Deutschlandfunk Kultur unterbricht Sendebetrieb nach Bombenfund.


Bombenfund am Brückentag: Das Deutschlandradio muss sein Berliner Funkhaus nach dem Fund einer Weltkriegsbombe räumen. Deutschlandfunk Kultur unterbricht am Nachmittag den Sendebetrieb. Der Sender strahlt zeitweilig das Programm des Deutschlandfunks aus Köln aus. Seit 17 Uhr kommen die Sendungen aus dem Hauptstadtstudio im Berliner Regierungsviertel.

Das frühere Funkhaus des Rias liegt innerhalb eines 500-Meter-Sperrkreises. Betroffen ist auch der Verkehr: Die Stadtautobahn ist gesperrt, die Ring-S-Bahn und eine U-Bahn-Linie sind unterbrochen. Mehrere tausend Menschen müssen Häuser verlassen. Die 250-Kilo-Bombe wurde bei Bauarbeiten gefunden. Wann sie entschärft wird, ist derzeit noch unklar. (Foto: Picture Alliance / Bildagentur-online)
turi2 - eigene Infos, deutschlandfunk.de, rbb24.de

Update: Seit dem 3. Oktober, gegen 7 Uhr, kann Deutschlandfunk Kultur wieder aus dem Funkhaus senden. Die Bombe wurde entschärft.Kommentieren ...

Meinung: ARD und ZDF müssen sich um besseres Programm kümmern.

ARD und ZDF denken bei ihren Reformplänen zu kurz und vergessen das Programm, meint Joachim Huber. Der Reformwille beschränke sich auf Organisation, Verwaltung und Technik. ARD, ZDF und Deutschlandradio müssten aber für "Exzellenz im Programm" sorgen. Es gelte, den Programmauftrag zu konzentrieren. Der "Wahn zu Omnipräsenz und Omnipotenz in allen Formaten und Farben" müsse ein Ende finden.
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Deutschlandfunk launcht den Podcast "Der Tag".

Deutschlandfunk startet den werktäglichen Podcast Der Tag. Das 15-minütige Format vertieft ab 17 Uhr zwei bis drei politische oder gesellschaftliche Themen - in der ersten Ausgabe geht es um den Streit in der AfD und die Perspektiven einer Jamaika-Koalition. Vier Moderatoren präsentieren den Podcast im Wechsel. Das Angebot soll den Deutschlandfunk-Anspruch "Alles von Relevanz" stärker im Netz verankern.
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Kleinere Parteien profitieren von Radio-Wahlwerbung besonders.

Wahlwerbung im Radio wird oft unterschätzt und kommt insbesondere den kleineren Parteien zugute, schreibt Stefan Fries. Die Nischen-Parteien, die in der medialen Berichterstattung sonst untergehen, bekommen eine Bühne wie die Großen und profitieren von der kostenlosen Radio-Wahlwerbung. Auch ansonsten werbefreie Wellen wie der Deutschlandfunk sind zur Ausstrahlung verpflichtet.
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Jürgen Kaube: ARD und ZDF sollen Bürger nicht für dumm verkaufen.

ARD und ZDF sollen die Bürger nicht für dumm verkaufen, meint "FAZ"-Herausgeber Jürgen Kaube. Er habe nichts gegen Spaßköche, Heimatklänge und "Unterhaltung unter dem eigenen Niveau", doch Bürger sollten dies nicht unabhängig von der Nutzung teuer bezahlen müssen. Der Großteil des zwangsfinanziert Ausgestrahlten habe nichts mit der Demokratie oder einem Bildungsauftrag zu tun. Das Deutschlandradio, Arte, 3sat und ARD-Alpha seien hingegen positive Beispiele. Zudem habe die "FAZ" das Wort "Staatsrundfunk", anders als vom Deutschlandfunk behauptet, in den vergangenen zwei Jahren für ARD und ZDF nicht verwendet, nur einmal zitiert.
"FAZ", S. 1 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"SZ": Welchen Rundfunkbeitrag ARD und ZDF fordern werden, ist offen.

