Funke-Zeitungen erscheinen mit Beilage "Menschen bei Volkswagen".

Funke legt seinen 1,4 Mio Zeitungen am Samstag "Menschen bei Volkswagen" bei. Die Beilage ist in der Redaktion der "Braunschweiger Zeitung" entstanden und wurde von VW finanziert, trotzdem sei "unsere redaktionelle Unabhängigkeit" respektiert worden, sagt Chefredakteur Armin Maus in der Pressemitteilung des Verlags. Auf 16 Seiten stellt die Redaktion Mitarbeiter des Autokonzerns vor, die nicht in der Führungsetage sitzen und sich über den Abgas-Skandal genauso ärgern wie viele VW-Kunden.
funkemedien.de

Territory fasst Influencer Marketing in neuer Abteilung zusammen.

Gruner + Jahr: Die Tochter Territory fasst ihre Geschäfte im Influencer Marketing unter dem Namen Territory Influence zusammen. In der neuen Einheit arbeiten 170 Mitarbeiter unter Leitung von Stefan Schumacher. Territory Influence besteht aus trnd, einer Mundpropaganda-Plattform mit 2,6 Mio registrierten Nutzern, sowie InCircles, das 1.000 Influencer mit Werbekunden verkuppelt.
presseportal.de

Werbungtreibende machen ihre Spots zunehmend selbst.

Werbung entsteht zunehmend inhouse statt bei externen Agenturen, beobachtet Alexandra Bruell. Beim Kreativen-Festival in Cannes steigen die Einreichungen von Marken sprunghaft. Procter & Gamble, Unilever und J.P. Morgan Chase bauen hauseigene Kreativen-Teams aus. Intel schickt eine eigene Filmcrew in die Arktis, um einen Eisbären-Kurzfilm zu drehen.
wsj.com (Paid)

Greenpeace trennt sich von Chefredaktion des "Greenpeace Magazins".

Greenpeace hat Kerstin Leesch, die langjährige Geschäftsführerin und Chefredakteurin des "Greenpeace Magazins", entlassen, schreibt Anne Fromm. Die Umweltschutz-Organisation habe ihren bisherigen Kommunikations-Chef, Michael Pauli, als neuen Geschäftsführer und Interims-Chefredakteur eingesetzt. Pauli ist zugleich der Chef der "Greenpeace Nachrichten", der kostenlosen Mitgliederzeitschrift. Der bisherige Co-Chefredakteur des "Greenpeace Magazins", Kurt Stukenberg, habe bereits gekündigt. Laut Fromm fürchten Redakteure um die Unabhängigkeit der Zeitschrift.
taz.de

Warum die Chefredakteurin Marketing macht: Gabriele Mühlen und Bianca Schwarz über das House of Food.


Zwei Köchinnen, drei Mützen: Bauer backt jetzt Journalismus, PR und Werbung aus einer Hand. Das House of Food liefert Essens-Inhalte für Zeitschriften wie für Kunden. Wie sauber ist das? "Natürlich trennen wir. Ich bin Journalistin – aus vollem Herzen", sagt Chefredakteurin Gabriele Mühlen im Doppel-Videointerview mit Produktionschefin Bianca Schwarz. Sie sehen die Vermischung ihrer Funktionen aber als Vorteil.

Mühlen erläutert, sie habe als Chefredakteurin die Übersicht über alle Produktionen – die journalistischen wie auch die bezahlten für Kunden. Alles werde gekennzeichnet und richte sich nach dem Pressekodex. Bianca Schwarz ist wichtig, nichts zu beschönigen. "Food ist Trend und zukunftsweisend, aber auch jeden Tag Realität", sagt sie zur Inszenierung neuer Gerichte. "Wenn wir es möglichst authentisch machen, sieht es am besten aus. Wir essen alles danach tatsächlich auf."
turi2.tv (4-Min-Interview auf YouTube)

Das Video enthält eine Anzeige für Bauers House of Food. Aber natürlich trennt auch turi2. Die Fragen waren nicht abgesprochen und das Unternehmen Bauer hat auch nachträglich keinen Einfluss auf die Gestaltung dieses redaktionellen Beitrags genommen.

Aktuell auch bei turi2.tv: "Alles aus einer Hand" – So arbeitet Bauers "House of Food".

Wir graturilieren: Stefan Westendorp wird 55.

