Basta: Haarentfernungs-Studio wirbt mit Anzeigen unter der Achsel.

Haarige Angelegenheit: Eine japanische Werbeagentur hat endlich eine Lösung für begrenzte Werbeflächen im ÖPNV gefunden: Achsel-Models, die sich in Bus und Bahn oben festhalten und dadurch ihre Werbebanner-Achseln entblößen sollen. Ein erster Kunde wirbt bereits für schmerzlose Haarentfernung für alle Möchtegern-Models.
derstandard.at (Foto: Wakino Ad Company)

Atlantic Media verkauft Newsportal Quartz an die japanische Firma Uzabase.

Quartz wechselt den Besitzer: Der US-Medienkonzern Atlantic Media verkauft das Digital-Newsportal für Business-Leser an die japanische Firma Uzabase. Der Kaufpreis liegt zwischen 75 und 110 Mio Dollar - abhängig von der wirtschaftlichen Performance in 2018. Uzabase ist in Japan der größte Anbieter von Wirtschaftsinformationen. Mit dem Kauf von Quartz will die Firma ihre Aktivitäten außerhalb Asiens ausbauen.
qz.com

Recruit kauft Glassdoor für 1,2 Mrd Dollar.

Glassdoor wechselt für 1,2 Mrd Dollar den Besitzer: Das japanische Unternehmen Recruit kauft das zweitgrößte US-Jobportal, das monatlich rund 59 Mio Menschen nutzen. Glassdoor ist in 190 Ländern aktiv und hat 7.000 Mitarbeiter. Der Deal soll bis September über die Bühne gehen, die Aufsichtsbehörden müssen noch zustimmen. Recruit besitzt nicht nur Job-Seiten wie die US-Börse Indeed.com zu, sondern auch Immobilien-, Reise-, und Restaurantportale, z.B. die europäische Buchungsseite Quandoo.
techcrunch.com, bloomberg.com

Xerox-Investoren stellen sich gegen Übernahme durch Fujifilm.

Xerox: Die Investoren Carl Icahn und Darwin Deason, die gemeinsam knapp 15 % der US-Traditionsmarke für Kopierer halten, rufen andere Aktionäre auf, den Deal mit Fujifilm abzulehnen. Sie fordern die Auflösung des Joint Ventures Fuji Xerox und einen Neuanfang mit ausgetauschter Unternehmensführung. Eigenständig könne Xerox mehr für die Aktionären abwerfen.
handelsblatt.de, turi2.de (Background)

Softbank investiert bei deutschem Startup Auto1.com.


Gebrauchtwagen vergoldet: Der japanische Technologie-Konzern Softbank beteiligt sich über seinen Vision Fund am deutschen Gebrauchtwagen-Portal Auto1.com. Softbank investiert 460 Mio Euro, wodurch die Bewertung des Berliner Startups auf 2,9 Mrd Euro steigt. Mit dem frischen Kapital will die Auto1 Group international expandieren und zusätzliche Standbeine wie den Direktverkauf von Autos und Finanzierungsmöglichkeiten für Händler aufbauen.

Auto1 ist in mehr als 30 Ländern aktiv, in Deutschland u.a. mit wirkaufendeinauto.de. Hakan Koç, ehemals Produktchef beim Online-Einrichtungshaus Home24, und Christian Bertermann, der bei Groupon tätig war, haben die Firma 2012 gegründet. Im Gegensatz zu Vermittlungsplattformen wie mobile.de oder Autoscout24 kauft Auto1 die Fahrzeuge selbst und verkauft sie an Händler weiter. Dabei macht sich Auto1 regionale Preisunterschiede in verschiedenen Ländern zunutze.
handelsblatt.com, manager-magazin.de, gruenderszene.de

Japanischer E-Commerce-Konzern Rakuten will weltweite Nummer 3 werden.

Rakuten nimmt einem zweiten Anlauf an die Weltspitze, schreibt Michael Gassmann. Der japanische E-Commerce-Konzern ist schon seit 2011 in Deutschland aktiv und hat der Deutschen Telekom Ende 2017 ihre Anteile an der E-Book-Plattform Tolino abgekauft, ist hierzulande aber weitgehend unbekannt. Nun peilt Firmenchef Hiroshi Mikitani weltweit Platz 3 nach Amazon und Alibaba an. Helfen soll u.a. ein Werbedeal über 220 Mio Euro mit dem FC Barcelona.
"Welt am Sonntag", S. 37 (Paid)

Japanische Softbank will "Multi-Milliarden-Dollar"-Anteil an Uber kaufen.

