Großbritannien: Facebook sperrt 137 Konten wegen hetzerischer Inhalte.

Facebook-LogoFacebook und Instagram sperrt erstmals in Großbritannien Konten wegen hetzerischen Verhaltens. 137 Profile und Seiten hätten sich als rechtsextrem und anti-rechtsextrem ausgegeben, um Hetze zu pushen. Die Seiten, darunter "Anti Far Right Extremists" oder "Atheists Research Centre hatten bei Facebook mehr als 175.000 Follower.
theguardian.com

Royal-soziale Medien sagen mit Benimm-Regeln Trollen den Kampf an.

Britisches Königshaus führt Benimm-Regeln für seine Social-Media-Kanäle ein. Diskriminierung, Werbung, Hetze oder Aufrufe zur Gewalt sowie eindeutig sexuelle Inhalte sind verboten. Wer dagegen verstößt, wird gelöscht, blockiert oder den Behörden weitergereicht. Vor allem Herzogin Meghan und Herzogin Kate stehen unter verbalem Beschuss von Trollen und Hatern.
faz.net, royal.uk

BBC und der Privatsender ITV starten gemeinsamen Streaming-Dienst BritBox.

BBC-Logo-150x150BBC und der Privatsender ITV bündeln in Großbritannien ihre Kräfte gegen Netflix und wollen noch 2019 die gemeinsame Streaming-Plattform BritBox starten. Das Bezahlangebot soll Archivware der beiden Sender enthalten sowie eigenes produzierte, britische Formate. Ihre neusten Sendungen behalten BBC und ITV jedoch für ihre eigenen Angebote. Die britische Medienaufsicht hat bereits grünes Licht gegeben, vor rund zehn Jahren blockierte sie noch ein ähnliches Vorhaben. In den USA bieten BBC und ITV BritBox bereits an.
theguardian.com

UK-Parlamentsbericht wirft Facebook bewussten Verstoß gegen den Datenschutz vor.

Facebook-LogoFacebook: Ein Bericht in einem Parlamentsausschuss in Großbritannien wirft dem Konzern vor, "vorsätzlich und wissentlich" gegen Datenschutz- und Wettbewerbsregeln zu verstoßen. Der rund 100 Seiten umfassende Bericht untersucht die Rolle von Fake News im US-Wahlkampf und im Umfeld des Brexit-Referendums. Das Schreiben nennt das deutsche NetzDG als positives Beispiel, wie die Verbreitung von Fake News unterbunden werden könne.
manager-magazin.de

Telegraph Media verlagert die Medienproduktion komplett in die Google Cloud.


Alles nur gecloud: Die Telegraph Media Group will im Laufe des Jahres mit der gesamten Medienproduktion in die Google Cloud umziehen. Das britische Medienhaus will so die Abläufe im eigenen Unternehmen verbessern. Die Google-KI soll Journalisten bei ihrer Arbeit unterstützen und u.a. bei der Bildersuche helfen. In der "My Telegraph"-App soll die Google-Technologie den Lesern personalisierte Nachrichten hinsichtlich Interessen und auch bevorzugten Journalisten ausspielen.

Auch der Druck des "Daily Telegraph" soll durch die Google-KI optimiert und umweltfreundlicher werden. So soll die Print-Nachfrage täglich neu berechnet und damit Remittenden minimiert werden. Die Telegraph Media Group wendet sich damit von Amazons Cloud-Sparte AWS ab, mit der sie bisher auch teilweise zusammengearbeitet hat.
horizont.net, cloud.google.com

Discovery beantragt wegen des Brexits eine TV-Lizenz in Deutschland.

Discovery beantragt bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien aufgrund des drohenden Brexits Lizenzen für 19 internationale TV-Kanäle. Die Medienanstalt soll Mitte Februar darüber entscheiden. Kommt es zum Brexit, verliert die Sendelizenz außerhalb Großbritanniens ihre Gültigkeit. Vorsorglich hatte u.a. auch DAZN eine deutsche Lizenz beantragt.
broadbandtvnews.com, turi2.de (Background)

"Daily Telegraph" entschuldigt sich mit Geldzahlung bei Melania Trump.

