Filmwirtschaft und Privatsender kritisieren neuen Telemedienauftrag.

Telemedienauftrag: Filmwirtschaft und Privatsender kritisieren den zwischen Verlagen und Öffentlich-Rechtlichen ausgehandelten Kompromiss. Filmemacher und Doku-Produzenten wehren sich gegen die längere Online-Verfügbarkeit. Die Privatsender befürchten "weitreichende Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation", sagt Vaunet-Chef Hans Demmel.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Comcast erhöht Gebot für 21st Century Fox auf 65 Mrd Dollar.

Comcast legt im Bieter-Wettstreit mit Disney um 21st Century Fox nach und ist nun bereit, satte 65 Mrd Dollar für das Medienimperium von Rubert Murdoch zu zahlen. Eigentlich hatten sich Disney und Murdoch schon auf 52 Mrd geeinigt. Murdoch will den Großteil seines Film- und TV-Geschäfts abstoßen. Nur Fox News und der größte Sportsender sollen bleiben.
spiegel.de, 21cf.com

Studie: Video-on-Demand wird in 18 % aller deutschen Haushalte genutzt.

Video-on-Demand: Mindestens einen kostenpflichtigen Video-Dienst haben 18 % der deutschen Haushalte Ende 2017 abonniert, ergibt eine Goldmedia-Studie. Zum Jahreswechsel lagen die Gesamterlöse auf dem VoD-Markt bei 1,1 Mrd Euro, die Studie prognostiziert bis 2023 einen Anstieg auf 2,5 Mrd. Netflix und Amazons Prime sind die beliebtesten Anbieter in Deutschland.
goldmedia.com, digitalfernsehen.de

Drehbuch-Autoren verlangen mehr Mitspracherecht.

Drehbuch-Autoren fordern mit ihrer Initiative Kontrakt 18 deutlich mehr Mitsprache bei Serien- und Filmproduktionen. 92 Unterzeichner wollen ab Juli nur dann Aufträge annehmen, wenn sie den Regisseur mit aussuchen, bis zum Dreh mitreden und den Rohschnitt kommentieren dürfen. Zu den Initiatoren zählen Branchen-Stars wie "Weissensee"- und "Ku'damm '59"-Autorin Annette Hess.
spiegel.de, tagesspiegel.de, dwdl.de

Verein gründet Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung.


Der etwas andere Arbeitsschutz: Verbände und Gewerkschaften der Film- und Fernsehbranche gründen gemeinsam einen Verein als Träger für eine Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt. Sie ist vorerst auf den Film-, Fernseh-, Theater- und Orchesterbereich beschränkt, kann aber auf die gesamte Medienbranche ausgeweitet werden. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, sagt, die Zeit des Schweigens müsse vorbei sein.

Zu den ersten Mitgliedern zählen u.a. ARD und ZDF, Vaunet, der Produzentenverband und Ver.di. Der Bund geht mit 100.000 Euro in Vorleistung, von der ARD kommen 40.000 Euro pro Jahr, vom Deutschen Bühnenverein, ZDF und Vaunet jeweils 15.000 Euro. Die Vertrauensstelle soll Beschwerden entgegen nehmen und prüfen, Betroffene unterstützen und Fälle aufarbeiten. Wann genau sie startet, ist noch nicht klar.
dwdl.de

"Sesamstraße" scheitert vor Gericht gegen schmutzige Krimi-Parodie.

Sesamstraße: Die Mutterorganisation Sesame Workshop scheitert vor einem New Yorker Gericht damit, der Filmfirma STX den Werbespruch "No Sesame. All Street" zu verbieten. Stein des Anstoßes ist die von pubertären Scherzen durchsetzte und nicht ganz jugendfreie Kriminalkomödie "Happytime Murders", in der Melissa McCarthy eine Mordserie unter sesamstraßig aussehenden Puppen löst.
hollywoodreporter.com

Cinema.de startet mit neuer Website unter Burda-CMS Thunder.

