Thomas Ebeling und ProSiebenSat.1 trennen sich bereits Ende Februar 2018.


Ein Spruch zu viel: Thomas Ebeling verlässt ProSiebenSat.1 früher als bisher geplant, teilt der Konzern mit. Der Manager und der Aufsichtsrat haben sich demnach "einvernehmlich" auf ein vorzeitiges Ausscheiden geeinigt – nach der Bilanzpressekonferenz im Februar ist für Ebeling Schluss. Eigentlich läuft sein Vertrag noch bis Mitte 2019. Conrad Albert (Foto rechts), bisher Vorstand für External Affairs, wird Vize-Vorstandschef, er solle die Kontinuität im Konzern auch nach Ebelings Abgang sichern, falls die Nachfolger-Suche länger dauert.

Ebeling fällt nun offenbar einer seiner markigen Sprüche auf die Füße: Vergangene Woche war ein Kommentar aus einem Analysten-Call über arme und fettleibige TV-Zuschauer bekannt geworden. Auch wegen seines Führungsstils steht der Manager in der Kritik. Er hatte die Konzernführung 2009 übernommen und die damals schwächelnde Sendergruppe mit Digital-Zukäufen wieder zum Erfolg und aus der Abhängigkeit von Finanzinvestoren geführt. Gegen zuletzt einbrechende Werbeerlöse im klassischen TV fehlt aber das Rezept.
faz.net, dwdl.de, turi2.de (Zitat TV-Zuschauer), turi2.de (Führungsstil)

Mitarbeit: Markus TrantowKommentieren ...

Thomas Strerath und Larissa Pohl verlassen Jung von Matt.


Jung von Matt: Die Vorstände Thomas Strerath und Larissa Pohl verlassen die Agenturgruppe, berichtet Horizont.net. Sie werden ihre Partnerschaft mit der Agentur nicht verlängern, die Verträge laufen Mitte 2018 aus. "Dass gegenseitige Erwartungen nicht erfüllt werden, gehört leider zur Natur unseres Geschäfts. Dennoch bin ich dankbar für die vielen Impulse, die Larissa und Thomas eingebracht haben und nach wie vor einbringen", lässt sich JvM-Gründer Jean-Remy von Matt zitieren.

Strerath und Pohl schreiben: "Für Jung von Matt zu arbeiten, war eine Herzenssache. Wir werden die vielen Menschen vermissen, die hier immer für die beste kreative Lösung kämpfen." Strerath und Pohl waren erst im Herbst 2015 zu Jung von Matt gekommen. Strerath war zuvor fast zehn Jahre lang CEO von Ogilvy Deutschland, Pohl wirkte bei der Agentur u.a. als Strategiechefin.
horizont.netKommentieren ...

"manager magazin": Kai Diekmann startet Zweitkarriere als Vermögensverwalter.


Kai Diekmann macht in Finanzen, berichtet das "manager magazin": Der ehemalige "Bild"-Herausgeber hat mit Banker und Jugendfreund Leonhard "Lenny" Fischer die Deutsche Fondsgesellschaft Invest gegründet, verraten die beiden im Interview. Kernprodukt soll ein "Zukunftsfonds" mit geplanten 20 Mrd Einlagevolumen werden. Weitere Geschäftspartner sind der Anwalt Anton Voglmaier, Ehemann der Finanzjournalistin Carola Ferstl, als CEO die Bankerin Martha Boeckenfeld sowie der Vermögensverwalter Volker Schilling.

Fischer kümmere sich um die Investments, Diekmann um die Vermarktung. Eine "journalistisch unabhängige Finanzwebsite" der Agentur Storymachine, an der Diekmann beteiligt ist, soll den Fonds unterstützen - und den Deutschen ihre "Schwellenangst vor der Börse" nehmen. Dabei beschränkt sich Diekmann auf die Rolle des Herausgebers. Christin Martens, zuvor Chefredakteurin der deutschen Ausgabe von Springers "Business Insider", leitet die Redaktion.
"manager magazin" 12/2017, S. 120 - 127 (Paid)1 Kommentar

Klambt übernimmt die "Grazia" komplett und kauft Gruner + Jahr alle Anteile ab.


Grazie im Alleingang: Klambt übernimmt von Gruner + Jahr zu einem nicht genannten Preis alle Anteile am bisherigen Joint Venture Gruner + Jahr/Klambt-Style-Verlag und ist damit ab 2018 alleiniger Besitzer der Zeitschrift "Grazia" in Deutschland und der dazugehörigen Marken. Die Redaktion der "Grazia" arbeitet weiterhin von Hamburg aus. Klambt kümmert sich wie bisher um Verlauf und Vertrieb, G+J EMS bleibt Vermarkter. Die Vermarktung in Print und Online soll in den nächsten Jahren ausgebaut werden.
dnv-online.net, meedia.deKommentieren ...

Gruner + Jahr verkauft niederländische Tochter G+J Media an Hearst.

Gruner + Jahr trennt sich von seinem Geschäft in den Niederlanden, berichtet new-business.de. Die Tochter G+J Media geht an den US-Verlag Hearst. Die niederländischen Ausgaben von "Glamour", "National Geographic", "Vogue" und anderen erscheinen künftig bei Hearst Niederlande. Zuletzt hatte die Hamburger Firma Axos MidCap Interesse am Niederlande-Geschäft von G+J angemeldet. Die Firma hatte bereits das Spanien-Geschäft der Hamburger übernommen.
new-business.de, turi2.de (Axos MidCap)Kommentieren ...

"Spiegel" holt "Süddeutsche"-Digitalchef Stefan Plöchinger.


Rückkehr und Neuanfang: Der "Spiegel" wirbt "Süddeutsche"-Digitalchef Stefan Plöchinger, 41, ab und macht ihn zum Leiter der Produktentwicklung. Plöchinger soll als "kaufmännischer Partner" mit den Chefredaktionen und Geschäftsführungen im Haus arbeiten. Neben dem Zusammenwachsen von Print und Online soll er auch die Paid-Content-Angebote stärken, schreibt Stefan Winterbauer.

