Mathias Zschaler ist tot.

Mathias Zschaler, zuletzt politischer TV-Kritiker für Spiegel Online, ist tot. Er starb im Alter von 69 Jahren in Berlin. Zschaler war früher Redakteur und Moskau-Korrespondent der "WAZ" sowie Ressortleiter bei "Tagesspiegel", "Berliner Zeitung" und "Welt". Für Spiegel Online besprach er Talkshows wie "Anne Will" und "Hart aber Fair". (Foto: privat / Spiegel Online)
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fragebogen2: Julia Becker.


fragebogen2: Funke-Verlegerin Julia Becker offenbart im Video-Fragebogen von turi2 ihre heimliche TV-Leidenschaft: Am liebsten schaut sie "Bergdoktor" Hans Siegel bei der Arbeit zu. Ein unterschätztes Talent attestiert sich die mehrfache Mutter am Herd – auch wenn sie ihre Kinder davon noch überzeugen muss. Beckers Vorbild als Medienmacher ist ganz klar ihr Großvater Jakob Funke – ab 2018 will sie als Aufsichtsratschefin den Zeitungs- und Zeitschriftenriesen Funke in seinem Sinne in die Zukunft führen.
turi2.tv (3-Min-Video)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Julia Becker zeigt klare Kante gegen Klatschblatt-Lügen.
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lexikon2: David Schraven.


David Schraven ist der Vorkämpfer für gemeinnützigen Investigativ-Journalismus in Deutschland. 2014 gründet er mit Mitstreitern das Recherchebüro Correctiv. Er räumt mit seiner Recherche-Truppe Preise ab und baut mit Cordt Schnibben die gemeinnützige Journalistenschule Reporterfabrik für Bürger und Journalisten auf. Weiterlesen …

Lese-Tipp: Portrait einer Einzelkämpferin in einer sauerländischen Lokalredaktion.

Lese-Tipp: Cornelius Pollmer portraitiert Katrin Clemens, 29, die als Einzelkämpferin über das Geschehen in der sauerländischen Kleinstadt Schmallenberg berichtet. Clemens sieht sich als Stimme der kleinen Leute und hofft, ihr ganzes Berufsleben als Journalistin verbringen zu können. Am Beispiel der Lokaljournalistin, die in Funkes Westfalenpost ein bis zwei Seiten füllt, beschreibt Pollmer, welche Bedeutung Lokaljournalisten für Städte und Gemeinden haben und welche Folgen ein Rückzug von Lokalzeitungen aus der Fläche hätte.
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GIK-Geschäftsführer Fred Hogrefe haucht kalten Daten Leben ein.


Mit Zahlen und Bauchgefühl: Fred Hogrefe ist als Geschäftsführer der GIK der Herr über die Zahlenberge der Markt-Media-Studien der großen Verlage, Best4Planning und Best4Tracking. Im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv auf dem Best4-Event plädiert er trotzdem für mehr Bauchgefühl dort, wo angesichts sinkender Umsätze und Erlöse nur noch auf die Zahlen geschaut werde. Auf die Zahlenwerke von AGMA und IVW lässt der Manager trotzdem nichts kommen. Steigende oder stabile Reichweiten trotz sinkender Auflagen begründet Hogrefe mit den Vertriebswegen: "Wenn ich einen hohen Anteil Lesezirkel habe, dann liegt es in der Logik der Sache, dass ich eine höhere Reichweite habe."

Trotzdem werde in der AGMA über Veränderungen diskutiert. Während etwa die TV-Reichweiten täglich die Runde machen, erfahren Zeitungs- und Zeitschriftenmacher nur zwei Mal pro Jahr, von wie vielen Menschen sie gelesen werden. Den Wunsch, die Print-Reichweiten pro Ausgabe zu erheben, findet Hogrefe berechtig, die Frage nach der Finanzierbarkeit habe aber noch niemand gestellt.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

"W&V": Medweth sucht Käufer für Publikumszeitschriften.

