"Observer": Weinstein führte wegen Sex-Skandals geheime Liste mit 91 Personen.

Harvey Weinstein: Eine nun bekanntgewordene geheime Liste stützt die These, dass die Übergriffs-Vorwürfe gegenüber Weinstein in Hollywood lange ein offenes Geheimnis waren. Der Hollywood-Mogul hatte ein Team beauftragt, zu ganzen 91 Personen aus der Film-Industrie zu recherchieren, was sie über den Vorwurf sexueller Übergriffe Weinsteins wussten und ob sie ihr Wissen öffentlich machen wollten, schreibt der "Observer". Die Liste war demnach Anfang 2017 erstellt worden.
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Meinung: Publikum sollte sexuell übergriffige Schauspieler boykottieren.

TV-Publikum muss sich stärker für die Produktionsbedingungen von Filmen und Serien interessieren, meint Andreas Borcholte. Gegebenenfalls müssten die Verbraucher Filme mit sexuell übergriffigen Schauspielern boykottieren. Borcholte vergleicht das Bewusstsein der Verbraucher für die artgerechte Haltung von Nutztieren mit dem nötigen Interesse für die Arbeitsbedingungen von Schauspielern.
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US-Schauspieler George Takei bestreitet, einen Mann sexuell genötigt zu haben.

George Takei, bekannt geworden durch seine Rolle als Hikaru Sulu aus "Star Trek", wehrt sich gegen den Vorwurf, den Schauspieler Scott Brunton 1981 sexuell belästigt zu haben. Takei sei über den Vorwurf schockiert, aber er habe Brunton nicht belästigt und könne sich nicht an ihn erinnern. Brunton sagt, als er nach einigen Drinks mit Takei eingeschlafen und wieder aufgewacht sei, habe dieser ihn im Schritt begrapscht.
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Weinstein Company verhandelt mit Investor Colony Capital über einen Verkauf.

Weinstein Company verhandelt mit Investor Colony Capital über eine Übernahme und einigt sich vorläufig auf eine Finanzspritze. Das Geld soll den laufenden Betrieb stabilisieren. Colony Capital will der Produktionsfirma helfen, eine Ikone der Filmindustrie zu bleiben. Weinstein Company hatte wegen eines Vergewaltigungs-Skandals seinen Vorstand Harvey Weinstein entlassen.
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Regisseurin: Sexismus ist auch in deutscher Filmbranche ein Problem.

Sexismus ist auch in der deutschen Filmbranche alltäglich, sagt Regisseurin Isabell Suba. Sie fordert eine öffentliche Bewegung gegen Sexismus wie in Hollywood. Viele Produzenten und Regisseure behandelten Schauspieler wie ihr Eigentum. Bei Drehs werde ständig gebaggert, angefasst oder wie zufällig der Po gestreift, sagt Suba der "Rheinpfalz am Sonntag". Darunter litten auch Männer.
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"Bild" startet Image-Kampagne "Bescheid wissen statt nachplappern".


Fake-News-Fabel: Springers "Bild" inszeniert sich in ihrer neuen Kampagne als Fake-News-Bekämpferin. Im Image-Spot des Boulevard-Blatts verbreiten Papageien in den sozialen Medien die Falschmeldung, dass der Kölner Dom zur Moschee werden soll. "Bild" kontert "Der Kölner Dom bleibt". Der Claim lautet: "Bescheid wissen statt nachplappern – das bringt nur 'Bild'." Donata Hopfen, scheidende "Bild"-Geschäftsführerin sagt: "Unsere Welt wird immer komplizierter, das Bedürfnis nach sicheren, relevanten Quellen steigt. 'Bild' bietet seinen Lesern Journalismus, der die Dinge verständlich erklärt."

Die Kampagne stamm von Jung von Matt/Havel in Berlin und umfasst neben dem Spot für Kino und Online Plakate und Anzeigen. Die Kampagne läuft bis zum Dezember und soll brutto einen "hohen einstelligen Mio-Betrag" kosten. (Foto: Screenshot, Image-Spot)
horizont.net (mit 40-Sek-Video), bild.de1 Kommentar

Zitat: Anke Engelke meint, sie habe für den Journalismus zu wenig Talent.

