Zitat: Christian Ulmen findet es schwierig, eine eigene Meinung zu vertreten.

Christian Ulmen-150 Foto dpa"Ich bin wie eine Qualle, ein Wesen ohne Rückgrat. Ich find mal das richtig und mal das."

Produzent Christian Ulmen findet es "wahnsinnig schwierig", eine eigene Meinung zu finden und beendet deshalb seine Deutschlandfunk-Medienkolumne. Ulmen verabschiedet sich mit einem Katzenfoto von Deutschlandfunk Nova.
deutschlandfunk.de (3-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Deutschlandradio will bei Investigation und Events kooperieren.

Deutschlandradio: Intendant Stefan Raue ist nach 100 Tagen im Amt eifrig auf der Suche nach Partnern. Um Investigatives zu stärken, will Raue mit anderen Medien arbeiten und eventuell einen namhaften Rechercheur von außen anwerben, hört Ulrike Simon. Mit weiteren Partnern will der Sender mehr Konferenzen veranstalten: Nach "Formate des Politischen" sollen Events für Kultur- und für Wissensthemen folgen.
daily.spiegel.deKommentieren ...

Julia Stein kritisiert das hohe Tempo im Journalismus.

"Das hohe Tempo ist Gift für den Journalismus."

Julia Stein, Leiterin der Redaktion "Politik und Recherche" des NDR in Schleswig-Holstein spricht im Interview des Deutschlandfunks über die Klippen bei der Arbeit. Für sie ist es eine "Herausforderung, die kleinen Manipulationen im journalistischen Alltag aufzuspüren."
deutschlandfunk.de (7-Min-Audio)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Julia Stein über die Macht des Recherche-Tankers.
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Stefan Raue: BDZV-Präsident Döpf­ner hat journalistisches Terrain verlassen.

Ma­thi­as Döpf­ner und die anderen Vertreter der Kritik am "Staatsrundfunk" verlassen den journalistischen Boden und sind selbst Partei, meint Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue in einem Gastbeitrag im "Spiegel". Wo­chen­lang sei kaum ein Tag ohne An­grif­fe un­ter der Gür­tel­li­nie vergangen. Der "klein­geis­ti­ge Krieg" helfe aber niemandem, nötig seien Kom­pro­misse. Die wirkliche Gefahr für die Verlage seien Google, Facebook und Co. Raue schreibt, auch die Öffent­lich-Recht­li­chen hätten im Umgang mit Print-Kollegen "Sün­den" begangen.
"Spiegel", 46/2017, S. 84-85 (Paid)1 Kommentar

ARD Audiothek startet und umschifft elegant die Löschfrist.

ARD startet morgen offiziell ihre Audiothek mit einem medienpolitisch spannenden Feature: Nutzer können die Löschfrist für Inhalte mit einem Download umgehen. Beiträge herunterzuladen sei eine Privatkopie, der Download stehe außerhalb der Verweildauer-Vorschriften für Mediatheken, argumentieren ARD.de-Redaktionsleiter Thomas Laufersweiler und Radio-Bremen-Programmdirektor Jan Weyrauch bei einem Pressegespräch in Berlin. Öffentlich-rechtliche Inhalte müssen nach bestimmten Fristen gelöscht werden, das schreibt der Rundfunkstaatsvertrag vor. Die neue Audiothek bündelt Radioinhalte aller neun ARD-Rundfunkanstalten und des Deutschlandradios.

Zum Start sind 560 Sendungen über die App abrufbar, täglich gehen mehrere hundert neue Folgen und Beiträge online. Viele Formate fehlen noch, weil jede Sendung Vorschaubilder und bestimmte Metadaten mitliefern muss, damit alles einheitlich aussieht und durchsuchbar ist. News und tagesaktuelle Inhalte fließen nicht ins Angebot ein. Der Fokus liegt auf Dokus, Reportagen, Magazinen, Comedy und Hörspielen. Die hausinterne App-Entwicklung kostete vergleichsweise günstige 200.000 Euro. In den vergangenen Test-Tagen luden 13.000 Nutzer die App herunter.
turi2 vor Ort beim Pressegespräch in Berlin, itunes.apple.com (iPhone), play.google.com (Android)1 Kommentar

Deutschlandfunk Kultur unterbricht Sendebetrieb nach Bombenfund.


