"WSJ": Amazon will unprofitable Güter aus dem Sortiment schmeißen.


Die Schlechten ins Kröpfchen: Amazon will Produkte mit geringen Margen aus dem Sortiment nehmen, berichtet das "Wall Street Journal". Intern bezeichnet der Versandriese die ungeliebten Produkte als "Crap", kurz für "Can't realize a profit". Dabei handelt es sich um Waren, die keinen oder wenig Gewinn abwerfen, etwa abgefülltes Trinkwasser oder Snacks. Profitabilitäts-Probleme hat der Online-Händler, wenn Produkte weniger als 15 Dollar kosten oder hohe Versandkosten verursachen, weil sie sperrig sind.

Amazon hofft, dass Drittanbieter die entstehenden Lücken auf der Plattform schließen. Einige Artikel sollen durch billigere Verpackungen rentabel werden. Mit Coca Cola will Amazon einen Deal aushandeln, damit die Getränke direkt vom Abfüller und nicht aus dem Amazon-Lager zu den Kunden kommen.
wsj.com, businessinsider.de

Meinung: Hans Hoff wünscht sich mehr Selbstbewusstsein bei Funk.

Funk, Jugendangebot von ARD und ZDF, versteckt sein Logo in Videos meist am Ende – erst dann erfahre man, "wem man das alles zu verdanken hat", beobachtet Hans Hoff. Manchmal fühle sich das an, als würde "sich da jemand für sich selbst" schämen. Man müsse nicht so viel Lärm um die eigene Marke machen, wie die Kollegen bei den Radiostationen, ein "bisschen mehr Selbstbewusstsein" sei aber wünschenswert.
dwdl.de

Meinung: Die junge Generation nutzt Sharing-Angebote zum Sparen, nicht aus Überzeugung.

Sharing-Economy: Millennials nutzen Sharing-Angebote wie Airbnb, Uber oder Car2Go nicht, weil sie besonders zeitgemäß oder trendig sind, sondern weil sie weniger Geld kosten, wollen Wissenschaftler der Analyse-und-Statistik-Abteilung der amerikanischen Notenbank herausgefunden haben. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, hätten sie herausgefunden, dass die Kaufkraft der Millennials geringer sei als die der vorherigen Generationen. Ihr Konsumwille sei aber vergleichbar, sodass davon auszugehen sei, dass sie mit höherer Kaufkraft auch Hotels statt Airbnb und Taxen statt Uber nutzen würden.
"Welt am Sonntag", S. 45 (Paid)

Universal-Music-Chef Frank Briegmann setzt auf Streaming, glaubt aber noch an die CD.

CD-Verkäufe spielen in Deutschland für die Musikbranche nach wie vor eine bedeutende Rolle, sagt Universal-Music-Chef Frank Briegmann im "FAS"-Interview. Allerdings habe auch in Deutschland der digitale Markt 2018 den physischen überholt. In Skandinavien sei der Trend bereits deutlich fortgeschrittener, auch weil illegale Plattformen hier bereits frühzeitig den CD-Markt zerstört hätten.
"FAS", S. 24 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Frank Briegmann rät: "Unterschätzen Sie nicht das haptische Erlebnis". (Dezember 2015)

Führende Politiker erwägen eine Kennzeichnungspflicht für Bots.

Social-Bots sollen künftig einer Kennzeichnungspflicht unterliegen, geht es nach führenden Bundestagsabgeordneten, berichtet die "FAS". Sowohl der Chef der Unions-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus, als auch die netzpolitischen Sprecher von SPD und Grünen, Jens Zimmermann und Tabea Rößner, brächten eine gesetzliche Regelung ins Gespräch. Brinkhaus sagt im Interview, er könne sich auch vorstellen, Plattformbetreiber zu verpflichten, das Aufkommen von durch Bots verbreiteten Nachrichten transparent zu machen.
"FAS", S. 1 (Paid)

"Jammern verboten": Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt.


