Zitat: Axel Wüstmann hält Ed-Sheeran-Songs für besser verkäuflich als journalistische Texte.

"Gibt es wirklich einen journalistischen Content, der wie ein Lied von Ed Sheeran irgendwann zum Standardpreis von einem Dollar verkauft wird? Da sollten wir uns keine Illusionen machen."

Axel Wüstmann, CEO des Schweizer Medienhauses AZ Medien, ist bei Paid Content wenig optimistisch. Auch weil Ed-Sheeran-Songs langlebiger sind als Zeitungsartikel, die meist nur einmal gelesen werden.
"Horizont" 13/2017, S. 36 (Paid)
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Analyse: Unabhängiger Journalismus in Kirgistan ist bedroht.

Kirgistan: Unabhängiger Journalismus ist im bisherigen Zufluchtsland für Medienmacher der zentralasiatischen Nachbarländer immer stärker bedroht, analysiert Edda Schlager. Die Regierung handle zunehmend repressiv, auch für ausländische Journalisten werde es ungemütlicher. Bisher sei Kirgistan eine Insel der Pressefreiheit in Zentralasien gewesen.
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Meinung: Lokaljournalisten müssen sich mehr gegen unfaire Kritik wehren.

Lokaljournalisten müssen sich stärker gegen ungerechtfertigte Kritik von Lokalpolitikern wehren, sagt Ralf Freitag, Geschäftsführer der Lippischen Landes-Zeitung. Die Zeitungen müssten Lokalpolitikern, die ihre Aussagen in der Zeitung bestreiten, widersprechen. Außerdem müssten Lokaljournalisten bei Akteuren häufiger kritisch nachfragen, meint Freitag in insgesamt sieben Forderungen an modernen Lokaljournalismus.
drehscheibe.orgKommentieren ...

Zitat: LfM-Direktor Schmid will stärker gegen "Hate Speech" vorgehen.

"Wir müssen aus der Verschrecktheit herauskommen und unsere Hausaufgaben machen."

Tobias Schmid, Chef der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, will bei der Ahndung strafbarer Inhalte im Netz aktiver werden. Er erwartet von Redaktionen, dass diese über Fälle, in denen Nutzer "Hate Speech" verbreiten, Auskunft geben. Solchen Fällen will Schmids Landesmedienanstalt künftig nachgehen.
"FAZ", S. 13 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

US-Journalist Jim Rutenberg: Guter Journalismus ist unersetzbar.

Seriöse Berichterstattung von klassisch ausgebildeten Reportern ist heute unermesslich wichtig, sagt New-York-Times-Autor Jim Rutenberg im Interview mit "Horizont". Donald Trumps Beschimpfungen von Journalisten änderten nichts daran, dass Medienberichte zum Rücktritt seines Sicherheitsberaters Michael Flynn geführt hätten. Die Aufgabe der US-Journalisten sei es, Fakten darzulegen und Trumps Erfindungen zu entlarven. Die "New York Times" erlebe den größten Zulauf seit der Watergate-Affäre.
horizont.netKommentieren ...

"FAS": Junge-Freiheit-Leser wollen reihenweise ihr Abo kündigen.

Junge Freiheit: Abonnenten der rechtslastigen Wochenzeitung aus Berlin wollen wegen des Interviews mit Dunja Hayali reihenweise ihr Abo kündigen, will Harald Staun auf Facebook beobachtet haben. Die bisherigen Leser fielen laut "FAS" vom Glauben an ihre Zeitung ab. ZDF-Moderatorin Hayali hatte der umstrittenen Jungen Freiheit ein Interview gegeben. "Junge-Freiheit"-Chefredakteur Dieter Stein dementiert die angeblichen Abo-Kündigungen.
"FAS", S. 53 (Paid), twitter.com (Dieter Stein), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Polens Außenminister: Deutsche Medien mischen sich unzulässig in polnische Politik ein.