Bombenfund am Brückentag: Das Deutschlandradio muss sein Berliner Funkhaus nach dem Fund einer Weltkriegsbombe räumen. Deutschlandfunk Kultur unterbricht am Nachmittag den Sendebetrieb. Der Sender strahlt zeitweilig das Programm des Deutschlandfunks aus Köln aus. Seit 17 Uhr kommen die Sendungen aus dem Hauptstadtstudio im Berliner Regierungsviertel.

Das frühere Funkhaus des Rias liegt innerhalb eines 500-Meter-Sperrkreises. Betroffen ist auch der Verkehr: Die Stadtautobahn ist gesperrt, die Ring-S-Bahn und eine U-Bahn-Linie sind unterbrochen. Mehrere tausend Menschen müssen Häuser verlassen. Die 250-Kilo-Bombe wurde bei Bauarbeiten gefunden. Wann sie entschärft wird, ist derzeit noch unklar. (Foto: Picture Alliance / Bildagentur-online)
turi2 - eigene Infos, deutschlandfunk.de, rbb24.de

Update: Seit dem 3. Oktober, gegen 7 Uhr, kann Deutschlandfunk Kultur wieder aus dem Funkhaus senden. Die Bombe wurde entschärft.Kommentieren ...

Meinung: ARD und ZDF müssen sich um besseres Programm kümmern.

ARD und ZDF denken bei ihren Reformplänen zu kurz und vergessen das Programm, meint Joachim Huber. Der Reformwille beschränke sich auf Organisation, Verwaltung und Technik. ARD, ZDF und Deutschlandradio müssten aber für "Exzellenz im Programm" sorgen. Es gelte, den Programmauftrag zu konzentrieren. Der "Wahn zu Omnipräsenz und Omnipotenz in allen Formaten und Farben" müsse ein Ende finden.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Deutschlandfunk launcht den Podcast "Der Tag".

Deutschlandfunk startet den werktäglichen Podcast Der Tag. Das 15-minütige Format vertieft ab 17 Uhr zwei bis drei politische oder gesellschaftliche Themen - in der ersten Ausgabe geht es um den Streit in der AfD und die Perspektiven einer Jamaika-Koalition. Vier Moderatoren präsentieren den Podcast im Wechsel. Das Angebot soll den Deutschlandfunk-Anspruch "Alles von Relevanz" stärker im Netz verankern.
radioszene.de, deutschlandfunk.deKommentieren ...

Kleinere Parteien profitieren von Radio-Wahlwerbung besonders.

Wahlwerbung im Radio wird oft unterschätzt und kommt insbesondere den kleineren Parteien zugute, schreibt Stefan Fries. Die Nischen-Parteien, die in der medialen Berichterstattung sonst untergehen, bekommen eine Bühne wie die Großen und profitieren von der kostenlosen Radio-Wahlwerbung. Auch ansonsten werbefreie Wellen wie der Deutschlandfunk sind zur Ausstrahlung verpflichtet.
deutschlandfunk.deKommentieren ...

Jürgen Kaube: ARD und ZDF sollen Bürger nicht für dumm verkaufen.

