"NYT": Facebook ließ Netflix und Spotify private Chats mitlesen.

Facebook-LogoFacebook hat den nächsten Datenskandal am Hacken: Wie die "New York Times" berichtet, hat das Netzwerk Partnern wie Netflix und Spotify Zugriff auf private Chat-Nachrichten seiner Nutzer gegeben. Programmierer von Bing, Amazon und Yahoo konnten die Verbindungen der Nutzer untereinander einsehen. In seinen Geschäftsbedingungen schreibt Facebook zu einer so weitgehenden Datenweitergabe an Dritte nichts.
nytimes.com, derstandard.at

Facebook lässt Standortnutzung nicht vollständig deaktivieren.


Unfreiwillig verfolgt: Facebook zeigt Nutzern auch dann lokale Werbung an, wenn sie Facebook die Lokalisierung nicht erlauben, berichtet Gizmodo. Facebook nutze dafür keine Wlan-Daten, teilt ein Facebook-Sprecher mit, sehr wohl aber die IP-Adresse der Nutzer sowie Informationen über Orte oder Veranstaltungen, an denen sie einchecken. "Es gibt keine Möglichkeit für die Nutzer, die Verwendung des Standorts für Anzeigen vollständig zu deaktivieren", schreibt der Facebook-Sprecher.

Zuerst entdeckt hatte diese Methode Assistenz-Professorin Aleksandra Korolova von der University of Southern California. Facebook begründet die Nutzung der Standortdaten damit, dass das soziale Netzwerk seinen Nutzern einen "guten Service" bieten wolle. Dazu gehöre auch, "sicherzustellen", dass die Nutzer Facebook in der richtigen Sprache angezeigt bekommen, genauso Hinweise auf lokale Veranstaltungen - und eben lokale Werbung.
gizmodo.com via businessinsider.de, medium.com/@korolova

Frankreich führt Digitalsteuer auf eigene Faust ein – schon in zwei Wochen.


Auf die Techkonzerne, Citoyens: Frankreich führt zum 1. Januar im Alleingang eine Digitalsteuer auf den Umsatz der Tech-Konzerne wie Google, Apple, Facebook und Amazon ein, sagt Finanzminister Bruno Le Maire. Er nennt keinen Steuersatz, rechnet aber mit einem Aufkommen von rund 500 Mio Euro in 2019. Die Steuer soll auf Umsätze aus Werbung, Plattformen und dem Verkauf personenbezogener Daten fällig werden.

Deutsch-Französische Planspiele rechneten bisher mit einem Steuersatz von 3 %. Die Einnahmen sollen Teile der sozialen Wohltaten gegenfinanzieren, die Präsident Emmanuel Macron den protestierenden Gelbwesten zugesagt hat. Eigentlich wollten Deutschland und Frankreich die Steuer koordiniert einführen, in Paris ist aber offenbar die Geduld ausgegangen.
politico.eu, lefigaro.fr, turi2.de (Background)

Facebook verbannt sexuelle Andeutungen.

Facebook-LogoFacebook untersagt anzügliche Bemerkungen, sexuelle Andeutungen und die Erwähnung von Sexstellungen oder Vorlieben, entdeckt die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation in den Gemeinschaftsstandards des sozialen Netzwerks. Dies gelte auch für private Chats, wobei Facebook nur einschreite, wenn eine Partei die Posts meldet. Die Änderungen hat Facebook bereits im Oktober durchgeführt, bisher aber nicht öffentlich kommuniziert.
sueddeutsche.de

Facebook gibt versehentlich Fotos von 6,8 Mio Nutzern frei.

