"Horizont": Funke will 130 Vermarktungs-Stellen streichen.

Funke will auch in der Vermarktung sparen, schreibt "Horizont". Nach Infos des Betriebsrates streicht Funke 120 der 335 Stellen der Regionalmedien-Vermarktung in Nordrhein-Westfalen und verschiebt 40 Mitarbeiter in eine andere Firma. Von 24 Außenbüros sollen nur acht bis zwölf bleiben. In den Regionalmedien-Vermarktungen in Hamburg und Berlin sollen zwei sowie vier Stellen abgebaut werden. Funke wolle außerdem die Handelsvertreterstruktur prüfen. In Thüringen werden vakante Vermarktungs-Stellen nicht neu besetzt, befristete Verträge laufen aus. Funke schweigt zu den Zahlen.
horizont.net, turi2.de (Background)

Zitat: Sergej Lochthofen traut Funkes Sparplänen für Thüringen nicht.

"In Essen haben sie keine Vorstellung davon, wie die Orte in Thüringen heißen, wer die Leser überhaupt sind und was die hier so machen."

Sergej Lochthofen, ehemaliger Chefredakteur der "Thüringer Allgemeinen", sieht in Funkes Zukunftsprogramm einen Print-Rückzug auf Raten. Der Standort Thüringen sei in Essen "offensichtlich unwichtig", sagt er der "FAZ".
faz.net

Meinung: Funke verfolgt die gleiche Taktik wie Madsack – aber weniger energisch.

Funke und Madsack sind Profiteure der Marktkonsolidierung auf dem Zeitungsmarkt und verfolgen eine ähnliche Taktik, schreibt Ulrike Simon in "Horizont". Allerdings gehe Madsack dabei konsequenter vor, habe neben einer Zentralredaktion auch die Verlagsbereiche zentralisiert. Funke ziehe jetzt erst nach. Außerdem ließen die Essener die Zügel lockerer, erlaubten den einzelnen Redaktionen mehr Freiheiten und benötigten deshalb bislang mehr Personal.
"Horizont" 07/2019, S. 14 (Paid)

Meinung: Funke redet von Verbesserung, meint aber Kürzung, schreibt Hans Hoff.

Funke redet von Verbesserung, meint aber Kürzung, schreibt Hans Hoff. Der Verlag wolle "agil ticken", doch hinter den PR-Leerformeln stecke Zynismus. Neu strukturiert werde nur das Leben der Ex-Mitarbeiter, ohne die im "Essener Protzbau" alles besser laufen solle. Die Folge seien aus Zentralredaktionen belieferte Zeitungstitel, in denen überall dasselbe stehe.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "User First" – Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.

Funke strukturiert um und streicht eine dreistellige Zahl von Stellen.

Funke entfacht Sparflamme: Die Funke-Mediengruppe streicht eine dreistellige Zahl von Stellen und will Kosten in Höhe eines zweistelligen Mio-Betrags einsparen, schreibt Ulrike Simon. Dafür werde die Druckerei in Essen mit 120 Mitarbeitern geschlossen. Funke verlagert den Druck der Printtitel komplett an den Standort Hagen und investiert hier einen niedrigen zweistelligen Mio-Betrag.

Auch die Berliner Zentralredaktion ist von den Streichungen betroffen. Der Rotstift wird hier in erster Linie bei den individuellen Anpassungen für die jeweiligen Printtitel angesetzt. Die Serviceredaktion lagert Funke an Tochter Raufeld Medien aus. In der Hauptstadt streicht Funke die Printausgabe "Berliner Morgenpost Kompakt", in NRW werde die Warsteiner Lokalausgabe der "Westfalenpost" wegfallen. In Hamburg plante Funke eine eine zentrale Redaktion für alle Wochenblätter. Die erhofften Synergien aus dem Springer-Funke-Deal mit dem Kauf der Springer-Regionalzeitungen hätten sich bisher nicht eingestellt, schreibt Ulrike Simon.
horizont.net (Paid), funkemedien.de, turi2.de (Background)

Anne Krum wird stellvertretende Chefredakteurin der Funke-Zeitungen in NRW.