"Dazu fehlt mir das Talent. Dazu muss man hochpotenziert interessiert sein und die Begabung haben, Dinge zu entdecken, die anderen verborgen bleiben."

Schauspielerin und Ex-Journalistin Anke Engelke meint im "stern"-Interview, sie habe zu wenig Talent und Neigung für eine Karriere im Journalismus.
"stern", 35/2017, S. 94-96 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Ich finde eine gehörige Portion Selbstkritik wichtig. Man neigt zur Schluderei, wenn man sich ständig selbst toll findet."

Über einen Bericht über eine angebliche Busenvergrößerung Engelkes:
"Da dachte ich mir: Lass das so stehen. Wahrscheinlich habe ich da gestillt. Egal, sollen sie doch schön schreiben: Die hat sich die Hupen machen lassen. Ich will keine Gerechtigkeit für meine Hupen. Ich will Gerechtigkeit für Edward Snowden."Kommentieren ...

Zitat: Filmproduzent Alexander Behse will seine Zuschauer ohne das Kino erreichen.

"Das Risiko von Raubkopien ist im Kino einfach höher. Die Zielgruppe, die sich für das Thema interessiert, ist jünger und zahlt lieber ein paar Euro, als ins Kino zu gehen."

Filmproduzent Alexander Behse will seinen Film über Kim Dotcom weltweit legal über das Internet zugänglich machen. Die alten Vertriebsstrukturen der Studios greifen nicht mehr, sagt Behse im Interview mit der "FAZ".
"FAZ", S. 13 (Paid)

Weiteres Zitat über den Kim-Dotcom-Film:
"Keiner kommt gut weg dabei – der neuseeländische Staat nicht, die Vereinigten Staaten nicht und Kim auch nicht. Die Deutschen werden sicher etwas Neues von ihm mitnehmen."Kommentieren ...

Zitat: Dan Maag will eine globale Filmdatenbank schaffen.

"Durch die bisher gängige Vermarktungspraxis sind nur zehn % der Filme und Serien, die weltweit produziert werden, auch global für Konsumenten verfügbar. Im digitalen Zeitalter ist das aber nicht mehr erklärbar."

Produzent Dan Maag will "nahezu alle Filme", die es gibt, beim Streamingdienst Pantaflix für alle Menschen auf dem Globus abrufbar machen. Für Pantaleon gebe es bereits etliche Kaufinteressenten, sagt Maag im Interview mit der "Welt am Sonntag".
"Welt am Sonntag", S. 42 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: "FAZ" beschreibt die Strategie von Netflix-Chef Reed Hastings.

Lese-Tipp: Roland Lindner beschreibt Netflix-Chef Reed Hastings und seine Strategie. Netflix werde einem Hollywood-Studio zunehmend ähnlicher. Hastings wolle nach der TV- auch die Filmindustrie aufmischen, notfalls zu Lasten von Kinos. Mit seiner Unnachgiebigkeit mache sich Netflix in der Filmindustrie nicht nur Freunde.
faz.netKommentieren ...

Sky launcht Film-Store.

Sky startet einen eigenen Film-Store. Deutsche und österreichische Kunden können nun Kinofilme kaufen anstatt sie nur zu leihen. Sie schauen den Film bis zu zwei Wochen vor dem DVD-Start online und bekommen zusätzlich per Post eine DVD oder Blu-ray nach Hause geschickt. Los geht das Angebot mit etwa 260 Filmen, bis Ende 2017 sollen es mehr als 1.000 Filme sein. In Großbritannien gibt es den Sky Store bereits seit rund drei Jahren.
stuttgarter-nachrichten.deKommentieren ...

Bild des Tages: Schauspieler Roger Moore erfährt, dass er "James Bond" spielt.

