Facebook greift E-Mail-Kontakte von bis zu 1,5 Mio Nutzern ab.

Facebook-LogoFacebook hat die E-Mail-Kontakte von bis zu 1,5 Mio Nutzern ohne deren Wissen angezapft. Das Vorgehen sei ein Versehen, die Daten würden gelöscht, teilt das Unternehmen mit. Die Panne betrifft Nutzer, die sich über ihr E-Mail-Passwort bei Facebook angemeldet haben. Das Adressbuch dieser Nutzer sei ohne Zustimmung auf Facebook-Server hochgeladen worden.
businessinsider.com, spiegel.de

Facebook arbeitet an einem eigenen Sprachassistenten.


Alexa, was hat Facebook vor? Facebook rüstet im Kampf gegen Amazon, Apple und Google auf und plant einen eigenen smarten Sprachassistenten, berichtet CNBC. Der Speaker soll Amazons Alexa, Apples Siri und Googles Home Konkurrenz machen. Bereits seit Anfang 2018 arbeitet die AR- und VR-Abteilung an dem Projekt.

Der KI-Assistent soll u.a. in Oculus Headsets oder Facebooks smartem Videochat-Bildschirm Portal (Foto) laufen, bestätigt Facebook. Portal arbeitet bereits mit einer integrierten Spracherkennung. Nutzer können ihn mit "Hey Portal" aktivieren, jedoch nur einfache Kommandos erteilen. Für komplexere Anfragen ist bislang Amazons Alexa integriert.
cnbc.com, theverge.com

Meinung: Facebook schnürt Journalismus die Luft ab und inszeniert sich als Überlebenshelfer.

Facebook: Für das Geschäft der Tech-Konzerne hat Journalismus keine Relevanz, sagt der Journalist Mathew Ingram im Medienwoche-Interview. Wenn Medien Facebook den Rücken kehrten, büßten sie Reichweite ein. Doch etablierte Marken könnten die Interaktionsrate mit den Nutzern auf deren Online-Portalen als "wertvollere Währung" ausbauen.
medienwoche.ch

Zitat: EU legt Daumenschrauben zu langsam an, sagt Burda-Boss Paul-Bernhard Kallen.

"Wenn die Landschaft erst ausgedörrt ist, können Sie zwar irgendwo in der Sahara Bäumchen pflanzen. Geld wird aber nur in den Oasen verdient."

Burda-Boss Paul-Bernhard Kallen antwortet im "Süddeutsche"-Interview mit Flora-Metapher auf die Frage, warum ihm die Maßnahmen von EU und Kartellamt gegen Facebook und Co zu lange dauern.
"Süddeutsche Zeitung", S. 12

Facebook war am Sonntagvormittag erneut von Störungen betroffen.

Facebook hatte am Sonntagvormittag rund 2,5 Stunden technische Störungen, meldet das Portal downdetector.com. Die Gründe sind bisher unklar. Die technischen Probleme waren nicht so massiv wie im März als Facebook, WhatsApp und Instagram für viele User rund 24 Stunden lang nicht abrufbar waren.
downdetector.com, spiegel.de, theverge.com, futurezone.at, turi2.de (Background)

Facebook verdoppelt 2018 die Sicherheitskosten für Mark Zuckerberg.


Safety First: Facebook zahlt Mark Zuckerberg einen symbolischen Dollar Gehalt, dafür aber 22,6 Mio Dollar für seine Sicherheit. Die Kosten für den Schutz des Konzernchefs und seiner Familie haben sich 2018 nach Unternehmensangaben mehr als verdoppelt. Facebook nennt "negative Stimmung gegenüber unserem Unternehmen" als Grund für die Kostenexplosion.

Facebook erhöhte 2018 das Sicherheitspersonal an Zuckerbergs Wohnorten sowie während seiner Reisen. Der Facebook-Gründer geriet nach Skandalen rund um Cambridge Analytica zuletzt stärker in die öffentliche Kritik. Zum Vergleich: Amazon soll für die Sicherheit ihres Gründers Jeff Bezos 2018 rund 1,6 Mio Dollar aufgewendet haben.
sec.gov, businessinsider.de, turi2.de (Cambridge-Analytica-Skandal)

Facebook holt Peggy Alford in den Aufsichtsrat, Reed Hastings und Erskine Bowles gehen.

