Journalisten verifizieren Tweets zu selten, glaubt Tommaso Debenedetti.

Twitter: Tommaso Debenedetti verbreitet seit Jahren quasi mit links Fake News, sagt er im Interview mit dem ARD-Faktenfinder. Journalisten scheiterten noch immer daran, Accounts zuerst zu verifizieren. Außerdem behandelten sie Twitter im Wettbewerb um die schnellste News wie eine Presseagentur.
faktenfinder.tagesschau.deKommentieren ...

Zitat: Der Medienwandel wird journalistische Arbeit unsicherer und belastender machen.

"Weil der Weg zur Nachhaltigkeit wirklich nicht klar ist, müssen diejenigen, die im Journalismus arbeiten, unvermeidlich für einen kontinuierlichen Wandel bereit sein, und ich fürchte, die Arbeitsbelastung und die Unsicherheit werden zunehmen."

Lucy Küng, Professorin für Medieninnovation an der Uni Oslo, sieht Medien in der Zwangslage, bei schwindenden Ressourcen ihre Produkte neu ausrichten zu müssen.
derstandard.atKommentieren ...

Zitat: Stefan von Holtzbrinck beobachtet im Digitalen Besserungen im Journalismus.

"Journalisten wollen nicht einfach nur im virtuell vorgeprägten Mainstream mitschwimmen, sondern setzen noch stärker darauf, eigene, tiefer recherchierte und damit noch bessere Artikel zu schreiben."

Wissenschaftsverleger Stefan von Holtzbrinck sieht die Diskussion um Fake News positiv: Laien wie auch Medienprofis schauen kritischer auf Quellen.
"Handelsblatt", S. 28-29 (Paid)Kommentieren ...

Facebook-Helfer checken mutmaßliche Fake News in Indien.

Facebook startet einen Fact-Checking-Test in Indien. Mitarbeiter der Organisation Boom prüfen täglich zwei bis drei Geschichten, die sich im Bundesstaat Karnataka verbreiten. Sind sie falsch, zeigt Facebook sie seltener im Newsfeed. In Karnataka gibt es bald regionale Wahlen, Indien wählt 2019. Größer als bei Facebook ist das Fake-News-Problem bei WhatsApp, das 200 Mio Nutzer im Land hat. In Deutschland halfen die Rechercheure von Correctiv als Fact-Checker aus.
buzzfeed.comKommentieren ...

Politik-Journalist und Ex-Senatssprecher Helmut Lölhöffel, 74, ist tot.

Helmut Lölhöffel ist tot. Der Journalist und frühere Berliner Senatssprecher erlag im Alter von 74 Jahren einer schweren Krankheit. Helmut Lölhöffel war von 1974 bis 2000 Bonner und Berliner Korrespondent für die "Süddeutsche" und später die "Frankfurter Rundschau". (Archivfoto aus dem Jahr 2000, Quelle: Picture Alliance)
sueddeutsche.de, fr.deKommentieren ...

Zahl des Tages: 45 Journalisten wollen die Arbeit von Daphne Caruana Galizia vollenden.

Zahl des Tages: Genau 45 Journalisten von 18 internationalen Medien arbeiten zusammen, um die Recherchen der ermordeten maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia abzuschließen. An der Recherche beteiligen sich u.a. WDR, NDR, "Süddeutsche Zeitung" und "Zeit". Die Recherche-Ergebnisse sollen ab Dienstag veröffentlicht werden.
twitter.com (1-Min-Video), forbiddenstories.org, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Medien wollen auf Journalismusfestival in Perugia von Facebook lieber Geld als Datenschutz.

Facebook-LogoFacebook-Datenskandal spielt beim Internationalen Journalismusfestival in Perugia kaum eine Rolle, beobachtet Alexander Fanta. Stattdessen diskutieren die Medien-Vertreter zentral den Einfluss von Facebook auf klassische Medien, ärgern sich über ständige Änderungen am Newsfeed und fordern, dass das Social Network in die Ausbildung von Journalisten investieren soll.
netzpolitik.orgKommentieren ...

Redaktionen haben Nachholbedarf bei der Korrektur von Eilmeldungen.

Eilmeldungen, die sich später als falsch herausstellen, werden von vielen Medien nicht ausreichend richtig gestellt, beobachtet Boris Rosenkranz. Er zeigt am Beispiel einer Meldung, die Russland als vermeintliches gesichertes Herkunftsland des Giftgases im Fall Skripal angibt, wie falsche Informationen unter anderem auf Twitter uneingeordnet stehen bleiben.
uebermedien.deKommentieren ...