Roger Moore
Ein Leben voller Abenteuer: Schauspieler Roger Moore posiert mit einem Glas Martini und einer dicken Zigarre, als er am 1. August 1972 erfährt, dass er künftig den Agenten "James Bond" spielen darf. Er hat seinen ersten Auftritt in James Bond 007 – Leben und sterben lassen. Nach einem erlebnisreichen Leben starb der britische Schauspieler am Dienstag mit 89 Jahren an Krebs. Moore war der Schauspieler, der "James Bond" am häufigsten verkörperte. Seit den 1990er Jahren engagierte er sich als UN-Sonderbotschafter für das Kinderhilfswerk Unicef.
(Foto: AP Images/picture alliance)
zeit.de, twitter.comKommentieren ...

Hacker erpressen Disney mit gestohlenem Film.

Disney Logo 150Disney: Hacker fordern für einen erbeuteten Kinofilm von Disney eine hohe Summe, schreibt Hollywood Reporter. Falls der Medienkonzern das Geld nicht in der virtuellen Währung Bitcoin zahle, wollten die Hacker schrittweise längere Ausschnitte des Films veröffentlichen. Disney lehnt die Forderung ab. Dem Online-Portal Deadline zufolge soll es sich bei dem Film um den fünften Teil der Reihe Pirates of the Caribbean handeln.
hollywoodreporter.com, tagesschau.de, deadline.comKommentieren ...

Media Markt wirbt mit Product-Placement im Kinofilm "Hanni und Nanni".

Mediamarkt Logo 150Media Markt wagt sein erstes Product-Placement: Im Kinofilm "Hanni und Nanni – Mehr als beste Freunde", der am 25. Mai startet, ist die Marke in zwei Szenen zu sehen, sie will Familien erreichen. Neben einem Gewinnspiel ist auch der Media Markt Club eingebunden, der Kino-Trailer läuft im Filial-TV. Marketingleiter Thomas Hesse hat das product Placement und die zugehörigen Maßnahmen mit der Münchner Agentur MA Media geplant und umgesetzt.
"Werben & Verkaufen", 19/2017, S. 11Kommentieren ...

Schauspielerin und Sängerin Daliah Lavi, 74, ist tot.

Daliah Lavi, 74, ist tot. Die Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin starb am Mittwoch in ihrem Wohnort Ashville, wie ihr Management mitteilt. Bekannt wurde Daliah Lavi in Deutschland durch ihre Rolle der Paloma Nakama in "Old Shatterhand". Zudem wirkte sie in Hollywood-Filmen wie "Casino Royal" von 1967 mit. Als Sängerin hatte sie unter anderem mit dem Song "Oh, wann kommst du?" Erfolg.
bild.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Besuch in deutschen Klanglaboren.

Lese-Tipp: Philip Bethge (Foto) besucht deutsche Soundexperten und beschreibt Pläne für den "perfekten Raumklang". 3-D-Akkustik könne künftig jedes Wohn­zim­mer in eine Wa­cken-Fes­ti­val­büh­ne ver­wan­deln. Durch differenzierte Audiokanäle ließe sich ein nerviger Fußballkommentator abschalten, ohne auf die Ge­räusch­ku­lis­se aus dem Stadion zu verzichten. Neuartige Musikformate, Lautsprecher und Kopfhörer sollen Lieder und Filme dreidimensional erlebbar machen.
"Spiegel", 18/2017 (Paid)Kommentieren ...

Hollywood streitet über Rollenverteilung von Kino und VoD.

Filmproduzenten streiten, ob aktuelle Filme früher in Streaming-Portalen angeboten werden sollen, beobachtet Nina Rehfeld. Während Fürsprecher so veränderten Sehgewohnheiten Rechnung tragen wollen, fürchten Gegner, dass die Bedeutung des Kinos reduziert werden könnte, das bislang für satte Gewinne sorgt. Filmemacher wie Christopher Nolan betonen zudem, dass ihre Filme für das Kino gemacht seien.
spiegel.deKommentieren ...

Kameramann Michael Ballhaus ist tot.

