Video und Paid Content: "Handelsblatt"-Digitalchef Sebastian Matthes im Strategie-Gespräch.


Sendungsbewusst: Digitalchef Sebastian Matthes führt das "Handelsblatt" mit Bewegtbild und Bezahlinhalten in die Zukunft. Beim Besuch von turi2.tv im TV-Studio in Düsseldorf erzählt Matthes sichtlich stolz, dass es bereits 30 bis 40 Kollegen vor die Kamera gezogen hat. Trotz professioneller Anmutung will Matthes keinem TV-Sender Zuschauer abjagen: "Wir wollen unseren Lesern die Gelegenheit geben, die Kolleginnen und Kollegen noch mal anders zu erleben."

Video-Interviews und Expertengespräche, die hier entstehen, erscheinen genauso selbstbewusst hinter der "Handelsblatt"-Paywall wie Texte aus der gedruckten Zeitung. Seit fünf Monaten bittet die Online-Ausgabe schon nach wenigen kostenfreien Klicks die Leser zur Kasse – laut Matthes mit Erfolg: Die Zahl der pro Monat neu gewonnenen Bezahlnutzer habe sich im Vergleich zum Vorjahr um 100 % gesteigert. Und auch größere Reichweitenverluste von Handelsblatt.com seien ausgeblieben. Schwankungen schiebt Matthes eher auf saisonale Effekte als die Paywall.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Zitat: Miriam Meckel will mit 'Ada' Journalismus neu nutzen.

"Wir wollen den Journalismus nutzen, um so etwas zu versuchen wie ein Wirtschaftswunder 4.0 auf den Weg zu bringen – über digitale Weiterbildung."

Miriam Meckel schafft mit "Ada" eine neue Markenwelt. Das heute erscheinende Magazin soll das Element sein, das Digitalisierung im wahrsten Sinne begreifbar macht.
turi2.tv (4-Min-Video)

Renner: Handelsblatt will Meedia verkaufen – Gabor Steingart kauft es aber nicht.

Meedia M LogoAbsatzbewegung: Die Handelsblatt Media Group will das Medienportal Meedia verkaufen, schreibt Kai-Hinrich Renner. Der "eher boulevardeske Online-Mediendienst" habe nicht die "erhofften Synergieeffekte" zur verlagseigenen "Absatzwirtschaft" gebracht. Die sei, im Gegensatz zu Meedia, "staubtrockenen, aber hochprofitabel". Gabor Steingart wird Meedia aber nicht kaufen, schreibt Renner.
morgenpost.de, clap-club.de (Background)

Dazu passend, am 6.10.18 bei turi2.tv: Frank Dopheide über die neue Strategie der Handelsblatt Media Group.

Miriam Meckel will mit "Ada" ein Wirtschaftswunder schaffen.


Eine Zeitschrift als Lehrbuch: Miriam Meckel, Herausgeberin der "Wirtschaftswoche", will mit ihrer neuen Zeitschrift Ada mehr als nur Auflage am Kiosk machen. Im Video-Interview von turi2.tv erklärt sie die Ada-Strategie als Plattform, bestehend aus Veranstaltungen, Newsletter, Podcasts – und der Zeitschrift über digitale Weiterbildung. Ein Magazin über Digital-Themen zu drucken, ist für die Herausgeberin nicht abwegig: "In einem Moment, wo es kompliziert wird, muss man nicht nur lesen und verarbeiten, man muss auch begreifen", sagt Meckel und meint das ganz wörtlich. Eine Zeitschrift liefere, weil man sie anfassen könne, eine zusätzliche Dimension des Verstehens.

Inhaltlich versucht das Heft zu fassen, was kaum zu fassen ist: Künstliche Intelligenz, Blockchain, gefakete Realität und die Frage "Wie viel Roboter verträgt der Mensch" – ein insgesamt optimistischer, aber kritischer Rundumschlag, der künftig alle drei Monate am Kiosk liegen soll. Geld verdienen soll "Ada" nicht nur durch Verkäufe und Anzeigen. Geschäftsführer Frank Dopheide will mit dem Projekt für die Handelsblatt Media Group ein Stückchen aus dem 34 Mrd Euro großen Kuchen der beruflichen Weiterbildung schneiden, erklärt er im Gespräch.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Miriam Meckel hackt ihr Hirn – der komplette Talk mit Peter Turi.

Zitat: Frank Dopheide will Preisschilder auf alle Handelsblatt -Produkte kleben.

