"Süddeutsche" holt Ex-Gauck-Sprecherin Ferdos Forudastan als Innenpolitik-Chefin.

Süddeutsche Zeitung will Journalistin Ferdos Forudastan als Nachfolgerin von Heribert Prantl verpflichten, berichtet Bülend Ürük. Forudastan, die bis Mitte März 2017 Sprecherin von Bundespräsident Joachim Gauck war, soll auf persönliche Empfehlung von Prantl das Ressort Innenpolitik übernehmen. Prantl selbst soll ein neues Meinungsressort aufbauen und leiten. Über die Neuverpflichtung müssen Ende Oktober noch die "Impressionisten" abstimmen, ein Gremium aus Mitgliedern der Chefredaktion und leitenden Redakteuren. Die Zustimmung gilt als wahrscheinlich.
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Ermordete Journalistin Daphne Caruana Galizia hatte viele Feinde.

Ermordete Journalistin aus Malta, Daphne Caruana Galizia, hatte viele Feinde, schreiben Oliver Meiler und Bastian Obermayer und blicken auf das Leben der Investigativ-Fachfrau zurück. Vor elf Jahren sei schon einmal das Auto der Journalistin angezündet worden. Nun ist ausgerechnet eine Untersuchungsrichterin dem Fall zugeteilt, die selbst öfter in der Berichterstattung von Daphne Caruana Galizia vorkam.
"Süddeutsche Zeitung", S. 3 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Mitarbeiter vom "Obermain-Tagblatt" kämpfen seit zwei Jahren für Haustarifvertrag.

Obermain-Tagblatt aus Lichtenfels in Oberfranken wird von seinen verbliebenen Mitarbeiter seit zwei Jahren regelmäßig bestreikt. Die Mitarbeiter fordern einen Haustarifvertrag und die Teilhabe an dem "satten Plus", das die Zeitung erwirtschaftet. In der Region erfahren sie für ihren Arbeitskampf große Zustimmung. Seit dem Verkauf 2012 an die "Main-Post" hat der Verlag die Redaktion von 56 auf 21 Mitarbeiter reduziert und die Druckerei geschlossen.
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Türkei entzieht 2016 etwa 900 Akkreditierungen.

Türkei Flagge 150 Pressefreiheit: In der Türkei haben 2016 etwa 900 Journalisten ihre Akkreditierung verloren, 110 Medienfirmen wurden dichtgemacht. 156 Journalisten sitzen laut Aussage von Justizminister Abdülhamit Gül im Gefängnis. Diese Zahl ist aber nicht sicher, da die Türkei inhaftierten Journalisten ihren Berufsstatus aberkennt und sie formal nicht mehr als Journalisten gelten. Auch dem ehemaligen Türkei-Korrespondenten des "Spiegel" Haznain Kazim hatte die Türkei die Verlängerung seines Journalistenvisums im vergangenen Jahr verwehrt.
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Investigativ-Journalistin Daphne Caruana Galizia ist durch Auto-Bombe getötet worden.

Daphne Caruana Galizia, 53, ist durch eine Auto-Bombe ermordet worden. Die maltesische Investigativ-Journalistin hatte an den Malta Files gearbeitet und wollte mit den rund 150.000 vertraulichen Dokumenten Steuerhinterziehung aufdecken. Die Bombe in ihrem Auto explodierte in der Nähe ihrer Wohnung. Caruana Galizia hatte wegen Morddrohungen vor zwei Wochen Anzeige erstattet.
nzz.ch, tagesschau.de, zeit.deKommentieren ...

Produzent Harvey Weinstein soll US-Journalisten gekauft haben.

US-Produzent Harvey Weinstein soll Journalisten gekauft haben, um negative Berichterstattung gegen ihn zu unterbinden. Weinstein steht im Verdacht, Frauen belästigt und missbraucht zu haben. Die Journalistin Rebecca Traister schreibt etwa in einem Artikel, viele Journalisten seien von Weinstein bezahlt worden oder hätten ohnehin für ihn gearbeitet - und deshalb nicht kritisch berichtet.
sueddeutsche.de, thecut.com (Artikel Traister)Kommentieren ...

