Europarats-Chef warnt vor staatlicher Zensur.

Thorbjörn Jagland Thorbjörn Jagland, Generalsekretär des Europarats, warnt vor staatlichen Aktionen gegen Fake News. Bei nicht eindeutig illegalen Inhalten sei Vorsicht wichtig, sagte Jagland. Sonst könnten Politiker unangenehme Meinungen als Falschmeldungen abtun, um Debatten darüber schnell zu beenden. Facebooks Plan, von Nutzern gemeldete Inhalte prüfen und gegebenenfalls als zweifelhaft markieren zu lassen, sieht er aber positiv.
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Facebook öffnet ein Digitales Lernzentrum in Berlin.

ditigales lernzentrum fbFacebook öffnet am Potsdamer Platz in Berlin ein Digitales Lernzentrum. Zusammen mit Partnern wie der ReDI School of Digital Integration, der HABA Digitalwerkstatt und der Reporterfabrik sowie lokalen Initiativen will Facebook Programmierunterricht anbieten und Medienkompetenz vermitteln. Die Eröffnung übernahm Facebook-COO Sheryl Sandberg.
presseportal.de, facebook.com
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Correctiv checkt Fakten für Facebook.

Facebook-Logo-Holzwand (Foto: dpa)
Facebook gegen Fake News: Facebook will Falschmeldungen auf seinen deutschen Seiten mit Hilfe von Correctiv bekämpfen. Das Recherchebüro aus Essen ist der erste Partner des Zuckerberg-Netzwerks im Kampf gegen Fake News in Deutschland - weitere sollen folgen. Correctiv soll Nachrichten, die von Nutzern als Lügen markiert wurden und sich schnell verbreiten, auf Echtheit prüfen. Kommen die Rechercheure zu dem Schluss, dass es sich um Lügen handelt, wird zwar nicht gelöscht, Nutzer werden vor dem Teilen aber gewarnt.

Die Zusammenarbeit soll in den kommenden Wochen beginnen. Deutschland ist nach den USA der zweite Markt mit einer Kooperation gegen Falschmeldungen bei Facebook. In den USA kooperiert das Netzwerk etwa mit Politifact, ABC News und FactCheck.org. Das gemeinnützige Correctiv ist bisher eher durch Langfrist-Recherchen als durch tagesaktuelle Arbeit aufgefallen, es hat u.a. gemeinsam mit dem "Spiegel" und RTL recherchiert.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: fragebogen2 mit Correctiv-Chef David Schraven.

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Zahl des Tages: Facebooks Audience Network erreicht monatlich 1 Mrd Nutzer.

Facebook Logo blueZahl des Tages: Schlappe 1 Mrd Nutzer erreicht Facebook mit seinem Anzeigennetzwerk Audience Network im Monat, meldet das Unternehmen. Außerdem hat Facebook neue Partner gewonnen. In Deutschland beteiligt sich nun Focus Online als Publisher. In den USA ist unter anderem die Washington Post neu dabei.
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Facebook startet Charme-Offensive für die Medienbranche.

Facebook-Logo-Holzwand (Foto: dpa)
Make Real News Great Again: Facebook macht sich nun auch offiziell Sorgen um die "Gesundheit" des "Nachrichten-Ökosystems" und will künftig stärker mit der Medienbranche zusammenarbeiten. Das "Facebook Journalism Project", es klingt ein wenig wie Googles Digital News Initiative, soll aus drei Säulen bestehen: neuen Produkten, Weiterbildungsangeboten für Journalisten sowie Medienkompetenz-Schulungen für die breite Öffentlichkeit.

Produktseitig will Facebook gemeinsam mit Medienpartnern bestehende Darstellungsformen des Netzwerks wie Instant Articles und Live weiterentwickeln und neue Formen kreieren. Daneben arbeitet Facebook in einer "frühen Phase" an einer Einbindung lokalisierter Nachrichten im Facebook-Stream. Facebook wünscht sich "viel frühzeitigen Input" von Medienorganisationen und Journalisten dazu. Daneben sind unter anderem Recherchetools und ein Weiterbildungsprogramm mit der US-Journalistenschule Poynter geplant.
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Greenpeace: Apple belegt beim Einsatz von Ökostrom den Spitzenplatz.

