RTL und "Team Wallraff" erleiden vor Gericht eine Niederlage gegen Helios-Kliniken.

RTL unterliegt mit seinem "Team Wallraff" im Rechtsstreit gegen die Helios-Kliniken. Der Sender darf nach einem Urteil des Landgerichts Hamburg das mit versteckter Kamera gedrehte Material über eine Klinik weiterhin nicht erneut veröffentlichen. RTL kündigt an, in Berufung zu gehen. Die Helios-Kliniken hatten bereits 2016 eine einstweilige Verfügung gegen den Sender erwirkt.
digitalfernsehen.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Umfrage: Medien-Konzernchefs bewerten Zukunftsaussichten positiver als 2016.

Medien-Konzernchefs blicken optimistischer in die Zukunft als 2016, sagt eine nicht-repräsentative Umfrage der Berater von PwC. Rund 33 % der 95 befragten Chefs von Medien- und Entertainmentkonzernen in 35 Ländern sehen die Umsatzaussichten ihrer Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten sehr zuversichtlich. 59 % wollen neue strategische Allianzen oder Joint Ventures eingehen. Mit ihren Optimismus-Werten liege die Medienbranche über dem Durchschnitt aller Branchen.
horizont.netKommentieren ...

Bundestag lockert das Kameraverbot bei Entscheidungen hoher Gerichte.

Bundestag lockert das Übertragungsverbot für die Urteile der höchsten deutschen Gerichte. Medien dürfen wichtige Urteilsverkündungen der obersten Bundesgerichte künftig im Fernsehen und im Internet übertragen. Die Lockerung des seit 1964 bestehenden Verbots von Ton- und Fernsehaufnahmen soll mehr Transparenz schaffen. Sie gilt für Entscheidungen des Bundesgerichtshofs, des Bundesverwaltungsgerichts, des Bundesarbeitsgerichts, des Bundessozialgerichts und des Bundesfinanzhofs. Das Gericht muss der Übertragung jedoch in jedem Einzelfall zustimmen.
deutschlandfunk.de,dw.comKommentieren ...

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Vorkötter: "Wir haben einen Verbündeten: Trump"
"Mit jeder Attacke auf die Medien, mit jedem abstrusen Tweet stärkt er das Vertrauen in den klassischen Journalismus." – Exklusiv-Interview mit Dr. Uwe Vorkötter, Chefredakteur bei Horizont, zum Vertrauen in Medien und die aktuelle Rolle von redaktionellem Journalismus.
Das ganze Interview...

Ulrike Simon: Journalisten sind Schuld am Bedeutungsverlust der Bundespressekonferenz.

Bundespressekonferenz verliert an Bedeutung, beobachtet Ulrike Simon. Oft finden die Fragestunden mit Ministeriumssprechern vor leeren Rängen statt. Grund sind die Sparmaßnahmen vieler Redaktionen: Wer einen langen Anfahrtsweg hat, schaut sich die Konferenzen lieber im Livestream an. Nun denkt der Verein der Bundespressekonferenz über Reformen nach. So könnte der Livestream künftig nicht mehr live, sondern zeitversetzt gesendet werden. Damit würden diejenigen bestraft, die nicht erscheinen. Die Bundespressekonferenz ist eine weltweit einzigartige Einrichtung, die von Journalisten getragen wird. Die Politiker sind nur zu Gast.
daily.spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Football-Leaks-Rechercheur Buschmann kritisiert Abhängigkeitsverhältnis von lokalen Sport-Reportern.

"Wenn man für eine Redaktion schreibt, die davon abhängig ist, dass der Reporter eine Akkreditierung für das nächste Bundesliga-Spiel bekommt, dann wird es mit dem unabhängigen Journalismus schwierig."

Football-Leaks-Rechercheur Rafael Buschmann kritisiert im Interview mit kress.de den Umgang von Fußball-Vereinen mit kritischen Reportern. Besonders bei Regionalzeitungen bestehe ein enormes Abhängigkeitsverhältnis, weil diese es sich nicht leisten könnten, vom Informationsstrom abgeschnitten zu werden, sagt der "Spiegel"-Reporter.
kress.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Helmut Kohl war PR-Profi – und er beherrscht die Medien bis heute.