"In dem Moment, wo du billig wirst ... they never come back. Wenn du eine Premiummarke verschenkst, kriegst du sie nie wieder auf die Kö."

Handelsblatt-Chef Frank Dopheide erläutert im turi2.tv-Interview, warum die Zeit der Gratiskultur vorbei ist. Auch das Morning Briefing soll "demnächst" etwas kosten.
turi2.tv (Dopheide über Paid Content)

"Wir sind von Monarchie auf Demokratie gewechselt (...) vom System Leitwolf auf Schwarmintelligenz."
turi2.tv (Dopheide über die Post-Steingart-Ära)

"Wir werden uns vom Reichweitenmodell langfristig verabschieden. Wir gehen weg von B2B hin zu B2P, dem Professional."
turi2.tv (Dopheide über seine Strategie)

"Die Messgröße lautet: Jeder Leser spürt den Wert und dokumentiert es dadurch, dass er irgendwas bezahlt."
turi2.tv (Dopheide über kostenpflichtiges Morning Briefing)

"Zur Information muss Qualifikation kommen, weil Journalisten mit ihren Fähigkeiten, auf Aktualität zu reagieren, Inhalte aufzubereiten, vielen überlegen sind."
turi2.tv (Dopheide über den Weg zum Bildungsunternehmen)

"Ideenreichtum ist unser Asset für die Zukunft. Es ist nicht Effizienzstreben, Abschneiden, Verpacken in größeren Einheiten – wir glauben, mit Ideenreichtum erfinden wir uns selbst neu."
turi2.tv (Dopheide über seine Prioritäten)

turi2 Termin-Tipp: Podcast, Buchmesse, Ada Lovelace.


turi2 Termin-Tipp: Seminare, Konferenzen, Festivals – die turi2-Redaktion durchforstet jedes Jahr hunderte von Terminen für Medien- und Markenmacher. Unsere Termin-Tipps der Woche gibt es ab sofort jeden Montag. Alle Branchen-Termine finden Sie weiterhin unter turi2.de/termine.

9. Oktober: SZV-Seminar "Audio, Podcast & Co."
Veranstalter: Südwestdeutscher Zeitschriftenverleger-Verband e.V.
Stuttgart
szv.de

10. bis 14. Oktober: Frankfurter Buchmesse
Veranstalter: Frankfurter Buchmesse GmbH
Frankfurt
buchmesse.de

11. bis 12. Oktober: Ada Lovelace Festival
Veranstalter: Handelsblatt Media Group
Berlin
wiwo.konferenz.de

- Rückblick: turi2 vor Ort -


Wenn Marken Medien werden: Immer mehr Unternehmen richten in ihrer Kommunikation Newsrooms ein. turi2 besucht die Handelsblatt Akademie und lässt sich im Video von Christoph Moss erklären, wie Unternehmen lernen, in Inhalten zu denken.
turi2.tv (4-Min-Video)

Zitat: Frank Dopheide setzt auf Bildung statt auf Informationsvorsprung.

"Medien denken allen Ernstes immer noch, ihre Stärke sei Informationsvorsprung. Wo du denkst, Information in Zeiten großer Informationsüberflutung ... seid ihr irre?"

Handelsblatt-Chef Frank Dopheide will neue Erlösquellen mit Bildungsgeschäft erschließen. Im turi2.tv-Interview erklärt er das Projekt Ada.
turi2.tv (5-Min-Ausschnitt zu Ada), turi2.tv (40-Min-Video)

Jessica Schwarzer ist nicht mehr beim "Handelsblatt" angestellt.

Jessica Schwarzer, bisher Leiterin Live-Journalismus und Börsen-Chefkorrespondentin beim "Handelsblatt", verkündet bei Twitter, dass sie nun als freie Journalistin arbeitet. Sie hatte im März 2016 den Veranstaltungs-Posten zusätzlich übernommen. Ina Karabasz übernimmt die Rolle als Leiterin Live-Journalismus.
turi2 – eigene Infos, twitter.com, xing.com, turi2.de (Background)

Handelsblatt wird zum Bildungs-Unternehmen: Das große Interview mit Frank Dopheide.


Germanys next Gabor: Die Handelsblatt Media Group hat den Schock des Gabor-Steingart-Ausscheidens allmählich verdaut. Im Video-Interview von turi2.tv meldet sich der neue, starke Mann: Frank Dopheide treibt viele Pläne voran. Der wohl wichtigste: Mit dem Projekt Ada soll Bildung zu einem Standbein der Mediengruppe werden. turi2 zeigt einen Ausschnitt (oben) sowie das komplette Gespräch (unten), geführt von Peter Turi.