Funke befördert Anne Krum, 39, zur stellvertretenden Chefredakteurin für "WAZ", "Westfalenpost" und "Westfälischen Rundschau". Bei der "Neuen Ruhr/Neuen Rhein-Zeitung" übernimmt sie die Verantwortung für die digitale Transformation. Krum war zuletzt Redaktionsleiterin der Onlineauftritte WAZ.de, NRZ.de, WP.de und WR.de.
funkemedien.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "User First" – Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.

Funke legt das Malbuch "Herzstück Meditation" an den Kiosk.

Funke Women Group zeichnet mit "Herzstück Meditation" für ein Erwachsenen-Malbuch verantwortlich. Das Sonderheft lädt ab 7. Februar für 5,95 Euro zum Malen nach Zahlen ein. Mit der Mal-Meditation sollen Leser entspannen und entschleunigen, sagt Herzstück-Chefredakteurin Anne Hoffmann.
funkemedien.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: So sieht es bei Funke aus – Heiko Hansler zeigt die neue Heimat der Mediengruppe.

So sieht es bei Funke aus: Heiko Hansler zeigt die neue Heimat der Mediengruppe.



Funk(e)haus: Heiko Hansler ist Immobilien-Chef der Funke Mediengruppe, gemeinsam mit turi2-Redakteurin Maria Gramsch geht er durch das neue Haus in Essen: von der Funke Lounge, durch das historische Gründerzimmer bis zur LED-Medientreppe im Foyer. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Gebäude-IT konnten die Mitarbeiter der Funke Mediengruppe in zwei Umzugswellen Ende Januar ihre neue Heimat am Jakob-Funke-Platz 1 in Essen beziehen.

Das schwarz gehaltene Medienhaus 1 soll gleichermaßen den Steinkohleflöz und Druckerschwärze symbolisieren – "das beides verbindet uns mit der Region und den Medien", erklärt Hansler. Der runde Medienturm soll an die Form eines Druckzylinders erinnern. In seinem Erdgeschoss hat die Mediengruppe den "Kiosk 2.0" entwickelt. In dem modernen Büdchen können die Leser "alle Produkte der Funke Mediengruppe nicht nur kaufen, sondern auch konsumieren".
turi2.tv (5-Min-Video)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ein Bekenntnis zum Ruhrgebiet": Funke-Chef Michael Wüller über die neue Zentrale in Essen.

Funke löst heftig.co-Gründer ab – Joana Cidade und Björn Wendler übernehmen.


Heftig-neue Chefs: Funke macht Joana Cidade (Foto), 33, und Björn Wendler, 39, zur Doppelspitze des Social-Media-Publishers Media Partisans, u.a. mit Heftig.co und der Food-Plattform Leckerschmecker. Cidade war zuletzt Head of Content bei Media Partisans, Wendler Chef des Affiliate-Netzwerks Belboon. Die Gründer und bisherigen Chefs Peter Schilling und Michael Glöß übernehmen eine beratende Funktion und behalten ihre Anteile. Funke hatte die heftig.co-Mutter Media Partisans Ende 2016 von den Gründern übernommen.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: heftig.co-Gründer Peter Schilling im Gespräch über virale Klickmonstern (3/2017)

"Ein Bekenntnis zum Ruhrgebiet": Funke-Chef Michael Wüller über die neue Zentrale in Essen.



Funkenagelneu: An diesem Wochenende sind in Essen wieder die Umzugswagen gerollt – für die zweite Umzugswelle der Funke Mediengruppe vom alten ins neue Hauptquartier. Michael Wüller, Finanz-Experte unter den drei Funke-Geschäftsführern, erklärt im Interview mit turi2.tv, dass seine Mit-Geschäftsführer und er künftig nicht mehr durch lange Gänge und Büro-Wände voneinander getrennt arbeiten. Im Open Space sollen Wege schneller, Abstimmungen kürzer werden.

Der Neubau ist für Wüller "ein Bekenntnis zu Essen und zum Ruhrgebiet – hier sind unsere Wurzeln". Die Bedeutung der anderen Standorte, etwa der Zentralredaktion in Berlin, die Chefredakteur Jörg Quoos seit 2015 aufbaut und leitet, solle das neue Haus nicht schmälern.
turi2.tv (4-Min-Video)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "User First" – Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.



"User First": Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.


