Freischreiber foppen Verleger mit Fairness-Kampagne.

Journalistin und Freischreiber-Mitglied Silke Burmester wirbt mit Kollegen für bessere Arbeitsbedingungen.

Gruß von der Basis: Der Journalisten-Verband Freischreiber kapert die Verleger-Kampagne Jedes Wort wert in den sozialen Netzwerken. Mit lustigen Motiven kritisieren sie Dumping-Honorare und schlechte Arbeitsbedingungen. Jedes Wort von Journalisten ist es wert, lautet die Botschaft der Freischreiber-Kampagne, die mit Slogans aufmacht wie: "Damit ich meinem Mann eine Hose kaufen kann" oder "Damit ich nicht was mit Werbung machen muss".

Weil die Verleger in Print, im Web, auf Plakaten und im Kino werben, aber Social Media noch nicht entdeckt haben, besetzen die Freischreiber die @jedeswortwert-Kanäle auf verschiedenen Plattformen. Als Models lassen sich u.a. Silke Burmester (Foto oben) und Freischreiber-Chefin Carola Dorner ablichten.
jedeswortistswert.de

4 Kommentare

Polnischer Rundfunkrat verhängt Rekordstrafe für TV-Berichte über Antiregierungsproteste.

Polen: Der Rundfunkrat verhängt 350.000 Euro Strafe für die Berichterstattung des Privatsenders TVN24 über die Parlamentskrise im Dezember 2016. Sie propagiere "die Sicherheit gefährdende Handlungen". Journalisten kritisieren das Bußgeld als Zensur-Versuch, es ist laut Medienexperten die bisher höchste, in einem solchen Fall verhängte Strafe. Der Sender will sich wehren.
derstandard.at, deutschlandfunk.deKommentieren ...

Journalisten können bei Twitter nicht privat sein, glaubt Michael Borgers.

Journalisten, die Power-User von Twitter, schreiben auf ihren Profilen oft, sie seien "hier privat", beobachtet Michael Borgers. Er fragt Chefredakteure und Medienwissenschaftler, wie praktikabel das ist. Stephan Weichert glaubt, für die Nutzer sei der Unterschied zwischen Privatmeinung und Unternehmenskommunikation schwer zu erkennen. Andreas Petzold sagt, beim "stern" gebe es für Twitter einen "roten Faden", der nicht schriftlich fixiert, aber allen Mitarbeitern klar sei.
deutschlandfunk.deKommentieren ...

Getty Images nimmt keine retuschierten Model-Fotos mehr in der Datenbank auf.

Getty Images will keine Bilder von Models mehr in seine Datenbank nehmen, deren Figur schlanker oder fülliger retuschiert wurde. Die Nachfrage nach authentischen Bildern steige, in den letzten fünf Jahren ist der Umsatz der Bildagentur durch Bilder mit "authentischen Menschen" im deutschsprachigen Raum um mehr als 400 % gewachsen. Auch der falschen Darstellung muslimischer Frauen in den Medien und der Werbung will die Agentur entgegenwirken.
handelsblatt.comKommentieren ...

Zitat: Heribert Prantl erinnert an die Verantwortung von Journalisten.

"Pressefreiheit ist nicht die Freiheit zu Larifari und Tandaradei, Pressefreiheit ist nicht die Freiheit zu bequemer Berufsausübung."

Heribert Prantl erinnert in seinem Newsletter "Prantls Blick" Journalisten an ihre Verantwortung. Pressefreiheit sei das tägliche Brot der Demokratie.
Prantls Blick

Weitere Zitate aus dem Newsletter:
"Die Sache des Journalismus sind die Grundrechte und Grundwerte der Verfassung - dafür nämlich gibt es die Pressefreiheit. Pressefreiheit ist das tägliche Brot der Demokratie. Wenn Journalisten dieses Brot missachten, dann haben sie ihren Beruf verfehlt."

"Es ist wichtig, dass junge Journalisten in den Journalistenschulen nicht nur lernen, wie Crossmedia-Marketing funktioniert, dass sie dort nicht nur lernen, wie man effektiv und schnell schreibt und produziert, sondern dass sie dort auch erfahren, dass es journalistische Vorbilder gibt."
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Heribert Prantl: Journalisten benötigen Vorbilder wie Fritz Gerlich.

Pressefreiheit: Junge Journalisten brauchen Vorbilder wie den Widerstandskämpfer Fritz Gerlich, schreibt Heribert Prantl. Prantl würdigt den konservativen Publizisten, der selig gesprochen werden soll, als "journalistischen Märtyrer". Er sei von den Nazis gefoltert und ermordet worden, weil er ihnen unglaublich unerschrocken entgegentrat und mit der Pressefreiheit die Würde des Menschen schützen wollte.
Prantls BlickKommentieren ...

