Deniz Yücel berichtet über seine Anwälte über seine Erfahrungen im Gefängnis.

Talkshow maybrit illnerDiktat aus Istanbul: Die "Welt am Sonntag" veröffentlicht einen Bericht des in Polizeigewahrsam befindlichen Deniz Yücel, den dieser seinen Verteidigern diktiert hat. Darin beschreibt der Türkei-Korrespondent der "Welt" seine Situation, die er als "Polizeihaft" bezeichnet. Diese werde oft als Bestrafungsinstrument eingesetzt und die in Gewahrsam genommenen Personen würden nach bis zu 14 Tagen laufen gelassen. Sein Zustand sei "ganz gut". Allerdings habe er Magen-Darm-Probleme. Kontakt zur Außenwelt habe Yücel lediglich über seine Anwälte, die jedoch so häufig kommen könnten, wie sie wollen.

Seine Zelle, er sich meist mit ein bis zwei weiteren Personen teile, sei 2,10 Meter mal 3,5 Meter groß. Auf den vier Toiletten für bis zu 70 Gefangene gebe es kein Klopapier. Duschen können habe Yücel in neun Tagen zweimal. Beim Arzt habe er sich ein Vitaminpräparat erkämpft. Die Mitgefangenen benehmen sich ihm gegenüber respektvoll, lässt Yücel wissen. Die Beamten seien "manchmal etwas grob im Ton, aber nicht ausfallend oder beleidigend" und zudem im Rahmen der Vorschriften hilfsbereit.

Auch Dank lässt Yücel übermitteln: "Ich danke von ganzem Herzen allen, die sich wo und wie auch immer für mich und meine inhaftierten Kollegen einsetzen." Ausdrücklich dankt der Journalist seiner Zeitung, der "Welt", seiner früheren Zeitung, der "taz" sowie der Bundesregierung.
"Welt am Sonntag", S. 8 (Paid), turi2.de (Background)2 Kommentare

SWR-Chefredakteur will Korrespondenten nicht nur nach Fähigkeit auswählen.

Arthur Landwehr_150Korrespondenten sollten nicht nur aufgrund ihrer Fähigkeiten ausgewählt werden, sagt Arthur Landwehr, Chefredakteur des SWR. In vielen Staaten kann es auch entscheidend sein, ob die entsprechende Person Verwandte im Land hat. Eine doppelte Staatsbürgerschaft wie im Fall Yücel sei kein Ausschlusskriterium, aber ein wichtiges Entscheidungskriterium, so Landwehr.
"FAS", S. 6 (Paid)
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Mitarbeiter bestreiken den “Nordbayerischen Kurier”.

Nordbayerischer Kurier-150x150Nordbayerischer Kurier: Knapp die Hälfte der rund 200 Mitarbeiter bestreikt seit heute Morgen für 24 Stunden die Zeitung in Bayreuth. Bei ersten Verhandlungen über einen Sozialplan für die im Dezember angekündigte Entlassung von bis zu 50 Mitarbeitern habe es keine Annäherung gegeben. Das Angebot des Verlags sei "unterirdisch", sagt Betriebsratschef Gunter Becker zu turi2. Auf Gesprächsangbote der Gewerkschaften BJV und Verdi über einen Sozialtarifvertrag habe der Verlag nicht reagiert. Zudem lasse die Geschäftsführung die Belegschaft im Dunkeln, welche Abteilungen geschlossen werden und welche Mitarbeiter gehen müssen.
turi2- eigene Infos, bjv.de (Streikaufruf), turi2.de (Background)Kommentieren ...

“Spiegel”: BND hat ausländische Journalisten abgehört.

bundesnachrichtendienst-aussenfassade-600
Nachrichtendienst belauscht Nachrichtenmacher: Der BND hat seit 1999 offenbar die Kommunikation zahlreicher ausländischer Medien überwacht, berichtet der "Spiegel" und beruft sich auf Dokumente des Geheimdienstes. Auf einer Überwachungsliste stehen demnach mindestens 50 Telefon- und Faxnummern oder E-Mail-Adressen von Journalisten und Redaktionen, darunter mehr als ein Dutzend Anschlüsse der BBC in Afghanistan, der Zentrale in London und Redaktionen des Auslandsdienstes BBC World Service. Auch ein Anschluss der "New York Times" in Afghanistan sowie Mobil- und Satellitentelefone der Nachrichtenagentur Reuters in Afghanistan, Pakistan und Nigeria stehen auf der Liste und wurden womöglich bespitzelt.

