Studie: Geoblocking macht Streaming-Nutzern im EU-Ausland immer noch Probleme.

Streaming funktioniert im EU-Ausland trotz der im April eingeführten EU-Regelung gegen Geoblocking nicht einwandfrei, ergibt eine Studie der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Knapp 20 % der 2.500 Befragten haben seitdem Streaming im EU-Ausland genutzt, bei 49 % lief das Streaming nicht wie Zuhause. Das häufigste Problem war, dass in Deutschland verfügbare Inhalte im Ausland nicht oder nur teilweise angezeigt wurden.
horizont.net

US-Remake von "Honig im Kopf" floppt an der Kasse und bei der Kritik.

Honig im Kopf: Til Schweigers US-Fassung seiner Tragikomödie unterwältigt beim Kinostart, schreibt "Bild". Seit Freitag läut der Film in nur vier Häusern und hat gut 10.000 Dollar eingespielt. Die Rezensionen sind vernichtend: Laut "LA Times" hätte der Stoff "ein Skalpell gebraucht", sei aber "unbeholfen" und "mit dem Vorschlaghammer" bearbeitet worden.
bild.de, latimes.com (via Google-Cache)

RTL Group entwickelt technische Streaming-Lösung für ihre Sender.

RTL Group entwickelt eine einheitliche technische Streaming-Plattform für alle Sender in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Die Sender sollen die Lösung dann "flexibel anpassen", sagt Gruppenchef Bert Habets. Die Sendergruppen sollen zudem enger mit Produktionstochter Fremantle zusammenarbeiten - nach dem Vorbild von RTL Deutschland und Fremantle-Tochter UFA.
horizont.net

"SpongeBob"-Erfinder Stephen Hillenburg, 57, ist tot.

Stephen Hillenburg, 57, ist tot. Der Erfinder der Zeichentrick-Serie SpongeBob Schwammkopf ist am Montag an der Nervenkrankheit ALS gestorben, wie der Sender Nickelodeon mitteilt. Der Meeresbiologe Stephen Hillenburg entschied sich 1987 für eine Karriere im Zeichentrick. Seine Serie "SpongeBob Schwammkopf", die am Meeresgrund spielt, wurde in mehr als 60 Sprachen übersetzt. (Foto: Dennis Van Tine / Geisler-Fotopress / Picture Alliance)
tagesspiegel.de

"Bild": Schauspielerin Eva Probst, 88, ist tot.

Eva Probst, 88, ist tot. Die Schauspielerin ist in einem Berliner Seniorenheim gestorben, bestätigt ihre Tochter der "Bild". Berühmtheit erlangte Eva Probst durch ihre Auftritte in Romanzen wie Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren. Anfang der 90er Jahre spielte sie die außerdem eine Rolle bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". (Foto: Ursula Düren / dpa / Picture Alliance)
"Bild", S. 4 (Paid)

Studie: Netflix löst lineares TV als bevorzugte Quelle für Lieblingssendungen ab.

Netflix überholt in den USA das lineare Fernsehen: 32 % der Befragten geben Netflix als Quelle für ihre Lieblingssendung an, das Fernsehen kommt nur noch auf 26 %, ergibt eine Studie von Hub Research. Netflix ist als Quelle für die Lieblingssendung in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden: Im Jahr 2014 lag das Fernsehen noch bei 45 % im Vergleich zu 14 % für Netflix.
mediapost.com, msn.com

Telekom ist "Deutschland-Plattform"-Vorreiter, glaubt Wolfgang Elsäßer.