Plöchinger arbeitete vor seinem Wechsel zur "Süddeutschen" bereits bei Spiegel Online. In München war er zunächst Chefredakteur von Süddeutsche.de und stieg dann als Digital-Mann in die Chefredaktion auf. Meedia berichtete zunächst, dass Plöchinger in seiner neuen Funktion über Spiegel-Online-Chefredakteurin Barbara Hans steht. Laut Verlag wird er Teil des Teams um Geschäftsführer Thomas Hass.
spiegelgruppe.de, meedia.de

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Deutschlandfunk Kultur unterbricht Sendebetrieb nach Bombenfund.


Bombenfund am Brückentag: Das Deutschlandradio muss sein Berliner Funkhaus nach dem Fund einer Weltkriegsbombe räumen. Deutschlandfunk Kultur unterbricht am Nachmittag den Sendebetrieb. Der Sender strahlt zeitweilig das Programm des Deutschlandfunks aus Köln aus. Seit 17 Uhr kommen die Sendungen aus dem Hauptstadtstudio im Berliner Regierungsviertel.

Das frühere Funkhaus des Rias liegt innerhalb eines 500-Meter-Sperrkreises. Betroffen ist auch der Verkehr: Die Stadtautobahn ist gesperrt, die Ring-S-Bahn und eine U-Bahn-Linie sind unterbrochen. Mehrere tausend Menschen müssen Häuser verlassen. Die 250-Kilo-Bombe wurde bei Bauarbeiten gefunden. Wann sie entschärft wird, ist derzeit noch unklar. (Foto: Picture Alliance / Bildagentur-online)
turi2 - eigene Infos, deutschlandfunk.de, rbb24.de

Update: Seit dem 3. Oktober, gegen 7 Uhr, kann Deutschlandfunk Kultur wieder aus dem Funkhaus senden. Die Bombe wurde entschärft.Kommentieren ...

Sebastian Matthes wechselt in die Chefredaktion des "Handelsblatts".


Von der Isar zurück an den Rhein: Das "Handelsblatt" beruft Sebastian Matthes, 40, seit Ende 2013 Chefredakteur der deutschen HuffPost, in die Chefredaktion. Matthes wechselt spätestens im ersten Quartal 2018 nach Düsseldorf, wo er Stellvertreter von "Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe wird. Als Head of Digital zeichnet Matthes für die journalistische Weiterentwicklung der Digital-Produkte verantwortlich.

Sebastian Matthes sei "der richtige Mann für diese wichtige Position", lobt Afhüppe. Mit ihm an der Spitze wolle das "Handelsblatt" seine Bezahl-Modelle weiter ausbauen. Der neue Job ist für Matthes auch eine Rückkehr zur Verlagsgruppe Handelsblatt. Vor seinem Ausflug zu Burda, dem Betreiber der deutschen "HuffPost", war er Redakteur und Ressortleiter bei der "Wirtschaftswoche". Sein Handwerk hat er in der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten gelernt.
presseportal.de, meedia.deKommentieren ...

"WSJ": ProSiebenSat.1 führt Kauf-Verhandlungen mit Mashable.


ProSiebenSat.1 führt umfangreiche Gespräche über den Kauf der Tech-News-Plattform Mashable, berichtet das "Wall Street Journal". Mashable war 2016 rund 250 Mio Dollar wert und dürfte jetzt mit 300 Mio bewertet werden. Andere Interessenten könnten noch auftauchen, heißt es. Der Medienkonzern Viacom war interessiert, führt aber derzeit keine Gespräche.

Mashable wandelt sich – wie viele digitale US-Medien – zunehmend zu einer Videoseite. Im vergangenen Jahr mussten 30 Mitarbeiter gehen, um im Videobereich zu wachsen. Auch Mic.com, Fox Sports und MTV News vollziehen einen Strategiewechsel hin zu Video. Das in New York ansässige Mashable hat Ableger für Großbritannien, Frankreich, Australien, Asien und Indien. Mit einem Kauf würde P7S1 den Weg von Springer gehen, das als Besitzer von Business Insider groß ins US-Geschäft eingestiegen ist.
wsj.comKommentieren ...

Digital-Chef Mathias Müller von Blumencron verlässt die "FAZ".


Nächste Station: Digital-Chef Mathias Müller von Blumencron verlässt die "FAZ" Ende 2017 auf "eigenen Wunsch". Nachfolger wird Carsten Knop, 48, bisher verantwortlicher Redakteur für die Wirtschafts- und Unternehmensberichterstattung der "FAZ". "Es war ein Privileg, dieser Zeitung beim digitalen Aufbruch zu helfen", sagt Müller von Blumencron, "nun ist es Zeit weiterzuziehen". Das Ziel ist der Öffentlichkeit bisher unbekannt. Der Verlag bedauert den Abschied und bedankt sich: "Unser Haus hat enorm von seiner Erfahrung und Begeisterungsfähigkeit profitiert", lässt sich Berthold Kohler, Vorsitzender der Herausgeberkonferenz, zitieren.

Müller von Blumencron ist seit Oktober 2013 in Frankfurt tätig, in dieser Zeit hat er das Digital-Angebot der Zeitung runderneuert und dabei u.a. das Bezahl-Angebot FAZ Plus sowie die App Der Tag eingeführt. Diesen Weg soll Nachfolger Carsten Knop weiter voranschreiten. Die Zahl der kostenpflichtigen Geschichten auf faz.net werde sich erhöhen, zudem will Knop "einzelne Interessengruppen intensiver bedienen".

