"Hamburger Morgenpost" investiert in den virtuellen Hamburger Hafen.

Hamburger Morgenpost eröffnet im Frühjahr einen Mini-Indoor-Freizeitpark über den Hamburger Hafen. Im Discovery Dock nahe der Elbphilharmonie bekommen die Besucher mittels VR-Technologie einen Einblick in die sonst verschlossene Hafenwelt und können z.B. Kranführer einer Containerbrücke spielen oder virtuell im Trockendock neben einem Container­schiff stehen. "Mopo"-Tochter DuMont Media investiert 3,5 Mio Euro in das Projekt.
wuv.de, dumont.de

Drei Minuten Print-Debatte – turi2.tv im Schnelldurchlauf.


Debattieren über Druckerzeugnisse: Spannende Köpfe der Medienbranche haben 2018 ihre Sicht auf die Zukunft für Print bei turi2.tv erzählt. Wir zeigen zum Jahreswechsel in drei Minuten die Gedanken von u.a. Springer-Chef Mathias Döpfner, der künftigen "stern"-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier und Bertelsmann-Boss Thomas Rabe.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Mathias Döpfner, Springer

... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Anna-Beeke Gretemeier, "stern"

... Kai Rose, Klambt

... Thomas Rabe, Bertelsmann

... Florian Haller, Serviceplan

... Robert Schneider, "Focus"

... Horst Ohligschläger, Bayard

... Jochen Arntz, "Berliner Zeitung"

... Manuela Kampp-Wirtz, BurdaStyle

... Rainer Esser, "Zeit"

turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

"FAZ": DuMont verliert den Druckauftrag für das Bundesgesetzblatt.

Bundesanzeiger Verlag verliert den Auftrag für den Druck des Bundesgesetzblatts, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Das Justizministerium will Gesetze nicht mehr über die DuMont-Tochter, sondern nur noch digital unnd damit kosten- und barrierefrei verkünden. Nach der dafür nötigen Änderung des Grundgesetzes soll im Januar 2022 das erste Gesetz online verkündet werden.
faz.net

Aljoscha Brell wird Geschäftsführer des Berliner DuMont-Newsrooms.

DuMont macht Aljoscha Brell zum Geschäftsführer seines Berliner Newsrooms, er soll die Digitalstrategie sowie die Newsroom-Organisation verantworten. Brell ist seit 2018 bei DuMont im Projektmanagement der Regionalmedien tätig. Er löst Patrick Wölke ab, der den Newsroom interimistisch geleitet hat, neben seines Postens als Geschäftsfüher Marketing Technology.
dumont.de

Führungsquartett soll DuMont-Regionalmedien leiten.

Chefsache: DuMont unterstellt seine Regionalmedien ab 2019 einem Führungsquartett mit CEO Christoph Bauer an der Spitze, berichtet Gregory Lipinski. Auch Finanzchef Stefan Hütwohl, DuMont-Rheinland-Chef Philipp Froben und Tilo Schelsky, Geschäftsführer der "Mitteldeutschen Zeitung", gehören dem Führungsgremium an, das die Geschicke vor allem der Regionalzeitungen leiten soll. Ziel seien die Zusammenarbeit sowie "strategische Allianzen" zwischen den Medienhäusern.

Froben und Schelsky agieren bei der "Hamburger Morgenpost" bzw. dem Berliner Verlag zusätzlich in einer Doppelspitze mit den bisher alleinigen Geschäftsführern Susan Molzow in Hamburg und Jens Kauerauf in Berlin. Beide sollen an ihren Standorten weiterhin operativ verantwortlich sein. Um Strategie kümmern sich Froben und Schelsky.
meedia.de

Otto Christian Lindemann verlässt den Vorstand von DuMont.


Verschlankungskur: Operativchef Otto Christian Lindemann verlässt nach drei Jahren seinen Vorstandsposten bei DuMont, schreibt Marvin Schade. Lindemann habe sich "zum 60. Geburtstag entschieden, die Tätigkeit im Vorstand nicht mehr fortzusetzen". Nach seinem Austritt erhalte er 2019 "neue Aufgaben". Er behalte seinen Stuhl im Aufsichtsrat des Bundesanzeiger-Verlags sowie die Mitgliedschaft im Beirat des Buchverlags.

Der Posten Lindemanns im Vorstand der Mediengruppe soll künftig wegfallen. Vorstandschef Christoph Bauer und Finanzchef Stefan Hütwohl übernehmen die Aufgaben zusätzlich. Dazu zählen u.a. die Geschäfte rund um Callcenter, IT und Druck.
meedia.de

Wegen Gebietsabsprachen: Bundeskartellamt verhängt Strafe gegen DuMont.


