Für “Bild”-Hasser war er der Teufel mit dem Taliban-Bart, seine Mitarbeiter verehrten ihn als loyalen Chef – Kai Diekmann, 1964 als Sohn eines Notars in Bielefeld geboren, war Mr. "Bild” von 2001 bis 2016. Weiterlesen im lexikon2

Video-Tipp: Kai Diekmann interviewt sich selbst in Lars Haiders "Chefvisite".

Video-Tipp: Im Rahmen Video-Reihe "Chefvisite" von Lars Haider trifft der "Hamburger Abendblatt"-Chefredakteur auf Kai Diekmann. Im Interview spielt jeder den anderen. Lars Haider lässt Kai Diekmann dabei unter anderem zur Erkenntnis kommen, er habe einen großen Geltungswahn und der Springer-Umzug von Hamburg nach Berlin sei ein Fehler gewesen.
facebook.com (16-min-Video)

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Analysten sehen in Diekmanns Zukunftsfonds eine "Mogelpackung".

Zukunftsfonds von Kai Diekmann und Ex-Starbanker Lenny Fischer fällt bei Analysten durch, schreibt das "Handelsblatt". Experten nennen den Zukunftsfonds eine "Mogelpackung", weil Renditen von bis zu 4 % ohne Risiko nicht zu erwirtschaften seien. Von den rund 1.900 deutschen Mischfonds sind nur die wenigsten Bestseller. Das angepeilte Fondsziel von 20 Mrd Euro könnten Diekmann und Fischer nur mit starker Marketing-Power von "Bild" erreichen.
"Handelsblatt", S. 28 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Hör-Tipp: Kai Diekmann beschreibt seine ehrgeizigen Unternehmer-Pläne.

Hör-Tipp: Kai Diekmann spricht im OMR-Podcast 90 Minuten mit Philipp Westermeyer über alles – vom journalistischen Urknall bis zur Zukunft. Diekmann erzählt, wie seine Agentur Storymachine stark wächst: Die Mitarbeiter sind nach wenigen Monaten in größere Büros gezogen. Storymachine solle wie ein Ghostwriter für Kunden digital kommunizieren. Sein Finanz-Startup geht bald auf Kundensuche über "verschiedene große Medienpartner". Diekmann erinnert sich an seine Zeit bei Springer, erzählt vom Trump-Interview, das "Bild" 900 Mio Kontakte verschafft habe. Der Ex-Chefredakteur beschreibt, wie er im Silicon Valley lernte, aus dem engen Terminplan-Korsett auszubrechen, selber E-Mails zu schreiben und dann "Bild" vollbärtig von einer hierarchischen in eine digitale Organisation umzukrempeln.
soundcloud.com, spotify.com (90-Min-Audio)

Zitate aus dem Gespräch:

"Ich gehe keinem Konflikt freiwillig aus dem Weg."

"Die Digitalisierung hat den Journalismus besser gemacht."

"21 Mio daily active Facebook-User in Deutschland im Verhältnis zu 15 Mio verkauften Tageszeitungen: Social Media ist nicht irgendeine Bühne, sondern eine ganz zentrale."

"Wenn ich heute 25 wäre, würde ich mich mit Macht auf die digitale Welt stürzen und Gründer werden."

"Content interessiert mich heute noch: Ich bin wie ein Zirkuspferd, das die Trompete hört. (...) Aber meine Kreativität reduziert sich nicht auf Content."


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Zitat: Kai Diekmann hat Verständnis für die Fehler von Julian Reichelt.

"Man muss bestimmte Fehler gemacht haben, um daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen."

Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann nimmt Julian Reichelt vor Kritikern in Schutz. Diekmann sagt im Interview des OMR Podcasts, er habe ähnliche Fehler gemacht und sich mit einem Prozess gegen die "taz" "zum Gespött der Leute gemacht".
OMR Podcast per Mail, soundcloud.com (ab Mittwoch, 14 Uhr)

Weiteres Zitat über seine Nachfolger bei "Bild":
"Wenn jemand so lange wie ich, also 16 Jahre, an der Spitze einer Organisation gestanden hat, ist es vollkommen normal, dass sich danach dort bestimmte Dinge erst setzen, klären und neu ausrichten müssen. Diejenigen, die dort jetzt das Sagen haben, müssen die Chance haben, sich neu aufstellen zu können. Dass es dabei manchmal Ruckeleien gibt, ist vollkommen normal."Kommentieren ...

