DJV, dju und Netzwerk Recherche kritisieren Entwurf zum neuen Bundesarchivgesetz.

bnd-bundesnachrichtendienst-150Bundesarchivgesetz: DJV, dju und Netzwerk Recherche fordern in einer gemeinsamen Erklärung den Bundestag auf, die geplante Novelle des Bundesarchivgesetzes zu überarbeiten. Der Reformentwurf sieht Sonderregeln für den Bundesnachrichtendienst vor, nach denen der Geheimdienst verhindern kann, dass Unterlagen an das Bundesarchiv weitergegeben werden. Üblicher Weise müssen Bundesbehörden dies nach spätestens 30 Jahren tun. Am Donnerstag stimmt der Bundestag über das Gesetz ab.
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“Journalist”: Gericht lehnt Rommerskirchen-Klage ab.

Journalist DJV-150Journalist: Das Landgericht Bonn hat Ende Dezember die Klage von Thomas Rommerskirchen gegen den DJV abgewiesen, schreibt Marvin Schade. Die Kündigung durch den DJV und der Wechsel zum New Business Verlag war rechtswirksam, urteilt das Gericht. Chefredakteur Matthias Daniel darf zudem beim neuen Verlag wieder in seiner Funktion arbeiten. Er und Rommerskirchen schließen einen Vergleich.
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Mitarbeiter im Berliner DuMont-Newsroom sollen Haustarifvertrag bekommen.

DuMont-Mediengruppe-150DuMont und die Journalisten-Gewerkschaften verhandeln einen Haustarifvertrag für die Beschäftigten des künftigen Berliner Newsrooms. Ab 16. Januar will der Verlag mit Verdi und den regionalen DJV-Verbänden sprechen. Der Vertrag für die gemeinsame Redaktion von "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier" soll sich an die Flächentarifverträge für Tageszeitungsverlage anlehnen.
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Bundestag beschließt neues Urheberrecht.

Paragraph150 Justiz JuraBundestag hat die Reform des Urheberrechts verabschiedet. Demnach können Autoren nach zehn Jahren die Exklusivrechte an einem Buch zurückfordern. Verbände bekommen die Möglichkeit, im Namen von Urhebern zu klagen. Urheber erhalten ein Auskunftsrecht, wie oft ihr Werk verkauft wurde. VDZ und BDZV lehnen dieses Recht ab, da es nur "Bürokratiekosten" verursache. Der DJV sieht "leichte Verbesserungen", die aber "deutlich hinter den Erwartungen" zurückblieben.
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Rommerskirchen verabschiedet den “Journalist”.

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Letztes Kapitel: Der doppelte "Journalist", den der Verlag Rommerskirchen trotz des entzogenen Auftrags durch den DJV herausbringt, ist eine Abschiedsausgabe. Der Verlag lässt auf 68 Seiten die Geschichte des DJV-Verbandsblattes an den Lesern vorbeiziehen und würdig etwa die Chefredakteure, die das Blatt 50 Jahre lang geleitet haben. Auch der geschasste und dann vom Verlag mit einer einstweiligen Verfügung belegte Matthias Daniel wird zitiert.

Auf der vorletzten Seite sagt der Verlag endgültig Tschüss, verliert über den Streit mit dem DJV und den Übergang des Magazins an den New Business Verlag aber kein Wort. Stattdessen gibt es eine kleine Spitze gegen den DJV: Künftig wolle der Verlag "medienadäquate Inhalte ohne fixe Erscheinungstermine und starre Umfänge" produzieren. Der dünner werdende "Journalist" war einer der Streitpunkte mit der Gewerkschaft.