Christian Medweth sucht einen Käufer für mehrere Publikumszeitschriften, schreiben Thomas Nötting und Lisa Priller-Gebhardt. Funke und Bauer seien an einem Kauf interessiert. Zum Verkauf sollen die Magazine "Jolie", "Inside Aktuell", "Popcorn" und "Mädchen" stehen, sie erscheinen bei der Medweth-Tochter Vision Media. Auch die Zeitschrift "Madame" und der Nationalvertrieb BPV seien wohl im Angebot.
wuv.de (Vorab), "Werben & Verkaufen" 46/2017, S. 14-15 (Paid)

Update, 13.11.2017, 15.50 Uhr:
Bozidar Luzanin, Geschäftsführer von BPV, widerspricht in einer Mail an turi2 einer Verkaufabsicht. Es hätte in den vergangenen Jahren "immer wieder Kaufanfragen anderer Nationalvertriebe" gegeben, "die stets dankend abgelehnt wurden" und auch künftig "dankend abgelehnt werden".Kommentieren ...

Zitat: Funke-Chef Manfred Braun freut sich über Wachstum im Niedergang.

"Als ich anfing, hat eine Programmzeitschrift 3,5 Mio Auflage gehabt. 1 Mio wäre als große Katastrophe empfunden worden. Heute haben die Zeitschriften eher 300.000, die Renditen sind eher besser."

Funke-Chef Manfred Braun, 65, hat Spaß auch mit schwindender Auflage. Im Video-Interview begründet er, warum Verleger generell den Kopf nicht hängen lassen sollten.
turi2.tv (5-Min-Interview auf YouTube)

Weitere Zitate:

"Mit den Zeitschriften werden wir kaum große Sorgen haben. Im Gegenteil: Wir müssen sehen, dass wir mehr junge Talente bekommen, denn die müssen die Geschichten für ihre Generation erzählen."

"Journalismus als Treibriemen für die menschliche Gesellschaft und Kommunikation wird nicht in Kürze vorbei sein."

"Es gibt immer so Early Adopter und Freaks die glauben, dass mit der Technologie sich die Welt ändert. Nein, die Menschen sind seit 2.000 Jahren nach den gleichen Grundwerten ausgerichtet. Die Verkleidung ändert sich etwas."

"Wenn Programmatic Advertising zukünftig bedeutet, dass eine Maschine besser Werbeempfehlungen geben kann als ein Außendienst, dann ist unser Außendienst nicht gut genug."Kommentieren ...

Manfred Braun versprüht gute Laune: Der Funke-Chef glaubt an eine große Zeitschriften-Zukunft.


Ein Braun wie ein Baum: Manfred Braun liebt nicht nur Zeitschriften, sondern auch (selbst)lobende Worte. Der Funke-Chef hält beim VDZ Publishers' Summit eine motivierende Rede – und begründet anschließend vor der Kamera von turi2.tv und "Horizont", warum es der Branche blendend geht. Braun sagt: Technologische Veränderungen ändern nichts am Berufsfeld des Journalismus. "Journalismus als Treibriemen für die menschliche Gesellschaft und Kommunikation wird nicht in Kürze vorbei sein."

Braun frotzelt streitbar über Early Adopter und Freaks, die glaubten, mit Technologie ändere sich die Welt. "Nein, die Menschen sind seit 2.000 Jahren nach den gleichen Grundwerten ausgerichtet. Die Verkleidung ändert sich etwas", sagt Braun – sicher eine umstrittene These. Braun sorgt sich überhaupt nicht um die Zukunft der Zeitschriften. Nur Nachwuchs brauchten die Redaktionen dringend: "Wir müssen sehen, dass wir mehr junge Talente bekommen, denn die müssen die Geschichten für ihre Generation erzählen."

