Funke legt Lifestyle-Magazin "Fashion Icons" an den Kiosk.

Funke bringt ein neues Lifestyle-Magazin namens "Fashion Icons" auf den Markt. Die Zeitschrift mit 100 Seiten und 80.000 Auflage kostet 10 Euro. Das Heft dokumentiert die Geschichte hinter bekannten Unternehmen der Fashion-Branche, die erste Ausgabe widmet sich Gucci. Nicole Kleinhammer ist die Chefredakteurin des Heftes, das am 11. Juni und dann vierteljährlich erscheint.
per Mail

Grüne wollen Amazon den Retour-Müll verbieten.

Ist das Retour oder kann das weg? Die Grünen wollen Versandhändlern wie Amazon verbieten, von Kunden zurückgeschickte Neuware zu vernichten, melden die Funke-Zeitungen. "Wir erleben eine Perversion der Wegwerfgesellschaft", sagt Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Hier sei der Staat gefordert. Die Rücksendungen belasteten durch zusätzliche Transporte nicht nur das Klima, häufig werde zurückgegebene Ware trotz Funktionsfähigkeit aus Kostengründen entsorgt. Die Grünen fordern, zurückgesendete Ware etwa über Sozialkaufhäuser zu verschenken.

Amazon wehrt sich gegen den Vorwurf, leichtfertig Retouren zu vernichten. Union und FDP wollen das Problem ohne Verbote lösen. Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer warnt im "Handelsblatt" vor mehr Bürokratie. Es sei falsch, "gleich die Verbotskeule zu schwingen". 2018 schickten die Deutschen rund 487 Mio Artikel wieder zurück, sagt eine Studie der Universität Bamberg. In Frankreich soll es Onlinehändlern bereits ab Sommer verboten werden, zurückgesandte Waren zu vernichten.
manager-magazin.de, faz.net, handelsblatt.de

"DNV": Berliner Zeitungsboten tragen testweise Einkauf Aktuell aus.

Deutsche Post testet in Berlin eine Fremdzustellung ihrer Werbesendung Einkauf Aktuell, berichtet "DNV". Statt Postboten sollen für sechs Monate die Zeitungsboten von Berlin Last Mile zum Einsatz kommen. Die Firma gehört dem Logistiker Fiege sowie den Berliner Töchter-Verlagen von DuMont, Holtzbrinck und Funke. Einkauf Aktuell erreicht nach eigenen Angaben 20 Mio Haushalte, in Berlin sind es jeden Samstag 1,8 Mio Exemplare.
dnv-online.net

Herausgeber der "Kronen Zeitung" fordert von Funke Antworten zu Straches Zensurplänen.

Kronen Zeitung fordert von Funke Antworten zu Straches Aussagen über mögliche redaktionelle Beeinflussung durch Investoren, schreibt "Spiegel". Die Eigentümerfamilie um Herausgeber und Chefredakteur Christoph Dichand wolle wissen, ob Funke als Mitgesellschafter von den Plänen des FPÖ-Chefs wusste. Der österreichische Investor René Benko übernahm später tatsächlich Anteile der "Kronen Zeitung" von Funke.
"Spiegel" 22/2019, S. 80 (Paid), turi2.de (Ibiza-Affäre), turi2.de (Benko-Anteile)

Google startet Jobsuche-Funktion in Deutschland.


Wer nach Jobs googelt, bekommt Angebote künftig sehr präsent in einer blauen Box – Anzeigen vom Springer-Portal Stepstone sind nicht dabei. (Foto: Jens Twiehaus)

Gehalt voller googeln: Google bietet deutschen Nutzern ab heute eine Stellensuche-Funktion – und wird damit schlagartig zum wohl wichtigsten Online-Stellenmarkt. Wer nach mehr Gehalt oder einfach einem neuen Job sucht, bekommt Ausschreibungen mehrerer hundert Stellenmarkt-Websites in einer Übersicht innerhalb der Google-Suche. Als Partner sind viele Verlage dabei, etwa Burda mit Xing, Funke mit Absolventa, die "FAZ"-, "Zeit"- und "Süddeutsche"-Stellenmärkte. Nicht dabei ist die Bundesagentur für Arbeit. Auch die Springer-Jobbörse Stepstone fehlt, weil Springer selbst eine starke Position im Online-Jobmarkt hat.