Daily Telegraph entschuldigt sich in einem Schreiben bei der amerikanischen First Lady Melania Trump und überweist ihr eine "erhebliche Summe". Die britische Zeitung bezieht sich auf eine Titelgeschichte, die im Januar veröffentlicht wurde. Darin hieß es u.a., dass Trumps Model-Karriere erfolglos gewesen sei, bevor sie Donald Trump getroffen habe.
telegraph.co.uk, spiegel.de

Zahl des Tages: Brexit-Debatten beflügeln Zuschauerzahlen von BBC Parliament.

Zahl des Tages: Auf durchschnittlich 293.000 Zuschauer pro Tag kommt der Spartensender BBC Parliament in der zweiten Jahreswoche dank Brexit-Diskussionen. Doppelt so viele Zuschauer wie sonst schalteten das Phoenix der BBC ein, um Debatten zu sehen, die selbst den Nachrichten­sendern BBC News und Sky News zu speziell und langatmig waren.
theguardian.com

Basta: Dyson zieht Zentrale aus Großbritannien ab.

Mach die Düse: Der britische Staubsauger- und Luftgeräte-Hersteller Dyson vollzieht den Brexit und verlegt seinen Hauptsitz nach Singapur. Offiziell, weil sich die Kunden heute mehrheitlich in Asien befänden. Firmenchef James Dyson war einst glühender Brexit-Befürworter, doch gegen die heiße Luft um den EU-Ausstieg kommen auch die stärksten Dyson-Ventilatoren nicht an.
manager-magazin.de

DAZN beantragt wegen des Brexits eine TV-Lizenz in Deutschland.

DAZN beantragt aufgrund des eventuell drohenden Brexits eine deutsche Lizenz bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Der Antrag beziehe sich auf die Länder Deutschland, Österreich, Italien und Spanien und sei bereits am 20. Dezember eingegangen, berichtet DWDL. Bislang sind der Streamingdienst sowie seine beiden Sender für Gastronomen bei der britischen Ofcom lizenziert.
dwdl.de

Zitat: Michael Hanfeld sieht Facebook als großen Gewinner des Brexits.

"Wie immer die Sache also ausgeht und wie teuer ein Platz auf der Fähre wird und wie lange die Überfahrt künftig dauert, einen Gewinner kennt der Brexit schon jetzt: den amerikanischen Digitalkonzern Facebook."

Michael Hanfeld kürt Facebook zum Gewinner der ewig währenden Brexit-Verhandlungen. Allein die britische Regierung habe in der vergangenen Woche knapp 100.000 Pfund für Werbung in dem Sozialen Netzwerk ausgegeben.
faz.net

RT Deutsch hat kaum Chancen auf deutsche Sendelizenz.

RT Deutsch hat kaum Chancen auf eine Rundfunklizenz in Deutschland, schreibt Timo Niemeier. RT finanziert sich aus dem Staatshaushalt Russlands, sodass eine Zulassung gemäß Rundfunkstaatsvertrag ausgeschlossen scheint. Bis zum Brexit ist das englische RT von der britischen Medienaufsicht Ofcom lizensiert. Ex-MDR-Chefredakteur Wolfgang Kenntemich solle laut "Bild" helfen, in Deutschland eine Sendelizenz zu erhalten. Das Programm ist bisher online empfangbar.
dwdl.de, tagesspiegel.de (Finanzierung), turi2.de (Background)

Basta: 150 Lastwagen proben unkontrollierten Brexit.

