Journalismus und Wohltätigkeit sind nicht unbedingt eine gute Kombi, kritisiert Karoline Meta Beisel.

GuardianGuardian und "New York Times" wollen Spender werben, die ihnen helfen, Journalismus zu finanzieren – eine Idee, die weniger gut ist, als sie klingt, urteilt Karoline Meta Beisel. Der Einfluss, den die Spender z.B. beim "Guardian" auf die Themensetzung nehmen können, sei trotz "strenger Kontrollen" nicht genau einzuschätzen. Kritiker merken auch an, dass kleine, gemeinnützige Medien Spenden dringender nötig hätten.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Ex-Berliner: "Guardian" stellt sein Format auf Tabloid um.

GuardianGuardian verabschiedet sich vom Berliner Format und will seine Leser künftig mit Tabloid-Seiten ansprechen. Der "Guardian" war der erste und einzige wichtige britische Titel, der das Berliner Format nutzte. Die Umstellung bedeutet wohl auch, dass der Druck künftig an Trinity Mirror outgesourct wird, um Kosten zu sparen.
telegraph.co.ukKommentieren ...

"Guardian" erwägt Umzug nach Manchester, um Mietkosten zu sparen.

GuardianGuardian überlegt, aufgrund der enorm hohen Londoner Mieten, zurück an den Gründungsort Manchester zu ziehen. Im aktuellen Büro am York Way arbeitet die Redaktion seit 2008. Der "Guardian" ist publizistisch sehr erfolgreich, finanziell läuft es weniger gut: Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Zeitung einen Verlust von 90 Mio Pfund. Die Stiftung Scott Trust, die den "Guardian" finanziert, verfügt aktuell über ein Vermögen von 750 Mio Pfund. In der Media City in Salford bei Manchester arbeiten bereits 3.000 Mitarbeiter der BBC und 750 des Senders ITV, auch Channel 4 könnte nach Salford ziehen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 10 (Paid)Kommentieren ...

"Guardian" verzichtet nach Anzeigen in extremistischem Umfeld auf Google-Werbung.

GuardianGuardian zieht all seine Werbung bei Google und YouTube zurück. Eine Agentur hatte Online-Anzeigen für das Leserbindungsprogramm Guardian Members über Googles Ad Exchange geschaltet, wodurch die "Guardian"-Werbung im Umfeld extremistischer Inhalte auftauchte, u.a. von Nationalisten und Hass-Predigern. "Guardian"-Chef David Pemsel will nun so lange auf Werbung bei Google verzichten, bis Google eine derartige Fehlplatzierung für die Zukunft ausschließen könne.
theguardian.com, businessinsider.deKommentieren ...

Rupert Murdoch streitet sich mit "Guardian" über Zitat.

Rupert Murdoch 150 (Foto: Evan Agostini - AP - picture-alliance)Rupert Murdoch wirft dem britischen "Guardian" vor, ihn falsch zitiert zu haben. Er widerspricht der Aussage: "Wenn ich zur Downing Street gehe, tun sie, was ich sage. Wenn ich nach Brüssel gehe, nehmen sie das nicht zur Kenntnis." Journalist Anthony Hilton bleibt dabei, dass Murdoch den Satz Anfang der 1980er Jahre gesagt hat.
nzz.chKommentieren ...

"Spiegel", "Guardian" u.a. trauen sich innovative Olympia-Berichterstattung.

ioc150 Olympia Olympische RingeOlympia: Frederic Huwendiek sucht nach innovativer Berichterstattung rund um Olympia. Er findet u.a. Video-driven Scrollytelling bei der "New York Times", 360-Grad-Videos bei ARD und ZDF, den Olympiomat vom "Spiegel" und den Data Blog des "Guardian", der die Schwimmgeschwindigkeit des Lesers mit der eines Olympia-Schwimmers oder Orcas vergleicht.
medium.comKommentieren ...

"Guardian" verkauft gezielt Anzeigen für Viral-Erfolge.

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Am Puls der News: Der britische "Guardian" will online mehr Geld verdienen und dazu Werbung gezielt auf Webseiten schalten, die in sozialen Netzwerken gerade viral die Runde machen. Werkzeug dafür ist ein neues Tool namens Pulse, das Trending Stories erkennt, berichtet Digiday. Anzeigenkunden können Werbung damit auktionsbasiert zielgruppengenau ausspielen, etwa nur an Fußball-Fans, Tech-Enthusiasten, Politik-Interessierte oder besonders aktive Nutzer.

