Trump-Berater Stephen Bannon wettert gegen die Medien.

Steve BannonStephen Bannon, Donald Trumps Chefberater, sagt den Medien den Kampf an. "Jeder Tag wird ein Kampf sein", so der Medienunternehmer vor Tausenden Aktivisten. Bannon nennt die Medien eine "Oppositionspartei". Der frühere Leiter der Internetseite Breitbart News rechnet damit, dass das Verhältnis Trumps zur Presse sich weiter verschlechtern werde. Die Medien seien angeblich gegen die "wirtschaftsnationale Agenda" des Präsidenten.
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Hör-Tipp: Deutschlandradio Kultur über Wissenschaftsjournalismus.

Deutschlandradio-KulturHör-Tipp: Im Deutschlandradio Kultur zeigen Susanne Billig und Petra Geist, vor welchen Herausforderungen Wissenschaftsjournalisten stehen. Sie diskutieren, ob die Journalisten nur Vermittler oder auch Wächter der Forschung sein sollten. Dabei hätten Redakteure Probleme, die Flut wissenschaftlicher Veröffentlichungen zu überblicken.
deutschlandradiokultur.de (30-Min-Audio)Kommentieren ...

Video-Tipp: “Zapp” über Seitenwechsler im Journalismus.

ZappVideo-Tipp: "Zapp" nimmt sich die Seitenwechsler im Journalismus vor - in der Politik und in Unternehmen. Daniel Bouhs interviewt Deutschlandradio-Journalistin Sabine Adler, die ihren kurzen Ausflug als Sprecherin von Norbert Lammert heute als "teuer erkauft" sieht. Caroline Ebner trifft Sascha Pallenberg, Dirk Benninghoff und Christoph Hardt, die heute für Unternehmen Content Marketing machen.
ndr.de (Politik, 9-Min-Video), ndr.de (Unternehmen, 6-Min-Video)Kommentieren ...

Correctiv wird von türkischen Nationalisten bedroht.

David Schraven 600Recherchieren unter Polizeischutz: Türkische Nationalisten bedrohen Mitarbeiter des Recherchebüros Correctiv, berichtet Correctiv-Chef David Schraven in der "Zeit". Die Anfeindungen richteten sich vor allem gegen die türkischen Journalisten der Website Özgürüz. Fünf Redakteure hätten bereits gekündigt, weil ihnen die Arbeit zu gefährlich wurde. Das türkische Staatsfernsehen hatte zuvor über die Exil-Redaktion berichtet.

Die Correctiv-Redaktion in Berlin steht seit zwei Wochen unter Objektschutz. Für eigene Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa eine Tür mit Sicherheitsschleuse, fehle der Redaktion das Geld. Schraven empfindet die Bedrohung durch türkische Nationalisten gefährlicher als die Aktivisten der neurechten Identitären Bewegung oder Putin-Freunde, die 2016 die Berliner Redaktion stürmten. "Dass man sich als Journalist in Deutschland fürchten muss - das kann doch nicht sein", sagt Schraven.
"Zeit", S. 9 (Paid), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: David Schraven spricht über Gemeinnützigkeit im Journalismus.
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Online-Kurator Piqd startet Bezahl-Angebot und englischen Dienst.

piqd Logo-150Piqd, Münchner Startup für handverlesenen Online-Journalismus, will jetzt auch Geld verdienen. Für personalisierte Newsletter müssen die Nutzer künftig drei Euro pro Monat zahlen. Auf der Website sind die ausgewählten Inhalte weiterhin kostenlos. Zudem startet Piqd den englischsprachigen Ableger piqd.com.
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Bundeskabinett will am Mittwoch ein neues Firmenregister beschließen.

wolfgang schäuble_150Transparenz: Deutschland bekommt ein neues Firmenregister, das die Eigentümer von Unternehmen offenlegen soll. Das Bundeskabinett soll einen entsprechenden Gesetzentwurf am Mittwoch verabschieden. Laut "Süddeutscher Zeitung" wird das Transparenzregister ähnlich wie das Grundbuch nur für bestimmte Personen zugänglich sein. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (Foto) habe sich in diesem Punkt gegen die anderen Bundesministerien durchgesetzt. Die neue Datenbank ist Teil der vierten EU-Geldwäscherichtlinie, mit der die EU stärker gegen Korruption und Geldwäsche vorgehen will.
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“Bild” soll die ehrlichste Zeitung Deutschlands sein, sagt Julian Reichelt.

