Ippens regionaler Nachrichten-Verbund will ohne Clickbaiting wachsen, schreibt Henning Kornfeld.

Ippen wächst "im Stillen" zum reichweitenstärksten Netzwerk regionaler Nachrichten-Webseiten, schreibt Henning Kornfeld. 40 Journalisten beliefern rund 50 werbefinanzierte Webseiten. Newsroom-Leiter Markus Knall (Foto) wolle mit Clickbaiting nichts zu tun haben. Aber dank Boulevard-Themen erreiche der Nachrichten-Verbund auch jüngere Zielgruppen, die ansonsten keine "Bindung zu Print-Titeln" hätten.
"Journalist" 12/2018 (Paid), turi2.de (Background)

Silke Burmester kritisiert Blogger, die Journalisten sein wollen, aber PR machen.

Journalismus: Silke Burmester kritisiert das "Mischimaschi-Areal", das bei Themen wie Reise, Auto und Kosmetik entsteht, wenn Blogger sich von Marken bezahlen lassen und dann in Zeitungen und Zeitschriften schreiben. Redaktionen könnten nicht immer wissen, welche Freien "journalistisch integer" arbeiten, sollten aber Vereinbarungen mit ihren Freien aufsetzen.
deutschlandfunk.de

"New York Times" macht dem Printmarkt Mut, beobachtet Sebastian Moll.

New York TimesNew York Times, die seit kurzem mehr als 4 Mio Abonnenten hat, lässt den Printmarkt aufatmen, beobachtet Sebastian Moll. Profitabler Journalismus sei auch im Digitalzeitalter möglich – für Redaktionen, die ihren Abonnentenstamm mit Qualitätsjournalismus versorgen, flankiert von Newslettern, Chatbots und Co, und Gratisleser aussperren.
"Horizont" 49/2018, S. 13 (Paid)

Studie: US-Bürger informieren sich hauptsächlich im Fernsehen.

Fernsehen ist für 44 % der US-Amerikaner die Hauptinformationsquelle, ergibt eine Studie des Pew Research Centers. Gedruckte Zeitungen belegen mit nur 7 % den letzten Platz hinter sozialen Netzwerken mit 10 %, dem Radio mit 14 % sowie Informationsportalen mit 24 %. Zeitungen sind bei Älteren beliebter, insgesamt gaben nur 16 % der Befragten an, häufig eine Zeitung zu lesen, 2013 waren es noch 27 %.
derstandard.at

Zitat: "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke findet Migrationspakt-Berichterstattung unvoreingenommen.

"Die Nachrichtenangebote von ARD-aktuell haben die Aufgabe, die unterschiedlichen Positionen im gesellschaftlichen Diskurs angemessen abzubilden."

"Tageschau"-Chefredakteur Kai Gniffke verteidigt im Interview mit der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit die Berichterstattung über den UN-Migrationspakt als "unvoreingenommen".
jungefreiheit.de

"Le Monde" klagt gegen Frankreich, um amtliche Dokumente einzusehen.

Le Monde_150x150Le Monde will die französische Regierung juristisch dazu bringen, Dokumente herauszugeben. Die Zeitung gehört zum Investigativ-Netzwerk, das die Panama Papers und kürzlich die Implant Files veröffentlicht hat. Darin geht es um fehlerhafte Implantate. "Le Monde" hat bei der Recherche Infos bei staatlichen Stellen über die Zulassung verschiedener Geräte angefragt. Frankreich verweigert sie und beruft sich auf das im Juli erlassene Gesetz zum Schutz des Geschäftsgeheimnisses. Die unabhängige Instanz, an die sich Bürger in solchen Fällen wenden können, hat die Anfrage der Zeitung ebenfalls abgewiesen. "Le Monde" hat ein Schnellverfahren beantragt.
"FAZ", S. 15 (Paid)

Öffentlich-Rechtliche müssen Zuhörern zuhören, meint Jan Weyrauch.

