DAZN beantragt wegen des Brexits eine TV-Lizenz in Deutschland.

DAZN beantragt aufgrund des eventuell drohenden Brexits eine deutsche Lizenz bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Der Antrag beziehe sich auf die Länder Deutschland, Österreich, Italien und Spanien und sei bereits am 20. Dezember eingegangen, berichtet DWDL. Bislang sind der Streamingdienst sowie seine beiden Sender für Gastronomen bei der britischen Ofcom lizenziert.
dwdl.de

Zitat: Michael Hanfeld sieht Facebook als großen Gewinner des Brexits.

"Wie immer die Sache also ausgeht und wie teuer ein Platz auf der Fähre wird und wie lange die Überfahrt künftig dauert, einen Gewinner kennt der Brexit schon jetzt: den amerikanischen Digitalkonzern Facebook."

Michael Hanfeld kürt Facebook zum Gewinner der ewig währenden Brexit-Verhandlungen. Allein die britische Regierung habe in der vergangenen Woche knapp 100.000 Pfund für Werbung in dem Sozialen Netzwerk ausgegeben.
faz.net

RT Deutsch hat kaum Chancen auf deutsche Sendelizenz.

RT Deutsch hat kaum Chancen auf eine Rundfunklizenz in Deutschland, schreibt Timo Niemeier. RT finanziert sich aus dem Staatshaushalt Russlands, sodass eine Zulassung gemäß Rundfunkstaatsvertrag ausgeschlossen scheint. Bis zum Brexit ist das englische RT von der britischen Medienaufsicht Ofcom lizensiert. Ex-MDR-Chefredakteur Wolfgang Kenntemich solle laut "Bild" helfen, in Deutschland eine Sendelizenz zu erhalten. Das Programm ist bisher online empfangbar.
dwdl.de, tagesspiegel.de (Finanzierung), turi2.de (Background)

Basta: 150 Lastwagen proben unkontrollierten Brexit.

Die wollen (nicht) nur spielen: Montag wird ein großer Tag in der Brexit-Geschichte - doch statt nach Brüssel oder London blicken die Briten auf einen stillgelegten Flughafen im Südosten Englands: 150 Lastwagen proben erstmals, wie sich keine Brexit-Einigung auswirke. Die britisch-vornehme Zurückhaltung dürfte enden, wenn EU-Grenzkontrollen den Warenverkehr stören.
news.sky.com

NBC Universal beantragt wegen Brexits TV-Lizenzen in Bayern.

NBC Universal beantragt wegen des Brexits sechs Lizenzen für TV-Sender bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Sie werden gebraucht, falls sich die Briten ohne Abkommen aus der EU zurückziehen. Sender wie Syfy und E! Entertainment haben Lizenzen der britischen Aufsichtsbehörde Ofcom. Zulassungen für 500 europäische Sender könnten laut Infosat ungültig werden.
infosat.de, turi2.de (Background Turner-Lizenzen)

Julian Assange kann die Botschaft verlassen, sagt Ecuadors Präsident.

Julian Assange könnte die ecuadorianische Botschaft verlassen, sagt Präsident Lenin Moreno in einem Interview. Die UK-Regierung habe zugesichert, den Wikileaks-Gründer nicht in ein Land abzuschieben, in dem ihm die Todesstrafe drohe. Assange hält sich seit mehr als sechs Jahren in der Botschaft auf und ist inzwischen ecuadorianischer Staatsbürger. Seine Anwälte würden die nächsten Schritte abwägen.
sueddeutsche.de

UK-Parlament veröffentlicht interne Facebook-Dokumente.


Transparenz vor Intransparenz: Das britische Parlament veröffentlicht Auszüge aus internen Facebook-Dokumenten im Rahmen der Untersuchungen des Datenskandals um Cambridge Analytica. Die Dokumente wurden Ende November vom App-Entwickler Six4Three beschlagnahmt. In den veröffentlichten Papieren befinden sich u.a. E-Mails von und an Facebook-Chef Mark Zuckerberg sowie weitere leitende Führungskräften von Facebook.