Die wollen (nicht) nur spielen: Montag wird ein großer Tag in der Brexit-Geschichte - doch statt nach Brüssel oder London blicken die Briten auf einen stillgelegten Flughafen im Südosten Englands: 150 Lastwagen proben erstmals, wie sich keine Brexit-Einigung auswirke. Die britisch-vornehme Zurückhaltung dürfte enden, wenn EU-Grenzkontrollen den Warenverkehr stören.
news.sky.com

NBC Universal beantragt wegen Brexits TV-Lizenzen in Bayern.

NBC Universal beantragt wegen des Brexits sechs Lizenzen für TV-Sender bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Sie werden gebraucht, falls sich die Briten ohne Abkommen aus der EU zurückziehen. Sender wie Syfy und E! Entertainment haben Lizenzen der britischen Aufsichtsbehörde Ofcom. Zulassungen für 500 europäische Sender könnten laut Infosat ungültig werden.
infosat.de, turi2.de (Background Turner-Lizenzen)

Julian Assange kann die Botschaft verlassen, sagt Ecuadors Präsident.

Julian Assange könnte die ecuadorianische Botschaft verlassen, sagt Präsident Lenin Moreno in einem Interview. Die UK-Regierung habe zugesichert, den Wikileaks-Gründer nicht in ein Land abzuschieben, in dem ihm die Todesstrafe drohe. Assange hält sich seit mehr als sechs Jahren in der Botschaft auf und ist inzwischen ecuadorianischer Staatsbürger. Seine Anwälte würden die nächsten Schritte abwägen.
sueddeutsche.de

UK-Parlament veröffentlicht interne Facebook-Dokumente.


Transparenz vor Intransparenz: Das britische Parlament veröffentlicht Auszüge aus internen Facebook-Dokumenten im Rahmen der Untersuchungen des Datenskandals um Cambridge Analytica. Die Dokumente wurden Ende November vom App-Entwickler Six4Three beschlagnahmt. In den veröffentlichten Papieren befinden sich u.a. E-Mails von und an Facebook-Chef Mark Zuckerberg sowie weitere leitende Führungskräften von Facebook.

Damian Collins, Vorsitzender des Ausschusses für Digitales, Kultur, Medien und Sport im UK-Parlaments, fasst die Ergebnisse der Untersuchung in sechs Punkten zusammen. Facebook habe u.a. die Daten von Anrufen und Textnachrichten von Android-Nutzern gespeichert und versucht, dies vor den Nutzern zu verbergen. Auch Daten über die Nutzung von Apps soll Facebook so abgegriffen haben – Ziel sei es gewesen, durch das unwissentliche Ausspähen der Smartphone-Nutzung herauszufinden, wer die größten Konkurrenten sind und welches Unternehmen sich Facebook demnach als nächstes einverleiben sollte.

Derweil mache sich unter den Facebook-Angestellten Unmut aufgrund der anhaltenden negativen Berichterstattung breit, berichtet BuzzFeed. Sowohl aktuelle als auch ehemalige Mitarbeiter beschreiben die Atmosphäre innerhalb des Unternehmens als angespannt und teilweise sogar feindselig. Man hoffe intern "auf einen Sundar- oder Dara-Moment" – also einen Führungswechsel und den Rücktritt von Gründer Zuckerberg. Unter den Angestellten wachse außerdem die Paranoia – sie haben teilweise separate Telefone, um mit Kollegen über Facebook zu lästern.
cnet.com, buzzfeednews.com

Turner beantragt wegen Brexit Ersatz-Lizenzen bei der BLM.

Turner Broadcasting beantragt als Brexit-Vorbereitung sechs Lizenzen für internationale TV-Sender bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Es geht um die Kanäle TCM für Irland und Malta, Griechenland, Frankreich, WBTV in Frankreich sowie TNT in Polen und Rumänien. Die Lizenzen dafür stammen bisher von der britischen Aufsichtsbehörde Ofcom. Mit dem Brexit stünde Turner sonst gegebenenfalls ohne Sendelizenzen da.
new-business.de