Meinung: Springers Selbstbild passt nicht zur "Bild", findet Ex-"Handelsblatt"-Redakteur Thomas Knüwer.

Springer handelt nicht nach den Prinzipien, die CEO Mathias Döpfner (Foto) im "NZZ"-Interview predigt, kritisiert Thomas Knüwer, Digitalberater und Ex-"Handelsblatt"-Redakteur, in seinem Blog. Aktivismus solle Journalisten fremd sein, doch die "Bild" betreibe beim Diesel nichts anderes. Die "gefühlte Wahrheit" siege über die Fakten und erinnere an das Vorgehen von Donald Trump.
indiskretionehrensache.de, turi2.de (Döpfner-Interview)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Mathias Döpfner und sein Zehn-Jahres-Plan für Springer (Archiv 09/2018).

Hör-Tipp: Wie die ARD Nachrichten konstruktiv weiterdenken möchte.

Hör-Tipp: Marcus Bornheim (Foto), stellvertretender ARD-Aktuell-Chef, will konstruktive Berichterstattung ausbauen, sagt er im WDR-Hörfunkbeitrag von Daniel Bouhs. Beim Lösungsjournalismus werden Probleme nicht nur aufgezeigt, sondern auch Lösungsansätze vorgestellt. Andere Medien hätten mit dem Konzept positive Erfahrungen gemacht.
wdr.de (5-Min-Audio)

Friedrich Schmidt analysiert den Propagandabetrieb im russischen Fernsehen.

Russische Medien bewegen sich oft zwischen "Verschweigen und Verbiegen", beobachtet Friedrich Schmidt. Zu den Besprechungen der Senderchefs kämen die Pressestäbe von Präsident, Ministerien und Parlament mit Anweisungen. Im Staatsfernsehen habe der Chefredakteure keinen Einfluss auf verpflichtende Themen, die durch die Politik vorgegeben werden.
"FAZ", S. 16 (Paid)

WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni sagt, der Sender prüfe Doku-Recherche nun besser.

WDR-Dokus: Chefredakteurin Ellen Ehni sagt im "Spiegel"-Interview, der Sender habe neben den Dokus der kritisierten Autorin stichprobenartig weitere geprüft, könne aber nicht alle prüfen. Das Vieraugenprinzip und die Gegenrecherche weitet der WDR aus und will die Protagonisten-Akquise schriftlich festhalten. Dokus zu "weichen" Themen müssten "ebenso wasserdicht recherchiert sein wie ein 'Monitor'-Beitrag".
spiegel.de, turi2.de (Background)

Vice will sich im deutschsprachigen Raum auf Vice.com konzentrieren.

Vice strukturiert sein Onlinegeschäft im deutschsprachigen Raum um: Die Ableger Noisey und Motherboard bleiben zwar am Netz, rücken aber redaktionell in den Hintergrund. Die Redakteure sollen künftig hauptsächlich Inhalte für Vice.com liefern, schreibt Meedia. Die US-Mutter Vice Media hat weltweit 10 % der Stellen gestrichen.
meedia.de, turi2.de (Background)

Meinung: Nichts, was das iPhone kann, ist 50 % journalistischer Einnahmen wert.

Apple: Eine Welt, in der Verlage wie beim geplanten Apple News die Hälfte ihrer Einnahmen an Tech-Firmen abdrücken müssen, ist genauso besorgniserregend wie die Abhängigkeit von Algorithmen in sozialen Netzwerken, kritisiert Casey Newton. Neue Einnahmequellen für den Journalismus seien zwar zu begrüßen, jedoch wolle Apple hier nur für sich das Beste herausholen. Sogar Facebook habe Verlagen bei der Einführung von Instant Articles erlaubt, 100 % der Werbeerlöse zu behalten.
theverge.com

Nachrichten dürfen nonlinear sein, findet Björn Staschen.

Nachrichten müssen nicht linear sein, weil sich die Realität nicht an Sendepläne anpassen lässt, meint Björn Staschen vom NDR NextNewsLab. Themen bedeutsamer zu machen, als sie sind, nur weil sonst nichts passiert, hält er für Quatsch und das eigentliche Problem der Nachrichten. Staschen versteh nicht, warum Redaktionen auch digital oft an festen Längen und Veröffentlichungsrhythmen festhalten.
meedia.de

Lokaljournalisten haben einen perfekten Themen-Fundus, glaubt Hannah Suppa.