Zitat: Silke Burmester will nicht für belanglose Zeitschriften schreiben.

"Wenn man sich die Magazine anschaut, ist es verwunderlich, dass nicht mehr Kolleginnen und Kollegen bereits irre geworden sind."

Silke Burmester beklagt in ihrer Deutschlandfunk-Kolumne, dass es für freie Journalisten fast nur noch bei Magazinen vertretbare Honorare gebe, die nur geistlose Inhalte verbreiten, derentwegen niemand Journalist geworden sei.
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Türkei: Journalistin Meşale Tolu steht ab heute vor Gericht.

Meşale Tolu, deutsche Journalistin mit türkischen Wurzeln, steht ab heute in Istanbul vor Gericht. Die Behörden werfen der Mitarbeiterin der linken Nachrichtenagentur Etha Propaganda und Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation vor. Meşale Tolu sitzt mit ihrem kleinen Sohn im Gefängnis, ihr Mann ist auch inhaftiert. Ein anderes Gericht verurteilt indes die "Wall Street Journal"-Reporterin Ayla Albayrak zu zwei Jahren und einem Monat Haft.
br.de, "Süddeutsche Zeitung", S. 5 (Paid), wsj.com (Albayrak)Kommentieren ...

Verlage kämpfen um Digitalexperten.

Personalkarussell bei Medien dreht sich derzeit aufgrund des Bedarfs an Digitalexperten besonders stark, schreibt Ulrike App. Jüngste Beispiele seien Stefan Plöchingers (Foto) Rückkehr zum "Spiegel" und der Wechsel von Sebastian Matthes zum "Handelsblatt". Die Digitalköpfe suchten dabei nicht in erster Linie mehr Gehalt, sondern interessante Aufgaben und höhere Budgets. Konkurrenz für die Verlage bei der Personalsuche komme zunehmend von reinen Digitalhäusern wie T-Online.
wuv.de (Paid), turi2.de (Plöchinger), turi2.de (Matthes)Kommentieren ...

Polizei findet Kopf der toten schwedischen Journalistin Kim Wall.

Kim Wall: Dänische Ermittler haben den abgetrennten Kopf der Journalistin sowie die Beine und eine Tüte mit einem Messer und Kleidung der Schwedin in der Køge-Bucht gefunden. Am Kopf sei keine Fraktur zu erkennen, so die Polizei. Im August fanden die Ermittler bereits den durchlöcherten Torso von Walls Leiche. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ingenieur Peter Madsen Mord an Kim Wall vor. Peter Madsen bestreitet die Tat und behauptet, ihr sei eine Luke auf den Kopf gefallen.
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Georg Stefan Troller sagt, für gute Interviews brauche man Empathie.

"Im Verlauf eines guten Interviews vergisst der Interviewte, dass es eines ist. Im Verlauf eines sehr guten, vergisst es auch der Interviewer."

Der große, journalistischen Fragensteller Georg Stefan Troller sagt im "Journalist"-Interview, dass Fragesteller auch über sich selbst etwas preisgeben müssen, um mehr als Routineantworten zu erhalten.
"Journalist" 10/2017, S. 42 (Paid)
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Nur NDR, MDR und RBB stehen Investigativ-Produzenten rechtlich bei.


Recherche auf eigene Gefahr: Die Produzenten-Allianz wollte sich mit den ARD-Anstalten eigentlich darauf einigen, Produktionsfirmen investigativer Dokumentationen bei rechtlichen Problemen zur Seite zu stehen. Doch nur NDR, MDR und RBB haben zugestimmt, schreibt Ulrike Simon. Die anderen sechs ARD-Anstalten lehnen einen generellen Haftungsbeistand ab. Die Produzenten-Allianz hat die Neuigkeit zwar ihren Mitgliedern mitgeteilt, doch sonst sollte der Sachverhalt nicht öffentlich werden sollten.

