Facebook übergibt der französischen Justiz Nutzerdaten von Autoren von Hassbotschaften.


Facebook klickt auf Teilen: Facebook will den französischen Justizbehörden künftig die Nutzerdaten von Personen mitteilen, denen Hassrede vorgeworfen wird. Das hat der französische Digitalminister Cedric O bekannt gegeben. Damit erklärt sich der Online-Gigant weltweit erstmals bereit, die betreffenden Informationen auch bei Hassrede mit öffentlichen Stellen zu teilen. Bisher war dies nur im Zusammenhang mit Terrorismus oder Gewaltverbrechen der Fall.

Facebook hat sich bisher darauf berufen, im Fall von Hassrede nicht zur Weitergabe von Nutzerdaten verpflichtet zu sein und darauf verwiesen, dass Länder ohne unabhängige Justiz eine entsprechende Regel missbrauchen könnten. Der Entscheidung in Frankreich waren mehrere persönliche Treffen zwischen Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vorausgegangen.
stuttgarter-nachrichten.de, reuters.com

Meinung: "Bild" baut auf Facebook erfolgreiche Communitys für Sportfans auf.

Bild betreibt für einzelne Sportarten oder Vereine eigene Facebook-Seiten und Gruppen und baut damit erfolgreich Communitys auf und vermarktet Paid Content, schreibt Torben Lux. Die Gruppen hätten zwar weniger Mitglieder als die Seiten Fans, erzeugten aber deutlich mehr Interaktionen. Gerade wenn die Reporter auch mitdiskutieren, entstehe so Vertrauen.
omr.de

Facebook konkretisiert Pläne für unabhängiges Gremium im Kampf gegen Hatespeech.


Hilfe bei der Hassabwehr: Facebook legt in Berlin weitere Details zu seinem geplanten Gremium gegen Hatespeech vor. 40 Mitglieder, darunter Wissenschaftler, Juristen und Journalisten, sollen transparent über strittige Hatespeech-Fälle beraten, kündigt Facebook-Sprecher Nick Clegg an. Die Arbeit soll noch im Sommer starten. Über die Start-Besetzung entscheidet Facebook, Nachfolger sollen die Mitglieder selbst bestimmen. Eine Amtszeit dauert drei Jahre, eine Wiederwahl ist möglich. Facebook verspricht, sich an die Entscheidungen des Gremiums zu halten.

Facebook steht seit geraumer Zeit im Kreuzfeuer der Hatespeech-Kritik – und zwar von zwei Seiten: Die einen kritisieren, Facebook lösche zu übereifrig, die anderen, Facebook lösche zu wenig und langsam. Viele Fragen das Gremium betreffend sind noch unklar, etwa wer darüber entscheidet, welche Streitfälle den Entscheidern vorgelegt werden.
handelsblatt.com (Paid)

Mein Homescreen: Thomas Weigel.


Thomas Weigel, Gründer und Contentchef der Nostalgie-Fanpage wisst-ihr-noch.de, erreicht mit seinen Nostalgie-Inhalten ein Millionenpublikum in den sozialen Netzwerken. Dafür bringt er sich mit seinem iPhone gern mal musikalisch in Stimmung – mit den besten Hits der 80er und 90er. Privat bevorzugt er eher eine andere Musikrichtung – aber auch da hilft das iPhone, die Hotspots fürs Feiern zu finden. Weiterlesen …

The Verge beschreibt katastrophale Arbeitsbedingungen von Facebook-Wächtern.


Not safe for work: In Tampa, Florida, müssen zahlreiche Facebook-Moderatoren im Auftrag des Dienstleisters Cognizant offenbar unter katastrophalen Arbeitsbedingungen Gewaltvideos moderieren, berichtet Casey Newton bei The Verge. Rund ein Dutzend aktueller und ehemaliger Mitarbeiter, drei von ihnen sogar namentlich, berichten Newton unter anderem von massivem Arbeitsdruck, sexueller Belästigung, verdreckten Toiletten und offenem Drogenkonsum, mit dem Kollegen die psychisch teils belastende Arbeit zu bewältigen versuchen. Das Management ignoriere die Zustände. Im März habe ein Mitarbeiter im Büro einen Herzinfarkt erlitten und sei kurz darauf im Krankenhaus gestorben. Als Newton das Büro besuchen durfte, sei es kurz zuvor gereinigt worden.

