Marketing- und Vertriebschef Ivo Hoevel verlässt "Handelsblatt".

Handelsblatt Media Group: Marketing- und Vertriebschef Ivo Hoevel, 50, geht - offiziell im Sommer, de facto hat Hoevel seinen Arbeitsplatz Ende Januar geräumt. Hoevel kam Anfang 2018 als Chef des "Handelsblatt"-Wirtschaftsclub, im April übernahm er zusätzlich Marketing und Vertrieb der Gruppe. In beiden Bereichen wird kräftig gespart, es ist deshalb unklar, ob ein Nachfolger kommt oder die Aufgaben unter den bestehenden Führungskräften aufgeteilt werden.
turi2 - eigene Infos, turi2.de (Background Handelsblatt), turi2.de (Background Hoevel)

Handelsblatt-Gruppe streicht 20 bis 30 Stellen, beerdigt Global Edition.


Orange blutet rot: Die Handelsblatt Media Group hat 2018 ihre Finanzziele nicht erreicht und will deshalb den Rotstift ansetzen, sagt Geschäftsführer Frank Dopheide zu "Horizont". Der Umsatz habe 2018 stagniert, das Ergebnis sei gesunken. Bis Ende 2021 will die Handelsblatt-Gruppe laut "Horizont" mehrere Mio Euro sparen: Die Personalkosten sollen um 3 % sinken, was 20 bis 30 Stellen weniger bedeutet. Sie sollen über Vorruhestände entfallen, Kündigungen kommen wohl dazu. Die englischsprachige Digitalausgabe "Handelsblatt Today" bekommt der Verlag "auf absehbare Zeit nicht profitabel" und stellt sie deshalb ein.

Dopheide sagt zu "Horizont": "Wir müssen genügend Finanz- und Managementkraft aufbringen, um unsere Transformation schnell genug umsetzen zu können. Die Ressourcen zum Investieren in neue Produkte und in Technologie müssen wir freischaufeln und steigern." Der Verlag wolle sich künftig auf reine Wirtschaftsthemen fokussieren und habe deshalb auch Meedia verkauft. Damit enden nach dem Abgang Gabor Steingarts auch zwei seiner Projekte: Er hatte Meedia gekauft und die Global Edition des "Handelsblatts" gegründet.
horizont.net

Aus dem turi2.tv-Archiv: Handelsblatt wird zum Bildungs-Unternehmen: Das große Interview mit Frank Dopheide.

"Wirtschaftsjournalist": "Wiwo" streicht 10 von 100 Stellen, "Edison" steht vor Management-Buyout.


Wirtschaftliche Woche: Die Handelsblatt Media Group streicht der "Wirtschaftswoche" bis zu 10 der 100 Stellen, berichtet das Fachblatt Wirtschaftsjournalist unter Berufung auf Unternehmenskreise. Das Magazin soll zusätzlich 1 Mio Euro einsparen. Das E-Lifestylemagazin Edison steht zudem offenbar kurz vor einem Management-Buyout. Chefredakteur Franz Rother wolle das Heft übernehmen und mit seinem fünfköpfigen Team weiter produzieren.

Das englischsprachige Angebot Handelsblatt Today wird im Zuge der Sparmaßnahmen eingestellt. Es gebe dafür bislang kein "nachhaltig erfolgreiches Geschäftsmodell", sagt "Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe. Ein neues Konzept für ein englischsprachiges Produkt sei aber in Arbeit. Ein für Januar geplanter Relaunch des "Handelsblatts" sei laut dem "Wirtschaftsjournalist" abgesagt worden. Die Konzernführung um Verleger Dieter von Holtzbrinck forciere einen gemeinsamen Relaunch von Print und Online. Dieser sei nun für Ende Juni bzw. Anfang Juli geplant, so Afhüppe gegenüber Kress.de
"Wirtschaftsjournalist" 1/2019 (ET 08.02.2019) via kress.de, presseportal.de (Handelsblatt Today)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Beat Balzli zeigt die "Wirtschaftswoche"-Redaktion.

Handelsblatt Media Group trennt sich von Branchendienst Meedia, Busch Group übernimmt.


