Zitat: Miriam Meckel über den Wandel der "Wirtschaftswoche" und die Zukunft des Kiosks.

"Gerade im Wirtschaftsjournalismus schreibt man oft begeistert über diejenigen, die echte Disruption wagen. Nur bitte nicht in der eigenen Branche."

"Wirtschaftswoche"-Herausgeberin Miriam Meckel prognostiziert im Interview mit "kress pro", dass es Kioske in zehn Jahren nur noch am Flughafen und am Bahnhof gibt. Deswegen baut sie schon jetzt digital um.
"kress pro", 2/2017, S. 52-55 (Paid)

Weitere Zitate:

... über den Digital-Umbau des Magazins:

"Wir sind dabei, das klassische Abosystem in den Digitalpass zu transformieren. Unser Ziel ist es, bis Ende des Jahres die Zahl unserer Digitalpässe zu verdoppeln."

... über Kritik an ihren Entscheidungen - etwa lilafarbene Überschriften:

"Es gibt auch noch genügend Leute, die es als eine Zumutung empfinden, dass eine Frau ein Wirtschaftsmagazin führt. That's life."

... über den Spagat zwischen Paid Content und Werbeerlösen im Netz:

"Irgendwann wird es eine Entscheidung geben müssen. Und unser Medienhaus hat eine klare Präferenz formuliert. Wir glauben, dass unser Journalismus Geld wert ist."

Meckel übt Kritik am Zitate-Ranking, in dem die "Wirtschaftswoche" abgerutscht ist:

"Das Zitate-Ranking stammt aus der alten Zeit, in der zählte, welche Printmedien in anderen Printmedien zitiert wurden."1 Kommentar

Chefredakteur Kevin O’Brien verlässt Handelsblatt Global.

Handelsblatt Global: Chefredakteur Kevin O'Brien verlässt das englischsprachige Newsangebot Ende März, schreibt er in seiner Abschiedsmail an die Mitarbeiter. Nachfolger werde Andreas Kluth, der für den "Economist" aus Berlin berichtet. Laut O'Brien geht auch Managing Director Philipp Fleischmann, ihm folge Justine Powell, die von AP kommt.
turi2 - eigene InfosKommentieren ...

"Handelsblatt" macht sein "Global Magazine" regelmäßiger und exklusiver.

Handelsblatt taktet sein englischsprachiges Global Magazine ab sofort vierteljährlich. Bislang erschienen vier Ausgaben im Jahr unregelmäßig. Ab der heute erscheinenden Ausgabe können Leser das Magazin separat abonnieren. Chefredakteur Kevin O'Brien und Executive Editor Stefan Theil setzen verstärkt auf eigens für das Magazin produzierte Geschichten.
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Lese-Tipp: Gabor Steingart befragt Leser zur Zukunft der Medien.

Lese-Tipp: "Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart hat in seinem Morning Briefing gefragt, welche Medien Deutschland braucht und wie sie sich ändern müssen. Mehr als 350 Leser haben geantwortet, schreibt Steingart und veröffentlicht 20 Statements in einer Extra-Ausgabe des Newsletters.

Die Leser-Kommentare gehen dabei weit auseinander: Die einen beklagen zur wenig Vielfalt und Berichterstattung auf Regierungslinie, die anderen loben die Unabhängigkeit, speziell das "Handelsblatt" und ihren Herausgeber. Die Leser fordern außerdem eine klarere Trennung zwischen Bericht und Kommentar und kritisieren "Nanny-Journalismus". Andere sehen das Übel bei Twitter und Facebook.
handelsblatt.com
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Englische News dienen Verlagen fürs Image.

GroßbritannienEnglischsprachige Newsangebote sind für deutsche Verlage vor allem ein Aushängeschild, aber kein Geschäftsmodell, erfährt Nora Jakob. Spiegel International verbreitet eigene Scoops und seine "Sicht der Dinge". Handelsblatt Global Edition setzt Sachverhalte in internationalen Kontext. Zeit Online übersetzt mehrere Artikel pro Woche, Bild nur sporadisch. Als einzige Regionalzeitung leistet sich der Bonner "General-Anzeiger" ein englisches Angebot, das sich vor allem an die internationalen Bonner Mitarbeiter von UN, Telekom und der Deutschen Post richtet.
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Mein Homescreen: Melanie Petersen.