Abgesprochen: Das Bundeskartellamt verhängt ein Bußgeld von 16 Mio Euro gegen DuMont sowie eine verantwortliche Einzelperson und einen Rechtsanwalt. Hintergrund ist der Vorwurf, DuMont und die Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH (u.a. "Generalanzeiger") hätten im Jahr 2000 Gebietsabsprachen zu Regionalausgaben getroffen. Diese hätten sich in veränderter Zustellung und ausgedünnter Berichterstattung bemerkbar gemacht. Die Absprachen seien bis 2016 fortgeführt worden und 2005 durch gegenseitige Beteiligungen und ein Vorkaufsrecht seitens DuMonts am Verlag des "Generalanzeigers" verstärkt worden. Das Vorkaufsrecht sei zudem nicht wie erforderlich beim Kartellamt angemeldet worden.

Der aktuelle DuMont-Vorstand hat die Vorwürfe eingeräumt und sich mit dem Bundeskartellamt auf einen Vergleich geeinigt. Dadurch und durch die Kooperation bei den Ermittlungen konnte der Verlag eine höhere Strafe umgehen. Die Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH muss keine Strafe zahlen. Da sie das Verfahren im Rahmen eines Kronzeugenantrags Ende 2017 selbst eingeleitet habe, profitiere sie von einer Bonusregelung, so das Bundeskartellamt. Vor kurzem hatte die "Rheinische Post" den Verlag übernommen.
bundeskartellamt.de, turi2.de (Background)

DuMont kündigt mehreren Auslandskorrespondenten.

DuMont kündigt nach den Mitarbeitern seiner Hauptstadtredaktion auch mehreren seiner Auslandskorrespondenten, schreibt Ulrike Simon. Künftig bezieht DuMont seine überregionalen Inhalte von Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland. Madsack wolle nur wenige der bisherigen DuMont-Korrespondenten weiterbeschäftigen und wenn nur pro Artikel bezahlen.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Hamburger "Mopo" holt neuen Digitalchef, hat Umsatz-Sorgen.

Hamburger Morgenpost holt Alexander Krug, 43, "spätestens im November" als neuen Digitalchef und Vize-Chefredakteur. Er bündelt damit die Jobs von Henning Langer und Frank Wieding, die das DuMont-Blatt "auf eigenen Wunsch" verlassen. Krug ist bisher Content-Chef der Digitalagentur Supercat. Auch die Digitalvermarkterin Lena Voges verlässt die "Mopo" auf "eigenen Wunsch", schreibt Roland Pimpl. Die Umsätze stimmen nicht, so Pimpl: Der Print-Vertrieb schrumpfe um 4 %, die Print-Werbung um 5 %. Gleichzeitig wachse die Digitalwerbung nur um unterwältigende 7 % statt der geplanten 50 %.
horizont.net, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: DuMont will seinen Digitalanteil von 25 auf 40 % steigern.

Zahl des Tages: Auf 40 % von jetzt 25 soll der Digitalanteil bei DuMont bis 2022 steigen, erklärt Vorstandschef Christoph Bauer im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Da das Zeitungsgeschäft eher stagniere, wolle der Verlag "bei der Digitalisierung noch einen Zahn zulegen" – die Struktur des Unternehmens verändere sich dabei zwangsläufig.
sueddeutsche.de

Zitat: Uwe Vorkötter sieht DuMont vor dem Journalismus, der sich ums große Ganze dreht, kapitulieren.

"Es gibt Fusionen auf Augenhöhe. Es gibt Partnerschaften. Es gibt Beteiligungen. Im Fall DuMont werden wir Zeugen einer Kapitulation."

DuMont gibt mit der Madsack-Fusion jegliche Ambitionen auf, zu den führenden Zeitungsverlagen der Republik zu gehören, analysiert Uwe Vorkötter, Chefredakteur von Horizont und einst von DuMonts "Berliner Zeitung". Damit würden die Eigentümer den Kern des Lebenswerks von Alfred Neven DuMont veräußern – publizistische Ambitionen hätten sie aber sowieso nie gehabt.
horizont.net, turi2.de (Background)

Gewerkschaften und DuMont-Betriebsrat kritisieren Zusammenschluss mit Madsack.

djv-LogoMadsack und Dumont: Die Gewerkschaften und der gemeinsame Betriebsrat der drei Berliner DuMont-Redaktionen kritisieren den Zusammenschluss. "Die Hauptstadtredaktion wird bis zum Herbst dieses Jahres dicht gemacht. Es gibt sie seit acht Jahren, sie hat mit immer weniger Redakteuren unter einem schwierigen Konstrukt immer mehr Arbeit geleistet." In der neuen RND Berlin GmbH gebe es zehn neue Stellen, auf die sich die 17 DuMont-Redakteure im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung neu bewerben sollten. Verdi/dju, DJV Berlin, und JVBB fordern faire Angebote über eine Weiterbeschäftigung für die Redakteure, die nicht in der neuen Redaktion arbeiten werden.
per Mail, turi2.de (Background)

Madsack und DuMont verbünden sich in Berlin.


