Tech-Konzerne bekennen sich zur Netzneutralität.

Tech-Konzerne reagieren sauer auf die Abschaffung der Netzneutralität in den USA. Facebook nennt es enttäuschend und schädlich, Twitter spricht von einem Schlag gegen Innovation und freie Meinungsäußerung. Für Netflix ist es der Beginn vieler Rechtsstreitigkeiten, Google bekennt sich zur Gleichbehandlung aller Angebote im Netz.
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Facebook platziert Video-Werbung auch am Anfang – aber nicht mehr überall.

Werbung first, content second: Facebook ändert seine Videostrategie und zeigt ab 2018 Werbung auch am Beginn von Videos. Beiträge im Newsfeed sind zunächst ausgenommen. 6-Sekunden-Reklame zu Beginn läuft bei Clips im Video-Bereich und bei Clips, nach denen Nutzer suchen. Unterbrecher-Werbung in der Mitte soll es nur noch bei mindestens drei Minuten langen Videos geben – News-Clips werden damit schwerer zu monetarisieren. Hintergrund der Änderung ist offenbar, dass Facebook längere Formate und Serien auf die Plattform holen will, also Inhalte, die Nutzer immer wiederkommen lassen.

Bei deutschen Verlagen macht sich Facebook-Frust breit, schreibt Marvin Schade. Das liegt nicht nur an der Ankündigung, Zuschüsse zu Video-Produktionen zu streichen. Quer durch die Branche liefert Facebook weniger Traffic: Seit September soll die Huffington Post etwa 46 % und stern.de 40 % verloren haben. Welt.de verliert laut einer Analyse 23 %, Bild.de und Spiegel Online immerhin 16 bzw. 20 % – berücksichtigt sind in dieser Berechnung nur Desktop-Nutzer. Facebook spielt News-Inhalte insgesamt seltener aus, ist die allgemeine Beobachtung. Auch die neue Liebe für längere Formate kommt nicht gut an, nachdem lange Zeit alles auf kurz und viral getrimmt wurde. (Foto: Silas Stein / dpa / Picture Alliance)
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Amazon will wieder Konkurrenz-Produkte von Apple und Google verkaufen.

Appeasement by Amazon: Der Online-Händler verkauft in den USA wieder Apple TV und Google Chromecast. Seit zwei Jahren lassen sich die Produkte nicht ordern, weil Amazon seinen Fire TV unter die Leute bringen will. Google hat gerade angekündigt, YouTube auf Amazon-Geräten nicht mehr anzubieten – prompt teilt Google mit, wieder in guten Gesprächen mit Amazon zu sein.
cnet.com, theverge.comKommentieren ...

Verlage sorgen sich um Facebook-Traffic und Werbeeinnahmen.

Facebook-Frust macht sich bei deutschen Verlagen breit, schreibt Marvin Schade. Quer durch die Branche liefert Facebook weniger Traffic: Seit September soll die Huffington Post etwa 46 % und stern.de 40 % verloren haben. Facebook spielt News-Inhalte seltener aus. Bei Videos sorgt ein Strategieschwenk für Unmut: Facebook will vor allem längere Formate monetarisieren, nachdem lange Zeit alles auf kurz und viral getrimmt wurde.
meedia.deKommentieren ...

Verlegersohn Arthur Gregg Sulzberger übernimmt Chefposten der "New York Times".

New York Times: Arthur Gregg Sulzberger, 37, übernimmt als Herausgeber von seinem Vater Arthur Ochs Sulzberger, 66. Er wird das sechste Mitglied der Ochs-Sulzberger-Familie im Amt des Verlegers. "A.G." leitete 2014 das Team, das einen Innovationsreport für die "NYT" schrieb. Der Verlag weist stolz darauf hin, dass unter Sulzberger senior die Zahl der Journalisten auf 1.450 gewachsen sei.
nytimes.comKommentieren ...

NDR-Podcast erzählt Szenen einer Korrespondenten-Ehe.

NDR Info startet einen Podcast mit seinem Korrespondenten-Ehepaar Lena Bodewein und Holger Senzel aus Singapur. Die beiden Journalisten berichten jede Woche in rund zehn Minuten, wie sie ihr Reporter- und Familienleben mit dem gemeinsamen Sohn Johnny unter einen Hut bekommen. Mit Bodewein und Senzel teilt sich das erste Mal ein Ehepaar eine Korrespondenten-Stelle. Sie berichten von Singapur aus über 14 Länder im Pazifik-Raum.
ndr.de, ndr.de (Podcast)Kommentieren ...

Crossmedia gewinnt Digital-Etat von BMW.

