Peter Viktor Kulig tritt bei Klambt kürzer – Rosita Wolf übernimmt "7 Tage" und "Frau mit Herz".


Kleiner Generationswechsel unterm Regenbogen: Peter Viktor Kulig, 76 und seit 47 Jahren als Klatsch-Chefredakteur im Geschäft mit den Reichen und Schönen, gibt einen Teil seiner Verantwortung bei Klambt ab. Rosita Wolf, 48, übernimmt die Leitung der Unterhaltungs-Blättchen "7 Tage" und "Frau mit Herz" zum 1. Juli. Kulig – dienstältester Chefredakteur der Republik – hat die wöchentlichen Frauen-Hefte dann 17 Jahre lang geführt, er behält die Chefredaktion der monatlichen Titel "Adel aktuell" und "Adel heute".

Nachfolgerin Rosita Wolf wirkt derzeit als Vize-Chefin der Wochenzeitschrift "Freizeitwoche". Das Heft entsteht in einem Joint Venture zwischen Klambt und Bauer. "7 Tage" und "Frau mit Herz" sind die ältesten Women's Weeklys von Klambt. Die Hefte erscheinen seit mehr als 50 Jahren.
per Mail, turi2.de (Porträt über Peter Viktor Kulig in der "turi2 edition3")Kommentieren ...

Thomas Roth folgt auf Chefredakteurin Isabell Funk beim "Trierischen Volksfreund".

Es ist ein Junge: Der "Trierische Volksfreund" macht Thomas Roth, 42, ab spätestens August zum Chefredakteur. Er folgt auf Isabell Funk, 61, aktuell eine von nur fünf Chefinnen bei den 102 regionalen deutschen Zeitungen. Funk plant offenbar einen Branchenwechsel: Laut Verlag will sie nach fast 40 Jahren journalistischer Tätigkeit "an anderer Stelle noch einmal neue Aufgaben" wahrnehmen. Roth kommt von der "Braunschweiger Zeitung".
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Springer macht mit gleichbleibendem Umsatz mehr Gewinn.


#FreeDeniz: Mathias Döpfner verkündet ein solides Jahresergebnis für den Springer-Konzern und sorgt sich um den in der Türkei inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel. (Foto: dpa)

In der Gewinnzone: Springer schließt 2016 mit stabilem Umsatz und einem satten Gewinn-Plus ab. Besonders das Digitalgeschäft sorgt weiter für gute Stimmung - und das Wachstum bei den US-Investments. Springer führt seine US-Tochter Business Insider erstmals in die Gewinnzone. Insgesamt setzt der Konzern 3,29 Mrd Euro um, konsolidierungs- und währungsbereinigt steigen die Einnahmen sogar leicht um 4,1 %. Das EBITDA legt um 6,5 % zu und erreicht 595,5 Mio Euro. Der Konzernüberschuss wächst um stolze 47,7 % auf 450 Mio Euro.

Das Digitalgeschäft des Verlags gewinnt weiter an Bedeutung und erwirtschaftet 67 % des Umsatzes und knapp 85 % der Werbeeinnahmen, fast 5 % mehr als 2015. Die Vertriebserlöse sinken dagegen um 10 %. Motor des Konzerns bleiben die Rubrikenmärkte. Durch organisches Wachstum und Zukäufe steigen die Einnahmen hier um fast 17 % auf knapp 880 Mio Euro. Die Zahl der Abonnenten der Paid-Content-Angebote von Welt.de und Bild.de steigt um 9,6 % auf 421.002 Kunden. Der Umsatz der Bezahlangebote schrumpft allerdings bereinigt um 1,6 %.

Für 2017 erwartet der Konzern ein Umsatzplus im einstelligen Prozent-Bereich. Die Werbeeinnahmen sollen wieder steigen und die erwarteten leichten Rückgänge bei den Vertriebseinnahmen überkompensieren. Bei den Bezahlangeboten erwartet Springer keine großen Zuwächse und lässt die Prognose auf dem Niveau von 2016.
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Anke Schäferkordt gibt Führung der RTL Group ab – Bert Habets übernimmt.


Zurück nach Köln: Anke Schäferkordt tritt bei RTL kürzer und gibt die Führung der internationalen RTL Group ab. Künftig wolle sich die Managerin auf die Geschäftsführung der Mediengruppe RTL Deutschland konzentrieren und auf ihren Sitz im Bertelsmann-Vorstand, teilt der Konzern mit. Schäferkordt war 2012 an die Spitze von RTL aufgerückt und hatte die Sendergruppe gemeinsam mit Guillaume de Posch geleitet. Auch in dieser Rolle hat sie sich vor allem um das Geschäft in Deutschland gekümmert.

Neuer Co-Chef der RTL Group wird Bert Habets, er leitet bisher die RTL-Geschäfte in den Niederlanden. Habets arbeitet seit 1999 bei der RTL Group, bzw. deren Vorgänger CLT-UFA. 2001 wechselte als CFO in die RTL-Führung in den Niederlanden - seit 2008 leitet er die Geschäfte dort. Morgen will RTL seine Bilanz für 2016 vorlegen.
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Urteil: Facebook muss nicht aktiv nach Hass-Posts suchen.


Kein Lösch-Automatismus: Facebook muss Hass-Posts nicht aktiv suchen und löschen, urteilt das Landgericht Würzburg. Die Richter haben den Antrag des syrischen Flüchtlings Anas M. auf einstweilige Verfügung abgelehnt. Sein Selfie mit Angela Merkel wurde in verleumderischen Fotomontagen genutzt, die ihn als Terroristen dargestellt haben. Er und sein Anwalt, der Würzburger IT-Jurist Chan-jo Jun, hatten von Facebook gefordert, die Bilder und Duplikate davon automatisch zu löschen.

