Chinas Kopie von "Saturday Night Live" floppt und verschwindet.

SNL China, die chinesische Variante der US-Comedyshow Saturday Night Live, kann mit dem Original nicht mithalten, schreiben Zoe Mou und Mike Ives. Die Show enthält weder politische Witze noch ist sie live. Chinesische Netznutzer geben 4,9 von 10 Punkten - das Original bewerten sie mit 9,2. Nun sind die bisherigen Episoden ohne Erklärung aus dem Netz verschwunden.
nytimes.com

BMW kooperiert mit Baidu und weiteren chinesischen Firmen.


China-Connection: BMW setzt auf mehrere Kooperationen mit chinesischen Unternehmen. Der Autobauer und der chinesische Suchmaschinen-Gigant Baidu wollen beim autonomen Fahren enger zusammenarbeiten. Beide Parteien unterzeichnen eine Absichtserklärung, wonach BMW Mitglied im Vorstand von Apollo, der Selbstfahr-Tochter von Baidu, werden soll. Details zur Zusammenarbeit stehen noch nicht fest. Baidu will seine Software zu einem offenen System für alle Fahrzeughersteller weiterentwickeln. In der Vergangenheit hatten BMW und Baidu schon einmal zusammen geforscht, beendeten ihre Zusammenarbeit jedoch wieder.

Außerdem will BMW von chinesischen Batteriekonzern CATL Batteriezellen im Wert von 4 Mrd Euro kaufen. Erst gestern gab CATL bekannt, ein neues Werk in Deutschland zu erreichten. An den Kosten für die Fabrik beteiligt sich BMW in nicht genannter Höhe. Mit dem chinesischen Autokonzern Great Wall gründet BMW zudem ein Joint Venture, an dem beide Firmen die Hälfte halten. Das Gemeinschaftsunternehmen soll E-Minis sowie für Great Wall weitere Elektroautos herstellen. (Foto: AP / Pciture Alliance)
handelsblatt.com (Baidu), faz.net (CATL), manager-magazin.de (Great Wall)

Google investiert in JD.com, will Logistik-Sachverstand nutzen.

Google holt sich Handels- und Logistik-Sachverstand an Bord und investiert strategische 550 Mio Dollar in JD.com, den nach Alibaba zweitgrößten chinesischen E-Commerce-Konzern. Die beiden Firmen wollen im Endkundengeschäft in Europa, den USA und Südostasien zusammenarbeiten. JD.com verfügt in China über ein Versandzentrum für 200.000 Bestellungen am Tag, in dem nur vier Menschen arbeiten - um die Roboter zu warten. Die Beteiligung entspricht knapp 1 % des Firmenwerts.
techcrunch.com

Studie: In China und den USA haben deutsche Marken ein besseres Image als im Heimatmarkt.

Made in Germany: Deutsche Marken profitieren von dem Gütesiegel, sagt eine Globeone-Studie. 60 % der führenden deutschen Marken genössen in China und den USA sogar ein positiveres Image als bei deutschen Verbrauchern. Donald Trumps "America First" hat jedoch dazu geführt, dass 75 % seiner Anhänger mehr amerikanische Erzeugnisse und 46 % weniger deutsche Marken kaufen wollen.
wuv.de

Alibaba arbeitet an einem Roboter für die Paketzustellung.

Alibaba testet einen selbstfahrenden Roboter für die Paketzustellung. Der G Plus kann bis zu 9 Meilen in der Stunde zurücklegen und orientiert sich mit einer Lidar-basierten 3D-Karte. Bei viel Verkehr oder großen Menschenmengen kann er seine Geschwindigkeit reduzieren. Aktuell wird der Liefer-Robo in der Alibaba-Zentrale getestet, Ende des Jahres soll die Produktion starten.
theverge.com

Lenovo steigert seinen Umsatz auf 45 Mrd Dollar, macht dennoch Verlust.

Lenovo rutscht in die roten Zahlen und macht im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von 189 Mio Dollar. Der Umsatz ist mit 45 Mrd Dollar zwar auf ein Dreijahreshoch gestiegen, die US-Steuerreform sowie gestiegene Kosten für Bauteile zwingen den chinesischen IT-Konzern jedoch ins Minus. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Gewinn von 535 Mio Dollar erwirtschaftet.
wiwo.de, handelsblatt.com

Zitat: Publicis-Sapient-Manager Wolf Ingomar Faecks fürchtet China.

"Während wir uns in Deutschland über Flugtaxis unterhalten und uns mit total absurden Sachen beschäftigen, werden in China sehr konsistent industriepolitische Weichen gestellt. Die Geschwindigkeit, mit der das passiert, hat mir wirklich die Schuhe ausgezogen."

Publicis-Sapient-Manager Wolf Ingomar Faecks kommt gerade aus China. Im Gepäck: die Befürchtung, China sei für die deutsche Wirtschaft "Hundertmal gefährlicher" als das Silicon Valley.
horizont.net

weitere Zitate:
"Ich glaube nicht daran, dass die Marketing-Abteilung die neue IT-Abteilung ist, das wäre ein völliger Irrweg. Was das Marketing allerdings dringend braucht, ist ein tiefes Verständnis für die neuen technologischen Möglichkeiten."