Zitat: Schweizer Verleger Peter Wanner kündigt Stellenabbau an.

"Es wäre blauäugig zu sagen, dass es keinen Stellenabbau gibt."

Peter Wanner, Verleger des Schweizer Verlags AZ Medien, schließt Entlassungen durch das Joint Venture von NZZ und AZ Medien für Regional-Medien nicht aus. Der Stellenabbau soll aber möglichst durch "natürliche Fluktuation" erfolgen, sagt Wanner im Interview mit der "NZZ am Sonntag".
nzzas.nzz.ch (Paid), persoenlich.com, turi2.de (Background)

Weiteres Zitat über das Joint Venture:
"Es ist wie in einer Ehe. Wir sind frisch verliebt... und wollen möglichst viele Kinder auf die Welt stellen."Kommentieren ...

Bild.de lässt Nutzer live beim Redaktions-Chat mitlesen.

bildlogoBild.de stellt den redaktionellen Chatroom zum Auftakt des Loveparade-Prozesses in Essen live zum Mitlesen online. Damit wolle die Redaktion um "Bild"-Chef Julian Reichelt ihre Arbeit transparent machen und die Abläufe in der Nachrichtenredaktion darstellen. Der Redaktions-Chat soll künftig bei großen Ereignissen regelmäßig veröffentlicht werden.
bild.de via meedia.deKommentieren ...

Deutschlandradio will bei Investigation und Events kooperieren.

Deutschlandradio: Intendant Stefan Raue ist nach 100 Tagen im Amt eifrig auf der Suche nach Partnern. Um Investigatives zu stärken, will Raue mit anderen Medien arbeiten und eventuell einen namhaften Rechercheur von außen anwerben, hört Ulrike Simon. Mit weiteren Partnern will der Sender mehr Konferenzen veranstalten: Nach "Formate des Politischen" sollen Events für Kultur- und für Wissensthemen folgen.
daily.spiegel.deKommentieren ...

Video-Tipp: "Zapp" berichtet über die Weitergabe von ungesendetem Bildmaterial von den G20-Protesten an die Polizei.

Video-Tipp: "Zapp" fragt bei den Medien nach, ob sie ungesendetes Bildmaterial von den G20-Krawallen an die Polizei weitergegeben haben. Die Sonderkommission "Schwarzer Block" habe Anfragen an die Medienhäuser verschickt, das Material freiwillig herauszugeben. Inzwischen sei eine "mittlere dreistellige Zahl von Gigabyte" bei der Polizei eingegangen, ergibt eine Kleine Anfrage der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft.
ndr.deKommentieren ...

Richard Gutjahr wünscht sich ein Netflix für Journalismus.

Richard Gutjahr kann sich nicht vorstellen, dass Leser mehrere Abos für digitalen Journalismus abschließen, prognostiziert er im Meedia-Interview. Die digitalen Bezahlmodelle von "New York Times" und "Washington Post" seien nicht "auf jedes heimische Angebot übertragbar". Deshalb bedürfe es einer Content-Allianz, ähnlich einem Netflix für Journalismus.
meedia.de, turi2.de ("New York Times"), turi2.de ("Washington Post")Kommentieren ...

Hör-Tipp: Axel Springer Akademie startet Podcast über das Leben syrischer Kinder.

Hör-Tipp: Die Journalistenschüler der Axel Springer Akademie portraitieren in ihrem Podcast ALYOM – Syriens Kinder, das Giftgas & wir den 12-jährigen Yusuff, der seinen Vater und 28 Angehörige bei einem Anschlag verloren hat. Die Reporter vom Team 22 zeichnen die sieben Folgen über einen Vertrauensmann vor Ort sowie über Skype, WhatsApp und Facebook auf.
axelspringer.deKommentieren ...

Bei der Schweizer "Republik" rotieren die Chefredakteure im Vierteljahreswechsel.

Republik, Schweizer Crowdfunding-Journalismus-Projekt, setzt auf rotierende Chefredeakteure. Jeder bekommt als Vize drei Monate Einarbeitung und hat danach ein Vierteljahr Zeit, die Republik mit eigenen Ideen zu prägen und nach außen zu repräsentieren. Für Kontinuität soll eine "schlanke Struktur aus Stahl" mit CvD, Textchef, Grafikern und Produzenten sorgen. Am 15. Januar startet das Online-Magazin mit seinen ersten Geschichten. Die verschiedenen Textformen sind nach Tiernamen wie Ameise, Elefant oder Adler benannt – abhängig von Länge und Aufwand.
project-r.constructionKommentieren ...