Facebook hatte argumentiert, das sei technisch nicht möglich. Die Richter sehen das soziale Netzwerk auch nicht in der Pflicht: Da sich Facebook die Verleumdungen von Dritten nicht zu Eigen gemacht habe, könne der Konzern auch nicht zu einer Unterlassung gezwungen werden. Nur aktiv gemeldete Beiträge müssten gelöscht werden.
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Erdogan wirft "Welt"-Journalist Deniz Yücel Spionage vor.

testDie Türkei und der ausländische Agent: Der türkische Präsident Erdogan beschuldigt den "Welt"-Journalisten Deniz Yücel der Spionage. Yücel sei ein kurdischer Aktivist und "deutscher Agent", sagte er bei einer Rede in Istanbul. "Als ein Vertreter der PKK, als ein deutscher Agent hat sich diese Person einen Monat lang im deutschen Konsulat versteckt", sagte Erdogan laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Das Staatsoberhaupt wirft den deutschen Behörden vor, "Terrorismus" in der Türkei zu unterstützen. "Sie müssen wegen Unterstützung und Beherbergung von Terrorismus vor Gericht gestellt werden." Das Auswärtige Amt weist die Vorwürfe als "abwegig" zurück.

Erdogan ärgert sich über die Absage mehrerer Redeauftritte seiner Minister in Deutschland. Sie dürften dort nicht sprechen, während Vertreter der verbotenen Kurdenorganisation öffentlich das Wort ergreifen dürften, sagt Erdogan, der sich zum ersten Mal seit der Verhaftung Yücels zu dem Fall äußert. Der deutsch-türkische Korrespondent der "Welt" sitzt im Gefängnis in Silivri, westlich von Istanbul. Die Türkei hält ihm Terrorpropaganda und Volksverhetzung vor. Nach Auskunft seines Anwalts drohen ihm bis zu zehneinhalb Jahre Haft.
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"Junge Freiheit": Vorerst keine deutschsprachige Ausgabe von Breitbart News.

Breitbart News kommt auf absehbare Zeit nicht nach Deutschland, will die rechtskonservative "Junge Freiheit" von der Konkurrenz in spe erfahren haben. Breitbart hätte zwar weiterhin gern eine deutschsprachige Ausgabe, verzichte aber wegen "der vielen Komplikationen" zunächst, zitiert das Blatt Breitbarts Rom-Korrespondenten Thomas Williams.
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Türkei: Deniz Yücel kommt in Untersuchungshaft.

Deniz Yücel
Unfree Deniz: Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel, Türkei-Korrespondent der "Welt", muss in türkische Untersuchungshaft. Nach einem Haftantrag der Staatsanwaltschaft hat Haftrichter Mustafa Cakar am Montagabend in beiden Anklagepunkten Untersuchungshaft verhängt. Yücel wird Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung vorgeworfen. Er befindet sich seit knapp zwei Wochen in der Türkei in Polizeigewahrsam. Yücels Anwälte wollen Einspruch gegen die Entscheidung des Haftrichters einlegen. Untersuchungshaft kann in der Türkei bis zu fünf Jahre dauern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnet die Entscheidung als "bitter und enttäuschend" und hält die Untersuchungshaft für "unverhältnismäßig". Deutlicher wird Außenminister Sigmar Gabriel: "Das ist eine viel zu harte und deshalb auch unangemessene Entscheidung."

Unterdessen setzen sich einige hundert Journalisten und Medienmacher mit einer ganzseitigen, zweisprachigen Anzeige in der "Süddeutschen Zeitung" für die Freilassung von Deniz Yücel ein. Verantwortlich im Sinne des Presserechtes zeichnen für die Anzeige Spiegel-Online-Autorin Margarete Stokowski, Schriftstellerin Sibylle Berg und Moderator Jan Böhmermann.
welt.de, welt de (Merkel/Gabriel), turi2.de (Anzeige) 3 Kommentare

"Spiegel": BND hat ausländische Journalisten abgehört.

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Nachrichtendienst belauscht Nachrichtenmacher: Der BND hat seit 1999 offenbar die Kommunikation zahlreicher ausländischer Medien überwacht, berichtet der "Spiegel" und beruft sich auf Dokumente des Geheimdienstes. Auf einer Überwachungsliste stehen demnach mindestens 50 Telefon- und Faxnummern oder E-Mail-Adressen von Journalisten und Redaktionen, darunter mehr als ein Dutzend Anschlüsse der BBC in Afghanistan, der Zentrale in London und Redaktionen des Auslandsdienstes BBC World Service. Auch ein Anschluss der "New York Times" in Afghanistan sowie Mobil- und Satellitentelefone der Nachrichtenagentur Reuters in Afghanistan, Pakistan und Nigeria stehen auf der Liste und wurden womöglich bespitzelt.

Die Journalisten-Organisation Reporter ohne Grenzen verurteilt die Überwachung als einen "ungeheuerlichen Angriff auf die Pressefreiheit", der eine "neue Dimension des Verfassungsbruchs" darstelle. Der Verband geht davon aus, dass der Bundesnachrichtendienst ausländische Journalisten auch weiterhin abhören wird und bereitet mit anderen Journalistenverbänden sowie der Gesellschaft für Freiheitsrechte eine Verfassungsklage gegen das BND-Gesetz vor.
"Spiegel" 9/2017, Seite 442 Kommentare

Chefredakteur Philip Grassmann verlässt den "Freitag".