Telekom: TV-Chef Wolfgang Elsäßer sagt im DWDL-Interview, Magenta TV ist ein einziges Produkt zu einem Preis – alles andere sei zu kompliziert für die Nutzer. Einer Deutschland-Plattform sei die Telekom "so nah wie kein anderer Wettbewerber". Ein gemeinsames Angebot schließt er zwar nicht aus, hält aber die unterschiedlichen Interessenlagen und den unterschiedlichen Stand der Anbieter für Achillesversen der Idee. Als Produzent suche die Telekom "nach deutschen Geschichten und bekannten deutschen Gesichtern" in den Genres Comedy, Drama und Thriller.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Amazon und Netflix überfordern ihre Nutzer, glaubt Joachim Huber.

Streamingdienste fressen immer mehr Zeit und überfordern ihre Nutzer, glaubt Joachim Huber vom "Tagesspiegel". Netflix und Co pumpten ihre Kanäle bis mit Inhalten voll, damit der Algorithmus den Nutzern möglichst viel anbieten könne. Hubert prognostiziert, wer der Angebotsinflation nicht mehr Herr werde, wird auf Dauer frustriert sein. Vielleicht eine Chance fürs Kino, als kuratierter Film-Vorführort.
tagesspiegel.de

Telekom baut ihr Fernsehangebot aus und nennt es Magenta TV.

Telekom benennt ihr Fernsehangebot um, es heißt künftig Magenta TV. Auch Nutzer, die nicht über die Telekom surfen, können es buchen. Die Telekom kooperiert für ihre Mediathek mit ARD und ZDF. Sie enthält Filme, die bisher nur zeitlich begrenzt in den Sender-Mediatheken stehen, und ein "Tatort"-Archiv. Die Schauspieler Christian Ulmen und Fahri Yardim werben in einer Kampagne für Magenta TV.
wuv.de, digitalfernsehen.de

Meinung: Die Unterhaltungsbranche setzt zu wenig auf Analyse.

Unterhaltungsbranche ist sehr unanalytisch und theoretisch unterentwickelt, behauptet der Öknonom Thorsten Hennig-Thurau im Interview mit Peter Körte. Er forscht zur Frage, was einen Film oder ein Spiel erfolgreich macht und kritisiert, dass die Branche oft auf Bauchgefühl, statt auf Analyse setze. Mittlerweile beobachte er einen Sprung zum Gegenteil in Form sklavischer Datenhörigkeit – der jedoch wissenschaftlicher Unterbau fehle.
"FAS", S. 51 (Paid)

Sky verkauft die Serie "Das Boot" in mehr als 100 Märkte weltweit.

Das Boot entwickelt sich für Sky zum Exportschlager und verkauft sich schon vor der deutschen Erstausstrahlung in über 100 Märkte weltweit. Die Serien-Fortsetzung des Erfolgsfilms "Das Boot" aus dem Jahr 1981 läuft u.a. in Frankreich, Lateinamerika und den USA. Ab dem 23. November ist die Serie bei Sky u.a. in Deutschland, Großbritannien und Italien zu sehen.
dwdl.de

CNBC: Apple plant TV-App mit kostenlosen Video-Eigenproduktionen.


Apple TV reloaded: Apple treibt seine Bestrebungen auf dem Markt der Videodienste voran und plant Anfang 2019 die Veröffentlichung einer TV-App, berichtet CNBC unter Berufung auf Insider. Der Dienst soll für Besitzer von Apple-Geräten kostenlos zur Verfügung stehen. Nutzer von iPhone, iPad oder Apple TV erhalten Zugriff auf Apples Eigenproduktionen sowie ihre Abos von Online-Dienste wie u.a. HBO.

Apple investiert in diesem Jahr knapp 1 Mrd Dollar in Eigenproduktionen. Bei den ca. 24 Shows setzt Apple vor allem auf jugendfreie Inhalte, die ein breites Publikum ansprechen. Damit sollen auch Beschwerden umgangen werden, da die Inhalte allen Nutzern ohne Einschränkung kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Apple hatte im Mai bekanntgegeben, Abos anderer Anbieter direkt über Apple TV verkaufen zu wollen. Angelehnt an das Modell von Amazon Channels sollen Nutzer so keine separaten Apps herunterladen und Abos abschließen müssen.
cnbc.com

AT&T: WarnerMedia plant einen eigenen Streaming-Dienst ab Ende 2019.