Was im Busch: Die Handelsblatt Media Group verkauft den Branchendienst Meedia an die Busch Group, die u.a. bereits "Blickpunkt:Film" und die "MusikWoche" herausgibt. Das Meedia-Team um Gründungschefredakteur Georg Altrogge (Foto) wechselt damit unter das Dach des Verlegers Timo Busch, der die Marke "weiter ausbauen" will. "Handelsblatt"-Geschäftsführer Frank Dopheide sagt: "Wir sind eine Gemeinschaft zur Verbreitung des wirtschaftlichen Sachverstands. Das steht im Mittelpunkt unseres Zukunftsstrategie." Darum habe sich der Verlag entschieden, "Meedia in andere Hände zu geben".

Die Gerüchte um die Verkaufsabsichten kursierten schon eine Weile – weil Meedia die einst erhofften Synergieeffekte zur "Absatzwirtschaft" nicht gebracht habe. Diese wechselt verlagsintern zu Planet C, unter Leitung von Andrea Wasmuth.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv (10/2018): Frank Dopheide über die neue Strategie der Handelsblatt Media Group.

Video-Fragebogen: Sebastian Matthes.

Video-Fragebogen: Sebastian Matthes wollte Geiger werden – und spielt heute die erste digitale Geige im "Handelsblatt"-Orchester. Der Stellvertreter von Sven Afhüppe gibt im turi2.tv-Fragebogen zu, ein ungeduldiger Mensch zu sein. Ganz kribbelig wird er beim Blick auf viele Medienhäuser, die sich viel zu zaghaft digitalisieren. "Viele Medienunternehmen sind jetzt noch in der Lage, aus einer Position der Stärke zu agieren. In ein paar Jahren ist es möglicherweise nicht mehr so", sagt Matthes, der von Amazon-Gründer Jeff Bezos fasziniert ist und beim Kochen indischer Gerichte wieder ein bisschen von seiner Ungeduld runterkommen kann.
turi2.tv (2-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv (Oktober 2018): "Handelsblatt"-Digitalchef Sebastian Matthes im Strategie-Gespräch.

Media-Tenor-Ranking: "Bild" ist Deutschlands meistzitiertes Medium 2018.

Mehr Maaßen macht meistzitiertes Medium aus: "Bild" ist 2018 das meistzitierte Medium in Deutschland, zählt Media Tenor in seinem Zitate-Ranking. Mit insgesamt 1.203 Exklusiv-Meldungen ist der Boulevardtitel vor dem "Spiegel", der mit 1.098 Nennungen knapp dahinter liegt. Es folgen "New York Times" mit 907 Zitaten sowie "Bild am Sonntag" mit 895 Zitaten. "Süddeutsche Zeitung" und "Handelsblatt" belegen die Plätze 5 und 6.

Besonders häufig wird "Bild" mit Aussagen von Ex-Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen zitiert als dieser die Echtheit der Chemnitz-Videos anzweifelt. Auch Themen wie die Organspende oder die diskutierte Digitalsteuer verhelfen "Bild" 2018 zu Nennungen in anderen Medien.
"Bild", S. 1 (Paid)

Ina Karabasz macht das "Handelsblatt" fit für die Bühne.


Journalismus im Show-Format: Das "Handelsblatt" baut auf Veranstaltungen – und will sie künftig journalistischer gestalten. Redakteurin Ina Karabasz konzipiert derzeit Live-Formate für die Bühne und erzählt im turi2.tv-Video, wie sie Kollegen auf ihren großen Auftritt vorbereitet. Karabasz glaubt an learning by doing, um eine "Peinlichkeitstoleranz" zu entwickeln. Sie erwarte keine perfekten Moderatoren, sondern authentische Redakteure, die vor Publikum ihre Arbeit machen.