Die Journalisten-Organisation Reporter ohne Grenzen verurteilt die Überwachung als einen "ungeheuerlichen Angriff auf die Pressefreiheit", der eine "neue Dimension des Verfassungsbruchs" darstelle. Der Verband geht davon aus, dass der Bundesnachrichtendienst ausländische Journalisten auch weiterhin abhören wird und bereitet mit anderen Journalistenverbänden sowie der Gesellschaft für Freiheitsrechte eine Verfassungsklage gegen das BND-Gesetz vor.
"Spiegel" 9/2017, Seite 442 Kommentare

Hör-Tipp: Deutschlandradio Kultur über Wissenschaftsjournalismus.

Deutschlandradio-KulturHör-Tipp: Im Deutschlandradio Kultur zeigen Susanne Billig und Petra Geist, vor welchen Herausforderungen Wissenschaftsjournalisten stehen. Sie diskutieren, ob die Journalisten nur Vermittler oder auch Wächter der Forschung sein sollten. Dabei hätten Redakteure Probleme, die Flut wissenschaftlicher Veröffentlichungen zu überblicken.
deutschlandradiokultur.de (30-Min-Audio)Kommentieren ...

“Cicero”: Massenmedien sind mitschuldig an Online-Pöbeleien.

Steile These von rechts: Verleger Christoph Schwennicke lässt Medienwissenschaftler Norbert Bolz in der aktuellen Titelgeschichte des Cicero kräftig gegen die "klassischen Massenmedien" vom Leder ziehen. Für die "Pöbel-Demokratie", in die sich Deutschland demnach zunehmend verwandelt, sind laut Bolz keinesfalls nur die "Hassprediger" auf "hatebook" verantwortlich: "Auch die politisch Korrekten sind Hater", schreibt Bolz.

Cicero März 2017 150Den etablierten Medien fehle "der Geist der Liberalität", sie gäben zu oft dem Impuls nach, "denjenigen, der eine andere Meinung hat, zu maßregeln oder zu bestrafen". Für Bolz nähren die Etablierten den "Verdacht, dass die beschworene Gefahr durch Fake News selbst eine Fälschung ist". Und dass es sich um den "verzweifelten Abwehrkampf eines zum Untergang verurteilten Journalismus handelt".

Ein bisschen was ist also dran am Vorwurf der Lügenpresse, wenn es nach Bolz geht. Starker Tobak, Hobby-Angler und "Cicero"-Verleger Schwennicke fischt damit deutlich am rechten Rand des politischen Spektrums - auch wenn er das im Interview mit turi2.tv im Sommer 2016 noch dementiert hat.
"Cicero", 3/2017, S. 14-22 (Paid), turi2.tv (4-Min-Video)11 Kommentare

DJV bricht Tarif-Verhandlungen mit dem WDR ab.

WDR Logo 150DJV NRW bricht die Verhandlungen mit dem WDR über die Vergütung crossmedialer Arbeiten von Freien nach 14 Monaten ab. Bei einer Info-Veranstaltung in Köln haben die anwesenden Freien den vom WDR vorgelegten Entwurf für einen Tarifvertrag abgelehnt, weitere Verhandlungen auf dieser Basis seien "sinnlos". Der DJV will nun die Reaktion des WDR abwarten und davon abhängig machen, ob er bei der nächsten anberaumten Verhandlungsrunde dabei ist.
djv-nrw.de
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“Mona Lisa”-Mitarbeiter sollen nach Mainz zurückkehren.

ZDF logo_150ZDF ordert "Mona Lisa"-Redakteure von München nach Mainz zurück, schreibt der BJV. Der Sender stellt das wöchentliche Magazin im Sommer nach 30 Jahren ein, 14 der 18 Mitarbeiter, die ihren Vertrag beim ZDF in Mainz haben und zeitlich befristet zur Produktion der Sendung nach München abgestellt wurden, sollen in die ZDF-Zentrale zurückkehren, wo wegen Sparauflagen Personalknappheit herrsche. Die Nachfolge-Sendung, ein Constructive-Journalism-Format, wird nach Angaben von Mitarbeitern extern produziert.
bjv.deKommentieren ...

Türkische Polizei nimmt “Welt”-Korrespondenten Deniz Yücel fest.