Carsten Knop kam 1993 als Volontär zur "FAZ", war danach Wirtschaftsredakteur der "Börsen-Zeitung", kehrte zur "FAZ" zurück und berichtete als Wirtschaftskorrespondent aus Düsseldorf, New York und San Francisco. Er zeichnet bisher verantwortlich für die Seiten "Menschen und Wirtschaft" und ist Mitglied im "Digital Board" der "FAZ".
verlag.faz.netKommentieren ...

Geschäftsführerin Stefanie Hauer verlässt "Lübecker Nachrichten" und "Ostsee-Zeitung".

Fragerunde mit Folgen: Madsack und Stefanie Hauer, Geschäftsführerin der "Lübecker Nachrichten" und der Rostocker "Ostsee-Zeitung", gehen mit sofortiger Wirkung getrennte Wege. Ausschlaggebend war laut Meedia wohl Hauers Auftreten gegenüber SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bei einem Redaktionsbesuch im Lübecker Verlagshaus. Hauer hatte Schulz in dem Gespräch, das bei Facebook live übertragen wurde, nach einer Entlastung für Verlage bei den Sozialabgaben gefragt, insbesondere beim Mindestlohn für Zeitungszusteller. Schulz reagierte irritiert, die Redaktion beschämt.

Hauer hatte sich kurz darauf für ihren "unglücklicher Auftritt" zwar entschuldigt, habe bei "LN"-Gesellschafter Madsack aber den Rückhalt verloren, schreibt Gregory Lipinski. Schon seit Tagen sei sie nicht mehr im Verlagshaus gesehen worden, heute Mittag habe der Verlag die Mitarbeiter über die Demission Hauers informiert. Madsack spricht in einer Pressemitteilung davon, die Geschäftsführung beider Verlage neu aufzustellen, damit sie sich stärker auf das lokale und regionale Werbe- und Vertriebsgeschäft fokussieren können. Interims-Nachfolger in Lübeck wird Günter Evert, der bei Madsack den Konzernbereich Niedersachsen leitet.
meedia.de, madsack.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Funke startet bundesweites Jugendmagazin "#screenshot".

Die bessere "Bravo"? Funke wagt eine Print-Gründung und legt das Jugendmagazin #screenshot vor. Bundesweit liegen 100.000 Exemplare am Kiosk. "#screenshot" soll YouTube-Stars zu Redakteuren machen und die Zielgruppe der 12- bis 17-Jährigen ansprechen. Die erste Ausgabe erscheint heute mit 86 Seiten für 3,50 Euro. Beim Jugend-Klassiker "Bravo" ist die Auflage seit Jahren im Sinkflug.

Die Zeitschrift erscheint unter der Regie des New-Business-Teams von Funke NRW. Verlagsgeschäftsführer Matthias Körner verspricht "ein exklusives Angebot in ansprechender Umsetzung", das im Netz so nicht zu finden sei. Dass Jugendliche nur auf ihren Smartphones lesen, stimme nicht, sagt Körner. In "#screenshot" berichten YouTuber wie Marc-René Lochmann und MrWissen2go über die Themen, zu denen sie auch Videos machen. Zusammen kommen die Heft-Stars auf 6,6 Mio YouTube-Abonnenten und 4,4 Mio Instagram-Follower.
funkemedien.de, screenshot.tubeKommentieren ...

Kolle-Rebbe-Gründer Stefan Kolle, 55, ist tot.

Stefan Kolle, Gründer und Geschäftsführer der Agentur Kolle Rebbe in Hamburg, ist tot. Er starb in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch "plötzlich und schnell", schreibt ein Agentursprecher und ergänzt: "Wir sind alle tief traurig und erschüttert von dieser jähen und unfassbaren Nachricht." Kolle wurde nur 55 Jahre alt. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder.

Stefan Kolle galt als einer der wichtigsten Kreativen Deutschlands: Nach einem Studium an der Hochschule der Künste in Berlin heuert er 1986 als Texter bei GGK in Wien an, 1990 wechselt er zu Baader, Lang, Behnken in Hamburg. In der Hansestadt gründet Kolle 1994 mit seinem alten Freund Stephan Rebbe die Werbeagentur Kolle Rebbe und feiert bald erste Erfolge. 1997, nur vier Jahre nach der Gründung der Agentur, gewinnt Kolle seinen ersten Löwen in Cannes. Von der Branchenpresse werden die Agentur und ihre Chefs vielfach ausgezeichnet. (Foto: Kolle Rebbe)
horizont.net, meedia.de, wuv.deKommentieren ...

Liborius-Verleger Rudolf Thiemann soll VDZ-Präsident werden.

Mit Gottes Segen: Die deutschen Zeitschriften-Verleger wollen Rudolf Thiemann, 62, am 5. November zu ihrem Präsidenten wählen. Der Chef der katholischen Liborius-Verlagsgruppe erhält Rückendeckung aller Landes- und Fachverbände des VDZ. Mit Thiemann beschreiten die Verleger nicht nur einen spirituellen, sondern einen routinierten Pfad: Der promovierte Jurist ist bereits Vizepräsident und sitzt seit 20 Jahren dem VDZ-Fachverband Konfessionelle Presse vor.

Thiemann ist seit 1985 geschäftsführender Gesellschafter von Liborius, er führt das Unternehmen in vierter Generation. Liborius gibt u.a. die Wochenzeitung "Liboriusblatt" heraus, die "Christliche Woche" und das "Bayerische Sonntagsblatt". Sein Vorgänger im VDZ-Präsidentenamt, Stephan Holthoff-Pförtner, war in die NRW-Landesregierung gewechselt. Für das Amt tritt auch "Clap"-Mitherausgeber Peter "Bulo" Böhling an, der die Sympathie der turi2-Redaktion genießt und dennoch als chancenlos gilt.
vdz.de, meedia.de, new-business.de, horizont.netKommentieren ...

Julia Becker wird ab 2018 Funke-Verlegerin.


