Zitat: ARD-Chef Ulrich Wilhelm will mit Verlagen über "gemeinsame Plattform" reden.

"Am Ende haben wir so viel mehr gemeinsame Interessen als Gegensätze. (...) Wir haben nie gedacht: Es wäre jetzt das Beste, einfach aufeinander loszugehen."

Der neue ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm will Frieden zwischen Öffentlich-Rechtlichen und Verlagen. Zum Start bringt er eine gemeinsame Online-Plattform ins Gespräch.
daniel-bouhs.de (Transkript), youtube.com (9-Min-Statement)

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Die Zukunft des öffentlichen Rundfunks entscheidet sich 2018, glaubt Kai-Hinrich Renner.

Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland wird 2018 an Themen wie der Höhe des Rundfunkbeitrags, dem neuen Rundfunkstaatsvertrag und Reformvorhaben verhandelt, prognostiziert Kai-Hinrich Renner. Er glaubt, dass die Vorschrift zu presseähnlichen Beiträgen bleibt und die Sieben-Tage-Mediathekenregel verschwindet.
morgenpost.deKommentieren ...

fragebogen2: Stefan Raue.


Stefan Raue wollte schon als Kind tief graben – am liebsten als Archäologe an antiken Ausgrabungsstätten. Heute steht er als Intendant des Deutschlandradios für tiefschürfenden Journalismus. Im Video-Fragebogen von turi2.tv offenbart der langjährige Chefredakteur eine heimliche Schwäche für Rockmusik und unterschätzte Talent als Rockmusikkritiker. Außerdem spricht er über sein großes Vorbild Wolf von Lojewski.
turi2.tv (69-Sek-Video)Kommentieren ...

Zitat: Christian Ulmen findet es schwierig, eine eigene Meinung zu vertreten.

Christian Ulmen-150 Foto dpa"Ich bin wie eine Qualle, ein Wesen ohne Rückgrat. Ich find mal das richtig und mal das."

Produzent Christian Ulmen findet es "wahnsinnig schwierig", eine eigene Meinung zu finden und beendet deshalb seine Deutschlandfunk-Medienkolumne. Ulmen verabschiedet sich mit einem Katzenfoto von Deutschlandfunk Nova.
deutschlandfunk.de (3-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zahl des Tages: KEF kürzt Finanzbedarf der Öffentlich-Rechtlichen um 753,4 Mio Euro.

Zahl des Tages: Um beachtliche 753,4 Mio Euro kürzt die KEF den angemeldeten Finanzbedarf von ARD, ZDF und Deutschlandradio, schreibt Volker Nünning. Die Sender kämen in der laufenden Rundfunk-Beitragsperiode mit weniger Geld aus als sie angemeldet haben. Für die Sender errechnet die Finanzkommission demnach für die Beitragsperiode 2017 bis 2020 einen Überschuss von 549,7 Mio Euro. Der Überschuss soll vom Finanzbedarf der Anstalten in der nächsten Vierjahresperiode abgezogen werden.
medienkorrespondenz.deKommentieren ...

Stefan Raue will sich den Text im Netz nicht gänzlich verbieten lassen.


Öffentlich-rechtliche Schreibregeln: Stefan Raue, Intendant des Deutschlandradios, fällt in seinen ersten 100 Amtstagen durch besonnene Töne im Streit mit den Verlegern um die Lufthoheit im Netz auf. Er plädiert für Kompromisse statt Krach, komplett verbieten lassen will er sich das Schreiben im Netz aber nicht. "Gerade wenn es um aktuelle Ereignisse geht, ist Text unabdingbar", sagt Raue im Interview mit turi2.tv am Rande des Journalisten-Empfangs des Radiosenders in Berlin. "Wir wissen, dass Nutzer auch eine Erstinformation als Text brauchen."

Den Vorstoß von WDR-Intendant Tom Buhrow, im Netz nur noch das Nötigste mit Texten zu machen, begrüßt Raue und zeigt sich verständnisvoll für die Nöte der Verleger: "Die Verleger müssen schauen, dass sie sich refinanzieren können in der digitalen Welt." Zeilen zählen bei seinen Online-Angeboten will Raue aber nicht und fordert von den Verlegern, dass "wir uns auch mit unseren Produkten in der digitalen Welt zeigen können".
turi2.tv (4-Min-Interview auf YouTube), turi2.de (Buhrow)1 Kommentar

Deutschlandradio will bei Investigation und Events kooperieren.