Nicht gefallen wird dem DJV auch die Ankündigung Rommerskirchens, die Magazin-Domains Journalist.de und Journalist.online weiter betreiben und weiter entwickeln zu wollen. Derzeit kommunizieren der Verlag und sein langjähriger Auftraggeber ohnehin nur per Anwalt miteinander. Derweil ist die offizielle, vom DJV beauftragte Ausgabe des "Journalist" aus dem Hause New Business ebenfalls auf dem Weg zu den Abonnenten.
"Journalist", November/Dezember 2016 (Verlag Rommerskirchen), turi2.de (Matthias Daniel), turi2.de (Doppel-Ausgabe)1 Kommentar

Rommerskirchen erwirkt einstweilige Verfügung gegen Matthias Daniel.

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Ausgebremst: Thomas Rommerskirchen erwirkt vor dem Arbeitsgericht Bonn eine einstweilige Verfügung gegen Matthias Daniel, der den "Journalist" bei New Business als Chefredakteur führt. Daniel darf demnach vorerst nicht mehr für New Business arbeiten. Er war zuvor für Rommerskirchen tätig, wurde aber gemeinsam mit allen Redakteuren gekündigt. Daraufhin wechselte er zum Verlag New Business, der den "Journalist" im Auftrag des DJV produzieren soll.

Rommerskirchen akzeptiert die Sonderkündigung des DJV nicht und produziert parallel eine eigenständige Ausgabe des "Journalist". Die einstweilige Verfügung gegen Daniel soll offensichtlich die Produktionsabläufe der New Business-Konkurrenz durcheinander bringen.
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DJV rät von Islam-Workshops des Innenministers ab.

Frank Überall 150DJV kritisiert einen geplanten Islam-Workshop, den das Bundesinnenministerium Anfang 2017 für "Chefredakteuren und Herausgebern überregionaler und regionaler Medien" veranstalten will. Darin solle es um "die mediale Wahrnehmung muslimischer Mitbürger" gehen. DJV-Chef überall rät den Eingeladenen von der Teilnahme ab: Die Berichterstattung zum Islam habe zwar Luft nach oben, aber "staatlich organisierten Nachhilfeunterricht" werde nicht gebraucht. Die Richtschnur der Berichterstattung müsse der Pressekodex sein, nicht der Innenminister.
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Das doppelte Journalistchen: New Business und Rommerskirchen arbeiten parallel an neuen Heften.

Journalist DJV-150Journalist: Neue Ausgaben des Magazins des Journalistenverbands DJV entstehen derzeit sowohl beim neuen Verlag New Business als auch beim alten Verlag Rommerskirchen, schreibt Marvin Schade bei Meedia. Peter Strahlendorf, Verleger bei New Business, spricht von 64 Seiten plus Umschlag und hat den bisherigen Chefredakteur Matthias Daniel übernommen. Der Verlag Rommerskirchen, dem der DJV den Produktionsauftrag entzogen hatte, arbeite an einer Doppelausgabe für November und Dezember. Wer von den beiden den Namen "Journalist" benutzen wird, ist nicht bekannt.
meedia.de, turi2.de (Background)
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New Business Verlag meldet Titelschutz für Journalismus-Magazin an.

new_business_150New Business Verlag, neuer Auftragnehmer für das Verbandsmagazin des DJV, meldet in der heutigen Ausgabe des Titelschutzanzeigers ein Journalismus-Magazin "in allen möglichen Schreibweisen, Titelkombinationen, Zusammensetzungen und Abkürzungen" für alle Medien an. Der bisherige Verleger Thomas Rommerskirchen verklagt im Streit um das Magazin zur Zeit den DJV.
titelschutzanzeiger.de, turi2.de (Rommerskirchen)Kommentieren ...

“Meedia”: Rommerskirchen entlässt die gesamte Belegschaft.

