ARD bündelt Investigatives auf tagesschau.de.

Tagesschau App-Logo 150ARD beendet die Kleinstaaterei im Recherche-Journalismus und will investigative Inhalte auf tagesschau.de bündeln. Die Rubrik Investigativ enthält Geschichten der politischen TV-Magazine, investigative Radio-Stücke und Recherchen des Verbundes NDR, WDR, "Süddeutsche". Gebündelt unter dem Dach von tagesschau.de soll sich die "Durchschlagskraft" erhöhen. Der federführende NDR arbeitet außerdem derzeit an einem Relaunch von tagesschau.de.
tagesschau.de

EU-Mitgliedsstaaten winken Reform des Urheberrechts durch.

Urheberrecht: Auch der EU-Ministerrat stimmt der Reform zu, Deutschland votiert trotz heftigen Widerstands mit Ja. Damit wird das Leistungsschutzrecht nun auch EU-weit Gesetz. Für Plattformen gelten künftig strengere Regeln, sodass Upload-Filter drohen. Die Verlage werden künftig wieder an Ausschüttungen der VG Wort beteiligt, Journalisten erhalten dadurch weniger Geld. Das EU-Recht muss nun in den kommenden zwei Jahren von Mitgliedsstaaten in nationales Recht übertragen werden.
sueddeutsche.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

Microsoft-Hacker konnten womöglich auch E-Mails mitlesen.

Microsoft: Der Angriff auf E-Mail-Konten ist womöglich schlimmer als vom Unternehmen eingeräumt, berichtet Motherboard. Neben Kontakten und Betreffzeilen sollen Hacker auch Zugang zu Inhalten von E-Mails gehabt haben. Betroffen sind einige Nutzer der Microsoft-Dienste Outlook, MSN und Hotmail. Die Hacker sollen über eine Schwachstelle beim Kundenservice eingedrungen sein.
motherboard.vice.com

Meinung: EU-Abstimmung über Uploadfilter wird zum Showdown der Bundesregierung.

Uploadfilter: Am Montag kommt es bei der EU-Abstimmung über die umstrittene EU-Urheberrechtsreform zum Showdown der Bundesregierung, schreibt Tanja Tricarico. Im Koalitionsvertrag werden Uploadfilter ausgeschlossen, CDU und SPD streiten über eine nationale Lösung. Ohne Einigung, müsste sich Deutschland bei der EU-Abstimmung enthalten.
taz.de, turi2.de (Streit Bundesregierung), turi2.de (EU-Urheberrecht)

Kanzleramt muss Presse zum Gerichtsverfahren mit Jan Böhmermann Auskünfte erteilen.


Auskunft Royale: Das Kanzleramt muss der Presse zum Prozess zwischen Jan Böhmermann und Bundeskanzlerin Angela Merkel bestimmte Auskünfte geben, urteilt das Berliner Verwaltungsgericht. Welche Informationen von öffentlichem Interesse sind, ließ ein Gerichtssprecher auf dpa-Nachfrage zunächst offen. Böhmermann hat Merkel wegen ihrer kritischen Einschätzung seines "Schmähgedichts" über den türkischen Präsidenten Erdogan verklagt.

Merkel hatte Böhmermanns Satire 2016 zunächst als "bewusst verletzend" bezeichnet. Das Verwaltungsgericht hat das Kanzleramt zu "verschiedenen Auskünften über das Verfahren sowie den vorgerichtlichen Streit zwischen den beiden Parteien" verpflichtet, schreibt der "Tagesspiegel". Es bestehe zu bestimmten Fragen ein "presserechtlicher Auskunftsanspruch". Die Böhmermann-Klage wird am Dienstag verhandelt.
t-online.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Telefónica leidet bei 5G-Auktion unter eigenem Sparzwang.

Telekom treibt bei der 5G-Auktion die Preise in die Höhe, schreibt Stephan Scheuer. Nach 189 Runden konnten sich die Bieter nicht einigen, was zum Streit unter den Providern führe. United Internet soll gute Chancen auf ein lukratives Frequenzspektrum haben, Telefónica könnte angesichts des eigenen Sparprogramms zum Verlierer der 5G-Auktion werden. In der Netzsparte könnten 110 Stellen gestrichen werden.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Facebook war am Sonntagvormittag erneut von Störungen betroffen.