Deutschlandradio: Intendant Stefan Raue ist nach 100 Tagen im Amt eifrig auf der Suche nach Partnern. Um Investigatives zu stärken, will Raue mit anderen Medien arbeiten und eventuell einen namhaften Rechercheur von außen anwerben, hört Ulrike Simon. Mit weiteren Partnern will der Sender mehr Konferenzen veranstalten: Nach "Formate des Politischen" sollen Events für Kultur- und für Wissensthemen folgen.
daily.spiegel.deKommentieren ...

Lese-Tipp: ARD und ZDF geraten immer stärker unter Druck – teilweise zurecht.

Lese-Tipp: Öffentlich-rechtliche Medien geraten in ganz Europa unter Druck, dokumentiert Götz Hamann. Geld wird gekürzt und gesellschaftlicher Rückhalt schwindet, wie etwa die "schrotflintenmäßige Titelgeschichte" im "Spiegel" zeige. Doch vieles läuft falsch: Jüngste Sparrunden gehen nicht an den Umfang des Programms und Ostdeutsche werden in den Programmen schlecht repräsentiert.
"Zeit" 51/2017, S. 28 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: DRadio-Intendant Stefan Raue erwartet keinen Beifall für Rundfunkbeitrag.

"Der Rundfunkbeitrag wird immer gesellschaftlich umstritten sein. Genauso wie eine Steuer umstritten ist. Man wird dafür nie Beifall bekommen."

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue sieht sich im "Journalist"-Interview in der Pflicht, Beitragszahlern "ständig zu begründen, warum es uns gibt".
"Journalist" 12/2017, S. 39 - 43 (Paid), journalist-magazin.de (Zusammenfassung)Kommentieren ...

Meinung: Schweizer Rundfunkbeitrag-Votum wird zum Präzedenzfall.

Schweiz: Die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks SRG ist möglich, beobachtet Korrespondentin Charlotte Theile. Mehr als 50 % der Bürger sagen inzwischen "No Billag", sie wollen die Rundfunkabgabe kippen. Die Schweiz könnte mit der Abstimmung im März zum Präzedenzfall werden.
"Süddeutsche Zeitung", S. 31 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Stefan Raue wünscht sich mehr Kompromissbereitschaft im Streit mit Verlagen.

"Nicht der Streit stört mich, sondern dass der Streit so ohne Dialog stattfindet, dass beide Seiten lustig vor sich hin ballern."

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue hat im Deutschlandfunk-Interview Verständnis für die Sorgen der Zeitungsverleger und kann sich durchaus Kooperationen zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Medien vorstellen.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Stefan Raue: BDZV-Präsident Döpf­ner hat journalistisches Terrain verlassen.

Ma­thi­as Döpf­ner und die anderen Vertreter der Kritik am "Staatsrundfunk" verlassen den journalistischen Boden und sind selbst Partei, meint Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue in einem Gastbeitrag im "Spiegel". Wo­chen­lang sei kaum ein Tag ohne An­grif­fe un­ter der Gür­tel­li­nie vergangen. Der "klein­geis­ti­ge Krieg" helfe aber niemandem, nötig seien Kom­pro­misse. Die wirkliche Gefahr für die Verlage seien Google, Facebook und Co. Raue schreibt, auch die Öffent­lich-Recht­li­chen hätten im Umgang mit Print-Kollegen "Sün­den" begangen.
"Spiegel", 46/2017, S. 84-85 (Paid)1 Kommentar

ARD Audiothek startet und umschifft elegant die Löschfrist.

ARD startet morgen offiziell ihre Audiothek mit einem medienpolitisch spannenden Feature: Nutzer können die Löschfrist für Inhalte mit einem Download umgehen. Beiträge herunterzuladen sei eine Privatkopie, der Download stehe außerhalb der Verweildauer-Vorschriften für Mediatheken, argumentieren ARD.de-Redaktionsleiter Thomas Laufersweiler und Radio-Bremen-Programmdirektor Jan Weyrauch bei einem Pressegespräch in Berlin. Öffentlich-rechtliche Inhalte müssen nach bestimmten Fristen gelöscht werden, das schreibt der Rundfunkstaatsvertrag vor. Die neue Audiothek bündelt Radioinhalte aller neun ARD-Rundfunkanstalten und des Deutschlandradios.

