Zitat: Rowan Atkinson hat als Mr. Bean kein Interesse an Facebook.

"Ich habe absolut kein Interesse an Social Media. Die diversen Plattformen prägen die Meinung der meisten Menschen. Doch Facebook oder Twitter vermitteln eine vorgefertigte Realität, keine echte."

Rowan Atkinson, alias Mr. Bean, sagt im Interview mit "Bild am Sonntag", er kaufe zwar "fast nur im Internet ein", könne mit sozialen Netzwerken aber nichts anfangen.
bild.de (Paid)

Lese-Tipp: Fake News sind für Historiker Harari kein neues Facebook-Phänomen.

Lese-Tipp: Medien ohne zahlende Nutzer tendieren im Kampf um Aufmerksamkeit stärker zu Aufreger-Themen, analysiert Yuval Noah Harari. Auf vier Seiten unterhält sich der Historiker mit Springer-Boss Mathias Döpfner in der Welt am Sonntag u.a. über die stärker werdende Deutungshoheit von Google als Konkurrenz für Werbeträger.
"Welt am Sonntag", S. 13-16 (Paid)

Verkehrsminister Andreas Scheuer zeigt turi2.tv sein Instagram-Zimmer.


Christlich Streamende Union: Minister Andreas Scheuer geht unter die Medienmacher – per Instagram Live und in anderen sozialen Medien. Der PR-Stab um den Bundesverkehrsminister arbeitet als erstes Ministerium aus einem "Neuigkeiten-Zimmer", die königlich-bayerische Umschreibung für einen Newsroom. Braucht die Politik bald keine Journalisten mehr? Scheuer widerspricht im Video-Interview – wenn auch nicht leidenschaftlich: "Die herkömmlichen Medien sind ein wichtiger Partner für uns."

Für den derzeitigen "Diesel-Minister" Scheuer ist der Umbau der PR-Abteilung in redaktionsähnliche Strukturen keine Steuergeld-Verschwendung, sondern eine Transparenz-Maßnahme: "Vielleicht gab es eine Zeit, wo man eher Ministerien der geschlossenen Tür hatten. Heute kann jeder bei uns reinschauen."

Und auch zwischen den Regulierungs-Bemühungen gegen Google, Facebook und Co. und seinen Auftritten in den sozialen Netzwerken sieht Scheuer keinen Gegensatz. Schließlich seien die Bürger auch dort. "Wenn Sie mir eine neue Plattform geben mit Mio-Reichweite, dann nehme ich die auch gerne." Mit den Tücken des Netzes kennt Scheuer sich inzwischen aber auch aus: Sein Auftritt bei einer Disko-Eröffnung bei Passau ging jüngst viral, "ob du das willst oder nicht".
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

MTV-Show "The Real World" lebt bei Facebook wieder auf.

MTV reanimiert seinen Reality-Klassiker The Real World, zeigt die Show aber nicht im TV, sondern nur bei Facebook Watch. In der Online-Version können die Zuschauer interaktiv teilnehmen, z.B. beim Casting mitreden. Zwischen den Shows melden sich die Protagonisten täglich in Kurz-Videos. MTV produziert drei Staffeln: eine in den USA, eine in Mexiko und eine dritte in Thailand.
dwdl.de, businessinsider.de

Weniger Nutzer von Hacker-Angriff auf Facebook betroffen – aber stärker.


Weniger Gehacktes: Facebook gibt Details zu seinem jüngsten Datenleck bekannt. Demnach seien 30 Mio Nutzer betroffen, nicht wie zunächst geschätzt 50 Mio. Allerdings gelang es den Angreifern offenbar, bei fast der Hälfte der Betroffenen auch sensible Daten zu erbeuten. Von 14 Mio Nutzern erspähen sie neben dem Namen und den Kontaktdaten auch Informationen wie das Geburtsdatum, die Arbeitsstelle oder den Beziehungsstatus.

Bei 15 Mio Nutzern haben die Angreifer nur Namen und Kontaktdaten erbeutet, bei 1 Mio Nutzer konnten keine Daten abgegriffen werden. Weiter unklar ist es Facebook zufolge, wer hinter dem Angriff steckt.
sueddeutsche.de, spiegel.de, facebook.com (Abfrage, ob der eigene Account betroffen ist), turi2.de (Background)

Facebook löscht hunderte Spam-Accounts und -Seiten aus den USA.


Nach russischem Vorbild: Facebook löscht 559 Seiten und 251 Accounts, die mit politischen Fehlinformationen gegen die Spam-Richtlinien des sozialen Netzwerks verstoßen haben. Die Spam-Inhalte seien von den USA aus gesteuert und über mehrere gefälschte Konten gepostet worden, um den generierten Traffic zu erhöhen.