Ein bisschen mehr Sorgen sollte sich der Anzeigenvertrieb machen, denn für den hat Braun eine klare Ansage: Seid besser als Maschinen. "Wenn Programmatic Advertising zukünftig bedeutet, dass eine Maschine besser Werbeempfehlungen geben kann als ein Außendienst, dann ist unser Außendienst nicht gut genug."
turi2.tv (5-Min-Interview auf YouTube)Kommentieren ...

Funke-Verlegerin Julia Becker zeigt klare Kante gegen Klatschblatt-Lügen.


Frischluft bei Funke: Julia Becker wirbt um Vertrauen. Ab 2018 ist die Enkelin von Jakob Funke Verlegerin der mächtigen Funke Mediengruppe. Beim Publishers' Summit in Berlin zeigt sie sich der Branche – und anschließend vor der Kamera von "Horizont" und turi2.tv. Im Video-Interview macht Becker eine klare Ansage: Einige Schlagzeilen ihrer Klatschblätter gehen gar nicht. Sie mahnt zur "moralischen Verpflichtung, Grenzen zu wahren".

Werte und Traditionen zu pflegen, ist der dreifachen Mutter wichtig. Die Nachfolge ihrer Mutter Petra Grotkamp anzutreten und damit das Familienunternehmen fortzuführen, sei ihr "ein großes Bedürfnis". Die Aufgaben ihres Verlags sieht sie vielfältig: Die Tageszeitungs-Journalisten etwa müssten "den Menschen ungeschönt die Realität jeden Tag ins Haus liefern".

Bei den Zeitschriften misst sie mit anderem Maß: "Uns ist es wichtig, in den Vordergrund zu stellen, dass die sogenannten Yellows einen unterhaltenden Auftrag haben", sagt Becker. Heißt konkret: Sie dürfen die Wahrheit etwas weiter dehnen. Doch das Geschäft muss Grenzen kennen: Tote zu erfinden oder Persönlichkeitsrechte zu verletzen, verbittet sich Becker von ihren Redaktionen. Denn das passt nicht ins gepflegte Familienunternehmer-Bild und kommt auch sonst ungelegen: Die Geldstrafen werden auf Dauer zu kostspielig.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)Kommentieren ...

Media Impact startet neues System, um digitale Anzeigenauslieferung zu messen.

Media Impact bietet seinen Kunden ein neues System mit mehreren Tools an, um die Auslieferung digitaler Kampagnen zu überprüfen. Der Springer-Funke-Vermarkter arbeitet dafür mit den Messdienstleistern Meetrics und Integral Ad Science zusammen und will so Preis-Nachverhandlungen ausschließen. Digitalchef Carsten Schwecke sagt im Interview mit Horizont Online, die Zähldifferenzen, aufgrund derer die Unternehmen nachverhandeln, kämen durch die Nutzung unterschiedlicher Mess-Tools zustande. Der Vermarkter testet außerdem zur Zeit Targeting auf der Basis des Leserverhaltens.
horizont.netKommentieren ...

Funke plant gemeinsame Münchner Redaktion für "Donna" und "myself".

Funke will für die beiden zugekauften Frauenzeitschriften "Donna" und "myself" eine gemeinsame Redaktion in München gründen, sagt Manfred Braun der "Süddeutschen Zeitung". Dort entwickelte Reise-, Sport- und Food-Themen sollen nicht nur die beiden Magazine füllen, sondern allen Zeitungen der Funke-Gruppe für deren Service-Rubriken zur Verfügung stehen. Funke hatte beide Frauenzeitschriften erst diesen Sommer übernommen - "Donna" von Burda, "myself" von Condé Nast.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background "Donna"), turi2.de (Background "myself")Kommentieren ...

Erstausgabe von "Feierabend cooking" hat gleiches Coverbild wie Jalag-Konkurrent "Foodie".


