Meinung: Reporterfabrik bedient sich der Methoden, die sie selbst kritisiert.

Lorenz-Matzat-150-mai2015Reporterfabrik von Correctiv und dem Reporter Forum reitet für das Fundraising "im großen Stil die Fake News-Welle" findet Datenjournalist Lorenz Matzat. Die Behauptung, dass aktuell in besonderem Ausmaß unqualifizierte Meinung publiziert werde, lasse sich nicht belegen und stelle eine gefühlte Wahrheit da. Damit nutze das Projekt die gleichen Methoden, die es kritisiere und bekomme "einen schalen Beigeschmack nach Erziehungsanstalt".
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WDR-Studie: 89 % der Deutschen sind mit medialem Informations-Angebot zufrieden.

lügenpresse_symbolbildMedienvertrauen: Das öffentlich-rechtliche Radio genießt in Deutschland die größte Glaubwürdigkeit, sagt eine WDR-Studie. Die Radiosender kommen demnach auf Zustimmungswerte von 74 %, gefolgt von öffentlich-rechtlichen TV-Sendern (72 %) und den Tageszeitungen (65 %). Allerdings gehen 42 % der Befragten davon aus, dass die Medien politischen Vorgaben folgen. Den Lügenpresse-Vorwurf lehnt eine Mehrheit von 75 % ab - 3 % mehr als vor einem Jahr.
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Correctiv gründet eine Journalistenschule für Bürger und Profis.

Correctiv Ausrufezeichen ohne Schriftzug-150Correctiv tut sich mit dem Reporter Forum zusammen und startet die Online-Journalistenschule "Reporterfabrik". Die Online-Akademie hat sich den Kampf gegen Fake News auf die Fahnen geschrieben. Der Betrieb soll in einigen Wochen starten, sobald eine Anschub-Finanzierung gesichert ist. Correctiv hofft auf Spenden der Landesmedienanstalten, von Stiftungen und Unternehmen. Während die Kurse für Bürger-Journalisten kostenlos sein sollen, müssen Profi-Journalisten zahlen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

US-Zeitungen rüsten sich mit neuen Investigativ-Kräften für die Trump-Ära.

Washington Post 150US-Zeitungen investieren wieder in bessere Recherche, beobachtet Matthias Kolb und beschreibt, wie "Washington Post", "New York Times" und andere nach neuen Journalisten suchen, die Trumps Lügen korrigieren und Enthüllungen liefern sollen. Angetrieben werden die Blätter vom Nutzer- und Abowachstum, das derzeit für vollere Kassen sorgt.
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interview2: ZDF-Gesicht Martin Leutke krempelt die Kommunikation der Lufthansa um.


ZDF verleiht Flügel: Martin Leutke war das Gesicht der Sendung "Wiso" – seit Oktober steht er im Dienst der Lufthansa. Dort baut er die Kommunikation mit der Presse um. Sein Sprecher-Team kämpft wie eine klassische Redaktion mit dem Medienwandel. "Wir müssen die Geschwindigkeit mitgehen und das Tempo halten", sagt Leutke im turi2.tv-Interview auf dem Frankfurter Flughafen. Ihn habe die Neugier auf Neues unter die Schwingen des Kranichs getrieben.

Leutke und seine Leute bändigen jeden Tag die vielen Kommunikationskanäle. Die Lufthansa müsse auf allen Plattformen gleichermaßen präsent sein, sagt er. Mitarbeiter der Airline twittern und tippen klassische Pressemitteilungen in einem hochmodernen Newsroom, sie telefonieren und snappen, posten und füllen Medien für Mitarbeiter, die rund um den Globus unterwegs sind. Leutke profitiert von seiner ZDF-Erfahrung: Er weiß noch, wie man Kamerateams glücklich und sich Journalisten zum Freund macht.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Correctiv checkt Fakten für Facebook.

Facebook-Logo-Holzwand (Foto: dpa)
Facebook gegen Fake News: Facebook will Falschmeldungen auf seinen deutschen Seiten mit Hilfe von Correctiv bekämpfen. Das Recherchebüro aus Essen ist der erste Partner des Zuckerberg-Netzwerks im Kampf gegen Fake News in Deutschland - weitere sollen folgen. Correctiv soll Nachrichten, die von Nutzern als Lügen markiert wurden und sich schnell verbreiten, auf Echtheit prüfen. Kommen die Rechercheure zu dem Schluss, dass es sich um Lügen handelt, wird zwar nicht gelöscht, Nutzer werden vor dem Teilen aber gewarnt.

