Volkswagen: Holger Santel löst Thomas Zahn als Vetriebs- und Marketingchef ab.

Volkswagen holt Holger Santel, 50, aus China zurück in die Heimat. Er verantwortet ab November Vertrieb und Marketing für Volkswagen PKW in Deutschland. Er folgt auf Thomas Zahn, der "neue Aufgaben" im Konzern übernehmen soll. Santel ist seit 22 Jahren bei Volkswagen tätig, bisher als Executive Vice President von SAIC Volkswagen in China.
automobilwoche.de, horizont.net

Amazon untersucht, ob Mitarbeiter Daten an Händler verkauft haben.


False friends: Amazon untersucht, ob Mitarbeiter in den USA und China Bestechungsgelder für interne Daten und vertrauliche Informationen von Händlern angenommen haben. Für Summen zwischen 80 und 2.000 Dollar verschachern sie laut Vorwürfen über Vermittler u.a. Verkaufsanalysen, E-Mail-Adressen von Käufern, die negative Bewertungen geschrieben haben, und stellen geblockte Amazon-Konten wieder her. Amazon hat seit Mai die wichtigsten Führungskräfte in China neu besetzt, um dem Problem Herr zu werden.

Insgesamt sind auf Amazon mehr als 2 Mio Händler aktiv und verkaufen rund 550 Mio Produkte. Der Algorithmus sortiert die Ergebnisse der Produktsuche anhand mehrerer Faktoren, u.a. Bewertungen und Anzahl der Klicks.
wsj.com

Porträt: Künftiger Alibaba-Chef Zhang möchte mehr sein als ein Manager.

Alibaba: Daniel Zhang will als künftiger Vorstandschef den chinesischen Online-Riesen nicht nur managen, sondern auch neue Ideen für die Zukunft entwickeln, schreibt Sha Hua in einem Porträt. In chinesischen Medien gelte Zhang als Mann, der bei Alibaba auf der Autobahn die Motoren gewechselt und einen Traktor durch eine Boeing 747 ersetzt habe. Er besitze den Spitznamen Xiayaozi - übersetzt "sorgloser Wanderer".
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Alibaba: Daniel Zhang übernimmt 2019 den Chefposten von Jack Ma.

Alibaba: Jack Ma gibt seinen Posten als Vorstandschef des chinesischen Online-Riesen auf. In zwölf Monaten wird Daniel Zhang (Foto), bisher CEO des Konzerns, den Job übernehmen, berichtet die "South China Morning Post". In der Zwischenzeit will Alibaba den Übergang organisieren. Am Wochenende hatte es Verwirrung um den Führungswechsel gegeben. Die "New York Times" hatte von einem sofortigen Abgang Mas berichtet.
handelsblatt.com, scmp.com

In chinesischen Kinderzimmern findet sich kaum deutsches Spielzeug.

Spielzeughersteller aus Deutschland wie Simba-Dickie, Ravensburger und Bruder zögern, nach China zu expandieren, beobachtet Fulya Cayir. Chinesische Eltern lieben hierzulande produzierte Eisenbahnen, Puzzles und Co, aber für die Firmen sei der Markt unübersichtlich und sehr heterogen. Außerdem brauchen sie das CCC-Zertifikat, chinesisches Pendant zum CE-Siegel. Dafür müssen chinesische Beamte die Produktionsstätten besichtigen – manch einer fürchtet Produkt-Piraterie.
handelsblatt.com (Paid)

Mitgründer Jack Ma bleibt doch Alibaba-Chef.

Rücktrittsmissverständnis: Alibaba-Mitgründer Jack Ma will offenbar doch nicht von seinem Chefposten zurücktreten, berichtet die "South China Morning Post". Alibaba dementiert einen Bericht der "New York Times", wonach Ma am Montag, seinem 54. Geburtstag, abtritt. Er werde nur eine langfristige Nachfolgestrategie vorstellen und "den Weg für jüngere Talente ebnen", bleibe aber Executive Chairman des chinesischen Online-Riesen.
handelsblatt.com, faz.net, scmp.com

Jack Ma gibt Alibaba-Chefposten ab, bleibt als Aufsichtsrat.

Rente mit 54: Jack Ma, Chef und Mitgründer des chinesischen Handelsriesen Alibaba, tritt zurück. Bereits am Montag, seinem 54. Geburtstag, sei Schluss, sagt Ma der "New York Times". Er hat die Handelsplattform Alibaba 1999 aus seiner Wohnung heraus gegründet und zum weltweit größten Amazon-Konkurrenten aufgebaut. Ma bleibt im Aufsichtsrat. Er gilt als reichster Mann Chinas.
nytimes.com, spiegel.de

Update 18:30 Uhr: Alibaba dementiert den Rücktritt. Jack Ma werde nur eine langfristige Nachfolgestrategie vorstellen, bleibe aber Executive Chairman.
turi2.de

Bezahlen mit dem Smartphone gehört in China zum Alltag.

