"Wir brauchen digitale Bildung": SAP-Vorstand Christian Klein über den Wandel im Software-Konzern.


Noch immer Neuland: SAP-Vorstand Christian Klein ist seit Studientagen ein Teil des Software-Konzerns – und erlebt auch im digital geborenen Unternehmen stetigen Wandel. Doch Klein fürchtet, dass ihm bald die Mitarbeiter ausgehen, berichtet er beim "Focus" Inner Circle in Berlin. Programmieren und vernetztes Denken – "das müssen Schulen und Universitäten in ihre Lehrpläne aufnehmen", sagt Klein im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv. Intern bildet SAP etwa in Künstlicher Intelligenz weiter: "Auch für viele unserer Mitarbeiter sind diese neuen Technologien Neuland."

SAP, 1972 gegründet, habe gerade in den vergangenen Jahren massive Neuerungen erlebt: Unternehmen legen ihre Daten in die Cloud, wollen alle SAP-Dienste auch auf Smartphones nutzen – und nun steckt Künstliche Intelligenz in immer mehr Produkten. "In der heutigen Zeit ist es schon sehr, sehr spannend in der IT-Branche", meint Klein, der selbst am Konzept des intelligenten Unternehmens bastelt – sprich: mehr Agilität im Alltag: "Die Kunden erwarten ein individualisiertes Produkt. Sie erwarten möglichst noch am nächsten Tag eine schnelle Lieferung."
turi2.tv (4-Min-Interview auf YouTube)

"Tech-Konzerne zu zerschlagen wäre saudumm": Frank Thelen will lieber "deutschen Champion" aufbauen.


Anpacken statt verbieten: Investor Frank Thelen findet es schlicht "saudumm", massiv wachsende Internet-Unternehmen wie Google und Facebook zwangsweise aufzuspalten. Thelen geht unternehmerisch an die Sache und kündigt im Video-Interview beim "Focus" Inner Circle an, in Deutschland einen Innovations-Champion aufbauen zu wollen. Sein Fokus liegt auf Blockchain, Energie und digital vernetzter Mobilität. Deshalb tritt Thelen bei der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" kürzer: "Ich will mich jetzt mehr auf Zukunftstechnologien konzentrieren."

Thelen warnt die wirtschaftlich florierende Gesellschaft vor zu viel Gelassenheit: "Uns geht es heutzutage noch sehr gut. Industrien, die wir haben, wie die Autoindustrie, die blühen noch. Die werfen noch tolle Gewinne ab. Aber das wird sich sehr bald ändern." In den neuen Leit-Industrien sei Deutschland hinten dran, obwohl es an der Zeit sei, ein Gegengewicht zu GAFA (Google, Apple, Facebook, Amazon) aus den Vereinigten Staaten und BAT (Baidu, Alibaba, Tencent) aus China aufzubauen. Aber: "Erstmal müssen wir überhaupt digital werden", sagt Thelen im Video von "Horizont" und turi2.tv.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Frank Thelen über die notwendige Digitalisierung der kompletten Verlagswelt.

"Ein gesellschaftliches Phänomen" – Benedikt Wenck ist E-Sport-Koordinator der dpa.


Der will nicht nur spielen: Benedikt Wenck ist E-Sport-Koordinator der dpa. Im Sportressort kümmert er sich um die Profi-Athleten an der Tastatur. Wenck erläutert im Video von Horizont und turi2.tv, weshalb virtuelle Ballerspiele mehr als Freizeitvertreib sind: Profis verdienen Millionen – und pushen sich teils durch Doping. Wenck sagt: "Über gesellschaftliche Phänomene sollten wir ernsthaft berichten."

Die dpa bietet Online-Medien einen Newsfeed zu E-Sport-Themen an, bis Februar zum Testen kostenlos. "Bild" und "Mindener Tageblatt" probierten die neuen News von der nüchternen Nachrichtenagentur aus. Wenck ist selbst Zocker und beobachtet die Szene schon lange. Ein interner Blog-Beitrag löste seine Beförderung zum journalistischen Kapitän für digitale Leibesübungen aus.
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Korrektur:


"Sie sehen, ich lebe noch": Wie Bahn-Chef Richard Lutz die Medien erlebt.


Lutz nimmt's locker: Richard Lutz ist der Buhmann der Bahnfahrer – als Chef der Deutschen Bahn muss er den Kopf für alle Probleme hinhalten. Wie nimmt er die Berichterstattung wahr, fragen "Horizont" und turi2.tv bei der dpa-Chefredaktionskonferenz. Lutz antwortet pragmatisch-ironisch: Er lebe noch. Einen Bogen um die Presse macht er nicht, wohl aber um Social Media: "Für Twitter, Facebook und andere Dinge bin ich wahrscheinlich schon zu alt", sagt der 54-Jährige.

Werktags vertraut Lutz auf den dicken Pressespiegel der Bahn und liest meist digital, am Wochenende hält er bevorzugt Papier in der Hand. Er sieht in den Medien ein Stimmungsbarometer. "Wir sind ja kein abgehobenes Unternehmen", sagt er. "Man muss ein Gefühl dafür kriegen, wie dieses Unternehmen draußen wahrgenommen wird." Um die Stimmung in den sozialen Netzwerken macht er dabei, womöglich sicherheitshalber, einen Bogen.
turi2.tv (2-Min-Interview)

"A face for Africa": Deutsche-Welle-Journalistin Edith Kimani im #Medienmenschen-Porträt.


Die Botschafterin: Edith Kimani ist das afrikanische Gesicht der Deutschen Welle. Als Reporterin bereist die Kenianerin den Kontinent, als Moderatorin präsentiert sie die internationalen DW News. turi2.tv begleitet Kimani durch ihren Berliner Kiez und ins Studio. Kimani liebt den Kick, wenn der Countdown tickt – und erzählt von den traurigen Momenten, als sie ins kalte, fremde Deutschland kommt: "Ich habe einen Monat geweint."

Längst ist sie in Deutschland angekommen und sich ihrer Rolle bewusst. In ihrer Heimat hat sie Fans und Beobachter. "Die Leute sagen: Es ist so schön, ein schwarzes Gesicht zu sehen. Dieses Repräsentieren ist wichtiger, als Sie sich vorstellen können." Mit mehreren hunderttausend Followern hat Kimani auch eine laute Stimme auf Twitter und Instagram. Sie sieht Social Media als die großartige Seite der Globalisierung – nicht zuletzt, weil sie online ganz schnell Zuhause sein kann, wenn sie das Heimweh wieder packt.
turi2.tv (6 Min, Englisch mit deutschen Untertiteln)

Aus der #Medienmenschen-Reihe: Niddal Salah-Eldin im Video-Porträt.

"Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.