Diekmanns Agentur Storymachine soll DFB in Social-Media-Fragen beraten.

Storymachine, Social-Media-Agentur von Philipp Jessen, Kai Diekmann und Michael Mronz, soll den Deutschen Fußballbund beraten, berichtet derwesten.de unter Berufung auf Agenturkreise. Neben der Betreuung der Social-Media-Kanäle stehe besonders das Profil von DFB-Präsident Reinhard Grindel im Fokus. Bei der Vertrags-Unterzeichnung handele es sich offenbar nur noch um eine Formalie.
derwesten.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Diekmann-Partner Leonhard Fischer vergleicht Bitcoin mit dem Wilden Westen.

Leonhard Fischer"Vom Goldrausch weiß man, dass diejenigen das Geld verdient haben, die die Planwagen herstellten – und nicht die, die das Gold schürften."

Leonhard "Lenny" Fischer, Ex-Banker und Partner von Kai Diekmann beim "Zukunftsfonds", vergleicht Investitionen in den Bitcoin mit dem Wilden Westen, findet die Grundidee der anarchischen Kryptowährung aber hochinteressant.
handelsblatt.com, turi2.de ("Zukunftsfonds")Kommentieren ...

Klick-Tipp: Kai Diekmann zeigt bei Facebook seinen Jahresrückblick in 40 Bildern.

Kai Diekmann stellt bei Facebook seinen persönlichen Jahresrückblick aus 40 Bildern zusammen. Dabei sind u.a. Diekmanns Interview-Termin mit Donald Trump, sein ausgeräumtes "Bild"-Büro, das Titelbild des "Manager Magazin" mit seinen Zukunftsfonds-Plänen und seine Reisen in die USA, nach Russland und Co.
facebook.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Saurenz: Kai Diekmanns Renditeprognosen sind sportlich.

Zukunftsfonds von Kai Diekmann und Lenny Fischer ist vermutlich ein Mischfonds mit möglichst geringem Risiko, schätzt Investmentportal-Betreiber und Ex-"FTD"-Redakteur Daniel Saurenz im Meedia-Interview. Eine versprochene Rendite von 2 bis 4 % sei bei der aktuellen Marktlage jedoch ambitioniert. Saurenz befürchtet zudem versteckte Gebühren.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Kai Diekmann hat keinen Spaß an neuen Geschäftsmodellen ohne eigenes Risiko.

"Als an­ge­stell­ter Ma­na­ger Ge­schäfts­mo­del­le zu entwickeln, macht am Ende nicht wirk­lich Spaß."

Kai Diekmann erzählt im "manager magazin", warum er mit seinem Zukunftsfonds persönlich ins Risiko geht, ohne von einem Konzern abgesichert zu sein.
"manager magazin" 12/2017, S. 121 - 127 (Paid), turi2.de (Background)

Weitere Zitate aus dem Interview:

über Ambitionen auf den Vorstandsposten bei Springer:
"Auch wenn es noch so oft be­haup­tet wird: Es ist nie, nie, nie mein Ziel oder Wunsch ge­we­sen, bei Sprin­ger in den Vor­stand zu kom­men. Das weiß Mathias Döpfner auch. Da­für bin ich viel zu ope­ra­tiv."

über den Zukunftsfonds:
"'Bild' hat­te stets ein ma­xi­mal brei­tes Pu­bli­kum, hat stets und über­all die Kom­ple­xi­tät re­du­ziert und al­les so ein­fach wie mög­lich ge­macht. Und war im­mer die güns­tigs­te Zei­tung am Ki­osk. Un­ser Fonds und un­ser Geschäftsmodell wer­den ex­akt den glei­chen Prin­zi­pi­en fol­gen."

über Finanz-Magazine:
"Je­der die­ser Ti­tel setzt vor­aus, dass sich sei­ne Le­ser be­reits für Ak­ti­en und Ka­pi­tal­märk­te in­ter­es­sie­ren. Und die An­le­ger­pres­se ver­hält sich ge­nau­so wie die Fi­nanz­in­dus­trie. Al­les ist viel zu kom­pli­ziert. Der nor­ma­le Geldanlageredakteur wen­det sich an eine Kli­en­tel, die die Schwel­len­angst vor den Ka­pi­tal­märk­ten be­reits hin­ter sich hat, und ver­liert da­bei die gro­ße Mehrheit sei­ner po­ten­zi­el­len Le­ser. Die las­sen ihr Geld lie­ber auf dem Sparbuch. Und des­halb ge­ben sie auch kein Geld für sol­che Ma­ga­zi­ne aus."
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"manager magazin": Kai Diekmann startet Zweitkarriere als Vermögensverwalter.