Die Zusammenarbeit soll in den kommenden Wochen beginnen. Deutschland ist nach den USA der zweite Markt mit einer Kooperation gegen Falschmeldungen bei Facebook. In den USA kooperiert das Netzwerk etwa mit Politifact, ABC News und FactCheck.org. Das gemeinnützige Correctiv ist bisher eher durch Langfrist-Recherchen als durch tagesaktuelle Arbeit aufgefallen, es hat u.a. gemeinsam mit dem "Spiegel" und RTL recherchiert.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: fragebogen2 mit Correctiv-Chef David Schraven.

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Journalisten ziehen gegen Datenhehlerei-Gesetz vors Bundesverfassungsgericht.

Paragraph150 Justiz JuraPressefreiheit: Journalisten von Netzpolitik.org, NDR und andere reichen gemeinsam Verfassungsbeschwerde gegen den Tatbestand der Datenhehlerei ein. Sie halten das Gesetz für schlampig formuliert. Es nimmt hauptberufliche Journalisten zwar von dem Tatbestand aus, Experten, die von den Rechercheuren konsultiert werden, oder Blogger machen sich aber womöglich strafbar.
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Jeff Jarvis: Fake News werden auch bei der Bundestagswahl ein Problem sein.

jeff jarvis, 2015, 150Fake News: Medien müssen in Zeiten offensiv verbreiteter Falschmeldungen noch wachsamer sein, fordert US-Journalistik-Professor Jeff Jarvis. Die klassischen Medien hätten bisher noch keine Antwort auf per Gif oder Meme verbreitete Lügen gefunden - sie reagierten mit 200-Zeilen-Texten am Folgetag. Jarvis hält es für möglich, dass Russland auch den Ausgang der Bundestagswahl Mitte des Jahres beeinflussen will.
"Focus" 3/2017, S. 84 (Paid)Kommentieren ...

BBC weitet Gegenmaßnahmen zu Fake News aus.

BBCBBC gründet ein Team, das absichtlich als wahr getarnte Fake News identifizieren und überprüfen soll, sagt News-Chef James Harding. Die britische Rundfunkanstalt will die bestehende Reihe Reality Check ausweiten und mit einem eigenen Team unterfüttern. Die BBC will die Beiträge der Reihe so in TV, Radio und Web platzieren, dass sie "faszinierender" und "griffiger" ankommen als die zugrundeliegenden Fake News.
theguardian.com, derstandard.atKommentieren ...

Facebook startet Charme-Offensive für die Medienbranche.

Facebook-Logo-Holzwand (Foto: dpa)
Make Real News Great Again: Facebook macht sich nun auch offiziell Sorgen um die "Gesundheit" des "Nachrichten-Ökosystems" und will künftig stärker mit der Medienbranche zusammenarbeiten. Das "Facebook Journalism Project", es klingt ein wenig wie Googles Digital News Initiative, soll aus drei Säulen bestehen: neuen Produkten, Weiterbildungsangeboten für Journalisten sowie Medienkompetenz-Schulungen für die breite Öffentlichkeit.

Produktseitig will Facebook gemeinsam mit Medienpartnern bestehende Darstellungsformen des Netzwerks wie Instant Articles und Live weiterentwickeln und neue Formen kreieren. Daneben arbeitet Facebook in einer "frühen Phase" an einer Einbindung lokalisierter Nachrichten im Facebook-Stream. Facebook wünscht sich "viel frühzeitigen Input" von Medienorganisationen und Journalisten dazu. Daneben sind unter anderem Recherchetools und ein Weiterbildungsprogramm mit der US-Journalistenschule Poynter geplant.
recode.net, nytimes.com, fb.com (Mitteilung)Kommentieren ...

Zitat: Penis-Skulpteur Peter Lenk findet den Fall Diekmann ironisch.

peter-lenk-150"Als Chefredakteur der 'Bild'-Zeitung hat Kai Diekmann lange Jahre in Sperma gebadet und ist in Uteri gekrochen."