Helmut Kohl war der erste Medienkanzler, erinnert sich Hans-Jürgen Jakobs. Als Kanzler habe Kohl besten Kontakt zu Medien-Bossen gehalten, damit Zeitungen und Fernsehen auf Linie bleiben. Zu Leo Kirch pflegte er eine kolossale Freundschaft, die auch Springer und "Bild" umschlossen habe. Thomas Tuma kritisiert viele Nachrufe in diesen Tagen als "medialen Weihrauch" und "Heiligenverehrung" – insbesondere in den Springer-Medien. Er wünscht sich kritische Würdigungen.
handelsblatt.com (Jakobs, Paid), www.handelsblatt.com (Tuma, Paid)Kommentieren ...

Quellenschutz: Daniel Bouhs erklärt forensische Stempel in geleakten Dokumenten.

Wikileaks Logo 150Quellenschutz: Kleine Details in geleaktem Material können Informanten entlarven, schreibt Daniel Bouhs. Markierungen, die Farbkopierer und -drucker auf Papieren hinterlassen, geben zum Beispiel Aufschluss über die Seriennummer des Geräts und Tag und Uhrzeit des Kopier- oder Druckvorgangs. Auch vermeintliche Tipp- und Übersetzungsfehler lassen Rückschlüsse zu.
taz.deKommentieren ...

dpa nennt in Berichten häufiger die Nationalität von Tätern.

Nationalitäten-Nennung: Die dpa schreibt in Berichten über Mordfälle, Totschlag, Folter, Entführung und Geiselnahmen künftig immer die Nationalitäten der Täter. Bei schweren Straftaten gebe es ein begründetes öffentliches Interesse, sagt Nachrichtenchef Froben Homburger. Dieses Kriterium nennt der Pressekodex seit Kurzem – früher sollte es immer einen Sachbezug zur Tat geben, um die Nationalität zu nennen. Bei einigen weniger schweren Verbrechen will dpa seine Kunden jetzt im anhängenden Notizblock über die Hintergründe der Täter informieren.
kress.de, presserat.de (Background)Kommentieren ...

Michael Jürgs schreibt einen Online-Fortsetzungsroman für den "Tagesspiegel".


Literarischer Kanzler-Kampf: Der frühere "stern"-Chefredakteur Michael Jürgs veröffentlicht ab Freitag einen täglichen Fortsetzungsroman zur Bundestagswahl. Sein Politthriller erscheint in 100 Folgen auf tagesspiegel.de ausschließlich online. Die "Tagesspiegel"-Chefs Stephan-Andreas Casdorff und Lorenz Maroldt haben Jürgs persönlich gewonnen.

Der "Tagesspiegel" hofft auf Stammleser: Fortsetzungsromane seien ein klassisches Mittel zur Leserbindung, heißt es vom Verlag. Jürgs will in seine Geschichten viel Reales einbauen – voraussichtlich also auch tagesaktuelle Entwicklungen aufgreifen. Neben den Texten will der "Tagesspiegel" Bilderrätsel und Illustrationen über soziale Medien verbreiten. Jürgs ist ein viel gefragter politischer Kommentator und Sachbuch-Autor. (Foto: Paul Zinken / dpa / Picture Alliance)
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DJV weist Journalisten-Kritik von Daimler-Mann Jörg Howe zurück.

Journalisten-Kritik von Daimler-Kommunikationschef Jörg Howe verschweigt die wahre Ursache, kritisiert DJV-Sprecherin Eva Werner. Nicht Social Media, sondern die Überlastung durch Stellen-Einsparungen führten zu weniger Recherchezeit. Howe kritisiert im turi2.tv-Interview Schludrigkeit und mangelndes Fachwissen.
djv.de, turi.tv (4-Min-Interview)

Das Interview mit Jörg Howe:
3 Kommentare

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Zukunft des Journalismus!
Was bedeutet der Medienwandel für die Zukunft des Journalismus? Interessante Antworten und Einschätzungen von 25 internationalen Top-Journalisten und Medienmachern hält das Buch "ÜBER MORGEN" bereit. Die Interviews sind im Zuge einer Gesprächsreihe für den Blog der Kölner Agentur Oliver Schrott Kommunikation OSK entstanden.

Daimler-Kommunikator Jörg Howe klagt über schlampig-schnelle Journalisten.


Schnell und schludrig: Daimler-Kommunikationschef Jörg Howe hat es zunehmend schwerer mit Journalisten. "Die Geschwindigkeit nimmt zu, die Recherche ab", berichtet Howe im turi2.tv-Interview bei der Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche. Vielen Journalisten fehle zudem Fachwissen – in Workshops versucht der frühere Sat.1-Chefredakteur Howe den viel beschäftigten Schnellschreibern nun das kleine Einmaleins der Autoindustrie zu vermitteln.

