Meinung: Gabor Steingart kann zeigen, ob Journalisten ohne Verlag auskommen.

Gabor Steingart könnte einen Präzedenzfall dafür liefern, ob Ein-Personen-Pressemarken auch ohne Verlage auskommen, schreibt Markus Schöberl. Mit 700.000 Newsletter-Abonnenten hat Steingart bereits den Grundstock. Wäre er erfolgreich, wäre das eine Inspiration für viele. Mit journalistischen Experimenten könne sich Steingart mehr verdient machen als mit jedem Verlags-Top-Job.
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"Spiegel": Steingart forderte happige Investitionen, kritisierte Grabner, erzürnte DvH.

Gabor Steingart hat Dieter von Holtzbrinck am Montag vor seinem überraschenden Abgang um Investitionen in "mittlerer zweistelliger Millionenhöhe" in die Handelsblatt-Gruppe gebeten, berichtet der "Spiegel". DvH habe sich schockiert gezeigt, der Streit sei Ursache für Steingarts Abgang, so der "Spiegel". Gabor Steingart habe vorgeschlagen, die Fachzeitschriften der Handelsblatt-Gruppe zu verkaufen, um die Hauptmarke zu stärken. Außerdem habe er den Aufsichtsrat und Holzbrinck-Consigliere Michael Grabner als "zu gestrig und zu wenig digital" kritisiert.
"Spiegel" 8/2018, S. 76 (Paid) Kommentieren ...

Pimpl: Handelsblatt-Gruppe steht "wirtschaftlich sehr gut da", schreibt die Geschäftsführung.

Handelsblatt Media Group erfreut sich wirtschaftlich bester Gesundheit, betonen die Geschäftsführer Frank Dopheide, Ingo Rieper und Gerrit Schumann in einer internen E-Mail, aus der Roland Pimpl berichtet. Berichte über eine schwierige Lage seien "schlichtweg falsch". Umsatz und Ergebnis seien 2017 "kraftvoll gewachsen".

Schlechte Zahlen, resümiert Pimpl, seien als "vermeintlicher Grund" für die Steingart-Absetzung also nicht zu gebrauchen. Besonders loben die drei Chefs die "positive Entwicklung" der Geschäftsbereiche IQ Digital, Handelsblatt Research, des Event-Geschäfts, der 360-Grad-Vermarktung und der beiden Wirtschaftsclubs von "Handelsblatt" und "Wiwo". Konkrete Zahlen seien in der E-Mail nicht enthalten, schreibt Pimpl.
horizont.net
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Roland Pimpl macht sich Gedanken um Gabor Steingarts Zukunft.

Gabor Steingart kann nun ein eigenes Geschäft aufziehen, schreibt Roland Pimpl - dank einer Vereinbarung dürfe er für den Newsletter trotz Abgangs die Infrastruktur beim "Handelsblatt" nutzen. Ein Führungsjob anderswo hänge davon ab, wo für "ein Kaliber wie Steingart" Platz sei. Pimpl sieht Steingart-Fans bei Gruner + Jahr sowie Springer. Als Berater sei Steingart zwar vorstellbar, dabei könne ihm allerdings die Bühne fehlen.
"Horizont" 8/2018, S. 1 u. 4 (Paid)Kommentieren ...

Gabor Steingart: Sparpläne sollen Grund für Trennung sein, schreibt Jochen Kalka.

Gabor Steingart: Sparpläne von Verleger Dieter von Holtzbrinck sollen der Grund für den plötzlichen Abgang von Junior-Verleger Gabor Steingart gewesen sein, schreibt Jochen Kalka. Im Vorfeld eines Strategie-Meetings zum Kurs der Handelsblatt Media Group habe sich DvH "völlig überraschend" für eine Konsolidierung ausgesprochen, während Steingart gern weiter expandieren würde. Die Entscheidung, sich zu trennen, sei ebenfalls "völlig überraschend" gekommen.
wuv.deKommentieren ...

Dieter von Holtzbrinck: Steingart wollte 2020 sowieso aussteigen.