Lokaljournalismus: Digitalisierung "serviert uns die Lösung auf dem Silbertablett", findet Hannah Suppa, Chefredakteurin der "Märkischen Allgemeinen Zeitung". Digitales Denken führe näher zum Leser zurück. Das Interesse dieses Lesers an seiner Umgebung sei größer denn je. Redakteure bräuchten intuitive Redaktionssysteme und ein Gefühl für die richtigen Themen. Suppa glaubt, Leser zahlen für Texte "über das Wohnen, die Stadtentwicklung, das Familienleben, den Verkehr und die Kinderbetreuung".
journalist-magazin.de

Zitat: Die Reportage soll nicht kaputt-reglementiert werden, sagt Michael Haller.

"Für das Reportageschreiben gibt es keine Schreibregelverordnung. Hier geht es um eine anspruchsvolle journalistische Kunstform. Und die sollten wir unter dem Relotius-Schock nicht kaputt reglementieren."

Journalistik-Professor Michael Haller, Autor des Standardwerkes "Die Reportage", ordnet im Interview mit der "taz" ein, was Reportage-Journalisten dürfen und was nicht. Seinen Ratgeber überarbeitet er gerade.
taz.de

weitere Zitate:
"Die Reportage sollte wieder zur Ausnahmeform werden, sozusagen das Sahnehäubchen."

"Ich produziere keine Lügengeschichte, wenn ich Verhaltensmuster durch Verdichtung herausarbeite. Ich würde aber lügen, wenn ich aus zwei oder drei Protagonisten meines Themas ein Subjekt machte, sie quasi aufeinanderlegte. Das wäre Fiktion. Man muss unterscheiden können zwischen Kulisse und Bühne."

"Wir werden in der Ausbildung den Gestaltungsraum des Reporters enger fassen müssen, um solchen Missverständnissen vorzubeugen."

Meinung: Bezos-Erpressung zeigt Schattenseite von Macht, Geld und der Klatschpresse.

Machtspiel: Die Erpressungsvorwürfe um Amazon-Gründer Jeff Bezos (Foto) verdeutlichen, wie sich Macht, Geld und die Klatschpresse verbünden, fasst Marc Pitzke die politischen Hintergründe zusammen. Bezos, Eigentümer der regierungskritischen "Washington Post" und Trump-Feind, machte die Klatschblatt-Erpressung vor Abdruck der intimen Fotos öffentlich. Sollte National Enquirer-Mutterkonzern wegen Erpressung verurteilt werden, platze auch der im US-Wahlkampf ausgehandelte Straffreiheitsdeal aufgrund mutmaßlicher Schweigegelder an Trump-Geliebte. Damit reiche der Klatschblatt-Skandal bis ins Weiße Haus.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Idole der Selbstvermarktung gewinnen an medialer Aufmerksamkeit.

Lese-Tipp: Selbstvermarkter wie Influencer gewinnen als eigene Marken immer mehr mediale Bedeutung, analysieren die US-Kommunikationsforscher Brooke E. Duffy und Jefferson Pooley nach Auswertungen von Social Media und US-Prominentenportraits. Während Anfang des 20. Jahrhunderts Politiker und Geschäftsleute das Interesse auf sich ziehen, bewundere die Massengesellschaft ab den 1940er-Jahren verstärkt Hollywood- und Sport-Stars. Heute seien Influencer eine neue Form der Medienprominenz.
tagesspiegel.de

Meinung: Funke redet von Verbesserung, meint aber Kürzung, schreibt Hans Hoff.

Funke redet von Verbesserung, meint aber Kürzung, schreibt Hans Hoff. Der Verlag wolle "agil ticken", doch hinter den PR-Leerformeln stecke Zynismus. Neu strukturiert werde nur das Leben der Ex-Mitarbeiter, ohne die im "Essener Protzbau" alles besser laufen solle. Die Folge seien aus Zentralredaktionen belieferte Zeitungstitel, in denen überall dasselbe stehe.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "User First" – Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat den Glauben an die Politik verloren, schreibt Angela Richter.

