Meinung: 1&1 geht als großer Gewinner aus der 5G-Auktion.

5G-Frequenzen: 1&1 hat als einziger Anbieter Grund zur Freude am Ausgang der Versteigerung der 5G-Frequenzen, beobachtet Jonas Jansen. Telekom, Vodafone und Telefónica seien der Meinung, sie wären "ohne die lästige Konkurrenz aus Montabaur" viel günstiger davongekommen. Die Bundesnetzagentur und das Kartellamt erhofften sich durch den Neueinsteiger einen belebten Wettbewerb und sinkende Preise.
"FAZ", S. 22 (Paid), "FAZ", S. 26 (Kommentar, Paid)

Video-Tipp: Rezo wundert sich im "Neo Magazin Royale" über die Reaktionen von AKK.

Video-Tipp: Der YouTuber und CDU-Zerstörer Rezo besucht mit Jan Böhmermanns "Neo Magazin Royale" seine erste Talkshow – Einladungen bei Will, Plasberg und Lanz hätte er abgelehnt. Im Gespräch mit Böhmermann zeigt er sich verständnislos gegenüber der Reaktion von Annegret Kramp-Karrenbauer. Er habe sie grundsätzlich nicht verstanden und sagt: "Hätte ich meinen Text ausgedruckt und wäre auf dem Marktplatz gegangen, da hätte es auch keine Regeln gegeben."
zdf.de (ab Min 32:42), abendblatt.de, merkur.de

Zahl des Tages: Dem Bund fehlen 7,7 Mrd Euro für den Ausbau der Digitalisierung.

Zahl des Tages: Analoge 7,7 Mrd Euro fehlen dem Bund beim Ausbau der Digitalisierung – trotz der enormen Einnahmen bei der Versteigerung der 5G-Frequenzen in Höhe von 6,6 Mrd Euro. 11,7 Mrd Euro sollen allein in den Breitbandausbau fließen, 5 Mrd Euro in den Digitalpakt Schule. 2,4 Mrd Euro schlummern dafür im Digitalsfonds.
"FAZ", S. 17 (Paid)

Springer legt 2020 seine US-Unternehmen Insider und eMarketer zusammen.

Springer plant, seine US-Unternehmen Insider und eMarketer 2020 zusammenzuführen. Insider erreicht mit Business Insider, Markets Insider und der Nachrichtenmarke Insider weltweit mehr als 170 Mio Nutzer. eMarketer ist Marktforscher für Digital-Medien, -Marketing und -Handel. Beide Unternehmen sollen durch den Schritt im B2B-Geschäft wachsen.
axelspringer.com

EuGH: Googles Gmail ist kein elektronischer Telekommunikationsdienst.


Gewinner Google: Die Bundesnetzagenur verliert vor dem Europäischen Gerichtshof den Streit mit Google darüber, ob Gmail ein Telekommunikationsdienst ist. Die Netzagentur wollte Google wie Telefonnetzbetreiber und Internetprovider einstufen und forderte Schnittstellen für mögliche Strafverfolgungen. Der Konzern argumentierte, er biete seinen Nutzern keinen Internetzugang, betreibe keine Netze und könne deshalb die Datenübertragung nicht kontrollieren. Der EuGH folgt dieser Argumentation. Der Streit lief seit 2012 und über mehrere Instanzen.
haz.de

Klick-Tipp: Animation visualisiert Entwicklung populärster sozialer Netzwerke.

Klick-Tipp: The Next Web zeigt in einer anderthalbminütigen Animation Aufstieg, Fall und Entwicklung der populärsten sozialen Netzwerke in den letzten 15 Jahren – LinkedIn etwa war von Anfang an dabei, MySpace steigt erst auf und fällt dann ins Bodenlose, Facebook und WeChat wachsen immer weiter. Die zugrundeliegenden Daten stammen aus Geschäftsberichten und teilweise aus Schätzungen der Redakteure.
thenextweb.com

Berufe mit Zukunft: I wie Influencer – Riccardo Simonetti.


