DJV, dju und Netzwerk Recherche kritisieren Entwurf zum neuen Bundesarchivgesetz.

bnd-bundesnachrichtendienst-150Bundesarchivgesetz: DJV, dju und Netzwerk Recherche fordern in einer gemeinsamen Erklärung den Bundestag auf, die geplante Novelle des Bundesarchivgesetzes zu überarbeiten. Der Reformentwurf sieht Sonderregeln für den Bundesnachrichtendienst vor, nach denen der Geheimdienst verhindern kann, dass Unterlagen an das Bundesarchiv weitergegeben werden. Üblicher Weise müssen Bundesbehörden dies nach spätestens 30 Jahren tun. Am Donnerstag stimmt der Bundestag über das Gesetz ab.
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T-Online-Mitarbeiter bekommen Abfindungen von Ströer.

t-online-t-online-de-150Ströer einigt sich mit den News-Redakteuren von T-Online in Darmstadt auf einen Sozialplan, schreibt Gregory Lipinski. Die Mitarbeiter sollen eine Abfindung erhalten, die Verdi als "gut" bezeichnet. Eine Transfergesellschaft soll über 12 Monate die entlassenen Redakteure begleiten und weiterqualifizieren. Ströer schließt die Redaktion in Darmstadt und zentralisiert seine Inhalte-Produktion in Berlin.
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Jury wählt “Volksverräter” zum Unwort des Jahres 2016.

Unwort des Jahres_150_LogoVolksverräter ist das Unwort des Jahres 2016, entscheidet die Jury aus Sprachwissenschaftlern und Journalisten. Mit diesem Ausdruck beschimpfen Anhänger von Pegida, AfD und anderen rechten Initiativen oft Politiker. Die Jury begründet ihre Wahl damit, dass der Begriff "undifferenziert und diffamierend" sei und "das ernsthafte Gespräch" abwürgen würde.
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Medien-Startup Project R zieht in ehemaliges Stundenhotel.

project-r-150Project R, Schweizer Medien-Startup von Constantin Seibt und Christof Moser, nimmt Gestalt an. Geschäftsführerin wird Susanne Sugimoto, ehemals Kommunikatorin der Handelskette Coop und des Baustoffherstellers Holcim. Auch Personal für Strategie, IT und Software-Entwicklung ist bereits an Bord. Der Geschäftssitz von Project R befindet sich vorerst im Züricher Hotel Rothaus, einem ehemaligen Stundenhotel.
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Zahl der Woche von Gruner + Jahr:
4 Jahrzehnte ausgezeichnetes Kino im Kopf: Beim diesjährigen Nannen Preis wird zum 40. Mal der Egon Erwin Kisch-Preis für die beste Reportage verliehen. Außerdem dabei: 5 weitere Kategorien, 46 hochrangige Jurymitglieder und echte Geschichten, die besser sind als jeder Hollywood-Streifen. Die Einreichungsfrist endet heute um 23:59 Uhr. Uuund... bitte! #waszählt
www.nannen-preis.de/einreichen

Meinung: Daniel Bouhs vermisst Investigatives im “Spiegel”.

spiegelSpiegel weicht seinen Markenkern ein Stück weit auf, findet Daniel Bouhs. "Weiche Geschichten" ersetzen investigative Recherchen, die Rechercheure wundern sich, dass seit Jahren "vor allem das Schönschreiben belohnt werde", also tolle erste Sätze, goldene Zitate und schöne Geschichten. Den Anschluss ans Journalisten-Konsortium ICIJ habe der "Spiegel" verpasst - weil er auf eine informelle Anfrage zur Zusammenarbeit nicht adäquat reagiert haben soll, erinnern sich Redakteure.
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Stefan Plöchinger fordert neue Formate im Kampf gegen Fake News.

Stefan plöchinger 150SZ-Digitalchef Stefan Plöchinger fordert neue Formate, die helfen, "der Bildung falscher Mythen" entgegenzuwirken. In einem in seinem Blog veröffentlichtem Essay aus dem "Journalist" formuliert er darüber hinaus weitere "Vorsätze" für das neue Jahr. So wünscht sich Stefan Plöchinger mehr Transparenz und Haltung: "Journalisten in Deutschland schulden es der Gesellschaft und der Geschichte, für Menschenwürde einzutreten."
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Henriette Löwisch wird neue Leiterin der Deutschen Journalistenschule.