ard_zdf_150x150Rundfunkbeitrag: Ob ARD, ZDF und Deutschlandradio wie von der "FAZ" berichtet eine Erhöhung des Beitrags auf 21 Euro fordern werden, ist offen, schreibt Hans Hoff. Dies entscheide sich erst im September. Die angebliche Forderung von 21 Euro Rundfunkbeitrag stamme aus einem öffentlichen Papier auf der ARD-Homepage vom November 2016 und sei nur eine Modellrechnung.
sueddeutsche.de, ard.de (ARD-Papier, Modellrechnung S. 27, PDF), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Öffentlich-Rechtliche wollen Rundfunkbeitrag von 21 Euro.

Zahl des Tages: Schrittweise von heute monatlich 17,50 Euro auf 21 Euro in 2029 sollen die Rundfunkgebühren steigen, fordern ARD, ZDF und Deutschlandfunk. Laut der "FAS" wollen sie im September den Bundesländern eine entsprechende automatische Anpassung der Beiträge vorschlagen. Gegenüber der "Bild" bestreitet ARD-Sprecher Steffen Grimberg die Darstellung der "FAS" und nennt sie "frei erfunden".
faz.net, "Bild", S. 8 (Paid)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Datenabgleich hat zu 4,1 Mio neuen Rundfunkbeitrags-Zahlern geführt.

Zahl des Tages: Rund 4,1 Mio Personen hat der Beitragsservice gefunden, die bisher keinen Beitrag für ARD und ZDF gezahlt haben, sagt Beitragsservice-Chef Stefan Wolf im Interview mit "Bild". Die Betroffenen seien zur Beitragspflicht angemeldet worden, viele Klärungsprozesse dauerten noch an. Dies sei der Grund, weshalb gegen etwa 1,46 Mio säumige Beitragszahler Vollstreckungsmaßnahmen laufen.
bild.de (Paid)Kommentieren ...

Produzenten-Allianz spricht sich für eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags aus.

Produzenten-Allianz fordert eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Eine Erhöhung sei u.a. deshalb "unvermeidlich", weil die festen Kosten von ARD und ZDF steigen, sagt Christoph Palmer, Chef der Produzenten-Allianz im Interview mit dem "Tagesspiegel". Mit der Steigerung von Film-Fördermitteln in 2018 sei er hingegen zufrieden.
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ARD, Deutschlandradio und Gewerkschaften einigen sich über Altersversorgung.


Gnadenbrot-Deal für Rundfunkrentner: Die Journalisten-Gewerkschaften einigen sich mit ARD, Deutschlandradio und Deutscher Welle auf eine Reform der betrieblichen Altersversorgung der Rundfunkanstalten. Die Renten sollen künftig um 1 Prozentpunkt geringer steigen als die Gehälter. Anders als im öffentlichen Dienst ist der Anstieg aber nicht nach oben gedeckelt. Die Verhandlungen dauerten insgesamt fünf Jahre.

Auch befristet angestellte Journalisten können künftig Altersversorgungsansprüche erwerben. Die Tarifparteien müssen die Eckpunkte, die nach fünf Jahren Verhandlungen beschlossen sind, bis 31. Juli in Tarifverträge umsetzen. Die ARD-Vorsitzende Karola Wille sagt, mit dem Kompromiss hätten die Tarifpartner ihre Handlungsfähigkeit und Reformbereitschaft bewiesen. Die Altersversorgung der Rundfunkanstalten habe nun eine dauerhaft tragfähige Grundlage. Die Verhandlungen waren durch eine Kündigung des bisherigen Versorgungstarifvertrags durch die Rundfunkanstalten nötig geworden.
presseportal.de, djv.de1 Kommentar

Hör-Tipp: Medienmagazin "Mediares" widmet sich Journalisten und Gewerkschaften.

