Basta: Zuckerbergs Hund hat den WhatsApp-Deal eingetütet.

Trick Wuff-zehn: Mark Zuckerberg erzählt in einem CNN-Interview, bei der Verhandlung um den Verkauf von WhatsApp sei die Stimmung kalt wie eine Hundeschnauze gewesen. Dann wedelte sein Schäferhund Beast herein, sprang WhatsApp-Gründer Jan Koum auf den Schoß – und der auf das Angebot an. Ob Zuckerberg strategisch Leckerli drapiert hat, ist nicht bekannt.
businessinsider.com

Merkels Facebook-Seite soll als Zeitzeugnis archiviert werden, fordert Jurist Eric Steinhauer.

Social Media: Angela Merkel soll Zugriff auf ihre vom Netz genommene Facebook-Seite gewähren, fordert Bibliotheksjurist Eric Steinhauer (Foto) im "Spiegel". Das Bundesarchivgesetz schreibt vor, dass Unterlagen von "öffentlichen Stellen" verwahrt werden müssen, soweit sie "bleibenden Wert" haben. Digitale Zeitzeugnisse wie Tweets von Politikern drohten verloren zu gehen.
"Spiegel" 7/2019, S. 32 (Paid)

Meinung: Facebook und Google müssen gleichermaßen reguliert werden, findet Lisa Hegemann.

Social Media: Das Bundeskartellamt muss die Verwendung von Nutzerdaten bei allen Plattformen gleichermaßen regulieren, schreibt Lisa Hegemann. Es dürfe nicht sein, dass zwar Facebook Profildaten von Instagram und WhatsApp nicht zusammenführen dürfe, Google aber zeitgleich Daten von Gmail und YouTube verknüpfe.
zeit.de, turi2.de (Background)

Kartellamt verbietet Facebook den Datenaustausch mit Drittanbietern.


Daten-Dilemma Das Bundeskartellamt untersagt Facebook, Nutzerdaten von Drittanbietern ohne deren Zustimmung zu sammeln, berichtet das "Handelsblatt". Dazu zählen fremde Seiten, wie u.a. Twitter, aber auch die Facebook-Töchter WhatsApp und Instagram, die über den "Gefällt mir"-Button oder Facebook-Login Daten weitergeben. Facebook dürfe seinen Mitgliedern die Erlaubnis fürs Datensammeln nicht mehr durch die Nutzungsbedingungen abluchsen. Diese verstoßen in der aktuellen Form gegen Datenschutzprinzipien und das Wettbewerbsrecht und müssen angepasst werden.

Facebook lehnt die "Auffassung des Bundeskartellamts entschieden ab" und will Beschwerde einlegen, schreibt das Unternehmen in einer Stellungnahme. Die Behörde übersehe bei der Entscheidung "drei wichtige Punkte" – Popularität sei nicht gleich Marktmacht, man befolge die Vorgaben der DSGVO und das Datensammeln bei Drittanbietern trage zur Sicherheit der Plattformen bei.
handelsblatt.com, de.newsroom.fb.com, turi2.de (Background)

Meinung: Mark Zuckerbergs Verhalten erinnert an Donald Trump, schreibt Malte Conradi.

Facebook steht nach 15 erfolgreichen Jahren vor einer ungewissen Zukunft, schreibt Malte Conradi. Facebook habe im Alleingang dafür gesorgt, den Datenschutz auf die politische US-Agenda zu setzen. Mit jedem neuen Skandal werde eine staatliche Regulierung wahrscheinlicher. Mark Zuckerbergs Einstellung, Kritik an der eigenen Arbeit als Erfindung von beleidigten Medien abzutun, erinnere an Donald Trump.
"Süddeutsche Zeitung", S. 16 (Paid)

Meinung: Hass im Netz gleichen einer Abenteuerreise durch menschliche Abgründe.

Soziale Netzwerke: Nutzer von Facebook, Twitter und Co begeben sich auf eine "Abenteuerreise durch die menschlichen Abgründe von Fremden", beobachtet Julia Bähr. Sich gegen den Hass im Netz zu wehren, sei auch nach der Einführung des NetzDG nicht leicht – vor Gericht würden nur Ausnahmefälle landen. Das größte Problem bei rechtlichen Schritten sei die Akteneinsicht des Beklagten, der nach einer Anzeige "den vollständigen Namen und die Adresse seines Opfers" erfahre.
faz.net

Apple bestraft auch Google wegen Datensammel-App.