DJV fordert Gesetz zur Regelung von Auskunftsansprüchen von Journalisten.

djv-LogoDJV spricht sich für eine gesetzliche Regelung der Auskunftsansprüche der Presse aus, auf Landesebene existiert sie bereits. Der DJV-Vorsitzende Frank Überall sagt, er sei besorgt über den Kommentar eines leitenden Beamten aus dem Kanzleramt, der schreibt, die Gatekeeper-Funktion herkömmlicher Presse verliere an Bedeutung. Regierungssprecher Steffen Seibert sagt, es handele sich dabei nicht um die Position der Bundesregierung.
djv.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Journalisten diskutieren Umgang mit sozialen Medien.

Lese-Tipp: "Welt"-Digitalberaterin Niddal Salah-Eldin, Ex-ZDF-Chef Nikolaus Brender, "Westdeutsche-Zeitung"-Chef Ulli Tückmantel und Kommunikations-Professor Carsten Reinemann diskutieren, wie Journalisten angemessen in sozialen Medien auftreten können. Brender meint, ein Journalist werbe nicht - dies gelte auch für Eigenwerbung. Salah-Eldin sagt, ihre "Welt"-Redaktion wolle die Meinungsvielfalt der Mitarbeiter auch in den sozialen Medien abbilden.
"Süddeutsche Zeitung", S. 25, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Lokaljournalismus muss Graustufen abbilden, findet Benjamin Piel.

Lokaljournalismus sollte seine Leser nicht erziehen wollen, sondern die Basis für Argumente-Austausch bilden, findet Benjamin Piel, ab Sommer Chefredakteur des "Mindener Tageblatt″. Guter Lokaljournalismus müsse alle Graustufen zeigen, alle Beteiligten zu Wort kommen lassen und dürfe z.B. nicht versuchen, Menschen von Trump oder der AfD wegzulotsen.
kress.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Ranga Yogeshwar findet das Fernsehen zu laut.

Ranga Yogeshwar sagt im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt", er habe ein gespaltenes Verhältnis zum Fernsehen, weil es "sehr laut geworden" sei. Der "Quarks"-Moderator und Diplom-Physiker will lieber ruhig und besonnen Dinge erklären. Er sieht sich als Wissenschaftsjournalist, nicht als Moderator – weil viele von ihnen "über Themen reden, ohne sie richtig zu verstehen".
abendblatt.deKommentieren ...

Meinung: Politico hat sich zum exklusiven Leserclub für Zahlungskräftige entwickelt.

Politico schließt den Großteil der Öffentlichkeit aus, weil das Angebot für eine Pflichtlektüre "für viele schlicht zu teuer" ist, findet Alexander Mühlauer und fragt sich, "was das noch mit klassischem Journalismus zu tun hat". Mit dem kostenlosen Newsletter Brussels Playbook wolle das Portal diesen Vorwurf entkräften.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Analyse: Evangelisch.de lockt mit Beiträgen zu christlichen Tattoos junge Leser.

Evangelisch.de setzt sich bei jungen Lesern besonders mit Berichten über christliche Tattoos oder Fastenaktionen wie "Sieben Tage ohne" durch, beobachtet Sophie Krause. Dabei erreicht das Onlineportal gleichermaßen weibliche und männliche Leser, die im Durchschnitt 30 bis 35 Jahre alt sind. Die Leser des "andächtig weinrot gestalteten" Katholisch.de hingegen sind durchschnittlich 48,5 Jahre alt und überwiegend männlich – der Instagram-Account Inhalten zu einer Pilgerreise nach Israel und täglichen Bibelsprüchen soll auch dem katholischen Portal mehr junge Leser bescheren.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Troll-Journalismus zieht in journalistische Institutionen ein.

Troll-Journalismus hat es von den "Klowänden des Internets" in seriöse Medien geschafft, beobachtet Alf Frommer in der Titelgeschichte der aktuellen "Zeit" von Jens Jessen. Jessen verzerre mit seinem "weinerlichen Abgesang auf den Mann" ein wichtiges gesellschaftliches Thema, "um nach Aufmerksamkeit zu heischen". Er stelle sich damit auf eine Stufe mit Ronja von Rönne und Julian Reichelt.
bildblog.deKommentieren ...

