"Bild": Judith Rakers moderiert Konkurrenz-Sendung zu "Aktenzeichen XY".

Judith Rakers
Die Schöne und die Verbrecher: Judith Rakers, das Vorzeigelächeln der ARD, soll ab Herbst für die ARD Verbrecher jagen und der ZDF-Konkurrenz "Aktenzeichen XY" Quote abluchsen, schreibt "Bild". HR und RBB sollen die Sendung mit dem Arbeitstitel "Kriminalreport" demnach produzieren.

Vorbilder für die neue Sendung zur Prime Time sollen der ZDF-Quotengarant "Aktenzeichen XY" und das HR-Format "Maintower Kriminalreport" sein. "Tagesschau"-Sprecherin Rakers hat bereits den Vertrag für die Sendung unterschrieben, schreibt "Bild". Rakers Management sagt hingegen, der TV-Deal sei "noch nicht fix".
"Bild", S. 4 (Paid)

Gericht: HR muss keine Barzahlung des Rundfunkbeitrags akzeptieren.

Rundfunkbeitrag kann nicht bar gezahlt werden, sagt der hessische Verwaltungsgerichtshof. Die Rundfunkanstalten, im konkreten Fall der HR, müssen weder nach dem Bundesbankgesetz noch nach Europarecht eine Barzahlung akzeptieren. Die beiden Kläger wollen eine Abbuchung oder Überweisung vom Konto nicht hinnehmen und können jetzt noch zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gehen.
abendblatt.de, turi2.de (Background)

Zitat: Ulrich Tukur beklagt Redakteure mit wenig künstlerischer Kom­pe­tenz.

"Nur ist es eben leider so, dass bei eini­gen Fernsehsendern Men­schen mitreden, die es bes­ser nicht täten. Da kom­men Ein­sprü­che und Rat­schlä­ge, die der­ar­tig an den Haa­ren her­bei­ge­zo­gen sind, dass man aus dem Stau­nen nicht her­aus­kommt."

"Tatort"-Kommissar Ulrich Tukur sagt im "BamS"-Interview, dass er sich nicht von Redakteuren, "die Angst um ihren Pos­ten haben und nicht unbedingt mit künstlerischer Kompetenz glän­zen" in die Stof­fe hin­ein­re­den lassen will.
"Bild am Sonntag", S. 40-41 (Paid), vorab.bams.de (Vorabmeldung)

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Jede Zen­sur an mei­nem Tat­ort ist inak­zep­ta­bel."

"Wer den Zuschau­ern stän­dig Brei vor­setzt, ris­kiert, dass sie ihre Zäh­ne verlieren. Man muss auch mal kau­en! Sonst ver­reckt das For­mat an sich selbst."

"Wenn die Ansa­ge von oben käme, die Dreh­bü­cher abzu­mil­dern, dann wür­de ich mich herz­lich für acht tol­le Fil­me bedan­ken und Herrn Murot an sei­nem Hirn­tu­mor ster­ben las­sen. Ich lie­be das Team um den Tat­ort, aber ich habe auch kei­ne Angst vor Tren­nun­gen."

Hessischer Rundfunk will Redakteure aus ARD und Verlagen zusammenbringen.

Hessischer Rundfunk setzt im Streit mit den Verlegern zu den Online-Angeboten der ARD auf ein Treffen auf Redakteursebene, schreibt der "Journalist". Im Februar will der HR eigene Redakteure und Redakteure von Regionalzeitungen zusammen bringen. Die Anstalt erhofft sich daraus mehr Verständnis und Deeskalation. HR-Multimedia-Chef Tilo Barz: "Ein Teil der Auseinandersetzung lässt sich wahrscheinlich mit Nichtwissen darüber erklären, wie die jeweils andere Seite arbeitet."
presseportal.de

ARD Audiothek startet und umschifft elegant die Löschfrist.