Kurz vor den US-Zwischenwahlen nehme laut Facebook die Anzahl der politischen Inhalte, die "oft nicht von legitimer politischer Debatte zu unterscheiden" seien, auf den Spam-Seiten zu. Die Löschtrupps von Facebook konzentrieren sich inzwischen mehr auf das kollektive Verhalten statt die Inhalte, um die Spam-Truppen schneller aufzuspüren.
theverge.com

ARD/ZDF-Onlinestudie: Internetnutzung steigt rasant – und Video ist der Gewinner.


Streaming-Republik: Die deutschen Internetnutzer sind täglich im Schnitt 196 Minuten online, ein massives Plus von 47 Minuten im Vergleich zum Vorjahr, ermittelt die ARD/ZDF-Onlinestudie 2018. In der Altersgruppe 14 bis 29 Jahre liegt die tägliche Nutzung bei 353 Minuten (plus 79 Minuten). Von der sprunghaft steigenden Aktivität profitiert insbesondere das bewegte Bild. Video ist auch die bevorzugte Form bei der Nutzung von Medien im Netz: 32 von 82 Medien-Minuten entfallen auf das Sehen.

Größte Profiteure sind Videoportale, vor allem YouTube: 39% klicken mindestens einmal pro Woche rein. ARD und ZDF folgern aus den Ergebnissen, mit voller Kraft ihre Mediatheken auszubauen. Das ist insbesondere mit dem Blick auf die junge Zielgruppe geboten, die für Videos vor allem US-Plattformen ansteuert. 83% nutzen wöchentlich Videoportale, 47% Facebook- und 42% Instagram-Videos. Ähnlich sieht es im Bereich Audio aus: Fürs Hören nutzen sowohl die Jungen als auch die Gesamtbevölkerung vor allem Musik-Streming-Dienste wie Spotify und YouTube, Online-Liveradio hören nur um die 15%. (Foto: Picture Alliance / imageBROKER)
presseportal.de, ard-zdf-onlinestudie.de, blog.wdr.de (Zusammenfassung und Grafik)

Zitat: Zeynep Tufekci wirft YouTube vor, stets das Extreme zu fördern.

"Der Algorithmus hat herausgefunden, dass es fesselnder ist, Nutzer zu immer extremeren Videos zu pushen. Das ist eine Schwäche der Menschen: Extremeres zu wollen, ohne es zu wissen."

Technosoziologin Zeynep Tufekci untersucht YouTube und beobachtet: Video-Vorschläge und Autoplay-Funktionen führen zu immer krasseren Inhalten. Wer Laufen sucht, landet bei Ultramarathon.
sueddeutsche.de

Weitere Zitate:

"Facebook und Youtube verschmutzen die öffentliche Sphäre und lagern die Kosten an die Gesellschaft aus. Sie könnten mehr Menschen für die Reinigung einstellen, aber das macht sie weniger profitabel."

"Sie sollten ein neues Geschäftsmodell erfinden, das nicht funktioniert wie einarmige Banditen im Kasino, die einen so lange wie möglich fesseln sollen. Das Modell ist okay für Las Vegas, aber nicht für die Öffentlichkeit."

Facebook aktiviert Sicherheitscheck für seinen Business-Dienst Workplace.

Facebook-LogoFacebook erweitert seinen Business-Dienst Workplace um den Sicherheitscheck. Damit können Unternehmen ihre Mitarbeiter u.a. über den Chat benachrichtigen, wenn sie sich in Gefahr befinden. Unternehmen können außerdem regelmäßig diejenigen kontaktieren, die sich noch nicht als sicher gemeldeten haben. Workplace nutzt dafür keine mobile Ortung, sondern lediglich die Daten der Unternehmen, die das Tool für Reiseplanung nutzen.
techcrunch.com

Zitat: Caren Miosga plädiert für Zurückhaltung von Journalisten in sozialen Netzwerken.

"Ich muss nicht zu allem bei Twitter meinen Senf dazugeben. Für meinen Geschmack überschreiten dort manche Journalisten-Kollegen die Grenzen der professionellen Meinungsäußerung."

"Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga reagiert in sozialen Netzwerken gern auf Menschen, die ein echtes Interesse haben. Von einigen Journalisten wünscht sie sich im Handelsblatt Wirtschaftsclub jedoch mehr Zurückhaltung.
handelsblatt.com

Bild des Tages: Facebook Portal hat große Ohren und einen großen Screen.