Esser kann's besser: Bei der "Zeit" steigen die Umsätze, der Abonnenten-Stamm ist stabil. Geschäftsführer Rainer Esser steht als Person für diesen Erfolg und erläutert seine Rezepte im ausführlichen Interview von Peter Turi. Esser spricht über Diversität, Diversifizierung – und warum seine Journalisten keinen Grund zur Klage haben. Das Gespräch ist nun als Video verfügbar. Unten lassen sich einzelne Themen gezielt anklicken. Wer nur hören möchte, findet das Gespräch im turi2 podcast – sowie direkt bei Spotify und iTunes.

Rainer Esser spricht mit Peter Turi über ...

0:57 ... sich, seinen Job und 80-Stunden-Wochen

4:17 ... das Geschäft mit den "Zeit" Reisen

6:20 ... Unternehmenskultur und Diversität

7:20 ... die Bezahlung der (freien) Journalisten

9:00 ... seine weitere Karriere und die Holtzbrinck-Brüder

10:47 ... Profitabilität und Erfolg der Marke "Zeit"

16:12 ... den "Zeit"-Leser-Club als Wertegemeinschaft

22:56 ... Wochen-Frequenz und andere Faktoren für Erfolg

26:18 ... den Weg der Kunden-Gewinnung

29:38 ... das Geschäft mit Events und Konferenz

33:08 ... die steigende Bedeutung neuer Geschäftsfelder

34:47 ... Anzeigenschwund und neue Modelle im Werbegeschäft

39:27 ... Print-Zukunft und die "Zeit" im kleinen Format

turi2.tv (44-Min-Gespräch bei YouTube), turi2.de/podcast

Der Finanzinvestor Thoma Bravo will McAfee übernehmen.

McAfee: Der Finanzinvestor Thoma Bravo will laut Reuters den Hersteller von Sicherheitssoftware vollständig übernehmen. Dafür führe die Beteiligungsgesellschaft sowohl mit dem Chiphersteller Intel, der 49 % der Anteile besitzt, als auch mit TPG Capital Gespräche. Erst 2016 hatte TPG 51 % der McAfee-Anteile von Intel für rund 3,1 Mrd Dollar übernommen. Auch am Konzern Symantec, der die Antivirus-Software Norton herstellt, soll Thomas Bravo interessiert sein.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Shazam: Deutschland-Chef Harless geht, Berliner Büro macht dicht.

Shazam und Deutschland-Chef Richard Harless gehen nach dreieinhalb Jahren getrennte Wege. Das teilt Harless bei LinkedIn mit. Laut Horizont.net hat das Berliner Büro ebenfalls dicht gemacht. Apple hatte die Musikerkennungs-App Ende 2018 übernommen und später angekündigt, die Werbung zu streichen. Ein deutsches Sales-Team ist somit überflüssig. Was mit den Mitarbeitern geschieht, ist unklar.
horizont.net, linkedin.com

Medizin-Apps konfrontieren Krankenkassen mit einer Rechtsunsicherheit.

Medizin-Apps können mittlerweile vielen Nutzern bei der Diagnose von Krankheiten helfen, schreibt Andreas Mihm in der "FAZ". Krankenkassen dürften laut Sozialgesetzbuch die Apps aber nur finanzieren, wenn sie nicht gegen den Arztvorbehalt verstießen, sprich keine Tätigkeiten übernähmen, die Ärzten vorbehalten ist. Inwiefern das der Fall ist, sei strittig. Gesundheitsminister Spahn kündigt an, die Regeln zu lockern.
"FAZ", S. 24 (Paid)

Facebook verbannt sexuelle Andeutungen.

Facebook-LogoFacebook untersagt anzügliche Bemerkungen, sexuelle Andeutungen und die Erwähnung von Sexstellungen oder Vorlieben, entdeckt die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation in den Gemeinschaftsstandards des sozialen Netzwerks. Dies gelte auch für private Chats, wobei Facebook nur einschreite, wenn eine Partei die Posts meldet. Die Änderungen hat Facebook bereits im Oktober durchgeführt, bisher aber nicht öffentlich kommuniziert.
sueddeutsche.de

"taz" ernennt Andreas Marggraf zum Geschäftsführer.


