Basta: "Bild" adelt den Dienstag zum Sonntägchen.

BastaAuch wochentags königlich: Springer beweist Mut zum kalendarischen Freistil und wirft am 22. Mai, einem Dienstag, eine Sonderausgabe seiner "Bild am Sonntag" an den Kiosk. Es handelt sich um ein Sonderheft mit 84 Seiten zur royalen Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle, die wiederum schon am Samstag steigt. Die echte "BamS" hat nur bürgerliche 24 Sonderseiten.
dnv-online.de

Bild des Tages: Wachsfiguren stimmen Windsor-Besucher auf die royale Hochzeit ein.


Royales Wachsfigurenkabinett: Touristen versammeln sich in dem kleinen britischen Städtchen Windsor um das angehende Brautpaar Prinz Harry und Meghan Markle. Für das perfekte Erinnerungsfoto mit den beiden Wachsfiguren thront im Hintergrund das Schloss Windsor. Bis zur Ankunft des echten Brautpaars müssen sich die treuen Royalisten noch bis zum Samstag gedulden – nach der Trauung steht eine 25-minütige Kutschfahrt durch Windsor im Protokoll. (Foto: Alastair Grant / AP / Picture Alliance)

Studie: Männer dominieren die Nachrichten in Europa.

Journalismus: Frauen sind in europäischen Nachrichten unterrepräsentiert, zeigt eine Studie des Europäischen Journalismus Observatoriums. In Autorenzeilen dominieren Männer mit 41 %, Frauen machen nur 23 % aus. Auch bei Fotos (43 % Männer, 15 % Frauen), Artikellängen sowie Fotogrößen in Zeitungen herrscht ein erhebliches Ungleichgewicht. Die Studie hat je zwei Zeitungen und digitale Nachrichtenportale in elf Ländern Europas, darunter u.a. Deutschland und Großbritannien, untersucht.
niemanlab.org

"Guardian": Cambridge Analytica hat Facebook-Daten länger gespeichert, als bisher bekannt.


Löschen fehlgeschlagen: Cambridge Analytica hat die Daten von Facebook-Nutzern offenbar länger gespeichert, als bisher bekannt gewesen ist, berichtet der "Guardian". Facebook habe die Datenanalyse-Firma seit 2015 immer wieder aufgefordert, illegal ausgewerteten Daten zu löschen. Cambridge Analytica habe zwar die Rohdaten gelöscht, jedoch die für Mikrotargeting viel wertvolleren Vorhersagemodell zu u.a. psychologischen Gruppierungen in der Bevölkerung weiterhin gespeichert und für den US-Wahlkampf von Donald Trump genutzt. Facebook habe erst im April 2017 eine verbindliche Zusage zur kompletten Löschung erhalten.

Zwei ehemalige Mitarbeiter von Cambridge Analytica haben dem "Guardian" bestätigt, dass die Nutzer-Daten auch noch nach dem US-Wahlkampf auf den Servern der Firma gespeichert waren. Sie seien zwar versteckt worden, wären aber auffindbar gewesen, "wenn man wusste, wo sie waren". Intern habe es den Mitarbeitern gegenüber geheißen, die Daten seien gelöscht und dürften nicht mehr angewendet werden.
theguardian.com, spiegel.de, turi2.de (Background)

Werbeausgaben in Großbritannien steigen – aber nur digital.

TV-Werbung im Fernseher 150Werbespendings in Großbritannien steigen 2017 um 4,6 % auf 22,2 Mrd Pfund. Profiteure sind Facebook und Google. Während die Digitalausgaben um 14,3 % steigen, verzeichnen die klassischen Medien Rückgänge. TV-Sender erzielen ein Minus von 3,2 %, überregionale Zeitungen eines von 5,6 %, lokale und regionale Zeitungen sogar eines von 13,1 %. Zeitschriften müssen mit 11,5 % geringeren Werbeeinnahmen im Print auskommen. Bei ihnen sinken sogar die Digitalerlöse.
wuv.de

Zahl des Tages: "Guardian" erreichen 2.400 Reaktionen auf das neue Tabloid-Format.

GuardianZahl des Tages: Überwiegend positiv gestimmte 2.400 Rückmeldungen von Lesern sind beim "Guardian" seit der Umstellung auf das Tabloid-Format Mitte Januar eingegangen. Der anfängliche Schub in den Verkäufen am Kiosk sei inzwischen wieder zurückgegangen, Aboverkäufe seien hingegen stark gestiegen.
theguardian.com, turi2.de (Background)

Basta: Blaues Blut schützt vor Schlafmangel nicht.