Frischer Wind bei Funke: Verlegerin Petra Grotkamp übergibt zum neuen Jahr an ihre Tochter Julia Becker. Grotkamp bleibt im Aufsichtsrat von Funke, ihre Anteile gehen zu gleichen Teilen auf die Kinder (Foto, von links) Julia Becker, Niklas Jakob Wilcke und Nora Marx über, kündigt sie in "Kress Pro" an. Becker übernimmt mit dem Aufsichtsrat-Vorsitz die Führung im Frischlings-Trio.

Verlegerin Grotkamp ist eine Tochter des "WAZ"-Mitgründers Jakob Funke. Sie heiratete Günther Grotkamp, lange Jahre Funke-Geschäftsführer, und kaufte 2012 die Anteile der Brost-Gruppe. Erich Brost ist der zweite Gründer der "WAZ".

Im gemeinsamen Interview sprechen Grotkamp und Becker auch über einen Strategiewechsel bei Funke. Künftig soll es verstärkt Allianzen mit anderen Verlagen geben. Die künftige Aufsichtsrats-Chefin Becker sagt: "Früher wäre Günther Grotkamp nie auf die Idee gekommen, zu den Bauers zu gehen oder den Springers. Das war völlig falsches Konkurrenzdenken." (Foto: Picture Alliance / Schroewig)
kress.de, funkemedien.deKommentieren ...

Konzernchef Andreas Schoo verlässt Bauer.

Beben bei Bauer: Konzern-Geschäftsleiter Andreas Schoo, 56, verlässt den Verlag – nach 10 Jahren im Amt und 25 im Unternehmen. Verlegerin Yvonne Bauer, 40, übernimmt seine Aufgaben zunächst kommissarisch. Sie will eine neue Organisationsstruktur schaffen, "die der globalen Ausrichtung des Medienhauses Rechnung trägt".

Schoo war für die Bereiche Print und Digital zuständig sowie vorübergehend für das Radiogeschäft in mehreren Ländern. Finanzchef Harald Jessen, 46, rückt nach dem Abgang des Chefs in die Geschäftsleitung auf. In der Konzernleitung bleiben Jörg Hausendorf, 53, und Witold Wozniak, 49, die seit 2013 bzw. 2015 auf dem Posten sind.
bauermedia.com, meedia.deKommentieren ...

Chefredakteur Christian Füller verlässt "Freitag".


Füller macht "Freitags"-frei: Chefredakteur Christian Füller verlässt den Freitag - laut Verlagsmitteilung "auf eigenen Wunsch". Verleger und Geschäftsführer Jakob Augstein, 50, wird mit sofortiger Wirkung wieder Chefredakteur. Ab Dezember rückt zudem Simone Schmollack, 53, in die Chefredaktion. Sie arbeitet derzeit als stellvertretende Inlands-Ressortleiterin bei der "taz". Michael Angele bleibt wie bisher Teil der "Freitag"-Chefredaktion.

Christian Füller stieg erst im Februar zum Chefredakteur auf. Der langjährige Mitarbeiter folgte auf Philip Grassmann, der die Wochenzeitung seit 2009 führte. Zuletzt widersprach Christian Füller einem "taz"-Bericht, wonach beim "Freitag" Verunsicherung durch die Berufung von Jürgen Todenhöfer zum Herausgeber herrsche. Mehrere führende Mitarbeiter haben die Zeitung zuletzt verlassen.
taz.de, turi2.de (Grassmann), turi2.de (Todenhöfer)Kommentieren ...

Gruner + Jahr setzt Verhandlungen mit Presse-Grosso aus.

Grollen im Grosso: Auch Gruner + Jahr redet derzeit nicht mit den Presse-Grossisten. Einen Tag vor Beginn der Jahrestagung meldet Meedia, dass auch die G+J-Tochter DPV Deutscher Pressevertrieb die Teilnahme an der Tagung abgesagt hat. Grosso und Verlage können sich nicht auf eine Reform des Vertriebssystems für Zeitungen und Zeitschriften verständigen. Eine Allianz aus Bauer, Burda, Funke, Springer, Spiegel und Klambt droht bereits mit dem Aufbau eines eigenen Vertriebssystems. DPV zog sein Angebot zurück und teilt mit, aktuell "keine Signale" zu erkennen, dass der Grosso-Verband die Gespräche wieder aufnehmen möchte.

Die Verlage wollen mehr Geld für sich behalten. Deshalb verlangen sie neue Handelsspannen und wollen auch die Zahl der Firmen im Grossoverband von 38 auf 15 bis 20 drücken. Der Verband erwidert die Kritik: Er sei "noch nie so schlank, effizient und leistungsstark" gewesen wie heute, teilt er Meedia-Mann Gregory Lipinski mit. Fusionen könnten nicht angeordnet werden. Es sei nicht richtig zu behaupten, es tue sich nichts. Gruner + Jahr ist derweil nicht zum Feiern zumute: Die heutige Vorabend-Veranstaltung zur Tagung von DPV und Spiegelverlag ist abgesagt.
meedia.de (Gruner + Jahr), meedia.de (Reaktion), turi2.de (Background)

Anmerkung: In einer früheren Version dieser Meldung hieß es, Gruner + Jahr habe Verhandlungen kurz vor der Tagung abgebrochen. Der Verlag teilt mit, sie seien derzeit nur ausgesetzt. Die Entwicklung sei auch nicht neu, sondern schon länger Stand der Dinge.Kommentieren ...

"Bild"-Verlagschefin Donata Hopfen wechselt zur Daten-Allianz Verimi.

Donata Hopfen, bisher Verlagschefin von "Bild", wird CEO von Verimi, Springers Daten-Bündnis u.a. mit Allianz, Daimler und Telekom. In ihrer neuen Funktion verantwortet Donata Hopfen ab Oktober die Führung und Entwicklung der branchenübergreifenden Registrierungs-, Identitäts- und Datenplattform zahlreicher deutscher und europäischer Unternehmen. Der Dienst soll zum Jahreswechsel starten.
axelspringer.de, turi2.de (Background Verimi), turi2.de (5-Min-Video Hopfen)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Bild"-Verlagschefin Donata Hopfen will Vollgas bei Video geben – und in Print.
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"stern"-Onlinechef Philipp Jessen verlässt Gruner + Jahr.

