Thomas Tuma findet, Journalisten sollten Schabiroskys Enthüllungen als Anlass zur Selbstreflexion sehen.

Medienkritik: Der Fall Maschmeyer-Schabirosky sollte Journalisten Anlass zur Selbstreflexion geben, findet Thomas Tuma. Schabiroskys Enthüllungen zeigten, wie einfach es sei, anonyme Anzeigen einzureichen – und wie daraus oft harte Storys würden. In Zeiten von Fake News und PR-Schattenmännern brauche es mehr denn je "unabhängige Einordner" und sorgfältige Journalisten.
"Handelsblatt", S. 22 (Paid)Kommentieren ...

Vermisste Journalistin Kim Wall: Peter Madsen hat sein U-Boot offenbar absichtlich versenkt.

Kriminalität: Die vermisste, schwedische Journalistin Kim Wall, deren letzter bekannter Aufenthaltsort das private U-Boot Nautilus des dänischen Tüftlers Peter Madsen war, bleibt verschwunden. Die dänische Polizei hat das am Freitag gesunkene Boot geborgen und gibt an, es sei möglicherweise absichtlich versenkt worden. Madsen sitzt in U-Haft wegen des Verdachts auf Totschlag, er bestreitet die Vorwürfe. (Foto: Tom Wall/AP Photo)
sueddeutsche.de, welt.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Ex-Leistungssportler Klaus Brinkbäumer schraubt an der Digitalisierung des "Spiegel".

Lese-Tipp: Kai-Hinrich Renner portraitiert "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer als begeisterten Segler und Radfahrer, der im Job wichtige Entscheidungen im Alleingang treffen muss. Die angeblich mauen Zahlen von Spiegel Daily kommentiert Brinkbäumer nicht, will das Angebot aber enger mit Spiegel Plus verzahnen. Brinkbäumer wird später daran gemessen werden, ob er die digitale Transformation des "Spiegel" hinbekommt, glaubt Renner.
abendblatt.deKommentieren ...

Zahl des Tages: Redaktion im T-Online-Newsroom ist noch nicht komplett.

Zahl des Tages: Erst 53 der geplanten 65 bis 70 Stellen im Berliner Newsroom von T-Online sind besetzt. Für die noch vakanten Stellen will Ströer möglichst schnell geeignete Mitarbeiter finden. Auch Chefredakteur Florian Harms tritt seinen Job erst im September an. Von eigenen Parlaments- und US-Korrespondenten verspricht sich T-Online mehr eigene Geschichten. Ein Social-Media-Team mit fünf Redakteuren soll für einen einheitlichen Auftritt auf allen Kanälen sorgen.
tagesspiegel.de, turi2.tv (4-Min-Video zur Eröffnung des Newsrooms)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Neuer Newsroom in Berlin: Florian Harms will T-Online.de zum Leitmedium ausbauen.
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Zitat: SpOn-Chefin Barbara Hans wünscht sich mehr Entscheidungen, die nicht nahe liegen.

"Vielfalt gelingt nur, wenn wir Entscheidungen treffen, die nicht nahe liegen."

Spiegel-Online-Chefin Barbara Hans wünscht sich in einem Essay im "journalist" mehr Vielfalt im Journalismus. Dazu gehörten auch mutige Führungskräfte, die Potenzial erkennen und Mitarbeitern einen Vertrauensvorschuss geben.
"journalist" 8/2017, S. 19-25

Weitere Zitate aus dem Beitrag im von Barbara Hans im "journalist":

"Journalisten müssen das Weltgeschehen nicht wie in einer Glaskugel vorhersehen. Dann sollten sie auf der Kirmes sitzen, aber nicht in einer Redaktion. Sie müssen aber offen sein für Wahrscheinlichkeiten. Sie müssen sich irritieren lassen. Sie müssen zu den Menschen gehen und hinterfragen, was sie nicht verstehen. Statt das, was sie nicht verstehen, schlicht abzulehnen."

"Wir müssen Dinge für möglich halten, auch wenn wir sie für falsch halten. Und die Frage, was wir für richtig und was wir für falsch halten, sollte nicht unser Leitmotiv sein."

"Mittelalte, weiße Männer, gutverdienende Akademiker definieren und prägen die journalistische Realität und damit unsere Weltsicht. Was sie am besten kennen, das sind andere mittelalte, weiße Männer, mit Abitur und schicker Altbauwohnung. Was sie weniger gut kennen, das ist das Leben als Arbeiter in Herne Crange. Oder das Leben als lesbische junge Frau."