Hinter Ada, einem Projekt mit Miriam Meckel, steckt ein aufwendiges Schulungsprogramm, das die große Wissenslücke unserer Zeit schließen soll: "Die technologische Entwicklung hat die eigenen Mitarbeiter abgehängt. Also bei uns im Unternehmen, aber fast in jeder Branche, in jedem Unternehmen", sagt Dopheide. Er hat zehn Unternehmen gewonnen, die jeweils 30 Mitarbeiter in das erste Ada-Programm schicken. Sie sollen mit Hausaufgaben, Veranstaltungen und "Deep Dives" innerhalb eines Jahres zu digitalen Leistungssportlern werden.
turi2.tv (5-Min-Ausschnitt zu Ada), turi2.tv (40-Min-Video)

Im 40-Minuten-Gespräch spricht Dopheide über seine Strategie und die Zukunft des Verlags. Ein Klick auf den jeweiligen Link führt zur Stelle im Gespräch. Dopheide über ...
00:28 ... den Abgang Gabor Steingarts
02:18 ... den Systemwechsel im Haus
03:45 ... seinen persönlichen Hintergrund als Werber
08:10 ... Geld verdienen mit digitalen Produkten
12:23 ... die strategische Ausrichtung
14:20 ... ein kostenpflichtiges Morning Briefing
21:18 ... das Handelsblatt als Bildungsunternehmen
25:30 ... das Modell hinter Ada
30:08 ... die Rolle der Journalisten darin
33:00 ... wie sich die Idee entwickelt hat
36:33 ... seine Prioritäten und Herausforderungen

Clap: Handelsblatt will Meedia an Gabor Steingart abgeben.

Meediaplan aus Düsseldorf: Morningbriefler Gabor Steingart könnte neuer Besitzer des Medienportals Meedia werden - jedenfalls, wenn es nach den Quellen geht, die Daniel Häuser für "Clap" aufgetan hat. Die Komplettübernahme von Meedia, das Wert darauf legt, nicht "defizitär" genannt zu werden, wäre demnach Teil eines Trennungsdeals von Handelsblatt Media Group und Steingart. Ob der Deal zustande kommt - unklar.
clap-club.de

Wie Newsrooms in Unternehmen funktionieren – ein Erklär-Video mit Christoph Moss.


Wenn Marken Medien werden: Immer mehr Unternehmen entdecken das Prinzip Redaktion – und richten in ihrer Kommunikation einen Newsroom ein. turi2.tv lässt Christoph Moss in einem Video-Tutorial erklären, wie dieser Wandel gelingt. Der Journalist und Medien-Professor berät Kommunikatoren in Kursen an der Handelsblatt Akademie. Moss sagt: Newsrooms brauchen Geduld, Planung – und unbedingten Willen.

Laut Moss ist der Wandel der Unternehmenskommunikation schlichte Notwendigkeit, weil Menschen Medien immer weniger klassisch nutzen: "Wir müssen in Inhalten denken, in Themen denken und die beste Organisationsform dafür ist der Newsroom", sagt Moss, dessen Newsroom-Agentur Mediamoss schon mit dutzenden Kunden gearbeitet hat. Sein Tipp für Kommunikationschefs: Mitarbeiter sollten vom ersten Augenblick an den Newsroom mit entwickeln, statt ihnen ein Modell "überzustülpen".
turi2.tv (4-Min-Video)

Wir graturilieren: Thomas Tuma wird 54.


Wir graturilieren: Thomas Tuma, Vize-Chefredakteur beim "Handelsblatt", feiert heute seinen 54. Geburtstag im Büro. "Einer muss es ja tun", sagt Tuma, der die Arbeit mit der neuen "tollen Handelsblatt-Redaktion" liebt und sich zum Geburtstag freut, dass "die Welt noch nicht untergegangen" ist.

Im neuen Lebensjahr hofft Tuma auf "Weltfrieden". Im Zweifel tue es zunächst aber auch "Gesundheit, Glück, Zeit für die Familie und weiterhin gute Laune". Gratulationen erreichen ihn "am besten als automatisierte Glückwunsch-Mail, wie man sie von Ikea, Tchibo oder Amazon bekommt". Das sei wenigstens ehrlich.

