Mein Homescreen: Valerie Krämer.


Valerie Krämer, Leiterin Markenpartnerschaften beim Medien-Startup Opinary, hat einen Hang zum Minimalismus und das spiegelt auch ihr Homescreen wider – dezenter Hintergrund und Reduktion auf das Wichtigste. Ihr Sperrbildschirm zeigt den Spruch "do things that matter", den sie sich als Motivation und Mission sowohl für ihr privates als auch berufliches Leben gesetzt hat. Weiterlesen …

Zitat: Anne Will büffelt vor ihren Talkshows Fakten.

"Während der Sendung kann ich nicht sagen: Ach, das ist ja total interessant, das schlage ich morgen mal nach! Ich sollte das in dem Moment gleich auf der Pfanne haben!"

Talkshow-Expertin Anne Will erklärt, warum sie vor jeder Sendung ein zwanzigseitiges Fakten-Dossier zum Thema und Ausarbeitungen über alle Gäste beinahe-auswendiglernt.
tagesspiegel.de

weitere Zitate:
"Ich muss sofort erkennen können, wenn jemand totalen Blödsinn redet oder wenn er Hetze betreibt. Dann muss ich das natürlich sofort unterbrechen und benennen: Geht nicht! Oder: Ist falsch!"

"Topmanager führender Unternehmen kommen nie, egal wie oft sie angefragt werden."

"Wir sind inhaltlich angebunden in der Abteilung für Politik und im Zeitgeschehen - nicht in der Unterhaltung. Wir sind vor allen Dingen und zuallererst eine politische Sendung."1 Kommentar

"SZ": Gabriel und Schröder haben Yücels Freilassung vorangetrieben.


Auf die Sprünge geholfen: Die "Süddeutsche Zeitung", der NDR und der WDR haben monatelang recherchiert, wie deutsche Geheimdiplomatie funktioniert – am Fall Deniz Yücel. Georg Mascolo und Christiane Schlötzer beschreiben in der "SZ am Wochenende" ausführlich, wie Sigmar Gabriel mithilfe von Gerhard Schröder im Geheimen die Fäden gesponnen hat, um Yücel freizubekommen.

Schröder sei "der einzige Deutsche, dem er noch vertraue", soll Erdogan einmal gesagt haben, deshalb wurde der Altkanzler ins Boot geholt. Die Journalisten haben eingewilligt, erst nach der Freilassung zu berichten, um sie nicht zu gefährden. Gabriel und Schröder haben sich jeweils mehrere Male mit Erdogan getroffen, u.a. in Rom und in Istanbul, um die Bedingungen der Freilassung auszuhandeln.

Sie stand zwischenzeitlich auf wackeligen Füßen, weil die Türken durch die GroKo-Verhandlungen und die innerparteilichen Probleme der SPD unsicher waren, ob Gabriel noch der richtige Verhandlungspartner sei. Einen Deal habe es nicht gegeben, sagt Gabriel gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".
"SZ am Wochenende", S. 3 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Bernhard Pörksen erschafft in einer Utopie die redaktionelle Gesellschaft.

Medienkompetenz sollte in Schulen unterrichtet werden, fordert Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen in der "Zeit". Er wünscht sich eine re­dak­tio­nel­le Ge­sell­schaft, in der der Jour­na­lis­mus zur All­ge­mein­bil­dung gehört. In seiner Utopie werden "die Nor­men und Prin­zi­pi­en ei­nes ide­al ge­dach­ten Jour­na­lis­mus" zum Wer­te­ge­rüst der Gesellschaft.
"Zeit" 08/2018, S. 68 (Paid)Kommentieren ...

Emmanuel Macron verlegt Pressesaal aus dem Elysée-Palast.

Korrespondenten im Elysée-Palast müssen den Pressesaal im Ehrenhof nach 40 Jahren räumen, da dieser als Konferenzraum für die Berater des Präsidenten benötigt wird. Der Pressesaal müsse aus Platzgründen in ein Nebengebäude verlegt werden. Journalisten sehen darin den "politischen Willen, die Presse auf Abstand zu bringen".
persoenlich.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Republik präsentiert sich als qualitativ hochwertiges Medien-Startup.

