Bild des Tages: Tesco eröffnet ersten Discounter-Markt Jack’s.


Angst vor Aldi: Tesco wirbt an einem Gemüseregal in seinem neu eröffneten Discounter mit frischen Produkten zu frischen Preisen. Unter der neuen Marke Jack's eröffnet heute im britischen Chatteris in Cambridgeshire der erste Discounter der Supermarktkette, mit denen sich Tesco vor der zunehmenden Konkurrenz durch Aldi und Lidl schützen will. Jack's erhält seinen Namen von Jack Cohen, der 1919 das Geschäft gründete, das sich später zu Tesco entwickelt hat. (Foto: Joe Giddens / empics / Picture Alliance)

Gericht: Großbritannien hätte Journalisten nicht ausspähen dürfen.

Großbritannien hat mit der massenhaften Ausspähung der E-Mails von Journalisten gegen die Meinungs- und Pressefreiheit verstoßen, urteilt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Der Geheimdienst werde nicht "angemessenen und unabhängig" kontrolliert, welche E-Mails er untersucht, sei nicht klar definiert. Zu den 16 Klägern gehörten Enthüllungsjournalisten, die Vereinigung Big Brother Watch und NGOs. Sie klagten, nachdem Edward Snowden 2013 die Spionagepraxis der Geheimdienste in den USA und in Großbritannien aufdeckte.
derstandard.at

UK: Verdächtiger Transporter legt BBC-Funkhaus in London lahm.

BBC-Logo-150x150BBC: Die Polizei hat das Londoner Funkhaus wegen einer Bombendrohung abgeriegelt. Grund dafür war ein vor dem Bürogebäude parkender verdächtiger Transporter. Mithilfe eines Roboters nahm die Polizei drei kontrollierte Sprengungen vor. Die Mitarbeiter der BBC wurden in einer internen Mail dazu aufgefordert, sich von den Fenstern fernzuhalten. In dem Transporter befanden sich jedoch lediglich Kartons und ein Motorrad.
theguardian.com

Burda übernimmt "BBC GoodFood".

Burda übernimmt über seine britische Tochter Immediate Media die Zeitschrift BBC GoodFood samt Digital- und Events-Geschäft von den BBC Studios. Die Zeitschrift hat laut Burda 1,3 Mio Leser monatlich und erreicht online 22 Mio Nutzer. Chris Kerwin, bisher "BBC GoodFood"-Verlagsleiter, lenkt als Managing Director bei Immediate Media künftig die gesamte Food-Einheit inklusive der bestehenden Marke "Olive".
burda.com

Basta: Ikea lässt Stau-Opfer im Möbelhaus übernachten.

Eine Nacht hinter schwedischen Gardinen: Nach einem LKW-Unfall im britischen Thurrock samt Vollsperrung der Autobahn M25 sind rund 200 gestrandete Autofahrer in einen Genuss gekommen, von dem manche seit Langem träumen: Sie durften im nahen Ikea-Möbelhaus übernachten. Ob sie ihre Betten selbst zusammenbauen mussten, ist nicht überliefert.
bild.de, dailymail.co.uk

"Economist" erzielt Plus in Print und digital.


Wirtschaftswachstum: Das britische Nachrichtenmagazin "Economist" meldet für das erste Halbjahr ein deutliches Plus. Insgesamt stieg der Vertriebsumsatz um 14 %. Die Printauflage legt um 1,4 % auf im Schnitt 1,4 Mio Exemplare zu. Dennoch gewinnt der Digitalbereich an Bedeutung: Hier verkauft das Magazin 14,9 % mehr Abos. Damit tragen digitale Erlöse ein Drittel zum Vertriebsumsatz bei.

56 % der gedruckten Ausgaben und 48 % der Digitalabos verkauft der "Economist" in Nordamerika. Dahinter folgt der britische Heimmarkt mit 18 % in Print und 21 % im Digitalen, gefolgt vom Rest Europas, wo das Magazin 15 % seiner Print- und 14 % seiner Digitalabos vertreibt.
dnv-online.net

Amazon plant Versicherungsvergleichsseite in Großbritannien.