Dieter von Holtzbrinck 2013-150Rechtfertigung: Dieter von Holtzbrinck war bei der Mitarbeiterversammlung am Freitag laut kress-Mann Bülend Ürük "teilweise hörbar überfordert" und hat seinen Mitarbeitern eine seltsame Interpretation zum Abgang von Gabor Steingart geliefert. Steingart habe sich, so Dieter von Holtzbrinck, Ende 2020 sowieso aus seiner aktiven Rolle beim Handelsblatt zurückziehen wollen, "um weniger stressig zu arbeiten". Über die wahren Gründe für die Ablösung des Verlagschefs ließ Dieter von Holtzbrinck seine Mitarbeiter im Dunkeln: "Das sind Interna, das werden Sie verstehen."
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lexikon2: Gabor Steingart ist "der große Unvollendete der deutschen Medien".

Nachruhm: Gabor Steingart ist "der große Unvollendete der deutschen Medien": "Erst wollte er die Welt retten, dann den 'Spiegel' und schließlich das 'Handelsblatt' – drei unvollendete Missionen". Mit diesem Satz beginnt der aktualisierte Eintrag von Steingart im lexikon2. Markus Trantow und Peter Turi halten darin auch fest: "Steingart bleibt ein Vordenker der Branche, Liebling der Leser und Vorbild für viele."
lexikon2.de
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Gabor Steingart hatte beim "Handelsblatt" Hausverbot – aus Versehen.

Gabor Steingart hatte beim "Handelsblatt" am ersten Tag der Trennung Hausverbot, schreibt Bülend Ürük. Verleger Dieter von Holzbrinck habe das Hausverbot aufgehoben, da es offenbar nur "aus Versehen" erfolgte - eine Formulierung in einem Muster-Trennungs-Anschreiben sei ohne entsprechende Korrektur durchgewunken worden. Die Abfindung und der Rückkauf der 5 % an der Handelsblatt Media Group, die Gabor Steingart hält, dürften den Verleger einen zweistelligen Mio-Betrag kosten, schätzt Ürük. In dieser Woche verhandeln die Anwälte miteinander, wie der Übergang erfolgt.
kress.de, turi2.de (Kommentar von Peter Turi)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart zeigt das neue Handelsblatt-Haus.

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Sven Afhüppe beschwört Kontinuität nach Steingart-Demission.


Rückwärts nimmer: Sven Afhüppe setzt nach dem Abgang von Gabor Steingart das erste offizielle Lebenszeichen aus der "Handelsblatt"-Redaktion ab. Auf Seite 3 der gedruckten Ausgabe macht er klar, dass die Journalisten von "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche" mit der Demission ihres Anführers nicht einverstanden sind, die Entscheidung des Verlegers Dieter von Holtzbrinck aber "respektieren".

Steingart habe an der "fulminanten Entwicklung" des "Handelsblatts" großen Anteil. Umso mehr bewege es die Mitarbeiter, "dass Gabor Steingart unser Verlagshaus verlassen soll". Afhüppe setzt hinzu: "Ich und die Handelsblatt-Redaktion wären diesen erfolgreichen Weg der Erneuerung gern mit ihm weitergegangen."

Nun muss es ohne Steingart weitergehen. Und – geht es nach Afhüppe – bleibt alles, wie es ist: Die englischsprachige Global Edition werde "kraftvoll" weiterentwickelt, der Live-Journalismus bleibe Markenzeichen. Den Unkenrufen über eine wirtschaftliche Schieflage hält er die steigende Auflage und die Zahl der Digital-Abos entgegen.

Auch um die publizistische Unabhängigkeit müssten sich die Leser nicht sorgen: "Sie können sich darauf verlassen, dass das 'Handelsblatt' bei allen personellen Veränderungen weiter für unabhängigen und kritischen Journalismus steht", schließt Afhüppe. Klingt so, als sei Steingart nicht der einzige, der in der Toulouser Allee demnächst sein Büro ausräumt.
"Handelsblatt", S. 3, turi2.de (Steingart-Abgang), turi2.de (Kommentar von Peter Turi)

Aus dem Archiv von turi2.de: Das "Handelsblatt" 2018: Chefredakteur Sven Afhüppe im Strategie-Gespräch.

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"Spiegel": Gabor Steingart kam der Sonne zu nah.