Zitat: Sven Gösmann wünscht sich bei der dpa mehr Diversität und weniger Berlin-Mitte.

"Ich möchte nicht gleich die Hells Angels hier haben, aber ein bisschen mehr Marzahn und etwas weniger Berlin Mitte darf es schon sein."

Die dpa hat Diversity für sich entdeckt und Chefredakteur Sven Gösmann wünscht sich im Interview mit dem "Journalist" weniger weiße Prototypen, wie er selbst einer ist.
journalist-magazin.de
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Anna-Beeke Gretemeier will stern.de zum Reportermagazin umbauen.

stern.de soll unter der Führung von Digital-Chefin Anna-Beeke Gretemeier näher an den gedruckten "stern" rücken und zum digitalen Reportermagazin werden, erzählt die 31-Jährige im Interview mit Meedia. Dafür setzt sie insbesondere auf Video-Content, der "zu jedem guten Text" als zusätzliche Einnahmequelle dienen soll.
meedia.de, turi2.de (Background) Kommentieren ...

Malta: Polizei nimmt zehn Verdächtige im Galizia-Mordfall fest.

Malta: Die Polizei verhaftet zehn Verdächtige im Mordfall an der Investigativ-Journalistin Daphne Caruana Galizia. Die Verdächtigen seien alle maltesische Staatsbürger, einige von ihnen vorbestraft. Galizia, die durch ihre Recherchen viele Feinde hatte, ist Mitte Oktober bei einem Anschlag durch eine Auto-Bombe gestorben.
spiegel.de, turi2.de (Feinde), turi2.de (Anschlag)Kommentieren ...

Meinung: Medien honorieren Krisenreporter zu schlecht.

Krisenreporter: Die Wertschätzung von Medien für die Arbeit von Krisenreportern verroht stark, meint die Schweizer NZZ-Korrespondentin Inga Rogg. Die teuren Berichte der Reporter würden teils als unnötig betrachtet. Für Berichte von freien Journalisten zahlten Redaktionen "einen Apfel und ein Ei". Paul Flückinger, Korrespondent des Netzwerks weltreporter.net, sagt, die schlechtere Kostenübernahme der Einsätze durch die Redaktionen erhöhe die Gefahr für die Journalisten.
derstandard.atKommentieren ...

fragebogen2: Nils von der Kall.

fragebogen2: "Zeit"-Marketingchef Nils von der Kall hatte schon früh ein Herz für den Journalismus. Doch in Redaktionen ist ihm das Tempo zu hoch. Der Bewunderer von Medien wie "Economist" und "Washington Post" erzählt im Video-Fragebogen, dass ihn seine Mutter zum Ausprobieren motivierte – wodurch er auf Verlagsseite landete. Ganz besonders hütet sich der Manager vor dem Eindruck, arrogant zu wirken.
turi2.tv (99-Sek-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Videointerview zur Zeit Akademie)Kommentieren ...

"Bild" wehrt sich mit Vorab-Bericht gegen Boris Beckers Gegendarstellung.


Im Fahrstuhl nach oben: Das Foto zeigt Boris Becker 2012 bei der Präsentation des "Bild"-Buches. Derzeit ist er auf die Zeitung nicht gut zu sprechen. (Foto: Jens Kalaene / dpa / Picture Alliance)

Matchball vor dem Showdown: "Bild" geht mit einer Sonderseite gegen Boris Becker in die Offensive. Der Ex-Tennisstar erwirkt eine Gegendarstellung auf dem Titel der morgigen Samstagsausgabe. Schon einen Tag vorher erklärt "Bild" in der Ausgabe von Freitag, dass Beckers Rechtsmittel mit der Realität wenig zu tun habe. Medienanwalt Matthias Prinz, Sohn von Ex-"Bild"-Chefredakteur Günter Prinz, eilt "Bild" per Interview zu Hilfe.

Im Streit zwischen Becker und "Bild" geht es um die Schlagzeile: "Boris verpfändet auch das Haus seiner Mutter". Becker stellt hierzu fest: "Ich habe das Haus meiner Mutter nicht verpfändet." "Bild" steht jedoch zu der Formulierung und beschreibt, das Haus habe als Sicherheit für ein Darlehen gedient. Nur weil ein Eintrag im Grundbuch fehlte, ist der Begriff "verpfändet" juristisch nicht wasserdicht. Anwalt Prinz bestätigt "Bild" auf stichworthafte Nachfrage, dass eine Gegendarstellung nichts über die Wahrheit einer Berichterstattung aussagt.
"Bild", S. 3, bild.de (Text), bild.de (Interview Prinz)Kommentieren ...

