Union und SPD einigen sich auf Grundzüge des Netzhetze-Gesetzes.


Soziales Gesetzwerk: Union und SPD einigen sich auf Grundzüge des Gesetzes gegen Hasskriminalität im Internet. Das geplante Gesetz soll soziale Netzwerke wie Facebook verpflichten, offensichtlich strafbare Inhalte innerhalb von 24 Stunden nach Eingang einer Beschwerde zu löschen oder zu sperren. Nicht eindeutige Fälle müssten innerhalb einer Woche entschieden werden.

Plattformen wie Facebook und YouTube sollen laut "Spiegel" einen Zustellungsbevollmächtigen in Deutschland einsetzen müssen. Dieser müsse innerhalb von zwei Tagen Behörden, die sich wegen illegaler Inhalte melden, Auskunft erteilen. Die Regierung wolle den sozialen Netzwerken erlauben, ein gemeinsames Zentrum zur Prüfung der Beschwerden einzurichten, das Informationen über seine Arbeit veröffentlicht.

Das Bundesjustizministerium unter Heiko Maas soll die Pläne nun schriftlich zusammenfassen. Die endgültige Einigung könnte kommende Woche folgen.
spiegel.de, sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

News Corp. führt Gespräche mit Facebook über ein Abo-Model.

News Corp. befindet sich in "sehr weit fortgeschrittenen" Gesprächen mit Facebook zu einem Abo-Model für seine Online-Inhalte, sagt CEO Robert Thomson. Facebooks Lösung sei nicht nur für sein Unternehmen, sondern auch für kleine Verlage wirksam, so Robert Thomson. Vor kurzem hatte das zu News Corp. gehörende "Wall Street Journal" bereits über Facebooks Pläne für eine Abo-Funktion berichtet.
adage.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Welt" steigt bei Instant Articles aus.

Welt zieht bei Instant Articles den Stecker und steigt als erstes deutsches Medium aus, schreibt Meedia. Die Springer-Zeitung will Facebook-Nutzer künftig wieder auf das eigene Mobil-Angebot locken. Springer ist mit der Monetarisierung der Instant Articles unzufrieden. Bei stern.de sei noch keine Entscheidung über den Verbleib im Facebook-Projekt gefallen. "New York Times" und "Guardian" sind bei dem Projekt bereits ausgestiegen.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

WhatsApp will keine Daten mit deutschen Behörden teilen.

WhatsApp wehrt sich gegen den großen Lauschangriff deutscher Behörden. Das Facebook-Unternehmen gibt an, wegen Verschlüsselung keinen Zugriff auf Chats zu haben. Deshalb könne WhatsApp keine Daten an Behörden rausgeben. Auch Threema winkt ab – mit dem Verweis, als Schweizer Unternehmen der Schweizer Gesetzgebung zu unterstehen.
"Welt am Sonntag", S. 14 (Paid)Kommentieren ...

Heiko Maas lenkt bei seiner Sieben-Tage-Löschfrist ein.

Heiko Maas besteht nicht mehr darauf, dass Facebook und Co Hasskommentare und Falschbehauptungen binnen sieben Tagen löschen müssen, schreibt der "Spiegel". An einem abschwächenden Zusatz solle das Gesetz nicht scheitern, sagt er bei einer SPD-Veranstaltung. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages sieht im aktuellen Gesetzesentwurf von Maas einen Eingriff in die Meinungsfreiheit. Die "FAZ" erfährt von einer Beschlussvorlage der Grünen, die eine Regelung vorsieht, die dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz ausdrücklich ähneln und auch für Social Bots gelten soll.
"Spiegel 25/2017" S. 28 (Paid), "FAZ", S. 22 (Paid) turi2.de (Background)Kommentieren ...

Datenleck bei Facebook: Profile von 1.000 Moderatoren sichtbar für Terroristen.