Kai Diekmann macht in Finanzen, berichtet das "manager magazin": Der ehemalige "Bild"-Herausgeber hat mit Banker und Jugendfreund Leonhard "Lenny" Fischer die Deutsche Fondsgesellschaft Invest gegründet, verraten die beiden im Interview. Kernprodukt soll ein "Zukunftsfonds" mit geplanten 20 Mrd Einlagevolumen werden. Weitere Geschäftspartner sind der Anwalt Anton Voglmaier, Ehemann der Finanzjournalistin Carola Ferstl, als CEO die Bankerin Martha Boeckenfeld sowie der Vermögensverwalter Volker Schilling.

Fischer kümmere sich um die Investments, Diekmann um die Vermarktung. Eine "journalistisch unabhängige Finanzwebsite" der Agentur Storymachine, an der Diekmann beteiligt ist, soll den Fonds unterstützen - und den Deutschen ihre "Schwellenangst vor der Börse" nehmen. Dabei beschränkt sich Diekmann auf die Rolle des Herausgebers. Christin Martens, zuvor Chefredakteurin der deutschen Ausgabe von Springers "Business Insider", leitet die Redaktion.
"manager magazin" 12/2017, S. 120 - 127 (Paid)2 Kommentare

Diekmanns und Jessens Baby heißt Storymachine.

Storymachine: So heißt die neue Socialmedia-Agentur von Philipp Jessen, Kai Diekmann und Michael Mronz. Der Name Storymachine findet sich laut meedia.de im Handelsregister. Über das baldige Treiben des Berliner Startups heißt es, man wolle neben "strategischer Beratung" auch "Content generieren" sowie einen "Newsroom" betreiben. Besonders das letzte Ziel lässt aufhorchen.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Nora Beckershaus wechselt zum Unternehmen von Kai Diekmann und Philipp Jessen.

Nora Beckershaus wechselt von Refinery29 zum noch namenlosen Unternehmen von Kai Diekmann, Michael Mronz und Philipp Jessen. In dem Unternehmen, das mutmaßlich eine Art Social-Media-Agentur werden soll, wird Nora Beckershaus Chief Innovation Officer. In ihrer Laufbahn ist sie sowohl Diekmann als auch Jessen bereits begegnet. Vor ihrer Zeit bei Refinery29 arbeitete sie für Springers Celepedia. Philipp Jessen lernte sie kennen, als sie bei der "Bravo" arbeitete.
kress.de, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Kai Diekmann kritisiert Österreichs Kanzler Kern wegen seines Anzeigen-Boykotts.

"Unzulässig ist es, Medien durch wirtschaftlichen Druck abzustrafen. Das ist ein klarer Verstoß gegen die Regeln der Pressefreiheit."

Kai Diekmann greift Österreichs Bundeskanzler Kern wegen seines Interview- und Anzeigen-Boykotts gegen die Mediengruppe Österreich an. Medien müssten kritisiert werden, wenn sie "über die Grenzen gehen", wirtschaftliche Sanktionen gingen aber gar nicht.
horizont.atKommentieren ...

Kai Diekmann berät Next Media Accelerator.

Next Media Accelerator: Der Startup-Inkubator der dpa verpflichtet Ex-"Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann als Berater. Der "Global Advisor" soll "den internationalen Ausbau unterstützen" - und soll helfen, das Fonds-Programm in den Gründungsmärkten Europa, USA und Israel bekannter zu machen. Zu den Investoren gehören u.a. "Spiegel", "Zeit", Springer, Funke und Madsack.
presseportal.deKommentieren ...

Deutsche Journalisten können von Afrika lernen, meint Kai Diekmann.

Kai Diekmann rät deutschen Journalisten, einen Blick nach Afrika zu werfen. In Nigeria habe er "junge, freche, unkonventionelle Journalisten" getroffen, die "agil arbeiten, ohne Rücksicht auf Hierarchien oder Status" und Facebook viel selbstverständlicher einsetzen als viele Redaktionen hierzulande. "Diese hemdsärmelige Einstellung täte vielen Journalisten auch in Deutschland gut", resümiert Kai Diekmann. Im Oktober reist er erneut nach Nigeria, will seinen Besuch aber nicht als "Entwicklungshilfe" verstanden wissen.
xing.comKommentieren ...

