US-Handelskommission FTC will Mark Zuckerberg zur Verantwortung ziehen.

An der kurzen Leine: Die US-Handelskommission FTC erwägt nach den Datenschutzpannen bei Facebook, eine Kontrollinstanz für CEO Mark Zuckerberg einzuführen, schreibt die "Washington Post". Die FTC mache nicht nur das Unternehmen, sondern auch Zuckerberg persönlich für die Datenschutzverstöße verantwortlich.

Die FTC und Facebook haben den Zeitungsbericht bisher nicht kommentiert. Die US-Handelskommission hatte aufgrund des Cambridge-Analytica-Skandals eine Untersuchung gegen Facebook eingeleitet. Der Konzern könnte die 2018 zugesagte Datenschutzvereinbarung gebrochen haben, sodass die FTC Konsequenzen einfordere.
washingtonpost.com (Paid), mashable.com, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Bundesfinanzminister will mehr Einfluss bei Deutscher Post und Telekom.

Deutsche Post und Telekom sollen künftig stärker vom Bund kontrolliert werden, schreibt der "Spiegel". Bundesfinanzminister Olaf Scholz wolle mehr Stimmrechte von Aktien der Ex-Staatsunternehmen von den Pensionskassen des Bundes übernehmen. Aktuell hält der Bund 31,9 % an der Telekom, bei der Post sind es 20,6 %.
"Spiegel" 17/2019, S. 58 (Paid), finanznachrichten.de

Fielmann plant den Einstieg in den Onlinehandel.

Fielmann bereitet den Einstieg in den Onlinehandel vor, schreibt das "manager magazin". Vorstandschef Marc Fielmann rechne nicht mit einem Start vor 2020. Im Ausland wolle die Augenoptikerkette in Italien und Osteuropa investieren. Zudem prüfe Fielmann eine Expansion nach Spanien oder Frankreich.
manager-magazin.de (Paid), wallstreet-online.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Fielmann-Konkurrent Mister-Spex den Brillenkauf im Netz pushen will, verrät Marketingchef Jens Reich (11/2017).

Hör-Tipp: TV-Zuschauer suchen nach Orientierung und Berieselung, sagt Kai Blasberg.

Hör-Tipp: Kai Blasberg (Foto), Senderchef von Tele 5 und "Klassensprecher des Privatfernsehens", spricht mit Mr. Media Thomas Koch über die Zukunft des Werbefernsehens. Auch in zehn Jahren werde es neben Streaming lineare Sendeplätze geben, sind sich die "Zwei Herren mit Hund", dem Podcast von Tele 5 und "Werben & Verkaufen", einig. Menschen suchten nach Orientierung und Berieselung, wovon kleinere Sender mit markanten Profilen profitierten.
presseportal.de, soundcloud.com (47-Min-Audio)

Amazon startet werbefinanzierten Musikdienst für Echo-Nutzer.

Amazon tut es Google gleich und veröffentlicht für seine Alexa-Smartspeaker einen kostenlosen, werbefinanzierten Musikdienst. Der Dienst ist in den USA verfügbar und greift auf denselben Song-Katalog wie Prime Music zurück. Bislang konnten Echo-Nutzer ausschließlich über eine Prime-Mitgliedschaft oder externe Streamingdienste wie Spotify Musik hören.
techcrunch.com

Basta: HBO möchte nicht, dass Trump "Game of Thrones"-Memes postet.

Meme is coming: Nach der Veröffentlichung des Mueller-Reports reagiert Donald Trump wie gewohnt – via Twitter. Auf das "Game of Thrones"-Meme des US-Präsidenten reagiert auch Sender HBO. Der zeigt sich not amused und ermahnt den Präsidenten trotz aller GoT-Begeisterung, das geistige Eigentum des Senders künftig nicht mehr für politische Zwecke zu verwenden.
cnet.com, twitter.com (Meme)

YouTube Music kommt kostenlos auf Googles Assistant-Geräte.