"Die Digitalisierung zwingt uns, uns auf den Nutzer zu fokussieren."

"Wir müssen dahin, wo es weh tut. Raus aus der redaktionellen Komfortzone. Wir können nicht alles so lassen und hoffen, dass einige wenige Neueinstellungen zum Wandel führen werden."

"Wenn der Türke nur über die Türken berichtet, ist auch das Diskriminierung."

Aus dem Archiv von turi2.tv: Barbara Hans spricht über die neuen Podcast-Projekte von Spiegel Online.

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Türkische Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für Journalistin Mesale Tolu.

Türkei Flagge 150Türkei: Die Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für die deutsch-türkische Journalistin Mesale Tolu, berichtet die regierungskritische Nachrichtenagentur ETHA. Ein Gericht hat die Klage bereits angenommen. Am 22. August prüft ein Richter, ob Tolu bis zum Prozessbeginn am 11. Oktober vorläufig frei kommt. Die türkischen Behörden werfen ihr Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation vor.
bild.de, spiegel.deKommentieren ...

Meinung: Regierungssprecher ist nicht nur in den USA ein schwerer Job.

Regierungssprecher besetzen die schwierige Position "zwischen Meute und Staatsgewalt", schreibt Stefan Kornelius. Die Zehn-Tages-Amtszeit von Anthony Scaramucci in den USA sei zwar besonders spektakulär, der Job in anderen Ländern aber auch nicht leichter. Informationen kämen auch in London oder Berlin meist nicht über den Sprecher, sondern über Mitarbeiter, Berater oder Abgeordnete ans Licht. Regierungssprecher kämpften damit, dass Journalisten politische Vorgänge aus Verständnisgründen verkürzen oder zuspitzen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 10 (Paid)Kommentieren ...

Ulrike Simon schätzt Ex-Chefredakteur Werner Funk für seine klaren Aussagen.

Werner Funk, Ex-Chefredakteur von "Spiegel" und "stern", galt als autoritärer Führer, kein Redakteur ließe heute mehr so mit sich umgehen, schreibt Ulrike Simon. Sie schätzt an Werner Funk jedoch, dass er keine Antwort scheute und wohl nie Journalisten an die Pressestelle verwiesen hätte, um dort nichtssagende Antworten zu bekommen. Manche Chefredakteure von heute machen auf sie den Eindruck, sie "fürchten sich vor Journalisten".
daily.spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkische Behörden inhaftieren französischen Journalisten.

Türkei Flagge 150Türkei: Der französische Journalist Loup Bureau, freier Mitarbeiter des Fernsehsenders TV5, ist in der südöstlichen Provinz Sirnakc festgenommen und inhaftiert worden. Die türkische Justiz wirft ihm vor, Mitglied der kurdischen Miliz YPG zu sein. Unterdessen hat ein Gericht in Istanbul den Prozessbeginn für die inhaftierte deutsche Journalistin Mesale Tolu Corlu auf den 11. Oktober festgelegt.
derstandard.at (TV5), handelsblatt.com (Mesale Tolu Corlu)
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Volkmar Kah wird neuer Geschäftsführer des DJV in NRW.

DJV macht Volkmar Kah zu seinem Geschäftsführer im Landesverband NRW. Volkmar Kah hat als Journalist unter anderem für die "Westfälische Rundschau" gearbeitet. Zuletzt war er Leiter der Medienwerkstatt Ostalb. Beim DJV ist er seit fast 20 Jahren ehrenamtlich tätig, unter anderem sechs Jahre lang als Vize-Landeschef in NRW. Der Geschäftsführer-Posten war vakant, seit sich der DJV im April von Karl Zimmermann getrennt hat.
djv-nrw.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkei: "Tagesspiegel" macht mit der inhaftierten Journalistin Mesale Tolu auf.


Sippenhaft: Der "Tagesspiegel" widmet den Titel seiner Montagausgabe der in der Türkei inhaftierten türkischstämmigen, deutschen Journalistin Mesale Tolu. Auf Seite drei erzählt das Blatt die Geschichte von Tolu, die seit Ende April gemeinsam mit ihrem zweieinhalbjährigen Sohn in einem Gefängnis in Istanbul einsitzt, der Vorwurf lautet – wie so oft – Terror-Propaganda und Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation. Auch ihr Ehemann sitzt in einem türkischen Knast, allerdings in einem anderen.