Henriette Löwisch (Henni Lowisch)Deutsche Journalistenschule macht Henriette Löwisch ab Juli zur neuen Leiterin. Henriette Löwisch ist selbst Absolventin der Schule und lehrt derzeit als Journalistik-Professorin an der University of Montana in den USA. Zuvor war sie Auslandskorrespondentin und Chefredakteurin bei AFP. Henriette Löwisch übernimmt von Jörg Sadrozinski, der wieder in den aktiven Journalismus wechselt.
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Mitarbeiter im Berliner DuMont-Newsroom sollen Haustarifvertrag bekommen.

DuMont-Mediengruppe-150DuMont und die Journalisten-Gewerkschaften verhandeln einen Haustarifvertrag für die Beschäftigten des künftigen Berliner Newsrooms. Ab 16. Januar will der Verlag mit Verdi und den regionalen DJV-Verbänden sprechen. Der Vertrag für die gemeinsame Redaktion von "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier" soll sich an die Flächentarifverträge für Tageszeitungsverlage anlehnen.
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Zahl des Tages: 74 Journalisten sterben 2016 bei ihrer Arbeit.

Reporter ohne Grenzen Logo 150Zahl des Tages: Mindestens 74 Journalisten sind 2016 bei ihrer Arbeit getötet worden, sagt die Organisation Reporter ohne Grenzen im zweiten Teil ihrer Jahresbilanz. 2015 waren es noch 101. Grund für den Rückgang war vor allem, dass aus besonders gefährlichen Ländern viele Journalisten geflohen sind. Die gefährlichsten Länder waren 2016 Syrien, Afghanistan, Mexiko und der Irak.
"Süddeutsche Zeitung", S. 31 Kommentieren ...

Gesetzgeber schafft Regelungen zur Beteiligung von Verlagen an Ausschüttungen von Verwertungsgesellschaften.

VG WortVerlegerbeteiligung: Bundestag und Bundesrat haben eine gesetzliche Regelung verabschiedet, die regelt, dass Verlage an den Ausschüttungen von Verwertungsgesellschaften beteiligt werden können. Eine entsprechende Beteiligung hatte bei der VG Wort zu einer erfolgreichen Klage gegen die bisherige Ausschüttungspraxis geführt.
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Bundestag beschließt neues Urheberrecht.

Paragraph150 Justiz JuraBundestag hat die Reform des Urheberrechts verabschiedet. Demnach können Autoren nach zehn Jahren die Exklusivrechte an einem Buch zurückfordern. Verbände bekommen die Möglichkeit, im Namen von Urhebern zu klagen. Urheber erhalten ein Auskunftsrecht, wie oft ihr Werk verkauft wurde. VDZ und BDZV lehnen dieses Recht ab, da es nur "Bürokratiekosten" verursache. Der DJV sieht "leichte Verbesserungen", die aber "deutlich hinter den Erwartungen" zurückblieben.
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Personenschützer in Kolumbien spähen Journalisten aus.

unpKolumbien: Die nationale Schutzeinheit Unidad Nacional de Protección beschützt mit ihren Bodyguards rund 6.000 Menschen. Darunter sind auch 142 Journalisten, die meist von Paramilitärs bedroht werden. Das Vertrauen in die Sicherheitskräfte ist unter den Journalisten aber gering. So soll mindestens ein Journalist von ihnen ausspioniert worden zu sein.
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Zitat: Lorenz Maroldt rät Redaktionen, sich nicht an denen zu orientieren, die gar keine Ausgewogenheit erwarten.

Lorenz Maroldt-150- 2015  (Foto: Andreas Labes)"Eine schreckliche Tat wird nicht dadurch schrecklicher, dass sie ein Flüchtling begeht, und Journalismus wird nicht dadurch besser, dass er sich an jenen orientiert, die gar keine 'ausgewogene' Berichterstattung erwarten, die nicht 'aufgeklärt' werden wollen, sondern die nur das zur Kenntnis nehmen, was ihnen politisch passt."