Wir graturilieren: Stefan Westendorp, Gründer der Medienberatung Westendorp Media, feiert heute seinen 55. Geburtstag mit einer kleinen Auszeit entlang der Elbe. "Wenn wir im Norden Deutschlands schon mal wettertechnisch mit Sommermärchen vorlegen, dann muss man das einfach genießen", sagt der frühere Chefredakteur von "TV Movie". Ein kleines Fußball-Märchen hat ihm im vergangenen Jahr sein Sohn Paul beschert, der als Trainer des Fußballvereins SC Nienstedten beim großen Jugend-Fußballturnier Gothia Cup den 2. Platz geholt hat.

Westendorp freut sich darüber, mit seiner Agentur selbstständig für sehr verschiedene Kunden zu arbeiten. Unter seinen spannenden Projekten ist die Entwicklung von "Vision", einer Zeitschrift für das Netzwerk Wir zusammen. Glückwünsche sind auf allen Wegen willkommen - unter anderem per Mail.

Video-Blattkritik: Markus Trantow über die WM-Ausgabe von "DB Mobil".


Markus Trantow, Chefredakteur von turi2.de, fährt mit der Bahn quer durch Deutschland und vertieft sich in DB Mobil. Die Sonderausgabe des Bahn-Kundenmagazins zur Fußball-WM liefert dem erklärten Fußball-Laien Smalltalk-Stoff für WM-Abende, beschränkt sich aber weitgehend auf die schönen Seiten des Sports, findet Trantow. Seine Blattkritik hier lesen oder als 3-Min-Video anschauen.

Bahn-Magazin "DB Mobil" erscheint mit 16 Titelseiten zur WM.

DB Mobil erscheint zur Fußball-WM mit 16 verschiedenen Covern - gestaltet vom Schweizer Studio Feixen. Die Titelseiten des Bahn-Magazins zeigen Bundestrainer Jogi Löw und 15 Spieler seines WM-Kaders. Für Redaktionsdienstleister Territory war die Auswahl der Spieler eine Art Sportwette, weil der Drucktermin zwei Wochen vor der Verkündung des Kaders lag. Die Wette ging auf - alle abgebildeten Spieler fahren nach Russland.
cp-monitor.de, presseportal.de

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Kongress Best of Content Marketing 2018
Am 14. Juni 2018 finden erstmals in Wien der BCM-Kongress und die Preisverleihung von Europas größtem Content-Marketing-Award statt. Mit dabei sind internationale Content-Marketing-Experten wie Pam Didner aus den USA und Lukas Kircher aus Berlin sowie Marken wie Audi, Vice, Coop, Onzu, Quantcast und die Süddeutsche Zeitung. Jetzt Tickets buchen! >>> Das komplette Programm

Neue Handelsblatt-Akademie will Unternehmen Kommunikation beibringen.

Handelsblatt gründet eine Akademie, um Unternehmen journalistische Kommunikation beizubringen. Die Handelsblatt-Akademie bietet in diesem Jahr 70 Seminar-Termine an. Leiter ist Vize-Chefredakteur Peter Brors. Zu den Dozenten zählen Ex-Chefredakteur Bernd Ziesemer, Thomas Knüwer, Peter Linden und n-tv-Moderatorin Katja Dofel.
akademie.handelsblatt.com

BMW stampft das Händlermagazin "Emotion" ein, berichtet cpwissen.de.

BMW stellt das Printmagazin für Händler "BMW Emotion" ein, schreibt cpwissen.de unter Berufung auf einen BMW-Händler. Erst Mitte März hatte BMW sein gedrucktes "BMW Magazin" zugunsten einer "konsequenten Digitalisierungsstrategie" eingestellt. Die Einstellung des Hefts ist besonders für Hoffmann und Campe X ein schwerer Schlag. Nach dem Etat-Verlust an Territory war "Emotion" als Trostpflaster bei HoCaX verblieben.
cpwissen.de, turi2.de (Territory), turi2.de ("BMW Magazin")

Autobauer gehen bei Content Marketing voran.

Content Marketing: Autobauer wie BMW und Mercedes-Benz nutzen Content Marketing besonders intensiv, beobachtet Tim Theobald. Beide Hersteller präsentieren aufwändige, redaktionelle Geschichten und bauen so Reichweite auf. Neben der eigenen Website sei vor allem Instagram entscheidend. Hier gelinge es Mercedes, die Nutzer stark einzubinden: 95 % der Inhalte hier seien dadurch von den Fans kreiert.
horizont.net

Aus dem turi2.tv-Archiv: turi2 edition6: Auto-Vervollständigung mit Jörg Howe.