ARD und ZDF sollen die Bürger nicht für dumm verkaufen, meint "FAZ"-Herausgeber Jürgen Kaube. Er habe nichts gegen Spaßköche, Heimatklänge und "Unterhaltung unter dem eigenen Niveau", doch Bürger sollten dies nicht unabhängig von der Nutzung teuer bezahlen müssen. Der Großteil des zwangsfinanziert Ausgestrahlten habe nichts mit der Demokratie oder einem Bildungsauftrag zu tun. Das Deutschlandradio, Arte, 3sat und ARD-Alpha seien hingegen positive Beispiele. Zudem habe die "FAZ" das Wort "Staatsrundfunk", anders als vom Deutschlandfunk behauptet, in den vergangenen zwei Jahren für ARD und ZDF nicht verwendet, nur einmal zitiert.
"FAZ", S. 1 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"SZ": Welchen Rundfunkbeitrag ARD und ZDF fordern werden, ist offen.

ard_zdf_150x150Rundfunkbeitrag: Ob ARD, ZDF und Deutschlandradio wie von der "FAZ" berichtet eine Erhöhung des Beitrags auf 21 Euro fordern werden, ist offen, schreibt Hans Hoff. Dies entscheide sich erst im September. Die angebliche Forderung von 21 Euro Rundfunkbeitrag stamme aus einem öffentlichen Papier auf der ARD-Homepage vom November 2016 und sei nur eine Modellrechnung.
sueddeutsche.de, ard.de (ARD-Papier, Modellrechnung S. 27, PDF), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Öffentlich-Rechtliche wollen Rundfunkbeitrag von 21 Euro.

Zahl des Tages: Schrittweise von heute monatlich 17,50 Euro auf 21 Euro in 2029 sollen die Rundfunkgebühren steigen, fordern ARD, ZDF und Deutschlandfunk. Laut der "FAS" wollen sie im September den Bundesländern eine entsprechende automatische Anpassung der Beiträge vorschlagen. Gegenüber der "Bild" bestreitet ARD-Sprecher Steffen Grimberg die Darstellung der "FAS" und nennt sie "frei erfunden".
faz.net, "Bild", S. 8 (Paid)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Datenabgleich hat zu 4,1 Mio neuen Rundfunkbeitrags-Zahlern geführt.

Zahl des Tages: Rund 4,1 Mio Personen hat der Beitragsservice gefunden, die bisher keinen Beitrag für ARD und ZDF gezahlt haben, sagt Beitragsservice-Chef Stefan Wolf im Interview mit "Bild". Die Betroffenen seien zur Beitragspflicht angemeldet worden, viele Klärungsprozesse dauerten noch an. Dies sei der Grund, weshalb gegen etwa 1,46 Mio säumige Beitragszahler Vollstreckungsmaßnahmen laufen.
bild.de (Paid)Kommentieren ...

Produzenten-Allianz spricht sich für eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags aus.

Produzenten-Allianz fordert eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Eine Erhöhung sei u.a. deshalb "unvermeidlich", weil die festen Kosten von ARD und ZDF steigen, sagt Christoph Palmer, Chef der Produzenten-Allianz im Interview mit dem "Tagesspiegel". Mit der Steigerung von Film-Fördermitteln in 2018 sei er hingegen zufrieden.
dwdl.de, tagesspiegel.deKommentieren ...

ARD, Deutschlandradio und Gewerkschaften einigen sich über Altersversorgung.


Gnadenbrot-Deal für Rundfunkrentner: Die Journalisten-Gewerkschaften einigen sich mit ARD, Deutschlandradio und Deutscher Welle auf eine Reform der betrieblichen Altersversorgung der Rundfunkanstalten. Die Renten sollen künftig um 1 Prozentpunkt geringer steigen als die Gehälter. Anders als im öffentlichen Dienst ist der Anstieg aber nicht nach oben gedeckelt. Die Verhandlungen dauerten insgesamt fünf Jahre.

Auch befristet angestellte Journalisten können künftig Altersversorgungsansprüche erwerben. Die Tarifparteien müssen die Eckpunkte, die nach fünf Jahren Verhandlungen beschlossen sind, bis 31. Juli in Tarifverträge umsetzen. Die ARD-Vorsitzende Karola Wille sagt, mit dem Kompromiss hätten die Tarifpartner ihre Handlungsfähigkeit und Reformbereitschaft bewiesen. Die Altersversorgung der Rundfunkanstalten habe nun eine dauerhaft tragfähige Grundlage. Die Verhandlungen waren durch eine Kündigung des bisherigen Versorgungstarifvertrags durch die Rundfunkanstalten nötig geworden.
presseportal.de, djv.de1 Kommentar

Hör-Tipp: Medienmagazin "Mediares" widmet sich Journalisten und Gewerkschaften.