Generationswechsel: Die "taz" findet in Andreas Marggraf, 49, einen Nachfolger für Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch, der Ende 2019 in den Ruhestand geht. Ab Februar leiten Marggraf, Ruch und Andreas Bull den Verlag der links-alternativen Zeitung gemeinsam. Marggraf kommt von Ärzte ohne Grenzen, wo er zuletzt als Finanzchef in der Zentrale in den Niederlanden gewirkt hat. Zuvor war er bereits in gleicher Funktion in der deutschen Sektion tätig.

Bei der "taz" ist Marggraf ein alter Bekannter: Von 1998 bis 2007 führte er die Geschäfte der "taz Nord" und war damals maßgeblich an der Neuausrichtung der Ausgabe beteiligt. "Ich freue mich sehr, zur 'taz' zurückzukehren und gemeinsam mit allen Mitarbeitenden an der digitalen Zukunftsfähigkeit dieser wunderbaren Zeitung zu arbeiten", lässt sich Marggraf im "Hausblog" auf taz.de zitieren. (Foto: Christian Mang)
blogs.taz.de, turi2.de (5-Min-Interview, 9/2017)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch erklärt die Zeitungskrise bei der "taz" für beendet. (9/2017)

Der Hessische Rundfunk plant 2019 mit einem Minus von 93 Mio Euro.

Hessischer Rundfunk: Der Rundfunkrat beschließt einstimmig den Budgetentwurf von Intendant Manfred Krupp. Demnach plant die Anstalt 2019 mit einem Minus von 93 Mio Euro. Einnahmen von 511 Mio Euro stehen Ausgaben von 604 Mio Euro entgegen. Schon für 2018 hat der Sender mit einem Minus von 90 Mio Euro kalkuliert.
hr.de, turi2.de (Background 2018), turi2.de (Interview mit Manfred Krupp)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Unsere Kritiker nutzen unsere Angebote": HR-Intendant Manfred Krupp über Akzeptanz von ARD und ZDF.

Meinung: Polizei nutzt soziale Netzwerke zur Imagepflege.

Social Media: Die Dienststellen der Polizei sind immer stärker in sozialen Medien vertreten, schreibt Marcel Wollscheid im "Focus". Dabei wolle die Polizei nicht nur die Bevölkerung aufklären, sondern auch ihr eigenes Image verbessern, um so für junge Bewerber attraktiver zu werden. Mittlerweile seien mehr als 330 Dienststellen bei Facebook, Twitter oder Instagram aktiv.
"Focus" 51/2018, S. 38 (Paid)

Bundesamt sieht bei Huawei keinen Beleg für chinesische Spionage.

Huawei spioniert nicht für die chinesische Regierung, sagt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Das Amt spricht sich laut "Spiegel" gegen einen Bann aus, wie ihn die USA, Australien und Japan planen. Huawei stellt Smartphones her und beliefert die Mobilfunk-Provider mit Ausrüstung. Das Bundesamt hat Huawei-Bauteile gekauft, überprüft und keinen Daten-Missbrauch festgestellt.
"Spiegel" 51/2018, S. 60 (Paid), turi2.de (Background)

Facebook gibt versehentlich Fotos von 6,8 Mio Nutzern frei.

Facebook gesteht erneut eine grobe Daten-Panne ein. Der Fehler gab App-Entwicklern unerlaubten Zugriff auf Fotos von bis zu 6,8 Mio Nutzern – darunter auch Fotos, die sie hochgeladen, aber nie geteilt haben. Dieser Fehler blieb im September 12 Tage unentdeckt. Erst jetzt macht Facebook ihn öffentlich. Vor Kurzem war bekannt geworden, dass Hacker Daten von 30 Mio Nutzern abgreifen konnten.
developers.facebook.com, techcrunch.com, turi2.de (früherer Daten-Skandal)

Diekmanns Storymachine podcastet für die Deutsche Bahn.