Royaler Schlafmangel: Nach der Geburt seines dritten Kindes am Montag kommt Prinz William schon wieder eifrig seinen royalen Pflichten nach. Bei einer Gedenkveranstaltung zum ANZAC Day in der Westminster Abbey war er jedoch besonders eifrig damit beschäftigt, seine Augen offen zu halten. Schlaflose Nächte mit Neugeborenen machen offenbar auch vor dem Königshaus nicht Halt.
mashable.com

Comcast will Sky für 22 Mrd Pfund übernehmen.

Comcast bietet 22 Mrd Pfund für den britischen Pay-TV-Sender Sky. Mit 12,50 Pfund je Aktie überbietet Comcast Rupert Murdochs Medienimperium 21st Century Fox, dem bereits 39 % der Sky-Anteile gehören. Für den Rest hatte Fox 10,75 Pfund je Aktie geboten. Sky zieht nun die Empfehlung an seine Aktionäre zurück, das Fox-Angebot anzunehmen.
handelsblatt.com, digitalfernsehen.de

USA und Großbritannien kritisieren staatliche russische Hacker-Attacken.

Russland: Behörden der USA und Großbritanniens werfen staatlichen russischen Hackern vor, weltweit Regierungen und Infrastruktur anzugreifen. Sie würden u.a. Router infizieren, teilen das FBI und das US-Heimatschutzministerium sowie das Nationale Cyber-Sicherheitszentrum von Großbritannien mit. Russland habe Millionen Computer im Visier und bereite möglicherweise neue Angriffe vor.
faz.net

Bauer startet neue Magazine in Großbritannien und Australien.

Bauer erweitert sein Portfolio im UK und in Australien. In Großbritannien erscheint zunächst einmalig das Heft "Pilot TV", das über TV- und Video-on-Demand-Inhalte informiert, dabei jedoch auf eine klassische TV-Programmübersicht verzichtet. Das Heft mit 132 Seiten kostet 4,99 Pfund. Im Australien erweitert Bauer das Angebot seiner wöchentlichen Frauenzeitschrift "Take 5" um eine zusätzliche Monatsausgabe von 84 Seiten für 4,99 australische Dollar.
new-business.de

Disney muss wegen seiner Fox-Anteile auch für Sky bieten.

Disney Logo 150Disney muss ein Übernahmeangebot für Sky vorlegen, weil der US-Medienkonzern Teile von 21st Century Fox kaufen will. Die britische Aufsicht erklärt, Disney müsse mindestens so viel bieten wie Fox und das Angebot binnen 28 Tagen nach der Übernahme der Fox-Anteile vorlegen. Wenn Fox Sky vor Abschluss des Disney-Geschäfts komplett übernimmt oder ein anderes Unternehmen mehr als die Hälfte an Sky kauft, gilt die Vorgabe nicht.
wiwo.de, turi2.de (Background)

Toys R Us: Spielwarenhändler Smyths könnte bei der insolventen Kette einsteigen.

Smyths, irisch-britischer Spielwarenhändler, hat ein Angebot für das Geschäft von Toys R Us im deutschsprachigen Raum abgegeben, berichtet die "FAZ". Die amerikanische Spielwaren-Kette hatte im September Insolvenz angemeldet, alle US-Filialen sollen geschlossen werden. In Deutschland stehen 68 Filialen auf der Kippe.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Mark Zuckerberg will vor dem US-Senat aussagen.


Parlamentsarbeit: Mark Zuckerberg plant offenbar, sich vor dem US-Senat zum Datenskandal um Cambridge Analytica zu äußern. Am 12. April soll der Facebook-Chef vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses aussagen. Der Termin folgt also direkt auf Zuckerbergs Einladung vor den Justizausschuss des US-Senats am 10. April, bei dem er gemeinsam mit den Chefs von Google und Twitter zum Schutz von Kundendaten befragt werden soll.

Zuckerberg reagiert damit auf den öffentlichen Druck nach dem Datenskandal. Es wäre das erste Mal, dass der Facebook-Gründer vor den US-Senat tritt. Am Dienstag hatte Zuckerberg eine Aussage vor dem britischen Parlament abgelehnt. Facebook wolle stattdessen Technikchef Mike Schroepfer oder Produktchef Chris Cox entsenden.
money.cnn.com, techcrunch.com, handelsblatt.com, turi2.de (Großbritannien), turi2.de (10. April)

Mark Zuckerberg macht keine Aussage im britischen Parlament.

Mark Zuckerberg wird nicht vor einem Ausschuss des britischen Parlaments erscheinen, berichtet der "Telegraph". Demnach biete der Facebook-Gründer an, CTO Mike Schroepfer oder CPO Chris Cox zu schicken. Die Mitglieder des Ausschusses wollen mit Mark Zuckerberg oder einem hochrangigen Facebook-Vertreter über den Datenmissbrauch durch Cambridge Analytica sprechen.
telegraph.co.uk, spiegel.de

Zahl des Tages: Großbritanniens Zuckersteuer geht Sprite an den Kragen.

