Netflix zeigt Comedians Enissa Amani, Kaya Yanar und Ilka Bessin international.

Netflix wählt für seine internationale Stand-Up-Reihe die deutschen Comedians Enissa Amani, Kaya Yanar und Ilka Bessin, früher Cindy aus Marzahn. Die Aufzeichnung der jeweils 30-minütigen Auftritte findet am 28. August im Quatsch Comedy Club in Berlin statt. Der Streaming-Anbieter lässt für seine Reihe 47 Comedians aus der ganzen Welt auftreten.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Amazon interessiert sich für US-Indie-Kinokette.

Amazon tritt in den Bieterwettstreit um die US-Kinokette Landmark ein, berichtet Bloomberg. Die Programmkino-Kette mit rund 50 Häusern und 250 Leinwänden gehört den Milliardären Mark Cuban und Todd Wagner. Amazon hätte genügend Inhalte - der Shoppingriese steckt geschätzte 5 Mrd Dollar pro Jahr in Filme und Serien für Amazon Video. Die US-Regierung hat angekündigt, das Paramount decree zu überarbeiten - es verbietet den Studios bisher, Kinoketten zu betreiben.
bloomberg.com

Sat.1 findet im Fall Wedel kein strafbares Verhalten.

Dieter Wedel: Auch Sat.1 findet in seiner Untersuchung der Vorwürfe gegen den Regisseur wegen sexueller Belästigung keine Hinweise auf missbräuchliches oder strafbares Verhalten, teilt der Sender mit. Zuvor hatten bereits die Untersuchungen von NDR, ZDF und Bavaria Wedel weitgehend entlastet. Der SR hatte hingegen massive sexuelle Übergriffe festgestellt. Auslöser für die Untersuchungen war ein Bericht der "Zeit" aus dem Januar.
faz.net, turi2.de (Backgrounds)

Zitat: Vor Gericht gelten andere Maßstäbe als in der Presse, findet Ronan Farrow.

"Ich halte es für richtig, dass in einem Pressebericht andere Anforderungen an die Beweislast gestellt werden als in einem Gerichtssaal."

Anwalt und Weinstein-Enthüller Ronan Farrow glaubt, dass nicht alle MeToo-Geschichten vor Gericht standhalten würden, verteidigt im "Spiegel"-Interview aber die Veröffentlichung der Vorwürfe in der Presse. Der Sohn von Woody Allen wirkt auf Interviewer Phil­ipp Oehm­ke "manchmal fast ein bisschen manipulativ".
"Spiegel" 33/2018 S. 110-114 (Paid)

Weitere Zitate von Ronan Farrow ...

... über Anfeindungen im Vorfeld der Weinstein-Veröffentlichung:

"Ich wur­de ver­folgt, ich wur­de heim­lich über­wacht, ich habe To­des­dro­hun­gen be­kom­men. Ich bin ver­klagt und drang­sa­liert wor­den."

... über seine Kindheit nach dem Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe gegen Farrows Vater Woody Allen:

"Mei­ne Kind­heit über habe ich aus nächs­ter Nähe be­ob­ach­ten kön­nen, wie mäch­ti­ge Män­ner in den An­griff über­ge­hen und ver­su­chen, Frau­en zu ver­leum­den und letzt­lich zu zer­stö­ren, wenn die­se sie mit glaub­wür­di­gen An­schul­di­gun­gen kon­fron­tie­ren."

Analyse: ZDFneo und ARDs One ziehen hauptsächlich ältere Zuschauer an.

ARD und ZDF ziehen mit ihren Sendern ZDFneo und One, mit denen sie hauptsächlich junge Menschen erreichen wollen, im Durchschnitt Zuschauer im Alter von 60 bzw. 57 Jahren an, analysiert Alexander Krei. Krimi-Wiederholungen von "Ein starkes Team", "Tatort" oder "Mord mit Aussicht" seien die unangefochtenen Quotenbringer. ZDFneo trage zwar u.a. durch "Sherlock" und das "Neo Magazin Royale" zur Verjüngung der Senderfamilie bei, schaffe es bei den jüngeren Zuschauern im Gegensatz zum Gesamtpublikum aber nicht mehr zu wachsen.
dwdl.de

Gwyneth Paltrow gibt fragwürdige Lebensratschläge, schreibt Jürgen Schmieder.

