Presserat erklärt "Focus Money" die Bedeutung von Anführungszeichen, schreibt Stefan Niggemeier.

Presserat muss "Focus Money" die Bedeutung von Anführungszeichen erklären, schreibt Stefan Niggemeier über die vergangene Woche ausgesprochene Rüge gegen das Titelseiten-Zitat von Alan Greenspan. Chefredakteur Frank Pöpsel räumt ein, dass der Ex-US-Notenbankchef den Satz "Wer Verstand hat, kauft Gold" nicht wörtlich gesagt hat. Das Zitat sei komprimiert, aber inhaltlich durch Aussagen von Greenspan gedeckt. Ein "durchschnittlich verständiger Leser" müsse die Überschrift in Anführungszeichen "zwingend als wörtliches Zitat auffassen", kontert der Presserat.
uebermedien.de, presserat.de (Rüge)

"Tech-Konzerne zu zerschlagen wäre saudumm": Frank Thelen will lieber "deutschen Champion" aufbauen.


Anpacken statt verbieten: Investor Frank Thelen findet es schlicht "saudumm", massiv wachsende Internet-Unternehmen wie Google und Facebook zwangsweise aufzuspalten. Thelen geht unternehmerisch an die Sache und kündigt im Video-Interview beim "Focus" Inner Circle an, in Deutschland einen Innovations-Champion aufbauen zu wollen. Sein Fokus liegt auf Blockchain, Energie und digital vernetzter Mobilität. Deshalb tritt Thelen bei der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" kürzer: "Ich will mich jetzt mehr auf Zukunftstechnologien konzentrieren."

Thelen warnt die wirtschaftlich florierende Gesellschaft vor zu viel Gelassenheit: "Uns geht es heutzutage noch sehr gut. Industrien, die wir haben, wie die Autoindustrie, die blühen noch. Die werfen noch tolle Gewinne ab. Aber das wird sich sehr bald ändern." In den neuen Leit-Industrien sei Deutschland hinten dran, obwohl es an der Zeit sei, ein Gegengewicht zu GAFA (Google, Apple, Facebook, Amazon) aus den Vereinigten Staaten und BAT (Baidu, Alibaba, Tencent) aus China aufzubauen. Aber: "Erstmal müssen wir überhaupt digital werden", sagt Thelen im Video von "Horizont" und turi2.tv.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Frank Thelen über die notwendige Digitalisierung der kompletten Verlagswelt.

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FOCUS STYLE #01/19 erscheint am 4. Mai
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BR-Rundfunkrat lehnt Helmut Markwort als neues Mitglied ab.


Radio kills the Rundfunkrat-Star: Die FDP will, dass Helmut Markwort einen Platz im neuen BR-Rundfunkrat bekommt, der lehnt ab. Das Aufsichtsgremium des Senders sieht einen Konflikt mit dem Bayerischen Rundfunkgesetz, u.a. wegen möglicher Interessenkonflikte wegen Markworts Radio-Beteiligungen und -Aktivitäten. Der Rundfunkrat fordert vom Landtag, ein anderes Mitglied zu entsenden. "Focus"-Gründer Markwort kritisiert die Entscheidung scharf und widerspricht ihr in einem Schreiben seines Anwalts. Der Bayerische Rundfunk wolle "sich seine Kontrolleure selbst aussuchen".
t-online.de

Drei Minuten Print-Debatte – turi2.tv im Schnelldurchlauf.