Google macht YouTube Music auf allen smarten Lautsprechern mit Google Assistant kostenlos zugänglich. Das Angebot ist werbefinanziert und soll u.a. in Teilen Europas, den USA und Kanada verfügbar sein. Die kostenlose Version ermöglicht es lediglich Musik für eine Stimmung zu starten, Streaming on Demand ist nur mit einem Upgrade auf Premium möglich.
techcrunch.com

"Weser-Kurier" dampft Digitalprojekt Mein Werder ein.

Weser-Kurier: Die ausgelagerte Fußball-Redaktion Mein Werder entlässt 6 von 13 Journalisten, 2 gehen freiwillig, berichtet "Medium Magazin". Die Paid-Angebote rund um den Fußballclub Werder Bremen sind nicht so erfolgreich wie erhofft. Werder-Fans zahlen um die 5 Euro pro Monat, kriegen viele Infos in der Deichstube der Kreiszeitung Syke aber gratis.
"Medium Magazin" 02/2019, S. 6-7 via presseportal.de

n-tv zeigt erstmals Österreich-Programm.

n-tv nimmt erstmals eigene Inhalte für Österreich ins Programm: Der Sender zeigt ab 24. April immer mittwochs die Polit-Talkshow #brennpunkt des Boulevard-Portals krone.at. Erster Gast wird Bundeskanzler Sebastian Kurz sein. n-tv bringt seit 2018 österreichische Werbefenster. Vermarkter IP Österreich gehört zur Hälfte der deutschen Mediengruppe RTL, zur anderen Hälfte der Krone Media.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Facebook greift E-Mail-Kontakte von bis zu 1,5 Mio Nutzern ab.

Facebook-LogoFacebook hat die E-Mail-Kontakte von bis zu 1,5 Mio Nutzern ohne deren Wissen angezapft. Das Vorgehen sei ein Versehen, die Daten würden gelöscht, teilt das Unternehmen mit. Die Panne betrifft Nutzer, die sich über ihr E-Mail-Passwort bei Facebook angemeldet haben. Das Adressbuch dieser Nutzer sei ohne Zustimmung auf Facebook-Server hochgeladen worden.
businessinsider.com, spiegel.de

Facebook arbeitet an einem eigenen Sprachassistenten.


Alexa, was hat Facebook vor? Facebook rüstet im Kampf gegen Amazon, Apple und Google auf und plant einen eigenen smarten Sprachassistenten, berichtet CNBC. Der Speaker soll Amazons Alexa, Apples Siri und Googles Home Konkurrenz machen. Bereits seit Anfang 2018 arbeitet die AR- und VR-Abteilung an dem Projekt.

Der KI-Assistent soll u.a. in Oculus Headsets oder Facebooks smartem Videochat-Bildschirm Portal (Foto) laufen, bestätigt Facebook. Portal arbeitet bereits mit einer integrierten Spracherkennung. Nutzer können ihn mit "Hey Portal" aktivieren, jedoch nur einfache Kommandos erteilen. Für komplexere Anfragen ist bislang Amazons Alexa integriert.
cnbc.com, theverge.com

Post-Chef Frank Appel weist Datenschutz-Vorwürfe zurück.

Deutsche Post: Frank Appel wehrt sich gegen die Vorwürfe, die Post würde das Briefgeheimnis verletzen. Es sei schon lange Praxis, dass Briefe für Kunden gedruckt und kuvertiert würden. Die Beachtung von Post- und Fernmeldegeheimnis gehöre zum Alltag. Laut einem Gutachten speichere die Post digitale Kopien von Briefen auf Post-Rechnern, wo diese unzureichend geschützt sein sollen.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Jeder 15. Heavy User schließt bei der "Welt" ein Digital-Abo ab.