Berliner Partnerschaft: Die Madsack Mediengruppe und DuMont schmieden eine gemeinsame Hauptstadtredaktion. Wolfgang Büchner und Uwe Dulias werden die Chefs der neuen RND Berlin GmbH, Gordon Repinski leitet das Büro.

Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland ist an dem Joint Venture mit 75% beteiligt, DuMont mit 25%. Die gemeinsame Redaktion liefert die Politik- und Wirtschaftsinhalte für beide Mediengruppen. Die Redakteure sitzen im bisherigen Hauptstadtbüro des RND im Gebäude der Bundespressekonferenz. Alle in Berlin ansässigen Journalisten des RND wechseln in die neue Gesellschaft. Thorsten Knuf, Korrespondent von DuMont, schreibt auf Twitter, die DuMont-Mitarbeiter "können sich bei einem neuen Gemeinschaftsunternehmen bewerben, das mit der Madsack-Gruppe gegründet werden soll".

Außerdem werden sechs DuMont-Titel Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland: Ab Oktober können "Berliner Zeitung", "Kölner Stadt-Anzeiger", "Mitteldeutsche Zeitung" sowie der "Express", die "Hamburger Morgenpost" und der "Berliner Kurier" auch auf überregionale Inhalte vom RND zugreifen. Das Kartellamt muss dem Zusammenschluss noch zustimmen.
kress.de, madsack.de, twitter.com (Thorsten Knuf) turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Uwe Dulias macht Madsacks Volontäre fit für die Zukunft.

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Die Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung sucht ab sofort und in Vollzeit eine/n Reporter (m/w) für die Redaktion in Quedlinburg. Sie recherchieren u.a. kommunalpolitische Themen und tragen mit Beiträgen - Print wie Digital - zur Berichterstattung und Kommentierung in der Zeitung bei. Hier finden Sie die komplette Stellenausschreibung: jobs.dumont.de

"Berliner Zeitung" fokussiert Berlin-Themen und neue Kolumnen.

Berliner Zeitung konzentriert sich stärker auf die Hauptstadt, startet neue Kolumnen, u.a. "Platz der Republik" mit wechselnden Autoren und schreibt auf der Seite "Made in Berlin" über die Berliner Wirtschaft, sagt Chefredakteur Jochen Arntz im kress.de-Interview. Die neue Wochenendausgabe gibt Freizeit-Tipps, die Autoren bekommen Bilder unter ihre Texte.
kress.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier" – Jochen Arntz zeigt den Berliner Newsroom von DuMont.

Bookazine der "Hamburger Morgenpost" gibt Ausflugstipp für "Hamburg mit Kind".

Hamburger Morgenpost bringt ihr erstes Bookazine heraus: Auf 206 Seiten gibt "Hamburg mit Kind" 350 Tipps für Ausflüge bei jedem Wetter, drinnen und draußen. Das Nachschlage-Werk ist in Zusammenarbeit zwischen der"Mopo" und der Redaktionsagentur Moove entstanden, deren Mitgründerin Joy Jensen Chefredakteurin ist. Das Bookazine für 14,95 Euro soll einmal pro Jahr neu erscheinen.
mopo.de

"Hamburger Morgenpost" investiert in einen Erlebnishafen.

Hamburger Morgenpost will zusammen mit Partnern in der Hamburger Speicherstadt einen sogenannten Erlebnishafen errichten, schreibt Kai-Hinrich Renner. Mit einer Virtual-Reality-Brille sollen die Besucher u.a. in einem gläsernen Fahrstuhl auf den Grund der Elbe fahren können. Das Projekt könnte bereits in diesem Jahr starten und soll bis 2025 jährlich 2,9 Mio Euro erlösen.
morgenpost.de

Wir graturilieren: Matthias Linnenbrügger wird 42.


