Klick-Tipp: "New York Times" zeigt Ausmaß der Tech-Übernahmen.

Facebook-LogoKlick-Tipp: Mit zahlreichen Übernahmen erhöhen Tech-Unternehmen wie Google oder Facebook ihre Macht, analysiert die "New York Times". Die Mehrheit der Übernahmen sei abseits der Öffentlichkeit und mit wenig behördlicher Kontrolle geschehen. Auf einer interaktiven Grafik zeigt nytimes.com die Verstrickungen der Tech-Unternehmen.
nytimes.com

"Wirtschaftswoche": Springer-Jobbörse Stepstone spürt den Start von Googles Stellensuche.

Google for Jobs macht Stepstone, Springers lukrativer Online-Jobbörse, mächtig Konkurrenz, schreibt die "Wirtschaftswoche". Seit dem Start der Google-Stellensuche in Deutschland vor zwei Wochen gebe es "einen Rückgang an Klicks, die von Google kommen". Um den Schwund zu kompensieren habe Springer die Marketing-Aktivitäten erhöht. Rund 70 % aller Jobsuchen starten bei Google, damit sei Google über Nacht zum Marktführer in Sachen Sichtbarkeit geworden.
"Wirtschaftswoche" 24/210, S. 51 (Paid), turi2.de (Background)

Googles Gaming-Plattform Stadia startet im November.

Google geht mit seiner Cloud-Gaming-Plattform Stadia im November in 14 Ländern online, auch in Deutschland. Zum Start sind rund 30 Spiele im Angebot. Wer von Anfang an dabei sein will, muss ein Startpaket mit Controller, Chromecast Streaming-Player und 3-Monats-Abo für 130 Euro kaufen, danach kostet jeder Monat rund 10 Euro.
sueddeutsche.de, germany.googleblog.com, turi2.de (Background)

Kress.de: Georg Nolte wird DACH-Kommunikationschef von YouTube.

Google holt Georg Nolte als YouTube-Kommunikationschef für den deutschsprachigen Raum, berichtet Rupert Sommer. Nolte folgt ab 1. August auf Henning Dorstewitz, der YouTube für Netflix verlassen hat. Für den neuen Job gibt Nolte die Geschäftsführung seiner Agentur Ruhmservice ab. Mit Ruhmservice hat Nolte u.a. die Social-Media-Kanäle von Nico Rosberg betreut.
kress.de, turi2.de (Background)

"WSJ": Google steht vor Kartellverfahren in den USA.

USA: Das Justizministerium bereitet ein neues Kartellverfahren gegen Google vor, berichtet das "Wall Street Journal" und beruft sich auf mehrere Informanten. Bei den Ermittlungen gehe es sowohl um Googles Gebaren bei der Internet-Suche als auch um andere Geschäftsfelder. In einer Untersuchung, die 2013 zu Ende ging, entschieden die Wettbewerbshüter noch, dass Google keine Gesetze verletzt habe.
wsj.com (Paid), cnet.com, zeit.de

Google will mehrere Hundert Arbeitsplätze in Berlin schaffen.

Google kauft das Bürogebäude Johannishof in Berlin-Mitte, um mehrere Hundert Arbeitsplätze zu schaffen. Das Gebäude liegt rund 300 Meter zu Fuß vom gerade eingeweihten Berliner Standort. Google will in Berlin weiter wachsen, das Haus muss jedoch zunächst saniert werden.
berliner-zeitung.de (frei nach Login)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Google expandiert in Berlin (Januar 2019)

Google stellt ein Nest auf deutsche Nachttische.

Google startet den sprachgesteuerten Bildschirm Nest Hub in Deutschland mit Medien- und Markenpartnern. Nutzer können das TV-Programm über Zattoo starten oder die aktuelle "Tatort"-Folge via ARD Mediathek abrufen. Douglas gibt Schmink-Tipps per Video und verkauft den Nest Hub bald auch in eigenen Läden. Das Gerät kann außerdem Musik spielen, Fotos zeigen und das Smart Home steuern.
germany.googleblog.com

Meinung: DSGVO sorgt für weltweites Umdenken beim Datenschutz.