Freien auf die Finger schauen: Die "Welt" lernt aus dem Fall Claas Relotius. Chefredakteur Ulf Poschardt will "strengere Maßstäbe" an freie Mitarbeiter anlegen – und Fotos von Reisen und Gesprächen einfordern, um Geschichten zu checken. Poschardt sagt im Gespräch mit Peter Turi aber auch, der Fall Relotius sei "ein 'Spiegel'-Problem". Das komplette Gespräch zur "Welt"-Zukunft, zu Social Media und der Zukunft des Journalismus steht jetzt als Video online.
turi2.tv (46-Min-Video), turi2.de/podcast (nur Audio)

Die Themen zum direkten Reinspringen:

0:00 ... die Döpfner-Debatte: Stellen Springer-Journalisten das Twittern ein?

4:55 ... was er mit Social Media macht – und was Social Media mit ihm macht.

7:33 ... was Journalisten müssen: über Provokation, Hartnäckigkeit, Haltung.

11:26 ... seine Erfolge und Misserfolge.

15:00 ... über journalistische Qualität und den Fall Relotius.

18:02 ... was "Welt" aus dem Fall Relotius lernt.

21:23 ... vor welchen Herausforderungen "Welt" steht: Digitale Abos und Leser loyalisieren.

25:20 ... über "Welt"-Journalisten und den Nachwuchs.

31:00 ... wie Online, Print und TV zusammenspielen.

34:28 ... der Newsroom: was im neuen Haus anders wird.

42:16 ... über Experimentierlust und Fehlerkultur.

Das Gespräch gibt es auch zum Anhören als turi2 podcast:

turi2 podcast: Wie "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt Leser loyalisiert.


Ein Mann von "Welt": Ulf Poschardt ist Chefredakteur der crossmedialsten Redaktion Deutschlands. Unter dem Dach einer Marke versammeln sich News-Site und Apps, Zeitungen und Hochglanz-Beilagen, Podcasts und ein TV-Sender. Im turi2 podcast bespricht Poschardt mit Peter Turi, wie er in diesem Gewirr die wichtigste Aufgabe meistert: digitale Leser zu loyalisieren.

Poschardt nutzt dafür auch seinen Twitter-Account – weshalb er seinem Vorstandschef Mathias Döpfner sanft widersprechen muss. Döpfner empfahl gerade öffentlich "allergrößte Zurückhaltung", denn es werde "viel zu schnell geschrieben, was am Ende der Marke abträglich ist".
Das komplette Gespräch ist jetzt als Audio-Podcast verfügbar auf turi2.de, bei Spotify und iTunes.
turi2.de/podcast, spotify.com, itunes.apple.com

Ina Karabasz macht das "Handelsblatt" fit für die Bühne.


Journalismus im Show-Format: Das "Handelsblatt" baut auf Veranstaltungen – und will sie künftig journalistischer gestalten. Redakteurin Ina Karabasz konzipiert derzeit Live-Formate für die Bühne und erzählt im turi2.tv-Video, wie sie Kollegen auf ihren großen Auftritt vorbereitet. Karabasz glaubt an learning by doing, um eine "Peinlichkeitstoleranz" zu entwickeln. Sie erwarte keine perfekten Moderatoren, sondern authentische Redakteure, die vor Publikum ihre Arbeit machen.

Karabasz hat die Aufgabe als Live-Leiterin von Jessica Schwarzer übernommen und will Besuchern von "Handelsblatt"-Veranstaltungen "zeigen, was wir als Journalisten machen". Journalisten sollten live auf der Bühne ähnlich arbeiten wie beim Schreiben von Artikeln. Ein Artikel habe einen Spannungsbogen – den könne man auch auf die Bühne bringen, sagt Karabasz. Das "Handelsblatt" veranstaltet zahlreiche Fachkonferenzen, Jahrestagungen oder Gespräche auf der Dachterrasse des Medienhauses – teilweise exklusiv für Mitglieder des Wirtschaftsclubs.
turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Das große Interview mit "Handelsblatt"-Geschäftsführer Frank Dopheide (einzelne Themen anklicken oder als Audio-Podcast hören).

"Jammern verboten": Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt.


Esser kann's besser: Bei der "Zeit" steigen die Umsätze, der Abonnenten-Stamm ist stabil. Geschäftsführer Rainer Esser steht als Person für diesen Erfolg und erläutert seine Rezepte im ausführlichen Interview von Peter Turi. Esser spricht über Diversität, Diversifizierung – und warum seine Journalisten keinen Grund zur Klage haben. Das Gespräch ist nun als Video verfügbar. Unten lassen sich einzelne Themen gezielt anklicken. Wer nur hören möchte, findet das Gespräch im turi2 podcast – sowie direkt bei Spotify und iTunes.

Rainer Esser spricht mit Peter Turi über ...

0:57 ... sich, seinen Job und 80-Stunden-Wochen

4:17 ... das Geschäft mit den "Zeit" Reisen

6:20 ... Unternehmenskultur und Diversität

7:20 ... die Bezahlung der (freien) Journalisten

9:00 ... seine weitere Karriere und die Holtzbrinck-Brüder

10:47 ... Profitabilität und Erfolg der Marke "Zeit"

16:12 ... den "Zeit"-Leser-Club als Wertegemeinschaft

22:56 ... Wochen-Frequenz und andere Faktoren für Erfolg

26:18 ... den Weg der Kunden-Gewinnung

29:38 ... das Geschäft mit Events und Konferenz

33:08 ... die steigende Bedeutung neuer Geschäftsfelder

34:47 ... Anzeigenschwund und neue Modelle im Werbegeschäft

39:27 ... Print-Zukunft und die "Zeit" im kleinen Format

turi2.tv (44-Min-Gespräch bei YouTube), turi2.de/podcast

"Alles hinterfragen": Wie Verena Bahlsen das Keks-Business umkrempelt.


Kein Stein Keks auf dem anderen lassen: Verena Bahlsen hat eine feste Stimme, tausend Ideen und die Rückendeckung von Papa. Mit dieser Wucht rollt die 25-Jährige das Unternehmen Bahlsen von außen auf. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv spricht sie Klartext: "Wir können uns nicht in bestehenden Systemen weiterentwickeln." Ihre Thesen sorgen beim Innovation Day Food von Gruner + Jahr EMS für Aufsehen – auch, weil sie ganz nebenbei Pläne schmiedet, wie die Marke Bahlsen den mächtigen Supermarkt-Ketten die kalte Schulter zeigen kann.

Verena Bahlsen strebt auf den digitalen Marktplätzen eigene, starke Distributionskanäle für die Bahlsen-Produkte an: "Mein Vater predigt immer: Unabhängigkeit, Unabhängigkeit, Unabhängigkeit ist das Wichtigste für einen Unternehmer und wir sind nicht unabhängig", sagt sie mit Blick auf Rewe, Lidl und Co. Ihre vielen Gedanken laufen im Startup Hermann's zusammen, mit dem Bahlsen zugleich die Lebensmittelindustrie nachhaltiger gestalten will. Dabei stößt sie auch intern auf Widerstände, erzählt sie, denn nicht alle glauben, dass Disruption auch diese Branche erfasst. Verena Bahlsen aber sagt: "Wir denken alle, es passiert nicht, bis jemand anderes es gemacht hat."
turi2.tv (5-Min-Interview bei YouTube)

Zeitschrift wird Koch-Show: Jan Peter Lacher über "Essen & Trinken – Für jeden Tag".