Softbank will offenbar bei Uber einsteigen, schreibt das "Wall Street Journal". Der japanische Medien- und Kommunikationskonzern führe Gespräche, um einen "Multi-Milliarden-Dollar"-Anteil zu übernehmen. Erst gestern hat Softbank zusammen mit Didi Chuxing 2 Mrd Dollar in den südostasiatischen Fahrdienstvermittler Grab investiert.
wsj.com (Paid), techcrunch.com, handelsblatt.com

Bild des Tages: Takata-Chef Shigehisa Takada friert das Lächeln auf ewig ein.


Japan, Land des eingefrorenen Lächelns: Takata-Chef Shigehisa Takada lauscht auf der heutigen Pressekonferenz des Konzerns in Tokio mit klassisch-umgedrehter Smiley-Mimik der Frage eines Reporters. Für ihn und sein Unternehmen geht die Sonne unter, Takata muss bisher weltweit über 100 Mio Autos wegen defekten Airbags zurückordern. Gründer-Enkel Takada tritt zurück, das Unternehmen reicht in Tokio und den USA Insolvenzschutz ein.
(Foto: AP Foto/ Shizuo Kambayashi/picture alliance)

Google verkauft Roboter-Entwickler Boston Dynamics an japanische Holding SoftBank.

Google-Mutter Alphabet trennt sich von ihrer ungeliebten Roboter-Tochter Boston Dynamics und verkauft die Firma zu einem ungenannten Preis an den japanischen Telekommunikations- und Medienkonzern SoftBank. Google hatte die Robotik-Firma, die für ihre autonomen, tierähnlichen Laufroboter bekannt ist, 2013 gekauft, sieht in Boston Dynamics aber kein vermarktbares Produkt.
heise.de, recode.net, nytimes.com

Basta: Japan gibt Sicherheitstipps für Pokémon-Go-Spieler.

Pokemon Pikachu-150Sicherheit für Pikachu-Jäger: Pokémon Go ruft die staatliche japanische Cyber-Security-Agentur auf den Plan, obwohl das Spiel in Japan offiziell noch gar nicht erscheinen ist. Ein Poster im Manga-Stil warnt u.a. vor Fake-Apps, rät zum Mitnehmen eines Ersatz-Akkus und empfiehlt den Download einer Wetter-App, um in der Real Reality nicht vom Unwetter überrascht zu werden.
mashable.com

UN-Sonderberichterstatter sieht Japans Pressefreiheit schwächer werden.

Japan Flagge 150Japans Presse leidet unter schwammigen Gesetzen zum Schutz von Staatsgeheimnissen, personeller Einflussnahme und Ermahnungen durch die Regierung, urteilt David Kaye, UN-Sonderberichterstatter. Das führe zu einem "hohen Maß der Selbstzensur". Unter Ministerpräsident Shinzo Abe ist Japan im Pressefreiheitsranking der Reporter ohne Grenzen vom 12. auf den 61. Platz abgerutscht.
handelsblatt.com

Apple-Partner Foxconn schluckt Sharp.

Foxconn Sharp-600Big in Japan: Der Elektronik-Konzern Sharp aus Japan geht nun doch über die Ladentheke. Apple-Zulieferer Foxconn aus Taiwan kauft den Pionier in der LCD-Technologie für rund 3 Mrd Euro. Vor einigen Wochen war der Deal geplatzt. Nun kauft Foxconn das mehr als 100 Jahre alte Unternehmen mit ordentlich Preisnachlass.

Sharp kam in den vergangenen Jahren ins Straucheln, weil Konkurrenten aus China und Korea mit ihren Fernsehern und Smartphones erfolgreicher wurden. Zwischenzeitlich war der Fortbestand von Sharp in Gefahr. Das nun vollzogene Geschäft ist die bislang größte Übernahme eines japanischen Elektronikkonzerns.
handelsblatt.com, wsj.com

Basta: Mit dem Papierflieger um die Welt.

BastaLümmel Ingenieure von der letzten Bank: Japanische Schüler schicken einen Papierflieger auf die Reise. Das gefaltete Flugobjekt hält sich nicht nur geschlagene 24 Sekunden in der Luft, sondern kehrt auch wie ferngesteuert zurück zu seinem Konstrukteur.
mashable.com (mit 24-Sek-Video)


– Bild des Tages –

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Blumen des Gedenkens für die Opfer des Tsunamis von 2011 werfen zwei Japaner ins Meer. Hier, am Pazifikufer nahe der Stadt Sendai im Norden der Hauptinsel Honshu, traf nach einem Erdbeben am 11. März 2011 eine verheerende Flutwelle auf die Küste. In der Folge kam es etwa 100 Kilometer weiter südlich in Fukushima zur Reaktorkatastrophe. Die japanische Polizei spricht von insgesamt 15.894 Toten und 2.562 Vermissten.
(Kimimasa Mayama/EPA/Picture Alliance)