Facebook: Netflix-Chef Reed Hastings (Foto) und Erskine Bowles, ehemaliger Stabschef im Weißen Haus, verlassen den Aufsichtsrat nach acht Jahren. Neu in das Gremium kommt als erste dunkelhäutige Frau Peggy Alford. Sie ist derzeit bei PayPal Vice President für die Kernmärkte und arbeitete bereits als CFO für Mark Zuckerbergs Stiftung.
techcrunch.com

Instagram will einige Inhalte abstrafen, auch wenn sie nicht gegen die Richtlinien verstoßen.


Empfehlungs-Filter: Facebook kündigt an, bei Instagram künftig unangemessene Inhalte auch dann abzustrafen, wenn sie nicht gegen die Community-Richtlinien verstoßen. Solche Beiträge mit Spam, Gewalt, aber auch sexuellen Andeutungen, werden künftig nicht mehr in der Entdecken-Rubrik oder auf Hashtag-Seiten angezeigt. Dadurch wird es für Nutzer, die solche Beiträge posten, schwerer, neue Follower zu erreichen. In der Timeline und bei Stories soll es zunächst keine Abstufung geben. Dies könnte perspektivisch aber der Fall werden, wie Äußerungen von Facebook-Verantwortlichen vermuten lassen.

Facebook macht keine genauen Angaben dazu, ab wann ein Inhalt als "nicht empfehlenswert" gilt, was es für Nutzer schwer macht, die Maßnahmen einzuschätzen. Die Bewertung soll maschinell erfolgen. Dafür würde der Algorithmus derzeit antrainiert, indem Moderatoren bei der Überprüfung von verdächtigen Inhalten entsprechende Labels verteilen.
techcrunch.com, fb.com

Facebook schafft neue Funktionen zur Verwaltung des digitalen Nachlasses.


Like in Frieden: Facebook schafft neue Funktionen, um die Accounts von Verstorbenen zu verwalten. COO Sheryl Sandberg kündigt in einem Blogeintrag an, dass Nutzer künftig auf einer separate "Tribiutes"-Timeline im Profil von Verstorbenen Gedenkeinträge hinterlassen können. Die Sektion existiert nur, wenn das Profil in den Erinnerungs-Zustand versetzt wurde. Der vom Toten zuvor eingetragene Account-Nachlassverwalter kann die Beiträge moderieren und bestimmen, wer posten kann.

Zusätzlich kündigt Facebook an, dass die Eltern verstorbener Minderjähriger nun beantragen können, den in den Gedenkzustand versetzen Account zu verwalten. Auf private Nachrichten sollen sie keinen Zugriff erhalten. Technisch will Facebook zudem vermeiden, dass Freunde von Verstorbenen an deren Geburtstag erinnert werden oder aufgefordert werden, sie zu Veranstaltungen einzuladen – auch wenn ein Account noch nicht umgeschaltet wurde.
spiegel.de, fb.com, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Netzpolitik.org rekonstruiert die Arbeit in Facebooks Essener Löschzentrum.

Facebook-LogoLese-Tipp: Netzpolitik.org spricht mit Insidern und rekonstruiert die Arbeitsbedingungen im Essener Löschzentrum von Facebook, das wie ein "Hochsicherheitsbereich" aufgezogen sei. Die Mitarbeiter müssten auf ihrem Weg zur Arbeit zweimal ihren Fingerabdruck scannen. Persönliche Gegenstände müssen in einem videoüberwachten Raum eingeschlossen werden, darunter u.a. Stifte, Papier und Speichermedien.
netzpolitik.org

Australien verabschiedet Gesetz gegen Gewaltvideos.

Australien: Das Parlament handelt schnell und verabschiedet ein Gesetz gegen Gewaltvideos im Internet. Die Idee wurde vor einer Woche vorgestellt – als Reaktion auf den Facebook-Livestream des Massenmords im neuseeländischen Christchurch durch den Täter. Das Gesetz kriminalisiert Anbieter, die bei ihnen gespeicherte Videos mit "abscheulich gewalttätigem Verhalten" nicht umgehend entfernen. Es sieht bis zu drei Jahre Haft vor.
theguardian.com

Facebook bezahlt "Daily Telegraph" für positive Berichterstattung.

