Hör-Tipp: Rezo-Video zeigt Macht von YouTube, beobachtet Daniel Bouhs.

Hör-Tipp: Daniel Bouhs beschäftigt sich mit der Macht von YouTube, die durch das Rezo-Video sichtbar werde. Influencer kennzeichneten Werbung häufig falsch. Die Inhalte bedienten oft Rollenklichees, schon Kinder würden zu YouTubern aufgebaut. Gesetze für politische Werbung seien veraltet und müssten auf das digitale Zeitalter angepasst werden.
ndr.de (29-Min-Audio)

Facebook hat massive Störungen und bietet ungewollt Einblicke in seine Foto-Vertaggung.


Vertaggt nochmal: Facebook hat am Mittwochabend starke technische Probleme. Nutzer können weltweit kaum Fotos oder andere Dateien bei Facebook, Instagram und WhatsApp hochladen oder ansehen. Bei WhatsApp fallen daher auch die Sprachnachrichten weitestgehend aus. Bei Facebook und Instagram sorgt der Ausfall zudem für ungewollte Einblicke in die Art und Weise, mit der Facebook Bilder vertaggt. Statt der Dateien sehen die Nutzer offenbar computergenerierte Beschreibungen.

Zu lesen ist etwa, wie viele Personen der Algorithmus in dem Bild erkennt, ob diese lachen, ob sie im Freien oder in einem Gebäude sind. Auch Merkmale wie Brillen oder Bärte sind vermerkt. Beobachter mutmaßen, dass Facebook diese Daten nutzt, um Werbung gezielt auszuspielen.
faz.net (Störung), buzzfeednews.com (Bildbeschreibungen)

Instagram erwägt Anzahl der Likes nicht mehr öffentlich zu zeigen.

Klasse statt Masse: Instagram prüft, künftig die Anzahl der Gefällt-mir-Angaben nicht mehr öffentlich zu zeigen, sagt Instagram-Chef Adam Mosseri im Interview mit der "FAZ". Nutzer sollten sich nicht "zu sehr darauf fokussieren, miteinander zu konkurrieren." Die Plattform solle kein Wettbewerb sein. Die veränderte Like-Darstellung werde derzeit in Kanada getestet.

Einen Zeitplan für die weltweite Einführung gäbe es noch nicht. Mit Umfragen wolle Instagram ermitteln, inwieweit sich das Nutzerverhalten mit der veränderten Like-Anzeige verändere. Dabei solle auch berücksichtigt werden, "wie sich die Nutzer fühlen". Dass anderen Nutzern ein Post gefällt, wolle Instagram auch weiterhin zeigen.
"FAZ", S. 22 (Paid)

Basta: CBS-Moderatorin King will Instagram-Chef Adam Mosseri nicht glauben.

Unerhört: Instagram-Chef Adam Mosseri soll in einem CBS-Interview Moderatorin Gayle King erklären, warum sie passende Werbung angezeigt bekommt, auch wenn sie nicht nach den Produkten gesucht habe. King bemüht den Zufall, Datenabgleich und vorausschauende Algorithmen als Erklärung. King hat eine einfachere Erklärung: Instagram höre ihre Gespräche mit.
mashable.com, twitter.com (2-Min-Video)



Meinung: Debatten bei Social Media finden in der Politik zu wenig Gehör.

Social Media ist eine Herausforderung für die Demokratie, schreibt Otfried Jarren, Professor für Medienforschung, in einem "FAZ"-Gastbeitrag. Plattformen wie Facebook prägten zunehmend die öffentliche Debatte. Mehr Bürger äußern sich über politische Themen, fänden in der Politik aber immer häufiger kein Gehör, was ein Kommunikationsrat ändern könnte. Als Vermittler könnte dieser auf An­fra­gen re­agie­ren und ei­ne "angemessene Re­s­pon­sivi­tät" si­cher­stel­len.
"FAZ", S. 16 (Paid)

Umfrage: 70 % der Konsumenten interessieren sich nicht für Influencer-Empfehlungen.

