Handwerks-Verleger Alexander Holzmann überlässt das Handwerken lieber seinen Lesern.


Was Handfestes: Verleger Alexander Holzmann gibt mit Holzmann Medien u.a. die Deutsche Handwerks Zeitung heraus, doch selbst ist er handwerklich eine Niete: "Ich kann nicht mal einen Nagel in die Wand schlagen", sagt er im Interview mit turi2.tv und verweist darauf, dass er seinen Lesern somit die Arbeit nicht wegnimmt. Holzmann vertreibt seine Produkte auch digital, doch noch überwiegt die Print-Nutzung: "Der Handwerker ist ein haptischer Mensch. Er arbeitet mit den Händen."

Zudem sei die heutige Handwerker-Generation noch mit Print aufgewachsen. "Da glaubt man auch, was man schwarz auf weiß sieht", sagt Holzmann. Dennoch macht der Auflagen-Rückgang vor Holzmanns Handwerks-Fachmagazinen nicht Halt: Betriebe, die mangels Nachwuchs keinen Nachfolger finden, "die fallen natürlich als Abonnenten weg" und seien nur schwer zu ersetzen.
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Oberauer startet E-Paper-Abo zum kressen Preis.

Kress Pro bietet künftig ein E-Paper-Abo – zum selben Preis wie Print. 10 Hefte inklusive Dossier kosten 490 Euro. Verleger Johann Oberauer schreibt an Leser, auch die IT sei teuer. Zudem lehre der "Economist", dass für Leser der Inhalt und nicht das Trägermedium entscheidend sei. Oberauer gewährt "Kress Pro"-Abonnenten eine Geld-Zurück-Garantie.
Begleitbrief Kress Pro 04/2019, shop.oberauer.com

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Anschauen, was gesund macht: Gudrun Kreutner über Kommunikation und digitale Apotheken.


Gesunde halbe Stunde: Gudrun Kreutner ist die "Anwältin der Apotheker" – und nach dem Podcast veröffentlicht turi2.tv jetzt das Video zum Gespräch. Die PR-Chefin des "Apotheken Umschau"-Verlages Wort & Bild spricht mit Jens Twiehaus über Kommunikation, digitale Herausforderungen für die 20.000 deutschen Apotheken und den Wandel des Verlages. Und auch Kreutners gesundes Hobby ist ein Thema: Die Österreicherin findet ihren persönlichen Ausgleich in der Kunst und hat ein eigenes Atelier in Wien.
turi2.tv (33-Min-Video auf YouTube)

Einzelne Abschnitte anklicken:
Gudrun Kreutner über ...
0:00 ... sich, Job und ihre Bahn-Leidenschaft
4:02 ... ihre Rolle und den Wort & Bild Verlag
6:36 ... Herausforderungen der Verlagsbranche
8:21 ... die PR-Arbeit und Gesundheitskommunikation
11:47 ... Apotheker und die Verbindungen des Verlags zu ihnen
15:01 ... die Digitalisierung im Apotheken-Markt
18:43 ... das E-Commerce-Angebot von Wort & Bild
19:53 ... ihre Arbeit als Künstlerin und Parallelen zur Kommunikationswelt
25:51 ... den Wandel im Wort & Bild Verlag
30:54 ... die Kunst als berufliche Ausflucht

Dieses Gespräch gibt es auch nur zum Hören als Podcast.

turi2 podcast: Gudrun Kreutner kommuniziert für die Rettung der Apotheken.


Anwältin der Apotheker: Gudrun Kreutner ist Künstlerin und Kommunikatorin – und steigt leidenschaftlich für den Apothekerberuf in die Bütt. Im turi2 podcast erklärt die Kommunikationschefin des Wort & Bild Verlages, warum viele Apotheken bedroht sind und was das Haus der Apotheken Umschau dagegen unternimmt – nicht nur weil Apotheker die Kunden des Verlages sind, sondern einen lebenswichtigen Beruf haben. Sie stünden vor einer ähnlichen Transformation wie die Medienbrache, sagt Kreutner. In all dem Trubel der Veränderung findet die Österreicherin ihren Ausgleich in der Malerei: Kreutner hat ein eigenes Atelier in Wien.

Das 34-minütige Podcast-Gespräch zwischen turi2-Videochef Jens Twiehaus und Gudrun Kreutner ist jetzt unter turi2.de/podcast, bei iTunes, Spotify und Deezer abrufbar.

Druck-Schluss: Der "Kontakter" erscheint nur noch Digital.

W&V, der Kommunikations-Geschäftsbereich des Süddeutschen Verlags, stellt den gedruckten "Kontakter" ein und setzt auf ein komplett digitales Magazin. Das Heft war 1961 in Hamburg als erster Branchendienst an den Start gegangen. Flankierend zum Digitalmagazin gibt es einen Abonnenten-Bereich mit Zahlen, Analysen, Rankings und Umfragen zu Pitchverhalten und Agentur-Geschäftsentwicklung.
wuv.de

Zitat: Matthias Bauer verlagert das Verlagsgeschäft.