Zum Start sind 560 Sendungen über die App abrufbar, täglich gehen mehrere hundert neue Folgen und Beiträge online. Viele Formate fehlen noch, weil jede Sendung Vorschaubilder und bestimmte Metadaten mitliefern muss, damit alles einheitlich aussieht und durchsuchbar ist. News und tagesaktuelle Inhalte fließen nicht ins Angebot ein. Der Fokus liegt auf Dokus, Reportagen, Magazinen, Comedy und Hörspielen. Die hausinterne App-Entwicklung kostete vergleichsweise günstige 200.000 Euro. In den vergangenen Test-Tagen luden 13.000 Nutzer die App herunter.
turi2 vor Ort beim Pressegespräch in Berlin, itunes.apple.com (iPhone), play.google.com (Android)1 Kommentar

"Staatspresse-Debatte": Stefan Niggemeier bezichtigt Mathias Döpfner der Lüge.

Mathias Döpfner hat ARD und ZDF sehr wohl als "gebührenfinanzierte Staats-Presse" bezeichnet, schreibt Stefan Niggemeier. Der BDZV verbreitete laut Niggemeier in seiner Entgegnung auf die Erklärung der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Redakteursausschüsse daher einer Lüge, wenn er schreibe, Döpfner habe den Ausdruck nur in einem Konjunktiv-Szenario verwendet. Die Wiedergabe Döpfners sei daher auch nicht böswillig.
uebermedien.de, turi2.de (Background)2 Kommentare

Öffentlich-rechtliche Redakteure wehren sich in offenem Brief gegen Staatsfunk-Vorwürfe.

Journalisten: Die öffentlich-rechtlichen Redakteure von ARD, ZDF und Deutschlandfunk wenden sich in einem offenen Brief an ihre "lieben Kollegen in den Zeitungsredaktionen" und antworten auf deren Staatsfunk-Vorwürfe. Sie wünschen sich mehr Zusammenhalt "als Vermittler von profund recherchierten Informationen" und werfen den Kollegen vor, den Journalismus zu beschädigen. BDZV-Präsident Mathias Döpfner schreibt zurück: Er hält den Streit für ein "Missverständnis" und will gern persönlich und öffentlich mit den Redakteuren sprechen.
blog.agra-rundfunk.de, bdzv.de (Döpfner)Kommentieren ...

Die öffentlich-rechtlichen Sparpotenziale sind gehoben, argumentiert Karola Wille.

ARD, ZDF und Deutschlandradio bieten über ihre vorgelegten Reformpläne hinaus kein weiteres Sparpotenzial, gibt ARD-Vorsitzende Karola Wille zu verstehen, notiert Ulrike Simon. Wille wünscht sich, dass die Politik zunächst die Sparpläne liest und die KEF-Prüfung abwartet. Fritz Jäckel, Rundfunk-Koordinator der unionsgeführten Länder, glaubt, schon die Debatte treibe die Anstalten zur finanziellen Zurückhaltung.
"Horizont" 43/2017, S. 19 (Paid)1 Kommentar

ARD Audiothek kommt verfrüht in die App-Stores.

ARD Audiothek ist mit einer öffentlichen Beta-Version bereits in den App-Stores von Apple und Google verfügbar - offizieller Start ist am 7. November. Die App bündelt Wortbeiträge des ARD-Hörfunks und des Deutschlandradios nach Kategorien und Sendern. Kuratierte Sammlungen bieten den Zugang zu thematisch zusammenhängenden Beiträgen. Wer einen Podcast abonniert, bekommt bei neuen Folgen auf Wunsch eine Push-Nachricht.
appgefahren.de, iphone-ticker.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: ARD und ZDF brauchen eine radikale Reform, um zu bestehen.

ARD-ZDF-Fusion wäre der Befreiuungsschlag, um das öffentlich-rechtliche System bestandsfest zu bauen, meint Christian Meier. Die vorgelegten Sparvorschläge findet er nicht mutig genug. Die Sender seien zu Gefangenen ihres eigenen Systems geworden. Aus ihnen heraus komme keine kühne Idee für die Zukunft.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Privatradios sehen ihre Zukunft noch lange auf UKW.