Minister of Foreign Affairs of Poland, Witold Waszczykowski Ringier Axel Springer mischt sich unzulässig in die politischen Angelegenheiten Polens ein, behauptet Polens Außenminister Witold Waszczykowski (Foto). Er verbitte sich diese Einmischung. Dabei werfe Deutschland Polen seit anderthalb Jahren vor, Einfluss auf die eigene Presse zu nehmen, kritisiert Waszczykowski im Gespräch mit dem "Spiegel". Ringier Axel Springer soll angeblich die Journalisten der polnischen Tochter angewiesen haben, proeuropäisch zu berichten.
spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Meinung: Kriegsfotografen sind wichtig, um die Öffentlichkeit zu beeinflussen.

Syrien: Der 25-jährige Fotograf Karam al-Masri wollte mit seinen Fotos vom Krieg in Aleppo die Öffentlichkeit beeinflussen, sagt der Syrer in der "Süddeutschen Zeitung". Die Rebellen hätten ihn meistens ohne Probleme fotografieren lassen, doch die IS-Miliz nahm ihn 2013 fest. Der IS habe ihn zuerst töten wollen, weil er angeblich für "Ungläubige" - die Agentur AFP - arbeitete. Doch schließlich wurde al-Masri amnestiert. Der Sohn zweier Lehrer will nun in Frankreich studieren und weiterhin als Kriegsfotograf arbeiten.
"Süddeutsche Zeitung", S. 52 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Begegnung mit Feminismus-Heldinnen aus dem Journalismus.

Lese-Tipp: Drei US-Journalistinnen berichten im Gespräch mit dem "Spiegel" über ihren Kampf für Gleichberechtigung der Frauen bei ihrem damaligen Arbeitgeber, dem US-Magazin Newsweek. Bis 1970 durften dort nur Männer Artikel schreiben, Frauen bestenfalls Informationen recherchieren. Anerkennung sprachen die Männer ihren Kolleginnen gerne aus, indem sie die Form ihrer Brüste lobten, so der "Spiegel". Die Heldinnen der Feminismus-Bewegung erreichten mit ihrem Protest, dass auch sie Texte verfassen durften. Ann-Kathrin Nezik, Co-Autorin des Artikels, berichtet im Video auch, wie in den 1960ern beim "Spiegel" eine Machokultur herrschte.
"Spiegel" 13/2017, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

"Bild"-Journalisten sind bei Lubitz-Pressekonferenz nicht erwünscht.

Bild muss bei der Pressekonferenz von Günter Lubitz (Foto) draußen bleiben. Der Vater des Germanwings-Copiloten Andreas Lubitz sperrt Reporter von Springers Boulevardblatt aus, bestätigt der Verlag – und weist demonstrativ auf den trotzdem geführten Liveticker hin. Lubitz' Medienanwalt Andreas Behr meldet sich auf turi2-Nachfrage nicht zurück. "Bild" und Lubitz haben eine juristische Vorgeschichte: Die Familie wehrt sich gegen die Veröffentlichung von Grabstätten-Fotos, das Verfahren läuft noch. Zuletzt wurden Zweifel laut an einem "Bild"-Interview mit einer Frau, die Andreas Lubitz' Ex-Freundin sei.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background), bildblog.de (Background)Kommentieren ...

RT Deutsch kündigt Interview mit Angela Merkel an, von dem Steffen Seibert nichts weiß.


Betrügerischer Buschfunk: Der russische Sender RT Deutsch bittet seine Nutzer via Twitter um Fragen für ein Interview mit Angela Merkel, das am kommenden Montag stattfinden soll – Regierungssprecher Steffen Seibert widerspricht: "Ich fürchte, mit dieser Ankündigung täuschen Sie Ihr Publikum. Es ist kein Interview mit der Bundeskanzlerin verabredet."