Crossmediales Kochen: Jan Peter Lacher bestellt einen oft genutzten Fernseh-Acker neu. Sein Sender RTLplus dreht gerade "Essen & Trinken – Für jeden Tag", das ab Ende Januar ausgestrahlt wird. "Horizont" und turi2.tv treffen Lacher beim Innovation Day Food von Gruner + Jahr EMS, denn die Zeitschrift Essen & Trinken steht Pate und liefert die Rezepte: "Wir können von der unglaublichen kulinarischen Expertise profitieren", sagt Lacher und kündigt viele Wechselspiele zwischen TV, Heft und Online-Angebot an.

TV-Koch Tim Mälzer ist bereits "Essen & Trinken"-Herausgeber und nun Mitproduzent der Fernsehsendung, die im Studio seines Hamburger Restaurants Bullerei entsteht. Die Koproduktion unter dem großen Bertelsmann-Dach, crossmedial vermarktet vom Verbund der Ad Alliance, soll sogar ganz junges Publikum zum Best-Ager-Sender RTLplus lotsen: "Essen und Trinken ist als Thema generationenübergreifend geeignet. Die gleiche Erfahrung haben wir bei den Game-Shows gemacht."
turi2.tv (4-Min-Interview bei YouTube)

Babor-Managerin Isabel Bonacker begegnet Influencern und Zalando skeptisch.


Makellose Markenmacherin: Isabel Bonacker würde für ein kleines bisschen Reichweite nicht ihre Großmutter verkaufen. Die Managerin der Kosmetik-Firma Babor jubelt mit Vorsicht über digitale Möglichkeiten, erzählt sie im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv beim Verlage-Event Best4. "Wir müssen immer einlösen können, was wir mit der Marke versprechen", sagt Bonacker. Auf Instagram lenkt sie deshalb kein Geld in die Taschen unzähliger Influencer. Und im digitalen Regal von Zalando steht die Babor-Ampulle bewusst nicht zwischen zig anderen Produkten.

Bonacker baut weiterhin auf Print-Anzeigen, die aus ihrer Sicht ein sicheres Umfeld versprechen. "Wir haben in einer groß angelegten Marktforschung festgestellt, dass unsere Zielgruppe, unsere Verwenderin, die meist 35 aufwärts ist, liest und Print mag." Sie selbst fühlt sich manchmal selbst überfordert von der Flut digitaler Informationen und sieht die klassischen, analogen Medien als Lösung, weil sie mit solider Recherche und kuratierter Vorauswahl wieder für Übersicht sorgen können.
turi2.tv (4-Min-Interview auf YouTube)

Thalia soll zum Treffpunkt werden: Buchhändler Michael Busch erklärt seine Anti-Amazon-Strategie.


Home sweet Buchhandlung: Thalia-Chef Michael Busch hadert nicht mit Amazon, sondern investiert. 300 Buchhandlungen sollen zu heimeligen "Treffpunkten in deiner Nähe" werden, sagt Busch im Video-Interview von turi2.tv. Seine Vision sind großzügige Wohnzimmer mit angeschlossenem Buchverkauf, das Personal nennt er "Botschafter geistiger Nahrung". Buschs optimistischer Ansatz: Er bekämpft den Online-Handel nicht, sondern studiert ihn und arbeitet an seinen eigenen Stärken.

Michael Busch, der am Vorabend des Interviews noch einen Film via Amazon gestreamt hat, meint: "Ich glaube, wir wären nicht so gut, wie wir heute sind, wenn Amazon nicht da wäre." Vom digitalen Riesen hat er den radikalen Fokus auf den Kunden gelernt. Der soll es möglichst gemütlich haben – auf Polsterstühlen im Laden, aber auch durch diverse Optionen, bei Thalia sein Geld loszuwerden. Die Thalia-Filialen neuen Typs befinden sich am Hauptsitz Hagen, in Leipzig und in Düsseldorf. Bei diesen Piloten werde nicht alles gut sein, aber Busch will im Weihnachtsgeschäft lernen und das verbesserte Konzept dann wie in der modernen Software-Entwicklung global "ausrollen".
turi2.tv (4-Min-Interview bei YouTube)

Telekom-Mediachef Norman Wagner steckt Print noch nicht ins Altpapier.


Media Magenta: Norman Wagner lenkt seit August die Werbe-Millionen der Telekom. Der neue Head of Group Media hat den Verlagen zu ihrem Event Best4 eine frohe Botschaft mitgebracht: In Sachen Print-Werbung ist nicht alles schlecht. Wagner sagt im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv: "Papier schafft eine Nutzungssituation, die offener für Werbung macht." Wird die Telekom also verstärkt in Print investieren? Eher nicht. Denn die Telekom-Produkte würden immer digitaler – und der Weg von der digitalen Anzeige zum Online-Shop ist kürzer.

Wagner gibt im Interview zu verstehen: Er strebt bei der Telekom eine Evolution an, aber gerade keine Revolution. Vorgänger Andreas Nassauer hat kurz vor dem Wechsel vieles umgebaut, die Telekom hat etwa strategische Entscheidungen über ihr Media-Geschäft wieder ins Haus geholt, statt an Mediaagenturen auszulagern. Norman Wagner will jetzt Detailfragen in den Fokus nehmen: etwa die Markenführung auf den digitalen Kanälen verbessern und Nutzung und Wirkung digitaler Werbung besser erforschen.
turi2.tv (4-Min-Interview bei YouTube)

Auch bei turi2.tv: Telekom-Chef Timotheus Höttges verspricht funklochfreies Deutschland – sogar im Zug.

"Unsere Influencer sitzen in der Redaktion": BurdaStyle-Chefin Manuela Kampp-Wirtz baut auf ihre Marken.


Noch nicht aus der Mode: Manuela Kampp-Wirtz wacht als Chefin von Burdas Style-Segment über zahlreiche Medien zu den schönen Seiten des Lebens. Doch die frisch geföhnte Welt von "Elle", "InStyle" und "Harper’s Bazaar" steht besonders unter Druck, seit Internet-Stars sich exzessiv beim Wimpern tuschen filmen. Kampp-Wirtz nimmt die Konkurrenz im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv gelassen: Ihre Mode-Experten säßen weiter in der ersten Reihe vor dem Laufsteg. "Wir haben Expertise, unsere Influencer sitzen in der Redaktion."