Cinema, Burdas Film-Magazin, hat online umgebaut, schreibt "New Business". Die neue Website läuft unter dem Burda-eigenen Content-Management-System Thunder, ist übersichtlicher, mobil-optimiert und soll schneller laden. Inhaltlich bietet die Redaktion u.a. neue Audio- und Videoformate. Die bisherige Community bleibt erhalten, braucht für den Umzug aber noch Zeit.
"New Business" 22/2018, S. 28 (Paid), cinema.de (2-Min-Video)

Bild des Tages: Harvey Weinstein stellt sich der Polizei.


Presseauflauf ohne Roten Teppich: Hollywood-Produzent Harvey Weinstein stellt sich in New York der Polizei. US-Behörden ermitteln gegen ihn, weil mehrere Frauen ihm sexuelle Übergriffe vorwerfen. Die Polizei nimmt Weinstein fest und führt ihn einem Gericht vor. Er darf gegen Mio-Kaution auf freiem Fuß bleiben, muss aber eine Fußfessel tragen. (Foto: Andres Kudack / AP / Picture Alliance)
tagesschau.de

Zahl des Tages: Verbliebenes operatives Geschäft von Constantin Medien schrumpft um 21,5 %.

Zahl des Tages: Um beachtliche 21,5 % schrumpft das verbliebene operative Geschäft von Constantin Medien im 1. Quartal auf nun 28,5 Mio Euro. Ein Grund für den Umsatzrückgang ist das Ende des Produktionsrahmenvertrags zwischen Produktionstochter Plazamedia und Sky. Das EBIT lag bei minus 2,7 Mio Euro, das Finanzergebnis bei minus 1,3 Mio Euro.
dwdl.de

Studie: Schulkinder verbringen täglich 160 Minuten mit Bildschirmmedien.

Mediennutzung von Schulkindern hat seit 2016 um 20 % auf 160 Minuten täglich zugelegt, zeigt die Kinderwelten-Studie von Super RTL und Vermarkter IP Deutschland. 18 % der Schulkinder geben an, dass sie fast täglich im Freien spielen, 1990 waren es noch 73 %. Bei den Drei- bis Fünfjährigen steigt die Zeit, die vor Bildschirmmedien verbracht wird, um 25 % auf 74 Minuten täglich. 35 % nutzen dabei ein Tablet, 22 % einen Computer und 15 % das Smartphone der Eltern.
wuv.de

Europäischer Gerichtshof: Netflix muss in die deutsche Filmförderung einzahlen.

Netflix und andere Streaming-Anbieter müssen die Filmabgabe nach dem Filmförderungsgesetz zahlen, auch wenn sie keinen Sitz in Deutschland haben. Der Europäische Gerichtshof hat eine entsprechende Klage von Netflix als unzulässig abgelehnt. Auch Anbieter wie Microsoft und Apple wehren sich gegen die 2016 von der EU-Kommission bestätigte Regelung.
horizont.at, spiegel.de, turi2.de (Background)

Zitat: Gebhard Henke hätte nicht an die Öffentlichkeit gehen sollen, findet Ralf Höcker.

"Man klärt solche Fälle nicht unter dem Druck einer gierigen Medienöffentlichkeit, sondern intern."

Medienanwalt Ralf Höcker erklärt im Interview mit Stefan Winterbauer, dass WDR-Mann Gebhard Henke seinen Anonymitätsanspruch "ohne Not versaut" hat. Seine berufliche Existenz und sein Ruf seien zerstört – egal, ob von den Vorwürfen am Ende etwas übrig bleibe.
meedia.de

Netflix-Programmchef: "Deutscher Markt ist ziemlich verschlossen".


Tausend Mal gestreamt: Netflix wird bis Ende 2018 mehr als 1.000 eigenproduzierte Filme und Serien im Angebot haben, sagt Programmchef Ted Sarandos bei einer Konferenz in New York. 85 % der Neuausgaben werde Netflix in eigene Inhalte investieren, in diesem Jahr bis 8 Mrd Dollar. In einem Interview mit der "FAZ" äußert sich Sarandos zum deutschen Markt, der für Netflix "immer noch ein ziemlich verschlossener" sei.