Radio: Öffentlich-Rechtliche Sender laufen Gefahr, redaktionsblind vor sich hin zu senden, glaubt Jan Weyrauch, Programmdirektor von Radio Bremen. Der Sender entwickelt deshalb ein digitales Panel nach niederländischem Vorbild: Dort beantworten wöchentlich 50.000 Teilnehmer Umfragen, um die Lücke zwischen Journalisten-Wahrnehmung und Bürger-Meinung zu schließen.
zeit.de (Paid)

"Süddeutsche", NDR und WDR veröffentlichen Recherche zu Implantaten.


Geschäfte mit der Gesundheit: Der Recherche-Verbund von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" veröffentlicht mit den "Implant Files" die nächste, große Recherche. Die internationale Zusammenarbeit von rund 60 Medien beleuchtet Schäden, die unzureichend geprüfte Implantate und Medizinprodukte verursachen. Gemeinsam mit dem International Consortium for Investigative Journalists haben mehr als 250 Journalisten aus 36 Ländern über zwei Jahre an der Veröffentlichung gearbeitet.

Die Recherche angestoßen hat die niederländische Journalistin Jet Schouten. Bei einer Recherche vor vier Jahren hatte sie sich als Herstellerin von Medizinprodukten ausgegeben. Ein herkömmliches Mandarinennetz verkaufte sie in einer Broschüre als Vaginalnetz, das bei Beckenbodenbeschwerden helfen sollte. Von drei Prüfstellen erhielt sie die Aussicht auf eine Zulassung als Medizinprodukt

Im Unterschied zu den Panama sowie Paradise Papers basiert die Recherche nicht auf Leaks. Die Ergebnisse basieren auf der Untersuchung des Markts von Medizinprodukten sowie Interviews mit Patienten und Ärzten "von Mumbai bis München, von Mostar bis Mexiko-Stadt".
icij.de, sueddeutsche.de, sueddeutsche.de (über die Recherche), ndr.de

Deutsche PR-Firma will Berichterstattung positiv für Saudi-Arabien beeinflusst haben.

Saudi-Arabien zahlt monatlich einen sechsstelligen Betrag an die deutsche PR-Firma WMP Eurocom, die sich damit brüstet, die Berichterstattung mehrerer Journalisten in Sinne des Landes beeinflusst zu haben. Das berichtet die "Bild am Sonntag" und zitiert aus einem Strategiepapier der Firma aus dem Sommer 2017. Die genannten Redaktionen bestreiten gegenüber der "BamS" Einflussnahme auf die Berichterstattung. WMP Eurocom wirbt ferner mit vermeintlich guten Kontakten in die Politik und Wirtschaft.
"Bild am Sonntag", S. 4 (Paid)

Meinung: Junge Journalisten sind besser, als Kritiker ihnen vorwerfen.

Junge Journalisten sind oft besser als ihr Ruf, schreibt Ulrike Simon (Foto) bei Spiegel Online. In ihrer Kolumne beklagt sie sich über ältere Branchen-Vertreter, die sagen, dass dem Nachwuchs das Zeug fehle, um mit der AfD journalistisch umzugehen. Jonah Lemm, 22, zeige mit seiner Recherche zur AfD und Identitären und seiner Ausrichtung auf demokratische Grundwerte, dass dies aber nicht der Fall sei.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Dominik Wichmann fremdelt mit der Moral-Keule seiner Ex-Chefin Julia Jäkel.

"Ich halte die Idee, es gebe quasi eine moralische Verpflichtung, in Qualitätsmedien zu schalten, für falsch. Ich halte grundsätzlich nicht viel von einer Verquickung von Macht und Moral."

Dominik Wichmann, Ex-"stern"-Chef und Co-Gründer der Looping Group, widerspricht der Idee einer Corporate Media Responsibility von Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel. Er halte es auch für falsch, alles Gedruckte als Qualitätsjournalismus zu bezeichnen.
"Horizont" 47/2018, S. 18-19 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview ...

... über seine heutige Rolle, die er in der Werbung verortet:
"Ich würde mich als geschäftsführender Gesellschafter der Looping Group niemals als Journalist bezeichnen! Problematisch wird die Sache erst dann, wenn man diese Trennung zu vertuschen versucht."