Sternstunde vorbei: stern.de-Chefredakteur Philipp Jessen verlässt Gruner + Jahr. Laut Verlagsmitteilung erfolgt die Trennung auf Wunsch von Philipp Jessen, der eine nicht genannte, neue Aufgabe an anderer Stelle wahrnehmen will. Für ihn rückt seine bisherige Vize Anna-Beeke Gretemeier, 31, als neue Digital-Chefin auf. Wie bereits Jessen wird sie zudem Mitglied der "stern"-Chefredaktion.

Philipp Jessen leitet stern.de seit Herbst 2014 und war zuvor Vize-Chefredakteur von "Gala" und Redaktionsleiter von Gala.de. Anna-Beeke Gretemeier ist seit Februar stellvertretende Chefredakteurin von stern.de, wo sie seit 2014 tätig ist. Zunächst arbeitete sie im Hauptstadtbüro, später in Hamburg als Managing Editor. (Foto: Lukas Schulze / dpa)
guj.de, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Gruner + Jahr startet "Barbara" für Jungs namens "Joko".

Bald kioskbereit dank Winterscheidt: Gruner + Jahr bringt im Frühjahr 2018 eine Lifestyle-Zeitschrift für Männer auf den Markt, die mit dem TV-Moderator Joko Winterscheidt personalisiert wird. Vorbild ist ganz offensichtlich die Zeitschrift "Barbara", die von "Brigitte"-Chefin Brigitte Huber und Barbara Schöneberger geleitet wird. Verantwortet wird "Joko" vom "stern"-Chefredakteur Christian Krug.

Die Pressemitteilung bleibt recht knapp, aber die Person Joko Winterscheidt verrät bereits einiges über die Zielgruppe - Männer, die sich mit einem Mönchengladbacher des Jahrgangs 1979 identifizieren können, der nach Abitur und abgebrochener Werber-Ausbildung auf Moderator umgeschult hat, seine Haare nach hinten kämmt und Brillenträger des Jahres 2015 war. Der Kumpel von Matthias Schweighöfer hat 2009, also mit 30, seine erste Firma gegründet und investiert seither öffentlichkeitswirksam in Startups.
presseportal.de, kress.de, dwdl.de, horizont.netKommentieren ...

Spiegel Media wird Partner in der Ad Alliance von Gruner + Jahr und RTL.


Alle unter einem Dach: Spiegel Media schließt sich der Vermarktungs-Allianz der Bertelsmann-Geschwister Gruner + Jahr und RTL an. Der Verlag legt Wert darauf, dass der Vermarkter Spiegel Media eigenständig bleibt. Die Ad Alliance handele und steuere lediglich Rahmenverträge mit Werbekunden im Auftrag der Partner. Viel wichtiger sei – so heißt es an der Ericusspitze – dass neue, innovative Produkte und gattungsübergreifende Werbeformen entstehen. "Unser Beitritt zur Ad Alliance wird die Relevanz unserer Angebote für Kunden und Agenturen weiter steigern", lässt sich "Spiegel"-Geschäftsführer Thomas Hass zitieren. Er wolle in einem intensiver werdenden Wettbewerb "den Erfolg unserer Werbevermarktung langfristig sichern".

Im Gepäck hat Hass neben dem gedruckten "Spiegel" auch Spiegel Online, das "manager magazin" und den "Harvard Business Manager". Der Verkaufsstart für die neu koordinierten Produkte ist die Digitalmesse Dmexco, die am 13. September beginnt.

G+J-Vermarkter EMS und sein RTL-Pendant IP Deutschland haben die Vermarktungs-Allianz vor einem guten Jahr aus der Taufe gehoben. Zusammen mit dem Spiegel-Verlag als Partner erreicht die Ad Alliance nach eigenen Angaben pro Monat satte 99 % der deutschen Bevölkerung. (Foto: dpa)
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Constantin Medien: Fred Kogel und Dieter Hahn ziehen sich zurück.

Machtkampf beendet: Der Streit bei Constantin Medien zwischen Bernhard Burgener und Dieter Hahn scheint entschieden. Auf der Hauptversammlung in München hat der zum Hahn-Lager gehörende CEO Fred Kogel seinen Rücktritt angekündigt. Aufsichtsratschef Dieter Hahn selbst will nicht zur Wiederwahl antreten. Mit ihm tritt das gesamte Gremium zurück. "Im Gegensatz zu Bernhard Burgener stelle ich meine persönlichen Ziele nicht über die Interessen der Constantin. Ich bin nicht so wichtig, dass unser Unternehmen darüber ernsthaft gefährdet werden darf, und stehe daher für eine Wiederwahl in den Aufsichtsrat nicht mehr zur Verfügung", so Hahn.

Der Streit zwischen Kogel und Hahn, dauert bereits mehrere Monate an. Auslöser ist die Frage, ob sich Constantin Medien von der namensgebenden Filmsparte trennen soll. Ex-Vorstandschef Burgener ist gegen einen Verkauf. Die Aktionäre um Leo-Kirch-Ziehsohn Hahn wollen mit Constantin Medien allein auf das Sportgeschäft setzen. Bei der Hauptversammlung im November beschlossen sie einen Verkauf des Filmgeschäfts, nachdem sie die Aktionärsgruppe um Burgener zuvor von der Abstimmung ausgeschlossen hatten.
dwdl.de, turi2.de (Background)
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"Bild" interviewt Angela Merkel live im Kanzleramt.


