Türkei verhaftet zwei mutmaßliche saudische Spione im Fall Khashoggi.

Fall Khashoggi: Die Istanbuler Staatsanwaltschaft hat zwei mutmaßliche saudische Spione festgenommen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die türkische Justiz wolle prüfen, ob die Verdächtigen Verbindungen zum Journalistenmord hätten. Jamal Khashoggi ist im Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden.
handelsblatt.com, focus.de, turi2.de (Background)

Finanzaufsicht zeigt Journalisten wegen Verdachts der Marktmanipulation an.

Wirecard: Die Finanzaufsicht BaFin zeigt rund ein Dutzend Personen an – darunter auch Journalisten der "Financial Times". Sie haben möglicherweise gemeinsame Sache mit Spekulanten gemacht, die auf fallende Wirecard-Kurse setzten. Die "Financial Times" hatte schwere Vorwürfe gegen Wirecard veröffentlicht und später Manipulationen durch ihre Journalisten dementiert. Die Wirecard-Aktie verlor zeitweise massiv an Wert.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Matthias Roth wird 56.


Wir graturilieren: Matthias Roth, Chefredakteur bei "rtv", feiert heute seinen 56. Geburtstag mit seiner Frau auf dem Wasser. Im zurückliegenden Jahr freute ihn besonders, dass er mit der rtv media group mittlerweile auch "stern" und "Bild" mit TV-Supplements bestückt.

Für sein neues Lebensjahr wünscht sich Roth weitere Kooperationen mit "tollen Medienmarken" und scheint sich damit selbst das erste Geburtstagsgeschenk des Tages zu machen: "Der Wunsch könnte zeitnah in Erfüllung gehen," deutet Roth optimistisch an. Geburtstagsgrüße erreichen ihn u.a. bei LinkedIn. Mit Blick auf die ankommenden Glückwünsche scherzt Roth: "Welche Gratulation sollte nicht willkommen sein?"

Aus dem Archiv von turi2.tv: Matthias Roth über die bewusste Entscheidung der "rtv", ein bisschen bieder zu sein (7/2017).

TV-Tipp: Pinar Atalay trifft Deniz Yücel für "Die Story im Ersten".

TV-Tipp: Das Erste, Montag, 22.45 Uhr: Die "Tagesthemen"-Moderatorin Pinar Atalay interviewt Deniz Yücel für "Die Story im Ersten". Der Journalist "polarisiert", porträtiert Atalay, aber sei "sicher nicht naiv und wusste wohl, was ihm drohen könnte". Yücel lebt seit seiner Haftentlassung Anfang 2018 zurückgezogen.
teleschau.de, daserste.de, turi2.de (Background)

Oliver Schröm soll einem Informanten 3.000 Euro gezahlt haben.

Cum-Ex-Skandal: Correctiv-Chefredakteur Oliver Schröm soll einem ehemaligen Anwalt 3.000 Euro gezahlt haben, nachdem ihm dieser Dokumente über den Steuerskandal ausgehändigt hatte. Das sagte der Ex-Anwalt im Rahmen eines Prozesses gegen ihn in der Schweiz. Es sei eine Aufwandsentschädigung und keine Bestechung gewesen. Im Dezember wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg wegen des Verdachts der Anstiftung zum Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen gegen Schröm ermittelt.
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Video-Tipp: "Bild"-Chef Julian Reichelt berichtet beim "taz"-Panel über seine Zeit als Kriegsreporter.

Video-Tipp: "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt (Foto) spricht beim "tazlab"-Panel mit "taz"-Redakteur Martin Kaul u.a. über seine Zeit als Kriegsreporter. "Die Therapie und das Traumatisiertsein sind gesellschaftlich fast zum Statussymbol geworden," kritisiert Reichelt. Die Kriegserfahrung präge ihn bis heute.
taz.de, facebook.com (17-Min-Video)

Hör-Tipp: Kasia Mol-Wolf plauder-podcastet mit Anja Reschke.

