Karikaturist Berndt Skott, 75, ist tot.

Berndt Skott ist tot. Der Karikaturist starb am Montag im Alter von 75 Jahren nach schwerer Krankheit. Das "Handelsblatt" würdigt seinen langjährigen Karikaturisten als "streitbaren Verfechter der Pressefreiheit", der sich sein Leben lang für Benachteiligte der Gesellschaft engagierte. Skott habe mit seinen feinsinnigen, bisweilen scharf gewürzten Zeichnungen das Gesicht des "Handelsblatts" mitgeprägt.
handelsblatt.com

Handelsblatt Media Group hat Autogipfel-Probleme, hört Kai-Hinrich Renner.


Läuft Fährt nicht von selbst: Die Handelsblatt Media Group bekommt ihren Autogipfel nicht ins Rollen, hört Kai-Hinrich Renner. Porsche sollte ihn 2018 als Kooperationspartner ausrichten. Jetzt teilt der Verlag mit, das sei "aus terminlichen Gründen nicht möglich". Man sei mit verschiedenen anderen Herstellern für eine Alternative im Gespräch, der Gipfel solle auf jeden Fall 2018 stattfinden. Aus Verlagskreisen hört Renner, der Erlös der Veranstaltung liege bei rund 1 Mio Euro.

Ein weiteres Kooperations-Projekt – eine App für die Deutsche Bank – liege auf Eis. Sie sollte Mitarbeiter der Bank mit internen Nachrichten und Inhalten aus dem "Handelsblatt" und dem "Wall Street Journal" versorgen. Weder der Verlag noch die Bank äußern sich dazu.
morgenpost.de

Renner: Steingarts Briefing startet ohne "Handelsblatt"-Hilfe.

Gabor Steingart startet sein Morning Briefing am Montag mit einem überschaubaren Team aus Chelsea Spieker und Steingarts Ex-Assistenten aus "Handelsblatt"-Zeiten sowie "mehreren freien Mitarbeitern", schreibt Kai-Hinrich Renner. Unklar sei noch, ob das "Handelsblatt" Steingarts Briefing im eigenen Briefing bewirbt - die Daten der Abonnenten seines alten Briefings kann Steingart aus Datenschutzgründen nicht mitnehmen. Er stehe weiterhin bei der Handelsblatt-Mediengruppe unter Vertrag.
abendblatt.de

Gabor Steingart holt Chelsea Spieker für sein Morning Briefing.

Morning Briefing: Gabor Steingart heuert für seinen Newsletter, der ab 11. Juni erscheinen soll, Chelsea Spieker an, berichtet Kai-Hinrich Renner. Spieker kommt von der englischen Global Edition des "Handelsblatts", wo sie für die internationale Koordination zuständig war. Sie sei bislang auch für das Übersetzen von Texten zuständig gewesen, Steingarts neues Morning Briefing solle auch auf Englisch erscheinen. Unklar bleibe jedoch, wie Steingart den Erscheinungstermin seines Newsletters halten wolle, da er beim "Handelsblatt" nicht aus seinem Vertrag kommt.
morgenpost.de, turi2.de (Background)

Gabor Steingart startet sein Morning Briefing am 11. Juni.


Alles neu macht der Juni: Gabor Steingart startet sein Morning Briefing in eigener Regie am 11. Juni, kündigt er seinen Abonnenten per Vorab-Newsletter an. "Ich lasse Sie nicht mehr alleine aufwachen", schreibt der Welterklärer Steingart. Das Mailing hatte er bereits Ende Februar nach seinem Abgang beim "Handelsblatt" für "in einigen Wochen" angekündigt.

Unklar ist, ob Steingart nun unabhängig von "Handelsblatt"-Technik startet, oder – wie einst angekündigt – auf Verlagstechnik zurückgreifen und Abonnenten "mitnehmen" kann. Für den Versand des Vorab-Mailings nutzt er den gleichen Technik-Dienstleister wie das "Handelsblatt", das Programm Maileon der Firma Xqueue in Offenbach. Zuletzt hatte "Kress Pro" geschrieben, dass Steingart aus seinem hoch dotierten Vertrag mit dem Verlag nicht herauskommt. (Bild: Screenshot, Steingart-Newsletter)
per Mail, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart startet eine Podcast-Morningshow.

Steingart hat sich noch nicht mit Holtzbrinck geeinigt, schreibt Kress.