Nutzer der Job-Funktion können speziell in ihrem Umkreis suchen, Ergebnisse speichern und sich E-Mail-Alerts einrichten. Über Filter können Jobsuchende auch nach Teilzeit, Ausbildungen oder Praktika suchen, außerdem bestimmte Arbeitgeber auswählen. Google-Manager Nick Zakrasek verspricht, die Reihenfolge der Ergebnisse gemäß Relevanz zu gestalten – und Unternehmen oder Portalen kein besseres Ranking zu verkaufen. Über den Suchergebnissen tauchen aber die klassischen Google-Anzeigen auf – wer nach "Redakteur Berlin" sucht, sieht etwa eine Anzeige vom Springer-Portal Stepstone.

Die Einführung der Google-Jobsuche wird neue Diskussionen über Marktmacht und kartellrechtliche Fragen auslösen. Mit der neuen Funktion könnte Google zur ersten Anlaufstelle für Jobsuchende werden und andere Portale in den Schatten stellen. Rechtsanwalt Thomas Höppner, bereits an einem Kartellverfahren vor der EU-Kommission beteiligt, kann sich eine ähnlichen Entwicklung wie bei Google Shopping vorstellen. Hier bündelte Google zunächst Angebote und integrierte immer mehr Funktion bis zur kompletten Abwicklung des Kaufs. Xing-Manager Jens Stief hingegen hofft, mithilfe von Google den Xing-Stellenmarkt bekannter zu machen.
turi2 bei Google-Pk in Berlin, germany.googleblog.com, recruiting.xing.com (Stief), focus.de (Höppner)

Springer schließt sich der Bertelsmann-Allianz gegen Google und Co an.

Matthias Dang, Stephanie Caspar und Stephan Schäfer führen RTL, Springer und Gruner + Jahr enger zusammen - vorerst vor allem in der Digitalvermarktung. (Foto: horizont.net)

Ganz große Koalition gegen GAFA: Media Impact, gemeinsamer Vermarkter von Springer und Funke, tritt der Ad Alliance von RTL, Gruner + Jahr und Spiegel Media bei. In den Abwehrkampf gegen die dominierenden Digitalplattformen aus den USA reihen sich somit auch Springers "Bild" und "Welt" ein. Konkret: Die Ad Alliance vermarktet ab September 38 neue Digital-Marken wie bild.de, welt.de, businessinsider.de und hoerzu.de. Im Angebot der Ad Alliance sind somit 7 TV-Sender, 91 Print- und 110 Digitalmarken, sowie das Angebot der neuen Audio Alliance.

Der Beitritt ist wohl nur ein Anfang: Print sei noch ausgeschlossen, Media Impact verkauft weiter auch selbst, heißt es. Aber: Der Einstieg in die ganze große, nationale Koalition gegen Google, Facebook und Amazon ist geschafft - und der nächste Schritt wird kommen. Verlagsübergreifende, crossmediale Kampagnen in TV, Radio, Print und Online aus einer Hand werden einfacher. Nach eigenen Angaben erreicht die Ad Alliance künftig 99 % der Bevölkerung in Deutschland.
horizont.net (nach Registrierung frei), dwdl.de

Mitarbeit: Peter Turi

Video-Tipp: Das "Hamburger Abendblatt" veröffentlicht einen Film zum Grundgesetz.

Video-Tipp: Das "Hamburger Abendblatt" veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Zeit-Stiftung einen siebenminütigen Film, in dem verschiedene Prominente in einer Reise durch Hamburg Teile des Grundgesetzes vortragen. Der Film ist u.a. auf Hamburg.de und den Seiten der Funke Mediengruppe sowie auf YouTube zu sehen. Es sprechen u.a. "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, OMR-Chef Philipp Westermeyer, Udo Lindenberg und "Tagesschau"-Sprecherin Linda Zervakis.
funkemedien.de, youtube.com (7-min-Video)

Video-Tipp: Michael Sandvoss im Erfolgs-Fragebogen.


