Lese-Tipp: "Zeit"-Autorin besucht das Micky-Maus-Archiv.

Lese-Tipp: Katja Nicodemus besucht für die "Zeit" zum 90. Geburtstag von Micky Maus das Archiv von Disney in Kalifornien. Insgesamt lagern dort zwischen 70 und 100 Mio Blätter. Nicodemus sieht die erste Micky-Skizze und wie sich die berühmte Maus im Laufe der Zeit verändert hat. Wandel sei erlaubt, rauchen, Drogen nehmen oder Sex haben dürfe Micky aber genauso wenig, wie politisch sein.
"Zeit" 45/2018, S. 45 (Paid)

Egmont Ehapa bringt ein Rapunzel-Magazin raus.

Rapunzel, Rapunzel, lass dein Heft herunter: Egmont Ehapa legt ab nächsten Dienstag das "Disney Rapunzel Magazin" zur gleichnamigen Serie ins Kinderzimmer. Das Heft über die Prinzessin mit dem hübschen Haupthaar erscheint quartalsweise für 3,99 Euro mit 70.000 Auflage. Die TV-Serie läuft im Disney Channel.
egmont.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Peter Höpfner, heute Global Creative Director bei Egmont, sieht keine Print-Krise in Entenhausen.

Disney: Kartellamt gibt grünes Licht für die Fox-Übernahme.


Disneys Deal: Der Micky-Maus-Konzern kommt dem Kauf von Rupert Murdochs Geschäft 21st Century Fox einen Schritt näher, die Kartellbehörde nickt die Übernahme kartellrechtlich ab, erklärt das US-Justizministerium. Einzige Bedingung: Disney darf die 22 regionalen Sportsender aus dem Fox-Universum nicht übernehmen, da es bereits den US-Sportsender ESPN besitzt und sonst die Marktmacht des Medienunternehmens zu groß würde. Disney hat den Bestimmungen bereits zugestimmt.

Disney sichert sich damit einen weiteren Vorteil gegenüber dem Mit-Bieter Comcast. Comcast hatte Mitte Juni 65 Mrd Dollar für die Übernahme geboten, Disney erhöhte wenige Tage später auf 71,3 Mrd Dollar. Beide Konzerne buhlen um das Medienhaus Murdochs, der nur Fox News und seinen größten Sportsender behalten will.
variety.com, theverge.com, turi2.de (Disney), turi2.de (Comcast)

Comcast möchte Disney bei Übernahme von 21st Century Fox überbieten.

Comcast will Disney überbieten und große Teile von Rupert Murdochs Medienimperium 21st Century Fox übernehmen. Die Vorbereitungen für das entsprechende Gebot seien fortgeschritten, teilt Comcast mit. Die Summe soll bar gezahlt werden. Eigentlich hatten sich Disney und 21st Century Fox bereits auf einen Kaufpreis von 52 Mrd Dollar geeinigt.
digitalfernsehen.de

Disney muss wegen seiner Fox-Anteile auch für Sky bieten.

Disney Logo 150Disney muss ein Übernahmeangebot für Sky vorlegen, weil der US-Medienkonzern Teile von 21st Century Fox kaufen will. Die britische Aufsicht erklärt, Disney müsse mindestens so viel bieten wie Fox und das Angebot binnen 28 Tagen nach der Übernahme der Fox-Anteile vorlegen. Wenn Fox Sky vor Abschluss des Disney-Geschäfts komplett übernimmt oder ein anderes Unternehmen mehr als die Hälfte an Sky kauft, gilt die Vorgabe nicht.
wiwo.de, turi2.de (Background)

Disney kauft 21st Century Fox für rund 52 Mrd Dollar.


Maus schluckt Fuchs: Disney kauft Rupert Murdoch einen Großteil seiner 21st Century Fox für 52,4 Mrd Dollar in Aktien ab und begleicht 13,7 Mrd Dollar Schulden. Die Aktionäre von 21st Century Fox erhalten rund 25 % an Disney, die Murdochs halten dann 4,25 % der Disney-Anteile. Der Deal beinhaltet das Filmstudio 20th Century Fox, die TV-Produktion, die US-Kabelsender FX und National Geographic und u.a. die Anteile an Sky. Fox behält seine gleichnamigen US-Sender Fox Sports, Fox News und Fox Business - Disney darf sie aus Kartellgründen nicht besitzen.

Der Disney-Anteil an dem US-Streamingportal Hulu wächst damit auf 60 %. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen. Mäusechef Robert Iger verlängert seinen Vertrag, um den Zukauf zu verdauen, und verschiebt damit seinen für 2019 geplanten Ruhestand auf 2021. Disney will sich mit dem Zukauf gegen die Konkurrenz aus dem Silicon Valley wappnen. Disney erwartet, dass der Deal in 12 bis 18 Monaten abgeschlossen ist und Einsparungen von rund 2 Mrd Dollar bietet.
nytimes.com, theverge.com, handelsblatt.com, manager-magazin.de, theguardian.com

Streaming-Anbieter Pantaflix kooperiert künftig mit Disney.