Philip Grassmann 150Freitag: Philip Grassmann, seit 2009 Chefredakteur der Wochenzeitung von Jakob Augstein, verlässt den "Freitag" Mitte März. Er wird Geschäftsführer des Hamburger Programmkinos Abaton, das sein Vater 1970 gegründet hat. Zum Chefredakteur beim "Freitag" steigt der langjährige Mitarbeiter Christian Füller auf. Katja Kullmann bleibt Vize-Chefin.
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"Zeit": Heiko Maas drängte auf Einstellung von Ermittlungen gegen Netzpolitik.org.

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Ermittlung nach Maas: Bundesjustizminister Heiko Maas hat bei den Ermittlung gegen das Blog Netzpolitik.org wegen Landesverrats im Frühjahr 2015 womöglich eine andere Rolle gespielt als bisher eingestanden. Das berichtet die "Zeit" unter Berufung auf interne Akten der Bundesanwaltschaft. Demnach soll Maas über seine Staatssekretärin Stefanie Hubig mehrfach und unter Androhung sofortiger Entlassung massiv gedrängt haben, die Ermittlungen gegen die beiden Blogger Markus Beckedahl und Andre Meister einzustellen. Bisher hatten Maas und Vertreter seines Ministeriums stets bestritten, entsprechende Anweisungen an den Generalbundesanwalt gegeben zu haben.

Die Bundesanwaltschaft hatte im Frühjahr 2015 Ermittlungen gegen Beckendahl und Meister aufgenommen, nachdem Netzpolitik.org vertrauliche Unterlagen u.a. zu Abwehrmaßnahmen gegen Cyberangriffe veröffentlicht hatte. Der damalige Generalbundesanwalt Harald Range sagte damals öffentlich, Maas behindere die Ermittlungen und übe Druck aus, weil die Strafverfolgung von Journalisten politisch nicht opportun sei. Range verlor nach diese Aussage sein Amt, wenige Tage später wurden die Ermittlungen eingestellt.
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"auto motor und sport"-Chefredakteur Jens Katemann wechselt zu Skoda.

Jens Katemann 150Motor Presse Stuttgart verliert Jens Katemann, 42, an die Autoindustrie. Der Chefredakteur von auto motor und sport sowie AutoStrassenverkehr und zugleich redaktioneller Gesamtleiter aller Autotitel des Verlags verlässt das Unternehmen Ende März "auf eigenen Wunsch" und wechselt als Kommunikationschef zur VW-Tochter Skoda, schreibt der "PR Report". Er folgt dort auf Peik von Bestenbostel, der in Wolfsburg die PR der Marke Volkswagen übernimmt. Bei "auto motor und sport" bildet Co-Chefredakteur Ralph Alex die Chefredaktion gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Birgit Priemer.
prreport.de, motorpresse.de, turi2.de/edition3 (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Jens Katemann und Ralph Alex definieren "auto motor und sport" ständig neu.

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Barbara Hans ordnet bei Spiegel Online ihre Mannschaft neu.

Spiegel Online - Barbara Hans - Jörn Sucher - Christina Elmer - Matthias Streitz - Roland Nelles 600 Kopie
Die neue Führungsmannschaft von Spiegel Online ist großteils die alte: Barbara Hans (links), befördert Jörn Sucher und Christina Elmer (oben) und hält an Matthias Streitz und Roland Nelles (unten) fest. (Fotos: Christian O. Bruch, Daniel Reinhardt/dpa, Montage: turi2)

Teambuilding an der Ericusspitze: Barbara Hans (links), Chefredakteurin von Spiegel Online, stellt nach dem Abgang von Florian Harms die Führungsmannschaft des Nachrichtenportals neu auf und setzt dabei auf die Beförderung langjähriger SpOn-Recken. Jörn Sucher, 42, (oben links) bisher Mitglied der Chefredaktion, rückt als Vize-Chefredakteur auf. Er schreibt seit 2004 für das Nachrichtenportal, schon sein Volontariat machte er spiegelnah - beim Online-Auftritt des "manager magazins". Christina Elmer, 33, (oben rechts) seit 2013 an der Ericusspitze und seit 2016 Ressortleiterin Datenjournalismus, wird Mitglied der Chefredaktion. Neuer Produkt- und Entwicklungschef ist Matthias Streitz, 43 (unten links). Er bleibt, genauso wie Roland Nelles (unten rechts), Büroleiter Berlin und Ressortleiter Politik, Mitglied der Chefredaktion.
spiegelgruppe.de4 Kommentare

"FAZ"-Journalist Hans Barbier stirbt im Alter von 79 Jahren.

Hans Barbier 600
Neoliberale Stimme verstummt: Hans Barbier, 79, ist tot. Der frühere Leiter des Wirtschaftsressorts der "FAZ" starb in der Nacht von Donnerstag auf Freitag nach kurzer, schwerer Krankheit in Bonn, berichtet die "FAZ". Herausgeber Holger Steltzner würdigt den Journalisten als "ordnungspolitischen Prüfstein der Wirtschaftsredaktion", durch dessen Schule "Generationen von Jungredakteuren" gegangen seien.

Barbier kam 1969 zur "FAZ" und schrieb bis 1974 für die Börsenredaktion der Zeitung. Er wurde Bonner Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung", 1986 holte ihn die "FAZ" als Chef des Wirtschaftsressorts zurück, das er bis 2002 leitete. Nach seiner Pensionierung schrieb er weiter die "FAZ"-Kolumne "Zur Ordnung" und wirkte bis 2014 als Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung. Außerdem arbeitete er als Botschafter für die neoliberale Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. (Foto: dpa)
faz.net, kress.de

Mitarbeit: Markus Trantow2 Kommentare

Türkische Polizei nimmt "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel fest.

