EU-Kommission schiebt Umsatzsteuer-Ermäßigung für Digital-Ausgaben an.

Europafahnen  wehen vor der Europaeische Kommission
Erster Schritt zu 7 %: Die EU-Kommission legt ein Gesetz vor, dass unter anderen den Mitgliedsstaaten erlaubt, die reduzierten Umsatzsteuersätze auch auf "elektronische Veröffentlichungen" anzuwenden, also auch auf E-Books und die E-Paper von Zeitungen. Über die Annahme und damit den Erfolg entscheidet der Europäische Rat, genauer die Finanzminister der EU-Mitgliedsstaaten.

Die Zeitungs- und Buchverleger fordern schon seit langem die Einführung des reduzierten Satzes. Die ungleichen Steuersätze führen zu teils höheren Verbraucherpreisen bei gleichem Inhalt - und zu skurriler Buchungsakrobatik, etwa bei Bundles von Büchern und E-Books bzw. bei Print-Abos inklusive E-Paper-Zugang.
buchreport.de, boersenblatt.net, europa.eu (Pressemitteilung)Kommentieren ...

Ulrike Simon erklärt, warum “Süddeutsche” und “FAZ” E-Paper nur sieben Tage online lassen.

Ulrike Simon 150E-Paper werden immer beliebter, sind aber flüchtiger als bedrucktes Papier, dokumentiert Ulrike Simon. "Süddeutsche Zeitung", "FAZ" und andere lassen die E-Ausgaben nur sieben Tage im Netz, anschließend vermarkten sie die Ausgaben über ihre wiederum kostenpflichtigen Zeitungarchive. Bei Madsack und Funke bleiben die Ausgaben immerhin drei Wochen online, lediglich die kleine Siegener Zeitung stellt Abonnenten alle Ausgaben seit 2004 zur Verfügung.
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Neues Wochenend-E-Paper beim “Mannheimer Morgen”.

Mannheimer Morgen-150Mannheimer Morgen baut sein Wochenend-E-Magazin um. Am 3. April erscheint erstmals das neue Angebot mit dem kreativen Titel "Digitales Sonntags-Magazin". Es ersetzt das bisherige "Sonntag Aktuell". Das Magazin für Tablets und Smartphones erscheint jeweils kurz nach Mitternacht. Gleichzeitig passt der "Mannheimer Morgen" die Optik des Print-Beilegers "Wochenende" an und erhöht die Seitenzahl auf 28 Seiten.
per Mail, turi2.de (Background)Kommentieren ...

G+J-Tochter DPV lässt Zinio automatisiert E-Paper befüllen.

DPV Deutscher Presse Vertrieb-Logo-150DPV: Die Vertriebstochter von Gruner + Jahr nutzt "ab sofort" eine Konversionstechnik des US-Digitalkiosks Zinio, die aus PDF-Dateien automatisch Inhalte für Apps und E-Magazine liefert. Die Produkte der Mandanten sollen auf "allen Endgeräten und auf allen Betriebssystemen" funktionieren, verfügen über einen Lesemodus und sind als E-Paper IVW-meldefähig.

Den Prozess von Zinio nutzt DPV in Deutschland, Österreich und der Schweiz exklusiv für seine Vertriebskunden. Erstes Versuchskaninchen ist die Verlagsgruppe News: Die österreichische Magazin-Tochter von Gruner + Jahr lässt DPV nun alle ihre Titel als Digitalausgaben produzieren und vertreiben.
dnv-online.net, presseportal.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

FAZ-Fachverlag bringt “Der Neue Finanzberater” heraus.

Der Neue Finanzberater 150Frankfurt Business Media, der Fachverlag der "FAZ", bringt das Magazin Der Neue Finanzberater heraus, das sich an Berater und Vermittler von Finanz- und Versicherungsprodukten richtet. Pro Jahr erscheinen vier Ausgaben als E-Paper sowie zwei Spezial-Ausgaben als Printmagazin. Chefredakteur ist Eric Czotscher, der bereit das monatliche E-Magazin Der Honorarberater verantwortet.
frankfurt-bm.com (PDF)Kommentieren ...

Gruner + Jahr verschiebt E-Mag-Produktion, Mobilgeschäft bleibt.

gruner + jahr logo  weiss 150Gruner + Jahr verschiebt nicht sein mobiles Anzeigengeschäft zur Vertriebstochter DPV, sondern lediglich die Produktion und den Vertrieb seiner kostenpflichtigen Digital-Ausgaben und E-Magazine, teilt der Verlag mit. Was der Umbau für die Mitarbeiter bedeutet, ist noch unklar. Laut Verlag ist das Mobile-Geschäft zuletzt um mehr als 50 % gewachsen.
turi2 - eigene Infos, meedia.deKommentieren ...

Koalition will Steuern auf Online-Medien senken.