Apple dreht auch Google-internen Apps den Saft ab. Google-Entwickler können vorerst nichts mehr auf iPhones testen oder sich einen Bus zum Büro bestellen – als Strafe für eine Datensammel-App, mit der Google das Verhalten von iPhone-Nutzern auslesen konnte. Eine ähnliche Abschaltung für Facebook-Apps hat Apple wieder aufgehoben.
theverge.com (Google), businessinsider.de (Facebook), turi2.de (Background)

Facebook leidet unter Abschaltung interner Apps durch Apple.

Facebook müht sich fieberhaft, von Apple wieder einen Zugang zum Programm für Mitarbeiter-Apps zu bekommen, schreibt "Business Insider" unter Berufung auf interne Kommunikation. Apple hatte den Zugang am Mittwoch nach einem umfassenden Missbrauch durch Facebook abgeschaltet - und damit auch Facebooks interne Mitarbeiter-Apps auf iPhones und iPads deaktiviert. Kommunikation, interne Datenbanken und sogar interne Transportdienste seien betroffen.
businessinsider.de

Tino Krause wird Deutschland-Chef von Facebook.


Daumen hoch: Facebook hat wieder einen Deutschlandchef. Das Social Network holt den Ex-Mediacom-Geschäftsführer Tino Krause an Bord, schreibt das "Handelsblatt". Schon bei Krauses Abschied von Mediacom im November gab es entsprechende Gerüchte. Bei Facebook war der Posten seit dem Abgang von Marianne Bullwinkel, die im März 2017 zu Konkurrent Snapchat gewechselt ist, unbesetzt.

Seitdem verantwortete Europachef Martin Ott auch die Geschäfte im deutschsprachigen Raum. Er werde sich künftig wieder um "übergreifende europäische Themen" kümmern, sagt er dem "Handelsblatt".
"Handelsblatt", S. 46 (Paid), turi2.de (Background)

Facebook erzürnt Apple mit regelwidriger Marktforschungs-App.

Das App-perium schlägt zurück: Apple schmeißt Facebook nach einem Missbrauchsfall aus seinem Programm für Firmenapps. Facebook hatte mithilfe der App Facebook Research im Tausch gegen 20-Dollar-Gutscheinkarten erhebliche Datenmengen auf den iPhones von Freiwilligen zwischen 13 und 35 ausgelesen. Fraglich ist, ob den Nutzern der App den Umfang ihrer Forschungshilfe klar war. Da die App ziemlich klar gegen die Bedingungen des App Store verstoßen hätte, hat Facebook sie als Firmen-App lanciert, die Apple nicht vorab prüft. Dieser Weg darf aber laut Apples Regeln nur auf die iPhones von Mitarbeiter der jeweiligen Firma führen.

Die Existenz des Programms wurde in der Nacht breiter bekannt, Facebook hat am Morgen ein Ende der App angekündigt. Die App fungierte als ein sogenanntes VPN und hatte damit Zugriff auf Daten anderer Apps auf Betriebssystem-Ebene, also auch auf Daten von verschlüsselten Apps oder vermeintlich sicheren Browser-Sessions. Facebook ergründete mit der App, welche Funktionen von konkurrierenden Anbietern von den freiwilligen Teilnehmern wie stark genutzt werden. Mithilfe einer früheren, ähnlichen App namens Onavo soll Facebook entschieden haben, welche Firmen es kauft - und von welchen es entscheidende Funktionen "nachbaut" - möglicherweise auch WhatsApp, Instagram und Snapchat.
recode.net, turi2.de (Background)

Die irische Datenschutzbehörde will Facebooks Chat-Pläne untersuchen.

Facebook: Die für die EU federführende irische Datenschutzbehörde fordert von dem Unternehmen Informationen über die Pläne, Nutzern zu ermöglichen, Nachrichten zwischen Messenger, WhatsApp und Instagram zu verschicken. Die "New York Times" berichtete Freitag über entsprechende Pläne. 2014 hatte Facebook sich die EU-Zusage für die Übernahme von WhatsApp unter anderem durch das Versprechen gesichert, dass keine Nutzerdaten abgeglichen würden.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Facebook öffnet CrowdTangle für Wissenschaftler.

Facebook will Wissenschaftlern und Forschern Zugang zu seinem 2016 erworbenen Tool CrowdTangle einräumen. Sie können damit erforschen, wie sich Informationen über Social-Media-Kanäle verbreiten. Das Tool macht Daten aus mehr als 5 Mio öffentlichen Accounts durchsuchbar. Die Universität Münster untersucht damit z.B. die Verbreitung von Fehlinformationen bei Wahlen.
adweek.com

Video-Tipp: Wie Social Media die Medien und ihre Macher verändert.