Erfolgsarchitekt: Michael Sandvoss, bei Media Impact verantwortlich fürs Luxus-Marketing, feiert erste Erfolge im Kinderzimmer als Lego-Architekt. Später im Berufsleben agiert er nicht immer erfolgreich – vielleicht hätte er Immobilien kaufen sollen, statt einen Verlag zu gründen, sagt er im Erfolgs-Fragebogen von turi2 am Rande der Launchparty zur turi2 edition #8. Trotzdem ist er rückblickend zufrieden: "Heute habe ich ein ganz gutes Gefühl dafür, was funktioniert und wie man es vermarktet", auch wegen der Risiken, die er früher eingegangen ist.
turi2.tv (3-Min-Video)

Funke schenkt dem Grundgesetz zum 70. Geburtstag ein Panini-Heft.

Funke und Oliver Wurm und Alexander Böker von Juststickit veröffentlichen zum 70. Geburtstag des Grundgesetztes ein Panini-Sammelheft mit 333 Motiven. Die Aktion startet am 11. Mai mit je sechs Sammelbildchen in den rund 700.000 Zeitungen der Mediengruppe. Das Heft bildet Motive aus der Gegenwart sowie aus der Geschichte der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR ab.
funkemedien.de

Ulrike Simon: Mittelsmann könnte DuMont beim Verkauf seiner Zeitungen helfen.

DuMont: Ein Berliner Mittelständler könnte dem Verlag helfen, sein Zeitungsgeschäft als Ganzes loszuwerden, schreibt Ulrike Simon. Nur Madsack und Funke bieten auf das Gesamtpaket, zwischen 150 und 170 Mio Euro, doch Interesse haben eigentlich beide nicht. Besagter Unternehmer "mit verlegerischer Erfahrung, gut vernetzt in der Politik," könnte dem Käufer für einen "symbolischen Preis" die ungewünschten Blätter abnehmen.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

"Hamburger Abendblatt" geht mit dem Magazin "Fridays for future" auf die Straße.

Hamburger Abendblatt bringt die Schulstreiks um "Fridays for future" als eigenes Magazin für 7 Euro an den Kiosk. Das 100-seitige Magazin widmet sich dem Klimawandel und der Bewegung um Greta Thunberg. Das Magazin kommt mit einer Auflage von 70.000 Exemplaren auf 100 % recyceltem Papier. Mit dem Heft startet Funke eine unregelmäßige Reihe von journalistischen Produkten, die gesellschaftlich relevante Themen beleuchten.
funkemedien.de

Basta: Yellow Press enthüllt vermeintliche Eltern von Tochter des Funke-Sprechers.

Zu dieser Meldung gibt es weiter unten eine Aktualisierung

Die Korenkturen: Funke-Sprecher Tobias Korenke kennt die Märchenstunden der Yellow Press von Berufswegen. Bauers "Neue Post" macht auch vor ihm keinen Halt: Auf einem Foto mit Hubertus Meyer-Burckhardt und Dorothee Röhrig wird seine Tochter Clara zu deren Nachwuchs.
twitter.com



Update 29.4., 12:15 Uhr: Auch das Klambt-Magazin "Die neue Frau" hat die Familienzugehörigkeit von Clara falsch dargestellt. Die Redaktion gibt ihr außerdem einen falschen Namen. Der eingebundene Tweet zeigt die Klambt-Seite, unser Screenshot die "Neue Post".

Mitarbeit: Markus Trantow

Funke veröffentlicht ein Magazin über Rudi Assauer.

Funke verkauft ab dem 30. April das Magazin "Danke, Rudi". Auf 100 Seiten erinnert der Verlag in dem Heft an den im Februar verstorbenen, ehemaligen Schalke-Manager Rudi Assauer, der an diesem Tag 75 Jahre alt geworden wäre. "Danke, Rudi" kostet 8,90 Euro und kommt mit 20.000 Auflage. Funke verkauft das Heft unter seiner eigenen Marke "WAZ" und über die externen Partner Weser-Kurier und Nordwest-Zeitung.
dnv-online.net

Österreich: Streit um Führung der "Kronen-Zeitung" geht weiter.