Bewegt-"Bild"-Interview: Nikolaus Blome kriegt die Kanzlerin vor die Kamera und interviewt Angela Merkel am Montag live auf bild.de. Das "Bild"-Verhör "Die richtigen Fragen" läuft zum Auftakt der Wahlkampf-Woche ab 9.30 Uhr auf bild.de und Facebook. Blome will Merkel vor allem Leser-Fragen stellen, die "Bild" auf ihrer Deutschland-Tour sammelt. Die politische Live-Offensive geht am 1. September mit Martin Schulz weiter.

Wunsch von Chefredakteur Julian Reichelt war es ursprünglich, ein Internet-Elefantenduell mit allen Kandidaten zu veranstalten. Das klappte nicht – Merkel und Schulz treffen nur am 3. September im klassischen TV aufeinander. "Bild" will die Interviews dennoch zum Happening machen. Nach dem Interview, das live aus dem Kanzleramt kommt, empfängt Reporter Moritz Wedel diverse Gäste zum Gespräch. (Foto: Gero Breloer / AP / Picture Alliance)
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ARD und ZDF erzielen Einigung mit Discovery über Olympia.


Dabeisein ist alles: ARD und ZDF haben sich nach langem Ringen mit der Eurosport-Mutter Discovery Communications auf Sublizenzen für die Olympischen Spiele von 2018 bis 2024 geeinigt. Bereits ab den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang im Februar 2018 werden ARD und ZDF im TV, Radio und Online umfangreich und viele Stunden am Tag live berichten. Lediglich von den Wettbewerben im Eiskunstlauf, Short Track und Snowboarden gibt es Live-Bilder nur bei Europort.

BR-Intendant Ulrich Wilhelm, innerhalb der ARD für die Sportrechte verantwortlich, ist glücklich darüber, mit Discovery eine "partnerschaftliche Lösung gefunden zu haben". ZDF-Intendant Thomas Bellut freut sich: "Das Ringen um die Liverechte hat sich gelohnt." Discovery verkündet in seiner Pressemitteilung: "Die Fernsehzuschauer in Deutschland sind die großen Gewinner." Was Discovery nicht sagt, ist, dass eine Refinanzierung allein über die eigenen Kanäle wohl kaum möglich und für den Konzern ein Minusgeschäft gewesen wäre.

Der Einigung ist ein zäher Verhandlungskampf vorausgegangen, nachdem das IOC 2015 die europäischen Rechte an den Spielen für rund 1,3 Mrd Euro überraschend an den US-Konzern Discovery Communications vergeben hat und nicht wie jahrzentelang Usus an ARD und ZDF bzw. die Europäische Rundfunkunion EBU. Die Verhandlungen von ARD und ZDF mit Discovery drohten mehrfach komplett zu scheitern, weil die Preisvorstellungen für Sublizenzen wohl lange Zeit deutlich auseinandergingen.
presseportal.de (ARD / ZDF), presseportal.de (Discovery), dwdl.de
1 Kommentar

ARD beendet Vertrag mit TV-Experte Mehmet Scholl mit sofortiger Wirkung.


Spielende ohne Verlängerung: Mehmet Scholl, 46, ist seinen Job als Fußball-Experte der ARD nach neun Jahren los. Beide Seiten haben sich auf eine Vertragsauflösung mit sofortiger Wirkung geeinigt, teilt die ARD mit. Vorausgegangen ist ein Streit beim Confed Cup Anfang Juli in Russland, wo Scholl vor der Sendung das Studio verlassen hatte, weil er nicht damit einverstanden war, dass in der Sendung auch über Doping berichtet werden sollte.

Es schien so, als wären die Wogen nach mehreren Aussprachen wieder geglättet. In seiner Radiosendung im Bayerischen Rundfunk hat Scholl am vergangenen Sonntag aber noch einmal nachgelegt: Doping "hatte in dem Moment überhaupt keine Relevanz." Nicht zum ersten Mal sei ihm die Berichterstattung zu negativ gewesen. Daraufhin hat ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky Scholl klargemacht: "Die Redaktionen sind für den Inhalt zuständig, die Experten für die Meinung." Scholl müsse daher die redaktionelle Hoheit akzeptieren.

Der Vertrag zwischen Scholl und der ARD wäre eigentlich noch bis Ende 2018 gelaufen, beim DFB-Pokalspiel zwischen Hansa Rostock und Hertha BSC Berlin am kommenden Montag hätte er wieder vor der Kamera stehen sollen. (Archivfoto: Gladys Chai von der Laage / Picture Alliance)
presseportal.de, dwdl.de (Trennung), sueddeutsche.de (BR-Sendung), bild.de (Balkausky), turi2.de (Background Confed Cup)Kommentieren ...

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Kai Diekmann ein.


Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt nicht mehr gegen den früheren "Bild"-Herausgeber Kai Diekmann wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch, melden zuerst übereinstimmend Focus Online und der "stern". Die Ermittler haben demnach keinen hinreichenden Tatverdacht festgestellt. Die Vorwürfe kamen von einer Mitarbeiterin, die Diekmann beschuldigte, sie im Sommer 2016 nach einer Klausurtagung beim Baden sexuell belästigt zu haben. Der "stern" schreibt, dass die Staatsanwaltschaft viele Zeugen befragt habe, die den Tathergang aber nicht bestätigen konnten. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens bestätigt.

Springer hatte den Fall selbst durch externe Juristen prüfen lassen, die allerdings keine strafrechtliche Relevanz erkannten, und den Fall anschließend der Staatsanwaltschaft übergaben. Im Januar war das Verfahren durch einen Bericht des "Spiegel" an die Öffentlichkeit gekommen.
focus.de, stern.de, sta-potsdam.brandenburg.de (Presseerklärung der Staatsanwaltschaft, PDF), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Funke kauft "Donna" von Burda.