Republik, crowd-finanziertes Schweizer Online-Magazin, besticht nicht mit besonders originellen Themen, sondern mit der "Liebe zum Detail, zum journalistischen Handwerk", analysiert Brigitte Baetz. Das Konzept der Macher "Journalismus ohne Bullshit" sei bei dem schweizer Portal gelungen aufgegangen.
deutschlandfunk.deKommentieren ...

#FreeDeniz: "Welt" berichtet über politische Gefangene.

Deniz Yücel sitzt heute seit einem Jahr ohne Anklageschrift in einem türkischen Gefängnis. Die "Welt" sucht Mut machende Worte für ihren Korrespondenten: Auf einer Doppelseite erzählen politische Gefangene "verschiedener Zeiten und Länder", wie sie ihre Haft "erlebt und überlebt" haben.
"Welt", S. 6-7Kommentieren ...

Ex-Mitarbeiterin verklagt Vice wegen systematisch ungleicher Bezahlung.


Bezahl-Schranke: Elizabeth Rose, Ex-Mitarbeiterin von Vice Media in New York und Los Angeles, hat Klage gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber eingereicht. Vice diskriminiere weibliche Angestellte systematisch und bezahle ihnen absichtlich weniger als männlichen Kollegen mit gleichen oder vergleichbaren Aufgabengebieten. Damit habe Vice Media sowohl Gesetze zur gleichen Bezahlung in New York und Kalifornien, als auch den Federal Equal Pay Act gebrochen.

Rose, die von 2014 bis 2016 u.a. als Projektmanagerin bei Vice Media gearbeitet hat, habe durch interne Memos von den systematischen Gehaltsunterschieden erfahren. Sollte es zu einer Sammelklage kommen, könnten sich daran bis zu 700 Frauen beteiligen. Vice Media gibt gegenüber der "L.A. Times" an, die Beschwerden zu prüfen.
latimes.comKommentieren ...

Zitat: Medien müssen in den sozialen Netzwerken mehr moderieren.

"Mit dem Verweis auf die Netiquette ist es nicht getan, es wäre was, wenn diese auch eingehalten würden."

Hannes Ley, Kommunikationsberater und Gründer der Gegenrede-Initiative #Ichbinhier, wünscht sich im Interview mit teleschau.de von den Medien mehr Moderation und weniger Clickbait-Teaser in den sozialen Netzwerken.
teleschau.deKommentieren ...

Eine Redaktion, zwei Marken: Wie "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier" im gemeinsamen Newsroom entstehen.


BoulevaRegionalzeitung: DuMont hat in Berlin eine ungewöhnliche Redaktion etabliert. Ein gemeinsames Team erstellt das Abo-Blatt "Berliner Zeitung" und den Boulevard-Titel "Berliner Kurier". Chefredakteur Jochen Arntz zeigt in der turi2.tv-Videoreportage, wie das funktioniert. Nach Personal-Abbau und vollzogener Vereinigung kündigt er neue Bezahl-Apps und Newsletter an.

150 Mitarbeiter zählt die Redaktionsgemeinschaft, ansässig direkt an der alten Zonengrenze zwischen Kreuzberg (West) und Mitte (Ost), geleitet die vom Dreigestirn Arntz, Elmar Jehn und Thilo Knott. Arntz verschweigt nicht, dass die Zusammenlegung keine Liebeshochzeit war. Eine Redaktion müsse "wirtschaftlich sein", sagt er, was so viel heißt wie: Auf dem turbulenten Berliner Zeitungsmarkt war Sparen angesagt. Viele Mitarbeiter mussten im Zuge der Zusammenlegung gehen. Arntz versucht es positiv zu nehmen: "Wir haben eine Redaktion neu aufbauen können - von der Technik und den Arbeitsabläufen her."

Im Alltag gibt es nun gemeinsame Ressorts, aus denen sowohl lange "Berliner Zeitung"-Stücke wie auch knallige "Kurier"-Schlagzeilen kommen – für die Zeitungen und die digitalen Kanäle. Arntz sagt, dass alle voneinander profitieren, fügt jedoch hinzu: "Wir haben unsere Dinge zusammen geworfen, wissen aber auch, wann wir sie wieder trennen müssen." Anders gesagt: Der "Kurier" beschäftigt sich häufiger mit den Schönheiten des weiblichen Körpers, die "Berliner Zeitung" widmet sich den schönen Künsten eher im Feuilleton.

