IVW: Überregionale Tageszeitungen verlieren im 2. Quartal fast alle Auflage.

IVW ergibt Auflagenverluste bei den meisten Tages- und Wochenzeitungen: "Bild" verliert mehr als 10 % seiner Abonnenten und Kiosk-Käufer, bleibt aber mit Abstand die populärste deutsche Tageszeitung. Auf Platz 2 und 3 folgen die "Süddeutsche Zeitung" und die "FAZ", die beide 3,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum einbüßen. Das "Handelsblatt" kommt, Digital-Kunden sei Dank, auf ein Plus von 0,4%.
meedia.de

Frankfurt Business Media kauft "Deutsche Pensions- und Investmentnachrichten".

FAZ-Fachverlag Frankfurt Business Media übernimmt - wie schon Ende Juni vermutet - die Deutschen Pensions- und Investmentnachrichten von der "Financial Times". FBM führt das Fachblatt unverändert weiter, auch Chefredakteur Michael Lennert bleibt an Bord. Die erste Ausgabe unter neuem Dach erscheint voraussichtlich im September. Mit den "International Assets Awards" will der Fachverlag auch im Eventgeschäft mitmischen.
horizont.net, turi2.de (Background)

"Handelsblatt": Ludwig-Erhard-Stiftung streitet über Roland Tichys Rolle.


Um keinen Preis: Ex-CDU-Politiker Friedrich Merz lehnt den Ludwig-Erhard-Preis ab und löst in der Ludwig-Erhard-Stiftung einen Streit um den Vorsitzenden Roland Tichy aus, schreibt das "Handelsblatt". Merz begründete demnach die Preis-Ablehnung damit, dass er nicht mit Tichy auf einer Bühne stehen wolle.

Nach der Absage von Merz sind die Journalisten Rainer Hank, Ursula Weidenfeld, Ulric Papendick und Nikolaus Piper aus der Jury des Preises zurückgetreten, schreibt das "Handelsblatt". Die Journalisten fürchteten, die Stiftung könne zur "Reputationsmaschine" für Tichys Einblick werden. Tichy vermische seine publizistische Arbeit mit der Stiftung. Tichy weist den Vorwurf zurück. Kritiker werfen "Tichys Einblick" vor, die Grenze zum Rechtspopulismus zu überschreiten.
"Handelsblatt", S. 8 (Paid)

Hör-Tipp: Digitec-Podcast bespricht Chancen künstliche Intelligenz.

Hör-Tipp: "FAZ"-Digital-Chef Carsten Knop interviewt in der neuen Folge des Digitec-Podcasts Alexander Armbruster zum Thema künstliche Intelligenz. Jugendliche, die viel Geld verdienen wollen, fit in Mathe und Sprachen sind, sollen Informatik studieren, empfiehlt Armbruster. Google und andere Firmen werben Wissenschaftler ab, die nun an Universitäten fehlen.
faz.net (26-Min-Audio), turi2.de (Background)

Ar­kadi Babt­schen­ko versteht die Kritik an seinem fingierten Mord nicht.

Journalisten: Die "FAZ" trifft die kreml­kri­ti­schen, rus­si­schen Jour­na­lis­ten Ar­kadi Babt­schen­ko (Foto) und Ay­der Musch­da­ba­jew. Letzterer sei ur­sprüng­lich als erstes Mordopfer an­vi­siert gewesen, glaubt Babt­schen­ko. Die Kritik an seinem fingierten Mord kann er nicht verstehen, er habe Angst um sein Leben gehabt. Westliche Journalisten verstünden nicht, "dass es bei uns um Le­ben oder Tod geht."
"FAZ", S. 9 (Paid), turi2.de (Background)

"FAZ" bietet eine neue App für Digitalthemen an.