Kampp-Wirtz vertraut auf starke Traditionsmarken – zu denen neben den Fashion-Titeln auch "Bunte" und "Freundin" gehören. Sie macht die Marken lieber selbst zu Plattformen, auf denen Influencer stattfinden. Zu Veranstaltungen wie der InStyle Lounge lade Burda selbst Influencer ein, ebenso zahlende Werbekunden und Publikum. Die Burda-Zeitschriften versuchen Instagram und Co zu nutzen, statt sich ausnutzen zu lassen. Mit ihrem Team denkt Kampp-Wirtz auch schon einen Schritt weiter: Burdas Mode-Marken sollen auch auf Sprachassistenten präsenter werden, weil Alexa in immer mehr Haushalten zur Mitbewohnerin wird.
turi2.tv (4-Min-Interview bei YouTube)

Telekom-Chef Timotheus Höttges verspricht funklochfreies Deutschland – sogar im Zug.

Erleben, ob's verbindet: Telekom-Chef Timotheus Höttges hofft auf eine rosamagentarote Zukunft, wenn seine Mobilfunkmasten erst einmal Internet im 5G-Netz bieten. Doch zuvor ist noch Fleißarbeit nötig: Schön wäre es vielerorts ja, überhaupt Netz zu haben. "Wir sind da dran, alle Funklöcher zu schließen", verspricht Höttges im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv beim Publishers' Summit des VDZ. Höttges gibt zu, dass erst kurz zuvor seine Telefonkonferenz einfach abbrach – kein Telekom-Netz mitten in Berlin. Techniker ist informiert.

Höttges sieht sich derzeit unter Druck von Politik, Behörden und der Wirtschaft. Er begrüßt zwar die Funkloch-Melde-App der Netzagentur, weiß aber selbst, dass die Telekom ihrem Anspruch mancherorts nicht gerecht wird. Auch die Ankündigungen großer Unternehmen, ihre Fabrik-Roboter lieber in Eigenregie mit 5G-Netz zu versorgen, nimmt Höttges äußerlich gelassen: "Es ist durchaus nachvollziehbar, dass Unternehmen ihre Industrieanlagen selber steuern wollen, das nicht aus der Hand geben wollen und dafür den 5G-Standard nutzen", lautet die verständnisvoll-diplomatische Reaktion für die Kamera.
turi2.tv (3-Min-Interview bei YouTube)

Wirtschaftsminister Peter Altmaier macht sich für "Super-Mediathek" stark.

Eine für alles: Wirtschaftsminister Peter Altmaier wirbt beim Publishers' Summit des VDZ für eine europäische Plattform der Publisher – unabhängig von Google und Facebook. Altmaier wird beim Video-Interview von turi2.tv und "Horizont" konkreter: Es solle eine "deutsche oder europäische Plattform mit weltweitem Anspruch" entstehen. Der CDU-Mann ermutigt die Branche, nicht nur nach Regulierung der Internet-Giganten zu rufen: "Entscheidend ist, dass man auf diesem Markt selbst in Erscheinung tritt, dass man selbst um Kunden und Marktanteile kämpft."

Für Altmaier geht es um die Frage, "ob wir selbst etwas gestalten oder ob wir uns von Plattformen, die aus anderen Rechtskreisen kommen, die aus anderen Kulturkreisen kommen, die Regeln vorgeben lassen." Er sieht höchste Zeit im europäischen Verbund zu handeln, da sich Google und Facebook bereits 60 % der Online-Werbeeinnahmen teilen würden. Der verlegerfreundliche Altmaier sicherte dem VDZ auch in seiner Rede Unterstützung zu und beschwichtigt im anschließenden Interview, dass Regulierungen für die Internet-Branche erfolgreich auf dem Weg seien.
turi2.tv (3-Min-Interview bei YouTube)

Media-Impact-Chef Hans Hamer: Warum Anzeigenverkäufer heute Kreative und Berater sein müssen.

Kreativer Kohle machen: Hans Hamer zieht für Springer und Funke die Werbe-Euros an Land. Im Video-Interview von Peter Turi beschreibt der Chef des Vermarkters Media Impact, wie rasant sich sein Geschäft wandelt. Zu den digitalen Konkurrenten kommt eine weitere Herausforderung durch Werbekunden: "Wir als Vermarkter müssen immer mehr Kreativleistung bringen."

Umdenken muss Hamer auch bei den Werbeformaten. Die Ganzseite 4c in "Bild" ist nicht mehr das Maß aller Dinge – kultige Kampagnen, die jeder kennt, gebe es in der fragmentierten Medienwelt ohnehin kaum. Hamers Leute verkaufen Werbung auch digital-only, ohne nebenbei noch Print aufzuschwatzen. Gefragt sei Beratung, um gemeinsam mit dem Kunden zu verstehen, was er braucht: "Zuhören wird wichtiger als nur zu senden."
turi2.tv (15-Min-Gespräch auf YouTube)

Die Themen des Gesprächs gezielt zum Anklicken: Hans Hamer über ...
0:29 ... den Wandel seines Jobs
1:57 ... Herkunft und Werdegang
5:30 ... Influencer und digitale Werbung
7:28 ... Storytelling und Content Marketing
9:20 ... den Anzeigenverkäufer als Berater
10:26 ... seine Frage an Dieter Zetsche
11:00 ... seine Frage an Mark Zuckerberg
12:17 ... Events als Werbeträger
13:00 ... Luxus-Trend und Special Interest

Eva-Maria Bauch von G+J ist fasziniert von Künstlicher Intelligenz.


Roboter als Kollegen: Eva-Maria Bauch, Geschäftsführerin Digital Products bei Gruner + Jahr, will mithilfe von Künstlicher Intelligenz Journalisten Arbeit abnehmen – zum Beispiel beim Erstellen von Social-Media-Posts, Videos und Tabellen. Den Begriff "Roboterjournalismus" hört sie dabei aber gar nicht gerne: "Gespräche führen, Themen und Hintergründe rausfinden und das Ganze einordnen: Das wird in meinen Augen eine Maschine nie können", sagte Bauch im Interview mit Horizont und turi2.tv bei den Medientagen München. Bei Recherche und Kreativität sieht sie den Mensch der Maschine auch in Zukunft überlegen.

Beim Thema KI gehe es aber zunächst einmal darum, "Expertise und Know-How" in den verschiedenen Unternehmensbereichen aufzubauen, sagt Bauch. Dabei hat sie aber nicht nur Journalisten und Nutzer im Blick, sondern auch die Werbekunden: "Am Schluss geht es ja auch darum, dass wir unseren Journalismus finanzieren."
turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

RTL-Senderchef Frank Hoffmann verpackt relevante Themen unterhaltsam.


Unterhaltung mit Haltung: Frank Hoffmann, Senderchef von RTL, will kein Geld aus dem Gebührentopf, wünscht sich von der Politik aber mehr Anerkennung. "Wir haben relevante Themen nicht nur in den Nachrichten, sondern auch in den Soaps", sagt Hoffmann im Interview mit Horizont und turi2.tv bei den Medientagen München. Die täglichen Serien behandelten auch Gesellschaftsthemen wie häusliche Gewalt, Mobbing oder Organspende. Zudem stünden "Dschungelcamp" und "Bauer sucht Frau" täglich fünf Stunden Live-Magazine sowie Sendungen wie "Team Wallraff" oder das "Jenke-Experiment" gegenüber.

