YouTube leitet Terror-Suchanfragen auf Anti-Terror-Videos um.

YouTube will es Nutzern, die für Terror-Propaganda anfällig sind, schwerer machen, sich auf der Plattform zu radikalisieren. Googles Video-Dienst beantwortet zunächst englische Suchanfragen nach Terror und Extremismus mit Playlists, die Terroristen entlarven und mögliche Nachahmer entmutigen sollen. Weitere Sprachen sollen folgen.
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Google startet einen personalisierten Newsfeed.

Google greift Facebook mit einem personalisierten Newsfeed an. Der heute startende Google Feed soll in den Google-Apps zu sehen sein und voraussichtlich auch auf google.com. Er besteht aus Nachrichten-Artikeln, YouTube-Videos und Links – Google kocht dieses Medienmenü automatisch auf Basis aller Daten, die es über Nutzer hat. Zunächst soll der Google Feed – anders als der Facebook-Newsfeed – keine Werbung beinhalten. Der neue Feed ist eine Weiterentwicklung des Assistenten Google Now, der seit 2012 in Google-Apps läuft.
blog.google, businessinsider.de, techcrunch.com, mashable.comKommentieren ...

Google Home startet im August in Deutschland.

Google bringt seinen Lausch-Sprecher Google Home im August nach Deutschland. Kunden erhalten ihn für 149 Euro in Elektromärkten und online – er ist 31 Euro günstiger als der Konkurrent Amazon Echo. Mit Google Home können Nutzer per Sprachsteuerung googeln, Musik und Podcasts starten und das Licht an- und ausknipsen. Für die Amazon-Box haben mehrere Medien, unter ihnen bild.de und die "Rheinische Post", Programme entwickelt. Der HomePod von Apple kommt im Dezember auf den Markt.
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Google zieht mit einer Zukunftswerkstatt durch Deutschland.

Google startet in Deutschland seine Seminarreihe Zukunftswerkstatt mit Kursen zu digitalen Themen. Los geht es in diesen Tagen an festen Standorten in München, Hamburg und Berlin. Es folgen Gastspiele in Chemnitz, Magdeburg, Hannover und weiteren Städten. Auf dem Lehrplan stehen u.a. Online Marketing und Kommunikation für gemeinnützige Organisationen.
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Kartellrechtliche Auflagen gegen Tech-Giganten könnten Innovationen fördern.

US-Techgiganten müssen an die Leine, schreibt Jonathan Taplin. Mit ihrer Marktmacht würden Google, Facebook und Amazon sonst alleine die Regeln im Bereich der künstlichen Intelligenz bestimmen und für massive Veränderungen auf dem Jobmarkt sorgen. Als Positiv-Beispiele für kartellrechtliche Auflagen, die für Innovationen sorgten, nennt Jonathan Taplin unter anderem die Vorgehen gegen AT&T in den 60ern und IBM in den 70ern.
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Verleger-Verbände: Inhalte müssen im Netz neutral aufgelistet werden.

Internet-Regulierung: Marktdominante Plattformen und Suchmaschinen müssen Presseinhalte neutral auffindbar machen, fordern die Verleger-Verbände BDZV und VDZ. Bisher seien die Algorithmen und Kriterien für die Ergebnisse von Suchmaschinen intransparent. Die Plattformen könnten Inhalte und Meinungen auslisten oder bevorzugen, teilt der BDZV "Horizont" mit. Bundesjustizminister Heiko Maas hatte ein "Antidiskriminierungsgesetz für Algorithmen gegen digitale Diskriminierung" vorgeschlagen.
horizont.net

Aus dem Archiv: Im Gespräch mit turi2-Verleger Peter Turi auf dem IT-Gipfel 2016 sagt Google-Lobbyistin Sabine Frank, eine Offenlegung der Algorithmen würde Suchmaschinen unnutzbar machen. Spammer könnten sonst die Informationen missbrauchen.
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Ehepaar Raff nimmt Entschädigungsklage gegen Google wieder auf.

Google-Streit: Acht Jahre hat das britische Ehepaar Shivaun und Adam Raff gewartet, bis die EU das Wettbewerbsverhalten von Google für rechtswidrig erklärt und eine Rekordstrafe verhängt hat. Sie haben Foundem, eine der besten britischen Preisvergleichsmaschinen, entwickelt und die initiale Beschwerde gegen Google bei der EU-Kommission eingereicht, als der Konzern ihren Dienst blockte. Nun wollen sie ihr Entschädigungsklage-Verfahren wieder aufnehmen. Der Glaube, etwas gegen große Konzerne bewegen zu können, habe ihnen geholfen, durchzuhalten.
"Wirtschaftswoche" 29/2017, S. 45 (Paid)Kommentieren ...