Peter Lenk
, Schöpfer des Penis-Denkmals für Kai Diekmann am "taz"-Gebäude in Berlin, findet es im Interview mit "Kontext" ironisch, dass der frühere "Bild"-Chef nun selbst Opfer von "Verdachtsjournalismus" ist - eigentlich "eine Spezialität der 'Bild'-Zeitung".
kontextwochenzeitung.de


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“Horizont”-Chefredakteur Volker Schütz sieht Programmatic und Homeless Media als Trends 2017.

volker schütz-150Digital-Journalismus-Trends 2017 bestehen vor allem in einer Weiterführung von Trends aus dem Jahr 2016, prognostiziert "Horizont"-Chefredakteur Volker Schütz. Journalistische Produkte würden noch stärker als bisher außerhalb klassischer Publikationen konsumiert, was starke Medienmarken aber nicht ängstigen müsse. Zudem müssten Journalisten sich insbesondere im Wahlkampf stärker mit Programmatic Campaigning, Hassbotschaften und Filterblasen beschäftigen und Haltung zeigen.
horizont.netKommentieren ...

Henriette Löwisch wird neue Leiterin der Deutschen Journalistenschule.

Henriette Löwisch (Henni Lowisch)Deutsche Journalistenschule macht Henriette Löwisch ab Juli zur neuen Leiterin. Henriette Löwisch ist selbst Absolventin der Schule und lehrt derzeit als Journalistik-Professorin an der University of Montana in den USA. Zuvor war sie Auslandskorrespondentin und Chefredakteurin bei AFP. Henriette Löwisch übernimmt von Jörg Sadrozinski, der wieder in den aktiven Journalismus wechselt.
djs-online.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Roland Tichy will nicht als Scharfmacher gelten.

Roland Tichy 150"Wenn man von der liberal-konservativen Seite kommt, wird jede Überschrift zelebriert als Angriff auf das Grundgesetz."

Roland Tichy streitet Clickbait für Facebook bei Tichys Einblick ab – auch die "linksgestrickteren Kollegen" würden ähnlich entschieden und witzig formulieren.
youtube.com (7-Min-Interview), youtube.com (15-Min-Fassung)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Der “Spiegel” feiert nachdenklich.

spiegel-seit-1947-150Lese-Tipp: Der "Spiegel" feiert seinen 70. Geburtstag mit 66 Sonderseiten. Ullrich Fichtner lässt keine Sektkorken knallen und analysiert im Titel-Essay "Die große Erosion" den Umbruch in Politik und Medien. Korrespondenten beschreiben den Status der Pressefreiheit in allen Teilen der Welt. Birgit Großekathöfer macht aus der Geschichte des "Spiegel" eine Visual Story.
"Spiegel" 01/2017, S. 16-27 (Paid), magazin.spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Facetime mit … Roland Tichy: “Das Geschrei wird schriller, aber leiser”.


Der Meinungskrieg geht weiter: Roland Tichy blickt auf ein erfolgreiches Jahr als Medienunternehmer zurück. Der Ex-Chefredakteur der "WirtschaftsWoche" polarisiert mit Tichys Einblick online und in Print. Seinen Kritikern unterstellt Tichy "böse Absicht" – wer anderer Meinung sei, werde in Deutschland schnell als AfD-nah oder Nazi dargestellt. "Das Geschrei wird schriller, aber leiser", sagt Tichy im turi2.tv-Gespräch – immer mehr Menschen bildeten sich ihre Meinung im Netz selbst.

Sie würden Stereotype und Urteile von außen nicht mehr einfach akzeptieren, sondern selber nach Fakten suchen. Auf den Vorwurf, selbst mit Sterotypen zu arbeiten, geht Tichy nicht ein und spielt den Ball zu Kollegen: Auch die "grandiose taz" arbeite mit provokanten Überschriften. Tichys Einblick soll 2017 weiter wachsen und multimedialer werden. Geschichten der Zeitschrift "Tichys Einblick" werden zu Videos – die wechselseitige Durchdringung der Medien mache Spaß.
youtube.com (7-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), youtube.com (ungekürzte 15-Min-Fassung)

Aus dem Archiv: interview2 mit Roland Tichy über seine Arbeit für Xing.

Ungeschnitte Fassung des Gesprächs:
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Facetime mit … Julian Reichelt: “Wir schaffen den Shitstorm ab.”