Nachgekocht: Die heute erschienene Erstausgabe der Funke-Zeitschrift Feierabend cooking zeigt das gleiche Coverfoto wie die bereits vergangene Woche veröffentlichte Zeitschrift Foodie von Jalag. Von turi2 auf das doppelte Cover hingewiesen antwortet Sandra Immoor, Chefredakteurin des Funke-Titels, dies sei ein "unglücklicher Zufall". Laut Madeleine Jakits, Chefredakteurin von "Foodie", wurde das Bild für den Jalag-Titel fotografiert und anschließend über eine Fotoagentur vermarktet.

So fand es offenbar den Weg auf den Funke-Titel. Sandra Immoor erklärt: "Wir haben das Bild aus dem Angebot einer Food-Fotoagentur gewählt, ohne davon zu wissen, dass auch Foodie dieses zum Coverbild macht." Als das Jalag-Heft im Handel erschienen sei, sei das eigene Heft bereits fertig gedruckt gewesen.
turi2 - eigene Infos, turi2.de (Background)3 Kommentare

Funke lagert Vermarktung der "Berliner Morgenpost" an neues Tochterunternehmen aus.

Funke lagert die Vermarktung seiner "Berliner Morgenpost" zum Jahreswechsel an ein neu geschaffenes Tochterunternehmen aus. Die Firma mit dem Namen Media Checkpoint Berlin soll neben der "Berliner Morgenpost" auch Produkte externer Kunden vermarkten und gemeinsame Bundleangebote vertreiben. Jan Schiller und Robert Burghardt, die bereits die Sales-Abteilung der "Berliner Morgenpost" leiten, werden dem neuen Tochterunternehmen vorstehen. Mit ihnen soll ein rund 50-köpfiges Team zu Media Checkpoint Berlin wechseln.
funkemedien.deKommentieren ...

Wir graturilieren: Steffi Leonhardt wird 61.

Wir graturilieren: Steffi Leonhardt, Werbeleiterin der Frauenzeitschriften bei Funke, wird 61. Ihr Highlight im vergangenen Lebensjahr war ihre Anmeldung im Fitness-Studio; für das kommende wünscht sie sich, dass ihre Herzensmenschen an ihrer Seite bleiben - beruflich wie privat.

Auch ansonsten hat Leonhardt viele Pläne: Aktuell beschäftigt sie sich besonders intensiv mit "Bild der Frau". Mit dem dazu gehörenden Team feiert sie auch ihren Ehrentag: Nach getaner Arbeit geht es standesgemäß zum Late-Night-Shopping. Gratulationen kommen daher am besten per E-Mail an. Kommentieren ...

Manfred Braun bemüht sich um Grosso-Einigung.

Geliebter Grosso: Funke-Geschäftsführer Manfred Braun schlägt im Disput um den Presse-Grosso deeskalierende Töne an und mahnt die Verlage beim VDZ Distribution Summit zur Diplomatie, schreibt Roland Pimpl. Braun richtet den Blick u.a. auf die Lage in den USA, England und Spanien, wo der Vertrieb viel schlechter funktioniert, und rät, eine solche Fehlentwicklung in Deutschland zu vermeiden. Von den Verlagen fordert er zudem, bei Einführungen von neuen Heften eine sorgfältigere Mengenplanung zu betreiben, anstatt den Handel zu überschwemmen. Außerdem findet Braun, Verlage sollten für Extra-Wünsche mehr ans Grosso bezahlen.

Hintergrund sind die Verhandlungen um eine Reform des Vertriebssystems für Zeitungen und Zeitschriften, auf die sich bisher beide Seiten nicht verständigen können. Gruner + Jahr hatte deshalb die Verhandlungen mit den Grossisten auf Eis gelegt. Am 20. Oktober wollen sich Verlage und Grosso dennoch wieder an einen Tisch setzen. (Foto: Johannes Arlt für die turi2 edition Zeitschriften)
horizont.net, turi2.de (Background G+J), turi2.de (Interview mit Grosso-Chef Frank Nolte)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Grosso-Streit: Frank Nolte hofft auf Einigung und sieht keine Möglichkeit mehr zum Sparen.