FAZ veröffentlicht die App Frankfurter Allgemeine Digitec über Digitalthemen. Die App bündelt die Berichte der Zeitung über die Folgen der Digitalisierung. Kommentare ordnen die Entwicklungen ein. Die App kostet separat 4,99 Euro je Monat, "FAZ"-Digitalabonnenten müssen nicht extra zahlen. Zugleich startet die "FAZ" einen Podcast über Digitalisierung - die erste Folge behandelt künstliche Intelligenz.
presseportal.de, (Paid), blogs.faz.net (Podcast, 20-Min-Audio)

Vodafone wirbt für geplante Unitymedia-Übernahme.

Vodafone Deutschland kontert die Kritik am Plan, Unitymedia zu übernehmen, mit einer Werbe- und Interview-Offensive in der deutschen Tagespresse. In ganzseitigen Anzeigen etwa in "FAZ", "Süddeutscher" und "Welt" trommelt Deutschlandchef Hannes Ametsreiter für die Übernahme und verspricht ein "vereintes Gigabit-Netz für Deutschland" und Investitionen von 12 Mrd Euro in den Ausbau. In Interviews mit "Welt" und "Handelsblatt" versucht er, die Angst vor einem neuen Monopol kleinzureden und nennt Vodafone einen "starken Wettbewerber", der neben der Telekom entstehe. Er stellt neue Jobs durch den geplanten Netzausbau in Aussicht.
"Welt" S. 11 u. 12, "Süddeutsche Zeitung" S. 19, "Handelsblatt" S. 24, "FAZ" S. 5 (Paid), turi2.de (Background)

"FAZ" zieht ab 2021 in einen neuen Hauptsitz in Frankfurt.

FAZ zieht innerhalb Frankfurts um. Ab Anfang 2021 soll die Zeitung in einem Neubau an der Europaallee unweit der Frankfurter Messe entstehen, teilt der Verlag mit. Was mit dem nur wenige hundert Meter entfernten bisherigen Sitz in der Hellerhofstraße passieren soll, sei noch ungeklärt. Zuletzt gab es Spekulationen, Geschäftsführer Thomas Lindner erwäge, die gefragte Immobilie zu verkaufen, um mit den Einnahmen Investitionen zu tätigen.
per Mail, turi2.de (Background)

Niggemeier: "FAZ" verbreitet falsche Hartz-IV-Vergleiche und korrigiert nur beiläufig.

FAZ verbreitet falsche Vergleiche zwischen Erwerbstätigen und Hartz-IV-Empfängern und korrigiert diese später nur beiläufig, kritisiert Stefan Niggemeier. Auch dpa und andere Medien haben den falschen Vergleich aufgegriffen, wonach Hartz IV einer Familie oft mehr Geld einbringe als ein Job. Bei der Berechnung des Steuerzahlerbunds für die "FAZ" fehlten aber Kindergeldansprüche der Erwerbstätigen. Niggemeier wirft auch der dpa vor, den weiterverbreiteten Berechnungsfehler nicht transparent korrigiert zu haben.
uebermedien.de, faz.net ("FAZ"-Bericht, Paid)

"FAZ"-Korrespondent Günter Bannas war als Journalist schon immer Stress ausgesetzt.

Journalismus ist heute nicht hektischer und stressiger als vor Jahrzehnten, schreibt "FAZ"-Politik-Korrespondent Günter Bannas, der nun in Rente geht. Schon immer habe die Fähigkeit, eine schnelle Nachricht zu übermitteln, zur Grundausstattung des Berufs gehört. Bannas gibt jungen Kollegen einen Rat: "Wer Hitze nicht verträgt, sollte nicht Koch werden wollen".
mediummagazin.de

Lese-Tipp: Günter Bannas blickt auf vier Jahrzehnte Berichterstattung zurück.

Lese-Tipp: "FAZ"-Urgestein Günter Bannas blickt auf vier Jahrzehnte Parlamentsberichterstattung zurück. Der scheidende Berliner Büroleiter der "FAZ" erzählt u.a., wie er Bundeskanzler Helmut Kohl zum Endspiel der Fußball-WM 1986 nach Mexiko begleitete und wie der junge Gerhard Schröder vielen Reportern "vertraulich" sagte, er wolle später ins Bundeskanzleramt einziehen.
"FAZ-Magazin" 03/2018, S. 30-34

Bestätigt: Ippen kauft "FR" und "FNP".