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Deutscher Pass schreckt nicht ab: Deniz Yücel, Türkei-Korrespondent der "Welt", befindet sich in Gewahrsam im Polizeipräsidium von Istanbul, berichtet die Zeitung. Ihm werde die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Datenmissbrauch und Propaganda für Terrororganisationen vorgeworfen. Deniz Yücel ist in Flörsheim am Main geboren und besitzt die deutsche und die türkische Staatsbürgerschaft.

Yücel hat als einer von vielen Journalisten über den Inhalt des gehackten E-Mail-Accounts von Berat Albayrak berichtet, Energieminister und Schwiegersohn des autoritären türkischen Präsidenten Erdogan. In den Enthüllungen geht es u.a. um Einflussnahmen der Regierung auf Medien, das Vorgehen gegen die kurdische Minderheit, Ölgeschäfte und den türkischen Einfluss auf den syrischen Bürgerkrieg.
welt.de, welt.de (Background)Kommentieren ...

Burda übernimmt weitere Anteile an C3.

c3_600Burda macht sich im Content Marketing breiter und übernimmt weitere Anteile an C3, der gemeinsamen Content-Marketing-Agentur mit Lukas Kircher und Rainer Burkhardt. Kircher und Burkhardt verkaufen 35 % der Anteile an Burda, berichtet "CP-Monitor".

Burda hält bisher 50 % an der Agentur, Ergebnis der Fusion von BurdaCreative mit KircherBurkhardt Ende 2014. Kircher und Burkhardt gehören bisher je 25 %. Den Kaufpreis nennen die Beteiligten nicht.
cp-monitor.de, wuv.de, horizont.net, bundeskartellamt.de (Liste der laufenden Verfahren)

Aus dem Archiv von turi2.tv: C3-Chef Lukas Kircher fühlt sich mitschuldig am Niedergang der klassischen Medien.
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Schlappe für Böhmermann: Schmähgedicht bleibt zu großen Teilen verboten.

Erdogan_Böhmermann 600
Keine Pointe: Jan Böhmermann unterliegt vor dem Landgericht Hamburg dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan. Böhmermanns Schmähgedicht bleibt zu großen Teilen verboten. Das Gericht bestätigt damit eine einstweilige Verfügung aus dem vergangenen Jahr und entscheidet gegen Satire- und Kunstfreiheit.

Laut der Pressekammer sind nur wenige Zeilen des Werks von diesen Rechten gedeckt. Erdogan wollte mit seiner Klage das Gedicht in vollem Umfang verbieten lassen. Bereits im Vorfeld der Entscheidung hatte Böhmermann-Anwalt Christian Schertz angekündigt, in die nächste Instanz zu ziehen, sollte das Gericht gegen seinen Mandanten urteilen.
meedia.de, spiegel.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Frank Behrendt wird Geschäftsführer bei Serviceplan-Tochter.

Frank_Behrendt_600
Fliegender Wechsel: Frank Behrendt, 53, hat nur eine Woche nach seinem Abschied von Fischer-Appelt schon einen neuen Job in der Tasche. "Handelsblatt" und "Horizont" berichten übereinstimmend, dass Behrendt zu Serviceplan wechselt, wo er als Co-Geschäftsführer von Serviceplan Public Relations einsteigt. Bei der Serviceplan-Tochter für PR und Content Marketing agiert er als Dritter in der Führingsriege gemeinsam mit den beiden Gründern und Geschäftsführern Thorsten Hebes und Klaus Weise.

"Mit Frank Behrendt haben wir einen Big Bang gelandet", lässt sich Holding-Geschäftsführer Ronald Focken zur Neuverpflichtung zitieren. Laut "Horizont" hat Focken 2016 den Kontakt zu Behrendt hergestellt, nachdem dieser bei Fischer-Appelt aus dem Vorstand ausgeschieden war, um sich auf andere Projekte zu konzentrieren. Die Rückkehr ins operative Geschäft ist für Behrendt kein Widerspruch: "Ich habe wieder Lust, mit anzupacken. Ich will zurück aufs Spielfeld", sagt er zu "Horizont".

Serviceplan Public Relations hat 120 Mitarbeiter, die meisten davon am Serviceplan-Hauptsitz in München, daneben gibt es ein Büro in Hamburg. Behrendt soll sich von seinem neuen Büro in Köln vornehmlich um die Disziplin Content Marketing kümmern.
horizont.net, handelsblatt.com (Paid) via prreport.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Jalag und "Architektur & Wohnen"-Chefin Gabriele Thiels trennen sich.

Gabriele Thiels 150Gabriele Thiels, Chefin von Architektur & Wohnen, und der Jahreszeitenverlag gehen getrennte Wege. Die Redaktionsleiterin und Vize-Chefredakteurin verlasse den Verlag "auf eigenen Wunsch". Thiels leitete die Zeitschrift seit dem Ausscheiden von Chefredakteurin Barbara Friedrich 2015. Joern Kengelbach ist ab April neuer Chefredakteur. Der studierte Architekt leitet bereits das Luxusmagazin Robb Report und wird künftig beide Magazine verantworten.
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Peter Huth wird Chefredakteur der "Welt am Sonntag", "B.Z."-Chefredakteurin wird Miriam Krekel.

Peter Huth-150Stühlerücken bei Springer: Zeitgleich mit der Ernennung von Julian Reichelt zu Germany's next Kai Diekmann hat Springer bekannt gegeben, dass "B.Z."-Chefredakteur Peter Huth Chefredakteur der "Welt am Sonntag" wird. Huth, der sich als kreativer Blattmacher und Experte für außergewöhnliche Titel-Ideen bei der "B.Z." profiliert hat, folgt bei der "Welt am Sonntag" auf Beat Balzli, der Chefredakteur der "Wirtschaftswoche" unter Herausgeberin Miriam Meckel wird.