Karabasz hat die Aufgabe als Live-Leiterin von Jessica Schwarzer übernommen und will Besuchern von "Handelsblatt"-Veranstaltungen "zeigen, was wir als Journalisten machen". Journalisten sollten live auf der Bühne ähnlich arbeiten wie beim Schreiben von Artikeln. Ein Artikel habe einen Spannungsbogen – den könne man auch auf die Bühne bringen, sagt Karabasz. Das "Handelsblatt" veranstaltet zahlreiche Fachkonferenzen, Jahrestagungen oder Gespräche auf der Dachterrasse des Medienhauses – teilweise exklusiv für Mitglieder des Wirtschaftsclubs.
turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Das große Interview mit "Handelsblatt"-Geschäftsführer Frank Dopheide (einzelne Themen anklicken oder als Audio-Podcast hören).

Drei Minuten Digitalisierung – der Medienwandel bei turi2.tv.


Internet geht nicht mehr weg: Die Digitalisierung aller Lebensbereiche treibt Medien- und Markenmacher auch 2018 um. In turi2.tv-Interviews sprechen die spannendsten Köpfe der Branche, wie sie die Chancen des Netzes für sich nutzen. "Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe beschreibt, dass der digitale Kunde zum wichtigsten werde, Startup-Löwe Frank Thelen sieht keine Alternative zur "Volldigitalisierung" und Vaunet-Chef Hans Demmel missfällt das Vollpumpen sozialer Netzwerke mit Inhalten.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Sven Afhüppe, "Handelsblatt"

... Frank Thelen, Startup-Investor

... Sebastian Matthes, "Handelsblatt"

... Ove Saffe, Funke

... Thomas Rabe, Bertelsmann

... Nico Hofmann, UFA

... Hans Demmel, Vaunet

... Rainer Esser, "Zeit"

... Miriam Meckel, Ada-Verlegerin

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Drei Minuten Kulturwandel – turi2.tv-Gespräche zur Zukunft der Medienarbeit.


Culture eats everything: Medien wandeln sich und mit ihnen das Miteinander in den Häusern. turi2.tv zeigt zum Jahreswechsel die spannendsten Gedanken aus den Interviews: So erzählt Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel vom Ende der Burnout-Kultur, Handelsblatt-Chef Frank Dopheide von der Umstellung von Mann- auf Raumdeckung und Funke-Verlegerin Julia Becker schmunzelt über Männer in Führungspositionen.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Mathias Döpfner, Springer

... Julia Becker, Funke

... Rainer Esser, "Zeit"

... Julia Jäkel, Gruner + Jahr

... Katarzyna Mol-Wolf, Inspiring Network

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Drei Minuten Inspiration – die positiven Ideen aus turi2.tv-Interviews.


Die König(innen) der Kreativität: Das Jahr 2018 war voller Ideen. Zum Jahreswechsel schneidet turi2.tv die klügsten Gedanken zusammen. Miriam Meckel erzählt im Video von ihrem Slack-Channel für unwichtige Dinge, Verena Bahlsen vom Neustart in alten Strukturen und Reporter Jaafar Abdul Karim, dass er sich nirgendwo Journalismus verbieten lässt.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Verena Bahlsen, Food-Unternehmerin

... Andreas Arntzen, Wort & Bild

... Michael Busch, Thalia

... Anna-Beeke Gretemeier, "stern"

... Jaafar Abdul Karim, Reporter und Moderator

... Mathias Döpfner, Springer

... Tim Alexander, Deutsche Bank

... Miriam Meckel, Ada-Verlegerin

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Drei Minuten Print-Debatte – turi2.tv im Schnelldurchlauf.


Debattieren über Druckerzeugnisse: Spannende Köpfe der Medienbranche haben 2018 ihre Sicht auf die Zukunft für Print bei turi2.tv erzählt. Wir zeigen zum Jahreswechsel in drei Minuten die Gedanken von u.a. Springer-Chef Mathias Döpfner, der künftigen "stern"-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier und Bertelsmann-Boss Thomas Rabe.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Mathias Döpfner, Springer

... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Anna-Beeke Gretemeier, "stern"

... Kai Rose, Klambt

... Thomas Rabe, Bertelsmann

... Florian Haller, Serviceplan

... Robert Schneider, "Focus"

... Horst Ohligschläger, Bayard

... Jochen Arntz, "Berliner Zeitung"

... Manuela Kampp-Wirtz, BurdaStyle

... Rainer Esser, "Zeit"

turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Zitat: Der größte Feind der Pressefreiheit hat sich in der Redaktion eingenistet.

