Facebook verbindet Instant Articles mit Googles AMP und Apple News.


Tür im Walled Garden: Facebook ermöglicht es Publishern künftig, ihre als Instant Articles erstellten Beiträge auch in die Konkurrenzformate von Google und Apple umzuwandeln. In seinem open source Software Development Kit hat der Konzern eine Erweiterung hinzugefügt, mit der Accelerated Mobile Pages (AMP) von Google erstellt werden können. Eine entsprechende Erweiterung für Apple News hat der Konzern angekündigt. Die technische Umsetzung mithilfe der Software obliegt jedoch den Publishern selbst.

Der Schritt ist eine Abkehr von der bisherigen Praxis, bei der die Formate eher in Konkurrenz zueinander standen. Facebook schreibt, das neue Feature sei als Wunsch im Rahmen des Facebook Journalism Projects an die Verantwortlichen herangetragen worden. Es kommt zu einer Zeit, zu der sich viele namhafte Publisher wie die "New York Times" oder Forbes von den Instant Articles zurückziehen, da sie nicht genügend Möglichkeiten der Monetarisierung sehen.
techcrunch.com, media.fb.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Facebook investiert bis zu 250.000 Dollar je Show in seine TV-Inhalte.

Facebook investiert jeweils bis zu 250.000 Dollar in seine eigenen TV-Shows, berichtet businessinsider.de. Demnach hat das Netzwerk Deals mit Vox Media, BuzzFeed, ATTN und Group Nine Media eingetütet. Für längere, aufwendige Produktionen plant Facebook 250.000 Dollar pro Show, kurze Formate lässt das Netzwerk sich 10.000 bis 35.000 Dollar kosten. Die Produzenten werden außerdem an den Werbeeinnahmen von zwischengeschalteten Anzeigen beteiligt.
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Facebook sperrt Inhalte, die Holocaust leugnen, nicht in allen Ländern, in denen dies strafbar ist.

Facebook-LogoFacebook: In 14 Ländern ist es strafbar, den Holocaust zu leugnen, das Netzwerk sperrt aber nur in acht dieser Länder, u.a. Deutschland, Belgien und Italien, entsprechende Inhalte. In internen Schulungsunterlagen schreibt Facebook, Inhalte würden nicht entfernt, "bis ein Land den politischen Willen nachgewiesen hat, nationale Zensurgesetze durchzusetzen".
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Julia Jäkel: Facebook muss Verantwortung für Fake News und Hate Speech übernehmen.


Facebooks Realität und Zuckerbergs Anspruch: Julia Jäkel, Vorstandschefin von Gruner + Jahr, fordert von Facebook, endlich Verantwortung für Fake News, Beleidigungen und Gewaltdarstellungen zu übernehmen. Gründer Mark Zuckerberg nehme für sich in Anspruch, das gesamte soziale Gefüge der Gesellschaft abzubilden, es brauche aber sehr viel guten Willen, um zu glauben, dass Zuckerberg seine Verantwortung erkannt habe, sagt Jäkel auf dem European Newspaper Congress in Wien.

Es sollte nicht nur Sales-Truppen von Facebook in Deutschland geben, sondern auch Ansprechpartner für Partnerschaften und die Regulierung des sozialen Netzwerks, fordert Jäkel. Sie vergleicht Facebook mit den Verlagen in den 1950er Jahren: Damals hätten sich die Verlage zusammengetan und u.a. mit dem Presserat für eine Selbstkontrolle gesorgt. Ähnliches erwartet Jäkel auch von Facebook.
daniel-bouhs.de, youtube.com (4-Min-Video)

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Zitat: Julia Jäkel erklärt die Zeit der Großverlage für beendet.

"Die Zeit der Großverlage ist vorbei. Over."

Julia Jäkel, Vorstandschefin von Gruner + Jahr, gibt beim European Newspaper Congress in Wien zu, dass ihr Verlag "manchmal ein bisschen den Dicken markiert" habe. Heute sei es wichtig, ein Unternehmen zu sein, mit dem man gerne zusammenarbeite.
derstandard.at, daniel-bouhs.de (4-Min-Ausschnitt zum Thema Facebook)Kommentieren ...

Zitat: Hans-Jürgen Jakobs stellt Facebooks Ethik in Frage.