Video-Tipp: Wie Social Media die Medien und ihre Macher verändert, diskutieren Thomas Lückerath und Alexander Krei. "Ich kann nicht erwarten, dass 100 % der Leute sagt, dass was ihr macht, ist toll," sagt Frauke Ludowig, die bei Facebook mehr Trolle als bei Instagram beobachtet. 1Live-Moderatorin Larissa Rieß glaubt, dass bei Social Media "schneller die Hüllen fallen", da kein Kamerateam private Momente störe. "Rheinische Post"-Journalist Daniel Fiene maximiert mit Social Media die persönliche Filterblase für die Themenfindung. Kommunikationsberater Sascha Schulz sagt, die Jugend wolle sich heute weniger festlegen, was zu Zick-Zack-Lebensläufen führe.
dwdl.de (56-Min-Video)

Facebook will Nachrichten zwischen Facebook, Instagram und WhatsApp ermöglichen.

Facebook will es den Nutzern seines Messengers sowie seiner Tochterunternehmen WhatsApp und Instagram künftig ermöglichen, plattformübergreifend Nachrichten zu verschicken, schreibt die "New York Times". An den Arbeiten seien tausende Facebook-Mitarbeiter beschäftigt. Die Neuerung würde frühstens Ende 2019 online gehen.
nytimes.com

Basta: Bei Mark bleibt heut' die Küche kalt…

Zuckerbergs zähe Ziege: Twitter-Chef Jack Dorsey erinnert sich im Rolling Stone an ein denkwürdiges Abendessen bei Facebook-Boss Mark Zuckerberg. Der kredenzte eine Ziege, die er - so die Legende - selbst getötet habe, mit einem Messer und einem Elektro-Schocker. Die Zuckerbergsche Zubereitung konnte aber nicht überzeugen: Die Ziege kam aus dem Ofen auf den Tisch - und war kalt.
mashable.com, businessinsider.de

Facebook und TU München wollen an KI-Ethik forschen.


Blue-washing: Facebook schraubt eifrig an seinem Image, verkündet Sheryl Sandberg auf der DLD. Der Konzern kooperiert mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, um Fake News zur Europawahl im Mai zu verhindern. Außerdem will Facebook gemeinsam mit der TU München an KI-Ethik forschen. Sie gründen dafür das TUM Institute for Ethics in Artificial Intelligence.

Facebook spendiert die Erstfinanzierung von rund 6,6 Mio Euro für fünf Jahre. Das Institut soll aber unabhängig forschen – und zwar zu ethischen Fragen der Technologie. Christoph Lütge, Professor für Wirtschaftsethik, leitet es.
newsromm.fb.de, handelsblatt.com

Facebook entfernt knapp 300 mutmaßliche russische Fake-Seiten.

Facebook-LogoFacebook löscht 289 Seiten und 75 Accounts, die russische Propaganda verbreitet haben sollen. Hinter den Seiten, die unter anderem vorgeben, sich auf Reisen oder Sport zu konzentrieren, habe die russische Medienagentur Sputnik gestanden. Rund 790.000 Facebook-Nutzer hätten mindestens eine der Osteuropäer adressierenden Seiten abonniert gehabt. Facebook schreibt, die Seiten seien nicht wegen der Inhalte verbannt worden, sondern weil es sich um Fake-Profile handle.
spiegel.de

Facebook wirbt VR-Experten Ryan Cairns von Google ab.


Virtuoser Rollentausch: Facebook wildert in Googles Abteilung für Virtual Reality und verpflichtet Ryan Cairns, der den Suchmaschinen-Giganten nach zwölf Jahren verlässt. Cairns soll bei Facebook die Verantwortung für den smarten Bildschirm Portal übernehmen. Cairns, der zuletzt bei Google ein 500-köpfiges AR/VR-Team geleitet hat, war u.a. für die Entwicklung der VR-Brille Daydream View sowie die mobile Bilderkennung Lens verantwortlich.

Erst im Dezember hatte Facebook sein Hardware-Team neu aufgestellt und in die zwei Einheiten Reality Labs für Augmented und Virtual Reality sowie Portal unterteilt. Rafa Camargo, bisheriger Leiter des Portal-Teams, muss seinen Stuhl nun gegen den an der Spitze des AR/VR-Teams tauschen. Dort folgt er auf Michael Abrash, der als Chef-Wissenschaftler bei Facebooks Reality Labs bleibt.
techcrunch.com

Facebook verschärft Anzeigenregeln in Ländern mit Wahlen.

