Gabor Steingart startet täglichen Briefing-Podcast am Montag.

Radio-aktiv: Gabor Steingart startet seinen angekündigten Briefing-Podcast am morgigen Montag. Der ehemalige "Handelsblatt"-Herausgeber will Schalten an Finanzplätze, zu Experten, Politikern und wirtschaftlichen Akteuren einbauen - und duzt seine Hörer, zumindest im Trailer.

Steingart hostet seinen Podcast beim Dienstleister Podigee. Die Sendung ist als Podcast-Abo für die üblichen Empfangsprogramme sowie bei Spotify verfügbar. Zusätzlich steht eine entsprechende Gratis-App in Apples Appstore bereit.
per Mail, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart startet eine Podcast-Morningshow.

Neue Pressegesellschaft und "Schwäbische Zeitung" ziehen in Berlin zusammen.

Südwest-Presse und Schwäbische Zeitung legen ihre Hauptstadtredaktionen zusammen. Die "Schwäbische"-Korrespondentin Sabine Lennartz zieht bei der Neuen Berliner
Redaktionsgesellschaft der Zeitungen der Neuen Pressegesellschaft, also der "Südwest-Presse", der "Märkischen Oderzeitung" und der "Lausitzer Rundschau", ein. Beide Redaktionen haben Zugriff auf die Inhalte.
per Mail

Geschäftsführer der "Rheinischen Post", Tom Bender, 52, ist tot.


Früher Tod: Tom Bender ist tot. Der Geschäftsführer der "Rheinischen Post", starb überraschend im Alter von 52 Jahren, wie sein Verlag mitteilt. Bei einer Wanderung erlitt er einen Herzinfarkt. "Tom Bender war ein außergewöhnlicher Kollege. Weil er ein außergewöhnlicher Mensch war", schreibt Chefredakteur Michael Bröcker in seinem Nachruf.

Tom Bender verantwortete seit November 2015 die Anzeigen- und digitale Vermarktung sowie das Marketing der "Rheinischen Post". Davor war er lange Zeit Co-Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga. Als Journalist arbeitete er unter anderem für Springer und Premiere.
rp-online.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: fragebogen2: Tom Bender.

Sabbaticals werden zum Statussymbol.

Sabbatical wird immer mehr zum Statussymbol, schreibt Elke Hartmann-Wolff. Arbeitnehmer, die ein Sabbatical begehen, gelten als selbstbewusst. Unternehmen, die ihren Arbeitnehmer diese Option eröffnen, als attraktiv und modern. 82 % der Männer und 89 % der Frauen würden gerne ein Sabbatical machen. Nur etwa jeder Zehnte nimmt tatsächlich eine Auszeit vom Job. Die meisten kehren glücklicher zurück.
"Focus" 33/2018 S. 107 (Paid)

Udo Röbel ist mit seinem Handeln beim Geiseldrama von Gladbeck versöhnt.

Udo Röbel sagt Ulrike Simon, dass er 30 Jahre, nachdem er zu den Geiselnehmern aus Gladbeck ins Auto stieg, mit seinem damaligen Handeln versöhnt sei. Die Rolle des Reporters von Gladbeck hafte noch immer an ihm wie ein klebriges Bonbon. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland erzählt das Geiseldrama ab 16. August digital, mit Porträts, Filmen, Audios, und einem Interview, in dem Röbel das Versagen der Medien und sein eigenes einordnet.
spiegel.de

Wir graturilieren: Pit Gottschalk wird 50.


Wir graturilieren: Pit Gottschalk, Chefredakteur Sport bei Funke, wird 50. Seinen runden Geburtstag feiert er tagsüber beim Fußball in Norderstedt: Dort schaut er die U11-Saisonvorbereitung beim Hamburger SV. Am Abend geht es dann nach Bad Segeberg zur Aufführung von "Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg". Groß feiern will Pit Gottschalk seinen "zweiundzwanzigsten 29. Geburtstag" erst im Herbst, wenn alle aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt sind.