Debattieren über Druckerzeugnisse: Spannende Köpfe der Medienbranche haben 2018 ihre Sicht auf die Zukunft für Print bei turi2.tv erzählt. Wir zeigen zum Jahreswechsel in drei Minuten die Gedanken von u.a. Springer-Chef Mathias Döpfner, der künftigen "stern"-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier und Bertelsmann-Boss Thomas Rabe.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Mathias Döpfner, Springer

... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Anna-Beeke Gretemeier, "stern"

... Kai Rose, Klambt

... Thomas Rabe, Bertelsmann

... Florian Haller, Serviceplan

... Robert Schneider, "Focus"

... Horst Ohligschläger, Bayard

... Jochen Arntz, "Berliner Zeitung"

... Manuela Kampp-Wirtz, BurdaStyle

... Rainer Esser, "Zeit"

turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

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Von wegen Mini-Merkel: Die Frau, die nicht nur in der CDU alle AKK nennen, hat sich gegen die Alpha-Männer Jens Spahn und Friedrich Merz durchgesetzt. Chapeau!
FOCUS wählt die Menschen des Jahres 2018. Annegret Kramp-Karrenbauer ist auf Platz 2.
Wer ist der Mann des Jahres? Morgen mehr. (Foto: Laif)
Mehr unter: www.menschenimfocus.de

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Halb Deutschland hasst ihn, und er macht immer weiter: Jürgen Resch, Chef der Deutschen Umwelthilfe, hat dem Land das Diesel-Fahrverbot gebracht. Rächer oder Retter?
FOCUS wählt die Menschen des Jahres 2018.
Jürgen Resch ist auf Platz 3.
Wer ist auf den Plätzen 2 und 1? Morgen mehr. (Foto: Ullstein)
Mehr unter: www.menschenimfocus.de

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Menschen im FOCUS. Diese Woche:
Wie konservativ ist Deutschland? Eine FOCUS-Studie.
Der Panikrocker Udo Lindenberg blickt zurück – mit den Lieblingssongs seines Lebens.
Alexander Gauland im Gespräch: Über den Verlust alter Freunde, Konservative und seine Depressionen.
Mehr zu Typen, Strategien und Standpunkten unter: www.menschenimfocus.de

Auch "Focus" bleibt bei wöchentlicher IVW-Meldung.

Focus bleibt nach dem Rückzieher von "Spiegel", "stern" und "Zeit" ebenfalls bei einer wöchentlichen Auflagenmeldung an die IVW. "Wir werden die Suppe, die uns die Hamburger Kollegen eingebrockt haben, nicht alleine auslöffeln", lässt sich BurdaNews-Geschäftsführer Burkhard Graßmann zitieren. Die drei Hamburger Verlage, von denen die Idee ausging, Auflagen nur noch quartalsweise zu melden, machten nach Kritik die Kehrtwende.
kress.de, turi2.de (Background)

"Spiegel", "stern", "Focus" und "Zeit" wollen keine Heft-Auflagen mehr melden.


Qualen nach Zahlen: "Spiegel", "stern", "Focus" und "Zeit" wollen ab 2019 keine heftbezogenen-Auflagen mehr bei der IVW melden, schreibt "Horizont". Kurz hintereinander hätten die vier Verlage der Wochentitel der IVW entsprechende Kündigungen eingereicht. Künftig wollen sich die Titel auf Quartalszahlen beschränken. Sie begründen, die Veröffentlichungen brächten keinen Mehrwert, sorgten aber regelmäßig für Negativschlagzeilen. Agenturen und Werbekunden kritisieren die Entscheidung.

Seit 1996 sammelt die IVW heftbezogene Auflagen. Werbetreibenden versprechen die Titel seitdem sogenannte Garantieauflagen. Bei Nichterreichen werden Rückzahlungen fällig. Joachim Schütz vom Werbetreibenden-Verband OWM kritisiert daher: "Ein Rückzug der Verlage aus dieser unabhängigen Auflagenprüfung führt zu Intransparenz und ist für die werbenden Unternehmen nicht hinnehmbar." Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer des Agenturverbandes OMG warnt: "Der Entschluss könnte die Gattung Print nachhaltig beschädigen."
horizont.net

Helmut Markwort wird Alterspräsident im Bayerischen Landtag.


