Uber, Lyft und Co verantworten in San Francisco bis zu 61 % des zusätzlichen Verkehrs.

Fahrdienste wie Uber, Lyft und Co sind in San Francisco für bis zu 61 % des zusätzlichen Verkehrs verantwortlich, errechnet die County Transportation Authority. Nun werde debattiert, Uber-Fahrten mit einer Gebühr zu verteuern, um die Zunahme des Verkehrs einzudämmen.
"manager magazin" 05/2019, S. 94-100 (Paid)

Mehr bei turi2.tv: "Das war ein Fehlstart" – Uber-Manager Christoph Weigler will auch Partner der Taxis sein.

YouTube Music kommt kostenlos auf Googles Assistant-Geräte.

Google macht YouTube Music auf allen smarten Lautsprechern mit Google Assistant kostenlos zugänglich. Das Angebot ist werbefinanziert und soll u.a. in Teilen Europas, den USA und Kanada verfügbar sein. Die kostenlose Version ermöglicht es lediglich Musik für eine Stimmung zu starten, Streaming on Demand ist nur mit einem Upgrade auf Premium möglich.
techcrunch.com

Mein größter Misserfolg – und was ich daraus gelernt habe (2): Isabelle Sonnenfeld.


Arbeitslos in London: Isabelle Sonnenfeld, heute Leiterin des Google News Labs, findet sich nach einem Top-Abschluss plötzlich zwischen viel beschäftigten Menschen in London wieder – ohne Beschäftigung. Doch Zufall und Hartnäckigkeit führen sie zu ihrem Traumjob. Was sie aus ihrem größten Misserfolg gelernt hat, schreibt sie bei turi2. Machen auch Sie mit und teilen Ihre lehrreichen Misserfolgs-Geschichten mit den turi2-Lesern. Wir freuen uns über Ihre Nachricht an post@turi2.de. weiterlesen…

Zitat: EU legt Daumenschrauben zu langsam an, sagt Burda-Boss Paul-Bernhard Kallen.

"Wenn die Landschaft erst ausgedörrt ist, können Sie zwar irgendwo in der Sahara Bäumchen pflanzen. Geld wird aber nur in den Oasen verdient."

Burda-Boss Paul-Bernhard Kallen antwortet im "Süddeutsche"-Interview mit Flora-Metapher auf die Frage, warum ihm die Maßnahmen von EU und Kartellamt gegen Facebook und Co zu lange dauern.
"Süddeutsche Zeitung", S. 12

Bundesbank will europäische Alternative zu Apple Pay.

Apple Pay: Die Bundesbank fordert eine europäische Alternative zu den digitalen Bezahlangeboten der Tech-Konzerne, sagt Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz in der "Welt am Sonntag". Apple, Google, Paypal und Amazon übernehmen "mehr und mehr die Kundenbeziehung" und degradierten die Banken zu Zahlungsabwicklern im Hintergrund.
"Welt am Sonntag", S. 37 (Paid)

Nutzer müssen Gefahr durch Alexa selbst abschätzen, sagt Innenministerium.

Lausch-Risiken durch digitale Sprachassistenten wie Amazons Alexa müssen Nutzer selbst abschätzen, schreibt das Innenministerium auf eine Anfrage der Grünen. Konstantin von Notz, Grünen-Fraktionsvize, kritisiert die Antwort als lapidares "selbst Schuld" an die Nutzer. Die Bundesregierung müsse ihrer "Schutz-Verantwortung" endlich gerecht werden.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)“

Idealo verklagt Google auf 500 Mio Euro Schadenersatz.

Idealo verklagt Google wegen Missbrauchs seiner Marktdominanz auf 500 Mio Euro Schadenersatz. Googles Preisvergleich Google Products habe eigentlich keine Chance auf vordere Rankingplätze, werde von Google aber trotzdem prominent platziert – zulasten von Idealo. Das Portal hängt sich mit der Klage direkt an das EU-Kartellrechtsurteil von 2017 gegen Google. Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager ermutigte schon damals Unternehmen, auf Grundlage des Urteils Schadensersatz von Google zu verlangen. Wenn Idealo Erfolg hat, könnten andere europäische Firmen dem Beispiel folgen.
finanzen.net, handelsblatt.com

Meinung: Innovationen gelingen mit Optimismus besser.