Trotz aller Unterschiede startet der Berliner Newsroom nun auch gemeinsame Produkte. Ohne großen Rummel kam Ende 2017 die App Best of Berlin in die Stores. Sie bereitet täglich zehn Themen in anspruchsvoller Mobil-Ansicht auf; nach 30 Testtagen kostet sie 4,99 Euro. Arntz linst wie die Kollegen vom "Tagesspiegel" auf die Zielgruppe der Entscheider. Er sieht noch Potenzial für neue Spezial-Bezahlangebote, wie etwa Newsletter.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Auch bei turi2.tv: Jochen Arntz zeigt die Sonderausgabe der "Berliner Zeitung" zum Mauer-Jubiläum.
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Zitat: Ideologische Journalisten gefährden den Journalismus, sagt Frederik Pleitgen.

"Wenn man sich einmal positioniert hat, kommt man nur sehr schwer aus dieser Ecke heraus."

Frederik Pleitgen, Senior International Correspondent bei CNN sagt im Interview mit "New Business", Journalisten, die in den sozialen Medien für Gruppen oder Ideologien Partei ergreifen, gefährden den Qualitätsjournalismus.
presseportal.deKommentieren ...

Zitat: Bloß keine Homestories, rät Medienrechtler Ralf Höcker.

"Wenn Sie Journalisten in Ihr Wohnzimmer lassen, bleiben die da sitzen."

Medienanwalt Ralf Höcker muss nicht nur naiven Promis, sondern auch Wirtschaftslenkern öfter das Prinzip der Selbstöffnung erklären.
prreport.de

Weitere Zitate:

"Wenn ein CEO sich mit seinem Auto, seiner Frau und seinen Haustieren fotografieren lässt und erzählt, wie toll sein Familienleben ist, und er drei Monate später besoffen aus dem Puff kommt und einen Hund tot fährt, kann er den Bericht darüber in der 'Bild' natürlich nicht mehr verhindern."

"Es gibt Ausnahmen, bei denen ich Mandanten rate, auch mit privaten Dingen an die Öffentlichkeit zu gehen. Aber da geht es eher darum, ein komplett ramponiertes Image wieder aufzubauen."Kommentieren ...

Zitat: Thomas Knüwer sieht gewollte Kritik am Lufthansa-Design.

"So manifestiert sich am blau-weißen Kranich eine Deformation der Medienwelt. Sie erwartet immer und überall den Krawall, den Irrsinn, sie erwartet Hass und den Shitstorm, vielleicht will sie ihn gar."

Thomas Knüwer schreibt in seinem Blog, Medien würden Kritik am neuen Lufthansa-Markendesign herbeireden und damit die Stimmung der Leser beeinflussen.
indiskretionehrensache.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"New York Times" veröffentlicht eine AR-Story über vier US-Olympioniken.

New York TimesNew York Times veröffentlicht einen Beitrag über vier US-Olympia-Sportler, der auf Augmented Reality basiert. Die Zeitung hat dafür mit Ralph Lauren kooperiert, die Marke ist offizieller Ausstatter der US-Teams und hat einen Teil des Beitrags gesponsert. Bisher können nur iOS-Nutzer die AR-Inhalte erleben, die Zeitung arbeitet aber an einer Android-Version.
nytimes.comKommentieren ...

Deutsche Journalisten schießen sich auf Macron als Erlöser-Figur ein, schreibt Benedict Neff.

Journalismus: Deutsche Journalisten schwärmen für den französischen Präsidenten als Retter der EU, beobachtet Benedict Neff. Die "Zeit" betitelt ihn als "Heiland", die "Süddeutsche Zeitung" als "Held", die "Welt" als "Visionär". Die "beklemmende Regierungsbildung in Berlin" sei Ursache der Verknallerei, das journalistische Mitgefühl für Merkel hingegen fast aufgebraucht.
nzz.chKommentieren ...

BND-Journalistenklage nutzt Pressefreiheit als Vorwand, glaubt Christian Rath.

Journalisten, die beim Bundesverfassungsgericht gegen das BND-Gesetz klagen, tun das nur am Rande, um die Pressefreiheit zu schützen, glaubt Christian Rath. Im Kern gehe es um die Fernmeldefreiheit von allen, für die Öffentlichkeitsarbeit eigneten sich überwachte ausländische Journalisten aber besser als z.B. "überwachte ausländische Rüstungsmanager." Journalisten, die ihre Kommunikation mit Informanten schützen wollen, müssen sie auch künftig verschlüsseln, glaubt Rath.
taz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Es gibt im Journalismus keinen Kompromiss, sagt Anja Reschke.