"Das interne Regelbuch macht ganz den Eindruck, als sei die Ethik bei Facebook (fast zwei Milliarden Nutzer) vom eigenen Erfolg überrollt und plattgewalzt worden."

"Handelsblatt"-Autor Hans-Jürgen Jakobs übt im Morning Briefing der Wirtschaftszeitung scharfe Kritik an Facebooks Lösch-Regeln.
morningbriefing.handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Snapchats Content-Chef will kein TV-Killer sein.

"Ich will nicht der Killer des Fernsehens sein."

Nick Bell, Inhalte-Chef bei Snapchat, will Produzenten und Sendern helfen, neue Zuschauer zu finden - und an der Kompakt-Zweitverwertung mitverdienen. Auch Twitter und Facebook bemühen sich um TV-Inhalte als Werbefläche, schreibt Jürgen Schmieder über "die andere Flimmerkiste".
sueddeutsche.de Kommentieren ...

Schulungsunterlagen von Facebook geben Einblick in Lösch-Regeln.


Facebook-Files: Interne Dokumente, die der "Süddeutschen Zeitung" und dem "Guardian" vorliegen, geben erstmals Einblick in die Lösch-Regeln von Facebook. Auf Tausenden Seiten lernen die Mitarbeiter von Facebook und externen Dienstleistern, wann sie Inhalte sperren, ignorieren oder an Behörde melden sollen. Livestreams von Suizidversuchen etwa blieben erlaubt, weil "selbstzerstörerische Inhalte als Hilfeschreie" verstanden werden können, sie zu entfernen könnte verhindern, dass sie gehört würden.

Auch Bilder von nicht-sexuellem Kindesmissbrauch sollen nicht gelöscht werden, damit das Kind "identifiziert und gerettet" werden könne. Ausnahmen bilden Fotos die Sadismus oder Gewalt verherrlichen. Bilder von misshandelten Tieren dürften generell ebenfalls geteilt werden, Videos sollen nur als "verstörend" markiert werden.
sueddeutsche.de, theguardian.com1 Kommentar

Facebook überträgt MLB-Baseball-Spiele live.

Facebook-LogoFacebook zeigt im Livestream 20 Spiele der nordamerikanischen Baseball-Liga MLB - zum ersten Mal bereits heute Abend. Für die Live-Übertragung von einer Partie pro Woche übernimmt Facebook das TV-Signal lokaler Rechteinhaber. Nur Facebook-Nutzer in den USA bekommen die Übertragung zu sehen. Auch Twitter zeigt wöchentlich ein MLB-Spiel.
techcrunch.com, mashable.comKommentieren ...

EU-Kommission verhängt Strafe von 110 Mio Euro gegen Facebook.

Täuschen und Tauschen: Facebook muss eine Strafe in Höhe von 110 Mio Euro zahlen, entscheidet die EU-Kommission. Das US-Unternehmen habe die Kommission 2014 getäuscht, als sie über die Genehmigung der Fusion von Facebook und WhatsApp entscheiden musste, so die Begründung. Die erteilte Genehmigung für die Fusion nimmt die Behörde aber nicht zurück. Facebook kündigt an, die Entscheidung zu akzeptieren: "Die heutige Ankündigung bringt die Sache zum Abschluss", teilt das Unternehmen mit.

Laut der Kommission hatte Facebook 2014 bei der Übernahme von WhatsApp erklärt, dass es keinen automatischen Datenabgleich zwischen den Benutzerkonten von Facebook und WhatsApp geben könne – offenbar eine Lüge. 2016 kündigte Facebook einen Datenabgleich an. Ermittlungen der EU haben ergeben, dass der Austausch auch schon 2014 technisch möglich gewesen wäre.
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

ProSiebenSat.1 will mit aggregierten Nutzerdaten Facebook & Co Paroli bieten.

ProSiebenSat1-P7S1 Logo ohne Schriftzug 150ProSiebenSat.1 aggregiert Nutzerdaten verschiedenster Dienste des Konzerns, von E-Commerce bis Streamingdienst, um Werbekunden ein möglichst klares Bild der Nutzer zu liefern. Im "Horizont"-Interview geben die Vorstände Sabine Eckhardt und Christof Wahl das Ziel aus, ein europäisches Gegenstück zu amerikanischen Plattformen wie Google und Facebook zu schaffen. Auch für Partnerschaften mit konzernfremden Anbietern ist ProSiebenSat.1 offen, so ergänzen demnächst die Discovery-Sender Dmax und TLC das Programmangebot der 7TV-App.
"Horizont" 20/2017, S. 12/13 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Mathias Döpfner sieht Verlage in völliger Abhängigkeit von Google und Facebook.