ARD und ZDF seien "sozusagen von der Öffentlichkeit beauftragt" und hätten eine lange gemeinsame Geschichte mit vielen Fernsehmachern. "8 Mrd Euro im Jahr für das öffentliche Fernsehen und alles, was vor 'Babylon Berlin' international bekannt geworden ist, ist irgend so eine Polizeiserie von was weiß ich wann", sagt Sarandos im Hinblick auf die Vorliebe der Deutschen für Krimis. (Foto: Picture Alliance/AP/Invision)
"FAZ", S. 13 (Paid), dwdl.de, variety.com

Schauspielerin Margot Kidder, 69, ist tot.

Margot Kidder ist tot. Die US-Schauspielerin mit kanadischen Wurzeln ist im Alter von 69 Jahren in ihrer Heimatstadt Livingston im US-Bundesstaat Montana gestorben. Ihre bekannteste Rolle war die der Journalistin Lois Lane, die Margot Kidder zwischen 1978 und 1987 in vier "Superman"-Verfilmungen an der Seite von Christopher Reeve spielte.
spiegel.de, hollywoodreporter.com (2-Min-Video)



Zeit Online: Charlotte Roche bereut, sexuelle Belästigung nicht eher öffentlich gemacht zu haben.

WDR: Charlotte Roche ärgert sich, dass sie als "selbstbewusste Frau" nicht eher auf den Übergriff von Filmchef Gebhard Henke reagiert hat, weil so eventuell "andere Frauen verschont geblieben" wären. Sie hätte nach dem Übergriff Angst vor Reaktionen gehabt, sie "als Autorin von Sexbüchern" hätte sexuelle Übergriffe provoziert und wolle gerade das. Nach Gesprächen mit WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn und dem WDR-Personalchef habe sie "das Gefühl, die wollen das wirklich aufklären".
zeit.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Dwayne "The Rock" Johnson promotet seinen neuen Film für 1 Mio Dollar.

Zahl des Tages: Klickstarke 1 Mio Dollar verdient Dwayne "The Rock" Johnson an der Promo für seinen neuen Film "Red Notice". Mit der Social-Media-Gebühr erreicht das Filmstudio Universal Pictures Johnsons 105,66 Mio Follower auf Instagram, 57,7 Mio bei Facebook und 12,9 Mio bei Twitter. Die Gebühr ist Teil seiner Gage in Höhe von 22 Mio Dollar.
variety.com, businessinsider.de

Bloomberg: Apple TV will Streaming Abos direkt über seine App verkaufen.

apple tvApple TV will eine zentralere Rolle im Streaming-Geschäft spielen und Abos für andere Anbieter direkt über seine App verkaufen, berichtet Bloomberg. Ähnlich wie bei Amazon Channels müssten Nutzer so nicht mehr extra neue Apps installieren. Aktuell können die Inhalte von u.a. ABC und HBO zwar in Apples TV App genutzt werden, Abos müssen jedoch bei jedem Anbieter einzeln abgeschlossen werden.
bloomberg.com, theverge.com, turi2.de (Amazon Channels)

Zitat: Inhalte-Chef Ted Sarandos ist gestresst vom Netflix-Angebot.

"Ich schaue normalerweise, was derzeit beliebt ist und wenn ich ausgehe, kann ich über alles reden, was auch alle anderen gesehen haben."

Ted Sarandos, Inhalte-Chef bei Netflix, überfordert das große Angebot auf seiner Streaming-Plattform, verrät er im Interview mit hollywoodreporter.com. Er sei jedes Mal gestresst, wenn er die App öffnet.
hollywoodreporter.com

"Spiegel": Sechs Frauen erheben Vorwürfe gegen WDR-Filmchef Gebhard Henke.