Facebook hatte am Sonntagvormittag rund 2,5 Stunden technische Störungen, meldet das Portal downdetector.com. Die Gründe sind bisher unklar. Die technischen Probleme waren nicht so massiv wie im März als Facebook, WhatsApp und Instagram für viele User rund 24 Stunden lang nicht abrufbar waren.
downdetector.com, spiegel.de, theverge.com, futurezone.at, turi2.de (Background)

Venezolanische Rundfunkbehörde verbannt Deutsche Welle aus dem Kabelnetz.

Deutsche Welle 150Deutsche Welle: Die venezolanische Rundfunkbehörde Conatel hat das Sendesignal des spanischen TV-Kanals der Deutschen Welle aus dem Kabelnetz genommen. DW-Intendant Peter Limbourg fordert die venezolanischen Behörden "mit Nachdruck" auf, das Sendesignal wieder zu verbreiten.
dw.com, twitter.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Die Regierung redet uns nicht rein." – Peter Limbourg über 65 Jahre Deutsche Welle. (6/2018)

Zahl des Tages: Volkswagen sieht Sparpotenzial bei 140 Mio Ausdrucken.

Zahl des Tages: Analoge 140 Mio Seiten, die Hälfte davon in Farbe, haben Mitarbeiter bei Volkswagen 2018 ausgedruckt - zu viel für die Konzernchefs. Im Zuge des massiven Sparprogramms verbietet Volkswagen in einer internen E-Mail künftig farbige Ausdrucke, schreibt die dpa. Eine Farbseite koste das Vierfache eines Schwarz-Weiß-Ausdrucks.
handelsblatt.de (Paid)

Anschauen, was gesund macht: Gudrun Kreutner über Kommunikation und digitale Apotheken.


Gesunde halbe Stunde: Gudrun Kreutner ist die "Anwältin der Apotheker" – und nach dem Podcast veröffentlicht turi2.tv jetzt das Video zum Gespräch. Die PR-Chefin des "Apotheken Umschau"-Verlages Wort & Bild spricht mit Jens Twiehaus über Kommunikation, digitale Herausforderungen für die 20.000 deutschen Apotheken und den Wandel des Verlages. Und auch Kreutners gesundes Hobby ist ein Thema: Die Österreicherin findet ihren persönlichen Ausgleich in der Kunst und hat ein eigenes Atelier in Wien.
turi2.tv (33-Min-Video auf YouTube)

Einzelne Abschnitte anklicken:
Gudrun Kreutner über ...
0:00 ... sich, Job und ihre Bahn-Leidenschaft
4:02 ... ihre Rolle und den Wort & Bild Verlag
6:36 ... Herausforderungen der Verlagsbranche
8:21 ... die PR-Arbeit und Gesundheitskommunikation
11:47 ... Apotheker und die Verbindungen des Verlags zu ihnen
15:01 ... die Digitalisierung im Apotheken-Markt
18:43 ... das E-Commerce-Angebot von Wort & Bild
19:53 ... ihre Arbeit als Künstlerin und Parallelen zur Kommunikationswelt
25:51 ... den Wandel im Wort & Bild Verlag
30:54 ... die Kunst als berufliche Ausflucht

Dieses Gespräch gibt es auch nur zum Hören als Podcast.

Bundesbank will europäische Alternative zu Apple Pay.

Apple Pay: Die Bundesbank fordert eine europäische Alternative zu den digitalen Bezahlangeboten der Tech-Konzerne, sagt Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz in der "Welt am Sonntag". Apple, Google, Paypal und Amazon übernehmen "mehr und mehr die Kundenbeziehung" und degradierten die Banken zu Zahlungsabwicklern im Hintergrund.
"Welt am Sonntag", S. 37 (Paid)

Facebook verdoppelt 2018 die Sicherheitskosten für Mark Zuckerberg.


Safety First: Facebook zahlt Mark Zuckerberg einen symbolischen Dollar Gehalt, dafür aber 22,6 Mio Dollar für seine Sicherheit. Die Kosten für den Schutz des Konzernchefs und seiner Familie haben sich 2018 nach Unternehmensangaben mehr als verdoppelt. Facebook nennt "negative Stimmung gegenüber unserem Unternehmen" als Grund für die Kostenexplosion.

Facebook erhöhte 2018 das Sicherheitspersonal an Zuckerbergs Wohnorten sowie während seiner Reisen. Der Facebook-Gründer geriet nach Skandalen rund um Cambridge Analytica zuletzt stärker in die öffentliche Kritik. Zum Vergleich: Amazon soll für die Sicherheit ihres Gründers Jeff Bezos 2018 rund 1,6 Mio Dollar aufgewendet haben.
sec.gov, businessinsider.de, turi2.de (Cambridge-Analytica-Skandal)

Hör-Tipp: Post-Chef Frank Appel sieht Brexit-Protektionismus nicht als Erfolgsmodell.