Gabor Steingart: Die Manager im Hause Holtzbrinck hätten sich vom geschassten "Handelsblatt"-Chef mehr wirtschaftlichen Erfolg und "we­ni­ger öf­fent­li­che Selbst­dar­stel­lung" gewünscht, analysiert der "Spiegel". Eigentlich habe Die­ter von Holtz­brinck Steingarts Morning Briefing gemocht, doch die Zahl der Steingart-Freunde in der Stuttgarter Holding sei klein.
"Spiegel" 7/2018, S. 67, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Renner: Meedia, Global Edition und Tichy kosten Steingart den Job.


Gründe für den Gang des Gabors: Der üblicherweise gut informierte Kai-Hinrich Renner legt den Kopf auf die Schiene der Handelsblatt Media Group und spekuliert über die Gemengelage, die Verleger Dieter von Holtzbrinck bewogen hat, seinen Junior-Verleger Gabor Steingart zu defenestrieren. Zum ersten habe der von Steingart erworbene Mediendienst Meedia die "erhofften Synergien" mit dem Marketingtitel "Absatzwirtschaft" nicht gehoben.

Die englischsprachige Global Edition, als rheinische Mischung aus "Economist" und "Business-Insider" projektiert, sei ein "Fass ohne Boden". Auch Steingarts Personalentscheidungen hätten immer wieder zu einem gewissen Kopfschütteln geführt. Bei der "Wirtschaftswoche" hatte Steingart 2014 den zumindest ökonomisch erfolgreichen Roland Tichy abgelöst, Nachfolgerin Miriam Meckel habe keine besseren Zahlen geliefert.
abendblatt.de2 Kommentare

Causa Steingart: Afhüppe, Balzli und Meckel schreiben Protest-Brief an Dieter von Holtzbrinck.


Alle für Gabor: Die Handelsblatt-Führungskräfte stellen sich in einem Brief an Verleger Dieter von Holtzbrinck hinter Gabor Steingart. Sven Afhüppe, "Handelsblatt", Beat Balzli und Miriam Meckel, beide "Wirtschaftswoche", sehen in der Demission ihres bisherigen Chefs offenbar einen Eingriff in die interne Pressefreiheit. Sie bezeichnen es in dem Schreiben, aus dem Spiegel Online zitiert, als "verheerendes Signal an die Redaktionen", wenn auf eine unbequeme Meinung die "sofortige Entlassung" folge.

Zudem machen sie sich Sorgen um die Zukunft des Medienhauses: "Nach unserem bisherigen Kenntnisstand gibt es bislang keine Nachfolge- und Übergangsregelungen, was die Geschäfts- und Redaktionsführung vor erhebliche Probleme stellt." Afhüppe, Balzli und Meckel befürchten, dass die Mediengruppe "in unsicheres Fahrwasser" gerate und die Reputation aller Beteiligten Schaden nehme.
spiegel.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Der Schweizer macht gerne viele Überstunden": Beat Balzli zeigt die "Wirtschaftswoche"-Redaktion.



Auch interessant aus der turi2 edition3: "Wiwo"-Chefin Miriam Meckel über die Ambivalenz der Globalisierung.
turi2.de

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Pressemitteilung im Wortlaut: Gabor Steingart verlässt die Handelsblatt Media Group.


turi2.de dokumentiert die Pressemittelung zur Trennung von Gabor Steingart, verbreitet am 9.2.2016 gegen 16 Uhr von DVH Medien, im Wortlaut

Handelsblatt und Gabor Steingart gehen getrennte Wege.

Nach sieben Jahren äußerst erfolgreicher und freundschaftlicher Zusammenarbeit haben sich Handelsblatt-Verleger Dieter von Holtzbrinck und der Vorsitzende der Handelsblatt-Geschäftsführung, Gabor Steingart, der zugleich auch Herausgeber des Handelsblatts war, auf eine Beendigung ihrer beruflichen Partnerschaft verständigt. Zwei Gründe sind hierfür entscheidend. 1. Differenzen in wesentlichen gesellschaftsrechtlichen Fragen. Hinzu kam 2. eine - nicht generell, aber im Einzelfall - unterschiedliche Beurteilung journalistischer Standards. Beide Seiten bedauern die Trennung, wollen aber den freundschaftlichen Kontakt aufrechterhalten und schließen eine andere Form der Zusammenarbeit in der Zukunft nicht aus. Das Handelsblatt Morning Briefing wird wie gewohnt weiter erscheinen. Darüber hinaus wird Gabor Steingart in eigener Eigentümerschaft sein eigenes Morning Briefing an die mittlerweile rund 700.000 Abonnenten als unabhängige journalistische Stimme herausgeben.