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Rommerskirchner Rundumschlag: Offenbar hat Thomas Rommerskirchen allen Mitarbeitern seines Verlags fristgerecht und betriebsbedingt gekündigt, schreibt Marvin Schade bei Meedia.de. Kürzlich musste bereits die Journalist-Redaktion gehen, nachdem der DJV dem Verlag den Produktionsauftrag entzog. Rommerskirchen äußert sich nicht zu den Kündigungen, sagt aber, das ebenfalls in seinem Verlag produzierte "PR Magazin" solle fortbestehen.
Seine Klage gegen den DJV läuft noch, er verlangt Schadenersatz in Millionenhöhe vom DJV wegen "unabgesprochener Statements" zur Zusammenarbeit. Der Verband hatte den "Journalist" neu an New Business in Hamburg vergeben.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Bundeskabinett erlaubt TV-Übertragung von Gerichtsurteilen.

richter-hammer-urteil-gericht-strafeGerichtsurteile sollen künftig im TV übertragen werden dürfen. Das Bundeskabinett hat einen Gesetzesentwurf von Justizminister Heiko Maas gebilligt, dem er Bundestag noch zustimmen muss. Jedes Gericht soll im Einzelfall entscheiden können, ob TV-Sender übertragen dürfen oder nicht. Phoenix begrüßt die Entscheidung, dem DJV geht der Entwurf nicht weit genug.
tagesschau.de, presseportal.de (Phoenix), djv.deKommentieren ...

DJV fordert Asyl in Deutschland für türkische Journalisten.

djv-LogoDJV fordert die Bundesregierung auf, politisch verfolgten, türkischen Journalisten Asyl in Deutschland anzubieten. 18 zur Fahndung ausgeschriebene Journalisten sollen sich im Ausland aufhalten, u.a. ein Autor der "Süddeutschen Zeitung". Wenn es die Bundesregierung mit ihrem Bekenntnis zur Pressefreiheit ernst meine, solle sie jetzt Flagge zeigen, meint DJV-Chef Frank Überall.
djv.deKommentieren ...

Zitat: Anita Grasse fallen passendere Investitionen ein als Stadions-Namensrechte.

Anita_grasse_150"Auch eine Investition in journalistische Qualität, den Freiraum für Hintergrundrecherche und die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter ist aus unserer Sicht nachhaltig und damit wirtschaftlich erfolgreich."

Anita Grasse
, Landesvorsitzende des DJV Thüringen, fallen für die Mediengruppe Thüringen passendere Investitionsmöglichkeiten ein als die Namensrechte am Erfurter Steigerwald-Stadion.
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DJV fordert, Urheber im EU-Leistungsschutzrecht zu berücksichtigen.

djv-LogoLeistungsschutzrecht: Der DJV fordert anlässlich der Berichte über ein EU-weites Leistungsschutzrecht die EU-Kommission auf, die wirtschaftlichen Interessen der Urheber angemessen zu berücksichtigen. In den nationalen Lösungen sei dies bislang nicht der Fall: "Für Journalistinnen und Journalisten ist das deutsche Leistungsschutzrecht Murks", so Bundesvorsitzender Frank Überall.
djv.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meedia: “Journalist”-Verleger Rommerskirchen verklagt DJV.

Journalist-August2016-150Rommerskirchen verklagt im Streit um das Magazin "Journalist" den DJV, erfährt Marvin Schade. Verleger Thomas Rommerskirchen verlange Schadenersatz in Millionenhöhe vom Verband wegen "unabgesprochener Statements" zur Zusammenarbeit. Der DJV hat Rommerskirchen den Auftrag für den "Journalist" entzogen und an New Business vergeben. Rommerskirchen klagt über Einbußen im Anzeigengeschäft.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

“SZ”: Rommerskirchen wollte nicht mit DJV sprechen.

journalist150Verlag Rommerskirchen vs. DJV: Im Streit um die Produktion des immer dünner werdenden Mitgliedermagazins journalist soll Verleger Thomas Rommerskirchen dem DJV das Gespräch verweigert haben, berichtet Benedikt Frank in der "Süddeutschen". Rommerskirchen will sich zu dem Vorwurf nicht äußern und strebt offenbar eine Entschädigung an. Der Verband, der den "journalist" künftig vom New Business Verlag produzieren lässt, reagiert mit Unverständnis auf Rommerskirchens Kommunikationspolitik.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

VDZ und Gewerkschaften einigen sich in dritter Tarif-Runde.