Privatradios sehen in der UKW-Verbreitung weiterhin ihre Existenzgrundlage. Die Lobby-Verbände APR und VPRT werfen ARD und Deutschlandradio vor, mit der Politik ein "falsches Spiel" zu spielen, wenn sie in der Abschaltung von UKW-Sendern kurzfristiges Spar-Potenzial sehen. Frequenzen, die das Deutschlandradio abschalten will, würden die Privatsendern gern übernehmen.
radioszene.deKommentieren ...

Deutschlandfunk Kultur unterbricht Sendebetrieb nach Bombenfund.


Bombenfund am Brückentag: Das Deutschlandradio muss sein Berliner Funkhaus nach dem Fund einer Weltkriegsbombe räumen. Deutschlandfunk Kultur unterbricht am Nachmittag den Sendebetrieb. Der Sender strahlt zeitweilig das Programm des Deutschlandfunks aus Köln aus. Seit 17 Uhr kommen die Sendungen aus dem Hauptstadtstudio im Berliner Regierungsviertel.

Das frühere Funkhaus des Rias liegt innerhalb eines 500-Meter-Sperrkreises. Betroffen ist auch der Verkehr: Die Stadtautobahn ist gesperrt, die Ring-S-Bahn und eine U-Bahn-Linie sind unterbrochen. Mehrere tausend Menschen müssen Häuser verlassen. Die 250-Kilo-Bombe wurde bei Bauarbeiten gefunden. Wann sie entschärft wird, ist derzeit noch unklar. (Foto: Picture Alliance / Bildagentur-online)
turi2 - eigene Infos, deutschlandfunk.de, rbb24.de

Update: Seit dem 3. Oktober, gegen 7 Uhr, kann Deutschlandfunk Kultur wieder aus dem Funkhaus senden. Die Bombe wurde entschärft.Kommentieren ...

Meinung: ARD und ZDF müssen sich um besseres Programm kümmern.

ARD und ZDF denken bei ihren Reformplänen zu kurz und vergessen das Programm, meint Joachim Huber. Der Reformwille beschränke sich auf Organisation, Verwaltung und Technik. ARD, ZDF und Deutschlandradio müssten aber für "Exzellenz im Programm" sorgen. Es gelte, den Programmauftrag zu konzentrieren. Der "Wahn zu Omnipräsenz und Omnipotenz in allen Formaten und Farben" müsse ein Ende finden.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Deutsche Welle und Gewerkschaften einigen sich auf Reform der Altersversorgung.

Deutsche Welle 150Deutsche Welle einigt sich mit den Journalisten-Gewerkschaften auf eine Reform der betrieblichen Altersversorgung. Die Vereinbarung ist laut DJV finanziell "gleichwertig" mit dem Abschluss mit ARD und Deutschlandradio. Dem Rentendeal zwischen Öffentlich-Rechtlichen und Gewerkschaften steht nichts mehr im Weg. Der neue Tarifvertrag tritt nun in Kraft, die Gremien der ARD-Anstalten müssen aber noch zustimmen.
dwdl.de, infosat.de, djv.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Öffentlich-Rechtliche legen Vorschläge zu Strukturreformen vor.


Frösche veröffentlichen Teichtrocknungs-Pläne: ARD, ZDF und Deutschlandradio haben der Rundfunkkommission der Länder ihre Berichte zu "Auftrag und Strukturoptimierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im digitalen Zeitalter" vorgelegt. Die ARD will bis 2028 insgesamt 951 Mio Euro einsparen, gut 360 Mio Euro entfallen auf geringere Verbreitungskosten durch die Digitalisierung. Das ZDF plant zwischen 2021 und 2028 Einsparungen in Höhe von rund 270 Mio Euro, vor allem bei Verwaltung und Technik. Zudem planen beide Sender eine engere Zusammenarbeit. Bei 11 von 20 Strukturprojekten arbeitet die ARD mit dem ZDF zusammen, bei 15 mit dem Deutschlandradio.

Der Politik gehen die Anstrengungen nicht weit genug: Die vorgelegten Pläne könnten "nur ein erster Schritt sein", sagt Heike Raab, Koordinatorin für die Rundfunkpolitik der Länder, dem Medienmagazin "Zapp". Fritz Jaeckel, Koordinator für die Rundfunkpolitik der unionsgeführten Länder, will "keine Beruhigungspillen" an die Sender-Verantwortlichen verteilen. Die Rundfunkkommission müsse "sehr intensiv" darüber beraten, welche Angebote in der Zukunft "vielleicht zusammengetan" werden könnten.
handelsblatt.com, abendblatt.de, ndr.de (Zapp), horizont.net (ARD-Projekte im Detail)Kommentieren ...