Der "Tagesspiegel" beschreibt, wie Tolu und ihr Sohn sich eine 50-Quadratmeter-Zelle mit 24 weiteren Frauen teilen müssen, dass es eine Stunde Hofgang pro Tag gibt und der Sohn nur einen Plastikball zum Spielen hat. Die Details kommen von Tolus Bruder, der die Geschichte von Deutschland aus erzählt. Er traue sich nicht in die Türkei zu reisen, aus Angst selbst verhaftet zu werden.
epaper.tagesspiegel.de (Paid), twitter.com, per Mail, turi2.de (Background)Kommentieren ...

US-Fotograf John Morris, 100, ist gestorben.

John MorrisJohn Morris ist tot. Der US-Fotograf starb am Freitag im Alter von 100 Jahren in Paris. Morris gelangen als Kriegsfotograf im Zweiten Weltkrieg die einzigen Aufnahmen der Landung der Alliierten 1944 in der Normandie. Er setzte auch die Veröffentlichung des Fotos des nackten Mädchens Kim Phuc nach einem Napalm-Angriff im Vietnam-Krieg auf der Titelseite der "Times" durch.
spiegel.de, rp-online.deKommentieren ...

Ulrike Simon lobt, dass Journalisten Auto-Kartell aufgedeckt haben und sich nicht kaufen lassen.

Journalismus: Ulrike Simon gefällt am aufgedeckten Auto-Kartell, dass klassischer Recherche-Journalismus "Wums wie eh und je" habe. Die Branche bebe, die Aktienkurse fielen, die Verbraucher seien aufgerüttelt – alles Reaktionen, die guter Journalismus hervorrufen soll. Am meisten freut sie, dass die Redaktionen sich die Berichterstattung "trauen", obwohl die Autoindustrie jährlich 1,8 Mrd Euro Werbebudget vergibt.
rbb-online.deKommentieren ...

Zitat: Can Dündar will keine Tauschgeschäfte für die Freilassung von Journalisten.

"Man sollte Erdogan keinesfalls die Möglichkeit einräumen, die Freiheit von jemandem zum Tauschobjekt zu machen."

Can Dündar, aus der Türkei geflohener Ex-Chefredakteur der "Cumhuriyet", sagt der dpa vor dem Prozessauftakt gegen seine ehemaligen Kollegen, dass Rechtsstaaten nicht über Bedingungen für die Freilassung von Journalisten verhandeln sollen.
derstandard.at, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Markus Wenniges wird neuer Redaktionsleiter Dokumentationen beim ZDF.

ZDF macht Markus Wenniges zum Redaktionsleiter Dokumentationen innerhalb der Hauptredaktion Politik und Zeitgeschehen und zum Chef der Doku-Reihe "ZDF Zoom". Der bisherige "Auslandsjournal"-Chef folgt auf Claudia Ruete, die in den Ruhestand geht. Katrin Helwich wird neue Leiterin des "Auslandsjournals", bisher war sie Vize-Chefin unter Wenniges.
presseportal.deKommentieren ...

"Clap": Volker Breid verlässt den VDZ.

VDZ: Vize-Präsident Volker Breid verlässt den Zeitschriften-Verlegerverband, schreibt "Clap". Nach seinem Abgang bei G+J-Tochter Motor Presse Stuttgart stelle Breid im Herbst auch seine Ämter als VDZ-Vize und Chef des Südwestdeutschen Zeitschriften-Verlegerverbands zur Verfügung. Breid hatte im Mai angekündigt, Gruner + Jahr aus familiären Gründen zu verlassen.
clap-club.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Publizist Müller-Vogg wirft Journalisten zu große Nähe zu Politikern vor.

"Wenn ich abends mit einem Politiker beim Bier versackt bin, kann ich ihn am nächsten Morgen nur schwer in die Pfanne hauen."

Der Publizist Hugo Müller-Vogg kritisiert eine zu große Nähe zwischen Politikern und Journalisten. Hauptstadt-Korrespondenten würden sich nicht mehr trauen, Politiker deutlich zu kritisieren - angeblich aus Angst, dass ihnen weniger Informationen zugesteckt werden würden.
"Tichys Einblick" 08/2017 (Paid) via kress.deKommentieren ...

Neues Faktencheck-Portal stimmtdas.org überprüft Politiker-Aussagen.