"Die neue Spiegel-Affäre 2018 sagt vor allem aus, dass der größte Feind der Pressefreiheit heute nicht mehr – wie 1962 bei der alten Spiegel-Äffare – außen sitzt, sondern sich vielmehr ganz tief mittendrin eingenistet hat."

"Handelsblatt"-Autor Hans-Jürgen Jakobs nennt den "Spiegel"-Fälscher Claas Relotius in seinem "Morning Briefing" den "Karl May dieser Tage".
handelsblatt.com

"Edison"-Chef Franz Rother muss sich für beleidigenden Tweet entschuldigen.

Zurückgerudert: "Edison"-Chefredakteur Franz Rother entschuldigt sich für einen beleidigenden Tweet, in dem er die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer als "weiße, alte, hässliche Frau" bezeichnet. Er habe einen Witz machen, aber niemanden persönlich angreifen wollen, so Rother. Den Original-Tweet hat er inzwischen gelöscht. Der Werber und Feminist Robert Franken hatte zuerst auf den Tweet aufmerksam gemacht, anschließend zog er Kreise.

"Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe distanziert sich und twittert, dass der "Edison"-Chef kein "Handelsblatt"-Mitarbeiter sei. "Gleichwohl entschuldige ich mich aufrichtig bei ⁦‪Annegret Kramp-Karrenbauer und Angela Merkel." Das "Handelsblatt" stehe für eine liberale Weltordnung, "wir dulden keine Form von Diskriminierung und Rassismus." Auch Geschäftsführer Frank Dopheide kontert den Tweet von Rother: "Wenn weiße Männer witzig sein wollen – geht es meistens schief."
twitter.com (Robert Franken), twitter.com (Rother-Entschuldigung)

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So weiblich kann Ökonomie sein: 8x jährlich beleuchtet das Handelsblatt Magazin die schönen Seiten der Wirtschaft und berichtet über Macher, Trends und Visionen. Im Mittelpunkt der neuen Ausgabe stehen starke Frauen der Wirtschaft wie die Politikerin Margrethe Vestager, die Bestseller-Autorin Johanna Basford und andere. Heute im Handelsblatt.
magazin.handelsblatt.com

Steingart und Holtzbrinck sind seit Oktober glücklich geschieden.

Gabor Steingart und Dieter von Holtzbrinck sind seit Oktober geschäftlich geschiedene Leute, entdeckt Kai-Hinrich Renner. In seiner Online-Vita nennt Gabor Steingart dies als Zeitpunkt der Trennung und seines Rückzugs als Handelsblatt-Miteigentümer. Steingart und Holtzbrinck hatten nach ihrem Bruch länger gerungen. Hinweise auf den neuen Steingart-Newsletter im Handelsblatt Morning Briefing sind laut Renner Teil des im Oktober vollendeten Trennungs-Deals.
"Hamburger Abendblatt", S. 32, blendle.com (Paid), gaborsteingart.com

Aus dem Archiv: Gabor Steingart erzählt turi2.tv im Mai von seinen Plänen.

"Handelsblatt"-Jugendportal Orange bringt Karriere-Magazin "#start" heraus.

Orange, die Online-Schülerzeitung vom "Handelsblatt", geht in Druck. Die Erstausgabe des Karriere-Magazins "#start" liegt heute dem Mutterblatt bei und widmet sich Themen wie Videobewerbungen oder Influencer als Job. Das Heft soll auch an Hochschulen und bei Recruiting-Events verteilt werden und 2019 mit weiteren Ausgaben erscheinen.
dnv-online.net, new-business.de

Gabor Steingart bekommt vom "Handelsblatt" erneut Werbung für sein Morning Briefing.

Handelsblatt wirbt im Morning Briefing erneut für das Morning Briefing von Ex-Herausgeber Gabor Steingart. Chefredakteur Sven Afhüppe versichert, Steingart stünde "höchstpersönlich im Serverraum", um alle Anmeldungen anzunehmen - beim ersten Werbemailing gingen Steingarts Server in die Knie. Steingart kündigt unterdessen sein neues Buch "Deutschland. Eine Gewinnwarnung." an, das im Frühjahr 2019 erscheinen soll.
morningbriefing-handelsblatt.maileon.com, gaborsteingart.com (Buch)

"Wirtschaftswoche" verschenkt sich an Studenten.