Alltag wird Content: Riccardo Simonetti zählt mehr als 200.000 Follower bei Instagram und ist damit einer der ganz großen in Deutschland. Anne-Nikolin Hagemann beschreibt Simonetti in unserer Berufe-Reihe als Influencer mit Sendungsbewusstsein über Product-Placement und Werbe-Deals hinaus: "gegen Homophobie und Rassismus, für Selbstliebe und Selbstfindung" – verpackt in eine abwechslungsreiche Show. Lesen Sie das ganze Interview hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen E-Paper des Buchs ab Seite 164.

Zitat: Arne Kirchem möchte Ad Fraud nicht als Sophisticated Invalid Traffic bezeichnen.

"Sophisticated Invalid Traffic finde ich ehrlich gesagt ein bisschen verniedlichend – das ist so, als würde man Ladendiebstahl Sophisticated Product Replacement nennen."

Unilever-Mediachef Arne Kirchem möchte Klickbetrug gern weiter beim Namen nennen – die Unterteilung zwischen "Non-Human-Traffic und gutartigen Bots" findet er jedoch angemessen, sagt er im "Horizont"-Interview.
"Horizont" 24/2019, S. 4 (Paid)

5G: Auktion ist abgeschlossen und spült 6,6 Mrd Euro in die Staatskassen.


Vernetzt: Die Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G ist abgeschlossen und bringt dem Staat eine Finanzspritze von 6,6 Mrd Euro. Telekom, Vodafone, Telefónica und erstmals auch 1&1 zahlen damit deutlich mehr als die von Experten erwarteten 3 bis 5 Mrd Euro. Das Geld soll nun in die Digitalisierung fließen und u.a. den Breitbandausbau auf dem Land vorantreiben.

Die Telekom ist nun 2,17 Mrd Euro leichter, Vodafone gibt für die Frequenzblöcke 1,88 Mrd Euro aus, Telefónica zahl 1,42 Mrd Euro und 1&1 kommt auf 1,07 Mrd Euro. Die Auktion hat zwölf Wochen gedauert und sich über 497 Verhandlungsrunden hingezogen. Bei der letzten Mobilfunk-Auktion im Jahr 2015 wurden 5,08 Mrd Euro erlöst.
sueddeutsche.de

Klick-Tipp: Mary Meekers Internet Trends für 2019.

Klick-Tipp: Internet-Versteherin Mary Meeker legt ihre alljährlichen Internet Trends vor. Kernaussagen des spannendsten Powerpoint-Vortrags der Tech-Welt sind ein verlangsamtes Wachstum im E-Commerce, höhere Werbevolumina, mehr Freemium-Aboangebote. Seit dem letzten Bericht hat sie das Venture-Traditionshaus Kleiner Perkins verlassen und einen eigenen, über 1 Mrd schweren Fonds gegründet.
techcrunch.com

Immobilien-Startup McMakler sammelt 50 Mio Euro ein.

McMakler bekommt 50 Mio Euro von Investoren, die bisher höchste Summe eines Immobilien-Startups. Mit dem Geld will das Unternehmen seine Maklerplattform in Europa sowie die Teams in Deutschland, Österreich und Frankreich ausbauen. Hanno Heintzenberg und Lukas Pieczonka haben McMakler 2015 von gegründet: Hausbesitzer können ihre Immobilien verkaufen, ein Algorithmus errechnet ihnen eine Preisschätzung.
handelsblatt.com

Digital News Report: Instagram ist wichtigste News-Quelle der Jugend.

Digital News Report: 47 % der Deutschen trauen den Nachrichten allgemein, 60 % den Quellen, die sie selbst nutzen, steht im jährlichen frühsommerlichen Datensalat des Reuters Institute. Nur 16 % der befragten 2022 Deutschen trauen Nachrichten auf Sozialen Plattformen, 27 % den Nachrichten, die sie über Suchmaschinen finden. 75 % der Nutzer zwischen 18 und 24 benutzen WhatsApp, 73 % YouTube. Ihre Nachrichten beziehen darüber allerdings nur 10 % bzw. 22 % der jungen Leute. Meistgenutzte Nachrichtenquelle unter den Sozialen Plattformen ist in dieser Altersgruppe Instagram mit 23 %.
digitalnewsreport.org

Zitat: P7S1-Chef Max Conze hält Werbung weiterhin für ein fantastisches Geschäftsmodell.