Damian Collins, Vorsitzender des Ausschusses für Digitales, Kultur, Medien und Sport im UK-Parlaments, fasst die Ergebnisse der Untersuchung in sechs Punkten zusammen. Facebook habe u.a. die Daten von Anrufen und Textnachrichten von Android-Nutzern gespeichert und versucht, dies vor den Nutzern zu verbergen. Auch Daten über die Nutzung von Apps soll Facebook so abgegriffen haben – Ziel sei es gewesen, durch das unwissentliche Ausspähen der Smartphone-Nutzung herauszufinden, wer die größten Konkurrenten sind und welches Unternehmen sich Facebook demnach als nächstes einverleiben sollte.

Derweil mache sich unter den Facebook-Angestellten Unmut aufgrund der anhaltenden negativen Berichterstattung breit, berichtet BuzzFeed. Sowohl aktuelle als auch ehemalige Mitarbeiter beschreiben die Atmosphäre innerhalb des Unternehmens als angespannt und teilweise sogar feindselig. Man hoffe intern "auf einen Sundar- oder Dara-Moment" – also einen Führungswechsel und den Rücktritt von Gründer Zuckerberg. Unter den Angestellten wachse außerdem die Paranoia – sie haben teilweise separate Telefone, um mit Kollegen über Facebook zu lästern.
cnet.com, buzzfeednews.com

Turner beantragt wegen Brexit Ersatz-Lizenzen bei der BLM.

Turner Broadcasting beantragt als Brexit-Vorbereitung sechs Lizenzen für internationale TV-Sender bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Es geht um die Kanäle TCM für Irland und Malta, Griechenland, Frankreich, WBTV in Frankreich sowie TNT in Polen und Rumänien. Die Lizenzen dafür stammen bisher von der britischen Aufsichtsbehörde Ofcom. Mit dem Brexit stünde Turner sonst gegebenenfalls ohne Sendelizenzen da.
new-business.de

Facebook legt Berufung gegen britische Cambridge-Analytica-Strafe ein.

Facebook-LogoFacebook legt Berufung gegen eine Geldstrafe ein, die Großbritannien im Rahmen des Cambridge-Analytica-Skandals erheben will. Die Datenschutz-Behörde ICO verlangt 500.000 Pfund (rund 560.000 Euro). Facebook wehrt sich, weil die Behörde in ihrer Begründung aus Sicht des Unternehmens grundlegende Prinzipien infrage stellt, wie Informationen online geteilt werden. Es fehle außerdem eine rechtliche Grundlage, weil keine Daten britischer Nutzer betroffen waren.
theguardian.com, turi2.de (Background)

Der "Economist" reformiert seinen Ruf, um Leserinnen zu locken.

The Economist 150Economist arbeitet an mehr Diversität im Leser(innen)-Marketing. Nur ein Viertel der Abonnenten sind Frauen. 16 Redakteurinnen und Marketing-Mitarbeiterinnen verändern deshalb die Ansprache, schreibt Thomas Hahn: Der "Economist" will nicht mehr aus einer Machtposition von oben herab kommunizieren, sondern häufiger Fragen stellen und den Dialog suchen. An entscheidenden Stellen sitzen Frauen: Zanny Minton ist Chefredakteurin, Marina Haydn Marketingchefin. Der "Economist" gewann zuletzt in Print und Digital Kunden.
"Süddeutsche Zeitung", S. 23 (Paid)

Aufsicht verbietet TV-Werbung von Iceland Foods als zu politisch.