Die Scheiße stürmt nicht mehr: Bild.de will ab dem kommenden Jahr zurückhaltender über Debatten in sozialen Netzwerken berichten. "Wir haben alle in den letzten Jahren etwas zu oft und auch zu dankbar über Shitstorms berichtet", sagt Julian Reichelt im zweiten Teil des turi2.tv-Gesprächs. Hinter vielen scheinbaren Trends steckten doch nur 30 anonyme Twitter-Accounts. Für Bild.de zähle eine Meinung aus dem Netz künftig nur, wenn ein Mensch sie unter Klarnamen äußert.

Deutlich weniger Zurückhaltung wünscht sich Reichelt 2017 bei Berichten über Syrien. Der frühere Kriegsreporter hat im aktuellen Konflikt Bekannte verloren und ist sich sicher: Politiker und Journalisten werden sich "in nicht ferner Zukunft schämen für all das, was wir unterlassen haben". Bild.de habe stets berichtet, aber am Ende doch nichts bewegen können: "Dass sich in diesem Fall so wenig verändert hat, gehört für mich zu den großen Schmerzen 2016 und zu den großen Schmerzen meines journalistischen Lebens."
turi2.tv (6-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Teil 1 des Gesprächs über die Radio-Pläne bei Bild.de:
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“Zeit” und “Hamburger Abendblatt” zanken über Silvesternacht-Artikel.

Die Zeit-150Zeit zieht gegen das "Hamburger Abendblatt" vor Gericht. Das "Abendblatt" hat der "Zeit" unsaubere Recherchen rund um die vergangene Silvesternacht in Hamburg vorgeworfen. Holger Schöttelndreier sieht auch eine Verschwörung rund um die Vize-"Zeit"-Chefin Sabine Rückert. Die "Zeit" hält den Kollegen "jede Menge Fehler" vor.
meedia.de, abendblatt.de, zeit.deKommentieren ...

Zitat: Stephan Scherzer findet, jede Kritik habe ihre Grenzen.

stephan-scherzer-150"In Deutschland hat jeder das Recht auf seine eigene Meinung und kann die auch deutlich sagen, schreiben oder auf Demonstrationen vertreten, aber niemand hat das Recht auf eigene Fakten."

VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer ist besorgt, weil der "Lügenpresse"-Vorwurf nun selbst gegen Auto- oder Computer-Magazine erhoben wird.
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Ex-“FAZ”-Politkorrespondent Karl Feldmeyer, 78, ist tot.

karl-feldmeyer-2001-150Karl Feldmeyer, langjähriger Bonn- und Berlin-Korrespondent der "FAZ", ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Karl Feldmeyer galt als Experte der Politik und inneren Strukturen von CDU und CSU. Willi Winkler sieht ihn als "Kanzlermacher" von Angela Merkel. Nach seiner Pensionierung schrieb Feldmeyer unentgeltlich weiter, zuletzt für die AfD-nahe Online-Zeitung Freie Welt.
sueddeutsche.de (Winkler), nwzonline.deKommentieren ...

Madsack-Boss schickt NDR-Intendanten Protestnote.

madsack_150Madsack fühlt sich vom NDR-Fernsehen unfreundlich behandelt und schickt NDR-Intendant Lutz Marmor einen Beschwerdebrief, berichtet Uwe Vorkötter. Im "Schleswig-Holstein-Magazin" vom 13. Dezember ging es um Madsacks Mehrheitsbeteiligung "Lübecker Nachrichten" und die Minderheitsbeteiligung "Kieler Nachrichten". Neben Faktenfehlern kritisiert Verlagschef Thomas Düffert, dass in dem Bericht nur Arbeitnehmervertreter befragt wurden und fragt, "ob das eigentlich so sein muss".
horizont.netKommentieren ...

Stefan Niggemeier wundert sich über spekulative Fakten.

Stefan Niggemeier_nr16_150Was wir wissen und was wir nicht wissen: Das eigentlich sinnvolle Listen-Format kommt in Krisen-Lagen inzwischen so inflationär zum Einsatz, dass sich auf der Wissen-Seite auch vage Fakten, Vermutungen und Entweder-Oder-Infos finden, kritisiert Stefan Niggemeier. Er stellt infrage, in welchem Umfang sich Medien überhaupt auf Spekulationen einlassen sollen.
uebermedien.deKommentieren ...