Gleichzeitig gibt der "Guardian" seinen Kunden eine Kontrolle über das Werbeumfeld: Werber können Themen ausschließen, weil beliebte Nachrichten nicht immer ein passendes Werbeumfeld sind. Bisher hat der "Guardian" noch keine Kunden für die neue Werbeform. Erst in den kommenden Wochen will der Verlag das System im Rahmen einer Agentur-Tour vorstellen. Zusätzliche Einnahmen sind dringend nötig: Fürs abgelaufene Geschäftsjahr erwartet die Mutter Guardian Media Group einen Rekordverlust von mehr als 170 Mio Pfund.
digiday.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Financial Times": "Guardian"-Mutter macht Rekord-Verlust.

guardian media group gmg 150Guardian wird am Mittwoch einen Rekord-Verlust melden, berichtet die "Financial Times". Demnach fährt die Muttergesellschaft der britischen Tageszeitung ein Minus von umgerechnet 207 Mio Euro ein - mehr als erwartet. Grund sind u.a. Abschreibungen auf die Beteiligung am Eventveranstalter Ascential und Kosten für Abfindungen für rund 270 Mitarbeiter, die freiwillig gehen. Das operative Minus soll bei 82 Mio Euro liegen. Angaben zum Umsatz des Konzerns gibt es bisher nicht.
ft.com (Paid), businessinsider.deKommentieren ...

"Guardian" macht Native Ads mit Bannern und Bildergalerien.

GuardianGuardian probiert sich an neuen Native-Advertising-Formaten für mobile Nutzer. Ein frisch gegründetes, hauseigenes Team stellt "Frame" vor – eine Werbung, die sich ähnlich wie ein Banner in Artikel integriert. Das Format "Focus" ist eine displayfüllende Bildergalerie. Erster Kunde ist der Kamera-Hersteller Canon.
digiday.comKommentieren ...

Gina Thomas beschreibt den Fall von Alan Rusbridger.

Alan-Rusbridger-150Alan Rusbridger war als "Guardian"-Chefredakteur der Garant für den Aufstieg der britischen Zeitung zum internationalen Meinungsmacher. Weil der digitale Modernisierer zu großzügig mit dem Geld umging, wurde er jetzt unrühmlich gegangen. Gina Thomas beschreibt, warum Rusbridger nun doch nicht Chef der gemeinnützigen Stiftung wird, der die Guardian Mediengruppe gehört.
faz.netKommentieren ...

Geleakte Dokumente: Facebooks Trending Topics doch stark von Redakteuren gemacht.

Facebook fb-logo-neuFacebooks Trending Topcis sind doch stark von Facebook selbst gesetzt, widerspricht Sam Thielman im "Guardian" dem Dementi des Zuckerberg-Konzerns und legt geleakte, interne Redaktions-Leitfäden vor. Demnach gäbe es menschliche Eingriffe "auf fast allen Ebenen". Zudem würden in den USA nur Themen aufgenommen, die mindestens fünf von zehn große, zumeist liberale Publisher verbreiten – rechtskonservative News-Quellen würden so diskriminiert.
theguardian.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Süddeutsche Zeitung" enthüllt internationales Geldwäsche-Netzwerk.

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Oh, wie schön ist war Panama: Die "Süddeutsche Zeitung" legt die größte investigative Recherche aller Zeiten vor. Zusammen mit NDR, WDR und dem International Consortium for Investigative Journalists veröffentlichen die Münchner in der bisher größten grenzübergreifenden Kooperation von Medienhäusern ihre investigative Recherche Panama Papers über Offshore-Konten der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca. In den geleakten Akten des Unternehmens finden sich die Namen von zwölf aktiven oder ehemaligen Staatsoberhäuptern – darunter der isländische und der pakistanische Premierminister. Auf der Liste stehen 128 weitere Politiker und Fifa-Funktionäre. Auch 15 deutsche Banken oder ihre Töchter sind wohl in die Geschäfte verwickelt. "SZ", NDR, WDR und ICIJ werfen den Betroffenen "Sanktionsbrüche, Steuerhinterziehung und Geldwäsche" vor.