Wirtschaftswoche: Das Digitalangebot der Wirtschaftszeitung ist für Studenten künftig kostenlos. Studierende, die sich online anmelden, bekommen zunächst für ein Semester Zugriff auf alle Bezahl-Inhalte, inklusive Archiv, und können an deutschlandweit stattfindenden Campus-Events teilnehmen.
wiwo.de via meedia.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Der Schweizer macht gerne viele Überstunden": Beat Balzli zeigt die "Wirtschaftswoche"-Redaktion.

Basta: "Handelsblatt" lässt Steingarts Server rauchen.

Umarme Deine Konkurrenten: "Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe verschickt zwei Stunden nach seinem regulären Morning Briefing ein zweites. Dessen einziger Inhalt ist ein Hinweis auf das Morning Briefing von Ex-Herausgeber Gabor Steingart - ausgehandelt wohl von Juristen im Zuge der Trennung. Blöd: Die freundliche Geste zwingt Steingarts Server in die Knie.
morningbriefing-handelsblatt.maileon.com, clap-club.de

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So weltverbessernd kann Ökonomie sein: 8x jährlich beleuchtet das Handelsblatt Magazin die schönen Seiten der Wirtschaft und berichtet über Macher, Trends und Visionen. Im Mittelpunkt der neuen Ausgabe stehen neben Bill Gates auch das Familienunternehmen Rubelli, die Modeschöpferin Tory Burch und unser großes Uhren-Special. Am 09.11. im Handelsblatt.
magazin.handelsblatt.com

Renner: "Handelsblatt" ersetzt Global Edition durch ein neues Angebot.


Heute statt global: Das "Handelsblatt" zieht zum Jahreswechsel bei seinem englischsprachigen E-Paper "Handelsblatt Global" den Stecker, schreibt Kai-Hinrich Renner. Die Erwartung, ausreichend Abonnenten in den Belegschaften deutscher Unternehmen im Ausland zu generieren, habe sich nicht erfüllt. Mit Handelsblatt Today will die Zeitung aber weiter ein englischsprachiges Angebot betreiben. Dieses soll sich an "internationale Geschäftsleute in Deutschland" richten.

Laut Renner gebe es derzeit keine Informationen zu einem Stellenabbau oder zu einer Budget-Kürzung. Unklar sei auch noch, wie das "Handelsblatt" mit dem womöglich frei zugänglichen Angebot Geld verdienen wolle.
morgenpost.de, handelsblatt.com (Seite von Handelsblatt Today), turi2.de (Background)

Handelsblatt-Gruppe: Ingo Rieper geht, Miriam Meckel konzentriert sich auf Ada.

Handelsblatt Media Group: Miriam Meckel gibt zum Jahreswechsel den Posten als Herausgeberin der "Wirtschaftswoche" ab, um sich voll und ganz auf Ada zu konzentrieren, ihre neue Marke für digitale Weiterbildung. Finanzchef Ingo Rieper verlässt das Unternehmen "auf eigenen Wunsch", sein Nachfolger Oliver Voigt kommt von der Mediengruppe Österreich der Fellners. Rieper kam 2014 von Ströer. Miriam Meckel, Sven Afhüppe und Beat Balzli rücken als "assoziierte Mitglieder" in die Geschäftsführung der Gruppe auf - "ohne Organfunktionen", damit ihre publizistische Unabhängigkeit gewahrt bleibt.
dwdl.de, wuv.de

turi2 Termin-Tipp: turi2 edition #7, Medientage München, BVDA.


turi2 Termin-Tipp: Immer wieder montags empfiehlt turi2 drei spannende Termine für Medien-, Marken- und Meinungsmacher. In dieser Woche empfehlen wir auch uns selbst: In Hamburg laden wir zum Launch unserer "turi2 edition #7" ein. Alle wichtigen Branchen-Termine bis weit über das Jahresende hinaus gibt's jederzeit auf turi2.de/termine.