Mein Homescreen Melanie Petersen
Melanie Petersen, 35, Digital Consultant des "Handelsblatts", Creative Director und Berliner E-Commerce-Unternehmerin, liest Zeitungen nur noch im App-Format und ist zum Musikhören wieder bei Schallplatten angekommen. Beim Entrümpeln hilft mehrmals im Jahr Ebay, denn Petersen mag es clean: Deshalb schreibt sie Texte mobil auf dem iA Writer. Weiterlesen …

"Handelsblatt Magazin" erscheint künftig sieben statt sechs Mal pro Jahr.

Handelsblatt-H-150Handelsblatt Magazin erscheint 2017 mit sieben statt bislang sechs Ausgaben. Zwei der Ausgaben haben den Schwerpunkt Mode - u.a. mit einem Interview der britischen Stil-Ikone Victoria Beckham. Creative Director Donald Schneider sorgt bei den Mode-Specials für die Optik. Schneider erfand die Kooperation zwischen H&M und Designer Karl Lagerfeld und war von 2011 bis 2016 Global Creative Director der Modekette.
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Martin Dowideit wird beim "Handelsblatt" zum starken Mann fürs Digitale.

Handelsblatt befördert Martin Dowideit, 38, zum Boss aller Digitalangebote. Er verantwortet Website, Live-App, die Smartphone-App H10, Video und Social Media. Dowideit soll vor allem digitale Bezahlangebote ausbauen. Der Journalist kam 2012 von der "Stuttgarter Zeitung" zum "Handelsblatt" und ist derzeit noch Chef des Finanzen-Desks.
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Beat Balzli wird Chefredakteur der "Wirtschaftswoche", Miriam Meckel Herausgeberin.

beat-balzli-miriam-meckel-600Neuer Beat in Düsseldorf: Die "WirtschaftsWoche" holt Beat Balzli, 50, von WeltN24 und macht ihn ab April zum Chefredakteur. Miriam Meckel, 49, bleibt an Bord und wechselt auf den Posten der Herausgeberin. Meckel soll, befreit vom tagesaktuellen Stress, u.a. den WirtschaftsWoche Club mit Live-Formaten weiterentwickeln und kluge Essays beisteuern. Balzli, derzeit zuständig für "Welt am Sonntag", verantwortet die Redaktion Print und Online.

Die neue Aufgabenteilung kommt überraschend: Meckel hatte noch kürzlich angekündigt, der Verlagsgruppe Handelsblatt treu zu bleiben. Ihre Beurlaubung an der Hochschule Sankt Gallen hat sie verlängert. Ihre Ankündigung, in Düsseldorf zu bleiben, ist aber nicht falsch – nur ihr Wechsel auf den neuen Posten war nicht abzusehen. Der Job als Herausgeberin ist aber nur logisch: Meckel kann künftig noch mehr Zeit in strategische Gedanken stecken und muss sich nicht mit dem Kleinklein der Blattmacherei herumschlagen.
vhb.de2 Kommentare

Zitat: Gabor Steingart lobt Kai Gniffke für den offenen Umgang mit Kritik.

Gabor Steingart 2011 dap Karlheinz Schindler 150"So funktioniert Mediendemokratie. Karl Popper wäre stolz auf den Journalisten aus Hamburg gewesen: Die offene Gesellschaft und ihre Freunde."

"Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart lobt "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke für den offenen Umgang mit der Kritik an der Nicht-Berichterstattung im Mordfall Maria und seine Kurskorrektur.
morningbriefing.handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

VG Media: Steingart wird Aufsichtsrat, Burda verlässt die Gesellschaft.

Gabor Steingart 2011 dap Karlheinz Schindler 150VG Media: "Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart wird Aufsichtsratsmitglied bei der Verwertungsgesellschaft für Leistungsschutzrechte. Er verdankt den Posten dem Einstieg der Verlagsgruppe Handelsblatt Ende September. Burda verlässt nach dem Ausstieg aus den Wahrnehmungsverträgen nun auch als Gesellschafter die VG Media, die Gesellschaft zieht Burdas 8,7 % ein.
horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Handelsblatt holt Gerrit Schumann als Digital-Offizier nach Düsseldorf.

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Da ist Musik drin: Die Verlagsgruppe Handelsblatt löst Gerrit Schumann, 43, aus der Musikindustrie aus und holt ihn in die Band. Als Chief Digital Officer berichtet Schumann an Bandleader Gabor Steingart. Schumann soll dem Digitalvertrieb Beine machen und digitale Geschäftsmodelle und Produkte entwickeln.

Sein Posten wird neu geschaffen, die Geschäftsführung erweitert. Er hat selbst Startups gegründet, u.a. den Streaming-Dienst Simfy. Seit 2013 ist Schumann Chief International Officer beim Spotify-Konkurrenten Deezer in London.
per Mail, meedia.deKommentieren ...