Bild des Tages: Tanit Koch präsentiert Kai Diekmann als Posterboy.


Ein Bild vom Boulevard-Babo: "Bild"-Chefredakteurin Tanit Koch hat ein Foto von Kai Diekmann für Kai Diekmann. Das lebensgroße Aufklapp-Poster ist Teil des Abschiedsgeschenks, das Springer am Abend dem langjährigen "Bild"-Chefredakteur und Herausgeber macht. Rund 250 Wegbegleiter ließen Diekmann zum Ausstand im Springer-Journalistenclub hochleben.

Unter den Gästen waren u.a. Diekmann-Nachfolger Julian Reichelt, der Diekmann für "eine besessene Leidenschaft für die großartige Marke 'Bild' dankt und für seine "bedingungslose Zuverlässigkeit" lobt. Springer-Chef Mathias Döpfner lobt Diekmann als "großartigen Menschenführer, der von seinen Mitarbeitern geliebt, bewundert und respektiert wird".
per MailKommentieren ...

Meedia: Kai Diekmann und Philipp Jessen machen was mit Social Media.


Triumvirat: Kai Diekmann (rechts), Philipp Jessen (links) und Eventmanager Michael Mronz (Mitte) machen beruflich gemeinsame Sache, berichten Marvin Schade und Georg Altrogge bei Meedia. Diekmann bestätigt die Pläne gegenüber Meedia, sagt aber nicht, was das Trio konkret vorhat, nur definitiv nichts mit Beratung und Consulting. Das Projekt sei ein "wichtiges, aber nicht das einzige Projekt", das er verfolge.

Schade und Altrogge orakeln, es könnte sich um eine "PR-Agentur ganz neuen Zuschnitts" handeln. Das gemeinsame Projekt könnte bereits im Oktober starten. Bis dahin arbeitet Jessen noch für Gruner + Jahr, erst vor wenigen Tagen hat er seinen Job als Chefredakteur von stern.de gekündigt. Diekmann wolle am 19. Oktober seinen Ausstand bei "Bild" geben. (Fotos: dpa, Montage: turi2)
meedia.de, turi2.de (Background Jessen)
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Ringier schickt Kai Diekmann als Medien-Entwicklungshelfer erneut nach Afrika.

Kai Diekmann geht im Auftrag von Ringier erneut nach Afrika, kündigt Ringier-Chef Marc Walder bei Twitter an. Der ehemalige "Bild"-Chefredakteur reist nach Ghana, Nigeria und Kenia, um Ringier dabei zu helfen, seine dortigen Medienmarken weiterzuentwickeln. Bereits im Mai war Kai Diekmann mit Ringier-Ticket für eine Woche in Ghana und Nigeria.
meedia.de, twitter.com/marcwalderKommentieren ...

"Bild"-Buch über Helmut Kohl erscheint im Piper-Verlag.

Bild recycelt ihre Kohl-Berichterstattung in einem Buch. Das 320-Seiten-Werk erscheint im Piper-Verlag und will nicht nur jubeln. So nannte der damalige "Bild"-Chefredakteur Hans-Hermann Tiedje den Kanzler einen "Lügner" und "schamlos", nachdem dieser die Steuern erhöht hatte, obwohl er dies vor der Wahl 1990 ausgeschlossen hatte. Auch die Spenden-Affäre wird im 20 Euro teuren Buch Helmut Kohl – Sein Leben in Bild beleuchtet. Bild.de-Chef Julian Reichelt hat das Vorwort, Kai Diekmann das Nachwort geschrieben.
axelspringer.de, turi2 - eigene Infos, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Markus Wehner sieht Kai Diekmann als Helmut Kohl "Ersatzsohn".

Kai Diekmann war der einzige Journalist, mit dem Altkanzler Helmut Kohl befreundet war und zugleich eine Art "Ersatzsohn", schreibt Markus Wehner. Schon als junger "Bild"-Politikchef habe Diekmann Kohls Nähe gesucht und ihm auch nach seiner Kanzlerschaft regelmäßig eine große Bühne geboten. Nach Kohls Tod berät Diekmann Witwe Maike Kohl-Richter, im Haus in Oggersheim war es zeitweise Diekmann, der Trauergästen die Tür öffnete.
"FAZ", S. 3 (Paid)Kommentieren ...