E-Paper Zeitung iPad-600
7 % auf alles: Die Regierungskoalition erhört die Verleger und spricht sich für eine einheitliche Mehrwertsteuer von 7 % auf Presseprodukte aus - egal ob gedruckt oder digital, berichtet Dieter Wonka. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann verspricht, die Koalition werde sich bei der EU-Kommission für eine Gleichbehandlung von Print und Online stark machen. Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch unterstützt das Vorhaben.

Bisher werden auf Online-Angebote von Zeitungen und Zeitschriften 19 % Mehrwertsteuer fällig, für Gedrucktes gilt der reduzierte Satz von 7 %. Das gleiche Produkt wird somit in der digitalen Ausführung höher besteuert. Die Grünen sehen eine Steuersenkung kritisch und verlangen, den ermäßigten Steuersatz auch auf andere Online-Leistungen anzuwenden. Sie fürchten eine Subventionierung der großen Verlage und Nachteile für unabhängige Medien.
haz.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus TrantowKommentieren ...

Zahl des Tages: Niedersachen will 7 % MwSt. für E-Paper.

Icon ZAHL-JPGZahl des Tages: Nur 7 statt bisher 19 % Mehrwertsteuer sollen für E-Paper und Online-Angebote von Verlagen berechnet werden. Dafür will sich Niedersachsen auf EU-Ebene einsetzen, hat der Landtag beschlossen. "Der Gedanke, beide Leistungen gleichzustellen, ist nicht abwegig, sondern vernünftig", sagt Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD).
noz.deKommentieren ...

“FAZ” startet abgeschlossene Digital-Ausgabe.


Ende in Sicht: Die "FAZ" bringt ihre Zeitungsinhalte digital neu in Form. Zusätzlich zum klassischen E-Paper erscheint mit FAZ Plus ab heute eine kostenpflichtige Digital-Ausgabe, die losgelöst vom Zeitungsdesign speziell für die Nutzung auf Smartphones und Tablets entwickelt wurde. "FAZ"-Digitalchef Mathias Müller von Blumencron will damit ein "abgeschlossenes, hochwertiges Informationspaket" liefern - als Gegenentwurf zur "Endlosigkeit und Unübersichtlichkeit des Nachrichtenstroms" im Netz, sagt er im Interview mit turi2.tv beim DLD in München.

"FAZ Plus" soll Leser erreichen, "die ausgestiegen sind oder nie richtig Zeitung gelesen haben". Mit knapp 40 Euro im Monat ist der Neu- oder Wiedereinstieg jedoch kein Schnäppchen, Print-Abonnenten zahlen 10 Euro zusätzlich. Immerhin: Artikel, die aus der App heraus geteilt werden, sind für andere Leser kostenlos.

Die gedruckte "FAZ" liest Mathias Müller von Blumencron übrigens schon seit Jahren nicht mehr, weil er das bisherige E-Paper "in der Einfachheit so überzeugend" fand, die neue Digital-Ausgabe für die "ästhetischte und klügste Form" des Zeitungslesen hält und das als Digital-Chef wohl so sagen muss.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), itunes.apple.com (iPhone und iPad), play.google.com (Android)Kommentieren ...

Über den Wolken wird das Lesen wohl bald papierlos sein.

KLM
Tablet verleiht Flügel: Die Lufthansa reduziert die gedruckten, kostenlosen Bordexemplare deutlich und steigt größtenteils auf E-Paper um. Der Schritt sei umweltfreundlich, weil weniger Logistik, Papier und Druckfarbe nötig sind - im Vordergrund dürfte jedoch das eingesparte Kerosin stehen.

Und so ist der Plan: Die Fluggäste bringen ihr eigenes Lesegerät, etwa ein Tablet, mit. Bereits vor dem Flug können sie mit einem Code Lesestoff auf das Gerät ziehen, die Anzahl richtet sich nach Reiseklasse und Status des Passagiers. In der Holzklasse gibt es zwei E-Magazine. In den Lounges, an ausgewählten Flughäfen sowie in der First- und Business-Class wird auch weiterhin edel bedruckter toter Baum kredenzt.
wiwo.de, wuv.de1 Kommentar

Springer verpasst iKiosk eine Doppelspitze.

Alexandra-Braun150iKiosk: Alexandra Braun, 32, verstärkt die Führungsebene von Springers Digital-Büdchen. Zusammen mit Simone Schwartau, 40, arbeitet sie als Managing Director direkt Christian Nienhaus zu, dem Leiter der Springer-Vertriebstochter Sales Impact. Schwartau führt iKiosk bereits seit August 2014. Braun war bisher kaufmännische Leiterin im Springer-Vertrieb.
axelspringer.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

turi2.tv: Matthias Hardeel von Twipe über E-Paper-Publishing.