Ivan Rodionov, Chefredakteur von RT Deutsch, reagiert auf die Nachfrage des "Hamburger Abendblatt" bislang nicht. Laut Tweet soll die Kanzlerin in der Sendung "Der fehlende Part" interviewt werden.
abendblatt.de



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Meinung: Presserat hat den Täterherkunfts-Paragrafen verschlimmbessert.

Presserat hat den Paragrafen zur Nennung der Täterherkunft im Pressekodex verschlimmbessert, argumentiert Udo Stiehl. Wo zuvor das Kriterium des "begründbaren Sachbezugs" für Klarheit sorgte, sei nun Erwägenssache im Einzelfall, ob die Nennung zur "diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens" beiträgt. Damit spiele der Presserat den "Lügenpresse"-Rufern in die Hände.
udostiehl.wordpress.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

FC Bayern und 1860 München lassen Journalisten lieber außen vor.

Fußball-Clubs in München erschweren massiv die Arbeit von Journalisten, zeigen Tim Beyer und Hendrik Maaßen. 1860 München verbannt kritische Journalisten aus dem Stadion. Der FC Bayern fährt eine subtilere Taktik: Er betreibt mit FC Bayern TV einen eigenen Fernsehkanal, um seine Sicht der Dinge zu zeigen. Spieler finden nun seltener Zeit, um echten Journalisten Fragen zu beantworten – der Verein liefert stattdessen PR-Material.
zeit.de, ndr.de (6-Min-Video)Kommentieren ...

Presserat konkretisiert Richtlinie zur Nennung der Täterherkunft.

Presserat formuliert idiotensicherer, aber ohne die Substanz zu verändern, wann die Nennung der Täterherkunft legitim ist. Die Angabe ist in der Regel nicht statthaft, es sei denn, es besteht ein öffentliches Interesse. Denn: Die Nennung von Religion, Ethnie oder anderen Eigenschaften solle nicht zur "Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens" führen.
deutschlandfunk.de, presserat.deKommentieren ...

Dunja Hayali wirbt in der "Jungen Freiheit" für mehr Dialog.

Dunja Hayali und die rechte Junge Freiheit proben den Dialog – und finden in einem überraschenden Interview doch nicht zusammen. ZDF-Moderatorin Hayali bekräftigt, als Journalistin alle Menschen gleich zu behandeln. Sie bittet, nicht jeden Fehler als Absicht auszulegen. Interviewer Moritz Schwarz mimt die Stimme der Konservativen und fragt fair. Die Freitag erscheinende Zeitung druckt Hayalis Appell "Wir müssen reden!" auf den Titel.
"Junge Freiheit" 13/2017, S. 3 (Vorabexemplar), jungefreiheit.deKommentieren ...

Facebook zeigt erstmals Warnungen vor Fake News.


Finger weg, it's fake: Facebook zeigt Nutzern erstmals einen Warnhinweis, wenn sie vermeintliche Fake News teilen wollen. Ein Artikel, der behauptet, tausende Iren seien als Sklaven in die USA gebracht worden, bekommt ein rotes Ausrufezeichen und den Hinweis: "Angezweifelt von ...". In Deutschland will das Recherchebüro Correctiv Facebook-Postings prüfen, die von Nutzern angezweifelt wurden.

Den Fall der "irischen Sklaven" markieren die Nachrichtenagentur AP und das Mythen-Magazin Snopes als Fake. Zu den Facebook-Partnern gehören auch ABC News, FactCheck.org und Politifact. In Deutschland hat Facebook bislang keine weiteren Partner gefunden. Correctiv will seine Arbeit bald starten und sichtet gerade noch Bewerbungen von Fact-Checkern für das neue Team.
theguardian.com, turi2.de (Background Correctiv)1 Kommentar

Newscomer vernetzt Flüchtlinge und Lokal-Reporter.

Newscomer will Flüchtlinge und Lokalredaktionen miteinander vernetzen. Die Reporter-Tandems bekommen ein Jahr lang Workshops und Mentoring bei gemeinsamen Projekten. Hinter dem Projekt stehen die Journalisten Ann-Kathrin Seidel, Jessica Schober und Patrick Bauer sowie Übersetzer Thaer Abughoush, die zur Finanzierung von Newscomer um Crowdfunding-Geld werben.
startnext.com/newscomer, newscomer.deKommentieren ...