Julian-Reichelt-150Bild soll als "ehrlichstes Medium Deutschlands" wahrgenommen werden, formuliert Julian Reichelt, Vorsitzender der Chefredakteure bei "Bild", als Anspruch an sich selbst. "Vorbehalte" dagegen könne nur haben, wer sein "Weltbild vor 40 Jahren das letzte Mal" an "Bild" überprüft habe, argumentiert er. Wer nicht sehe, wie "nuanciert" und "sehr engagiert" die Zeitung etwa in der Flüchtlingskrise berichtet habe, sitze "noch sehr tief im Schützengraben".
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Empfehlungs-Newsletter hoffen auf freiwillige Anerkennung.

reportagen_newsletterNewsletter wie reportagen.fm oder Liesmich, die ihren Empfängern ausgewählte Reportagen empfehlen, bedeuten für die Macher viel Arbeit aber kaum Einnahmen, schreibt Kathrin Hollmer. Durch Crowdfunding gelingt es den Verantwortlichen zumindest etwas Geld als Wertschätzung zu erhalten. Gleichzeitig beobachten sie, wie die Nachfrage nach Kuratoren steigt und Startups mit dem Gedanken Geld verdienen.
sueddeutsche.de
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Urteil: Anti-Nazi-Blog Störungsmelder ist Journalismus.

Störungsmelder LogoStörungsmelder, Nazi-Watchblog von Zeit Online, hat Anspruch auf Presseauskünfte. Die Richter des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs stufen Störungsmelder als Presseorgan ein. Das Urteil ist rechtskräftig. Auslöser des Gerichtsverfahrens war, dass die Staatsanwaltschaft Memmingen Fragen der Blogger zu rechtsextremen Straftaten nicht beantworten wollte. Das Verwaltungsgericht Augsburg verwehrte dem Blog noch den Status als Journalismus.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Pressefreiheit in Deutschland ist so bedroht wie noch nie.

Christian Nürnberger 150Pressefreiheit ist in der Bundesrepublik so bedroht wie noch nie, warnt der Publizist Christian Nürnberger. Die Bedrohung gehe nicht nur von der "mächtigen Viererbande" Amazon, Apple, Facebook, Google aus, sondern vor allem von politisch desinteressierten Konsumbürgern, die kein Bedürfnis nach unabhängiger Information hätten. Ohne eine Lösung zur Finanzierung von Qualitätsjournalismus werde zuerst die freie Presse und dann die Demokratie sterben. Politik und Wirtschaft sei die Brisanz des Problems nicht bewusst, meint Nürnberger. Dabei könne steuerfinanzierter Journalismus unabhängiger sein als werbefinanzierter.
kress.deKommentieren ...

Initiative Nachrichten-Aufklärung veröffentlicht Top Ten der vergessenen Nachrichten.

Initiative Nachrichten-Aufklärung-150Scheinselbstständigkeit in den Medien ist für die meisten Medien kein Thema, urteilt die Initiative Nachrichten-Aufklärung. Über das "systematische Vorgehen" der Medienhäuser werde nicht berichtet, weil die Medien nicht selbst auf der Anklagebank sitzen möchten. Zu den Top Ten der vernachlässigten Nachrichten gehören demnach auch die Wahlen von Bundesrichtern, Auslandseinsätze der Bundeswehr und Staaten ohne Militär.
deutschlandfunk.de
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Zitat: Josef Trappel sieht durch Trump ein Comeback der Qualitätsmedien.

Josef Trappel - Uni Salzburg 150"Donald Trump könnte gelingen, was die Medien aus eigener Kraft nicht mehr schaffen: den Menschen klarzumachen, welche wertvollen Leistungen journalistische Arbeit für das demokratische Zusammenleben erbringt."

Josef Trappel, Medienwissenschaftler der Uni Salzburg, sieht im Zeitalter von "alternativen Fakten" ein Comeback der Qualitätsmedien.
derstandard.at
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Rumänische Fußballzeitung hält investigativen Journalismus hoch.

Gazeta Sporturilor 150Rumänien: Ausgerechnet die Fußballzeitung Gazeta Sporturilor ist eines der wenigen Medien im Land, das investigativen Journalismus betreibt. Zuletzt deckten die Reporter Korruption im staatlichen Krankenhaus in Bukarest auf. Mit 30.000 verkauften Exemplaren pro Tag hat "Gazeta Sporturilor" ein Polster für investigative Recherchen abseits des Sports. Anderen Medien fehlt entweder das Geld oder das Interesse, weil sie mit Politik und Wirtschaft eng verbandelt sind.
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“WSJ”-Chefredakteur erntet Kritik für Schreib-Order zu Trumps Einreisestopp.