... über koscheren Journalismus:
"Wenn eine Frauenzeitschrift fünf Handtaschen empfiehlt und jede dieser Handtaschen von einem Anzeigenkunden stammt, stört das niemanden. Wenn eine Bloggerin das Gleiche tut, ist es Werbung. Den Unterschied muss man mir erst noch erklären. Ebenso inakzeptabel ist es, dass die Einflussnahmen der Anzeigenabteilungen auf die Redaktionen immer mehr zunehmen."

... über seine Rolle als Manager:
"Als Unternehmer bringst du deine eigene Haut ins Spiel, das ist wie Duschen ohne Regenmantel. Machen ist das interessantere Wollen."

... über die Arbeit für Mercedes und andere Kunden:
"Im Grunde sind wir eine Mischung aus Agentur, Verlag und Strategieberatung. Das zentrale Leistungsversprechen von Looping besteht darin, Marken zu Sendern ihrer Botschaft zu machen. (...) Die Looping Group steht für eine hoch qualitative Content-Produktion, die aufsetzt auf der Analyse von Daten und später entsprechend gezielt verbreitet werden kann."

... über seinen kränkenden Rauswurf beim "stern":
"Die Annahme, dass die Auflage der großen Publikumszeitschriften in den nächsten Jahren mit dem Wechsel zu neuen Chefredakteuren plötzlich wieder steigen könnte, ist geradezu lächerlich falsch."

Frankreichs Gesetz gegen Fake News könnte alles schlimmer machen, fürchten Kritiker.

Anti-Fake-News-Gesetz in Frankreich könnte fatale Auswirkungen haben, fürchten Kritiker. In den drei Monaten vor landesweiten Wahlen können Fake News gemeldet werden, Richter müssen sie binnen 48 Stunden prüfen. Weil das nicht immer möglich ist, könnten Falschinfos durch Nicht-Handeln richterlich legitimiert werden. Journalisten kritisieren die zu schwammige Definition von Fake News. Manche vermuten, Präsident Macron könnte das Gesetz gegen die freie Presse verwenden.
"Süddeutsche", S. 23 (Paid), "FAZ", S. 6 (Paid)

Saudische Medien stellen Kronprinz Mohammed im Fall Khashoggi als Opfer dar.

Khashoggi-Mord: Saudi-arabische Medien passen ihre Berichterstattung im Fall Khashoggi jeweils den Bedürfnissen von Kronprinz Mohammed bin Salman an, beobachtet Christoph Sydow anhand der Berichterstattung in "Okaz", einer der meistgelesenen Zeitungen des Landes. Dabei werde nicht Kashoggi, sondern der Kronprinz als Opfer inszeniert – hinter den Verschwörungen stünden "wahlweise Katar, die Türkei, Iran, die Muslimbrüder, Israel oder Homosexuelle".
spiegel.de

Meinung: Es gibt kein postfaktisches Zeitalter.

Postfaktisches Zeitalter sei ein unpassender Begriff, sagt Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen im Gespräch mit der "Eßlinger Zeitung". Ein Blick auf die Propaganda der Vergangenheit zeige, dass es nie ein faktisches Zeitalter gegeben habe. Pörksen stelle jedoch fest, dass Desinformation mächtiger werde und der Informationsüberfluss dazu führe, dass Menschen auf das zurückgreifen, was sie ohnehin glaubten. Guter Journalismus werde daher wichtiger.
esslinger-zeitung.de

VW verhüllt "NZZ am Sonntag" in Hochglanz-Anzeige.

Luxus-Werbeeinnahmen: Die Züricher "NZZ am Sonntag" erscheint mit einer mehrseitigen Ummantelung von VW, beobachtet Marius Wenger. Chefredakteur Luzi Bernet wolle mit der Sonderausgabe zum Thema Luxus "Aufsehen erregen" und den "veränderten Ansprüchen der Werbewirtschaft Rechnung tragen." Wie viel die Sonderausgabe einspielt, verrät Bernet nicht.
persoenlich.com, persoenlich.com (Interview)

Meinung: Zitier-Bot der "Financial Times" ist ein guter Schritt zur Gleichberechtigung.