DSGVO hat eine weltweite Debatte über den Umgang mit persönlichen Nutzerdaten ausgelöst, bilanziert Tech-Journalistin Katie Collins ein Jahr nach Einführung der Verordnung. Die EU-Regeln könnten zum weltweiten Vorbild werden. Mächtige Konzerne wie Facebook und Google könnten künftig besser kontrolliert werden, was vor allem Jugendliche schütze.
cnet.com

YouTube zeigt künftig nur noch gerundete Abonnenten-Zahlen.

YouTube rundet ab August die öffentlich einsehbare Zahl an Abonnenten in den Profilen seiner Nutzer. Statt der genauen Zahl zeigt das Video-Netzwerk künftig bei Nutzern ab Tausend Abonnenten auf Hundert gerundete Werte, bei Accounts mit mehr als 1 Mio Followern sogar nur auf Millionen gerundete Angaben. Im Backend sollen die Nutzer weiterhin ihre genauen Abonnenten-Zahlen einsehen können.
googlewatchblog.de

Werbe-Targeting: Die irische Datenschutz-Kommission ermittelt gegen Google.


Irish Cookie: Google bekommt einmal mehr Ärger mit den EU-Datenschutzbehörden. Die irische Kommission startet eine Untersuchung gegen den Konzern, da sie Verstöße gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung vermutet. Konkret geht es um die Frage, ob Google mit seinem System Ad Exchange in jeder Stufe personenbezogene Daten von Nutzern verwenden darf, um Werbekunden zielgerichtete Werbung anzubieten.

Die irische Datenschutzbehörde könnte gegenüber Google eine Strafe von bis zu 4 % des Jahresumsatzes bestrafen. Google hat wie die meisten anderen internationalen Internetfirmen seinen europäischen Sitz in Irland.
bbc.com, dataprotection.ie

Google startet Jobsuche-Funktion in Deutschland.


Wer nach Jobs googelt, bekommt Angebote künftig sehr präsent in einer blauen Box – Anzeigen vom Springer-Portal Stepstone sind nicht dabei. (Foto: Jens Twiehaus)

Gehalt voller googeln: Google bietet deutschen Nutzern ab heute eine Stellensuche-Funktion – und wird damit schlagartig zum wohl wichtigsten Online-Stellenmarkt. Wer nach mehr Gehalt oder einfach einem neuen Job sucht, bekommt Ausschreibungen mehrerer hundert Stellenmarkt-Websites in einer Übersicht innerhalb der Google-Suche. Als Partner sind viele Verlage dabei, etwa Burda mit Xing, Funke mit Absolventa, die "FAZ"-, "Zeit"- und "Süddeutsche"-Stellenmärkte. Nicht dabei ist die Bundesagentur für Arbeit. Auch die Springer-Jobbörse Stepstone fehlt, weil Springer selbst eine starke Position im Online-Jobmarkt hat.

Nutzer der Job-Funktion können speziell in ihrem Umkreis suchen, Ergebnisse speichern und sich E-Mail-Alerts einrichten. Über Filter können Jobsuchende auch nach Teilzeit, Ausbildungen oder Praktika suchen, außerdem bestimmte Arbeitgeber auswählen. Google-Manager Nick Zakrasek verspricht, die Reihenfolge der Ergebnisse gemäß Relevanz zu gestalten – und Unternehmen oder Portalen kein besseres Ranking zu verkaufen. Über den Suchergebnissen tauchen aber die klassischen Google-Anzeigen auf – wer nach "Redakteur Berlin" sucht, sieht etwa eine Anzeige vom Springer-Portal Stepstone.

Die Einführung der Google-Jobsuche wird neue Diskussionen über Marktmacht und kartellrechtliche Fragen auslösen. Mit der neuen Funktion könnte Google zur ersten Anlaufstelle für Jobsuchende werden und andere Portale in den Schatten stellen. Rechtsanwalt Thomas Höppner, bereits an einem Kartellverfahren vor der EU-Kommission beteiligt, kann sich eine ähnlichen Entwicklung wie bei Google Shopping vorstellen. Hier bündelte Google zunächst Angebote und integrierte immer mehr Funktion bis zur kompletten Abwicklung des Kaufs. Xing-Manager Jens Stief hingegen hofft, mithilfe von Google den Xing-Stellenmarkt bekannter zu machen.
turi2 bei Google-Pk in Berlin, germany.googleblog.com, recruiting.xing.com (Stief), focus.de (Höppner)

Deutsche Banken wollen US-Tech-Konzerne einholen.