Talkshow maybrit illner
Deutscher Pass schreckt nicht ab: Deniz Yücel, Türkei-Korrespondent der "Welt", befindet sich in Gewahrsam im Polizeipräsidium von Istanbul, berichtet die Zeitung. Ihm werde die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Datenmissbrauch und Propaganda für Terrororganisationen vorgeworfen. Deniz Yücel ist in Flörsheim am Main geboren und besitzt die deutsche und die türkische Staatsbürgerschaft.

Yücel hat als einer von vielen Journalisten über den Inhalt des gehackten E-Mail-Accounts von Berat Albayrak berichtet, Energieminister und Schwiegersohn des autoritären türkischen Präsidenten Erdogan. In den Enthüllungen geht es u.a. um Einflussnahmen der Regierung auf Medien, das Vorgehen gegen die kurdische Minderheit, Ölgeschäfte und den türkischen Einfluss auf den syrischen Bürgerkrieg.
welt.de, welt.de (Background)Kommentieren ...

Berliner DuMont-Betriebsrat spricht von über 90 Kündigungsbegehren.

DuMont-Mediengruppe-150DuMont: Der Betriebsrat in Berlin spricht von über 90 beabsichtigten Kündigungen bei "Berliner Zeitung", "Berliner Kurier" und der Redaktionsgemeinschaft, berichtet Helma Nehrlich in der Verdi-Zeitschrift "M". Nicht alle Betroffenen verlieren ihre Jobs: Ein Teil kommt im neuen Berliner DuMont-Newsroom unter, der laut DuMont um rund 50 Stellen kleiner als der bisherige sei. Außerdem gibt es eine Transfergesellschaft und Abfindungen nach Betriebszugehörigkeit.
mmm.verdi.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Digital-Chefredakteur Frank Müller verlässt RTL Interactive.

frank-mueller150RTL Interactive verliert Online-Chefredakteur Frank Müller, 52 - er widme sich "einer neuen beruflichen Herausforderung", meldet die Mediengruppe RTL. Müller verantwortet bisher den Teletext der Gruppensender sowie Portale wie rtl.de, vox.de, vip.de und wetter.de. Müller verrät den neuen Job bisher nicht, will aber "wieder konkreter an Inhalten und Themen arbeiten".
dwdl.de, meedia.deKommentieren ...

Zwei dominikanische Journalisten während Live-Übertragung erschossen.

Dominikanische RepublikDominikanische Republik: Zwei Journalisten sind während einer Radioübertragung erschossen worden. Die Sendung wurde live auf Facebook gestreamt. Bewaffnete stürmten den lokalen Radiosender FM 103.5 und töteten den Moderator Luís Manuel Medina und Leo Martínez, den Produzenten der Sendung. Eine Sekretärin wurde verletzt. Drei Tatverdächtige sind festgenommen, das Motiv ist unklar.
sueddeutsche.de
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“Süddeutsche” ruft Autoren zur Abtretung von VG-Wort-Ansprüchen auf.

VG WortSüddeutsche Zeitung bittet Autoren per Brief, auf die Rückzahlung der laut BGH-Urteil unrechtmässig an den Verlag ausgezahlten Ausschüttungen der VG Wort zu verzichten, berichtet Peter Weissenburger. Damit würde der "erprobte ursprüngliche Zustand" wieder hergestellt. Der Verlag betone in dem Schreiben die Freiwilligkeit einer Verzichtserklärung. Die VG Wort verspricht ohnehin ein anonymisiertes Abtretungsverfahren, um das Ausüben von Druck zu verhindern. Auch andere Verlage bitten ihre Autoren, auf die Rückzahlungen zu verzichten, fasst Marvin Schade zusammen.
taz.de (Weissenburger), meedia.de (Schade), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Johannes Kopp: Fußballvereine sehen Sportjournalisten als Störenfriede an.

Fußball-150Fußballvereine sehen Journalisten zunehmend als geschäftsschädigende Störenfriede an, kommentiert "taz"-Sportredakteur Johannes Kopp den Entzug der Dauerakkreditierungen von drei Zeitungen beim TSV 1860 München. Dass Sportjournalisten die Rolle eines Partners einnehmen sollen, hätten sie sich jedoch auch selbst zuzuschreiben, da sie die Clubs an unkritische Distanzlosigkeit gewöhnt hätten.
taz.deKommentieren ...