Amazon bereitet offenbar den Start einer Seite zum Vergleich von Versicherungen in Großbritannien vor, berichtet Reuters. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf drei Führungskräfte aus der Branche, mit denen Amazon Gespräche geführt habe. Amazon habe wissen wollen, ob die Versicherungen Angebote über ein Amazon-Portal verkaufen würden. Ein Start des Portals stehe aber noch nicht unmittelbar bevor.
reuters.com

Nach Protesten: "FT"-Boss Ridding zahlt Teil seines Gehalts zurück.

Financial Times: CEO John Ridding reagiert auf Proteste der Belegschaft und gibt mehr als eine halbe Mio Pfund seiner Einkünfte zurück. Für 2017 hatte Ridding 2,55 Mio Pfund erhalten, mehr als die Hälfte des operativen Gewinns der Zeitung. 510.000 davon sollen nun in die Entwicklung des Wirtschaftsblatts fließen und u.a. dafür sorgen, dass Frauen bessere Aufstiegschancen bekommen.
spiegel.de

Korrektur 18.35 Uhr:
In einer früheren Version dieser Meldung hat turi2 eine falsche Zahl genannt. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Basta: 183 Jahre altes Gesetz verhindert Start von E-Scooter-Startups im UK.

Aus der Zeit gefallen: Anbieter von E-Scootern wie Bird, Lime, Jump und Spin können in Großbritannien nicht starten. Auf den Straßen fehlt den E-Scootern die Zulassung. Auf dem Bürgersteig, wo sie für gewöhnlich in anderen Ländern fahren, dürfen sie auf der Insel aber auch nicht ran. Ein 183 Jahre altes Gesetz verbietet es, dort Pferde, Esel oder anderen Fahrzeugen fortzubewegen.
businessinsider.de

Basta: Australier können sich kostenlos ein Bild von der Queen bestellen.

Königliches Angebot: Australier sehen HM Queen Elizabeth II. eher selten im eigenen Land. Damit die Monarchisten in Down Under nicht in Sehnsucht zerfließen, können sie bei ihrem zuständigen Abgeordneten kostenfrei ein Bild ihres Staatsoberhauptes anfordern. Die Briten müssen hingegen für ihren Patriotismus zahlen.
vice.com, mashable.com

Studie: Konsumenten bevorzugen E-Mails im Direktmarketing.

apple mailDirektmarketing: 73 % der Konsumenten in Großbritannien empfangen gezielte Werbung am liebsten oder zweit liebsten per E-Mail, sagt eine DMA-Studie. Dahinter folgt mit 41 % das klassische Mailing per Post. Social Media erreicht lediglich 22 %. Neue Produkte und Services nehmen Kunden kaum per Mail, sondern eher im TV oder direkt im Laden wahr.
mediapost.com

Jüdische, britische Zeitungen warnen vor Antisemitismus der Labour-Partei.

Großbritannien: Die drei größten jüdischen Zeitungen "Jewish News", "Jewish Chronicle" und "Jewish Telegraph" erscheinen diese Woche mit gleichen Titelseiten, um auf die "existenzielle Bedrohung jüdischen Lebens in diesem Land" aufmerksam zu machen, die sie durch die Labour-Partei befürchten. Die drei Blätter sind eigentlich Konkurrenten. Großbritannien hat nach Frankreich die zweitgrößte jüdische Gemeinde Europas.
taz.de

Modelabel Bench schließt seine Filialen auch in Deutschland.

Bench, insolventes Modelabel aus Großbritannien, muss auch in Deutschland, Österreich und den Niederlanden alle 14 Filialen dicht machen. Von der Schließungswelle sind 100 Mitarbeiter betroffen, die Läden sollen spätestens bis Mitte August schließen. Der neue Markeneigentümer habe kein Interesse an der Fortführung des bestehenden Filialnetzes, teilt der Insolvenzverwalter mit.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Sänger Cliff Richard bekommt 236.000 Euro Schadenersatz von der BBC.

BBC muss Cliff Richard 236.000 Euro Schadenersatz zahlen. Der Sender hatte 2014 über eine Razzia im Londoner Haus des britischen Sängers berichtet und dabei u.a. einen Hubschrauber eingesetzt. Das Gericht kritisiert die "sensationslüsterne Art" der Berichterstattung und sieht eine Verletzung der Privatsphäre. Die Beamten ermittelten wegen eines Vorwurfs der sexuellen Belästigung aus den 1980er Jahren. Es kam nie zu einer Anklage.
nytimes.com

Öffis finanzieren sich in den meisten europäischen Ländern durch Gebühren.

