Sky hat Interesse an Berlusconis Pay-TV-Geschäft.

Sky-Logo neu 150Sky könnte Silvio Berlusconis Mediaset das Pay-TV-Geschäft abkaufen. Laut italienischer Zeitung Il Sole 24 Ore gebe es "fortgeschrittene" Verhandlungen, äußern will sich keines der Unternehmen. Sky betreibt in Italien bereits Pay-TV und könnte von einer Konsolidierung profitieren. Ursprünglich wollte Vivendi das Premium-Geschäft von Mediaset übernehmen, ist dann aber abgesprungen.
digitalfernsehen.deKommentieren ...

TF1 und Mediaset steigen bei Studio71 von ProSiebenSat.1 ein.

Studio71 Logo 150ProSiebenSat.1 holt weitere internationale Partner an Bord seines Multi-Channel-Netzwerks Studio71. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung übernimmt die französische TF1 Group 6,1 % der Anteile, der italienische Konzern Mediaset von Silvio Berlusconi beteiligt sich mit 5,5 %. Die Unternehmensbewertung von Studio71 steigt damit auf rund 400 Mio Euro. ProSiebenSat.1 selbst geht eine strategische Minderheitsbeteiligung an Finder Studios ein, einem französischen Video-Netzwerk, an dem auch TF1 bereits Anteile hält.
presseportal.deKommentieren ...

Basta: Italienischer Dirigent wird gefeuert, weil er am Weihnachtsmann zweifelt.

BastaWer nicht glaubt an Santa Claus, der ist raus: Ein italienischer Dirigent hat seinen Job verloren, weil er die Zuschauer eines Kinderkonzerts wissen ließ: "Den Weihnachtsmann gibt es nicht". Eltern waren empört, Kinder hätten geweint, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Der Veranstalter reagiert und postet bei Facebook ein Bild, dass den neuen Dirigenten mit Weihnachtsmann zeigt.
spiegel.deKommentieren ...

Vivendi will sich weiter bei Mediaset einkaufen.

vivendiVivendi will seinen Anteil an Silvio Berlusconis Mediaset auch gegen den Willen des italienischen Medienkonzerns aufstocken. Je nach Marktlage will Vivendi bis zu einem Anteil von 30 % Aktien zukaufen, derzeit besitzen die Franzosen 20 %. Die feindliche Übernahme ist Folge eines Streits beider Medienkonzerne über den Aufbau einer gemeinsamen südeuropäischen Video-Plattform.
digitalfernsehen.de, "Handelsblatt", S. 20 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Berlusconis Mediaset will nicht mit Vivendi verhandeln.

mediaset-150Mediaset, italienischer Medienkonzern von Silvio Berlusconi, erteilt Gesprächen mit Vivendi eine Absage. Die Franzosen haben ihren Anteil an Mediaset kürzlich von 3 % auf 20 % aufgestockt und Gesprächsbereitschaft signalisiert. Mediaset spricht von einer feindlichen Übernahme. Zuvor war der Verkauf des Pay-TV-Senders Mediaset Premium an Vivendi gescheitert.
derstandard.atKommentieren ...

Journalisten starten internationales Recherche-Netzwerk Investigate Europe.

investigate-europe-simantke-schumann-600
Wühlen im EU-Sumpf: Neun europäische Journalisten schließen sich im Recherche-Netzwerk Investigate Europe zusammen, um Skandale auf internationaler Ebene aufzudecken. Die frühere "Tagesspiegel"-Redakteurin Elisa Simantke, 30, koordiniert, Harald Schumann, 59, ist zum Start vom Verlag freigestellt. Stiftungen finanzieren Investigate Europe, Medien aus mindestens sechs Ländern veröffentlichen ab diesem Wochenende die erste Recherche.

Sie handelt von der massiven technischen Aufrüstung zur Kontrolle der EU-Außengrenzen. Gemeinsam befragte das Team 200 Grenzpolizisten, Ermittler, Experten und Beamte. Der "Tagesspiegel" veröffentlicht das Ergebnis heute in Deutschland, zudem gibt es Publikationen u.a. im norwegischen "Aftenblad", der portugiesischen "Público" der italienischen "Corriere della Sera" und "Newsweek Polska". Vice produziert in Griechenland eine 45-minütige TV-Doku. Investigate Europe arbeitet für die Medien in den jeweiligen Landessprachen und erhält Honorare, auf ihrem Blog fassen sie Kernergebnisse auf Englisch zusammen.