Frische Fugen für Funke: Die Funke Mediengruppe hat sich ein neues, schickes Stammhaus in Essen gebaut – in dieser Woche fand die erste Umzugs-Runde an den Jakob-Funke-Platz statt. Eine Adresse, die so frisch ist, dass Google Maps sie beim Besuch von turi2.tv noch nicht recht finden will. Im Video-Rundgang durch seine neue Redaktion sagt "WAZ"-Chefredakteur Andreas Tyrock, dass in den neuen Räumen der digitale Leser stärker im Mittelpunkt stehen soll. Seit Montag produziert Tyrock hier, seit Mittwoch lautet die Parole: "User first". Die Redaktion beginnt schon morgens um sechs Uhr mit der Arbeit, damit die Online-Leser früher frische Texte zu lesen bekommen. Auf zwei großen Video-Wänden haben die Macher ihre Nutzer in Echtzeit im Blick.

Abgesehen von der schöneren Arbeits-Umgebung soll sich für die Journalisten wenig ändern: "Die Redaktion ist seit zehn Jahren Newsroom-Arbeit gewöhnt", erklärt Chefredakteur Tyrock. Die Reporter behalten etwa ihre festen Arbeitsplätze im Open Space. Wer vertraulich telefonieren oder mit Kollegen sprechen wolle, könne sich in sogenannte "Think Tanks" zurückziehen – kleine, schalldichte Besprechungsräume. Wo seine Mitarbeiter arbeiten, ist Tyrock im Prinzip egal: "Es geht darum, gute Ergebnisse zu liefern. Und für mich ist es da erst einmal zweitrangig, wo der Kollege sitzt und seinen Text schreibt."
turi2.tv (6-Min-Video)

Funke bündelt Programmies in Hamburg.

Funke bündelt die Programmies in Hamburg, schreibt Roland Pimpl. Betroffen sind die bisher in München ansässigen Programmzeitschriften "TV Direkt", "Nur TV", "TV Sudoku" und "TV Clever". Mit "TV Direkt"-Chefredakteur Carsten Pfefferkorn (Foto) "werden zurzeit Gespräche geführt", teilt Funke mit, 11 Jobs fallen weg. Gesamt-Chefredakteur soll Christian Hellmann werden. In München entsteht eine zentrale Themenredaktion. Der "Content Hub" soll Themen rund um Gesundheit, Reise, Ratgeber, Food, Mode und Beauty liefern.
horizont.net, turi2 - eigene Infos

Funke-Zentrale ist nun umzugsreif.

Funke bezieht nach einiger Verzögerung durch fehlende "Gebäudeintelligenz" nun endlich die neue Firmenzentrale in Essen, schreibt Gregory Lipinski bei Meedia. Der Personalpool von 1.200 Funkern soll in zwei Wellen hereinschwappen. Am 21. Januar soll die erste "WAZ" im neuen Haus entstehen. Einen neuen Termin für die funky Eröffnungsfeier gibt es, eventuell sicherheitshalber, noch nicht.
meedia.de

Funke Mediengruppe verzeichnet 2017 Umsatzrückgang.

Funke Mediengruppe hat 2017 laut Geschäftsbericht rund 1,26 Mrd Euro Umsatz erwirtschaftet, das sind 3,5 % weniger als im Vorjahr. Der Umsatz ist nach 2016 zum zweiten Mal zurückgegangen. Die Tageszeitungen erwirtschaften mit rund 44 % und 553,8 Mio Euro den größten Umsatzanteil, danach kommen die Zeitschriften mit rund 30 % und 373,9 Mio Euro. Sinkende Erlöse im Werbemarkt sorgen bei beiden Segmenten für Rückgänge. Im Digitalgeschäft stiegen Funkes Umsätze "deutlich", genaue Zahlen nennt der Verlag nicht.
dnv-online.de

Drei Minuten Digitalisierung – der Medienwandel bei turi2.tv.