Storymachine, PR-Agentur von Kai Diekmann und Philipp Jessen, produziert bereits seit drei Monaten einen Podcast im Auftrag der Deutschen Bahn. In 'tschuldigung, sitzt hier schon jemand?, spricht Moderatorin Laura Karasek mit Prominenten auf einer "imaginären Zugfahrt". Es kommen u.a. Moderator Micky Beisenherz und Bahnvorstand Ronald Pofalla zu Wort. Drei Ausgaben des Podcasts sind bereits online.
podigee.io via wuv.de

Video-Tipp: Telekom-Boss Tim Höttges zwischen Mehl und Milch.

Video-Tipp: Telekom-Boss Tim Höttges zeigt zwischen Mehl und Milch, was die Telekom-Mitarbeiter 2018 alles gebacken bekommen haben. Als Weihnachtsbäcker rollt er hier nicht nur Pläne, sondern auch Teig aus und motiviert die Mitarbeiter fürs nächste Jahr. Neben viel Eigenlob gibt er zu: "Einiges ist angebrannt." Am Ende der 5-minütigen PR-Bäckerei gibt's noch anderthalb Minuten Outtakes.
youtube.de (6-Min-Video)

Facebook Watch erreicht 400 Mio Nutzer im Monat.

Facebook-LogoFacebook erreicht mit seiner YouTube-Alternative Facebook Watch 400 Mio Nutzer, die im Monat mindestens eine Minute über den Dienst streamen. Vor vier Monaten lag die Zahl noch bei 50 Mio. 75 Mio Nutzer schauen über Watch mindestens eine Minute am Tag, im Durchschnitt sind es 20 Minuten. Die Werbeeinnahmen von Facebook Watch sollen jedoch unter den Erwartungen liegen.
techcrunch.com, theverge.com

Twitter bearbeitet monatlich eine halbe Mio Spam-Meldungen.


Transparentes Twitter: Twitter-Mitarbeiter bearbeiten monatlich eine halbe Mio Spam-Meldungen, veröffentlicht der Zwitscher-Dienst in seinem halbjährlichen Transparenzbericht. Die Zahl sei im Verlauf des ersten Halbjahres 2018 von knapp 870.000 Meldungen im Januar auf rund 500.000 im Juni gesunken. Der Rückgang sei besonders dem Einsatz von automatisierten Spam-Filtern geschuldet, die mit einer Genauigkeit von 75 % Spam-Konten filtern, die dann gesperrt werden.

Bei terroristischen Inhalten musste Twitter im zweiten Halbjahr 2017 noch 1,2 Mio Accounts löschen, im aktuellen Berichtszeitraum beläuft sich die Zahl auf knapp 200.000. 91 % davon konnten automatisiert erkannt und eliminiert werden.

Staatliche Anfragen zu Nutzerdaten seien hingegen mit einem Plus von 80 % stark angestiegen und betreffen damit mehr als zweimal so viele Nutzer-Konten wie im zweiten Halbjahr 2017. 87 % dieser Anfragen stammen aus Russland und der Türkei.
mashable.com, zdnet.com

Basta: Facebook macht aus seinem Datenschutz eine Eintagsfliege.

Schnell erklärt: Facebook eröffnet im New Yorker Bryant Park Holiday Village einen Pop-Up-Store. An dem Stand sollen Nutzer erfahren, wie Privatsphäre und Datenschutz bei Facebook funktionieren, oder warum kurz nach dem Weihnachts-Shopping Anzeigen desselben Produkts in der Timeline auftauchen. Da Facebook Datenschutz ja eher nicht als ein besonders erklärungsbedürftiges Gut ansieht, hat der Store nur für einen Tag geöffnet.
adweek.com

"Handelsblatt": ZTE verliert Telefónica-Auftrag, United Internet plant Zusammenarbeit.

ZTE verliert die Ausschreibung um die Wartung der Netze von Telefónica Deutschland und muss sich von einem der größten Auslandsaufträge verabschieden. Wie das "Handelsblatt" berichtet, verhandelt der chinesische Technologie-Konzern bereits mit United Internet. ZTE könnte den Ausbau des 5G-Netzes für United Internet übernehmen, der Mobilfunkanbieter die Infrastruktur dann leasen.
"Handelsblatt", S. 16-17

Nachrichten-Portal RTL.de steht kurz vor dem Start, schreibt Ulrike Simon.