Bild des Tages: Helmut Kohl ist tot.


Einheit. Europa. Ende. Altkanzler Helmut Kohl ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Kai Diekmann meldet die Nachricht als einer der Ersten. Der frühere "Bild"-Chefredakteur und -Herausgeber hat Kohl über viele Jahre freundschaftlich begleitet. Auf diesem Archivfoto vom 8. Oktober 2010 stellen sie gemeinsam einen Bildband über Kohls Leben vor. Heute twittert Diekmann: "Danke! Für die deutsche Einheit. Für Europa. Für so unglaublich viel mehr ..." (Foto: Fredrik von Erichsen / dpa / Picture Alliance)Kommentieren ...

Kai Diekmann wird Berater beim Taxi-Schreck Uber.

Kai Diekmann, hier 2012 bei einer Oldtimer-Spritztour, steigt ins Uber-Taxi und wird Berater des umstrittenen US-Startups. (Foto: Daino Cristini / ROPI / Picture Alliance)

Anschnallen, Kai kommt: Kai Diekmann landet wie viele Journalisten im Taxigewerbe und berät künftig Uber. Der frühere "Bild"-Herausgeber und -Chefredakteur wird Mitglied im Public Policy Advisory Board des Taxi-Schrecks, berichten Stephan Dörner bei t3n.de und Martin U. Müller im "Spiegel" – Uber bestätigt. Das Gremium trifft sich einmal im Jahr im Silicon Valley. Auch die frühere EU-Kommissarin Neelie Kroes ist Mitglied des Boards. Der Uber-Job wird nach turi2-Informationen nur eine Nebentätigkeit für Kai Diekmann. Er sitzt auch in Beiräten der "Times" aus London und der türkischen Zeitung "Hürriyet".

Diekmann soll offenbar vorerst nicht offensiv Lobbyarbeit betreiben, sondern zwischen den USA und Europa "übersetzen". Diese Übersetzungsarbeit hat Uber auch nötig: In Deutschland ist der Dienst nicht aktiv und gesetzlich de facto verboten. Das Geschäft mit der Fahrten-Vermittlung ist mit einem Minus von 2,8 Mrd US-Dollar im vergangenen Jahr noch hoch defizitär. In den vergangenen Wochen hatte Uber zudem eine Menge Ärger wegen Sexismus-Vorwürfen und einer Klage von Google. Kai Diekmann sah sich nach seinem Ausscheiden bei Springer mit dem Vorwurf der sexuellen Belästigung konfrontiert.
t3n.de, spiegel.de, bloomberg.com (Geschäftszahlen), turi2.de (Background Uber), turi2.de (Background Diekmann)Kommentieren ...

Basta: Jakob Augsteins Style beeindruckt "GQ".

Augstein, ein Augschein: "Freitag"-Verleger Jakob Augstein ist der bestgekleidete Medienmann Deutschlands, sagt das Männermagazin "GQ". Viele deutsche Medienmanager würden beim Versuch "einer Art einheimischen Silicon-Valley-Styles" scheitern, Augstein dagegen schaffe es "mit souveräner Lässigkeit", begründet Chefredakteur Tom Junkersdorf die Wahl. Blaue Maß-Anzüge, tailliertes Hemd und Augsteins "bewusster Verzicht auf Manschettenknöpfe" stellten eine "neue Offenheit" dar. Auf Platz 2 rangiert Kai Diekmann.
horizont.net, meedia.de, condenast.deKommentieren ...

Zitat: Kai Diekmann hält Werbung für Türkei-Tourismus wichtig.

"Die Menschen in der Türkei, die ich dort im Urlaub treffe, sind genau die, die von Erdogan schon seit Jahren unter Druck gesetzt werden. Ihren Lebensstil zu verteidigen, muss doch auch unser Anliegen sein."

Kai Diekmann wirbt in einer Anzeigen-Beilage der "FAZ" für Urlaub in der Türkei und findet das Heft "zum jetzigen Zeitpunkt genau richtig platziert".
meedia.deKommentieren ...

Meinung: Kai Diekmann hat nicht mal versucht, Trump zu entzaubern.