Kursiert dennoch ein Bericht, der Howe nicht passt, besteht seine Pressestelle auf Richtigstellung. Höchste Priorität habe dann Schnelligkeit – deshalb kommunizieren der Konzern und seine PR-Leute individuell über Twitter. Dennoch müssen immer drei Leute auf Veröffentlichungen schauen – und häufig auch die eigenen Anwälte: "Die Arbeit ist juristischer geworden", sagt Howe, der einst für KarstadtQuelle und dessen umstrittenen Chef Thomas Middelhoff sprach.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)4 Kommentare

Pressefreiheit steht in Mexiko weiter dramatisch schlecht da, schreibt Boris Herrmann.

Pressefreiheit: In Mexiko entscheidet die Gunst der Drogenbosse über das Leben von Journalisten, Morde blieben oft ungesühnt, schreibt Boris Herrmann. Manche Medien geben auf, um ihre Mitarbeiter zu schützen, andere halten genau das für falsch. Mexikanische Journalisten hoffen, dass Angela Merkel, die am Freitag ein Freihandelsabkommens zwischen Mexiko und der EU mitverhandelt, den Schutz der Pressefreiheit zur Bedingung für künftige Beziehungen macht.
"Süddeutsche Zeitung", S. 9 (Paid)Kommentieren ...

Al Dschasira gerät in der Katar-Krise immer stärker unter Druck.

Al DschasiraAl Dschasira leidet massiv unter der Krise in Katar, der Heimat des Senders. Saudi-Arabien schließt das Büro des Senders und entzieht die Lizenz, in Jordanien droht ebenso ein Bann, warnt Reporter ohne Grenzen. In Ostjerusalem stürmen ultraorthodoxe Juden das Büro und werfen Al Dschasira vor, den IS zu unterstützen. Schon länger ist Al Dschasira in Ägypten verboten, mehrere Länder blocken die Website.
rsf.orgKommentieren ...

Kleine Pünktchen sollen NSA-Whistleblowerin verraten haben.

NSA-Whistleblowerin ist offenbar wegen winziger Wasserzeichen aus einem Drucker enttarnt worden. Das Dokument zum geplanten Wahlkampf-Hack wurde vom Portal The Intercept im Original veröffentlicht – die Journalisten gaben damit versehentlich ihre Quelle preis. US-Behörden fanden über Pünktchen auf dem Dokument den Drucker. Die mutmaßliche Whistleblowerin, eine 25-jährige externe Mitarbeiterin, soll zudem dummerweise von einem Dienstrechner mit The Intercept kommuniziert haben. Laura Hazard Owen trägt Fehleranalysen zum missglückten Leak zusammen. Wikileaks setzt 10.000 Dollar Kopfgeld auf den Reporter an, der es versaut haben soll.
niemanlab.org, mashable.com (Wikileaks), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Petra Reski verklagt "Freitag"-Verleger Jakob Augstein

Freitag: Autorin Petra Reski verklagt Verleger Jakob Augstein. Reski beschwert sich über eine Diffamierung ihrer Arbeit, berichtet das NDR-Magazin "Zapp". Augstein behauptete, sie habe dem Freitag Inhalte "untergejubelt". Er verweigerte ihr mit dieser Begründung die Unterstützung in einem Gerichtsprozess, der auf einen "Freitag"-Artikel Reskis folgte. Reski sammelt deshalb 20.000 US-Dollar in einem Crowdfunding. Voraussichtlich am 29. September treffen sich beide vor dem Landgericht Hamburg.
presseportal.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

AfD und rechte Blogger werfen CNN vor, muslimische Demo in London inszeniert zu haben.

Fake News: Rechte Blogger und die AfD säen das Gerücht, CNN habe eine Demonstration muslimischer Frauen in London inszeniert. In einem Clip scheinen Kameraleute und Fotografen, darunter CNN-Reporterin Becky Anderson, Demonstranten zu dirigieren. CNN weist die Vorwürfe als "Unsinn" zurück. Die Protestanten seien weder Schauspieler noch bezahlt, bestätigt ein Journalist, der vor Ort war.
faz.net, taz.deKommentieren ...

Axel Springer Akademie entwickelt Politik-Angebot "Shotty" für Erstwähler und verbreitet es über WhatsApp.