Zitat: Stefan Aust wünscht sich weniger Hysterie in Mediendebatten.

"Wer sich verschrecken lässt durch Begriffe wie 'Lügenpresse', der hat nicht genügend Selbstbewusstsein."

"Welt"-Herausgeber Stefan Aust rät Kollegen, auf unsachliche Vorwürfe nicht hysterisch zu reagieren.

Aust über seinen Umgang mit Fake News:
"Ich hab bei meinem Computer eine kleine Taste, die sieht aus wie ein Papierkorb, da stecke ich das rein und dann ist das weg."

... über den "fast religiösen Begriff" Wahrheit:
"Der Begriff Wahrheit ist häufig eine Anmaßung. Es gibt viele Informationen, die man unterschiedlich interpretieren kann – es liegt immer im Auge des Betrachters."

... über mediale Hysterie:
"Es wird eine immer größere Tsunami-Welle, wenn irgendetwas passiert. Manche Informationen, die nicht wirklich überprüft sind, kriegen eine gewaltige Bedeutung – aber häufig ist es so, dass nach ein paar Stunden schon eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird."
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio)Kommentieren ...

Deutsche Journalisten waren bei Merkel-Trump-PK im Vorteil.

Spielregeln im internationalen Journalismus sind kompliziert, schreibt Eva Quadbeck. Bei der Pressekonferenz von Donald Trump und Angela Merkel konnten sich die deutschen Journalisten untereinander absprechen, wer welche Fragen stellt. dpa-Reporterin Kristina Dunz und "Welt"-Korrespondent Ansgar Graw konnten so durch kritische Fragen international beeindrucken. Bei den US-Kollegen dagegen hat Trump die ihm genehmen Fragesteller selbst ausgewählt.
rp-online.deKommentieren ...

Studie: Sharer ist für das Vertrauen in geteilte News wichtiger als die Quelle.

Medienvertrauen: Wie glaubwürdig Menschen bei Facebook geteilte Artikel finden, hängt weniger von der publizierenden Medienmarke ab als von ihrem Vertrauen in die Person, die den Artikel geteilt hat, bilanziert die Studie Media Insight Project des verlegernahen American Press Institute aus einem Experiment. In einer vorangegangenen Studie hatten Nutzer angegeben, die Medienmarke sei ihr der wichtigster Anhaltspunkt für Glaubwürdigkeit. Im Experiment wurden die Artikel allerdings nicht von Freunden der Versuchspersonen, sondern von Prominenten wie Oprah Winfrey und Gwyneth Paltrow geteilt.
niemanlab.orgKommentieren ...

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Was macht Fake News und andere Formen digitaler Angriffe auf Individuen oder Organisationen so erfolgreich? Und wie kann man sich wehren? Das Whitepaper "Fake News" vom Verlag Fakten + Köpfe und Dezes Public Relations analysiert Hintergründe aus journalistischer, rechtlicher, kommunikativer und technologischer Sicht. Kostenloser Download unter www.faktenundkoepfe.de.

"Süddeutsche Zeitung" recherchiert Schwarzgeld-Netzwerk im internationalen Team.

Süddeutsche Zeitung veröffentlicht erneut eine internationale Datenrecherche. Im Team mit 60 Journalisten aus 32 Ländern nimmt Hannes Munzinger das Schwarzgeld-Netzwerk "Russische Waschmaschine" auseinander. Mindestens 20,7 Mrd US-Dollar mutmaßliches Schwarzgeld soll aus Osteuropa in die EU geflossen sein, 66,5 Mio gingen auf deutsche Konten. Unbekannte Drahtzieher sollen über Briefkastenfirmen u.a. bei Bogner und BASF eingekauft haben, um das Geld zu waschen. An der Recherche waren auch "Profil" aus Österreich und der "Guardian" beteiligt.
sueddeutsche.de, sueddeutsche.de (Video)Kommentieren ...