Daily Telegraph veröffentlicht im März Dutzende Artikel, die Facebook bezahlt hat – entsprechend lobhudelnd fallen sie aus, es geht u.a. um den Umgang des Netzwerks mit Terrorismus, Hassreden und Cybermobbing. Die Serie "Being human in the information age" besteht bislang aus 26 Artikeln, die in Print und online erscheinen. Die Zeitung und Facebook schweigen darüber, was die Berichterstattung kostet und wer die Themen setzt.
businessinsider.com

Studie: Einfluss von sozialen Netzwerken auf politische Meinungsbildung ist überschätzt.

Facebook-LogoFacebook: Der Einfluss des sozialen Netzwerks auf die politische Meinungsbildung wird überschätzt, erforscht Kelly Garrett. Bei den US-Wahlen 2012 haben sehr aktive Social-Media-Nutzer eher Falschaussagen über Obama geglaubt, der Effekt sei aber sehr gering gewesen. 2016 lagen Facebook-Vielnutzer mit ihren Einschätzungen noch näher an der Wahrheit.
"Süddeutsche Zeitung", S. 14 (Paid)

Facebook fördert deutsche Lokalzeitungen mit 2 Mio Euro.


Den Verlagen geld-fällt das: Facebook überweist 2 Mio Euro Lokalzeitungs-Entwicklungshilfe nach Deutschland – ein Teil der angekündigten 300-Millionen-Initiative. 13 deutsche Verlage nehmen das Angebot an, unter ihnen die "Rheinische Post", Funke, DuMont und Ippen. Facebook finanziert ihnen ein zwölf Wochen dauerndes Programm, in denen sie u.a. mit Digitalabo-Experten an Geschäftsmodellen basteln. Danach arbeiten die Verlage weiter im Facebook Journalism Project mit.

Ex-"Spiegel"-Geschäftsführer Jesper Doub, jetzt Facebook-Manager, sagt "Horizont", Bezahlmodelle seien ein wichtiges Element in der Finanzierung von Journalismus. "Klar ist aber auch, dass ein Abonnementmodell nicht für alle Medien funktionieren wird." Das nun beginnende Programm sei nur ein Anfang. Doub räumt ein, dass in der Zusammenarbeit von Verlagen und Facebook zuletzt öfter mal der Wurm drin war.
de.newsroom.fb.com, horizont.net (Doub, Login erforderlich), turi2.de (Background)

Mark Zuckerberg diskutiert mit Facebook-Kritiker Mathias Döpfner.


Giganten-Gipfel: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg diskutiert eine Stunde mit Springer-Chef Mathias Döpfner – über Plattformen, Journalismus und Facebooks Pläne. Das gesamte Gespräch steht als Video zum Abruf auf Zuckerbergs Facebook-Profil bereit. Zuckerberg bestätigt, dass Facebook an einem speziellen Produkt für journalistische Inhalte arbeitet – vergleichbar mit dem Video-Bereich Facebook Watch. Wie das Produkt aussehe, sei völlig offen. Facebook wolle sich mit Verlagen beraten und es nicht "in einem Vakuum bauen", sagt Zuckerberg.

Döpfner betont, dass die Zukunft des Journalismus in digitalen Bezahlangeboten liege, denn Reichweite zahle nicht die Miete. Im gesamten Gespräch stellt vor allem der gelernte Journalist Döpfner die Fragen, etwa nach Privatheit und Datenschutz. Zuckerberg sagt, das Thema sei im öffentlichen Bewusstsein und auch im Unternehmen Facebook deutlich wichtiger geworden. Für Zuckerberg ist das Gespräch, aufgezeichnet Sonntag am Rande der Springer-Management-Tagung, eine weitere vertrauensbildende Maßnahme – Döpfner ist als Präsident des Verlegerverbandes BDZV ein Kritiker der Plattformen und konnte mit dem EU-Urheberrecht gerade einen Sieg gegen die US-Tech-Giganten erringen. (Foto: Springer / Charles Yunck)
facebook.com (61-Min-Video)

Facebook verrät, warum es bestimmte Beiträge anzeigt.