Auf ihre Einzel-Nachfragen bei den Sendern, warum sie Auftragsproduzenten im Zweifel alleine lassen, bekommt Simon fast konzertiert abgestimmte Antworten. Der WDR halte Rechtsbeistand für Produktionsfirmen "nicht für erforderlich", der BR "weder für erforderlich noch für sinnvoll" (BR) und der SWR hält die Zusage juristischer Unterstützung für "nicht für zielführend". Die Folge, so Ulrike Simon: Auftragsproduzenten widmen sich lieber Stoffen, die keinem wehtun und "die im Grunde kein Mensch braucht".
daily.spiegel.de (Paid), dwdl.deKommentieren ...

G20-Affäre: Polizei löscht Beweise, Regierung beschuldigt Journalisten weiter.

Großer Löschangriff: Die Affäre um entzogene G20-Akkreditierungen ist um einen Skandal reicher. Das LKA Berlin löscht noch vor einer Überprüfung Datensätze, die einen Fotografen belasteten, aber offenbar falsch waren. Ex-Datenschutzbeauftragter Peter Schaar spricht von einer "Unterdrückung von Beweismitteln". Die Bundesregierung räumt inzwischen ein, vier Journalisten zu Unrecht die G20-Akkreditierung entzogen zu haben.

Bei 28 weiteren Journalisten beharrt die Regierung auf der Rechtmäßigkeit des Rausschmisses. Das ARD-Hauptstadtstudio recherchiert zwölf Fälle und findet heraus, dass die gravierenden Vorwürfe gegen die Journalisten wie "besonders schwerer Landfriedensbruch" und "Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion" falsch sind. Die angekündigte Entschuldigung der Regierung lässt weiter auf sich warten, berichtet ARD-Korrespondent Arnd Henze. Seit dem G20-Gipfel habe das BKA indes mehrmals erneut Journalisten von Veranstaltungen fern gehalten.
tagesschau.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Jan Fleischhauer sieht in einer Scheidung viel dramatischen Buch-Stoff.

"Ich lebe auch als Kolumnist vom Drama. Und ich fand schon immer, dass das Thema Scheidung unheimlich viel dramatischen Stoff bietet, der noch nie so richtig von einem Autor in Angriff genommen wurde."

Jan Fleischhauer, Kolumnist bei Spiegel Online, begründet in einem sehr persönlichen Interview mit der "Welt am Sonntag", weshalb er als politischer Autor sein Buch Alles ist besser als noch ein Tag mit dir über die Scheidung seiner ersten Ehe geschrieben hat.
"Welt am Sonntag", S. 17-18 (Paid)

Weiteres Zitat aus dem Interview:
Über die Ehe mit seiner zweiten Frau, die er über ein Dating-Portal kennengelernt hat:
"Ich glaube, dass wir besser zusammenpassen. Uns hat ein Algorithmus zusammengeführt, wir haben also die Technik auf unserer Seite."Kommentieren ...

Deutsche Welle und Gewerkschaften einigen sich auf Reform der Altersversorgung.

Deutsche Welle 150Deutsche Welle einigt sich mit den Journalisten-Gewerkschaften auf eine Reform der betrieblichen Altersversorgung. Die Vereinbarung ist laut DJV finanziell "gleichwertig" mit dem Abschluss mit ARD und Deutschlandradio. Dem Rentendeal zwischen Öffentlich-Rechtlichen und Gewerkschaften steht nichts mehr im Weg. Der neue Tarifvertrag tritt nun in Kraft, die Gremien der ARD-Anstalten müssen aber noch zustimmen.
dwdl.de, infosat.de, djv.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Analyse: BBC-Reporterin benötigt bei Parteitagen einen Bodyguard.

Laura KuenssbergGroßbritannien: Journalistinnen wie BBC-Reporterin Laura Kuenssberg werden zunehmend bedroht, beschreibt Friedbert Meurer. BBC-Politik-Chefin Kuenssberg, die kritisch über Labour-Chef Jeremy Corbyn berichtet, muss sich bei Parteitagen der Labour-Partei sogar von einem Leibwächter begleiten lassen. Auch andere Journalisten - vor allem Frauen und Angehörige ethnischer Minderheiten - werden in sozialen Netzwerken angepöbelt und bedroht. Die Anfeindungen kommen von den linken und rechten Rändern der Gesellschaft.
deutschlandfunk.de (4-Min-Audio)Kommentieren ...