Hör-Tipp: "Emotion"-Verlegerin Katarzyna "Kasia" Mol-Wolf trifft für ihren Podcast Anja Reschke. Die NDR-Journalistin erzählt im persönlichen Gespräch, dass sie sich nicht als starke Frau wahrnimmt und ursprünglich nie zum Politmagazin "Panorama" wollte. Nun ist sie Chefin und hat Spaß daran, anderen das Feld zu bereiten – zumal immer mehr Frauen an die Spitze streben.
emotion.de, spotify.com, itunes.apple.com (54-Min-Audio)

Martin Hoffmann entwickelt künftig Geschäfte für T-Online.

T-Online schnappt sich Resi-App-Erfinder Martin Hoffmann. Er soll als Manager Business Development neue Geschäftsfelder für das Ströer-Portal entwickeln. Hoffmann war Social-Media-Chef der "Welt" und gründete den Nachrichten-Chatbot Resi – Resi ist eingestellt, die Idee dahinter verkaufte Hoffmann an "eine große deutsche Bank".
twitter.com, turi2.de (Background Resi)

Verlage kriegen zügig wieder Cash von der VG Wort, glaubt Christian Rath.

Verlage könnten noch vor Umsetzung des neuen EU-Urheberrechts in Deutschland wieder an Einnahmen der VG Wort beteiligt werden, glaubt Rechtsexperte Christian Rath. Die Verlegerbeteiligung könne zügig in einem separaten Gesetz gelöst werden. Wird sie wieder eingeführt, erhalten Journalisten und Autoren weniger Geld von der VG Wort – diese Folge des neuen Urheberrechts sei von der Debatte um Uploadfilter überdeckt worden.
taz.de, turi2.de (Background)

Wirecard will sich weiter juristisch gegen "Financial Times" wehren.

Es gibt Dinge, die sind unbezahlbar - für alles andere gibt es Anwälte: Wirecard erwägt weitere rechtliche Schritte gegen die "Financial Times", sagt Vorstandvorsitzender Markus Braun im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die veröffentlichten Informationen seien "absichtlich falsch zitiert worden, um Tatsachen zu verzerren". Die Fehlbuchung in Höhe von 2,5 Mio Euro sei weder Vorsatz noch strukturelles Fehlverhalten gewesen.

"Ich bin alles andere als ein Anhänger von Verschwörungstheorien," verteidigt Braun den Zahlungsdienstleister. Nach der Klage hat die "Financial Times" am Freitag einen weiteren Artikel veröffentlicht, der die Glaubwürdigkeit der Wirecard-Lizenzpartner auf den Philippinen hinterfragt.
"FAZ", S. 24 (Paid), turi2.de (Background)

Wirecard verklagt die "Financial Times".

Wirecard verklagt die "Financial Times" wegen möglicherweise unwahrer Berichterstattung, die zu einem Sturz des Aktienkurses führte. Vorwürfe krimineller Manipulationen durch einen Manager haben sich nicht bestätigt. Wirecard verlangt deshalb von der "FT", die Berichterstattung zu unterlassen sowie Aktionäre zu entschädigen. Der Wirecard-Kurs war zuletzt rasant gestiegen, nachdem eine Untersuchung keine Hinweise auf Gesetzesverstöße in der deutschen Konzernzentrale fand.
faz.net, turi2.de (Background)

Ulrike Simon stellt ihre Medienkolumne ein und wird "Spiegel"-Autorin.

Medienexpertin Ulrike Simon macht nach dreieinhalb Jahren Schluss mit ihrer wöchentlichen Medienkolumne. Künftig schreibt Simon Texte zu Medienthemen für den "Spiegel". Simon startete ihre Kolumne beim Redaktionsnetzwerk Deutschland, seit dem Start von Spiegel Daily veröffentlicht sie ihre Texte beim Paid-Content-Angebot des "Spiegel".
spiegel.de (Paid)

Wir graturilieren: Stephan-Andreas Casdorff wird 60.