Hör-Tipp: Deutschlandfunk beschäftigt sich am Tag der Arbeit in seinem Medienmagazin "Mediasres" monothematisch mit Medien und Gewerkschaften. Themen sind u.a. die Geschichte der Arbeiterzeitungen, der Medienumbau am Beispiel DuMont, ein Interview mit Verdi-Vertreter Frank Werneke sowie eines mit DJV-Chef Frank Überall.
deutschlandfunk.de (alle Beiträge/gesamte Sendung)Kommentieren ...

Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen bekommen neue Namen.

Deutschlandradio beerdigt die Marke Deutschlandradio und weitet die bekanntere Marke Deutschlandfunk auf alle seine Sender aus: Zunächst online und ab 1. Mai auch im Radio firmiert Deutschlandradio Kultur als Deutschlandfunk Kultur. Der junge Ableger DRadio Wissen heißt Deutschlandfunk Nova. Außerdem bekommen die Sender frischere Farben und neue Logos. Der Sender will deutlicher machen, dass alle drei Kanäle zusammengehören. Die Pläne waren bereits im September 2016 bekannt geworden.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung hat es zwei Fehler gegeben. Zum einen war von "Deutschlandfunk" als Betreiber der Sendergruppe die Rede, zum anderen haben wir den jungen Ableger "Deutschlandfunk Nova" versehentlich falsch betitelt. Wir bitten die Fehler zu entschuldigen.3 Kommentare

Hör-Tipp: Deutschlandfunk startet heute @mediasres.

Hör-Tipp: Die werktägliche Medien-Sendung @mediasres feiert um 15.35 Uhr im Deutschlandfunk Premiere. Leiter Stefan Koldehoff und sein Team wollen tagesaktuell arbeiten und "Sendung mit der Maus" für medieninteressierte Laien spielen. @mediasres ersetzt "Markt und Medien", das Samstag zum letzten Mal lief.
"Süddeutsche Zeitung", S. 23 (Koldehoff), deutschlandfunk.de (Markt und Medien)Kommentieren ...

Thielko Grieß wird Moskau-Korrespondent des Deutschlandradios.

Thielko Griess-150Deutschlandradio schickt Thielko Grieß, 35, als Korrespondent nach Moskau. Grieß arbeitet seit Jahren für die Anstalt und moderierte u.a. die "Informationen am Morgen" im DLF. Er folgt auf Gesine Dornblüth, 47, die mit Thomas Franke das Büro texte und toene in Berlin neu aufstellen will. Dornblüth arbeitet künftig frei und weiterhin für die Deutschlandradio-Sender.
turi2 - eigene InfosKommentieren ...

interview2: Dem Deutschlandradio stehen große Veränderungen bevor, sagt Intendant Willi Steul.


Das war erst der Anfang: Intendant Willi Steul kündigt tiefgreifende Reformen beim Funk-Flaggschiff Deutschlandradio an. Sein Nachfolger werde redaktionelle Abläufe ändern, stärker visuell und für Plattformen produzieren lassen, stellt Steul im turi2.tv-Interview in Aussicht. Er geht im Mai in den Ruhestand. In den vergangenen Jahren habe er einen Modernisierungsstau aufgelöst. Der neue Intendant müsse "den Zug in Fahrt bringen".

Steul ruft die Mitarbeiter von Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen auf, vieles in Frage zu stellen. Abläufe müssten sich grundlegend ändern, um Radio via Spotify und Podcast aufs iPhone zu bringen oder ein Visual Radio zu produzieren. Steul kritisiert, dass einige auf der Bremse stehen: "Nicht alle gehen mit dieser Leidenschaft an Veränderungen heran – das ist eine Aufgabe, die man intern zu bewältigen hat." Steul selbst will sich das aus der Distanz anschauen. Der Ethnologe und Historiker plant ein Buch über Dschingis Khan und ein Drehbuch zusammen mit seiner älteren Tochter.
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

"BamS": Deutschlandradio-Intendant Willi Steul tritt ab.