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Manfred Braun: Verlage sollten Unterbietungswettbewerb bei Anzeigen beenden.

Verlage liefern sich bei den Anzeigenpreisen lieber einen Unterbietungswettbewerb, statt einem anderen Verlag den Zuschlag zu lassen, kritisiert Funke-Geschäftsführer Manfred Braun. Dadurch verlören die Medien schneller Marktanteile im Anzeigengeschäft als Leser-Reichweite. Nötig sei ein gemeinsamer Vermarkter der Verlage für Zeitungen, Zeitschriften und andere Medien-Gattungen. Anfangen könnten die Verlage mit gemeinsamen Vermarktungs-Paketen, sagt Braun im Interview mit "Horizont". Schon 2016 hat Braun eine neutrale Vermarktungsfirma gefordert.
"Horizont", 40/2017, S. 14-15 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Verlegerin Julia Becker ärgert sich über falsche Berichte ihrer Yellow-Magazine.

"Dass Yellow Unterhaltung ist und immer auch etwas Spekulatives dazu gehört, ist selbstverständlich. Die Informationen dürfen nur nicht aus der Luft gegriffen sein, sondern müssen auf gründlicher Recherche beruhen."

Julia Becker, ab 2018 Funke-Verlegerin, ärgert sich, wenn Geschichten der Klatsch-Blätter von Funke an den Haaren herbeigezogen sind. Becker will über falsche Berichte diskutieren und den Redaktionen klarmachen, was untragbar ist, sagt sie im Interview mit "Kress Pro".
kress.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Funke und DuMont können sich nicht auf Kooperation in Berlin einigen.


Keine Einheit in Berlin: Funke und DuMont brechen Gespräche über Kooperationen auf dem Zeitungsmarkt der Hauptstadt ab. DuMont will keine Inhalte von Funkes Zentralredaktion kaufen. Funke wiederum soll das großspurige Auftreten des DuMont-Chefs Christoph Bauer abgeschreckt haben, berichtet die "FAZ". In Berlin gibt Funke die "Berliner Morgenpost" raus, DuMont die "Berliner Zeitung" und den "Berliner Kurier". Ein DuMont-Sprecher sagt auf turi2-Nachfrage: "Wir äußern uns nicht zu irgendwelchen Gerüchten, die absurd scheinen."

Statt Artikel von Funke zu übernehmen, setzt DuMont offenbar nachhaltig auf seine eigene Gemeinschaftsredaktion. Der Politik-Teil der "Hamburger Morgenpost" soll künftig auch in Berlin entstehen. Funke bietet laut "FAZ" eine Zeitungsseite für eine "niedrige dreistellige Summe" an, hat aber noch keine externen Kunden. Auf dem angespannten Berliner Zeitungsmarkt werden Kooperationen erwartet, nachdem das neue Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB-Novelle) dafür den Weg frei gemacht hat.
"FAZ", S. 21 (Paid)

Update, 4. Oktober, 09.15 Uhr: Die Funke Mediengruppe teilt mit, sich dazu nicht zu äußern.2 Kommentare

Marcus Schwarze wird Online-Chef der "Berliner Morgenpost".

Berliner Morgenpost holt Marcus Schwarze als Online-Chef an Bord. Er folgt auf Jan Hollitzer, der zu T-Online wechselt. Schwarze war bis Mitte Mai Digital-Chef der Koblenzer "Rhein-Zeitung" und dort auch Mitglied der Chefredaktion. Erst Mitte August hatte er als Redaktionsleiter Online bei der "heute-show" angefangen, hat den Job aber Anfang September "aus persönlichen Gründen" schon wieder abgegeben. Die "heute-show" regelt die Nachfolge intern.
funkemedien.de, turi2.de (Background Schwarze), turi2.de (Background Hollitzer)Kommentieren ...