Funke kauft die Frauenzeitschrift Donna von Burda. Der Verkauf muss noch durch das Kartellamt genehmigt werden und wird frühestens Ende November wirksam. "Donna" erscheint monatlich und erreichte im zweiten Quartal eine verkaufte Auflage von rund 92.000. Burda startet "Donna" 2010 als "Freundin" für Ältere und hat die Redaktion im Herbst 2016 komplett ausgelagert an das Münchner Redaktionsbüro Storyboard. Erst vor wenigen Tagen gab Funke den Erwerb der "myself" von Condé Nast bekannt.
funkemedien.de, turi2.de ("myself"), turi2.de (Storyboard)Kommentieren ...

rtv produziert künftig "stern"-Beilage "TV-Magazin".

Neuer Produzent am Sternenhimmel: Der "stern" wechselt den Produktionspartner für sein "TV-Magazin". Ab November ist rtv für die Beilage zuständig. Neben der Produktion soll auch die Vermarktung bei rtv liegen. Bisher wurde die Beilage von "TV Spielfilm" produziert.

Zeitgleich mit dem Wechsel wird der Umfang des Hefts erhöht. Titel, weitere redaktionelle Beiträge und Rätsel sollen als exklusive Inhalte bereitgestellt werden. Die rtv media group gehört wie Gruner + Jahr zu Bertelsmann.
presseportal.de35 Kommentare

Donald Trump feuert Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci.


You're fired! Anthony Scaramucci ist seinen Job als Kommunikationsdirektor im Weißen Haus nach nur zehn Tagen im Amt schon wieder los. Donald Trump habe Scaramucci auf Druck seines neuen Stabschefs John Kelly, einem Ex-Marine, entlassen, berichten übereinstimmend "New York Times", "Washington Post" und Politico. Das Weiße Haus bestätigt den Abgang in einer kurzen Mitteilung. Die offizielle Sprechweise lautet: Scaramucci wolle Kelly einen "sauberen Neuanfang" mit eigenem Team ermöglichen.

In seiner nur zehntägigen Amtszeit hat Scaramucci, ein ehemaliger Wall-Street-Banker, sich mit den Medien angelegt, Trumps Chefstrategen Steve Bannon verbal attackiert und Stabschef Reince Priebus beschimpft, der kurz darauf zurücktrat. Schon bevor Scaramucci sein Amt angetreten hatte, war Trump-Sprecher Sean Spicer zurückgetreten, weil er Scaramuccis Berufung für falsch hielt.
(Archivfoto vom 25.7.2017: AP / Picture Alliance)
nytimes.com, politico.com, washingtonpost.com, spiegel.de, sueddeutsche.deKommentieren ...

Verlagsgruppe Handelsblatt übernimmt die Mehrheit am Seminar- und Kongress-Veranstalter Euroforum.


Live ist Trumpf: Gabor Steingart baut die Investitionen des "Handelsblatts" in Live-Journalismus und Veranstaltungen aus. Die Verlagsgruppe, die künftig als Handelsblatt Media Group firmiert, übernimmt mit 81 % die Mehrheit bei dem Seminar-, Kongress- und Weiterbildungs-Veranstalter Euroforum ein. Die übrigen 19 % gehören weiter der bisherigen Mutter Informa plc. in London, nach eigenen Angaben der weltweit größte Anbieter in dem Bereich. Der Gesamtwert des Unternehmens liegt laut Pressemitteilung bei 15 Mio Euro.

Das "Handelsblatt" und Euroforum sind bereits eng verbunden: Schon heute machen Veranstaltungen des Verlags 40 % des Euroforum-Umsatzes aus. Euroforum veranstaltet mit 140 Mitarbeitern pro Jahr 250 Events und macht 30 Mio Euro Umsatz. Die Verlagsgruppe kommt auf 200 Veranstaltungen jährlich. Gabor Steingart hat den Live-Journalismus mit Veranstaltungen für die Wirtschafts-Clubs von "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche" als drittes Standbein neben Print und Digital erschlossen. Künftig soll Live-Journalismus auch ein Ausbildungszweig an der Georg von Holtzbrinck-Schule werden.

Steingart widmet heute den Großteil seines Morning Briefings der Akquisition: "Das Kerngeschäft bleibt hochwertiger Wirtschaftsjournalismus, nur dass er zeitgemäß interpretiert wird", schreibt der Junior-Verleger und lädt seine Leser zum Interview mit Angela Merkel als Live-Event ein, das Ende August in Berlin entsteht und später gedruckt in der Zeitung erscheint. (Foto: Jens Twiehaus)
presseportal.de, morningbriefing.handelsblatt.com, turi2.tv (Interview mit Gabor Steingart)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart erklärt im Gespräch mit Peter Turi, wie das "Handelsblatt" seine Leser durch den ganzen Tag begleitet. (ab Minute 12)

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Sean Spicer tritt als US-Regierungssprecher zurück.

Sean Spicer tritt als Sprecher des Weißen Hauses zurück. Laut der "New York Times" begründet Sean Spicer seinen Rücktritt gegenüber Präsident Donald Trump mit dessen Entscheidung, Anthony Scaramucci zum Kommunikationsdirektor zu berufen. Spicer halte die Personalie für einen großen Fehler. Trump habe Spicer vergeblich gebeten, seinen Job fortzusetzen.
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Springer verkauft Immobilien für 755 Mio Euro.


Springer-Enteignung: Der Springer-Neubau und die Axel-Springer-Passage wechseln in den Besitz von Immobilien-Investoren. 755 Mio Euro kommen so in die Kassen des Medienkonzerns – er wird zum Mieter im eigenen Reich. Der Neubau geht an den norwegischen Staatsfonds Norges Bank Real Estate Management. Die Passage wechselt in den Besitz von Blackstone und Quincap.