Facebook-LogoFacebook kündigt an, in mehreren Ländern, in denen 2019 wichtige Wahlen anstehen, seine Werberichtlinien zu verschärfen. Dies betreffe unter anderem Indien, Nigeria und die Ukraine. In Nigeria und der Ukraine sollen künftig nur inländische Gruppen werben dürfen. In Indien führt Facebook ein Archiv aller Anzeigen zur Wahl ein. Auch für die EU kündigt Facebook unkonkret weitere Verschärfungen an.
wiwo.de

Zitat: Michael Hanfeld sieht Facebook als großen Gewinner des Brexits.

"Wie immer die Sache also ausgeht und wie teuer ein Platz auf der Fähre wird und wie lange die Überfahrt künftig dauert, einen Gewinner kennt der Brexit schon jetzt: den amerikanischen Digitalkonzern Facebook."

Michael Hanfeld kürt Facebook zum Gewinner der ewig währenden Brexit-Verhandlungen. Allein die britische Regierung habe in der vergangenen Woche knapp 100.000 Pfund für Werbung in dem Sozialen Netzwerk ausgegeben.
faz.net

Facebook wedelt mit 300 Mio Dollar für Lokal-Journalismus.


Geld aus blauen Kassen: Facebook macht's wie Konkurrent Google und kauft sich mit weltweit 300 Mio Dollar für lokale Medien vom schlechten Gewissen frei. In den kommenden drei Jahren will das Soziale Netzwerk u.a. 16 Mio Dollar in gemeinnützige Initiativen wie das Pulitzer Center investieren.

Mit seiner Initiative will Facebook kleinen Verlagen helfen, mehr Abos zu verkaufen und Newsvideos verstärkt über Facebook Watch ausspielen, sagt Facebook. Dass das Soziale Netzwerk Medien einen Großteil ihrer Werbeeinnahmen nimmt, sagt Facebook nicht. Auch Google stellt 300 Mio Dollar für journalistische Projekte zur Verfügung, die Überschneidung sei reiner Zufall, so Facebook.
recode.net, finanzen.net, turi2.de (Google)

Bundestag meidet Twitter und Facebook.

Bundestag verweigert sich dem Bürger-Dialog per Twitter und Facebook. Bundestags­präsident Wolfgang Schäuble begründet die Enthaltsamkeit mit "erheblichem Personalaufwand" für eine Redaktion, schreibt die "Welt". Mitarbeiter des Referats Online-Dienste und Parlaments­fernsehen hätten schon mehrfach versucht Social-Media-Auftritte zu forcieren - jedoch erfolglos.
welt.de

"BamS": Kartellamt will Datenaustausch von Facebook mit Drittanbietern einschränken.


Tauschbörse: Facebook missbraucht seine Marktmacht, befindet das Bundeskartellamt nach dreijähriger Prüfung, berichtet die "Bild am Sonntag". Die Behörde will dem Sozialen Netzwerk den Datenaustausch mit Drittanbietern verbieten. Dazu gehören neben Twitter oder Spiele-Apps auch die Facebook-Töchter WhatsApp und Instagram. Über Schnittstellen wie den "Gefällt mir"-Button oder den Facebook-Login kann der Internetriese Nutzerdaten abgreifen und diese mit dem jeweiligen Facebook-Profil zusammenführen.

Das Kartellamt werde Facebook für die Umsetzung der Auflagen wohl eine Frist zugestehen. Facebook hingegen teile die Ansichten des Kartellamts nicht und wolle auch weiterhin bei dieser Position bleiben, wie eine Sprecherin der "BamS" mitteilt. Dem US-Konzern drohen bei Nichteinhaltung Zwangsgelder bis zu 10 Mio Euro.
bild.de

Angriffe auf Privatsphäre gab es schon vor Facebook, meint Kai Burkhardt.

Datenschutz: Wer Google und Facebook verbiete, Daten zu erheben, nehme ihnen das Geschäftsmodell, schreibt "Welt"-Gastautor und "Mozilla"-Blogger Kai Burkhardt. Es liege in der Macht der Nutzer, was sie preisgeben. Die Deutschen seien beim Thema Privatsphäre historisch bedingt sensibilisiert, auch durch die DDR-Stasi-Vergangenheit.
"Welt", S. 22 (Paid)