"Tagesspiegel"-Chefredakteur Lorenz Maroldt appelliert an "selbstbewusste Redaktionen", sich nicht von denen treiben zu lassen, "die aufgeregt in ihrer Nachrichtenblase leben".
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TSV 1860 München hebt Medienboykott auf.

tsv1860muenchen-150TSV 1860 München beendet seinen Medienboykott und will wieder mit Journalisten sprechen. Vereins-Präsident Peter Cassalette sagte, "kritische Berichterstattung" werde weiterhin begrüßt, aber nicht, wenn sie "unsachlich, unfair und unter der Gürtellinie ist". Vor einigen Tagen hatte der Sportverein schon das Hausverbot für Journalisten zurückgenommen.
dwdl.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

In Dresden spielen Journalisten auf der Bühne Journalisten.

szenenbild-zuerst-die-gute-nachricht-150Journalisten-Theater: Die Bürgerbühne am Staatsschauspiel Dresden bringt in Zuerst die gute Nachricht eine "Krisenschau" auf die Bühne, in der Journalisten Journalisten spielen. Dabei gelingt den Laiendarstellern zwar eine "gute Standortbestimmung der Konfliktparteien" und die Beschreibung der "Sachzwänge journalistischer Arbeit", jedoch verliert sich das Stück in Phantasmen wie Superkräften und Allwissenheit, bedauert Cornelius Pollmer. (Foto: Staatsschaupiel Dresden)
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Zitat: “New Yorker”-Chef David Remnick findet Darstellung von Fakenews problematisch.

david-remnick-new-yorker-150"Wenn auf Facebook eine Lüge ebenso überzeugend daherkommt wie ein Artikel des 'Spiegel' oder der 'Washington Post', ist das ein Problem."

David Remnick, Chefredakteur des New Yorker, nimmt aus dem US-Wahlkampf mit, dass Journalisten ihren Beruf "noch unermüdlicher" ausüben müssen, um sich Gehör zu verschaffen.
"Spiegel" 49/2016, S. 106 (Paid)Kommentieren ...

Presserat und Innenminister führen bundeseinheitlichen Presseausweis wieder ein.

presseausweis, pressepreiheit, 2015 150Presseausweise werden ab 2018 nach neuen Regeln vergeben: Eine Ständige Kommission aus Presserat und Innenminister-Konferenz entscheidet darüber, welche Verbände die Ausweise ausstellen dürfen. Seit der bundeseinheitliche Presseausweis 2008 abgeschafft wurde, hat es Fälle von Missbrauch gegeben. Kritiker fürchten, dass die Wiedereinführung Nachteile für Blogger und nebenberufliche Journalisten bringt.
meedia.de, presserat.deKommentieren ...

Studie: Journalisten sind “beispiellosen Attacken” ausgesetzt.

journalistische-arbeit-scheinselbstaendigkeit1502016 ist das gefährlichste Jahr der Geschichte, um als Journalist zu arbeiten, sagt eine neue Studie. Journalisten in Europa sowie in Russland, der Türkei und der Ukraine seien "beispiellosen Attacken" ausgesetzt. Gezählt wurden unter anderem vier Morde, 54 körperliche Übergriffe und 112 Einschüchterungsversuche. Generell steige die Feindlichkeit gegenüber Medien weltweit an.
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Meinung: Stefan Niggemeier findet Debatte über VG Wort schizophren.

VG WortVG Wort: Die Debatte über die Abtretung von Tantiemen zeige das schizophrene Verhältnis zwischen Urhebern und Verlagen, kommentiert Stefan Niggemeier. Wird die Möglichkeit der freiwilligen Abtretung einerseits als ein "besonderer Akt der Solidarität" gesehen, scheine auf Verlegerseite "völlig klar" zu sein, dass den Verlagen das Geld zustehe. Die VG Wort verlange von ihren Mitgliedern, ihr "einfach mal zu trauen".
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Basta: Til Schweiger kommentiert in der “Welt am Sonntag” ein Til-Schweiger-Portrait.

til schweiger 2 150Til transparent: Weil Til Schweiger nur Interviews gibt, wenn die Interviewer ihm vertraglich zusichern, alle Zitate absegnen zu lassen, veröffentlicht Kathrin Spoerr ihr Portrait einfach inklusive Schweigers Anmerkungen. Die reichen von "habe ich so nie gesagt" über "Das ist jetzt nicht Dein Ernst!!!???" bis hin zum versöhnlichen "deinen Artikel zu 'redigieren' hat mir viel Spaß gemacht, jetzt habe ich Dich wieder lieb".
"Welt am Sonntag", S. 22, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

VG Wort ermöglicht anonyme Abtretung an Verlage, Verteilungsplan fällt durch.