Facebook versagt beim Schutz seiner Löschtrupp-Mitglieder: Die Daten von 1.000 Mitarbeitern sollen offen sichtbar für mutmaßliche Terroristen gewesen sein, berichtet der "Guardian". Ein Moderator der Plattform soll aus Angst um sein Leben aus seinem Wohnort Dublin geflüchtet sein. Laut "Guardian" soll es Ende 2016 einen Software-Fehler gegeben haben: Administratoren von Facebook-Gruppen konnten demnach das private Profil eines Facebook-Moderators anschauen, nachdem ein Co-Administrator ihrer Gruppe gelöscht wurde.

Bei den betroffenen Facebook-Moderatoren soll es sich um externe Mitarbeiter handeln, die bei der irischen Outsourcing-Firma Cpl Recruitment arbeiten. Facebook räumt den Vorfall ein. Das Unternehmen bietet betroffenen Mitarbeitern u.a. an, eine Alarmanlage zu Hause einzubauen. Auch sollen sie kostenlos und sicher zu ihrem Arbeitsplatz gebracht werden. Laut "Guardian" sind die Löschtrupp-Mitglieder "Arbeiter zweiter Klasse" mit einem Stundenlohn von 13 Euro.
theguardian.comKommentieren ...

Algorithmen sollen bei Facebook Terror-Propaganda aufspüren

Facebook-LogoFacebook will mit künstlicher Intelligenz Terror-Propaganda aufspüren und damit Gesetzen aus dem Weg gehen, wie sie Deutschland, Frankreich und Großbritannien planen. Kampfszenen in einem Videospiel von einem IS-Gewaltvideo zu unterscheiden, sei technisch möglich, schwieriger werde es für Maschinen jedoch, Humor oder Ironie zu erkennen, prognostizieren Experten.
handelsblatt.comKommentieren ...

Studie: RT Deutsch ist Spitzenreiter bei Facebook-Interaktionen.

RT Deutsch mobilisiert Facebook-Nutzer so erfolgreich wie kein anderes deutsches Medium, ergibt eine Studie der TU München. Seit dem Start des Russia-Today-Ablegers vor zweieinhalb Jahren klicken Nutzer 5,4 Mio mal "Gefällt mir" oder eine andere Reaktion und schreiben 700.000 Kommentare. Die "Süddeutsche" kommt innerhalb von fünf Jahren nur auf 1,4 Mio Likes und 200.000 Kommentare.
wiwo.de, facebook.com/RTDeutsch/Kommentieren ...

Renate Künast erlebt "ganz zufriedene" Mitarbeiter bei Facebooks Feuerwehr.


Hausbesuch: Renate Künast bekommt eine Audienz bei Arvatos Facebook-Löschtruppe in Berlin. Am Mittwoch hat die Grüne als erste Politikerin Zugang zu den Mitarbeitern erhalten. Zuvor habe sie zwei Jahre um Einlass gebeten, sagt sie im Deutschlandfunk und berichtet von Mitarbeitern, die einen "ganz zufriedenen Eindruck" machten. So müssten die Content-Kontrolleure Gewaltvideos nur prüfen, wenn sie sich selbst dazu bereit fühlten, und dann auch nur maximal zwei Stunden am Tag. Arvato biete den Mitarbeitern psychologische Betreuung an. Ende 2016 hatten Facebook-Mitarbeiter im "SZ-Magazin" über hohen psychischen und zeitlichen Druck berichtet.

Künast wisse natürlich, dass Arvato sein Facebook-Löschteam von der besten Seite präsentiere. Trotzdem glaube sie, dass bei Facebook unter öffentlichem Druck ein Umdenken einsetze: Es reiche nicht mehr, "nur bestimmte Aufgabenerledigungen zu behaupten", sondern müsse es auch zeigen. Daher halte sie die Angaben für glaubhaft. Facebook dürfte kein Interesse daran haben, "dass ich später rausfinden würde, dass ich angelogen wurde", sagt Künast. (Archivfoto: dpa, Montage: turi2)
deutschlandfunk.de, sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Facebook räumt zögerlich Fehler im Umgang mit Hass und Propaganda ein.