Einigung: Funke-Vertreter Bernhard Schneider bleibt "Krone"-Geschäftsführer.

Kronen-Zeitung: Christoph Dichand, Vertreter der österreichischen Verlegerfamilie Dichand, gibt im Streit um Geschäftsführer Bernhard Schneider nach, der von Gesellschafter Funke nach Wien entsandt wurde. Schneider bleibt Geschäftsführer und bekommt sein seit Januar ausstehendes Gehalt nachbezahlt. Funke wollte Schneiders Vertrag Ende 2016 verlängern, Dichand stellte sich quer. Schneider kommt zwar weiterhin dreimal pro Woche nach Wien zur Arbeit, jedoch ohne bezahlt zu werden. Deshalb hat er geklagt. Die "Krone" gehört Funke und Dichand zu je 50 %.
derstandard.at, turi2.de (Background)
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Funke und t-online.de senden aus Facebook-Wahlstudio.

Facebook stellt deutschen Medien am Wahltag ein TV-Studio für Livestreams. Aus dem Facebook-Wahlstudio sendet u.a. die Funke Zentralredaktion über die Kanäle der "WAZ". Videochefin Johanna Rüdiger spricht mit Chefredakteur Jörg Quoos. Auch t-online.de streamt ein Gespräch zwischen Chefredakteur Florian Harms und Inhalte-Direktor Arne Henkes. Die Sendungen binden Facebook-Daten und Kommentare von Nutzern ein.
facebook.com ("WAZ"-Sendung), facebook.com (t-online.de-Sendung)

Die "WAZ"-Sendung:


Die t-online.de-Sendung:
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Funke startet bundesweites Jugendmagazin "#screenshot".

Die bessere "Bravo"? Funke wagt eine Print-Gründung und legt das Jugendmagazin #screenshot vor. Bundesweit liegen 100.000 Exemplare am Kiosk. "#screenshot" soll YouTube-Stars zu Redakteuren machen und die Zielgruppe der 12- bis 17-Jährigen ansprechen. Die erste Ausgabe erscheint heute mit 86 Seiten für 3,50 Euro. Beim Jugend-Klassiker "Bravo" ist die Auflage seit Jahren im Sinkflug.

Die Zeitschrift erscheint unter der Regie des New-Business-Teams von Funke NRW. Verlagsgeschäftsführer Matthias Körner verspricht "ein exklusives Angebot in ansprechender Umsetzung", das im Netz so nicht zu finden sei. Dass Jugendliche nur auf ihren Smartphones lesen, stimme nicht, sagt Körner. In "#screenshot" berichten YouTuber wie Marc-René Lochmann und MrWissen2go über die Themen, zu denen sie auch Videos machen. Zusammen kommen die Heft-Stars auf 6,6 Mio YouTube-Abonnenten und 4,4 Mio Instagram-Follower.
funkemedien.de, screenshot.tubeKommentieren ...

Julia Becker wird ab 2018 Funke-Verlegerin.


Frischer Wind bei Funke: Verlegerin Petra Grotkamp übergibt zum neuen Jahr an ihre Tochter Julia Becker. Grotkamp bleibt im Aufsichtsrat von Funke, ihre Anteile gehen zu gleichen Teilen auf die Kinder (Foto, von links) Julia Becker, Niklas Jakob Wilcke und Nora Marx über, kündigt sie in "Kress Pro" an. Becker übernimmt mit dem Aufsichtsrat-Vorsitz die Führung im Frischlings-Trio.

Verlegerin Grotkamp ist eine Tochter des "WAZ"-Mitgründers Jakob Funke. Sie heiratete Günther Grotkamp, lange Jahre Funke-Geschäftsführer, und kaufte 2012 die Anteile der Brost-Gruppe. Erich Brost ist der zweite Gründer der "WAZ".