Der Fall ist nicht der erste, der von furchtbaren Arbeitsbedingungen für Facebooks Löschteams berichtet. Newton selbst hatte bereits im Februar über einen ähnlichen Fall aus Arizona berichtet – ebenfalls bei Cognizant. Auch die Bertelsmann-Tochter Arvato war bereits in die Kritik geraten. Auch bei den deutschen Löschteams würden hoher Arbeitsdruck und mangelnde psychologische Betreuung herrschen.
theverge.com, spiegel.de, turi2.de (Background)

Facebook gibt Details zu seiner Kryptowährung Libra bekannt.

Facebook-LogoFacebook nennt seine geplante Kryptowährung Libra. Sie soll offiziell kommendes Jahr zusammen mit einem Blockchain-basiertem Netzwerk starten. Damit Libra anders als zum Beispiel der Bitcoin keine großen Kursschwankungen durch Spekulationen aufweist, will Facebook die Währung mit weiteren Vermögenswerten decken. Diese sollen unter anderem von Mastercard, Visa, eBay, PayPal, Spotify, Uber und Vodafone kommen, die Teil eines zunächst 27 Mitglieder umfassenden Verbandes werden.
theverge.com, faz.net

Meinung: Aus von Newslettern bei WhatsApp trifft Rabatt- und Urlaubsportale besonders.

WhatsApp: Das Newsletter-Verbot trifft Rabatt- und Urlaubsportale am stärksten, beobachtet Robert Tusch. Der Pepper.com-Gruppe, Mutter des Schnäppchen-Portals MyDealz, gehen so 1 Mio Abonnenten mit Aktivitätsraten über 30 % verloren. Die Reiseportale Urlaubsguru und Ab-in-den-urlaub.de wollen sich mit individuellem Kundenkontakt gegen den Reichweitenverlust wappnen.
meedia.de

Klick-Tipp: Animation visualisiert Entwicklung populärster sozialer Netzwerke.

Klick-Tipp: The Next Web zeigt in einer anderthalbminütigen Animation Aufstieg, Fall und Entwicklung der populärsten sozialen Netzwerke in den letzten 15 Jahren – LinkedIn etwa war von Anfang an dabei, MySpace steigt erst auf und fällt dann ins Bodenlose, Facebook und WeChat wachsen immer weiter. Die zugrundeliegenden Daten stammen aus Geschäftsberichten und teilweise aus Schätzungen der Redakteure.
thenextweb.com

P7S1 bespielt Facebooks soziale Mediathek.

Germany's next Lagerfeuer: ProSiebenSat.1 bespielt Facebooks Watch-Tab mit Clips und Kurzfassungen von "Germany’s next Topmodel", "Sat.1-Frühstücksfernsehen" und Co - "als erster TV-Konzern in Europa", wie die Pressemitteilung stolz verkündet. Der Deal hängt an der Webvideo-Tochter Studio71, die perspektivisch auch deutsche Produktionen mit Influencern bei Watch zeigen möchte.
wuv.de, variety.com

Bundestag will Social Media stärker für Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Bundestag setzt künftig in der Öffentlichkeitsarbeit stärker auf Social Media, schreibt "Welt". Twitter und Instagram wolle der Bundestag "sobald wie möglich" nutzen, sofern keine datenschutzrechtlichen Bedenken dagegensprechen. Noch würden Ressourcen fehlen, um die Accounts inhaltlich zu bespielen. Im Oktober wolle eine Projektgruppe prüfen, ob auch Facebook und WhatsApp gemäß DSGVO genutzt werden könne.
"Welt", S. 11 (Paid), finanznachrichten.de, turi2.de (Background)

Kramp-Karrenbauer fordert Klarnamenpflicht im Internet.

Social Media: Annegret Kramp-Karrenbauer fordert eine "strengere Netiquette" und Klarnamenpflicht im Internet, schreibt "Bild am Sonntag". Hasskommentare wie nach dem Tod des Politikers Walter Lübcke seien ein "Anschlag auf die Grundregeln des Zusammenlebens". Die CDU-Vorsitzende wolle wissen, "wer hinter solchen Kommentaren steckt".
"Bild am Sonntag", S. 4-6 (Paid), golem.de

Bundesfinanzminister Scholz will die Steuertricks der Tech-Konzerne beenden.