ARD startet morgen offiziell ihre Audiothek mit einem medienpolitisch spannenden Feature: Nutzer können die Löschfrist für Inhalte mit einem Download umgehen. Beiträge herunterzuladen sei eine Privatkopie, der Download stehe außerhalb der Verweildauer-Vorschriften für Mediatheken, argumentieren ARD.de-Redaktionsleiter Thomas Laufersweiler und Radio-Bremen-Programmdirektor Jan Weyrauch bei einem Pressegespräch in Berlin. Öffentlich-rechtliche Inhalte müssen nach bestimmten Fristen gelöscht werden, das schreibt der Rundfunkstaatsvertrag vor. Die neue Audiothek bündelt Radioinhalte aller neun ARD-Rundfunkanstalten und des Deutschlandradios.

Zum Start sind 560 Sendungen über die App abrufbar, täglich gehen mehrere hundert neue Folgen und Beiträge online. Viele Formate fehlen noch, weil jede Sendung Vorschaubilder und bestimmte Metadaten mitliefern muss, damit alles einheitlich aussieht und durchsuchbar ist. News und tagesaktuelle Inhalte fließen nicht ins Angebot ein. Der Fokus liegt auf Dokus, Reportagen, Magazinen, Comedy und Hörspielen. Die hausinterne App-Entwicklung kostete vergleichsweise günstige 200.000 Euro. In den vergangenen Test-Tagen luden 13.000 Nutzer die App herunter.
turi2 vor Ort beim Pressegespräch in Berlin, itunes.apple.com (iPhone), play.google.com (Android)

Jörg Rheinländer und Harald Kieffer folgen auf HR-Fernseh-Chefredakteur Theisen.

Hessischer Rundfunk macht Jörg Rheinländer (Foto) zum crossmedialen Chef für regionale Nachrichten. Rheinländer ist seit 2012 Madrid-Korrespondent. Harald Kieffer leitet künftig den Programmbereich, in dem Dokus, ARD-Börsenstudio und die trimediale Sportredaktion zusammengefasst sind. Beide folgen auf Fernseh-Chefredakteur Alois Theisen, der in den Ruhestand geht.
hr.de, dwdl.de

Wir graturilieren: Christoph Hammerschmidt wird 50.


Wir graturilieren: Christoph Hammerschmidt, Kommunikationschef beim Hessischen Rundfunk, feiert heute runden Geburtstag, er wird 50. Aus dem vergangenen Lebensjahr nimmt er unter anderem mit, dass die Deutsche Bahn besser ist als ihr Ruf, sie hat ihn als Dauerpendler (fast) nie im Stich gelassen. Hammerschmidt wünscht sich mehr Zeit für Familie und Freunde – deshalb feiert er direkt mal mit ihnen: Heute ganz entspannt im Kreis der Familie zu Hause in Köln, am Wochenende auf einer Party mit Freunden. Auf seiner Bucket-List steht eine vierwöchige Tour durch Kanada, idealerweise mit dem Wohnmobil. Wer dafür Camper-Tipps parat hat oder einfach gratulieren möchte, kann dies per Email tun.
(Foto: Ben Knabe/hr)

BR und HR haben laut Studie hohen Anteil an fiktionaler Unterhaltung im Programm.

Bayerischer-Rundfunk_150Bayerischer Rundfunk und Hessischer Rundfunk weisen einen hohen Anteil an fiktionaler Unterhaltung auf, bilanziert eine Studie der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung. Dies lasse "weniger Sendezeit für informierende Angebote". Der BR kritisiert, eine quantitative Analyse sei nicht aussagekräftig und stehe einer kreativen Programmplanung entgegen.
sueddeutsche.de

VPRT kritisiert den UKW-Hunger der ARD-Radios.

vprtVPRT klagt zum Start von Bremen Next über den Hunger nach UKW-Frequenzen bei den ARD-Radios. Hörfunk-Cheflobbyist Klaus Schunk sieht ein bundesweit relevantes Problem: Auch HR, BR und SWR starteten junge Programme digital, um sie zu Lasten der Privaten "systematisch" auf UKW aufzuschalten. Schunk fordert einen bundesweit geltenden Radio-Staatsvertrag, der das Verhältnis von ARD und Privaten nicht nur regional betrachtet.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Schulz und Böhmermann wechseln zu Spotify.