Zeitschriften Regal Toptitel FRA 600 (Foto Ian Ehm)
Aller guten Dinge sind drei: DJV, ver.di und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger einigen sich auf eine Einkommenserhöhung von insgesamt 3,1 % für die rund 9.000 Zeitschriftenredakteure. Am 1. September werden die Gehälter um 1,5 % angehoben, am 1. September 2017 um weitere 1,6 %. Der neue Gehaltstarifvertrag läuft rückwirkend ab April über 25 Monate.

In den ersten beiden Verhandlungsrunden konnten der Verband und die Gewerkschaften sich nicht einigen. DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring sagt, die jetzige Abschluss sei "kein Traumergebnis, aber ein guter Kompromiss“, der den Redakteuren Planungssicherheit für die
nächsten zwei Jahre böte. Die tariflichen Verbesserungen der Zeitschriftenredakteure lägen nun auf ähnlicher Höhe wie der aktuelle Tarifabschluss für die Zeitungsjournalisten.
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Rommerskirchen entlässt “Journalist”-Redaktion.

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Harte Bandagen: Der Fachverlag Rommerskirchen kündigt der vierköpfigen Redaktion des DJV-Magazins Journalist und läutet damit eine neue Runde im Streit um den Produktionsauftrag für das Blatt ein. In einer Pressemitteilung schiebt der Verlag nach, dass er die Kündigungen zurücknehmen werde, sollte der DJV das Magazin weiter bei Rommerskirchen produzieren lassen. Das Verhältnis zwischen Journalistengewerkschaft und Verlag gilt als zerrüttet. Der DJV als Auftraggeber ist mit dem Verlag nicht mehr zufrieden und will das Heft künftig bei New Business produzieren lassen. Rommerskirchen erkennt die Kündigung nicht an.

Laut Meedia arbeitet der DJV daran, die gekündigten Blattmacher in die neue Redaktion bei New Business zu übernehmen. Außerdem habe Rommerskirchen sehr lange Kündigungsfristen, sodass erstmal noch nichts passiere. Der "Journalist" erscheint als Mitgliedermagazin der Journalistengewerkschaft seit 1954 bei Rommerskirchen.
meedia.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus TrantowKommentieren ...

Gewerkschaften schließen Tarifvertrag mit Zeit Online.

Zeit OnlineZeit Online einigt sich mit DJV und Verdi auf einen Tarifvertrag, der 90 % des bundesweiten Tarifvertrags für Zeitschriften übernimmt. Die Regelungen sehen u.a. ein zusätzliches Monatsgehalt, Nacht- und Sonntagszuschläge sowie garantiert zwei freie Wochenenden im Monat vor. Die studentischen Hilfskräfte erhalten einen Stundenlohn von 12,50 Euro.
per MailKommentieren ...

“PNP” will nicht mit Gewerkschaften verhandeln.

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Kein Gesprächsbedarf: Die Passauer Neue Presse lehnt Verhandlungen mit den Gewerkschaften BJV und dju/Verdi über einen Tarifvertrag ab. Die Verlagsleitung sei zunächst zwei Forderungen nach einem Terminvorschlag nicht nachgekommen. Nun liege von den meisten GmbHs der Verlagsgruppe eine "kategorische Ablehnung der Aufnahme von Gesprächen" vor, so der BJV. Bei einer Gewerkschaftsveranstaltung Ende April hatte die Mehrheit der Teilnehmer für die Aufnahme von Tarifverhandlungen gestimmt.

