KEF empfielt Senkung des Rundfunksbeitrags um 30 Cent.

ARD ZDF Deutschlandradio RundfunkbeitragRundfunkbeitrag: Die KEF empfiehlt wie erwartet die Absenkung um 30 Cent auf 17,20 Euro und rechnet für die kommende Gebührenperiode ab 2017 mit einem Überschuss. Ab 2021 könnte der Beitrag dann wieder steigen. Kritik kommt von der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk, die statt Gebührensenkung eine Werbereduzierung wünscht. Die Linke sieht in 30 Cent weniger "keine wirkliche Entlastung" und hält die Abschaffung "sozialer Härten", die durch die Umstellung entstanden sind, für dringender. Der DJV vermisst "finanziellen Spielraum", um Honoraretats für Freie anzuheben.
welt.de, tagesschau.de, presseportal.de (Privatfunk), harald-petzold.de (Linke), djv.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

KEF empfiehlt niedrigeren Rundfunkbeitrag – vorerst.

ARD ZDF Deutschlandradio RundfunkbeitragRundfunkbeitrag: Die KEF legt heute ihren Bericht zum Rundfunkbeitrag vor. Darin wird die Finanzkommission empfehlen, dass der Beitrag ab 2017 um 29 Cent auf dann 17,21 Euro pro Monat sinkt. 2021, wenn die durch die Beitragsumstellung angehäuften zusätzlichen Milliarden aufgebraucht sind, könnte der Beitrag erstmals an der 20-Euro-Grenze kratzen.
"FAZ", S. 13 (E-Paper), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Rundfunkbeitrag könnte auf 19 Euro steigen.

Symbolbild Beitragsservice GEZ

Erst runter, dann rauf: Der Rundfunkbeitrag könnte auf mehr als 19 Euro im Monat ab 2021 steigen, prognostiziert die zuständige Kommission KEF laut der "Medienkorrespondenz". Die KEF empfiehlt zwar, den Beitrag ab 2017 von derzeit 17,50 Euro auf 17,21 Euro zu senken. In der folgenden Gebührenperiode seien dann aber 19,40 Euro nötig oder - sinkt der Beitrag vorher nicht - 19,10 Euro. Grundlage der Berechnung sind die jährliche Teuerungsrate sowie die laufenden Kosten des Systems zum heutigen Stand.

Die Zahlenspiele kamen bereits bei einer Sitzung am 24. Februar auf den Tisch, wurden der "Medienkorrespondenz" aber offenbar erst jetzt von Teilnehmern bestätigt. Für Vertreter der Länder seien die Rechenspiele ein Schock gewesen. Sie fürchten eine Debatte über Sinn und Unsinn des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Das Beitragssystem hat zwar seit der Umstellung von den GEZ-Gebühren auf den einheitlichen Beitrag mehr eingenommen, als gebraucht wird. Ab 2017 soll das gesperrte Geld aber mit in die Kassen der Sender einfließen, wird dann aufgebraucht und fehlt, sollte der Beitrag nicht steigen.
medienkorrespondenz.de via bild.deKommentieren ...

Bundesverwaltungsgericht: Rundfunkbeitrag ist rechtmäßig.

RundfunkbeitragRundfunks Werk und Bürgers Beitrag: Der Rundfunkbeitrag ist rechtmäßig, entscheidet das Bundesverwaltungsgericht und weist eine Revision nach einer mündlichen Verhandlung ab. Die Kläger hatten verfassungsrechtliche Einwände gegen den 2013 eingeführten Rundfunkbeitrag vorgebracht und gegen BR und WDR geklagt. Das Gericht bestätigt mit der Entscheidung vorangegangene Gerichtsurteile. Über 30 Verwaltungsgerichte, Obergerichte und Landesverfassungsgerichte hatten die Abgabe bereits auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft.

"Der Rundfunkbeitrag trägt seinen Namen zu recht. Abgabenrechtlich handelt es sich um einen Beitrag und nicht um eine Steuer", sagt Albrecht Hesse, Juristischer Direktor des BR. Nach dem Urteil können die Kläger nur noch Verfassungsbeschwerde vor dem höchsten deutschen Gericht einlegen.
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Deutschlandradio baut Audience Development auf.

Torben Waleczek-150Deutschlandradio drängt auf mehr Coolness im Netz und baut eine Audience-Development-Truppe auf. Torben Waleczek kommt vom "Tagesspiegel"-Newsdesk, Nina Scholz war Redakteurin bei BuzzFeed. Beide sollen den Websites, Podcasts und sozialen Profilen mehr Nutzer bescheren, etwa durch eine bessere "Ansprechhaltung".
blog.deutschlandradio.de, turi2.tv (Video-Interview Programmdirektor Weber)
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Deutschlandfunk bekommt eine Nachrichten-App.

