Entscheidung im Rechtsstreit um “Afghanistan-Papiere” der “WAZ” zeichnet sich ab.

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Unter Verschluss: Regierungsberichte sind urheberrechtlich geschützt und dürfen daher nicht ohne Weiteres veröffentlicht werden. Dieses Ergebnis zeichnet sich in einem jahrelangen Rechtsstreit zwischen der Bundesregierung und der Funke Mediengruppe ab. Es geht um vertrauliche Berichte der Bundeswehr über Auslandseinsätze in Afghanistan. Die "WAZ" hatte die so genannten Afghanistan Papiere zugespielt bekommen und 2012 online gestellt. Die Bundesregierung hatte die Zeitung verklagt und sich dabei auf das Urheberrecht an den Papieren berufen. Das Landgericht und das Oberlandesgericht Köln hatten der Bundesregierung Recht gegeben, die "WAZ" musste tausende Dokumente offline nehmen.

Bei einer Verhandlung vor dem Bundesgerichtshof hat der Vorsitzende Richter Wolfgang Büscher nun erkennen lassen, dass er die Sichtweise der Bundesregierung weitgehend teile. Auch das "Interesse des Urhebers an der Geheimhaltung seines Werks" sei geschützt, sagt er in der Verhandlung. Das Zitatrecht passe nicht, wenn lediglich Dokumente kommentarlos ins Netz gestellt werden, ohne "eine Verbindung mit eigenen Gedanken". Offen ist noch die Frage, inwieweit die im Grundgesetz garantierte Pressefreiheit in die Bewertung reinspielt. Das Urteil soll am 1. Juni verkündet werden. Es wird eine Grundsatzentscheidung erwartet. (Screenshot via archive.org)
sueddeutsche.de, taz.deKommentieren ...

Funke setzt bei NRW-Zeitungen auf Paid Content.

Funke Medien GruppeFunke startet eine neue Wochenendausgabe für seine Zeitungen in Nordrhein-Westfalen und setzt online stärker auf Paid Content. Die neue Wochenendausgabe erscheint ab 18. Februar samstags und berichtet ausführlicher als bisher über Kultur, Karriere- und Freizeit-Themen. Auch eine neue Beilage für die Wochenendplanung kommt. Online setzt Funke ab heute auf ein Freemium-Model - ausgewählte Inhalte auf waz.de, nrz.de, wp.de, wr.de und ikz-online.de sind nur gegen Bezahlung zu lesen.
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Thüringer Funke-Zeitungen bekommen größeren Lokalteil.

Funke Medien GruppeFunke rückt das Lokale seiner Thüringer Zeitungen in den Vordergrund: Die Lokalteile von "Thüringer Allgemeine", "Ostthüringer Zeitung" und "Thüringischer Landeszeitung" haben künftig bis zu sieben Seiten. Landesnachrichten erscheinen in der neuen Blattstruktur auf den Seiten zwei bis fünf. Außerdem bekommen die Funke-Titel eine neue Wochenendbeilage über Freizeitthemen und ein Zeitungsbuch mit Kultur-, Fernseh- und Veranstaltungsseiten.
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Funke muss Corinna Schumacher 60.000 Euro Entschädigung zahlen.

Funke Medien GruppeFunke muss Corinna Schumacher 60.000 Euro Entschädigung zahlen, bestätigt das Oberlandesgericht Hamburg ein Urteil des Landgerichts Hamburg vom September 2015. Damit weisen die Richter eine Berufung der Funke-Mediengruppe ab, berichtet die "FAZ". Funke-Klatschblätter hatten 2014 Bilder von Corinna Schumacher auf dem Weg ins Krankenhaus zu ihrem Mann Michael gedruckt.
"FAZ" S. 13 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Wolfgang Nägele verlässt Funke nach weniger als einem Jahr.

Wolfgang Naegele 150Funke und Wolfgang Nägele, erst seit April 2016 Leiter der nationalen Vermarktung, gehen schon wieder getrennte Wege. Nägele verlasse das Unternehmen "auf eigenen Wunsch", teilt Funke mit und verkauft den Abgang als Neuordnung des Vermarktungsgeschäfts. Matthias Körner leitet die neue aufgestellte Vermarktungs-Einheit übergangsweise zusätzlich zu seinem Hauptjob als Verlagsgeschäftsführer für NRW.
funkemedien.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Funke würdigt Günther Grotkamp mit Sonderbeilage zum 90. Geburtstag.