Facebook gesteht erneut eine grobe Daten-Panne ein. Der Fehler gab App-Entwicklern unerlaubten Zugriff auf Fotos von bis zu 6,8 Mio Nutzern – darunter auch Fotos, die sie hochgeladen, aber nie geteilt haben. Dieser Fehler blieb im September 12 Tage unentdeckt. Erst jetzt macht Facebook ihn öffentlich. Vor Kurzem war bekannt geworden, dass Hacker Daten von 30 Mio Nutzern abgreifen konnten.
developers.facebook.com, techcrunch.com, turi2.de (früherer Daten-Skandal)

Facebook Watch erreicht 400 Mio Nutzer im Monat.

Facebook-LogoFacebook erreicht mit seiner YouTube-Alternative Facebook Watch 400 Mio Nutzer, die im Monat mindestens eine Minute über den Dienst streamen. Vor vier Monaten lag die Zahl noch bei 50 Mio. 75 Mio Nutzer schauen über Watch mindestens eine Minute am Tag, im Durchschnitt sind es 20 Minuten. Die Werbeeinnahmen von Facebook Watch sollen jedoch unter den Erwartungen liegen.
techcrunch.com, theverge.com

Basta: Facebook macht aus seinem Datenschutz eine Eintagsfliege.

Schnell erklärt: Facebook eröffnet im New Yorker Bryant Park Holiday Village einen Pop-Up-Store. An dem Stand sollen Nutzer erfahren, wie Privatsphäre und Datenschutz bei Facebook funktionieren, oder warum kurz nach dem Weihnachts-Shopping Anzeigen desselben Produkts in der Timeline auftauchen. Da Facebook Datenschutz ja eher nicht als ein besonders erklärungsbedürftiges Gut ansieht, hat der Store nur für einen Tag geöffnet.
adweek.com

"Le Monde" behauptet sich mit Vermarktungsallianz und hohem Abo-Umsatzanteil.

Qualitätsmedien können durchaus gegen Google und Facebook bestehen, erklärt Louis Dreyfus, Verleger der französischen Tageszeitung "Le Monde", im Interview bei Digiday. Er versucht, der billigen Reichweite der Tech-Riesen ein sicheres Markenumfeld mit hochwertigen Lesergruppen entgegenzusetzen. Die Digital-Vermarktungsallianz mit dem konservativeren "Le Figaro" habe in den ersten 10 Monaten bereits 5 Mio Euro eingespielt. 55 % der Digitalumsätze bei "Le Monde" stammten aus Abos.
digiday.com, lemonde.fr (Background Allianz)

NetzDG sorgt für weniger Nutzer-Beschwerden als erwartet.

NetzDG: Das Gesetz, das Löschfristen für Hasskommentare vorgibt und seit Jahresbeginn in Kraft ist, zieht weniger Beschwerden nach sich als erwartet. Nur 704 gingen bis Ende November beim Bundesamt für Justiz ein. Der Bundestag hatte mit rund 25.000 gerechnet. Unklar ist, ob die Nutzer so wenig Anstößiges finden, sie ihre Möglichkeiten nicht kennen - oder das Beschwerdeformular zu gut versteckt ist.
spiegel.de

UK-Parlament veröffentlicht interne Facebook-Dokumente.


Transparenz vor Intransparenz: Das britische Parlament veröffentlicht Auszüge aus internen Facebook-Dokumenten im Rahmen der Untersuchungen des Datenskandals um Cambridge Analytica. Die Dokumente wurden Ende November vom App-Entwickler Six4Three beschlagnahmt. In den veröffentlichten Papieren befinden sich u.a. E-Mails von und an Facebook-Chef Mark Zuckerberg sowie weitere leitende Führungskräften von Facebook.

Damian Collins, Vorsitzender des Ausschusses für Digitales, Kultur, Medien und Sport im UK-Parlaments, fasst die Ergebnisse der Untersuchung in sechs Punkten zusammen. Facebook habe u.a. die Daten von Anrufen und Textnachrichten von Android-Nutzern gespeichert und versucht, dies vor den Nutzern zu verbergen. Auch Daten über die Nutzung von Apps soll Facebook so abgegriffen haben – Ziel sei es gewesen, durch das unwissentliche Ausspähen der Smartphone-Nutzung herauszufinden, wer die größten Konkurrenten sind und welches Unternehmen sich Facebook demnach als nächstes einverleiben sollte.