SteulDeutschlandradio verliert seinen Intendanten Willi Steul, 65, vorzeitig, berichtet "Bild am Sonntag". Steul ist seit 2009 im Amt und verlängerte 2014 um weitere fünf Jahre. Schon damals soll Steul ausgehandelt haben, mit 65 abtreten zu können. Ein entsprechendes Schreiben soll in den kommenden Tagen beim Verwaltungsrat eintreffen. Das Deutschlandradio kommentiert den mutmaßlichen vorzeitigen Rücktritt nicht.
vorab.bams.de2 Kommentare

Deutschlandradio-Umbenennung soll die Reputation im Netz stärken.

andreas-peter-weber-150Deutschlandradio tritt mit seinen drei Sendern künftig unter dem Label Deutschlandfunk auf, um die Marke zu stärken, erläutert Programmdirektor Andreas-Peter Weber. Es brauche die "immense Reputation" des Deutschlandfunks, um auf iTunes, Spotify oder Facebook zu bestehen. Im Programm setzt Weber auf Personifizierung: Ein Moderator soll künftig nicht mehr mehrere Formate präsentieren.
taz.de, turi2.de (Background)

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Aus Deutschlandradio Kultur soll Deutschlandfunk Kultur werden.

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Alle Antennen geerdet: Das Deutschlandradio vereint seine drei Sender unter einem Markendach. Deutschlandradio Kultur benennt sich in Deutschlandfunk Kultur um, erfährt Joachim Huber. Aus DRadio Wissen soll Deutschlandfunk Nova werden. Huber hört aus dem Haus Sorgen, der Berliner Kultursender könne zum Anhängsel des Kölner Deutschlandfunks werden.

Programmdirektor Andreas-Peter Weber soll Initiator der Umbenennung sein. Der Verwaltungsrat hat laut "Tagesspiegel" bereits zugestimmt. Nach außen kommentiert der Sender nichts. Am Mittwoch sollen die Mitarbeiter in Köln, am Donnerstag die Belegschaft in Berlin informiert werden. Alle drei Sender grenzen sich derzeit klar voneinander ab – unter einem gemeinsamen Markendach könnte es künftig mehr Zusammenarbeit geben. (Foto: Stephanie Pilick / dpa / Picture Alliance)
tagesspiegel.de

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Zahl des Tages: Zwei Monate Haft für Gebührenverweigerin.

Rundfunkbeitrag-150Zahl des Tages: Nach 61 Tagen kommt die Rundfunkbeitrags-Verweigerin Sieglinde Baumert frei. Die Erzwingungshaft wurde ausgesetzt, weil der MDR seinen Antrag vor Gericht zurückzog. Baumert weigert sich seit 2013, die Gebühr zu zahlen. Bisher schuldet sie dem Beitragsservice 191 Euro.
"Welt", S. 5 (Paid), spiegel.deKommentieren ...

Hör-Tipp: Thomas Leif zum "Innovationsreport" des "Spiegels".

Thomas Leif-150Hör-Tipp: SWR-Chefreporter Thomas Leif spricht im Deutschlandfunk über seinen "Spiegel"-Leak. Für ihn ist der Report bedeutsam, da er erstmals alle Schwachstellen aufzeige und in Kooperation aller Ebenen des "Spiegels" entstanden sei. Er erwartet für die Zukunft einen "grundlegenden Kulturwandel" beim "Spiegel". Leif hatte am Donnerstag als Erster über den Innovationsreport des Hauses berichtet.
deutschlandfunk.de (4:30-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Rekord bei Rundfunkbeitrags-Mahnungen.