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Günther Grotkamp bekommt zu seinem 90. Geburtstag am heutigen Freitag ein gedrucktes Ständchen. Funke würdigt den Verlagsmanager und langjährigen Geschäftsführer der WAZ-Gruppe mit einer achtseitigen Beilage, die heute mit "WAZ" und "NRZ" in Essen verteilt wird. Darin spricht etwa Grotkamps Direktionssekretärin Annemarie Tewes über Sparsamkeit bei der "WAZ" und berichtet, wie Büffets nicht bestellt, sondern selbst gemacht wurden. Der frühere "WAZ"-Vize Bodo Zapp lobt: "Ich kann mich an keinen Fall erinnern, in dem Grotkamp mit seiner Einschätzung falsch lag." Verlegerin und Ehefrau Petra Grotkamp berichtet von ihrem Kennenlernen und seiner "unglaublichen Dynamik und Vitalität" als Geschäftsführer. Auch heute verblüffe er sie noch mit seinem brillanten Langzeitgedächtnis. Auf der letzten Seite gratulieren Grotkamps Nachfolger Manfred Braun und Michael Wüller und danken ihm als "Architekten der WAZ-Gruppe und damit auch der heutigen Funke Mediengruppe".
"WAZ"- und "NRZ"-Sonderbeilage, wikipedia.de (Günther Grotkamp)Kommentieren ...

interview2: Lars Haider, Chef des “Hamburger Abendblatts”, singt ein Loblied auf Funkes Zentralredaktion.


Läuft bei ihm: Lars Haider, Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts", ist nach drei Jahren im Funke-Reich voll des Lobes für die neuen Besitzer der früheren Springer-Zeitung. Toll an den Funkes sei die Konzentration auf ein gutes Produkt, sagt Haider im Gespräch mit turi2.tv am Rande des "Abendblatt"-Neujahrsempfangs Anfang der Woche. "Insbesondere durch die Zentralredaktion in Berlin ist die Zeitung besser geworden", so der Chefredakteur.

Eine Konkurrenz zu den Kollegen um Zentral-Chef Jörg Quoos sieht Haider nicht, ganz im Gegenteil: Von den Lesern bekomme er viel Lob für den gut gemachten Politik-Teil aus Berlin. Er selbst begreife sich als Lokalchefredakteur, der sich für Hamburg interessiert - und Haider bekennt: Wer als Chefredakteur bundespolitisch oder international denkt, ist beim "Abendblatt" falsch.
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Beim VDZ-Summit im November 2016 hat turi2.tv mit Jörg Quoos, dem Chefredakteur der Zentralredaktion, über seine Arbeit gesprochen.
turi2.tv (3-Min-Video)

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“Hamburger Abendblatt” bringt Sonderausgabe zur Eröffnung der Elbphilharmonie.

hamburger-abendblatt_elbphilharmonie-150Hamburger Abendblatt erscheint heute zur Eröffnung der Elbphilharmonie mit einer Sonderausgabe. Auf 20 Seiten hat das "Abendblatt"-Team u.a. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, dessen Vorgänger Ole von Beust und den Komponisten des Eröffnungsstückes, Wolfgang Rihm, interviewt.
funkemedien.de, funkemedien.de (20-Seiten-PDF), turi2.tv (2-Min-Interview mit "Abendblatt"-Chef Lars Haider)

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Video-Tipp: Lars Haider spricht beim Neujahresempfang des “Hamburger Abendblatts”.

Lars Haider 150Video-Tipp: In kurzweiligen 15 Minuten blickt Lars Haider, Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts", beim Neujahresempfang seiner Zeitung auf 2017 voraus. Dabei schwankt Haider zwischen Ansprache an die Nation und Büttenrede. Die größten Lacher erntet er jedoch für einen Versprecher, als er sagt, die Elbphilharmonie werde in zwei Jahren eröffnet.
youtube.com (15-min-Video)

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“Hamburger Abendblatt” startet Chefredakteurs-Newsletter.