Zahl des Tages: Jeder 15. Heavy User entscheidet sich bei der "Welt" für ein Digital-Abo, plaudert Chefredakteur Ulf Poschardt im "Horizont"-Interview aus dem Nähkästchen der Tracking-Daten. Zwischen 30 und 60 % der Nutzer landeten "bewusst und direkt" auf den Online-Angeboten der "Welt".
"Horizont" 16/2018, S. 10-11 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.

Zitat: Mathias Döpfner spricht sich gegen Upload-Filter aus.

"Wir als Journalisten-Haus sind per se gegen den Einsatz von Upload-Filtern, weil sie theoretisch zur Inhaltskontrolle missbraucht werden können."

Springer-Chef Mathias Döpfner, vorab eifriger Befürworter der EU-Urheberrechtsreform, erklärt bei der Springer-Hauptversammlung und nach der finalen Abstimmung in Brüssel, dass er Upload-Filter im Journalismus ablehnt.
per Mail

"Wiwo": Generation Z mischt die Welt der Marken auf.

Generation Z könnte mit ihrer Denkweise den Konsum stärker verändern als die Digitalisierung, schreibt die "Wirtschaftswoche". Menschen der Jahrgänge 1995 bis 2010 recherchieren ihre Infos selbst per Smartphone, wollen unkompliziert kaufen und vertrauen Communities. Sie suchen nach glaubwürdigen und sozial verantwortlichen Marken – klassische Werbung wird unwichtig.
wiwo.de

Paid-Content-Startup Steady erhält Millionen-Investment.

Steady erhält eine Millionen-Investition von Müller Medien und der IBB Beteiligungsgesellschaft. Das Startup aus Berlin liefert 400 Journalisten, Bloggern und Podcastern die Technologie für digitale Abos. Medien wie Krautreporter, "Titanic" und Übermedien verwalten über Steady ihre Mitgliedschafts-Modelle. Müller hält nun rund 15 %, IBB rund 5 % der Anteile – die genaue Höhe des Investments bleibt geheim. Geschäftsführer von Steady sind die einstigen Krautreporter-Gründer Sebastian Esser und Philipp Schwörbel.
steadyhq.com, eigene Infos, turi2.de (Background)

Onefootball lässt britische Fußballfans einzelne Spiele ohne Abo kaufen.

Onefootball bietet ab sofort einzelne Fußball-Übertragungen zum Kauf innerhalb der App an. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien und Irland beschränkt – möglich durch einen Deal mit dem TV-Anbieter Eleven Sports. App-Nutzer auf den Inseln können Spiele der spanischen La Liga nach dem Pay-Per-View-Prinzip kaufen, die Preise beginnen bei 2,99 Pfund bzw. 3,49 Euro. Onefootball rechnet über Apple iTunes oder Google Play Store ab. Einzelspiele auf Abruf will das Startup auch in Deutschland anbieten.
per Mail, horizont.net

Springer will sich vom Bereich Marketing Media trennen.

Springer plant, sich "mittel- bis langfristig" vom Geschäftsbereich Marketing Media zu trennen, kündigt Vorstandschef Mathias Döpfner bei der Hauptversammlung an. Zum Bereich zählt etwa das Preis- und Produktvergleich-Portal Idealo. Ein Sprecher erläutert, Trennung bedeute nicht Verkauf – einzelne Töchter könnten beispielsweise anderen Bereichen zugeordnet werden. Ein Verkauf von Idealo sei nicht geplant. Springer will sich laut Döpfner auf die beiden anderen Säulen digitaler Journalismus und digitale Rubriken konzentrieren und darin nichts weniger werden als "Weltmarktführer". In das Rubrikengeschäft mit Job-, Immobilien- und Autoportalen will Springer dieses Jahr einen "mittleren zweistelligen Mio-Euro-Betrag" investieren.
de.reuters.com

Hinweis: In einer früheren Version war von einem Verkauf des Bereichs Marketing Media die Rede. Laut Springer solle der Bereich jedoch nicht verkauft, sondern aufgelöst und die enthaltenden Unternehmen z.B. neu zugeordnet werden.

