Basta: Facebook-Software öffnet den Menschen auf Fotos die Augen.

Facebook-LogoKünstliches Auge: Facebook-Forscher haben eine Software entwickelt, die auf Bildern blinzelnde und geschlossene Augen ausbessert. Dafür nutzt sie Fotos der Nutzer mit offenen Augen. Unklar ist, ob Facebook den Menschen damit unwillentlich die Augen öffnet, was das Netzwerk alles mit ihren gesammelten Daten und Bildern anstellen kann.
sueddeutsche.de

Porträt: David Braben erleichtert es Kindern, programmieren zu lernen.

David BrabenDavid Braben kämpft dafür, dass jeder Bürger programmieren lernen kann, schreibt Jürgen Schmieder in einem Porträt über den Videospiel-Entwickler. Mit seiner 2009 mit Kollegen gegründeten Stiftung Raspberry Pi produziert Braben günstige Computer, mit denen Kinder programmieren lernen. Der Computer Raspberry Pi kostet 25 Dollar und ist mit knapp 20 Mio Stück unter den drei meistverkauften Computern.
"Süddeutsche Zeitung", S. 18 (Paid)

Lese-Tipp: Verbände üben laut "taz" Druck auf EU-Abgeordnete aus.

Lese-Tipp: Anne Fromm und Daniel Bouhs beschreiben, wie EU-Abgeordnete vor der heutigen Abstimmung über die Urheberrechtsreform von Befürwortern und Gegnern der Reform mit Anrufen und E-Mails "bombardiert" werden. Anonyme Quellen sagen, besonders Vertreter des BDZV warben "teilweise aggressiv" für das Leistungsschutzrecht. Die "taz" sieht eine knappe Mehrheit für das Leistungsschutzrecht. Das "Handelsblatt" schreibt, eine Mehrheit sei unsicher, die eigentlich fest eingeplante Zustimmung der liberalen Abgeordneten sei offen. Die Abstimmung findet im federführenden Rechtsausschuss statt.
taz.de, handelsblatt.com

Autobauer und Technikfirmen erforschen gemeinsam Folgen autonomen Fahrens.

Autobauer, Technik- und Logistikfirmen erforschen gemeinsam die Folgen autonomen Fahrens für Menschen und die Arbeitswelt. Zu der Forscher-Allianz gehören unter anderem Daimler, Toyota, Ford, Waymo, Uber, Lyft und die Logistikfirmen FedEx und American Trucking Association. Ihren Zusammenschluss nennen sie Partnership for Transportation Innovation and Opportunity.
theverge.com

Verimi meldet 13.000 Nutzer zum Start.

Verimi gewinnt von April bis Mitte Juni 13.000 Nutzer. "Capital" bescheinigt der Login-Plattform einen Fehlstart. Verimi ist ein Online-Projekt deutscher Konzerne wie Springer, Telekom, Deutsche Bank und Allianz. Sie wollen, dass Nutzer sich für ihre Dienste über Verimi statt über Google und Facebook einloggen. Viele Verimi-Gesellschafter führen den selbst ernannten "Generalschlüssel für das Internet" selbst erst in den kommenden Monaten bei sich ein.
capital.de

Amazon bringt Alexa in Hotelzimmer.


Alexa, das Frühstück bitte: Amazon bringt seine smarte Sprachassistentin in Hotelzimmer und Ferien-Appartments. Die Herbergen können Alexa individuell einstellen und Gästen z.B. Zimmerservice-Bestellungen ermöglichen oder die Öffnungszeiten des Schwimmbads abrufen lassen. Die Marriott-Kette führt Alexa for Hospitality in ausgewählten US-Häusern ein, zu der Kette gehören auch Westin, St. Regis und Aloft.

Amazon schließt Alexa auch an bestehende Hotelmanagement-Software an, sodass sich Gäste den Gang oder den Anruf an der Rezeption sparen. Die Echo-Geräte im Hotelzimmer sollen außerdem Funktionen im Raum steuern und Musik abspielen. Nutzer können das System mit ihrem persönlichen Account nutzen – Amazon verspricht, dem Hotel keinerlei Datenzugriff zu geben. Neben der Hotel-Offensive kündigt Amazon an, Alexa auch in Italien und Spanien einzuführen – Spanisch gehört zu den meistgesprochenen Sprachen der Welt. (Foto: Picture Alliance / Chromorange)
techcrunch.com, theverge.com, mashable.com, theverge.com (Spanisch & Italienisch)

Studien: Paid Content funktioniert beim Streaming, noch nicht bei Nachrichten.