Schweighöfer fängt Mäuse: Die deutsche Streaming-Plattform Pantaflix hat einen Kooperationsvertrag mit Disney geschlossen. Ab 2018 wird Pantaflix Disney-Filme zeigen, darunter alle Neuerscheinungen, sowie Inhalte wie die "Star Wars"-Streifen, die Filme der "Fluch der Karibik"-Reihe und mehrere Pixar- und Marvel-Kinowerke. Für den von Schauspieler Matthias Schweighöfer und Dan Maag gegründeten Streaming-Anbieter ist es der erste Deal mit einem Major Studio.

Bisher setzt Pantaflix auf Independent-Werke und lässt die Produzenten selbst entscheiden, welche Werke zu welchem Preis angeboten werden. Disney seinerseits hat vor kurzem angekündigt, in den USA künftig nicht mehr mit Netflix zusammenarbeiten zu wollen. Stattdessen gibt es Überlegungen, eine eigene Streaming-Plattform zu etablieren.
dwdl.de, turi2.de (Background)

CNBC: Disney will Großteil von 21st Century Fox kaufen.


Mickys Mäuse für Murdoch: Disney hat offenbar vor, große Teile von Rupert Murdochs Film- und TV-Sparte 21st Century Fox zu kaufen, berichtet CNBC. Beide Konzerne hätten in den vergangenen Wochen Gespräche geführt, die derzeit zwar nicht andauern, aber wieder aufgenommen werden könnten. Im Visier hat Disney das Filmstudio 20th Century Fox, aber auch Produktionsfirmen und internationale Ableger wie Star TV in Indien und Sky in Europa.

Das Fox-TV-Netzwerk samt Sport-, News- und Lokalsendern wäre nicht Teil des Deals - wohl auch weil Disney in den USA mit ABC bereits ein eigenes TV-Network sowie den ESPN besitzt. Disney hat kürzlich angekündigt, seine Inhalte von Netflix zurückzuziehen und einen eigenen Video-Streamingdienst zu starten. Das Archiv von 21st Century Fox käme da gerade recht.
cnbc.com, mashable.com, dwdl.de

Meinung: Kai-Hinrich Renner sieht Disney Channel in Deutschland gescheitert.

Disney ChannelDisney Channel ist mit seinem Angriff auf Kika und Super RTL "krachend gescheitert", schreibt Kai-Hinrich Renner. Drei Jahre nach dem Wechsel vom Pay- ins Free-TV hat der Sender in der Zielgruppe der 3- bis 13-Jährigen nie 10 % Marktanteil erreicht. Die Amerikaner hätten zu sehr auf die Strahlkraft der Marke Disney gesetzt und die Besonderheiten des deutschen Marktes außer Acht gelassen. Disney hat seinen Auslandsgesellschaften einen Sparkurs verordnet. Senderchef Lars Wagner, Programmchef Ralf Gerhardt und Marketingleiter Nico Wohlschlegel haben die Firma dem Vernehmen nach verlassen, Disney schweigt dazu.
abendblatt.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ralf Gerhardt holt die ganz Jungen vor den Fernseher.

Lese-Tipp: Portrait des Disney-Chefs Iger als Manager mit Haltung.

Lese-Tipp: Lars Jensen portraitiert Disney-Chef Bob Iger (Foto) als Kapitalisten mit Haltung und gesundem Menschenverstand. Iger zeige Rückgrat, indem er Trump-kritischen Journalisten den Rücken stärke. Seine Haltung sei sensationell, weil Disney als selbsternannter "glücklichster Platz auf der Erde" traditionell jede Position vermeide. Wahrscheinlich habe Skandal-Produzent Harvey Weinstein auch wegen Iger kurz nach dessen Amtsantritt 2005 den Disney-Kosmos verlassen müssen. Schon 2005 seien Weinsteins "Probleme im sexuellen Bereich" berüchtigt gewesen, schreibt Jensen.
"FAS", S. 41 (Paid), turi2.de (Background)

DWDL: Disney Channel trennt sich von Programm- und Marketingchef.

Disney ChannelDisney Channel trennt sich von Programmchef Ralf Gerhardt und Marketing-Leiter Nico Wohlschlegel, schreibt DWDL. Gerhardt wirkte mehr als 16 Jahre lang für das Programm der TV-Sender von Disney, Wohlschlegel arbeitete seit Ende der 90er Jahre für den Konzern. Disney hat laut "Wall Street Journal" ein weltweites Sparprogramm gestartet.
dwdl.de, wsj.com (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ralf Gerhardt holt die ganz Jungen vor den Fernseher.

Basta: Disney, die dunkle Macht.