Auf das zurückliegende Jahr blickt Pit Gottschalk mit Stolz. Er freut sich, dass sein Team die Großereignisse Olympia und Fußball-WM gut gemeistert hat. Online habe man Rekordzahlen erleben dürfen und in Print "Lob von den Lesern und den Chefredakteuren eingeheimst". Glückwünsche erreichen Pit Gottschalk am besten auf Facebook, wo "alle lieb zu ihm" seien – oder per E-Mail.

Lese-Tipp: "Basler Zeitung" interviewt Franz Josef Wagner zu seinem 75. Geburtstag.

Lese-Tipp: Michael Bahnerth und Erik Ebneter interviewen "Bild"-Kolumnist Franz Josef Wagner zu seinem 75. Geburtstag. Seine Kolumne in der "Bild" helfe ihm, fit zu bleiben. Es sei schön, "den Maschinenraum anzuwerfen, sich zu informieren, nachzudenken". Den Appetit aufs Schreiben hole er sich mit "Espresso und Gitanes".
tablet.baz.ch

Zitat: Twitter-Chef will fragwürdige Inhalte nicht löschen, sondern öffentlich widerlegt sehen.

"Accounts wie der von Jones verbreiten oft Gerüchte ohne Substanz, also müssen Journalisten unbedingt dokumentieren, prüfen und widerlegen, damit das Publikum sich eine eigene Meinung bilden kann."

Twitter-Chef Jack Dorsey erklärt, warum er den notorischen Verschwörungstheoretiker Alex Jones nicht von der Plattform kegelt - anders als Apple, YouTube und Facebook.
spiegel.de

Zitat: Gabor Steingart stichelt gegen "FAZ" und "Zeit".

"In Berlin gilt: 3 Schmeicheleinheiten = 1 Interview. Bei Dauerlob lockt – ähnlich dem Prämienprogramm der Lufthansa – sogar ein Business-Class-Sitz im Regierungsflieger der Kanzlerin."

Gabor Steingart stichelt in seinem "Morning Briefing" gegen die "FAZ", die auf Seite 1 den CDU-Vorstoß zur Wehrpflicht-Wiedereinführung lobt - und gegen die "Zeit"-Chefredaktion, die wisse, wie solcherlei journalistischer Opportunismus funktioniert.
gaborsteingart.com

Wir graturilieren: Susanne Lang wird 42.


Wir graturilieren: Susanne Lang, Chefredakteurin beim "Wirtschaftsjournalist" in Babypause, feiert heute ihren 42. Geburtstag zusammen mit ihrer Familie, die sich vor zwei Wochen noch einmal um Töchterchen Ellie erweitert hat. Das private Highlight im abgelaufenen Jahr war zweifelsohne der neue Familienzuwachs. Beruflich steht hier ganz oben "selbstverständlich: die große Steingart-Show".

Für das neue Lebensjahr wünscht sich Susanne Lang nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit viele spannende Projekte und Geschichten aus dem Wirtschaftsjournalismus, "der in Deutschland trotz Strukturumbrüchen sehr gut aufgestellt ist". Gratulationen zum Geburtstag und zum Nachwuchs erreichen sie per E-Mail.

US-Journalisten müssen gegen Trump Stellung beziehen, findet Jay Rosen.

US-Journalisten dürfen unter einem Präsidenten wie Trump nicht neutral bleiben, sondern müssen "einen Weg finden, sich dagegenzustemmen", sagt US-Medienwissenschaftler Jay Rosen im Interview mit der Zeit Online. Über Jeff Bezos und die "Washington Post" sagt er, der Amazon-Gründer habe den Redakteuren Selbstvertrauen zurückgegeben und betrachte die Zeitung wie ein Technologieunternehmen, was ihr gut tue. Chefredakteur Martin Baron sei "zu einer Art geistigen Führungsfigur" für die amerikanische Presse geworden. 
zeit.de

Mein Homescreen: Franziska Underberg.


Franziska Underberg, langjährige Journalistin und seit Frühjahr 2017 selbstständig mit ihrer PR-Agentur Wille Kommunikation, nutzt die Zeit auf Reisen gern für ein bisschen Entspannung mit Musik oder via Headspace, verrät sie uns für unsere Reihe #turi2unterwegs und die Sammlung von App-Tipps zur nächsten turi2 edition mit dem Thema "unterwegs". Weiterlesen …

Ex-"stern"-Chef Michael Jürgs: Journalismus ist "überlebensnotwenig" für die Demokratie.