Eva-Maria Kirschsieper (Mitte), deutsche PR-Chefin, und Zentraleuropa-Chef Martin Ott (rechts) führen Bundesinnenminister Thomas de Maizière (links) durchs Berliner Facebook-Büro. (Archivfoto von August 2016: Stefanie Loos / picture alliance / dpa)


Gefällt uns vielleicht: Facebook hat im Umgang mit Hass und Propaganda bisher nicht die beste Performance abgeliefert - eine Einsicht, auf die nun auch Facebook selbst kommt. Im Interview mit dem "Handelsblatt" räumt Facebooks Zentraleuropa-Chef Martin Ott ein: "Wir haben in der Vergangenheit sicherlich Fehler gemacht" und weiter: "Vielleicht waren wir am Anfang etwas zu zögerlich und überrascht vom plötzlichen Ausmaß des Hasses auf der Plattform." Ein klares Bekenntnis klingt anders, aber als europäischer Statthalter eines börsennotierten US-Unternehmens darf sich Ott auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Viel lieber erzählt er, dass Facebook beim Löschen illegaler Inhalte schon "deutlich besser geworden" und "auf dem richtigen Weg" sei.

Vom Gesetzesentwurf von Heiko Maas hält Facebook verständlicherweise nichts. Das Gesetz sei "nicht zielführend". Zu entscheiden, was legal oder illegal ist, sei "Aufgabe von Gerichten", nicht von privaten Unternehmen, sagt Ott. Er ist aber offen für eine "Zusammenarbeit mit der Justiz, mit der Politik und der Zivilgesellschaft". Massenhaft "wirtschaftlich getriebene Falschmeldungen" wie im US-Wahlkampf erwartet Ott im Hinblick auf die Bundestagswahl nicht. Die Gegenmaßnahmen im französischen Wahlkampf, etwa die Sperrung von Profilen, hätten "sehr gut funktioniert".
"Handelsblatt", S. 4/5 (Paid), dwdl.de (Zusammenfassung)Kommentieren ...

Facebook veröffentlicht Zahlen zu Instant Articles und zahlt Verlagen pro Tag durchschnittlich 100 Dollar.

Facebook veröffentlicht Zahlen zu Instant Articles: In den letzten sechs Monaten sei der Umsatz pro 1.000 Page Views für Publisher um 50 % gestiegen. Außerdem sei die Zahl der Verlage, die Instant Articles nutzen, im letzten halben Jahr um 25 % gestiegen. Marvin Schade rechnet aus, dass der Tagesumsatz pro Verlag allerdings nur bei etwa 100 Dollar liegt. Das Programm steht in der Kritik, erst kürzlich stiegen "New York Times" und "Guardian" aus.
per Mail, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Welt" testet Nachrichten per Facebook-Messenger.

Welt verschickt seit kurzem kostenlos Nachrichten über den Facebook-Messenger, berichtet David Hein. Zwei Mal am Tag erhalten angemeldete Nutzer einen kurzen Nachrichtenüberblick aus drei Meldungen. Hinzu kommen im Bedarfsfall Eilmeldungen. Mit dem Dienst erhofft sich die "Welt" neue Leser und auch Abonnenten zu gewinnen – ein Welt-Plus-Abo können Nutzer direkt über den Messenger abschließen.
horizont.netKommentieren ...

Die Marke Google ist 245,6 Mrd Dollar wert, sagt die Markenwertstudie Brand Z.

