Telekom verkauft Tolino-Anteile an Kobo.

tolino-150Telekom zieht sich aus dem Zusammenschluss um den E-Book-Reader Tolino zurück. Das Unternehmen verkauft die Technologieplattform des Projekts an den zum japanischen Onlinehändler Rakuten gehörigen kanadischen E-Book-Reader-Hersteller Kobo. Die am Projekt beteiligten Buchhändler Hugendubel, Thalia und Weltbild begrüßen den neuen Technologiepartner in einer gemeinsamen Erklärung.
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EU-Kommission schiebt Umsatzsteuer-Ermäßigung für Digital-Ausgaben an.

Europafahnen  wehen vor der Europaeische Kommission
Erster Schritt zu 7 %: Die EU-Kommission legt ein Gesetz vor, dass unter anderen den Mitgliedsstaaten erlaubt, die reduzierten Umsatzsteuersätze auch auf "elektronische Veröffentlichungen" anzuwenden, also auch auf E-Books und die E-Paper von Zeitungen. Über die Annahme und damit den Erfolg entscheidet der Europäische Rat, genauer die Finanzminister der EU-Mitgliedsstaaten.

Die Zeitungs- und Buchverleger fordern schon seit langem die Einführung des reduzierten Satzes. Die ungleichen Steuersätze führen zu teils höheren Verbraucherpreisen bei gleichem Inhalt - und zu skurriler Buchungsakrobatik, etwa bei Bundles von Büchern und E-Books bzw. bei Print-Abos inklusive E-Paper-Zugang.
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EuGH: Bibliotheken können E-Books und gedruckte Bücher gleich behandeln.

e-book-ebook-iphone150Bibliotheken dürfen E-Books genauso verleihen wie gedruckte Bücher, ohne mit den Verlagen und Autoren "marktgerechte" Lizenzverträge abzuschließen, urteilt der EuGH. Buchverlage werten die Entscheidung als "falschen Schritt", da Bibliotheken E-Books beliebig oft verleihen können, ohne dass sich die Büchner abnutzen.
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Amazon erweitert Prime-Angebot in den USA um Zeitschriften.

Amazon PrimeAmazon packt seinen Prime-Kunden in den USA neben E-Books, Videos und Musik nun auch Magazine ins Paket. Die Nutzer von Prime Reading haben Zugriff auf die PDF-Versionen von derzeit 42 Zeitschriftentiteln, darunter "Sports Illustrated", "Vogue" und "Bloomberg Businessweek". Das Angebot wechselt monatlich.
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Steuerberater fordern Abschaffung der Umsatzsteuer-Ermäßigung für Bücher.

Buchmesse Leipzig
Einheitlich hoch: Der Verband der Steuerberater DStV spricht sich für ein einfacheres Arbeitsleben seiner Mitglieder aus und drängt auf eine Vereinheitlichung der Mehrwertsteuersätze für Bücher und E-Books - zum höheren Standardsatz. In einer Antwort auf den öffentlichen Konsultationsaufruf der EU-Kommission fordert die Standesvertretung einheitliche und einfache europäische Regeln.

Die je nach Leistungsort verschiedenen möglichen Umsatzsteuersätze seien nicht praktikabel. Der Ausnahmekatalog bei der Umsatzsteuer solle überarbeitet werden, im Gegenzug solle der Standardsatz von derzeit 19 % sinken. Dem Verband sei zwar die "kultur- und bildungspolitisch hohe Wertstellung von Büchern" klar, das rechtfertige aber nicht "eine Subvention des Buchmarktes". Für gedruckte Bücher fallen derzeit die ermäßigten 7 % Mehrwertsteuer an, für E-Books 19 %.
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Filesharing: Uploaded.net haftet für illegale E-Books.

e-book-ebook-iphone150Filesharing-Plattformen haften, wenn sie nicht unterbinden, dass wiederholt illegale Inhalte angeboten werden, urteilt das Landgericht München. Im konkreten Fall hatte der Filesharing-Dienst Uploaded.net bemängelte E-Books zwar gelöscht, erneute Uploads aber nicht verhindert. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels unterstützt das noch nicht rechtskräftige Musterverfahren. Ähnliche Verfahren der Musik- und Filmindustrie laufen noch.
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Keine digitale Kannibalisierung bei Kinderbüchern.

Bücher Buch Bücherstapel 150Kinderbücher bleiben größtenteils ein Papier-Geschäft, berichtet Nielsen bezogen auf US-Daten. Obwohl die Zielgruppe Zugriff auf digitale Inhalte und Social Networks hat, bevorzugt sie gedruckte Bücher. Das liege auch daran, das sich gedruckte Bücher einfacher im Freundeskreis austauschen lassen. Die Vielleser unter den Kindern haben überraschenderweise seltener E-Reader als das Nielsen-Segment der umfassend involvierten Kinder.
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Verlage testen Belletristik-Rezepte für Smartphone-Leser.

e-book-ebook-iphone150Fortsetzungsromane bekommen als Format im digitalen Wandel eine neue Chance, beobachtet Benjamin Wagener. Die Buchbranche sucht aktiv nach Formen, um Belletristik in Häppchen an Smartphone-Leser auszuspielen, etwa mit Hansers "Morgen mehr" sowie "A Story A Day" von Voland & Quist, aber auch im Großprojekt Oolipo von Bastei Lübbe. Statt Stoffe neu zu konfektionieren, suchen die Verlage nach Autoren, deren Arbeitsweise den kurzen Veröffentlichungszyklen entspricht.
"Handelsblatt", S. 56, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

HarperCollins verkauft weniger E-Books.

harper_collinsHarperCollins meldet schrumpfende Gewinne: Die Verlagstochter von News Corporation legte im 1. Quartal des neuen Geschäftsjahres  beim Umsatz zwar leicht um 1 % auf 409 Mio Dollar zu, der operative Gewinn sackte aber um 24 % ein. Grund sind u.a. rückläufige E-Book-Verkäufe. HarperCollins hatte sich im langandauernden E-Book-Streit mit Amazon erst im August darauf geeinigt, dass E-Books und gedruckte Bücher des Verlags weiter bei Amazon verkauft werden, HarperCollins dafür aber die Preise selbst festlegen kann.
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Google greift nach gescheitertem E-Book-Dienst Oyster.