Hör-Tipp: Post-Chef Frank Appel (Foto) spricht im Podcast von Gabor Steingart über Europa und den Brexit. Unternehmen sollten nicht "nur nationale Interessen in den Vordergrund stellen", mahnt Appel. Der Brexit führe zu Protektionismus. Es gäbe weltweit kein Land, das damit wirtschaftlich langfristig erfolgreich sei.
gaborsteingart.com (22-Min-Audio)

Meinung: Julian Assange nutzt Wikileaks-Enthüllungen zur politischen Machtausübung.

Wikileaks: Mit der Verhaftung von Julian Assange bröckelt sein Image als unabhängiger Wahrheitskämpfer, schreibt Michael Hanfeld. Das Dauerfeuer gegen Hillary Clinton im US-Wahlkampf 2016 brachte ihm Freunde im Lager von Donald Trump, was ihm bei seiner Auslieferung in die USA nützen könnte. Die Wikileaks-Enthüllungen betrachte Assange nicht als Vehikel der Wahrheitsfindung, sondern als Instrument der politischen Machtausübung.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Facebook holt Peggy Alford in den Aufsichtsrat, Reed Hastings und Erskine Bowles gehen.

Facebook: Netflix-Chef Reed Hastings (Foto) und Erskine Bowles, ehemaliger Stabschef im Weißen Haus, verlassen den Aufsichtsrat nach acht Jahren. Neu in das Gremium kommt als erste dunkelhäutige Frau Peggy Alford. Sie ist derzeit bei PayPal Vice President für die Kernmärkte und arbeitete bereits als CFO für Mark Zuckerbergs Stiftung.
techcrunch.com

Basta: Jack Ma lobt 12-Stunden-Arbeitstage.

996 statt 911: Alibaba-Chef Jack Ma versteht nicht, warum junge Chinesen kritisieren, dass sie an sechs Tagen die Woche von 9 bis 21 Uhr arbeiten müssen – in China unter der Formel 996 bekannt. Viele hätten schließlich gar nicht die Möglichkeit, so viel zu arbeiten und dadurch so viel Respekt zu verdienen. Schade nur, dass seine Mitarbeiter diese motivierenden Worte gar nicht erst lesen: Dafür haben sie schließlich keine Zeit.
spiegel.de

Meinung: Generalüberholte Geräte sind umweltschonend, werden aber von Herstellern bekämpft.

Generalüberholte Geräte, etwa Smartphones oder Haushaltsgeräte, können bei Klima- und Umweltschutz helfen, schreiben Max Hägler und Michael Kläsgen. Das Aufarbeiten sei umweltschonender als das Recycling von Geräten – und eröffne einen weiteren Markt. Die Hersteller jedoch fürchten um ihre Einnahmen und erschweren das Aufarbeiten, zum Beispiel, indem sie Akkus schwierig verkleben, um sie schwerer ersetzen zu können.
sueddeutsche.de

Meinung: Die aktuellen Startup-Börsengänge unterscheiden sich von der der Dotcom-Blase.

Tech-Börsengänge: Die Situation an den Börsen sei derzeit eine andere, als zur Zeit der Dotcom-Blase schreibt Corinna Baier im "Focus". Zwar würden erneut Millionen in defizitäre Unternehmen investiert. Anders als zur Jahrtausendwende würden die Firmen das Geld nach längerem Bestehen aber in weiteres Wachstum stecken, statt es früh zum Überleben zu brauchen, weil die Investoren ihnen zuvor mehr Zeit geben. Die nötige Transparenz nach einem Börsengang sei für die Startups aber dennoch gefährlich.
"Focus" 16/2019, S. 58 (Paid)

"Das war ein Fehlstart" – Uber-Manager Christoph Weigler will auch Partner der Taxis sein.


Uber-nommen: Uber-Mann Christoph Weigler will kein Taxi-Schreck mehr sein und steckt den noch rauchenden Colt ein. Im Interview von turi2.tv am Rande des "Focus" Inner Circle in Berlin geht der Deutschland-Chef des Fahrdienstvermittlers lieber in die Charme-Offensive und gesteht: Ubers erste Runde auf dem deutschen Markt war ein "Fehlstart". Als Grund für den ruppigen Beginn nennt er Ubers fehlende Kinderstube: "Wir waren gerade erst drei Jahre alt", als das Startup nach Deutschland kam, "getrieben vom Enthusiasmus".