Öffentlich-Rechtliche finanzieren sich in Europa meist mit einem ähnlichen Modell wie in Deutschland. Die Rundfunkanstalt SRG in der Schweiz setzt überwiegend auf Gebühren, in Österreich variieren sie für den ORF je nach Wohnort. Dänemark erhebt eine Rundfunkgebühr pro Haushalt, will sie aber 2022 abschaffen und ersetzt sie durch Änderungen des persönlichen Steuer-Freibetrags. In Großbritannien zahlt jeder Haushalt einen Festbetrag für die BBC, die Niederlande finanzieren den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus Steuermitteln.
digitalfernsehen.de

Britisches Unternehmen verklagt türkische Regierung auf 5 Mrd US-Dollar.

Türkei Flagge 150Türkei: Die britische Investmentfirma Ipek Investment verklagt die türkische Regierung. Sie fordert vor dem Schiedsgericht der Weltbank 5 Mrd US-Dollar für die Schließung regierungskritischer Medien. Die Firma hält Anteile an der Ipek-Mediengruppe. Anleger können Staaten bei bilateralen Investitionsabkommen vor Schiedsgerichten verklagen.
derstandard.at

Zahl des Tages: BBC-Sport-Moderator Gary Lineker bekommt das höchste Gehalt.

BBC-Logo-150x150Zahl des Tages: Mit einem Jahresgehalt von 1,75 Mio Pfund, fast 2 Mio Euro, ist Sport-Moderator Gary Lineker der höchstbezahlte BBC-Mitarbeiter. In der Top 20 der Top-Verdiener stehen nur zwei Frauen. Einige Männer verzichten zugunsten gleicher Bezahlung auf einen Teil ihres bisherigen Gehalts. Lineker gehört nicht dazu.
bbc.co.uk via theguardian.com, nytimes.com

Datenskandal: UK verhängt über Facebook eine vorläufige Strafe von 500.000 Pfund.

Facebook: Der Datenschutzbeauftragte Großbritanniens verhängt eine vorläufige Strafe über Facebook für die Versäumnisse im Datenskandal um Cambridge Analytica in Höhe von 500.000 Pfund – das höchste Strafmaß, das in einem solchen Fall verhängt werden kann. Es handelt sich dabei allerdings nur um eine angedrohte Strafe, nach Verhandlungen mit Facebook soll es im Oktober ein weiteres Update geben.
bloomberg.com, washingtonpost.com, turi2.de (Background)

Zitat: Richard Branson will sein nächstes Buch auf dem Mond schreiben.

"Mein nächstes Buch werde ich in einem Liegestuhl auf dem Mond schreiben – mit einem Blick zurück auf die Erde."

Richard Branson, Virgin-Gründer und Multimillionär, will sich mit seiner Space-Abteilung Virgin Galactic selbst ins All schießen und dort an der Fortsetzung seiner Biografie arbeiten, erklärt er im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".
sueddeutsche.de

Uber darf in London wieder durchstarten – für 15 Monate.


London Uberground: Uber setzt sich in seinem Berufungsverfahren durch, fährt in den nächsten 15 Monaten jedoch nur mit angezogener Handbremse und einer vorläufigen Lizenz für den weiteren Betrieb in London. Das Gericht gewährte diesen zeitlichen Spielraum, damit Uber weiter daran arbeiten kann, die Vorgaben der Londoner Verkehrsbehörde Transport for London (TfL) zu erfüllen. Nach sechs Monaten sollen die Fortschritte überprüft werden. Hält sich Uber an die Bewährungsauflagen, kann es darauf hoffen, sich um eine reguläre Lizenz für fünf Jahre bemühen zu dürfen.