Wer digital erfolgreich sein will sollte E-Paper nicht vergessen, meint Matthias Hardeel vom belgischen Verlags-Dienstleister Twipe. Das Unternehmen aus Leuven drängt auf den deutschen Markt und umwirbt Verlage, die mit ihrem gedruckten Kern-Produkt ohne viel Aufwand auch auf Tablets und Smartphones gut aussehen möchten. "Sehr viele Häuser geben noch auf Papier aus und sind erfolgreich. Wir sehen aber viel Verbesserungspotenzial", sagt Hardeel.
 
Er verspricht im turi2.tv-Interview, Twipe-Anwender könnten "auf Knopfdruck digital publizieren" - eine Arbeitsstunde pro Tag reiche aus um ein ein E-Paper zu generieren, das an diverse Bildschirme angepasst ist. Zu den Kunden zählen "De Standaard" und das niederländische "NRC Handelsblad". Genaue Preise mag Hardeel nicht verraten, lockt aber mit einem Preismodell, das auf Erfolgsbeteiligung aufbaut.
 
Im 1. Quartal dieses Jahres lag die E-Paper-Auflage deutscher Zeitungen bei 733.000, laut BDZV ein Wachstum von 30 %.
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

“FAZ” verschenkt sich an Xing-Nutzer.

FAZ-FAS-Zeitungsrollen150FAZ wirbt Leser bei Xing an: Zahlende Premium-Nutzer des Business-Netzwerks haben heute das Angebot erhalten, die Digital-Ausgaben von "FAZ" und "FAS" sechs Monate kostenlos zu nutzen. Nach Angaben des Kundendienstes ist das "begrenzte Kontingent" jedoch bereits ausgeschöpft, zu dessen Größe will Xing auf Nachfrage von turi2 keine Angaben machen. Interessierte Nutzer können die E-Paper stattdessen für vier Wochen kostenlos lesen.
turi2 - eigene Infos, verlag2.faz.netKommentieren ...

“Handelsblatt” verschenkt E-Paper der “Wirtschaftswoche”.

wirtschaftswoche-freitag-150Wirtschaftswoche liegt ab heute immer freitags am Kiosk - in deutlich überarbeiteter Form. Das Schwesterschiff "Handelsblatt" verschenkt daher das E-Paper der aktuellen Ausgabe. Gabor Steingart lobt das Werk seines Schützlings Miriam Meckel als "so inspirierend, so fundiert, so digital wie noch nie".
handelsblatt-service.comKommentieren ...

Zitat: Scherzer will mehr Entscheidungen, weniger Merkelei.

VDZ_Stephan_Scherzer"Das, was man im Wandel gestaltet, wird abgewürgt durch regulatorische Fehlentscheidungen."

VDZ-Chef Stephan Scherzer ist von politischem Abwarten "mit der merkelschen Raute" genervt. Er will die öffentlich-rechtliche Online-Angebote an die Kette legen und wünscht weniger Verbote auf dem Werbemarkt.
(turi2 bei der VDZ-Jahrespressekonferenz in Berlin)Kommentieren ...

“Süddeutsche” startet aufgeräumtes Digitalangebot.

Die Kapuzenpullis liefern: Die Digitalisten rund um Online-Chef Stefan Plöchinger haben den angekündigten Relaunch vollzogen – herausgekommen ist nach zwei Jahren eher eine Art Frühjahrsputz für SZ.de. Das Angebot soll die Nachrichtenseite und alle Inhalte von “Süddeutscher Zeitung” und “SZ-Magazin” nahtlos miteinander verzahnen – zumindest für Leser, die… Weiterlesen …

“FAZ” erwägt neue Angebote und will “Kernverbreitungsgebiet stärker durchdringen”.

FAZ Logo 150FAZ denkt über "zwei bis drei neue Print- und Digitalangebote" nach, berichtet der "journalist". Dabei gehe es vor allem um "neue Darreichungsformen für vorhandene Inhalte". Neu-Herausgeber Jürgen Kaube will das "Kernverbreitungsgebiet stärker durchdringen" und relevante Themen aus der Region nicht allein dem Rhein-Main-Teil überlassen.
"journalist" 3/2015, S. 43 und 45 (Kaube), epaper.journalist.de (Paid Content), journalist.de (Interview Kaube jetzt online)Kommentieren ...

Readly gründet deutschen Ableger und macht Philipp Graf Montgelas zum Chef.

Readly-150E-Paper-Flatrate Readly gründet eine deutsche GmbH mit Sitz in Berlin und macht Philipp Graf Montgelas zu deren Chef. Montgelas steckte u.a. hinter dem Medizin-Portal Onmeda, war zuletzt aber als Berater unterwegs. Er soll die Kooperation mit Verlagen ausbauen. Claudius Tadesse von myphotobook wird Marketing-Chef. Readly bietet eine E-Paper-Flatrate mit ca. 100 deutschen Heften u.a. von Bauer, Funke und Motor Presse für 9,99 Euro im Monat.
kress.de, de.readly.comKommentieren ...