Kalauer von der Küste: Lars Haider, Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts", probiert aus, womit andere schon Grimme-Preise gewonnen haben, und geht ab heute Abend unter die Newsletter-Autoren. Im Interview mit turi2.tv am Rande Jahresempfangs des "Abendblatts" sagt Haider, dass er selbst die Briefings der anderen gar nicht so genau kenne. Abheben wollen er uns sein Co-Autor Matthias Iken sich vor allem durch ihre unterschiedlichen politischen Standpunkte und Humor. "Entscheider lesen Haider, Katholiken lesen Iken", fasst Haider die Unterschiede zwischen ihm und seinem Vize zusammen.

Schreiben wollen das Briefing ausschließlich Haider und Iken - im täglichen Wechsel. Im Hintergrund gibt es keine Armada aus Redakteuren, die Infos zuliefern. Ein Unterschied zu den Newslettern der Steingarts und Maroldts ist auch der Erscheinungstermin: Das Briefing landet täglich um 18 Uhr in den Mailboxen der Abonnenten und macht dem Namen "Abendblatt" damit alle Ehre.
turi2.tv
(2-Min-Interview vom Neujahrsempfang des "Hamburger Abendblatts" in Hamburg), abendblatt.de (Anmelde-Formular)2 Kommentare

Mediahafen startet mit Ulf Kowitz statt Dirk Seidel.

mediahafenFunke startet Mediahafen, seine neue Vermarktungseinheit für Norddeutschland, mit Dennis Rößler und Ulf Kowitz als Führungsduo. Ursprünglich sollte Dennis Rößler zusammen mit Dirk Seidel an der Spitze stehen. Der verlässt das Unternehmen nun jedoch mit nicht genanntem Ziel – laut typischem Pressemitteilungssprech "in bestem beiderseitigem Einvernehmen".
funkemedien.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Stephan Holthoff-Pförtner findet “nicht alles super, was von uns kommt”.

Stephan Holthoff-Pförtner, neuer VDZ-Präsident und Gesellschafter von Funke, sieht bei unterhaltenden Zeitschriften große "Versuchung zur Spekulation" und findet daher auch "nicht alles super, was von uns kommt". Staatliche Beihilfen für Verlage lehnt Stephan Holthoff-Pförtner entschieden ab. Das "FAZ"-Interview mit ihm ist jetzt online frei abrufbar.
faz.net, turi2.de (Background)

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“Zeit” und “Hamburger Abendblatt” zanken über Silvesternacht-Artikel.

Die Zeit-150Zeit zieht gegen das "Hamburger Abendblatt" vor Gericht. Das "Abendblatt" hat der "Zeit" unsaubere Recherchen rund um die vergangene Silvesternacht in Hamburg vorgeworfen. Holger Schöttelndreier sieht auch eine Verschwörung rund um die Vize-"Zeit"-Chefin Sabine Rückert. Die "Zeit" hält den Kollegen "jede Menge Fehler" vor.
meedia.de, abendblatt.de, zeit.deKommentieren ...

“Berliner Morgenpost” nimmt umstrittenes Live-Video vom #Breitscheidplatz aus dem Netz.

berliner-morgenpost150Berliner Morgenpost reagiert auf die Kritik an einem Facebook-Video vom mutmaßlichen Anschlagsort in Berlin und stellt es auf "unsichtbar". Stattdessen veröffentlicht die Redaktion editierte Ausschnitte. In dem Live-Video war ein Reporter kurz nach dem Vorfall über den zerstörten Weihnachtsmarkt gelaufen und hatte auch Verletzte gezeigt. Passanten griffen den Journalisten an und schlugen ihm das Handy aus der Hand.
facebook.com, turi2.de (Background)

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#Breitscheidplatz: “Berliner Morgenpost” hält voll drauf.

berliner-morgenpost150Berliner Morgenpost stellt sich nach dem mutmaßlichen Anschlag in Berlin an die Spitze der Schaulustigen. Ein Reporter geht über den zerstörten Weihnachtsmarkt und zumindest für einige Passanten an die Grenze des guten Geschmacks: Er filmt und zeigt via Facebook Live auch Verletzte, die am Boden liegen. Passanten versuchen den Journalisten am Filmen zu hindern, beschimpfen ihn und schlagen ihm das Handy aus der Hand. Das Video schafft es auch ins TV und läuft etwa bei n-tv.
facebook.com (10-Min-Video, inzwischen offline)