Heute weiß Weigler, der Uber seit drei Jahren leitet, dass Wild-West-Mentalität hierzulande nicht weiterhilft. Anders als viele Fahrer in Berlin kann er mit Taxifahrern sprechen, ohne mit Eiern beworfen zu werden. Allein in der Bundeshauptstadt lassen sich neben den Uber-eigenen Fahrern auch 1.500 klassische Taxifahrer Fahrten von Uber vermitteln, sagt Weigler – ein für den deutschen Markt maßgeschneidertes Konzept.
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Nutzer müssen Gefahr durch Alexa selbst abschätzen, sagt Innenministerium.

Lausch-Risiken durch digitale Sprachassistenten wie Amazons Alexa müssen Nutzer selbst abschätzen, schreibt das Innenministerium auf eine Anfrage der Grünen. Konstantin von Notz, Grünen-Fraktionsvize, kritisiert die Antwort als lapidares "selbst Schuld" an die Nutzer. Die Bundesregierung müsse ihrer "Schutz-Verantwortung" endlich gerecht werden.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)“

Idealo verklagt Google auf 500 Mio Euro Schadenersatz.

Idealo verklagt Google wegen Missbrauchs seiner Marktdominanz auf 500 Mio Euro Schadenersatz. Googles Preisvergleich Google Products habe eigentlich keine Chance auf vordere Rankingplätze, werde von Google aber trotzdem prominent platziert – zulasten von Idealo. Das Portal hängt sich mit der Klage direkt an das EU-Kartellrechtsurteil von 2017 gegen Google. Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager ermutigte schon damals Unternehmen, auf Grundlage des Urteils Schadensersatz von Google zu verlangen. Wenn Idealo Erfolg hat, könnten andere europäische Firmen dem Beispiel folgen.
finanzen.net, handelsblatt.com

"Spiegel": Ecuador hat Assanges Asyl-Widerruf lange vorbereitet.

Ecuador hat den Widerruf des Asyls von WikiLeaks-Gründer Julian Assange lange vorbereitet, schreibt der "Spiegel". Im März 2018 habe das Außenministerium Assange von Internet und Telefon abgeschnitten, im November ein restriktives Umgangs-Protokoll erlassen. Seine Besucher mussten u.a. ihre Social-Media-Accounts an- und ihre elektronischen Geräte abgeben. Assange wollte das Protokoll nicht unterschreiben, damit Verletzungen nicht als Grund für Asyl-Entzug verwendet werden könnten. Ecuadors Präsident Lenin Moreno begründet die Verhaftung damit, dass WikiLeaks Dokumente über einen Korruptionsskandal der Familie des Staatsoberhaupts veröffentlicht habe.
"Spiegel" 16/2019, S. 77 (Vorabmeldung), turi2.de (Background)

Algorithmus sagt Serientod-Wahrscheinlichkeit voraus.

Spoiler-KI: Studierende der TU München haben einen Algorithmus entwickelt, der die Überlebenschancen der Charaktere von "Game of Thrones" in der finalen Staffel voraussagt. Er berechnet sie anhand von Daten wie Alter, Geschlecht, Beziehungsstatus, Vorkommen in den Büchern und Familienzugehörigkeit. Eine Frau und verheiratet zu sein steigert z.B. die Überlebenschancen.
br.de, got.show (Projektseite)

Wir graturilieren: Wolfgang Kerler wird 33.


Wir graturilieren: Wolfgang Kerler, Mitgründer von 1E9, "dem inoffiziellen Nachfolger von Wired Germany", feiert heute seinen 33. Geburtstag. Und zwar auf Arbeit in München – macht aber nichts, der Journalist hat großen Spaß am neuen Projekt. Es soll im Juli offiziell starten, mit eigenem Online-Magazin und eigenen Events.

Fürs neue Lebensjahr wünscht er sich dementsprechend, dass es erfolgreich wird und eine optimistische Community rund um Zukunftstechnologien anzieht. Über Gratulationen freut sich Kerler, der die Feier demnächst nachholen will, per E-Mail oder Twitter.

Meinung: Innovationen gelingen mit Optimismus besser.