Der wieder flüssige Finanzvorstand Julian Deutz will den Geldsegen in digitale Geschäfte investieren. Die Passage gibt Springer Ende 2017 ab, bis Ende 2020 mietet es einen großen Teil der dortigen Fläche. Dann soll bereits der 13-geschossige Neubau brummen und u.a. die gemeinsame Redaktion von "Welt" und N24 beherbergen. Die Fertigstellung ist trotz Berliner Bautempo schon für 2019 geplant.
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Arvato-Chef Fernando Carro verlässt Bertelsmann.

Bertelsmann trennt sich "im besten gegenseitigen Einvernehmen und mit sofortiger Wirkung" von Fernando Carro, 52, Vorstandsmitglied und CEO der Dienstleistungssparte Arvato. Carros Position im Bertelsmann-Vorstand und als Arvato-CEO wird nicht neu besetzt. Arvato mit seinen über 70.000 Mitarbeitern geht gewissermaßen im Bertelsmann-Konzern auf.

Personalvorstand Immanuel Hermreck verantwortet die Arvato-Personalarbeit direkt. Zwei von Carros Bereichsverantwortlichen, Kundenmanagement-Chef Andreas Krohn und Lieferketten-Chef Frank Schirrmeister, berichten nun direkt an Bertelsmann-CEO Thomas Rabe. Die anderen beiden, Finanzlösungen-Chef Frank Kebsch und Systemhaus-Chef Matthias Moeller, arbeiten nun unter Bertelsmann-Finanzvorstand Bernd Hirsch.

Carro, intern "Turbo-Fernando", war 24 Jahre Bertelsmann-Mitarbeiter und hat als letzter Kandidat ab 2005 versucht, das einst wichtige Buchclub-Geschäft zu retten. Trotz einiger Erfolge beendete Bertelsmann das Engagement Ende 2015.
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Erdogan legt wegen Jan Böhmermanns Gedicht Berufung ein.



Ganz oder gar nicht: Erdogan will auch die letzten sechs Zeilen des Gedichts von Satiriker Jan Böhmermann verbieten lassen und legt deshalb gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg Berufung ein, schreibt Spiegel Online. Das Gericht hat im Februar bereits die meisten Passagen für unzulässig erklärt. Auch Böhmermann geht gegen das Urteil in Berufung - er will das Gedicht, in dem er dem türkischen Präsidenten sadistische Züge unterstellt, komplett weiterverbreiten. Sein Anwalt Christian Schertz argumentiert, ein Kunstwerk lasse sich nicht in Einzelteile stückeln und teilweise verbieten.

Erdogans Anwalt Mustafa Kaplan sagt, das Gedicht sei eine Beleidigungsorgie, die nicht nur das Staatsoberhaupt, sondern auch das türkische Volk beleidigen solle. Beleidigungen mit sexuell anzüglichem Inhalt würden in der Türkei als "besonders schwerwiegend" empfunden.
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Bertelsmann stockt den Anteil an Penguin Random House auf 75 % auf.


Mehr Pinguin wagen: Bertelsmann stockt seinen Anteil an Penguin Random House auf 75 % auf. Der Konzern aus Gütersloh kauft dem Partner Pearson 22 % ab, Pearson behält 25 %. Auf Basis der Bewertung ergibt sich ein Kaufpreis von rund 781 Mio Euro für die Aufstockung. Bertelsmann spricht von "äußerst vorteilhaften" Finanzierungskonditionen, hat also nicht, wie zuvor spekuliert, einen Mit-Investor ins Boot geholt.

Die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen. Penguin Random House, der größte Publikumsverlag der Welt mit 250 Einzelverlagen und rund 15.000 Neuerscheinungen pro Jahr, entstand 2013 durch die Fusion von Random House und Penguin, den Verlagshäusern von Bertelsmann und Pearson.
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Adel Gelbert wird Chef der Content-Marketing-Schmiede C3.


Neue Kommando-Struktur: C3 macht Adel Gelbert zum CEO. Gelbert kommt von der Beratungsagentur FischerAppelt Advisors. Die Gründer Lukas Kircher (oben rechts) und Rainer Burkhardt rücken auf Chairman-Posten. Burda gehört inzwischen 85 % an C3 und will es bei diesem Anteil belassen. Mit Gelbert bekommt C3 erstmals einen CEO.

Gelbert wird die Agentur mit Digitalchef Blundstone Osterberger und Gregor Vogelsang führen. Zur neuen Struktur gehört ein Beirat, in dem neben Kircher und Burkhardt die Burda-Vorstände Philipp Welte und Andreas Rittstieg sitzen. In die entgegengesetzte Richtung – von C3 zu FischerAppelt – wechselt Klaus Madzia: Der bisherige Chefredakteur wird Direktor für Digitalstrategie.
cp-monitor.de, horizont.net, fischerappelt.de (Madzia)

Aus dem Archiv von turi2.tv: C3-Chef Lukas Kircher fühlt sich mitschuldig am Niedergang der klassischen Medien.
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Bundestag beschließt Facebook-Gesetz.


Maas-Arbeit: Der Bundestag winkt das Gesetz gegen Hasskriminalität im Internet, offiziell Netzwerkdurchsetzungsgesetz, durch. Facebook, Twitter und Co müssen "offenkundig strafbare Inhalte" nun binnen 24 Stunden nach einem Hinweis darauf löschen, uneindeutige Fälle binnen sieben Tagen. Das Gesetz sieht auch einen "Zustellungsbevollmächtigten" in Deutschland vor, weil viele große Digitalunternehmen ihren Sitz im Ausland haben. Er soll binnen 48 Stunden reagieren. Wer systematisch gegen die Vorgaben verstößt, muss mit bis zu 50 Mio Euro Bußgeldern rechnen. Kritiker fürchten, dass das Gesetz die Meinungsfreiheit im Netz einschränken wird, weil es die Entscheidung, ob ein Beitrag rechtskonform ist oder nicht, auf die Unternehmen abwälzt, die sich aus Angst vor Strafen möglicherweise mit Overblocking absichern.
spiegel.de, turi2.de (Kritiker), turi2.de (Facebook)Kommentieren ...