Kronen-Zeitung: Rene Benko will Christoph Dichand, den Herausgeber und Chefredakteur der österreichischen Zeitung, absetzen, schreibt Hans-Peter Siebenhaar. Es ist bereits der zweite Versuch. Diesmal geht es um einen umstrittenen Gesellschaftervertrag und die dort festgelegten Stimmrechte. Wenn Benko und Funke Recht bekommen, verlöre die Dichand-Familie zwei ihrer bisherigen Stimmen.
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Funke ist mit seiner "TV Digital" Launch-Partner für Samsungs Sprachassistenz.

Funke kooperiert mit Samsung beim Deutschland-Start des Sprachassistenten Bixby. Die Programmzeitschrift "TV Digital" liefert voreingestellt die Antworten, wenn Nutzer nach dem TV-Programm fragen. Funke liefert seit 2015 bereits die entsprechenden Datensätze für den elektronischen Programmführer auf Samsungs Smart TVs.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

René Benko will Funke-Anteile der "Kronen Zeitung" komplett übernehmen.


Öxit-Chance: Immobilien- und Handelsmogul René Benko (Foto links) will sein Medien-Geschäft weiter ausbauen und Funke auch die restlichen Anteile an der "Kronen Zeitung" abkaufen, sagt Benko im Interview mit der "Presse am Sonntag". Er hält seit November 2018 rund ein Viertel an der "Krone", weitere rund 25 % liegen bei Funke, 50 % besitzt die Gründerfamilie Dichand. Benko sagt, er wolle künftig nicht mehr nur "Beifahrer" sein.

Benko wolle als "aktiver Gesellschafter" wirken, eine komplette "unfreundliche Übernahme" des Boulevard-Blatts strebe er aber nicht an. Dem Erben, Herausgeber und Chefredakteur Christoph Dichand gibt er praktisch eine Jobgarantie. Funke hat in Österreich immer wieder Streit mit der "Krone"-Verlegerfamilie Dichand.
diepresse.com (Paid), handelsblatt.com, orf.at, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Funke verkauft "Thüringer Backzeit"-Magazin mit Leserrezepten.

Funke knetet sich das Magazin "Thüringer Backzeit" aus 50 Rezepten von Lesern. Auf 84 Seiten geht es um klassische Kuchen-Ideen und Ofen-Experimente. Das Magazin wird über die Geschäftsstellen der Thüringer Funke-Zeitungen verkauft sowie in einer regionalen Konditorei, telefonisch und online. Es kostet 3,90 Euro, Zeitungsabonnenten zahlen 1 Euro weniger.
funkemedien.de

Facebook fördert deutsche Lokalzeitungen mit 2 Mio Euro.


Den Verlagen geld-fällt das: Facebook überweist 2 Mio Euro Lokalzeitungs-Entwicklungshilfe nach Deutschland – ein Teil der angekündigten 300-Millionen-Initiative. 13 deutsche Verlage nehmen das Angebot an, unter ihnen die "Rheinische Post", Funke, DuMont und Ippen. Facebook finanziert ihnen ein zwölf Wochen dauerndes Programm, in denen sie u.a. mit Digitalabo-Experten an Geschäftsmodellen basteln. Danach arbeiten die Verlage weiter im Facebook Journalism Project mit.

Ex-"Spiegel"-Geschäftsführer Jesper Doub, jetzt Facebook-Manager, sagt "Horizont", Bezahlmodelle seien ein wichtiges Element in der Finanzierung von Journalismus. "Klar ist aber auch, dass ein Abonnementmodell nicht für alle Medien funktionieren wird." Das nun beginnende Programm sei nur ein Anfang. Doub räumt ein, dass in der Zusammenarbeit von Verlagen und Facebook zuletzt öfter mal der Wurm drin war.
de.newsroom.fb.com, horizont.net (Doub, Login erforderlich), turi2.de (Background)

Grimberg: Funke spart als Nächstes im Lokalen.