Kai Diekmann 2015b - 150Kai Diekmann habe bei seinem Interview mit Donald Trump nicht mal versucht, den künftigen Präsidenten zu entzaubern, schreibt Matthias Kolb. Der Washington-Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung" wirft Diekmann vor, sich "ehrfürchtig" in den Trump-Tower begeben zu haben. Außerdem verschweige "Bild" ihren Lesern, dass "Times"-Journalist und Co-Interviewer Michael Gove Kämpfer für einen harten Brexit war - kritische Fragen habe Trump also nicht zu erwarten gehabt. "Aufschlussreich" findet er das Gespräch dennoch.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Zitat: Donald Trump twittert lieber, als sich mit Journalisten zu unterhalten.

donald-trump-150"Und das Twittern? Ich dachte, ich würde es zurückschrauben, aber die Presse berichtet so unehrlich über mich – so unehrlich –, dass ich mich über Twitter äußere."

Donald Trump sagt im Interview mit Kai Diekmann, dass er seine Tweets tagsüber Mitarbeitern diktiert. Der künftige US-Präsident schätzt an Twitter, dass seine Nachrichten fast unmittelbar zu Breaking News werden.
bild.de (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Penis-Skulpteur Peter Lenk findet den Fall Diekmann ironisch.

peter-lenk-150"Als Chefredakteur der 'Bild'-Zeitung hat Kai Diekmann lange Jahre in Sperma gebadet und ist in Uteri gekrochen."


Peter Lenk
, Schöpfer des Penis-Denkmals für Kai Diekmann am "taz"-Gebäude in Berlin, findet es im Interview mit "Kontext" ironisch, dass der frühere "Bild"-Chef nun selbst Opfer von "Verdachtsjournalismus" ist - eigentlich "eine Spezialität der 'Bild'-Zeitung".
kontextwochenzeitung.de


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Zitat: Jörg Kachelmann wünscht sich fairen Umgang der Medien mit Kai Diekmann.

kachelmann150"Die Frage ist, wie sich die kleinen People-Magazine verhalten, deren Chefredakteure nicht mental davon abhängen, in der Elbphilharmonie fünf Plätze schräg hinter Friede Springer sitzen zu dürfen."

Jörg Kachelmann sieht die Gefahr, dass gerade kleinere Yellow-Blätter die Vorwürfe gegen Kai Diekmann für einen Scoop ausschlachten könnten.
taz.de (Interview), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Spiegel" meldet: "Bild"-Mitarbeiterin wirft Kai Diekmann sexuelle Belästigung vor.

kai-diekmann-2016-600
Verdachts-Berichterstattung: Der "Spiegel" berichtet über einen Belästigungs-Vorwurf gegen Kai Diekmann. Eine Mitarbeiterin wirft dem Noch-Herausgeber der Bild-Gruppe vor, sie sexuell belästigt zu haben. Der Vorfall soll sich am Rande einer Klausur-Tagung in Potsdam im Sommer beim Baden ereignet haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigt dem "Spiegel" den Eingang einer Anzeige. Auch bei Springer sei der Vorwurf bekannt, das Unternehmen habe ihn mit Hilfe externer Rechtsexperten und Gutachter geprüft, aber kein strafbares Verhalten festgestellt. Das Ergebnis der Prüfung sei mit Einverständnis Diekmanns an die Staatsanwaltschaft übergeben worden.

Diekmann hat vor genau einer Woche seinen Abschied von Springer zum Ende Januar erklärt - nach mehr als 30 Jahren im Unternehmen. Springer-Sprecherin Edda Fels teilt mit, dass die staatsanwaltliche Untersuchung gegen Kai Diekmann und der Abschied des "Bild"-Herausgebers in keinem Zusammenhang stünden. Diekmann habe bereits 2015 die Entscheidung getroffen, Springer zu verlassen. (Foto: Markus Tedeskino/"Bild")
"Spiegel" 2/2017, tagesspiegel.de

Update 14.20 Uhr:
Der Anwalt von "Bild"-Herausgeber Kai Diekmann, Otmar Kury, teilt mit: "Der gegen Herrn Diekmann erhobene Vorwurf ist haltlos und wir haben vollstes Vertrauen in die Arbeit der Ermittlungsbehörden."
welt.deKommentieren ...

Kai Diekmann will zunächst Auszeit nehmen.

kaidiekmann150Kai Diekmann hat sich noch nicht entschieden, wie es nach seinem Ausstieg bei Springer für ihn weiter gehen soll, berichtet Georg Altrogge unter Berufung auf eine "zuverlässige Quelle". Der "Bild"-Herausgeber wolle zunächst eine Auszeit nehmen. Auf einem klassischen Medienjob werde man Diekmann danach nicht sehen, da er mit Springer einen Konkurrenzausschluss vereinbart habe, so Altrogge.
meedia.de, turi2.de (Spekulation Diekmann zu Facebook), turi2.de (Diekmann-Abschied bei Springer)Kommentieren ...