"Wir wollen nicht den Kommunikationschef arbeitslos machen. Wir wollen ihm zuliefern, weil er das, was er leisten soll in dieser heutigen Kommunikationswelt, gar nicht mehr alleine leisten kann."

Matthias Bauer, Chef der Vogel Communications Group, erläutert im turi2.tv-Video, wie er einen fast 130 Jahre alten Fachverlag zum Dienstleister für Kommunikation umbaut.
turi2.tv (5-Min-Video)

Wie aus dem Vogel-Verlag ein Dienstleister für Kommunikation wird.


Fliegender Wandel: Der frühere Vogel-Verlag ist der Wandel-Weltmeister in der Fachmedien-Branche. Aus dem einstigen Zeitschriften-Haus wird ein Kommunikations-Unternehmen, das neben Journalismus jetzt auch PR macht, Websites baut oder Veranstaltungen ausrichtet. Im turi2.tv-Video erläutert der junge Vogel-Chef Matthias Bauer die Transformation des fast 130 Jahre alten Unternehmens mit Hauptsitz Würzburg. Bauer sagt: "Wer anführend sein möchte, muss sich weiterentwickeln."

Bauer zeigt im Video die ehemalige Druckerei, die zum Vogel Convention Center geworden ist sowie das Team für Digital Development, das symbolisch dort sitzt, wo früher Print-Zeitschriften auf Lastwagen verladen wurden. Der frühere Controller Bauer, der im Unternehmen vom Praktikanten zum Boss aufstieg, stoppt beim Rundgang auch auf einer Baustelle. Denn zum Wandel gehört für ihn, dass sich die Arbeitsplätze der mehr als 800 Mitarbeiter ändern: "Wir glauben, dass Transformation auch spürbar sein muss."
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Mehr Details über den Wandel der Marke Vogel stehen in der turi2 edition #8, die am 09.05.2019 erscheint.

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Fachmedien müssen Partner sein": Kommunikationschef Gunther Schunk im Mai 2018 über den Wandel bei Vogel.

Ende der Reichweiten-Vermarktung: Nikolaus Förster macht "Impulse" zum Abo-Only-Magazin.


Weichmacher, ade: Nikolaus Förster schraubt an der Strategie seines Unternehmer-Magazins Impulse. Ab April streicht der Verleger und Herausgeber alles, was die Auflage weich macht und künstlich in die Höhe treibt – Bordauflage, Lese-Zirkel, nur teilweise bezahlte Mitglieder-Abos für Verbände fallen weg. Die bisher stolze Auflage von knapp 70.000 Heften schrumpft auf 12.500, der Copy-Preis steigt um 5 auf 24,90 Euro. Im Video-Interview mit turi2.tv erklärt Förster den neuen Weg: "Wenn Kunden das Magazin für 25 Euro kaufen und es zugleich in einer Fluglinie kostenlos bekommen, passt das nicht mehr zusammen." Auch vom Kiosk, wo "Impulse" ohnehin nur einige Hundert Exemplare absetzt, verschwindet das Heft.

Werbekunden will Förster mit einem leicht gesenkten Preis und dem Versprechen "100 % Zielgruppe und 0 % Streuverluste" bei der Stange halten. Gleichzeitig meldet er positive Geschäftszahlen in eigener Sache: Der Verlag ist mit 4,4 Mio Euro Umsatz und 136.000 Euro Gewinn im dritten Jahr in Folge profitabel und das Magazin längst nicht mehr der einzige Umsatzbringer: Seminare, Coachings und Unternehmerreisen sorgen zusätzlich für Umsatz.

Im Interview empfiehlt Förster Verlegern, in Qualität zu investieren: "Nur wenn die Qualität stimmt, wird es auch eine Zahlungsbereitschaft geben." Viele Verlage sind qualitativ nicht mehr so hochwertig wie früher, findet Förster, und daher von bröckelnden Anzeigen-Erlösen abhängig.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

DVV Media Group kauft den Energie Informationsdienst.

DVV Media Group, Tochter der Rheinischen Post Mediengruppe, übernimmt den Energie Informationsdienst von der SWMH-Tochter Verlag Moderne Industrie. Der Energie Informationsdienst veröffentlicht das 14-tägige Magazin "Energie Informationsdienst", die monatliche Fachzeitschrift "Erdöl Erdgas Kohle" und das quartalsweise erscheinende, englischsprachige "Oil Gas European Magazine".
rheinischepostmediengruppe.de

dfv kauft die "Zeitschrift für Neues Energierecht".

dfv übernimmt die "Zeitschrift für Neues Energierecht" vom Ponte Press Verlag. Jurist Peter Becker, einer der drei Gründer, bleibt Chef­redakteur. Die ZNER erscheint seit 1997, inzwischen sechsmal im Jahr mit 1.500 Auflage. Das Fachblatt versteht sich als juristischer Ratgeber für alle Fragen des Energierechts und richtet sich an Juristen und die öffentliche Verwaltung sowie Investoren und Betreiber von Energieanlagen.
dfv.de

Mediengruppe Oberfranken kauft Fachverlag Publimed.  