Deutschlandfunk launcht den Podcast "Der Tag".

Deutschlandfunk startet den werktäglichen Podcast Der Tag. Das 15-minütige Format vertieft ab 17 Uhr zwei bis drei politische oder gesellschaftliche Themen - in der ersten Ausgabe geht es um den Streit in der AfD und die Perspektiven einer Jamaika-Koalition. Vier Moderatoren präsentieren den Podcast im Wechsel. Das Angebot soll den Deutschlandfunk-Anspruch "Alles von Relevanz" stärker im Netz verankern.
radioszene.de, deutschlandfunk.deKommentieren ...

Zitat: Ein Deutschlandradio-Intendant muss Kritik auch mal verdrängen, sagt Willi Steul.

"Ohne Unruhe kein Fortschritt."

Willi Steul blickt zum Abschied als Intendant auf manche Reformen beim Deutschlandradio. Eine Qualifikation für sein Amt sei, auch mal Kritik zu verdrängen.
turi2 vor Ort beim Festakt in Berlin

"Ich habe mit meiner Sturheit manchen geärgert. Sorry, es war viel Vergnügen im Spiel."

"Ich bleibe ein Verteidiger des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (...) Ich werde die Familie in öffentlichen Kommentaren nicht maßregeln."


Aus dem Archiv von turi2.tv:
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Zitat: Stefan Raue will bei den Hörern Beitrag-Überzeugungsarbeit leisten.

"Wir müssen die Menschen, von denen wir erwarten, dass sie jeden Monat diese 17 Euro soundsoviel zahlen, auch überzeugen, dass sie das richtig machen und dass sie dafür gutes Programm bekommen."

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue plädiert dafür, den Hörern zu erklären, welchen Aufwand die Produktion bedeutet und warum das Geld gut investiert ist.
www.deutschlandfunk.deKommentieren ...

"FAZ": Rentendeal bei ARD und Deutschlandradio könnte noch platzen.

Deutsche Welle 150Deutsche Welle könnte dafür sorgen, dass der jüngst ausgehandelte Deal zu den Altersbezügen bei ARD und Deutschlandradio platzt, berichtet die "FAZ". Verdi fordere, dass die Einigung auch auf die Deutsche Welle übertragen werde. Diese gibt jedoch an, die Vereinbarung nicht übernehmen zu können, da es an Finanzmitteln fehle.
"FAZ", S. 15 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Jürgen Kaube: ARD und ZDF sollen Bürger nicht für dumm verkaufen.

ARD und ZDF sollen die Bürger nicht für dumm verkaufen, meint "FAZ"-Herausgeber Jürgen Kaube. Er habe nichts gegen Spaßköche, Heimatklänge und "Unterhaltung unter dem eigenen Niveau", doch Bürger sollten dies nicht unabhängig von der Nutzung teuer bezahlen müssen. Der Großteil des zwangsfinanziert Ausgestrahlten habe nichts mit der Demokratie oder einem Bildungsauftrag zu tun. Das Deutschlandradio, Arte, 3sat und ARD-Alpha seien hingegen positive Beispiele. Zudem habe die "FAZ" das Wort "Staatsrundfunk", anders als vom Deutschlandfunk behauptet, in den vergangenen zwei Jahren für ARD und ZDF nicht verwendet, nur einmal zitiert.
"FAZ", S. 1 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Uplink bekommt den Zuschlag für den Sendenetzbetrieb der ARD-Anstalten.


Dicker Frequenz-Fisch: Die ARD-Anstalten vergeben 352 ihrer ausgeschriebenen UKW-Frequenzen und damit mit Abstand das größte Paket an das Düsseldorfer Unternehmen Uplink, hinter dem u.a. "Focus"-Gründer Helmut Markwort und der Ex-Postminister Christian Schwarz-Schilling stehen. Uplink übernimmt ab Juli 2018 den Sendebetrieb für Hörfunksendungen von Deutschlandradio, NDR, RBB und Saarländischem Rundfunk. Gregory Lipinski schreibt, der Deal beschere Uplink jährlich über 13 Mio Euro. Der Vertrag laufe 7,5 Jahre mit der Option, dreimal verlängert zu werden. Die restlichen ausgeschriebenen Frequenzen, die Sender des MDR betreffen, gehen an den Uplink-Wettbewerber Divicon. Der bisherige Übertragungsdienstleister Media Broadcast hat sich aus dem UKW-Sendenetzbetrieb zurückgezogen und will sich aufs Digitalgeschäft konzentrieren, die ARD-Anstalten mussten den Sendenetzbetrieb deshalb öffentlich ausschreiben.
meedia.deKommentieren ...