Markenwertstudie Brand Z: Google landet mit 245,6 Mrd Dollar wie im Vorjahr auf Platz 1, danach folgen Apple mit 234,7 Mrd Dollar und Microsoft mit 143,2 Mrd Dollar. Die Studie misst mit Hilfe von Finanzkennzahlen und einer Verbraucherbefragung von über drei Mio Menschen den Wert der 100 teuersten Marken. Die fünf Erstplatzierten, zu denen noch Amazon und Facebook zählen, machen ein Viertel des Gesamtwertes der Top 100 aus.
"Handelsblatt", S. 22 (Paid)Kommentieren ...

RTL-Vermarkter Matthias Dang appelliert an Werbekunden, Anzeigen bei Google und Facebook zu hinterfragen.


Verteidigungstaktik: Matthias Dang, Chef des RTL-Vermarkters IP Deutschland, holt zum Großangriff auf Google und Facebook aus. Die Online-Plattformen seien im Werbemarkt "drastisch überbewertet", sagt Dang im Interview mit "W&V" und fordert von Werbekunden, Google und Facebook mit dem gleichen Maß zu messen, wie das Fernsehen. Wenn Live-Videos etwa von Morden bei Facebook erst nach 24 Stunden gelöscht würden, sollten die Werber sich fragen, ob sie überhaupt einen Konzern unterstützen wollen, "der so etwas zulässt". Die Vorstellung, dass in einem solchen Umfeld Werbung läuft, findet Dang "gruselig".

Facebook und Google finanzieren sich zu 100 % aus Werbegeld, daher "können sie für uns nur Konkurrenten sein", sagt Dang. Zwar nutzen auch die RTL-Sender Facebook & Co zur Promotion von Sendungen und eigenen Angeboten, aber komplette Serienfolgen bei Facebook oder YouTube zu zeigen, "das schließt sich strategisch komplett aus". Die Ausstrahlung des Senders Geo TV über Amazon Channels sei eine Ausnahme, da Geo ein Pay-TV-Sender ist. Dangs klare Linie: "Wir werden uns auf kein Modell einlassen, bei dem wir Videovermarktungserlöse teilen müssen."
"Werben & verkaufen" 23/2017, S. 46 - 51 (Paid), wuv.de (Kurzfassung), dwdl.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Uwe Buse portraitiert Gerald Hensel.

Lese-Tipp: Gerald Hensel, Initiator der Kampagne #keinGeldfürRechts, wurde von einem Shitstorm aus dem Job gefegt. Hensel hat seitdem etwa 15.000 Euro in seine Initiative Fearless Democracy investiert. Uwe Buse portraitiert den Digitalstrategen, der aktuell "für sich selbst und seine Zukunft" werbe.
"Spiegel 23/2017", S. 50 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Wissenschaftlicher Dienst des Bundestags hält Maas' Facebook-Gesetzentwurf für mangelhaft.

Facebook-Gesetz von Heiko Maas droht zu scheitern: Ein geheimes Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, das nur der Auftraggeber selbst kennt, kommt laut "Focus" zum Ergebnis, der Gesetzentwurf sei handwerklich schlecht gemacht, inhaltlich bestünden schwere Europarechts- und verfassungsrechtliche Bedenken. Alexander Wendt schreibt, Maas liefere für seine Behauptung, strafbare Postings im Netz nähmen besorgniserregend zu, außerdem keine Belege.
"Focus 23/2017", S. 30 (Paid)Kommentieren ...

"Wirtschaftswoche": Facebook hat in Berlin das falsche Personal für erfolgreiche Lobbyarbeit.

Facebook-LogoFacebook wird künftig mehr Geld und Personal aufwenden müssen, um im politischen Berlin gut Wetter zu machen, schreibt die "Wirtschaftswoche". Die Autoren stellen Cheflobbyistin Eva-Maria Kirschsieper als dafür gänzlich ungeeignet dar: Unter ihr habe Facebook sich den Ruf erarbeitet, "für das deutsche Grundgesetz oder für die Befindlichkeiten hiesiger Bürger herzlich wenig übrig zu haben".