20 Konzern-Chefs fordern im "Handelsblatt", dass Deutschland den Digital-Turbo anwirft.

Handelsblatt lässt 20 Konzernchefs zu Wort kommen, die fordern, dass die Regierung den Digital-Turbo anwirft und mit der 5G-Technologie vorankommt. Aus der Medien- und Markenwelt rüffeln mit: Valentin Stalf, Gründer der Berliner Smartphone-Bank N26, ProSiebenSat.1-Chef Max Conze und Oliver Steil, Chef von TeamViewer.
"Handelsblatt", S. 4 (Paid)

"Handelsblatt"-Analyse: Viele Apps erfüllen Datenschutz nicht.

Datenschutz: Viele der gängigen Messenger-, Shopping- und Sharing-Apps erfüllen nicht die Bestimmungen zum Schutz persönlicher Daten, sagt eine "Handelsblatt"-Analyse. Rund ein Drittel der 58 untersuchten Apps erhebe Daten, die es erlauben, einen Nutzer zu identifizieren und über mehrere Apps zu verfolgen. 41 % der Apps lieferten keine oder nur unzureichende Kontaktdaten des Anbieters, bei den Messenger-Apps sogar 70 %. Mehr als ein Viertel habe keine Datenschutzerklärung auf Deutsch.
handelsblatt.com

Deka-Bank passt ihre Werbung an News-Aufmacher bei handelsblatt.com an.

Echtzeit-Werbung: Die Deka-Investmentbank passt ihre Werbung auf handelsblatt.com an die News-Aufmacher an. Immer wenn ein neues Thema auf der Seite nach oben kommt, beginnt die Anzeigen-Redaktion, spontan zu texten. Obwohl Unternehmenskommunikation, Marketing und die Rechtsabteilung eingebunden sind, kommt die Freigabe meist in weniger als fünf Minuten, sagt Marketingchef Lothar Weissenberger in "Horizont". Headlines, die funktionieren, nutzt Deka auch für ihre Social-Media-Kanäle.
"Horizont" 35/2018, S. 18 (Paid)

Gabor Steingart startet täglichen Briefing-Podcast am Montag.

Radio-aktiv: Gabor Steingart startet seinen angekündigten Briefing-Podcast am morgigen Montag. Der ehemalige "Handelsblatt"-Herausgeber will Schalten an Finanzplätze, zu Experten, Politikern und wirtschaftlichen Akteuren einbauen - und duzt seine Hörer, zumindest im Trailer.

Steingart hostet seinen Podcast beim Dienstleister Podigee. Die Sendung ist als Podcast-Abo für die üblichen Empfangsprogramme sowie bei Spotify verfügbar. Zusätzlich steht eine entsprechende Gratis-App in Apples Appstore bereit.
per Mail, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart startet eine Podcast-Morningshow.

"Motorwelt" ist Deutschlands reichweitenstärkste Zeitschrift.

Print-MA: Die Gesamtreichweite von Zeitungen und Zeitschriften sinkt gegenüber dem vorvergangenen Halbjahr leicht. Die höchste Reichweite haben regionale Abozeitungen mit 31,7 Mio Lesern täglich. Reichweitenstärkster Titel bleibt "Motorwelt" – auch die ADAC-Zeitschrift verliert aber mehr als 1 Mio Leser. Die "Welt" ist die überregionale Tageszeitung mit größtem Minus von 7 %, das "Handelsblatt" gewinnt 6,7 %, die "taz" 4,8 %.
dwdl.de, new-business.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: turi2 edition3: "Motorwelt"-Mann Martin Kunz liest auf der Überholspur gern Gedrucktes.

Steingart sammelt mit seinem Morning Briefing Klicks bei Focus Online.

Zweitverwertung: Focus Online übernimmt das Morning Briefing von Gabor Steingart als Gastbeitrag. Seit Dienstag erscheinen die Texte des früheren "Handelsblatt"-Herausgebers gekürzt auf Focus.de. Steingart spricht von einer "redaktionellen Initiative" des Burda-Portals, die noch aus seiner Zeit beim "Handelsblatt" resultiert. Eine weitere Zusammenarbeit bereite die Kooperation nicht vor, sagt Steingart und widerspricht einer Meldung aus "Kress Pro" von Ende Juli, die auch turi2 übernommen hatte.
focus.de (Beiträge von Gabor Steingart), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart startet eine Podcast-Morningshow.

Ex-"stern"-Chef Michael Jürgs: Journalismus ist "überlebensnotwenig" für die Demokratie.