Wir graturilieren: Matthias Linnenbrügger, Sportchef und geschäftsführender Redakteur der "Hamburger Morgenpost", feiert heute seinen 42. Geburtstag. Er freut sich, dass er im vergangenen Jahr viele Prozesse vorantreiben konnte, die für seine Zeitung "eine stabile Zukunft versprechen". Privat konnten seine Familie und er ein neues Zuhause finden, "in dem wir uns rundum wohlfühlen".

Für die Zukunft wünscht sich Linnenbrügger Gesundheit, Harmonie, Kraft und Erfolg - "und dass unsere beiden Hunde nicht nur tierisch süß sind, sondern auch ab und zu gehorchen". Heute feiert der Journalist mit seiner Familie in New York. Gratulationen sind auf allen Kanälen willkommen, unter anderem per E-Mail.

Eine Redaktion, zwei Marken: Wie "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier" im gemeinsamen Newsroom entstehen.


BoulevaRegionalzeitung: DuMont hat in Berlin eine ungewöhnliche Redaktion etabliert. Ein gemeinsames Team erstellt das Abo-Blatt "Berliner Zeitung" und den Boulevard-Titel "Berliner Kurier". Chefredakteur Jochen Arntz zeigt in der turi2.tv-Videoreportage, wie das funktioniert. Nach Personal-Abbau und vollzogener Vereinigung kündigt er neue Bezahl-Apps und Newsletter an.

150 Mitarbeiter zählt die Redaktionsgemeinschaft, ansässig direkt an der alten Zonengrenze zwischen Kreuzberg (West) und Mitte (Ost), geleitet die vom Dreigestirn Arntz, Elmar Jehn und Thilo Knott. Arntz verschweigt nicht, dass die Zusammenlegung keine Liebeshochzeit war. Eine Redaktion müsse "wirtschaftlich sein", sagt er, was so viel heißt wie: Auf dem turbulenten Berliner Zeitungsmarkt war Sparen angesagt. Viele Mitarbeiter mussten im Zuge der Zusammenlegung gehen. Arntz versucht es positiv zu nehmen: "Wir haben eine Redaktion neu aufbauen können - von der Technik und den Arbeitsabläufen her."

Im Alltag gibt es nun gemeinsame Ressorts, aus denen sowohl lange "Berliner Zeitung"-Stücke wie auch knallige "Kurier"-Schlagzeilen kommen – für die Zeitungen und die digitalen Kanäle. Arntz sagt, dass alle voneinander profitieren, fügt jedoch hinzu: "Wir haben unsere Dinge zusammen geworfen, wissen aber auch, wann wir sie wieder trennen müssen." Anders gesagt: Der "Kurier" beschäftigt sich häufiger mit den Schönheiten des weiblichen Körpers, die "Berliner Zeitung" widmet sich den schönen Künsten eher im Feuilleton.

Trotz aller Unterschiede startet der Berliner Newsroom nun auch gemeinsame Produkte. Ohne großen Rummel kam Ende 2017 die App Best of Berlin in die Stores. Sie bereitet täglich zehn Themen in anspruchsvoller Mobil-Ansicht auf; nach 30 Testtagen kostet sie 4,99 Euro. Arntz linst wie die Kollegen vom "Tagesspiegel" auf die Zielgruppe der Entscheider. Er sieht noch Potenzial für neue Spezial-Bezahlangebote, wie etwa Newsletter.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Auch bei turi2.tv: Jochen Arntz zeigt die Sonderausgabe der "Berliner Zeitung" zum Mauer-Jubiläum.

Mauer-Ausgabe der "Berliner Zeitung" soll die Stärken von Print ausspielen.


Geschichte auf Papier: Die "Berliner Zeitung" feiert heute ein besonderes Mauer-Jubiläum mit einer Magazin-Ausgabe. Die ersten 28 Seiten der Zeitung drehen sich um Historie und die heutige Mauer in den Köpfen – Aktuelles und Nachrichten finden in einem achtseitigen Kompakt-Teil statt. Chefredakteur Jochen Arntz zeigt die Zeitung im turi2.tv-Video. Solch eine besondere Aktion sei die Stärke von Print, sagt er: "Das ist etwas zum Aufheben, wie eine Art Geschichtsbuch." Das Jubiläum ist ein Rechenspiel: Am Montag ist die Berliner Mauer so viele Tage verschwunden, wie sei einst stand.
turi2.tv (85-Sek-Video)

"Hamburger Morgenpost" sucht Umsatz abseits des Journalismus.