Russland-Experte Reitschuster verlangt Schutz für terrorisierte Journalisten.

Staatlicher Psycho-Terror durch Russland gegen Journalisten wird von Behörden und Kollegen nicht ernst genommen, kritisiert der langjährige Moskau-Korrespondent Boris Reitschuster. Es herrsche "Gleichgültigkeit, bis hin zu Häme und Spott", weil sich viele das Ausmaß des Terrors nicht vorstellen könnten. Reitschuster fordert mehr Berichterstattung, juristische Schritte der Journalisten-Verbände und Schutz durch Behörden. Die Propaganda-Abteilung des Kreml beobachtet systematisch westliche Medien – der Ex-"Focus"-Journalist erwartet für die Zukunft noch härtere Attacken.
huffingtonpost.deKommentieren ...

Basta: Zum Abschreiben ist die "Lügenpresse" gerade gut genug.

Falsch gespickt: Das rechte Magazin "Info-Direkt" aus Österreich schreibt fleißig ab – bei der "taz", dem "Spiegel", tagesschau.de und "Handelsblatt". Die Initiative Stoppt die Rechten listet viele Beispiele auf. Dumm gelaufen: Die genannten Medien sind für "Info-Direkt" eigentlich Hetze verbreitende Mainstream-Medien und "Lügenpresse".
derstandard.at, profil.at1 Kommentar

Trump wirft dpa-Reporterin Kristina Dunz "Fake News" vor.

dpa gerät in das Visier Donald Trumps: Der US-Präsident blafft Reporterin Kristina Dunz in der Pressekonferenz mit Angela Merkel an, "Fake News" zu verbreiten. Dunz hatte es gewagt, eine kritische Frage zu stellen. Merkel geht gar nicht darauf ein und wechselt schnell zu anderen Themen. US-Kollegen loben Dunz für ihren Vorstoß.
welt.de (4-Min-Video), stern.de3 Kommentare

Donald Trump versucht, kritische Journalisten mürbe zu machen.

Donald Trumps Attacken gegen Journalisten zeigen Wirkung, beobachtet Markus Feldenkirchen. Bei den Regierungs-Beobachtern des Press Corps bekommt er nicht auf alle Fragen Antworten, viele fürchten einen Rausschmiss. Trump und sein Sprecher Sean Spicer nerven etablierte Korrespondenten vor allem, indem sie neurechten Medien Privilegien einräumen. Die Reporter dieser neuen Lieblingsmedien danken es mit Arschkriecherei netten Fragen.
"Spiegel" 12/2017, S. 76-80, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Georg Mascolo warnt davor, schlechten Journalismus mit Fake News vermischen.

"Fehler, Irrtümer, einseitige oder dumme Einschätzungen sind schlechter Journalismus und oft schwer erträglich, doch diese Phänomene sollten wir nicht als Fake News verfolgen wollen."

Georg Mascolo, Chef des Rechercheverbundes von NDR, WDR und "SZ", appelliert beim Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten zu mehr Trennschärfe in der Debatte.
horizont.netKommentieren ...

David Schraven erringt Erfolg: BGH entscheidet für Auskunftsrecht von Journalisten.

Journalisten können Auskunft von privaten Unternehmen verlangen, die in öffentlicher Hand sind, entscheidet der Bundesgerichtshof. Mit dem Urteil erringt Correctiv-Chef David Schraven einen Erfolg gegen den Versorger Gelsenwasser AG. Der BGH entscheidet, presserechtlich sei eine Firma wie Gelsenwasser wie eine Behörde zu behandeln. Gelsenwasser gehört mehrheitlich den Stadtwerken Bochum und Dortmund.
meedia.deKommentieren ...

Meinung: Die Leidenschaft und Distanz im Journalismus fehlen.