Financial Times will mehr O-Töne von Frauen bringen und hat deshalb einen Bot entwickelt, der warnt, wenn nur männliche Experten zu Wort kommen. Der Software löse zwar keine strukturellen Probleme innerhalb der Redaktionen, aber manchmal reiche es schon, daran zu erinnern, Frauen zu zitieren, glaubt Simon Hurtz. Er schlägt vor, die Software auch anderen Medien zugänglich zu machen.
piqd.de

"Playboy" zeigt freien Autoren wegen Interview-Fakes an.

Playboy will einen freien Autoren wegen des teils gefälschten Interviews mit Ennio Morricone anzeigen. Der Autor räumt inzwischen ein, dem Filmmusik-Komponisten abfällige Zitate über Quentin Tarantino in den Mund gelegt zu haben. Ob und wie die Burda-Zeitschrift das Interview aus der aktuellen Ausgabe korrigiert, ist unklar.
"Süddeutsche Zeitung", S. 23 (Paid), turi2.de (Background)

SRF sollte weiter Meinungsjournalismus machen, findet Otfried Jarren.

Journalismus: Die designierte SRF-Direktorin Nathalie Wappler will auf Meinungsjournalismus verzichten, Kommunikationswissenschaftler Otfried Jarren findet das unverständlich. Es sei Aufgabe der Journalisten, Watchdog, kritisch und "keine Sprachrohre" zu sein. Nutzer müssten zudem nicht einfach rezipieren, was man ihnen vorsetze, sondern könnten frei wählen.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Falsche Zitate: "Playboy" distanziert sich von Interview.

Hollywoodreife Panne: Der deutsche "Playboy" räumt schwere Fehler in einem Interview mit Filmmusik-Komponist Ennio Morricone (Foto) ein. Das gesprochene Wort sei "in Teilen nicht korrekt wiedergegeben" worden, sagt Chefredakteur Florian Boitin. Im Interview greift Morricone den Regisseur Quentin Tarantino an, ein freier Autor hat es geführt. Burda prüft rechtliche Schritte.

Morricone bezeichnet Quentin Tarantino in dem Interview als absoluten Chaoten und sagt, auch laut Überschrift, "Tarantino kann mich mal". Davon distanziert sich Morricone und hat bereits rechtliche Schritte gegen "Playboy" angekündigt. Der Autor äußert sich nicht. Das "Playboy"-Interview ist weltweit Gesprächsthema in der Filmszene geworden – und besteht offenbar doch nur aus sehr viel heißer Luft. (Foto: Angelo Carconi / Ansa / Picture Alliance, Montage: turi2)
spiegel.de, sueddeutsche.de

SRF soll keinen Meinungsjournalismus mehr machen.

Schweizer Fernsehen soll zugunsten reiner Nachrichtenbeiträge auf Meinungsjournalismus verzichten und mehr Serien produzieren, sagt Nathalie Wappler im Interview mit der "NZZ". Wappler ist ab Frühling 2019 Direktorin des SRF. Sie will mit Verlegern und privaten Medien gemeinsame, regionale Journalisten-Pools aufbauen. Als Vorbild nennt Wappler die BBC und ihr Netzwerk mit Lokaljournalisten. Aus Spargründen müsse sie im Sender rund 47 Stellen abbauen.
20min.ch via nzzas.ch (Paid), turi2.de (Background)

Dpa zieht einen Bericht wegen Plagiatsverdacht zurück.

Deutsche Presse-Agentur zieht einen Korrespondentenbericht aus Südafrika zurück, der Plagiate enthält, schreibt dpa-Nachrichtenchef Froben Homburger. Der dpa-Basisdienst verbreitete Ende Oktober einen Bericht über Missbrauch von Mädchen in Südafrika. Eine Passage darin ist beinahe identisch zu einer aus einem 2010 veröffentlichten Artikel, weitere untersucht die dpa gerade.
dpa.com

Weißes Haus argumentiert im Streit mit CNN-Reporter mit Infowars-Video.