Koordinatorin Simantke, die aus der Elternzeit nicht zum "Tagesspiegel" zurückkehrt, hat bis März ausreichend Geld u.a. von der Hans-Böckler- und der Rudolf-Augstein-Stiftung. Zunächst bleibt das Netzwerk – wie auch das deutsche Recherchebüro Correctiv – auf Stiftungen angewiesen, strebt aber eine Mischfinanzierung an. Simantke spürt in vielen Redaktionen ein "starkes Bedürfnis an dem europäischen Ansatz" und nach Kooperation: "Wir sind als Journalisten geprägt durch die Eurokrise. Da haben wir gesehen, dass es wirtschaftliche Entwicklungen gibt, die komplett grenzübergreifend sind."
investigate-europe.eu, "Tagesspiegel", S. S3-S5 (Paid), blendle.com (Paid, auf Deutsch), aftenbladet.no (Norwegisch), publico.pt (Portugiesisch), corriere.it (Italienisch), infolibre.es (Spanisch)Kommentieren ...

Italienische Protest-Partei hat Verbindungen zu Fake-News-Seiten.

logo_m5s_2015-11-18Italienische Protest-Partei MoVimento 5 Stelle hat Verbindungen zu Webseiten, die Fake-News verbreiten, berichtet Jan-Christoph Kitzler. Entsprechende Vorwürfe hat BuzzFeed-Auto Alberto Nardelli erhoben. Demnach gebe es eine Reihe von Seiten mit Verschwörungstheorien, die der Ideologie der Partei nahe stehen, die vom Unternehmen des verstorbenen Partei-Mitgründers Roberto Casaleggio betrieben werden. Viele der Falschmeldungen stammen im Original vom Kreml-nahen Portal Sputnik.
tagesschau.de, buzzfeed.com
Kommentieren ...

Lese-Tipp: Claudio Cordova über Journalismus im Land der Mafia.

taz-logo150taz interviewt den italienischen Journalisten Claudio Cordova, der die Webzeitung il dispaccio gegründet hat und sich damit gegen die Mafia engagiert. Cordova wurde seit dem Start des Mediums schon auf über eine Mio Euro Schadensersatz verklagt - aber nie verurteilt. Seine Anzeigenabteilung prüft jeden Kunden auf organisierte Kriminalität.
taz.deKommentieren ...

Basta: McDonalds verklagt Florenz.

McDonalds-150McDonalds ringt mit Florentinern, die lieber Pizza statt McRib essen: Der Bürgermeister der toskanischen Stadt verbot eine Filiale am historischen Domplatz, obwohl der Fast-Food-Riese in Verhandlungen sogar angeboten hatte, regionalen Wein zu servieren. Eine Schadensersatzklage ist die Folge: 17,8 Mio Euro wollen die Burger-Brater vor dem zuständigen Verwaltungsgericht erstreiten.
stern.deKommentieren ...

Basta: Kein Goldenes M fürs lila V.

McDonalds-150McPontifex, nein danke: McDonald's will eine Filiale am Vatikan eröffnen, die Kardinäle gehen auf die Barrikaden. Fastfood bekäme der Gesundheit der anreisenden Schäfchen nicht und sei mit der traditionellen römischen Küche unvereinbar. Kardinal Domenico Calcagno, verantwortlich für die vatikanische Immobilienverwaltung, kann in der Vermietung an den Burgerbräter hingegen nichts Sündiges erkennen, das Lokal wirft monatlich 30.000 Euro Miete ab.
focus.deKommentieren ...

Journalistische Inhalte haben in Italien nun ein Verfallsdatum – wie Quark.

Paragraph150 Justiz JuraPflicht zum Löschenmüssen: Italiens oberster Gerichtshof wendet das Recht auf Vergessenwerden, einst als Folterinstrument für Google und Co erdacht, auf eine Zeitung an. Das Urteil fixiert, dass in Italien das öffentliche Interesse am journalistischen Artikel nach zwei Jahren keinen Vorrang vor der Privatsphäre eines Protagonisten habe - und argumentiert explizit mit dem Haltbarkeitsdatum von Milch und Joghurt. Das betroffene Regionalportal Primadanoi.it aus den Abruzzen fordert, Medien vom Recht auf Vergessenwerden auszunehmen. Eigentlich geht es bei der Rechtskonstruktion aus der EU-Grundverordnung für Datenschutz nur um Links, nicht um Inhalte.
repubblica.it (Englisch) via netzpolitik.org, wan-ifra.orgKommentieren ...