Zeitungsverlage fordern Ausnahme vom US-Wettbewerbsrecht.


Legales Kartell: Die News Media Al­liance, Branchenverband aus 2.000 Zeitungen in den USA und Kanada, fordert vom US-Kongress eine Ausnahme von den Wettbewerbsregeln, um als Verband direkt mit Facebook und Google über Verbreitung und Werbegelder verhandeln zu können. Begründung: Die beiden marktbeherrschenden Konzerne brächten den Qualitätsjournalismus ansonsten in "große Gefahr".

Der Verlegerverband, der bis 2016 noch Newspaper Association of America hieß, will erreichen, dass der Journalismus der Mitglieder besser entlohnt wird. Facebook und Google verdienten an ihm mit, beschäftigten aber keine Reporter. "Sie arbeiten sich nicht durch Dokumente, um Korruption aufzudecken. Sie senden auch keine Korrespondenten in Kriegsgebiete", schreibt NMA-Präsident David Chavern im "Wall Street Journal". Facebook und Google haben sich bislang noch nicht dazu geäußert.
theguardian.com, bernerzeitung.ch, nytimes.com, wsj.com (David Chavern)Kommentieren ...

Apple, Amazon und Google bauen trotz Brexit Büros in London.

Apple, Amazon und Google bauen trotz des Brexits neue Büros in London, Wrigley verlagert seine Europa-Zentrale von München in die Metropole. Fachkräfte, eine boomende StartUp-Szene und ein globales Designzentrum locken die Konzerne. Sie glauben nicht, dass der Brexit wie geplant bis 2019 über die Bühne geht.
"Süddeutsche Zeitung", S.12 (Paid)Kommentieren ...

Meinung: EU-Kommission verfolgt die falsche Strategie gegen Googles Dominanz.

Google: Die Strategie der EU-Kommission, gegen Google mit hohen Geldstrafen vorzugehen, ist kurzsichtig und zahnlos, meint der Publizist Evgeny Morozov. Google habe bereits sehr viele Daten von Bürgern gesammelt und werde künftig wohl auf die Kombination von künstlicher Intelligenz, der Nutzung bereits gesammelter Daten und Nutzer-Gebühren setzen. Eine sinnvolle Strategie gegen Googles Allmacht sei hingegen, die Daten einer Nation in einem gemeinschaftlichen nationalen Datenfundus zu sammeln, der allen Staatsbürgern gehört. Wer diese Daten nutze, müsse dann in einem wettbewerbsorientierten, streng regulierten Umfeld handeln.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Telekom will Media-Ausgaben zu Google und Facebook umlenken.

Deutsche Telekom stellt ihre Werbeausgaben auf den Prüfstand – zugunsten von Google und Facebook, berichtet das "Wall Street Journal". TV-Werbung soll leicht zurückgehen. Print, Außenwerbung und Radio deutlich, geht aus Dokumenten hervor. Die Telekom reformiert ihre Media-Ausgaben mit dem "Projekt Tetris", McKinsey und ID Comms beraten. Mediaagenturen könnten künftig weniger zu sagen bekommen, weil die Telekom vermehrt auf automatisierte Werbebuchungen setzt.
wsj.comKommentieren ...

Deutsche Medien bekommen am meisten Geld aus der Digital News Initiative.

Google bedenkt deutsche Medien besonders stark in der 3. Runde der Digital News Initiative. Insgesamt 3,7 Mio Euro fließen an 15 Projekte in Deutschland. Geld bekommen etwa die Deutsche Welle für das Projekt "News.Bridge" gegen die Sprachbarriere bei Nachrichten, Funke baut ein Bewegtbild-Netzwerk auf und die "Wirtschaftswoche" will ihren Club für Abonnenten virtueller aufstellen.
new-business.de, turi2 – eigene InfosKommentieren ...

EU-Kommission gibt Google wenig Spielraum bei der Produktsuche.

EU-Kommission legt Google enge Bandagen bei der Produktsuche an, schreibt "Wiwo", der ein Maßnahmen-Katalog vorliegt. So dürfe Google konkurrierende Shopping-Vergleichsdienste auf den Ergebnisseiten "nicht weniger vorteilhaft" behandeln als die eigenen Dienste. Auch eine bessere Platzierung gegen Bezahlung verbietet die EU-Kommission. Ergebnisse von Google Shopping dürften nicht mehr Informationen enthalten als Ergebnisse von Konkurrenten. Die Vorgaben müssen auf allen Geräten funktionieren und gelten auch für google.com.
"Wirtschaftswoche" 28/2017, S. 45/46 (Paid)Kommentieren ...