Für das soziale Netzwerk stehe viel auf dem Spiel, sollte das Facebook-Gesetz so kommen, wie von Justizminister Maas geplant: Wenn Lügen und Hass konsequent gelöscht werden müssten, hätte das Auswirkungen auf das Geschäftsmodell, weil Facebook von Aufregung profitiert. Bisher hat Mark Zuckerberg, sobald es politisch eng wurde, die Lobbyarbeit massiv ausgebaut – etwa in den USA und in Brüssel. Das sei nun auch für Deutschland zu erwarten.
"Wirtschaftswoche" 23/2017, S. 28-30, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Philipp Schindera luschert für die Social-Media-Strategie der Telekom bei der US-Tochter.


Ein bisschen US-Glamour: Telekom-Chef Tim Höttges tritt neuerdings bei Instagram und Facebook auf und erklärt Quartalszahlen und andere Neuigkeiten vom rosa Riesen in kurzen Selfie-Videos. Das klingt verdächtig nach T-Mobile USA – US-Chef John Legere ist ein Social-Media-Star mit mehr als 4 Mio Twitter-Followern. Philipp Schindera, Kommunikationschef der Telekom, sagt im Interview mit "Horizont" und turi2.tv, dass er die US-Kollegen nicht kopieren wolle, aber John Legere zeige, wie man sehr erfolgreich Social Media machen kann. "Davon können einige – auch wir – was lernen."

Neue Impulse für die Kommunikation des Konzerns mit knapp 220.000 Mitarbeitern zieht Schindera nicht nur aus den USA. Er setzt auf ein bunt gemischtes Team aus "alten Haudegen", die die klassische Kommunikation von der Pike auf gelernt haben, und vielen jungen Kollegen, die sich mit den neuen Medien bestens auskennen. Schindera geht es nicht darum, die eine perfekte Idee zu haben. Er will gerade in den sozialen Medien viel ausprobieren. Wenn sich eine Idee am Ende als schlecht erweise, sei das nicht schlimm.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Facebook plant offenbar einen Teenie-Messenger mit Eltern-Kontrolle.

Facebook-LogoFacebook plant offenbar einen Messenger namens "Talk" für Jugendliche, der deren Eltern ermöglicht, festzulegen, wen ihr Nachwuchs kontaktieren kann. Einen eigenen Facebook-Account brauchen die Jugendlichen für die Nutzung nicht. Fraglich ist, wie begeistert die angepeilte Zielgruppe auf einen eltern-gesteuerten Messenger reagiert. theinformation.com, androidcentral.comKommentieren ...

Facebook und "Cosmopolitan" kooperieren bei Live-Streaming.

Facebook-LogoFacebook und das Bauer-Magazin "Cosmopolitan" kooperieren in Sachen Live-Streaming, berichtet Roland Pimpl. Bauer bekommt die Sendeproduktion bezahlt, Facebook will sich mit Verlagsinhalten in Echtzeit-Übertragung besser gegen die Konkurrenz von Google und YouTube aufstellen. Nutzer des Angebots können u.a. Interviewfragen beisteuern; 30 Echtzeit-Streams sind geplant.
horizont.netKommentieren ...

Video-Tipp: Hillary Clinton spricht bei der Code Conference über ihre Wahlniederlage.

Video-Tipp: Hillary Clinton tritt zum Wahlkampf-Nachklapp auf der Code Conference an. Im Interview mit Kara Swisher und Walt Mossberg macht sie Fake News und deren exponentielle Verbreitung bei Twitter und Facebook für Trumps Wahlerfolg mitverantwortlich. Schuld an ihrer Niederlage hätten auch die Ermittlungen des FBI gegen sie. Bis dahin habe sie in den Umfragen klar geführt.
youtube.com (77-Min-Video) via meedia.de

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Urteil: Facebook muss keine Daten von Verstorbenen rausrücken.