Hör-Tipp: Deutschlandfunk beschäftigt sich am Tag der Arbeit in seinem Medienmagazin "Mediasres" monothematisch mit Medien und Gewerkschaften. Themen sind u.a. die Geschichte der Arbeiterzeitungen, der Medienumbau am Beispiel DuMont, ein Interview mit Verdi-Vertreter Frank Werneke sowie eines mit DJV-Chef Frank Überall.
deutschlandfunk.de (alle Beiträge/gesamte Sendung)Kommentieren ...

Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen bekommen neue Namen.

Deutschlandradio beerdigt die Marke Deutschlandradio und weitet die bekanntere Marke Deutschlandfunk auf alle seine Sender aus: Zunächst online und ab 1. Mai auch im Radio firmiert Deutschlandradio Kultur als Deutschlandfunk Kultur. Der junge Ableger DRadio Wissen heißt Deutschlandfunk Nova. Außerdem bekommen die Sender frischere Farben und neue Logos. Der Sender will deutlicher machen, dass alle drei Kanäle zusammengehören. Die Pläne waren bereits im September 2016 bekannt geworden.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung hat es zwei Fehler gegeben. Zum einen war von "Deutschlandfunk" als Betreiber der Sendergruppe die Rede, zum anderen haben wir den jungen Ableger "Deutschlandfunk Nova" versehentlich falsch betitelt. Wir bitten die Fehler zu entschuldigen.3 Kommentare

Hör-Tipp: Deutschlandfunk startet heute @mediasres.

Hör-Tipp: Die werktägliche Medien-Sendung @mediasres feiert um 15.35 Uhr im Deutschlandfunk Premiere. Leiter Stefan Koldehoff und sein Team wollen tagesaktuell arbeiten und "Sendung mit der Maus" für medieninteressierte Laien spielen. @mediasres ersetzt "Markt und Medien", das Samstag zum letzten Mal lief.
"Süddeutsche Zeitung", S. 23 (Koldehoff), deutschlandfunk.de (Markt und Medien)Kommentieren ...

Thielko Grieß wird Moskau-Korrespondent des Deutschlandradios.

Thielko Griess-150Deutschlandradio schickt Thielko Grieß, 35, als Korrespondent nach Moskau. Grieß arbeitet seit Jahren für die Anstalt und moderierte u.a. die "Informationen am Morgen" im DLF. Er folgt auf Gesine Dornblüth, 47, die mit Thomas Franke das Büro texte und toene in Berlin neu aufstellen will. Dornblüth arbeitet künftig frei und weiterhin für die Deutschlandradio-Sender.
turi2 - eigene Infos1 Kommentar

interview2: Dem Deutschlandradio stehen große Veränderungen bevor, sagt Intendant Willi Steul.


Das war erst der Anfang: Intendant Willi Steul kündigt tiefgreifende Reformen beim Funk-Flaggschiff Deutschlandradio an. Sein Nachfolger werde redaktionelle Abläufe ändern, stärker visuell und für Plattformen produzieren lassen, stellt Steul im turi2.tv-Interview in Aussicht. Er geht im Mai in den Ruhestand. In den vergangenen Jahren habe er einen Modernisierungsstau aufgelöst. Der neue Intendant müsse "den Zug in Fahrt bringen".