TSV 1860 München entzieht drei Zeitungen die Dauerakkreditierungen.

tsv1860muenchen-150TSV 1860 München entzieht "Bild München", "Münchner Merkur" und "tz" die Dauerakkreditierungen für seine Heimspiele. Der Fußball-Zweitligist begründet die Entscheidung mit der Berichterstattung der vergangenen Monate - diese biete "keine Basis für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit". Reporter der Zeitungen müssen künftig Tagesakkreditierungen beantragen. Michael Busch, Vorsitzender des Bayerischen Journalisten-Verbands, nennt den Bann "unsäglich".
sueddeutsche.de, bjv.deKommentieren ...

Klambt wildert Tim Affeld bei Bauer, gibt ihm Verantwortung für “In” und “OK”.

tim-affeld-intouch-150Klambt holt Tim Affeld, 46, als Chefredakteur für "In", "OK!" und die Online-Ausgabe OK-Magazin.de an Bord. Er folgt in Hamburg auf Oliver Opitz, der "seinen Lebensmittelpunkt wieder nach Baden-Baden verlegt" und weiter für Klambt arbeiten soll. Affeld kommt von Bauer, wo er bisher als Chefredakteur der Magazine InTouch und Closer arbeitet. Er war nebenher Protagonist der Redaktions-Dokusoap "InTouch TV" bei RTL2, die im Herbst 2016 nach zwei Episoden abgesetzt wurde. Seine Stellvertreterin Julia Wöltjen, 40, wechselt mit Affeld in gleicher Funktion zu Klambt.
new-business.de, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Trump-Sprecher wirft Medien Unehrlichkeit vor.

Sean Spicer 150Trump-Sprecher Sean Spicer legt sich gleich bei seiner ersten offiziellen Pressekonferenz mit den Medien an. Er wirft den Journalisten "absichtlich falsche und beschämende" Berichterstattung vor und droht, sie "zur Rechenschaft" zu ziehen. Es geht um die Frage, wie viele Menschen bei Trumps Amtseinführung vor dem Kapitol dabei waren. Die Schätzungen reichen von 250.000 bis zu 1,5 Mio. Offizielle Zahlen gibt es bisher nicht.
zeit.de, stern.de (50-Sek-Video)Kommentieren ...

PR-Agentur unterstützt Lobbyarbeit der türkischen AKP.

Türkei Flagge 150PR-Agentur Faktenkontor des Hamburger CDU-Chefs Roland Heintze hat im Herbst 2016 eine Journalistenreise in die Türkei organisiert, bei der die Teilnehmer u.a. "Hasstiraden auf den Westen" zu hören bekamen, schreibt der "Spiegel". Heintze sagt, für das Programm vor Ort war die türkische Agentur Ispat zuständig, die direkt dem Premierminister untersteht.
"Spiegel" 4/2017, S. 26 (Paid)
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DJV, dju und Netzwerk Recherche kritisieren Entwurf zum neuen Bundesarchivgesetz.

bnd-bundesnachrichtendienst-150Bundesarchivgesetz: DJV, dju und Netzwerk Recherche fordern in einer gemeinsamen Erklärung den Bundestag auf, die geplante Novelle des Bundesarchivgesetzes zu überarbeiten. Der Reformentwurf sieht Sonderregeln für den Bundesnachrichtendienst vor, nach denen der Geheimdienst verhindern kann, dass Unterlagen an das Bundesarchiv weitergegeben werden. Üblicher Weise müssen Bundesbehörden dies nach spätestens 30 Jahren tun. Am Donnerstag stimmt der Bundestag über das Gesetz ab.
djv.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

T-Online-Mitarbeiter bekommen Abfindungen von Ströer.

t-online-t-online-de-150Ströer einigt sich mit den News-Redakteuren von T-Online in Darmstadt auf einen Sozialplan, schreibt Gregory Lipinski. Die Mitarbeiter sollen eine Abfindung erhalten, die Verdi als "gut" bezeichnet. Eine Transfergesellschaft soll über 12 Monate die entlassenen Redakteure begleiten und weiterqualifizieren. Ströer schließt die Redaktion in Darmstadt und zentralisiert seine Inhalte-Produktion in Berlin.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Jury wählt “Volksverräter” zum Unwort des Jahres 2016.

Unwort des Jahres_150_LogoVolksverräter ist das Unwort des Jahres 2016, entscheidet die Jury aus Sprachwissenschaftlern und Journalisten. Mit diesem Ausdruck beschimpfen Anhänger von Pegida, AfD und anderen rechten Initiativen oft Politiker. Die Jury begründet ihre Wahl damit, dass der Begriff "undifferenziert und diffamierend" sei und "das ernsthafte Gespräch" abwürgen würde.
spiegel.de, unwortdesjahres.netKommentieren ...