Der Leak umfasst 11,5 Mio E-Mails, Urkunden, Kontoauszüge und Passkopien in der Größe von 2,6 Terabyte und übertrifft damit rein mengenmäßig die NSA-Enthüllung von Edward Snowden. Der Datensatz ist der "Süddeutschen Zeitung" im Laufe des vergangenen Jahres von einer anonymen Quelle zugespielt worden. An der Recherche waren 400 Journalisten aus mehr als 100 Medienunternehmen in rund 80 Ländern beteiligt. Zu den ausländischen Partnern gehören u.a. der "Guardian", die BBC, der ORF und "Le Monde". (Foto: Screenshot, Montage: turi2)
panamapapers.sueddeutsche.de, theguardian.com, presseportal.de, presseportal.de, ndr.deKommentieren ...

Mehrheit der Zeitungen macht Stimmung für den Brexit.

Guardian-G-Logo-150Guardian ist eine der wenigen Zeitungen in Großbritannien, die sich gegen einen EU-Austritt positioniert und Premierminister David Cameron stützt. Die Massenblätter "Daily Mail" und "The Sun" machen schonungslos Anti-Europa-Stimmung. "Guardian"-Chefredakteurin Katharine Viner ist gespannt, welche Auswirkungen die Pressekampagne auf die Abstimmung im Juni hat.
theguardian.comKommentieren ...

"Guardian" muss Kosten um 20 % senken.

Guardian-G-Logo-150Guardian News & Media dreht an der Kostenschraube: Innerhalb von drei Jahren sollen die laufenden Kosten um 20 % und 50 Mio Pfund gesenkt werden. Zuletzt lagen die Kosten des Verlags von "Guardian" und "Observer" 23 % über dem Fünf-Jahres-Schnitt, während der Umsatz nur um 10 % anstieg. Wie viele Jobs wegfallen, ist noch offen, doch ohne wird es wohl nicht gehen.
theguardian.com, meedia.deKommentieren ...

Buch-Tipp: Alan Rusbridger spielt es noch einmal.

Alan-Rusbridger-150Buch-Tipp: Alan Rusbridger war 20 Jahre Chefredakteur des "Guardian" und übte parallel beharrlich Chopins "Ballade Nr. 1" auf seinem Klavier. Über "Ein Jahr zwischen Noten und Nachrichten" hat Rusbridger ein Buch geschrieben, laut Kritiker Wolfram Goertz eine "wundervolle Geschichte über Scheitern und Triumph".
"Die Zeit" 52/2015, S. 54 (Paid), Alan Rusbridger: Play it again (Secession Verlag)Kommentieren ...

Meinung: Der Journalist tritt hinter der Geschichte zurück.

Ewen MacAskillEdward Snowden ist der echte Held, findet Ewen MacAskill, der zusammen mit Glenn Greenwald die NSA-Enthüllungen betrieb, aber im Gegensatz zu seinem "Guardian"-Kollegen nie international berühmt wurde. "Ich wurde in der Tradition des anonymen Redakteurs ausgebildet. 'Celebrity Journalism' liegt nicht in meiner Natur", sagt MacAskill.
derstandard.atKommentieren ...

"Guardian" macht einen Strich unter den Abhörskandal.

Rupert Murdoch 150 (Foto: Evan Agostini - AP - picture-alliance)Rupert Murdoch hat den Abhörskandal weitgehend unbeschadet überstanden aber darüber hinaus haben sich durchaus einige Dinge geändert, resümiert Jane Martinson. 6 Jahre nach Bekanntwerden der Ausspähung Prominenter durch "News of the World"-Reporter gebe es zwar immer noch Seilschaften zwischen Politik, Polizei und Presse. Doch die Wachsamkeit und die Möglichkeiten, um Fehlverhalten aufzudecken, seien deutlich gestiegen.
theguardian.comKommentieren ...

Wir graturilieren: Wolfgang Blau wird 48.

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Wir graturilieren: Wolfgang Blau, bis Ende November noch Digitalchef des "Guardian", wird 48. Bevor er im Dezember in seinen neuen Job bei Condé Nast startet, arbeitet Blau zusammen mit drei Kollegen beim "Guardian" noch an einer neuen Strategie, die das Blatt bald präsentieren will. "Entsetzt und ehrlich gesagt auch wütend" macht ihn, dass die britische Linke - auch der "Guardian" - inzwischen wieder mit einem Ausstieg aus Europa flirtet.