Wahrheitsuntreu: Schauspielerin Gwyneth Paltrow, 45, war schon Influencerin, bevor es den Begriff überhaupt gab, schreibt Jürgen Schmieder. Über ihren Newsletter und die Website goop.com gibt sie Produktempfehlungen und verbreitet wissenschaftlich fragwürdige Lebensratschläge. Bei allzu großem Unsinn sichert sich Paltrow mit dem Hinweis ab, die Beiträge dienten nur der Unterhaltung. Ihr Print-Magazin macht sie künftig allein, der Partner-Verlag Condé Nast bestand auf die Einhaltung journalistischer Standards.
sueddeutsche.de

Netflix zeigt in seiner BuzzFeed-Serie auch Folge über eine deutsche Reporterin.

Netflix zeigt in "Follow This", seiner Dokumentation über BuzzFeed, auch eine Folge aus Deutschland. Darin portraitiert Netflix die Reporterin Juliane Löffler, die zum Leben von intersexuellen Menschen recherchiert und der Frage nachgeht, wie das geplante Gesetz für ein drittes Geschlecht ihr Leben ändert. Die Folge erscheint zusammen mit fünf anderen am 23. August. Insgesamt hat die Serie 21 Folgen.
per Mail, turi2.de (Background)

"Star Trek"-Autoren schreiben für Amazon die "Herr der Ringe"-Vorgeschichte.

Amazon lässt seine Serie über die Vorgeschichte von "Der Herr der Ringe" von John D. Payne und Patrick McKay schreiben. Die beiden Autoren haben auch die Drehbücher für Star Trek 4 geschrieben und sind an Godzilla vs. Kong beteiligt. Das "Herr der Ringe"-Prequel hat ein Produktionsbudget von mehr als 500 Mio Dollar und soll 2021 erscheinen.
cnet.com, robots-and-dragons.de

"New Yorker": CBS untersucht Vorwürfe sexueller Belästigung gegen Chef Moonves.

Les Moonves, Chef des Medienkonzerns CBS, steht unter dem Verdacht, Frauen sexuell belästigt zu haben. Hollywoodreporter.com bezieht sich auf einen bevorstehenden Bericht des "New Yorkers" von Ronan Farrow, der mit seinen Recherchen die Debatte um Harvey Weinstein angestoßen hatte. Moonves soll Frauen gegen ihren Willen geküsst und angefasst haben.
hollywoodreporter.com

Netflix baut in Spanien erstes europäisches Produktionsstudio.

Netflix baut 20 Kilometer nördlich von Madrid sein erstes Produktionsstudio in Europa auf. Auf dem rund 22.000 Quadratmeter großen Gelände sollen künftig spanischsprachige Inhalte für Netflix selbst entstehen, aber auch Partner Filme und Serien produzieren. Netflix mietet zunächst drei 1200 Quadratmeter große Studios vom Geländebetreiber an, hat aber die Option, weitere Flächen zu nutzen.
wuv.de

Radio-Legende Adrian Cronauer, 79, ist tot.

Adrian Cronauer, 79, Radiomoderator und Rechtsanwalt ist tot. Er moderierte während des Vietnamkrieges eine Radiosendung für US-Soldaten. International bekannt wurde er durch den Film Good Morning, Vietnam in dem er von Robin Williams dargestellt wurde. Nach seiner Militärzeit arbeitete Cronauer zunächst weiter als Moderator in Radio und TV. Von 2001 bis 2009 beriet er das US-Verteidigungsministerium.
fr.de

Ex-Fernsehspielchef Gebhard Henke fühlt sich vom WDR ungerecht behandelt.

