turi2 edition #7: Svenja Finger beantwortet den Unterwegs-Fragebogen.


Heute hier, morgen auch noch: Reisebloggerin Svenja Finger ist viel unterwegs, aber auch gerne Zuhause. Im Video-Fragebogen zur turi2 edition #7 verrät sie, dass sie die Adventszeit in New York verlebt und immer eine Schlafmaske im Koffer hat, denn nur bei kompletter Dunkelheit, bekommt sie nachts die Augen zu. Am liebsten ist sie mit ihrem Freund Daniel unterwegs. Zusammen haben sie schon mehrere Wochen auf nur 4 Quadratmetern verbracht.
turi2.tv (2-Min-Video bei YouTube)

Amazon plant eigene Zustellung mit Mitarbeiter-Autos.

Amazon sucht verstärkt Paketzusteller, die mit dem privaten PKW ausliefern, schreibt "Welt". Die Zustellvariante wurde zunächst in Berlin getestet und soll in weiteren Zustellbezirken ausgeweitet werden. Trotz steigender Paketmenge und wachsender Mitarbeiter-Nachfrage verbesserten sich die Arbeitsbedingungen kaum. Experten rechnen damit, dass sich Kunden künftig Pakete an Sammelstellen abholen müssten.
"Welt", S. 9 (Paid)

Supermarktkette Real streamt WM-Spiel der deutschen Hockey-Nationalmannschaft.

Real streamt das dritte Vorrundenspiel der deutschen Hockey-Nationalmannschaft bei der WM in Indien am Sonntag. Fans können das Spiel gegen Malaysia kostenlos im kürzlich gestarteten Web-TV-Format RealTV ansehen. Dafür einigte sich die Supermarktkette mit dem Streaming-Anbieter Dazn, der die WM ansonsten exklusiv in Deutschland überträgt.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Wired.de beendet den Redaktionsbetrieb.


Entkabelt: Condé Nast zieht bei seinem deutschsprachigen Tech-Portal Wired.de zum Jahresende den Stecker. Das teilt der Verlag mit und begründet, er wolle sich auf "die großen, globalen Luxus- & Lifestyle-Medien-Marken" konzentrieren. Redaktionsleiter Wolfgang Kerler verlässt Condé Nast nach gerade Mal rund einem halben Jahr wieder. Die beiden anderen Redaktionsmitglieder sollen neue Aufgaben bei Condé Nast erhalten.

Anfang 2018 hatte der Verlag – zunächst vorläufig – die deutsche Printausgabe eingestellt und dem Portal eine Neuausrichtung verordnet. Dafür kam auch Wolfgang Kerler an Bord. Nun teilt Condé Nast mit, er habe gezeigt, dass Wired auch als reine Digitalmarke Potential am deutschen Markt Potential habe. Der Verlag entschied sich dennoch, das Projekt nicht weiter zu verfolgen.
condenast.de, turi2.de (background Kerler), turi2.de (Background Print-Magazin)

Julian Assange kann die Botschaft verlassen, sagt Ecuadors Präsident.

Julian Assange könnte die ecuadorianische Botschaft verlassen, sagt Präsident Lenin Moreno in einem Interview. Die UK-Regierung habe zugesichert, den Wikileaks-Gründer nicht in ein Land abzuschieben, in dem ihm die Todesstrafe drohe. Assange hält sich seit mehr als sechs Jahren in der Botschaft auf und ist inzwischen ecuadorianischer Staatsbürger. Seine Anwälte würden die nächsten Schritte abwägen.
sueddeutsche.de

Silke Burmester kritisiert Blogger, die Journalisten sein wollen, aber PR machen.

Journalismus: Silke Burmester kritisiert das "Mischimaschi-Areal", das bei Themen wie Reise, Auto und Kosmetik entsteht, wenn Blogger sich von Marken bezahlen lassen und dann in Zeitungen und Zeitschriften schreiben. Redaktionen könnten nicht immer wissen, welche Freien "journalistisch integer" arbeiten, sollten aber Vereinbarungen mit ihren Freien aufsetzen.
deutschlandfunk.de

Australien beschließt neues Gesetz zur digitalen Überwachung.

Australien beschließt ein Überwachungsgesetz, mit dem Geheimdienste und Polizei Google, Apple und Co zwingen können, Daten herauszugeben, Nachrichten zu entschlüsseln und Hintertürchen in ihre Produkte einzubauen. Die Behörden können den Unternehmen auch verbieten, darüber zu sprechen. Bei Zuwiderhandlung drohen Strafen bis 7,3 Mio Dollar.
spiegel.de, derstandard.de

EU-Rat stimmt für Upload-Filter im Kampf gegen terroristische Inhalte.