wsj150Wall Street Journal streitet sich halböffentlich über die Trump-Berichterstattung: Chefredakteur Gerry Baker fordert in einem durchgestochenen Memo, die vom US-Einreisebann betroffenen Länder nicht länger als mehrheitlich muslimisch zu etikettieren. Der Ausdruck sei zu "aufgeladen". Es ist nicht die erste interne Kritik an Baker - einige Redakteure und Reporter seien unzufrieden damit, dass das "WSJ", ein Teil des Imperiums von Rupert Murdoch, den neuen US-Präsidenten Donald Trump deutlich sanfter anfasse als die Konkurrenz von "Washington Post" und "New York Times", schreibt Joe Pompeo bei Politico.
buzzfeed.com, politico.comKommentieren ...

Funke muss Corinna Schumacher 60.000 Euro Entschädigung zahlen.

Funke Medien GruppeFunke muss Corinna Schumacher 60.000 Euro Entschädigung zahlen, bestätigt das Oberlandesgericht Hamburg ein Urteil des Landgerichts Hamburg vom September 2015. Damit weisen die Richter eine Berufung der Funke-Mediengruppe ab, berichtet die "FAZ". Funke-Klatschblätter hatten 2014 Bilder von Corinna Schumacher auf dem Weg ins Krankenhaus zu ihrem Mann Michael gedruckt.
"FAZ" S. 13 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Soli-Aktion für “Sächsische Zeitung”: “Morgenpost Sachsen” verzichtet auf Berichte vom AfD-Parteitag.

Tag24 Morgenpost SachsenMorgenpost Sachsen erscheint heute mit einer weißen Seite statt eines Berichts über den Parteitag der sächsischen AfD. Der Weißraum ist eine Solidaritätsaktion mit der "Sächsischen Zeitung", deren Reporter die Partei rauswarf. Auch online verzichtet die "Morgenpost" auf eine Berichterstattung. Die "Sächsische Zeitung" selbst berichtet - mit Material der Kollegen von der Chemnitzer "Freien Presse", der "Leipziger Volkszeitung" und der dpa.
tag24.de (Morgenpost), sz-online.de (Sächsische Zeitung), twitter.de (weiße Seite), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Video-Tipp: Richard Gutjahr spricht über seine Breaking-News-Erfahrungen in Nizza und München.

Richard Gutjahr 2017 150Video-Tipp: Richard Gutjahr, Blogger, Journalist und Moderator, war 2016 gleich zwei Mal Augenzeuge von Amok und Terror. Als einer der ersten hat er vom Anschlag in Nizza und wenig später vom Amoklauf in München berichtet. "Ich glaube nicht, dass es eine To-Do-Liste gibt, wie man in einem solchen Fall handeln muss", sagt Gutjahr im turi2.tv-Interview am Rande des deutschen Medienkongresses über seine Erfahrungen. Er erklärt, warum er es richtig findet, in Breaking-News-Situationen immer weiter zu berichten und sagt, dass er in einer vergleichbaren Situation heute anders twittern würde.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

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Jörgen Camrath sieht auch Positives in Fake News.

fake150Fake News bringen auch Positives mit sich, argumentiert Jörgen Camrath. Die Diskussion über sie habe dazu geführt, dass Unternehmen wie Google und Facebook mehr Verantwortung übernehmen und ihre Rolle überdenken. Außerdem führten Fake News dazu, dass Inhalte sowohl von Journalisten als auch einfachen Lesern stärker überprüft werden, mehr Geld für seriösen Journalismus ausgegeben werde und letztlich gar Arbeitsplätze entstünden.
"Welt am Sonntag", S. XIV (Abo), blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Wissenschaftler: Deutsche haben mehr Vertrauen in Medien als 2008.

lügenpresse_symbolbildVertrauen in die Medien sinkt doch nicht pauschal: Laut Kommunikationswissenschaftlern der Uni Mainz vertrauen heute 40 % der Deutschen den Medien in wichtigen Fragen. 2008 waren es nur 29 %. Aber die Medien polarisieren stärker als früher - auch der Anteil der Bürger, die ihnen misstrauen, ist seit 2008 von 9 auf 24 % gestiegen, sagen die Forscher der "Zeit".
zeit.de, dwdl.deKommentieren ...

Meinung: Trump-Sprecher Spicer riskiert seine Glaubwürdigkeit gleich zu Jobantritt.