Innovationen können in großen Unternehmen wie auch in Startups entstehen, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, sagt Google-Innovationsmanager Frederik Pferdt im Interview mit der "Wirtschaftswoche". Mitarbeiter bräuchten dafür Optimismus, um Chancen zu erkennen. Chefs müssten als Unterstützer statt als Anführer auftreten und auch möglichen Misserfolg belohnen. Dass Startups mittlerweile seltener einen schnellen Exit anstreben, bewertet Pferdt positiv.
"Wirtschaftswoche" 16/19, S. 68 (Paid)

Disney+ startet am 12. November für monatlich 6,99 Dollar.

Disney Logo 150Disney startet sein Streaming-Angebot Disney+ in den USA am 12. November und verlangt monatlich 6,99 Dollar oder im Jahresabo 69,99 Dollar. Damit unterbietet Disney zum Markteintritt wie erwartet die Preise von Netflix. Disney will sein neues Streaming-Angebot auch in reduzierten Kombi-Paketen mit dem Sportangebot ESPN+ und der übernommenen Streamingplattform Hulu anbieten.
theverge.com (Preis und Starttermin), theverge.com (Pakete)

Oliver Schröm soll einem Informanten 3.000 Euro gezahlt haben.

Cum-Ex-Skandal: Correctiv-Chefredakteur Oliver Schröm soll einem ehemaligen Anwalt 3.000 Euro gezahlt haben, nachdem ihm dieser Dokumente über den Steuerskandal ausgehändigt hatte. Das sagte der Ex-Anwalt im Rahmen eines Prozesses gegen ihn in der Schweiz. Es sei eine Aufwandsentschädigung und keine Bestechung gewesen. Im Dezember wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg wegen des Verdachts der Anstiftung zum Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen gegen Schröm ermittelt.
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

turi2 podcast: Gudrun Kreutner kommuniziert für die Rettung der Apotheken.


Anwältin der Apotheker: Gudrun Kreutner ist Künstlerin und Kommunikatorin – und steigt leidenschaftlich für den Apothekerberuf in die Bütt. Im turi2 podcast erklärt die Kommunikationschefin des Wort & Bild Verlages, warum viele Apotheken bedroht sind und was das Haus der Apotheken Umschau dagegen unternimmt – nicht nur weil Apotheker die Kunden des Verlages sind, sondern einen lebenswichtigen Beruf haben. Sie stünden vor einer ähnlichen Transformation wie die Medienbrache, sagt Kreutner. In all dem Trubel der Veränderung findet die Österreicherin ihren Ausgleich in der Malerei: Kreutner hat ein eigenes Atelier in Wien.

Das 34-minütige Podcast-Gespräch zwischen turi2-Videochef Jens Twiehaus und Gudrun Kreutner ist jetzt unter turi2.de/podcast, bei iTunes, Spotify und Deezer abrufbar.

Lese-Tipp: Radio- und TV-Übertragungen kommen bald ohne Ü-Wagen aus.

Radio- und TV-Übertragungen kommen mit immer weniger Technik aus, zeigt die größte Messe für Broadcasting. Wichtige Innovationen im Rundfunk sind z.B. "Remote Production", also Übertragungen ohne Ü-Wagen und großes Technik-Team, und die Nutzung der Cloud. Videojournalisten können ihre Bilder direkt in die Sender-Cloud übertragen oder direkt von der Kamera in Netz streamen. Bionics, britisches Startup, bietet eine Software, die auf Twitter und Facebook die Resonanz auf Beiträge misst und darauf basierend Highlight-Video-Clips empfiehlt.
deutschlandfunk.de

Londoner Polizei verhaftet Julian Assange, USA stellen Auslieferungsantrag.


Julian wurde just justiziabel: Die Londoner Polizei hat Wikileaks-Gründer Julian Assange, 47, in der ecuadorianischen Botschaft verhaftet. Er hatte dort 2012 Zuflucht gesucht, die ecuadorianische Regierung hat ihr Asyl nun entzogen. Die US-Behörden haben mittlerweile einen Auslieferungsantrag gestellt - Assange, Gründer der Plattform zur Veröffentlichung geheimer Daten, soll Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen haben, ein Passwort zu knacken. Bei einem Prozess in den USA drohen Assange bis zu fünf Jahre Haft.

Großbritannien dürfe Assange nicht schlechter behandeln als andere Whistleblower, fordert der DJV. Wenn er aus anderen Gründen verhaftet würde, müsse Großbritannien das mitteilen, so Frank Überall.
zeit.de (Manning), theguardian.com, sueddeutsche.de, djv.de