Derweil mache sich unter den Facebook-Angestellten Unmut aufgrund der anhaltenden negativen Berichterstattung breit, berichtet BuzzFeed. Sowohl aktuelle als auch ehemalige Mitarbeiter beschreiben die Atmosphäre innerhalb des Unternehmens als angespannt und teilweise sogar feindselig. Man hoffe intern "auf einen Sundar- oder Dara-Moment" – also einen Führungswechsel und den Rücktritt von Gründer Zuckerberg. Unter den Angestellten wachse außerdem die Paranoia – sie haben teilweise separate Telefone, um mit Kollegen über Facebook zu lästern.
cnet.com, buzzfeednews.com

EU-Digitalsteuer: Deutschland und Frankreich wollen Onlinewerbeerlöse mit 3 % besteuern.

Europa EU-Flagge SterneEU-Digitalsteuer: Deutschland und Frankreich einigen sich auf einen Kompromiss und wollen die Onlinewerbeerlöse der Internetgiganten mit einer Umsatzsteuer in Höhe von 3 % besteuern, berichten dpa und AFP übereinstimmend. Die Digitalsteuer soll bis März 2019 beschlossen werden und im Januar 2021 in Kraft treten, sollte es keine Einigung innerhalb der OECD geben.
zeit.de

ORF löscht 50 Facebook-Seiten.

ORF 150ORF macht mit seiner angekündigten Facebook-Diät ernst und löscht zum 1. Dezember 50 von insgesamt 70 Seiten auf Facebook. Damit bleiben etwas mehr Seiten bestehen, als zunächst geplant. Künftig will der ORF nur noch einen Dachmarkenauftritt, eine Seite pro Sender sowie eine pro Landesstudio pflegen. Mit wenigen Ausnahmen wollen die Österreicher keine Videos ganzer Sendungen mehr auf Facebook hochladen.
dwdl.de

Lese-Tipp: Lewis-Chef Rafael Rahn sieht bei Unternehmen Social-Media-Nachholbedarf.

Lese-Tipp: Social-Media-User wollen kein Zaungast sein, sondern ein aktiver Teil einer Community, sagt Rafael Rahn (Foto), Deutschland-Chef der Agentur Lewis, im Interview mit Sarah Hölting. Der Großteil der Unternehmen nutze Social-Media-Kanäle einseitig, um über Produkte zu berichten. Nachholbedarf hätten viele Firmen bei der User-Interaktion.
absatzwirtschaft.de

Cambridge Analytica hat die Modemarken-Vorlieben für Mikrotargeting genutzt.

Facebook: Cambridge Analytica hat die Vorlieben für Modemarken von Facebook-Nutzern ausgewertet, um Mikrotargeting im US-Wahlkampf zu betreiben, erklärt Whistleblower Christopher Wylie. Menschen mit Interesse an Abercrombie & Fitch tendierten eher dazu liberaler zu sein, Wrangler-Fans seien in der Regel eher konservativ und auf "Ordnung" bedacht.
nytimes.com (Paid), adage.com

Facebooks Algorithmus-Änderungen schaden deutschen Medienseiten.

Facebook schwächt mit den Algorithmus-Änderungen die deutschen Medienseiten, schreibt Jens Schröder. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verloren die 1.500 untersuchten Seiten im Oktober 2018 massive 43,7% ihrer Interaktionen. Nur Spiegel Online und die Facebook-Seite der "Tagesschau" konnten sich leicht steigern. Facebook wolle mit den Algorithmus-Änderungen "vertrauenswürdige" Quellen stärken.
meedia.de, crowdtangle.com (Statistik-Tool)

Facebook bekam schon 2014 Hinweise auf russischer Einmischung in den US-Wahlkampf.