Miriam Krekel 150Neue "B.Z."-Chefredakteurin wird Huths bisherige Vize Miriam Krekel, 39. Krekel ist ein echtes "Bild"-Gewächs, sie kam 2002 zu "Bild", war u.a. Ressortleiterin Polizei, Vize bei "Bild Hamburg", leitete bei "Bild" auch die Kernressorts Unterhaltung und Nachrichten, sowie die "Bild Berlin/Brandenburg". Miriam Krekel ist die Tochter der Schauspielerin Hildegard Krekel ("Ein Herz und eine Seele"), der sie auch ähnlich sieht.
meedia.de, axelspringer.de, turi2.de (Background Balzli) 1 Kommentar

Julian Reichelt wird Vorsitzender der Chefredakteure bei "Bild".

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Germany's next Diekmann: Julian Reichelt, bisher Chefredakteur bei Bild.de, rückt bei Springer dem Himmel etwas näher und wird Vorsitzender der Chefredakteure der Bild-Gruppe. Deutlich beschnitten ist damit die Rolle von Tanit Koch, die überraschend Nachfolgerin von Diekmann bei der gedruckten "Bild" wurde. Dritte im Bunde ist Marion Horn, die Chefredakteurin der "Bild am Sonntag" bleibt, aber statt Kai Diekmann jetzt mit Julian Reichelt als dem "Vorsitzenden der Chefredakteure" klarkommen muss. Einen neuen Herausgeber soll es nicht geben.

Reichelt soll dafür sorgen, dass die Marke Bild auch nach Diekmanns Abgang "aus einer Hand geführt wird", schreibt Springer in seiner Pressemitteilung. Er verantwortet Strategie, Personalpolitik und das Zusammenspiel von Print und Digital.

Anders als Tanit Koch und Marion Horn drängt es Julian Reichelt erkennbar in die Rolle eines Außenministers von "Bild". Reichelt streitet gern und ausgiebig und mit dem Talent zur Zuspitzung für die Positionen der "Bild". Die Damen Koch und Horn sind weniger testosterongetrieben und halten sich in der Öffentlichkeit ganz gern zurück. Fazit: Julian Reichelt ist Germany's next Diekmann. Konnte diese Position aber erst nach dem Abgang von Kai Diekmann erreichen.
meedia.de, axelspringer.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Sind Sie Germany's next Kai Diekmann?", fragt turi2.tv Julian Reichelt im Oktober 2015.

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Vernon von Klitzing startet bei Sky Deutschland als Vice President Value & Trading.

Vernon von Klitzing, Sky 600
Ex-Bunny-Boss hoppelt zum TV: Vernon von Klitzing arbeitet seit Anfang Februar für Sky Deutschland, berichtet "New Business". Der ehemalige Verlagschef und Operativchef des "Playboy" heuert beim Pay-TV-Sender als Vice President Value & Trading an. In der Position kümmert er sich an der Schnittstelle zwischen Marketing und Sales um das Partnermarketing, POS-Aktivitäten und das Trademarketing. Er berichtet an Marketingchefin Arianna Saita.

Vernon von Klitzing hatte 2016 nach 14 Jahren den "Playboy" verlassen. Damals sagte er, er habe für das Männermagazin "alle Medienspielarten ausgetestet – nur lineares TV nicht". Diese Erfahrung kann er nun in seinem neuen Job machen.
new-business.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: fragebogen2 mit Vernon von Klitzing von 2009.
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DuMont fasst "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express" in gemeinsamen Newsroom zusammen.

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Kölsche Klüngel: DuMont fusioniert an seinem Stammsitz die Redaktionen von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express" in einem gemeinsamen Newsroom. Im Zuge des Umbaus fallen 15 bis 18 Vollzeitstellen weg. Thomas Kemmerer soll künftig als General Manager das Newsteam für beide Titel leiten. Gemeinsam mit den beiden Chefredakteuren, Carsten Fiedler ("Kölner Stadt-Anzeiger") und Constantin Blaß (künftig "Express"), bildet er das Management Board der neuen Kooperation. Der Umbau der Redaktionsstruktur soll laut "Horizont" im April beginnen und bis Ende September abgeschlossen sein.

Zuletzt hat DuMont in einem ähnlichen Schritt bereits die "Berliner Zeitung" und den "Berliner Kurier" in einen gemeinsamen Newsroom zusammengeführt. Hier fiel der Stellenabbau jedoch deutlich stärker aus. Außerdem wurden, anders als jetzt in Köln geplant, die Redaktionen auch in eine gemeinsame Gesellschaft zusammengefasst. Carsten Fiedler sagt, bei "Stadt Anzeiger" und "Express" werde es keinen "vollintegrierten Newsroom" geben, sondern ein "Kooperationsmodell".
dumont.de, horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Constantin Blaß wird neuer Chefredakteur des Kölner "Express".

Blaß_Fiedler 600
Neuer Boulevard-König: DuMont findet einen neuen Chefredakteur für sein Kölner Boulevardblatt "Express": Constantin Blaß (links), 36, übernimmt den Posten von Carsten Fiedler (rechts), der seit Jahresbeginn den "Kölner Stadt-Anzeiger" leitet. Blaß kommt von DuMonts "Mitteldeutschen Zeitung", wo er derzeit als Vize-Chefredakteur agiert. Zuvor war er u.a. beim Bonner "General-Anzeiger" und bei der "Nordwest-Zeitung" in Oldenburg. Er soll den neuen Posten bis spätestens 1. Juli antreten. Bis dahin leitet Thomas Kemmerer die Redaktion.