Wir graturilieren: "Tagesspiegel"-Herausgeber Stephan-Andreas Casdorff wird heute 60 Jahre alt. Diesen besonderen Tag will der gebürtige Kölner mit denen verbringen, "die mich halten, mit der Familie". Casdorff wird heute in Erinnerungen schwelgen beim Betrachten von Bildern.

Sein letztes Jahr in den persönlichen 50ern sei geprägt gewesen von Wertschätzung – Casdorff wechselte nach 14 Jahren als Chefredakteur auf den Posten des Herausgebers. Dort wünscht er sich fürs neue Lebensjahr: zu lernen, mehr zu wissen und ein Symposium. Gratulationen erreichen ihn per E-Mail oder per Brief, denn gute Briefe, mit Seele, seien wie gute Freunde.

Wir graturilieren: Ulf Poschardt wird 52.

Ulf Poschardt
Wir graturilieren: Ulf Poschardt, Chefredakteur der "Welt" im Hause Springer, feiert heute zurückhaltend seinen 52. Geburtstag. Den Tag verbringt er "wie immer im Newsroom, beim besten Team der 'Welt'". Das Beste im abgelaufenen Jahr war für Poschardt zu sehen, dass guter Journalismus digital viele Abonnenten finden kann.

Für das kommende Jahr wünscht er sich für den Journalismus mehr Mut und Originalität – und dazu "weniger Opportunismus und Sentimentalität". Glückwünsche erreichen ihn heute oldschool per Fax und Telex oder klassich per Mail.

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.

"Clap": Ex-Cosmo-Chefin Anja Delastik startet ein Blogzine für alles Schwarze.

Delastika: Anja Delastik, Ex-Chefredakteurin von Bauers "Maxi" und "Cosmopolitan", startet ihr eigenes Blogzine namens "As long as it's black", berichtet "Clap". Die Website soll ohne "Grufti-Klischees" für Menschen mit einem Faible für Schwarz da sein. Außerdem wolle Delastik als Beraterin für Verlage, Unternehmen und Künstler tätig sein.
"Clap" 68, S. 12-13 (Teaser), delastika.com, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Maxi"-Chefin Anja Delastik holt die Generation Y aus der Unentschlossenheit.

Deutschlandfunk: DFB besteht auf "Abnahme" und "Vetorecht" bei Berichten aus Video-Keller.


Runde Sache? Medienjournalist Daniel Bouhs veröffentlicht im Deutschlandfunk einen weiteren Fall von fragwürdiger Pressearbeit des DFB – nach dem Interview-Abbruch durch Verbandsboss Reinhard Grindel (Foto) bei der Deutschen Welle. Im Rahmen der Berichterstattung über die Video-Schiedsrichter der Liga verlangte der DFB "bei der Abnahme des Hörfunkstücks als Ganzes dabei" zu sein und ein "Vetorecht". "Bild" und Der WDR-Hörfunk spielten mit, der Deutschlandfunk lehnte ab.

Die DFB-Pressestelle erklärt, die Kontrolle der redaktionellen Arbeit sei wichtig, um Irritationen bei der Spielleitung zu vermeiden. Die Schiedsrichter sollten sich auf ihre Arbeit konzentrieren und nicht über eine mögliche Berichterstattung nachdenken.

Bouhs kritisiert das Schweigen des DFB-Bosses auch grundsätzlich: Der Sportredaktion des Deutschlandfunks verweigere Grindel seit Jahren ein ausführliches Interview, auch das WDR-Magazin "Sport Inside" kassiere laufend Absagen und bekomme stattdessen nur schriftliche Antworten oder Verweise auf allgemeine Statements des Verbandes.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Ergänzung 18.32019, 18.05 Uhr: Ein "Bild"-Sprecher teilt mit, es habe bei der Berichterstattung "keine Einschränkungen" gegeben habe. "Bild" habe "ausschließlich Zitate des Schiedsrichters zu Spielern außerhalb des Videobeweises dem DFB zur Autorisierung vorgelegt".