Daten-Grüße aus Moskau: Facebook hat wohl bereits 2014 Hinweise auf eine mögliche russische Einflussnahme auf den US-Wahlkampf bekommen. Ein britischer Untersuchungsausschuss zu Fake News hat Facebooks Europa-Lobbyisten Richard Allan mit internen E-Mails konfrontiert. Darin weist ein Facebook-Techniker schon im Oktober 2014 darauf hin, dass eine russische IP-Adresse täglich "3 Mrd Datenpunkte" bei Facebook anzapfen würde.

Facebook nennt die E-Mails "unverifiziert" und "parteiisch", bestätigte aber, dass die Vorkommnisse 2014 untersucht wurden. Es seien damals keine Hinweise auf einen Datenverstoß gefunden worden. Statt um 3 Mrd Anfragen habe es sich nur um 6 Mio legitime Daten-Abfragen pro Tag gehandelt.
theguardian.com, zeit.de, stern.de

Meinung: Facebook blickt auf ein Krisenjahr zurück.

Facebook-LogoFacebook und sein Chef Mark Zuckerberg hatten ein schweres Jahr, schreiben Anna Steiner in der "FAS" und Benedikt Fuest in der "Welt am Sonntag". Rückläufige Benutzerzahlen in den Kernmärkten, ein stark gefallener Aktienkurs und nicht zuletzt die Datenskandale würden die Frage aufwerfen, ob Facebook im Niedergang sei. Die Übernahmen von Instagram und WhatsApp würden Facebook jedoch derzeit auf Kurs halten. In der "Bild am Sonntag" mutmaßt Frank Siering, Mark Zuckerberg könnte seine Nummer 2, Sheryl Sandberg, entlassen, da er ihr einen Großteil der vergangenen Fehler anlaste.
"Welt am Sonntag", S. 36 (Paid), "FAS", S. 26 (Paid), bild.de

Zuckerberg schickt Lobbyisten Allan zur Facebook-Befragung in London.

Facebook schickt seinen Lobbyisten Richard Allan zu einer internationalen Anhörung am Dienstag, Mark Zuckerberg hat leider keine Zeit. Vertreter aus sieben Staaten wollen Facebook zu Datenskandalen und dem Fake-News-Problem befragen. Delegierte werfen Zuckerberg nun Führungsversagen vor, weil er nicht selbst nach London kommt. Die Teilnehmer des Tribunals reisen aus Argentinien, Brasilien, Kanada, Irland, Lettland und Singapur an.
telegraph.co.uk, techcrunch.com

Basta: Markus Söder stellt Facebook-Foto zu offensichtlich

turi2 hat in dieser Meldung behauptet, beim Telefonieren lasse sich der Homescreen des iPhones nicht anzeigen. Markus Söder habe deshalb ein Telefonat nur gestellt. Unsere Behauptung ist falsch, der Vorwurf nicht haltbar. Wir bitten um Entschuldigung.

Foto verstellt: Foto verstellt: Markus Söder posiert für ein Foto auf seinem Facebook-Kanal telefonierend vor einem ICE. Dabei offenbart sich, dass der bayerische Ministerpräsident entweder beim Inszenieren von Fotos oder beim Telefonieren noch Nachhilfe braucht. Auf dem Telefon an seinem Ohr ist klar der Homescreen zu erkennen.
facebook.com

"NYT": PR-Agentur Definers steuert Anti-Apple-Kampagne im Auftrag von Qualcomm.