Zahl des Tages: Um süße 3,3 Gramm pro 100 Milliliter senkt Coca-Cola den Zuckeranteil der britischen Sprite – Schuld daran ist die neue Zuckersteuer, mit der die Regierung 520 Mio Pfund mehr einnehmen wollte. Die Zahl musste auf 240 Mio Pfund herunter korrigiert werden, da Getränkehersteller ihre Limos entschlackt haben. Der Sprite bleiben dennoch weiterhin 3,3 Gramm pro 100 Milliliter, in Deutschland sind es mehr als 9 Gramm.
faz.net

Facebook gerät an allen Kriegsschauplätzen in die Zwickmühle.


Die Luft wird dünn: Facebook bekommt durch den publik gewordenen Datenmissbrauch Probleme von allen Seiten. Der Konzern hätte betroffene Nutzer informieren müssen, nun untersuchen die britische und die US-Regierung, ob der Konzern gegen das jeweilige Recht verstoßen hat – falls ja drohen Strafen in Mio-Höhe. Mark Zuckerberg soll vom US-Justizausschuss befragt werden.

Auch die EU will den Fall prüfen und gegen Facebook vorgehen. Der Konzern hat seinerseits die Firma Stroz Friedberg angeheuert, die untersuchen soll, ob Cambridge Analytica noch Daten der betroffenen Nutzer gespeichert hat. Das Unternehmen beschäftigt Experten für digitale Forensik und kennt sich mit Fällen dieser Tragweite aus, für Uber wurde es z.B. bei den Untersuchungen rund um den Waymo-Datenklau tätig.

Unterdessen mehren sich die Gerüchte, Facebooks Sicherheitschef Alex Stamos verlasse den Konzern nach internen Auseinandersetzungen über den Umgang mit Fake News. Stamos gilt als Befürworter für die Untersuchung und Offenlegung russischer Aktivitäten auf Facebook, die andere Verantwortliche des Netzwerks scheuen. Via Tweet widerspricht er den Gerüchten, er sei nach wie vor bei Facebook, nur in anderer Position.
Handelsblatt, S. 14 (Justizbehörden, Paid), businessinsider.com (Friedberg), nytimes.com (Stroz), twitter.com (Stroz' Tweet) turi2.de (Background)

Facebook will EU-WhatsApp-Daten nur DSGVO-konform nutzen.

Facebook nutzt die personenbezogenen Daten von WhatsApp-Nutzern in der EU erst dann, wenn die Nutzung der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung entspricht. Facebook und seine Messenger-Tocher WhatsApp verpflichtet sich gegenüber dem britischen Information Commissioner’s Office zu dieser Regelung, das ICO stellt im Gegenzug sein Ermittlungsverfahren ein. Auch das Oberverwaltungsgericht Hamburg hatte Facebook eine Nutzung der Daten ohne Zustimmung der Nutzer untersagt.
techcrunch.com, turi2.de (Background OVG Hamburg)

"Bild"-Chef Julian Reichelt würde britischen Boykott der Fußball-WM unterstützen.

bildlogoBild würde einen britischen Boykott-Aufruf der Fußball-WM in Russland unterstützen, sagt Chefredakteur Julian Reichelt der BBC. Sollte Premierministerin Theresa May im Zuge der Vergiftung eines Ex-Spions einen Boykott fordern und Nato-Alliierte um Unterstützung bitten, wäre auch "Bild" dabei.
twitter.com/BBCNewsnight (52-Sek-Video)


Influencer-Cafés: Deliciously Ella muss zwei von drei Londoner Filialen schließen.

Influencer-Erfolg garantiert keine brummenden Geschäfte: Ella Mills, bekannt als Foodbloggerin Deliciously Ella, muss zwei ihrer drei Cafés in London schließen, sie haben 720.000 Pfund Verluste angehäuft. Die Lokale liegen in den edlen Vierteln Marylebone und Herne Hills.
"Handelsblatt", S. 45, blendle.com, thetimes.co.uk (Paid)

Britischer Verlag Trinity Mirror bennt sich in Reach um.

trinity mirror-150Trinity Mirror, Herausgeber des britischen Boulevardblatts Daily Mirror, soll künftig Reach heißen. Der neue Name solle die Reichweite des Verlags mit seinen 240 landesweiten und Regional-Zeitungen sowie Digital-Angeboten abbilden, sagt Verlagschef Simon Fox. Erst kürzlich hat Trinity Mirror die Konkurrenzblätter Daily Express und Daily Star sowie das People-Magazin "OK!" von Verleger Richard Desmond gekauft.
theguardian.com

Sky und Netflix arbeiten für ein Kombi-Angebot zusammen.