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Kleiner Deal mit großer Wirkung: Google rüstet seine E-Book-Abteilung mit dem Führungsteam des gescheiterten E-Book-Dienstes Oyster auf. Das Startup hat gestern auf dem Blog angekündigt, den Flatrate-Dienst mit über 1 Mio E-Books einzustellen. Nur einen Wimpernschlag später wird bekannt, dass ein Teil des Teams, darunter Gründer und Geschäftsführer, zu Google wechseln.

Dem Tech-Portal Recode zufolge zahlt Google die Oyster-Investoren aus, um das Personal freizukaufen. Das käme quasi einer Übernahme gleich. Allerdings wollten weder Google noch Oyster die Meldung bestätigen. Recode-Autor Peter Kafka spekuliert, dass Google mit der Verstärkung schon bald eine eigene E-Book-Flatrate anbieten könnte. Bei Homejoy ist das im Sommer ähnlich verlaufen.
recode.net, blog.oysterbooks.com, buchreport.deKommentieren ...

E-Books können mit Print-Titeln nicht mithalten.

ebookE-Books sind in vielen Verlagen noch ein Projekt mit Fragezeichen, beobachtet "FAZ"-Autorin Marcella Melien. Die Zeiten, in denen E-Books bloß die digitale Version von Print-Titeln sind, ändern sich aber. E-Book-Only-Verlage und -Verlagseinheiten suchen neue Wege, E-Books zu gestalten - inhaltlich und das Format betreffend. Mit E-Books bekannter Print-Autoren können reine E-Book-Veröffentlichungen aber nicht mithalten - auch, weil sie in der Öffentlichkeit weniger präsent sind.
"FAZ", S. 9 (Paid)Kommentieren ...

Studie: Umsatz der Buchverlage schrumpft 2014.

Börsenverein des deutschen buchhandels 150Buchverlage erlösen 2014 erstmal seit zehn Jahren wieder weniger als zuvor, ermittelt der Börsenverein in seiner Schnellumfrage für 2014. 72,4 % der Umsätze machen die Firmen mit gedruckten Büchern, der Taschenbuchanteil liegt bei 28,8 %. E-Books steuern 8,8 %, Hörbücher und Hörspiele 2,7 % der Einnahmen bei. Die Studie bildet die Daten von etwa 150 Verlagen mit etwa 39 % des Branchenumsatzes ab.
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Burda kooperiert für Selfpublisher-Preis mit Amazon.

Hubert Burda Medien Logo 150Burda macht gemeinsame Sache mit Amazon: Zusammen mit dem Buchverlags-Schreck sowie dem Freien Deutschen Autorenverband vergibt der "Focus" einen Preis für Autoren, die ihre Werke auf Amazons E-Book-Plattform Kindle veröffentlichen. Burda macht mit, "weil wir die Chancen der Digitalisierung für Publizisten deutlich größer einschätzen als ihre Risiken, auf die wir gleichwohl ebenfalls achten müssen", so Burkhard Graßmann, Chef der News-Sparte bei Burda.
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Neue Schriften sollen E-Books schneller lesbar machen.

ebookE-Books: Amazon und Google haben die Schriftarten für ihre Angebote überarbeitet. Bookerly für die Kindle-Plattform und Literata für Google Play Books sind nicht nur optische Spielchen. Die neuen Schnitte sollen die Lesegeschwindigkeit verbessern und der Augenermüdung vorbeugen. Vor allem auf hochauflösenden Geräten funktionieren althergebrachte Schriften nicht optimal.
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Erotische E-Books gibt es in Deutschland nicht nur nachts.

ebookE-Books: Die Mär geht um, pornographische E-Books ließen sich nur nachts legal Verkaufen. Dabei darf solches Material nur in geschlossenen Nutzergruppen mit Altersfeststellung abgegeben werden, so Susanne Barwick, Rechtsanwältin beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Die Zeitregelung wäre nur eine Möglichkeit für die etwas harmloseren "entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalte". Auch hier sei stattdessen eine Altersfeststellung erlaubt und auch gängig.
boersenblatt.net, welt.de (Debatte)Kommentieren ...

Penguin Random House einigt sich mit Amazon.

pengiun-random-house-150Pengiun Random House und Amazon beenden den Streit um die Konditionen von digitalen und gedruckten Büchern. Beide haben sich für den US- und UK-Markt geeinigt. Einzelheiten sind jedoch nicht bekannt. Der Bücher-Zoff gipfelte 2014 darin, dass Amazon kurzzeitig die Lieferung von Büchern der französischen Gruppe Hachette hinauszögerte.
"Frankfurter Allgemeine Zeitung", S. 11, bloomberg.com, turi2.de (Hachette)Kommentieren ...