Internet geht nicht mehr weg: Die Digitalisierung aller Lebensbereiche treibt Medien- und Markenmacher auch 2018 um. In turi2.tv-Interviews sprechen die spannendsten Köpfe der Branche, wie sie die Chancen des Netzes für sich nutzen. "Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe beschreibt, dass der digitale Kunde zum wichtigsten werde, Startup-Löwe Frank Thelen sieht keine Alternative zur "Volldigitalisierung" und Vaunet-Chef Hans Demmel missfällt das Vollpumpen sozialer Netzwerke mit Inhalten.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Sven Afhüppe, "Handelsblatt"

... Frank Thelen, Startup-Investor

... Sebastian Matthes, "Handelsblatt"

... Ove Saffe, Funke

... Thomas Rabe, Bertelsmann

... Nico Hofmann, UFA

... Hans Demmel, Vaunet

... Rainer Esser, "Zeit"

... Miriam Meckel, Ada-Verlegerin

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Drei Minuten Kulturwandel – turi2.tv-Gespräche zur Zukunft der Medienarbeit.


Culture eats everything: Medien wandeln sich und mit ihnen das Miteinander in den Häusern. turi2.tv zeigt zum Jahreswechsel die spannendsten Gedanken aus den Interviews: So erzählt Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel vom Ende der Burnout-Kultur, Handelsblatt-Chef Frank Dopheide von der Umstellung von Mann- auf Raumdeckung und Funke-Verlegerin Julia Becker schmunzelt über Männer in Führungspositionen.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Mathias Döpfner, Springer

... Julia Becker, Funke

... Rainer Esser, "Zeit"

... Julia Jäkel, Gruner + Jahr

... Katarzyna Mol-Wolf, Inspiring Network

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Funke macht Nancy Klatt zur Verlagsleiterin bei der "Braunschweiger Zeitung".

Funke befördert Nancy Klatt im BZV-Medienhaus ("Braunschweiger Zeitung") zur Gesamtleiterin Marktentwicklung und zur Verlagsleiterin. In der neu geschaffenen Position verantwortet sie alle Aktivitäten im Werbe- und Lesermarkt und soll neue Geschäftsfelder erschließen. Klatt ist seit 2017 im BZV-Medienhaus tätig und verantwortet bislang Marketing, Vertrieb und Kundenservice.
funkemedien.de

Funke-Betriebsrat fürchtet in Kürze neue Sparpläne.

Funke: Der Betriebsrat erwartet "gruppenweit Sparpläne", die auch die Berliner Zentralredaktion betreffen könnten, erfährt Boris Rosenkranz. Eine für gestern angesetzte Betriebsversammlung wurde mangels Informationen verschoben. In der Belegschaft brodelt es, nachdem Funke-Chef Andreas Schoo in einem "W&V"-Interview suggeriert hat, seine Zeitungsredakteure würden ihren Arbeitstag ab 12 Uhr gemütlich angehen.
uebermedien.de (Paid), turi2.de (Schoo-Interview)

Funke lässt Tageszeitungs-Macher früher aufstehen.

Funke hat die redaktionellen Abläufe in seinen Tageszeitungen komplett umgebaut, sagt Geschäftsführer Andreas Schoo im Video von wuv.de. Die Redaktionen arbeiten jetzt in zwei Schichten und beginnen bereits um 6 Uhr statt am späten Vormittag. Publiziert werde den ganzen Tag über online, Artikel schon am Vorabend vorbereitet. Frauenzeitschriften und Yellows attestiert Schoo ein stabiles Geschäftsmodell. Digitale Erlöse wolle der Konzern hier nicht mit klassischem Paid Content, sondern mit Services wie Kosmetik- oder Lebensberatung erzielen.
youtube.com (5-Min-Video), wuv.de

Clan-Debatte: Grünen-Politiker verklagt "WAZ"-Journalisten.

WAZ: Ahmad Omeirat, Mitglied der Grünen im Rat der Stadt Essen, will die beiden "WAZ"-Journalisten Frank Stenglein und Gerd Niewerth verklagen, kündigt er bei Facebook an. Nach Omeirats Auftritt bei "Hart aber fair" schrieb die "WAZ", der Lokalpolitiker agiere in der Talkshow wie ein Clan-Lobbyist. Der Grünen-Politiker will zudem eine Beschwerde beim Presserat einreichen.
ruhrbarone.de, waz.de (Paid), facebook.de

turi2 edition #7: Michael Tallai im Porträt.