Google bringt Native Ads in Vermarktungstool Adsense.

Google bietet Publishern nun Native Ads als Vermarktungsmöglichkeit in Adsense an. Die Formate In-Stream und In-Article sollen optisch "hochgradig anpassbar" sein und stehen allen Interessenten offen. Das dritte Native-Anzeigenformat, Googles Content-Empfehlungsbox Matched Content, steht nur für Objekte mit genügend Besuchern und Seiten zur Verfügung.
marketingland.com, googlewatchblog.de, googleblog.comKommentieren ...

Zitat: Googles Deutschlandchef Justus sieht mobilen Nachholbedarf.

"Viele Unternehmen in Deutschland sehen ihr mobiles Produkt immer noch als zweitrangig, um das sie sich kümmern, wenn die normale Website gebaut ist."

Philipp Justus, Deutschland- und Zentraleuropa-Chef von Google, sieht Nachholbedarf bei Mobil-Angeboten. Im "Horizont"-Interview plädiert er dafür, dass mobile Webseiten oder Apps "immer Priorität" haben sollten.
horizont.net, "Horizont" 27/2017, S. 12/13 (komplettes Interview, Paid)Kommentieren ...

Berater Michael Heine warnt werbende Unternehmen vor dem Daten-GAU.

Mein Wissen gehört mir: Marketing-Analyst Michael Heine betrachtet den digitalen Werbemarkt voller Sorge. Google und Facebook saugen das Wachstum auf – und Heine sagt im Video-Interview bei den Digital Marketing Days: "Es ist absehbar, dass wir bald keinen funktionierenden Markt mehr haben werden." Heine beobachtet, wie große Plattformen und Agenturen die Intransparenz für leere Reichweiten-Versprechen ausnutzen.

Der Chef der Agentur Companion vermutet deshalb im Interview von "Horizont" und turi2.tv: "Alle großen Unternehmen werden einen großen Teil ihrer Datenhaltung hinter ihre eigene Firewall ziehen." Im zunehmend digitalen Leben sei es fatal, wenn Kundendaten und -verbindungen an intransparente Plattformen und Agenturen outgesourct würden.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube Kanal von turi2)Kommentieren ...

Konzerne: Europa droht den Anschluss an die USA zu verlieren, sagt PWC.

Europa EU-Flagge SterneEuropäische Konzerne verlieren den Anschluss an die Weltspitze, sagt eine Studie von PWC. Das Papier, aus dem die dpa zitiert, sagt, dass 55 der 100 wertvollsten Firmen der Welt in US-Hand sind. Aus Europa schaffen es nur 22 in die Liste. 2016 waren es noch 24, 2008 sogar 41. Angeführt wird das Ranking von Apple, Google, Microsoft.
faz.netKommentieren ...

Britische Unternehmerin fordert Schadensersatz von Google.

Google droht nach der Milliarden-Strafe der EU-Kommission eine Schadensersatz-Klage von Shivaun Raff. Die britische Unternehmerin hatte das Verfahren in Brüssel angestoßen. Sie ist überzeugt, dass Googles Praxis, eigene Produkte bei den Suchergebnissen zu bevorzugen für ihr Preisvergleichsportal Foundem geschäftsschädigend war.
"Spiegel" 27/2017, S. 71 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Google macht Danielle Brown zur Diversitäts-Chefin.

Google holt Danielle Brown von Intel und macht sie zur "Vice President of Diversity". Brown soll im Juli starten und auf die bunte Personalmischung des Google-Teams achten. Gleichzeitig veröffentlicht der Konzern auf seinem Unternehmensblog aktuelle Mitarbeiter-Daten: 31 % der Angestellten sind weiblich, 35 % aller Angestellten haben asiatische Wurzeln.
blog.google, techmeme.comKommentieren ...

Meinung: Kommission muss Google-Kartellstrafe besser erklären.

Google: Bei der Milliarden-Strafe der EU-Kommission bleiben zu viele Fragen offen, argumentiert Götz Hamann. Die Höhe müsse erklärt werden. Unklar sei auch, ob der Markt der Anfragen bei Suchmaschinen relevant sei, wie die Kommission meint - oder die Gesamtheit aller Preisvergleiche. Google selbst habe aber auch mit einer Vielzahl an bezahlten Suchergebnissen seinen früheren Ruf der Unparteilichkeit verspielt.
"Zeit" 27/2017, S. 20 (Paid)Kommentieren ...