Weißes Haus legt im Streit mit dem CNN-Reporter Jim Acosta nach. Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders teilt ein von Paul Joseph Watson, Editor beim Verschwörungskanal Infowars von Alex Jones, verbreitetes Video, das belegen soll, wie Acosta eine Praktikantin des Weißen Hauses attackiert. Die gezeigte Szene ist dabei aus dem Zusammenhang gerissen, verlangsamt und vergrößert. Im Originalvideo sieht man, wie Acosta in der Szene versucht, die Praktikantin daran zu hindern, ihm das Mikro abzunehmen und hört, wie er sich bei ihr entschuldigt.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Trump zofft sich mit CNN-Korrespondent Jim Acosta.

Streit auf offener Bühne: US-Präsident Donald Trump legt sich auf einer Pressekonferenz mit CNN-Korrespondent Jim Acosta an. Er nennt den Journalisten eine "furchtbare, unverschämte Person"; fordert ihn auf, keine weiteren Fragen zu stellen und das Mikro abzugeben. CNN müsse sich schämen, einen Menschen wie Acosta zu beschäftigen.
twitter.com (2-Min-Video der PK), berliner-zeitung.de

Hans-Peter Siebenhaar sieht in Content Marketing eine Gefahr für die Demokratie.

Content Marketing gefährde unbeabsichtigt die Demokratie, schreibt Hans-Peter Siebenhaar. Zwar sei es eine legitime Werbeform, der Versuch, Content Marketing durch mangelnde Kennzeichnung zu tarnen oder gar als wertvollen Beitrag im Wettbewerb mit unabhängigen Medien zu betiteln, gebe jedoch denen Munition, die die Glaubwürdigkeit der Medien allgemein untergraben wollen. Es müsse daher deutlich von Journalismus zu unterscheiden sein.
handelsblatt.com

TV-Tipp: "Mission Wahrheit" begleitet "NYT"-Journalisten im ersten Jahr der Trump-Regierung.

New York TimesTV-Tipp: Die vierteilige Arte-Doku Mission Wahrheit schaut hinter die Kulissen der "New York Times" und begleitet die Journalisten bei ihrem Kampf um Glaubwürdigkeit im ersten Jahr der Trump-Regierung. Die Journalisten reagierten auf die Dämonisierung und "permanente Entwertung" durch den US-Präsidenten mit Offenheit und Transparenz, analysiert Holger Gertz. Arte zeigt alle vier Teile der Doku am Dienstagabend hintereinander anlässlich der US-Midterms ab 20.15 Uhr und schon jetzt in der Mediathek.
sueddeutsche.de, arte.tv (Doku in der Mediathek)

MDR reduziert eigene Nachrichten beim Jugendradio Sputnik auf ein Minimum.

Sputnik, Jugendsender des MDR, sendet eigenproduzierte Nachrichten nur noch werktags während der Morningshow zwischen 5 und 9 Uhr, berichtet flurfunk-dresden.de. Grund dafür seien Sparmaßnahmen. Der MDR wolle das Programm vermehrt mit "hintergründigen Inhalten und Einschätzungen" an die veränderte Mediennutzung der Zielgruppe anpassen.
flurfunk-dresden.de

Klick-Tipp: Kartoffel-Preisträger Julian Reichelt verteidigt sich und "Bild".

Klick-Tipp: "Bild"-Chef Julian Reichelt erhält den Negativ-Preis Goldene Kartoffel und kommt überraschend persönlich zur "Vorladung". In einer Rede schildert er seine journalistische Haltung und kritisiert die Selbstgewissheit seiner Kritiker. Zum Beweis, dass "Bild" nicht gegen Flüchtlinge mobilisiere und Panik verbreite, bringt Reichelt einen Syrer mit, der bei "Bild" volontiert. Den Preis nimmt er nicht an.
twitter.com (35-Min-Video), tagesspiegel.de

Prominente Autoren fordern unabhängige Khashoggi-Untersuchung seitens der UN.

Khashoggi-Mord: Mehr als 100 Prominente des internationalen PEN-Autorenverbands bezeichnen den Journalistenmord als "Akt des Staatsterrors" und fordern eine unabhängige Untersuchung von den Vereinten Nationen. Zu den Unterzeichnern des offenen Briefes gehören u.a. Meryl Streep, Alec Baldwin und J. K. Rowling.
zeit.de, pen.org (offener Brief im Wortlaut)