Video-Tipp: Otto-Brenner-Stiftung zeigt Aufzeichnungen ihrer Journalismus-Tagung.

Video-Tipp: In insgesamt drei Videos bietet die Otto-Brenner-Stiftung die Möglichkeit, sich nachträglich die medienpolitische Tagung vom 21. November anzuschauen. Neben einem Vortrag von Christian Nürnberger gibt es auch eine Podiumsdiskussion zum Thema "Journalismus zwischen Morgen und Grauen!", unter anderem mit Henriette Löwisch, Stefan Niggemeier und Sonia Seymour Mikich auf Abruf.
otto-brenner-stiftung.deKommentieren ...

Julia Stein kritisiert das hohe Tempo im Journalismus.

"Das hohe Tempo ist Gift für den Journalismus."

Julia Stein, Leiterin der Redaktion "Politik und Recherche" des NDR in Schleswig-Holstein spricht im Interview des Deutschlandfunks über die Klippen bei der Arbeit. Für sie ist es eine "Herausforderung, die kleinen Manipulationen im journalistischen Alltag aufzuspüren."
deutschlandfunk.de (7-Min-Audio)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Julia Stein über die Macht des Recherche-Tankers.
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"Washington Post" fällt nicht auf Fake-News-Attacke herein.

Washington Post wehrt einen Fake-News-Angriff ab. Eine Frau behauptet, dass sie der republikanische US-Senatskandidat Roy Moore als Teenager geschwängert habe. Diese Geschichte erweist sich jedoch als falsch. Die Frau arbeitet laut "Post"-Recherchen für eine Organisation, die vermeintliche Mainstream-Medien so per Fake-News vorführen will.
washingtonpost.comKommentieren ...

Zitat: Verleger sollten radikal umdenken, um ihre Firmen zukunftssicher zu gestalten.

"Wer als Chef vorlebt, dass es außer dem Job nichts gibt auf der Welt, darf sich nicht wundern, wenn der Führungskräftenachwuchs ihm ähnelt. Der Reflektierte missversteht dies nicht als Kompliment."

Christina Knorz, ehemalige Chefredakteurin des "Nordbayerischen Kurier", rät Verlegern zu einer "Revolution in Unternehmenskultur und Arbeitsabläufen".
"Journalistin" 2017, S. 17 (Paid), mediummagazin.de (Leseprobe)Kommentieren ...

Frauenzeitschriften steigern ihre Auflage mit Influencern, beobachtet Dennis Braatz.

Frauenzeitschriften setzen auf Influencer als Lockvögel, weil sie von ihren digitalen Reichweiten und der kostenlosen Werbewirkung profitieren, glaubt Dennis Braatz. Die Influencer kündigen die Zeitschriften z.B. auf ihrem Instagram-Account an, die Auflage steigt. Marcus Luft, Redaktionsleiter von "Gala Style", bestätigt, dass das Modell funktioniert, Influencer seien nichts anderes als Prominente.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Medien ignorieren die AfD inzwischen, beobachtet Mats Schönauer.

Medien lassen sich kaum noch von Provokationen der AfD ködern, nicht mal "mit Hakenkreuz und Hitler", beobachtet Mats Schönauer. Über Alice Weidels erste Bundestagsrede habe z.B. kaum ein Medium berichtet. Er findet zwar gut, dass die breite mediale Verstärkung der Partei abflacht, plädiert aber für "unaufgeregtes, einordnendes Hinschauen".
uebermedien.deKommentieren ...

"Bild" sollte SS-Ingenieur keine Bühne bieten, findet Moritz Tschermak.

bildlogoBild zitiert beim Zitat des Tages Raketeningenieur Wernher von Braun, der sich u.a. im KZ Buchenwald Häftlinge für seine Raketenproduktion ausgesucht und Karriere bei der SS gemacht hat, kritisiert Moritz Tschermak. Die Zeitung könne nicht die Leistungen von Brauns hervorheben, ohne seine Mitwisserschaft an NS-Verbrechen zu thematisieren.
bildblog.deKommentieren ...

G20-Affäre: Bundespresseamt plant Stelle für Akkreditierungsbeauftragten.

Bundespresseamt reagiert auf die Panne beim G20-Gipfel in Hamburg und setzt einen Akkreditierungsbeauftragten ein. Der Ansprechpartner wird Ende des Jahres ernannt und soll u.a. Sicherheitshinweise prüfen und eng mit dem Bundesinnenministerium und den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten.
dw.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Tim Mälzer hält von den meisten Gastro-Kritikern gar nichts.