Logo-turi2tv-150 turi2.tv23. Oktober: Mediatalk mit Julia Jäkel & Launchparty turi2 edition #7 "Unterwegs"
Veranstalter: Landau Media, turi2
Hamburg
turi2.de

Logo-turi2tv-150 turi2.tv24. bis 26. Oktober: Medientage München
Veranstalter: Medientage München
München
medientage.de

25. bis 26. Oktober: BVDA Herbsttagung
Veranstalter: BVDA
Osnabrück
bvda.de

Rückblick: turi2 vor Ort


Christlich Streamende Union: Verkehrsminister Andreas Scheuer zeigt turi2.tv sein Instagram-Zimmer.
turi2.tv (4-Min-Video)

lexikon2: Miriam Meckel.


Miriam Meckel ist eine hervorragende Kommunikatorin und für die Verlagsgruppe Handelsblatt und deren Wirtschaftswoche als eine Art Außenministerin unterwegs. Die Herausgeberin glänzt trotz oder gerade wegen eines Burnouts mit einem tiefen Verständnis der modernen, digitalen (Arbeits-)Welt. turi2 schenkt ihr zum 50. Geburtstag einen Eintrag im lexikon2. Weiterlesen …

Video und Paid Content: "Handelsblatt"-Digitalchef Sebastian Matthes im Strategie-Gespräch.


Sendungsbewusst: Digitalchef Sebastian Matthes führt das "Handelsblatt" mit Bewegtbild und Bezahlinhalten in die Zukunft. Beim Besuch von turi2.tv im TV-Studio in Düsseldorf erzählt Matthes sichtlich stolz, dass es bereits 30 bis 40 Kollegen vor die Kamera gezogen hat. Trotz professioneller Anmutung will Matthes keinem TV-Sender Zuschauer abjagen: "Wir wollen unseren Lesern die Gelegenheit geben, die Kolleginnen und Kollegen noch mal anders zu erleben."

Video-Interviews und Expertengespräche, die hier entstehen, erscheinen genauso selbstbewusst hinter der "Handelsblatt"-Paywall wie Texte aus der gedruckten Zeitung. Seit fünf Monaten bittet die Online-Ausgabe schon nach wenigen kostenfreien Klicks die Leser zur Kasse – laut Matthes mit Erfolg: Die Zahl der pro Monat neu gewonnenen Bezahlnutzer habe sich im Vergleich zum Vorjahr um 100 % gesteigert. Und auch größere Reichweitenverluste von Handelsblatt.com seien ausgeblieben. Schwankungen schiebt Matthes eher auf saisonale Effekte als die Paywall.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Zitat: Miriam Meckel will mit 'Ada' Journalismus neu nutzen.

"Wir wollen den Journalismus nutzen, um so etwas zu versuchen wie ein Wirtschaftswunder 4.0 auf den Weg zu bringen – über digitale Weiterbildung."

Miriam Meckel schafft mit "Ada" eine neue Markenwelt. Das heute erscheinende Magazin soll das Element sein, das Digitalisierung im wahrsten Sinne begreifbar macht.
turi2.tv (4-Min-Video)

Renner: Handelsblatt will Meedia verkaufen – Gabor Steingart kauft es aber nicht.

Meedia M LogoAbsatzbewegung: Die Handelsblatt Media Group will das Medienportal Meedia verkaufen, schreibt Kai-Hinrich Renner. Der "eher boulevardeske Online-Mediendienst" habe nicht die "erhofften Synergieeffekte" zur verlagseigenen "Absatzwirtschaft" gebracht. Die sei, im Gegensatz zu Meedia, "staubtrockenen, aber hochprofitabel". Gabor Steingart wird Meedia aber nicht kaufen, schreibt Renner.
morgenpost.de, clap-club.de (Background)

Dazu passend, am 6.10.18 bei turi2.tv: Frank Dopheide über die neue Strategie der Handelsblatt Media Group.

Miriam Meckel will mit "Ada" ein Wirtschaftswunder schaffen.