Journalist Paul-Josef Raue ist tot.

Paul-Josef Raue ist tot. Der Journalist ist Anfang der Woche mit 68 Jahren gestorben, schreiben seine Kinder auf seinem Twitterkanal. Raue war Chefredakteur verschiedener Tageszeitungen, u.a. der "Magdeburger Volksstimme" und der "Braunschweiger Zeitung". Von 2009 bis 2015 war er Chefredakteur der "Thüringer Allgemeinen", danach ging er in den Ruhestand. Er hat mit Wolf Schneider "Das neue Handbuch des Journalismus", eines der Standardwerke der Branche, geschrieben. Ab 2016 schrieb Raue eine regelmäßige Journalismus-Kolumne bei Kress.de, sein letzter Text erschien erst am Dienstag über Lehren aus dem Fall Relotius.
twitter.de, thueringer-allgemeine.de, kress.de (Journalismus-Kolumne von Raue)

Kai Gniffke erklärt das übliche Vorgehen bei Moderatoren-Übelkeit.

Über Übelkeit: Kai Gniffke erklärt im "Tagesschau"-Blog, warum die Kamera so lange auf Moderator Jan Hofer hielt, dem schlecht war – man sei davon ausgegangen, Hofer komme "noch ins Ziel", eine kürzere Abspann-Variante sei misslungen. Bisher sei eine solche Situation noch nie vorgekommen. Grundsätzlich sei das Worst-Case-Szanrio, dass der Off-Sprecher einspringe oder eine Ablösung ins Studio gehe, z.B. während eines Filmbeitrags. Hofer geht es gut, er twitterte, er habe ein Medikament nicht vertragen.
blog.tagesschau.de, turi2.de (Background)

Matussek-Party: Jan Fleischhauer kontert Kritik von Jan Böhmermann.

Matussek-Party: Jan Fleischhauer (Foto) reagiert in seiner "Spiegel"-Kolumne auf die Kritik seines Besuches der privaten Geburtstagsfeier von Matthias Matussek. Dieser sei ein "Wirrkopf", den er politisch nie ernst genommen habe. Jan Böhmermann, der die Teilnahme von Journalisten an der Party mit teils rechtsextremer Gästeliste kritisiert hatte, treffe "garantiert nur auf Personen, die so ähnlich denken wie er", stichelt Fleischhauer.
spiegel.de, turi2.de (Background), zdf.de (Böhmermann-Video ab Min 8:10)

Geschäftsmann soll Kuciak-Mord beauftragt haben.


Hintermann ermittelt: Laut slowakischer Staatsanwaltschaft hat ein slowakischer Geschäftsmann den Mord an Jan Kuciak und seiner Verlobten beauftragt. Grund seien Kuciaks Recherchen gewesen - der Journalist in Diensten von Ringier Axel Springer hatte wiederholt über die Geschäfte des Mannes geschrieben.

Der Geschäftsmann sitzt bereits in Untersuchungshaft, allerdings in einem anderen Fall. Kuciak hatte über Verflechtungen slowakischer Politiker mit Geschäftsleuten bis hin zu italienischen Mafiosi recherchiert und geschrieben. Er und seine Verlobte wurden am 21. Februar 2018 in ihrem Haus erschossen.
handelsblatt.com, derstandard.de, turi2.de (Background)

DFB-Boss Reinhard Grindel flüchtet aus Interview der Deutschen Welle.