Update
20.12., 0.24 Uhr: Die "Berliner Morgenpost" reagiert auf die Kritik an dem Video vom mutmaßlichen Anschlagsort und stellt den Film auf "unsichtbar". Stattdessen sollen auf der Facebook-Seite mehrere editierte Versionen des Videos erscheinen.
per Mail
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Carsten Pfefferkorn übernimmt bei Funke die Programmies “TV direkt” und “nurTV”.

carsten-pfefferkorn150Funke überträgt Carsten Pfefferkorn, 45, die Chefredaktion der Programmies "TV direkt" und "nurTV". Er folgt auf Katharina Lukas, 55, die "TV direkt" entwickelt und seit 20 Jahren geführt hat. Pfefferkorn war zuletzt "Chefredakteur für besondere Aufgaben", zuvor leitete er "Gong", "Bild & Funk", "Super TV" und "Die 2". Als Verlagsleiter verantwortet künftig Jörg Tobuschat die beiden Objekte, er kommt von Ringier Axel Springer Schweiz.
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Meedia: Funke will Bertelsmann-Druckaufträge doch nicht “überprüfen”.

VDZ-Logo-150VDZ-Streit: Funke-Chef Manfred Braun nimmt von dem Plan abstand, Druckaufträge, die bisher bei Bertelsmann liegen, zu überprüfen, sprich neu zu vergeben, berichtet Meedia. Im Hintergrund geht es um den Streit um die Vergabe der VDZ-Präsidentschaft an Stephan Holthoff-Pförtner. Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr und andere Hamburger Verlage kritisieren die Wahl Holthoff-Pförtners und treten beim VDZ kürzer.
meedia.de, turi2.de (Background)

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Funke hübscht Thüringer Zeitungs-Webseiten auf.

Funke Medien GruppeFunke gönnt seinen Zeitungs-Portalen in Thüringen eine Runderneuerung: Die Seiten von Thüringer Allgemeine, Ostthüringer Zeitung und Thüringischer Landeszeitung erscheinen nun in aufgeräumterem Design mit Texten in der Bildschirm-Mitte, zudem verzichten die Seiten auf störende Layer-Werbung und Popups. Auch auf dem Handy erscheinen die Seiten optimiert. Künftig stellt die Mediengruppe alle Inhalte ins Netz. Exklusives bleibt als Plus-Inhalt zahlenden Digital- und Print-Abonnenten vorbehalten, die außerdem weniger Werbung angezeigt bekommen.
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“W&V”: Funke denkt über tägliche NRW-Sportzeitung nach.

funke-medien-gruppe-mit-fussball-150Funke will der Fußball Bild, die ab dem 20. Januar bundesweit erscheint, nicht allein das Feld überlassen. "Wir werden darauf reagieren", kündigt Funke-Geschäftsführer Manfred Braun an. "W&V" will erfahren haben, dass Funke auch über ein tägliches Sportblatt für NRW nachdenkt. Die Inhalte könnten von der zentralen Sport-Redaktion in Essen und dem zweimal pro Woche erscheinenden Funke-Blatt Reviersport kommen.
"Werben & Verkaufen" 50-51/2016, S. 13 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Renner: Funke überprüft Druckverträge bei Bertelsmann-Tochter Prinovis – angeblich wegen VDZ-Streit.

Funke
Unter Druck: Funke überprüft auf Geheiß von Manfred Braun seine Druckverträge bei der Bertelsmann-Tochter Prinovis - angeblich eine Folge des Streits um den neuen VDZ-Präsidenten Stephan Holthoff-Pförtner, schreibt Kai-Hinrich Renner. Ein Grund könnte sein, dass zu Bertelsmann nicht nur Prinovis, sondern auch der VDZ-abtrünnige Verlag Gruner + Jahr gehört. G+J-Chefin Julia Jäkel habe Braun gemeinsam mit "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser vorgeworfen, im Vorfeld der VDZ-Wahl gelogen zu haben. Das habe Braun sehr gekränkt.

Betroffen von dem Schritt wären vor allem die Magazine, die Funke 2014 von Springer kaufte - unter anderem "Bild der Frau" und "TV Digital". Weder Bertelsmann noch Funke wollen das Geschehen kommentieren. Auf "allerhöchster Ebene" sollen sich mittlerweile aber auch Ex-VDZ-Präsident Hubert Burda und Bertelsmann-Hauptgesellschafterin Liz Mohn um eine Beilegung des Konflikts bemühen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Spiegel Online wirft Frauenzeitschriften Pharma-Schleichwerbung vor.