Herausgeber Christian DuMont Schütte lobt Blaß als "Chefredakteur der neuen Generation", der "hohe Digitalkompetenz" mitbringe und es gleichzeitig verstehe, mit "Kreativität und Entschlossenheit" eine Zeitung zu produzieren.

Laut Meedia habe die Suche nach einem neuen Chefredakteur ungewöhnlich lange gedauert, auch Sebastian Matthes, Chef der Huffington Post Deutschland, und stern.de-Chef Philipp Jessen seien als Nachfolger für Fiedler im Gespräch gewesen.
dumont.de, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Discovery und Sky einigen sich über weitere Zusammenarbeit.

Discovery Communications - Sky 150Discovery wird seine Pay-TV-Programme in Deutschland und Großbritannien auch künftig über die Plattform von Sky verbreiten. Beide Unternehmen haben sich nach einem teils öffentlich ausgetragenen Streit auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt. In Großbritannien hatte Sky herumposaunt, Discovery verlange rund 1 Mrd Pfund für die Verbreitung seiner Sender. Sky Deutschland überträgt weiterhin die HD-Programme von Eurosport 1 und 2, Eurosport 360 HD und den Discovery Channel. Noch ausgenommen von der Einigung sind die 45 Bundesliga-Spiele, an denen Eurosport die Pay-TV-Rechte erworben hat. Die Gespräche darüber, ob und wie Sky-Kunden diese zu sehen bekommen, sollen "in den kommenden Wochen fortgeführt" werden.
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Frank Behrendt verlässt Fischer-Appelt.

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Vielen Dank, Frank! Frank Behrendt, 53, verlässt Fischer-Appelt nach sechs Jahren. Die Kommunikationsagentur und ihr früherer Vorstand lassen die Zusammenarbeit "freundschaftlich ausklingen", schreibt Vorstand Andreas Fischer-Appelt in einem Blogbeitrag. Bereits im März 2016 hatte Behrendt sich von seinem Vorstandsjob zurückgezogen und war seitdem als Senior Advisor aktiv, der "ausgewählte Kunden" betreut.

Als "Guru der Gelassenheit" hatte PR-Mann Behrendt zuletzt vor allem Eigen-PR betrieben. Seine Einstellung Liebe Dein Leben und nicht Deinen Job, die Behrendt in Buchform verbreitet, konnte in der Agentur womöglich nicht jeden begeistern. Die Idee, mit der neuen Bekanntheit Kunden zu akquirieren, aber vom anstrengenden Tagesgeschäft die Hände zu lassen, war auf Dauer wohl doch kein Geschäftsmodell. Auf Nachfrage lässt Behrendt wissen, bisher keinen neuen Job in der Tasche zu haben: "Mir wird schon was Spannendes einfallen", schreibt er.
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"Spiegel" startet Spiegel Daily im April.

Empfang und Einweihung 70 Jahre DER SPIEGEL
Bezahltes Tagwerk: Anfang April startet der "Spiegel" seine lange angekündigte digitale Tageszeitung Spiegel Daily, schreibt Ulrike Simon. Der Verlag selbst spricht von einem Start zur "Jahresmitte 2017". Der "Spiegel" will sein neues Angebot montags bis freitags um 16 Uhr veröffentlichen und darin die wichtigsten Themen des Tages in einem geschlossenen Angebot für mobile Endgeräte zusammenfassen und einordnende Kommentare bieten.

Spiegel Daily soll zudem das Fundament für das künftige Paid-Content-Angebot bei Spiegel Online sein. Der Verlag vertreibt in Zukunft preislich gestaffelt Abos für alle Bezahlinhalte, so Ulrike Simon. Spiegel Daily biete das Basisangebot für voraussichtlich sieben Euro monatlich an. Nutzer können den Zugang zu den Artikeln von Spiegel Plus ebenso dazu kaufen wie Abos des digitalen oder gedruckten "Spiegel“.
Außerdem arbeitet der Verlag künftig mit einem neuen Partner für die Bezahlabwicklung zusammen: Plenigo ersetzt Laterpay.

Die Redaktion von Spiegel Daily übernehmen Oliver Trenkamp, 37, und Timo Lokoschat, 37. Sie leiten ein rund zehnköpfiges Redaktionsteam, das nach dem Rotationssystem zusätzlich für jeweils vier Wochen durch Kollegen aus allen Ressorts der Online- und Printredaktion ergänzt wird. (Bild: Stefanie Loos / "Spiegel")
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Bahn-Chef Rüdiger Grube tritt überraschend zurück.

Stuttgart 21 Tunneldurchbruch
Abgefahren: Rüdiger Grube tritt mit sofortiger Wirkung als Bahnchef zurück, meldet Spiegel Online. Im Vorfeld hatten mehrere Medien von einer anstehenden Vertragsverlängerung berichtet - nun habe es jedoch "Ärger" mit dem Aufsichtsrat des zu 100 % bundeseigenen Unternehmens gegeben.