"Wir Verlage profitieren nicht von dem Traffic, den Google uns verschafft - wir sind komplett davon abhängig."

Springer-Boss und BDZV-Präsident Mathias Döpfner pflegt ein gespaltenes Verhältnis zu Google und Facebook, die mit Verlagscontent Geld verdienen, ohne selbst Inhalte zu schaffen.
de.reuters.com, bdzv.deKommentieren ...

Gutachter: Maas' Facebook-Gesetz verstößt gegen EU-Recht.


Gema(a)ßregelt: Heiko Maas' geplantes Gesetz gegen Hassreden und Falschnachrichten in sozialen Medien ist europarechtswidrig und verstößt gegen das Datenschutzrecht, ergibt das Gutachten des Internetrechtlers Gerald Spindler. Er hat es im Auftrag des Branchenverbands Bitkom erstellt und kritisiert, dass das Gesetz auch soziale Netzwerke in anderen Ländern der EU in die Pflicht nehme, was gegen das Herkunftslandsprinzip verstoße. Auch die starren Löschfristen seien unglücklich: Der Eingang einer Beschwerde bei Facebook führe nicht automatisch zur Kenntnis des Unternehmens über kritische Posts, das EU-Recht sehe lediglich eine "unverzügliche" Entfernung vor. Spindler befürchtet, dass die Netzwerke angesichts drohender Bußgelder in Millionenhöhe zu viel löschen würden. Dass soziale Netzwerke ohne Richtervorbehalt Daten von Hasspostern herausgeben dürften, hält Spindler für datenschutzwidrig.
"FAZ", S. 20 (Paid), turi2.de (Background)3 Kommentare

Facebook beugt sich teils Gerichtsentscheid in Thailand und löscht 178 Posts.

Facebook-LogoFacebook löscht auf Wunsch thailändischer Behörden 178 Posts. Die nationale Aufsichtsbehörde in Bangkok sieht die Seiten als "unangemessene" Inhalte wie Beleidigungen gegen das Königshaus. Ein Gericht hatte entschieden, dass Facebook 309 Posts löschen muss. Thailand setzt Facebook bis Dienstagmorgen eine Frist, auch die restlichen Inhalte zu entfernen. In Thailand ist Majestätsbeleidigung strafbar, auch Internetangebote ausländischer Zeitungen werden regelmäßig blockiert.
bangkokpost.com, theguardian.comKommentieren ...

Facebook mahnt Grey wegen Browser-Plug-In ab.

Facebook-LogoFacebook mahnt die Werbeagentur Grey ab. Hintergrund ist ein Browser-Plug-In, das verhindern soll, dass Nutzer auf Facebook nur Beiträge sehen, die auf ihrem bisherigen Nutzerverhalten basieren. Dafür addiert das Plug-In zufällige Likes hinzu. Facebook argumentiert, das Programm verstoße gegen Nutzungsrichtlinien. Grey will der Abmahnung Folge leisten und hat die Verbreitung des Tools bereits eingestellt.
"Horizont" 19/2017, S. 6 (Paid)1 Kommentar

Markus Beckedahl fürchtet, dass Facebook und Co. noch mächtiger werden.


Pubertäre Vollversammlung: Markus Beckedahl lädt in Berlin zur Republica – und sieht das deutsche Internet in seinen Teenager-Jahren. Bis Mittwoch diskutieren tausende Digitalistas über den Zustand des Netzes: Momentan bekommt Beckedahl Bauchschmerzen, wenn er über das geplante Facebook-Gesetz nachdenkt. Im turi2.tv-Videointerview verlangt er, effektiver gegen Hass-Täter vorzugehen. Geht das Gesetz durch, mache es Facebook noch mächtiger.