Journalismus ist eine ziemlich leidenschaftslose Angelegenheit geworden, sagt Christoph Zürcher, Leiter des Gesellschaftsressorts der "NZZ am Sonntag". Stattdessen müsse Journalismus wie der "Eintritt in ein Kloster" sein - der Abschied vom gewöhnlichen Leben mit seinen vielen Interessengruppen. Journalisten müssen eine eigene Haltung zeigen, meint Zürcher. Reporter müssten auf Distanz gehen - auf immer und ewig, zu allem und zu allen.
kress.deKommentieren ...

Hamburg Media School schreibt Forschungsstipendium zu Fake News aus.

Hamburg Media School hat etwas gegen Fake News und vergibt deshalb an einen Journalistik-Studenten das erste deutsche Forschungsstipendium zu Falschmeldungen im Netz. Bewerber für den eigenen Master-Studiengang "Digital Journalism" können sich um das Stipendium bewerben. Der Gewinner bekommt die Studiengebühren für den zweijährigen Master im Wert von 20.000 Euro erlassen.
hamburgmediaschool.comKommentieren ...

Redakteure von "Il Sole 24 Ore" bekommen neuen Chef und beenden Streik.

Il Sole 24 Ore bekommt nach seinem mutmaßlichen Auflagenbetrug mit Guido Gentili einen neuen Interims-Chefredakteur - und die Redaktion beendet ihren viertägigen Streik. Der bisherige Chef der wichtigsten Wirtschaftszeitung Italiens, Roberto Napoletano, trat nach dem Vorwurf, die Print-Verkaufszahlen und die Zahl der Digital-Abos gefälscht zu haben, ab. Gegen Napoletano und neun weitere Ex-Manager des börsennotierten Mediums laufen Ermittlungen. Die Mediengruppe bemühe sich um eine Kapitalerhöhung um bis zu 100 Mio Euro.
derstandard.at, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Leser sind es satt, von Medien bevormundet zu werden.

Medienkritik: Viele Leser und Zuschauer sind es satt, von Medien bevormundet zu werden, sagt Jörg Quoos. Der Chef der Funke-Zentralredaktion beobachtet, dass viele Leser die Realität anders wahrnehmen als die Medien sie beschreiben - etwa in der Flüchtlingskrise. Quoos empfiehlt, Nachricht und Kommentar klar zu unterscheiden. Auch bei der Trennung von Werbung und Redaktion seien einige Medien nachlässig geworden.
pr-journal.deKommentieren ...

Wir graturilieren: Sabine Fäth wird 50.


Wir graturilieren: Sabine Fäth, frühere Frauenmagazin-Macherin und nun Gründerin von Scribershub, wird heute 50 Jahre alt. Ihr steht das Wasser bis zum Hals – zum Glück aber nur, weil Fäth den Freudentag am Strand von Phuket in Thailand feiert. Tauchen und Lesen stehen auf dem Programm, um Energie zu tanken für die kommenden Lebensprojekte: Fäth will sich mit einem Chinesen unterhalten können (mutmaßlich in dessen Muttersprache), ihren liebsten Chopin-Walzer auf dem Klavier fehlerfrei spielen und Scribershub "zu einem internationalen Matchmaker ausbauen". Die Plattform vermittelt zwischen Autoren und Auftraggebern.

Inzwischen sind 700 Schreiber registriert, freut sich Fäth und erwähnt stolz, dass sich ein Kunde und ein Journalist auch schon binnen 22 Minuten gefunden hätten. Ansonsten wünscht sich die frühere Chefredakteurin von "Für Sie", "Tina" und "Bella", dass mehr Dinge zusammenpassen: rechte Socke zu linker Socke, Vernunft zu Wahlrecht, Nachrichten zu Fakten. Viel Glück wünschen beim Matchmaking können Gratulanten via E-Mail, Whatsapp, Facebook, Xing und Linkedin.Kommentieren ...