Google fördert Software-Projekt der "Wirtschaftswoche".

wirtschaftswoche-freitag-150Wirtschaftswoche bekommt Fördergeld aus Googles Digital News Initiative: Der Suchkonzern unterstützt die Entwicklung der Webdesign-Software Storyflow mit einem sechsstelligen Betrag. Das Programm soll es Redakteuren und Layoutern ohne Programmier-Kenntnisse ermöglichen, individuell gestaltete, teilweise animierte Inhalte für den Online-Auftritt zu produzieren.
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turi2 edition3: "Wiwo"-Chefin Miriam Meckel über die Ambivalenz der Globalisierung.


Miriam Meckel, Chefredakteurin der "Wirtschaftswoche", erklärt im Containerhafen Duisburg die Globalisierung – und scheut fürs turi2-Fotoshooting und -Video weder große Höhen noch die bedrohliche Nähe eines Radladers. Wir haben das Interview transkribiert. Wir starten damit eine Serie von 22 Videos, die wir für die Titelproduktion "Deutschland liest" der turi2 edition3 gedreht haben.

Ist die Globalisierung Segen oder Fluch?
Wenn wir beide uns unterhalten, würden wir vielleicht zu dem Ergebnis kommen, sie ist Segen, sie gehört eben zur modernen Wirtschaft dazu. Wir profitieren davon, die westliche Welt, die entwickelten Staaten profitieren davon. Insgesamt bin ich eine Verfechterin von Freihandel. Wir müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass es Globalisierungsverlierer gibt. Wenn Sie in die Favelas in Südamerika gehen, dann sehen Sie, dass Globalisierung eine dunkle Seite hat. Trotzdem ist die Globalisierung im Ganzen eine richtige und gute Entwicklung, von der wir in der Mehrheit profitieren.

Es gibt viele Fragen zur Globalisierung. Muss die Chefredakteurin der "Wirtschaftswoche" auf jede Frage eine Antwort haben?
Nein, auf keinen Fall. Ich glaube, im Gegenteil: Sie muss sich mit jeder Frage, die auftaucht, beschäftigen, sie sollte neugierig sein, das tun zu wollen. Wenn Sie behaupten würde, sie hätte auf jede Frage eine Antwort, dann wäre sie größenwahnsinnig und keine gute Chefredakteurin. Bitte hier weiterlesen …

Wir graturilieren: Hans-Jürgen Jakobs wird 60.

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Wir graturilieren: Hans-Jürgen Jakobs, Ex-Chefredakteur des "Handelsblatts" und seit Anfang 2016 Senior Editor mit Dienstsitz München, wird heute 60 Jahre alt. Im vergangenen Lebensjahr hat er viel Zeit damit verbracht, an seinem Buch Wem gehört die Welt? zu schreiben, das am 17. November erscheint. Der Preis dafür war, dass er den Sommer weitgehend am Schreibtisch verbracht hat. Dafür lässt es sich Hans-Jürgen Jakobs an seinem Geburtstag heute richtig gut gehen und verrät nur die Stichworte "Inselglück, verschwiegen, Fernost". Fürs neue Lebensjahr wünscht er sich sich "definitiv weniger Trump". Ehrliche Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen, z.B. per E-Mail.Kommentieren ...

Zitat: Gabor Steingart findet die Übernahme von Time Warner durch AT&T besorgniserregend.

Gabor Steingart 2011 dap Karlheinz Schindler 150"Freiheit funktioniert immer dann am besten, wenn es die Freiheit von vielen ist. Die Freiheit von wenigen nennt man daher auch nicht mehr Freiheit, sondern Diktatur."

"Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart findet die Übernahme von Time Warner durch den Telekom-Konzern AT&T zwar konsequent, weil Kino, TV und Handy zusammenwachsen, aber auch besorgniserregend.
handelsblatt.comKommentieren ...

Ralf-Dieter Brunowsky rät Gabor Steingart zu weniger Selbstvermarktung.

ralf-dieter brunowsky 150Gabor Steingart muss aufpassen, dass er sich nicht zu viel selbst feiert, mahnt Ralf-Dieter Brunowsky (Foto) väterlich-inbrünstig – er hat Steingart als Volo kennengelernt. Der frühere "Capital"-Chefredakteur bewundert Gabor Steingarts Erfolg beim "Handelsblatt". Am Ende müssten Newsletter, Talkshow-Auftritte und Buch-Promotion aber dem Blatt nützen, nicht Steingart als Person.
brunowsky.blogspot.deKommentieren ...