Die Mitarbeiter der "PNP" und ihrer Töchter arbeiten schon lange ohne Tarifbindung. Stattdessen gibt es ein "Eckpunktepapier", das eigene, außertarifliche Regelungen vorsieht und "mehr Wochenarbeitszeit, Verzicht bei Lohn und Urlaubstagen sowie gekürzte Jahresleistungen" vorsieht, so der BJV. Dass Verlage mit den Gewerkschaften nicht einmal sprechen, sei "ein extremer Einzelfall", so BJV und Verdi.
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DJV kritisiert Björn Höcke für Vorschlag eines “Pressemoratoriums”.

djv-LogoDJV kritisiert Thüringens AfD-Chef Björn Höcke. Höcke hatte seiner Partei geraten, gegenüber Pressevertretern keine Erklärungen mehr abzugeben und ein "grundsätzliches und allgemeingültiges Pressemoratorium" auszusprechen. So etwas sei "mit dem verfassungsmäßigen Auftrag der Parteien zur politischen Willensbildung unvereinbar", hält DJV-Chef Frank Überall dagegen.
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Rommerskirchen ringt um DJV-Blatt “Journalist”.

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Tauziehen um "Journalist": Der Verlag Rommerskirchen, bisher Produzent des DJV-Verbandsorgans Journalist, kämpft offenbar um den Produktionsauftrag für das Blatt. In einer knappen Pressemitteilung erklärt der Verlag die Kündigung der Herausgeberschaft durch den DJV für unwirksam und besteht auf eine weitere Zusammenarbeit bis zum 31. Dezember 2020. Dass es zwischen Rommerskirchen und dem DJV auch kommunikativ nicht gut läuft, legt die Tatsache nahe, dass die Journalisten-Gewerkschaft wohl erst durch die Pressemitteilung davon erfahren hat, dass Rommerskirchen gegen die Kündigung vorgeht.

DJV-Sprecher Hendrik Zörner sagt zu turi2, dass der Verband aus den Vertragsunterlagen eine Kündigungsmöglichkeit zum 30. September 2016 entnehme. Als neuer Verleger des "Journalist" ist bereits der New Business Verlag in Hamburg an Bord. Der DJV hatte in den vergangenen Monaten den schrumpfenden Umfang des Verbandsblattes bemängelt. Rommerskirchen begründet die Sparmaßnahmen mit der sinkenden Auflage und einbrechenden Anzeigenumsätzen. Für weitere Nachfragen ist bei Rommerskirchen bisher niemand erreichbar.
per Mail, turi2.de (Kritik), turi2.de (Verlagswechsel)1 Kommentar

Meinung: Gewerkschaften enttäuschen Journalisten.

Thomas Ducks 150Journalisten-Streik: Thomas Ducks, Betriebsratschef des Schwarzwälder Boten, fühlt sich von den Gewerkschaften "hinter die Fichte geführt". In den Tarifverhandlungen erst lautstark bis zu 5 % mehr Gehalt zu fordern und die Redakteure dann zu ermahnen, keine "unrealistischen Erwartungen" zu stellen, erzeuge "Frustration bei der Basis". Ein derartiger Auftritt schwäche "massiv die Kampfbereitschaft" für künftige Verhandlungen.
kontextwochenzeitung.de (PDF)
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“Journalist” wechselt in den New Business Verlag.

Journalist DJV-150New Business Verlag gibt ab Oktober das DJV-Mitgliedermagazin Journalist heraus. Der Journalistenverband kündigt nach monatelangen Streitigkeiten den Vertrag mit Rommerskirchen. Der künftige Verleger Peter Strahlendorf kündigt an, "das führende Medienmagazin auszubauen". Der "Journalist" war in den vergangenen Monaten mit reduziertem Umfang erschienen.
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Verlegerverband und Gewerkschaften einigen sich auf Redakteurstarif.

geld150Rubel rollt für Redakteure: Der Zeitungsverleger-Verband BDZV und die Gewerkschaften DJV und dju schließen einen neuen Gehaltstarifvertrag ab. Die tarifgebunden beschäftigten Zeitungsredakteure erhalten 1,5 % mehr Gehalt rückwirkend zum 1. Juni 2016 sowie 1,6 % mehr zum 1. August 2017. Der Tarif läuft bis zum 31. Dezember 2017.