Mediaset will Verkauf seiner Pay-TV-Sparte an Vivendi juristisch durchsetzen.

mediaset150Mediaset lässt seiner Drohung im Streit mit Vivendi Taten folgen und zieht vor Gericht, um den Verkauf seiner Pay-TV-Sparte durchzusetzen. Die Berlusconi-Firma fordert von Vivendi insgesamt 1,5 Mrd Euro, u.a. eine Entschädigungszahlung für die Verzögerung des Verkaufs. Vivendi will sich nicht dazu äußern.
handelsblatt.com, turi2.de (Background) Kommentieren ...

Vivendi und Mediaset streiten sich.

vivendiVivendi vs. Mediaset: Die Übernahme der Pay-TV-Sparte Premium, die Vivendi für den Aufbau seiner europäischen Mediengruppe im Blick hatte, ist gescheitert. Vivendi-Chef Vincent Bollore wollte offenbar den Kaufpreis drücken, weil die Sparte die vereinbarten 800 Mio Euro nicht wert sei. Mediaset will deshalb auf Schadenersatz klagen, Vivendi hält dagegen und droht mit einer Verleumdungsklage wegen Rufschädigung.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

MDR Exakt: Thomas Wagner wurde in Venedig Falschgeld untergeschoben.

Thomas Wagner Unister 600
Der betrogene Kaufmann von Venedig: Der Tod von Unister-Chef Thomas Wagner wird mehr und mehr zum Wirtschaftskrimi. Das MDR-Magazin Exakt berichtet, dass Wagner vor dem tödlichen Flugzeugabsturz über Slowenien offensichtlich in Venedig betrogen wurde. Für ein Kreditgeschäft sollte er eine Sicherheit hinterlegen, beim Umtausch seines mitgebrachten Bargeldes in Schweizer Franken sei ihm mutmaßlich Falschgeld untergeschoben worden, so die italienische Polizei.

Gefundene Dokumente besagen, dass es "um extrem hohe Summen ging". Am Absturzort in Slowenien wurde ein Koffer mit 10.000 Schweizer Franken gefunden. Die Ursache für den Flugzeugabsturz ist weiterhin unklar. Das slowenische Verkehrsministerium untersucht die Wrackteile der Maschine. Bisher gebe es keine Anhaltspunkte für eine Manipulation, sagt ein Sprecher der slowenischen Polizei.
presseportal.de, mdr.deKommentieren ...

- Bild des Tages -

Virginia Raggi
Rom hat schon viele Politiker gesehen, aber Virginia Raggi, 37, wird tatsächlich nach 2769 Jahren als erste Frau Bürgermeisterin der ewigen Stadt. Die Politikerin der Protestbewegung 5 Sterne hat die Stichwahl um das Amt am Sonntag gewonnen. Eine Reihe europäischer Metropolen wird mittlerweile von Frauen regiert, u.a. Prag, Paris, Barcelona und Madrid.
(Foto: Alessandro Di Meo/AP Photo/Picture Alliance)Kommentieren ...

Italienische Zeitung veröffentlicht “Mein Kampf” als Beilage.

Il GiornaleIl Giornale sorgt in Italien für Empörung. Die für eine harte Haltung gegenüber Einwanderern bekannte Zeitung veröffentlicht Hitlers Hetzschrift "Mein Kampf" als Samstagsbeilage. Italiens Ministerpräsident Renzi zeigt sich empört. Il Giornale, die dem Bruder von Ex-Ministerpräsident Berlusconi gehört, rechtfertigt: Die Beilage diene der Meinungsbildung.
spiegel.de
Kommentieren ...

Basta: RAI verzichtet auf Trapattoni als Kommentator.

Giovanni Trapattoni in Emotion 150Was erlaube Trap!?! Trainer-Legende Giovanni Trapattoni muss die Fußball-EM statt im TV nun vor dem Fernseher verbringen. Emotionsgeladen hatte er beim Testspiel der Azzurri gegen Deutschland mit Schimpfwörtern um sich geworfen, u.a. mit dem italienischen Fluch "porco zio" ("Sau-Onkel"). Konsequenz: Die RAI verzichtet lieber auf Trapattoni als EM-Kommentator,
spox.comKommentieren ...

Fußball-Sammelbilder beflügeln das Druck-Geschäft.

Panini-Sticker EM 2016-150Klebebilder und Sammelkarten etwa zur Fußball-EM sind ein Riesengeschäft: Der Produktionswert von Abziehbildern habe in Deutschland in den vergangenen sechs Jahren um über 80 % auf knapp 100 Mio Euro zugenommen, so der Bundesverband Druck und Medien. Die Sticker von Marktführer Panini sind nicht einmal eingerechnet, weil sie in Italien gedruckt werden.
tagesspiegel.de, welt.de (90-Sek-Video)Kommentieren ...