Verbraucher sehen sich zunehmend durch Influencer-Marketing getäuscht.

Influencer-Marketing steht zunehmend unter kritischer Beobachtung, stellt die Wettbewerbszentrale fest. "Wir bekommen vermehrt Beschwerden von Verbrauchern, die sich getäuscht fühlen", sagt Christina Kiel aus der Geschäftsführung. Seit Oktober habe man in 16 Fällen Influencer und Unternehmen wegen nicht ausreichender Kennzeichnung abgemahnt, weitere Fälle würden untersucht.
wiwo.de

Sparkassen-Gruppe baut in Berlin einen Newsroom mit 100 Mitarbeitern auf.

Wenn's um News geht: Die Sparkassen-Finanzgruppe baut in Berlin auf 2.300 Quadratmetern einen Newsroom mit 100 Mitarbeitern auf, die gemeinsam die gesamte Kommunikation der 386 regionalen Sparkassen steuern sollen. Kommunikationschef Christian Achilles will starre Silos auflösen und durch eine zentrale Mediastrategie sparen sowie die Sparkassen schneller mit Inhalten versorgen.

In einem offenen Coworking-Space sollen PR-Mitarbeiter und Redakteure kanalübergreifend Marketing und Kommunikation steuern – die eine Hälfte des Personals kommt vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband, die andere von der Sparkassen-Agentur SFP. Die bisherigen Verantwortlichkeiten werden neu verteilt in den Teams strategische Themenplanung und Markenmanagement, Marketingkommunikation, kanalübergreifende Kampagnensteuerung und Contentmarketing, Mediastrategie, Search, Kommunikations-Controlling und Social-Media-Management.

Die Redaktion besteht aus 18 Mitarbeitern und liefert auch die Texte für das Contentmarketing. Die Sparkassen wollen nicht mehr nur ihre Produkte bewerben, sondern im Netz mit Informationsbeiträgen Nutzer auf die Seiten der Sparkassen lenken. Dafür hat das Team elf auf verschiedene Zielgruppen und deren Lebensphasen zugeschnittene Themen entwickelt, u.a. Eigenheim, Anschaffungen und Altersvorsorge.

DSGV-Kommunikationschef Christian Achilles, Marketingchefin Silke Lehm und die SFP-Chefs Arne Münster und Bernadett Fasshauer-Kotte ziehen auch mit ins Gemeinschaftsbüro.
wuv.de (Zusammenfassung), "Werben & Verkaufen 13/2018", S. 16 (Paid)

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An alle, die Spaß an Content Marketing und digitalem Storytelling haben: Die Leipzig School of Media veranstaltet vom 12. bis 14. April erneut einen 3-tägigen Workshop für PraktikerInnen. Lernen Sie von renommierten Experten, wie Sie mit den richtigen Inhalten on- und offline überzeugen. Veranstaltungsinfos hier: Content Marketing (Foto: istock)

BMW stellt sein Printmagazin ein.

BMW beerdigt sein Printmagazin, schreibt "CP Monitor". Uwe Dreher, Leiter Marketing BMWi, begründet die Entscheidung in einem internen Schreiben mit einer "konsequenten Digitalisierungsstrategie" und will lieber die Digitalversion und die Magazin-App weiterentwickeln. Die letzte Ausgabe, produziert von Hoffmann und Campe X, ist letzte Woche erschienen. Ab dem nächsten Heft sollte Territory übernehmen.
cp-monitor.de, cpwissen.de, turi2.de (Background)

Marken setzen zunehmend auf Micro-Influencer oder langfristige Beziehungen.

Influencer-Marketing fehlt es weiter an Standards, etwa bei der Bezahlung, schreibt Verena Gründel. Vermarktungsplattformen und Spezialagenturen könnten hier helfen. Am Markt seien derzeit zwei gegenläufige Trends festzustellen: Unternehmen setzten zunehmend auf eine hohe Anzahl von sogenannten Micro-Influencern mit vierstelligen Follower-Zahlen oder würden Markenbotschafter langfristig und exklusiv aufbauen.
"Werben & Verkaufen" 11/2018, S. 17 (Paid)

BMW startet neue Markenwebsite mit redaktionellen Inhalten.

BMW geht unter die Publisher: Der Autobauer setzt bei seiner neu aufgelegten Website künftig auf redaktionelle Inhalte. Darunter sind auch Beiträge zu Themen abseits der Marke, etwa zu Fahren mit Haustieren oder verrückten Verkehrsregeln. Für den Inhalt verantwortlich zeichnet sich ein neues zehnköpfiges Content-Studio bei BMW. Zudem soll Territory Inhalte beisteuern.
wuv.de

Burdas Content-Marketing-Agentur C3 streicht 50 Print-Stellen.