Deutsche Journalisten können von Afrika lernen, meint Kai Diekmann.

Kai Diekmann rät deutschen Journalisten, einen Blick nach Afrika zu werfen. In Nigeria habe er "junge, freche, unkonventionelle Journalisten" getroffen, die "agil arbeiten, ohne Rücksicht auf Hierarchien oder Status" und Facebook viel selbstverständlicher einsetzen als viele Redaktionen hierzulande. "Diese hemdsärmelige Einstellung täte vielen Journalisten auch in Deutschland gut", resümiert Kai Diekmann. Im Oktober reist er erneut nach Nigeria, will seinen Besuch aber nicht als "Entwicklungshilfe" verstanden wissen.
xing.comKommentieren ...

Lese-Tipp: Stefan Niggemeier analysiert die Moderation der "Berliner Runde".

Lese-Tipp: Stefan Niggemeier seziert die Fragen von ZDF-Chefredakteur Peter Frey und ARD-Chefredakteur Rainald Becker an AfD-Spitzenmann Jörg Meuthen in der "Berliner Runde". Der Medienjournalist zeigt, dass die Moderatoren viele Varianten derselben Frage an Meuthen richten. An einer Stelle reagiere Becker empört, statt Meuthens Aussage nüchtern zu widerlegen. Dies helfe gar nicht. Ein Problem sei der "Überehrgeiz der Interviewer", die die AfD nicht nur befragen, sondern vorführen oder bloßstellen wollten, kritisiert Niggemeier.
uebermedien.deKommentieren ...

Ronja von Rönne verlässt die "Welt".

Welt verliert die Autorin und Redakteurin Ronja von Rönne, 25. Sie geht mit unbekanntem Ziel. In einem Artikel blickt von Rönne auch auf den Shitstorm um ihren Feminismus-Artikel zurück. Sie stellt klar, im Guten zu gehen. Ronja von Rönne kam durch ihr Blog Sudelheft zur "Welt" und veröffentlichte seitdem zwei Bücher.
"Welt am Sonntag", S. 58 (Paid), welt.deKommentieren ...

Meinung: Journalismus muss den Blickwinkel der Leser stärker erweitern.

Journalismus braucht eine größere Rückkopplung mit der Gesellschaft und der Lebenswirklichkeit der Bürger, meint Ulrik Haagerup, Gründer des Constructive Institutes für konstruktiven Journalismus. Journalisten müssten Geschichten erzählen, die den Blickwinkel der Leser und Zuschauer erweitern. Menschen wendeten sich von den Medien ab, weil sie die Nachrichten zu deprimierend fänden, sagt Haagerup im Interview mit kress.de. Für Leser sei es fesselnder, mögliche Lösungen zu diskutieren als wieder einmal zu lesen, was alles schief läuft.
kress.deKommentieren ...

Bangladesch lässt inhaftierte "Geo"-Fotojournalisten frei.

Geo: Die beiden in Bangladesch inhaftierten "Geo"-Fotografen sind gegen eine Kaution auf freiem Fuß, meldet das Magazin. Nun wolle man daran arbeiten, dass das Verfahren gegen die Fotojournalisten Minzayar Oo und Hkun Lat eingestellt wird. Die Journalisten wollten über die Massenflucht der Volksgruppe der Rohingya aus Myanmar nach Bangladesch berichten und wurden am 7. September festgenommen.
presseportal.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Blinde Flecken sind für Medien ein ernsteres Problem als Fake News.

Blinde Flecken sind für Medien ein größeres Problem als Fake News, meint Michael Hanfeld. Falschinformationen blieben vor allem in den sozialen Medien. Wer aber eine nüchterne Debatte über die Zunahme schwerer Gewalt- und Sexualverbrechen durch Flüchtlinge führen wolle, werde von Aktivisten und auch Journalisten in die rechte Ecke gestellt. Ein Herumeiern bei gesellschaftlichen Problemen nutze nur der AfD.
"FAZ", S. 14 (Paid)Kommentieren ...