Fakten, Fakten, Fakten - und an die Wähler denken: Helmut Markwort, 81, zieht in den Bayerischen Landtag ein. Der "Focus"-Gründer und langjährige Chefredakteur ist einer von elf FDP-Abgeordneten, die einen Sitz im Münchner Maximilianeum bekommen. Markwort wird Alterspräsident des Landtags. Von seinem Mandat habe er erst durch eine Glückwunsch-SMS von FDP-Chef Christian Lindner erfahren, sagt Markwort dem "Münchner Merkur".

Markworts Wahlkampf-Engagement im FDP-gelben "Faktomobil" hat sich offenbar gelohnt: In seinem Wahlkreis München-Land-Süd holte er 9.439 Direktstimmen, mit Zweistimmen kommt Markwort in Oberbayern auf insgesamt 14.292 Stimmen. Wähler in anderen Landesteilen konnten ihn gar nicht wählen. Womöglich hat Markworts Promi-Faktor der FDP den haarscharfen Einzug in den Landtag gerettet. Als Alterspräsident kommt ihm die Aufgabe zu, die konstituierende Sitzung des neuen Landtags zu eröffnen. Für eine Grundsatzrede sammele er schon Material. (Foto: Peter Kneffel / dpa / picture alliance)
merkur.de

"Focus Business" beendet monothematische Ausrichtung.

Focus überarbeitet sein Wirtschaftsmagazin Focus Business und stellt es unter den neuen Claim "Wandel verstehen. Chancen nutzen." Das bisher monothematische Heft wird zur Wirtschaftswundertüte und teilt sich in die Bereiche "Wandel", "Chancen" und "Leben". Das Cover ist weniger textlastig als bisher. "Focus Business" erscheint fünfmal im Jahr, die Neuausrichtung bewirbt Burda mit einer Werbekampagne im siebenstelligen Bereich.
burda.com

"Spiegel" zeigt die Wahlkampf-Welt des Helmut Markwort.

Fakten, Fakten, Fakten: Der "Spiegel" begleitet Helmut Markwort in die bayerische Provinz zu einem Wahlkampfauftritt. Der frühere "Focus"-Chef tritt auf wie eine Mischung aus Guido Westerwelle und bayerischem Trump: Er geht mit einem gelben Faktomobil auf Stimmenfang für die FDP, was seinen Streit mit dem BR über ein Wahlkampf-Plakat angeht, gibt er sich uneinsichtig, schreibt Alexander Kühn.
"Spiegel" 40/2018, S. 75 (Paid)

Publikumszeitschriften verlieren 3,2 % Werbeumsatz, "Spiegel" verliert überdurchschnittlich.

Spiegel ist der große Verlierer im Werbeumsatz-Ranking von Nielsen, schreibt Daten Dompteur Jens Schröder. Das Nachrichtenmagazin verliert in den ersten 8 Monaten 11,4 % oder 6,46 Mio Euro. Damit rangiert der "Focus" vor den Hamburgern. Insgesamt sinkt der Werbeumsatz der Publikumszeitschriften um 3,2 %, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.
meedia.de

Ex-"Focus"-Chef Uli Baur, 62, ist tot.

Uli Baur, 62, ist tot. Der Ex-"Focus"-Chefredakteur starb am Samstag am Starnberger See. Uli Baur war 1993 "Focus"-Gründungsmitglied und Vize-Chefredakteur. Von 2004 bis 2012 war er Chefredakteur an der Seite von Helmut Markwort bzw. dessen Nachfolger Wolfram Weimer, ab Mitte 2011 war Baur alleiniger Chefredakteur, seit 2013 Mitherausgeber. Markwort würdigt Baur als einen "Motor getrieben von Optimismus".
focus.de, burda.com

Meinung: Helmut Markwort will die Wählergunst mit Promis und Kultur gewinnen.