RTL geht in den kommenden Tagen mit dem zum Nachrichten-Portal umgebauten RTL.de online, schreibt Ulrike Simon und vermutet die Nacht vom 17. auf den 18.12. als Starttermin. Simon glaubt, dass RTL mit dem neuen Angebot nicht nur wie bisher Mitarbeiter bei Bild.de abwirbt, sondern bald auch Nutzer. Zumal der Sender die Boulevard-News aus Sendungen von "Dschungelcamp" bis "Bachelor" für sich behalten könnte, statt sie "Bild" zu stecken. RTL-Digitalchef Jan Wachtel, früher bei Springer, soll mit dem Portal Reichweite für das zum Streaming-Dienst ausgebaute TV Now aufbauen. Bis zu 80 Mitarbeiter sollen für das neue RTL.de arbeiten.
spiegel.de (Paid), turi2.de (RTL.de), turi2.de (TV Now)

Marco Fenske wird RND-Chefredakteur, Wolfgang Büchner bleibt Geschäftsführer.


Nächste Liga: Marco Fenske, 34, steigt bei Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland zum Chefredakteur auf. Bisher ist er als Sportchef des Netzwerks bereits Vize-Chef des RND. Fenske übernimmt von Wolfgang Büchner, 52, der Geschäftsführer bleibt, sich aber aus dem journalistischen Tagesgeschäft zurückzieht. Er firmiert künftig als Entwicklungs-Chefredakteur. Büchner soll sich in der neuen Position um den digitalen Umbau bei Madsack kümmern und neue Digital-Angebote wie die Nachrichten-Plattform RND.de entwickeln.

Uwe Dulias, 62, bisher Entwicklungs-Chefredakteur, will Ende 2019 in den Ruhestand gehen, teilt Madsack mit. Dulias ist Gründungsgeschäftsführer des RND, das heute nach eigenen Angaben mehr als 50 Partnerzeitungen mit über 2 Mio Auflage mit Inhalten versorgt. "Madsack ist Uwe Dulias zu größtem Dank verpflichtet", richtet Konzernchef Thomas Düffert per Pressemitteilung aus und freut sich, "den personellen Übergang" bei RND und Entwicklungs-Chefredaktion "so weitsichtig und zukunftsgerichtet einleiten zu können".
madsack.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Marco Fenske baut mit dem Sportbuzzer dem Regional-Fußball die große Bühne.

Urteil: Airbnb muss Vermieter-Daten an Stadt München weitergeben.

Airbnb muss Vermieter-Daten an die Stadt München herausgeben, entscheidet das Verwaltungsgericht. Die Stadt will u.a. wissen, welche Gastgeber ihre Wohnungen mehr als acht Wochen pro Jahr über die Plattform anbieten – rückwirkend von Anfang 2017 bis Mitte 2018. Vermietungen für mehr als acht Wochen pro Jahr bedürfen in München einer Genehmigung. Airbnb kann in Berufung gehen.
sueddeutsche.de

"DNV": "Spiegel" meldet 109.000 Digital-Abonnenten.

Spiegel gewinnt mit seinem reformierten Bezahl-Angebot Spiegel+ innerhalb eines halben Jahres 41.000 zahlende Abonnenten, sagt Vertriebsleiter Christoph Hauschild dem Fachblatt "DNV". Damit zählt der "Spiegel" 109.000 Digital-Kunden. Von den Nutzern, die einen Gratis-Monat beginnen, werden 70 % zu zahlenden Lesern. 2019 will der Verlag mit Content Marketing neue Leser gewinnen und mit der Personalisierung von Angeboten experimentieren.
dnv-online.net

Media-Agenturen prognostizieren leichtes Werbewachstum.

Netto-Werbeausgaben in Deutschland wachsen 2019 um 1 bis 2 %, allerdings nur unter Einbeziehung von Google und Facebook, sagt die Prognose der OMG-Mediaagenturen. Die Online-Ausgaben wachsen demnach um bis zu 6 %, alle anderen Werbegattungen schwächeln: Zeitungen und Zeitschriften verlieren jeweils 10 % Umsatz, TV dreht um bis zu 2 % ins Minus, so die Prognose der Agenturchefs.
omg-mediaagenturen.de, wuv.de

"Le Monde" behauptet sich mit Vermarktungsallianz und hohem Abo-Umsatzanteil.