Disney frisst seine Kinder: Zum vierten Mal schmeißt ein Regisseur bei der Verfilmung von "Star Wars" vorzeitig das Handtuch. Colin Trevorrow inszeniert den neunten Teil doch nicht, angeblich wegen unterschiedlicher Visionen für den Film. Vermutung: Disney könnte auch auf die dunkle Seite der Macht gerutscht sein und das Machtschwert etwas zu bestimmt schwingen.
spiegel.de

Disney geht nicht gegen Merchandise-Verkäufer vor, wundert sich Hilary George-Parkin.

Disney Logo 150Disney, sonst strenger Hüter seiner Marken und sich nicht zu schade, eine Grundschule mit Micky-Maus-Wandbild auf Urheberrechtsverletzung zu verklagen, geht nicht gegen unlizensierte Verkäufer vor, die im Internet selbst entwickelten Disney-Merchandise anbieten, wundert sich Hilary George-Parkin. An der fehlenden Relevanz könne es nicht liegen, denn einige verkaufen längst nicht mehr nur bei Etsy, sondern in eigenen Onlineshops, und beschäftigen eigene Teams.
racked.com

Streaming-Eigenproduktionen lohnen sich nur für wenige, glaubt Peter Steinkirchner.

Streaming: Immer mehr Anbieter drängen auf den immer zersplitterteren Markt, Unternehmen müssen irrsinnige Summen investieren, um mithalten zu können, beobachtet Peter Steinkirchner. Letztendlich werde sich das Wettrüsten nur für die Wenigsten auszahlen. Steinkirchner bezweifelt, dass deutsche Anbieter langfristig mit US-Schwergewichten wie Amazon und Netflix mithalten können.
"Wirtschaftswoche 34/2017", S. 52 (Paid)

Disney startet einen eigenen Streaming-Dienst.


Keine Disney-Mäuse für Netflix: Disney will 2019 einen eigenen Streaming-Dienst auf den Markt bringen und gibt Netflix, bisher Online-Abspielstation für Disney-Produktionen, den Laufpass. Mit Start des eigenen Dienstes will der Konzern mit der Maus keine Neuveröffentlichungen mehr an Netflix liefern. Offenbar in Vorbereitung auf den Schritt erhöht Disney seine Anteile am Netflix-Konkurrenten Bamtech um 42 % auf nun 75 % und nimmt dafür satte 1,58 Mrd Dollar in die Hand.

Die Aktien beider Konzerne geben nachbörslich nach. Bei Disney wegen der durchwachsenen Quartalszahlen. Der Umsatz des Medienriesen sinkt leicht auf 14,2 Mrd Dollar, als Gewinn bleiben noch 2,4 Mrd, schlappe 9 % weniger als 2016. Vor allem das Kino- und TV-Geschäft schwächelt. Die Themenparks werfen weiter gute Gewinne ab.
spiegel.de, nytimes.com, latimes.com, turi2.de (Background)

Disney kündigt Star-Wars-Themenpark an, in dem Besucher sich verkleiden.

Disney Logo 150Disney baut einen Star-Wars-Themenpark in Disney World im US-Bundesstaat Florida und nennt ihn wie einen Teil der Reihe Star Wars: Galaxy's Edge. Besucher sollen passende Kleidung erhalten und von ihren Hotelzimmern aus eine Art Blick in den Weltraum haben, um möglichst vollständig in die Markenwelt einzutauchen, kündigt Bob Chapek, Chef der Disney-Parks, bei der Firmenmesse D23 an.
mashable.com

Hacker erpressen Disney mit gestohlenem Film.

Disney Logo 150Disney: Hacker fordern für einen erbeuteten Kinofilm von Disney eine hohe Summe, schreibt Hollywood Reporter. Falls der Medienkonzern das Geld nicht in der virtuellen Währung Bitcoin zahle, wollten die Hacker schrittweise längere Ausschnitte des Films veröffentlichen. Disney lehnt die Forderung ab. Dem Online-Portal Deadline zufolge soll es sich bei dem Film um den fünften Teil der Reihe Pirates of the Caribbean handeln.
hollywoodreporter.com, tagesschau.de, deadline.com

YouTube geht auf Abstand zu PewDiePie.

PewDiePie, Felix Kjellberg 150PewDiePie: Auch YouTube distanziert sich von seinem bisher größten Star. Das Netzwerk will die 2. Staffel der fürs Bezahl-Angebot Red produzierten Serie "Scare PewDiePie" nicht mehr zeigen. Außerdem fliegt Felix Kjellberg aus dem Werbeprogramm Google Preferred raus. Gegen den YouTuber mit 53 Mio Followern gibt es Antisemitismus-Vorwürfe, denen Kjellberg jedoch widerspricht. Zunächst hatte Disney die Verbindungen zu dem schwedischen Entertainer gekappt.
variety.com, turi2.de (Background)