Terror-Feuerwehr: Der EU-Rat macht den Weg für Upload-Filter frei und spricht sich für den Gesetzentwurf der EU-Kommission aus. Damit sollen Online-Plattformen dazu verpflichten werden, "terroristische Inhalte" innerhalb einer Stunde zu sperren oder zu entfernen. Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder YouTube müssten laut der Verordnung ihre Nutzungsbedingungen anpassen und deutlich machen, dass terroristische Inhalte nicht gespeichert werden dürfen und dies auch überwacht wird.

Die Regelung gilt für Plattformen, sobald sie ihre Dienste auf die EU ausrichten – auch wenn sie ihren Sitz nicht in der EU haben. Sollte ein Netzwerk systematisch gegen die Verordnung verstoßen, könnten Strafen in Höhe von bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes des Konzerns verhängt werden.

Der Digitalverband Bitkom kritisiert die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen, da der Entwurf auch Plattformen einbeziehe, "die zur Verbreitung terroristischer Inhalte überhaupt nicht genutzt werden", sagt Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. Auch das zeitliche Fenster von einer Stunde sei problematisch, da jeder Mitgliedsstaat grenzübergreifend Löschungen fordern kann. Daher müssten auch kleine Unternehmen dauerhaft einen Bereitschaftsdienst engagieren. Automatismen zur Löschung von terroristischen Inhalten verstoßen aus Sicht des Verbands gegen das Verbot einer allgemeinen Überwachungspflicht.
heise.de, per Mail

Studie: Modemarken machen 20 % ihres Umsatzes im Onlinegeschäft.

E-Commerce macht für Modemarken bereits 20 % des gesamten Handelsvolumens aus, ergibt eine Studie von Boston Consulting Group und Zalando. Bis 2020 soll der Anteil auf 25 % ansteigen. Nur 13 % der Unternehmen nutzen Personalisierung in E-Mails oder Social-Media-Posts für ihr digitales Marketing. Auf Kunden zugeschnittenes digitales Marketing­ könne laut der Studie den Unsatz um bis zu 15 % ankurbeln.
locationinsider.de

Telekom-Fakultät in Leipzig ist umstritten, beobachtet Anne Hähnig.

Telekom spendiert der HTWK Leipzig eine Fakultät für Digitale Transformation mit 17 Professuren, schließt aber gleichzeitig ihre Hochschule für Telekommunikation, kritisiert Anne Hähnig. Der Konzern spare demnach einfach Geld und streiche Kapazitäten. Künftige Studierende müssen sich zudem Unternehmen als Praxis-Partner suchen – bislang einziges, zertifiziertes Unternehmen ist die Telekom. Kritiker warnten, dass die Telekom an ihrer bisherigen Hochschule Einfluss auf den akademischen Betrieb genommen habe und wenig Zeit für Forschung geblieben sei.
"Zeit" 51/2018, S. 14 (Regionalseiten Ost, Paid)

"Horizont": Jan Bayer soll Business Insider zur stärksten Springermarke ausbauen.


Die Zukunft des Zeitungsverlags: Mathias Döpfner wird "Friede Springers starker Mann im Hintergrund", Jan Bayer sein Nachfolger, glaubt Ulrike Simon. Springer baue gerade für die Zukunft vor, werde Döpfner zu gegebener Zeit in den Aufsichtsrat versetzen und Business Insider zur wichtigsten internationalen Marke ausbauen.

Der Konzern wolle damit das Risiko einer erlösschwächelnden "Bild" minimieren. Business Insider sei in Deutschland bisher zwar kein Dickschiff, könne es aber werden, z.B. durch einen Umzug von Karlsruhe nach Berlin. Simon glaubt, dass es Jan Bayers Aufgabe werde, Business Insider international zur wichtigsten Springer-Marke auszubauen.
"Horizont" 49/2018, S. 1 (Paid), turi2.de (Background)

Hamburg testet Elon Musks Hyperloop-Idee.

Hyperloop: Hamburgs Hafenbetreiber und die Hyperloop TT aus Los Angeles gründen ein Gemeinschaftsunternehmen, in das sie 7 Mio Euro investieren, um Elon Musks Hyperloop-Idee zu testen. Sie wollen Seecontainer transportieren und dafür zunächst die Technik entwickeln, die es braucht, um Container in die Röhre zu bekommen. Die Röhrenbahn könnte auch Hafenstraßen- und Bahnnetze entlasten.
handelsblatt.com

"New York Times" macht dem Printmarkt Mut, beobachtet Sebastian Moll.

New York TimesNew York Times, die seit kurzem mehr als 4 Mio Abonnenten hat, lässt den Printmarkt aufatmen, beobachtet Sebastian Moll. Profitabler Journalismus sei auch im Digitalzeitalter möglich – für Redaktionen, die ihren Abonnentenstamm mit Qualitätsjournalismus versorgen, flankiert von Newslettern, Chatbots und Co, und Gratisleser aussperren.
"Horizont" 49/2018, S. 13 (Paid)

UK-Parlament veröffentlicht interne Facebook-Dokumente.