Paid Content legt beim Videostreaming massiv zu, ermittelt der Digitalverband Bitkom. 37 % der deutschen Internetnutzer streamen gegen Gebühr, vor einem Jahr nur 29 %. Bei Online-Nachrichten ist es grundsätzlich anders: Nur 8 % bezahlen gegenüber 7 % im Vorjahr, erhebt das Reuters Institute. In Norwegen hingegen zahlen schon 30 % für Nachrichten im Netz – unter anderem auch, weil es viel weniger Medienangebote und Gratis-Alternativen gibt.
bitkom.org (Streaming), dnv-online.net (Nachrichten)

Spotify stellt selbst produziertes, deutsches Hörbuch vor.

Spotify startet die deutsche Hörbuch-Serie "Das allerletzte Interview". Hiphop-Moderatorin Visa Vie erzählt in diesem fiktionalen Krimi von einem geplanten Mord am bekanntesten deutschen Rapper. Spotify stellt die zehn Folgen, wie auch sein Musik-Angebot, kostenfrei und werbefinanziert zur Verfügung. Die Amazon-Plattform Audible verlangt nach einer Testphase rund 10 Euro im Monat.
spotify.com, box.com (Pressemitteilung)

"Nichts für Gummi- und Benzin-Fetischisten": Burda startet EFahrer.com.


Chip macht mobil: Burdas Technik-Magazin "Chip" startet EFahrer.com als Angebot rund um Elektromobilität. Das Portal will Interessierte gezielt beim Kauf beraten und listet Ladestationen auf einer Landkarte. "Chip"-Chefredakteur Josef Reitberger sagt im turi2-Interview, wer nicht zur Zielgruppe gehört: all die "Hardcore-Autofans", die sich die etablierte Auto-Presse herangezogen habe. Interview lesen …

Wir graturilieren: Nico Lumma wird 46.

Wir graturilieren: Nico Lumma, Digital- und Startup-Experte, feiert heute seinen 46. Geburtstag. Zum Ehrentag geht es "ganz normal zur Maloche ins Büro" – am Abend geht es dann zur Feier des Tages aber noch mit der Familie essen. Damit es "nicht so viel Gemaule gibt wie letztes Jahr" gibt, sollen dieses Mal aber die Kinder ein Restaurant vorschlagen.

Das Beste am abgelaufenen Jahr war für ihn, dass "wir mit dem Next Media Accelerator unseren zweiten Fonds aufgestellt haben" – damit will Lumma auch im neuen Jahr "weiterhin starke Impulse für die Medien-Innovation in Deutschland" setzen. Bei Gratulationen ist er "nicht krüsch" und auf nahezu allen Kanälen, u.a. Twitter, LinkedIn oder E-Mail, erreichbar – Fax und Festnetztelefon ausgenommen.

Test: YouTube Music bietet tolle Suchfunktion, wirkt aber unfertig.

YouTube Music, Googles neuer Spotify-Konkurrent, punktet mit einer Suchfunktion als echtem Highlight, urteilt Andreas Proschofsky in einem Test. Auch Textpassagen finden den richtigen Song. Noch fehlten aber viele Funktionen, YouTube Music wirke noch unfertig, kritisiert Proschofsky. Audio und Video seien im Dienst gut miteinander verbunden.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie beim Spotify-Konkurrenten Deezer aus Daten ein Musik-Programm wird.

YouTube startet Musik-Streaming-Dienst und Bezahl-Angebot ohne Werbung.



Schöner streamen: YouTube startet einen Spotify-Konkurrenten und einen werbefreien Bezahl-Dienst in Deutschland. Nutzer finden auf YouTube Music gratis Musikvideos, Playlists und Live-Auftritte – für 10 Euro im Monat ist das Angebot werbefrei, kann im Hintergrund abgespielt werden und ist offline nutzbar. Mit YouTube Premium für 12 Euro im Monat bekommen Nutzer das Musik-Angebot plus sämtliche Videos ohne Werbung. Für Herbst kündigt YouTube erste deutsche Eigenproduktionen an.