Influencer: 70 % der Konsumenten interessieren sich nicht für Beauty-Produktempfehlungen in sozialen Medien, sagt eine von "Horizont" beauftragte Forsa-Umfrage. Nur 4 % der Befragten sind interessiert oder sehr interessiert. Kosmetische Eigenkreationen der Influencer wecken lediglich bei 4 % der befragten Männer und 9 % der Frauen Interesse.
horizont.net (Paid)

Klick-Tipp: Animation visualisiert Entwicklung populärster sozialer Netzwerke.

Klick-Tipp: The Next Web zeigt in einer anderthalbminütigen Animation Aufstieg, Fall und Entwicklung der populärsten sozialen Netzwerke in den letzten 15 Jahren – LinkedIn etwa war von Anfang an dabei, MySpace steigt erst auf und fällt dann ins Bodenlose, Facebook und WeChat wachsen immer weiter. Die zugrundeliegenden Daten stammen aus Geschäftsberichten und teilweise aus Schätzungen der Redakteure.
thenextweb.com

Bundesregierung will Influencern Rechtssicherheit bei Werbung geben.


Abmahnsicher: Die Bundesregierung reagiert auf den Fall von Influencerin Cathy Hummels und will gesetzlich festlegen, wann Influencer ihre Beiträge als Werbung kennzeichnen müssen. Justiz-Staatssekretär Gerd Billen kündigt im ZDF eine Regelung "noch in dieser Legislaturperiode" an. Mit dem Gesetz wolle die Bundesregierung Rechtssicherheit schaffen und erreichen, dass "nicht alles und jedes schon aus Angst vor einer Abmahnung als Werbung gekennzeichnet wird".

Hummels hatte wegen fehlender Werbe-Kennzeichnung eine Abmahnung für einen Post kassiert, für den sie aber keine Gegenleistung bekommen haben will. Das Gericht wies die Klage ab, ohne jedoch die Rechtslage an sich zu klären. Das neue Gesetz soll Influencer vor Abmahnungen schützen, wenn sie für ein Posting kein Geld oder andere Gegenleistungen erhalten.
zdf.de, turi2.de (Background)

Bundestag will Social Media stärker für Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Bundestag setzt künftig in der Öffentlichkeitsarbeit stärker auf Social Media, schreibt "Welt". Twitter und Instagram wolle der Bundestag "sobald wie möglich" nutzen, sofern keine datenschutzrechtlichen Bedenken dagegensprechen. Noch würden Ressourcen fehlen, um die Accounts inhaltlich zu bespielen. Im Oktober wolle eine Projektgruppe prüfen, ob auch Facebook und WhatsApp gemäß DSGVO genutzt werden könne.
"Welt", S. 11 (Paid), finanznachrichten.de, turi2.de (Background)

Basta: Geflitzt, gewonnen, geklaut.

Plötzlich wieder blank: Model Kinsey Wolanski gewinnt durch ihren Flitzer-Auftritt beim Champions-League-Finale mehr als 2 Mio Instagram-Follower – und Aufmerksamkeit für die Sex-Website ihres Freundes. Die Freude hält nur einen halben Tag: Offenbar haben Hacker ihr Profil gekapert ... und gelöscht.
stern.de, turi2.de (Background)



Fußballer Neymar verteidigt sich per Video-Botschaft gegen Vergewaltigungs-Vorwurf.

Stürmer in Verteidigung: Fußball-Star Neymar wehrt sich per Instagram-Video gegen den Vorwurf der Vergewaltigung – noch bevor dieser publik wird. In 7 Min zeigt Neymar den WhatsApp-Verlauf mit einer Frau, inklusive pikanter Fotos. Sie soll Neymar Samstag angezeigt haben, noch in der folgenden Nacht wendet sich Neymar per Video an rund 120 Mio Follower. Neymars Vater erzählt in einer TV-Sendung, ein Anwalt habe Geld gefordert, um den Vorwurf fallen zu lassen.
faz.net, instagram.com (7-Min-Video)

Final-Flitzerin wirbt für Erotik-Seite und ihren Instagram-Account.