Gabor Steingart steht weiterhin bei Dieter von Holtzbrinck unter Vertrag und erhält weiterhin "sein fürstliches Monatsgehalt", berichtet Bülend Ürük in "Kress Pro". Die Anwälte hätten noch Gesprächsbedarf, es gebe bisher keine Kündigung, Steingart halte weiterhin 5 % an der Handelsblatt-Mediengruppe. Unklar sei u.a., "ob und wie" Steingart sein Morning Briefing unter eigener Regie fortführen kann. Es gebe "Investoren, die mit Steingart an der Spitze ihren Weg ins Mediengeschäft wagen würden", schreibt Ürük, und spekuliert über einen englisch-deutschen Informationsdienst aus dem politischen Berlin, mit Ähnlichkeiten zu Politico.
kress.de/pro (Paid)


Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart startet eine Podcast-Morningshow.

Ex-"Handelsblatt"-Geschäftsführer Alexander Schettler, 88, ist tot.

Alexander Schettler ist tot. Der frühere "Handelsblatt"-Geschäftsführer starb im Alter von 88 Jahren. Der gebürtige Dresdner betreute bei der Verlagsgruppe "Handelsblatt" den Bau des Verlagshauses in der Kasernenstraße und den Aufbau der Georg-von-Holtzbrinck-Schule. Schettlers Familie besaß die "Dresdner Nachrichten", wurde aber von den Nazis zum Verkauf gezwungen.
"Handelsblatt", S. 46 (Paid)

Zitat: Sebastian Matthes glaubt nicht an rein werbefinanzierten Journalismus.

"Es war ein Fehler, dass die gesamte Branche so lange dem Mantra gefolgt ist, dass Inhalte im Internet kostenlos sein müssen. Letztlich war die ganze Gratiskultur im Internet ein Fehler."

"Handelsblatt"-Digitalchef Sebastian Matthes sagt, Inhalte, die im kostenlosen Bereich der Zeitung klickstark seien, kämen bei digitalen Abonnenten mitunter viel schlechter an. Sie erwarteten "etwas anderes als Royal-Wedding-Berichterstattung". Matthes glaubt, hochwertiger Journalismus lässt sich immer weniger rein werbefinanzieren, sei "einfach zu teuer."
meedia.de, turi2.de (Background)

"Handelsblatt" zieht eine Paywall hoch.

Handelsblatt lässt die Bezahlschranken runter und macht ab sofort "weniger als eine Handvoll Texte im Volltext" kostenlos verfügbar, schreibt Chefredakteur Sven Afhüppe. Die Kennzeichnung "Premium" auf Handelsblatt.com entfalle, da künftig alle Artikel, Infografiken und Recherchetools nur für Premium-Kunden sichtbar sein sollen.
handelsblatt.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Handelsblatt"-Chef Sven Afhüppe im Strategie-Gespräch.

Gabor Steingart startet eine Podcast-Morningshow.


Ton? Läuft! Gabor Steingart erfindet sein Morning Briefing neu und verlängert den geschriebenen Newsletter um eine Podcast-Morningshow. Im Juni soll es losgehen, sagt der frühere "Handelsblatt"-Geschäftsführer im Interview mit turi2.tv am Rande des European Newspaper Congress in Wien. Dafür will Steingart künftig täglich in Berlin ins Studio gehen und eine Morningshow aufzeichnen, die mehr sein soll als der vorgelesene Newsletter.

Auf seine Zeit beim "Handelsblatt" blickt Steingart im Gespräch ohne Groll zurück: In seinen acht Jahren an der Spitze der Wirtschaftszeitung "haben wir ein gutes Stück der Transformation zurückgelegt." Nun müssten Sven Afhüppe und andere, jüngere Kollegen das Begonnene weiterführen.

Der Publizist gibt sich, auf seinen Abgang beim "Handelsblatt" angesprochen, selbstkritisch: "Ich glaube, dass es schwierig ist, Steingart auszuhalten." Für Verleger, die früher sehr erfolgreich waren, sei es zudem manchmal schwierig, die Zumutungen der heutigen Zeit auszuhalten.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Klick-Tipp: Stephan Scheuer zeigt Innenansichten aus Nordkorea.

Klick-Tipp: Handelsblatt-Reporter Stephan Scheuer ist vor dem Treffen zwischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump nach Nordkorea gereist. In seinen Kurzvideos zeigt Scheuer, wie er mit der schlechtesten Airline der Welt fliegt, wie Nordkorea Adidas-Schuhe und VW-Autos fälscht und wo Kim Jong Un seine Atomwissenschaftler ausbilden lässt.
tool.handelsblatt.com

Renner: Gabor Steingart kommt nicht aus seinem Vertrag bei Holtzbrinck raus.