Bargeldloses Bezahlen gehört in China zum Alltag, berichtet Hendrik Ankenbrand. WeChat und insbesondere Alipay, der Online-Bezahldienst von Alibaba-Gründer Jack Ma, hätten das Land revolutioniert. In den ersten 10 Monaten 2017 hätten die Chinesen Zahlungen im Wert von 81 Billionen Euro mit ihrem Smartphone getätigt. Die Mehrheit der Smartphone-Besitzer bezahle am liebsten mit dem Handy. Kreditkarten seien in China kaum gefragt.
"FAS", S. 32 (Paid)

Die Umsätze von Alibaba wachsen um 61 %, der Gewinn sinkt.

Alibaba wächst im ersten Halbjahr 2018 schneller als in den vergangenen vier Jahren: Der Amazon-Konkurrent steigert den Umsatz um 61 % auf rund 10,2 Mrd Euro. Die Nettogewinne halbieren sich allerdings fast, denn die aggressive Expansion und die Erschließung neuer Märkte kosten. Alibaba investiert massiv in Offline-Geschäfte, Logistik und Cloud Computing.
handelsblatt.com

Zahl des Tages: In China ist bald kaum noch jemand offline.

Zahl des Tages: Vernetzte 802 Mio Chinesen sind inzwischen online, meldet eine staatliche Agentur. 788 Mio nutzen das Internet auch mobil – das entspricht satten 98 %. Knapp 30 Mio Chinesen sagten allein im ersten Halbjahr erstmals: "Ich bin drin. Das ist ja einfach." Beliebteste Online-Dienste sind Kurzvideo-Apps wie TikTok sowie mobiles Bezahlen und Shopping.
techcrunch.com

Alibaba will "South China Morning Post" zur globalen Medienmarke machen.

South China Morning Post wird vom neuen Mutterkonzern Alibaba seit der Übernahme vor zwei Jahren mit Geld überschüttet, um die Lokalzeitung aus Hongkong zu einer globalen Medienmarke aufzubauen, schreibt Ann-Kathrin Nezik im "Spiegel". Obwohl der chinesische Konzern sich offiziell heraus halte, kritisierten Beobachter, dass die Zeitung chinafreundlichen Themen nun mehr Platz gebe.
"Spiegel" 34/2018, S. 66-67 (Paid), scmp.com

"NYT": Google Mitarbeiter sind gegen zensierte Suche für China.

Google: Die Mitarbeiter des Such-Riesen sprechen sich in einem internen Brief gegen die Entscheidung aus, heimlich eine zensierte Suchmaschinen für China zu bauen, berichtet die "New York Times". Googles Bereitschaft, sich an Chinas Zensur zu halten, werfe moralische und ethische Fragen auf. Rund 1.000 Mitarbeiter sollen den Brief unterzeichnet haben.
nytimes.com, turi2.de (Background)

Tencent meldet ersten Gewinnrückgang seit knapp 13 Jahren.

Tencent: Der chinesische Tech-Riese meldet den ersten Gewinnrückgang in knapp 13 Jahren. Der Gewinn der wertvollsten börsennotierten asiatischen Firma liegt immer noch bei saftigen 2,59 Mrd Dollar. Der Umsatz mit PC-Spielen geht zurück, das Geschäft mit Spielen auf Mobiltelefonen wächst langsamer. Die Zensurbehörden haben Tencent u.a. bisher noch nicht gestattet, den Spiele-Hit Fortnite in China zu veröffentlichen.
reuters.com

China weist deutschen Studenten wegen Films über Menschenrechtsanwälte aus.

China weist den Journalismus-Studenten David Missal aus. Der DAAD-Stipendiat hatte sich unter anderem mit dem Anwalt Lin Qilei und der Frau eines inhaftierten Menschenrechtsanwalts getroffen. Beim Versuch, sein Visum zu verlängern, teilten die Behörden ihm mit, dass er Aktivitäten nachgegangen sei, die nicht von seinem Studenten-Visum gedeckt seien.
tagesschau.de

Googles Rückkehr nach China wäre moralisch daneben, schreibt Thomas Schulz.

China, wichtigster asiatischer Markt, lässt Google und Co verzweifeln, schreibt Thomas Schulz. Die Rückkehr Googles nach China wäre eine Kehrtwende, die sich nur durch die Angst erklären lasse, in ganz Asien den Anschluss zu verlieren. Für Google, das sich "als führender Fackelträger des freien Internets" verstehe, wäre das eine moralische Bankrotterklärung, findet Schulz.
"Spiegel" 32/2018, S. 63 (Paid), turi2.de (Background)

Musical.ly verschmilzt mit Tik Tok und verschwindet als App-Name.