Flitz-fluencerin: Eine Flitzerin unterbricht das Champions-League-Finale in der 18. Minute. Kinsey Wolanski macht mit ihrem Auftritt Werbung für die Erotik-Seite ihres Lebensgefährten, dem YouTuber und flitz-erfahrenen Vitaly Zdorovetskiy. Die Werbung lohnt sich aber auch für sie: Wolanski gewinnt noch während des Spiels mehr als 250.000 Instagram-Follower.
bild.de (Paid)

Fast alle jungen Deutschen sind online – und streamen Musik und Videos.

Studie: 97 % der deutschen Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren sind online, ergibt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Unter den 10- bis 18-jährigen Smartphone-Nutzern streamen 88 % Musik, 87 % schauen Videos. Beliebteste Social-App ist WhatsApp, bei den 10- bis 11-Jährigen folgt TikTok auf Platz 2, bei den etwas älteren Instagram.
bitkom.org (Text), bitkom.org (Grafiken)

"Es ist immer noch ein Ritterschlag, irgendwo abgedruckt zu sein" – Influencerin Farina Opoku verehrt Print.


Prinstagram: "Ins Internet stellen kann jeder irgendwas" – in einem Magazin abgedruckt zu sein "ist wirklich immer noch ein Ritterschlag" findet Influencerin Farina Opoku alias @novalanalove. Dass Print dabei nicht so viele Views erzielt, wie Farina selbst auf ihren Kanälen, sei dabei zweitrangig, sagt die 28-Jährige im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des Innovation Day Beauty von Gruner + Jahr.

Bei Kooperationen mit Marken beanspruche sie gern auch mal Mitsspracherecht. Das mache dann ein bisschen mehr Arbeit – "vor allem im Backoffice", so Opoku. Bis jetzt habe es mit "ein bisschen intervenieren, ein bisschen mitsprechen" dennoch immer geklappt.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Zahl des Tages: TikTok ist im 1. Quartal mit 33 Mio Downloads die meistgeladene App im App Store.

Zahl des Tages: Wohlklingende 33 Mio Downloads bescheren TikTok Platz 1 im App Store im 1. Quartal. Damit verweist die Karaoke-App YouTube, Instagram, WhatsApp und den Messenger auf die nachfolgenden Plätze. Bei Android-Geräten liegt WhatsApp mit nahezu 199 Mio Downloads vorn, gefolgt von Messenger, TikTok, Facebook und Instagram.
techcrunch.com

Instagram führt eine Berufungs-Funktion ein.

Instagram ermöglicht es den Nutzern, Berufung einzulegen, wenn das Netzwerk einen Post von ihnen blockiert. Ein zweiter Prüfer schaut den Beitrag dann an und bewertet ihn ebenfalls. Ob Instagram ein komplettes Konto sperrt, hängt künftig nicht mehr vom Prozentsatz des Inhalts ab, der gegen Richtlinien verstößt, sondern von der Zahl der Verstöße in einem bestimmten Zeitraum.
techcrunch.com

Facebook-Mitgründer Chris Hughes fordert Zerschlagung des Netzwerks.

Facebook-LogoFacebook ist durch die Übernahmen von Instagram und WhatsApp zu dominant geworden und muss zerschlagen werden, schreibt Chris Hughes in der "New York Times". Mark Zuckerberg könne Facebook nicht reparieren, die Regierung schon. Es gebe weder Alternativen, noch die Chance für Wettbewerber, welche aufzubauen. Hughes war Teil des fünfköpfigen Gründungsteams.
nytimes.de via spiegel.de

Facebook richtet sich nach privater Nutzung aus, sagt Mark Zuckerberg.