Den Kulturbegriff sieht Hoffmann von der "Bildungselite" zu eng definiert: "Für mich ist Kultur Bayreuth, aber eben auch Wacken." Kooperationen mit anderen Sendern oder Anbietern wie bei "Babylon Berlin" von ARD und Sky hat Hoffmann nicht auf der Agenda. Dabei hat Degeto-Chefin Christine Strobl im turi2.tv-Interview eine Kooperation mit RTL "und selbst dem ZDF" zumindest nicht ausgeschlossen. "Wir haben gerne die komplette Rechtekette, die wir auswerten möchten", sagt Hoffmann mit Blick auf die sendereigene Mediathek TV Now.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Julia Jäkel über Frauen-Fragen, Innovationen und die Kultur bei Gruner + Jahr – das ganze Interview.


Alles über Julia: Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel hat sich einen Abend Zeit genommen, um mit Peter Turi zu sprechen. turi2.tv dokumentiert das komplette Live-Interview von der Launchparty der turi2 edition #7 – sortiert nach Themen zum entspannten Durchklicken. Jäkel spricht über ihre hessische Herkunft und den ersten Berufswunsch Trucker-Fahrerin, gibt Einblick in Innovationen und ihre verzweifelten Versuche, einen Klingelton zu installieren. Sie spricht auch über Führung und Unternehmenskultur – und die brennende Frage, ob es geheime Frauen-Netzwerke der Macht gibt.
turi2.tv (53-Min-Video bei YouTube)

Hier geht es per Klick zu den einzelnen Themen. Julia Jäkel über:

3:26 ... ihren Job bei Gruner + Jahr
4:27 ... Herkunft und Kindheit
8:15 ... Gehalt und Familie
12:14 ... Frauen, Führung, Gender-Klischees
15:33 ... moderne Unternehmenskultur
18:24 ... Vergangenheit und Zukunft bei Gruner + Jahr
24:37 ... Innovationen bei Print
29:16 ... das neue Magazin "Guido"
32:45 ... den Trend Personalisierung
36:43 ... die Vermarktung
38:00 ... digitale Medien und Digitalverhalten
42:03 ... ihre Kritik an Internetkonzernen
48:00 ... ihre persönliche Zukunft
50:52 ... Frauen-Netzwerke der Macht

Für die turi2 edition #7 hat Julia Jäkel auch den Unterwegs-Fragebogen beantwortet:

"Angst ist keine Option": Journalistin Düzen Tekkal ist auch Aktivistin – weil die Freiheit gefährdet ist.


Die JournAktivistin: Düzen Tekkal reist zu den Wurzeln ihrer jesidischen Vorfahren – und wird Zeugin des unfassbaren Völkermords. Betroffen vom Leid ist aus der Journalistin eine politisch agierende Aktivistin geworden. Im Interview von turi2.tv und "Horizont" erklärt Düzen Tekkal, warum in diesen bewegten Zeiten Neutralität nicht immer möglich ist. Denn Menschenrechte und Pressefreiheit seien auch in Europa bedroht: Am 5. November laudatiert Tekkal postum ihren getöteten Kollegen Daphne Galizia und Ján Kuciak bei der Verleihung der Goldenen Victoria auf der Publishers’ Night des VDZ.

Tekkal bezeichnet sich selbst als Journalistin, Kriegsberichterstatterin und Aktivistin für Menschenrechte – der Übergang zwischen den Rollen ist fließend. Aus ihrer Doku Háwar entstand die Hilfsorganisation Hawar.help. "Es geht um den Völkermord an meiner Religionsgemeinschaft – da konnte ich nicht mehr neutral sein", sagt Tekkal. Sie gehe offen mit ihrer Betroffenheit um und lade Zuschauer ein, "durch ihre Brille" zu gucken. Dafür geht sie ganz nah ran: "Angst kann keine Option sein. Für mich als Journalistin ist der Weg da, wo die Angst ist."
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Storys statt Polit-Sprech: Wolfgang Ainetter krempelt die Kommunikation im Verkehrsministerium um.

Boulevard-Mann baut auf: Der frühere "Bild"-Journalist Wolfgang Ainetter hat die Kommunikation des Bundesverkehrsministeriums in Windeseile erneuert. Innerhalb von nur sieben Monaten ist ein Newsroom entstanden – intern "Neuigkeiten-Zimmer" genannt. Im turi2.tv-Video zeigt Ainetter, wo Pressesprecher und Social-Media-Team jetzt Hand in Hand arbeiten. Zusammen erzählen sie Geschichten rund um Superheld Minister Andreas Scheuer (CSU).

Dem Seitenwechsler geht es um die vielen Storys, von denen es im Verkehrsministerium besonders viele gebe: "Von den Flugtaxis bis zu Zügen mit Wasserstoffantrieb." Im Alltag gibt es aber Schwarzbrotarbeit zu erledigen. Derzeit dreht sich fast alles um den Dieselskandal. Bis zu 200 Journalisten-Anfragen pro Tag bremsen den Reform-Eifer und die Produktion selbst platzierter Social-Media-Storys.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Zum gleichen Thema: Verkehrsminister Andreas Scheuer zeigt turi2.tv sein Instagram-Zimmer.

Miriam Meckel will mit "Ada" ein Wirtschaftswunder schaffen.


Eine Zeitschrift als Lehrbuch: Miriam Meckel, Herausgeberin der "Wirtschaftswoche", will mit ihrer neuen Zeitschrift Ada mehr als nur Auflage am Kiosk machen. Im Video-Interview von turi2.tv erklärt sie die Ada-Strategie als Plattform, bestehend aus Veranstaltungen, Newsletter, Podcasts – und der Zeitschrift über digitale Weiterbildung. Ein Magazin über Digital-Themen zu drucken, ist für die Herausgeberin nicht abwegig: "In einem Moment, wo es kompliziert wird, muss man nicht nur lesen und verarbeiten, man muss auch begreifen", sagt Meckel und meint das ganz wörtlich. Eine Zeitschrift liefere, weil man sie anfassen könne, eine zusätzliche Dimension des Verstehens.

Inhaltlich versucht das Heft zu fassen, was kaum zu fassen ist: Künstliche Intelligenz, Blockchain, gefakete Realität und die Frage "Wie viel Roboter verträgt der Mensch" – ein insgesamt optimistischer, aber kritischer Rundumschlag, der künftig alle drei Monate am Kiosk liegen soll. Geld verdienen soll "Ada" nicht nur durch Verkäufe und Anzeigen. Geschäftsführer Frank Dopheide will mit dem Projekt für die Handelsblatt Media Group ein Stückchen aus dem 34 Mrd Euro großen Kuchen der beruflichen Weiterbildung schneiden, erklärt er im Gespräch.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Miriam Meckel hackt ihr Hirn – der komplette Talk mit Peter Turi.

Zitat: Frank Dopheide setzt auf Bildung statt auf Informationsvorsprung.