SWR will eigenes Recherche-Team aufbauen.

SWR plant eine crossmediale Recherche-Einheit, wie sie bereits andere ARD-Anstalten haben, entdeckt die "Stuttgarter Zeitung" in einer Stellenausschreibung. Intern und extern sucht der Sender derzeit bis zu sechs Redakteure und Reporter für investigative Recherchen. Recherchesicherheit und Fachwissen oder exklusive Kontakte in einem Spezialgebiet sind erwünscht. Standort der neuen Einheit soll Mainz sein, wo das Team eng mit dem Investigativ-Flaggschiff "Report Mainz" zusammenarbeiten kann.
stuttgarter-zeitung.deKommentieren ...

Zitat: n-tv-Chef Hans Demmel appelliert an Sorgfaltspflicht von Journalisten.

"Wenn man wie ich eine Ausbildung bei einer Lokalzeitung gemacht hat und in einer Reportage den Vornamen des Besitzers des größten Metzgereibetriebs und gleichzeitig des größten Werbekunden falsch schreibt, dann wird man relativ schnell darauf hingewiesen, was Sorgfaltspflicht ist."

Hans Demmel, Chef von n-tv, weiß, dass Journalisten durch soziale Netzwerke heute stark unter Beobachtung stehen und Fehler daher noch mehr vermeiden sollten.
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Zitat: Souad Mekhennet setzt auf sichere Kommunikation mit ihren Quellen.

Souad Mekhennet "Ich muss manchmal die Spielregeln der Seite befolgen, mit der ich reden will, zumindest, was die Kommunikation angeht. Ich lasse mir aber nicht sagen, welche Fragen ich stellen darf und welche nicht."

Krisenreporterin und Buchautorin Souad Mekhennet will den Lesern zeigen, wie die Anführer des IS denken. Um Geheimdienste abzuschütteln, achtet sie besonders auf sichere Kommunikation mit ihren Quellen, sagt sie im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".
sueddeutsche.de

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Unser Job ist es, mit allen Seiten zu reden. Dabei ist es egal, wie wir zu diesen Menschen stehen. Die Leser müssen die Chance haben, die Aussagen einer Person zu hören, die in dieser Gruppe aktiv ist - und in der Befehlskette eben nicht unten steht, sondern etwas zu sagen hat."

Über psychische Folgen ihrer Arbeit und eines Gefängnisaufenthalts:
"Ich musste vieles verarbeiten, bin nach Marokko gefahren in ein Hotel auf einen Berg, der mein Zufluchtsort ist, habe Minztee getrunken und in den blauen Himmel geschaut."
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Journalisten droht weiter Anklage wegen Landesverrats.

Landesverrat: Auch zwei Jahre nach den Ermittlungen gegen die Netzpolitik-Blogger Markus Beckedahl und Andre Meister droht Journalisten, die "Staatsgeheimnisse" veröffentlichen, weiterhin eine Anklage wegen Landesverrats. Die von Justizminister Heiko Maas angekündigte Prüfung des § 94 StGB blieb ohne Ergebnis. Der Bundestag hat Änderungs-Anträge der Grünen und Linken ohne Aussprache abgelehnt. Überlegungen, Ermittlungen nur mit Ermächtigung der Bundesregierung einzuleiten, habe das Justizministerium nicht weiter verfolgt, schreibt Christian Rath.
taz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Hamburger Abendblatt"-Mitarbeiter schreiben Protestbrief wegen Kürzungen bei der "Mopo".

Hamburger Morgenpost erhält Unterstützung von 62 Kollegen des konkurrierenden "Abendblatts". Sie fordern in einem offenen Brief an DuMont-Chef Christoph Bauer, den angekündigten Abbau von elf Stellen zu stoppen. Der Verlag gefährde die Existenz des Titels und ihre Kollegen, wenn ausgerechnet im Lokalen gekürzt werden soll. DuMont will 15 % der Stellen einsparen. Der "Mopo"-Mantel soll künftig aus Berlin kommen.
turi2.de (E-Mail als PDF), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Hunderte Menschen demonstrieren mit Korso und Kundgebung für Deniz Yücel.