William Gregory McCutchan übernimmt Healthcare-Vermarktung bei iq digital.

william-gregory-mc-cutchan-150iq digital, Online-Ableger des Handelsblatt-Vermarkters, holt William Gregory McCutchan, 49, für die Vermarktung von Healthcare, Life Sciences und Pharma - vor allem für die Online-Angebote von Wort & Bild. McCutchan kommt von Funke, wo er für die Vermarktung der Zeitschriften mit Schwerpunkt Pharma und Kosmetik zuständig war.
iqm.deKommentieren ...

"Handelsblatt" schlägt ein Wahl-Camp in Washington auf.

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Weißes Haus voraus: Das "Handelsblatt" zieht vor der US-Wahl teilweise nach Washington. Knapp 40 Journalisten berichten von vor Ort – ähnlich wie vor der Brexit-Abstimmung aus London. In der heißen Phase laden Herausgeber Gabor Steingart und Chefredakteur Sven Afhüppe fast täglich zu Veranstaltungen. Jeweils um 6 Uhr erscheint ein spezielles E-Paper. Live-Blog und WhatsApp-Dienst liefern Infos aufs Smartphone.

Nicole Bastian und Thomas Tuma sind "Camp-Chefs". Sie laden auch Mitglieder des Wirtschaftsclubs ein und empfangen Experten. Am Wahlabend gibt es eine Party, außerdem verspricht eine Anzeige in der Zeitung "Live-Schaltungen zu den wichtigsten Korrespondentenplätzen". Im Camp sitzen Journalisten für die deutschen Angebote und Kollegen der Handelsblatt Global Edition. Gabor Steingart leitet die Wahl-Wochen heute mit einem achtseitigen Zeitungstitel ein.
"Handelsblatt", S. 14-20 und S. 58-65 (Paid), handelsblatt.comKommentieren ...

Handelsblatt Fachmedien startet Online-Datenbank für Recht und Steuern.

Handelsblatt-Fachmedien-150Handelsblatt Fachmedien macht Beck Online Konkurrenz und startet eine Rechts- und Steuer-Datenbank angedockt an Zeitschriften wie "Der Betrieb" oder "Wirtschaft & Wettbewerb". Abonnenten können gegen Aufpreis aus 15 Sachgebieten ihre eigene Datenbank, etwa zu Steuerrecht, Arbeitsrecht oder Bilanzrecht zusammenstellen.
fachmedien.deKommentieren ...

Gabor Steingart entdeckt einen unsichtbaren Supermarkt.

Gabor Steingart 2011 dap Karlheinz Schindler 150Gabor Steingart schreibt in seinem neuen Buch über das "Leben im Zeitalter der Überforderung" und ist selbst mit den Fakten überfordert, schreibt das Bildblog. Die Privilegien für EU-Mitarbeiter seien nicht so groß wie behauptet, die soziale Absicherung auch nicht – und einen Supermarkt für EU-Parlamentarier in Straßburg habe Gabor Steingart exklusiv gefunden. Er bleibt aber dabei: Der Supermarkt existiert.
bildblog.de, twitter.com (Reaktion Steingart)Kommentieren ...

Kiosk-Kolumnist Michalis Pantelouris tritt die "Wirtschaftswoche" in die Tonne.

wiwo-42_2016-150Wirtschaftswoche wirkt wie eine Zeitung von 1991 – durcheinander, nichtssagend und technisch beschränkt, grantelt Kiosk-Kolumnist Michalis Pantelouris. Die Grafik-Abteilung sei wohl unterbesetzt, das Ergebnis lieblos. In der Bildauswahl erkennt Pantelouris die Wollust eines 19-jährigen Starlets, das einen 91-jährigen Milliardär geheiratet habe.
uebermedien.de (Paid)Kommentieren ...

Burda pausiert bei VG Media, Handelsblatt steigt ein.

vg-media-600-burdaEuropäischer Gedanke: Burda setzt seine Wahrnehmungsverträge bei der VG Media aus, berichtet Michael Hanfeld in der "FAZ". Der Verlag stehe zwar grundsätzlich weiter zum Leistungsschutzrecht, hoffe nun aber auf eine europäische Lösung - weil das Bundeskartellamt Google nicht in die Schranken weise. Falls auf EU-Ebene ein "robusteres" Leistungsschutzrecht formuliert werde, würde der Verlag einen Wiedereintritt erwägen, schreibt Hanfeld.