Axel Springer Akademie will Erstwähler mit Shotty erreichen, einem Whatsapp-Politikangebot. Unter dem Motto "Gönn Dir Info" berichten die Nachwuchsjournalisten ab heute eine Woche über Themen wie die Radikalisierung junger Menschen und wollen Lösungsvorschläge bieten, die den Bogen zur Politik schlagen. Morgens gibt's ein Briefing per Sprachnachricht, danach führt ein Reporter via Whatsapp-Status durch das Schwerpunktthema, abends wird es live bei Facebook vertieft.
axelspringer.deKommentieren ...

Jochen Wegner liefert "Laborbericht" über neue Journalismus-Projekte bei Zeit Online.

Jochen Wegner stellt in einem "Laborbericht" für den "Journalist" Ideen vor, mit denen Zeit Online experimentiert. Dazu gehören eine Dating-Plattform für politische Gegensätze und ein Festival zur Weltverbesserung. Am Anfang neuer Projekte stünde oft ein "Ideen-Vakuum", viele Details definiere die Redaktion erst, wenn das Projekt schon läuft, schreibt Wegner.
medium.com via facebook.com/derjournalistKommentieren ...

Ulrike Simon findet die Ausbeute nach 100 Tagen "Bild"-Ombudsstelle mager.

Magere Ausbeute bescheinigt Ulrike Simon dem "Bild"-Ombudsmann Ernst Elitz nach 100 Tagen Amtszeit. Simon schreibt, sie habe von Beginn an gezweifelt, ob Elitz die richtige Besetzung sei, er betreibe "Selbst-Behauptungsjournalismus" und "Wenn-ich-das-sage-dann-stimmt‘s-und-basta-Arroganz". Moritz Tschermak nennt im Bildblog Themen, zu denen Elitz seiner Meinung nach hätte Stellung beziehen müssen, etwa sexistische Tipps, Enten und reißerische Falschinformationen.
daily.spiegel.de (Paid), bildblog.deKommentieren ...

Presserat formuliert neue Leitsätze zur Verdachtsberichterstattung.

Deutscher Presserat gibt neue Praxis-Leitsätze zur Verdachtsberichterstattung heraus. Insbesondere geht es dabei um die Nennung der Herkunft von möglichen Straftätern. Bisher sollte die religiöse, ethnische oder nationale Zugehörigkeit nur genannt werden, wenn ein "begründbarer Sachbezug" bestand; jetzt könnten diese Informationen laut Regeln auch veröffentlicht werden, wenn "die Biographie des Täters für die Berichterstattung wichtig ist." Als konkretes Beispiel nennt der Presserat die Kölner Silvesternacht, bei der die Täter überwiegend aus Nordafrika und dem arabischen Raum stammten.
deutschlandfunk.de, presserat.de (Praxis-Leitsätze)Kommentieren ...

Zitat: Frank Überall findet Tarifverträge friedensstiftend.

"Tarifverträge sind Friedensverträge. Wer keinen Tarifvertrag will, muss irgendwann damit rechnen, dass er sehr viel Spaß im Haus hat".

DJV-Vorsitzender Frank Überall glaubt, dass sich Verleger mit Tarifverträgen Ruhe in den Redaktionen sichern - und gute Journalisten vom Kündigen abhalten.
youtube.com (6-Min-Video vom ENC im Kanal des "Medium Magazin")

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Mit Vielfalt gegen Populismus: Abgehängt, falsch dargestellt oder interpretiert – einige gesellschaftliche Gruppen finden sich in der medialen Darstellung nicht wieder. Das Journalismusforum 2017 am 7. November in Köln vermittelt konkrete Ideen von der Washington Post und anderen Medienhäusern, wie man das verhindern kann. Jetzt anmelden!

Zitat: Silke Burmester fordert mehr Engagement von Journalisten für die Pressefreiheit.

"Ich bin Journalistin geworden, weil ich das Gefühl habe, diese Gesellschaft geht mich etwas an. Wäre sie mir egal, könnte ich auch Metzger sein oder Schmuck verkaufen."

Silke Burmester fordert in ihrer Deutschlandfunk-Kolumne, dass Journalisten die Werte ihres Berufes stärker verteidigen. Eine Trennung zwischen Berufs- und Privatperson könne sie nicht nachvollziehen.
deutschlandfunk.deKommentieren ...

Basta: Achtung, Akteneinsicht.

