Hör-Tipp: Evgeny Morozov sieht künstliche Intelligenz als das neue Öl der Tech-Riesen.

 Evgeny MorozovHör-Tipp: Publizist Evgeny Morozov sagt im Interview mit Deutschlandfunk Kultur, künstliche Intelligenz könne den Datenhunger der Internet-Riesen sättigen. Die Geschäftsmodelle könnten sich ändern und Bürger in fünf bis zehn Jahren dafür zahlen müssen, Suchmaschinen und andere bisher kostenlose Dienste zu nutzen. Das meiste Verhalten der Nutzer sei den Tech-Diensten bereits bekannt und vorhersehbar.
deutschlandfunkkultur.de (55-Min-Audio)Kommentieren ...

Porträt: Der Deutsche Hartmut Neven entwickelt für Google Quantencomputer.

Hartmut Neven will mit Quantencomputern die Geheimnisse der Natur entschlüsseln, porträtiert Nele Husmann den Leiter von Googles Quantum AI Lab und Mitentwickler der Datenbrille Google Glass. Mit seinem bereits fertigen Bristlecone-Chip mit 72 Quantenbits könne der Nordrhein-Westfale für Google in der Zukunft den Durchbruch bei der Entwicklung von Quantencomputern bringen. Neven sieht künstliche Intelligenz als Chance, das Handeln der Menschen zu verbessern, indem Computer automatisiert Erklärungen finden und Prognosen ableiten.
"Focus" 17/2018, S. 50-54 (Paid)Kommentieren ...

Procter & Gamble kehrt als Werbekunde zu YouTube zurück.

Procter & Gamble schaltet wieder bei Googles YouTube Werbung, schreibt Bloomberg. Der Konsumgüterriese will seine Werbung bei selbst ausgewählten YouTubern ausspielen. Procter & Gamble hatte 2017 seine Werbung bei YouTube abgestellt, weil die Videos in einem schlechten Umfeld gelandet waren - etwa vor rassistischen Videos. Im Januar hat YouTube die Anforderungen an YouTuber für die Teilnahme am Werbeprogramm erhöht.
bloomberg.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Google Assistant könnte bald gesponserte Erklärvideos von Marken ausspielen.

Google will seinen smarten Assistenten mit Erklärvideos anreichern, produziert von Marken. In einem Pitch sind sie aufgefordert, erste Vorschläge zu produzieren, berichtet CNBC. Wer den Google Assistant fragt, wie Nudeln gekocht werden, könnte es künftig in einem Video von Barilla lernen. CNBC vermutet, dass der Lauschsprecher Google Home künftig auch einen Bruder mit Bildschirm bekommt.
cnbc.comKommentieren ...

Medien wollen auf Journalismusfestival in Perugia von Facebook lieber Geld als Datenschutz.

Facebook-LogoFacebook-Datenskandal spielt beim Internationalen Journalismusfestival in Perugia kaum eine Rolle, beobachtet Alexander Fanta. Stattdessen diskutieren die Medien-Vertreter zentral den Einfluss von Facebook auf klassische Medien, ärgern sich über ständige Änderungen am Newsfeed und fordern, dass das Social Network in die Ausbildung von Journalisten investieren soll.
netzpolitik.orgKommentieren ...

Analyse: Das nächste Ziel der Technik-Riesen ist das menschliche Gehirn.

Technik-Riesen wollen als Nächstes in das menschliche Gehirn vordringen, analysiert Miriam Meckel in der "Zeit". Falls es Facebook, Tesla und Co gelinge, das Gehirn ans Internet anzuschließen, werde das die Entwicklung der Menschheit stark beeinflussen. Wo sich Gedanken aus dem Gehirn lesen ließen, könne man im Umkehrschluss auch eine Persönlichkeit umschreiben. Die Freiheit der Gedanken stehe auf dem Spiel.
"Zeit" 16/2018, S. 36 (Paid)Kommentieren ...

Basta: Stammgäste bewerten ihre Eckkneipe wie ein Sterne-Restaurant.

Herrengedeck: Wie für ein Sterne-Restaurant lesen sich die Google-Bewertungen der Schwemme im Stuttgarter Bezirk Bad Cannstatt. Dabei ist der vermeintliche Gourmet-Tempel eine rustikal eingerichtete Eckkneipe, deren Stammgäste sich einen Spaß daraus machen, überschwängliche Bewertungen zu schreiben. Nichtsahnende Gäste, die sich aufgrund der Reviews in die Spelunke verirren, bekommen hier das, was sie nach dem Schock dringend brauchen: einen klaren Schnaps.
stuttgarter-zeitung.deKommentieren ...