Digitalsteuer: Bundesfinanzminister Scholz plant mit den G20-Finanzministern eine internationale Mindestbesteuerung für Unternehmen, die auch Konzerne wie Google, Facebook oder Amazon treffen würde. Die OECD will Details bis Ende 2020 ausarbeiten. Über Tochtergesellschaften in Steueroasen minimieren die Konzerne bisher legal ihre Steuerlast.
stern.de, zdf.de, "FAS", S. 1 (Paid)

Klick-Tipp: "New York Times" zeigt Ausmaß der Tech-Übernahmen.

Facebook-LogoKlick-Tipp: Mit zahlreichen Übernahmen erhöhen Tech-Unternehmen wie Google oder Facebook ihre Macht, analysiert die "New York Times". Die Mehrheit der Übernahmen sei abseits der Öffentlichkeit und mit wenig behördlicher Kontrolle geschehen. Auf einer interaktiven Grafik zeigt nytimes.com die Verstrickungen der Tech-Unternehmen.
nytimes.com

"The Information": Facebook startet seine Kryptowährung noch im Juni.

Facebook-LogoFacebook will seine Kryptowährung offenbar bereits Ende Juni an den Start bringen, berichtet "The Information". Fehlendes Vertrauen der Nutzer wolle Facebook durch Kooperationen mit externen Firmen ausgleichen. Die Währung solle mit "richtigem" Geld gesichert werden, damit sie stabil bleibt. Projektmitarbeiter könnten sich ihr Gehalt sogar in der Währung auszahlen lassen.
theinformation.com (Paid), engadget.com

Facebook holt Paywall-Tool für Publisher aus der Testphase.

Facebook fb-logo-neuFacebook macht seine Abo-Tools nach einem Jahr Testphase nun breit anwendbar. Damit können Publisher ihre Paywalls auf Facebooks Instant Articles ausweiten. Daneben testet Facebook eine neue Funktion namens News Funding, mit der Leser direkt in Facebook Abos abschließen können. Anders als bei den Fan Subscriptions verzichtet Facebook bei News Funding auf den Anteil am Aboumsatz.
digiday.com, turi2.de (Fan Subscriptions)

Facebook liest auf 75 % der deutschen Nachrichtenseiten mit.

Facebook trackt Nutzer auf 75 % der deutschen Nachrichtenseiten und verstößt mit den Verlagen gegen Datenschutz, analysiert Matthias Eberl. Er listet 130 Websites von Zeitungen, Zeitschriften und Sendern mit ihren Tracking-Methoden auf. Eberl sieht bei den Verlagen einen "kalkulierten Verstoß gegen die Grundrechte der Seitenbesucher zur eigenen Bereicherung". Sie ermöglichten Facebook, den Nachrichtenkonsum von Millionen Deutschen personenbezogen auszuwerten.
onlinejournalismus.de

Mark Zuckerberg umwirbt alte Widersacher für Facebooks Kryptowährung.

Facebook: Mark Zuckerberg will für die neue digitale Währung "GlobalCoin" mit Cameron und Tyler Winklevoss kooperieren, schreibt "FAS". Die Zwillinge verließen Facebook kurz nach der Gründung im Streit und bauten mit ihrer Abfindung eine der größten Krypto-Tauschbörsen der USA auf. Davon wolle Zuckerberg profitieren.
"FAS", S. 25 (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: DSGVO sorgt für weltweites Umdenken beim Datenschutz.

DSGVO hat eine weltweite Debatte über den Umgang mit persönlichen Nutzerdaten ausgelöst, bilanziert Tech-Journalistin Katie Collins ein Jahr nach Einführung der Verordnung. Die EU-Regeln könnten zum weltweiten Vorbild werden. Mächtige Konzerne wie Facebook und Google könnten künftig besser kontrolliert werden, was vor allem Jugendliche schütze.
cnet.com

BuzzFeed: Facebook hat EU-Expertenrat mit Gelder-Entzug erpresst.


False friend: Facebook soll Mitgliedern eines Beratergremiums der EU-Kommission gegen Fake News und Desinformation gedroht haben, die Unterstützung für Projekte bei zu harter Regulierung zu kappen, schreibt BuzzFeed. Vier der insgesamt 39 Experten haben Investigate Europe und BuzzFeed News Deutschland davon erzählt. Es habe außerdem Interessenskonflikte gegeben, weil mindestens zehn Personen direkt oder indirekt Geld von den Plattformen erhielten. In der Arbeitsgruppe sitzen u.a. Vertreter von Facebook, Google, Twitter, Sky, AFP, ARD, Bertelsmann und Reporter ohne Grenzen.