Vermächtnis an den Journalismus: Michael Jürgs, Ex-"stern"-Chefredakteur, der schwer an Krebs erkrankt ist, hält Journalismus für "überlebensnotwenig" zur Verteidigung der Demokratie gegen ihre Feinde, schreibt er in einem Essay im "Handelsblatt". Journalisten sollten sich "nicht als belehrende Oberlehrer aufspielen", sondern über die "Strategien der Volksverdummer" aufklären. Der Journalimus brauche Manager, die aus Respekt vor einem Beruf mit ihren Marketingideen "neue Hardware generieren, um ihre Software zu schützen". An Recherchen zu sparen, koste langfristig mehr, als die Einsparungen kurzfristig in den Bilanzen bringen.
"Handelsblatt", S. 10-13 (Paid)

Wir graturilieren: Frank Dopheide wird 55.


Wir graturilieren: Frank Dopheide, Chef der Handelsblatt Media Group, feiert heute seinen 55. Geburtstag am "schönsten Strand Südhollands" in Noord-Beveland. Mit ihm feiern seine Frau und die drei Kinder, von denen es zum Ehrentag selbstgebastelte Geschenke gibt. Ansonsten macht Frank Dopheide heute, "was man im Paradies eben so macht": Stand Up Paddling und Krebse am Bootssteg fangen.

Das beste am abgelaufenen Jahr waren die "1.700 fröhlichen Gesichter" bei der Einzugsfeier in das neue Verlagshaus in der Toulouser Allee in Düsseldorf mit "allen Mitarbeitern plus Kind & Kegel". Für das kommende Lebensjahr wünscht sich Frank Dopheide, dass Donald Trump nicht noch einmal als Präsident antritt und Schalke 04 die Meisterschale holt. Gratulationen sollen "am liebsten von Herzen" kommen und können per E-Mail auf den Weg gebracht werden.

Native-Werbung ist Treiber in der Handelsblatt-Vermarktung.

Native Advertising ist bei der Handelsblatt Media Group für 40 % der Werbeerlöse verantwortlich, legt Geschäftsführer Frank Dopheide offen. Die Erlöse aus digitaler Vermarktung haben Print inzwischen überholt. Dopheide verrät auch, dass der Verlag jedes Jahr sechsstellige Beträge verliert, weil Unternehmen nach einem unliebsamen Artikel Anzeigen stornieren.
"Horizont" 30/2018, S. 12-13 (Paid)

Zitat: 1.106 Mitarbeiter ersetzen einen Steingart, sagt Frank Dopheide.

"Weil wir Gabor nicht nachbauen konnten, sind wir vom System Leitwolf auf Schwarmintelligenz gewechselt. Alle 1.106 Mitarbeiter müssen etwas mehr strampeln. Hat aber funktioniert."

Handelsblatt-Chef Frank Dopheide spricht mit Roland Pimpl über die Lücke, die Gabor Steingart hinterlässt – und glaubt, dass genug Platz auf dem Markt ist für zwei getrennte Marken Handelsblatt und Steingart.
"Horizont" 30/2018, S. 12-13 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Der Kulturwandel ist eine noch größere Herausforderung als der Technologiewandel. Die Technologie ändert sich auch ohne uns – ihre pure Handhabung lernt man schnell."

"Die technischen Möglichkeiten haben unsere Vorstellungskraft überholt. Wir müssen unsere Phantasie aufrüsten."

"Am Anfang der Erlöskette steht der einzelne Leser. Zu lange haben die Verlockungen des großen Geldes unser Augenmerk auf die Werbeindustrie gelenkt. Wir haben die Leser zwar mitgenommen, aber eher im Gepäckraum."

IVW: Überregionale Tageszeitungen verlieren im 2. Quartal fast alle Auflage.

IVW ergibt Auflagenverluste bei den meisten Tages- und Wochenzeitungen: "Bild" verliert mehr als 10 % seiner Abonnenten und Kiosk-Käufer, bleibt aber mit Abstand die populärste deutsche Tageszeitung. Auf Platz 2 und 3 folgen die "Süddeutsche Zeitung" und die "FAZ", die beide 3,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum einbüßen. Das "Handelsblatt" kommt, Digital-Kunden sei Dank, auf ein Plus von 0,4%.
meedia.de

Macher des "Ada Magazins" ärgern sich über "Ada" von Miriam Meckel.

Ada, von Miriam Meckel geplantes Print-Magazin zu ihrer Zukunftsplattform, gibt es schon. Das Ada Magazin wird von Ehrenamtlichen produziert und von einem gemeinnützign Verein herausgegeben. Verleger Ole Rauch ärgert sich: "Von einem zukünftigen Tech-Magazin hätte ich erwartet, dass sie vorher ihren Namen googeln können." Das Ada Magazin ist im Mai 2018 in Deutschland gestartet und arbeitet in Kooperation mit dem US-Magazin Jacobin.
per Mail, turi2.de (Meckel), taz.de (Ada)

Miriam Meckel startet Zukunftsplattform "Ada".