Fact-Checking: Die Website Stimmtdas.org will die Aussagen von Politikern im Wahlkampf auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen. Hinter dem ehrenamtlichen Projekt stehen vor allem junge Journalisten, darunter WDR-Volontäre. Sie ordnen die geprüften Politiker-Statements in fünf Kategorien von "Stimmt" bis "Scharlatanerie" ein. Bisher sind sechs Statements öffentlich, u.a. von Kanzlerin Merkel und AfD-Frau Petry.
stimmtdas.org via fr.de
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Innenministerium: Teils jahrealte Vergehen waren Grund für Entzug von G20-Akkreditierung.

G20: Das Bundesinnenministerium hat Details genannt, warum Journalisten die Akkreditierung zum G20-Gipfel entzogen wurde. Demnach handele sich um "etliche Personen mit Straftaten und Verurteilungen" aus dem "linksextremen Spektrum", u.a. "Landfriedensbruch, Graffiti und andere Sachbeschädigungen". Die Sachverhalte seien teilweise bereits "einige Jahre her". Bei 28 der 32 Journalisten auf der Liste sei dies bereits zum Zeitpunkt der Akkreditierung bekannt gewesen, bei weiteren vier hätten sich erst danach neue Erkenntnisse ergeben. Ein NDR-Journalist wurde als "Reichsbürger" gelistet, was sich nachträglich als falsch erwiesen hat.
taz.de, tagesspiegel.de ("Reichsbürger"), br.de (9-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Weltjournalisten-Präsident Philippe Leruth appelliert an Solidarität für Pressefreiheit.


Mission Pressefreiheit: "Solidarität ist die wichtigste Waffe von Journalisten, um ihre Rechte durchzusetzen", sagt Philippe Leruth im Interview mit turi2.tv am Rande seines Besuchs beim Bayerischen Journalistenverband im Presseclub München. Er ist seit Juni 2016 Präsident der Internationalen Journalisten Föderation, der weltweiten Vereinigung der nationalen Journalistengewerkschaften. Der Weltverband unterstützt Journalisten bei ihrem Kampf für Pressefreiheit und faire Arbeitsbedingungen. Der erste Schritt liege aber bei den Journalisten selbst, in ihren Unternehmen und ihren Ländern für ihre Rechte zu kämpfen, "die Internationale Journalisten Föderation kann aus sich selbst nichts tun", sagt Leruth, der hauptberuflich als Redakteur bei der belgischen Tageszeitung L'Avenir arbeitet.

Sorgen bereiten ihm derzeit vor allem die Türkei, "das größte Gefängnis für Journalisten", und Mexiko, wo seit Anfang 2017 bereits acht Journalisten getötet wurden. Ihn ärgert besonders, dass Journalisten-Morde in Mexiko straflos bleiben. In Deutschland sei die Pressefreiheit im Vergleich dazu zwar sehr hoch, jedoch begrenze jede Maßnahme gegen Terrorismus auch die Pressefreiheit. Ebenso wirtschaftliche Interessen: Mehr und mehr Medienunternehmen sind Teil großer Konzerne, daher sieht Leruth die Gefahr, dass deren Gesellschafter auf Journalisten Druck ausüben könnten, über Themen nicht zu berichten, die für den Konzern problematisch sind.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

"Süddeutsche Zeitung": BKA überwacht offenbar seit Jahren Journalisten bei Gipfeltreffen.


Big Brother: Regierungssprecher Steffen Seibert sagt in einer Erklärung, die 32 vom G-20-Gipfel ausgeschlossenen Journalisten wurden aus BKA-Personalknappheit vor die Tür gesetzt. Weil die Eins-zu-eins-Überwachung der Journalisten durch BKA-Beamte unmöglich war, habe man ihnen die Akkreditierung komplett entzogen. Zuvor seien sie überhaupt nur akkreditiert gewesen, um "einen größtmöglichen Zugang" zu gewährleisten.

Offenbar ist die Praxis, dass BKA-Beamte sich verdächtigen Journalisten bei Gipfeltreffen an die Fersen heften, nicht neu, sondern wurde nicht kommuniziert, weder öffentlich, noch gegenüber den Reportern. Mehrere Journalisten sagen der "Süddeutschen Zeitung", sie hätten eine solche Überwachung nicht akzeptiert, hätten sie davon gewusst. Weil keiner der Journalisten einen Sicherheitsbereich betreten habe, sei es allerdings in Hamburg auch zu keiner Überwachung gekommen. Die Deutsche Journalisten-Union will im Namen von acht betroffenen Journalisten gegen das Bundespresseamt klagen, um die Situation aufzuklären. Auch SPD und Grüne fordern Aufklärung von der Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Michael Hanfeld befragt amerikanische Reporter zur Journalismus-Situation.