All about Money: Die deutschen Banken wollen ihre digitalen Bezahlverfahren bündeln und so wettbewerbsfähig machen, schreibt das "Handelsblatt". Genossenschaftsbanken, private Banken und Sparkassen überlegen, wie sie die Girocard, die Onlinebezahldienste Paydirekt und Giropay und das Zahlverfahren Kwitt unter einem Dach zusammenführen können. Google Pay und Apple Pay starteten 2018 in Deutschland und machen den deutschen Verfahren Konkurrenz.

Die Banken werden erste Ergebnisse des Projekts #DK laut "Handelsblatt" in wenigen Wochen präsentieren. Die Girocard, das bundesweit verbreiteste Zahlungsmittel, könne das Ankerprodukt sein.
"Handelsblatt", S. 30 (Paid)

Alphabet sperrt Huawei von Android-Updates und Google-Apps aus.


Appgeschossen: Google-Mutter Alphabet entzieht dem chinesischen Tech-Konzern Huawei die Android-Lizenz, berichten "Reuters" und "The Verge". Damit kommen Nutzer von Huawei-Smartphones künftig nicht mehr an offizielle Google-Updates. Künftige Android-Smartphones von Huawei, wenn es welche geben sollte, würden u.a. die YouTube- und Gmail-Apps fehlen. Huawei könnte durchaus die Open-Source-Variante von Android benutzen. Im Heimatmarkt China sind einige der wichtigsten Google-Apps ohnehin gesperrt bzw. kaum nachgefragt. Aber auch in westlichen Ländern sind die Huawei-Smartphones beliebt, u.a. als günstige Alternative zu Samsung-Geräten.

Zuvor hat das US-Handelsministerium Huawei am Freitag auf eine Sperrliste gesetzt. Die Chiphersteller Intel, Qualcomm, Xilinx und Broadcom beliefern Huawei "bis auf weiteres" nicht mehr. Ähnlich wie Samsung setzt Huawei stark auf selbst hergestellte Chips, ist aber laut Bloomberg für Serverchips auf Intel angewiesen, für viele Modemchips auf Qualcomm und für Netzwerk-Chips auf Broadcom.
reuters.com, theverge.com, bloomberg.com (Chips), spiegel.de, sueddeutsche.de

Google archiviert die Online-Einkäufe seiner Nutzer bei Gmail.

Google listet in den Einstellungen der Gmail-Konten die Einkäufe seiner Nutzer auf, archiviert seit 2012, auch dann, wenn die Bestellungen gar nicht über das Unternehmen selbst erfolgten. Die Einträge generiert Google mit Infos aus E-Mails generiert, die Details zu Bestellungen oder Rechnungen enthalten. Die Liste lässt sich nicht löschen. Google sagt, es nutze die Daten nicht für personalisierte Werbung, sondern wolle Nutzern eine Übersicht bieten.
cnbc.com via golem.de

"Spiegel": Google startet noch dieses Jahr eine Quantencomputer-Cloud.


Ausbau der Datenautobahn: Google will noch dieses Jahr eine Cloud-Plattform für Quantencomputer ans Netz bringen. Auf der Plattform sollen Autokonzerne und Maschinenbauer blitzschnell große Datenmengen verarbeiten, ein Vorteil für den Einsatz komplexer Künstlicher Intelligenz. Die Quantentechnologie ist um ein Vielfaches leistungsfähiger als herkömmliche Rechner, weil sie nicht nur Einsen oder Nullen verarbeitet, sondern auch beide zur selben Zeit – so lassen sich mehrere Rechenvorgänge parallel durchführen.

Google will mit einem selbst entwickelten Quantenprozessor bald eine Rechenaufgabe in wenigen Sekunden lösen, an der bisherige Supercomputer eine Woche arbeiten. Ziel der Forscher ist nichts Geringeres als ein "nobelpreiswürdiges Resultat", sagt der Deutsche Hartmut Neven, Chef des Quanten- und KI-Labors von Google. Die Google Quantum Cloud soll Herstellern helfen, viel schneller als bisher etwa Batterien oder Solarzellen zu entwickeln. (Foto: Screenshot Google-Video)
"Spiegel" 21/2019, S. 64 (Paid)

Investigativ-Projekt The Markup scheitert an Streit zwischen Gründern.