Namedropping: Musical.ly, Synchrongesangs-App mit rund 100 Mio überwiegend jungen Nutzern, verschmilzt mit der Konkurrenz-App Tik Tok. Der App-Name Musical.ly verschwindet vom Markt. Beide Apps gehören der chinesischen Firma Bytedance. Nach der Fusion soll Tik Tok 200 bis zu 600 Mio Nutzer erreichen und von einer reinen Tanz-und-Sing-Plattform zu einer vollwertigen Videoapp weiterentwickelt werden.

Während Musical.ly vor allem im Westen genutzt wird, ist Tik Tok in Asien erfolgreich. Musical.ly startete 2014 mit seinem Hauptsitz in Los Angeles. Entwickelt wurde die App jedoch in China. 2017 kaufte Bytedance die App für einen Preis zwischen 800 Mio und 1 Mrd Dollar. Musical.ly ist vor allem bei Teenagern beliebt, kämpft aber mit der Kritik, Pädophile anzulocken.
netzfeuilleton.de, faz.net

Zitat: Jean-Paul Agon macht in China mehr als ein Drittel des Umsatzes im E-Commerce.

"Wir erreichen in Ländern wie China oder Indien jeden Kunden, obwohl dort oft die Groß- und Einzelhandelsstruktur fehlt, um die letzten Meter auf dem Weg zum Endverbraucher zu überbrücken."

L'Oréal-Chef Jean-Paul Agon macht in China mit seinen Massenmarken, u.a. L‘Oréal Paris und Maybelline, 35 % des Umsatzes im E-Commerce. In Deutschland sind es im Schnitt lediglich 2 %, verrät er im "Handelsblatt"-Interview.
"Handelsblatt", S. 4-6

Facebook kann vorerst doch keinen Anker in China werfen.

Facebook storniert seine Flugtickets für China: Die Behörden widerrufen die Genehmigung für eine Facebook-Tochtergesellschaft. In Chinas Provinz-Behörden arbeiten offenbar auch nur Menschen – die Offiziellen der Provinz Zhejiang hatten Facebooks Innovation Hub durchgewunken, ohne vorher die nationale Internet-Zensurbehörde zu informieren, berichtet die "New York Times". Nun muss Facebook auf eine Genehmigung von oben warten.
nytimes.com, turi2.de (Background)

Facebook plant eine Tochtergesellschaft in China.


Hinter der Great Firewall: Facebook streckt die Fühler ins Reich der Mitte aus – das soziale Netzwerk plant in China eine eigene Niederlassung, berichtet Reuters. Bei Facebook Technology stünden IT und Investments im Mittelpunkt. Auch der lukrative Markt für Online-Werbung und E-Commerce sei für Facebook in China interessant – hier muss Facebook in Konkurrenz mit den chinesischen Internetgiganten Alibaba, Baidu und Tencent treten.

Facebook ist seit 2009 in China gesperrt und nimmt für die Tochtergesellschaft nun 30 Mio Dollar in die Hand. Facebook Technology will sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu Alibabas Zentrale in Hangzhou niederlassen. In Zhejiang will Facebook mit einem Innovation Hub wertvolle Kontakte zu Startups und Entwicklern ausbauen und diese unterstützen.
reuters.com, theverge.com, it-times.de

Peking fördert Buchhändler mit mehr Geld.

China: Die Stadt Peking erhöht die Förderung für den Buchhandel, berichtet die "Times". Für Mietzuschüsse und Modernisierung sollen künftig knapp 6,4 Mio Euro Förderung pro Jahr fließen, statt bisher rund 2,2 Mio. Die Zahl der Buchhandlungen soll um 700 auf 1.700 wachsen, zudem befreit die chinesische Hauptstadt alle Buchhandlungen von der Umsatzsteuer.
thetimes.co.uk (Paid) via buchreport.de

Chinesische Online-Händler JD.com und Alibaba streben nach Deutschland.

JD.com und Alibaba stehen vor dem Einstieg in den deutschen Online-Handel, berichtet das "Handelsblatt". JD.com eröffnet noch dieses Jahr ein Deutschland-Büro und arbeitet an einer Strategie. Alibaba baut ein Logistik-Drehkreuz in Belgien und ein Lager nahe Prag. Für einen Frontalangriff der Chinesen halten Experten einen Mega-Zukauf in Deutschland für möglich, etwa eine Akquisition von Zalando, Otto oder DHL.
handelsblatt.com, handelsblatt.com (Interview JD.com-Chef)

Chinas Kopie von "Saturday Night Live" floppt und verschwindet.

SNL China, die chinesische Variante der US-Comedyshow Saturday Night Live, kann mit dem Original nicht mithalten, schreiben Zoe Mou und Mike Ives. Die Show enthält weder politische Witze noch ist sie live. Chinesische Netznutzer geben 4,9 von 10 Punkten - das Original bewerten sie mit 9,2. Nun sind die bisherigen Episoden ohne Erklärung aus dem Netz verschwunden.
nytimes.com