Videofon oder Spion? Facebooks smarter Bildschirm namens Portal drängt in die Wohnzimmer-Regale und auf die Küchen-Arbeitsplatten. US-Amerikaner können die heute vorgestellten Modelle für 199 Dollar bzw. 349 Dollar kaufen. Facebook Portal ermöglicht Video-Gespräche, lässt seine Nutzer Spotify abspielen und hat Amazon Alexa an Bord. (Foto: Facebook)
welt.de

Zitat: Burda-Marktforscherin bezweifelt Facebooks Werbewirkungs-Zahlen.

"Obwohl der damalige Microsoft-CEO Steve Ballmer 2008 gedruckten Medien nur noch eine Überlebenszeit bis 2018 prognostizierte, erreichen Printmedien in Deutschland stationär noch mehr als doppelt so viele Menschen wie Facebook."

GiK-Chefin und Burda-Managerin Julia Scheel hält Gerüchte über den Tod von Print für stark übertrieben - und setzt "eine ganze Reihe von Fragezeichen" hinter die Mediennutzungs-Zahlen von Facebook.
horizont.net

OMR: Facebook sucht Nutzer bei Online-Portalen deutscher Verlage.

Facebook-LogoFacebook versucht offenbar, seinen Bedeutungsrückgang mit einer Traffic-Kampagne auf deutschen Portalen wie Meinestadt.de und Gutefrage.net zu lindern, berichtet Roland Eisenbrand. So werden beispielsweise Nutzer im Event-Bereich von Meinestadt.de mit einem Pop-Up zu Facebooks Veranstaltungsseiten weitergeleitet. Eisenbrand vermutet einen Versuch, "Nutzer- und Nutzungszahlen der Browser-basierten Variante von Facebook" wieder anzukurbeln – diese gehe laut des Statistik-Tools Similarweb "sukzessive zurück".
omr.com

Hamburgs Datenschutzbeauftragter stellt Verfahren gegen Facebook ein.

Facebook-LogoCambridge Analytica: Johannes Caspar, Datenschutzbeauftragter aus Hamburg, stellt das Bußgeldverfahren gegen Facebook mit Bezug auf den Datenskandal ein. Die meisten Vorfälle, um die es gehe, seien bereits verjährt, begründet Caspar. Er hatte das Verfahren im April mit einem möglichen Bußgeld von bis zu 300.000 Euro eröffnet.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Facebooks Messenger-Chef sieht großes Potential für Marken-Kommunikation.

Messenger bieten großes Potential für Marken, gibt sich Stan Chudnovsky, Vice President Messenger bei Facebook, im Interview mit "Horizont" überzeugt. In einer Messenger-App müssten sich Kunden nicht erst identifizieren und Chats könnten unter Mitarbeitern oder von Bots an Menschen weitergereicht werden. Gerade bei komplexen Produkten würden sich Messenger als Verlängerung der Werbung anbieten, da der Konsument oft viele Fragen habe.
"Horizont" 40/2018, S. 12 (Paid)

Facebook-Hack: Weniger als 10 % der betroffenen Nutzer stammen aus der EU.

Facebook-LogoFacebook: Weniger als 10 % der 50 Mio Nutzerkonten, die von der Sicherheitslücke in der Profil-Ansicht betroffen sind, stammen aus der EU, gibt die irische Datenschutzbehörde bekannt. Facebook erklärt, dass die Hacker auch Zugang zu Online-Portalen hatten, bei denen sich Nutzer mit Facebook anmelden. Es habe jedoch offenbar keine Versuche gegeben, auf private Nachrichten oder Postings zuzugreifen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

50 Mio Nutzer von Hacker-Angriff auf Facebook betroffen.


Loch an Loch: Facebook hat schon wieder ein Datenleck. Hacker haben sich mithilfe einer Sicherheitslücke in der Profil-Ansicht in bis zu 50 Mio Nutzerkonten eingeschlichen, teilt das soziale Netzwerk mit. Es sei aber noch unklar, ob tatsächlich Schaden entstanden ist. Die Lücke sei geschlossen, die betroffene Funktion, mit der Nutzer ihr Profil aus der Sicht anderer Nutzer sehen können, ist vorerst abgeschaltet. Derzeit laufen die Ermittlungen, auch die Behörden seien eingeschaltet.

Kritik gibt es an Facebooks Krisenmanagement: Offenbar hat das Netzwerk eine Zeit lang verhindert, dass Nutzer Nachrichten aus seriösen Quellen über das erneute Sicherheitsleck auf Facebook verbreiten. Die Artikel, u.a. von "Guardian" und AP, standen zeitweise auf der Spam-Liste.
spiegel.de, mashable.com

Online-Plattformen verpflichten sich zum Kampf gegen Fake News.