VG WortVG Wort ermöglicht es Urhebern, zugunsten ihrer Verleger freiwillig und anonym auf Tantiemen zu verzichten. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der VG Wort in München haben in allen sechs Berufsgruppen mindestens zwei Drittel der Mitglieder dem vorgeschlagenen Verfahren zugestimmt. Der Vorschlag für die künftige Verteilung der Einnahmen hat in der Berufsgruppe der Journalisten dagegen keine Zwei-Drittel-Mehrheit bekommen - auch weil etliche Mitglieder schon abgereist waren. Der Plan gilt damit als abgelehnt. Bei der nächsten Mitgliederversammlung im März 2017 wird erneut abgestimmt.
uebermedien.de, dradio.de (5-Min-Audio), boersenblatt.net (Abtretung)Kommentieren ...

TSV 1860 verbannt Journalisten vom Trainingsgelände.

tsv1860muenchen-150TSV 1860 München erteilt Journalisten Hausverbot. In einer Mitteilung kündigt der Fußball-Zweitligist an, dass allen Medienvertretern der Zugang zum Trainingsgelände nicht mehr gestattet sei. Bereits am Freitagabend hatte der Verein beschlossen, bis auf Weiteres keine Interviews mehr zu geben. Zuvor hatte Geldgeber Hasan Ismaik die Medien in einem Facebook-Beitrag heftig kritisiert.
tz.de, bjv.deKommentieren ...

VG Wort droht Verlust von Einfluss durch BGH-Entscheid.

VG WortVG Wort könnte bald aufhören, eine Gesellschaft zu sein, die von Autoren und Verlegern getragen wird, schreibt Michael Hanfeld. Bei der Mitgliederversammlung am Samstag versucht die Gesellschaft zum zweiten Mal, die Urheberrechtsabgaben für die Jahre 2012 bis 2015 neu zu verteilen. Dies wurde durch eine Entscheidung des BGH nötig, wonach die Verlage daran nicht beteiligt werden dürfen. Der Entschluss führt nun, so Hanfeld, zu einem Zerwürfnis und schwächt die Position der VG Wort.
"FAZ", S. 15 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

VG Wort fordert 100 Mio Euro von Verlagen zurück.

VG WortVG Wort verlangt von deutschen Verlagen 100 Mio Euro zurück, nachdem der BGH im April entschieden hatte, dass die Verlage nicht mehr an Einnahmen aus Urheberrechten beteiligt werden dürfen. Bisher wurden die Gelder zwischen Verlagen und Autoren aufgeteilt. Betroffen sind rund 4.200 Verlage, von denen nun viele Existenznot fürchten: Die Rückforderungen könnten zwischen 20 und 200 % ihres durchschnittlichen Jahresgewinns betragen.
meedia.de, turi2.de (Background Rückforderung)1 Kommentar

Project R bringt Bewegung in den Schweizer Medienmarkt.

project-r-150Project R wirbelt den Schweizer Medienmarkt auf: Seitdem die renommiertem Journalisten Christof Moser und Constantin Seibt angekündigt haben, ein digitales Magazin zu planen, erhalten sie "wahnsinnig viele Bewerbungen". Dabei ist bisher nur bekannt, dass Project R im Januar 2017 mit dem Crowdfunding beginnen will, im Sommer soll das Team stehen.
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Meinung: “FNP”-Chef Joachim Braun sieht Verlage nicht auf den digitalen Wandel vorbereitet.

joachim-braun-fnp-150Lokaljournalisten ruhen sich zu sehr in ihrer "Komfortzone" aus, beklagt Joachim Braun, Chefredakteur der Frankfurter Neuen Presse. Im "Journalist" geht er mit der eigenen Branche hart ins Gericht: Noch immer seien viele Verlage nicht auf den digitalen Wandel eingestellt. Das Problem der Zeitungen sei nicht, dass Leser davonlaufen, sondern dass keine neuen dazukommen.
"Journalist" 11/2016 (Vorabmeldung) Kommentieren ...