Mit dem Motto Love out Loud will Beckedahl Menschen ermutigen, für ein besseres Internet und eine lebenswertete digitale Gesellschaft einzutreten. Der Republica-Gründer und netzpolitik.org-Chefredakteur sieht die Internetkonzerne als Engel und Teufel in einem: Google und Facebook ermöglichten allen Menschen den einfachen Zugang ins Netz. Zugleich sorgten die Plattformen dafür, dass sich das Netz verschließt und einzelne Unternehmen Kontrolle über die Art der Kommunikation bekommen.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanl von turi2)Kommentieren ...

Facebook startet Fernseh-Offensive im Juni.

Facebook will ab Mitte Juni eigene TV-Inhalte anbieten, berichtet businessinsider.de. Das Social Network setzt dabei einerseits auf billige Fünf- bis Zehn-Minüter, die vor allem YouTube und Snapchat-Nutzer ansprechen sollen; verspricht aber auch Hochglanz-Produktionen à la "House of Cards". Von der Initiative erhofft sich Facebook vor allem die Rückkehr junger Nutzer; bereits im Februar hatte Zuckerberg für seinen TV-Vorstoß die Chef-Programmentwicklerin von MTV abgeworben.
businessinsider.de, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Facebook testet das Feature "Latest Conversations", das Twitters Trending Topics ähnelt.

Facebook testet zwei neue Features, um Nutzer aus ihrer Filterblase zu locken: Wenn Nutzer ein Nachrichtenthema suchen, zeigt "Latest Conversations" thematisch passende Posts von Menschen außerhalb der eigenen Freundesliste und schätzt, wie viele Nutzer sich mit dem Thema beschäftigen. Ob die Themen von einem Algorithmus oder Mitarbeitern ausgewählt werden, ist unklar. Facebook testet außerdem ein neues Feature im Newsfeed, das dem Nutzer interessante Themen vorschlägt.
techchrunch.com, mashable.comKommentieren ...

Facebook setzt auf längere Videos, um mehr Werbeeinnahmen zu erzielen.

Facebook startet eine Video-Offensive und will in längere Videoinhalte investieren, kündigt Finanzchef David Wehner an. Dort lässt sich besser Werbung platzieren als in kurzen Clips. Medien- oder TV-Konzerne, die Inhalte zuliefern, sollen an den Werbeeinnahmen beteiligt werden. Das Modell dazu sei noch im Experimentierstatus, erklärt Facebook.
handelsblatt.comKommentieren ...

3.000 weitere Content-Kontrolleure sollen Gewalt von Facebook verbannen.

Facebook stellt 3.000 weitere Moderatoren ein, um Gewaltvideos schneller zu löschen. Die Kontrolleure müssen Millionen Hinweisen nachgehen, die Nutzer jede Woche über die Melden-Funktion geben. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg legt offen, dass Facebook derzeit weltweit 4.500 Prüfer beschäftigt.
handelsblatt.com, facebook.com, businessinsider.deKommentieren ...

Klick-Tipp: "Süddeutsche" wertet Facebook-Faktor für die deutsche Politik aus.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Klick-Tipp: Ein Team der "Süddeutschen Zeitung" analysiert die deutsche politische Sphäre auf Facebook. Die Journalisten sammeln drei Gigabyte Daten und eine Mio Likes zu politischen Themen. Anhänger etablierter Parteien sind demnach nicht in Filterblasen gefangen, die AfD steht isoliert dar. Die CSU baut auch im Netz Brücken zwischen der Mitte und rechtsaußen.
sueddeutsche.de, sueddeutsche.de (Background)Kommentieren ...

Leak: Facebook bietet Werbetreibenden Tool an, um traurige Jugendliche zu finden und mit Anzeigen anzusprechen.


False Friends: Ein interner Bericht von Facebook-Führungskräften, der von der Zeitung "The Australian" geleakt wurde, beschreibt, wie Werbetreibende in Echtzeit Beiträge und Posts von Jugendlichen überwachen und somit Rückschlüsse auf deren Stimmung schließen können – um gezielt Anzeigen zu schalten.