Lese-Tipp: Julian Assange (Foto) leidet unter seinem Exil in der Botschaft von Ecuador in London, schreibt Angela Richter im "Freitag" nach einem Besuch im Dezember. Dem Wikileaks-Gründer wurde das Internet gekappt und das Bett genommen. Der Text aus dem gedruckten "Freitag" vom 4.1. ist jetzt auch online.
freitag.de, "Freitag" 1/2019 (Paid)

"NZZ"-Interview: Mathias Döpfner liest Journalisten die Leviten.


Wahrheit statt Meinung: Mathias Döpfner holt im großen Interview mit der "NZZ" zum Rundumschlag gegen den Gesinnungs-Journalismus aus. Er wirft vielen Journalisten vor, sich "zutiefst unjournalistisch" zu verhalten und sieht die Causa Relotius als systemisches Problem des "Spiegels" und "ein Indiz dafür, was in der Branche schiefläuft". Viele Journalisten wollen bei den Kollegen gut ankommen, statt "nonkonformistisch die andere Seite der Medaille zu beleuchten", sagt Döpfner. Wer als Journalist etwa antrete, um die AfD zu verhindern, werde sie damit stärken.

Döpfner spricht mit den "NZZ"-Journalisten Benedict Neff und René Scheu auch über sein Aktienpaket am Springer-Konzern, das derzeit 150 Mio Euro wert ist. Obwohl er eine "Stresserfahrung" gemacht habe, als der Springer-Kurs während der Finanzkrise einknickte, nennt er die Beteiligung von Mitarbeitern am Unternehmen ein "Modell nicht nur für die Medienbranche". Das schärfe die "Bindekraft" und verhindere "eitelkeitsgetriebene Entscheidungen".
nzz.ch

Zitat: Vice und Co haben sich zu sehr auf Facebook-Algorithmen verlassen, sagt Ulrike Simon.

"Womöglich wäre der eine oder andere in der aktuellen Situation ganz froh, ein Schlachtross hinter sich zu wissen, alternd und schrumpfend zwar, aber noch immer gewinnbringend genug, um im Zweifel ein wenig Sicherheit zu bieten."

Ulrike Simon sieht die einst aussichtsreiche Zukunft von Digital-only-Medien bröckeln, wenn sogar die Mitarbeiter von Vice aus Angst vor Entlassungswellen einen Betriebsrat gründen wollen.
horizont.net

Video-Tipp: #FootballLeaks-Journalisten geben Einblicke in ihre Recherchearbeit.

Video-Tipp: Rafael Buschmann und Michael Wulzinger, Enthüller der #FootballLeaks, sprechen bei "Zapp" über ihre Recherchearbeit. Sie verteidigen die Zusammenarbeit mit Whistleblowern, die möglicherweise als Hacker an brisante Informationen gekommen sind. Die Hürde für Journalisten sei lediglich, "dass das Material von hohem öffentlichen Interesse" sowie authentisch sei. Der Quellenschutz habe oberste Priorität, sodass Buschmann sogar gegenüber seiner Ehefrau Stillschweigen behielt.
ndr.de (63-Min-Video)

Meinung: "Bild Politik" ist ein Wagnis, schreibt Imre Grimm.

Bild Politik ist in Zeiten von Printkrise und Politikverdrossenheit ein Wagnis, schreibt Imre Grimm. Mit dem Grundsatz "Fakten, Fakten, Fakten" seien schon andere Magazine in der Irrelevanz versackt. "Bild Politik" setze ab Freitag auf emotionale Rubriken statt auf klassische Ressorts - dies mache die Sortierung des öffentlichen Lebens aber nicht einfacher. Springer stellt das Magazin am Donnerstagmittag in Hamburg vor.
haz.de, turi2.de (Backbground)

Meinung: Verlage wollen mit kostenpflichtigen Newslettern neue Erlösquellen schaffen.