Innovationen können in großen Unternehmen wie auch in Startups entstehen, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, sagt Google-Innovationsmanager Frederik Pferdt im Interview mit der "Wirtschaftswoche". Mitarbeiter bräuchten dafür Optimismus, um Chancen zu erkennen. Chefs müssten als Unterstützer statt als Anführer auftreten und auch möglichen Misserfolg belohnen. Dass Startups mittlerweile seltener einen schnellen Exit anstreben, bewertet Pferdt positiv.
"Wirtschaftswoche" 16/19, S. 68 (Paid)

Google+ überlebt als Firmen-Netzwerk.

Google lässt sein soziales Netzwerk G+ für Unternehmenskunden weiterleben. Den Wandel markiert die Umbennenung in Google Currents. So hieß schon einmal ein Google-Produkt, die Magazin-App, aus der Google News hervorging. Unternehmen sollen mit Google Currents "Wissen austauschen und sinnvolle Gespräche mit anderen in ihrem Unternehmen führen". Die Benutzeroberfläche bleibt dafür großteils unverändert.
9to5google.com

VDZ-Präsident Rudolf Thiemann hält Google-Geldregen für keinen Automatismus.


Dann eben ohne: VDZ-Präsident Rudolf Thiemann lässt den Regenschirm für den großen Geldregen, den sich manche Verlage nun durch das europäische Leistungsschutzrecht erhoffen, noch in der Tasche. Ob Google künftig für jeden Text-Snippit zahle, "das müssen Sie Google fragen, ich weiß das nicht", sagt er im Interview von turi2.tv beim VZB-Mediengipfel in München. Für die Verlage sei entscheidend, ob sie mit den Digital-Konzernen freiwillige Vereinbarungen erzielen, "um einen fairen Anteil an den Werbeeinnahmen zu bekommen, die im Umfeld unserer Inhalte generiert werden". Falls nicht, würden sicher "einige Verlage auch überlegen, dass Reichweite nicht alles ist", sagt Thiemann.

Der Politik wirft Thiemann "Hasenfüßigkeit" vor, wenn Politiker jungen YouTube-Usern im Vorfeld der Europawahl überängstlich versprechen, für die Urheberrechtsreform eine Regelung ohne Upload-Filter zu finden. "Ich halte das für falsch, so zu denken". Angst vor eigenen Inhalten von Google, Apple und Co hat der VDZ-Präsident nicht: "Wettbewerb sind wir gewohnt. Wenn Google und Co eigene Inhalte schaffen, dann müssen wir das zur Kenntnis nehmen, das dürfen sie ja schließlich."
turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

US-Wahlkampf heizt Debatte um Aufsplittung von Tech-Konzernen an.

Tech-Konzerne wie Google oder Apple verlieren in den USA an politischen Zuspruch, beobachten Roland Lindner und Winan von Petersdorff. Forderungen wie von der Präsidentschaftskandidatin Elisabeth Warren, Konzerne zu zerschlagen, sorgen für einen Stimmungswandel gegenüber den bisher als unangreifbar geltenden Vorzeigekonzernen. Doch Vormachtstellungen könnten flüchtig sein - wie einst beim Aufstieg und Fall von MySpace.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Amazon überholt Google bei der Suche nach Produkten.

Amazon wird zunehmend zum Werbe-Player – insbesondere im Bereich der Suchwerbung. Über die Hälfte aller Suchanfragen für Produkte beginne inzwischen bei Amazon und nicht bei Google, schreibt wuv.de. 2018 seien die Werbeumsätze von Amazon in Deutschland um 200 % höher als 2017 gewesen, bei rund 750 Mio Euro. Neben Amazon würden insbesondere Dienstleister wie Faktor-a und Finc3 profitieren.
wuv.de

Google richtet externen KI-Beirat ein.


OK, Google? Der Suchriese beschäftigt sich wieder mit Robotik, speziell mit Künstlicher Intelligenz, und holt sich externe Experten für seine KI-Sparte ins Boot. Sie sollen beurteilen, ob Google Themen wie Gesichtserkennung und Fairness bei maschinellem Lernen richtig angeht. Zu den Mitgliedern des KI-Beirates gehören u.a. ein Datenschutzbeauftragter und ein Sprachfoscher. Google will Gesprächsprotokolle aus den Sitzungen der Experten veröffentlichen.
cnet.com, nytimes.com

Microsoft, Google und Amazon krempeln den Gaming-Markt um, glaubt Axel Postinett.