Grube sei verärgert, weil der Aufsichtsrat sich nicht an Absprachen halte und ihm heute nur eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre angeboten habe statt der vermeintlich vereinbarten drei Jahre bei Verzicht auf eine Gehaltserhöhung.
spiegel.de, zeit.de2 Kommentare

Bild-Gruppe sortiert nach Wachtel-Abgang die Geschäftsführung um.

stefan-betzold150Bild ersetzt Operativchef Jan Wachtel, 37, der zur Mediengruppe RTL wechselt und befördert Stefan Betzold (Foto), 42, zum alleinigen Managing Direktor der Digitalfunktionen. Er rückt zusätzlich auch in die Geschäftsführer-Riege zu Donata Hopfen und Ralf Herrmanns auf. Julia Wehrle, 35, übernimmt den Posten der Operativchefin, sie verantwortet bisher die strategische Geschäftsentwicklung. Marketing-Direktor Eduard Gerlof, 35, verlässt die Bild-Gruppe "auf eigenen Wunsch". Seine Zuständigkeiten fallen an Stefan Betzold für den Digitalbereich und für das Printangebot an Carolin Hulshoff Pol, 38, Managing Direktor der "Bild am Sonntag".
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"c’t"-Chefredakteur Johannes Endres verlässt Heise Verlag nach fast 20 Jahren.

Johannes Endres - Jürgen Rink ct 600e
Personal-Rochade in Hannover: Der Heise Verlag und "c’t"-Chefredakteur Johannes Endres, 49 (links), gehen getrennte Wege. Endres verlasse den Verlag nach 20 Jahren "auf eigenen Wunsch, um sich neuen Herausforderungen zu stellen", teilt Heise mit. Jürgen Rink, 54, übernimmt das gedruckte Computermagazin. Heise Online, das Endres ebenfalls leitet, sucht noch nach einem neuen Chef. Endres arbeitet seit 1997 bei Heise, 2012 stieg er zum Vize von Heise Online auf, 2013 übernahm er die Chefredaktion des Online-Portals und die Leitung der Computer-Bibel "c’t".

Als Nachfolger rück Jürgen Rink (rechts) auf, der bei Heise im vergangenen Jahr sein 20. Dienstjubiläum feierte. Er leitet im Fachverlag die Sonderhefte und das Online-Portal Heise Foto als Chefredakteur und übernimmt nun auch die gedruckte "c’t". Für Heise Online sucht der Verlag einen Chefredakteur. Einstweilen übernehmen Volker Zota, 47, der Online-Vize wird, und Jürgen Kuri, Chef des Newsrooms, die Leitung.
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BGH bemängelt Zusammenarbeit von Burda und SWR beim "ARD Buffet Magazin".

ARD Buffet 150Bundesgerichtshof hält das ARD Buffet Magazin für rechtswidrig, das Burda zusammen mit dem SWR herausgibt. Geklagt hatte Bauer, dem die teils mit Rundfunkgebühren finanzierte Zusammenarbeit ein Dorn im Auge ist. Der Rundfunkstaatsvertrag erlaube öffentlich-rechtlichen Sendern zwar, "programmbegleitende Druckwerke", einem Dritten - in diesem Fall Burda - das Recht einzuräumen, Magazine mit dem Namen von TV-Sendungen herauszugeben, sei jedoch unlauterer Wettbewerb. Der BGH gibt den Fall an das Oberlandesgericht Hamburg zurück, das sein Urteil wohl revidieren wird. Der SWR will die Entscheidung prüfen.
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"DNV": Neue Tageszeitung für Hamburg steht vor Markteintritt.

morgenblatt600
Neuer Baum im Hamburger Blätterwald: In Hamburg steht eine neue Tageszeitung mit dem Arbeitstitel "Morgenblatt" vor dem Start, berichtet "Der neue Vertrieb". Das Blatt aus der "K Eins Verlagsholding" des Energieanbieters Care Energy solle erstmals am 6. Februar mit 50.000 Auflage und zum Copypreis von 70 Cent erscheinen. Verlagsleiter ist Timo Heinemann, Marketingchef des Stromanbieters. Als Chefredakteur sei Andreas Wrede an Bord, einst Chefredakteur von "Spiegel spezial" und "GQ".

Das Anzeigengeschäft verantwortet dem Bericht zufolge Martin Fischer, ehemals Geschäftsführer beim Handelsblatt-Vermarkter IQ Media. Ein Beitrag auf der Facebook-Seite des Energieanbieters Care Energy zeigt einen Stapel Probedrucke.
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Klambt wildert Tim Affeld bei Bauer, gibt ihm Verantwortung für "In" und "OK".

tim-affeld-intouch-150Klambt holt Tim Affeld, 46, als Chefredakteur für "In", "OK!" und die Online-Ausgabe OK-Magazin.de an Bord. Er folgt in Hamburg auf Oliver Opitz, der "seinen Lebensmittelpunkt wieder nach Baden-Baden verlegt" und weiter für Klambt arbeiten soll. Affeld kommt von Bauer, wo er bisher als Chefredakteur der Magazine InTouch und Closer arbeitet. Er war nebenher Protagonist der Redaktions-Dokusoap "InTouch TV" bei RTL2, die im Herbst 2016 nach zwei Episoden abgesetzt wurde. Seine Stellvertreterin Julia Wöltjen, 40, wechselt mit Affeld in gleicher Funktion zu Klambt.
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Penguin Random House: Pearson verkaufsbereit, Bertelsmann erneuert Interesse.

bertelsmannpenguinrandomhouse600Hat den Pinguin immer noch zum Fressen gern: Bertelsmann bekräftigt sein Interesse an den von Pearson gehaltenen 47 % an Penguin Random House. Partner Pearson hat heute angekündigt, seinen Anteil verkaufen zu wollen. 53 % am weltgrößten Publikumsverlag hält Bertelsmann bereits. Der Preis ist offenbar noch nicht ausgehandelt: Der Konzern aus Gütersloh wolle zugreifen, "sofern die wirtschaftlichen Konditionen angemessen sind", taktiert Bertelsmann-Boss Thomas Rabe.