BDZV-Verhandlungsführer Georg Wallraf spricht von einer "tragfähigen Kompromisslösung". DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring sieht in den Erhöhungen ein "gerade noch akzeptables Angebot" der Verleger. Dafür freut sich die Journalistengewerkschaft darüber, dass auch arbeitnehmerähnliche Freie und Pauschalisten "ohne Abstriche" profitieren und dass der Verband der Zeitungsverleger Norddeutschland den Abschluss mitträgt. Die Gremien müssen noch zustimmen.
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Tarifverhandlungen: Die Fronten bleiben verhärtet.

Zeitungsstapel neutral 150Tarifverhandlungen: Zeitungsverleger und Gewerkschaften nähern sich nur "in Trippelschritten" einander an, beklagt der DJV. Verhandlungsführer Kajo Döhring findet das Angebot der Verleger - über 36 Monate insgesamt 4 % mehr Gehalt - "unannehmbar" und kündigt weitere Streiks an. Der BDZV sieht sich an den Grenzen der "zu tragenden Belastung" und appelliert an "gemeinsame Verantwortung".
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Stasi-Vorwürfe: “Bild” wertet Akte des Berliner DJV-Chefs aus.

djv berlin 150Bild nimmt sich ein weiteres Mal die Stasi-Vergangenheit des Berliner DJV-Chefs Bernd Lammel vor und zeigt Auszüge aus der Stasi-Akte des Gewerkschafts-Funktionärs, die eine aktive Mitarbeit Lammels nahelegen. Lammel bestreitet, wissentlich für den DDR-Geheimdienst gearbeitet zu haben. Eine im Oktober versprochene wissenschaftliche Aufarbeitung der Vorwürfe lässt weiter auf sich warten.
bild.de1 Kommentar

Zeitungs-Tarifverhandlungen sind festgefahren.

Zeitungsstapel neutral 150Tarifverhandlungen für Zeitungsjournalisten sind festgefahren: BDZV-Verhandlungsführer Georg Wallraf warnt die Gewerkschaften, bei ihren Mitgliedern "völlig überzogene Erwartungen" zu wecken, die "nie und nimmer eingelöst werden können". Kajo Döring, Verhandlungsführer des DJV, will sich nicht als "Bittsteller" an den Verhandlungstisch setzen, solange die "Verleger nur Zeit schinden wollen".
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DJV ruft Zeitungsjournalisten zum Streik auf.

DJV Streik-600

Geld oder Zeitung: Der DJV setzt Verlegern die Pistole auf die Brust und kündigt Warnstreiks von Zeitungsjournalisten an. Ab Freitag sollen Journalisten vor allem in Baden-Württemberg, Bayern, NRW und Niedersachsen die Arbeit niederlegen. DJV und BDZV verhandeln über einen neuen Tarifvertrag für 13.000 Beschäftigte – nach drei Runden ohne Ergebnis.

Die Journalisten-Gewerkschaft fordert 4,5 % mehr Gehalt bzw. Honorar. Der BDZV bietet 2 % mehr von Mai 2016 bis Ende 2017. Der alte Gehaltstarifvertrag ist Ende 2015 ausgelaufen. In den bisherigen Tarifrunden wollten die Verleger nur Zeit schinden, sagt Verhandlungsführer Kajo Döhring. Eine vierte Verhandlungsrunde ist für den 15. Juni angesetzt – bis dahin sollen die Warnstreiks andauern.
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DJV Berlin-Brandenburg gibt kress.de Rätsel auf.

DJV Berlin-Brandenburg-150DJV Berlin-Brandenburg – einer von drei DJV-Verbänden in der Hauptstadt-Region – wird womöglich aus dem Jenseits gesteuert, vermutet Volker Warkentin. Ein Vorstandsmitglied ist seit 2013 tot, ein anderer ein Ex-Stasi-Mann, der seinen Rücktritt erklärt hat. Vereinschef Klaus Dieter Minhardt wohnt laut Vereinsregister in Frankreich und meldet sich nicht.
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