Wir graturilieren: Markus Knall wird 40.


Wir graturilieren: Markus Knall, Chefredakteur von Merkur.de und tz.de in Ippens Digital-Zentralredaktion, wird heute 40 Jahre alt. Den runden Geburtstag verbringt er im redaktionellen Umzugsstress, denn pünktlich zur Geburtstagswoche wird seine Redaktion mit moderneren Räumen beschenkt – der Weg ist allerdings nicht so weit: "Wir ziehen vom 2. in den 1. Stock des Pressehauses."

Das beste am vergangenen Jahr war die Neustrukturierung der Redaktion, die nun in den neuen Räumen weiter vorangetrieben werden soll, damit sie auch im neuen Jahr "weiter Früchte trägt". Gratulationen erreichen Markus Knall wie sich das für einen echten Onliner gehört "auf allen digitalen Wegen" – u.a. per Facebook, Twitter, Xing, LinkedIn oder ganz klassisch per Mail.Kommentieren ...

Facebook löscht 1,9 Mio Beiträge mit extremistischen Inhalten im 1. Quartal 2018.


Lösch-Optimierung: Facebook hat im 1. Quartal 2018 rund 1,9 Mio Beiträge mit extremistischem Inhalt gelöscht oder durch einen Warnhinweis gekennzeichnet, teilt der Konzern in einem Blogbeitrag mit. Die Anzahl habe sich im Vergleich zum Vorquartal verdoppelt. 99 % der Beiträge mit Terror-Propaganda von u.a. dem "Islamischen Staat" oder Al-Qaida seien durch Facebook selbst identifiziert worden, gemeldete Beiträge von Nutzern machten einen verschwindend geringen Anteil aus.

Die EU-Kommission hatte den Internetriesen die Löschung propagandistischer Beiträge innerhalb einer Stunde empfohlen. Bedenkliche Inhalte werden laut Facebook im Durchschnitt bereits nach einer Minute bearbeitet.
newsroom.fb.com, spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Google-Mutter Alphabet erzielt Umsatz von 31 Mrd Dollar.

Zahl des Tages: Erwartungen übertreffende 31,15 Mrd Dollar Umsatz erzielt Alphabet im 1. Quartal 2018 – das zweitbeste Ergebnis der Konzerngeschichte. Damit steigert die Google-Mutter das Ergebnis des Vorjahresquartals von 24,75 Mrd Dollar um knapp 26 %. Der Gewinn beträgt 9,4 Mrd Dollar, 74 % mehr als im Vorjahr.
variety.com, googlewatchblog.deKommentieren ...

Uber schränkt den Zugriff auf Adressen vergangener Fahrten ein.

Uber beschränkt den Zugriff auf Adressdaten – aktuell können Fahrer die genauen Adressen aller Uber-Fahrten eines Nutzers im Verlauf einsehen, auch wenn das Profil längst gelöscht ist. In der Vergangenheit war es immer wieder zu Beschwerden über Belästigungen besonders durch Nutzerinnen gekommen. Uber reagiere damit auch auf die Neuerungen durch die EU-Datenschutz-Grundverordnung.
gizmodo.comKommentieren ...

EU-Kommission nimmt Shazam-Übernahme durch Apple genauer unter die Lupe.

Apple: Die EU-Kommission leitet eine vertiefte Untersuchung der Shazam-Übernahme ein, berichtet das "Wall Street Journal". Die Wettbewerbshüter befürchten, dass Apple über Shazam Zugang zu Kundendaten konkurrierender Streaming-Anbieter erhalten und diese so gezielt mit Werbung für einen Wechsel ansprechen könnte.
wsj.com (Paid), techcrunch.com, handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Thomas Bellut will mit der ZDF-Mediathek mit Netflix und Co mithalten können.

"Jüngere Menschen können nicht nachvollziehen, warum eine internationale Kaufserie, die das ZDF in seinem linearen Angebot zeigt, nicht in der Mediathek zu finden ist."