Funke streicht und zentralisiert in der lokalen Berichterstattung, berichtet Steffen Grimberg. In den Ruhrgebiet-Lokalausgaben fällt je eine individuelle Seite weg, stattdessen gibt es eine für alle produzierte Ruhrgebiet-Seite. Der Lokalsport soll nicht mehr vor Ort, sondern an einem Desk in Essen produziert werden. Auch die Leserbriefe sollen zentral betreut werden. Funke bestätigt die Pläne und ergänzt, dass die "NRZ" bereits einen Lokalsportdesk hat, der nun auch für die "WAZ" diskutiert werde. Der Verlag könnte laut Betriebsrat in NRW bis zu 300 Stellen streichen, auch viele Geschäftsstellen sollen schließen.
kress.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv (01/2019): "User First": Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.

Lese-Tipp: Funke erntete 2018 zu wenig Honig.

Lese-Tipp: Bei der Mediengruppe Funke fließt zu wenig Honig, findet das "manager magazin" heraus - die 20.000 Bienen auf dem Dach hätten in diesem heißen Sommer zu wenig produziert. Auch das Geschäft mit Zeitungen sei seit Jahren rückläufig, die Gewinne flößen "immer spärlicher". Deshalb seien bei Verlegerin Julia Becker jetzt nicht "Grandezza", sondern "Saniererinnenqualitäten" gefragt.
"manager magazin" 4/2019, S. 56-59 (Paid)

Media Impact holt Julia Wehrle in die Geschäftsführung.

Media Impact: Der neue Chef Carsten Schwecke holt Julia Wehrle (Foto), bisher General Managerin Bild Digital. Sie verantwortet das operative Geschäft sowie die Finanzen und folgt auf Ralf Hermanns, der neben seinem Job als Finanzchef der Sparte News Media Print künftig auch Operativchef des deutschen Springer-Druckgeschäfts ist.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: "Zeit" fährt mit Zeitungsbotin über die Dörfer.

Lese-Tipp: Martin Machowecz begleitet Dagmar Hauke durch den Harz – sie fährt frühmorgens Funkes "Thüringer Allgemeine" übers Land. Leser und Zusteller sind verunsichert, weil Funke ein Ende der täglichen Papierausgabe erwägt. Hauke fährt weite Strecken und wird in vier Orten noch 103 Zeitungen los. Nachmittags sitzt sie bei Rossmann an der Kasse.
"Zeit" 11/2019, S. 20 (Paid)

"medium magazin": "WAZ" stemmt sich mit Online-Strategie gegen Auflagenschwund.

WAZ verliert sowohl Print-Auflage als auch Personal und versucht deshalb, mit Paid Content und einer User-First-Strategie im Lokalen gegenzusteuern, schreibt das "medium magazin". Viele Inhalte wandern online hinter die Paywall, in NRW gewinnt die "WAZ" laut Chefredakteur Andreas Tyrock täglich rund 50 neue Digital-Abos. Reporter und Editoren arbeiten getrennt, die Reporter sollen nur schreiben, mit Fokus auf die Online-Kanäle. Befreit von Produktion und Redigierarbeit könnten sie so mehr und längere Geschichten liefern.
presseportal.de, turi2.tv (6-Min-Video mit Andreas Tyrock 1/2019)

Aus dem turi2.tv-Archiv (01/2019): "User First": Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.

"Horizont": Funke will 130 Vermarktungs-Stellen streichen.

Funke will auch in der Vermarktung sparen, schreibt "Horizont". Nach Infos des Betriebsrates streicht Funke 120 der 335 Stellen der Regionalmedien-Vermarktung in Nordrhein-Westfalen und verschiebt 40 Mitarbeiter in eine andere Firma. Von 24 Außenbüros sollen nur acht bis zwölf bleiben. In den Regionalmedien-Vermarktungen in Hamburg und Berlin sollen zwei sowie vier Stellen abgebaut werden. Funke wolle außerdem die Handelsvertreterstruktur prüfen. In Thüringen werden vakante Vermarktungs-Stellen nicht neu besetzt, befristete Verträge laufen aus. Funke schweigt zu den Zahlen.
horizont.net, turi2.de (Background)

Zitat: Sergej Lochthofen traut Funkes Sparplänen für Thüringen nicht.