"Medien denken allen Ernstes immer noch, ihre Stärke sei Informationsvorsprung. Wo du denkst, Information in Zeiten großer Informationsüberflutung ... seid ihr irre?"

Handelsblatt-Chef Frank Dopheide will neue Erlösquellen mit Bildungsgeschäft erschließen. Im turi2.tv-Interview erklärt er das Projekt Ada.
turi2.tv (5-Min-Ausschnitt zu Ada), turi2.tv (40-Min-Video)

Handelsblatt wird zum Bildungs-Unternehmen: Das große Interview mit Frank Dopheide.


Germanys next Gabor: Die Handelsblatt Media Group hat den Schock des Gabor-Steingart-Ausscheidens allmählich verdaut. Im Video-Interview von turi2.tv meldet sich der neue, starke Mann: Frank Dopheide treibt viele Pläne voran. Der wohl wichtigste: Mit dem Projekt Ada soll Bildung zu einem Standbein der Mediengruppe werden. turi2 zeigt einen Ausschnitt (oben) sowie das komplette Gespräch (unten), geführt von Peter Turi.

Hinter Ada, einem Projekt mit Miriam Meckel, steckt ein aufwendiges Schulungsprogramm, das die große Wissenslücke unserer Zeit schließen soll: "Die technologische Entwicklung hat die eigenen Mitarbeiter abgehängt. Also bei uns im Unternehmen, aber fast in jeder Branche, in jedem Unternehmen", sagt Dopheide. Er hat zehn Unternehmen gewonnen, die jeweils 30 Mitarbeiter in das erste Ada-Programm schicken. Sie sollen mit Hausaufgaben, Veranstaltungen und "Deep Dives" innerhalb eines Jahres zu digitalen Leistungssportlern werden.
turi2.tv (5-Min-Ausschnitt zu Ada), turi2.tv (40-Min-Video)

Im 40-Minuten-Gespräch spricht Dopheide über seine Strategie und die Zukunft des Verlags. Ein Klick auf den jeweiligen Link führt zur Stelle im Gespräch. Dopheide über ...
00:28 ... den Abgang Gabor Steingarts
02:18 ... den Systemwechsel im Haus
03:45 ... seinen persönlichen Hintergrund als Werber
08:10 ... Geld verdienen mit digitalen Produkten
12:23 ... die strategische Ausrichtung
14:20 ... ein kostenpflichtiges Morning Briefing
21:18 ... das Handelsblatt als Bildungsunternehmen
25:30 ... das Modell hinter Ada
30:08 ... die Rolle der Journalisten darin
33:00 ... wie sich die Idee entwickelt hat
36:33 ... seine Prioritäten und Herausforderungen

Ralph Fürther: Sky stellt sich breiter auf für die Duelle mit Netflix und Amazon.

Alte Feinde, neue Verbündete: Der Bezahlsender Sky macht Schluss mit alten Fehden und nimmt neue Gegner ins Visier. Kommunikationschef Ralph Fürther sagt im turi2.tv-Interview anlässlich des Free-TV-Starts von Babylon Berlin, dass ARD und ZDF längst nicht mehr die Konkurrenz für den Pay-Sender sind. Die neue Serie ist die erste Co-Produktion zwischen Sky und der ARD, die Zusammenarbeit habe hervorragend funktioniert und könne Vorbild für weitere sein. Gefährlicher als die Wettbewerber auf dem deutschen Markt schätzt Fürther die Konkurrenz durch Netflix und Amazon ein. "Es braucht gute Kooperationen, um weiterhin Premium-Rechte erwerben zu können", sagt Fürther.

Sky hat die teuerste deutschsprachige Serie als erstes zeigen dürfen, satte zwölf Monate vor der ARD-Premiere. Als heimlicher Gewinner der Kooperation will er trotzdem nicht gelten: "Es gibt nicht 'den Gewinner'", sagt Fürther und gibt sich überzeugt, dass die Serie nicht nur ein Erfolg für Sky wird, sondern auch in der ARD. Fürther denkt indes schon weiter: Die zweite Staffel der Serie ist bei Sky bereits gelaufen, die Dreharbeiten für die dritte beginnen im November.
turi2.tv (4-Min-Interview)

"Mit dem Skandal umgehen": "stern"-Chef Christian Krug über die Lehren aus den "Hitler-Tagebüchern".


Ein Weckruf für den "stern": Das Magazin "stern" zeigt Samstag zum ersten Mal die gefälschten Hitler-Tagebücher – rund 1.000 Gäste haben sich die Fälschungen angeschaut. Chefredakteur Christian Krug will 35 Jahre nach dem Skandal "gelassener" und "humorvoll" mit dem Schandfleck umgehen, sagt er im Video-Interview von turi2.tv.

Krug will aus dem Skandal Lehren für heute ableiten: "Es gibt PR-Abteilungen und Regierungsstellen, die uns jeden Tag Fake News verkaufen wollen." Der "stern" habe jahrelang recherchiert, welche Mechanismen damals versagt hätten und etwa die Dokumentation neu aufgestellt. "Damals war den Leuten nicht nach Gelassenheit", sagt Krug und erklärt damit die späte Öffnung des Tresors.
turi2.tv (4-Min-Video)

"Wir sind verwundbar": Mathias Döpfner über Springers Schwachpunkte.


Weitsicht durch Vorsicht: Auch Digital-Primus Springer hat seine Schwächen, muss Vorstandschef Mathias Döpfner einräumen. Im Video-Interview von Peter Turi spricht er über die drei Eigenschaften, die ihn verunsichern. "Zweckpessimismus" hat bei Döpfner Methode. Er sagt: "Only the paranoids will survive."

Die stets selbstkritische Sicht auf die Situation diszipliniert – und lässt den Zweimeter-Mann nicht noch weiter wachsen: "Ich gehe immer davon aus, dass Dinge schief gehen können." Schief gehen könne auch noch das Experiment, ein Geschäftsmodell für digitalen Journalismus zu finden. Dass sich Journalismus im Netz finanzieren lasse, sei "eine Hypothese, keine Gewissheit".
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), turi2.tv (37-Min-Video)

Mathias Döpfner und Peter Turi reden insgesamt 37 Minuten. Beim Klick auf die folgenden Links geht es direkt zu den Themen: Döpfner über ...
1. ... Kunst und Technologie
2. ... seinen Karriereweg
3. ... seine Musikleidenschaft
4. ... Strategie, Tempo, Veränderungen
5. ... Paranoia und Zweckpessimismus
6. ... Springers wunde Punkte
7. ... Journalismus-Geschäftsmodelle
8. ... moderne Unternehmenskultur
9. ... Springer in zehn Jahren
10. ... das TV-Geschäft
11. ... neues Geschäft und technische Innovation
12. ... die Zukunft für Print
13. ... seinen Medienkonsum

"Weltweit führender Digitalverlag": Mathias Döpfner und sein Zehn-Jahre-Plan für Springer.