Facebook muss Angehörigen keine Einsicht in die privaten Daten eines Verstorbenen gewähren, entscheidet das Berliner Kammergericht. Eine Mutter klagt, weil sie Chat-Nachrichten ihrer 2012 gestorbenen Tochter lesen möchte. Die 15-Jährige war von einer U-Bahn erfasst worden – die Mutter will wissen, ob ihr Kind gemobbt wurde und sich deshalb vor die Bahn geworfen hat.

Das heutige Urteil ist die zweite Instanz in dem Fall, in erster Instanz hatte Facebook verloren. Facebook will die Daten nicht rausgeben, weil damit auch die privaten Chat-Äußerungen von Freunden des Mädchens öffentlich würden. Der Fall ist der erste seiner Art in Deutschland. Die Mutter kann gegen das heutige Urteil Revision beim Bundesgerichtshof einlegen.
welt.de, rbb-online.de, spiegel.de (Background)1 Kommentar

Facebook stellt gelöschten Beitrag nach Abmahnung wieder online.

Facebook entsperrt einen zunächst gelöschten Beitrag des Islamkritikers Markus Hibbeler. Medienanwalt Joachim Steinhöfel kommt mit einer Abmahnung durch, Facebook entschuldigt sich und spricht von einem Versehen. Das Unternehmen sichert aber nicht zu, dass der Beitrag dauerhaft stehen bleibt. Der Fall ist spannend in der Diskussion um das geplante Netzwerkdurchsetzungsgesetz von Minister Heiko Maas. Kritiker fürchten vermehrt vorschnelle Löschungen, falls das "Facebook-Gesetz" kommt.
faz.net, tagesspiegel.deKommentieren ...

Meinung: Verlage geben mit AMP ihre Souveränität ab.

Verlage geben in ihrer digitalen Verzweiflung zunehmend Souveränität an Tech-Konzerne ab, beobachtet Fabian Mirau. Statt auf Instant Articles und die beschleunigten Mobilseiten AMP von Google zu setzen, könnten Medienhäuser ihre Seiten selbst schlanker gestalten. Mirau fürchtet, dass Google immer mehr Seiten kontrolliert, den Inhalte-Produzenten aber nur eingeschränkte Dateneinsicht und Vermarktung ermöglicht.
basicthinking.deKommentieren ...

Facebook wehrt sich gegen Maas-Gesetz.


Maas-los: Facebook meldet sich erstmals selbst zum geplanten Netzwerkdurchsetzungsgesetz zu Wort. Das von Heiko Maas geplante Gesetz sei "ungeeignet", um Hasskommentare und Fakenews zu bekämpfen, schreibt Facebook in einer Stellungnahme, die der "Wirtschaftswoche" vorliegt. Der Staat dürfe eigene Versäumnisse und die Verantwortung dafür "nicht auf private Unternehmen abwälzen". Es sei eine "öffentliche Aufgabe", Hate Speech und Falschmeldungen zu bekämpfen und zu verhindern, "der sich der Staat nicht entziehen darf".

Als global agierender Konzern warnt Facebook - nicht zuletzt aus eigenem Interesse - vor einem "nationalen Alleingang" und fordert zumindest eine europäische Lösung. Die geplanten Bußgelder von bis zu 50 Mio Euro stehen für Facebook in keinem Verhältnis zum sanktionierten Verhalten.
wiwo.de

Ergänzung, 29. Mai, 09.00 Uhr: Daniel Bouhs weist darauf hin, dass sich Facebook auch schon früher zum Gesetz geäußert hat.
youtube.com (10-Min-Mitschnitt)Kommentieren ...

US-Techfirmen fordern Änderungen an rechtlicher Grundlage zu Prism.