Polizei Berlin will Social-Media-Gerüchte unterbinden.

polizei-berlin-150Polizei Berlin nutzt Twitter als Kommunikations-Tool zum mutmaßlichen Terror-Anschlag in Berlin. Unter #Breitscheidplatz informieren die Beamten über die aktuelle Lage und rufen etwa Nutzer sozialer Medien dazu auf, keine Anschlags-Videos und Gerüchte zu verbreiten. Für die berichtenden Medien sind die Polizei-Tweets eine wichtigste Quelle für die Berichterstattung.
twitter.com/PolizeiBerlin_E

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Zitat: Neues Strafrecht gegen Fake-News würde zu viel staatlichen Eingriff bedeuten.

Klaus-Meier-150"Neue Gesetze laufen Gefahr, dass der Staat in einen Bereich eingreift, aus dem er sich eigentlich heraushalten muss: die Frage nach der Wahrheit."

Journalistik-Professor Klaus Meier wirbt in der Debatte um Fake-News dafür, eher "unsere sehr guten Gesetze" in den sozialen Netzwerken auch konsequent durchzusetzen.
donaukurier.de1 Kommentar

Facebook kooperiert mit Fact-Checking-Organisationen gegen Fake News.

Facebook-Logo-Holzwand (Foto: dpa)
Weniger Lügen: Facebook will kein Fakebook mehr sein und stellt einen Maßnahmen-Katalog zur Eindämmung der Flut an Falschmeldungen vor. Kern sind Partnerschaften mit unabhängigen Fact-Checking-Organisationen. Die vier Start-Partner sind Snopes, Politifact, ABC News und FactCheck.org, weitere sollen folgen. Identifizieren mindestens zwei der Partner eine Meldung als Fake, erscheint im Text eine Inhaltswarnung. Nutzer die den Artikel dennoch teilen wollen, werden mehrfach gewarnt, verhindern will Facebook das Teilen der Fakes aber nicht. Allerdings straft das Netzwerk die Postings ab - sie erscheinen weiter unten im Newsfeed.

Auch die Facebook-Nutzer selbst können künftig leichter aktiv werden: Mit drei Klicks können sie vermutete Falschmeldungen anzeigen. Zudem will Facebook es den Verfassern von Fake News schwerer machen, mit ihren Lügen Geld zu verdienen. Betreiber von offensichtlichen Fake-Domains sollen künftig keine Anzeigen mehr schalten dürfen, die ihre Inhalte höher im Stream platzieren. (Foto: dpa)
theverge.com, nytimes.com, spiegel.deKommentieren ...

Fotografen und Kameraleute fordern bessere Kamera-Verschlüsselung.

Fotokamera Fotoapparat Kamera-150Kameras brauchen endlich bessere Verschlüsselungstechnik, fordern mehr als 150 Pressefotografen und Kameraleute von den Herstellern Nikon, Sony, Canon, Olympus und Fuji. Im Vergleich zu professionellem Mobilgeräten hinke die Kamera-Software hinterher, was den Schutz der aufgenommenen Daten angeht. Dadurch könne Material problemlos von Polizei, Militär oder Grenzbeamten durchsucht, gelöscht oder sogar manipuliert werden.
mashable.com, freedom.press (offener Brief)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Pro Publica erhält sein Trump-Wahl 750.000 Dollar an Kleinspenden.

ProPublica-150Zahl des Tages: Läppische 750.000 Dollar hat das Investigativ-Büro Pro Publica seit November, also der US-Wahl, allein durch Kleinspenden eingenommen. Im gesamten Jahr 2015 waren es rund 500.000 Dollar. Auch andere journalistische Stiftungen und gemeinnützige Recherchebüros verzeichnen ein erhöhtes Spendenaufkommen.
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Zitat: Franz Sommerfeld glaubt, ausbleibende Anzeigen stärken rechtspopulistische Medien.

Franz Sommerfeld_150"Die Verluste der vermutlich sowieso nicht übermäßigen Werbeeinnahmen werden durch die wichtige Währung öffentlicher Aufmerksamkeit ausgeglichen."

Ex-DuMont-Vorstand Franz Sommerfeld glaubt dass Publikationen wie Tichys Einblick und Achse des Guten vom Aufruf, keine Werbung bei ihnen zu schalten, sogar profitieren werden.
carta.info, turi2.de (Background)1 Kommentar