Newsletter für spezialisierte Zielgruppen könnten sich in Zeiten rückläufiger Auflagen als neues Bezahlmodell für Journalismus durchsetzen, schreibt Grit Eggerichs. Der Tagesspiegel bietet für 179 Euro Newsletter an, die sich an Entscheider aus Politik, Unternehmen und NGOs richten. Dafür gibt es Text im Umfang von rund vier Zeitungsseiten mit spezialisierten Inhalten, die es in die reguläre Tageszeitung nicht schaffen würden. Auch die "Börsen-Zeitung" bietet kostenpflichtige Newsletter zu Wirtschaftsthemen an.
deutschlandfunk.de

Junge Online-Nachrichtenportale wollen unabhängiger von Werbeeinnahmen werden.

Online-Portale wie BuzzFeed und Vice wollen sich unabhängiger von schwankenden Werbeeinnahmen machen, beobachten Isabell Hülsen und Martin Müller. BuzzFeed betreibt in New York ein Erlebnisgeschäft für Spielzeug. Gemeinsam mit einer Universität bietet das Unternehmen zudem Social-Media-Kurse an. Junge Nachrichtenportale wie Vice mussten zuletzt Mitarbeiter entlassen.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi.tv: Daniel Drepper bastelt für BuzzFeed auch lustige Listen.


"FAS" kann Texte von Claas Relotius nur bedingt prüfen.

Claas Relotius hat auch bei Texten in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gefälscht, ergibt eine Untersuchung der "FAS". Ein Interview mit dem ehemaligen Gefängniswärter von Nelson Mandela enthalte Fälschungen. Der Protagonist können sich zwar nicht an das Gespräch erinnern, einige Passagen enthielten jedoch nicht seine Worte. Zwei weitere Texte konnten nicht ausreichend überprüft werden, Relotius lässt über seinen Anwalt mitteilen, er könne die Fragen dazu "bedauerlicherweise" nicht beantworten.
"FAS", S. 34 (Paid)

Zitat: KI befreit Journalismus von langweiligen Aufgaben, sagt John Micklethwait.

"Bisher eliminiert künstliche Intelligenz vor allem die langweiligen Arbeiten der Journalisten."

Bloomberg-Chefredakteur John Micklethwait denkt nicht, dass Künstliche Intelligenz zu Jobverlusten im Journalismus führt. Journalisten müssten sich jedoch umstellen, da ihre Arbeit anspruchsvoller werde, sagt er im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".
"Süddeutsche Zeitung", S. 44

Zitat: Arthur Gregg Sulzberger sieht den Einsatz der USA für Pres­se­frei­heit schwinden.

"Von die­ser Rol­le ha­ben wir uns öf­fent­lich ver­ab­schie­det."

Arthur Gregg Sulzberger, Verleger der "New York Times", sagt im "Spiegel"-Interview, die USA seien in der Welt nicht mehr "laut­stärks­te und un­er­bitt­lichs­te" Streiter für Mei­nungs- und Pres­se­frei­heit.
"Spiegel" 6/2019, S. 70-73 (Paid)

Zitat: Hans-Jürgen Bucher hat der schnelle Digitalwandel überrascht, sagt er.

"Als bei einer Tagung um die Jahrtausendwende erstmals vom 'Internet in der Hosentasche' die Rede war, dachte ich, das würde allenfalls für IT-Spezialisten interessant werden."

Medienprofessor Hans-Jürgen Bucher sagt im Interview mit dem "Trierischen Volksfreund", der Durchbruch des mobilen Internets habe ihn nicht überrascht, dessen Schnelligkeit schon.
volksfreund.de

"Welt" stellt vier Relotius-Artikel wieder online.


Ein echter Relotius: Die "Welt" stellt vier Artikel von Claas Relotius wieder online, weil sie korrekt sind oder zumindest keine Fälschungen nachzuweisen sind. Zwei weitere Artikel bleiben gesperrt. In einer mutmaßlich ausgedachten Reportage beschreibt Relotius einen mexikanischen Bestatter als Profiteur des Drogenkriegs – der Mann und seine Firma sind in der Stadt Ciudad Juárez aber nicht bekannt.