Deutschlandfunk DLF-150Deutschlandfunk bringt noch diesen Monat eine Nachrichten-App heraus. Die hausintern programmierte Anwendung liefert auf der Startseite eine bilderreiche Übersicht über das Tagesgeschehen, die Beiträge sind mit Radio-Stücken angereichert. Nutzer können auch via App auf den Live-Stream zugreifen. Bislang gibt es nur eine in die Jahre gekommene App zum Radio hören. Nach dem DLF soll später auch das Deutschlandradio Kultur eine App kriegen, kündigt Programmdirektor Andreas-Peter Weber an.
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DRadio Wissen macht bald Videos.

DRadio Wissen-150DRadio Wissen plant ab kommendem Jahr Video-Inhalte zu produzieren. Mobile Reporter sollen unterwegs Bewegtbild herstellen, u.a. ein Berliner Studio wird mit Kameras ausgestattet. Für den Zeitraum von vier Jahren will der Sender bis zu 1 Mio Euro für Bewegtbild bei der Gebühren-Kommission KEF locker machen, sagt Programmdirektor Andreas-Peter Weber. Das Deutschlandradio will auch mit ARTE kooperieren, um an hochwertige Beiträge heranzukommen. Falls die Videos im jungen DRadio Wissen gut laufen, könnten auch Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur folgen.
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Bastian Brandau ist neuer DRadio-Korrespondent in Sachsen.

bastian-brandau150Deutschlandradio hat einen neuen Landeskorrespondenten für Sachsen: Bastian Brandau, 31, übernimmt das Reportermikro in Dresden von Nadine Lindner. Brandau kommt frisch aus dem DRadio-Volontariat. Lindner, Jahrgang 1980, wechselt nach Berlin und wird dort u.a. in der Onlineredaktion des Deutschlandradios arbeiten.
flurfunk-dresden.de, deutschlandradio.deKommentieren ...

DRadio holt Uschi Götz als BaWü-Korrespondentin.

Deutschlandradio-Logo-mit-MikrobommelDeutschlandradio verpflichtet Uschi Götz, 50, als Landeskorrespondentin für Baden-Württemberg. Sie folgt auf Michael Brandt, der als Sprecher des Lenkungskreises Flüchtlinge zur Landesregierung wechselt. Götz arbeitete bisher als freie Journalistin, war von 2005 bis 2010 bereits Landeskorrespondentin der Deutschlandradio-Programme.
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turi2.tv: Andreas-Peter Weber experimentiert beim Deutschlandradio.


Gunst der Nische: Andreas-Peter Weber, Programmdirektor des Deutschlandradios, hat keine Sorge, im Netz "presseähnlich" zu sein. Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur stellen zwar die Abschriften und Manuskripte vieler Interviews und Beiträge in voller Länge zum Nachlesen online, doch das sei keine Gefahr für Verlagsangebote, meint Weber: "Wir sehen das relativ unkritisch und entspannt", sagt er im Interview mit turi2.tv und verweist auf Kooperationen z.B. mit der "FAZ" sowie Gespräche mit der "Frankfurter Rundschau" oder der "Süddeutschen Zeitung". Deutschlandradio und Verlage kämen sich "thematisch nicht ins Gehege", sondern könnten sich wechselseitig helfen.

Noch stehen die linearen Radioprogramme als Ausspielweg im Vordergrund, "aber das wird sich im Laufe der Jahre verändern müssen", ist Weber überzeugt. Hausinterner Vorreiter ist dabei das junge Programm DRadio Wissen, das z.B. eine Playlist bei Spotify pflegt. "Wir sind geradezu gezwungen, zu experimentieren", um mit den gebührenfinanzierten Inhalten, auch jüngere Zuhörer zu erreichen, so Weber. "Wir dürfen nicht nur eisern an dem festhalten, was wir in der Vergangenheit gemacht haben."
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Warnstreik bei den Grafikern der "Tagesschau".

Tagesschau_150x150Tagesschau-Grafiker in Hamburg und Mitarbeiter des NDR-Landesfunkhauses Hannover haben am Donnerstag gestreikt, weil die Tarifverhandlungen mit dem NDR offenbar nicht vorankommen. In Berlin demonstrierten rund 75 Kollegen vom RBB, der Deutschen Welle und dem Deutschlandradio gegen Kürzungen bei der Altersversorgung.
abendblatt.de, rundfunk.verdi.deKommentieren ...

Hör-Tipp: So könnte ein Flüchtlings-Radio aussehen.

Hörtipp-Icon-JPGHör-Tipp: Radio-Moderator Marko Schlichting ruft in seinem Podcast zur Gründung eines öffentlich-rechtlichen Flüchtlings-Radios auf. Ein solches Programm müsse u.a. ein mehrsprachiges Programm senden und auch im Ausland empfangbar sein. Dazu sei nicht nur tatkräftige Unterstützung, sondern auch Hilfe vom Deutschlandradio und der Deutschen Welle erforderlich.
markos-medienpodcast.podspot.de (11-min-Audio)Kommentieren ...