Medien-Startup Project R zieht in ehemaliges Stundenhotel.

project-r-150Project R, Schweizer Medien-Startup von Constantin Seibt und Christof Moser, nimmt Gestalt an. Geschäftsführerin wird Susanne Sugimoto, ehemals Kommunikatorin der Handelskette Coop und des Baustoffherstellers Holcim. Auch Personal für Strategie, IT und Software-Entwicklung ist bereits an Bord. Der Geschäftssitz von Project R befindet sich vorerst im Züricher Hotel Rothaus, einem ehemaligen Stundenhotel.
persoenlich.com, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

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Zahl der Woche von Gruner + Jahr:
4 Jahrzehnte ausgezeichnetes Kino im Kopf: Beim diesjährigen Nannen Preis wird zum 40. Mal der Egon Erwin Kisch-Preis für die beste Reportage verliehen. Außerdem dabei: 5 weitere Kategorien, 46 hochrangige Jurymitglieder und echte Geschichten, die besser sind als jeder Hollywood-Streifen. Die Einreichungsfrist endet heute um 23:59 Uhr. Uuund... bitte! #waszählt
www.nannen-preis.de/einreichen

Meinung: Daniel Bouhs vermisst Investigatives im “Spiegel”.

spiegelSpiegel weicht seinen Markenkern ein Stück weit auf, findet Daniel Bouhs. "Weiche Geschichten" ersetzen investigative Recherchen, die Rechercheure wundern sich, dass seit Jahren "vor allem das Schönschreiben belohnt werde", also tolle erste Sätze, goldene Zitate und schöne Geschichten. Den Anschluss ans Journalisten-Konsortium ICIJ habe der "Spiegel" verpasst - weil er auf eine informelle Anfrage zur Zusammenarbeit nicht adäquat reagiert haben soll, erinnern sich Redakteure.
taz.deKommentieren ...

Stefan Plöchinger fordert neue Formate im Kampf gegen Fake News.

Stefan plöchinger 150SZ-Digitalchef Stefan Plöchinger fordert neue Formate, die helfen, "der Bildung falscher Mythen" entgegenzuwirken. In einem in seinem Blog veröffentlichtem Essay aus dem "Journalist" formuliert er darüber hinaus weitere "Vorsätze" für das neue Jahr. So wünscht sich Stefan Plöchinger mehr Transparenz und Haltung: "Journalisten in Deutschland schulden es der Gesellschaft und der Geschichte, für Menschenwürde einzutreten."
ploechinger.tumblr.comKommentieren ...

Henriette Löwisch wird neue Leiterin der Deutschen Journalistenschule.

Henriette Löwisch (Henni Lowisch)Deutsche Journalistenschule macht Henriette Löwisch ab Juli zur neuen Leiterin. Henriette Löwisch ist selbst Absolventin der Schule und lehrt derzeit als Journalistik-Professorin an der University of Montana in den USA. Zuvor war sie Auslandskorrespondentin und Chefredakteurin bei AFP. Henriette Löwisch übernimmt von Jörg Sadrozinski, der wieder in den aktiven Journalismus wechselt.
djs-online.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Mitarbeiter im Berliner DuMont-Newsroom sollen Haustarifvertrag bekommen.

DuMont-Mediengruppe-150DuMont und die Journalisten-Gewerkschaften verhandeln einen Haustarifvertrag für die Beschäftigten des künftigen Berliner Newsrooms. Ab 16. Januar will der Verlag mit Verdi und den regionalen DJV-Verbänden sprechen. Der Vertrag für die gemeinsame Redaktion von "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier" soll sich an die Flächentarifverträge für Tageszeitungsverlage anlehnen.
dumont.deKommentieren ...

Zahl des Tages: 74 Journalisten sterben 2016 bei ihrer Arbeit.

Reporter ohne Grenzen Logo 150Zahl des Tages: Mindestens 74 Journalisten sind 2016 bei ihrer Arbeit getötet worden, sagt die Organisation Reporter ohne Grenzen im zweiten Teil ihrer Jahresbilanz. 2015 waren es noch 101. Grund für den Rückgang war vor allem, dass aus besonders gefährlichen Ländern viele Journalisten geflohen sind. Die gefährlichsten Länder waren 2016 Syrien, Afghanistan, Mexiko und der Irak.
"Süddeutsche Zeitung", S. 31 Kommentieren ...