Die EU-Komission verdonnert Google zur Rekordstrafe von 2,42 Mrd Euro.


Stirb, Sparschwein: Google muss die Rekord-Wettbewerbsstrafe von 2,42 Mrd Euro zahlen. Die EU-Kommission verhängt das Bußgeld, weil die Suchmaschine die Ergebnisse bei der Produktsuche zum ihrem Vorteil anpasse und eigene Anzeigen bevorzuge. Es ist die höchste Strafe, die die Kommission je gegen ein einzelnes Unternehmen verhängt hat. Die Kontrolleure ermitteln seit fast sieben Jahren gegen den Konzern. Wenn Google die Suchergebnisse nicht binnen 90 Tagen anpasst, will die Kommission ein Zwangsgeld verhängen, das bis zu 5 % des Alphabet-Tagesumsatzes beträgt.

Ein Sprecher von Google sagt nach der Verkündung der Strafe: "Wir werden uns die Entscheidung der Kommission im Detail anschauen und erwägen Einspruch zu erheben und werden unsere Sicht der Dinge darlegen." Der Konzern hält die Argumentation der Kommission für falsch, weil sie Amazon und Ebay nicht berücksichtige. Die Wettbewerbshüter vertreten allerdings die Meinung, Händlerplattformen und Vergleichsdienste seien unterschiedliche Märkte.
welt.de, theverge.com, manager-magazin.de, faz.net (Reaktion Google)Kommentieren ...

Waymo lässt selbstfahrende Fahrzeuge von Avis vermieten.

Waymo, Google-Tochter für selbstfahrende Autos, kooperiert mit dem Autovermieter Avis. Avis wird künftig die Waymo-Flotte in Phoenix managen, die Kunden on-demand mieten können. Die Kooperation ist auf mehrere Jahre angelegt und nicht exklusiv. Avis hat als Betreiber des Carsharing-Dienstes Zipcar bereits Erfahrungen mit dem Management einer per App bestellbaren, freien Mietwagen-Flotte.
techcrunch.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ex-Uber-Chef Travis Kalanick wusste von Datendiebstahl bei Google-Schwester Waymo.

Uber vs. Google: Neue Gerichtsunterlagen besagen, dass Ex-Uber-Chef Travis Kalanick seit März 2016 Kenntnis davon hatte, dass der frühere Waymo-Entwickler Anthony Levandowski, bei Uber bis Ende Mai für selbstfahrende Autos verantwortlich, bei der Google-Schwester Informationen hat mitgehen lassen. Demnach habe Kalanick Levandowski angewiesen, die Daten zu vernichten. Waymo wirft Uber vor, den Datendiebstahl nicht früher gemeldet zu haben.
spiegel.de, heise.deKommentieren ...

Google präsentiert Vier-Punkte-Plan gegen Online-Hass und Propaganda.


Großes Paket gegen Propaganda: Google stellt via "Financial Times" umfangreiche Pläne vor, die insbesondere YouTube von Hass und Terror-Propaganda säubern sollen. Chefjurist Kent Walker nennt nicht zufällig künstliche Intelligenz an erster Stelle. Google investiert in lernende Algorithmen, die immer zuverlässiger Gewalt und Hass aufspüren sollen. Walker kündigt aber auch umfangreiche Kooperationen mit Organisationen an, die Inhalte melden sollen. Vier Maßnahmen im Einzelnen:

1. Künstliche Intelligenz: Mehr Programmierer sollen sich mit maschinellem Lernen beschäftigen. Google hofft, dass Algorithmen künftig noch erfolgreicher gefährliche Inhalte aufspüren. Mehr als 50 % gelöschter Terroristen-Videos seien zuletzt durch automatisierte Videoanalysen gefunden worden. Walker räumt ein, dass es schwierig ist, Propaganda von einem Nachrichtenbeitrag zu unterscheiden, der mit den gleichen Bildern journalistisch über Terror berichtet.

2. Freiwillige Helfer: Wegen dieser vielen Grenzfälle will Google verstärkt Organisationen einbeziehen, die verbotene Inhalte finden und melden. Dazu vergrößert YouTube das Programm Trusted Flagger. Zu den 63 Mitgliedern sollen 50 weitere Organisationen kommen, die Inhalte mit erweiterten Möglichkeiten melden können.