Blick in die Glaskugel: Miriam Meckel marschiert bei der Handelsblatt Media Group weiter Richtung Zukunft und startet eine Zukunftsplattform namens Ada – ein multimedialer Mix aus Live-Journalismus, wöchentlichem Newsletter, Podcast und Print-Magazin. Der Startschuss erfolgt - anders als sonst bei Journalismus-Projekten üblich - am Mittwoch mit Live-Journalismus auf der KI-Konferenz Morals and Machines gemeinsam mit Bundeskanzlerin Merkel. Es folgen der Newsletter "Brief aus der Zukunft", der immer sonntags verschickt wird und Meckels bisherigen Serendipity-Newsletter ersetzt. "Ada - der Podcast" startet in der kommenden Woche und geht in der ersten Staffel u.a. den Fragen nach, welche Moral Maschinen brauchen und wie sich Sex mit Robotern anfühlt. Im Oktober debütiert das gedruckte "Ada-Magazin" und soll alle drei Monate erscheinen.
turi2 - eigene Infos, kress.de, join-ada.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Miriam Meckel hackt ihr Hirn – der komplette Talk mit Peter Turi.

Steingart: "Kress Pro" analysiert die Probleme bei der Trennung vom Handelsblatt.

Gabor Steingart: Die Verhandlungen mit der Handelsblatt Media Group ziehen sich so lange hin, weil Ansprüche aus drei Verträgen bestehen, analysieren Markus Wiegand und Wolfgang Messner. Dabei geht es um Steingarts Gehalt aus seinem Arbeitsvertrag, den Wert seiner Anteile an der Unternehmensgruppe sowie die Rechte am Morning Briefing. Auch der Verlust in der Vermarktung durch Steingarts Abgang, der sich laut Insidern auf 3 bis 4 Mio Euro im Vergleich zum Vorjahr belaufen soll, verringere die Spielräume des Verlags. Eine großzügige Abfindung Steingarts werde dadurch noch unwahrscheinlicher.
"Kress Pro" 05/2018, S. 62-63 (Paid)

Handelsblatt Fachmedien startet Zeitschrift "Rethinking Law".

Handelsblatt Fachmedien startet gemeinsam mit dem Legal Tech Center an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) die Zeitschrift "Rethinking Law" als Wegweiser für die "digitale Revolution in der Rechtsberatung". Die erste Ausgabe kommt mit 72 Seiten und kann als Probeheft kostenlos bestellt werden. Chefredakteur ist der Anwalt und Präsident des Bundesverbands Blockchain Florian Glatz.
per Mail, fachmedien.de

Karikaturist Berndt Skott, 75, ist tot.

Berndt Skott ist tot. Der Karikaturist starb am Montag im Alter von 75 Jahren nach schwerer Krankheit. Das "Handelsblatt" würdigt seinen langjährigen Karikaturisten als "streitbaren Verfechter der Pressefreiheit", der sich sein Leben lang für Benachteiligte der Gesellschaft engagierte. Skott habe mit seinen feinsinnigen, bisweilen scharf gewürzten Zeichnungen das Gesicht des "Handelsblatts" mitgeprägt.
handelsblatt.com

Handelsblatt Media Group hat Autogipfel-Probleme, hört Kai-Hinrich Renner.


Läuft Fährt nicht von selbst: Die Handelsblatt Media Group bekommt ihren Autogipfel nicht ins Rollen, hört Kai-Hinrich Renner. Porsche sollte ihn 2018 als Kooperationspartner ausrichten. Jetzt teilt der Verlag mit, das sei "aus terminlichen Gründen nicht möglich". Man sei mit verschiedenen anderen Herstellern für eine Alternative im Gespräch, der Gipfel solle auf jeden Fall 2018 stattfinden. Aus Verlagskreisen hört Renner, der Erlös der Veranstaltung liege bei rund 1 Mio Euro.

Ein weiteres Kooperations-Projekt – eine App für die Deutsche Bank – liege auf Eis. Sie sollte Mitarbeiter der Bank mit internen Nachrichten und Inhalten aus dem "Handelsblatt" und dem "Wall Street Journal" versorgen. Weder der Verlag noch die Bank äußern sich dazu.
morgenpost.de