Eine Zeitschrift als Lehrbuch: Miriam Meckel, Herausgeberin der "Wirtschaftswoche", will mit ihrer neuen Zeitschrift Ada mehr als nur Auflage am Kiosk machen. Im Video-Interview von turi2.tv erklärt sie die Ada-Strategie als Plattform, bestehend aus Veranstaltungen, Newsletter, Podcasts – und der Zeitschrift über digitale Weiterbildung. Ein Magazin über Digital-Themen zu drucken, ist für die Herausgeberin nicht abwegig: "In einem Moment, wo es kompliziert wird, muss man nicht nur lesen und verarbeiten, man muss auch begreifen", sagt Meckel und meint das ganz wörtlich. Eine Zeitschrift liefere, weil man sie anfassen könne, eine zusätzliche Dimension des Verstehens.

Inhaltlich versucht das Heft zu fassen, was kaum zu fassen ist: Künstliche Intelligenz, Blockchain, gefakete Realität und die Frage "Wie viel Roboter verträgt der Mensch" – ein insgesamt optimistischer, aber kritischer Rundumschlag, der künftig alle drei Monate am Kiosk liegen soll. Geld verdienen soll "Ada" nicht nur durch Verkäufe und Anzeigen. Geschäftsführer Frank Dopheide will mit dem Projekt für die Handelsblatt Media Group ein Stückchen aus dem 34 Mrd Euro großen Kuchen der beruflichen Weiterbildung schneiden, erklärt er im Gespräch.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Miriam Meckel hackt ihr Hirn – der komplette Talk mit Peter Turi.

Zitat: Frank Dopheide will Preisschilder auf alle Handelsblatt -Produkte kleben.

"In dem Moment, wo du billig wirst ... they never come back. Wenn du eine Premiummarke verschenkst, kriegst du sie nie wieder auf die Kö."

Handelsblatt-Chef Frank Dopheide erläutert im turi2.tv-Interview, warum die Zeit der Gratiskultur vorbei ist. Auch das Morning Briefing soll "demnächst" etwas kosten.
turi2.tv (Dopheide über Paid Content)

"Wir sind von Monarchie auf Demokratie gewechselt (...) vom System Leitwolf auf Schwarmintelligenz."
turi2.tv (Dopheide über die Post-Steingart-Ära)

"Wir werden uns vom Reichweitenmodell langfristig verabschieden. Wir gehen weg von B2B hin zu B2P, dem Professional."
turi2.tv (Dopheide über seine Strategie)

"Die Messgröße lautet: Jeder Leser spürt den Wert und dokumentiert es dadurch, dass er irgendwas bezahlt."
turi2.tv (Dopheide über kostenpflichtiges Morning Briefing)

"Zur Information muss Qualifikation kommen, weil Journalisten mit ihren Fähigkeiten, auf Aktualität zu reagieren, Inhalte aufzubereiten, vielen überlegen sind."
turi2.tv (Dopheide über den Weg zum Bildungsunternehmen)

"Ideenreichtum ist unser Asset für die Zukunft. Es ist nicht Effizienzstreben, Abschneiden, Verpacken in größeren Einheiten – wir glauben, mit Ideenreichtum erfinden wir uns selbst neu."
turi2.tv (Dopheide über seine Prioritäten)

Zitat: Frank Dopheide setzt auf Bildung statt auf Informationsvorsprung.

"Medien denken allen Ernstes immer noch, ihre Stärke sei Informationsvorsprung. Wo du denkst, Information in Zeiten großer Informationsüberflutung ... seid ihr irre?"

Handelsblatt-Chef Frank Dopheide will neue Erlösquellen mit Bildungsgeschäft erschließen. Im turi2.tv-Interview erklärt er das Projekt Ada.
turi2.tv (5-Min-Ausschnitt zu Ada), turi2.tv (40-Min-Video)

Jessica Schwarzer ist nicht mehr beim "Handelsblatt" angestellt.

Jessica Schwarzer, bisher Leiterin Live-Journalismus und Börsen-Chefkorrespondentin beim "Handelsblatt", verkündet bei Twitter, dass sie nun als freie Journalistin arbeitet. Sie hatte im März 2016 den Veranstaltungs-Posten zusätzlich übernommen. Ina Karabasz übernimmt die Rolle als Leiterin Live-Journalismus.
turi2 – eigene Infos, twitter.com, xing.com, turi2.de (Background)

Handelsblatt wird zum Bildungs-Unternehmen: Das große Interview mit Frank Dopheide.