Vermächtnis an den Journalismus: Michael Jürgs, Ex-"stern"-Chefredakteur, der schwer an Krebs erkrankt ist, hält Journalismus für "überlebensnotwenig" zur Verteidigung der Demokratie gegen ihre Feinde, schreibt er in einem Essay im "Handelsblatt". Journalisten sollten sich "nicht als belehrende Oberlehrer aufspielen", sondern über die "Strategien der Volksverdummer" aufklären. Der Journalimus brauche Manager, die aus Respekt vor einem Beruf mit ihren Marketingideen "neue Hardware generieren, um ihre Software zu schützen". An Recherchen zu sparen, koste langfristig mehr, als die Einsparungen kurzfristig in den Bilanzen bringen.
"Handelsblatt", S. 10-13 (Paid)

"Neon"-Chefredakteurin Ruth Fend verlässt Gruner + Jahr.

Ruth Fend verlässt Gruner + Jahr mit unbekanntem Ziel. Sie war zuletzt Chefredakteurin der als Printtitel eingestellten Zeitschrift "Neon" sowie des Schwester-Titels "Nido". Eine Nachfolge für "Nido" steht noch nicht fest. Ruth Fend war insgesamt zwölf Jahre für Gruner + Jahr tätig. Vor ihrer Zeit bei "Neon" war sie unter anderem bereits "Business Punk"-Redaktionsleiterin.
meedia.de, turi2.de (Background)

Annäherungsversuch: "NYT"-Verleger Arthur Gregg Sulzberger trifft Donald Trump.


Ziemlich beste Feinde: Arthur Gregg Sulzberger, Verleger der "New York Times", hat US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen seine Sorgen über dessen "höchst beunruhigende Anti-Presse-Rhetorik“ vorgetragen. Das Treffen fand bereits am 20. Juli statt und sollte auf Wunsch von Trumps Beratern eigentlich vertraulich bleiben. Allerdings gibt es eine undichte Stelle im Weißen Haus: Donald Trump. Der twittert am Sonntag, er habe mit Sulzberger über die "riesigen Mengen Fake News" gesprochen und "wie diese Fake News sich zur Redewendung 'Feind des Volks' gewandelt" hätten.

Sulzberger schreibt dazu in einem Statement: Trumps Sprache sei "nicht nur spalterisch, sondern zunehmend gefährlich". Der Verleger der "New York Times" wolle den Präsidenten nicht davon abbringen, gegen die "NYT" zu schießen, sondern vielmehr seine generellen Angriffe auf Journalisten zu überdenken. Per Twitter legt Trump nach: Er werde einen Ausverkauf des Landes "durch Anti-Trump-Hasser in der sterbenden Zeitungsbranche" nicht zulassen. Die "angeschlagene 'New York Times'" und die "Amazon Washington Post" schrieben "nichts als schlechte Geschichten, auch über Erfolge". Das klingt nicht so, als hätte das Treffen mit Sulzberger große Annäherung gebracht.
haz.de, sueddeutsche.de, theguardian.com

"taz"-Reporterin Barbara Bollwahn, 54, ist tot.

Barbara Bollwahn ist tot. Die langjährige "taz"-Reporterin ist am Samstag im Alter von 54 Jahren in Folge einer unheilbaren Krankheit in Berlin gestorben. Barbara Bollwahn war in der DDR Spanisch-Dolmetscherin, 1991 kam sie zur "taz", ab 2007 schrieb sie auch Jugendbücher. Bollwahn habe das Neue geliebt, "war durstig und hungrig danach", ihre Protagonisten sah sie "nie funktional als Figuren, sondern begegnete ihnen als Menschen", schreibt "taz"-Chefredakteur Georg Löwisch in seinem Nachruf.
taz.de

Weißes Haus sperrt Korrespondentin für Pressetermin, weil sie kritisch fragte.