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Krumme Geschäfte? Spiegel Online blättert durch die bunten Frauen-Hefte der großen Publikumsverlage von Burda über Gruner + Jahr bis Klambt und findet auf den Gesundheitsseiten eine verdächtige Nähe zwischen redaktionellen Texten und Werbung. Besonders schwer wiegen die Vorwürfe gegen Bauer.

Das Portal zitiert eine Ex-Redakteurin aus Bauers Hamburger Poolredaktion für Gesundheitstexte, die dem Verlag systematische Schleichwerbung vorwirft. Schon in der Morgenkonferenz werde entschieden, welche Produkte in den kommenden Texten platziert würden. In Einzelfällen würden Texte sogar mit den PR-Abteilungen der Pharma-Firmen abgestimmt. Der Bauer Verlag selbst schreibt, er halte sich an die Trennung von Redaktion und Werbung, geht aber - wie die anderen Verlage auch - nicht auf die konkreten Vorwürfe ein.

Auch in anderen Redaktionen sieht Spiegel Online Schleichwerbe-Verdacht: Eine Analyse von fünf Ausgaben 13 verschiedener Frauenzeitschriften ergibt eine große Übereinstimmung von Produktnennungen rezeptfreier Medikamente und geschalteten Anzeigen. Bei Bauer sieht die Untersuchung eine Übereinstimmung von 87 %, bei Klambt 82 %. Burda liegt mit 50 % deutlich darunter. Die Autoren Jörg Römer und Nina Weber kritisieren außerdem Funke, Jalag und Gruner + Jahr.
spiegel.de2 Kommentare

“Werben & Verkaufen”: Rabattschlacht ist Grund für Funkes Rückzugs-Drohung bei Media Impact.

Funke
Streng rabattiert: Funke kann seine Handelsvermarktung aus kartellrechtlichen Gründen gar nicht komplett von Media Impact abziehen und exklusiv an Score Media vergeben, schreibt Judith Pfannenmüller in "Werben & Verkaufen". Die öffentlich lancierte Ankündigung, komplett zu Score Media zu wechseln, sollte lediglich Druck auf den Partner Springer aufbauen. Funke kritisiere, dass sich Media Impact vor allem um die Vermarktung von Springers "Bild" kümmere.

Pfannenmüller beschreibt eine Rabattschlacht zwischen Media Impact und Score Media um die Budgets der Handelsunternehmen, bei denen etwa der Lidl-Schwester Kaufland Rabatte von bis zu 80 % winken - zu viel für viele Print-Titel, die sich gegen solches Preis-Dumping wehren. Da die Funke-Blätter sowohl bei Media Impact als auch bei Score Media im Portfolio stehen, buchen die Handelsriesen dort, wo die Werbung am billigsten ist - derzeit bei Score Media.
"Werben & Verkaufen" 49/2016, S. 10 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Funke besetzt Führungsposten für Marketing und Anzeigenblätter in NRW neu.

claus-dieter-grabnerFunke: Claus-Dieter Grabner, 59, gibt die Leitung des Funke-Marketings in NRW ab. Er kümmert sich von nun an um "weitere Sonderaufgaben" neben Funkes Buch- und Wissenschaftsverlag Klartext. Auf ihn folgt Tanja Nelis, 46, bisher Marketingleiterin bei der Bertelsmann-Tochter BFS Finance. Funke befördert zudem den bisherigen WAZ-Verlagsleiter Axel Schindler zum Geschäftsführer des Anzeigenblattverlags WVW/ORA. Er folgt auf Haldun Tuncay, der das Unternehmen verlässt.
funkemedien.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Funke reanimiert Online-Portal “Der Westen”.

FunkeRuhrpott-Buzzfeed: Funke reanimiert sein Online-Portal Der Westen, das längere Zeit nur als technische Web-Adresse vor sich hin kümmerte. Nicht nur Optik, sondern auch Ansprache ändern sich - das Portal soll vor allem jüngere Leser erreichen und setzt dabei auf verdächtig buzzfeedige Artikel wie "Sieben Dinge, die du als echter Essener kennen musst". "Der Westen" ist vor allem darauf aus, Nachwuchs-Leser anzulocken; die klassischen Nachrichtenseiten der Funke-Zeitungen im Ruhrgebiet sollen dagegen ab Februar 2017 mit Paid Content Geld verdienen. Damit setzt Funke seinen Digitalkurs zur Reichweitengewinnung fort: Auch in Thüringen, Braunschweig und Berlin hat der Verlag in den vergangenen Monaten Portale gestartet, die eine ähnliche Ausrichtung wie "Der Westen" haben.