Seinen Geburtstag feiert Blau etwas abseits vom politischen Trubel der Hauptstadt London, auf dem Land in Kent "in einem regenfesten Familienzelt mit Bullerofen". Über Glückwünsche freut er sich auf allen Wegen. Am besten via Snapchat (WolfgangBlau), Instagram, Twitter oder Facebook.Kommentieren ...

"Guardian"-Chef stellt Mitarbeiter auf Einsparungen ein.

Guardian-G-Logo-150Guardian muss sparen: In einer Mitarbeiter-Mail kündigt Geschäftsführer David Pemsel eine der "schwierigsten Zeiten seit Jahren" an. Neueinstellungen, Gehälter und Reisekosten müssten beschränkt werden. Stellenstreichungen nennt er zwar nicht explizit, aus dem Haus hört Politico aber Stimmen, dass es ohne wohl nicht geht. Die Einsparungen sollen "finanziellen Spielraum" geben, um in Wachstumsmärkte zu investieren.
politico.euKommentieren ...

Wolfgang Blau wechselt zu Condé Nast International.

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Wolfgang Blau verlässt den "Guardian" und wechselt zum 1. Dezember zu Condé Nast International. Dort soll er sich als Chief Digital Officer um das digitale Wachstum internationaler Marken wie Vanity Fair, Vogue und Wired bemühen. Umziehen muss er dafür nicht: Auch der neue Job ist in London angesiedelt.

Wolfgang Blau ist im April 2013 als Digital-Chef zum "Guardian" gekommen. Vor einem halben Jahr hat er das Rennen um den Chefredakteurs-Posten bei dem britischen Flaggschiff gegen Katharine Viner verloren. Zuvor war er Chef von Zeit Online.
horizont.net, poynter.org, theguardian.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Guardian Media Group strukturiert Zeitungsgeschäft um.

guardian-observer600Druckgeschäft abgekapselt: Guardian News & Media, der Verlag von "Guardian" und "Observer", bekommt eine neue Struktur. David Magliano führt das Lesermarketing und Abonnentengeschäft. Er leitet damit die globalen Geschäfte, die sich an die Leser richten. Mitgliedschaften sollen "in allen Märkten" Kern der "Guardian"-Strategie werden.

Für das Anzeigen- und Firmenkundengeschäft sucht der Verlag derzeit noch einen Chef. Das Geschäft mit den Druckereien und den gedruckten Zeitungen bündelt Guardian News & Media in einer Art Bad Bank unter Richard Furness. Er untersteht dem Finanzchef Darren Singer, während der Lesermarkt-Leiter Magliano unter David Pemsel, dem CEO der Guardian Media Group, arbeitet.
inpublishing.co.uk, theguardian.comKommentieren ...

"Guardian" berichtet über Periscope-Reportage von "Bild".

periscopeGuardian widmet "Bild"-Reporter Paul Ronzheimer einen großen Bericht. Darin erzählt er, wie seine Periscope-Reportage über einen syrischen Flüchtling Zuschauer und Flüchtlinge miteinander ins Gespräch gebracht und es sogar in die gedruckte "Bild" geschafft hat.
theguardian.com, youtube.com (Zusammenschnitt), turi2.de (Background)


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Guardian Media macht Contributoria dicht.

Ausgeschwärmt: Contributoria, eine Plattform für schwarmfinanzierten Journalismus, macht dicht. Über das Portal, das zur Guardian Media Group gehört, konnten Journalisten bis zuletzt Artikelvorschläge einbringen und von der Crowd finanzieren lassen. Ziel war es, Leser über die Finanzierung hinaus aktiv in die Recherche und Redaktion des Artikels einzubeziehen. Der letzte… Weiterlesen …

Zahl des Tages: Mäßiges Tour-de-France-Comeback.

Icon ZAHL-JPGNur 1,3 Mio Zuschauer interessierten sich am Samstagnachmittag für den Auftakt der Tour de France nach drei Jahren Pause in der ARD. Bei Hochsommerwetter erzielte das Erste einen Marktanteil von 10,5 %. Zum Vergleich: 2003, zu den Hochzeiten des Radsports, schalteten pro Etappe im Schnitt 3,1 Mio Zuschauer ein.
derwesten.de, zeit.de (Background 2003)Kommentieren ...