Microsoft, Google und Apple drehen den Gaming-Markt mit Streaming auf links, beobachtet Axel Postinett. Konsolen und das Installieren seien passé, mit ihren Gaming-Abos machten Google und Apple auch anderen Digitalmedien Konkurrenz, weil Nutzer nur auf einer Bildschirm-Hochzeit tanzen können. Größte Macht habe Amazon, wegen des massiven Cloud-Marktanteils, der Spieleplattform Twitch und Millionen Prime-Mitgliedern, glaubt Postinett.
handelsblatt.com (Paid)

YouTube will nicht länger auf Eigenproduktionen setzen.


Eigenproduktionsstopp: Apple stellt heute seinen eigenen Streaming-Dienst vor, zu dem auch Eigenproduktionen gehören, YouTube dagegen sagt den Originals Good bye. YouTube-Mutter Google glaube nicht, gegen Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon und künftig Apple und Disney bestehen zu können, berichtet Bloomberg. Daher setzt YouTube seine beiden größten Eigenproduktionen "Origin" und "Overthinking with Kat & June" ab und nimmt keine Pitches für neue Shows an. Die Bezahl-Version YouTube Premium solle zwar erhalten bleiben, sich künftig aber in erster Linie auf Musik fokussieren

Google hatte YouTube Premium 2015 unter dem Namen YouTube Red gestartet. Seit 2016 zeigt YouTube eigens für das Bezahl-Angebot produzierten Inhalte. Allerdings war der Konzern nie bereit, vergleichbar hohe Summen in das Programm zu stecken, wie Amazon oder Netflix, sondern setzt für knapp 12 Euro im Monat vor allem auf weitere Features wie Werbefreiheit beim frei zugänglichen YouTube.
bloomberg.com via theverge.com, turi2.de (Background)

Missbrauch der Marktmacht: EU verhängt eine Strafe von 1,49 Mrd Euro gegen Google.

Google soll 1,49 Mrd Euro Strafe zahlen, weil es seine marktbeherrschende Stellung bei Online-Werbung missbraucht habe, urteilen die EU-Wettbewerbshüter. Konkret geht es um den Dienst "Adsense for Search", dessen Nutzungsbedingungen es ausschlossen, dass Konkurrenten Anzeigen auf den Websites von Dritten platzieren konnten. Google habe das entsprechende Vorgehen mittlerweile eingestellt, so die EU-Kommission.
welt.de, turi2.de (Background)

Google steigt ins Gaming-Geschäft ein.


Lasset die Spiele beginnen: Google startet eine Plattform für Videospiele namens Stadia. Nutzer können damit auf allen Endgeräten zocken, denn Google setzt auf ein Cloud-Modell. Die Spiele laufen über Googles Server und stehen so in 4K-Auflösung zur Verfügung. YouTuber können außerdem künftig einen Link zu einem Spiel direkt in ihr Video einbauen. Nutzer, die darauf klicken, können laut Google binnen Sekunden losspielen.

Damit ist Stadia nicht nur Konkurrenz für Konsolenanbieter, sondern auch für Gamingdienste wie Twitch. Google hat außerdem einen Controller entwickelt. Beides soll im Laufe des Jahres in den USA, Kanada, Großbritannien und "weiteren Teilen Europas" starten.
t-online.de, heise.de

Meinung: Netflix, Facebook und Co sind moderne Zeitjäger.

Zeit ist Geld: Netflix, Facebook und Co wollen unsere Zeit als wertvollstes Gut, schreibt Jürgen Schmieder. Dafür ließen sie sich – zunächst nicht verwerflich – grandiose Inhalte einfallen. Die Nutzer sollten aber wissen, dass sie von Konzernen verführt werden, die genau analysieren, wie sie süchtig zu machen sind, meint Schmieder.
sueddeutsche.de (Paid)

Bertelsmann-Chef fordert europäische Medien-Allianz.

Mediatheken: Bertelsmann-Boss Thomas Rabe fordert im "Spiegel" eine europäische Medien-Allianz. "Die Macht von Google und Facebook im deutschen Werbemarkt ist inzwischen so groß, dass wir nicht mehr in unseren alten Mediensilos denken können", sagt Rabe. Bertelsmann sei bereit, sich für Partnerschaften mit Rivalen wie Burda oder ProSiebenSat.1 zu öffnen. "Über kurz oder lang" müsste es senderübergreifende Mediatheken geben.
"Spiegel", 12/2019, S. 78 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv:
Bertelsmann-Boss Thomas Rabe beansprucht seine Liege auf dem digitalen Sonnendeck (Archiv 03/2018).