Lese-Tipp: Bei seiner USA-Rundreise trifft "FAZ"-Redakteur Michael Hanfeld in Washington Glen Kessler, Fact-Checker der "Washington Post", der sich an Trump-Tweets abarbeitet. Und in der Provinz Lokaljournalisten, die ihren Kollegen aus der Hauptstadt nicht trauen. Einig sind sich alle darüber, dass die letzte Wahl den Journalismus verändert hat.
faz.netKommentieren ...

ProQuote Medien hebt die Messlatte auf 50 % Frauen in Führungspositionen an.


Halbe-Halbe: Der Journalistinnen-Verein ProQuote Medien will sich mit seinem einst ausgegebenen Ziel nicht mehr zufriedengeben und erhöht die Messlatte. Vor fünf Jahren hatten die Medienfrauen 30 % weibliche Führungskräfte in allen Redaktionen bis 2017 gefordert, nun sollen es 50 % werden. Das bisherige Ziel von 30 % haben bisher nur "Zeit" (36,4 %), "Spiegel" (34,7 %) und "Bild" (32,2 %) erfüllt. "Süddeutsche" (19,6 %) und "FAZ" (13,9 %) lägen "beschämend" darunter, bei Regionalzeitungen verharre der Anteil der Führungsfrauen gar bei "mageren 5 %". "Wir wären gerne überflüssig, aber wir sind es leider nicht", sagt ProQuote-Vorsitzende Maren Weber.

Bei Online-Medien sind mehr Frauen an der Macht als bei Print. Von den acht gezählten Publikationen haben immerhin zwei Chefredakteurinnen an ihrer Spitze: Barbara Hans bei Spiegel Online und Julia Bönisch bei Süddeutsche.de. Insgesamt kommt die "Süddeutsche" im Online-Bereich auf 26,6 % Führungsfrauen, ein Vorbild, "das die Kollegen in der Printredaktion sicher motiviert", sagt Weber. Neben Zeit Online (35,7 %) und Spiegel Online (32,3 %) hat auch stern.de (34,6 %) die 30-Prozent-Hürde übersprungen.
turi2 - eigene Infos, pro-quote.de (Forderung), pro-quote.de (aktuelle Werte)Kommentieren ...

Zitat: Wolf von Lojewski beneidet Journalisten nicht für heutige Arbeitsbedingungen.

"Viele Journalisten gehen nicht mehr mit dieser Unbekümmertheit an ihren Job, was oft am Sparzwang liegt. Auch die stete Auseinandersetzung mit den Stürmen und Stimmungen in den sozialen Netzwerken macht die journalistische Arbeit nicht leichter."

Wolf von Lojewski, langjähriger "Mister heute-journal", erinnert sich an Zeiten, als Geldnot kaum eine Rolle gespielt hat und Leser- oder Zuschauer-Feedback allenfalls per Briefpost kam. Heute feiert er seinen 80. Geburtstag.
tagesspiegel.deKommentieren ...

Generalstaatsanwaltschaft Sachsen speichert illegal Journalisten-Gespräche.

Pressefreiheit: "Zapp" berichtet, dass in Sachsen Gespräche von mindestens drei Journalisten abgehört und jahrelang gespeichert worden sind. Dem NDR liegen entsprechende Unterlagen der sächsischen Polizei vor. Die Generalstaatsanwaltschaft Sachsen hat drei Jahre gegen Personen aus dem Umfeld des Leipziger Fußball-Oberligisten BSG Chemie Leipzig e.V ermittelt und dabei die Gespräche abgehört. Die Daten hätten laut Gesetz nicht gespeichert werden dürfen. Informiert wurden die Journalisten auch nicht, zwei von ihnen prüfen juristische Schritte.
presseportal.deKommentieren ...

Umfrage: Journalisten sorgen sich um ihre Glaubwürdigkeit und um Fake News.

Journalisten fordert zur Zeit besonders ihre geringe Glaubwürdigkeit heraus, außerdem Fake News und ihre Unabhängigkeit. Das ergibt der Medien-Trendmonitor, den News Aktuell mit Faktenkontor entwickelt hat. Medienmacher nutzen soziale Medien hauptsächlich, um zu recherchieren. Bei der Zusammenarbeit mit Presseabteilungen nerven sie gehaltlose Statements und Funkstille. An der Umfrage haben 1.740 Journalisten teilgenommen.
presseportal.de, newsaktuell.de (alle Umfrage-Ergebnisse)Kommentieren ...

Portrait: Reporter Kai Mudra hat Zschäpe und Co seit Mitte der 90er auf dem Schirm.