Transparenz trendet: Facebook will Nutzern ab heute ausführlicher erklären, weshalb sie einen Beitrag oder eine Werbeanzeige sehen. Hierzu enthält die App künftig Infos, auf welcher Grundlage der Facebook-Algorithmus einen Beitrag in den News Feed gespült hat – etwa weil ein Nutzer häufiger auf Fotos als auf Links klickt. Bei Anzeigen wird künftig angezeigt, welche Daten der Werbungtreibende mit Facebook teilt und ob die Anzeige über eine Agentur geschaltet wurde. Facebook reagiert mit den Änderungen vor allem auf Druck aus der Politik.
de.newsroom.fb.com, handelsblatt.com

Hör-Tipp: Facebook-Rückzug des ORF ist ein heikles Signal, sagt Konrad Weber.

Hör-Tipp: Die Podcaster Levin Kubeth und Felix Ogriseck sprechen mit Konrad Weber über sein mit 30 Experten ausgearbeitetes Manifest zur Zukunft der öffentlich-rechtlichen Medien in Zeiten der Digitalisierung. Der Journalist kümmert sich um die digitale Strategie beim SRF. Es sei ein "heikles Zeichen", wenn der ORF Facebook den Rücken kehre. Öffentlich-rechtliche Inhalte sollten dort sein, wo die Menschen sind. Journalisten müssten ihre Arroganz ablegen und lernen, Themen für Social Media anders aufzubereiten.
anchor.fm (60-Min-Audio), futurepublic.media (Manifest), turi2.de (Background)


Australien fordert Konsequenzen aus Terror-Livestreams.

Facebook: Australien will Live-Streams von Terror-Attacken wie jüngst in Neuseeland künftig verhindern. Das Parlament soll hohe Geld- und Haftstrafen beschließen, sollte das Netzwerk solche Streams künftig nicht unterbinden. Auch wegen der Diskriminierung bei Wohnungsanzeigen hat Facebook Ärger: Mark Zuckerberg habe deswegen sein Juristenteam aufgestockt. Facebook-Chef wolle den Konzern "intern total umkrempeln".
"Bild am Sonntag", S. 21 (Paid), turi2.de (Background)

Mark Zuckerberg macht eigene Regulierungsvorschläge.


Rechtsrahmen nach Maß: Mark Zuckerberg wünscht sich international abgestimmte Regulierungen für das Internet. In einem Gastbeitrag in der "Washington Post", der auch übersetzt u.a. in "FAS", "Journal du Dimanche" und "La Stampa" erscheint, nennt er die EU-DSGVO als global anschlussfähiges Beispiel. Zuckerberg sieht Regulierungsbedarf in vier Bereichen: Schädliche Inhalte, Wahlkämpfe, Privatsphäre und Datenportabilität. Eine Umsetzung der Vorschläge könnte neuen Konkurrenten den Markteintritt erschweren - Facebook hat entsprechende Strukturen bereits.

Ein unabhängiges Gremium könnte künftig die Entscheidungen von Facebook bei umstrittenen Postings überprüfen, schlägt Zuckerberg vor. Die Verantwortung über blockierte Inhalte dürfe nicht allein bei den Unternehmen liegen. Wie das Gremium im Detail besetzt werde, lässt Zuckerberg als Diskussionsgrundlage offen. Auch bei Maßnahmen gegen politische Manipulation sieht Zuckerberg Defizite. In Frankreich arbeite Facebook bereits mit der Regierung zusammen. Facebook steht unter Kritik, nachdem Propaganda-Kampagnen aus Russland im US-Präsidentenwahlkampf bekannt wurden.
"FAS", S. 20 (Paid), n-tv.de

US-Wahlkampf heizt Debatte um Aufsplittung von Tech-Konzernen an.

Tech-Konzerne wie Google oder Apple verlieren in den USA an politischen Zuspruch, beobachten Roland Lindner und Winan von Petersdorff. Forderungen wie von der Präsidentschaftskandidatin Elisabeth Warren, Konzerne zu zerschlagen, sorgen für einen Stimmungswandel gegenüber den bisher als unangreifbar geltenden Vorzeigekonzernen. Doch Vormachtstellungen könnten flüchtig sein - wie einst beim Aufstieg und Fall von MySpace.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Facebook beschränkt Wahlwerbung und öffnet Archiv.