Definers, Facebooks PR-Firma fürs Grobe, soll auch im Auftrag des Chip-Herstellers Qualcomm eine Schmutzkampagne gegen Apple organisiert haben, berichtet die "New York Times". Die Agentur soll Apple-Chef Tim Cook gegen dessen Willen als Trump-Konkurrenten für die Wahl 2020 gepusht haben, um politischen Staub aufzuwirbeln. Die hauseigene News-Schleuder NTK soll – von Definers gesteuert – verbreitet haben, dass neue iPhones langsamer sind, weil Apple keine Qualcomm-Chips mehr nutzt. Facebook hat inzwischen eingeräumt, Definers beauftragt zu haben, über den Facebook-kritischen Mäzen George Soros zu recherchieren und Journalisten Infos zuzuspielen.
nytimes.com (Qualcomm), huffingtonpost.com (Facebook), turi2.de (Background)

Facebook legt Berufung gegen britische Cambridge-Analytica-Strafe ein.

Facebook-LogoFacebook legt Berufung gegen eine Geldstrafe ein, die Großbritannien im Rahmen des Cambridge-Analytica-Skandals erheben will. Die Datenschutz-Behörde ICO verlangt 500.000 Pfund (rund 560.000 Euro). Facebook wehrt sich, weil die Behörde in ihrer Begründung aus Sicht des Unternehmens grundlegende Prinzipien infrage stellt, wie Informationen online geteilt werden. Es fehle außerdem eine rechtliche Grundlage, weil keine Daten britischer Nutzer betroffen waren.
theguardian.com, turi2.de (Background)

Facebook-Werbung mit der eigenen Kundenliste bedarf Zustimmung der Betroffenen.

Facebook fb-logo-neuFacebooks Custom Audiences , also von Firmen bei Facebook aus ihren eigenen Kundendaten angelegte Zielgruppen, verstoßen ohne Zustimmung der betroffenen Nutzer gegen das Datenschutzrecht, urteilt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof. Das Landesamt für Datenschutz hatte einem Onlineshop die Datenweitergabe untersagt, der Betreiber klagte dagegen.
internetworld.de, turi2.de (Background)

Facebook findet Sündenbock für Definers-Debakel.

Facebook hat einen Sündenbock für das jüngste Kommunikations-Desaster gefunden: Politik- und Kommunikationschef Elliott Schrage, 57, dessen Abgang bereits im Juni verkündet wurde, übernimmt die Verantwortung dafür, die PR-Firma Definers angeheuert zu haben. Die Dienstleister hatten Facebook-Kritiker u.a. als Schergen des liberalen Fonds-Milliardärs George Soros diffamiert.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Basta: LinkedIn will auch eine Rolle bei den Cool Kids spielen.

Bewerber-Blamage: LinkedIn buhlt mit einer Stories-Funktion um die Gunst von Studenten. Über "Student Voices" sollen sie Erfahrungen über ihre Zeit im Studium posten. Die Inhalte werden nicht wie bei Snapchat oder Instagram gelöscht – Arbeitgeber erhalten also womöglich ein recht authentisches Bild von ihren Bewerbern.
techcrunch.com

Facebook zeigt die Nutzungsdauer in seiner App an.

Facebook-LogoFacebook rollt "Your Time on Facebook" für die Überwachung der eigenen Nutzungsdauer weltweit aus. Nutzer können sich damit u.a. ein Zeitlimit für das Surfen bei Facebook setzen. Das Feature läuft lediglich in der App, nicht auf dem Desktop und auch nicht insgesamt für ein Profil. Das soziale Netzwerk hatte die Funktion bereits im Sommer angekündigt, technische Probleme haben den Start verzögert.
techcrunch.com

Gericht: "Freund" muss bei Facebook nicht echte Freundschaft bedeuten.

Facebook-LogoFacebook-Freunde sind nicht mit Freundschaften in der realen Welt gleichzusetzen, urteilt der Supreme Court, der oberste Gerichtshof von Florida. Bei Facebook gehe es um Vernetzung, nicht selten durch Algorithmen, "Freund" sei in diesem Fall eher ein Kunstbegriff. Geklagt hatte ein Anwalt, weil die Richterin mit dem gegnerischen Anwalt bei Facebook befreundet ist und dadurch befangen sein könnte.
haz.de

Soziale Medien sind "Echokammern", sagt Serviceplan-Kommunikationsprofi Focken.