Germanys next Gabor: Die Handelsblatt Media Group hat den Schock des Gabor-Steingart-Ausscheidens allmählich verdaut. Im Video-Interview von turi2.tv meldet sich der neue, starke Mann: Frank Dopheide treibt viele Pläne voran. Der wohl wichtigste: Mit dem Projekt Ada soll Bildung zu einem Standbein der Mediengruppe werden. turi2 zeigt einen Ausschnitt (oben) sowie das komplette Gespräch (unten), geführt von Peter Turi.

Hinter Ada, einem Projekt mit Miriam Meckel, steckt ein aufwendiges Schulungsprogramm, das die große Wissenslücke unserer Zeit schließen soll: "Die technologische Entwicklung hat die eigenen Mitarbeiter abgehängt. Also bei uns im Unternehmen, aber fast in jeder Branche, in jedem Unternehmen", sagt Dopheide. Er hat zehn Unternehmen gewonnen, die jeweils 30 Mitarbeiter in das erste Ada-Programm schicken. Sie sollen mit Hausaufgaben, Veranstaltungen und "Deep Dives" innerhalb eines Jahres zu digitalen Leistungssportlern werden.
turi2.tv (5-Min-Ausschnitt zu Ada), turi2.tv (40-Min-Video)

Im 40-Minuten-Gespräch spricht Dopheide über seine Strategie und die Zukunft des Verlags. Ein Klick auf den jeweiligen Link führt zur Stelle im Gespräch. Dopheide über ...
00:28 ... den Abgang Gabor Steingarts
02:18 ... den Systemwechsel im Haus
03:45 ... seinen persönlichen Hintergrund als Werber
08:10 ... Geld verdienen mit digitalen Produkten
12:23 ... die strategische Ausrichtung
14:20 ... ein kostenpflichtiges Morning Briefing
21:18 ... das Handelsblatt als Bildungsunternehmen
25:30 ... das Modell hinter Ada
30:08 ... die Rolle der Journalisten darin
33:00 ... wie sich die Idee entwickelt hat
36:33 ... seine Prioritäten und Herausforderungen

Clap: Handelsblatt will Meedia an Gabor Steingart abgeben.

Meediaplan aus Düsseldorf: Morningbriefler Gabor Steingart könnte neuer Besitzer des Medienportals Meedia werden - jedenfalls, wenn es nach den Quellen geht, die Daniel Häuser für "Clap" aufgetan hat. Die Komplettübernahme von Meedia, das Wert darauf legt, nicht "defizitär" genannt zu werden, wäre demnach Teil eines Trennungsdeals von Handelsblatt Media Group und Steingart. Ob der Deal zustande kommt - unklar.
clap-club.de

Wie Newsrooms in Unternehmen funktionieren – ein Erklär-Video mit Christoph Moss.


Wenn Marken Medien werden: Immer mehr Unternehmen entdecken das Prinzip Redaktion – und richten in ihrer Kommunikation einen Newsroom ein. turi2.tv lässt Christoph Moss in einem Video-Tutorial erklären, wie dieser Wandel gelingt. Der Journalist und Medien-Professor berät Kommunikatoren in Kursen an der Handelsblatt Akademie. Moss sagt: Newsrooms brauchen Geduld, Planung – und unbedingten Willen.

Laut Moss ist der Wandel der Unternehmenskommunikation schlichte Notwendigkeit, weil Menschen Medien immer weniger klassisch nutzen: "Wir müssen in Inhalten denken, in Themen denken und die beste Organisationsform dafür ist der Newsroom", sagt Moss, dessen Newsroom-Agentur Mediamoss schon mit dutzenden Kunden gearbeitet hat. Sein Tipp für Kommunikationschefs: Mitarbeiter sollten vom ersten Augenblick an den Newsroom mit entwickeln, statt ihnen ein Modell "überzustülpen".
turi2.tv (4-Min-Video)