Zur Trennung sagt Dieter von Holtzbrinck: „Das Multitalent Gabor Steingart hat in wenigen Jahren zunächst das Handelsblatt, danach die gesamte Handelsblatt Gruppe auf großartige Weise weiterentwickelt und erneuert, was höchsten Respekt und größten Dank verdient. Dabei hat sich der preisgekrönte und breit gebildete Publizist als äußerst kreativer und dynamischer Unternehmensstratege gezeigt, als mutiger und charismatischer Führer. So wurde aus der altehrwürdigen Verlagsgruppe Handelsblatt eine auf vielen Medienkanälen marktführende Handelsblatt Media Group. Diesen erfolgreichen Weg werden wir mit Kraft und Begeisterung weitergehen.“ Gabor Steingart: „Dieter von Holtzbrinck ist ein wunderbarer Mensch und erfahrener Verleger, dessen Geduld ich über so viele Jahre nicht nur strapaziert, sondern oft genug auch überstrapaziert habe. Dass unsere dennoch - oder deshalb? - so erfolgreiche Zusammenarbeit jetzt abrupt endet, lässt uns beide nicht unberührt. Unsere Freundschaft und meine Wertschätzung ihm gegenüber bestehen unvermindert fort. Im Interesse der Handelsblatt Media Group und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihrer Kunden und nicht zuletzt ihrer Leserinnen und Leser arbeiten wir gemeinsam an einem reibungslosen Übergang.“

Kontakt:
Helga Maass
Referentin Unternehmenskommunikation
Tel.: 0711 – 227 202 0
E-Mail: hm@dvhmedien.comKommentieren ...

SOS Handelsblatt: Steingart ohne Statement – Morning Briefing verspätet.

SOS Handelsblatt: Steingart ohne Statement - das mit Spannung erwartete Morning Briefing des "Handelsblatt", das normalerweise gegen 6 Uhr beim Leser ist, fehlt bis heute morgen um 7.00 Uhr. Unklar bleibt vorerst, ob "Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart, tatsächlich - wie von Spiegel Online am Donnerstagabend berichtet - abgelöst wird. Stattdessen fällt auf der Website auf, dass das Morning Briefing seit gestern auch vorgelesen wird - allerdings von Sven Afhüppe, dem Chefredakteur, nicht von Steingart, dem Herausgeber. Die Nachricht von Spiegel Online, Steingart werde wegen eines scharfen Kommentars gegen SPD-Chef Schulz abgesetzt, hatte gestern für ungläubiges Staunen in der Branche gesorgt, gilt Verleger Dieter von Holtzbrinck doch als langmütiger und liberaler Verleger.
handelsblatt.com (Morning Briefing Audio vom 8.2.2018), turi2.de (Background)
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"Spiegel": Gabor Steingart steht beim "Handelsblatt" vor der Ablösung.


Gewitterwolken über Düsseldorf: Gabor Steingart steht beim "Handelsblatt" vor der Ablösung, schreibt der "Spiegel". Grund sei ein Zerwürfnis mit Dieter von Holtzbrinck. Der Verleger der Handelsblatt Media Group störe sich an Steingarts Kampagne gegen SPD-Chef Martin Schulz. Auslöser ist laut "Spiegel" das Morning Briefing von Mittwoch. Darin schreibt Steingart, dass der inzwischen ungeliebte Schulz "Außenminister Sigmar Gabriel zur Strecke bringen" wolle.

