Video-Tipp: W&V experimentiert mit Video-Interviews in den Größen XL, L, M und S.

Video-Tipp: W&V interviewt Facebook-Manager Will Rolls bei den Cannes Lions und setzt dessen Tipp direkt in die Tat um – und produziert für jeden Kanal ein eigenes Video. Vom klassischen 4-Min-Interview über ein Hochkant-Video mit Show-Einlage bis hin zum 14-Sekunden-Interview erklärt Rolls, was für guten Video-Content besonders wichtig ist.
wuv.de

Facebook schraubt an seinen Faktencheck-Möglichkeiten.


Vorwärts im Troll-Kampf: Facebook baut sein Faktencheck-Programm aus, um neue Funktionen und Länder. Das Netzwerk verbessert die Prüfung von Fotos und Videos und setzt neue Technik ein, weil die Faktenprüfer kaum hinterherkommen. KI hilft z.B., Fake News aufzuspüren, die auch auf anderen Domains verbreitet wird.

Facebook nutzt Künstliche Intelligenz auch, um Wiederholungstäter schneller aufzuspüren und ihre Reichweite und Monetarisierungs-Optionen einzudämmen. Die im April angekündigte Prüfkommission, die sich Fake News und ihrer Verbreitung auf Facebook widmet, stellt zur Zeit Leute ein und schafft den gesetzlichen Rahmen für ihre Forschung.
newsroom.fb.com

Zahl des Tages: Instagram zählt erstmals 1 Mrd monatlich aktive Nutzer.

Zahl des Tages: Fotoaffine 1 Mrd monatlich aktive Nutzer vermeldet Instagram. Im September waren es noch 800 Mio mit 500 Mio täglich aktiven Nutzern. Damit schreitet die Facebook-Tochter dem Konkurrenten Snapchat weit voraus – die Nutzerzahlen der App sind im 1. Quartal nur um knapp 2 % auf 191 Mio gestiegen.
techcrunch.com

Facebook führt interaktive Live-Videos und Influencer-Vermittlung ein.

Facebook wertet seine Videodienste für Redaktionen und Werbungtreibende auf. Erste Videomacher können Abstimmungen in Livestreams einbauen. Business-Insider-Ableger Insider und BuzzFeed News testen solche interaktiven Formate. Im Messenger wird es künftig Videowerbung geben, die Nutzer ungefragt beglückt, wenn sie durch ihre Chats scrollen. Über den Brand Collabs Manager können Unternehmen zudem nun Influencer suchen. Außerdem ermöglicht Facebook mehr Videomachern eine Monetarisierung über Werbung und freiwillige 4,99 Dollar-Überweisungen von Fans.
onlinemarketing.de, facebook.com (Interaktiv-Videos), spiegel.de (Messenger-Werbung), t3n.de (Monetarisierung)

Basta: Facebook-Software öffnet den Menschen auf Fotos die Augen.

Facebook-LogoKünstliches Auge: Facebook-Forscher haben eine Software entwickelt, die auf Bildern blinzelnde und geschlossene Augen ausbessert. Dafür nutzt sie Fotos der Nutzer mit offenen Augen. Unklar ist, ob Facebook den Menschen damit unwillentlich die Augen öffnet, was das Netzwerk alles mit ihren gesammelten Daten und Bildern anstellen kann.
sueddeutsche.de

Kritik: "Zeit" wirbt mit Medienkunde-Broschüren, die Facebook und Co zahlen.

Werbung: Richard Gutjahr kritisiert, dass die "Zeit" Broschüren und Arbeitsblätter zum "verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet" an Schulen verschickt und sich das Material u.a. von Google und Facebook finanzieren lässt. Die Content-Tochter Tempus Corporate hat bei Gutjahr angefragt, ob einer seiner "Zeit"-Artikel für ein Arbeitsblatt zum Thema Hatespeech verwendet werden darf. Er wundert sich, dass die "Zeit" sich für getarnte Werbung – an deutschen Schulen verboten – als Kooperationspartner hergibt. In der Broschüre Medienkunde zählt Gutjahr ein halbes Dutzend Werbeanzeigen zu Verlags-Produkten und kommerziellen Bildungsprogrammen.
gutjahr.biz

Facebook-Kommunikator Elliott Schrage tritt zurück.

Facebook: Politik- und Kommunikationschef Elliott Schrage, 57, tritt nach zehn Jahren zurück. Facebook-Kenner David Kirkpatrick vermutet nach dem Datenskandal: "Er musste gehen." Auch Schrages Doppelrolle als Politik-Lobbyist einerseits und Vertreter nach außen andererseits sei problematisch gewesen. Schrage will bei der Suche nach einem Nachfolger helfen und danach als Berater an Bord bleiben.
faz.net, handelsblatt.com, cbsnews.com

Facebook beantwortet die Fragen des US-Kongresses auf 454 Seiten.