ZDF-Intendant Thomas Bellut erhofft sich von Neuerungen im Telemedienauftrag, dass die Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender an die Bedingungen des Internets und die Erwartungen der Nutzer angepasst werden können, um im Wettbewerb mit Netflix, Amazon und Co bestehen zu können.
"promedia" 05/2018 (Paid), medienpolitik.netKommentieren ...

Stefan Plöchinger krempelt das digitale Bezahlmodell des "Spiegel" um.


Nochmal neu: Der "Spiegel" ändert sein digitales Bezahlmodell, statt Einzelverkäufen und des mehrstufigen Abo-Modells führt Produktchef Stefan Plöchinger eine Flatrate ein, die möglichst simpel funktionieren soll. In einem Blogbeitrag erklärt er die Änderungen. Die Flatrate, die laut Plöchinger "vermutlich bis zur Ferienzeit" kommt, kostet 19,99 Euro monatlich und beinhaltet alle digitalen Inhalte. Sie ersetzt das Abo des Digital-Spiegel sowie die Pay-Einzeltexte und den Wochenpass von Spiegel Online. Die bisher exklusiven Inhalte von Spiegel Daily, z.B. die Videokolumne von Harald Schmidt, bleiben hinter der Paywall. Das Kombi-Abo aus Digital und Print kostet monatlich 24,99 Euro.

Spiegel Daily ist künftig keine bezahlpflichtige Web-Nachmittagszeitung mehr, sondern ein kostenloses tägliches Push-Angebot für Apps, Messenger und Newsletter. Die Idee, Lesern einmal täglich eine sortierte Newslage zu bieten, bleibt. Plöchinger schreibt, Spiegel Daily als "Nachrichtenseite innerhalb einer Nachrichtenseite" sei redaktionell schwer zu befüllen und das System für die Leser schwer zu verstehen gewesen. Bisher hat Spiegel Daily 5.500 Abos – "zu geringes Wachstum, um am bisherigen Konzept festzuhalten".

Die Print-und Onlineredaktion soll gemeinsam entscheiden, welche Artikel wohin wandern – und ob kostenlos oder nicht. Die Leser wollen laut Plöchinger "weniger lesen – dafür aber Gescheites." Der Spiegel Plus Neustart bekommt ein neues Logo und soll sich ab 2019 tragen. Am 24. Mai tagen die Gesellschafter dazu.
horizont.net, medium.com (Blogbeitrag Plöchinger)Kommentieren ...

Journalisten verifizieren Tweets zu selten, glaubt Tommaso Debenedetti.

Twitter: Tommaso Debenedetti verbreitet seit Jahren quasi mit links Fake News, sagt er im Interview mit dem ARD-Faktenfinder. Journalisten scheiterten noch immer daran, Accounts zuerst zu verifizieren. Außerdem behandelten sie Twitter im Wettbewerb um die schnellste News wie eine Presseagentur.
faktenfinder.tagesschau.deKommentieren ...

Studie: Nutzer bewerten Nützlichkeit von Netz-Diensten in Geldbeträgen.

Werbefinanzierte Netzdienste haben mehr Wert für ihre Nutzer als üblicherweise angenommen, argumentiert eine Forschergruppe von MIT und Uni Groningen. Sie befragten Nutzer, für wieviel Geld sie bereit wären, auf einzelne Dienste zu verzichten. Facebook erzielt 50 Dollar pro Monat, erst ab 17.500 Dollar im Jahr hätten die Nutzer im Mittel auf Suchmaschinen verzichtet. E-Mail erzielt 8.000 Dollar, Kartendienste 3.000 und Streamingdienste 1.100 Dollar.
welt.deKommentieren ...

Zitat: Aleksandr Kogan hat die Facebook-Nutzer überschätzt.

"Wir und auch das Silicon Valley glaubten damals, dass der Öffentlichkeit doch bitte klar sein muss, dass ihre Daten verkauft und weitergereicht und für Werbung genutzt werden."

Aleksandr Kogan, Forscher, der Cambridge Analytica die Daten von rund 87 Mio Menschen verschafft hat, rechtfertigt sich im US-Fernsehen.
nytimes.com, youtube.com (83-Sek-Video)

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Analyse: Nur wenige Cloud-Plattformen der Industrie überstehen die Konsolidierung.