Google hat 2018 täglich 6 Mio Anzeigen gesperrt.

Google hat 2018 laut eigenem Report 2 Mrd Anzeigen gesperrt, das sind 6 Mio täglich. Der Konzern hat 31 neue Werbe-Richtlinien eingeführt und will sein Augenmerk 2019 besonders auf Wahlwerbung legen. Bei den US-Zwischenwahlen hat Google z.B. in einem Transparenzbericht offengelegt, wer Anzeigen finanziert. Außerdem hat der Konzern 2018 rund 22.000 Apps und15.000 Wesbites von Werbung ausgeschlossen, die gegen Richtlinien zu Fake News und Hate Speech verstoßen haben.
horizont.net

"Tech-Konzerne zu zerschlagen wäre saudumm": Frank Thelen will lieber "deutschen Champion" aufbauen.


Anpacken statt verbieten: Investor Frank Thelen findet es schlicht "saudumm", massiv wachsende Internet-Unternehmen wie Google und Facebook zwangsweise aufzuspalten. Thelen geht unternehmerisch an die Sache und kündigt im Video-Interview beim "Focus" Inner Circle an, in Deutschland einen Innovations-Champion aufbauen zu wollen. Sein Fokus liegt auf Blockchain, Energie und digital vernetzter Mobilität. Deshalb tritt Thelen bei der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" kürzer: "Ich will mich jetzt mehr auf Zukunftstechnologien konzentrieren."

Thelen warnt die wirtschaftlich florierende Gesellschaft vor zu viel Gelassenheit: "Uns geht es heutzutage noch sehr gut. Industrien, die wir haben, wie die Autoindustrie, die blühen noch. Die werfen noch tolle Gewinne ab. Aber das wird sich sehr bald ändern." In den neuen Leit-Industrien sei Deutschland hinten dran, obwohl es an der Zeit sei, ein Gegengewicht zu GAFA (Google, Apple, Facebook, Amazon) aus den Vereinigten Staaten und BAT (Baidu, Alibaba, Tencent) aus China aufzubauen. Aber: "Erstmal müssen wir überhaupt digital werden", sagt Thelen im Video von "Horizont" und turi2.tv.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Frank Thelen über die notwendige Digitalisierung der kompletten Verlagswelt.

Intermediäre müssen ihre Algorithmen erklären, findet Wolfgang Schulz.

Medienstaatsvertrag: Medienrechtler Wolfgang Schulz kommentiert den aktuellen Entwurf – die meisten Diskussionen wird es bei der Intermediärs-Frage geben, glaubt er, dem Teil, der sich mit den Algorithmen von Facebook und Co und deren Regulierung befasst. Er plädiert für stufenweises Vorgehen: Die Anbieter sollten erst offenlegen, welche Nutzerdaten den Algorithmus beeinflussen, später eine genaue Kriterien-Liste liefern. Wer so großen Einfluss auf öffentliche Debatten habe, müsse begründen, wenn er seinen Algorithmus ändere.
sueddeutsche.de

Zahl des Tages: Bei Google sind mehr Männer als Frauen unterbezahlt.

Zahl des Tages: Gender-neutrale 9,7 Mio Dollar zahlt Google 10.677 Mitarbeitern, um Lohnunterschiede auszugleichen. Google wolle auf die Kritik der Lohndiskriminierung reagieren. Laut einer internen Untersuchung sollen bei Google beschäftigte Männer häufiger als Frauen unterbezahlt sein. Bei der Nachzahlung ist unklar, welcher Prozentsatz an Männer geht.
pcwelt.de, blog.google

Google will keine Wahlkampf-Anzeigen mehr in Kanada schalten.

Google verbietet in Kanada im Vorfeld der Parlamentswahl jede Form politischer Werbung auf seinen Plattformen. Die neuen kanadischen Regeln zur Werbetransparenz seien zu komplex, um sie rechtzeitig zu befolgen. Die Ankündigung sei "keine Verhandlungstaktik", sagt Googles Cheflobbyist in Kanada. Die Regeln treten spätestens am 30. Juni in Kraft.
theglobeandmail.com