Deutsche Welle kassiert vom DFB-Präsidenten Reinhard Grindel einen Interview-Abbruch vor laufender Kamera. Als Florian Bauer ihn zur umstrittenen WM in Katar und dem finanziellen Gewinn der Fifa fragt, weicht Grindel zunächst aus. Journalist Bauer bleibt hartnäckig, worauf Grindel das Gespräch erbost abbricht: "Herr Bauer, komm, wir lassen es."
dw.com, twitter.com, n-tv.de

Meinung: Türkei-Akkreditierung zeigt Erdogans Willkür.

Pressefreiheit: Die Pressekarten-Vergabe der türkischen Regierung zeigt, wie Präsident Erdogan mit Willkür regiert, sagt Maximilian Popp, Türkei-Korrespondent des "Spiegel", im Meedia-Interview. Es sei frustrierend, wie Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit in der Türkei missachtet werden. Ankara provoziere ohne Grund eine neue Krise. Die Wahl Ende März könnte eine Rolle spielen.
meedia.de

Dunja Hayali bekommt in ZDF-Livesendung "Lügenpresse"-Anfeindungen.

ZDF: Im "Morgenmagazin" drängt sich am Mittwochmorgen eine Frau in die Livesendung und beschimpft Moderatorin Dunja Hayali mit "Lügenpresse"-Vorwürfen: "Müsst ihr hier eigentlich alle anlügen? Lügenpresse, Lügenfresse, oder was?" - Hayali kontert, sie ist "dialogbereit, nicht nur hier" und wolle nach der Sendung mit der Frau sprechen.
welt.de, twitter.com, quotenmeter.de


ZDF-Korrespondent Jörg Brase erhält türkische Akkreditierung.

Er doch kann, sagt Erdogan: Die Türkei gewährt Jörg Brase eine Pressekarte, gibt der ZDF-Korrespondent bei Twitter bekannt. Er werde in den kommenden Tagen nach Istanbul zurückkehren. Der zuletzt ebenfalls ausgewiesene "Tagesspiegel"-Journalist Thomas Seibert warte dagegen weiter auf eine Akkreditierung.

Brase habe über einen Anruf vom türkischen Presseamt von der Akkreditierung erfahren. "Wir begrüßen es, dass die türkischen Behörden nun zu einer anderen Entscheidung gekommen sind", sagt Bettina Schausten, stellvertretende ZDF-Chefredakteurin. Das ZDF ginge davon aus, dass die offenen Pressekarten anderer Journalisten nun auch ausgestellt werden.
twitter.com, zdf.de, deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Ulli Tückmantel verlässt die Westdeutsche Zeitung.

Westdeutsche Zeitung und der langjährige Chefredakteur Ulli Tückmantel (Foto) gehen getrennte Wege. Tückmantel verlasse die Redaktion "auf eigenen Wunsch", meldet Meedia. Die Stellvertreter Annette Ludwig und Lothar Leuschen sollen übernehmen. Tückmantel trat den Chefredakteursposten 2014 an, kurz zuvor wurden einzelne Lokalredaktionen eingespart.
twitter.com, meedia.de

Meedia: Julia Witt und Fritz Esser verlassen "Bild".

Bild: Julia Witt, Ressortleiterin Leben und Wissen, wechselt zur Stiftung Warentest, meldet Marvin Schade, selbst auf dem Absprung, bei Meedia. Auch Vize-Politikchef Fritz Esser gehe - er wechsele zur Bahn-Logistiktochter Schenker. Daniel Cremer sei zum neuen Redaktionsleiter Süd in München aufgestiegen, er folgt auf Meike Scholten, die "Bild" im Dezember verlassen habe.
meedia.de

"Spiegel" reagiert knapp auf Kritik an Matussek-Freunden.

Spiegel äußert sich spät und spärlich zur Kritik an seinen Journalisten, die Matthias Matusseks Geburtstag gemeinsam mit extrem rechten Gästen feierten. Die Einladung sei "privater Natur und der Chefredaktion deshalb nicht bekannt". Und selbstverständliche distanziere sich "Der Spiegel" und "alle seine MitarbeiterInnen ausdrücklich von rechtsextremen Gesinnungen".
twitter.com, turi2.de (Background)

"Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke soll bei SWR-Intendantenwahl antreten.