Der "Spiegel" zitiert aus einem Schreiben Holtzbrincks an Schulz, in dem sich der Verleger bei dem Politiker entschuldigt: "Das heutige 'Morning Briefing' von Gabor Steingart hat mich schockiert. Inhalt und Stil des Sie betreffenden Textes entsprechen weder meinen publizistischen Qualitäts- und Wertevorstellungen noch denen der Handelsblatt-Redaktion." Am Nachmittag soll es ein Gespräch mit dem Aufsichtsrat gegeben haben, schreibt der "Spiegel". Für Freitag sei ein Gespräch zwischen Steingart und Holtzbrinck geplant.

Steingart ist nicht nur Herausgeber, sondern besitzt als Miteigentümer 3 % des Verlags. Er wirkt seit 2009 in Düsseldorf, seit 2013 agiert er als Junior-Verleger. Das neue "Handelsblatt"-Hauptquartier ist maßgeblich von seinen Ideen und Vorstellungen geprägt, genauso wie die Ausrichtung der Wirtschaftszeitung auf Live-Journalismus. (Foto: Jens Twiehaus/turi2)
spiegel.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart zeigt das neue Handelsblatt-Haus.

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Zitat: Gabor Steingart will als Journalist nützlich sein.

"Wenn ich für Sie als Journalist nicht nützlich bin, entscheiden Sie sich für jemand anderen."

Für Gabor Steingart hat Journalismus nichts mehr mit bedrucktem Papier zu tun. Beim Morning Briefing Live in Hamburg nennt er Nostalgie eine Innovationsbremse.
twitter.com, turi2 beim Morning Briefing Live in Hamburg

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wann Gabor Steingart die besten Ideen kommen.
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Die großen Tiere 2017: In diesen Videos sprechen die Chefs.


Wir hatten sie (fast) alle: Bei turi2.tv geben sich die Bosse die Klinke das Mikro in die Hand. Gemeinsam mit unserem Partner "Horizont" haben wir 2017 viele Entscheider aus Verlagen, Sendern und der Werbung befragt. Gebündelt präsentieren wir ein Best-of: Zum Beispiel mit dem kauflustigen Udo Müller, dessen Konzern Ströer immer beachtlicher wächst. Vor der Kamera standen auch ein gut gelaunter Funke-Chef Manfred Braun und ein wie gewohnt visionärer "Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart.

Ein Flair von Hollywood trug Florian Haller in unseren bescheidenen Branchendienst. Der Serviceplan-Chef gilt immerhin als Hugh Grant der Werbeindustrie. Daimler-Chefkommunikator Jörg Howe teilte im Interview gegen Journalisten aus, "Spiegel"-Verlagsleiter Jesper Doub nahm sie in Schutz. Christian Nienhaus' Thema vor dem Mikro waren Medien, die zu starken Marken werden. Interview-Gast Lukas Kircher wiederum arbeitet mit C3 daran, dass alle Marken zu Medien werden.

Als Vertreter der klassischen Branche darf Frank Vogel von Gruner + Jahr gelten – im Interview über Vermarktung von Zeitschriften. Eine Menge davon hat auch Jörg Hausendorf von Bauer im Regal liegen. Peter Kropsch wiederum stellte sich der Branche per turi2.tv-Interview nach einigen Monaten im Amt als dpa-Chefredakteur vor.
turi2.tv (YouTube-Playlist mit elf Videos)

Haben wir große Tiere vergessen? Themenvorschläge gehen per Mail an turi2.tv-Redaktionsleiter Jens Twiehaus.

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Gabor Steingart ist kein Frauentyp, findet Amna Franzke.

Gabor Steingart gelobt mehr Geschlechter-Gerechtigkeit, hat sein Versprechen aber schon einmal gebrochen, kritisiert Amna Franzke. Nach dem Georg von Holtzbrinck Preis verspricht er: Nie wieder eine Verleihung mit nur männlichen Gewinnern. In den Führungspositionen der Redaktion habe er Frauenförderung aber über Jahre nicht umgesetzt.
taz.deKommentieren ...

Gabor Steingart: CDU-Generalsekretär Peter Tauber ist angezählt.

Peter Tauber: Die Tage des CDU-Politikers als Generalsekretär scheinen gezählt, lässt Gabor Steingart in seinem Morning Briefing durchblicken. Kanzlerin Merkel gehöre zu den entschiedensten Kritikern des Chef-Wahlkämpfers. Seine Wahlkampfführung werde intern als "hüftlahm, Internet-verliebt und wenig effizient" kritisiert. Steingart sieht eine "Entsorgung durch Beförderung" kommen.
morningbriefing.handelsblatt.com, turi2.tv (3-Min-Interview mit Peter Tauber)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Video-Besuch in der Wahlkampfzentrale der CDU.