Eine echte Größe: Mathias Döpfner strebt mit Springer die Weltherrschaft an – im geschäftlichen Sinne. Aus Springer soll in den kommenden zehn Jahren der "weltweit führende Digitalverlag" werden, sagt Döpfner im Video-Gespräch mit Peter Turi. Er hat große Visionen für Business Insider, setzt auf digitale Kleinanzeigen und die Transformation der Traditionsmarken – Print kommt in seinen Plänen kaum noch vor. Und auch immer weniger am eigenen Frühstückstisch: Von einst 14 Zeitungen hat er einige abbestellt.

Die Zukunft des Gedruckten will der amtierende Zeitungsverleger-Präsident Döpfner "ganz nostalgiefrei sehen", Achtungserfolge wie "Landlust" sieht er als Ausnahme. "Das geht solange es geht, irgendwann geht es fast nicht mehr." Alle einst reinen Zeitungs-Marken würden auch zu Fernseh- und Radiosendern. Das klassische TV ist für Döpfner kein spannendes Konzept mehr, die Wunden der gescheiterten Fusion mit ProSiebenSat.1 sind allmählich verheilt.
turi2.tv (5-Min-Ausschnitt), turi2.tv (37-Min-Video)

Döpfner und Peter Turi reden in 37 Minuten auch über Musik, Paranoia und Döpfners musikalische Leidenschaft. Unten finden Sie das komplette Video. Beim Klick auf die folgenden Links geht es direkt zu den Themen: Döpfner über ...
1. ... Kunst und Technologie
2. ... seinen Karriereweg
3. ... seine Musikleidenschaft
4. ... Strategie, Tempo, Veränderungen
5. ... Paranoia und Zweckpessimismus
6. ... Springers wunde Punkte
7. ... Journalismus-Geschäftsmodelle
8. ... moderne Unternehmenskultur
9. ... Springer in zehn Jahren
10. ... das TV-Geschäft
11. ... neues Geschäft und technische Innovation
12. ... die Zukunft für Print
13. ... seinen Medienkonsum

Video-Rundgang: Andreas Ludwigs führt durch den Axel Springer Neubau.


Zukunft aus Beton: Ein Dutzend Stockwerke Rohbau recken sich neben der alten Springer-Zentrale in die Höhe. Baustellen-Boss Andreas Ludwigs führt turi2.tv mit der Kamera durch den imposanten Neubau. Ludwigs zeigt das riesige Atrium, das begehbare Dach und das künftige Fernsehstudio, aus dem "Welt" live vor der Kulisse des Newsrooms senden wird.

Ludwigs Leute – beteiligt sind rund 130 Baufirmen – liegen völlig untypisch für Berlin im Zeit- und Kostenplan – das ausführende Unternehmen Züblin kommt aus Stuttgart. Sie bauen bis Ende 2019 Arbeitsplätze für 3.500 Menschen auf 52.000 Quadratmetern. Der Entwurf des Architekten Rem Koolhaas ist geprägt von Glas, Licht und dem großzügigen Atrium, das das Gebäude zum alten Hochhaus und der Springer-Passage hin öffnet.

Auf dem Dach können Mitarbeiter Pausen-Kaffee trinken. Im Erdgeschoss wird es vier Restaurants und Coworking-Büros geben: Springer vermarktet sie schon jetzt unter dem Namen Earlybird und will den futuristischen Neubau auch nutzen, um Gründer und Startups für sich zu begeistern.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Angela Meier-Jakobsen macht "Closer" und "InTouch" mit Fakten und Fantasie.


Die Überzeugungstäterin: Angela Meier-Jakobsen steht seit Ende 2017 an der Spitze der Bauer-Yellows Closer und InTouch – im Interview von turi2.tv erklärt sie, wie Regenbogen-Redakteure in Zeiten von Social Media arbeiten. Viele Geschichten entstehen aus Instagram-Posts und Paparazzi-Fotos. Die Texte dazu sind oft Bild-Interpretationen, erklärt Meier-Jakobsen – ein Mix aus Fantasie und Fakten.

Dass dabei aus den gleichen Bildern widersprüchliche Geschichten entstehen, ficht Meier-Jakobsen nicht an. In "Closer" etwa beschwört die Redaktion die "erste Krise" zwischen Heidi Klum und Tom Kaulitz herauf, in "InTouch" derselben Woche wird Klum zur "Kaulitz-Klette". Für die Chefredakteurin sind das unterschiedliche Kerne derselben Geschichte. Die eine erzählt für ältere, die andere für jüngere Leserinnen.

Was reizt Meier-Jakobsen, die Politikwissenschaften studiert und die meiste Zeit seriösen Frauen-Journalismus gemacht hat, an den umstrittenen Yellows? "Es tat sich eine Tür auf in eine ganz andere Form von Kreativität", schwärmt sie über ihre erste People-Konferenz, in der sie Storys aus Fotos von Angelina Jolie und Brad Pit "interpretiert" hat.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Kommunikation für Käse: Wie Petrella-Chef Sven Tönjes an neue Kunden kommt.


Klassiker für den Käse: Sven Tönjes bringt beruflich Frischkäse unter die Leute – und baut in der Vermarktung vor allem auf TV und Print. Für seine Marke Petrella bucht Tönjes besonders gerne in Zeitschriften, sagt er im Video-Interview von Horizont und turi2.tv. Vor allem Food-Titel sind ein beliebtes Umfeld, weil die Zeitschriften von Interessierten gekauft werden – während TV-Zuschauer Werbung ungefragt "aufgehalst" bekämen.

Tönjes sieht die Lage optimistischer als viele aus der Medienbranche. Print werde es weitere 10, 20 Jahre geben. Petrella-Hersteller Petri Feinkost kommt das gelegen: Das Unternehmen aus dem Weserbergland hat wenig Erfahrung im Online-Geschäft und ist ein Zwerg unter den Konsumgüter-Riesen. Ganz anders als Tönjes' langjähriger Arbeitgeber mit ganz ähnlichem Namen: Für den Fleischkonzern Tönnies brachte er knapp 20 Jahre Schwein und Rind an Hausmänner und -frauen.
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Startup-Löwe Frank Thelen: Die Medien-Branche muss volldigitalisieren.

Lecker Internet: Startup-Pionier Frank Thelen ist einer der radikalsten Werber fürs Gründen. Im Video-Interview beim Food Trend Tag von Bauer fordert er mehr Innovationen rund ums Essen und ein komplettes Umdenken in Verlagen. Die Medien-Branche müsse sich volldigitalisieren, um zu überleben, glaubt der "Höhle der Löwen"-Juror.

Thelen lobt ausdrücklich Springer. Dort kümmere sich Mathias Döpfner als oberster Boss um die Digitalisierung aller Geschäfte, er habe viel Umsatz aufgebaut und gute Talente gewonnen. Auch Thelen schaut sich ständig nach Talenten und Ideen um. Seine Firma Freigeist Capital ist an mehr als einem Dutzend Startups beteiligt – und legt mit Investments wie der Low-Carb-Pizza Lizza einen Schwerpunkt auf neue Ideen rund um Ernährung.
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

"Die Regierung redet uns nicht rein." – Peter Limbourg über 65 Jahre Deutsche Welle.