WarnerMedia, Zusammenschluss von HBO, Turner und Warner Bros. nach der Time-Warner-Übernahme durch AT&T, bringt im 4. Quartal 2019 einen eigenen Streaming-Dienst an den Start. Der Medienkonzern würde damit u.a. die "Harry Potter"- und DC-Superhelden-Filme sowie HBO-Serien wie "Game of Thrones" oder "Westworld" in einem Streaming-Angebot vereinen.
cnn.com, theverge.com

IMDb plant einen eigenen Streamingdienst.


Premium ohne Prime: Die Internet Movie Database, Filmdatenbank aus dem Amazon-Reich, plant einen eigenen Streaming-Ableger für alte Fernsehserien und Filme, berichtet CNBC unter Berufung auf Insider. Der Video-Dienst, der voraussichtlich diese Woche angekündigt wird, soll kostenlos und werbefinanziert für die rund 48 Mio Nutzer von Amazons Fire TV zur Verfügung stehen. Auch Fire-TV-Nutzer, die kein Prime-Abo haben, können über den Dienst streamen.

Werbetreibende sollen für das Angebot Amazons Kundendaten sowie Verbraucherinformationen von Drittanbietern nutzen können. Der TV-Werbemarkt in den USA wird laut eMarketer in diesem Jahr einen Umsatz von knapp 70 Mrd Dollar erzielen.
cnbc.com, businessinsider.de, emarketer.com

Ralph Fürther: Sky stellt sich breiter auf für die Duelle mit Netflix und Amazon.

Alte Feinde, neue Verbündete: Der Bezahlsender Sky macht Schluss mit alten Fehden und nimmt neue Gegner ins Visier. Kommunikationschef Ralph Fürther sagt im turi2.tv-Interview anlässlich des Free-TV-Starts von Babylon Berlin, dass ARD und ZDF längst nicht mehr die Konkurrenz für den Pay-Sender sind. Die neue Serie ist die erste Co-Produktion zwischen Sky und der ARD, die Zusammenarbeit habe hervorragend funktioniert und könne Vorbild für weitere sein. Gefährlicher als die Wettbewerber auf dem deutschen Markt schätzt Fürther die Konkurrenz durch Netflix und Amazon ein. "Es braucht gute Kooperationen, um weiterhin Premium-Rechte erwerben zu können", sagt Fürther.

Sky hat die teuerste deutschsprachige Serie als erstes zeigen dürfen, satte zwölf Monate vor der ARD-Premiere. Als heimlicher Gewinner der Kooperation will er trotzdem nicht gelten: "Es gibt nicht 'den Gewinner'", sagt Fürther und gibt sich überzeugt, dass die Serie nicht nur ein Erfolg für Sky wird, sondern auch in der ARD. Fürther denkt indes schon weiter: Die zweite Staffel der Serie ist bei Sky bereits gelaufen, die Dreharbeiten für die dritte beginnen im November.
turi2.tv (4-Min-Interview)

ARD-Anstalten müssen "Das Boot"-Kameramann Jost Vacano vergüten.


Ärger in den Anstalten: Acht ARD-Sender schulden Kameramann Jost Vacano 315.000 Euro, weil sie den Erfolgsfilm "Das Boot" mehr als 40 Mal zeigten, urteilt das Oberlandesgericht Stuttgart. Die acht betroffenen Anstalten wollen gar nicht zahlen, weil sie weitere Fälle fürchten. Die Anstalten können in Revision gehen. Bis der BGH entscheidet, könnte "Das Boot" in Archiven untergehen – oder für immer absaufen.