Facebook-LogoFacebook macht seine Hausaufgaben und überreicht dem US-Kongress 454 Seiten mit Antworten auf die Fragen, die Mark Zuckerberg bei seiner Anhörung Anfang April nicht beantworten konnte. Facebook nennt dabei u.a. Google, Twitter, YouTube und Amazon als seine Konkurrenten. Das soziale Netzwerk gibt an, nur 6 % der 650 Mrd Dollar des globalen Werbemarktes auszumachen – Plakatwerbung und Printanzeigen seien eine Alternative zu Facebook.
fossbytes.com, techcrunch.com (komplette Antworten), turi2.de (Background)

Adidas: Oberstes Ziel ist Engagement der jungen Zielgruppe.

Instagram ist bei der diesjährigen Fußball-WM für Adidas eine der wichtigsten Social-Media-Plattformen, sagt Adidas-Marketing-Manager Florian Alt. Oberstes Marketing-Ziel sei, dass die jugendliche Zielgruppe Engagement zeigt - also Inhalte kommentiert und weiterschickt. Dies sei viel schwieriger zu bekommen als Klicks oder Twitter-Follower.
"Handelsblatt", S. 18-19 (Paid)

FDP-Abgeordnete klagen gegen das NetzDG.

NetzDG wird bald Gerichte beschäftigen: Die FDP-Bundestagsabgeordneten Manuel Höferlin und Jimmy Schulz reichen morgen Klage beim Verwaltungsgericht Köln ein. Höferlin nennt das Netzwerkdurchsetzungsgesetz in der "FAZ" "Selbstzensur im Kopf und Fremdzensur durch private Unternehmen". Die Klage beabsichtigt, dass das Verwaltungsgericht das Gesetz dem Bundesverfassungsgericht vorlegt. Höferlin und Schulz sehen Grundrechte verletzt und außerdem den Bund nicht zuständig für derartige Fälle.
faz.net

Bis zu 14 Mio Facebook-Nutzer posten ungewollt öffentlich.

Facebook fb-logo-neuFacebook hat wegen eines Fehlers vom 18. bis 27. Mai Posts von rund 14 Mio Nutzern öffentlich sichtbar ausgespielt - und dabei die Privatsphäre-Einstellungen der Nutzer ignoriert. Facebook bestätigt den Fehler, nennt aber keine Anzahl der betroffenen Posts. Der Bug betreffe nur Posts, die in dem Zeitraum veröffentlicht wurden. Facebook will die betroffenen Nutzer über den Fehler informieren.
mashable.com, techcrunch.com

ORF zieht sich weitestgehend von Facebook zurück.

ORF 150ORF kürzt seine Social-Media-Aktivitäten massiv zusammen. Von aktuell rund 70 Facebook-Seiten betreiben die Österreicher nur noch 15 weiter, berichtet der "Standard". Auch auf werbliche Hinweise auf Social Media will der ORF verzichten, ebenso auf Werbung bei Facebook und Youtube. Der ORF begründet den Schritt mit Datenmissbrauch und Intransparenz bei Facebook.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Zitat: Barley wundert sich über geringen Aufschrei nach Facebook-Skandalen.

"Manche Unternehmen sehen Menschen lediglich als Datenlieferanten. Wir sind nicht nur Datenmaterial."

Bundesjustizministerin Katarina Barley wundert sich im "FAZ"-Interview, dass der Aufschrei der Bürger über die Facebook-Skandale relativ gering sei. Das Problembewusstsein beim Schutz persönlicher Daten sei noch unterentwickelt.
"FAZ", S. 20 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Es ärgert mich, wie zum Teil interessierte Kreise Stimmung gegen die DSGVO machen, die viel Geld mit Beraterverträgen verdienen wollen."

"Die Frage ist doch, wie wir mit den Möglichkeiten der Digitalisierung umgehen. Es darf dabei nicht nur um das wirtschaftliche Interesse von irgendwelchen amerikanischen Konzernen gehen."

Facebook zahlt künftig u.a. CNN und Fox News Geld für Shows.

Facebook-LogoFacebook bezahlt künftig u.a. CNN, Fox News, ABC News, Advance Local und Univision dafür, dass die Medien Shows für die Nachrichten-Rubrik der US-Videospalte Watch produzieren. Die ersten Shows sollen noch diesen Sommer online gehen. ABC News liefert zum Beispiel eine tägliche Nachrichten-Show, CNN die werktägliche Nachrichten-Show Anderson Cooper Full Circle.
techcrunch.com, cnbc.com, turi2.de (Background)

Zitat: Martin Ott sieht genug Wettbewerb bei sozialen Medien.