Weißes Haus schließt eine akkreditierte Reporterin von einem Pressetermin aus, nachdem sie kritische Fragen gestellt hat. Kaitlan Collins, CNN-Korrespondentin beim Weißen Haus, hatte nach dem verschobenen Putin-Besuch in Washington und einem frisch veröffentlichten Tonband des Präsidenten gefragt. Der Termin war die gemeinsame Erklärung von Trump mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rosengarten des Weißen Hauses. Das White House Press Corps verurteilt die "Vergeltungsmaßnahme", der Chef von Trumps Lieblingssender Fox News erklärt sich mit CNN solidarisch.
theguardian.com

Pakistan: Militär schüchtert kritische Journalisten ein.

Pakistan: Journalisten, die sich kritisch über das Militär im Land äußern, berichten von Entführungen und Einschüchterungen, schreibt Silke Diettrich. Der Blogger Salman Haidar lebt mittlerweile im Exil und berichtet, gefoltert worden zu sein. Kritische Berichte kämen nur in von der Elite gelesenen, englischsprachigen Medien und dem Internet vor. Zeitungen in der von den meisten Einwohnern gesprochenen Sprache Urdu würden von Militär kontrolliert.
deutschlandfunk.de

Wir graturilieren: Andreas Tyrock wird 55.


Wir graturilieren: Andreas Tyrock, Chefredakteur der "WAZ", feiert heute seinen 55. Geburtstag. Zur Feier des Ehrentags schmeißt er "traditionell" eine Runde "Kaffee und Kuchen" für die Redaktion. Am Abend geht es dann in einen Biergarten an der Ruhr, bevor am Wochenende der heimische Garten mit Freunden und Nachbarn unsicher gemacht wird. Das absolute Highlight am abgelaufenen Jahr war sein Umzug nach Bochum, "wo sich die Familie schnell eingelebt hat und sehr wohl fühlt".

Für das kommende Jahr wünscht sich Andreas Tyrock "ganz klassisch Gesundheit und Zufriedenheit". Seine mit 70 Jahren schon etwas ältere "WAZ" will er "als starke Stimme aus dem Ruhrgebiet weiterhin erfolgreich in die Zukunft führen". Gratulationen erreichen ihn auf allen Wegen – persönlich bei Kaffee und Kuchen im Büro oder elektronisch via E-Mail, Facebook, Twitter oder LinkedIn.

Zitat: Erdem Gül findet Streit in der Redaktion normal.

"Wenn da eine Lüge ist, sollten wir beim Schreiben der Wahrheit nicht den Fehler machen, in blinde Opposition gegen die Regierung zu verfallen."

Cumhuriyet-Journalist Erdem Gül erklärt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" den Grundsatz seiner Arbeit – Streitigkeiten in der Redaktion seien zum Erreichen dieses Ziels ganz normal.
sueddeutsche.de

Gericht: Programmgestaltende Journalisten dürfen mehrfach befristet werden.


Ungesprengte Ketten(-Befristung): Das Arbeitsgericht Hamburg hält mehrere befristete Arbeitsverträge hintereinander bei programmgestaltenden Journalisten für gerechtfertigt. Eine Ex-Redakteurin bei Gruner + Jahr hatte geklagt. Ihr Anwalt sieht eine "Katastrophe für die Redakteure in Zeitungsverlagen", wenn sich diese Rechtsauffassung durchsetzen würde.

Das Gericht überträgt damit ein Prinzip aus dem Arbeitsrecht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf Presseverlage, analysiert Anne Fromm. Mehrfach-Befristung ist eigentlich verboten, aber weil die Anstalten ausgewogen bleiben müssen, sei es legitim, programmgestaltende Mitarbeiter nur befristet anzustellen.
taz.de

Laura Himmelreich wird Chefredakteurin von Vice im deutschsprachigen Raum.