Steul ruft die Mitarbeiter von Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen auf, vieles in Frage zu stellen. Abläufe müssten sich grundlegend ändern, um Radio via Spotify und Podcast aufs iPhone zu bringen oder ein Visual Radio zu produzieren. Steul kritisiert, dass einige auf der Bremse stehen: "Nicht alle gehen mit dieser Leidenschaft an Veränderungen heran – das ist eine Aufgabe, die man intern zu bewältigen hat." Steul selbst will sich das aus der Distanz anschauen. Der Ethnologe und Historiker plant ein Buch über Dschingis Khan und ein Drehbuch zusammen mit seiner älteren Tochter.
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

"BamS": Deutschlandradio-Intendant Willi Steul tritt ab.

SteulDeutschlandradio verliert seinen Intendanten Willi Steul, 65, vorzeitig, berichtet "Bild am Sonntag". Steul ist seit 2009 im Amt und verlängerte 2014 um weitere fünf Jahre. Schon damals soll Steul ausgehandelt haben, mit 65 abtreten zu können. Ein entsprechendes Schreiben soll in den kommenden Tagen beim Verwaltungsrat eintreffen. Das Deutschlandradio kommentiert den mutmaßlichen vorzeitigen Rücktritt nicht.
vorab.bams.de2 Kommentare

Deutschlandradio-Umbenennung soll die Reputation im Netz stärken.

andreas-peter-weber-150Deutschlandradio tritt mit seinen drei Sendern künftig unter dem Label Deutschlandfunk auf, um die Marke zu stärken, erläutert Programmdirektor Andreas-Peter Weber. Es brauche die "immense Reputation" des Deutschlandfunks, um auf iTunes, Spotify oder Facebook zu bestehen. Im Programm setzt Weber auf Personifizierung: Ein Moderator soll künftig nicht mehr mehrere Formate präsentieren.
taz.de, turi2.de (Background)

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Aus Deutschlandradio Kultur soll Deutschlandfunk Kultur werden.

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Alle Antennen geerdet: Das Deutschlandradio vereint seine drei Sender unter einem Markendach. Deutschlandradio Kultur benennt sich in Deutschlandfunk Kultur um, erfährt Joachim Huber. Aus DRadio Wissen soll Deutschlandfunk Nova werden. Huber hört aus dem Haus Sorgen, der Berliner Kultursender könne zum Anhängsel des Kölner Deutschlandfunks werden.

Programmdirektor Andreas-Peter Weber soll Initiator der Umbenennung sein. Der Verwaltungsrat hat laut "Tagesspiegel" bereits zugestimmt. Nach außen kommentiert der Sender nichts. Am Mittwoch sollen die Mitarbeiter in Köln, am Donnerstag die Belegschaft in Berlin informiert werden. Alle drei Sender grenzen sich derzeit klar voneinander ab – unter einem gemeinsamen Markendach könnte es künftig mehr Zusammenarbeit geben. (Foto: Stephanie Pilick / dpa / Picture Alliance)
tagesspiegel.de

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Zahl des Tages: Zwei Monate Haft für Gebührenverweigerin.

Rundfunkbeitrag-150Zahl des Tages: Nach 61 Tagen kommt die Rundfunkbeitrags-Verweigerin Sieglinde Baumert frei. Die Erzwingungshaft wurde ausgesetzt, weil der MDR seinen Antrag vor Gericht zurückzog. Baumert weigert sich seit 2013, die Gebühr zu zahlen. Bisher schuldet sie dem Beitragsservice 191 Euro.
"Welt", S. 5 (Paid), spiegel.deKommentieren ...

Hör-Tipp: Thomas Leif zum "Innovationsreport" des "Spiegels".

Thomas Leif-150Hör-Tipp: SWR-Chefreporter Thomas Leif spricht im Deutschlandfunk über seinen "Spiegel"-Leak. Für ihn ist der Report bedeutsam, da er erstmals alle Schwachstellen aufzeige und in Kooperation aller Ebenen des "Spiegels" entstanden sei. Er erwartet für die Zukunft einen "grundlegenden Kulturwandel" beim "Spiegel". Leif hatte am Donnerstag als Erster über den Innovationsreport des Hauses berichtet.
deutschlandfunk.de (4:30-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Rekord bei Rundfunkbeitrags-Mahnungen.