Unverfrorene Zeitdiebe: Weil Journalisten Anfragen an den BND stellen, muss dort bald der 25-Stunden-Tag eingeführt werden. Denn, so das Bundeskanzleramt, man beobachte eine "schleichende Aushöhlung der Nachrichtendienste und ihrer Fähigkeit zur Aufgabenerfüllung durch Archivanfragen". Alle 6.500 BND-Mitarbeiter, das Referat Archivwesen und die Pressestelle ertrinken in den süßer-Brei-artigen Anfragen und knapsen Gerüchten zufolge bereits Zeit beim Zähneputzen und Luftholen ab.
facebook.comKommentieren ...

Hör-Tipp: Stefan Niggemeier spricht mit Radio eins über Medien-Berichterstattung nach Terroranschlägen.

Hör-Tipp: Die Medien berichten ausführlich über den Selbstmord-Attentäter, der sich nach einem Pop-Konzert in Manchester in die Luft gesprengt hat. Radio eins fragt Stefan Niggemeier, was Journalismus nach Terroranschlägen darf, etwa unverpixelte Fotos zeigen oder Emotionen ausnutzen. Er meint: Medien bilden nicht nur ab, was passiert, sondern handeln teilweise voyeuristisch, eine allgemeingültige Antwort habe er aber nicht.
ardmediathek.de (4,5 Min-Audio)Kommentieren ...

Zitat: DJV-Chef Frank Überall fordert ein Presse-Auskunftsrecht auf Bundesebene.

"Bald ist Bundestagswahl. Lasst die Parteien wissen, dass wir ein Presseauskunftsrecht fordern."

DJV-Chef Frank Überall verlangt ein verbindliches Auskunftsrecht auf Bundesebene. Anlass ist der Vorwurf von "Bild" an das Bundesamt für Verfassungsschutz, die Zeitung belogen zu haben. Dies müsse Folgen haben, sagt Überall.
twitter.com, facebook.com (Bundesamt für Verfassungsschutz)Kommentieren ...

"Sächsische Zeitung" macht gute Erfahrungen mit konstruktivem Journalismus.

Sächsische Zeitung hat sich seit einem halben Jahr dem konstruktiven Journalismus verschrieben und erzielt "wesentlich höhere Aufmerksamkeits- und Leserquoten" als mit herkömmlichen Texten, sagt Feuilleton-Vizechef Oliver Reinhard. Vor allem bei Frauen und Lesern mit höherem Bildungsabschluss seien die lösungsorientierten Artikel beliebt. Intern musste die Zeitung zunächst gegen die Befürchtung von Kollegen kämpfen, es ginge nur um "Schönfärberei".
derstandard.at, sz-online.de (Background)Kommentieren ...

Österreichs Kanzler Kern wirft Medien vor, das reale Leben der Bürger zu ignorieren.

Bundeskanzler Christian KernChristian Kern wirft den Medien vor, die "realen Lebensverhältnisse" der Menschen nicht zu behandeln. Die Newsroom-Macher seien zu sehr auf Klicks fixiert, sagt der österreichische Kanzler auf dem European Newspaper Congress. Das Ziel der Aufklärung verschwinde aus den Redaktionen. Auch die Politik sei gefordert, den Journalismus zu stärken. Kern habe Respekt vor den Zeitungen, die heute unter völlig anderen Bedingungen als vor 20 Jahren arbeiteten. Der SPÖ-Politiker fordert von Facebook, Google und YouTube, ihre Algorithmen offenzulegen.
news.at, derstandard.atKommentieren ...

Lese-Tipp: Zeitschriften überbieten sich mit harten Titelblättern.

Lese-Tipp: Magazine konkurrieren um das härteste Cover, beobachtet Ralf Wiegand. Besonders im Fall Donald Trumps stehe das Megafon schon lange am Anschlag. Rainer Wörtmann, früher Titelseiten-Gestalter des "Spiegels", findet hingegen, es sei nicht die Aufgabe des "Spiegels", zu provozieren. Ein Problem am umstrittenen "Spiegel"-Cover mit dem Miss-Liberty-Henker Trump sei, dass die Geschichte im Heft ein ganz anderes Thema behandelt habe.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Erschossener Journalist Javier Valdez fühlte sich in Mexiko alleingelassen.

"Früher standen wir Journalisten in der dritten Reihe, heute stehen wir ganz vorne in der Schusslinie und sind zur Zielscheibe von Militär, Polizei und organisiertem Verbrechen geworden."

Der mexikanische Journalist Javier Valdez, 50, war eine der letzten kritischen Stimmen Mexikos - am Montag wurde er auf offener Straße erschossen. Wer in Mexiko ernsthaften Journalismus betreibe, sei allein und finde aus Angst keinen Rückhalt in der Gesellschaft, sagt er im Interview, das er Ende Februar dem deutschen Blogger Airen gegeben hat.
faz.netKommentieren ...