Konkurrenten-Klüngel: Der Bezahlsender Sky will seine Nutzer davon abhalten, zur Streaming-Konkurrenz abzuwandern und integriert die Inhalte von Netflix in die eigenen Angebote. Mit dem geplanten Sky-Netflix-Bundle sollen Kunden über die neue Plattform Sky-Q direkt auf Netflix-Inhalte zugreifen können. Dadurch werde nur noch ein Abo benötigt, über das gesammelt abgerechnet wird.

Ein bestehendes Netflix-Konto soll in den Sky-Account überführt werden können – inklusive aller gespeicherten Inhalte und Serien-Stände. Der Dienst startet vorerst in Großbritannien und Irland, Deutschland soll folgen.
dwdl.de, winfuture.de

Bauer verpflichtet Ex-NZZ-Chef Veit Dengler.

Ein Ösi in Hamburg: Bauer verpflichtet Veit Dengler, 49, als Geschäftsführer für internationale Märkte und neue Geschäftsfelder. Damit verantwortet er die Aktivitäten der Bauer Media Group u.a. in Großbritannien, den USA und Australien. Mit dem Neuzugang will Verlegerin Yvonne Bauer den Umbau der Geschäftsleitung abschließen. Bauer freue sich, mit Dengler einen "vielseitigen und international erfahrenen Top-Manager an Bord geholt" zu haben.

Die Neuausrichtung war durch den Wechsel des früheren Bauer-Geschäftsleiters Andreas Schoo zu Funke nötig geworden. Die Lücke soll Dengler nun schließen. Der Österreicher Dengler musste im Juni 2017 als Chef der Schweizer NZZ-Gruppe gehen. Grund für die Trennung sollen unterschiedliche Auffassungen zwischen Dengler und dem Verwaltungsrat zur Umsetzung der Unternehmensstrategie gewesen sein.
wuv.de, horizont.net, turi2.de (Dengler), turi2.de (Schoo), turi2.de (Funke)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "NZZ"-Chef Veit Dengler über Innovationen in der Zeitung.

Zahl des Tages: Rundfunkbeitrag in Großbritannien steigt auf jährlich 150,50 Pfund.

BBC-Logo-150x150Zahl des Tages: BBC kostet die Briten ab April jährlich 150,50 Pfund und damit 3,50 Pfund mehr als bisher. Monatlich zahlen die Briten demnach künftig 12,54 Pfund - umgerechnet etwa 14 Euro. Die Regierung hatte bereits angekündigt, dass der Beitrag in den nächsten fünf Jahren um die Inflationsrate erhöht werden soll. Von 2010 bis 2017 ist der Beitrag konstant geblieben.
wuv.de

Sky-Übernahme: Comcast will Murdochs 21st Century Fox überbieten.


Sky ohne Limit: US-Kabelnetzbetreiber Comcast schaltet sich in die Übernahme des britischen Bezahlsenders Sky durch Rupert Murdochs 21st Century Fox ein. Das Angebot von 12,50 Pfund pro Aktie übersteigt das vorliegende von Fox um knapp 16 % – Sky wäre damit mehr als 22 Mrd Pfund wert.

Comcast, Besitzer von NBC Universal, sei an einer Gesamtübernahme des britischen Senders interessiert, wolle aber mindestens 50 % und eine Aktie übernehmen. Die britische Regulierungsbehörde hat im Januar die Sky-Übernahme durch 21st Century Fox, das bereits mit 39 % an Sky beteiligt ist, blockiert.
theguardian.com, horizont.net, turi2.de (Regulierungsbehörde), turi2.de (Comcast zieht Angebot für 21st Century Fox zurück)

Easyjet-Gründer steigt mit EasyMoney ins Finanzen-Geschäft ein.

Nur sparen ist schöner: Easyjet-Erfinder Stelios Haji-Ioannou gründet ein Online-Finanz-Startup für Kleinanleger. EasyMoney bietet britischen Kunden zum Start geplante 4,05 % Rendite auf einem Sparkonto. Haji-Ioannou kündigt an, mit weiteren Produkten die "big boys" angreifen zu wollen. Neben EasyJet gehören zu seinem Firmen-Imperium u.a. auch EasyHotel und EasyBus.
theguardian.com

Amazon steigt aus dem Ticket-Testmarkt Großbritannien aus.

amazonAmazon: Ticket-Börsen wie CTS Eventim und Ticketmaster können aufatmen, der Online-Riese zieht sich aus ihrem Geschäft und dem Test-Markt Großbritannien zurück. In den US-Markt bekam Amazon keinen Fuß, weil der Online-Riese sich nicht mit dem Veranstalter Live Nation einigen konnte und so wichtige Konzerttickets nicht hätte anbieten können.
handelsblatt.com