"In Essen haben sie keine Vorstellung davon, wie die Orte in Thüringen heißen, wer die Leser überhaupt sind und was die hier so machen."

Sergej Lochthofen, ehemaliger Chefredakteur der "Thüringer Allgemeinen", sieht in Funkes Zukunftsprogramm einen Print-Rückzug auf Raten. Der Standort Thüringen sei in Essen "offensichtlich unwichtig", sagt er der "FAZ".
faz.net

Meinung: Funke verfolgt die gleiche Taktik wie Madsack – aber weniger energisch.

Funke und Madsack sind Profiteure der Marktkonsolidierung auf dem Zeitungsmarkt und verfolgen eine ähnliche Taktik, schreibt Ulrike Simon in "Horizont". Allerdings gehe Madsack dabei konsequenter vor, habe neben einer Zentralredaktion auch die Verlagsbereiche zentralisiert. Funke ziehe jetzt erst nach. Außerdem ließen die Essener die Zügel lockerer, erlaubten den einzelnen Redaktionen mehr Freiheiten und benötigten deshalb bislang mehr Personal.
"Horizont" 07/2019, S. 14 (Paid)

Meinung: Funke redet von Verbesserung, meint aber Kürzung, schreibt Hans Hoff.

Funke redet von Verbesserung, meint aber Kürzung, schreibt Hans Hoff. Der Verlag wolle "agil ticken", doch hinter den PR-Leerformeln stecke Zynismus. Neu strukturiert werde nur das Leben der Ex-Mitarbeiter, ohne die im "Essener Protzbau" alles besser laufen solle. Die Folge seien aus Zentralredaktionen belieferte Zeitungstitel, in denen überall dasselbe stehe.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "User First" – Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.

Funke strukturiert um und streicht eine dreistellige Zahl von Stellen.

Funke entfacht Sparflamme: Die Funke-Mediengruppe streicht eine dreistellige Zahl von Stellen und will Kosten in Höhe eines zweistelligen Mio-Betrags einsparen, schreibt Ulrike Simon. Dafür werde die Druckerei in Essen mit 120 Mitarbeitern geschlossen. Funke verlagert den Druck der Printtitel komplett an den Standort Hagen und investiert hier einen niedrigen zweistelligen Mio-Betrag.

Auch die Berliner Zentralredaktion ist von den Streichungen betroffen. Der Rotstift wird hier in erster Linie bei den individuellen Anpassungen für die jeweiligen Printtitel angesetzt. Die Serviceredaktion lagert Funke an Tochter Raufeld Medien aus. In der Hauptstadt streicht Funke die Printausgabe "Berliner Morgenpost Kompakt", in NRW werde die Warsteiner Lokalausgabe der "Westfalenpost" wegfallen. In Hamburg plante Funke eine eine zentrale Redaktion für alle Wochenblätter. Die erhofften Synergien aus dem Springer-Funke-Deal mit dem Kauf der Springer-Regionalzeitungen hätten sich bisher nicht eingestellt, schreibt Ulrike Simon.
horizont.net (Paid), funkemedien.de, turi2.de (Background)

Anne Krum wird stellvertretende Chefredakteurin der Funke-Zeitungen in NRW.

Funke befördert Anne Krum, 39, zur stellvertretenden Chefredakteurin für "WAZ", "Westfalenpost" und "Westfälischen Rundschau". Bei der "Neuen Ruhr/Neuen Rhein-Zeitung" übernimmt sie die Verantwortung für die digitale Transformation. Krum war zuletzt Redaktionsleiterin der Onlineauftritte WAZ.de, NRZ.de, WP.de und WR.de.
funkemedien.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "User First" – Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.