Rundfunkbeitrag
Protest via Bankkonto: Trotz Rundfunkbeitrags für alle steigt die Zahl derjenigen, die die Zahlung der Gebühr für ARD und ZDF verweigern, rechnet Joachim Huber im "Tagesspiegel" vor und kommt auf die Zahl von 2,2 Mio säumigen Deutschen. Das sind doppelt so viele wie 2014 und drei Mal so viele wie im Jahr der Einführung. Ralf Ludwig, Vorsitzender der Finanzkommission von ARD und ZDF, bestätigt die Tendenz, will aber keine endgültigen Zahlen nennen. Huber sieht in der Zahlungsverweigerung eine Art Protest per Bankkonto "gegen den Zwang für einen Rundfunk zu zahlen, der nicht gesehen, nicht gehört, nicht geklickt wird".

Auf die säumigen Zahler warten im schlimmsten Fall Pfändungen und ein Eintrag ins Schuldner-Verzeichnis. Trotz dessen stiegen die Erlöse für 2014 um 600 Mio Euro auf 8,3 Mrd Euro, so Huber. Grund für die Entwicklung ist der Abgleich von Meldedaten. So würden "neue Beitragszahler rekrutiert und alte Schwarzseher erwischt".
tagesspiegel.de17 Kommentare

Angebliche "Anweisungen von oben" finden sich im ZDF-Staatvertrag.

ZDF logo_150ZDF gibt "Anweisungen von oben", Europa-freundlich zu berichten, behauptet Ex-ZDF-Journalist Wolfgang Herles im Deutschlandfunk. Schon in den 80er Jahren habe des "schriftliche Anweisungen" gegeben, der "Herstellung der Einheit Deutschlands zu dienen". Stefan Niggemeier schlüsselt auf, dass diese "Anweisungen" u.a. im ZDF-Staatsvertrag stehen und somit demokratisch legitimiert sind.
uebermedien.de, youtube.com (Ausschnitt)Kommentieren ...

Deutschlandradio baut Audience Development auf.

Torben Waleczek-150Deutschlandradio drängt auf mehr Coolness im Netz und baut eine Audience-Development-Truppe auf. Torben Waleczek kommt vom "Tagesspiegel"-Newsdesk, Nina Scholz war Redakteurin bei BuzzFeed. Beide sollen den Websites, Podcasts und sozialen Profilen mehr Nutzer bescheren, etwa durch eine bessere "Ansprechhaltung".
blog.deutschlandradio.de, turi2.tv (Video-Interview Programmdirektor Weber)
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Rundfunkbeitrag könnte um 30 Cent sinken.

ard, zdf, deutschlandradio
Sparvorschlag: ARD und ZDF müssen von 2017 bis 2020 wohl mit deutlich weniger Geld auskommen als bisher veranschlagt. Die Finanzprüfer der KEF haben den von den Sendern angemeldeten Bedarf deutlich nach unten korrigiert. Die Gebühr könnte nach dem Vorschlag der KEF um 30 Cent pro Zahler und Monat sinken, berichtet der "Spiegel".

Während das ZDF für einen gleichbleibenden Beitrag plädiert, will die ARD eine Erhöhung. Die Kontrolleure haben denn auch die Forderungen der ARD ordentlich zusammengestrichen. Sie stören sich laut "Spiegel" etwa an 130 Mio Euro für die "Bestandssicherung" des "audiovisuellen Erbes". Dass es tatsächlich zur zweiten Beitragssenkung in Folge kommt, ist noch nicht ausgemacht. Zuletzt waren die Ministerpräsidenten, der Empfehlung der KEF, den Rundfunkbeitrag zu senken, nur teilweise gefolgt. Zum 1. April 2015 sank die Gebühr um 48 statt wie von der KEF gefordert um 73 Cent auf jetzt 17,50 Euro.
"Spiegel", 4/2016, S. 62, sueddeutsche.de

Mitarbeit: Michel PenkeKommentieren ...