Blockchain-Startup BotLabs stellt neues Internetprotokoll vor.

Kontrolle ist besser: Burda will nicht weniger, als das Internet vertrauenswürdiger machen und legt mit seinem Blockchain-Startup BotLabs das erste Produkt vor. Das Internetprotokoll Kilt soll die Echtheit von Identitäten, Daten und zertifizieren können, berichtet Horizont.net. Das Startup will die Technologie interessierten Firmen zur Verfügung stellen. BotLabs ist vor anderthalb Jahren an den Start gegangen.
horizont.net

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Ab Donnerstag im PLAYBOY! Playmate des Jahres: das große Finale mit Veronika Klimovits, Olivia Peltzer und Julia Prokopy. Im Interview: Peter Lindbergh, der legendäre Star-Fotograf und Supermodel-Macher, über sein Leben unter den schönsten Frauen der Welt. Und Paartherapeutin Esther Perel: Wie Männer und Frauen betrügen – und was sich daraus lernen lässt.
playboy.de

"Süddeutsche Zeitung": Burda gilt beim ADAC als Favorit für Mitgliedermagazin-Auftrag.

ADAC LogoBurda hat als bislang einziger Bewerber ein Konzept für die Produktion des ADAC-Mitgliedermagazins im ADAC-Verwaltungsrat präsentiert und gilt damit als Favorit, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Es gehe um einen dreistelligen Millionenbetrag ab 2020, auch Springer sei an dem Deal interessiert. Derzeit verhandle der ADAC "mit zwei renommierten Großverlagen", widerspricht ein ADAC-Sprecher einer Vorentscheidung.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Burda investiert in Bio-Tampons.

Burda wappnet sich für blutige Werbemärkte und investiert über den Venture-Arm Burdaprincipal zusammen mit Angel Capital einen einstelligen Mio-Betrag in das scherzfreudige Tampon-Startup The Female Company ("Läuft bei Dir?"), schreibt t3n. Advertorials auf Bunte.de hätten die Firmen einander näher gebracht. Die Bio-Tampons gibt es bisher nur per Post im Abo, demnächst aber auch in rund 900 DM-Filialen.
t3n.de

Zitat: EU legt Daumenschrauben zu langsam an, sagt Burda-Boss Paul-Bernhard Kallen.

"Wenn die Landschaft erst ausgedörrt ist, können Sie zwar irgendwo in der Sahara Bäumchen pflanzen. Geld wird aber nur in den Oasen verdient."

Burda-Boss Paul-Bernhard Kallen antwortet im "Süddeutsche"-Interview mit Flora-Metapher auf die Frage, warum ihm die Maßnahmen von EU und Kartellamt gegen Facebook und Co zu lange dauern.
"Süddeutsche Zeitung", S. 12

Waipu.tv ersetzt TV Spielfilm Live beim TV-Streamingdienst von O2.

O2 bietet Live-TV-Streaming jetzt zusammen mit Waipu.tv an, allerdings günstiger als Waipu.tv selbst. Seit Juni 2016 war Burdas TV Spielfilm Live O2-Partner, der Vertrag lief ohne Verlängerung aus. Für 5 bis 10 Euro bekommen die O2-Kunden nun rund 100 Sender und bis zu 100 Stunden Speicherplatz für Aufnahmen. Anders als bei der Telekom kostet TV-Streaming auf dem Smartphone mobiles Daten-Volumen.
infosat.de, inside-handy.de, golem.de

BurdaHome gründet redaktionsübergreifendes Produkttestportal.

BurdaHome startet ein Produkttestportal. Hinter gutewahl.de stehen die Redaktionen der Burda-Marken wie "Wohnen & Garten" oder "Meine Familie & ich". Das Portal will bei den Tests einen Schwerpunkt auf Videos legen und für die Produktbestellung zu Webshops wie Amazon verlinken. Bei Kaufabschluss erhält das Portal eine Provision, was keine Auswirkung auf die redaktionelle Unabhängigkeit haben solle.
burda.com

Meinung: Werner Bartens findet "My Life" altbackener als die "Apotheken Umschau".

Burda kommt mit dem "Apotheken Umschau"-Konkurrenten "My Life" "ziemlich altbacken daher", rezensiert Werner Bartens das neue Gesundheitsmagazin. Der Duktus der Artikel folge dem "Staun-und-Wunder-Journalismus der 1970er-Jahre". Die "Apotheken Umschau" werde zwar als "Rentner-Bravo" belächelt, wirke aber ausgewogener.
"Süddeutsche Zeitung", S. 27 (Paid), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv (03/2019): "Konkurrenz macht uns immer besser" – Wort & Bild-Chef Dennis Ballwieser im Strategie-Gespräch.

Xing kauft die IT-Jobplattform Honeypot für 22 Mio Euro.

Xing übernimmt Honeypot, eine Job-Plattform für IT-Fachkräfte. Das Business-Netzwerk mit Burda als Mehrheitseigner zahlt für die Berliner Firma 22 Mio Euro. Sollte Honeypot innerhalb der nächsten drei Jahre "ambitionierte operative Ziele" erreichen, erhöht sich der Kaufpreis um Earn-out-Zahlungen von bis zu 35 Mio Euro. Es ist die bisher größte Übernahme von Xing.
pressebox.de

Deutsche Verlage reagieren verhalten auf Apple News+.

Apple News+ stößt bei den deutschen Verlagen auf verhaltene Reaktionen, beobachtet Christian Meier. Gruner + Jahr und Burda wollten erst einmal das konkrete Modell abwarten. Bei der "FAZ" erntet das Angebot scharfe Kritik, weshalb der Verlag es "schlichtweg ablehnen" müsse, sagt Geschäftsführer Thomas Lindner. Aktueller Journalismus sei nicht auf das Prinzip Spotify übertragbar. Einzig Bauer mit seinen zahlreichen Zeitschriften in den USA habe das Angebot von Apple bereits angenommen.
welt.de

Philipp Welte hält europaweites Urheberrecht für "unausweichlich".

Urheberrecht: Philipp Welte, Zeitschriften-Vorstand von Burda, schreibt bei "Focus", bei der heutigen Abstimmung im Europaparlament ginge es um nicht weniger als die "Zukunft unserer pluralistischen Demokratie". Welte schimpft auf globale Plattformen und ihre "gewaltige digitale Materialschlacht" und hält europaweites Urheberrecht für "unausweichlich".
focus.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ich rede mit allen über alles": Philipp Welte reagiert auf Widerstand des Kartellamts.