Cloud-Plattformen der Industrie sind noch durch viele kleine Anbieter geprägt, analysieren Uwe Marx und Georg Giersberg. Doch die wenigsten Plattformen könnten die absehbare Konsolidierung überstehen. Eine Plattform zu etablieren, übersteige sogar Budgets großer Konzerne. So hat Siemens in seine Cloud-Plattform Mindsphere mehr als 10 Mrd Euro investiert.
"FAZ", S. 18-19 (Paid)Kommentieren ...

Deutsche Post will Personalmangel mit neuen Zusteller-Jobs lösen, berichtet "BamS".

Deutsche Post will ihre Personalprobleme bei Briefträgern lösen, indem sie zertifizierte Zusteller einstellt, schreibt Lars Petersen. Diese Zusteller sollen mit einem monatlichen Startgehalt von 2.172 Euro mehr als doppelt so viel wie Auszubildende zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienste verdienen. Grund für die Pläne seien fehlende Bewerber für die klassische Ausbildung, die aber weiterhin angeboten werden soll.
"Bild am Sonntag", S. 10 (Paid), bams.de (Vorabmeldung)Kommentieren ...

Zitat: Frank Appel verteidigt Paketboten, die mit dem Transporter im Weg stehen.

Frank Appel "Von der Müll­ab­fuhr ver­lan­gen Sie ja auch nicht, die Stra­ße im­mer frei zu las­sen. Da müs­sen Sie manch­mal halt hin­ter­her­fah­ren. Bei der Müll­ab­fuhr ak­zep­tie­ren es die meis­ten – nur bei den Pa­ket­wa­gen lei­der nicht."

Post-Chef Frank Ap­pel hat im "FAS"-Interview kein Verständnis für Kunden, die eine schnelle Paketlieferung wollen, sich aber als Pend­ler über im Weg stehende Autos beschweren.
"FAS", S. 23 (Paid)

Weiteres Zitat aus dem Interview:
"Es sind vor al­lem un­se­re gro­ßen Ge­schäfts­kun­den, die sa­gen: Schnel­ler ist bes­ser. Wir ha­ben den Ein­druck, den pri­va­ten Kun­den ist es wich­ti­ger zu wis­sen, wann ihr Pa­ket ge­nau an­kommt."

Aus dem turi2.tv-Archiv: Jens Twiehaus begleitet Postbotin Heike Straube in ihrem Alltag.
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Hör-Tipp: Evgeny Morozov sieht künstliche Intelligenz als das neue Öl der Tech-Riesen.

 Evgeny MorozovHör-Tipp: Publizist Evgeny Morozov sagt im Interview mit Deutschlandfunk Kultur, künstliche Intelligenz könne den Datenhunger der Internet-Riesen sättigen. Die Geschäftsmodelle könnten sich ändern und Bürger in fünf bis zehn Jahren dafür zahlen müssen, Suchmaschinen und andere bisher kostenlose Dienste zu nutzen. Das meiste Verhalten der Nutzer sei den Tech-Diensten bereits bekannt und vorhersehbar.
deutschlandfunkkultur.de (55-Min-Audio)Kommentieren ...

Bildhoster SmugMug kauft das einst strahlende Foto-Netzwerk Flickr.

Flickr, einst hippe Fotocommunity aus den hohen Zeiten des Web 2.0, bekommt eine dritte Chance. Der konkurrierende Foto-Hoster SmugMug kauft den Bilderdienst von Verizons Oath, dem Restbestand des alten Yahoo-Konzerns. Yahoo hatte Flickr 2005 für 35 Mio Dollar gekauft. Das zahlungspflichtige SmugMug ist älter als Flickr und, ungewöhnlich im Silicon Valley, ein reines Familienunternehmen.
usatoday.comKommentieren ...

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Zitat: Richard David Precht sieht Digitalisierung als bisher verniedlichten Umbruch.

Richard David Precht"Der ei­gent­li­che Kern der Di­gi­ta­li­sie­rung be­steht darin, dass die Leis­tungs- und Ar­beits­ge­sell­schaft, wie wir sie bis­her kann­ten, zu Ende geht. Und das ist ein epo­cha­ler Um­bruch."