Bei Pearson läuft das Geschäft auch nach dem Verkauf der "Financial Times" und des "Economist" sowie einem radikalen Sparkurs noch nicht rund. Parallel zu der Ankündigung der Verkaufsabsicht gab das Unternehmen am Mittwochfrüh einen Gewinnrückgang bekannt und senkte die Didivenden für Aktionäre - das klingt nach einer günstigen Verhandlungsposition für Bertelsmann.
spiegel.de, bloomberg.com (Pearson), presseportal.de (Bertelsmann), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Franz Burda junior, 84, ist tot.

Franz Burda Junior 150Franz Burda junior ist im Alter von 84 Jahren in Offenburg gestorben, berichtet die "Badische Zeitung". Der älteste Sohn des Verleger-Ehepaares Aenne und Franz Burda war Chef des Burda-Druckerei-Imperiums. Nach dem Tod des Vaters 1986 übernahm Bruder Hubert Burda das Verlags- und Druckereigeschäft. Franz Burda junior und sein Bruder Frieder Burda erhielten Beteiligungen an Springer, Papierfabriken und Speditionen.
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Helmut Markwort tritt als "Focus"-Herausgeber ab.

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Abgang im Geheimen: Helmut Markwort, 80, hat seine Rolle als Herausgeber von Burdas Nachrichtenmagazin "Focus" unbemerkt und ohne großes Aufsehen abgelegt. Zum letzten Mal stand Markwort in dieser Funktion in der Ausgabe vom 27.12.2016 im Impressum. Seit Anfang des Jahres wird er dort als Gründungschefredakteur geführt. Aufgefallen ist das zuerst der "Süddeutschen Zeitung", der Burda den Abtritt bestätigt. Die Funktion Herausgeber fehlt im Impressum derzeit.

Zwar ist Markwort jetzt nicht mehr Herausgeber, ein Abschied vom "Focus" ist das aber nicht. Seine Kolumne Das Tagebuch behält Markwort ebenso wie sein Büro im Verlag. Zudem bleibt er Geschäftsführer von Burda Broadcast Media, der Verlagstochter für Radio-Beteiligungen.
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"Bild" verklagt Focus Online wegen Content-Diebstahls aus "Bild Plus" – Julian Reichelt erklärt die Klage.


Haltet den Content-Dieb: Springer bringt den jahrelangen Streit mit Focus Online über vom Bezahlangebot Bild Plus abgeschriebene Inhalte vor Gericht und klagt wegen Content-Diebstahls. Im Interview mit turi2.tv am Rande des Deutschen Medienkongresses sagt Bild.de-Chef Julian Reichelt, dass Springer monatelang zwei Umzugskartons mit belastendem Material gesammelt habe, mit dem der Verlag Focus Online systematischen Content-Klau beweisen will.

Dabei gehe es nicht um das Zitieren von Nachrichten und Exklusiv-Meldungen: "Wir hängen daran, dass unsere exklusiven Nachrichten von unseren Mitbewerbern zitiert werden, das ist Teil der Marke 'Bild'", sagt Reichelt. Ihm gehe es um das Kopieren von Features, Hintergründen und Analysen, die sich auch zu Hauf bei Focus Online wiederfänden. Reichelt nennt etwa Geschichten wie "Sieben Regeln, nach denen Rocker-Clans funktionieren". Auch solche Meldungen seien aufwändig recherchiert, gehörten, so Reichelt, aber nicht zur Nachrichten-Grundversorgung.

"Bild" wirft der Konkurrenz vor, systematisch schon kurz nach der Veröffentlichung solche Bezahlinhalte abzukupfern und auf der eigenen Seite frei zugänglich zu veröffentlichen. Das Vorgehen behindere das Geschäftsmodell von Bild Plus gezielt und verletzte das Datenbankrecht. "Bild" fordert vor dem Landgericht Köln Unterlassung und Schadenersatz.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), axelspringer.de

Mitarbeit: Markus Trantow2 Kommentare

Wolfgang Blau löst Nicholas Coleridge als Auslandschef von Condé Nast ab.

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Generationswechsel: Condé Nast tauscht die Spitze seines internationalen Ablegers aus. Nicholas Coleridge, 59 und seit fast 27 Jahren bei Condé Nast, tritt zurück. Für ihn übernimmt Wolfgang Blau, seit 2015 Digitalchef von Condé Nast International. Die Amtsübergabe erfolgt zum 1. August. Coleridge bleibt als Chairman von Condé Nast Britain bis mindestens Ende 2019 im Unternehmen - dann wird er 30 Jahre für den Verlag tätig gewesen sein.

Blau, 49, geboren in Stuttgart, war 2015 vom britischen "Guardian" zu Condé Nast gewechselt, wo er sich im Rennen um die Chefredaktion Katharine Viner geschlagen geben musste. Zuvor war er fünf Jahre lang Chefredakteur von Zeit Online.
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Autor Udo Ulfkotte, 56, ist tot.

Udo Ulfkotte-150_swUdo Ulfkotte, 56, rechter Autor und früher Journalist bei der "FAZ", ist tot. Wie die Zeitung "Junge Freiheit" mitteilt, starb Udo Ulfkotte am Freitag an einem Herzinfarkt. Laut Spiegel Online hat Ulfkottes Familie den Tod des Autors bestätigt. Ulfkotte schrieb von 1986 bis 2003 für die "FAZ", seit 2008 veröffentlichte er Bücher im rechten Kopp-Verlag. Er galt als Verschwörungstheoretiker und setzte sich mit Büchern wie "So lügen Journalisten" an die Spitze der Lügenpresse-Rufer.
jungefreiheit.de, spiegel.deKommentieren ...