Soziale Medien sind oft nur "Echokammern", sagt Serviceplan-Kommunikationsprofi Ronald Focken im "W&V"-Gespräch mit Sigmar Gabriel. Ein echter Dialog finde bei Facebook & Co kaum statt, was die Frustration mancher Nutzer erkläre. Niemand darf sich von den sozialen Medien "gefangen" nehmen lassen, warnt Gabriel. Die Nachricht sei wichtiger als der Verbreitungsweg.
"Werben & Verkaufen" 47/2018, S. 24-26 & S. 47-48 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ronald Focken im Sommer 2017 über den Berlin-Boom für Agenturen.

Facebook und Zuckerberg verteidigen sich gegen "New York Times"-Artikel.

Facebook: Mark Zuckerberg beteuert, erst aus der "New York Times" von Aufträgen an die Lobby-Firma Definers erfahren zu haben – sie soll negative Nachrichten über Facebook-Konkurrenten gestreut haben. Die "Times"-Behauptung, Facebook-Topmanager hätten das Vorgehen gegen russische Einflussnahme gebremst, bezeichnet Facebook als "schlicht nicht zutreffend". Das Facebook-Board verbreitet indes, das Gremium habe Zuckerberg und Co-Chefin Sandberg dazu gedrängt, konsequenter gegen Einflussnahme vorzugehen.
techcrunch.com (Zuckerberg), mashable.com (Russland), businessinsider.de (Board), turi2.de (Background)

Ombudsstelle soll bald bei strittigen Facebook-Löschungen vermitteln.

Facebook will Beschwerden über gelöschte Inhalte 2019 an eine Art Ombudsstelle abgeben. Mark Zuckerberg begründet diesen Schritt mit seiner Einsicht, Facebook solle nicht zu viel Macht erhalten zu entscheiden, was freie Meinungsäußerung und was verboten ist. Facebook liest und löscht weiter selbst – das externe Gremium soll ins Spiel kommen, wenn ein Nutzer die Begründung von Facebook nicht akzeptiert.
techcrunch.com

Facebook trennt sich von der PR-Agentur Definers.


False friend: Facebook, selbsternannter Oberfeldwebel im Kampf gegen Fake News, will laut "NYT" die Zusammenarbeit mit der PR-Firma Definers beenden. Laut "NYT" hat das Netzwerk die Agentur angeheuert, um negative Artikel über Rivalen wie Apple und Google zu verbreiten. Ab Oktober 2017 sei diese Zusammenarbeit ausgebaut worden, weil die Kritik an Facebooks Umgang mit russischen Trollen wuchs.

Definers soll Dutzende Artikel geschrieben und auf der konservativen Plattform NTK Network, einer Agentur-Tochter, veröffentlicht haben. Facebook bestreitet, solche diskreditierende Artikel in Auftrag gegeben zu haben. Dass die Agentur für Facebook arbeite, sei außerdem öffentlich bekannt gewesen.
nytimes.com (Ende der Zusammenarbeit), nytimes.com (Bericht über die Artikel), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Die "New York Times" beschreibt das mangelhafte Krisen-Management bei Facebook.

Lese-Tipp: Die "New York Times" zeichnet detailreich nach, wie Facebook sich durch die politischen Krisen der vergangenen zwei Jahre manövriert hat. Mark Zuckerberg und Co-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg unterschätzen demnach lange die Tragweite – und informierten sich mangelhaft über Details. Die Autoren listen auch auf, mit welcher Kraft und welchen Seilschaften Facebook versucht hat, hinter den Kulissen die Wogen zu glätten. Eine lustige Randnotiz: Nachdem Apple-Chef Tim Cook Facebook kritisierte, verordnete Zuckerberg seinen Top-Leuten die Nutzung von Android-Handys.
nytimes.com, nytimes.com (Kurzfassung)