"Wenn Holocaust-Leugner behaupten, es seien keine Juden ermordet worden und die Realität liegt bei sechs Millionen – einigt man sich dann gütlich bei drei?"

"Panorama"-Moderatorin Anja Reschke glaubt, dass Journalismus Tatsachen zeigen soll, nicht die Rezipienten streicheln.
journalist-magazin.de (Kurzfassung)

Weitere Zitate:
"Man gerät im Falle eines Shitstorms schnell in eine Rechtfertigungsposition, um sich und seine Arbeit zu verteidigen. Da rate ich zum Bremsen. Schenk dem Hass nicht zu viel Aufmerksamkeit."

"Das Alleinstellungsmerkmal der publizistischen Willensbildung durch Journalisten ist verloren. Die neue Frage lautet daher: Was ist der Unterschied, der Mehrwert von journalistischen Produkten
im Gegensatz zu allen anderen, die da publizieren? Das ist ja entscheidend für die zukünftige Finanzierung des Journalismus."


"Die Kräfte, die die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Systems in Deutschland fordern, haben vor allem ein politisches Interesse. Es geht in Wahrheit doch keinem um Volksmusik oder Sportrechte."Kommentieren ...

DJV will 4,5 % Lohnplus für Zeitschriften- und private Rundfunk-Redakteure.


Hey Boss, ich brauch mehr Geld: Der Deutsche Journalisten-Verband verlangt ein saftiges Upgrade von Verlagen und Sendern. Journalisten in Zeitschriften-Redaktionen und im privaten Rundfunk sollen 4,5 % mehr Gehalt bekommen. Mit dieser Forderung geht die Gewerkschaft u.a. in die Verhandlungen zum Gehaltstarifvertrag für rund 9.000 Zeitschriften-Redakteure.

Der DJV will zudem mindestens 200 Euro mehr für Volontäre und Jungredakteure aushandeln. Aktuell gilt der Gehaltstarifvertrag bis zum 30. April. Parallel verhandelt der DJV auch mit den Zeitungsverlegern über einen neuen Tarif. Die nun erhobenen Forderungen richten sich, neben den Zeitschriften-Verlagen, auch an den Tarifverband Privater Rundfunk.
djv.deKommentieren ...

"Der Schweizer macht gerne viele Überstunden": Beat Balzli zeigt die "Wirtschaftswoche"-Redaktion.


Kein Platz für Klischees: Chefredakteur Beat Balzli ist mit der "Wirtschaftswoche" umgezogen – und führt turi2.tv durch die neue Etage. Luftiger, heller, moderner sei es, freut sich der Schweizer Balzli: "Wir sind im Jahr 2018 angekommen." In den offenen Räumen sollen Redakteure mehr auf Zuruf arbeiten und schneller vorankommen. Ein Schweizer und schnell? Klar, meint Balzli: "Die Schweizer gelten nur als langsam, weil sie Hochdeutsch so langsam sprechen." Was sie wirklich könnten: Teamarbeit und viele Überstunden. Die Redakteure lauschen gespannt.

Balzli führt von seinem Büro aus durch Foto- und Onlineredaktion. Vor allem hier will er Kommunikation. "Wo mehr Austausch ist, sind mehr Ideen", meint Balzli. "Und wo mehr Ideen sind, gibt es bessere Produkte." Der neue Onlinechef Lutz Knappmann, frisch aus München von Süddeutsche.de gekommen, will wiwo.de wieder sichtbarer machen. Seine Redaktion gehe aber nicht ins "rat race" mit anderen Portalen, sondern soll eigene Schwerpunkte setzen. Für die schnellen Themen gibt es ja auch noch handelsblatt.com im gleichen Haus.
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Außerdem bei turi2.tv: Herausgeber Gabor Steingart zeigt das neue Handelsblatt-Haus.
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"Journalist" druckt Rangnick-Interview und will Diskussion über Autorisierungen starten.