Im Einzelnen:

YouTube Music vereint auf einer Plattform alle Musik-Angebote von YouTube. Die Start-Ansicht soll sich dynamisch der Nutzung und dem Standort des Nutzers anpassen. Wie bei Spotify oder Deezer gibt es Playlists. Nutzer sollen nach Musik googeln können, indem sie Stichworte oder ein Teil des Songtextes eingeben. Für 9,99 Euro im Monat kommt der Dienst ohne Werbung, läuft auf dem Handy im Hintergrund weiter. Außerdem können Nutzer Musik zum Beispiel vor einer Zugfahrt herunterladen.

YouTube Premium enthält die Leistungen von YouTube Music Premium und geht darüber hinaus: Abonnenten dieses Services bekommen überall auf YouTube keine Werbung zu sehen, können Videos im Hintergrund weiterlaufen lassen und sie für Offline-Zeiten herunterladen. Zahlende Kunden bekommen außerdem vollen Zugriff auf eigens produzierte YouTube-Serien und -Filme. Ab Herbst soll es erste deutsche Produktionen geben, auf Englisch gibt es bereits F2 Finding Football und The Sidemen Show.
per Mail, music.youtube.com, youtube.com/premium

Klick-Tipp: Vice zeigt, wie die Bundesregierung in sozialen Medien influenced.

Klick-Tipp: Die Bundesregierung hat 2017 rund 5 Mio Euro in Social-Media-Kampagnen investiert, recherchiert das Vice-Portal Motherboard. Die Ausgaben flossen in Banner und Influencer-Kampagnen. Aus manchen YouTube-Videos und Instagram-Posts werde kaum ersichtlich, dass der Staat sie finanziere, kritisieren Anna Biselli und Sebastian Meineck. Besonders aktiv ist die Bundeswehr: Sie gab zusätzlich 1,7 Mio und noch einmal 2 Mio Euro für Webvideo-Serien aus – diese Produktionskosten sind noch nicht in den 5 Mio Euro enthalten.
motherboard.vice.com

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Promi-WM-Jury kommentiert die Deutschland-WM-Spiele auf stern.de

stern.de lässt zur Fußball-WM Promis die Deutschland-Spiele kommentieren. Die Jury besteht aus Sophia Thomalla, Laura Wontorra, Marie von den Benken, Fler, Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber und der Grünen-Doppelspitze Robert Habeck und Annalena Baerbock. Sie kommentieren immer am Tag nach den Partien oder berichten in einer Anekdote, wie und wo sie das Spiel geguckt haben.
per Mail

Deutsche Post will letzte Meile optimieren und an Street-Scootern festhalten.

Deutsche Post: Chef Frank Appel sagt im "FAZ"-Interview, die Post habe zu wenig in das operative Geschäft investiert und einen aufgeblähten Verwaltungsapparat entstehen lassen. Die E-Post will er weiterentwickeln. Bei der Brief- und Paketzustellung auf der letzten Meile gebe es zu hohe regionale Unterschiede bei der Produktivität. Im Paketgeschäft will Appel Verträge prüfen – manche Versandhändler lieferten höhere Gewichte als vereinbart oder in andere Regionen als besprochen. "Mindestens in den nächsten zwei Jahren" will die Post ihre Street-Scooter weiter selbst bauen, auf Dauer aber "kein Automobilhersteller sein". Als Optionen nennt er einen Börsengang, den Verkauf an strategische Investoren oder die Beteiligung von Partnern.
"FAZ", S. 24 (Paid)

Aus der turi2 edition6:Unterwegs mit Postbotin Heike Straube.

Europäische KI-Experten gründen das Bündnis Claire.


Intelligenz, bleib hier: 550 europäische Fachleute für Künstliche Intelligenz haben sich zusammengeschlossen und einen Forschungsverbund ins Leben gerufen. Claire, die "Confederation of Laboratories for Artificial Intelligence in Europe", will Europa zu einem KI-Standort machen, der mit Amerika und Asien auf Augenhöhe ist.

Der Verbund soll einerseits ein Netzwerk aus Forschungseinrichtungen sein, andererseits sollen Wissenschaftler in einem zentralen Hub gemeinsam mit der bestmöglichen Ausstattung forschen können. Außerdem müsse Europa wissenschaftliche Karrieren auf Weltklasse-Niveau ermöglichen, damit führende KI-Fachleute nicht aus Alternativlosigkeit abwandern. Als Vorbild nennen die Experten das Kernphysiklabor Cern.