Ippen greift zu: "Frankfurter Rundschau" und "Frankfurter Neue Presse" wechseln den Besitzer. Dirk Ippen erweitert sein Zeitungs-Reich um die beiden Regionalzeitungen aus der Finanzmetropole. Der Regionalzeitungsfürst steigt mit der Übernahme zu einem der einflussreichsten Verleger in Hessen auf.

Die Fazit-Stiftung, die auch hinter der "FAZ" steht, verkauft die Mediengruppe Frankfurt mit Stumpf und Stiel, inklusive der Societäts-Druckerei in Möhrfelden. Fazit-Chef Andreas Barner nennt Ippens Zeitungsholding Hessen "einen starken Partner, der über eine sehr gute Basis zur Zukunftssicherung und Weiterentwicklung unserer regional ausgerichteten Titel 'Frankfurter Neue Presse' und 'Frankfurter Rundschau' verfügt".

Zum Ippen-Imperium gehören in Hessen bereits "HNA", "Gießener Allgemeine", "Offenbach Post", "Wetterauer Zeitung", "Alsfelder Allgemeine" und "Hersfelder Zeitung". Das Kartellamt muss dem Deal noch zustimmen. Die "FAZ" hat die damals insolvente "Frankfurter Rundschau" erst 2013 unter ihrem Dach weitergeführt. Seit Ende 2014 ist sie durch einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Teil des Societäts-Konzerns. (Foto: dpa, Montage: turi2)
horizont.net, turi2.de (Background)

Ippen will "Frankfurter Rundschau" und "Frankfurter Neue Presse" kaufen.


Dirk Ippen will die "Frankfurter Rundschau" und die "Frankfurter Neue Presse" kaufen, berichtet Bülend Ürük. Bisher gehören die Blätter zur Fazit-Stiftung, der Trägerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Offen sei noch, was mit der Frankfurter Societäts-Druckerei passieren soll. Auch Funke und Madsack seien interessiert gewesen, hätten aber nach Ansicht der Geschäftsdaten abgewunken.

Gegenstand eines möglichen Deals sei die Mediengruppe Frankfurt, früher Frankfurter Societäts-Medien GmbH, mit Anzeigenblättern, Webportalen, einem Buchverlag, Eventgeschäft und der Frankfurter Societäts-Druckerei in Mörfelden-Walldorf.
kress.de

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Jetzt am Kiosk: F.A.Z. Woche Nr. 6/2018.
Kassenkampf: Privatversicherte haben es besser als Kassenpatienten. Wie ungerecht ist die deutsche Zweiklassenmedizin?
Alles ist gut: Soll die Bundesregierung die Bürgerversicherung einführen? – Ein Arzt sagt: Bitte nicht!
Privat verunsichert: Millionen Deutsche bleiben freiwillig Kassenpatienten. Das hat gute Gründe.
www.fazwoche.de

RBB sendet "Thadeusz und die Beobachter" nun jeden Dienstag.

RBB schickt seinen Moderator Jörg Thadeusz mit seinem Talk "Thadeusz und die Beobachter" nun jeden Dienstag um 22.15 Uhr auf Sendung. Bisher strahlt der Sender den Talk etwa einmal im Monat aus. Bei "Thadeusz und die Beobachter" diskutieren der Moderator und die Journalisten Hajo Schumacher ("Berliner Morgenpost"), Claudia Kade ("Welt"), Elisabeth Niejahr ("Wirtschaftswoche") und Claudius Seidl ("FAS") über Politik.
dwdl.de, twitter.com

Basta: "FAZ" empfiehlt der AfD nach ihrer "Tatort"-Kritik eine Umbenennung.