Rundfunkbeitrag
Protest via Bankkonto: Trotz Rundfunkbeitrags für alle steigt die Zahl derjenigen, die die Zahlung der Gebühr für ARD und ZDF verweigern, rechnet Joachim Huber im "Tagesspiegel" vor und kommt auf die Zahl von 2,2 Mio säumigen Deutschen. Das sind doppelt so viele wie 2014 und drei Mal so viele wie im Jahr der Einführung. Ralf Ludwig, Vorsitzender der Finanzkommission von ARD und ZDF, bestätigt die Tendenz, will aber keine endgültigen Zahlen nennen. Huber sieht in der Zahlungsverweigerung eine Art Protest per Bankkonto "gegen den Zwang für einen Rundfunk zu zahlen, der nicht gesehen, nicht gehört, nicht geklickt wird".

Auf die säumigen Zahler warten im schlimmsten Fall Pfändungen und ein Eintrag ins Schuldner-Verzeichnis. Trotz dessen stiegen die Erlöse für 2014 um 600 Mio Euro auf 8,3 Mrd Euro, so Huber. Grund für die Entwicklung ist der Abgleich von Meldedaten. So würden "neue Beitragszahler rekrutiert und alte Schwarzseher erwischt".
tagesspiegel.de16 Kommentare

Angebliche "Anweisungen von oben" finden sich im ZDF-Staatvertrag.

ZDF logo_150ZDF gibt "Anweisungen von oben", Europa-freundlich zu berichten, behauptet Ex-ZDF-Journalist Wolfgang Herles im Deutschlandfunk. Schon in den 80er Jahren habe des "schriftliche Anweisungen" gegeben, der "Herstellung der Einheit Deutschlands zu dienen". Stefan Niggemeier schlüsselt auf, dass diese "Anweisungen" u.a. im ZDF-Staatsvertrag stehen und somit demokratisch legitimiert sind.
uebermedien.de, youtube.com (Ausschnitt)Kommentieren ...

Deutschlandradio baut Audience Development auf.

Torben Waleczek-150Deutschlandradio drängt auf mehr Coolness im Netz und baut eine Audience-Development-Truppe auf. Torben Waleczek kommt vom "Tagesspiegel"-Newsdesk, Nina Scholz war Redakteurin bei BuzzFeed. Beide sollen den Websites, Podcasts und sozialen Profilen mehr Nutzer bescheren, etwa durch eine bessere "Ansprechhaltung".
blog.deutschlandradio.de, turi2.tv (Video-Interview Programmdirektor Weber)
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Rundfunkbeitrag könnte um 30 Cent sinken.

ard, zdf, deutschlandradio
Sparvorschlag: ARD und ZDF müssen von 2017 bis 2020 wohl mit deutlich weniger Geld auskommen als bisher veranschlagt. Die Finanzprüfer der KEF haben den von den Sendern angemeldeten Bedarf deutlich nach unten korrigiert. Die Gebühr könnte nach dem Vorschlag der KEF um 30 Cent pro Zahler und Monat sinken, berichtet der "Spiegel".

Während das ZDF für einen gleichbleibenden Beitrag plädiert, will die ARD eine Erhöhung. Die Kontrolleure haben denn auch die Forderungen der ARD ordentlich zusammengestrichen. Sie stören sich laut "Spiegel" etwa an 130 Mio Euro für die "Bestandssicherung" des "audiovisuellen Erbes". Dass es tatsächlich zur zweiten Beitragssenkung in Folge kommt, ist noch nicht ausgemacht. Zuletzt waren die Ministerpräsidenten, der Empfehlung der KEF, den Rundfunkbeitrag zu senken, nur teilweise gefolgt. Zum 1. April 2015 sank die Gebühr um 48 statt wie von der KEF gefordert um 73 Cent auf jetzt 17,50 Euro.
"Spiegel", 4/2016, S. 62, sueddeutsche.de

Mitarbeit: Michel PenkeKommentieren ...

Deutschlandfunk bekommt eine Nachrichten-App.