Iceland Foods, britische Supermarkt-Kette, darf einen ursprünglich von Greenpeace erstellten TV-Clip nicht senden. Die Medienaufsicht stuft den Spot als zu politisch ein. Er zeigt einen Comic-Affen, behandelt die Auswirkungen menschlicher Abholzung des Regenwaldes und schließt mit der Botschaft, Iceland würde auf Produkte mit Palmöl verzichten. Iceland wollte den Clip im Weihnachtsgeschäft ausstrahlen.
telegraph.co.uk

Liz Corbin hat trotz Brexit keine Angst vor Bedeutungsverlust von BBC World News.


Brexit, so what? Liz Corbin, News-Chefin von BBC World News, hat keine Sorge, dass das weltweite Interesse am internationalen, kommerziellen Nachrichtensender der BBC nach dem Brexit sinken könnte: "Die BBC ist schon viel älter als die Europäische Union und hat ihren Platz in der Welt", sagt sie im Interview mit Horizont und turi2.tv bei den Medientagen München. Mit weltweit mehr Mitarbeitern als jeder andere Newskanal werde sich BBC World News auch künftig dem internationalen, unabhängigen Journalismus verschreiben.

"Wir sind nicht das Sprachrohr des Vereinigten Königreichs oder der Regierung", entgegnet sie ganz entschieden auf die Frage nach politischer Einflussnahme. Die BBC sei immer noch die "vertrauenswürdigste Nachrichtenmarke der Welt", sagt Corbin. Damit das so bleibt, müsse der Sender weiterhin "relevant, genau und unparteiisch" sein. Das gelte auch für die unterschiedlichen Ansichten über den bevorstehenden Brexit.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Großbritannien will von den Tech-Giganten bis zu 400 Mio Pfund Steuern jährlich einsammeln.

Großbritannien: Schatzkanzler Philip Hammond kündigt eine Steuer für Tech-Firmen an. Facebook, Amazon, Google und Co müssen ihre Einnahmen, die sie durch britische Nutzer erzielen, mit 2 % versteuern. Hammond erhofft sich davon bis 2020 jährlich 400 Mio Pfund für die Staatskasse.
theguardian.com, businessinsider.de

Zitat: "Doctor Who" bräuchte eigentlich gar kein Geschlecht, findet Jodie Whittaker.

"Eine Frau kann genauso viel Qualität mitbringen, wie ein Mann. An den Anblick müssen sich manche aber erst einmal gewöhnen."

Jodie Whittaker, nach 55 Jahren die erste Frau als Doctor Who, ist froh, dass Zuschauer über sie als weiblichen Doktor so aufgeregt sind. Das Thema nerve sie nicht, da es ihr sehr am Herzen liege, verrät sie im DWDL-Interview.
dwdl.de

Studie: Print-Publikum wandert nicht automatisch ins Digitale.

News-Konsum verschiebt sich mit dem Ende der gedruckten Tageszeitung nicht automatisch ins digitale Angebot, zeigt ein Blick auf den britischen The Independent. Print-Leser waren vor der Einstellung der Zeitung für 81% des Konsums verantwortlich und lasen 37 bis 50 Minuten – Online-Leser nur 6 Minuten im Monat. Das änderte sich beim Print-Aus kaum, beobachten die Wissenschaftler Neil Thurman und Richard Fletcher. Die Zeitungs-Fans lesen nach dem Aus nicht unbedingt weniger, sondern wechseln zur Print-Konkurrenz.
niemanlab.org, city.ac.uk (Studie)

Comcast erhält den Zuschlag für Sky-Übernahme.


Letztes Gebot: Der US-Kabel-Gigant Comcast erhält im Übernahmekampf um Sky den Zuschlag. Rupert Murdochs 21st Century Fox geht leer aus. In der letzten von drei Auktionsrunden bietet Comcast 17,28 Pfund pro Aktie, insgesamt 30 Mrd Pfund. Das letzte Gebot von Fox lag bei 15,67 pro Aktie. Nun müssen Comcast und Fox den Sky-Aktionären ein formelles Angebot vorlegen. Comcast-Chef Brian Roberts apelliert an die Sky-Aktionäre, das Angebot anzunehmen.