Qualitätsmedien können durchaus gegen Google und Facebook bestehen, erklärt Louis Dreyfus, Verleger der französischen Tageszeitung "Le Monde", im Interview bei Digiday. Er versucht, der billigen Reichweite der Tech-Riesen ein sicheres Markenumfeld mit hochwertigen Lesergruppen entgegenzusetzen. Die Digital-Vermarktungsallianz mit dem konservativeren "Le Figaro" habe in den ersten 10 Monaten bereits 5 Mio Euro eingespielt. 55 % der Digitalumsätze bei "Le Monde" stammten aus Abos.
digiday.com, lemonde.fr (Background Allianz)

Accenture kauft Cross-Plattform-Buchungstool Adaptly.

Accenture Interactive: Die Digitalagentur der Berater, zu der in Deutschland u.a. Sinner Schrader und Kolle Rebbe gehören, kauft den Adtech-Anbieter Adaptly für einen nicht genannten Preis. Die Firma mit 150 Mitarbeitern in den USA lässt Werber ihre Targeting-Kampagnen mit einem Selbstbucher-Tool plattformübergreifend bei Google, Facebook und Amazon schalten.
wsj.com (Paid), techcrunch.com, wuv.de

Amazon erreicht in Deutschland zunehmend auch Geschäftskunden.

amazonAmazon beliefert zwei Jahre nach dem Start des B2B-Service Amazon Business 22 von 30 Dax-Konzernen und zwölf der 15 größten deutschen Städte und Universitäten, schreibt das "Handelsblatt". Der Handelsriese setze vor allem auf Preistransparenz und einfachere Bestellungen. Klassische Zulieferer gerieten zunehmend unter Druck, da auch andere Unternehmen als Amazon in den Markt drängen, den das Handelsforschungsinstitut IFH Köln auf rund 1,2 Billionen Euro schätzt.
handelsblatt.com

turi2 podcast: Rainer Esser und Peter Turi sprechen über die Strategie der "Zeit".


Spannende Rede-Zeit: Rainer Esser führt seit knapp 20 Jahren die Geschäfte der "Zeit" – und spricht mit Peter Turi über ein Verlagsgeschäft im radikalen Wandel. Von 220 Mio Euro Umsatz stammt weniger als die Hälfte aus dem klassischen Geschäft. Neu-Abonnenten wollen die großformatige "Zeit" vor allem auf dem Smartphone lesen, Werbekunden wollen Kommunikationslösungen statt 4c-Anzeigen. Das komplette Gespräch ist jetzt als Audio-Podcast verfügbar auf turi2.de, bei Spotify und iTunes.

Esser ist ein bekennender Viel-Arbeiter. 70 bis 80 Wochenstunden gehören bei ihm zum normalen Pensum, "im Urlaub leicht reduziert". Er hat auch nach fast zwei Jahrzehnten noch Freude daran, die Marke "Zeit" aufzubauen. Mit ihr verfolgt er Kunden von der Wiege bis zur Bahre, von der Kinder-Zeitschrift "Zeit Leo" bis hin zu "Zeit Reisen" um die Welt für wohlhabende Pensionäre. Esser sagt: "Die 'Zeit' ist eine Wertegemeinschaft."
turi2.de/podcast, spotify.com, itunes.apple.com

Airbnb will sich bei Börsengang Zeit lassen.

Airbnb will Mitte 2019 für einen Börsengang bereit sein, ihn aber nicht zwingend dann vollziehen, sagt Co-Gründer Nathan Blecharczyk im "Handelsblatt"-Interview. Er setze auf langfristiges Wachstum und könne sich vorstellen, dass Airbnb so groß wie Google oder Amazon werde. An höhere Mietpreise wegen Airbnb glaube Blecharczyk nicht, dennoch sei es richtig, gemeinsam mit Städten verbindliche Regeln zu formulieren.
handelsblatt.com