Apple-schwarz-150Grüner Apfel: Greenpeace beruhigt das ökologische Gewissen aller Apple-Nutzer und lobt den Konzern für den Einsatz erneuerbarer Energien - zum dritten Mal in Folge. 83 % des Stroms beziehe der US-Technologieriese aus regenerativen Quellen. Auf Platz 2 und 3 folgen Facebook (67 % Ökostrom) und Google (56 %). Schlecht schneidet im Report der Umweltschützer hingegen Amazon ab.
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Facebook vermarktet Videos.

Mark Zuckerberg
Lass dich unterbrechen: Facebook platziert künftig Werbung in Videos. Anders als bei Konkurrent YouTube laufen die Spots jedoch nicht vor dem eigentlichen Inhalt, sondern dazwischen. Die sogenannten Mid-Rolls erscheinen in mindestens 90 Sekunden langen Videos und frühestens nach zwanzig Sekunden Inhalt.

Facebook übernimmt den Verkauf der Anzeigen, behält 45 % des Umsatzes und gibt 55 % weiter. Den gleichen Einnahmensplit wendet auch YouTube an. Bisher war es nur über Umwege möglich, mit Videos auf Facebook Einnahmen zu generieren. Mit der Einführung von Werbung positioniert sich Facebook als alternative Plattform für Produzenten, die mit ihren Videos Geld verdienen wollen - und schafft sich selbst auch einen neuen Einnahmenkanal.
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Zitat: Ali Utlu beklagt Lösch-Willkür auf Facebook.

ali-utlu-150"Wie jedoch meine Inhalte über die Türkei gegen die Community-Regeln verstoßen sollen, bleibt mir ein Rätsel. Es ist reine Willkür."

Ex-Piratenpolitiker und Aktivist Ali Utlu beklagt Facebooks Löschregeln. Konkrete Morddrohungen gegen ihn blieben stehen, kritische Äußerungen über die Türkei führten dagegen regelmäßig zur Sperrung seines Accounts.
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dpa kooperiert mit Faktencheck-Netzwerk First Draft Coalition.

dpa_logo 150x150 dpalogodpa beteiligt sich am Faktencheck-Netzwerk First Draft Coalition. Ziel des Verbunds ist es, Geschichten, die im Netz auftauchen, zu verifizieren oder als Falschmeldung zu deklarieren. Die Partner teilen ihre Ergebnisse untereinander. Mit an Bord sind u.a. AP, Reuters und AFP, die BBC, der "Guardian" und Zeit online sowie Twitter, Google und Facebook.
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Facetime mit … Sophie Burkhardt: Funk ist nicht abhängig von Facebook.


Allianz ohne Alternativen: Das öffentlich-rechtliche Jugendangebot Funk ist auf Social-Media-Plattformen angewiesen – und glaubt, dennoch nicht abhängig zu sein. Drei Monate nach dem Start spricht Vize-Chefin Sophie Burkhardt im turi2.tv-Interview von einer "Zweigleisigkeit". Ihre Strategie: Reichweite über Facebook und Snapchat aufbauen und die jungen Nutzer darüber ins eigene Haus locken.

Ihr Team lasse keine Inhalte weg, nur weil sie Facebook nicht gefallen könnten, versichert Burkhardt. "Wir sind weder auf die Player, noch auf die Ausspielwege angewiesen", sagt sie, diese Behauptung sei "kein Feigenblatt" für Politik oder Gremien. Die Formate-Macher haben in den vergangenen Wochen viel ausprobiert. Jetzt folgt die Feinarbeit. Bei einer Sache tun sie sich schwer: die ganz jungen Jugendlichen, also die 14- und 15-Jährigen, zu erreichen.
turi2.tv (6-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Facetime mit … Julian Reichelt: “Wir schaffen den Shitstorm ab.”