Tallai on Tour: Michael Tallai, Geschäftsführer der Mediengruppe Thüringen, hat die weite Reise von der Welt der Journalisten in die Welt der Verkäufer gewagt. Seine Umtriebigkeit lohnt sich für den Verlag – mit seinem Dienstwagen ist Tallai in und um Erfurt ständig unterwegs, schüttelt Hände, redet, besucht, zeigt Gesicht. Thüringen ist für Funke dank seiner Vermarktungs-Ideen wieder "so etwas wie eine gemähte Wiese", schreibt Tatjana Kerschbaumer in der turi2 edition 7. Weiterlesen…

Funke verkauft Teil seines Österreich-Geschäfts an Karstadt-Besitzer René Benko.


Marke kauft Medien: Immobilien- und Handelsmogul René Benko kauft Funke 49% seines Österreich-Geschäfts ab – und steigt damit bei "Krone" und Kurier" ein. Die Signa Holding des Karstadt-Eigentümers wird Mitbesitzer der WAZ Ausland Holding, in der Funke jeweils rund 50% an den beiden Zeitungstiteln hält. Funke sieht in Signa einen starken Partner für die Digitalisierung, Signa verspricht sich durch das erste Investment im Medienbereich mehr Nähe zu den Kunden.

Funke lobt Signa als "starken Partner für unsere verlegerischen Aktivitäten in Österreich". Kapitalkraft und Knowhow sollen vor allem der "konsequenten Digitalisierung" dienen. Signa gehören zahlreiche Immobilien und Handelsunternehmen, darunter Online-Shops. Benko fusioniert in Deutschland gerade Karstadt und Kaufhof. Dem Einstieg in Funkes Österreich-Geschäft müssen noch die Kartellbehörden zustimmen. Funke hat in Österreich immer wieder Streit mit der "Krone"-Verlegerfamilie Dichand. (Fotos: Hans Klaus Techt, Chromorange; Montage: turi2)
funkemedien.de, derstandard.at

Media-Impact-Chef Hans Hamer: Warum Anzeigenverkäufer heute Kreative und Berater sein müssen.

Kreativer Kohle machen: Hans Hamer zieht für Springer und Funke die Werbe-Euros an Land. Im Video-Interview von Peter Turi beschreibt der Chef des Vermarkters Media Impact, wie rasant sich sein Geschäft wandelt. Zu den digitalen Konkurrenten kommt eine weitere Herausforderung durch Werbekunden: "Wir als Vermarkter müssen immer mehr Kreativleistung bringen."

Umdenken muss Hamer auch bei den Werbeformaten. Die Ganzseite 4c in "Bild" ist nicht mehr das Maß aller Dinge – kultige Kampagnen, die jeder kennt, gebe es in der fragmentierten Medienwelt ohnehin kaum. Hamers Leute verkaufen Werbung auch digital-only, ohne nebenbei noch Print aufzuschwatzen. Gefragt sei Beratung, um gemeinsam mit dem Kunden zu verstehen, was er braucht: "Zuhören wird wichtiger als nur zu senden."
turi2.tv (15-Min-Gespräch auf YouTube)

Die Themen des Gesprächs gezielt zum Anklicken: Hans Hamer über ...
0:29 ... den Wandel seines Jobs
1:57 ... Herkunft und Werdegang
5:30 ... Influencer und digitale Werbung
7:28 ... Storytelling und Content Marketing
9:20 ... den Anzeigenverkäufer als Berater
10:26 ... seine Frage an Dieter Zetsche
11:00 ... seine Frage an Mark Zuckerberg
12:17 ... Events als Werbeträger
13:00 ... Luxus-Trend und Special Interest

"Berliner Morgenpost" holt Deppendorf und Bannas für wöchentlichen "Hauptstadtbrief".

Funke holt Ulrich Deppendorf (Foto) und Günter Bannas aus dem Ruhestand für eine Kolumne in der "Berliner Morgenpost" zurück, schreibt Ulrike Simon. Deppendorf, ehemaliger Leiter und Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios, werde Herausgeber des "Hauptstadtbrief am Sonntag". Der Hauptstadtbrief, bislang als monatliche Beilage in der "Berliner Morgenpost" erschienen, soll mit dem Zusatz "am Sonntag" eine ganze Seite im redaktionellen Teil erhalten.
spiegel.de (Paid)

Axel Schindler übernimmt als Westfunk-Geschäftsführer von Sven Thölen.