The Markup, Recherche-Plattform zum Handeln von Internet-Konzernen, steht wegen eines Streits zwischen den Gründern vor dem Aus, berichtet Peter Weissenburger. Chefredakteurin Julia Angwin hat The Markup verlassen, fünf von sieben Redakteuren folgten. Angwin will neutrale Datenanalysen vorlegen und wirft Geschäftsführerin Sue Gardner Aktivismus gegen Google und Facebook vor. Gardner widerspricht.
taz.de, turi2.de (Background)

Tech-Giganten und 17 Staaten unterzeichnen Christchurch-Appell im Kampf gegen Terrorvideos.


Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron bei einer Pressekonferenz zum "Christchurch-Gipfel" Elysée-Palast.

Anti-Terror-Pakt: Die Internetriesen Facebook, Twitter, Google, Microsoft und Amazon unterzeichnen gemeinsam mit 17 Staaten einen Christchurch-Appell. Das internationale Bündnis will gemeinsam die Ausbreitung von Gewalt und Extremismus im Netz bekämpfen. Die Initiative geht von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron sowie der neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern aus.

Die Unterzeichner versichern, dass Meinungsfreiheit sowie das freie Internet nicht beeinträchtigt werden sollen. Facebook hatte bereits im Vorfeld angekündigt, Regelverstöße mit einem Live-Streaming-Verbot zu ahnden. Microsoft, Twitter, Google und Amazon unterstützen den Aufruf und stelle Maßnahmen in Aussicht, etwa Terror-Inhalte künftig sofort zurückzuziehen.

Unter den 17 beteiligten Staaten sind u.a. Deutschland, Großbritannien und Australien. Die USA haben sich dem Abkommen nicht angeschlossen. Das Weiße Haus lies jedoch verlauten, dass man die Ziele grundlegend unterstütze, den Appell jedoch zur Zeit nicht mittragen könne.
mashable.com, abendblatt.de

Google veröffentlicht neue Werbeformate u.a. für YouTube.

Google erweitert sein Angebot an Werbeformaten und stellt u.a. das neue Tool Bumper Machine vor. Damit können lange Werbevideos in kurze Sechs-Sekünder umgewandelt werden. YouTube kann mit den sogenannten Discovery-Anzeigen auch von Kunden ohne eigenes Werbevideo genutzt werden. Die Anzeigen bestehen aus Titel, Bildern und Logos und sollen im YouTube-Startseitenfeed, bei G-Mail oder Discover ausgespielt werden.
horizont.net

Google macht München zum Datenschutz-Zentrum.

Google erreichtet in seinem Münchner Büro ein Zentrum für Datenschutz. Bis Ende des Jahres soll sich die Zahl der Mitarbeiter verdoppeln, auf mehr als 200. Die Programmierer arbeiten an verschiedenen Google-Produkten wie dem Passwortmanager, dem Google-Konto und dem Google-Sicherheitscheck. Google kündigt außerdem einen Förderfonds an, der europäische Sicherheits-Projekte mit 10 Mio Euro unterstützt.
googleblog.com (Datenschutz-Zentrum), googleblog.com (Förderfonds)

Lese-Tipp: So entstand die Browser-Partnerschaft zwischen Microsoft und Google.

Lese-Tipp: Microsoft kooperiert mit Google, um vom schnellen Entwicklungstempo der Browser-Konkurrenz nicht eingeholt zu werden, skizziert Jens Minor die Motive der Tech-Allianz. Die lukrativen Synergieeffekte könnten sich für Microsoft negativ auswirken, wenn die Browser-Entwicklungsarbeit mit Mitbewerber Google den eigenen Produkten schade.
googlewatchblog.de

Google und Amazon könnten Niederlassungen in Oberösterreich errichten.

Österreich: In Kronstorf könnten Google und Amazon künftig Standorte errichten, schreiben die "Oberösterreichischen Nachrichten". Bereits vor elf Jahren war dort eine Server-Farm von Google angedacht, woraus aber nichts wurde. Der Bürgermeister von Kronstorf bestätigt der Zeitung erneute Gespräche. Auch Amazon habe Interesse an einem Verteilzentrum in Oberösterreich.
nachrichten.at (Paid), diepresse.com

Hör-Tipp: Mehrere Tech-Journalisten sprechen über Googles angekündigte Neuerungen.