BMW vergibt seinen Digital-Media-Etat an die unabhängige Agentur Crossmedia. Sie hat sich im Pitch unter anderem gegen Etathalter iCrossing durchgesetzt. Der Etat umfasst neben der Betreuung globaler Digital-Kampagnen für die Marken BMW, Mini, BMW Motorrad und BMW M unter anderem auch Beratungsfunktionen im Bereich Programmatic. Erst vor wenigen Tagen hat Crossmedia angekündigt, nach London zu expandieren.
wuv.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Klick-Tipp: BuzzFeed-Gründer Jonah Peretti erläutert seine Strategie.

Klick-Tipp: BuzzFeed-Gründer Jonah Peretti verbindet seinen Ausblick 2018 mit einer deutlichen Google- und Facebook-Kritik. In Zeiten von Fake News sollten sie endlich Qualität bevorzugen und Publisher besser bezahlen. Peretti schildert eine neue strategische Ausrichtung: BuzzFeed soll diversifizieren und 2019 die Hälfte seines Umsatzes außerhalb klassischer Werbung erzielen, etwa mit Produkte-Verkauf und Video-Produktion.
buzzfeed.com, niemanlab.orgKommentieren ...

Amazon macht Express-Lieferungen in den USA kostenlos.

Amazon weitet vor Weihnachten kostenlose Lieferungen am gleichen oder am folgenden Tag aus. Prime-Kunden in den USA können 100 Mio Produkte Last Minute bestellen – viele bis einschließlich 24. Dezember. In Deutschland sollten Kunden bis 22. Dezember mittags daran denken, dass auch dieses Jahr Heiligabend auf den 24.12. fällt.
mashable.com (USA), presseportal.de (Deutschland)Kommentieren ...

"Bild" und "B.Z." podcasten über Kinofilme.

Bild und "B.Z." lassen künftig wöchentlich Kinofilme in einem Podcast kritisieren. Hans-Ulrich "Pöni" Pönack und Redakteur Markus Dreesen ziehen mit ihrem bereits existierenden Format um. Pönis Kinopodcast ist kostenlos über bild.de, Soundcloud, iTunes und Spotify abrufbar. Bild.de macht auch Podcast zu Polizei-Themen, Technik, Nachrichten und Sex.
bild.deKommentieren ...

Facebook bezahlt Verlage nicht mehr für Videos.

Subventionsabbau: Facebook zahlt Verlagen künftig keine Zuschüsse mehr für Video- und Livestream-Produktionen. Die meisten Deals gelten bis Jahresende und werden nicht verlängert, berichten bisherige Partner dem Fachportal Digiday. Rund 300 Verlage und andere Partner erhalten Geld, damit sie den Newsfeed mit Videos füllen – darunter auch Springer.

BuzzFeed, "New York Times" und CNN sollen jeweils 2,5 bis 3 Mio Dollar bekommen haben. Mit dem Facebook-Geld baute etwa das Frauenportal Refinery29 ein zehnköpfiges Facebook-Live-Team auf. Statt Partner zu unterstützen, scheint sich Facebook noch stärker auf exklusive Produktionen zu konzentrieren: In den USA gibt es inzwischen ein breites Programm unter dem Namen Facebook Watch mit fiktionalen Serien, Reportagen und Comedy.
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Spiegel Online startet Spiegel Akademie.

Spiegel Online steigt ins Bildungs-Business ein und gründet die Spiegel Akademie – mit der SRH Fernhochschule in Baden-Württemberg als Partner. Zunächst bietet die Spiegel Akademie berufsbegleitend staatlich zugelassene Zertifikatskurse, später soll es auch die Möglichkeit geben, Bachelor- und Master-Studiengänge zu absolvieren. Zum Start können Studierende zwischen den Kursen Digital Media Management, Digital Business Management und Projekt- und Change-Management wählen – Themen, mit denen der Verlag selbst kämpft. Spiegel Online schmückt das Studium nicht nur mit seinem Namen, sondern liefert Unterrichtsmaterial aus der "Spiegel"-Dokumentation und Video-Tutorials. Spiegel-Online-Geschäftsführer Jesper Doub nennt Bildung "ein Zukunftsfeld".
spiegel.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Jesper Doub steuert den "Spiegel" durch den digitalen Umbruch.
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RTL Group: Guillaume de Posch tritt zurück, Bert Habets führt die Sendergruppe allein.


Künftig im Alleingang: Guillaume de Posch, 59, tritt als Co-CEO der RTL Group zurück, bleibt aber Mitglied des Verwaltungsrats. De Posch hatte die Rolle des Co-CEO der RTL Group im April 2012 übernommen, sein Rücktritt erfolgt "auf eigenen Wunsch", teilt RTL mit. Seit Ende September gehört ihm ein Restaurant in Brüssel.