Westfunk: Axel Schindler übernimmt den Chefsessel von Funkes Vermarkter und Serviceanbieter für NRW-Radios zusätzlich zu seiner Position als Geschäftsführer des Anzeigenblattverlags WVW/ORA. Er folgt auf Sven Thölen, der sich in Zukunft ausschließlich auf seine Rolle als Geschäftsführer von Radio NRW konzentrieren werde.
radioszene.de, westfunk.de

Pit Gottschalk verlässt Funke, Peter Müller übernimmt als Chefredakteur Sport.


Sport frei: Pit Gottschalk (Foto links), 50, verlässt seine Position als Chefredakteur Sport bei Funke, um sich "neuen Aufgaben zu widmen". Gottschalk kam nach Stationen als Chefredakteur der "Sport-Bild" sowie als Sportchef von "Welt" und "Welt am Sonntag" Anfang 2016 zu Funke. In seinem neu aufgebauten Kompetenzzentrum Sport steuerte er alle sportjournalistischen Inhalte der Mediengruppe. Nach seinem Abgang bleibt er der Mediengruppe weiterhin als Autor treu, weitere Karrierepläne sind nicht bekannt.

Gottschalks Nachfolge tritt Peter Müller, 58, an. Er fungiert seit 2016 als leitender Redakteur bei Funke Sport. 1982 begann Hausgewächs Müller seine journalistische Laufbahn als Volontär bei der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" und berichtete u.a. von vier Welt- und Europameisterschaften im Fußball.
funkemedien.de

"Donna" und "Myself" steigern Auflage nach Funke-Übernahme.

Funke hat nach der Übernahme von "Donna" und "Myself" in Marktforschung investiert und die Auflagen so gesteigert, beobachtet Thomas Nötting. Die "Myself"-Gründungschefredakteurin Sabine Hofmann (Foto) positioniere beide Frauentitel klarer, setze inhaltlich auf humorvollere Ansprache und in Sachen Haptik auf hochwertigeres Papier.
"Werben & Verkaufen", 44/2018, S. 42-43 (Paid)

Funke-Bosse Saffe und Schoo: Verlags-Kooperationen dürfen kein Selbstzweck sein.


Allein allein: Funke pocht unter Andreas Schoo und Ove Saffe stärker auf Eigenständigkeit. Im Interview mit "Horizont" erteilen die Geschäftsführer der bis Jahresbeginn diskutierten gemeinsamen Vertriebs- und Vermarktungsfirmen mit Burda und Bauer eine Absage: "Wir haben die Kraft, alleine zu leben und auch zu wachsen", sagt Schoo und hebt sich damit stark von seinem Vorgänger Manfred Braun ab, der für mehr Miteinander plädierte. Kooperationen dürften keine Selbstzweck sein und müssten echte Vorteile bringen.

Trotz gelockerten deutschen Kartellrechts würden die strengeren EU-Regeln einer stärkeren Zusammenarbeit der Großverlage im Wege stehen, so Schoo. Ove Saffe sieht vor allem bei den mehr als 250 regionalen Tageszeitungen in Deutschland noch Luft für "Kooperationen, Fusionen oder Übernahmen". Interviewer Roland Pimpl glaubt auch die "persönlichen Differenzen einzelner Akteure" sind möglicher Grund fürs Scheitern von Gemeinschaftsunternehmen der Großverlage.
"Horizont" 43/2018, S. 1, 22-23 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Manfred Braun versprüht beim VDZ Summit 2017 Print-Optimismus.

"Kronen Zeitung": Dichand-Erbe ist verteilt.

Kronen Zeitung: Acht Jahre nach seinem Tod ist der Nachlass von Verleger Hans Dichand geregelt, schreibt der "Standard". Seine Ehefrau Helga Dichand sowie die drei Kinder Kinder Michael, Johanna und Christoph erhalten zu gleichen Teilen je 12,5 %. Die anderen 50 % gehören der Funke Mediengruppe, der ein Verkaufsinteresse nachgesagt wird. Seit 2014 versucht Funke, aus einem ungünstigen Garantiegewinn-Vertrag herauszukommen.
derstandard.at