Google führt überspringbare Kurz-Werbeclips bei Youtube ein.

Google führt bei Youtube ein neues Werbeformat ein: Künftig können Werbetreibende bis zu 30 Sekunden lange Clips buchen, die vom Nutzer nach wenigen Sekunden übersprungen werden können. Der Werbekunde zahlt nur für vollständige Ansichten des Werbeclips. Bisher bot Youtube nur nicht-überspringbare Kurz-Clips von 6 bis 15 Sekunden Länge an, sowie überspringbare Beiträge ab 30 Sekunden Dauer.
wuv.deKommentieren ...

Schüsse am YouTube-Hauptquartier: Vier Verletzte, Attentäterin erschießt sich selbst.

Unter Beschuss: Bei einer Schießerei auf dem Firmengelände von YouTube im kalifornischen San Bruno sind vier Menschen verletzt worden, drei davon mit Schusswunden. Die mutmaßliche Attentäterin hat sich nach Angaben der Polizei selbst erschossen. US-Medien berichten, einer der Verletzten sei der Freund der Frau. Die Polizei identifiziert die Angreiferin als Nasim Najafi Aghdam, 38, aus San Diego. Das Motiv sei eine häusliche Auseinandersetzung. Die Ermittlungen laufen.

Gegen 13 Uhr Ortszeit hatten Mitarbeiter von Googles Video-Plattform Schüsse auf dem YouTube-Campus gehört, die Polizei berichtet von mehreren Notrufen in dieser Zeit. Erste TV-Bilder zeigten Mitarbeiter, die mit erhobenen Händen das Gebäude verlassen. Einige Mitarbeiter twitterten, sie hätten sich in ihren Büros verschanzt, andere sahen Blutspuren. Google-Chef Sundar Pichai nennt den Vorfall in einer Mail an die Mitarbeiter einen "entsetzlichen Akt der Gewalt". (Fotos: Picture Alliance)
spiegel.de, sanfrancisco.cbslocal.com, nbcnews.com, eastbaytimes.comKommentieren ...

Zitat: Macron glaubt, Google und Co geraten bald unter Regulierungs-Druck.

"Zu einem bestimmten Zeitpunkt – aber ich denke, das wird ein amerikanisches Problem und kein europäisches – zu einem bestimmten Zeitpunkt könnten deine Regierung und deine Leute sagen 'Wacht auf. Sie sind zu groß'. Nicht nur zu groß zum Scheitern, sondern zu groß, um regiert zu werden."

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron glaubt, Google und Facebook müssen sich mit ihrer monopolartigen Situation auseinandersetzen.
faz.net via wired.comKommentieren ...

Zitat: Dorothee Bär verspricht Gra­tis-Wlan bei Bundesbehörden.

"Als Kind habe ich frü­her auf einer Berg­hüt­te als erstes nach Limo und Pom­mes gefragt, die Kin­der heu­te fra­gen zuerst nach WLAN."

Digital-Staatsministerin Dorothee Bär will auf heutige Ansprüche reagieren und verspricht den Bürgern im "BamS"-Interview Gra­tis-Wlan bei Bun­des­be­hör­den.
"Bild am Sonntag", S. 4 (Paid), bams.de (Vorabmeldung)

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Schü­ler brau­chen heu­te vor allem drei Din­ge: ein Tablet, ihre Sport­sa­chen und das Schul­brot."

"Ich hat­te bis zum Abitur den schwe­ren Diercke-Welt­at­las aus den 80er Jah­ren. Dar­in gab es noch zwei Deutsch­lands, ein Jugo­sla­wi­en und eine Sowjet­uni­on. Bes­ser die Schü­ler lesen Goe­thes Faust auf dem Tablet als irgend­ei­nen Schund auf Papier."


"Alle Behör­den müs­sen alle Dienst­leis­tun­gen auch digi­tal anbie­ten – rund um die Uhr. Das will ich in die­ser Wahl­pe­ri­ode durch­set­zen."Kommentieren ...

Google plant nicht-personalisiertes Werbeprogramm.

Google plant als Reaktion auf die neue EU-Datenschutzgrundverordnung ein neues Werbeprogramm ohne Cookies, das nicht personalisierte Werbung verbreitet. Voraussichtlich wird Google dafür wie zu Anfangszeiten den Inhalt der jeweiligen Website als Grundlage nutzen. Für personalisierte Werbung verlangt Google künftig von seinen Kunden, dass sie explizit für eine Zustimmung der Nutzer sorgen und hinreichend über Opt-out-Möglichkeiten informieren.
wuv.deKommentieren ...

Google stellt seine Suche um und rankt nur noch mobile Webseiten.