"Unserem Verständnis nach agiert ein marktbeherrschendes Unternehmen in einer Welt, in der Kunden keine Alternativen haben. Ein Blick auf den Startbildschirm eines Smartphone-Nutzers zeigt, dass die Realität anders aussieht."

Facebooks Europa-Chef Martin Ott bestreitet eine marktbeherrschende Stellung von Facebook. Das Netzwerk müsse aber das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen.
welt.de, turi2.de (Background)

Facebook ermöglicht Musik bei Videos.

Facebook-LogoFacebook nutzt seine erworbenen Musikrechte, um Nutzern zu ermöglichen, ihre Videos mit ihrer Lieblingsmusik zu unterlegen. Außerdem spendiert Facebook die Funktion "Lip Sync Live", mit der Nutzer live lippensynchron zu Songs singen können. Facebook hat 2018 unter anderem mit Warner Music und der Organisation ICE Musik-Lizenzverträge abgeschlossen.
theverge.com, turi2.de (Background)

EuGH: Fanpage-Betreiber sind mitverantwortlich für Facebooks Datenverarbeitung.


Mitmachen, mithaften: Der Europäische Gerichtshof fällt ein wegweisendes Urteil gegen Facebook. Weil sich die Erfassung von Nutzerdaten nicht abschalten lässt, können Datenschützer grundsätzlich Unternehmen anweisen, ihre Fanpages konform zum Datenschutzrecht zu gestalten oder zu deaktivieren. Die Firmen seien mitverantwortlich, weil sie Zugriff auf Besucher-Statistiken erhalten.

Im konkreten Fall ging es um die Seite des Bildungsträgers Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein, das Datenschutzzentrum Schleswig-Holstein hatte die Abschaltung angeordnet. Seitenbetreiber müssen demnach Nutzer darüber aufklären, welche Informationen über sie erfasst werden. Das Urteil stellt auch klar, dass deutsche Datenschützer in Deutschland gegen Facebook vorgehen können, ohne die Behörden Irlands einschalten zu müssen, wo die EU-Niederlassung sitzt. Die Facebook-Tochter in Deutschland sei für deutsche Behörden greifbar, auch wenn Facebook ihr konzernintern andere Aufgaben zuweist.
sueddeutsche.de, derstandard.at, curia.europa.eu (Urteil), curia.europa.eu (Pressemitteilung)

"NYT": Facebook überlässt Smartphone-Herstellern reichhaltigen Datenschatz.

Facebook fb-logo-neuFacebook hat Smartphone-Herstellern Zugang zu mehr Nutzerdaten gegeben als bisher bekannt, berichtet die "New York Times". Die Deals mit mindestens 60 Firmen - u.a. Apple, Samsung, Microsoft und Blackberry - umfassten auch Daten der Freunde der Nutzer, ohne dafür explizit Einverständnis einzuholen.

Hersteller konnten weiterhin in einem Umfang Nutzerdaten abgreifen, wie das für App-Entwickler seit 2014 nicht mehr geht - die mangelnden Beschränkungen dort führten u.a. zum Cambridge-Analytica-Skandal. Einige Hersteller haben u.a. Zugriff auf den Beziehungsstatus, die religiöse Überzeugung, politische Einstellung und künftige Termine, die Facebook-Nutzer in ihrem Profil speichern können. Ein Missbrauchsfall ist bisher nicht bekannt.
nytimes.com, turi2.de (Background)

Studie: Mitarbeiter von Tech-Firmen haben stark mit Burnout zu kämpfen.

Techriesen: Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter (57 %) fühlen sich durch ihren Job ausgebrannt, ergibt eine Umfrage der anonymen Kollegen-Chat-App Blind. Bei Snapchat und Lyft liegen die Quoten bei 60 %, bei Amazons knapp darunter bei 59 %. Uber (49 %), Facebook (48 %), Twitter (43 %), PayPal (41 %) und Netflix (38 %) belegen die letzten fünf Plätze der Top 30.
businessinsider.de

Omnicom-Tochter Fuse startet Qualitätsprüfung von Influencern.

Fuse, Content-Tochter der Omnicom Media Group, startet mit Hallmarx einen "Qualitäts-TÜV" für Influencer, schreibt Thomas Nötting. Das Portal bewertet bei Influencer-Profilen u.a. Exklusivität, Transparenz sowie die Zahl deutscher Follower. Einige "Technologieanbieter, Vermarkter und Agenturen" habe Fuse für das Projekt bereits gewonnen, verrät Agenturchef Dominik Scholta.
"Werben & Verkaufen" 23/2018, S. 18-21 (Paid)

Facebook trennt sich von seinen Trending Topics.