Zitat: NDR-Reporter Michel Abdollahi verunsichert Gesprächspartner, indem er zuhört.

"Ich bin kein Ausfragejournalist, eher ein Gesprächsjournalist."

NDR-Reporter und Performance-Künstler Michel Abdollahi sagt im "Journalist"-Interview, dass die meisten Menschen einfach nicht mehr damit rechnen, dass ihnen jemand zuhört und sie ausreden lässt.
"Journalist" 4/2018, S. 31-35 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Wenn mir jemand sagt, er mag keine Moslems, weise ich ihn ruhig darauf hin, dass ich auch einer bin und fordere ihn unterschwellig dazu auf, mir zu sagen, dass er mich auch nicht mag. Das verunsichert enorm."

"Wenn mir ein Sponsor ermöglicht, Inhalte zu vermitteln, die mir wichtig sind, bin ich da zu Kompromissen bereit. Es muss einfach nicht per se schlecht sein, wenn etwas mit Hilfe von Werbung sehenswert wird."

"Ich bin ein Kind der alten Glotze. Anmachen, hinsetzen, gucken. Ich mag es, wenn ein Format nach 45 Minuten vorbei ist und eine Woche später zur gleichen Zeit weitergeht."Kommentieren ...

Video-Tipp: Rund 200 US-Lokalsender senden synchron gegen "Fake News".

Sinclair Broadcast, eine US-Mediengruppe mit rund 200 lokalen TV-Sendern, hat den Moderatoren seiner Stationen ein Trump-freundliches Kommuniqué zum Thema Fake News vorgegeben. Der Inhalt durfte nicht verändert werden, Stationsschefs und Moderatoren fürchteten offenbar um ihre Jobs. Das Blog Deadspin hat die gleichgeschalteten Sequenzen zusammengeschnitten.
deadspin.com

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Wirkung von konstruktivem Journalismus ist nicht erwiesen.

Konstruktiver Journalismus erhält in Wellen immer wieder Aufmerksamkeit, beobachtet René Martens. Aktuell gibt es verschiedene Formate in allen Mediengattungen. Kritiker bemängeln jedoch Wohlfühljournalismus oder Aktivismus. Der Kommunikationswissenschaftler Klaus Beck betont zudem, dass nicht erwiesen sei, dass konstruktiver Journalismus zu mehr Mitgefühl und Engagement führe oder dazu, dass die Leser besser informiert seien.
taz.deKommentieren ...

Mexiko verurteilt zwei Polizisten wegen Mordes an einem Journalisten.

Mexiko: Ein Gericht verurteilt zwei Polizisten zu 25 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 18.000 Dollar für den Mord an Journalist Moises Sanchez. Sanchez, Gründer der Zeitung La Union, aus seinem Haus in Veracruz gekidnappt und seine Leiche später zerstückelt aufgefunden. Der Bürgermeister von Veracruz, der den Mord in Auftrag gegeben haben soll, ist weiter flüchtig.
theguardian.comKommentieren ...

Meinung: Roboter schreiben Texte, die Journalisten nicht schreiben wollen.

ChatbotsRoboter-Journalismus: Die Textmaschinen verfassen Artikel, die noch nie jemand schreiben wollte, detaillierte Vorberichte zu den untersten Amateurligen etwa, schreibt Bernd Graff - ohne Hilfe von künstlicher Intelligenz. Die niederländische Nachrichtenagentur ANP lässt menschliche Texte von Robotern redigieren, um sie verständlicher und besser zu machen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 13 (Paid)Kommentieren ...

Presserat: Nicht repräsentative Online-Umfragen müssen gekennzeichnet sein.

Online-Umfragen unter Lesern, die nicht repräsentativ und auch nicht als solche gekennzeichnet sind, verstoßen gegen den Pressekodex, entscheidet der Presserat. Konkret ging es um eine Umfrage auf der Seite des "Münchener Merkurs", die ohne das Speichern von Cookies leicht manipulierbar war, berichtet Stefan Fries. Durch die fehlende Transparenz werde die journalistische Glaubwürdigkeit gefährdet.
deutschlandfunk.deKommentieren ...

Volker Stennei ist neuer Sprecher des Presserats.

Presserat wählt Volker Stennei zu seinem neuen Sprecher. Der Geschäftsführer beim Zeitungsverlag Rubens und Chefredakteur des Hellweger Anzeigers wird vom BDZV in den Presserat entsandt und löst den bisherigen Sprecher Manfred Protze von der DJU ab. Protze ist künftig Vize-Sprecher. Stennei will den Presserat als Stimme in
medienethischen Debatten stärken.
presserat.de (PDF)Kommentieren ...