Gebhard Henke, Ex-Fernsehspielchef des WDR, fühlt sich vom Sender ungerecht behandelt und streitet im "Zeit"-Interview jegliche Vorwürfe sexueller Belästigung ab. Er vermute, der WDR habe an ihm ein Exempel statuieren wollen, sein Anwalt Peter Raue sieht ihn als Bauernopfer. Der WDR habe anonyme Anschuldigungen gegen Henke unüberprüft übernommen.
zeit.de (Vorabmeldung), turi2.de (Background)

Netflix muss sich in Indien für die Serie "Sacred Games" vor Gericht verantworten.

Netflix verteidigt seine indische Serie „Sacred Games“ vor Gericht. Ein Vertreter der oppositionellen Kongresspartei klagt, die Serie verletzte die Reputation von Ex-Premierminister Rajiv Gandhi. In der Serie werden neben gestellten Szenen auch Originalaufnahmen von Rajiv Gandhi verwendet. Es ist die erste indische Produktion von Netflix.
hollywoodreporter.com

ARD fügt Passage gegen sexuelle Belästigungen in Produktionsverträge ein.

ARD und die Allianz Deutscher Produzenten reagieren auf die zurückliegenden Missbrauchsskandale und erweitern ihre gemeinsamen Leitlinien um eine Klausel gegen sexuelle Gewalt und Belästigungen. Sie wird künftig Teil aller neuen Produktionsverträge. Die neue Passage lautet: "Die ARD-Landesrundfunkanstalten und die Produzenten werden jeglicher Form von sexueller Gewalt, Missbrauch und sexualisierter Belästigung entgegenwirken und jeweils erforderliche Maßnahmen zum Schutz Betroffener sowie zur Aufarbeitung und Prävention sicherstellen."
horizont.net

Streaming-Anbieter setzten auf Datenanalyse statt Einschaltquoten.

Einschaltquoten sind für Filme und Serie nicht mehr die wichtigste Währung, schreibt Jürgen Schmieder. Streaming-Anbieter interessiere eher die Zahl der Abonnenten insgesamt. Sie würden das Verhalten ihrer Nutzer genau untersuchen, um zu verhindern, dass Kunden ihr Abonnement kündigen. Außerdem wollen sie verstehen, mit welchen Inhalten neue Zuschauer gewonnen werden können.
sueddeutsche.de

Constantin Film erwägt den Wegzug aus München.

Constantin Film droht mit dem Wegzug aus München nach Berlin oder Köln: In der "tz" schimpft Vorstandschef Martin Moszkowicz über die Medienpolitik von Ministerpräsident Markus Söder. Seit Jahren warte Constantin vergeblich auf einen Hochgeschwindigkeits-Internetknoten, um Filme in aller Welt hin- und herzuschicken. Hohe Lebenshaltungskosten in München erschwerten es, Produktionsteams zusammenzustellen.
tz.de via dwdl.de

"The Information": Apple denkt über Kombi-Abo für Musik, Video und Digitalmagazine nach.

Apple denkt über ein vereinheitlichtes Abo für Serien, Musik und digitale Zeitschriften à la Amazon Prime nach, berichtet "The Information". Gegenüber Spotify wären die Serien ein Mehrwert, gegenüber Netflix die Musik und gegenüber Amazon Prime die digitalen Zeitschriften - Apple hat kürzlich den Digitalkiosk Texture gekauft. In einem ersten Schritt solle 2019 ein Digitalnews-Abo kommen, das Apple News mit Texture kombiniert, zitiert "The Information" seine Quellen.
theinformation.com (Paid), cnet.com

TV-Programm ist für ältere Zuschauer kaum barrierefrei, analysiert Kathrin Hollmer.

ARD und ZDF: Ältere Zuschauer haben durch Hintergrundmusik und -geräusche oft Probleme Dialogen in Filmen und Serien zu folgen, beobachtet Kathrin Hollmer. Obwohl das Durchschnittsalter der ARD- und ZDF-Zuschauer bei über 60 Jahren liege, gebe es für die häufig hör- und sehbeeinträchtigte Zielgruppe keine Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit. Auf Zuschauerbriefe reagierten die Sender in erster Linie mit technischen Verbesserungsvorschlägen.
sueddeutsche.de

RTL will TV Now ausbauen und RTL.de journalistischer machen.