Ari FleischerTrump-Pressesprecher Sean Spicer tut sich mit seinem Eifer gegenüber den Medien keinen Gefallen, glaubt Ari Fleischer (Foto), einst Sprecher von US-Präsident George W. Bush. Es sei normal, mal mit der Presse unzufrieden zu sein - dann sollte ein Sprecher sich allerdings auf die Zunge beißen. Falls Spicer seine Vorwürfe nicht zeitnah mit Fakten untermauere, beschädige er seine Glaubwürdigkeit.
nytimes.com, turi2.de (Background)1 Kommentar

“taz” baut Veranstaltungsreihe “taz.meinland” aus und druckt Sonderausgabe.

taz-logo150taz bringt eine Sonderausgabe zu ihrer Veranstaltungsreihe taz.meinland und legt sie der Mittwochsausgabe bei. Das Heft ist der Auftakt zum Ausbau der Veranstaltungsreihe. In diesem Jahr planen die "taz"-Journalisten mindestens 50 Events. Dort diskutieren die Redakteure mit Politikern und Bürgern über die Ursachen für Populismus.
per Mail, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Reporterfabrik bedient sich der Methoden, die sie selbst kritisiert.

Lorenz-Matzat-150-mai2015Reporterfabrik von Correctiv und dem Reporter Forum reitet für das Fundraising "im großen Stil die Fake News-Welle" findet Datenjournalist Lorenz Matzat. Die Behauptung, dass aktuell in besonderem Ausmaß unqualifizierte Meinung publiziert werde, lasse sich nicht belegen und stelle eine gefühlte Wahrheit da. Damit nutze das Projekt die gleichen Methoden, die es kritisiere und bekomme "einen schalen Beigeschmack nach Erziehungsanstalt".
medium.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

WDR-Studie: 89 % der Deutschen sind mit medialem Informations-Angebot zufrieden.

lügenpresse_symbolbildMedienvertrauen: Das öffentlich-rechtliche Radio genießt in Deutschland die größte Glaubwürdigkeit, sagt eine WDR-Studie. Die Radiosender kommen demnach auf Zustimmungswerte von 74 %, gefolgt von öffentlich-rechtlichen TV-Sendern (72 %) und den Tageszeitungen (65 %). Allerdings gehen 42 % der Befragten davon aus, dass die Medien politischen Vorgaben folgen. Den Lügenpresse-Vorwurf lehnt eine Mehrheit von 75 % ab - 3 % mehr als vor einem Jahr.
meedia.de, presseportal.deKommentieren ...

Correctiv gründet eine Journalistenschule für Bürger und Profis.

Correctiv Ausrufezeichen ohne Schriftzug-150Correctiv tut sich mit dem Reporter Forum zusammen und startet die Online-Journalistenschule "Reporterfabrik". Die Online-Akademie hat sich den Kampf gegen Fake News auf die Fahnen geschrieben. Der Betrieb soll in einigen Wochen starten, sobald eine Anschub-Finanzierung gesichert ist. Correctiv hofft auf Spenden der Landesmedienanstalten, von Stiftungen und Unternehmen. Während die Kurse für Bürger-Journalisten kostenlos sein sollen, müssen Profi-Journalisten zahlen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

US-Zeitungen rüsten sich mit neuen Investigativ-Kräften für die Trump-Ära.

Washington Post 150US-Zeitungen investieren wieder in bessere Recherche, beobachtet Matthias Kolb und beschreibt, wie "Washington Post", "New York Times" und andere nach neuen Journalisten suchen, die Trumps Lügen korrigieren und Enthüllungen liefern sollen. Angetrieben werden die Blätter vom Nutzer- und Abowachstum, das derzeit für vollere Kassen sorgt.
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interview2: ZDF-Gesicht Martin Leutke krempelt die Kommunikation der Lufthansa um.


ZDF verleiht Flügel: Martin Leutke war das Gesicht der Sendung "Wiso" – seit Oktober steht er im Dienst der Lufthansa. Dort baut er die Kommunikation mit der Presse um. Sein Sprecher-Team kämpft wie eine klassische Redaktion mit dem Medienwandel. "Wir müssen die Geschwindigkeit mitgehen und das Tempo halten", sagt Leutke im turi2.tv-Interview auf dem Frankfurter Flughafen. Ihn habe die Neugier auf Neues unter die Schwingen des Kranichs getrieben.

Leutke und seine Leute bändigen jeden Tag die vielen Kommunikationskanäle. Die Lufthansa müsse auf allen Plattformen gleichermaßen präsent sein, sagt er. Mitarbeiter der Airline twittern und tippen klassische Pressemitteilungen in einem hochmodernen Newsroom, sie telefonieren und snappen, posten und füllen Medien für Mitarbeiter, die rund um den Globus unterwegs sind. Leutke profitiert von seiner ZDF-Erfahrung: Er weiß noch, wie man Kamerateams glücklich und sich Journalisten zum Freund macht.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Correctiv checkt Fakten für Facebook.