Google rollt seinen Mobile-First-Index aus und stellt den Such-Algorithmus von Desktop-Versionen auf mobile Seiten um. Da immer mehr Nutzer auf ihren mobilen Geräten googeln, soll die Relevanz einer Seite anhand der mobilen Version ermittelt werden. Seiten, die keine mobile Version ihrer Inhalte pflegen, könnten so in der Google-Suche benachteiligt werden.
t3n.de, googlewatchblog.deKommentieren ...

Zuckerberg, Pichai und Dorsey müssen vor den Justizausschuss des US-Senats.

Datenskandal: Die Chefs von Facebook, Google und Twitter werden vor den Justizausschuss des US-Senats zitiert. Mark Zuckerberg, Sundar Pichai und Jack Dorsey sollen am 10. April aussagen, wie sie mit dem Schutz und der Überwachung von Kundendaten umgehen – sowohl bisher als auch zukünftig.
cnet.com, zeit.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Google nennt Verlags- und Journalismus-Kooperationen jetzt GNI.

Google vereint seine Kooperationen mit Medienunternehmen und Journalisten unter der Marke Google News Initiative (GNI). Sie hat für drei Jahre 300 Mio Dollar zur Verfügung. Die GNI will Verlagen weltweit helfen, digitale Abos zu pushen, will Fake News bekämpfen und neue Technologien subventionieren.
horizont.net, newsinitiative.withgoogle.comKommentieren ...

Google möchte mehr Gewinn mit der Produktsuche machen.

Google kooperiert mit großen Einzelhändlern aus den USA, um mehr Geld mit der Produktsuche zu verdienen. An dem neuen Programm nehmen u.a. Walmart, Target, Home Depot und Costco Wholesale teil. Google setzt mit dem Programm darauf, dass mehr Kunden per Sprachbefehl nach Produkten suchen und diese dann kaufen. Die Waren der Partnerfirmen werden in die Google-Suche, den Shopping-Dienst und den Google-Sprachassistenten aufgenommen und mit den jeweiligen Treue-Programmen verknüpft.
reuters.comKommentieren ...

Zitat: Andreas Mundt erkennt neue Wettbewerbsrisiken durch Algorithmen.

"Heute kann man ein Kartell ganz einfach über einen Algorithmus konstruieren. Einmal programmiert, und der Wettbewerb ist ausgeschaltet."

Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt sieht im "W&V"-Interview neue Wettbewerbsrisiken durch Algorithmen und künstliche Intelligenz. Das Kartellrecht müsse sich mit neuen Mechanismen befassen, die anderen Firmen signalisieren, dass eine Preisänderung gewünscht ist.
"Werben & Verkaufen" 12/2018, S. 10-17 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Wenn wir es mit sehr großen, sehr mächtigen Unternehmen zu tun haben, dann brauchen wir auch sehr große, sehr scharfe Schwerter."

"Man kann keinem Unternehmen der Welt verbieten, Erfolg zu haben oder Geld zu verdienen. Aber wo ist die Grenze zum Missbrauch, zum ungebührlichen Ausnutzen der Marktmacht?"

"Märkte müssen bestreitbar sein, damit wettbewerbliche Mechanismen funktionieren können."

"Bei vielen Start­ups und deren Geschäftsmodellen steht ganz unten auf dem Businessplan: 'Exit: Google.' Und nicht: 'Exit: IPO.' Das Ziel ist also nicht der Börsengang, sondern der Verkauf an Investoren, vor allem eben Google, Amazon oder Facebook. Diese Start­ups werden nicht gegründet, um auf lange Sicht als Wettbewerber auf den Markt zu treten, sondern um eine Geschäftsidee bis zu einem gewissen Grad der Marktreife zu entwickeln."Kommentieren ...

Google hat 2017 mehr als 100 Anzeigen pro Sekunde gelöscht.

Google hat 2017 rund 3,2 Mrd Anzeigen entfernt, mehr als 100 pro Sekunde. Die Zahl der gesperrten Seiten und Adword-Accounts ist auch gestiegen, sagt Googles Trust & Safety in Ads 2017 Report. Jessica Stansfield, verantwortlich für die Einhaltung der Richtlinien, glaubt, es gibt einerseits mehr Verstöße, andererseits sei Googles verstärkter Kampf gegen irreführende Werbung verantwortlich für den Anstieg. 2018 will sich der Suchriese besonders Anzeigen fragwürdiger Finanzprodukte und Glücksspielanbieter vorknöpfen.
horizont.netKommentieren ...

Frankreich will Apple und Google verklagen.