NSU-Reporter Kai Mudra berichtet schon seit Mitte der 1990er über rechtsgerichtete Straftaten in Ostdeutschland, deren Spuren zu Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos führen. Den Namen NSU gab es damals noch nicht. Dirk Lübke porträtiert Mudra, der seit mehr als vier Jahren so regelmäßig wie kaum ein anderer Journalist den Münchner Prozess gegen Zschäpe und Co verfolgt.
kress.deKommentieren ...

Minenexplosition tötet drei Journalisten im Irak.

Irak: Bei einer Minenexplosion in der Stadt Mosul sind drei Journalisten ums Leben gekommen, ein weiterer wurde verletzt. Die französisch-schweizerische Journalistin Véronique Robert, 54, konnte in Bagdad noch operiert und in ein Krankenhaus in Paris gebracht werden, wo sie ihren Verletzungen erlegen ist. Ihr französischer Kameramann Stephan Villeneuve und der kurdische Reporter Bachtijar Addad starben infolge der Explosion. Die Journalisten hatten für eine TV-Reportage irakische Spezialkräfte begleitet.
tagesanzeiger.ch, augsburger-allgemeine.de, theguardian.com, francetvinfo.fr (51-Sek-Video auf Französisch)


Hommages aux trois journalistes tués en Irak
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"Zapp" berichtet über die Schwierigkeiten freier Autoren, genug Geld zu verdienen.

Freie Autoren können von den ihnen gezahlten Zeilenhonoraren kaum leben, berichtet "Zapp". Das Thema werde in den Zeitungen selbst jedoch nicht aufgegriffen. Daher berichtet das NDR-Magazin symbolisch in Form einer Zeitung über das Thema. Viele Verleger sehen kein Problem. Der Verband Freischreiber hingegen fordert, Autoren nach Aufwand zu bezahlen.
ndr.de (5:30-Min-Video), ndr.de Zeitung als PDFKommentieren ...

Mexikanische Journalisten: Regierung bespitzelt uns.

Mexiko: Die Regierung bespitzelt Medien und Aktivisten, sagen mexikanische Journalisten. Die Regierung habe eine Spionagesoftware auf den Handys installiert und private Kommunikation abgefangen. Die Journalisten und Aktivisten würden die Regierung nun wegen des mutmaßlichen Spähangriffs verklagen. Die Regierung weist die Vorwürfe zurück.
derstandard.atKommentieren ...

Bundespressekonferenz: Bundestag beschränkt Arbeit von Journalisten.

Bundestag behindert die Arbeit von Journalisten, kritisieren die Bundespressekonferenz und der DJV. Es sei nicht zu verstehen, dass künftig alle Mitglieder der Bundespressekonferenz "Sicherheitsüberprüfungen wie an Flughäfen" unterzogen würden. Die Bewegungsfreiheit für Journalisten in den Gebäuden des Bundestags werde eingeschränkt, etwa beim Zugang zur Reichstagskuppel. Kritisch sei auch, dass die Politik-Journalisten künftig für jedes Jahr eine neue Akkreditierung für den Bundestag benötigen. Bisher gelten die Akkreditierungen bis zu eine Legislaturperiode lang.
tagesspiegel.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Filmautor Stephan Lamby über viertägige Kohl-Interviews.

Lese-Tipp: Filmemacher Stephan Lamby schildert, wie er die vier Tage des Interviews mit Helmut Kohl erlebt hat. Zu Beginn habe Lamby Kohls Sympathie mit seiner Herkunft aus dem Rheinland und dem Besuch eines jesuitischen Gymnasiums gewonnen. Im Gespräch über Ehefrau Hannelore, die sich das Leben genommen hatte, brach dem Altbundeskanzler die Stimme, Tränen traten in seine Augen. Lamby und Co-Autor Michael Rutz hatten 2003 für den NDR das letzte große TV-Interview mit Kohl geführt.
dbate.deKommentieren ...

Basta: Jan Böhmermann und Olli Dittrich besingen Solidarität mit Journalisten.

Streetworker: Jan Böhmermann und Olli Dittrich haben ein Herz für schreibende Straßenarbeiter. In einem gemeinsamen Solidaritätssong besingen sie in Anlehnung an den 90er-Jahre-Hit Life in the Streets das schwere Leben von Journalisten auf Deutschlands Straßen. Darin dichten sie bitterböse Weisheiten wie "We need journalists - and they need alcohol" oder "Too much research will kill your story".
youtube.com (3-min-Video)



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