Mediengruppe Oberfranken, u.a. Herausgeber des "Fränkischen Tag", übernimmt Publimed Medizin und Medien. Die Mediengruppe wird damit zu einem der größten Medizin-Fachverlage, sie verlegt u.a. auch "Augenlicht", "Onkologie heute" und "Neuro aktuell". Publimed veröffentlicht u.a. die Fachzeitschriften "Frauenarzt" und "UroForum" und betreibt digitale Fortbildungsplattformen für Gynäkologen und Urologen. Uwe Schreiber von Publimed zieht sich aus der Geschäftsführung und Verlagsleitung zurück, Hans-Jürgen Kuntze übernimmt. Der Sitz in München mit acht Mitarbeitern bleibt.
dnv-online.net

Markus Trantow wird Chefredakteur der "turi2 edition".

Turi intern: Markus Trantow, 39, seit 2017 Chefredakteur von turi2.de und turi2.tv, übernimmt Ende März auch die Position des Chefredakteurs bei der turi2 edition. Er soll die Buchreihe, die künftig drei- statt zweimal pro Jahr erscheint, noch stärker mit dem Digitaldienst turi2.de und dem Branchenfernsehen turi2.tv verknüpfen. Unterstützt wird er dabei von Anne-Nikolin Hagemann, 28, die Vize der "turi2 edition" bleibt. Tatjana Kerschbaumer, 28, seit Anfang 2016 federführend bei der Buchreihe, stellt sich Anfang April neuen, externen Herausforderungen.
turi2.de/team

Handelsblatt Media Group trennt sich von Branchendienst Meedia, Busch Group übernimmt.


Was im Busch: Die Handelsblatt Media Group verkauft den Branchendienst Meedia an die Busch Group, die u.a. bereits "Blickpunkt:Film" und die "MusikWoche" herausgibt. Das Meedia-Team um Gründungschefredakteur Georg Altrogge (Foto) wechselt damit unter das Dach des Verlegers Timo Busch, der die Marke "weiter ausbauen" will. "Handelsblatt"-Geschäftsführer Frank Dopheide sagt: "Wir sind eine Gemeinschaft zur Verbreitung des wirtschaftlichen Sachverstands. Das steht im Mittelpunkt unseres Zukunftsstrategie." Darum habe sich der Verlag entschieden, "Meedia in andere Hände zu geben".

Die Gerüchte um die Verkaufsabsichten kursierten schon eine Weile – weil Meedia die einst erhofften Synergieeffekte zur "Absatzwirtschaft" nicht gebracht habe. Diese wechselt verlagsintern zu Planet C, unter Leitung von Andrea Wasmuth.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv (10/2018): Frank Dopheide über die neue Strategie der Handelsblatt Media Group.

Condé Nast startet mit "Vogue Business" einen B2B-Nischen-Newsletter.

Maschen-Post für Profis: Condé Nast International, Wolfgang Blaus Verlagssparte für Leser außerhalb der USA, startet heute den digitalen Modebusiness-Newsletter "Vogue Business". Er erscheint zweimal pro Woche und hat eine eigene Redaktion abseits von "Vogue" mit insgesamt 21 Mitarbeitern, davon sechs Redakteure.

Publikationssprache ist zunächst Englisch, zwei weitere Sprachen seien geplant. "Vogue Business" ist zunächst gratis, gegen Jahresende könnten käufliche Abos angeboten werden. Ziel sei aber zunächst, Einfluss und Wahrnehmung aufzubauen, um zusätzliche Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Wolfgang Blau sagt, sein Ziel sei nicht große Reichweite, sondern eine hochwertige Beziehung zur Branche.
bbc.com, businessinsider.de, digiday.com

"Werben & Verkaufen" startet Paid-Content-Modell W&V+.

Werben & Verkaufen: Das Marketing-Fachblatt aus dem SWMH-Reich startet seine angekündigte Paid-Content-Initiative. W&V+ soll 19,90 Euro pro Monat oder 199 Euro im Jahr kosten. Die Inhalte der gedruckten W&V sollen durch W&V+ "ergänzt" werden - es handelt sich also nicht um ein günstige Digitalversion des Heftes. Die Inhalte sollen "maßgeschneidertes Wissen und Inspiration" liefern und seien "nutzwertig aufbereitet".
wuv.de/wuvplus