Sendungsbewusst: Intendant Peter Limbourg führt die Deutsche Welle in ihr 66. Lebensjahr und rechnet den deutschen Auslandssender keineswegs zum alten Eisen. "Wir müssen uns ständig verändern", sagt der frühere N24-Chefredakteur im Interview mit turi2.tv und zeigt den neu gebauten Newsroom in der DW-Dependance in Berlin. Von hier aus schickt die Welle ihr Programm in rund 30 Sprachen um die Welt. Dass Limbourg mit seinem neuen englischen Nachrichten-Kanal vor allem im Gewässer der BBC fischt, gehört für ihn zum "guten Wettbewerb": "Unsere Konkurrenten sitzen woanders. Das sind diejenigen, die mit Desinformation in der Welt unterwegs sind."

Limbourg legt Wert darauf, dass seine Journalisten unabhängig berichten können, trotz des Auftrags als Kulturbotschafter Deutschlands in der Welt unterwegs zu sein – und der staatlichen Finanzierung: "Die Regierung redet uns nicht rein." Den Kurs der Deutschen Welle beschreibt er so: "Wir sind kritisch, wo nötig und konstruktiv und positiv, wo möglich."
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

"Fachmedien müssen Partner sein": Gunther Schunk erklärt den Wandel des Vogel-Verlags.


Kreativer Vogel: Gunther Schunk ist Hobby-Asterix-Übersetzer und hauptberuflich Erfinder in Sachen Kommunikation. Der PR-Chef von Vogel Business Media erklärt im "Horizont"- und turi2.tv-Video, wie sehr sich die fränkische Verlagsgruppe wandelt. In der alten Druckerei gibt es inzwischen Messen und Kongresse. Schunk sagt: "Face-to-face ist die direkteste, persönlichste und damit erfolgreichste Kommunikation."

Schunk beschreibt im Interview auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse, wie der Verlag und seine Kunden immer dichter zusammenrücken. Vogel liebe wie jeder Fachverlag die Branche, über die seine Redaktionen berichten. Fachmedien würden die Sprachen ihrer Märkte sprechen – und deshalb auf neue Bedürfnisse in der Kommunikation reagieren. Schunk selbst ist Kommunikations-Profi und gibt eine Einführung in Asterix uff Meefränggisch.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Beim Teutates! Chefredakteur Wolf Stegmaier über die Arbeit am neuen "Asterix".

Apotheker-Verlag-Chef Benjamin Wessinger sucht das Rezept gegen den Abo-Schwund.


Papierstau an der Pillen-Front: Der junge Verlagschef Benjamin Wessinger kennt sich mit Wunderpillen aus. Doch auch der promovierte Pharmazeut und Geschäftsführer des Deutschen Apotheker Verlags hat nicht gegen alle Probleme ein Mittel. Leute, die neu in ihren Beruf kommen, abonnieren heute nicht mehr automatisch eine Fachzeitschrift, sagt Wessinger im Interview von "Horizont" und turi2.tv. Mit seinem Team blickt er aber auf "imposante Zuwachsraten" im Digitalen.

Die Apotheker verbinde ohnehin ein ambivalentes Verhältnis mit der Digitalisierung. Pharma-Fachleute haben ihre Geschäfte längst durchdigitalisiert und durchautomatisiert, fürchteten aber aktuell den Versandhandel. Apotheker fragten weiterhin klassische Fachbücher nach, brauchten aber auch digitale Datenbanken. Das Verlagsprogramm wird also immer breiter, sagt Wessinger auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse.
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"Da ist viel Neid dahinter" – "Zeit"-Chef Rainer Esser kritisiert Facebook-Angst vieler Verlage.


Freundschaftsanfrage vom Verlagsboss: "Zeit"-Chef Rainer Esser stellt sich ungewöhnlich klar auf die Seite von Facebook und Google – und geht mit seiner Branche hart ins Gericht. Hinter der Kritik an den Konzernen stecke der Neid, dass sich "tradierte Geschäftsmodelle bei weitem nicht so skalieren lassen wie soziale Netzwerke oder die Google-Suche", sagt Esser im turi2.tv-Interview beim European Newspaper Congress in Wien.

Essers Ratschlag: Mehr machen, weniger meckern. "Wir sollten uns abgucken, weshalb Facebook so gut funktioniert, weshalb die so viele User haben", sagt Esser und liefert die Antwort gleich mit. Die Digitalbranche habe viel früher erkannt, in welche Richtung sich die Nutzer bewegen. Die Strategie des "Zeit"-Geschäftsführers lautet schlicht: besser sein als die Internetkonzerne – und nicht in Panik verfallen: "Das Privatfernsehen hat viel mehr Geld abgezogen, als es aufkam."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

"Seid Unternehmer, nicht Verleger": Fachpresse-Sprecher Klaus Krammer im Antritts-Interview.


Frisches vom Fach: Die Deutsche Fachpresse wählt Klaus Krammer zu ihrem neuen Sprecher. Im Interview für "Horizont" und turi2.tv sagt Krammer, er wolle den Unternehmer aus den Verlegern heraus kitzeln. Sein Düsseldorfer Haus macht Medien für Sanitärtechniker, Schweißer und Zimmerleute – und erreicht schon heute die meisten Kontakte über Videos.

Krammer, der das Familien-Unternehmen in dritter Generation führt, ist neuen Technologien gegenüber aufgeschlossen: Beim Krammer Verlag schreibt Software einfache Texte und entlastet Redakteure. Der Fachpresse will er künftig mit einem "Technologie-Hub" unter die Arme greifen: Darin soll der Verband Fachleute für diverse Innovationen vernetzen.
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Ulla Strauß von United Kiosk: Verlage sollten Amazon und Apple umarmen.


Keine Angst vorm A: United-Kiosk-Vorstand Ulla Strauß erweist ihrem Mädchennamen Fröhlich alle Ehre. Die digitale Zeitschriften-Händlerin findet es ganz wunderbar, wenn sich Amazon und Apple im Presse-Vertrieb breitmachen. Im turi2.tv-Interview beim Kongress der Deutschen Fachpresse plädiert die fröhliche Strauß für eine radikale Kunden-Perspektive und ruft 2018 zum Jahr aus, in dem die Branche richtig was bewegt.

Strauß trägt nicht nur das Jeff-Bezos-Mantra "still day one" am Körper, sie glaubt auch an optimistische Silicon-Valley-Thesen. Verlage, United Kiosk und die großen Tech-Unternehmen könnten "gemeinsam den Kuchen größer machen" für digitale Zeitschriften. Die Zukunft des Lesens sieht die Vertriebs-Fachfrau in einer Super-Plattform, dem "Spotify fürs Lesen", weil der einfache Zugriff heute wichtiger sei als der Besitz.
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