Im gemeinsamen Interview sprechen Grotkamp und Becker auch über einen Strategiewechsel bei Funke. Künftig soll es verstärkt Allianzen mit anderen Verlagen geben. Die künftige Aufsichtsrats-Chefin Becker sagt: "Früher wäre Günther Grotkamp nie auf die Idee gekommen, zu den Bauers zu gehen oder den Springers. Das war völlig falsches Konkurrenzdenken." (Foto: Picture Alliance / Schroewig)
kress.de, funkemedien.deKommentieren ...

Grosso-Streit: Frank Nolte hofft auf Einigung und sieht keine Möglichkeit mehr zum Sparen.


Currywurst statt Champagner: Frank Nolte, Chef des Bundesverbandes Presse-Grosso, will den Streit um Handelsspannen mit den Verlegern beilegen. Im Video-Interview von Peter Turi am Rande der Grosso-Tagung in Baden-Baden schlägt er deeskalierende Töne an. Grosso und Verlage hätten bei der vergangenen Verhandlungsrunde Einigungs-Vorschläge vorgelegt, die kurzfristige Kongressabsage der Verlage sieht Nolte als "Druckmittel". Sparpotential findet der Grosso-Boss bei seinen Mitgliedern allerdings nicht mehr: "Wir haben alle Ecken ausgekehrt."

Bei den Händlern herrscht Flaute, zwischen 5 und 8 % Umsatz haben die Großhändler in den ersten sechs Monaten 2017 verloren. Nolte sieht weiter einen hohen Fusionsdruck in der Branche. In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Pressegroßhändler von 100 auf unter 50 gesunken, in fünf Jahren könnten es nur noch 20 sein, sagt Nolte. Der Verlags-Allianz um Burda-Boss Philipp Welte schwebt ein Netz von nur noch 15 Großhändlern vor.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Hamburger Abendblatt"-Mitarbeiter schreiben Protestbrief wegen Kürzungen bei der "Mopo".

Hamburger Morgenpost erhält Unterstützung von 62 Kollegen des konkurrierenden "Abendblatts". Sie fordern in einem offenen Brief an DuMont-Chef Christoph Bauer, den angekündigten Abbau von elf Stellen zu stoppen. Der Verlag gefährde die Existenz des Titels und ihre Kollegen, wenn ausgerechnet im Lokalen gekürzt werden soll. DuMont will 15 % der Stellen einsparen. Der "Mopo"-Mantel soll künftig aus Berlin kommen.
turi2.de (E-Mail als PDF), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Verlagsallianz sagt die Teilnahme an Grosso-Tagung ab.

Frauen-Zeitschriften im Kioskregal
Abstimmung mit den Füßen: Die Verlagsallianz aus Bauer, Burda, Funke, Springer, Spiegel und Klambt sagt die Teilnahme an der Jahrestagung des Bundesverbandes Presse-Grosso ab – im Streit über die Neuausrichtung des Vertriebssystems für Zeitungen und Zeitschriften. Die Verhandlungen zwischen den Verlagen und dem Grosso hätten "bisher zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt" und befinden sich "in einer äußerst kritischen Phase", teilen die Verleger mit.

In den Verhandlungen geht es vor allem ums Geld: In Zeiten rückläufiger Werbeeinnahmen werden für die Verlage Vertriebserlöse wichtiger. Die Verlagsallianz kritisiert, dass zu viel Geld beim Grosso für die Auslieferung ihrer Produkte hängen bleibt und zu wenig bei ihnen selbst ankommt. In Deutschland gibt es 79 Grosso-Gebiete. 66 Firmen beliefern die Kioske in ihren Gebieten als Monopolisten, nur in Berlin und Hamburg gibt es konkurrierende Grossisten.
dnv-online.net, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Funke-Portal FunkyGames bietet Games-News und Gratis-Spiele.