Deutschlandfunk DLF-150Deutschlandfunk bringt noch diesen Monat eine Nachrichten-App heraus. Die hausintern programmierte Anwendung liefert auf der Startseite eine bilderreiche Übersicht über das Tagesgeschehen, die Beiträge sind mit Radio-Stücken angereichert. Nutzer können auch via App auf den Live-Stream zugreifen. Bislang gibt es nur eine in die Jahre gekommene App zum Radio hören. Nach dem DLF soll später auch das Deutschlandradio Kultur eine App kriegen, kündigt Programmdirektor Andreas-Peter Weber an.
turi2 vor Ort in BerlinKommentieren ...

Bastian Brandau ist neuer DRadio-Korrespondent in Sachsen.

bastian-brandau150Deutschlandradio hat einen neuen Landeskorrespondenten für Sachsen: Bastian Brandau, 31, übernimmt das Reportermikro in Dresden von Nadine Lindner. Brandau kommt frisch aus dem DRadio-Volontariat. Lindner, Jahrgang 1980, wechselt nach Berlin und wird dort u.a. in der Onlineredaktion des Deutschlandradios arbeiten.
flurfunk-dresden.de, deutschlandradio.deKommentieren ...

Hör-Tipp: Medien und Pegida – eine schwierige Beziehung.

Hörtipp-Icon-JPGHör-Tipp: Das Verhältnis zwischen Journalisten und Pegida-Sympathisanten wird angespannter, berichtet Benjamin Dierks im Deutschlandfunk. "Schöngefärbt und umgedreht" sind die bekannten Vorwürfe gegen die "Lügenpresse". Neu ist, "dass es von einer relativ breiter werden Schicht von Menschen kommt", meint Brigitte Fehrle, Chefredakteurin der Berliner Zeitung.
deutschlandfunk.deKommentieren ...

turi2.tv: Andreas-Peter Weber experimentiert beim Deutschlandradio.


Gunst der Nische: Andreas-Peter Weber, Programmdirektor des Deutschlandradios, hat keine Sorge, im Netz "presseähnlich" zu sein. Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur stellen zwar die Abschriften und Manuskripte vieler Interviews und Beiträge in voller Länge zum Nachlesen online, doch das sei keine Gefahr für Verlagsangebote, meint Weber: "Wir sehen das relativ unkritisch und entspannt", sagt er im Interview mit turi2.tv und verweist auf Kooperationen z.B. mit der "FAZ" sowie Gespräche mit der "Frankfurter Rundschau" oder der "Süddeutschen Zeitung". Deutschlandradio und Verlage kämen sich "thematisch nicht ins Gehege", sondern könnten sich wechselseitig helfen.

Noch stehen die linearen Radioprogramme als Ausspielweg im Vordergrund, "aber das wird sich im Laufe der Jahre verändern müssen", ist Weber überzeugt. Hausinterner Vorreiter ist dabei das junge Programm DRadio Wissen, das z.B. eine Playlist bei Spotify pflegt. "Wir sind geradezu gezwungen, zu experimentieren", um mit den gebührenfinanzierten Inhalten, auch jüngere Zuhörer zu erreichen, so Weber. "Wir dürfen nicht nur eisern an dem festhalten, was wir in der Vergangenheit gemacht haben."
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Deutsche bewerten das Informationsangebot positiv.

ARD ZDF Deutschlandradio RundfunkbeitragÖffentlich-Rechtliche genießen unter den Bundesbürgern die höchste Glaubwürdigkeit aller Informationsangebote, ergibt eine Umfrage von infratest dimap. 77 % halten das öffentlich-rechtliche Radio für glaubwürdig, 71 % das Fernsehen. Die Privaten kommen nur auf 45 % (Radio) bzw. 31 % (TV), Tageszeitungen auf 68 %. Nicht einmal jeder Dritte (31 %) hält das Internet für ein glaubwürdiges Medium. Insgesamt sind 88 % der Befragten mit dem deutschen Informationsangebot zufrieden. Jeder Fünfte spricht von einer "Lügenpresse".
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