3. Warnhinweise: YouTube führt eine Zwischenlösung für umstrittene Videos ein. Statt zu löschen soll es z.B. für radikal religiöse oder politisch extreme Inhalte die Möglichkeit geben, Warnhinweise vorzuschalten. Auch die Kommentarfunktion soll dort deaktiviert werden und Kanalbetreiber sollen kein Geld mit Werbung verdienen können. Damit sieht Walker die freie Meinungsäußerung gewährt – umstrittene Videos würden aber mit diesen Hürden seltener geguckt.

4. Kampagnen: Google will potenzielle Terroristen aktiv zum Umdenken bewegen. Wer häufig Terror-Inhalte sucht, soll gezielt zu Anti-Terror-Videos geleitet werden.
(Foto: Zuma Press / Picture Alliance)
ft.com (Paid), faz.netKommentieren ...

Lauschende Lautsprecher: Warum sich immer mehr Menschen freiwillig abhören lassen.

Alexa, Siri & Co: Immer mehr Menschen nutzen die Sprachassistenten von Amazon, Apple, Google und Microsoft und lassen sich – meist dauerhaft – in ihrem Alltag belauschen. Varinia Bernau und Thomas Kuhn fragen sich in der "Wirtschaftswoche", warum gerade wir Deutschen so freizügig mit unseren Daten umgehen; zwei totalitäre, deutsche Überwachungsstaaten müssten die Menschen eines Besseren belehrt haben. Gründe für den Erfolg der digitalen Helfer sehen sie in Neugierde und Bequemlichkeit. Zudem hätten gerade junge Nutzer, die mit dem Netz aufgewachsenen sind, ein gutes Gefühl dafür, wo sie welche Daten teilen.

Datenschützer resignieren dagegen angesichts der Freiwilligkeit, mit der Nutzer den Webkonzernen sensible Informationen liefern. Was mit den Daten wirklich geschieht, wissen nur die Webfirmen, so die Autoren. So wurde Alexa in den USA bereits als Zeugin in einem Mordfall vernommen. Eines Tages könnten Autos nach einem Unfall gegen ihre Besitzer aussagen.
"Wirtschaftswoche", 25/2017, S. 66, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

EU will Milliarden-Strafe gegen Google verhängen.

Google: EU-Kommission will offenbar eine Rekord-Strafe gegen den Konzern verhängen, weil er seine Marktmacht als Suchmaschinenbetreiber ausnutze, um vergleichsuchende Nutzer zu Google Shopping zu lenken. Die Kontrolleure in Brüssel hegen den Verdacht, dass Google die Ergebnisse zum Eigenvorteil anpasst und eigene Anzeigen bevorzugt. Sie ermitteln seit fast sieben Jahren gegen den Konzern.
sueddeutsche.de (Paid), handelsblatt.comKommentieren ...

Google-Algorithmus hilft "New York Times" bei der Moderation von Leser-Kommentaren.

New York TimesNew York Times lässt ihre Kommentarspalten künftig teilweise von einem Google-Algorithmus moderieren. Das Tool Moderator hat 16 Mio Kommentare gelernt und hilft den menschlichen "NYT"-Moderatoren, Gutes von Hass zu unterscheiden. Viele Kommentarspalten bleiben jetzt 24 Stunden geöffnet. Pro Tag schreiben Nutzer derzeit 12.000 Kommentare. In Deutschland hat auch Zeit Online schon mit Moderations-Bots experimentiert.
nytimes.com, recode.netKommentieren ...

Urteil: YouTube muss Fernseh-Mitschnitte löschen.

YouTube muss Fernseh-Mitschnitte löschen, die Zuschauer ohne Erlaubnis der Rechteinhaber hochladen, entscheidet das Landgericht Leipzig. In dem vorliegenden Fall hatte YouTube einen Mitschnitt stehen lassen, weil der Nutzer angab, er sei über seinen Rundfunkbeitrag Miteigentümer des Films. Das Gericht urteilt zugunsten des Filmproduzenten, YouTube habe Prüfpflichten verletzt. Gebührenzahler erwerben keine Veröffentlichungsrechte.
agdok.deKommentieren ...

Uber-Verwaltungsrat diskutiert Beurlaubung von Travis Kalanick.

Uber-Verwaltungsrat berät über eine mögliche Beurlaubung von Chef Travis Kalanick. Grund sind u.a. Kalanicks rabiate Firmenkultur sowie die jüngst laut gewordenen Sexismus- und Mobbing-Vorwürfe, aufgrund derer das Unternehmen 20 Mitarbeiter feuerte. Zudem wirft die Google-Schwester Waymo Uber vor, von ihr gestohlene Roboterwagen-Technik zu nutzen.
wiwo.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...