C3, Burdas Content-Marketing-Agentur, entlässt 50 Print-Mitarbeiter, schreibt Horizont.net. CEO Adel Gelbert will die Zahl nicht bestätigen, spricht aber davon, dass sich das reine Print-Geschäft zunehmend ins Digitale verlagert. An den Standorten Berlin und München habe C3 "Handlungsbedarf", die historisch gewachsene Organisation zu "verschlanken" - so "sozialverträglich wie möglich". In der Summe werde C3 aber mehr Digital-Experten einstellen als Print-Stellen abbauen.
horizont.net

Zitat: Lutz Frühbrodt sieht Journalismus-Häuptlinge in Content-Tipis ziehen.

"Neben den vielen Indianern haben auch einige Häuptlinge die Seiten gewechselt und machen nun ihr eigenes Ding. Die Konkurrenz wird dadurch noch größer, weil die Marktneulinge oft eine große journalistische Expertise mitbringen."

Lutz Frühbrodt, Professor für Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation, beobachtet, dass Content Marketing viele Redakteure aus dem klassischen Journalismus anzieht – auch Chefredakteure wie Dominik Wichmann.
kress.de

weitere Zitate:
"Viele klassische Medienhäuser wollten im boomenden Content Marketing den rettenden Strohhalm erkennen. Aber nur wenige konnten das Geschäft bisher wirklich spürbar ausbauen."

"Meiner Einschätzung nach akzeptieren halbwegs bewusste Medienkonsumenten vor allem Content mit hohem Nutzwert, der aus einer möglichst neutralen Perspektive aufbereitet wird. Und sie suchen weniger 'schöne' Geschichten per se, es sei denn, sie bekommen zufällig ein Kundenmagazin in der Bahn oder im Hotel in die Hände."

Karsten Lohmeyer verlässt Telekom-Contentagentur The Digitale.

Karsten Lohmeyer, bisher Content-Chef und Mitglied der Geschäftsführung bei The Digitale, der Telekom-Tochter für Content-Marketing, verlässt das Unternehmen Ende März. Lohmeyer geht auf eigenen Wunsch. Der DJS-Absolvent arbeitete zuvor als Chefredakteur des Corporate Publishers Hagen+Pollmeier und Macher des Blogs lousypennies.de.
turi2 - eigene Infos

Aus dem Archiv von turi2.tv: Karsten Lohmeyer will mit Geschichten Produkte verkaufen.

Gruner + Jahr schiebt Influencer-Marketing zu Territory.

Territory bekommt eine eigene Abteilung für Influencer-Marketing, berichtet "Werben & Verkaufen". Die im Innovations-Labor Greenhouse entwickelte Plattform InCircles fusioniert unter dem Dach der Content-Tochter Territory mit der Mundpropaganda-Agentur Trnd. Auch die Territory Webguerillas sollen beim Influencer-Marketing mitmischen.
"Werben & Verkaufen" 6/2018, S. 30 (Paid)

Hör-Tipp: Lukas Kircher spricht über Führung, Angst, Erziehung und das Geldverdienen.

Hörtipp-Icon-JPGHör-Tipp: Lukas Kircher, Mitgründer der Content-Marketing-Agentur KircherBurkhardt, die heute zu Burdas C3 gehört, spricht im Podcast von Christoph Keese u.a. über Firmenerfolg bei privatem Geldmangel zu Beginn seiner Karriere. Ihm ist wichtig, seinen Kindern auch von Misserfolgen zu erzählen. Dass es in seinem Job, anders als bei Ärzten, nicht um Leben und Tod geht, hält sein Ego in Schach.
soundcloud.com

Zitat: Burda machte Lukas Kircher das am wenigsten arschlochige Angebot.

"Wir hatten vor dem Zusammengehen mit Burda deutlich lukrativere, aber auch sehr viel arschlochigere Angebote auf dem Tisch, die wir abgelehnt haben."

Lukas Kircher blickt auf mehr als drei Jahre Content-Marketing-Agentur C3 zurück. Dass er an Burda verkauft habe, um Kasse zu machen, sei "eine böswillige Unterstellung".
"PR Report" 1/2018, S. 20-23 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Lukas Kircher, damals C3-Chef, fühlt sich mitschuldig am Niedergang der klassischen Medien.