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Video-Tipp: Gabor Steingart interviewt Angela Merkel.

Video-Tipp: Gabor Steingart hat sein Konzept vom Live-Journalismus heute Mittag im Interview mit Angela Merkel vorgeführt. In gut 90 Minuten entlockt der "Handelsblatt"-Herausgeber der Kanzlerin nicht nur politische Ansichten und Meinungen, sondern auch ihre Urlaubslektüre über den Komponisten Dmitri Schostakowitsch. Am Freitag erscheint das Gespräch im gedruckten "Handelsblatt".
facebook.com (94-Min-Video)

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Wann kommen Ihnen die besten Ideen, Herr Steingart?


Mehr Muße wagen: Gabor Steingart gibt im Gespräch mit Peter Turi tiefe Einblicke in den Modus Operandi des modernen Verlegers. Steingart rät ab von Termin-Taktungen im Wall-Street-Style. Ideen entstehen, wenn Kopf und Kalender frei sind. Mit klarem Blick analysiert Steingart für die turi2 edition4: Manche Medienmarke kümmert sich "in nostalgischer, fast weinerlicher Absicht" um das Vergangene, statt mutig die eigene Zukunft in die Hand zu nehmen. Weiterlesen und Videos schauen …

Gabor Steingart steht ganz früh auf für gute Ideen.


Die Ein-Mann-Morningshow: Gabor Steingart ist der auffälligste Herausgeber in der deutschen Zeitungs-Szene. Im Livegespräch zur turi2 edition4 mit Peter Turi philosophiert er über sein "Handelsblatt", Ideen und das Morning Briefing. Für den Newsletter beginnt Steingarts Tag oft um 4.30 Uhr. Ein Team sortiert die nächtliche Lage und klingelt ihn aus dem Bett, erzählt Steingart auf dem Podium von Landau Media in Düsseldorf.

Steingart hängt sich rein – jeden Morgen und überhaupt. Er bringt das "Handelsblatt" auf Vordermann und einen ganzen Verlag auf Trab. Für ihn ist es das Programm "Dornröschen wach küssen". Bei seinem Antritt habe er "eine gewisse Verstaubtheit" vorgefunden und "vielleicht auch eine gewisse Lieblosigkeit". Das ist längst vorbei, aus Steingart sprudeln die Ideen. Das ausführliche Gespräch mit ihm steht gedruckt in der turi2 edition Innovation. Leser sehen Teil 1 des Live-Mitschnitts aus Düsseldorf über die Augmented-Reality-Funktion der edition.
turi2.tv (4-Min-Zusammenfassung im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Steingart-Gespräch gekürzt)Kommentieren ...

Verlagsgruppe Handelsblatt heißt ab Dezember Handelsblatt Media Group.

Nomen est omen: Die Verlagsgruppe Handelsblatt gibt sich einen neuen Namen. Künftig soll der Verlag Handelsblatt Media Group heißen, sagt "Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart am Dienstagabend am Rande der Launchparty für die turi2 edition4 in Düsseldorf. Die Umbenennung geschehe parallel mit dem Umzug des Verlags in ein neues Gebäude, der für Dezember geplant sei.

Mit dem neuen Namen will Steingart abbilden, dass die Mediengruppe inzwischen mehr als ein Verlag ist, u.a. mit dem Kreativdeck, das Kunden als In-House-Agentur Kommunikationslösungen anbietet. Die englische "Media Group" unterstreiche die internationale Ausrichtung, etwa mit der englischsprachigen Global Edition.
turi2 – eigene Infos1 Kommentar

Bild des Tages: Stein-harte Thesen zur Innovation.