"Werbung ist ja nach wie vor ein fantastisches Geschäftsmodell. Damit verdienen Google und Facebook ihr Geld."

Max Conze, Vorstandschef von ProSiebenSat.1, sagt im "Welt"-Interview, dass der Streaming-Dienst Joyn werbefinanziert zuerst Masse aufbauen soll.
welt.de, turi2.de (Background)

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Wir haben jetzt die richtigen Leute an den richtigen Positionen. Richtig heißt, dass das nicht Leute sein müssen, die wissen, wie das Fernsehgeschäft vor 20 Jahren funktionierte, sondern dass die frei denken können, ihr Blick und ihre Neugierde in die Zukunft gerichtet sind."

"Mich stört aber die defätistische Behauptung, die deutsche Unterhaltungsbranche wäre am Ende und morgen wäre die Welt von Netflix beherrscht. Das ist Blödsinn."

Digitalwirtschaft lehnt Klarnamen-Pflicht im Netz ab.

Klarnamen-Pflicht im Internet, wie aktuell von Annegret Kramp-Karrenbauer gefordert, wäre eine "unverhältnismäßige Maßnahme" gegen Hasskommentare, würde diese aber nicht verhindern, sagt Oliver Süme (Foto), Chef des Internet-Verbands Eco, dem "Handelsblatt". Bernhard Rohleder vom IT-Lobbyverband Bitkom sieht anonyme Dienste wie Portale zur Bewertung von Arbeitgebern in Gefahr.
handelsblatt.com (Paid)

US-Generalstaatsanwälte wollen gegen Fusion von T-Mobile und Sprint klagen.

Telekom muss um die Fusion ihrer Tochter T-Mobile US mit dem Konkurrenten Sprint fürchten. Die Generalstaatsanwälte aus zehn US-Bundesstaaten haben eine Klage gegen den Zusammenschluss eingereicht. Sie fürchten u.a. steigende Mobilfunkpreise durch weniger Konkurrenz. Die Telekom-Aufsicht FCC befürwortet den 26 Mrd Dollar schweren Deal.
handelsblatt.com (Paid), mediapost.com

Meinung: E-Sports-Publikum ist jung und nicht kommerzkritisch.

Hör-Tipp: E-Sport braucht das klassische Fernsehen nicht, um seine Zielgruppe zu erreichen, sagt Jung-von-Matt-Manager Carl Kuhn im "Horizont"-Podcast mit Giuseppe Rondinella. TV könne für die Tastatur-Athleten aber neue Zielgruppen erschließen. Sponsoren sind bei Spielern und Fans nicht nur willkommen, gelegentlich würden sie auch frenetisch bejubelt. In Sachen Doping- und Cheat-Kontrolle seinen die Veranstalter inzwischen ähnlich streng wie bei klassischen Sportarten.
soundcloud.com (48 Min)

Meinung: Verleger-Protektionismus schadet Journalisten.

Verlegerverbände weltweit nutzen gerade ihr politisches Kapital nach Kräften, um ihre Geschäftsmodelle durch Gesetze schützen zu lassen, statt den Wandel zu gestalten, kritisiert Jeff Jarvis. Die Gesetze zielten zwar auf Google, Facebook und Twitter, träfen aber das gesamte Internet. Journalisten sorgten sich zu Recht, dass Google künftig seltener auf ihre Artikel verlinken wird.
medium.com

Bundestag will Social Media stärker für Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Bundestag setzt künftig in der Öffentlichkeitsarbeit stärker auf Social Media, schreibt "Welt". Twitter und Instagram wolle der Bundestag "sobald wie möglich" nutzen, sofern keine datenschutzrechtlichen Bedenken dagegensprechen. Noch würden Ressourcen fehlen, um die Accounts inhaltlich zu bespielen. Im Oktober wolle eine Projektgruppe prüfen, ob auch Facebook und WhatsApp gemäß DSGVO genutzt werden könne.
"Welt", S. 11 (Paid), finanznachrichten.de, turi2.de (Background)

Netzbetreiber wollen der Bundesnetzagentur die Frequenzvergabe entziehen.