Zitat: Brigitte Baetz verteidigt ARD und ZDF gegen Kritik der "FAZ".

"Natürlich haben wir mehr Geld als ihr. Aber diese finanzielle Sicherheit ist, im Grundsatz natürlich, nicht in der Höhe, so von der Verfassung gewollt."

Deutschlandfunk-Mitarbeiterin Brigitte Baetz versteht die Kritik der "FAZ" am öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht. Das Land leiste sich ARD und ZDF, um eine Grundversorgung an Information sicherzustellen.
deutschlandfunk.de (4-Min-Audio)Kommentieren ...

"SZ": Welchen Rundfunkbeitrag ARD und ZDF fordern werden, ist offen.

ard_zdf_150x150Rundfunkbeitrag: Ob ARD, ZDF und Deutschlandradio wie von der "FAZ" berichtet eine Erhöhung des Beitrags auf 21 Euro fordern werden, ist offen, schreibt Hans Hoff. Dies entscheide sich erst im September. Die angebliche Forderung von 21 Euro Rundfunkbeitrag stamme aus einem öffentlichen Papier auf der ARD-Homepage vom November 2016 und sei nur eine Modellrechnung.
sueddeutsche.de, ard.de (ARD-Papier, Modellrechnung S. 27, PDF), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Rundfunkbeiträge sollten nach Inhalten verteilt werden.

Rundfunkbeiträge nach Inhalten statt nach Anstalten zu verteilen, ist gar keine schlechte Idee, glauben Hanno Beck und Andrea Beyer. Bei ARD und ZDF sehen sie Formate wie "Musikantenstadl" und "Verbotene Liebe", die sie nicht förderungsfähig finden, und die die Sender mit dem Argument verteidigen, damit die Akzeptanz des Publikums für öffentlich-rechtliche Programme zu fördern. Die Lösung würde auch für fairen journalistischen Wettbewerb sorgen.
"Handelsblatt", S. 23 (Paid)Kommentieren ...

ARD einigt sich mit Gewerkschaften auf Reform des Versorgungswerks.

ARD und Deutschlandradio einigen sich mit den Gewerkschaften ver.di, DJV und der Deutschen Orchestervereinigung auf eine Reform der Versorgungswerke. Die Betriebsrenten von vor 2017 angestellten Mitarbeitern steigen künftig jährlich einen Prozentpunkt weniger als die Gehälter, aber mindestens um 1 %. Die Versorgung der neuen Mitarbeiter wird auf ein beitragsorientiertes System umgestellt. Die Verhandlungen dauerten seit Oktober 2013 an.
presseportal.de1 Kommentar

Zahl des Tages: Datenabgleich hat zu 4,1 Mio neuen Rundfunkbeitrags-Zahlern geführt.

Zahl des Tages: Rund 4,1 Mio Personen hat der Beitragsservice gefunden, die bisher keinen Beitrag für ARD und ZDF gezahlt haben, sagt Beitragsservice-Chef Stefan Wolf im Interview mit "Bild". Die Betroffenen seien zur Beitragspflicht angemeldet worden, viele Klärungsprozesse dauerten noch an. Dies sei der Grund, weshalb gegen etwa 1,46 Mio säumige Beitragszahler Vollstreckungsmaßnahmen laufen.
bild.de (Paid)Kommentieren ...

Produzenten-Allianz spricht sich für eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags aus.

Produzenten-Allianz fordert eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Eine Erhöhung sei u.a. deshalb "unvermeidlich", weil die festen Kosten von ARD und ZDF steigen, sagt Christoph Palmer, Chef der Produzenten-Allianz im Interview mit dem "Tagesspiegel". Mit der Steigerung von Film-Fördermitteln in 2018 sei er hingegen zufrieden.
dwdl.de, tagesspiegel.deKommentieren ...