Minderheitsaktionäre starten Gegengebot für “Corriere”-Verlag.

rcs150Italien: Im Übernahmepoker um RCS, den Verlag der italienischen Traditionszeitung Corriere della Sera, gibt es eine überraschende Wende: Ein Konsortium aus Altaktionären sowie dem Finanzinvestor Andrea Bonomi bündelt insgesamt 22,6 % des Unternehmens und bietet für die restlichen Anteile 0,70 Euro pro Aktie. Das Konsortium kündigt zudem bei Erfolg eine Kapitalerhöhung von bis zu 150 Mio Euro an, um in "Wachstum und Entwicklung" des Medienhauses zu investieren. Bereits April hat die Mediengruppe Cairo ein Übernahmeangebot für RCS per Aktientausch im Wert von derzeit etwa 0,52 Euro pro Aktie vorgelegt.
wwd.comKommentieren ...

“Spiegel” gründet Recherche-Netzwerk.

Recherchenetzwerk Spiegel-600
Die neun Gefährten: Der "Spiegel" gründet das Europäische Netzwerk für investigative Zusammenarbeit. Zu den acht Partnern gehören u.a. Le Soir aus Belgien, Politiken aus Dänemark, El Mundo aus Spanien und der italienische L‘Espresso. Mit weiteren Medien in der Schweiz und im angelsächsischen Raum laufen Gespräche, schreibt Ulrike Simon. Die Chefredakteure des Netzwerkes hätten sich auf "totale Transparenz nach Innen" verständigt. Wöchentlich gäbe es eine Skype-Konferenz, über eine verschlüsselte Plattform würden Dokumente ausgetauscht.

"Die EIC wird weiter wachsen und uns in der Investigativ-Arbeit noch stärker machen", sagt "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer. Die Themen des Recherche-Bundes werden "vor einem europäischen Hintergrund spielen", so Simon. Die erste Veröffentlichung des Netzwerkes ist eine Geschichte über die Herkunft von Waffen bei den Terroranschlägen von Paris und Kopenhagen im neuen "Spiegel".
rnd-news.de, spiegel.deKommentieren ...

Basta: Kostenfrei kommunizieren.

italien-rahmen150Eine Frage der Ehre: Das italienische Innenministerium sucht einen Journalisten für seine Öffentlichkeitsarbeit. Bewerber sollten mindestens drei Jahre Berufserfahrung in Pressestellen haben und Mitglied der italienischen Journalistenliste sein. Hilfreich wäre auch ein gut gefülltes Bankkonto - eine Bezahlung ist nämlich nicht vorgesehen.
interno.gov.it

Mitarbeit/Übersetzung: Tatjana KerschbaumerKommentieren ...

Italien: Umsatz von Zeitungen seit 2007 halbiert.

italien-rahmen150Italiens Zeitungen müssen stark schrumpfende Umsätze hinnehmen, berichtet der "Standard". Zwischen 2007 und 2015 sanken die Umsätze um knapp 50 % auf 2 Mrd Euro. Zeitschriften verloren fast 60 % und kommen auf 2,1 Mrd Euro, Buchverlage büßten 21 % ein und setzen nur noch 2,9 Mrd Euro um. Rund 128.000 Jobs sind seit 2007 verloren gegangen.
derstandard.atKommentieren ...

Wie Medien über Flüchtlinge berichten.

Zeitungsständer 150Medien über Migration: Über Flüchtlinge wird in Europa sehr unterschiedlich berichtet, belegt eine Studie der Cardiff School of Journalism. Spanien, Italien und Schweden zeigen ein "relativ homogenes" Stimmungsbild, während britische Medien stärker kritisieren und polarisieren. In Deutschland sind die "Differenzen gemäßigter gewesen".
nzz.ch Kommentieren ...

Fiat Chrysler trennt sich von “La Stampa”.

Fiat Chrysler 150Fiat Chrysler zieht sich aus dem Mediengeschäft zurück: Der Autokonzern bringt seinen Anteil von 77 % am Verlag Itedi, Herausgeber der Zeitung "La Stampa", in die L'Espresso-Gruppe ein, die "La Repubblica" verlegt. Den Anteil von dann 16 % am gemeinsamen Unternehmen will Fiat Chrysler seinen Aktionären übertragen, darunter die Industriellen-Familie Agnelli, die auch am "Economist" beteiligt ist.
derstandard.at, theguardian.comKommentieren ...