Transparenz vor Intransparenz: Das britische Parlament veröffentlicht Auszüge aus internen Facebook-Dokumenten im Rahmen der Untersuchungen des Datenskandals um Cambridge Analytica. Die Dokumente wurden Ende November vom App-Entwickler Six4Three beschlagnahmt. In den veröffentlichten Papieren befinden sich u.a. E-Mails von und an Facebook-Chef Mark Zuckerberg sowie weitere leitende Führungskräften von Facebook.

Damian Collins, Vorsitzender des Ausschusses für Digitales, Kultur, Medien und Sport im UK-Parlaments, fasst die Ergebnisse der Untersuchung in sechs Punkten zusammen. Facebook habe u.a. die Daten von Anrufen und Textnachrichten von Android-Nutzern gespeichert und versucht, dies vor den Nutzern zu verbergen. Auch Daten über die Nutzung von Apps soll Facebook so abgegriffen haben – Ziel sei es gewesen, durch das unwissentliche Ausspähen der Smartphone-Nutzung herauszufinden, wer die größten Konkurrenten sind und welches Unternehmen sich Facebook demnach als nächstes einverleiben sollte.

Derweil mache sich unter den Facebook-Angestellten Unmut aufgrund der anhaltenden negativen Berichterstattung breit, berichtet BuzzFeed. Sowohl aktuelle als auch ehemalige Mitarbeiter beschreiben die Atmosphäre innerhalb des Unternehmens als angespannt und teilweise sogar feindselig. Man hoffe intern "auf einen Sundar- oder Dara-Moment" – also einen Führungswechsel und den Rücktritt von Gründer Zuckerberg. Unter den Angestellten wachse außerdem die Paranoia – sie haben teilweise separate Telefone, um mit Kollegen über Facebook zu lästern.
cnet.com, buzzfeednews.com

RTL Group entwickelt technische Streaming-Lösung für ihre Sender.

RTL Group entwickelt eine einheitliche technische Streaming-Plattform für alle Sender in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Die Sender sollen die Lösung dann "flexibel anpassen", sagt Gruppenchef Bert Habets. Die Sendergruppen sollen zudem enger mit Produktionstochter Fremantle zusammenarbeiten - nach dem Vorbild von RTL Deutschland und Fremantle-Tochter UFA.
horizont.net

Basta: Trumps Cybersecurity-Berater hat das Internet nicht verstanden.

Dot-In-Blase: Rudy Giuliani, Trumps Cybersecurity-Berater, hat in einem Tweet ein Leerzeichen vergessen. Das Ergebnis: die Domain G-20.In, hinter der ein findiger Follower direkt eine heimliche Botschaft hinterlegt hat. Giuliani, der das Prinzip von Domains offenbar nicht verstanden hat, vermutet nun einen heimtückischen Eingriff vom Anti-Trump-versifften Twitter.
mashable.com, heise.de

Zitat: Ralf Strauß empfiehlt Marketern, sich nicht an Buzzwords entlang zu hangeln.

"Alle unterhalten sich über so was wie Programmatic-Advertising und kaum einer hat verstanden, wie es funktioniert."

Ralf Strauß, Präsident des Deutschen Marketing Verbands, wünscht sich im "Absatzwirtschaft"-Interview einen reflektierteren Umgang mit neuen Technologien wie Blockchain oder KI. Die meisten Dienstleister würden nur die Schlagwort streuen, anstatt "mal tief Luft zu holen" und sich zu informieren.
absatzwirtschaft.de

Microsoft will 3 Mio US-Bürger im ländlichen Raum bis 2022 über Breitband vernetzen.

Microsoft erweitert seine Initiative für den ländlichen Raum und verspricht, 3 statt den ursprünglich geplanten 2 Mio Menschen in den USA bis 2022 über Breitband an das Internet anzuschließen. Microsoft verwendet dafür ungenutzte TV-Kanäle, die bei der Umstellung von analog zu digital übriggeblieben sind. Seit der Ankündigung vor anderthalb Jahren wurden bereits 1 Mio Menschen in 16 Staten vernetzt, Ende 2019 soll die Initiative in 25 Staten laufen.
cnet.com

Politico: Email-Accounts von Wahlkampfmitarbeitern der Republikaner wurden gehackt.


Ausgespäht: Ein Wahlkampfkomitee der Republikaner ist während der US-Kongresswahlen mehrere Monate lang ausgespäht worden, schreibt Politico. Konkret handelt es sich um Tausende Emails von vier Wahlkampfmitarbeitern. Sie wurden nicht veröffentlicht und auch nicht als Druckmittel eingesetzt.

Woher die Hacker kommen, ist nicht bekannt, das FBI ermittelt. Die Betroffenen wussten offenbar seit April von dem Angriff, hätten aber geschwiegen, um die internen Ermittlungen nicht zu behindern. Komiteemitglieder wie Sprecher Paul Ryan wussten selbst nichts von dem Angriff, bis das Nachrichtenportal mit Fragen dazu anklopfte.
politico.com