Vice befördert Laura Himmelreich, bisher Chefredakteurin von VICE.com Deutschland, zur Chefredakteurin in der DACH-Region. Sie folgt auf Tom Littlewood, der eine "internationale Führungsrolle in der EMEA-Region" bekommt. Kai Strehler wird Marketingleiter der DACH-Region, Sara Schurmann Textchefin.
newsroom.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Laura Himmelreich kämpft gegen Sexismus in den Medien.

dpa besetzt Führungspositionen neu.

dpa dreht das Personal-Karussell zurück und schickt Roland Freund, 50, bisher Vize-Chefredakteur, wieder nach Bayern. Dort übernimmt er die Leitung des Landesbüros. Er wechsele "aus familiären Gründen", teilt dpa mit. Bernward Loheide, 50, bisher Bayern-Chef, kehrt nach Stuttgart zurück, wo er die Leitung des Landesdiensts Südwest übernimmt. Amtsinhaber Ulf Mauder, 47, geht für die dpa nach Moskau, dort hat er bereits von 2007 bis 2015 gearbeitet.
presseportal.de

Mitarbeiter von Radio Hamburg kämpfen für einen Tarifvertrag.

Radio Hamburg: Die Mitarbeiter des größten Hamburger Privatsenders fordern mit Unterstützung von DJV und Verdi einen Tarifvertrag. Seit Jahren gebe es bei Radio Hamburg keinen verlässlichen Inflationsausgleich, neue Kollegen verdienten immer schlechter. Zugleich müssten zusehends weniger Mitarbeiter immer mehr Arbeit erledigen. Die Geschäftsführung lehnt "politische Tarifverträge" ab und strebt betriebliche Vereinbarungen an. Gesellschafter von Radio Hamburg sind u.a. Springer, Bauer und die RTL Group.
radioszene.de, tag24.de, wirsindradio.hamburg

Gericht des Europarats verurteilt Russland wegen fehlender Ermittlungen.

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt Russland wegen mangelnder Ermittlungen im Fall des Mordes an der Journalistin Anna Politkowskaja 2006. Zwar seien die Mörder verurteilt worden, aber Spuren zu Hintermännern hätten die Behörden nicht hinreichend geprüft. Das Gericht spricht den Angehörigen 20.000 Euro Schmerzensgeld zu.
derstandard.at

Reuters-Journalisten in Myanmar müssen wegen Geheimnisverrates vor Gericht.

Myanmar: Die Reuters-Reporter Wa Lone, 32, and Kyaw Soe Oo, 28, müssen vor Gericht. Ihnen wird der Verrat von Staatsgeheimnissen vorgeworfen. Das entsprechende Gesetzt dazu stammt noch aus der Kolonialzeit. Die beiden Journalisten hatten im Dezember über die Ermordung von 10 Rohingya berichtet. Dass es zum Verfahren kommt, gilt als Rückschritt für die Pressefreiheit in dem Land.
nytimes.com

BuzzFeed: Bundespresseamt schreddert Unterlagen zur schwarzen Liste des G20-Gipfels.


Was weg ist, macht keinen Ärger mehr: Das Bundespresseamt hat einen Großteil seiner Unterlagen zur "schwarzen Liste" beim G20-Gipfel gelöscht, erfährt BuzzFeed Deutschland auf eine entsprechende Anfrage. Die Bundesregierung hat 2017 während des G20-Gipfels in Hamburg 32 Journalisten die Akkreditierung entzogen und den Schritt mit Sicherheitsbedenken begründet. Die Namen hatte das Bundespresseamt vor Ort an Polizisten verteilt. Bis heute ist nicht nachvollziehbar, wer über die Ausschlüsse entschieden hat. "Ein Großteil der Aufzeichnungen" sei nach dem Gipfel gelöscht worden, schreibt das Bundespresseamt, "aus Datenschutzgründen". Ein weiterer Teil der Aufzeichnungen ohne personenbezogene Daten sei vernichtet worden, weil er "für eine Veraktung nicht in Frage kam".

Die noch vorhandenen Unterlagen berührten die äußere und innere Veranstaltungssicherheit, ihre Bekanntgabe gefährde die öffentliche Sicherheit. Der DJV bezeichnet das Vorgehen als eigentümlich, der DJU findet die Löschung zynisch. Welche Journalisten aus welchen Gründen und aufgrund welcher Rechtsgrundlage auf der Liste landeten, bleibt nun wahrscheinlich auf ewig verborgen im Schredder.
buzzfeed.com, turi2.de (Background)