Abwarten und Tee trinken: Gabor Steingart kommt nicht aus seinem Vertrag heraus und verschickt deshalb bisher keine Morning Briefings, erfährt Kai-Hinrich Renner aus dem Flurfunk beim "Handelsblatt". Der Vertrag des Ex-Juniorverlegers soll bis Ende 2020 laufen. Hinzu komme Steingarts Anteil an der Handelsblatt Media Group, die eine Trennung erschwere.

In der Verlagsmeldung zu Steingarts Abgang hieß es, er werde seinen Newsletter "als unabhängige journalistische Stimme herausgeben". Renner hört in Steingarts Umgebung, sein Newsletter werde "Ende Juni, Anfang Juli" starten. (Foto: Michael Englert für turi2.de/edition2)
abendblatt.de, turi2.de (Background)

Vodafone wirbt für geplante Unitymedia-Übernahme.

Vodafone Deutschland kontert die Kritik am Plan, Unitymedia zu übernehmen, mit einer Werbe- und Interview-Offensive in der deutschen Tagespresse. In ganzseitigen Anzeigen etwa in "FAZ", "Süddeutscher" und "Welt" trommelt Deutschlandchef Hannes Ametsreiter für die Übernahme und verspricht ein "vereintes Gigabit-Netz für Deutschland" und Investitionen von 12 Mrd Euro in den Ausbau. In Interviews mit "Welt" und "Handelsblatt" versucht er, die Angst vor einem neuen Monopol kleinzureden und nennt Vodafone einen "starken Wettbewerber", der neben der Telekom entstehe. Er stellt neue Jobs durch den geplanten Netzausbau in Aussicht.
"Welt" S. 11 u. 12, "Süddeutsche Zeitung" S. 19, "Handelsblatt" S. 24, "FAZ" S. 5 (Paid), turi2.de (Background)

Neue Handelsblatt-Akademie will Unternehmen Kommunikation beibringen.

Handelsblatt gründet eine Akademie, um Unternehmen journalistische Kommunikation beizubringen. Die Handelsblatt-Akademie bietet in diesem Jahr 70 Seminar-Termine an. Leiter ist Vize-Chefredakteur Peter Brors. Zu den Dozenten zählen Ex-Chefredakteur Bernd Ziesemer, Thomas Knüwer, Peter Linden und n-tv-Moderatorin Katja Dofel.
akademie.handelsblatt.com

Video vielleicht verpasst? Die meistgeklickten turi2.tv-Videos im April.


Mit Klicks in den Mai: Miriam Meckel hackt ihr Hirn, Postbotin Heike Straube ist der gelbe Blitz von Blankenfelde und Politik-Flüsterer Axel Wallrabenstein erhebt auch im turi2.tv-Interview nicht seine Stimme. Das sind die meistgeklickten turi2.tv-Videos im April.

Top 1:
Miriam Meckel hackt ihr Hirn – der komplette Talk mit Peter Turi
(1.134 Abrufe)

Top 2:
Der Alltag einer Postbotin – mit Heike Straube unterwegs in Blankenfelde
(871 Abrufe)

Top 3:
Axel Wallrabenstein im Flüster-Interview: "Manche Dinge kann man nicht laut sagen"
(752 Abrufe)

Top 4:
Miriam Meckel erklärt die Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz
(713 Abrufe)

Top 5:
Versandfabrik Amazon: Einblick in das Logistikzentrum Winsen
(640 Abrufe)

Die Top 5 in einer Playlist











Das waren die meistgeklickten turi2.tv-Videos im März

Hans-Jürgen Jakobs ist nun offiziell Morning-Briefing-Schreiber beim "Handelsblatt".

Handelsblatt macht Senior Editor Hans-Jürgen Jakobs nun auch offiziell zum Morning-Briefing-Schreiber. Er hat den pointierten Früh-Newsletter zuletzt ohnehin schon regelmäßig verfasst. Nur am Freitag darf er planmäßig ausschlafen: Da greift Chefredakteur Sven Afhüppe selbst zur Feder und kündigt heute ein "neues optisches Gewand" ab Montag an. Das eigene Morning Briefing von Erfinder Gabor Steingart lässt derweil auf sich warten.
morningbriefing.handelsblatt.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hans-Jürgen Jakobs beantwortet den fragebogen2 (von 2008).

"Handelsblatt" investiert einstellige Mio-Summe in Werbekampagne, schreibt Roland Pimpl.