Facebook archiviert ab sofort alle politischen Anzeigen in Europa in einer öffentlichen Werbebibliothek. Parteien und Politiker, die zur Europawahl werben wollen, müssen sich registrieren. Es soll zudem nicht mehr möglich sein, politische Kampagnen von einem anderen Land aus zu starten – etwa von Italien aus in Deutschland zur Wahl einer bestimmten Partei aufrufen.
facebook.com, sueddeutsche.de, handelsblatt.com (Paid)

US-Regierung verklagt Facebook wegen Diskriminierung bei Wohnungsanzeigen.

Facebook: Die US-Regierung verklagt den Konzern wegen des Vorwurfs der Diskriminierung bei Wohnungsanzeigen. Durch Targeting hätten Immobilien-Anbieter Menschen mit bestimmter Hautfarbe, Herkunft oder Religion ausschließen können. Facebook hatte auf entsprechende Kritik schon 2016 reagiert und weitere Targeting-Möglichkeiten vergangene Woche abgeschaltet.
washingtonpost.com, horizont.net

Media Partisans setzt mittlerweile stärker auf YouTube als auf Facebook.

heftig.co und seine Ableger sollen unabhängiger von Facebook werden, sagt Joana Cidade, Chefin von Media Partisans, im Interview mit Meedia. Als Facebook seinen Algorithmus verändert hat, habe die Redaktion umgeschwenkt und verstärkt Videos produziert. Hier setze die Funke-Tochter Media Partisans mittlerweile stärker auf YouTube als auf Facebook, da man bei der Google-Tochter mehr Potential sehe.
meedia.de, turi2.de (Background)

Vice: Facebook verbannt Inhalte weißer Nationalisten.

Facebook-LogoFacebook zieht die Zügel im Kampf gegen rassistische Inhalte an, berichtet Vice. Künftig löscht die Plattform Inhalte von weiß-nationalistisch und -separatistischen Gruppen. Links zu entsprechenden Seiten werden umgeleitet zu Life After Hate – die Organisation hilft Menschen, Hassgruppen zu verlassen. Facebook geriet zuletzt in die Kritik, weil der Attentäter von Christchurch sein Moschee-Massaker live streamte.
motherboard.vice.com

Meinung: Facebooks Kampf für Privatsphäre erschwert den Kampf gegen Hassbotschaften.

Facebook: Mark Zuckerberg könnte beim Kampf gegen Hassbotschaften Öl ins Feuer gießen, weil er als Reaktion auf mehrere Datenskandale Facebook zu einem Vorreiter für Privatsphäre machen will, schreibt Jake Kanter bei Business Insider. Die dafür erforderliche Verschlüsselung von Nachrichten mache es nämlich schwerer, Inhalte wie das Video aus Christchurch zu identifizieren. Kritiker warnten, Facebook könne sich mit dem Verweis auf Verschlüsselung sogar aus der Verantwortung für die Verbreitung von Hassbotschaften ziehen.
businessinsider.de, turi2.de (Background)

Facebook: Millionen Passwörter waren unverschlüsselt für Mitarbeiter einsehbar.

Facebook-LogoFacebook muss erneut eine Sicherheitspanne eingestehen: Hunderte Millionen Passwörter von Nutzern seien unverschlüsselt für Mitarbeiter einsehbar gewesen, teilt das Unternehmen mit. Der Fehler sei im Januar aufgefallen und mittlerweile behoben. Facebook habe keine Hinweise darauf, dass tatsächlich jemand auf die Passwörter zugegriffen habe. Das Unternehmen will die Betroffenen, hauptsächlich Nutzer von Facebook Lite, aber auch normale Facebook- sowie einige Instagram-User, informieren.
rp-online.de, newsroom.fb.com

Instagram wird zum Online-Handelsplatz.


Selfie sells: Instagram startet das Programm Checkout. Nutzer können damit künftig direkt in der Foto-App Produkte verschiedener Marken kaufen. Checkout startet zunächst in den USA mit 23 Partnern, darunter Adidas, H&M, Nike und Zara, aber auch Luxus-Marken wie Prada oder Balmain. Nutzer können mit Kreditkarten oder PayPal zahlen.

Instagram plant, seine Shopping-Aktivitäten auszubauen, um so eine weitere Einnahmequelle neben Werbung zu etablieren. Nach einer Beta-Phase soll das Checkout-Programm allen Marken wahlweise direkt oder über E-Commerce-Partner wie Shopify offen stehen.
handelsblatt.com, business.instagram.com