Facebook-LogoFacebook schaltet seine umstrittenen Trending Topics ab. Die Funktion würde nicht genug genutzt, schreibt das Unternehmen. Trending Topics wurde 2014 ins Leben gerufen und anfangs von Journalisten befüllt. Seit 2016 läuft das Tool automatisiert und verbreitet immer wieder Verschwörungstheorien und Fake News.
newsroom.fb.com, wired.com, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Teenager nutzen am liebsten YouTube.

Zahl des Tages: Jugendliche 85 % der 13- bis 17-Jährigen klicken Videos auf YouTube, zeigt eine Umfrage des Pew Research Centers. Die Plattform steige wegen der wachsenden Strahlkraft von Influencern and Vloggern im Ansehen der Teenager. Instagram und Snapchat folgen auf den Plätzen zwei und drei mit 72 % bzw. 69 %. Bei Facebook gaben nur noch 51 % an, auf der Plattform angemeldet zu sein. 2015 waren es noch 71 %.
theverge.com

Gericht: Firmen dürfen Kundenliste nicht als Werbezielgruppe bei Facebook nutzen.

Facebook fb-logo-neuFacebook Custom Audiences, also von Firmen bei Facebook aus ihren eigenen Kundendaten angelegte Zielgruppen, sind "grundsätzlich datenschutzwidrig", urteilt das Verwaltungsgericht Bayreuth. Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hatte einem Onlineshop-Betreiber die Datenweitergabe untersagt, der Betreiber hat dagegen geklagt.
dr-bahr.com, facebook.com (Background)

Zitat: Evan Spiegel amüsiert sich über Facebooks Feature-Imitate.

"Noch besser fänden wir es übrigens, wenn sie auch mal unsere Datenschutz-Praktiken kopieren würden."

Snap-Chef Evan Spiegel macht sich bei der Recode-Konferenz über Facebook lustig, das über die Jahre einige Features bei Snapchat abgeschaut hat, etwa verfallende Nachrichten, Stories und Lenses. Der Designer in ihm fühle sich sogar ein wenig geschmeichelt.
theverge.com, youtube.com (40-Min-Video)

Deutsche Facebook-Nutzer sind nach Datenskandal kritischer.

Facebook verliert Vertrauen bei seinen deutschen Nutzern, zeigt eine Untersuchung der von deutschen Verlagen geführten Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung. Nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica erwägen demnach 44 % der Nutzer, ihre Sicherheitseinstellungen zu ändern. Weitere 23 % zögen sogar in Betracht, sich aus Facebook zurückzuziehen. In Anbetracht von Fake-News vertrauten die Nutzer eher Beiträgen klassischer Medienmarken.
horizont.at

Facebook nutzt DSGVO, um WhatsApp-Nutzerdaten abzugleichen.

Facebook nutzt die DSGVO, um Nutzerdaten aus WhatsApp abzuziehen, schreibt Benedikt Duest. Auch von deutschen Nutzern leitet WhatsApp nun unter anderem die Telefonnummer, Geräteinformationen und weitere Daten an Facebook weiter. Deutsche Datenschützer hatten dies eigentlich untersagt. Laut der DSGVO sind die nun aber nicht mehr zuständig – sondern die des Landes, in dem Facebook seinen europäischen Hauptsitz hat: Irland.
"Welt", S, 11 (Paid)

Facebook zeigt US-Nutzern ab sofort, wer für politische Werbung bezahlt hat.

Facebook-LogoFacebook und dessen Tochter Instagram verlangen ab sofort von allen Anzeigekunden in den USA, anzugeben, wer für Werbung mit politischen Inhalten bezahlt hat. Das betrifft nicht nur Werbung für Parteien oder Politiker, sondern auch Anzeigen mit allgemeinen politischen Themen. Ferner zeigt Facebook, wie bereits angekündigt, ein Archiv sämtlicher Anzeigen des jeweiligen Werbekunden.
mashable.com

Meinung: Fake News legen sich als digitaler Mehltau über die Demokratie, findet Mathias Döpfner.

Mathias Döpfner sieht die zunehmende Menge an Fake News als "eine Art digitaler Mehltau", die die Demokratie bedrohe, schreibt er in einem Gastbeitrag im Deutschlandradio-Programmheft. Falschmeldungen würden als unabhängiger Journalismus verkleidet subtiler daherkommen als früher. Facebook und Co seien als "Transporteure dieses Mehltaus" auf einem Irrweg, denn solch komplexe, gesellschaftliche Probleme könnten nicht durch ein paar Programmierer behoben werden.
deutschlandradio.de