Boulevard und Business: Die "Hamburger Morgenpost" will Umsatz und Marke mit neuen Nebengeschäften stabilisieren. Susan Molzow (Foto), Geschäftsführerin des DuMont-Blatts, spricht beim Presse-Lunch in Hamburg von Geschäftsfeldern, abseits vom klassischen Verlagsgeschäft und Journalismus, ohne konkret zu werden. Derzeit liefen "Partnergespräche". Aktuell verdient sich die "MoPo" als Veranstalter des Fahrrad-Festivals Velo und einer Jobmesse sowie mit Corporate Publishing ein Zubrot.

"Die gedruckte Zeitung ist das Herzstück der Marke 'Morgenpost'", sagt Chefredakteur Frank Niggemeier. Print sei für den Verlag trotz sinkender Auflagen weiterhin das wichtigste Geschäft. Der geplante Umzug vom maroden Standort Griegstraße in den modernen Neubau OttensenOpen soll im Juni oder Juli über die Bühne gehen, sagt Molzow.

Auch in der Vermarktung geht der Verlag neue Wege: Eine regionale Vermarktungs-Kombi mit dem "Abendblatt" von Funke und der "Bild" Hamburg befinde sich im Laborstadium und werde Kunden bereits angeboten.
turi2 vor Ort beim Presse-Lunch der "MoPo" in Hamburg

Frank Niggemeier will "Hamburger Morgenpost" vom Boulevard- zum Meinungsblatt machen.

Hamburger Morgenpost will den Auflagenschwund mit dem Relaunch vom Boulevardtitel zum "Meinungs- und Debattenblatt" stoppen, sagt Chefredakteur Frank Niggemeier. Er will mehr Hintergrund bieten und selbst Hamburg-Themen setzen, statt nur Nachrichten hinterher zu hechten. In jedem Ressort gibt es künftig einen Kommentar täglich, aus dem bisherigen Thema des Tages wird ein zweiseitiger, subjektiver Standpunkt. Der Relaunch bringt für sechs Politik-Redakteure den Ortswechsel nach Berlin und den Abbau von elf Jobs mit sich.
meedia.de, turi2.de (Background)

Gemeinsamer Newsroom von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express" startet mit 100 Mitarbeitern.

DuMont Mediengruppe eröffnet den angekündigten, gemeinsamen Newsroom für den "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express", 100 Mitarbeiter beider Redaktionen arbeiten auf rund 1.000 Quadratmetern und nutzen gemeinsam die Bereiche SEO, Webanalyse, Video, Grafik und Social-Media-Management. Das Motto laute "So viel gemeinsam, wie möglich. So viel getrennt, wie nötig." Anders als beim gemeinsamen Newsroom von "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier" handele es sich in Köln um ein "Kooperationsmodell".
dumont.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: DuMont setzt bei der "Mopo" auch Urgesteine vor die (Rathaus-)tür.

TV-Tipp: DuMont ist für den personellen Kahlschlag bei der "Hamburger Morgenpost" wenig heilig. "Zapp" trifft Rathaus-Reporterin Renate Pinzke, der nach 17 Jahren während des Urlaubs am Telefon gekündigt wurde. Nicht nur Kollegen, sondern auch die Fraktionen der Hamburger Bürgerschaft protestieren für Pinzke.
ndr.de (5-Min-Video), turi2.de (Background)

Funke und DuMont können sich nicht auf Kooperation in Berlin einigen.


Keine Einheit in Berlin: Funke und DuMont brechen Gespräche über Kooperationen auf dem Zeitungsmarkt der Hauptstadt ab. DuMont will keine Inhalte von Funkes Zentralredaktion kaufen. Funke wiederum soll das großspurige Auftreten des DuMont-Chefs Christoph Bauer abgeschreckt haben, berichtet die "FAZ". In Berlin gibt Funke die "Berliner Morgenpost" raus, DuMont die "Berliner Zeitung" und den "Berliner Kurier". Ein DuMont-Sprecher sagt auf turi2-Nachfrage: "Wir äußern uns nicht zu irgendwelchen Gerüchten, die absurd scheinen."

Statt Artikel von Funke zu übernehmen, setzt DuMont offenbar nachhaltig auf seine eigene Gemeinschaftsredaktion. Der Politik-Teil der "Hamburger Morgenpost" soll künftig auch in Berlin entstehen. Funke bietet laut "FAZ" eine Zeitungsseite für eine "niedrige dreistellige Summe" an, hat aber noch keine externen Kunden. Auf dem angespannten Berliner Zeitungsmarkt werden Kooperationen erwartet, nachdem das neue Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB-Novelle) dafür den Weg frei gemacht hat.
"FAZ", S. 21 (Paid)

Update, 4. Oktober, 09.15 Uhr: Die Funke Mediengruppe teilt mit, sich dazu nicht zu äußern.