Hupen für #FreeDeniz: Hunderte Menschen haben mit einem Auto- und Fahrradkorso für die Freilassung von Deniz Yücel demonstriert. Auf der anschließenden Kundgebung vor dem Kanzleramt verlangten sie an Yücels 44. Geburtstag von der Bundesregierung, entschlossener gegen die Türkei vorzugehen. Rüstungsgeschäfte mit der Türkei müssten verboten, neue Exportbürgschaften für Investitionen im Land beendet werden.

Die Demonstranten setzen sich auch für die Freilassung von Mesale Tolu und anderen inhaftierten Journalisten und Menschenrechtlern ein. Laut den Organisatoren vom Freundeskreis #FreeDeniz nahmen etwa 800 Personen an der Kundgebung teil, laut Polizei waren es mehr als 200. Yücel sitzt seit 209 Tagen in der Türkei in Haft.
spiegel.de, welt.deKommentieren ...

Bild des Tages: Korso für Deniz Yücel fährt zum Bundeskanzleramt.


Bester Korso wo gibt: Ein Auto- und Fahrradkorso für den in der Türkei inhaftierten Deniz Yücel fährt an dessen 44. Geburtstag durch das Berliner Regierungsviertel Richtung Bundeskanzleramt. Teilnehmer sprechen von dem "besten Korso wo gibt". Nach dem Korso fordern mehrere hundert Teilnehmer auf einer Kundgebung vor dem Kanzleramt die Freilassung von Yücel und den anderen inhaftierten Journalisten. Yücel sitzt seit 209 Tagen in der Türkei in Haft. (Foto: Paul Zinken / dpa / picture alliance)2 Kommentare

BBC und Getty sind auf einen Betrüger hereingefallen, der Plagiate als seine Fotos verkauft.

BBC, die Fotoagentur Getty und andere Medien sind einem Betrüger auf den Leim gegangen, der sich als brasilianischer Kriegsfotograf ausgibt und Plagiate anderer Kriegsreporter als seine Fotos verkauft. Eine BBC-Journalistin hat den Betrug aufgedeckt, weil niemand im Irak, wo der Fotograf angeblich arbeitete, ihn kannte.
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T-Online-Chefredakteur Florian Harms besetzt Führungspositionen.

T-Online: Chefredakteur Florian Harms besetzt wenige Tage nach seinem Antritt als Chefredakteur die Führungspositionen, berichtet der "Journalist" online. Politik- und Nachrichtenchef wird Rüdiger Schmitz-Normann auf der Position eines weiteren stellvertretenden Chefredakteurs. Er kommt vom "Handelsblatt", wo er bisher Textchef ist und die Handelsblatt10-App verantwortet. Die Leitung eines neuen Recherche-Ressorts übernimmt Anfang 2018 Lars Wienand, derzeit Social-Media-Chef der Funke-Zentralredaktion in Berlin. Von Bild.de kommt im November Björn Schumacher als CvD Audience Development, Franzi von Kempis wechselt zum 1. Januar als CvD Video von Mesh Collective zu T-Online. Als Washington-Korrespondent hat Harms Fabian Reinbold verpflichtet, der von Spiegel Online kommt. Parlamentsreporter in Berlin wird Mitte Oktober Henri-Nannen-Absolvent Jonas Schaible.
journalist-magazin.de, turi2.de (4-Min-Video von der Eröffnung des Newsrooms)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Neuer Newsroom in Berlin: Florian Harms will T-Online.de zum Leitmedium ausbauen.
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MDR-Mitarbeiter bekommen mehr Geld.

MDR einigt sich nach einem Streik von zeitweise bis zu 400 festen und freien Mitarbeitern vorläufig mit den Gewerkschaften. Alle Beschäftigten bekommen rückwirkend zum 1. April 2,2 % mehr Lohn bzw. Honorar, im April 2018 gibt es weitere 2,35 % mehr Geld. Freie bekommen Krankengeld ab sofort bereits ab dem ersten Krankheitstag. Die Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit steigen 2018 um 10 Prozentpunkte.
taz.de, dwdl.de, deutschlandfunk.deKommentieren ...