Cordt Schnibben sammelt mit Spiegel Daily Nutzer aus dem Niemandsland ein.


Zwischenbilanz: Erfinder Cordt Schnibben, 64, ist nach dem Start von Spiegel Daily erleichtert. Erste Zahlen stimmen ihn zuversichtlich für das Konzept seiner digitalen Tageszeitung, sagt Schnibben im turi2.tv-Interview. "Wir zielen auf die Leute, die gar nicht mehr Tageszeitung lesen, die irgendwo im Niemandsland herum schwirren." Für Daily verpflichtet Schnibben nun weitere Spitzenleute aus dem Haus.

Neben dem Kernteam probieren sich im monatlichen Wechsel Printmagazin-Redakteure im Tageszeitungs-Journalismus aus: Takis Würger, Jonathan Stock und Clemens Höges machen schon mit. Die Edelfedern Volker Weidermann, Nils Minkmar, Philipp Oehmke und Thomas Hüetlin stehen in den Startlöchern. Schnibben verteidigt im Interview die von vielen angezweifelte Idee eines abgeschlossenen Produkts: Studien und Befragungen zeigten, dass viele Nutzer Sehnsucht nach Einordnung und Abgeschlossenheit verspüren.
turi2.tv (5-Min-Video), turi2.de (Blattkritik)Kommentieren ...

"Obermain-Tagblatt" nimmt Schreibverbot für Journalisten zurück.

Obermain-Tagblatt nimmt das politische Schreibverbot für zwei Lokalreporter zurück. 86 Tage durften die Journalisten Annette Körber und Till Mayer nicht zu politischen Themen berichten, weil das Verlagshaus befürchtete, sie würden Lokalpolitikern allzu nette Texte widmen. Körber und Mayer streiten für einen neuen Haustarifvertrag und hatten dafür auch Unterstützung von Politikern bekommen.
facebook.com (Post "Die Wertschätzer" - Mitarbeiter des "Obermain-Tagblatts"), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Uwe Dulias macht Madsacks Volontäre fit für die Zukunft.


Früher war nicht alles besser: Madsack erkennt die Zeichen der Zeit und stellt mit seinem Mediencampus die Ausbildung der Volontäre neu auf. Kopf hinter dem Konzept sind Journalismus-Urgestein Uwe Dulias und sein Team. Der Entwicklungs-Chefredakteur setzt mit der Journalistenschule auf multimediale Inhalte in verschiedenen Redaktionen. Zudem will er Fehler beheben, die ihn schon in seiner eigenen Ausbildung vor 40 Jahren genervt haben: "Am ersten Tag saß ich doof rum", sagt er im Interview mit turi2.tv. Die Madsack-Volos sollen künftig erst theoretisch das Handwerk lernen und dann "auf die Menschheit losgelassen" werden.

Der Regionalzeitungs-Konzern reagiert mit der Entwicklung des Mediencampus auch auf die rückläufige Zahl der Volo-Bewerber. Mit einer dosierten Zentralisierung will Madsack die Ausbildung im Lokaljournalismus für junge Talente attraktiver machen. Dulias erkennt, dass der gesellschaftliche Wandel an den jungen Journalisten nicht vorbeigeht. Privatleben und Familie seien vielen heute wichtiger als früheren Generationen. Dulias bekennt selbstkritisch: "Vielleicht tut es dem Journalismus gut, dass junge Leute kommen, die auch ein bisschen privaten Egoismus mitbringen."
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Verlegerverbände: Neues Urheberrecht würde Verlage und Journalisten enteignen.

Urheberrecht: Der vom Bundesrat begrüßte Entwurf zum Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz würde zu einer teilweisen Enteignung der Verlage und Journalisten führen, meinen die Verleger-Verbände BDZV und VDZ. Sollte das Gesetz in Kraft treten, bedeute dies massive Einschnitten in die Finanzierung von Journalismus. Immerhin habe der Bundesrat auf die Gefahren des Gesetzes für die Presse hingewiesen, sagen die Verlegerverbände. Der Gesetzentwurf sähe vor, dass Presseprodukte in den digitalen Angeboten von Bibliotheken teilweise gratis genutzt werden dürfen. Das Gesetz soll im Juni im Bundestag endgültig verabschiedet werden.
presseportal.de, bmjv.de (Gesetzesentwurf)Kommentieren ...