Michael Ballhaus, 81, ist tot. Der wohl berühmteste deutsche Kameramann starb in der Nacht zu Mittwoch in Berlin. Michael Ballhaus drehte für Rainer-Werner Fassbinder und Martin Scorsese. Von ihm bleiben Erinnerungen an wilde Kamerafahrten, Techniken wie der Ballhaus-Kreisel tragen seinen Namen. Der gelernte Fotograf zog sich in den vergangenen Jahren wegen einer fortschreitenden Erblindung zurück und veröffentlichte 2014 eine Autobiographie bei Bertelsmann.
faz.net, welt.de

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"WSJ": Hollywood-Filme könnten künftig früher online verfügbar sein.

Hollywood bereitet vor, dass Kinofilme künftig nach weniger als 45 Tagen in Streaming-Angeboten landen, schreibt das "Wall Street Journal". Der Preis für "Premium Video-on-Demand" könne bei 30 bis 50 Dollar liegen. Mit dem Start des Angebots sei Ende 2017 zu rechnen. Die Studios wollten die Kinos mit Erlösen aus dem Streaming-Geschäft für ihr kürzeres Exklusiv-Fenster entschädigen, so die Zeitung.
heise.de, wsj.com (Paid)Kommentieren ...

Analyse: Werbemarkt startet 2017 vielversprechend.

TV-Werbung im Fernseher 150Werbemarkt startet gut ins Jahr, analysiert "Horizont". Im Januar und Februar 2017 erhöhten die Unternehmen den Werbedruck um 4,3 % auf brutto 4,4 Mrd Euro. Vor allem Kaufland, Telefonica und Lidl weckten bei Werbern starke Frühlingsgefühle. Kaufland hat laut den Nielsen-Daten seine Ausgaben auf 26 Mio Euro mehr als verdreifacht. Der Konsumgüterriese Procter & Gamble sei weiterhin die Firma mit den höchsten Werbeausgaben.
horizont.netKommentieren ...

Guido Westerwelles Leben wird verfilmt.

Guido Westerwelle: Die Produktionsfirma Ufa Fiction verfilmt das Leben des FDP-Politikers, berichtet die "Zeit". Der frühere Außenminister hatte kurz vor seinem Tod wegen Krebs zusammen mit Ex-"stern"-Chefredakteur Dominik Wichmann das Buch "Zwischen zwei Leben" veröffentlicht, das nun als Vorlage dient. Darin erzählt der Politiker von seinem Kampf mit der Krankheit Leukämie.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.deKommentieren ...

Meinung: Synchronbranche hat ein Nachwuchsproblem und steigenden Zeitdruck.

Synchronbranche leidet unter einem Nachwuchsproblem, sagt Rainer Ludwig. Der Co-Chef des Synchron-Unternehmens FFS beklagt, es gebe zu wenig junge Sprecher und Regisseure mit genug Berufserfahrung. Der Zeitdruck bei Synchronisationen sei durch die Streaming-Dienste stark gestiegen, die Gewinnmargen der Studios aber sehr gering geblieben.
dwdl.deKommentieren ...

Katholischer "Filmdienst" stellt von Print auf Online um.

filmdienst-dezember-2016-150Filmdienst, Kinomagazin aus dem Katholischen Medienhaus, wird 2017 eingestellt und online weitergeführt. Die älteste deutsche Filmkritik-Zeitschrift ist angesichts sinkender Auflagen zu teuer geworden. Unter filmdienst.de soll die Datenbank mit Infos zu 70 Jahren Filmgeschichte fortgeführt werden. Zur katholischen Medienfamilie gehört auch das Fachmagazin Medienkorrespondenz, ehemals Funkkorrespondenz.
katholisch.de, dkb.deKommentieren ...

Meinung: Deutsche Kinder-Kinofilme setzen zu sehr auf Kommerz.

KinoKinofilme für Kinder sind in Deutschland ein finanzielles Risiko, deshalb setzen die Produzenten meist auf überreizte Unterhaltung und Fortsetzungsware, kritisiert Oliver Kaever. Die Initiative Der besondere Kinderfilm, der öffentlich-rechtliche Sender, das Bundesministerium für Kultur und Medien, Filmförderanstalten der Länder und verschiedene Filmverbände angehören, will das ändern, kranke aber teilweise an zuviel Regelwut.
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