Claire ist nicht die erste Initiative in dieser Richtung: Spitzenforscher im maschinellen Lernen haben bereits das European Lab for Learning & Intelligent Systems gestartet. Die Claire-Initiatoren haben sich daran orientiert und wollen gern beide Initiativen unter einen Hut bekommen. Dazu laufen Gespräche.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Ukraine sperrt mehr als 180 russische und pro-russische Webseiten.

Ukraine: Der Geheimdienst SBU blockt mehr als 180 russische oder pro-russische Webseiten, zur "Vorbeugung gegen Gefahren für die Informationssicherheit". Auch Seiten der Halbinsel Krim und ein russisches Onlinezahlungssystem werden geblockt. Russische Filme ab 2014 und Filme unabhängig von der Herkunft ab 1991, die ein positives Bild russischer Amtsträger zeichnen, sind komplett verboten.
derstandard.at

Kritik: "Zeit" wirbt mit Medienkunde-Broschüren, die Facebook und Co zahlen.

Werbung: Richard Gutjahr kritisiert, dass die "Zeit" Broschüren und Arbeitsblätter zum "verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet" an Schulen verschickt und sich das Material u.a. von Google und Facebook finanzieren lässt. Die Content-Tochter Tempus Corporate hat bei Gutjahr angefragt, ob einer seiner "Zeit"-Artikel für ein Arbeitsblatt zum Thema Hatespeech verwendet werden darf. Er wundert sich, dass die "Zeit" sich für getarnte Werbung – an deutschen Schulen verboten – als Kooperationspartner hergibt. In der Broschüre Medienkunde zählt Gutjahr ein halbes Dutzend Werbeanzeigen zu Verlags-Produkten und kommerziellen Bildungsprogrammen.
gutjahr.biz

Sascha Lobo kritisiert die Haltung der Verlage zum Leistungsschutzrecht.

Hör-Tipp: Sascha Lobo geht in seinem Debatten-Podcast auf Kommentare seiner Leser zu seiner Kolumne So ein Quatschgesetz über das EU-Leistungsschutzrecht ein. Er bezeichnet es als "Wunschgesetz aus einer Parallelrealität gewisser Presseverleger". Er sagt u.a., dass digitaler Journalismus ein Geschäftsmodell sein müsse und Verlage schlichtweg jahrelang versäumt hätten, darüber nachzudenken. Den Springer Verlag bezeichnet er als "schädlich für die demokratische Öffentlichkeit". Ihn stört, wie das Leistungsschutzrecht zur Gretchenfrage für oder gegen Journalismus hochstilisiert werde.
spiegel.de

Adidas launcht zur WM die erste deutsche Portal Lens auf Snapchat.

Adidas startet zum ersten WM-Gruppenspiel der deutschen Mannschaft die erste deutsche Portal Lens auf Snapchat. Nutzer können die Umkleidekabine der deutschen Mannschaft entdecken, mit Mesut Özil und Thomas Müller den Ball hochhalten und drei Easter Eggs suchen. Adidas' WM-Kampagne auf Snapchat besteht außerdem aus Anzeigen, Filtern und Stickern.
per Mail

"WamS": Regierung verlässt sich bei Breitbandausbau auf "Hoflieferanten".

Breitbandausbau: Das Verkehrsministerium verlässt sich bei der Bewilligung von Fördermitteln für Digital-Infrastruktur zu sehr auf einen einzelnen Anbieter, kritisiert die "Welt am Sonntag". So habe die Firma Atene Kom von Tim Brauckmüller als "beliehener Projektträger" direkten Einfluss auf die Vergabe von Fördermitteln. Gleichzeitig trete sie als Berater für Kommunen bei der Stellung von Förderanträgen auf. Die Position Brauckmüllers erinnert die "WamS"-Autoren an "Zeiten privilegierter königlicher Hoflieferanten".
"Welt am Sonntag", S. 36-37 (Paid)

Gericht: Immobilienscout24 führt Nutzer mit Grundstücks-Schätzungen in die Irre.

Immobilienscout24: Das Onlineportal bietet Nutzern für 9,95 Euro Grundstücks-Wertermittlungen an, die irreführend sind, entscheidet das Oberlandesgericht München. Das Portal beruft sich auf Daten eines hessischen Anbieters, der sie wiederum von Gutachterausschüssen haben will – mit denen allerdings keine Lieferverträge bestehen. Das Gericht droht Immobilienscout24 mit 250.000 Euro Ordnungsgeld, das Unternehmen will das Angebot vorerst offline nehmen.
"BamS", S. 9 (Paid)