Spotify Böhmermann-600
Money, Money, Money: Jan Böhmermann und Olli Schulz folgen der Spur der Scheine und verbreiten ihre wöchentliche Radiosendung "Sanft & Sorgfältig" künftig ausschließlich bei Spotify, berichtet Ulrike Simon bei Horizont.net. Der RBB-Sender radioeins und vier weitere Jugendwellen der ARD, von N-Joy im Norden bis Puls vom BR, verlieren den Bieter-Wettbewerb gegen den schwedischen Streamingdienst. Der hat offenbar vor, die beiden Moderatoren, die - bis zu Böhmermanns Erdogan-Schmähgedicht - eher in der Nische wirkten, ganz groß rauszubringen: Bereits in wenigen Tagen will Spotify seine neuen Stars mit einer Plakatkampagne bewerben, schreibt Simon.

Mit der Staatsaffäre um Böhmermanns Schmähgedicht soll der Abschied aus der ARD-Welt nichts zu tun haben: Radio-eins-Chef Robert Skuppin hatte sich zuletzt mächtig ins Zeug gelegt, um die beiden Moderatoren beim Berliner Sender zu halten. Die politisch bedingte Sendepause von "Sanft & Sorgfältig" überbrückte der Sender u.a. mit einer Solidaritätssendung vor dem Kanzleramt. Eine Abschiedssendung für die ARD-Sender soll es nicht geben. Radio eins sendet derweil Zusammenschnitte alter Sendungen mit Schulz und Böhmermann.
horizont.net, dwdl.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Jan Böhmermann und Olli Schulz machen Schluss mit Radio.

schulzundböhmermannJan Böhmermann und Olli Schulz beenden die wöchentliche Radio-Talksendung "Sanft & Sorgfältig" nach drei Jahren. Die Entscheidung fällt unabhängig von der derzeitigen Debatte um das Schmähgedicht gegen Erdogan, schreibt Böhmermann auf Facebook. Neue Pläne wollen er und Schulz in den kommenden Tagen verraten. Die Radiosendung lief bei "Radioeins", "N-Joy", "You FM", "Puls" und "Bremen Vier". Ins Fernsehen kommt Böhmermann im Mai zurück.
facebook.com

Basta: Hessischer Rundfunk sendet Cat-Content.

BastaCat-Content: Hessischer Rundfunk belebt seine "Pausenkatzen" neu und sendet ab 7. Dezember wieder Britische Kurzhaar-Schönheiten in HD-Qualität. Die Pausenkatzen waren früher v.a. bei Bildstörungen eingeblendet worden, insgesamt 4.900 Mal kamen sie zum Einsatz. Kommenden Montag feiern sie ihr Comeback zwischen "Hessenschau" und "Tagesschau", während dem Dreh durften die Samtpfoten sogar in einem Pausenraum entspannen.
haz.de, hr-online.de

Basta: Thüringen liebäugelt mit dem HR.

mdr-Logo-150Heiße Luft aus Erfurt: Thüringen erwägt, aus dem MDR auszutreten und sich dem Hessischen Rundfunk anzuschließen, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung" und will sogar von ersten "Sondierunsggesprächen" erfahren haben. Bülend Ürük dramatisiert es zur "Zerreißprobe". Tatsächlich regt sich Unmut darüber, dass die MDR-Reform an Thüringen weitgehend vorbeigeht. Doch bei den Entscheidungstrukturen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist es realistischer, dass das Legoland der EU beitritt, als dass Thüringen tatsächlich dem MDR abtrünnig wird.
mz-web.de via kress.de