Journalist druckt die autorisierte Fassung des vom "Playboy" nicht veröffentlichten Interviews mit Ralf Rangnick. Der "Journalist" will weitere Autorisierungsfälle sammeln und eine Diskussion über Autorisierungen starten. Rangnick-Interviewer Thilo Komma-Pöllath schreibt im DJV-Blatt, die Beziehung zwischen Fußball-Vereinen und Journalisten sei absurd und neurotisch. Interviews würden wie im Fall Rangnick bis zur Unkenntlichkeit redigiert.

Der Sportdirektor des Fußballvereins RB Leipzig sagt, er habe mit dem "Playboy" andere Interview-Themen vereinbart gehabt, aber das Magazin habe "eine persönliche Geschichte" produzieren wollen. Im vom "Journalist" veröffentlichten Text drehen sich die Fragen aber um den Sport, nur am Ende kommt eine Frage zu einem früheren Burnout Rangnicks.
"Journalist" 02/2018, S. 16-23 (Paid), ksta.de (Rangnicks Darstellung)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Marietta Slomka ist die Klempnerin des politischen TV-Interviews.

Lese-Tipp: Claudia Fromme interviewt Marietta Slomka (Foto) zum Thema Interview. Der "heute-journal"-Moderatorin ist der Begriff geslomkat gewidmet und an der Käsetheke hört sie, sie sei ja im echten Leben sogar ganz nett. Slomka erwidert, es sei schlicht ihr Job, in Interviews dahin zu gehen, wo Reibung ist. Den Klempner frage ja auch niemand, warum er nur kommt, wenn das Rohr verstopft ist.
sueddeutsche.de (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Medienanwalt Ralf Höcker findet Journalisten so schludrig und arrogant wie eh und je.

"Die Regeln der journalistischen Sorgfaltspflicht sind den meisten bekannt, und sie werden genauso mittelmäßig eingehalten wie früher."

Medienanwalt Ralf Höcker findet die Arroganz mancher Journalisten grenzenlos. Sie verwechselten Presse- mit Narrenfreiheit.
"PR Report" 1/2018, S. 26-32 (Paid)

Weitere Zitate:

"Ich glaube, dass viele Kommunikatoren frustriert und desillusioniert sind über das, was sie erreichen können. (...) Wenn sie dann mal mit guten Medienanwälten gearbeitet haben, stellen sie mit großem Erstaunen fest, dass mit juristischen Mitteln vieles geht, was sie vorher nicht für möglich gehalten hätten."

"Außerdem ist es sicher nützlich, wenn Journalisten nicht gleich kotzen, wenn ein Pressesprecher anruft. Deshalb bieten wir das 'Guter-Bulle-böser-Bulle'-Spiel an. Wir sind gerne die bösen Bullen."
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Lese-Tipp: "Hinz und Kunzt" kombiniert konstruktiven Journalismus mit Sozialarbeit.

Lese-Tipp: Beim Straßenmagazin Hinz und Kunzt aus Hamburg kombinieren die Macher konstruktiven Journalismus mit Sozialarbeit. Ein Sozialarbeiter arbeitet in der Redaktion und unterstützt die rund 530 Verkäufer, deren Probleme spiegeln sich auch im Heft wieder. Standards wie die Gegenseite anzuhören sind aber selbstverständlich, sagt Chefredakteurin Birgit Müller.
deutschlandfunk.deKommentieren ...

Zitat: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales klickt selbst auf Online-Müll.

Jimmy Wales, Wikipedia (Foto dpa)"Ich gestehe, dass ich wie alle anderen auch auf bisweilen überraschende Überschriften reinfalle, hinter denen sich dann nur Quatsch verbirgt. Danach hasse ich mich selbst."

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales probiert mit Wikitribune eine neue Form eines News-Portals. Er kritisiert, dass es in der Mediengesellschaft nur noch darum geht, "Lärm, Lärm, Lärm zu machen".
handelsblatt.com (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview von Thomas Tuma:

"Die Leute haben die Überspitzungen und Halbwahrheiten allmählich satt, sie sind ja nicht dumm."

"Wenn ein Teenager in Mazedonien mit Fake News ein bisschen Geld verdient, ist das zu verschmerzen. Weit kritischer sehe ich tatsächlich, was manche Staaten mit vielen Millionen Dollar und Manpower an Propaganda inszenieren." 

"Für mich selbst ist Wikipedia immer noch nicht gut genug, aber es entwickelt sich anständig."
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Matthias Matussek interpretiert Flüchtlingspolitik-Dokumente falsch, schreibt Stefan Niggemeier.