Zweikampf im Südwesten: "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke wird bei der SWR-Intendantenwahl antreten, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Bei der Vollversammlung des Rundfunk- und Verwaltungsrates am 22. März soll sich die Medienmanagerin Stefanie Schneider als einzige Gegenkandidatin vorstellen. Beide Bewerber sind nur wenige Jahre jünger als der 64-jährige Peter Boudgoust, der als SWR-Intendant zurücktritt.

Gniffke zählt zu den profiliertesten Journalisten Deutschlands, was im bunten SWR-Angebot aber auch ein Nachteil sein könnte, sagen Kritiker, die ihm Unterhaltungs-Kompetenz absprechen. Gniffke arbeitete in den 1990ern bereits als SWR-Reporter. Schneider gilt im Südwesten als stark verwurzelt, doch im Umgang mit anderen ARD-Anstalten fehle ihr die Erfahrung.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Außenministerium warnt Journalisten vor Reise in die Türkei.


Gefährliches Pflaster: Das Auswärtige Amt verschärft die Reisehinweise für die Türkei. Es kann "nicht ausgeschlossen werden, dass die türkische Regierung weitere Maßnahmen gegen Vertreter deutscher Medien" ergreift, formuliert das Außenministerium in seinen Reisehinweisen. Außenminister Heiko Maas (Foto) nennt den Entzug der Arbeitserlaubnis für mehrere deutsche Journalisten "inakzeptabel". Betroffen sind u.a. ZDF-Studioleiter Jörg Brase und der Korrespondent Thomas Seibert, der u.a. für den "Tagesspiegel" schreibt. Laut der Hauptstadt-Zeitung werden beide am Sonntag die Türkei verlassen.

Das Auswärtige Amt weist zudem darauf hin, dass Reisende in der Vergangenheit bereits wegen regierungskritischer Äußerungen in den Sozialen Medien festgenommen worden seien. Auch wer außerhalb der Türkei an Veranstaltungen der in der Türkei als terroristisch eingestuften Gülen-Bewegung teilgenommen habe, laufe Gefahr festgenommen zu werden.
welt.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Renner: Zwischenbericht im Fall Relotius liegt der "Spiegel"-Chefredaktion vor.


Zwischenbilanz: Die dreiköpfige Prüfkommission im Fall Relotius hat der "Spiegel"-Chefredaktion nach drei Monaten interner Recherche einen Zwischenbericht vorgelegt, schreibt Kai-Hinrich Renner. Der Bericht beziehe sich in erster Linie auf das Gesellschaftsressort, in dem die Texte von Ex-Redakteur Claas Relotius erschienen sind. Für Matthias Geyer, Ressortleiter Gesellschaft und designierter Blattmacher beim Spiegel, könne der Zwischenbericht "dem Vernehmen nach schlecht ausgehen".

Geyer, der seine neue Position als Blattmacher im Januar vorerst nicht angetreten ist, war direkter Vorgesetzter von Relotius und habe die Aufklärung durch Juan Moreno "anfangs massiv behindert". Chefredakteur Steffen Klusmann wolle in der zweiten März-Hälfte bekanntgeben, ob Geyer sowie auch der designierte Co-Chefredakteur Ullrich Fichtner ihre neuen Posten nun antreten dürfen.

Die Kommission beim "Spiegel" besteht aus Brigitte Fehrle, 64, Ex-Chefredakteurin der "Berliner Zeitung", Stefan Weigel, 54, seit Januar Nachrichten-Chef der integrierten "Spiegel"-Redaktion, und Clemens Hoeges, 57, ehemaliger Vize-Chefredakteur des "Spiegels".
turi2.de (Background)
abendblatt.de