Im Abschlussbericht der Gruppe geht es v.a. um freiwillige Regulierung der Plattformen. Monique Goyens, Vorsitzende des Europäischen Verbraucherverbands, sagt, vor allem Facebook-Cheflobbyist Richard Allan habe Druck ausgeübt und via Flurschelte gedroht, die Unterstützung für Projekte einzustellen. Die Gruppe habe zuvor überlegt, ob die Kommission die Geschäftsmodelle von Facebook, Google und Twitter konkret untersuchen solle, danach aber nicht mehr über die Idee abgestimmt. Der entstandene Verhaltenskodex sei ein "Feigenblatt", so Goyens.
buzzfeed.com

Forscher glauben, die Fake-News-Gefahr bei den Europawahlen ist gering.

Fake News zu den EU-Wahlen sind ein überschätztes Problem, sagt eine Studie des Oxford Internet Institutes. Auf Twitter fanden die Forscher zehnmal mehr seriöse deutschsprachige Tweets als Irreführendes. Auf Facebook bekommen Posts von Junk-News-Portale zwar deutlich mehr Interaktionen als seriöse Medien, sie erreichen durch die Vielzahl der Artikel aber trotzdem mehr Nutzer.
spiegel.de

Facebook will mit Nutzerdaten die Ausbreitung von Infektionskrankheiten bekämpfen.

Facebook-LogoFacebook wertet die Daten seiner 2,38 Mrd Nutzer aus, um den Ausbruch von Krankheiten und Epidemien zu verhindern. Auf Karten werden Bevölkerungsströme und -dichte gezeigt, mit deren Hilfe Forscher und Gesundheitsorganisationen Epidemien und Krankheitsausbrüche bekämpfen wollen. Die Daten stammen aus Facebooks Nutzern und kommerziell erhältlichen Datensätzen.
businessinsider.de

Facebook gründet für seine Payment-Pläne die Firma Libra Networks.

Facebook-LogoFacebook entwickelt seinen eigenen Coin offenbar in der Schweiz mit der Tochterfirma Libra Networks, schreibt Reuters. Sie soll alles für das eigene Bezahlsystem entwickeln: Laut Firmenstatut kümmert sich Libra Networks um Finanz- und Technologiedienstleistungen und die damit verbundene Soft- und Hardware. Zuckerbergs Payment-Pläne sind schon länger bekannt, er will die Währung an den Dollar knüpfen und zu Beginn wohl eine Mrd Coins ausgeben.
reuters.com, handelszeitung.ch

Meinung: Facebooks Newsfeed-Update könnte Publisher-Inhalte weiter zurückdrängen.

Facebook-LogoFacebook: Die neuste Änderung des Newsfeed-Algorithmus könnte die Beiträge von Seitenbetreiber noch weiter zurückdrängen, schätzt Felix Disselhoff. Grundlage des Updates sind Nutzerumfragen, künftig werden u.a. die Beiträge von Freunden mit gleichen Interessen und Kontakten in der Nähe bevorzugt. Außerdem erhalten Links, die emotionalisieren, Vorfahrt.
meedia.de

Investigativ-Projekt The Markup scheitert an Streit zwischen Gründern.

The Markup, Recherche-Plattform zum Handeln von Internet-Konzernen, steht wegen eines Streits zwischen den Gründern vor dem Aus, berichtet Peter Weissenburger. Chefredakteurin Julia Angwin hat The Markup verlassen, fünf von sieben Redakteuren folgten. Angwin will neutrale Datenanalysen vorlegen und wirft Geschäftsführerin Sue Gardner Aktivismus gegen Google und Facebook vor. Gardner widerspricht.
taz.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: TikTok ist im 1. Quartal mit 33 Mio Downloads die meistgeladene App im App Store.

Zahl des Tages: Wohlklingende 33 Mio Downloads bescheren TikTok Platz 1 im App Store im 1. Quartal. Damit verweist die Karaoke-App YouTube, Instagram, WhatsApp und den Messenger auf die nachfolgenden Plätze. Bei Android-Geräten liegt WhatsApp mit nahezu 199 Mio Downloads vorn, gefolgt von Messenger, TikTok, Facebook und Instagram.
techcrunch.com