Chefredakteur der 15-köpfigen "Westen"-Redaktion ist Alexander Boecker, der im Sommer von DuMont zu Funke wechselte. Er muss die eigentlich bereits beerdigte Marke nun mit neuem Leben füllen. Die "Westen"-Website soll unter anderem auch als Marketingplattform für die Tageszeitungen der Funke-Gruppe genutzt werden.
wuv.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Jörg Thadeusz schreibt Kolumne für “Berliner Morgenpost” und “Hamburger Abendblatt”.

Joerg Thadeusz-150Funke gewinnt Moderator, Schriftsteller und Journalist Jörg Thadeusz als Kolumnisten, erfährt Kai-Hinrich Renner. Ab dem 3. Dezember schreibt Thadeusz wöchentlich für die "Berliner Morgenpost" und das "Hamburger Abendblatt". Bis vor zwei Wochen hatte er noch eine Kolumne bei DuMonts "Berliner Zeitung".
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Jalag sucht die Nähe zu VDZ-abtrünnigen Verlagen.

Jalag Jahreszeiten Verlag 150Jahreszeiten-Verlag könnte sich der lockeren Verbindung der VDZ-abtrünningen Verlage Gruner + Jahr, "Spiegel", "Zeit" und Medweth anschließen, schreibt Kai-Hinrich Renner. Die vier Verlage verlassen aus Protest den Fachverband Publikumszeitschriften. Auch Jalag sei unzufrieden mit dem Prozedere, wie Funke-Gesellschafter Stephan Holthoff-Pförtner zum VDZ-Präsidenten auserkoren wurde. Zwar bleibe der Verlag regional und im Fachverband VDZ-Mitglied, will aber auch "außerhalb des Verbandes" Gattungsmarketing für Print betreiben, sagt Geschäftsführer Peter Rensmann.
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Funke entzieht Media Impact die Vermarktung von Digital-Werbung und Handelsanzeigen.

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Funkestörung: Die Funke Mediengruppe wendet sich teilweise von Media Impact ab, dem Vermarktungs-Joint-Venture mit Springer, berichtet Kai-Hinrich Renner. Ströers Digital-Vermarkter OMS verkauft künftig Werbung für die Digitalangebote der Funke-Tageszeitungen wie "Hamburger Abendblatt", "WAZ" und "Berliner Morgenpost". Die Anzeigen von Handelskunden in den Printausgaben der Funke-Zeitungen sollen in Zukunft ausschließlich von der Score Media Group vermarktet werden.

Media Impact bleiben vorerst die Zeitungsanzeigen von Markenartiklern und Dienstleistern sowie die Vermarktung der Zeitschriften von Funke. Aus Branchenkreisen hört Renner jedoch, dass Funke Media Impact die Vermarktung seiner Tageszeitungen mittelfristig komplett entziehen könnte. Funke sei unzufrieden damit, dass sich Media Impact vor allem um die Vermarktung von Springers Cashcow "Bild" kümmere, schreibt Renner.
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Wir graturilieren: Jochen Herrlich wird 49.

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Wir graturilieren: Jochen Herrlich, zuletzt Digital-Geschäftsführer bei Funke, wird 49. Der Aufbau von Funke Digital mit einem "großartigen Team" sei eine der tollen Sachen in seinem abgelaufenen Lebensjahr gewesen, sagt Herrlich. Sein Wunsch für das neue Lebensjahr ist auch eher privat: Dass der 1. FC Köln die Saison auf dem Tabellenplatz abschließt, auf dem er gerade steht.

Seinen Geburtstag feiert Herrlich in New York, er ist gerade auf einer mehrwöchigen Studienreise durch die USA. Dort schaut er sich an, "wie rasant digitale Disruption gestandene Unternehmen erfasst" - aber auch, wie veränderungsbereit die Menschen seien. Glückwünsche sind ihm auf allen Wegen willkommen – zum Beispiel per E-Mail.
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