Frankreich will Apple und Google wegen missbräuchlicher Geschäftspraktiken vor das Handelsgericht bringen. Den Konzernen drohen Strafen von mehreren Mio Euro, sagte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire dem Radiosender RTL. In der Kritik stehen v.a. Gebühren für App-Verkäufe und die dazugehörigen, jederzeit änderbaren Verträge.
welt.de, handelsblatt.comKommentieren ...

Zahl des Tages: YouTube-Moderatoren müssen nur noch 4 Stunden Gewalt-Videos anschauen.

Zahl des Tages: Auf 4 Stunden pro Tag begrenzt YouTube die Zeit, die sich Content-Moderatoren verstörende Videos anschauen müssen. Für die Bewertung von Gewalt-, Sex- und Terrorvideos beschäftigt YouTube Teilzeitmitarbeiter von Vertragsfirmen, die nicht den gleichen Zugang zu psychologischer Betreuung haben wie Googles Festangestellte.
theverge.comKommentieren ...

Bild des Tages: Lufttaxi Cora hebt in Neuseeland ab.


Luftige Pläne: Da fliegt sie, die futuristische Cora, Lufttaxi für zwei Personen von Google-Mitgründer Larry Page. Er präsentiert sie heute in Neuseeland, wo er mit seinem Unternehmen Kitty Hawk einen Flugdienst starten will. Cora kann senkrecht starten, autonom fliegen und gegebenenfalls auch Staatsministerinnen für Digitales befördern. (Foto: Richard Lord/Kitty Hawk/ dpa / picture alliance)Kommentieren ...

Zitat: Dorothee Bär appelliert an Verlage, Paid Content einfacher zu gestalten.

"Google bietet den Verlagen natürlich ein hohes Maß an Sichtbarkeit und einen wichtigen Kanal, um Leser zu erreichen. Sonst würden sich die Verlage doch von Google zurückziehen."

Dorothee Bär, künftige Digital-Staatsministerin, begründet, weshalb sie das Leistungsschutzrecht ablehnt und fordert die Verlage auf, zeitgemäße Geschäftsmodelle zu entwickeln. Einzelne Artikel zu kaufen, sei heute immer noch zu kompliziert, sagt die Politikerin im Interview mit der "Welt".
welt.de

Weiteres Zitat aus dem Interview:
"In der Technik sind wir wirklich gut, aber wir sind zu satt, wir sind ein Wohlstandsland."Kommentieren ...

Zeit Online entwickelt internationales Gesprächs-Portal "My country talks".


Aus dem Projekt #D17 wird #D18, aus "Deutschland spricht" das internationale "My country talks". Dieses Bild zeigt das bisherige Design der Gesprächs-Reihe.

Tinder für Debatten: Zeit Online gründet seine "Deutschland spricht"-Reihe als eigene Plattform aus und internationalisiert die Reihe. "My country talks" soll Menschen mit unterschiedlichen politischen Ansichten zu Vier-Augen-Gesprächen zusammen tindern. Google finanziert die Entwicklung des Portals. Zu den 15 Medienpartnern gehören die "Tagesschau"-Redaktion ARD aktuell, dpa, "Tagesspiegel", "Thüringer Allgemeine" und "Südwest-Presse". Bei "Deutschland spricht" haben sich 12.000 Nutzer registriert, um sich zu Gesprächen zu treffen.

International sind die kanadische "The Globe and Mail", "Morgenbladet" aus Norwegen und "La Repubblica" aus Italien dabei. Zeit Online will im Laufe dieses Jahres eine erste Version des Portals testen. Die Gesprächsreihe entstand aus dem Loakljournalismus-Projekt #D17. Die Redaktion wandelt dieses Projekt in das Sonder-Ressort #D18 um. Weiterhin sollen Reporter Deutschland vor allem im Lokalen weiter neu ergründen. Die lokalen Geschichten gehörten 2017 zu dem meistgelesenen Artikeln mit Hunderttausenden Klicks.
zeit-verlagsgruppe.de (My country talks), zeit-verlagsgruppe.de (#D18), meedia.de (#D17-Bilanz)Kommentieren ...

Google-Tochter Nest stellt Verkauf über Amazon ein.

Amazon vs. Google: Der Streit der beiden Tech-Giganten geht in die nächste Runde. Amazon hat entschieden, neue Smart-Home-Produkte der Google-Tochter Nest nicht mehr ins Sortiment zu nehmen. Nest hat daraufhin beschlossen, den Verkauf über Amazon komplett einzustellen. Schon 2017 hatte Amazons Auslistung von Google Chromcast dazu geführt, dass Google die YouTube-Apps für Amazon-Geräte eingestellt hat.
heise.deKommentieren ...