Matthias Matussek erfindet einen Flüchtlingspolitik-Skandal, kritisiert Stefan Niggemeier. Matussek schreibt in einem Facebook-Post, Flüchtlinge sollten im Rahmen eines groß angelegten "Bevölkerungsaustausches" dauerhaft angesiedelt werden und belegt die Behauptung mit einem UN-Bericht und einer Pressemitteilung der Europäischen Kommission – die beide nicht aussagen, was Matussek schreibt. Der wirft den Medien außerdem vor, nicht über die Dokumente zu berichten, was Niggemeier widerlegt.
uebermedien.deKommentieren ...

Journalistenverbände erheben Verfassungsbeschwerde gegen Ausland-Ausland-Überwachung.

Journalismus: DJV, dju, Reporter ohne Grenzen und andere Journalisten-Organisationen erheben Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zur Ausland-Ausland-Überwachung. Der BND darf Telekommunikation im Ausland gezielt mitschneiden und alle anfallenden Inhalts- und Verkehrsdaten auswerten. Dafür braucht er, anders als innerhalb Deutschlands, keinen konkreten Verdacht und keine richterliche Genehmigung. Die Journalisten kritisieren, das höhle den Quellenschutz aus und zerstöre die Grundlage des Investigativjournalismus.
meedia.de, notrustnonews.org (Beschwerde im Wortlaut)Kommentieren ...

ZDF-Chefredakteur Peter Frey: "Wir Journalisten brauchen Demut."

Kleine Töne spucken: ZDF-Chefredakteur Peter Frey findet Journalisten wichtiger denn je. Doch der Respekt vor der eigenen Rolle sollte dabei nicht zu kurz kommen, sagt er im Interview von "Horizont" und turi2.tv. "Wir Journalisten müssen unsere Rolle mit Demut wahrnehmen."

Frey beobachtet ein Misstrauen gegenüber Medien in Teilen der Gesellschaft, aber ein weiterhin hohes Vertrauen in der Breite. Dieses Vertrauen sollten Journalisten nicht enttäuschen und sich an den Werten Selbstkritik, Transparenz und Demut orientieren. Auch darum gibt es eine Korrektur-Rubrik auf heute.de.
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)1 Kommentar

Gericht verbietet Auflage des Buchs "Krebsmafia" von Oliver Schröm und Niklas Schenck.

OLG Hamburg verbietet die aktuelle Printauflage des Buches "Krebsmafia" von Correctiv-Chefredakteur Oliver Schröm (Foto) und Niklas Schenck. In einer früheren Instanz hatte das Landgericht Hamburg die Verbreitung von Buch-Passagen untersagt. Das OLG untersagt nun auch die Verbreitung bereits gefertigter Exemplare des Buches. Die Richter begründen das Urteil damit, dass der herausgebende Bastei-Lübbe-Verlag öffentlich damit geworben hat, dass die gebundene Erstauflage des Buches trotzdem weiterhin verkauft werden dürfe.
presseportal.deKommentieren ...

Nachrichten-Apps sind für Medienhäuser Fluch und Segen zugleich.

Nachrichten-Apps wie Springers Upday für Samsung Smartphones generieren nicht nur für sich selbst starke Reichweiten, sondern steigern auch die Zugriffszahlen bei den Medien, deren Nachrichten sie verbreiten, skizziert Karoline Meta Beisel. Dem gegenüber stehe jedoch die Angst der Medienhäuser, Werbekunden an die Reichweiten-starken Aggregatoren zu verlieren.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Journalisten halten Korruption in Medien für weit verbreitet.

Korruption ist nach Ansicht der meisten Journalisten in den Medien weit verbreitet, berichtet Ulrike Simon. Laut einer Untersuchung der Universität Hamburg seien private Hörfunksender und das Privat-TV am anfälligsten für sie, am wenigsten mit unlauteren Versuchen seien Nachrichtenmagazine, die Öffentlich-Rechtlichen und Nachrichtenagenturen konfrontiert. Als anfälligste Themen machen die Befragten Kosmetik und Beauty, Auto, Reise, Lifestyle und Mode aus. Die Grenzen zur Korruption seien jedoch fließend, betont Ulrike Simon.
daily.spiegel.de (Paid)Kommentieren ...