Philosoph Richard David Precht sagt im "Spiegel"-Interview, bisher seien die Folgen der Digitalisierung maß­los ver­nied­licht worden. Immer mehr Menschen merkten, dass die Di­gi­ta­li­sie­rung ihre Le­bens­ver­hält­nis­se um­wälze.
"Spiegel" 17/2018, S. 78-80 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Im Kin­der­gar­ten mit Pro­gram­mie­ren für alle an­zu­fan­gen ist in je­der Hin­sicht Un­sinn. Mil­lio­nen un­ta­len­tier­te IT­ler braucht in der Zu­kunft nie­mand."

"War­um fin­den die Men­schen es auf ein­mal un­sitt­lich, dass die Di­gi­tal­kon­zer­ne ma­chen, was sie im­mer ge­macht ha­ben: Da­ten ab­schöp­fen, Men­schen aus­spio­nie­ren, Da­ten wei­ter­ge­ben, Pro­fi­le er­stel­len? Sie fin­den es un­sitt­lich, weil es Trump ge­nutzt hat. Wenn Cam­bridge Ana­ly­ti­ca die Da­ten an Ber­nie San­ders ge­ge­ben hät­te, wäre der Auf­schrei wahr­schein­lich sehr viel klei­ner, ob­wohl der ei­gent­li­che Skan­dal nicht die Wei­ter­ga­be an Trump war, son­dern, dass man Per­so­nen­da­ten ohne de­tail­lier­te Zu­stim­mung über­haupt kom­mer­zi­ell wei­ter­ge­ben kann."

"Das Si­li­con Val­ley folgt dem Men­schen­bild der Ky­ber­ne­tik. Es sieht den Men­schen als ei­nen ler­nen­den Or­ga­nis­mus, der als Re­flex­me­cha­nis­mus funk­tio­niert, nicht an­ders als eine Rat­te im La­bor. Und auf ge­nau die glei­che Wei­se ar­bei­ten die Leu­te, die die Al­go­rith­men bei Face­book pro­gram­mie­ren. Wenn ich weiß, was dich in­ter­es­siert, dann wer­de ich dir im­mer das emp­feh­len, was du magst."

"Es wird eine zen­tra­le Auf­ga­be des Staats sein, da­für zu sor­gen, dass wir nicht in eine Zwei­klas­sen­ge­sell­schaft zer­fal­len. Ei­nen Ar­beits­a­del, der sei­ne Kin­der auf Pri­vat­schu­len schickt, und ein Mil­lio­nen­heer an Ab­ge­häng­ten, die durch eine im­mer aus­ge­fuchs­te­re Un­ter­hal­tungs­in­dus­trie be­spaßt wer­den, durch ein uni­ver­sel­les Las Ve­gas."Kommentieren ...

Porträt: Der Deutsche Hartmut Neven entwickelt für Google Quantencomputer.

Hartmut Neven will mit Quantencomputern die Geheimnisse der Natur entschlüsseln, porträtiert Nele Husmann den Leiter von Googles Quantum AI Lab und Mitentwickler der Datenbrille Google Glass. Mit seinem bereits fertigen Bristlecone-Chip mit 72 Quantenbits könne der Nordrhein-Westfale für Google in der Zukunft den Durchbruch bei der Entwicklung von Quantencomputern bringen. Neven sieht künstliche Intelligenz als Chance, das Handeln der Menschen zu verbessern, indem Computer automatisiert Erklärungen finden und Prognosen ableiten.
"Focus" 17/2018, S. 50-54 (Paid)Kommentieren ...

Marcus Schwarze wechselt von der "Berliner Morgenpost" zu Storymachine.

Marcus Schwarze wechselt zu Storymachine, dem Agenturprojekt von Kai Diekmann und Philipp Jessen, schreibt Marvin Schade. Als Managing Editor soll er insbesondere Social-Media-Kampagnen entwickeln. Marcus Schwarze kommt von der "Berliner Morgenpost", wo er seit Oktober 2017 Online-Chef ist. Bis Mai 2017 war er Digital-Chef der "Rhein-Zeitung" und danach kurzzeitig Online-Redaktionsleiter der "heute-show".
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Amazon punktet beim Verkauf von Lebensmitteln.