Helmut Markwort, neuerdings FDP-Kandidat, inszeniert sich auf seiner Seite als Kulturmensch, der "lebenssatt und weise an der Weltgestaltung mitwirken möchte", beobachtet David Pfeifer. Wie junge Influencer setze er auf die Macht von Bildern – anders als sie zeige er keinen beachtlichen Bizeps, sondern eine herrschaftliche Hausbibliothek. Und sich, neben Bill Clinton, Gerhard Schröder und Roberto Blanco. Mit seiner Lebensgefährtin, Ex-"Bunte"-Chefredakteurin Patricia Riekel, posiert Markwort im Garten auf der Hollywoodschaukel.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv: David Pfeifer will mit der "SZ am Wochenende" die Leser-Blatt-Bindung stärken.

Burda plant Datenteam, "deutsches Hulu" und mehr Online-Handel.


Verlag kommt von verlagern: Die News-Sparte von Burda plant mit einem Wachstumsschub dank Siegeln, Streaming und Shopping. Spartenchef Burkhard Graßmann will künftig noch mehr Siegel verteilen und Rankings erstellen, sagt er im "W&V"-Interview. 2017 brachte dieses Neugeschäft die Trendwende. Nach grausigen Zeiten mit jährlich 4 % Umsatzminus ist Burda News vergangenes Jahr gewachsen, freut sich Graßmann. Arzt-Rankings und andere Listen spülen dem Verlag Geld in die Kassen, weil die bewerteten Institutionen Geld bezahlen müssen, wenn sie das Prüfsiegel auf ihre Websites pinnen.

Recherchen wie etwa für die "Focus"-Klinikliste führt Munich Inquire durch – die 2010 ausgegliederte Datenredaktion des "Focus". Graßmann will für den Ausbau der Test-Aktivitäten wieder ein eigenes Datenteam aufbauen. Aus dem Deutschland-Test eine Zeitschrift zu machen, schließt Graßmann aus. Sein Traum ist eine digitale Empfehlungsplattform, über die Verbraucher vom Zahnarzt über den Handwerker bis zum Steuerberater alle Testergebnisse durchsuchen können.

Als Plattform erfolgreich ist auch TV Spielfilm live: Nutzer können über das digitale Angebot der Programmzeitschrift mobil fernsehen gegen Bezahlung. Graßmann spricht von 2,5 Mio registrierten Nutzern und wünscht sich ein deutsches Hulu, "eine neutrale Plattform, bei der alles zusammenläuft und auf der jeder präsent sein will". Drittes neues Wachstumsfeld ist der Vertrieb von Lebensmitteln über die Medienmarken: Burda vertickte über Advertorials bereits 1,9 Mio Flaschen Wein sowie Kaffee. Der Verlag ist laut Graßmann mit einem dritten Online-Lebensmittelhändler in Verhandlungen.

Die Printmarken braucht Graßmann indes weiter, um Seriosität und Glaubwürdigkeit für die Siegel und den Online-Handel auszustrahlen. Aufmerksamkeit für die Titel generiert der Verlag zunehmend abseits des klassischen Marketings, etwa durch Live-Events wie Gentlemen Weekends des "Playboy". Außenwerbung ist Graßmann zu teuer, TV sei in bestimmten Zielgruppen unwirksam und auch der Kiosk locke immer weniger Kunden zum Stöbern. (Foto: Burda, Montage: turi2)
"W&V" 30/2018, S. 10-15 (Paid), wuv.de (Kurzfassung)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Burkhard Graßmann beantwortet den turi2-Fragebogen und verrät u.a., wie er für sich selbst werben würde:

Margarete van Ackeren wird Chefkorrespondentin bei Focus Online.

Focus Online holt Margarete van Ackeren als Chefkorrespondentin. Sie folgt auf Martina Fietz, die als Stellvertreterin von Regierungssprecher Steffen Seibert die Seiten gewechselt hat. Van Ackeren war bis zum Jahresende Chefreporterin von Focus Online, zuvor arbeitete sie als politische Korrespondentin für den gedruckten Focus.
kress.de, turi2.de (van Ackeren), turi2.de (Fietz)