5G: Vertreter von Deutscher Telekom, Vodafone und Telefónica werfen der Bundesnetzagentur handwerkliche Fehler vor, schreibt das "Handelsblatt". Die Netzbetreiber nehmen den Abgang dessen Abteilungsleiters zum Anlass, die Zuständigkeit der Frequenzvergabe anzuzweifeln. Stattdessen solle die Regierung den Unternehmen die Frequenzen bei freiwilligen Ausbauverpflichtungen vergeben.
handelsblatt.de (Paid)

Grüne wollen Amazon den Retour-Müll verbieten.

Ist das Retour oder kann das weg? Die Grünen wollen Versandhändlern wie Amazon verbieten, von Kunden zurückgeschickte Neuware zu vernichten, melden die Funke-Zeitungen. "Wir erleben eine Perversion der Wegwerfgesellschaft", sagt Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Hier sei der Staat gefordert. Die Rücksendungen belasteten durch zusätzliche Transporte nicht nur das Klima, häufig werde zurückgegebene Ware trotz Funktionsfähigkeit aus Kostengründen entsorgt. Die Grünen fordern, zurückgesendete Ware etwa über Sozialkaufhäuser zu verschenken.

Amazon wehrt sich gegen den Vorwurf, leichtfertig Retouren zu vernichten. Union und FDP wollen das Problem ohne Verbote lösen. Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer warnt im "Handelsblatt" vor mehr Bürokratie. Es sei falsch, "gleich die Verbotskeule zu schwingen". 2018 schickten die Deutschen rund 487 Mio Artikel wieder zurück, sagt eine Studie der Universität Bamberg. In Frankreich soll es Onlinehändlern bereits ab Sommer verboten werden, zurückgesandte Waren zu vernichten.
manager-magazin.de, faz.net, handelsblatt.de

Kim Dotcom wehrt sich gegen Auslieferung an die USA.

Megaupload: Der Rechtsstreit um eine Auslieferung des deutschen Internet-Unternehmers Kim Dotcom an die USA geht in die entscheidende Phase, schreibt die dpa. Vor Neuseelands Oberstem Gerichtshof beginnt das Berufungsverfahren. Die USA verklagen den Gründer der Internet-Plattform Megaupload wegen Verletzung von Urheberrechten und Geldwäsche. Dotcom lebt seit 2010 in Neuseeland.
stern.de, turi2.de (Background)

Hans Ippisch verlässt Marquard Media, wechselt in die Spiele-Industrie.


Nächstes Level: Hans Ippisch und Marquard Media gehen nach 28 Jahren getrennte Wege. Ippisch war bis Ende 2018 Geschäftsführer der Computec Media Group in Fürth, seit dem Jahreswechsel wirkt er im Management Board des Mutterunternehmens Marquard Media in der Schweiz. Neue Herausforderungen sucht der Journalist und Verlagsmanager nun in der Spiele-Industrie. Als President European Operations soll Ippisch für den US-Spieleentwickler Intellivision von Nürnberg aus eine Europa-Dependance aufbauen. Intellivision will im Oktober 2020 eine familienfreundliche Spiele-Konsole weltweit auf den Markt bringen.
turi2 – eigene Infos

Hör-Tipp: Goldmedia-Chef gibt Einblick in Streaming-Marktforschung.

Hör-Tipp: Serienjunkies-Redakteurin Hanna Huge spricht mit Florian Kerkau (Foto) über Streamingdienste. Der Goldmedia-Chef hat deren Nutzerverhalten untersucht. Die US-Konzerne veröffentlichen kaum Abonnentenzahlen. Mit Start von Netflix und Amazon Prime verlieren die deutschen Anbieter Marktanteile, beobachtet Kerkau.
serienjunkies.de (87-Min-Audio)

Kramp-Karrenbauer fordert Klarnamenpflicht im Internet.

Social Media: Annegret Kramp-Karrenbauer fordert eine "strengere Netiquette" und Klarnamenpflicht im Internet, schreibt "Bild am Sonntag". Hasskommentare wie nach dem Tod des Politikers Walter Lübcke seien ein "Anschlag auf die Grundregeln des Zusammenlebens". Die CDU-Vorsitzende wolle wissen, "wer hinter solchen Kommentaren steckt".
"Bild am Sonntag", S. 4-6 (Paid), golem.de