RTL on Demand: RTL möchte mit seinem optimierten TV Now starten, bevor sich Video on Demand im Mainstream etabliert hat, erklärt Jan Wachtel, Chef von RTL Interactive, im Interview mit Lisa Priller-Gebhardt. Mit einem überarbeiteten TV Now, das aktuell hauptsächlich als Mediathek dient, wolle RTL künftig auch Eigenproduktionen in das VoD-Angebot einspeisen. Mit den TV-Now-Originals will sich RTL gegen die Konkurrenz durch Streaming-Anbieter wie Netflix und Amazon Prime am umkämpften VoD-Markt etablieren. Zu den Eigenproduktionen sollen außerdem Vorabausstrahlungen ganzer Staffeln sowie Drittinhalte exklusiv ausgespielt werden.

Einen Starttermin für das neue Angebot verrät Wachtel noch nicht, bevor das "Fundament wirklich gut und standhaft steht". Aktuell bietet TV Now ein Freemium-Modell mit kostenfreien Inhalten und Bezahlinhalten für monatlich 2,99 Euro. Der Preis für das neue Angebot solle "ein ganzes Stück unter dem Abopreis" anderer Anbieter liegen. Der Preis werde zwar steigen, sich jedoch auf einen "deutlich einstelligen Eurobetrag" monatlich belaufen, sagt RTL-Chef Bert Habets im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Website RTL.de will der Sender zu einem General-Interest-Portal ausbauen und mehr journalistische Inhalte einfließen lassen. Die Seite soll jedoch auch Nutzer auf die VoD-Plattform TV Now ziehen.
"Werben & Verkaufen" 26/2018, S. 10-17, "Frankfurter Allgemeine Zeitung", S. 24 (Paid)

Dänemark: Bei TV2 funktioniert öffentlich-rechtliches TV ohne Gebühren.

TV2, öffentlich-rechtlicher Sender in Dänemark, finanziert sich ausschließlich über Werbeeinnahmen und Abogebühren des Streamingablegers. Dennoch muss der Sender Vorgaben einhalten und u.a. der dänischen Sprache und Kultur einen großen Anteil einzuräumen. Das Beispiel zeige, dass hochwertiges Fernsehen auch ohne eine Rundfunkgebühr produziert werden könne, analysiert Clemens Bomsdorf. Sender-Chefin Engdal Christensen sei es dabei egal, ob der Sender sich in Privat- oder Staatsbesitz befinde – Hauptsache sei eine langfristige Perspektive für die Versorgung der Bürger.
"Kress Pro" 05/2018, S. 38-41 (Paid)

"New Business": Highlight Entertainment plant den Einstieg bei Hager Moss Film.

Highlight Entertainment um den Schweizer Großaktionär Bernhard Burgener plant offenbar den Einstieg bei der Münchner Produktionsfirma Hager Moss Film, berichtet "New Business". Highlight Entertainment habe am 11. Juni einen entsprechenden Antrag beim Kartellamt eingereicht. Hager Moss Film ist vor allem für die Werbespots aus den Redaktionskonferenzen des Focus bekannt.
"New Business" 26/2018, S. 32 (Paid)

Filmwirtschaft und Privatsender kritisieren neuen Telemedienauftrag.

Telemedienauftrag: Filmwirtschaft und Privatsender kritisieren den zwischen Verlagen und Öffentlich-Rechtlichen ausgehandelten Kompromiss. Filmemacher und Doku-Produzenten wehren sich gegen die längere Online-Verfügbarkeit. Die Privatsender befürchten "weitreichende Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation", sagt Vaunet-Chef Hans Demmel.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Comcast erhöht Gebot für 21st Century Fox auf 65 Mrd Dollar.

Comcast legt im Bieter-Wettstreit mit Disney um 21st Century Fox nach und ist nun bereit, satte 65 Mrd Dollar für das Medienimperium von Rubert Murdoch zu zahlen. Eigentlich hatten sich Disney und Murdoch schon auf 52 Mrd geeinigt. Murdoch will den Großteil seines Film- und TV-Geschäfts abstoßen. Nur Fox News und der größte Sportsender sollen bleiben.
spiegel.de, 21cf.com