Amazon expandiert beim Online-Verkauf von Lebensmitteln so schnell, dass die stationären Händler nicht hinterherkommen, schreibt Florian Kolf. Im ersten Quartal 2018 habe Amazon in Deutschland Lebensmittel im Wert von 65 Mio Euro verkauft - ein Plus von 33 %. Einer Analyse zufolge werde sich mittelfristig ein Umsatz von bis zu 8 Mrd Euro in den Onlinehandel verschieben, was wiederum 40.000 Arbeitsplätze im stationären Handel bedrohe.
handelsblatt.comKommentieren ...

DFB-Pokal läuft erstmals auch bei Sport1 und Bild.de.

Sport1 und Bild.de sichern sich DFB-Pokal-Rechte fürs TV bzw. die Online-Verbreitung: Sport1 zeigt als erster Privatsender von der 1. Hauptrunde bis zum Viertelfinale je eine Begegnung im Free-TV. Dazu kommen Zusammenfassungen im TV und online. Springer erwirbt Online-Rechte für Zusammenfassungen aller 63 Fußballspiele, die jeweils in der Nacht nach dem Spiel online gehen. Alle Spiele laufen wie gehabt bei Sky im Pay-TV. Das Erste zeigt wie bisher neun Spiele live. DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius freut sich über eine "signifikante Steigerung der Gesamtlizenzsumme".
per Mail (Sport1, DFB), axelspringer.de, presseportal.de (Das Erste), presseportal.de (Sky)

Aus dem Archiv von turi2.de: "Rechte kommen und gehen" – Sport1-Chef Olaf Schröder über die Bedeutung von Sportrechten für seinen Sender.

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Datenschützer Johannes Caspar leitet Verfahren gegen Facebook ein.

Facebook-LogoFacebook: Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar leitet gegen Facebook ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Hintergrund ist der Datenmissbrauch durch Cambridge Analytica. Im Fall einer Verurteilung droht Facebook ein Bußgeld von bis zu 300.000 Euro. Ein Bußgeld hätte Signalwirkung, da die neue EU-Datenschutzgrundverordnung künftig auch deutlich höhere Strafzahlungen vorsieht.
spiegel.deKommentieren ...

Zahl des Tages: Paul-Bernhard Kallen will das Internet alle 90 Tage neu starten.

Zahl des Tages: Nach 90 Tagen sollen Internetkonzerne persönliche Daten über ihre Nutzer löschen, fordert Burda-Boss Paul-Bernhard Kallen. Ausnahme: Nutzer verwalten die Daten selbst. Hinter der Forderung steckt auch eigenes Interesse: Burda ist an vielen Fronten selbst digital aktiv, aber nur ein kleiner Spieler gegen Google, Facebook und Amazon.
"FAZ", S. 20 (Paid), "Süddeutsche", S. 18 (Paid)Kommentieren ...

Klick-Tipp: Bloomberg beschreibt die Macht von Palantir.

Klick-Tipp: Michael Riley trägt Erkenntnisse über die verschwiegene Big-Data-Firma Palantir zusammen. Ein Fall von 2009 zeigt, wie ein JPMorgan-Mitarbeiter schon damals mit Palantir-Software die Bank ausspähte. Ähnliche Fälle und das Gebaren von Gründer Peter Thiel zeigen, dass Palantir dank Daten und digitaler Vernetzung fast alles rausfinden könnte.
bloomberg.comKommentieren ...

RBB stellt online Video und Audio in den Mittelpunkt.

RBB will Texte im Netz defensiver präsentieren und den Fokus auf Videos und Audio legen. Auf rbb24.de entsteht mehr Platz für Bewegtbild und Multimediales, kündigt Intendantin Patricia Schlesinger an. Sie besänftigt damit, wie zuvor der WDR und das ZDF, die Verleger, die sich gegen öffentlich-rechtlichen Text-Journalismus wehren. Der RBB stellt aber klar, dass das Textangebot nicht gekürzt werde, sondern nur in den Hintergrund rücke.
dwdl.de

Hinweis: In einer früheren Version hieß es, der RBB kürze das Textangebot. Das trifft dem Sender zufolge nicht zu.