"Als Berater machen wir immer wieder die Erfahrung: Wenn es nicht brennt und kein Rauch sichtbar ist, ist es super schwer, Veränderungen anzustoßen."

Trump will den durch US-Politik gebeutelten Tech-Konzern ZTE retten helfen.

ZTE: US-Präsident Donald Trump will dem staatseigenen chinesischen Techkonzern nun aus der Patsche helfen, nachdem der Handybauer angekündigt hat, den Geschäftsbetrieb einzustellen. Die USA haben US-Firmen bis 2025 verboten, Komponenten an ZTE zu liefern, weil die Firma die Embargos gegen Nordkorea und den Iran gebrochen haben soll. Der Konzern liegt in den US-Sartphone-Verkäufen auf Rang vier. US-Sicherheitsbehörden sehen in ZTE-Technik ein Sicherheitsrisiko.
cnn.com, turi2.de (Background)

China zensiert den ESC, EBU beendet die Zusammenarbeit.

China: Der chinesische Streamingdienst Mango TV hat das erste ESC-Halbfinale zensiert und den Auftritt der Iren komplett herausgeschnitten – wahrscheinlich, weil dabei zwei Männer Händchen hielten. Der Streaminganbieter gehört zum staatlichen Sender Hunan TV, in China ist die Darstellung von "abnormalen sexuellen Aktivitäten" seit 2017 verboten. Die European Broadcasting Union beendet die Zusammenarbeit. Das zweite Halbfinale und das Finale dürfen die Chinesen nicht übertragen.
dwdl.de

US-Analysten sehen Chinas Geheimdienst hinter vielen Hackergruppen.

Hacking: Analysten der US-Sicherheitsfirma ProtectWise haben gemeinsame Fehler diverser Hackergruppen entdeckt und schreiben sie nun der chinesischen Staatssicherheit zu. Sie fallen seit 2009 mit fortschrittlichen Attacken auf Firmen u.a. in den USA und Europa auf. Die Einheit sei noch aktiv und stecke u.a. hinter Angriffen auf Firmenkonten bei Office 365 und Gmail im März.
arstechnica.com

USA kappen Hardware-Exporte an Chinas Telko-Ausrüster ZTE.

USA entziehen dem chinesischen Telekom-Ausrüster ZTE für sieben Jahre die Export-Lizenz für wichtige US-Hardware. Die Firma soll trotz Sanktionen den Iran und Nordkorea mit Mobilfunk-Technik beliefert haben, in der Komponenten aus US-Produktion verbaut sind. Die Aktien der US-Fiberoptiker Acacia und Oclaro fallen nach der Entscheidung rapide.
ft.com (Paid), bloomberg.com, barrons.com

ARD schickt neue Korrespondenten nach Peking und Neu Delhi.

ARD wechselt seine Korrespondenten aus: Bernd Musch-Borowska (Foto), 56, berichtet ab September als Hörfunkkorrespondent und Studioleiter aus Neu Delhi. Er tritt die Nachfolge von Jürgen Webermann an, der nach Hamburg zurückkehrt. Michael Storfner wird im Juli neuer Korrespondent im ARD Fernsehstudio Peking, er folgt auf seine Ehefrau Alexandra Storfner, die pausiert. Storfner lebt bereits mit in China.
presseportal.de

Li Ka-shing, Asiens reichster Geschäftsmann, geht in Rente.

Li Ka-shing, 89 und reichster Geschäftsmann Asiens, geht in Rente. Er hat seine ersten größeren Beträge in den Fünfzigerjahren mit dem Export von Kunstblumen verdient und früh in Facebook und Spotify investiert. Er hält in Deutschland u.a. 40 % an der Drogeriekette Rossmann und betreibt mit der Tochter mit Three Mobilfunknetze in Italien, Schweden, Großbritannien und Österreich. Das Imperium übernimmt nun der älteste Sohn Victor Li.
manager-magazin.de, scmp.com

Basta: Chinesen verspeisen für ein paar Likes laut knirschend bunte Eiswürfel.

Ice Ice Baby: Ging es bei der Ice Bucket Challenge noch darum, sich Eiswürfel über den Kopf zu schütten, besteht der jüngste Social-Media-Trend aus China nun darin, Eiswürfel zu essen. Beim Ice Eating filmen sich überwiegend junge Frauen, wie sie bunt gefärbte Eiskreationen laut knirschend verspeisen. Gefrierbrand im Hirn nicht ausgeschlossen.
buzzfeed.com, mashable.com

Bild des Tages: Chinesische Hostessen machen Selfies beim Nationalen Volkskongress.


Das Volk im Bilde: Den Arm in die Luft gestreckt macht eine Frau im schwarzen Mantel mit ihrem goldenen iPhone, zusammengebaut in China, eine Selfie mit einer Grupper junger, chinesischer Hostessen. Sie tragen rote Mäntel und weiße Handschuhe - die Arbeitskleidung für ihren Einsatz beim Nationalen Volkskongress, der ab heute in Peking tagt. (Foto: Mark Schiefelbein / AP Photo / Picture Alliance)