Im Dezember hatte Vacano bereits 588.000 Euro zugesprochen bekommen. Die Summe soll er von Bavaria Film, dem WDR und dem Verwerter der Video-Lizenzen erhalten. Von den acht anderen Anstalten, den WDR ausgeklammert, sollte Vacano zunächst nur 77.000 Euro bekommen – das neue Urteil treibt sein Honorar nach oben. Vacano kämpft bereits seit 13 Jahren für einen Fairnessausgleich: Ihm zufolge müssen Urheber an Erfolgen beteiligt werden, wenn sie zuvor nur ein schmales Honorar bekommen haben. (Foto: Eventpress / Picture Alliance)
faz.net, sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Ufa gründet eine Serien-Schule für TV-Autoren.


Autoren in Serie: Die Produktionsfirma Ufa stillt den Bedarf nach Drehbuchautoren für TV-Serien mit einer eigenen Serien-Schule. Im Januar startet zunächst ein 16-wöchiger Kompaktkurs für Storyliner von Daily Soaps. Diese entwickeln die Geschichten und bestimmen das Schicksal jeder einzelnen Figur. Die Teilnehmer arbeiten im Wechsel theoretisch und praktisch. Die Ausbildung zum Storyliner soll nur der Auftakt sein, "weitere Maßnahmen", auch für andere Genres, sollen folgen.

Ufa-Geschäftsführer Joachim Kosack glaubt, der Bedarf an guten Autoren werde in den in den kommenden Jahren weiter wachsen. Es sei daher "nur konsequent", wenn die Ufa in die Aus- und Weiterbildung von Autoren investiere. 2006 gab es unter dem Dach der Ufa schon einmal eine Autoren-Schule. Von den Absolventen "arbeiten fast alle heute als erfolgreiche Autorinnen und Autoren für die unterschiedlichsten TV-Formate", sagt Produzentin Petra Kolle, die die Serienschule zusammen mit "GZSZ"-Chefautorin Dominique Moro leitet. (Symbolfoto: Frederic Cirou/ picture alliance/ PhotoAlto)
horizont.net, dwdl.de

Netflix beruft Mathias Döpfner in sein Board of Directors.

Die 13. Fee: Springer-Boss Mathias Döpfner rückt als 13. Mitglied in das Board of Directors beim Streaminganbieter Netflix. Netflix-Chef Reed Hastings erwartet sich von der Berufung "wertvolle Perspektiven die kontinuierliche Verbesserung unseres weltweiten Angebots". Besonders sein Know-how im Bereich der digitalen Medien, das Döpfner beim Digital-Primus Springer kontinuierlich vorantreibt, soll Netflix beim Ausbau seines Angebots unterstützen.
media.netflix.com, variety.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Mathias Döpfner über Springers Schwachpunkte.

ARD fürchtet einen Präzedenzfall bei Honorar-Nachzahlung für "Das Boot".

Das Boot: Kameramann Jost Vacano, 84, versucht seit 13 Jahren ein höheres Honorar für seine Film-Aufnahmen des U-Boot-Klassikers einzuklagen. Damals erhielt er 204.000 D-Mark, was er angesichts der 40 Mio Euro, die der Film bis heute eingespielt hat, für zu wenig hält. Das OLG Stuttgart schlägt in einem Vergleich 330 000 Euro Nachzahlung vor, die ARD will höchsten 25.000 Euro zahlen. Die Sender fürchten einen Präzedenzfall.
sueddeutsche.de

Basta: Helmut Markwort übt sich als Auktionator.

Öffentlich-rechtliche Finanzspritze: Helmut Markwort sammelt aktuell Gelder für seinen Wahlkampf für die Landtagswahlen in Bayern. Bei einem Abendessen übte er sich zu diesem Zwecke als Auktionator und versteigerte u.a. eine Rolle in einer BR-Fernsehserie. Markwort, der für seine Politik-Karriere die Moderation seines Sonntags-Stammtischs beim BR abgeben musste, sieht darin kein Problem.
sueddeutsche.de