"Die personifizierten Restaurantkritiker halte ich für die größten Vollidioten."

TV-Koch Tim Mälzer empfindet nur für den Gastronomie-Kritiker "Guide Michelin" Respekt. Die meisten Kritiker seien überschätzt, sagt Mälzer im Interview mit "Bilanz".
"Bilanz" 10/2017, S. 94-99 (Paid)

Weiteres Zitat aus dem Interview über seine Medienpräsenz:
"Ich funktioniere im Marketingkonzert sehr gut. Und das hilft mir vielleicht, die ein oder andere Qualitätsdelle auszugleichen, wenn's nur ums reine Kochen geht."Kommentieren ...

Ulrike Simon fürchtet komplexe Strukturen in Journalismus-Startups.

Neue Journalismus-Projekte tendieren dazu, von der Startup-Mentalität in die Konzern-Strukturen zu verfallen, die sie eigentlich verlassen wollten, schreibt Ulrike Simon. Das Schweizer Projekt R z.B. hat per Crowdfunding viel mehr Geld eingesammelt als erwartet und muss mit komplexen, juristischen Strukturen sicherstellen, dass keiner Macht und niemand Einfluss bekommt. Das deutsche Recherchebüro Correctiv hangelt sich von Geldgeber zu Geldgeber. Ein "Haus des gemeinnützigen Journalismus" in Berlin soll Beständigkeit schaffen - querfinanziert durch die Vermietung von Wohnungen.
daily.spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Wir graturilieren: Oscar Tiefenthal wird 61.


Wir graturilieren: Oscar Tiefenthal, Leiter der Evangelischen Journalistenschule, feiert heute seinen 61. Geburtstag. Im vergangenen Jahr hat ihn besonders gefreut, dass seine Journalistenschule das Projekt Amal, Berlin! erfolgreich gestartet hat - es liefert täglich auf Arabisch und Persisch Nachrichten für Flüchtlinge in Berlin. Acht geflüchteten Kollegen bietet es einen festen Arbeitsplatz. Aktuell plant der gebürtige Hamburger schon das nächste Projekt: Das Reportage-Magazin "Einsichten", das seine Journalistenschüler im Frühjahr 2018 produzieren werden.

Nur beim J-Cup, der Fußballmeisterschaft der deutschen Journalistenschulen, sieht Tiefenthal noch Luft nach oben: Bei dem Turnier hatte sein Team den Sieg verspielt und musste sich mit dem 3. Platz begnügen. Für die Zukunft nimmt sich Tiefenthal vor, mit seiner "wunderbaren Familie" um die Welt zu reisen. Seinen Geburtstag feiert er heute mit "einem guten Essen" in Berlin-Wilmersdorf. Glückwünsche sind ihm per Facebook und WhatsApp am liebsten, kommen aber auch per Mail an.Kommentieren ...

"New York Times" zeigt falschen Steinmeier auf ihrer Titelseite.

New York TimesNew York Times berichtet auf ihrer Titelseite über die gescheiterten Jamaika-Sondierungen und zeigt dazu ein Foto von Angela Merkel und Stefan Steinlein, Chef des Bundespräsidialamtes, den sie fälschlicherweise für Frank-Walter Steinmeier hält. Der Fehler könnte auch auf der missverständlichen Bildunterschrift der Nachrichtenagentur AP beruhen.
handelsblatt.com


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Townhall-Treffen sind keine gute Wahlberichterstattung, kritisiert Bernd Gäbler.

Politikjournalismus: Die bei TV-Sendern so beliebten Townhall-Treffen haben wenig mit Journalismus zu tun, meint Journalistik-Professor Bernd Gäbler. Erstens könnten die dort vom Publikum vorgebrachten Einzelfälle nicht für die Gesamtheit stehen und auch nicht nachgeprüft werden. Zweitens stehe statt den politischen Programmen im Vordergrund, wie gut die Politiker im Direktkontakt mit dem Volk "können". Außerdem entstünden keine großen Diskurse, wenn Altenpfleger Altenpfleger-Themen ansprechen und Rentner Renten-Fragen.
meedia.deKommentieren ...

lexikon2: David Schraven.


David Schraven ist der Vorkämpfer für gemeinnützigen Investigativ-Journalismus in Deutschland. 2014 gründet er mit Mitstreitern das Recherchebüro Correctiv. Er räumt mit seiner Recherche-Truppe Preise ab und baut mit Cordt Schnibben die gemeinnützige Journalistenschule Reporterfabrik für Bürger und Journalisten auf. Weiterlesen …