Gabor Stein-smart: Mit forderndem Blick und flottem Mundwerk räsoniert Gabor Steingart am Dienstagabend über Ideen und Innovatives. Der "Handelsblatt"-Herausgeber ist Podiumsgast bei der Präsentation der turi2 edition Innovation in den Räumen von Landau Media in Düsseldorf. Eine Steingart-These: Wer Neues finden will, braucht keine Anzugträger-Armee wie bei der Deutschen Bank. "Innovation braucht eine Kultur voller Verschiedenheit und Vielfalt", sagt Steingart im Gespräch mit Peter Turi. (Foto: Jens Twiehaus)
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lexikon2: Gabor Steingart.

Gabor Steingart ist der große Unvollendete der deutschen Medien: Er wollte erst die Welt retten, dann den "Spiegel" und schließlich das "Handelsblatt" – drei unvollendete Missionen. Am weitesten schien der begnadeter Welterklärer und passionierte Weltverbesserer mit dem Auftrag von Verleger Dieter von Holtzbrinck, den Düsseldorfer Wirtschaftsverlag rund ums "Handelsblatt" zu modernisieren. Doch dort endet sein Weg überraschend im Februar 2018. Steingart bleibt ein Vordenker der Branche und Vorbild für viele: Er hat den Morgennewsletter "Morning Briefing" etabliert, die Sparte Live-Journalismus aufgebaut und das alte Abomodell durch den Club-Gedanken ersetzt.
Weiterlesen …

Gabor Steingart greift "Spiegel" und "Zeit" für Martin-Schulz-Hype an.

Gabor Steingart schießt sich in seinem Morning Briefing auf "Spiegel" und "Zeit" ein. Der "Handelsblatt"-Herausgeber wirft den Blättern vor, den Martin-Schulz-Hype mit Titeln wie "Und dann kam Martin" ("Zeit") und "Merkeldämmerung" ("Spiegel") angeheizt zu haben. Steingart, der sich schon früh als Schulz-Gegner positioniert hat, vergleicht die Berichterstattung der Kollegen mit dem VW-Skandal: "Wenn bei Nachrichtenmagazinen die gleichen Verbraucherschutzgesetze gelten würden wie bei manipulierten Dieselmotoren, müsste man zumindest für diese Ausgabe sein Geld zurückverlangen."

Die Medien hätten die Neugier der Wähler als Wechselwille missverstanden, schreibt Steingart und feuert eine Breitseite Richtung Bernd Ulrich. Der Politikchef der "Zeit" formuliert in der aktuellen Ausgabe, dass kein Zweifel daran bestehe, "dass Martin Schulz ein politisches Großtalent ist". Steingart kontert: "Wo das Zweifeln verlernt wird, beginnt der Glaube. Und wo der Glaube beginnt, endet der Qualitätsjournalismus."
morningbriefing.handelsblatt.com2 Kommentare

Lese-Tipp: Gabor Steingart befragt Leser zur Zukunft der Medien.

Lese-Tipp: "Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart hat in seinem Morning Briefing gefragt, welche Medien Deutschland braucht und wie sie sich ändern müssen. Mehr als 350 Leser haben geantwortet, schreibt Steingart und veröffentlicht 20 Statements in einer Extra-Ausgabe des Newsletters.

Die Leser-Kommentare gehen dabei weit auseinander: Die einen beklagen zur wenig Vielfalt und Berichterstattung auf Regierungslinie, die anderen loben die Unabhängigkeit, speziell das "Handelsblatt" und ihren Herausgeber. Die Leser fordern außerdem eine klarere Trennung zwischen Bericht und Kommentar und kritisieren "Nanny-Journalismus". Andere sehen das Übel bei Twitter und Facebook.
handelsblatt.com
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Zitat: Gabor Steingart lobt Kai Gniffke für den offenen Umgang mit Kritik.

Gabor Steingart 2011 dap Karlheinz Schindler 150"So funktioniert Mediendemokratie. Karl Popper wäre stolz auf den Journalisten aus Hamburg gewesen: Die offene Gesellschaft und ihre Freunde."

"Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart lobt "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke für den offenen Umgang mit der Kritik an der Nicht-Berichterstattung im Mordfall Maria und seine Kurskorrektur.
morningbriefing.handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

VG Media: Steingart wird Aufsichtsrat, Burda verlässt die Gesellschaft.