Hör-Tipp: Im BR-Podcast GeekWeek sprechen Britta Weddeling vom "Handelsblatt", Frederic Lardinois von TechCrunch, Sven Stein von der "Bild" und Matthias Kremp von Spiegel Online mit Gastgeber Marcus Schuler rund 50 Minuten über die Ankündigungen von Google auf seiner Entwicklerkonferenz I/O. Die Experten sprechen unter anderem über die Themen Datenschutz und KI. Privatsphäre werde in ihren Augen auch zum Marketing-Instrument
geek-week.de

Zahl des Tages: Google zählt 15 Mio zahlende Musik-Nutzer.

Zahl des Tages: Auf zusammen 15 Mio zahlende Nutzer kommt Google mit seinen Musikdiensten YouTube Music und Google Play Music, berichtet Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die 15 Mio enthalten auch Nutzer in der Testphase. Zum Vergleich: Spotify hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Mio zahlende Nutzer, Apple zählt 50 Mio.
bloomberg.com via theverge.com

Meinung: Tech-Verantwortliche handeln nicht absichtlich böse.

Facebook-LogoFacebook, Google und Co rutschen durch die "computerlogische Denkweise in der Tech-Industrie" in Skandale, glaubt Soziologe Oliver Nachtwey. Die Verantwortlichen dächten sich oft nichts Böses und nutzten schlichtweg die technischen Möglichkeiten, z.B. bei Google Streetview. Gesellschaftliche Probleme lösen sie laut Nachtwey durch Technologie, vergessen aber die Probleme, die daraus folgen – z.B. steigende Mietpreise durch Airbnb.
faz.net

Basta: Tech-Konzerne, filetiert aus den Familien-Reihen.

Der Apfel und der Stamm: Sophie Schmidt plant ein Magazin, das kritisch über die Macht der Tech-Konzerne berichtet. Mit Redakteuren der "New York Times", "Vanity Fair" und "Wired" berät sie aktuell die inhaltliche Ausrichtung. Vielleicht geht's auch um journalistische Grundregeln wie Unabhängigkeit – ist sie doch nicht irgendeine Schmidt, sondern Tochter des Ex-Google-Chefs.
handelsblatt.com

Zitat: Markus Beckedahl fordert Wege, um Facebook oder Google zu zerschlagen.

"Natürlich brauchen wir Wege, um marktdominante Plattformen wie Facebook oder Google zu zerschlagen."

Republica-Gründer Markus Beckedahl sagt im "Handelsblatt"-Interview, dass die EU-Kommission die Übernahme von WhatsApp durch Facebook annullieren sollte.
handelsblatt.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: Markus Beckedahl fürchtet, dass Facebook und Co. noch mächtiger werden. (05/2017)

Bitkom knüpft Datenteilungspflicht für Digitalkonzerne an Bedingungen.

Bitkom, Interessenverband der Digitalindustrie, fordert klarer definierte Bedingungen, wann der Zugang zu Daten von Digitalkonzernen wie Google oder Facebook erlaubt ist, schreibt das "Handelsblatt". Eine Marktmacht, wie von Bundesjustizministerin Barley angedacht, reiche allein nicht aus. Ähnlich wie bei Patenten, könnten die Inhaber die Nutzung zu "angemessenen Bedingungen" gestatten.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Meinung: Die Tech-Riesen in den USA treiben erfolgreich ihre eigene Transformation voran.

Tech-Riesen in den USA erfinden sich derzeit, obwohl hochprofitabel, überwiegend erfolgreich neu, schreiben Alexander Armbruster und Roland Lindner. Microsoft habe unter Satya Nadella die Verwandlung vom Windows-Konzern zu einem Cloud-Anbieter, der an Zukunftstechniken forscht, geschafft. Facebook wolle vom Social Network zum "digitalen Wohnzimmer" werden und auf Privatsphäre setzen, Apple dränge auf den Software und Inhalte-Markt. Amazon und Google versuchten, in die Breite zu wachsen.
"FAZ", S. 24 (Paid)

Lese-Tipp: Das "Handelsblatt" beleuchtet die Bedeutung von Lauschsprechern.

Lese-Tipp: Auf acht Seiten behandelt das "Handelsblatt" heute das Thema Datenschutz im Zeitalter von Alexa und Co. Christof Kerkmann, Sebastian Matthes und Christian Rickens beschreiben Fälle, die zeigen, wie viel Internetkonzerne nicht zuletzt dank Spracherkennung über uns wissen. Kritiker nennen die Situation "Überwachungskapitalismus" oder "Spionage 4.0".
"Handelsblatt", S. 52