Online-Plattformen und Werbeindustrie unterzeichnen einen Verhaltenskodex gegen Fake-News auf EU-Ebene. Zu den Partnern zählen Google, Facebook, Twitter und Mozilla. Sie wollen transparenter sein, Fake-Accounts schließen und kein Geld an Desinformations-Kampagnen verdienen. Mit dem freiwilligen Kodex versuchen die Plattformen eine harte Regulierung zu vermeiden.
dw.com

Zitat: Julia Jäkel appelliert an Verantwortung der Media-Entscheider.

"Wir wollen nach vorne, nicht zurück. Aber genau deshalb ist es uns auch so wichtig, dass uns die Demokratie nicht um die Ohren fliegt."

Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel wirbt für Werbung in Qualitätsmedien: Marketing-Leute sollten Werbegelder "verantwortungsvoll ausgeben", also lieber in Hamburg als im Silicon Valley.
"Horizont" 39/2018, S. 12-13 (Paid)

Google schickt Verfassungsbeschwerde gegen das Lösch-Gesetz nicht ab.

Lösch-Gesetz: Weder Google noch Facebook oder Twitter haben bisher eine Verfassungsbeschwerde gegen das NetzDG eingereicht, schreibt die "FAZ". Die Frist endet zum Oktober. Ein Bitkom-Gutachten sieht erhebliche Verstöße gegen das Grundgesetz. Ein Klage-Schriftsatz liege Google vor, nur abgeschickt habe der Konzern ihn noch nicht. Womöglich aus taktischen Gründen, um kein Öl ins Feuer anderer Streitigkeiten z.B. mit der EU zu gießen.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Instagram-Gründer treten ab, verlassen Facebook.

Instagram: Die Gründer Kevin Systrom (Foto) und Mike Krieger verlassen ihre Führungspositionen als CEO bzw. Technikchef und in den kommenden Wochen auch den Facebook-Konzern. Sie seien durch zunehmende Einflussnahme aus dem Mutterkonzern frustriert, schreibt Kurt Wagner bei Recode. WhatsApp-Gründer Jan Koum ging bereits Ende April.
nytimes.com, recode.net, techcrunch.com, instagram-press.com, turi2.de (Background)

BR-Intendant Wilhelm sieht den Staat in der Pflicht, europäische Plattform zu initiieren.

Europäische Medienplattform: BR-Intendant Ulrich Wilhelm sieht den Aufbau einer Plattform, die Funktionen von YouTube, Facebook und Google kombiniert, aber nach europäischen Regeln arbeitet, als staatliche Aufgabe, sagt er im "Handelsblatt"-Interview. So wie das US-Militär einst Brutstätte des Internets war, könnten Deutschland und Frankreich Motor sein, um "mit weniger als 50 Mio Euro" "rasch, ohne große Bürokratie" einen Prototypen zu entwickeln. Die Trägerschaft müsse am Ende in unabhängiger Hand liegen, Rundfunkgebühren sollen nicht fließen.
handelsblatt.com (Paid)

Facebook baut "War Room" gegen Fake News rund um die US-Zwischenwahlen.


Fight against Fakes: Facebook richtet für die Zwischenwahlen in den USA ein Lagezentrum gegen Falschinformationen ein. Fachleute sollen Fake News auf der Plattform identifizieren und eliminieren. Der "War Room" in der Konzernzentrale in Menlo Park beherbergt ab Montag 20 Leute, insgesamt 300 befassen sich mit Sicherheit rund um die Wahlen, berichtet die "New York Times". Der "War Room" ist den provisorischen Hauptquartieren nachempfunden, die Kampagnen-Teams in der heißen Phase eines Wahlkampfes einrichten.

Neben dem Lagezentrum setzt Facebook auch Software ein, die die Verbreitung bestimmter Informationen nachverfolgt. Mitarbeiter sollen so schneller die Quelle gezielt gestreuter Falschinformationen ausfindig machen oder erkennen, aus welcher Region bestimmte Informationen gepusht werden. Die groß angelegte Aktion gegen Fake News soll erneute Versuche politischer Einflussnahme, wie etwa durch russische Akteure 2016, verhindern.
nytimes.com

Zitat: Daniel Mack fordert eine Klarnamen-Pflicht für soziale Netzwerke.

"Politische Debatte funktioniert nur mit Gesicht. Ob im Bierzelt oder im Netz."

Daniel Mack, Digitalberater und Associate Director bei der Public-Affairs-Beratung 365 Sherpas, wünscht sich in einem "taz"-Gastkommentar eine Klarnamen-Pflicht für soziale Netzwerke als Teil einer Mehr-Faktor-Authentifizierung, damit die Digitalisierung zur Stärkung der Demokratie genutzt werden kann.
taz.de