Die ARD will ans Sperrkonto, und mehr.

ARD ZDF Deutschlandradio RundfunkbeitragSparschwein reicht nicht: ARD will für 2017 bis 2020 rund 99 Mio Euro pro Jahr zusätzlich - neben der kompletten ARD-Reserve aus der Rundfunkgebühren-Rücklage. Um 2,2 % steige der Bedarf. Als Gründe nennt die ARD neben allgemeinen Preissteigerungen die Kosten für DAB+ bei den Radios, DVB-T2 bei den Fernsehsendern und die Digitalisierung der Archive. Auch das Deutschlandradio braucht zusätzliches Geld und begründet den Mehrbedarf mit dem Aufbau des digitalen Hörfunks DAB+. Das ZDF teilt mit, mit seinem Teil des Rücklagen-Kuchens auskommen zu können, auch hier steigt der Finanzbedarf um 2,2 %. Nun muss die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs die Einreichungen prüfen.
horizont.net, newsroom.de, presseportal.de (ARD), presseportal.de (ZDF)Kommentieren ...

Länder vertagen Entscheidung über Mehreinnahmen.

ARD ZDF DEutschlandradio RundfunkbeitragRundfunkbeitrag: Die Länder verschieben die Entscheidung über die Mehreinnahmen aus dem Rundfunkbeitrag auf Frühjahr 2016. Sie wollen weitere Zahlen der Gebührenkommission KEF und den Finanzierungsbedarf der Anstalten abwarten. Die Ministerpräsidenten diskutierten auch über die Zukunft von Regionalwerbung: Ein generelles Verbot ist nicht zu erwarten.
wuv.de, faz.netKommentieren ...

KEF: Kein fester Abschalt-Termin mehr für UKW.

Digitalradio-Logo-orange150Digitalradio: Die KEF fordert von ARD und Deutschlandradio keinen festen Termin mehr für die Abschaltung von UKW. Die Sender sollen lediglich Kriterien und zeitliche Szenarien definieren, die zu einer UKW-Abschaltung führen. Bisher war ein fester Termin Bedingung für die Bewilligung weiterer Gelder fürs Digitalradio.
"Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk", Mai 2015, S. 1 (Registrierung erforderlich)Kommentieren ...

Spotify bietet Sendern eine Plattform.

Instant Articles zum Hören: Der Streaming-Dienst Spotify verbreitet künftig neben Musik auch Wort-Inhalte und Videos – ähnlich wie Facebook Artikel einiger Verlage. Deutschlandradio und Bayerischer Rundfunk bieten als erste deutsche Partner Podcasts auf Spotify, die Kölner Webvideo-Schmiede Mediakraft lädt Clips ihrer YouTube-Stars hoch. Spotify will mit der Inhalte-Offensive… Weiterlesen …

Rundfunkbeitrag: Mehreinnahmen nicht überraschend.

ARD ZDF DEutschlandradio RundfunkbeitragRundfunkbeitrag: Die Mehreinnahmen von rund 1,5 Mrd Euro kommen für ARD und ZDF nicht überraschend, rechnet Michael Hanfeld vor. Ein Blick in die interne Finanzrechnung zeigt, dass sich der Zuwachs schon zum Jahreswechsel 2013/14 abzeichnete. Für den Zeitraum 2013 bis 2020 sind sogar Mehreinnahmen von insgesamt knapp 3,9 Mrd Euro prognostiziert.
faz.net, "FAZ", S. 15 (E-Paper)Kommentieren ...

Hör-Tipp: Reiche US-Kids bevorzugen Instagram und Snapchat.

Hörtipp-Icon-JPGHör-Tipp: Reiche US-Kids sind auf Instagram und Snapchat unterwegs, ärmere nutzen Facebook. DRadioWissen berichtet über Studien, die die Nutzung sozialer Netzwerke mit dem Einkommen der Eltern und dem Bildungsgrad vergleichen. In Europa sind die Nutzer von Facebook, Twitter und Co. eher gebildeter.
dradiowissen.de (4-Min-Audio)Kommentieren ...

Rundfunkbeitrag sinkt um 48 Cent.

Rundfunkbeitrag ARD ZDF DeutschlandradioRundfunkbeitrag sinkt zum 1. April um 48 Cent auf 17,50 Euro im Monat. Die Umstellung spülte Mehreinnahmen von 1,5 Mrd Euro in die Kassen von ARD, ZDF und Deutschlandradio. SWR-Justiziar Hermann Eicher, einer der Väter des Rundfunkbeitrags, warnt dennoch vor überhöhten Erwartungen.
digitalfernsehen.de, abendzeitung-muenchen.de, tagesspiegel.de (Eicher)Kommentieren ...