Thomas Rabe, Vorsitzender des Verwaltungsrates, dankt de Posch dafür, dass er "die RTL Group in die digitalste europäische Rundfunkanstalt umgewandelt und die Kreativität von Fremantle Media wiederbelebt hat." De Posch kam 2012 zu RTL, arbeitete vorher als selbstständiger Berater und war von 2004 bis 2008 bei ProSiebenSat.1. Bert Habets führt die Sendergruppe künftig allein. Er ist seit April 2017 Co-Chef, ab dem neuen Jahr trägt er die Gesamtverantwortung.
dwdl.de, handelsblatt.com (Restaurant), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Volker Breid wird "FAZ"-Geschäftsführer.


Kluge Zeitschriften-Köpfe: Volker Breid, 55, (Foto links), bis Ende Mai noch Geschäftsführer der Motor Presse Stuttgart, fährt bei der "FAZ" als neuer Geschäftsführer vor. Er verantwortet die FAZ GmbH gemeinsam mit Thomas Lindner, 52, (Foto rechts), dessen Vertrag vorzeitig in die Verlängerung geht. Damit holt sich die "Zeitung für Deutschland" noch mehr Zeitschriften-Knowhow ins Haus: Mit Breid und Lindner stehen zwei frühere Manager von Gruner + Jahr an der Spitze der "FAZ".

Der Verlag stattet Neuzugang Breid mit umfangreichen Aufgaben aus: Er verantwortet die Unternehmensstrategie, die Fachmedien, Controlling, Recht und Personal. Die Führung der Frankfurter Societät wird er sich mit Oliver Rohloff teilen. Breids Vorgänger Burkhard Petzold wechselt in die Geschäftsführung der Fazit-Stiftung, Eigentümerin der "FAZ". Er war mehr als 30 Jahre lang für die "FAZ" und Tochterunternehmen tätig und übernahm die Leitung des Verlags 2014 gemeinsam mit Lindner.
horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

USA schaffen mit neuer Regelung das gleichberechtigte Internet ab.

Zwei-Klassen-Internet wird ab Donnerstag Realität in den USA. Die Kommunikationsbehörde FCC schafft auf Wunsch von Trump und Druck der Unternehmen die Netzneutralität ab. Es entsteht ein "Pay-to-Play"-Internet, schreibt Bernd Graff: Anbieter dürfen bestimmte Seiten und Apps bevorzugen, zum Nachteil finanzschwacher Web-Angebote.
sueddeutsche.de (Paid)Kommentieren ...

Aufeminin-Verkauf bringt Springer 286 Mio Euro.

Springer kann mit dem Verkauf von Aufeminin 286,1 Mio Euro erlösen. So viel bietet der französische Sender TF1 für Springers Mehrheitsanteil, den das Unternehmen einst für 215 Mio Euro erwarb. Finanzvorstand Julian Deutz begründet den Verkauf mit dem veränderten Fokus von Aufeminin: Die Gruppe mit Marken wie dem Frauenportal Gofeminin, dem Gesundheitsportal Onmeda und dem Versand My Little Box habe sich stark in Richtung E-Commerce entwickelt. Springer legt den Fokus auf klassische Verlagsprodukte und das Rubrikengeschäft. Das Geschäft muss in Frankreich noch von Betriebsräten und Kartellbehörden abgesegnet werden.
turi2 vor Ort bei PK in Berlin, axelspringer.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Facebook zahlt Steuern künftig dort, wo Einnahmen anfallen.

Facebook-LogoFacebook entdeckt seine globale Steuermoral: Der Konzern will Werbeumsätze nicht mehr alle in Irland versteuern, sondern dort, wo sie anfallen. Bis Mitte 2019 soll die Umstellung abgeschlossen sein, dann bekommt der deutsche Fiskus Steuereinnahmen aus Facebooks Umsätzen in Deutschland. Die Betriebskosten der örtlichen Büros werden verrechnet.
handelsblatt.com, newsroom.fb.comKommentieren ...

Zahl des Tages: ARD und ZDF übertragen 230 Stunden Olympia aus Südkorea.

Zahl des Tages: Rund 230 Stunden übertragen ARD und ZDF im Februar von den Olympischen Winterspielen in Südkorea live. Die Wettkämpfe finden wegen der Zeitverschiebung zwischen 1 Uhr nachts und 17 Uhr statt - also dann, wenn die meisten Zuschauer schlafen oder arbeiten. Daher soll es so viele Multimedia-Angebote zur zeitversetzten Nutzung geben wie noch nie bei Olympia.
dwdl.de, sueddeutsche.deKommentieren ...