Kai Diekmann verabschiedet sich vor rund 100 Mitarbeitern mit Tränen.

kaidiekmann150Kai Diekmann hat sich am Freitagvormittag vor rund 100 "Bild"-Mitarbeitern im Newsroom mit Tränen in den Augen verabschiedet, berichtet Bülend Ürük. Diekmann habe sich in seiner kurzen Ansprache zudem für den Fall entschuldigt, dass er jemanden schlecht behandelt habe. Welche Aufgabe der "Bild"-Herausgeber als nächstes übernehmen will, wollte er vor seinen Mitarbeitern nicht sagen.
kress.de, turi.de (Background)Kommentieren ...

lexikon2: Kai Diekmann.

kai-diekmann-august-2016-dpa-600Kai Diekmann stand 16 Jahre an der Spitze der "Bild"-Zeitung. Unser Foto zeigt ihn im Juni 2016 in Bonn mit seinem Lieblingsspielzeug. (Foto: Henning Kaiser, dpa)

Für "Bild"-Hasser war er der Teufel mit dem Taliban-Bart, Kollegen schätzten ihn als loyalen Chef, Auge in Auge war er immer gewinnend und nahbar – Kai Diekmann, 1964 als Sohn eines Notars in Ravensburg geboren, war Chefredakteur und später Herausgeber der "Bild" von 2001 bis 2017, niemand stand länger an der Spitze der Boulevard-Haubitze. Im Januar 2017 endet seine Karriere bei Springer und "Bild" – wohl, weil ihm ein weiterer Aufstieg bei Springer verbaut blieb. weiterlesen …

Kai Diekmann verlässt Springer.

Roter Teppich bei Ein Herz fuer Kinder - 2016
Kai Diekmann und Ehefrau Katja Kessler formen Herzen für Kinder auf dem roten Teppich von Springers Spenden-Gala Anfang Dezember - Diekmanns letzter Auftritt unter der Flagge des Berliner Verlagskonzerns. (Foto: picture alliance/Eventpress)

Ende einer Springer-Karriere: Springer sorgt einen Tag vor Silvester für einen echten Knaller und verkündet den Abschied von "Bild"-Babo Kai Diekmann, 52. Der Gesamtherausgeber der "Bild"-Gruppe beendet seine Tätigkeit Ende Januar, laut Springer-Pressemitteilung "auf eigenen Wunsch". Er wolle sich Aufgaben außerhalb des Unternehmens widmen, welche das sind, sagt der Verlag freilich nicht.

Dafür gibt es warme Worte zum Abschied von Springer-Boss Mathias Döpfner: "Es ist vor allem ihm zu verdanken, dass 'Bild' heute Trendsetter des digitalen Journalismus ist und eine hochprofitable Multimediamarke." Diekmann selbst lässt sich mit den Worten zitieren: "Nach 30 Jahren bei Axel Springer fällt es mir schwer, das Haus zu verlassen, dem ich beruflich alles zu verdanken habe."

Vor allem der Zeitpunkt von Diekmanns Abschied kommt überraschend, die Personalie selbst überrascht kaum, schließlich hat Diekmann sich schon vor gut einem Jahr aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Als Herausgeber ist der früher so kampfeslustige Chefredakteur ruhiger geworden - auch auf seinem Lieblings-Kommunikationskanal Twitter. Seine Karriere bei Springer scheint ihr natürliches Ende erreicht zu haben, einen Aufstieg in den Vorstand des Verlagskonzerns hat Mathias Döpfner seinem wichtigsten Journalisten verwehrt.

Interessant ist die Frage, wohin Diekmanns Weg nach Springer führt, schließlich ist er dem Berliner Konzern sein ganzes Berufsleben lang treu - abgesehen von einem kurzen Abstecher zu Burda: 1985 begann er an der Axel Springer Journalistenschule seine Ausbildung, war Parlamentskorrespondent und Politikchef bei "Bild". Von 1998 bis 2000 wirkte er als Chefredakteur der "Welt am Sonntag", anschließend bis 2015 als Chef der "Bild".
axelspringer.de, lexikon2.de (Kai Diekmann)

Mitarbeit: Markus TrantowKommentieren ...