Die Scheiße stürmt nicht mehr: Bild.de will ab dem kommenden Jahr zurückhaltender über Debatten in sozialen Netzwerken berichten. "Wir haben alle in den letzten Jahren etwas zu oft und auch zu dankbar über Shitstorms berichtet", sagt Julian Reichelt im zweiten Teil des turi2.tv-Gesprächs. Hinter vielen scheinbaren Trends steckten doch nur 30 anonyme Twitter-Accounts. Für Bild.de zähle eine Meinung aus dem Netz künftig nur, wenn ein Mensch sie unter Klarnamen äußert.

Deutlich weniger Zurückhaltung wünscht sich Reichelt 2017 bei Berichten über Syrien. Der frühere Kriegsreporter hat im aktuellen Konflikt Bekannte verloren und ist sich sicher: Politiker und Journalisten werden sich "in nicht ferner Zukunft schämen für all das, was wir unterlassen haben". Bild.de habe stets berichtet, aber am Ende doch nichts bewegen können: "Dass sich in diesem Fall so wenig verändert hat, gehört für mich zu den großen Schmerzen 2016 und zu den großen Schmerzen meines journalistischen Lebens."
turi2.tv (6-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Teil 1 des Gesprächs über die Radio-Pläne bei Bild.de:
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“Süddeutsche Zeitung”: Nach Facebook-Leak sucht Arvato nach undichten Stellen.

arvato-150Arvato, für die Löschung anstößiger Inhalte von Facebook beauftragter Dienstleister, sucht nach der Enthüllung der Arbeitsumstände und Löschregeln nach undichten Stellen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Das Blatt zitiert Informanten aus dem Unternehmen, die von "heller Aufregung" sprechen. Womöglich könnten Schadenersatz-Klagen ehemaliger Mitarbeiter auf Arvato zukommen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Kai Diekmann will sich nicht allein auf Facebook und Google verlassen.

Kai Diekmann 2015b - 150"Gegen die Übermacht von Facebook und Google, digitale Inhalte zu vermarkten und sich die Werbegelder zu sichern, kommen wir kaum an."

"Bild"-Herausgeber Kai Diekmann hält Facebook und Google zwar momentan für einen "lebensnotwendigen Kiosk", weiß aber, dass sich Verlage auf Dauer noch andere Modelle überlegen müssen.
deutschlandradiokultur.de (9-Min-Audio)Kommentieren ...

Zuckerberg: Facebook ist eine Medienfirma, bloß keine “traditionelle”.

Facebook ZuckerbergFacebook ist eine Medienfirma, räumt Gründer und Chef Mark Zuckerberg in einem Videochat zögerlich ein. Es handele sich nicht um eine traditionelle Technologiefirma und nicht um eine traditionelle Medienfirma. Auch wenn Facebook selbst keine Nachrichten produziere, so mache es doch mehr, als nur Nachrichten an das Publikum auszuspielen. Die Firma sei ein "wichtiger Teil des öffentlichen Diskurses", so Zuckerberg.
techcrunch.com, cnet.comKommentieren ...

Facebook führt Live-Audio ein.

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Gehört mir: Facebook beschert Radiomacher und Podcaster mit einem verfrühten Weihnachtsgeschenk. Nach Social-Live-Video kündigt Facebook nun Social-Live-Audio an. Erste Audio-Partner sind der BBC World Service, das britische Talkradio LBC und der Buchverlag HarperCollins. 2017 will Facebook Live-Audio allen Inhalte-Produzenten anbieten, die ihre Geschichten ohne Bild, nur mit Sprache, Geräuschen und Musik erzählen - aber auch Live-Reportern, deren Internet-Verbindung für Live-Video gerade zu langsam ist.