Funke Digital startet ein Games-News-Angebot. FunkyGames.de stellt Konsolen-, PC- und Online-Spiele vor. Zudem können die Nutzer kostenlos und ohne Registrierung rund 50 Browser-Games spielen. Funke-Portale wie Abendblatt.de und waz.de binden Inhalte der Seite künftig auch in ihre eigenen Angebote ein. Leiterin von FunkyGames.de ist Marion Helmes, die seit mehr als 15 Jahren in der Gamesbranche aktiv ist, u.a. für "Bild", giga.de und Sega.
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Digitalchefredakteur Alexander Boecker verlässt Funke.

Funke und Digitalchefredakteur Alexander Boecker, 41, gehen nach nur gut einem Jahr schon wieder getrennte Wege. Boecker verlasse das Haus auf eigenen Wunsch, schreibt der Verlag, "um eine neue Herausforderung außerhalb der Verlagsbranche wahrzunehmen". Die Verantwortung für das Nachrichten-Portal der Funke-Tageszeitungen DerWesten.de übernimmt Marie Todeskino, 34, bisher Vize-Redaktionsleiterin des Nachrichten-Portals der Funke-Tageszeitungen.
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NRW-Minister Stephan Holthoff-Pförtner gibt Medienpolitik ab.

Stephan Holthoff-Pförtner ist nicht mehr Medienminister in NRW - laut Staatskanzlei auf "eigenen Wunsch". Stephan Holthoff-Pförtner reagiert damit auf die Kritik, dass er als Funke-Gesellschafter in einem Interessenskonflikt zu seinem Amt als Medienminister stehe. Ministerpräsident Armin Laschet übernimmt das Ressort Medienpolitik künftig selbst, Holthoff-Pförtner bleibt Bundes- und Europaminister.
rp-online.de, nw.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Pit Gottschalk will trotz sprunghafter Nutzer sauber bleiben.

"Keine Ahnung, ob die Leser diese Arbeit heute noch würdigen. Sie lesen die News bei uns oder bei unseren Kollegen von 'Bild' oder 'Kicker' und wissen wohl schon nach ein paar Minuten nicht mehr, wo die Information zuerst gestanden hat."

Funkes Sport-Chefredakteur Pit Gottschalk verspricht, trotz des Rennens um die schnelle Info Überstunden für klassische Recherchen zu klopfen.
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Meinung: Stephan Holthoff-Pförtner sollte das NRW-Medienressort abgeben.

Stephan Holthoff-Pförtner, Funke-Gesellschafter und für die CDU in Nordrhein-Westfalen Minister für Medien, Internationales, Europa und Bund, sollte das Medien-Ressort abgeben, empfiehlt Kress.de-Chefredakteur Bülend Ürük. Derzeit sei Holthoff-Pförtner zwar nominell für Medien zuständig, könne aber keine Entscheidungen treffen, weil an jeder Ecke ein Interessenkonflikt lauert. Wolle er sein Ministeramt länger halten als den VDZ-Vorsitz, sollte er sich auf das Portfolio Internationales, Europa und Bund konzentrieren.
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Funke gründet Foto- und Video-Agentur.

Funke-tionale Ausgründung: Funke lagert seine Foto- und Video-Aktivitäten in eine Tochter-Agentur aus. Spätestens ab Anfang 2018 soll die Funke Foto Services GmbH ihre Arbeit aufnehmen und die bisherige Einheit ersetzen. Der Verlag kündigt an, mit der neuen Tochter verstärkt auch als Dienstleister für andere Verlage auftreten zu wollen. Die Leitung der Agentur übernimmt Mark-Oliver Multhaup, der bereits Funke Redaktions Services aufgebaut hat.

In seiner Mitteilung schreibt Funke, in der Agentur neue Arbeitsplätze zu schaffen, kündigt zugleich jedoch an, einen Sozialplan für Mitarbeiter auszuhandeln, die die Mediengruppe verlassen. Die bisherige Unit umfasst 20 Stellen. Wie viele Stellen in der neuen Agentur geschaffen werden, stehe noch nicht fest, schreibt der Verlag auf Nachfrage.
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