Relotius veröffentlichte die "Welt"-Texte von 2010 bis 2014. Die Redaktion erläutert, Relotius sei nicht im Auftrag losgezogen, sondern habe fertige Texte angeboten – deshalb sind keine Spesenquittungen erhalten. Auch viele Mails von damals sind nicht mehr auf den Springer-Servern. Die "Welt" veröffentlicht nun wieder eine plausible Reportage, eine unstrittige Filmkritik, und ein vom Protagonisten bestätigtes Interview. Ein Interview mit dem Anwalt Jacques Vergès ist wieder online, weil es keine konkreten Zweifel gibt. Vergès ist inzwischen tot. (Foto: Ursula Düren / Picture Alliance, Montage: turi2)
"Welt", S. 2

Dazu auch bei turi2.tv: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt spricht mit Peter Turi über die Relotius-Affäre, Social Media und die Zukunft der "Welt".

"Bild" zeigt Opfer unverpixelt, Springer erklärt Unterlassung.

bildlogoIdentifizierende Berichterstattung: Springer erklärt Unterlassung, nachdem der Anwalt der Familien "Bild" wegen unverpixelter Fotos zweier getöteter Jugendlicher abgemahnt hat. "Bild" hat die Fotos am Dienstag auf der Titelseite gezeigt. Der Anwalt geht davon aus, dass sie an einem Gedenkort in der Heimatgemeinde der beiden abfotografiert wurden. Die Jugendlichen gerieten bei einer Schlägerei in der Nacht zum Samstag in ein Gleisbett und wurden von einer S-Bahn getötet.
nordbayern.de

Bewerberzahlen bei ARD-Anstalten sinken, beobachtet Annika Schneider.

ARD: 30 bis 50 % weniger Bewerbungen trudeln bei einigen ARD-Anstalten aktuell ein, recherchiert Annika Schneider. Guido Schulenberg, Volo-Beauftragter bei Radio Bremen, glaubt, das könne an der öffentlichen Spardiskussion und den guten Gehältern in der Privatwirtschaft liegen. Öffentlich-Rechtliche hätten allerdings den Trumpf der hochwertigen Ausbildung. Beim NDR ist die Nachfrage ungebrochen hoch, sagt Diana Dlugosch, Leiterin der Volo-Ausbildung. Sie glaubt, das liege u.a. an modernen Seminaren mit Videodreh per Smartphone und Datenjournalismus sowie Ausschreibungen, die sich an Bewerber ohne Studium richten.
deutschlandfunk.de

BuzzFeed macht das Geld mit Witzvideos, beobachtet Veronika Wulf.

Lese-Tipp: Veronika Wulf besucht die deutsche BuzzFeed-Redaktion, um herauszufinden, wie wachsende Relevanz und schrumpfende Belegschaft zusammengehen. Ob der deutsche Ableger sich selbst trägt, verrät Daniel Drepper nicht, die meisten Klicks sammelt BuzzFeed über Witzartikel. Dass die Seriosität unter einem Journalismus-Modell leidet, das sich u.a. durch Katzenvideos und den Verkauf von Produkten wie Kochtöpfen finanziert, glaubt Drepper nicht.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi.tv: Daniel Drepper bastelt für BuzzFeed auch lustige Listen.

Wolf Schneider als Online-Dozent – Reporterfabrik geht ans Netz.


Vertrauens- und bildende Maßnahme: Die Bürger-Journalistenschule Reporterfabrik startet heute mit 1.200 Tutorials und 120 Podcasts. Das Team um Cordt Schnibben präsentiert Profis wie Sprachpapst Wolf Schneider (Foto), Internet-Erklärer Sascha Lobo und "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo als Lehrer. Neben den Video-Kursen gibt es Audio-Lehreinheiten und Projekte für Schüler. Die Reporterfabrik wird vom Reporter Forum und Correctiv getragen, u.a. Telekom, Bosch-Stiftung und Facebook finanzieren.

Viele Webinare der Reporterfabrik sind gratis, einzelne kosten bis zu 25 Euro. Aufgaben und zusätzliche Materialien sollen vertiefen, Präsenzseminare werden das Online-Angebot ergänzen. Die Initiatoren sehen alle Bürger als Zielgruppe, aber auch Medienprofis, die sich weiterbilden wollen. Hinter der Reporterfabrik steht die Vision einer redaktionelle Gesellschaft, die kompetent und kritisch mit Medien umgeht.
per Mail, reporterfabrik.org