Facebook-Logo-Holzwand (Foto: dpa)
Facebook gegen Fake News: Facebook will Falschmeldungen auf seinen deutschen Seiten mit Hilfe von Correctiv bekämpfen. Das Recherchebüro aus Essen ist der erste Partner des Zuckerberg-Netzwerks im Kampf gegen Fake News in Deutschland - weitere sollen folgen. Correctiv soll Nachrichten, die von Nutzern als Lügen markiert wurden und sich schnell verbreiten, auf Echtheit prüfen. Kommen die Rechercheure zu dem Schluss, dass es sich um Lügen handelt, wird zwar nicht gelöscht, Nutzer werden vor dem Teilen aber gewarnt.

Die Zusammenarbeit soll in den kommenden Wochen beginnen. Deutschland ist nach den USA der zweite Markt mit einer Kooperation gegen Falschmeldungen bei Facebook. In den USA kooperiert das Netzwerk etwa mit Politifact, ABC News und FactCheck.org. Das gemeinnützige Correctiv ist bisher eher durch Langfrist-Recherchen als durch tagesaktuelle Arbeit aufgefallen, es hat u.a. gemeinsam mit dem "Spiegel" und RTL recherchiert.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: fragebogen2 mit Correctiv-Chef David Schraven.

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Journalisten ziehen gegen Datenhehlerei-Gesetz vors Bundesverfassungsgericht.

Paragraph150 Justiz JuraPressefreiheit: Journalisten von Netzpolitik.org, NDR und andere reichen gemeinsam Verfassungsbeschwerde gegen den Tatbestand der Datenhehlerei ein. Sie halten das Gesetz für schlampig formuliert. Es nimmt hauptberufliche Journalisten zwar von dem Tatbestand aus, Experten, die von den Rechercheuren konsultiert werden, oder Blogger machen sich aber womöglich strafbar.
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Jeff Jarvis: Fake News werden auch bei der Bundestagswahl ein Problem sein.

jeff jarvis, 2015, 150Fake News: Medien müssen in Zeiten offensiv verbreiteter Falschmeldungen noch wachsamer sein, fordert US-Journalistik-Professor Jeff Jarvis. Die klassischen Medien hätten bisher noch keine Antwort auf per Gif oder Meme verbreitete Lügen gefunden - sie reagierten mit 200-Zeilen-Texten am Folgetag. Jarvis hält es für möglich, dass Russland auch den Ausgang der Bundestagswahl Mitte des Jahres beeinflussen will.
"Focus" 3/2017, S. 84 (Paid)Kommentieren ...

BBC weitet Gegenmaßnahmen zu Fake News aus.

BBCBBC gründet ein Team, das absichtlich als wahr getarnte Fake News identifizieren und überprüfen soll, sagt News-Chef James Harding. Die britische Rundfunkanstalt will die bestehende Reihe Reality Check ausweiten und mit einem eigenen Team unterfüttern. Die BBC will die Beiträge der Reihe so in TV, Radio und Web platzieren, dass sie "faszinierender" und "griffiger" ankommen als die zugrundeliegenden Fake News.
theguardian.com, derstandard.atKommentieren ...

Facebook startet Charme-Offensive für die Medienbranche.

Facebook-Logo-Holzwand (Foto: dpa)
Make Real News Great Again: Facebook macht sich nun auch offiziell Sorgen um die "Gesundheit" des "Nachrichten-Ökosystems" und will künftig stärker mit der Medienbranche zusammenarbeiten. Das "Facebook Journalism Project", es klingt ein wenig wie Googles Digital News Initiative, soll aus drei Säulen bestehen: neuen Produkten, Weiterbildungsangeboten für Journalisten sowie Medienkompetenz-Schulungen für die breite Öffentlichkeit.

Produktseitig will Facebook gemeinsam mit Medienpartnern bestehende Darstellungsformen des Netzwerks wie Instant Articles und Live weiterentwickeln und neue Formen kreieren. Daneben arbeitet Facebook in einer "frühen Phase" an einer Einbindung lokalisierter Nachrichten im Facebook-Stream. Facebook wünscht sich "viel frühzeitigen Input" von Medienorganisationen und Journalisten dazu. Daneben sind unter anderem Recherchetools und ein Weiterbildungsprogramm mit der US-Journalistenschule Poynter geplant.
recode.net, nytimes.com, fb.com (Mitteilung)Kommentieren ...