Aus dem Archiv von turi2.tv: Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue will sich den Text im Netz nicht gänzlich verbieten lassen.
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Google Assistant könnte bald gesponserte Erklärvideos von Marken ausspielen.

Google will seinen smarten Assistenten mit Erklärvideos anreichern, produziert von Marken. In einem Pitch sind sie aufgefordert, erste Vorschläge zu produzieren, berichtet CNBC. Wer den Google Assistant fragt, wie Nudeln gekocht werden, könnte es künftig in einem Video von Barilla lernen. CNBC vermutet, dass der Lauschsprecher Google Home künftig auch einen Bruder mit Bildschirm bekommt.
cnbc.comKommentieren ...

BGH erlaubt AdBlock Plus.

Kein unlauterer Wettbewerb: Der Bundesgerichtshof weist eine Klage von Springer gegen Adblock Plus ab. Das Angebot des Werbeblockers stelle keine gezielte Behinderung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb dar, so der BGH. Adblock Plus versuche nicht, andere Unternehmen zu verdrängen, sondern verfolge in erster Linie das Ziel, seinen eigenen Wettbewerb zu stärken. Da der Anbieter damit Geld erziele, die Anzeige von Werbung auf Verlagsseiten über eine Whitelist zuzulassen, setze das Geschäftsmodel sehr wohl die Funktionsfähigkeit der Verlags-Websites voraus. "Der Klägerin ist auch mit Blick auf das Grundrecht der Pressefreiheit zumutbar, den vom Einsatz des Programms ausgehenden Beeinträchtigung zu begegnen, indem sie die ihr möglichen Abwehrmaßnahmen ergreift. Dazu gehört etwa das Aussperren von Nutzern, die nicht bereit sind, auf den Einsatz des Werbeblockers zu verzichten", lässt das Gericht ferner wissen.

Claas-Hendrik Soehring, Leiter Medienrecht bei Springer, kündigt an, dass Springer nun eine Verfassungsbeschwerde anstrebt: "Wir sehen im heutigen Urteil eine Verletzung der über Artikel 5 Grundgesetz geschützten Pressefreiheit, weil Werbeblocker die Integrität von Onlinemedien und deren Finanzierung gezielt zerstören." Außerdem plane Springer eine Klage im Hinblick auf das Urheberrecht, da Adblock Plus für seinen Dienst den Code der Springer-Websites verändere.

In erster Instanz war Springer am Landgericht Köln bereits mit dem Versuch, Adblock Plus zu untersagen, gescheitert. Im Berufungsprozess am OLG Köln gaben die Richter Springer Recht und forderten Adblock Plus zur Unterlassung auf, ließen aber Revision vor dem BGH zu. Das hat nun geurteilt und die Entscheidung der Vorinstanz aufgehoben
juris.bundesgerichtshof.deKommentieren ...

Burda steigert Umsatz um 18 Prozent.

Burda hat seinen Umsatz 2017 um 18 % auf 2,67 Mrd Euro gesteigert. Mehr als die Hälfte des Umsatzes entfällt dabei auf die Digitalsparte. Hier hätten vor allem Xing und Holiday Check sowie der Onlineshop Cyberport zum Wachstum beigetragen, so Burda. Zum Magazingeschäft nennt der Konzern keine konkreten Zahlen und spricht lediglich davon hier "nach Umsätzen gewachsen" zu sein.
rtl.de, meedia.deKommentieren ...

ARD will kein weiteres Sparpaket vorlegen.

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm sieht kein weiteres Sparpotential bei der ARD – ohne Programmeinschnitte. "Die Vorstellung, dass wir jetzt schon zum 1.1.2021 erneut Hunderte Millionen ausweisen können, ist nicht realistisch", sagte er am Donnerstag in München. Er hofft auf eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags ab 2021, die er "Teuerungsanpassung" nennt. Bis morgen fordert die Rundfunkkommission der Länder eine Stellungnahme zu weiteren Sparüberlegungen des Senderverbundes.
digitalfernsehen.deKommentieren ...