Zitat: Marietta Slomka ist kein Fan von Fernsehen in HD.

"Mit HD sehen sie den kleinsten Make-up-Krümel auf der Backe. Das ist auch nicht authentisch, weil sie in natura ja normalerweise nicht mit Vergrößerungsglas und Lampe an ein Gesicht rangehen – außer Sie sind Kosmetikerin."

"heute journal"-Moderatorin Marietta Slomka erklärt im "stern"-Interview, warum sie die hoch auflösende HD-Technik eher für Natur-Dokus und Sportereignisse geeignet findet.
"stern" 13/2018, stern.de (Vorabmeldung)Kommentieren ...

Zahl des Tages: 88 % der Journalisten halten Gespräche für wichtigste Info-Quelle.

Zahl des Tages: Genau 88 % der Journalisten halten das persönliche Gespräch für ihre wichtigste Informationsquelle, sagt eine Studie des dpa-Streudienstes news aktuell. Auf Platz 2 folgen Pressemitteilungen, die 86 % der befragten Journalisten nutzen. Im Vergleich zu 2016 steigt der Anteil der Journalisten, die soziale Medien als Quelle verwenden, um sechs Prozentpunkte. Viele Journalisten kritisieren einen fehlenden Dienstleistungsgedanken bei Pressestellen.
newsaktuell.deKommentieren ...

Informantin der ermordeten Journalistin Caruana Galizia stellt sich der Polizei.

Daphne Caruana Galizia: Eine untergetauchte Informantin der ermordeten maltesischen Journalistin stellt sich offenbar aus Angst um ihr Leben der griechischen Polizei. Die mit einem Europäischen Haftbefehl gesuchte Russin und Ex-Bankangestellte Maria Efimova hatte Caruana Galizia Unterlagen zugespielt, die nahelegen, dass die Ehefrau des maltesischen Regierungschefs Bestechungsgeld aus Aserbaidschan erhalten hat. Die maltesische Investigativ-Journalistin Caruana Galizia wurde im Oktober durch eine Auto-Bombe ermordet.
orf.at, theguardian.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Google nennt Verlags- und Journalismus-Kooperationen jetzt GNI.

Google vereint seine Kooperationen mit Medienunternehmen und Journalisten unter der Marke Google News Initiative (GNI). Sie hat für drei Jahre 300 Mio Dollar zur Verfügung. Die GNI will Verlagen weltweit helfen, digitale Abos zu pushen, will Fake News bekämpfen und neue Technologien subventionieren.
horizont.net, newsinitiative.withgoogle.comKommentieren ...

Medienforum NRW fällt aus und soll neu konzipiert werden.

Medienforum NRW fällt zum ersten Mal seit Gründung in den 1980er Jahren aus, berichtet Volker Scharninghausen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat dem Landtag demnach mitgeteilt, in der Medienbranche bestehe kein Interesse an einem Medienforum "alter Prägung". Nun soll ein neues Konzept für ein Medienforum entwickelt werden. Seit Dezember wirkt Sandra Winterberg als Chefin der Konferenz.
new-business.de, dwdl.deKommentieren ...

Ulrich Kelber will Bundesdatenschutzbeauftragter werden.

Ulrich Kelber, bis vor kurzem SPD-Staatssekretär im Bundesjustizministerium, kandidiert im Dezember für die SPD als Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Die aktuelle Amtsinhaberin ist Andrea Voßhoff. Auf Twitter wird Kelber für seine Zustimmung zur Vorratsdatenspeicherung kritisiert.
ulrich-kelber.de, twitter.com (Kritik)Kommentieren ...

Kanzlei im Zentrum der Panama Papers macht dicht.

Mossack Fonseca, die Anwaltskanzlei im Zentrum der Panama Papers, stellt ihre Geschäfte ein - wegen "Imageschaden" durch eine "Medienkampagne". Anfang 2016 hatte ein Journalisten-Konsortium über die Kunden der Kanzlei und ihre rund 200.000 Briefkastenfirmen berichtet. Nach eigenen Angaben hatte Mossack Fonseca zuvor in 40 Ländern insgesamt rund 600 Mitarbeiter.
spiegel.deKommentieren ...