Axel Springer verpasst sich einen neuen Markenauftritt.


Vorsicht, frisch gestrichen: Springer überarbeitet sein Corporate Design – und stellt den im Digitalen oft präsenten Unterstrich ins Zentrum. Das bislang statische Logo wird ab Mai durch eine animierte Version ersetzt. Springer schreibt sich weiter klein, allerdings in neuer Schriftart. Neuer Claim des Unternehmens wird "We empower free decisions". Die charakteristischen, farbigen Quadrate verschwinden nach 16 Jahren. Einzug halten grelle Farben mit dezenter Augenkrebs-Gefahr, die auch die weiterhin analogen Visitenkarten der Mitarbeiter schmücken werden.

Das neue Design soll den "rasanten Wandel hin zu einem durch und durch digitalen Medien- und Technologieunternehmen" ausdrücken, sagt Vorstandschef Mathias Döpfner. Der neue Marken-Claim soll den Auftrag des Unternehmens verdeutlichen, "Menschen mit unabhängig recherchierten Informationen zu ermöglichen, freie Entscheidungen für ihr Leben zu treffen". Den neuen Auftritt hat die Springer-Kommunikation mit der Agentur Superunion entwickelt, das Soundlogo stammt von der Agentur Why Do Birds.
axelspringer.com


Gefälschte Online-Shops sollen über N26 Geld gewaschen haben.

N26: Betrüger haben mehrfach Konten bei der Smartphone-Bank eröffnet, um offenbar Geld aus dem Geschäft mit betrügerischen Online-Shops zu waschen, sagen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung" und NDR. Bei N26 reicht ein Videochat für die Kontoeröffnung. Bis zur Sperrung der betroffenen Konten, seien teilweise mehrere Tage vergangen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 19 (Paid)

Apple und Qualcomm beenden Patentstreit.


An Apple a day keeps Qualcomm away: Apple und Qualcomm einigen sich im jahrelangen Patentstreit kurz nach Prozessbeginn. Die beiden Unternehmen wollen sämtliche Rechtsstreitigkeiten weltweit beenden. Apple zahlt einen nicht öffentlich kommunizierten Betrag an Qualcomm. Beide Parteien unterzeichnen zudem eine auf sechs Jahre angelegte Lizenzvereinbarung sowie ein auf mehrere Jahre angelegtes Lieferabkommen.

Bisher liefert Intel die Halbleiter an Apple. Der Aktienkurs von Qualcomm stieg nach der Einigung um mehr als 20 %. Der Kurs von Apple notierte weitgehend unverändert. Zuvor warf Qualcomm Apple vor, Patente verletzt zu haben. Apple beschuldigte Qualcomm, überhöhte Lizenzgebühren für Patente zu verlangen.
faz.net, turi.de (Background)

Meinung: Facebook schnürt Journalismus die Luft ab und inszeniert sich als Überlebenshelfer.

Facebook: Für das Geschäft der Tech-Konzerne hat Journalismus keine Relevanz, sagt der Journalist Mathew Ingram im Medienwoche-Interview. Wenn Medien Facebook den Rücken kehrten, büßten sie Reichweite ein. Doch etablierte Marken könnten die Interaktionsrate mit den Nutzern auf deren Online-Portalen als "wertvollere Währung" ausbauen.
medienwoche.ch

Gründer David Eicher verlässt Territory Webguerillas.

Territory verliert David Eicher, Gründer der Agentur Webguerillas. Die Gruner + Jahr-Tochter Territory hat Webguerillas 2016 mit damals 160 Mitarbeitern gekauft. Eichers Nachfolge bei den heutigen Territory Webguerillas übernehmen Köln-Bürochef Patrick Holtkamp und der bisherige zweite Geschäftsführer Martin Wittmann.
clap-club.de, horizont.net, turi2.de (Background)