US-Techfirmen fordern den US-Kongress auf, bei der Verlängerung der rechtlichen Grundlage für Geheimdienst-Programme wie Prism Änderungen durchzuführen. In einem offenen Brief fordern sie unter anderem, dass weniger Daten von Unverdächtigen gesammelt werden und den Konzernen mehr Rechte eingeräumt werden, Datenanfragen offenzulegen. Zu den Unterzeichnern gehören Amazon, Facebook, Google, Microsoft, Snap und Twitter.
theverge.com, ccianet.org (Brief)
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Facebook verbindet Instant Articles mit Googles AMP und Apple News.


Tür im Walled Garden: Facebook ermöglicht es Publishern künftig, ihre als Instant Articles erstellten Beiträge auch in die Konkurrenzformate von Google und Apple umzuwandeln. In seinem open source Software Development Kit hat der Konzern eine Erweiterung hinzugefügt, mit der Accelerated Mobile Pages (AMP) von Google erstellt werden können. Eine entsprechende Erweiterung für Apple News hat der Konzern angekündigt. Die technische Umsetzung mithilfe der Software obliegt jedoch den Publishern selbst.

Der Schritt ist eine Abkehr von der bisherigen Praxis, bei der die Formate eher in Konkurrenz zueinander standen. Facebook schreibt, das neue Feature sei als Wunsch im Rahmen des Facebook Journalism Projects an die Verantwortlichen herangetragen worden. Es kommt zu einer Zeit, zu der sich viele namhafte Publisher wie die "New York Times" oder Forbes von den Instant Articles zurückziehen, da sie nicht genügend Möglichkeiten der Monetarisierung sehen.
techcrunch.com, media.fb.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Facebook investiert bis zu 250.000 Dollar je Show in seine TV-Inhalte.

Facebook investiert jeweils bis zu 250.000 Dollar in seine eigenen TV-Shows, berichtet businessinsider.de. Demnach hat das Netzwerk Deals mit Vox Media, BuzzFeed, ATTN und Group Nine Media eingetütet. Für längere, aufwendige Produktionen plant Facebook 250.000 Dollar pro Show, kurze Formate lässt das Netzwerk sich 10.000 bis 35.000 Dollar kosten. Die Produzenten werden außerdem an den Werbeeinnahmen von zwischengeschalteten Anzeigen beteiligt.
businessinsider.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Facebook sperrt Inhalte, die Holocaust leugnen, nicht in allen Ländern, in denen dies strafbar ist.

Facebook-LogoFacebook: In 14 Ländern ist es strafbar, den Holocaust zu leugnen, das Netzwerk sperrt aber nur in acht dieser Länder, u.a. Deutschland, Belgien und Italien, entsprechende Inhalte. In internen Schulungsunterlagen schreibt Facebook, Inhalte würden nicht entfernt, "bis ein Land den politischen Willen nachgewiesen hat, nationale Zensurgesetze durchzusetzen".
taz.deKommentieren ...

Julia Jäkel: Facebook muss Verantwortung für Fake News und Hate Speech übernehmen.


Facebooks Realität und Zuckerbergs Anspruch: Julia Jäkel, Vorstandschefin von Gruner + Jahr, fordert von Facebook, endlich Verantwortung für Fake News, Beleidigungen und Gewaltdarstellungen zu übernehmen. Gründer Mark Zuckerberg nehme für sich in Anspruch, das gesamte soziale Gefüge der Gesellschaft abzubilden, es brauche aber sehr viel guten Willen, um zu glauben, dass Zuckerberg seine Verantwortung erkannt habe, sagt Jäkel auf dem European Newspaper Congress in Wien.

Es sollte nicht nur Sales-Truppen von Facebook in Deutschland geben, sondern auch Ansprechpartner für Partnerschaften und die Regulierung des sozialen Netzwerks, fordert Jäkel. Sie vergleicht Facebook mit den Verlagen in den 1950er Jahren: Damals hätten sich die Verlage zusammengetan und u.a. mit dem Presserat für eine Selbstkontrolle gesorgt. Ähnliches erwartet Jäkel auch von Facebook.
daniel-bouhs.de, youtube.com (4-Min-Video)

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