Das Dokument, in dem die australischen Facebook-Führungskräfte David Fernandez und Andy Sinn beschreiben, wie der Algorithmus Informationen zur Psyche von Schülern, Studenten und anderen jungen Nutzern sammelt, richtet sich offenbar an eine große, australische Bank. Facebook verfügt demnach über Stimmungs-Daten von 1,9 Mio Schülern, 1,5 Mio Studenten und 3 Mio jungen Arbeitern. Sie stammen vermutlich aus geheimen Datenanalysen, die der Konzern ohne Kenntnis der Nutzer durchgeführt hat. Facebook hat laut der Zeitung den Beziehungsstatus, den Standort, die Anzahl der Freunde und die Zugriffszahlen gespeichert, außerdem Informationen über Nutzer, die sich über Themen wie "Abnehmen" und "Selbstvertrauen" austauschen.

In einem ersten Statement an "The Australian" entschuldigt sich Facebook, will aufklären, wie es zu diesem Fehler habe kommen können und Disziplinarmaßnahmen einleiten. In einer zweiten Erklärung ist davon keine Rede mehr, stattdessen bezeichnet der Konzern den Artikel als irreführend und streitet ab, Werbetreibenden entsprechende Analysetools anzubieten. Die für derlei Stimmungsforschung nötigen Daten würden stets anonym erhoben. Facebook äußert sich nicht zu der Frage, ob entsprechende Analysen auch in anderen Märkten betrieben werden.
theguardian.com, cnet.comKommentieren ...

Basta: Betrüger kostete Google und Facebook beinahe 100 Mio Dollar.

Technik ist auch keine Lösung: Facebook und Google bestätigen, um rund 100 Mio Dollar betrogen worden zu sein. Der Grund: Phishing-E-Mails. Ein Mann aus Litauen hatte sich als Manager einer Hardware-Firma aus Taiwan ausgegeben und Rechnungen gefälscht. Erst nach zwei Jahren fiel den Tech-Konzernen auf: Die Millionenbeträge landeten auf Konten von Scheinfirmen in Lettland und Zypern.
fortune.com, deutschlandfunk.deKommentieren ...

Facebook will stärker gegen Missbrauch und Manipulation vorgehen.


Intelligenztest: Facebook will mithilfe intelligenter Software und Analysen wie bei Geheimdiensten Fake-Accounts aufspüren und löschen, schreibt der Konzern im Weißbuch Information Operations and Facebook. Verdächtige Konten würden besonders überprüft, etwa dann, wenn gleiche Inhalte mehrfach wiederholt gepostet oder bestimmte Inhalte in koordinierten Aktionen massenhaft mit "Gefällt mir" markiert werden, um im Netz größere Verbreitung zu finden.

Erstmals räumt Facebook ein, zur US-Wahl "Muster von Informationsfeldzügen" festgestellt zu haben. Vor der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl habe Facebook 30.000 verdächtige Accounts gesperrt. Die neuen Maßnahmen zielten auf "subtilere und heimtückischere Formen von Missbrauch" als Hackerangriffe oder bisher bekannte Betrugsformen. Sie sollen Versuche eindämmen, "den öffentlichen Diskurs zu manipulieren und Menschen zu täuschen".
faz.net, spiegel.deKommentieren ...

Gericht: Facebook darf WhatsApp-Daten nur mit Zustimmung verwenden.

Facebook darf persönliche Daten deutscher WhatsApp-Nutzer nicht verwenden, entscheidet das Verwaltungsgericht Hamburg. Ausnahmen bedürfen einer Einwilligung, die dem deutschen Datenschutz entsprechen müsse. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hatte Facebook einen Bescheid ausgestellt, wonach Daten nur mit Zustimmung gespeichert und bereits gespeicherte Daten gelöscht werden müssen. Facebook legte dagegen Widerspruch ein.
haz.de, futurezone.atKommentieren ...

Zeitschriften-Verleger wollen "Facebook-Gesetz" verhindern.

VDZ formuliert einen Fünf-Punkte-Plan, um das geplante "Facebook-Gesetz" der Bundesregierung zu stoppen. Internetkonzerne sollten nicht über die Meinungsfreiheit entscheiden, sagt VDZ-Chef Stephan Scherzer. Polizei und Gerichte müssten mit bestehendem Recht gegen Hassrede kämpfen. Facebook solle außerdem sicherstellen, rund um die Uhr erreichbar zu sein: "Im Zweifel müssen sie halt mal ein paar Leute mehr einstellen." Scherzer fürchtet, dass Facebook und andere Netzwerke künftig schnell löschen statt gründlich zu prüfen.
turi2 vor Ort bei der VDZ-PK in Berlin, vdz.de1 Kommentar