Handelsblatt startet am 16. April eine Werbekampagne mit Testimonials wie Tesla-Chef Elon Musk und Amazon-Boss Jeff Bezos, schreibt Roland Pimpl. Der Kampagnenclaim laute "Für alle, die handeln" und soll die Zeitung als "Plattform der Macher" darstellen. Das Media-Volumen liege im mittleren einstelligen Millionenbereich. Die Print- und Onlinemotive sollen in Nachrichten-, Wirtschafts- und Männermedien erscheinen, der TV-Spot auf ARD, n-tv und Welt.
horizont.net

Analyse: Das nächste Ziel der Technik-Riesen ist das menschliche Gehirn.

Technik-Riesen wollen als Nächstes in das menschliche Gehirn vordringen, analysiert Miriam Meckel in der "Zeit". Falls es Facebook, Tesla und Co gelinge, das Gehirn ans Internet anzuschließen, werde das die Entwicklung der Menschheit stark beeinflussen. Wo sich Gedanken aus dem Gehirn lesen ließen, könne man im Umkehrschluss auch eine Persönlichkeit umschreiben. Die Freiheit der Gedanken stehe auf dem Spiel.
"Zeit" 16/2018, S. 36 (Paid)

Iris Bode verlässt Handelsblatt Media Group, Ivo Hoevel übernimmt Marketing und Vertrieb.

Handelsblatt befördert Ivo Hoevel (Foto), 49, zum Marketing- und Vertriebschef. Er folgt auf Iris Bode, die das Unternehmen "auf eigenen Wunsch" verlässt, um sich "neuen beruflichen Aufgaben" zu widmen. Hoevel leitet die Wirtschaftsclubs von "Handelblatt" und "Wirtschaftswoche" auch weiterhin. Thomas Höfer, 32, kümmert sich um den neuen Bereich Corporate Partnerships, in die Handelsblatt Media Group u.a. das Firmenkunden- und Lizenzgeschäft bündelt.
per Mail

TV-Tipp: "Presseclub" diskutiert über Grenzen von Facebook – mit Brinkbäumer und Meckel.

TV-Tipp: So., 12.00 Uhr, Das Erste: Der "Presseclub" diskutiert am Sonntagmittag über die Konsequenzen aus dem Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica. Gäste sind "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer, "Wirtschaftswoche"-Herausgeberin Miriam Meckel, Netzaktivist Markus Beckedahl und Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar.
wdr.de

"Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe hat den digitalen Durchbruch vor Augen.

Handelsblatt plant bis Jahresende, mehr Digital- als Print-Abonnenten zu bedienen. Chefredakteur Sven Afhüppe sieht die App als Treiber für die digitale Auflage. Im 4. Quartal 2017 kam das "Handelsblatt" auf 44,6 % E-Paper-Anteil bei den Abos. Afhüppe verspricht, Print-Fans auch künftig nicht als Kunden zweiter Klasse zu behandeln.
medienpolitik.net

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Handelsblatt"-Chef Sven Afhüppe im Strategie-Gespräch.

"Handelsblatt" holt keinen Steingart-Nachfolger, sondern verteilt seine Aufgaben.

Verteile und herrsche: Das "Handelsblatt" ernennt Vermarktungschef Frank Dopheide (Foto) zum Sprecher der ansonsten gleichberechtigten Geschäftsführung, berichtet Roland Pimpl. Die bisherigen Aufgaben von Gabor Steingart werden zwischen ihm und seinen Geschäftsführer-Kollegen Ingo Rieper und Gerrit Schumann aufgeteilt. Eine neue Kraft von außen soll nicht kommen. Frank Dopheide verantwortet die Redaktionen, Kommunikation und die Veranstaltungstochter Euroforum. Finanzchef Ingo Rieper wird künftig den Content Marketing-Dienstleister Planet C führen sowie die Fachmedien und das Research Institute leiten. Gerrit Schumann übernimmt zusätzlich zu seinen Digital-Aufgaben den Vertrieb und das Marketing.

Um die Meinung der Redaktionen in Verlagsentscheidungen einzubinden, sollen "Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe und sein "Wirtschaftswoche"-Kollege Beat Balzli gemeinsam mit "Wirtschaftswoche"-Herausgeberin Miriam Meckel ein "Insight Board" bilden, das regelmäßig gemeinsam mit der Geschäftsführung tagt.
horizont.net, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Das "Handelsblatt" 2018: Chefredakteur Sven Afhüppe im Strategie-Gespräch.