Gleichzeitig übernimmt die Verlagsgruppe Handelsblatt als neuer Gesellschafter 4,29 % der VG Media, die Hauptgesellschafter ProSiebenSat.1 bisher treuhänderisch verwaltet hat.
"FAZ" S. 19, blendle.com (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Wir graturilieren: Dieter von Holtzbrinck wird 75.

Dieter von Holtzbrinck
Wir graturilieren: Dieter von Holtzbrinck, Verleger von "Handelsblatt", "Zeit" und "Tagesspiegel", feiert heute seinen 75. Geburtstag und beendet einen wichtigen Lebensabschnitt. Holtzbrinck zieht sich aus der operativen Leitung von DvH Medien zurück und übergibt an seinen langjährigen Weggefährten und Vize Michael Grabner, 67.

Begonnen hatte dieser Abschnitt erst 2009. Mit der Übernahme von "Handelsblatt", "Tagesspiegel" und "Zeit" und der Gründung von DvH Medien setzte er - anders als sein jüngerer Bruder Stefan - nicht auf den schnellen Erfolg im Netz, sondern auf traditionsreiche, solide Marken und feierte ein grandioses Comeback als Verleger. Er bewies ein gutes Gespür für kluge Köpfe an der Spitze seiner Verlage, die sich unter Gabor Steingart, Rainer Esser und Sebastian Turner nicht nur solide gegen die Krise stemmen, sondern größtenteils prächtig entwickeln.

Im Juni ließ Dieter von Holtzbrinck sich mit den Worten zitieren: "Ich freue mich auf meine künftige Rolle als nicht operativer Verleger." In dieser Rolle wird er die Transformation des Erbes, für das Holtzbrincks Vater Georg 1931 den Grundstein gelegt hat, weiter begleiten.Kommentieren ...

Lese-Tipp: Döpfner und Steingart reden über ihr Geld.

Lese-Tipp turi2Lese-Tipp: Mathias Döpfner verrät im Gespräch mit Gabor Steingart, dass er kein reicher, sondern ein hoch verschuldeter Mann sei. Den Kauf von 3 % Springer-Anteilen finanzierte der Vorstandschef über Kredit. Sein Vermögen auf 150 Mio Euro zu taxieren, sei ein Fehler des hauseigenen Blatts "Bilanz". Die Journalisten vergaßen, die aufgenommenen Kredite gegenzurechnen. Gesprächspartner Steingart gehören 5 % an der Verlagsgruppe Handelsblatt, die ihm Dieter von Holtzbrinck übertragen hat.
"Handelsblatt", S. 20-25 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Handelsblatt" veröffentlicht Sternstunden als Buch.

Handelsblatt-H-150Handelsblatt veröffentlicht ein Buch mit Reportagen von Massimo Bognanni und Sven Prange über den Weg der Wirtschaftsnation Deutschland. Erzählt werden in zwanzig Reportagen zum Beispiel die Geschichten von Alfred Krupp, Bertha Benz und den Albrecht-Brüdern. Das Buch mit dem Titel "Made in Germany" basiert zur Hälfte auf er Handelsblatt-Reportagenserie Sternstunden.
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"Wirtschaftswoche" startet Wirtschaftswoche Club.

Miriam Meckel, Wirtschaftswoche Club 600
Leser-Blatt-Bindung à la Steingart: Die "Wirtschaftswoche" macht nach, was beim Schwesterschiff "Handelsblatt" offenbar gut funktioniert und gründet einen Wirtschaftsclub. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist ein "Wirtschaftswoche"-Abo - egal, ob gedruckt oder digital. Herzstück des Clubs soll das sogenannte Wiwo Netzwerk sein, eine Veranstaltungsreihe mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik, zu der Club-Mitglieder kostenlosen Zugang erhalten. Außerdem können Mitglieder den Redakteuren in Werkstattgesprächen mit prominenten Interview-Partnern über die Schulter gucken. Dazu kommen Anlage- und Investment-Tipps und die Möglichkeit, das Ersparte in Kunst, Wein und Reisen zu investieren.

Abonnenten können die Mitgliedschaft online aktivieren. Die "Wirtschaftswoche" rührt für den Club die Werbetrommel in den verlagseigenen Zeitungen, will aber auch in "FAZ", "Süddeutscher Zeitung", "Focus", "Welt" und anderen für den neuen Exklusiv-Zugang zu den "Wiwo"-Nebengeschäften Anzeigen schalten. (Foto: Screenshot, wiwo.de)
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