TfL hatte Ubers Lizenz im September nicht verlängert, die Behörde warf dem Taxi-Schreck verantwortungsloses Verhalten u.a. im Hinblick auf das Melden von Straftaten vor. Uber erhob Einspruch, durfte in der Zwischenzeit jedoch weiter in London operieren. Uber greift in London auf ein Netz von 48.000 registrierten Fahrern zurück. Die Verfahrenskosten für den Fahrdienstvermittler belaufen sich auf 425.000 Pfund.
techcrunch.com, handelsblatt.com, turi2.de (Background) (Foto: Yui Mok / empics / Picture Alliance)

Basta: Bei der Hochzeit von Rose Leslie und Kit Harington ist was im Busch.

Groupie Is Coming: Rose Leslie und Kit Harington, Stars der Erfolgsserie Game of Thrones, haben sich bei ihrer Trauung am Samstag kein Beispiel an Harry und Meghan genommen – der Pöbel musste leider draußen bleiben. Für einen Superfan jedoch kein Grund, das Spektakel zu verpassen: Die Sicht aus dem Gebüsch neben der Kirche war auch akzeptabel.
mashable.com (Foto: Jane Barlow / AP / Picture Alliance)

Zahl des Tages: Britische Regierung erlässt Netflix 174.000 Pfund Steuern.

Zahl des Tages: Rabattierte 174.000 Pfund Steuern erlässt die britische Regierung Netflix 2017. Die Steuergutschrift habe Netflix erhalten, weil Dreharbeiten für den Film War Machine u.a. im englischen Surrey stattgefunden haben. Trotz Einnahmen von rund 500 Mio Pfund zahlt Netflix 2017 auch keine Körperschaftssteuer im UK – der Sitze der Firma liegt in den Niederlanden.
theguardian.com

Studie: Tweets sind in der Nacht besonders emotional.

Twitter: Tweets werden nachts von existenziellen Ängsten dominiert, erforscht ein Team der University of Bristol. Über vier Jahre haben die Forscher 800 Mio Tweets aus den 54 größten Ballungsräumen Großbritanniens hinsichtlich des emotionalen und kognitiven Zustands der Absender ausgewertet. Auffällig waren außerdem die Morgenstunden, hier häuften sich Tweets, die eher auf analytisches Denken hindeuten.
sueddeutsche.de

"Zeit" und Zeit Online starten internationalen Aufruf an Whistleblower.


Whistleblower-Werbung: Die "Zeit" und Zeit Online richten einen internationalen Aufruf an Whistleblower aus IT-Unternehmen. Neben dem Hamburger Medienhaus beteiligen sich außerdem die französische Internet-Zeitung Mediapart, der britische Daily Telegraph, das US-Portal The Intercept sowie die britische Internet-Zeitung WikiTribune. Der Aufruf der Medienhäuser richtet sich an Mitarbeiter, die hinter den Kulissen von IT-Unternehmen arbeiten und u.a. im Umgang mit Daten oder der Zusammenarbeit mit Geheimdiensten Missstände entdecken.

Der Kontakt zu den Redaktionen erfolgt über verschlüsselte Telefonnummern, E-Mail-Postfächer oder den anonymen digitalen Briefkasten von Zeit Online. Gemeinsam erreichen die beteiligten Medien ein globales Publikum mit mehr als 46 Mio Lesern in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch).

Für die Absicherung der Whistleblower arbeiten die Medien mit The Signals Network zusammen. In der gemeinnützige US-Stiftung kümmern sich die Whistleblower Antoine Deltour und John Kiriakou zusammen mit Menschenrechtsnawalt Ben Wizner um den Schutz der Whistleblower, um Anwälte, psychologische Betreuung bis hin zu einer sicheren Unterbringung im Ernstfall.
"Zeit" 26/2018, S. 27 (Paid), zeit.de, thesignalsnetwork.org

Bild des Tages: Londoner gedenken des Brandes im Grenfell Tower vor einem Jahr.


Grenfell-Gedenken: Londoner, darunter Überlebende und Hinterbliebene der Opfer, versammeln sich mit weißen Rosen bei einer Gedenkveranstaltung für den Brand im Grenfell Tower vor einem Jahr. Bei dem Feuer in der West-Londoner Wohnanlage starben 72 Menschen. So viele Menschen sind seit dem Zweiten Weltkrieg in Großbritannien nicht mehr durch einen Brand ums Leben gekommen. (Foto: Stefan Rousseau / AP / Picture Alliance)