Bündnis ohne Humor: Die AfD kritisiert, die ARD instrumentalisiere den "vielen Deutschen geradezu heiligen" "Tatort" gegen die eigene Partei. Der "Tat­ort" sei so vor­her­seh­bar wie ein Leit­ar­ti­kel im "Neu­en Deutsch­land" zu DDR-Zeiten. Die "FAZ" widerspricht und empfiehlt der Partei eine Umbenennung in LfD: La­men­tie­ren für Deutsch­land.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Volker Breid wird "FAZ"-Geschäftsführer.


Kluge Zeitschriften-Köpfe: Volker Breid, 55, (Foto links), bis Ende Mai noch Geschäftsführer der Motor Presse Stuttgart, fährt bei der "FAZ" als neuer Geschäftsführer vor. Er verantwortet die FAZ GmbH gemeinsam mit Thomas Lindner, 52, (Foto rechts), dessen Vertrag vorzeitig in die Verlängerung geht. Damit holt sich die "Zeitung für Deutschland" noch mehr Zeitschriften-Knowhow ins Haus: Mit Breid und Lindner stehen zwei frühere Manager von Gruner + Jahr an der Spitze der "FAZ".

Der Verlag stattet Neuzugang Breid mit umfangreichen Aufgaben aus: Er verantwortet die Unternehmensstrategie, die Fachmedien, Controlling, Recht und Personal. Die Führung der Frankfurter Societät wird er sich mit Oliver Rohloff teilen. Breids Vorgänger Burkhard Petzold wechselt in die Geschäftsführung der Fazit-Stiftung, Eigentümerin der "FAZ". Er war mehr als 30 Jahre lang für die "FAZ" und Tochterunternehmen tätig und übernahm die Leitung des Verlags 2014 gemeinsam mit Lindner.
horizont.net, turi2.de (Background)

"FAZ"-Tochter Frankfurt Business Media übernimmt Veranstaltungsgeschäft komplett.

FAZ trennt sich aus wirtschaftlichen Gründen von Forum Executive und bündelt alle Konferenzen und Fachveranstaltungen bei der Tochter Frankfurt Business Media. Die Anteile der "FAZ" gehen an Mehrheitseigner Brainfeed Media. Damit endet die Kooperation Frankfurter Allgemeine Forum, deren Konferenzen die "Zeit"-Tochter Convent Kongresse übernimmt.
presseportal.de

Renner: "FAZ" erreicht 2017 bis zu 10 % Rendite.

Frankfurter Allgemeine Zeitung erfreut sich wieder bester geschäftlicher Gesundheit und rechnet mit 8 bis 10 % Umsatzrendite, berichtet Kai-Hinrich Renner. Nach einer Phase unschöner Bilanzen von 2012 bis 2014 hat Geschäftsführer Thomas Lindner den Verlag mit einem Sparprogramm restrukturiert, seit 2015 sind die Bilanzen positiv. Auch "FAZ Quarterly" werfe bereits einen kleinen Gewinn ab.
morgenpost.de

"FAZ" legt ihr "FAZ-Magazin" erstmals der "FAS" bei.

FAZ-Magazin liegt diesen Sonntag erstmals der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" bei. Sonst erscheint die 2013 wieder gegründete Beilage jeweils am zweiten Samstag im Monat in der "FAZ". Die neue Ausgabe ist ein Spezial zum Thema Schönheit. Weitere Sonderausgaben zu diesem Thema sind für April und November 2018 geplant – dann ebenfalls jeweils in der "FAS".
per Mail

Landgericht Hamburg erlässt Einstweilige Verfügung gegen Artikel der "FAZ".

FAZ: Der NDR erwirkt vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen die Tageszeitung. Stein des Anstoßes sind die Besucherzahlen des Oktoberfestes: Die AfD hatte auf Facebook geschrieben, dort herrsche "gähnende Leere", was der ARD Faktenfinder widerlegte. "FAZ"-Autor Rainer Meyer schrieb daraufhin, die "Tagesschau" verbreite "echte Fake News".
faktenfinder.tagesschau.de