Facebook-LogoF8: Mark Zuckerberg sagt auf Facebooks alljährlicher Entwicklerkonferenz, er plane einen "Neuanfang der Privatsphäre" – alle Dienste sollen deshalb z.B. Ende-zu-Ende verschlüsselt werden. Für Messenger gibt es eine Desktop-App und eine Funktion, um gemeinsam Videos zu schauen. Whatsapp bekommt "Business Catalogs", in denen Unternehmen ihre Produkte vorstellen können. Für Instagram gibt es künftig u.a. Spenden-Sticker.
venturebeat.com, newsroom.fb.com

Cathy Hummels gewinnt ihren Schleichwerbe-Prozess.


Noch mal davongeschlichen: Das Landgericht München spricht Ex-Moderatorin und Spielerfrau Cathy Hummels vom Vorwurf der Schleichwerbung auf Instagram frei. Informierte Internetnutzer wüssten, dass sie mit ihrem Profil kommerzielle Interessen verfolge, so die Vorsitzende Richterin Monika Rhein. Die Entscheidung sei jedoch kein Grundsatzurteil darüber, ob Influencer auch unbezahlte Produktempfehlungen als Werbung kennzeichnen müssen. Gegen Hummels hatte der Verband Sozialer Wettbewerb geklagt. Er kann gegen das Urteil noch in Berufung gehen.

Hummels schreibt zum Urteil: "Ich kämpfe weiter für Transparenz und vor allem für Recht - eben dass wir ("Influencer") das gleiche Recht zugesprochen bekommen wie Fernseh - und Printmedien". In einen ähnlichen Fall gegen das Modell Pamela Reif hatte der Verband Sozialer Wettbewerb vor kurzem vor Gericht Recht bekommen.
waz.de

Meinung: Ein Verzicht auf Like-Zahlen könnte Influencer Marketing verbessern.

Influencer Marketing könnte sich professionalisieren, wenn Instagram auf öffentlich einsehbare Like-Counter verzichtet, schreibt Christian Erxleben. Sollte das Netzwerk seine Gedankenspiele umsetzen, würden langfristig eigentlich wichtige Kennzahlen wie Verkäufe oder Markenbekanntheit in den Fokus rücken. Für private Nutzer könnte der Schritt zudem ein Segen sein, da der aufgeblasene Markt geschwächt würde und es statt um Likes wieder mehr um Fotos und Videos ginge.
basicthinking.de

Basta: Influencerin postet Fake-Bilder vom Coachella-Festival.

Schöner Schein: Influencerin Gabbie Hanna hat ihre 3,8 Mio Instagram-Follower mit bunten Bildern vom hippen Coachella-Festival bespaßt. Das tun viele andere auch, nur war sie gar nicht dort, sondern hat sich mit Photoshop in Festival-Bilder reinmontiert. Ihre Botschaft als Coachella: Es ist nicht alles Reality, was in Social Media glänzt.
stern.de, youtube.com (23-Min-Video)

Sri Lankas Regierung blockiert Facebook und YouTube nach Bombenanschlag.

Fake News: Nach dem Bombenanschlag am Ostersonntag in Sri Lanka blockiert die Regierung den Zugriff auf Plattformen wie Facebook, WhatsApp, Instagram oder YouTube. Die Maßnahme solle das Verbreiten von Gerüchten und gezielten Falschmeldungen eindämmen. Twitter und SMS sollen weiterhin funktionieren, schreibt die "Washington Post".
washingtonpost.com, heise.de

Facebook war am Sonntagvormittag erneut von Störungen betroffen.

Facebook hatte am Sonntagvormittag rund 2,5 Stunden technische Störungen, meldet das Portal downdetector.com. Die Gründe sind bisher unklar. Die technischen Probleme waren nicht so massiv wie im März als Facebook, WhatsApp und Instagram für viele User rund 24 Stunden lang nicht abrufbar waren.
downdetector.com, spiegel.de, theverge.com, futurezone.at, turi2.de (Background)