Gabor Steingart 2011 dap Karlheinz Schindler 150VG Media: "Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart wird Aufsichtsratsmitglied bei der Verwertungsgesellschaft für Leistungsschutzrechte. Er verdankt den Posten dem Einstieg der Verlagsgruppe Handelsblatt Ende September. Burda verlässt nach dem Ausstieg aus den Wahrnehmungsverträgen nun auch als Gesellschafter die VG Media, die Gesellschaft zieht Burdas 8,7 % ein.
horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Gabor Steingart findet die Übernahme von Time Warner durch AT&T besorgniserregend.

Gabor Steingart 2011 dap Karlheinz Schindler 150"Freiheit funktioniert immer dann am besten, wenn es die Freiheit von vielen ist. Die Freiheit von wenigen nennt man daher auch nicht mehr Freiheit, sondern Diktatur."

"Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart findet die Übernahme von Time Warner durch den Telekom-Konzern AT&T zwar konsequent, weil Kino, TV und Handy zusammenwachsen, aber auch besorgniserregend.
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Ralf-Dieter Brunowsky rät Gabor Steingart zu weniger Selbstvermarktung.

ralf-dieter brunowsky 150Gabor Steingart muss aufpassen, dass er sich nicht zu viel selbst feiert, mahnt Ralf-Dieter Brunowsky (Foto) väterlich-inbrünstig – er hat Steingart als Volo kennengelernt. Der frühere "Capital"-Chefredakteur bewundert Gabor Steingarts Erfolg beim "Handelsblatt". Am Ende müssten Newsletter, Talkshow-Auftritte und Buch-Promotion aber dem Blatt nützen, nicht Steingart als Person.
brunowsky.blogspot.deKommentieren ...

Zitat: Zu viele Journalisten kuratieren die Realität.

Gabor Steingart 2011 dap Karlheinz Schindler 150"In vielen Hauptstädten der Welt, das ist in Paris und Washington nicht anders als in Berlin, lebt ein Teil der Journalisten in symbiotischen Verhältnissen mit der politischen Macht. Gefühle werden bewirtschaftet, Wirklichkeit wird kuratiert."

"Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart wünscht sich kritischere Journalisten, die es als ihre Aufgabe sehen, "Angst in Erkenntnis und Apathie in Zuversicht zu verwandeln".
meedia.deKommentieren ...

"Handelsblatt" schlägt ein Wahl-Camp in Washington auf.

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Weißes Haus voraus: Das "Handelsblatt" zieht vor der US-Wahl teilweise nach Washington. Knapp 40 Journalisten berichten von vor Ort – ähnlich wie vor der Brexit-Abstimmung aus London. In der heißen Phase laden Herausgeber Gabor Steingart und Chefredakteur Sven Afhüppe fast täglich zu Veranstaltungen. Jeweils um 6 Uhr erscheint ein spezielles E-Paper. Live-Blog und WhatsApp-Dienst liefern Infos aufs Smartphone.

Nicole Bastian und Thomas Tuma sind "Camp-Chefs". Sie laden auch Mitglieder des Wirtschaftsclubs ein und empfangen Experten. Am Wahlabend gibt es eine Party, außerdem verspricht eine Anzeige in der Zeitung "Live-Schaltungen zu den wichtigsten Korrespondentenplätzen". Im Camp sitzen Journalisten für die deutschen Angebote und Kollegen der Handelsblatt Global Edition. Gabor Steingart leitet die Wahl-Wochen heute mit einem achtseitigen Zeitungstitel ein.
"Handelsblatt", S. 14-20 und S. 58-65 (Paid), handelsblatt.comKommentieren ...

Gabor Steingart entdeckt einen unsichtbaren Supermarkt.

Gabor Steingart 2011 dap Karlheinz Schindler 150Gabor Steingart schreibt in seinem neuen Buch über das "Leben im Zeitalter der Überforderung" und ist selbst mit den Fakten überfordert, schreibt das Bildblog. Die Privilegien für EU-Mitarbeiter seien nicht so groß wie behauptet, die soziale Absicherung auch nicht – und einen Supermarkt für EU-Parlamentarier in Straßburg habe Gabor Steingart exklusiv gefunden. Er bleibt aber dabei: Der Supermarkt existiert.
bildblog.de, twitter.com (Reaktion Steingart)Kommentieren ...