Fox besitzt 39 % der Anteile und wollte Sky eigentlich schon 2016 komplett übernehmen. Die Aufsichtsbehörden fürchteten aber zu viel Einfluss Murduchs auf die britische Medienlandschaft und zogen die Genehmigung in die Länge. Fox hätte sich etwa vom Nachrichten-Sender Sky News trennen müssen. Für Comcast ergab sich dadurch die Chance, ein eigenes Gebot in den Hut zu werfen, das nun mit einem Zuschlag endet.
cnbc.com, bbc.com, handelsblatt.com, dwdl.de, turi2.de (Background)

Julian Assange droht der Entzug der ecuadorianischen Staatsbürgerschaft.

Ecuador will Wikileaks-Gründer Julian Assange die Staatsbürgerschaft entziehen, die er seit Anfang 2018 besitzt, berichtet Reuters. Konservative Abgeordnete sagen, es habe Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe gegeben. Zudem sei unklar, ob er Staatsbürger Ecuadors sei und auf Kosten des Landes in dessen Botschaft lebe. Auf Asyl habe er offenbar verzichtet. Assange wohnt seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London. Ihm droht die Auslieferung in die USA.
stern.de (90-Sek-Video)

Bild des Tages: Tesco eröffnet ersten Discounter-Markt Jack’s.


Angst vor Aldi: Tesco wirbt an einem Gemüseregal in seinem neu eröffneten Discounter mit frischen Produkten zu frischen Preisen. Unter der neuen Marke Jack's eröffnet heute im britischen Chatteris in Cambridgeshire der erste Discounter der Supermarktkette, mit denen sich Tesco vor der zunehmenden Konkurrenz durch Aldi und Lidl schützen will. Jack's erhält seinen Namen von Jack Cohen, der 1919 das Geschäft gründete, das sich später zu Tesco entwickelt hat. (Foto: Joe Giddens / empics / Picture Alliance)

Gericht: Großbritannien hätte Journalisten nicht ausspähen dürfen.

Großbritannien hat mit der massenhaften Ausspähung der E-Mails von Journalisten gegen die Meinungs- und Pressefreiheit verstoßen, urteilt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Der Geheimdienst werde nicht "angemessenen und unabhängig" kontrolliert, welche E-Mails er untersucht, sei nicht klar definiert. Zu den 16 Klägern gehörten Enthüllungsjournalisten, die Vereinigung Big Brother Watch und NGOs. Sie klagten, nachdem Edward Snowden 2013 die Spionagepraxis der Geheimdienste in den USA und in Großbritannien aufdeckte.
derstandard.at

UK: Verdächtiger Transporter legt BBC-Funkhaus in London lahm.

BBC-Logo-150x150BBC: Die Polizei hat das Londoner Funkhaus wegen einer Bombendrohung abgeriegelt. Grund dafür war ein vor dem Bürogebäude parkender verdächtiger Transporter. Mithilfe eines Roboters nahm die Polizei drei kontrollierte Sprengungen vor. Die Mitarbeiter der BBC wurden in einer internen Mail dazu aufgefordert, sich von den Fenstern fernzuhalten. In dem Transporter befanden sich jedoch lediglich Kartons und ein Motorrad.
theguardian.com

Burda übernimmt "BBC GoodFood".

Burda übernimmt über seine britische Tochter Immediate Media die Zeitschrift BBC GoodFood samt Digital- und Events-Geschäft von den BBC Studios. Die Zeitschrift hat laut Burda 1,3 Mio Leser monatlich und erreicht online 22 Mio Nutzer. Chris Kerwin, bisher "BBC GoodFood"-Verlagsleiter, lenkt als Managing Director bei Immediate Media künftig die gesamte Food-Einheit inklusive der bestehenden Marke "Olive".
burda.com