WDR in Bedrängnis: Sechs Frauen erheben im "Spiegel" konkrete Belästigungsvorwürfe gegen Filmchef Gebhard Henke. Er soll zwischen 1990 und 2015 Frauen an Po und Bauch betatscht haben und Förderung gegen "körperliche Zuwendung" angeboten haben, berichtet der "Spiegel". Zu den Betroffenen, die sich äußern, zählt auch die Moderatorin Charlotte Roche (Foto, links).

Der derzeit freigestellte Henke bestreitet die Vorwürfe. Zuletzt unterstützten 16 Frauen den "Tatort"-Koordinator Henke mit einem offenen Brief. Fernsehdirektor Jörg Schönenborn äußert sich überrascht, bezeichnet die Aussagen der Frauen im "Spiegel" aber als "gravierend und glaubwürdig". Charlotte Roche schildert, dass Henke sie bei einem Treffen zur Verfilmung ihres Romans "Feuchtgebiete" am Po begrapscht habe. Als sie sich wegbewegte, sei er mit der Hand auf ihrem Po mitgegangen. (Fotos: dpa / Picture Alliance)
spiegel.de, presseportal.de (Reaktion WDR), turi2.de (Background)

Oscar-Akademie schließt Bill Cosby und Roman Polanski aus.

Oscar-Akademie entzieht Bill Cosby (Foto) und Roman Polanski die Mitgliedschaft. Ein US-Gericht hatte Cosby vor einer Woche der sexuellen Nötigung schuldig gesprochen. Polanski war 1978 aus den USA geflohen, nachdem er zugegeben hatte, mit einer Minderjährigen geschlafen zu haben. Bereits im Oktober hatte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences den Produzenten Harvey Weinstein wegen Vorwürfen sexueller Belästigung ausgeschlossen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Cosby), turi2.de (Weinstein)

Michael Rombach wird ZDF-Produktionsdirektor.

ZDF holt Michael Rombach, 51, bisher NDR-Produktionsdirektor, ab 2019 auf die gleiche Position. Er folgt beim ZDF auf Andreas Bereczky, der in den Ruhestand geht. Simone Emmelius, 60, wird Leiterin der ZDF-Hauptredaktion Spielfilm und folgt auf Susanne Müller, die Ende 2017 pensioniert wurde. Emmelius verantwortet bisher ZDFneo. (Foto: obs/ZDF/NDR)
presseportal.de (Rombach), presseportal.de (Emmelius)

US-Gericht spricht Bill Cosby wegen sexueller Nötigung schuldig.

Bill Cosby ist wegen sexueller Nötigung von einer zwölfköpfigen Jury schuldig gesprochen worden. Der US-Schauspieler und Komiker habe vor 14 Jahren eine Frau in seinem Haus unter Drogen gesetzt und dann sexuell missbraucht. Seit Jahren beschuldigen zahlreiche Frauen den TV-Star. Ein erster Prozess gegen Cosby war gescheitert, weil sich die Geschworenen nicht einig konnten.
nytimes.com, spiegel.de, turi2.de (Background)

Bernhard Burgener droht Schadenersatzklage in Höhe von 4 Mio Euro.

Dieter Hahn, Aktionär von Constantin Medien, gießt im Streit mit Ex-Chef Bernhard Burgener weiter Öl ins Feuer und reicht vor dem Landgericht München einen Antrag auf Klagezulassung ein, berichtet handelszeitung.ch. Hahn wolle von Burgener 4 Mio Euro sowie 32 Mio Euro vom aktuellen Chef Olaf Schröder einklagen – beide hätten die Gesellschaft massiv geschädigt.
handelszeitung.ch, persoenlich.com

Basta: Schauspieler verrät versehentlich, dass er in drei Star-Wars-Filmen mitspielt.

Mächtig ausgeplaudert: Han-Solo-Darsteller Alden Ehrenreich sagt in einem Interview, dass er für gleich drei Star-Wars-Filme unterschrieben hat. Erst dann fällt dem Schauspieler ein, dass die Information vielleicht geheim bleiben sollte. Zum Glück gilt in den USA kein Autorisierungswahn - und die Aussage steht im Text.
esquire.com via businessinsider.de