Picture Alliance vertreibt lizenzfreie Fotos von Panther Media.

Picture Alliance erweitert ihr Portfolio an lizenzfreien Fotos von Panther Media. Zunächst wächst das Angebot um 300.000 Stock-Fotos, weitere folgen täglich. Panthermedia.net ist ein Fotomarktplatz, auf dem Fotografen lizenzfreie Bilder anbieten, die in der Regel nach einmaliger Zahlung unbegrenzt nutzbar sind. Eine Redaktion prüft jedes Bild rechtlich und qualitativ.
presseportal.deKommentieren ...

Journalisten können bei Twitter nicht privat sein, glaubt Michael Borgers.

Journalisten, die Power-User von Twitter, schreiben auf ihren Profilen oft, sie seien "hier privat", beobachtet Michael Borgers. Er fragt Chefredakteure und Medienwissenschaftler, wie praktikabel das ist. Stephan Weichert glaubt, für die Nutzer sei der Unterschied zwischen Privatmeinung und Unternehmenskommunikation schwer zu erkennen. Andreas Petzold sagt, beim "stern" gebe es für Twitter einen "roten Faden", der nicht schriftlich fixiert, aber allen Mitarbeitern klar sei.
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Burda schenkt TV Spielfilm live eine Generalüberholung zu Weihnachten.

Burda: Der Streaming-Dienst TV Spielfilm live bietet Nutzern künftig die Möglichkeit, Sendungen online aufzuzeichnen, zeitversetzt abzurufen und auch Tablets, Smartphones und Notebooks abzurufen. Zu Beginn gibt es dafür 50 Aufnahme-Stunden. Die Sender Goldstar TV und Bongusto kommen neu ins Angebot. Managing Director Matthias Kohtes glaubt, der Fernseher sei nach wie vor der Deutschen wichtigstes Wohnzimmer-Medium, wenn es gelingt, ihn flexibler zu machen. Die Marke bekommt außerdem den neuen Claim "Fernsehen wie ich es will", ein neues Logo und neue Kampagnenmotive.
burda.com 1 Kommentar

Basta: Australien sucht Geheimagenten per Online-Spiel.

Down Undercover: Der australische Geheimdienst sucht mit einem interaktiven Online-Spiel Nachwuchs-Spione. Die Kandidaten müssen z.B. in einer Menschenmenge einzelne Gesichter erkennen oder Informationen aus Stimmengewirr herausfiltern. Wer besteht, bekommt einen Code, um sich als echter Geheimagent zu bewerben - sofern er sein Testergebnis nicht vorher in sozialen Medien postet und sich noch vor der Einstellung selbst enttarnt.
mashable.com, morehumanintelligence.com.auKommentieren ...

Amazon stattet Alexa mit Musik-Weck-Funktion aus.

Amazon verpasst seiner Digitalassistentin Alexa eine Musik-Weck-Funktion. Nutzer können sich nun von bestimmten Songs, Musik-Genres oder Playlists wecken lassen. Unterstützt werden verschiedene Musik-Dienste, darunter Amazon Music Unlimited, Prime Music, Spotify und Pandora.
techcrunch.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Jonas Bedford-Strohm bändigt Alexa für den BR.
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Hör-Tipp: Tom Buhrow erklärt die Textreduktion beim WDR.

Hör-Tipp: WDR-Intendant Tom Buhrow begründet im Deutschlandfunk, weshalb der WDR Online-Texte auf das Nötige verknappt. Er habe "nicht warten" wollen, bis der WDR verklagt wird und wolle sich nicht die ganze Zeit "vor Gericht oder anderswo die Köpfe" mit Verlegern "einschlagen". Buhrow glaubt aber, dass die Textreduktion beim WDR "kein bisschen" an den Problemen der Verleger ändert.
deutschlandfunk.de (8-Min-Audio), turi2.de (Background)1 Kommentar

Lese-Tipp: Sky-Chef Jeremy Darroch hält Deutschland für den besten Pay-TV-Markt.

Lese-Tipp: Sky-Chef Jeremy Darroch fordert im "Welt"-Interview gleiche Spielregeln für alle Bewegtbild-Anbieter, die globalen Tech-Riesen seien zu intransparent. In Deutschland sieht er das "größte Potenzial für Bezahlfernsehen überhaupt" und plant für 2018 vier eigenproduzierte Serien.
welt.de, blendle.de (komplettes Interview, Paid)Kommentieren ...