Wie bei Live-Video können die Nutzer den Livestream direkt kommentieren oder mit den Autoren interagieren. Weil Audio-Inhalte oft nebenbei konsumiert werden, können Android-Nutzer auch zuhören, während sie andere Apps nutzen. iOS-Nutzer können beim Audio-Konsum andere Facebook-Inhalte anschauen.
theverge.com, techcrunch.com, media.fb.com, marckrueger.tumblr.com (Einschätzung)Kommentieren ...

EU-Kommission wirft Facebook falsche Angaben bei WhatsApp-Übernahme vor.

Facebook-WhatsApp PrivacyFacebook: Die EU wirft Facebook vor, bei der Übernahme von WhatsApp 2014 falsche Angaben gemacht zu haben, und prüft den Deal erneut. Dabei geht es um die Zusammenführung von Nutzerdaten von WhatsApp und Facebook, die das Zuckerberg-Netzwerk damals noch für unmöglich erklärt hat. Bleibt die EU bei ihrer Einschätzung, könnte ein hohes Bußgeld fällig werden. Facebook kann bis Ende Januar Stellung nehmen.
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Meinung: Facebooks Safety Check hat in Berlin zu früh von einem “Anschlag” gesprochen.

Facebook Logo blueFacebook: Der Safety Check des sozialen Netzwerks ist zwar zügig ausgelöst worden, war aber ungenau, kritisiert Patrick Beuth. Zunächst hatte Facebook automatisch von einem "Anschlag" gesprochen, später von einer "Gewalttat", dann von einem "Vorfall". Grund dafür ist, dass der Safety Check inzwischen automatisch ausgelöst wird, wenn bestimmte Schlagworte in einer Region eine kritische Schwelle überschreiten. Damit laufe das Netzwerk allerdings Gefahr, falsche Informationen zu streuen, findet Beuth.
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Bitkom kritisiert Regierungspläne gegen Fake News.

bitkom-150IT-Verband Bitkom kritisiert die Pläne der Regierungskoalition gegen Fake News. Die Einrichtung von Rechtschutzstellen der Unternehmen auf deutschem Boden schaffe ein "Zensurmonster", sagt Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. Nutzer müssten selbst den Wahrheitsgehalt von Posts einschätzen können, die Medienkompetenz müsse gestärkt werden. Die Facebook Germany GmbH ist Bitkom-Mitglied.
zeit.de, bitkom.org (Mitglieder), turi2.de (Background)
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“Berliner Morgenpost” nimmt umstrittenes Live-Video vom #Breitscheidplatz aus dem Netz.

berliner-morgenpost150Berliner Morgenpost reagiert auf die Kritik an einem Facebook-Video vom mutmaßlichen Anschlagsort in Berlin und stellt es auf "unsichtbar". Stattdessen veröffentlicht die Redaktion editierte Ausschnitte. In dem Live-Video war ein Reporter kurz nach dem Vorfall über den zerstörten Weihnachtsmarkt gelaufen und hatte auch Verletzte gezeigt. Passanten griffen den Journalisten an und schlugen ihm das Handy aus der Hand.
facebook.com, turi2.de (Background)

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#Breitscheidplatz: “Berliner Morgenpost” hält voll drauf.

berliner-morgenpost150Berliner Morgenpost stellt sich nach dem mutmaßlichen Anschlag in Berlin an die Spitze der Schaulustigen. Ein Reporter geht über den zerstörten Weihnachtsmarkt und zumindest für einige Passanten an die Grenze des guten Geschmacks: Er filmt und zeigt via Facebook Live auch Verletzte, die am Boden liegen. Passanten versuchen den Journalisten am Filmen zu hindern, beschimpfen ihn und schlagen ihm das Handy aus der Hand. Das Video schafft es auch ins TV und läuft etwa bei n-tv.
facebook.com (10-Min-Video, inzwischen offline)

Update
20.12., 0.24 Uhr: Die "Berliner Morgenpost" reagiert auf die Kritik an dem Video vom mutmaßlichen Anschlagsort und stellt den Film auf "unsichtbar". Stattdessen sollen auf der Facebook-Seite mehrere editierte Versionen des Videos erscheinen.
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