Schweden will mehr Staatsgeld in lokale Medien investieren.

Schweden will seine regionale Medienlandschaft schützen und reicht einen Vorschlag für neue Subventionen beim Parlament ein. Teile Schwedens seien "weiße Flecken auf der Medienlandkarte", ohne Tageszeitungs-Redaktionen, lokale Radiosender oder sonstige Medien. Schweden subventioniert seine Presse seit den 70er Jahren und will nun auch digitalen Medien helfen.
horizont.netKommentieren ...

Verfassungsgericht: Offene Fragen sind keine Tatsachen-Behauptungen.


Nicht nett, aber legal: Das Bundesverfassungsgericht entscheidet im Streit zwischen Günther Jauch und Klaubt zugunsten des Verlags und setzt damit in Sachen Gegendarstellungen ein klares Zeichen. Die Richter beschließen, dass offene Fragen auf Titelseiten allein keine Tatsachenbehauptungen sind, die Betroffene – meist Prominente – zu einer Gegendarstellung berechtigen.

Die Regenbogenpresse wird sich freuen, besonders realitätsnah war die strittige Schlagzeile "Sterbedrama um seinen besten Freund - Hätte er ihn damals retten können?" nämlich nicht. Die "Woche der Frau" fragte damit 2012 auf dem Titel, ob Jauch Michael Schumacher hätte helfen können. Das Oberlandesgericht Zweibrücken gab Jauchs Beschwerde recht, der Verlag druckte daraufhin eine Gegendarstellung und sollte die Kosten für das Verfahren bezahlen. Dagegen legte Klambt Beschwerde vor dem Verfassungsgericht ein. Eine andere Kammer des OLG muss nun neu entscheiden.
stuttgarter-zeitung.de, welt.deKommentieren ...

Europa-Politiker Sven Giegold regt europäische Journalismus-Plattform für EU-Politik an.

Europa EU-Flagge SterneEU-Journalismus: Der Grünen-Politiker Sven Giegold fordert eine öffentlich-rechtliche Plattform speziell für EU-Berichterstattung. Im Interview mit "Zapp" wünscht sich der Europa-Abgeordnete "eine Art 'Airbus-Projekt' für die europäische Öffentlichkeit", also einen Sender oder Internetkanal auf dem Journalisten aus ganz Europa gemeinsam kritisch über EU-Politik berichten. "Das könnten wir auch mit einem Teil der Rundfunkbeiträge finanzieren."
ndr.de/zappKommentieren ...

Google und Facebook werden für News zahlen, glaubt Jonah Peretti.

Nachrichten sind nicht per se ein schlechtes Online-Geschäftsmodell, argumentiert BuzzFeed-Chef Jonah Peretti. Google und Facebook müssten früher oder später die Produktion hochwertiger News unterstützen, um nicht reguliert zu werden. Wer wie BuzzFeed Qualitäts-Nachrichten digital mit hoher Reichweite biete, habe eine Chance - und gegenüber z.B. der "New York Times" und der "Washington Post" einen Kostenvorteil.
digiday.comKommentieren ...

Zitat: Klaas Heufer-Umlauf interessiert sich nicht für Journalismus.

Klaas Heufer-Umlauf"Für Journalismus interessiere ich mich bedingt. Manchmal ist ein journalistischer Blick auf die Dinge hilfreich, aber nur Journalist? Dann hätte ich wohl kaum Viva als Einstieg in den Beruf gewählt."

Klaas Heufer-Umlauf sagt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", dass er die Interviews in seiner neuen Late-Night-Show nicht mit journalistischen Interviews gleichsetzen würde.
"Süddeutsche Zeitung", S. 38 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Video-Tipp: Isabell Hülsen wertet 2.500 Leser-Reaktionen aus.

Video-Tipp: "Spiegel"-Redakteurin Isabell Hülsen, Autorin des kürzlichen Artikels über die Entfremdung der Gebildeten von den Medien, analysiert mehr als 2.500 Leser-Reaktionen auf ihren Text. Das Feedback sei sehr konstruktiv gewesen, u.a. sei eine klare Trennung von Nachricht und Kommentar gefordert worden. Journalismus sei heute Beziehungsarbeit mit den Lesern, meint Hülsen. Der "Spiegel" plant Konferenzen für den weiteren Austausch mit Lesern.
spiegel.de (2-Min-Video, Paid), "Spiegel" 11/2018, S. 74-77 (Leser-Zuschriften, Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...