Lese-Tipp: Nils Frenzel und Dennis Sand stürzen abgrundtief ins Wohnzimmer von Facebook.

Lese-Tipp: Nils Frenzel und Dennis Sand tummeln sich 24 Stunden in der größten deutschen Facebook-Gruppe, dem Wohnzimmer. Sie protokollieren "soziale Abgründe" und "Unten-Deutschland". Nutzer streamen live von der Arbeit oder aus dem Schlafzimmer, sind nackt, beleidigen oder klopfen Nazi-Sprüche – eine kaum zu kontrollierende Masse, die nie schläft.
welt.de

Lese-Tipp: Bei Panini laufen kurz vor der Fußball-WM die Maschinen heiß.

Lese-Tipp: Kurz vor der Fußball-WM in Russland produziert der italienische Sammelbildchen-Hersteller Panini 8 bis 10 Mio Päckchen mit je fünf Sammelstickern täglich. Die Maschinen laufen seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1960 besonders zu internationalen Turnieren im Fußball auf Hochtouren. Inzwischen werden auch die Bilder von Maschinen in ihre Päckchen sortiert – in den Anfangsjahren wurden die Sticker dafür noch mit einer Schaufel gegen eine Wand geschmissen.
faz.net

Lese-Tipp: Junge Konsumenten wollen Abo-Modelle.

Lese-Tipp: Junge Kunden wollen Produkte nicht mehr besitzen, sondern nur benutzen, am liebsten mit Abo-Modellen, beobachtet Christian Schlesiger. Daimler bietet seinen Kunden z.B. ein Abo für 750 Euro monatlich an, mit dem sie bis zu zwölf Autos im Jahr fahren können – die B-Klasse für Geschäftsreisen, das Cabrio fürs Wochenende. BMW und Porsche testen ähnliche Modelle in den USA. Dort haben bereits jetzt 118 Mio Haushalte rund 200 Mio Abos für verschiedenste Dienste. Damit Abos für Rasierklingen, Müsli und Co funktionieren, müssen sie abwechslungsreich und emotional sein, schreibt Schlesiger. Von Amazon könnten Marken sich abgucken, wie Abo-kunden allumfänglich mit Premium-Leistungen umgarnt werden.
"Wirtschaftswoche" 20/2018, S. 20 (Paid)

Lese-Tipp: "Süddeutsche Zeitung" porträtiert Adidas-Chef Kasper Rorsted.

Lese-Tipp: Uwe Ritzer porträtiert Kasper Rorsted als Bauleiter auf der Dauerbaustelle Adidas. Der Chef des Sportartiklers greife ein und durch, mache sich aber aus Prinzip keine Freunde im Unternehmen. Der frühere dänische Jugendnationalspieler im Handball kommt aber dennoch bei den Mitarbeitern an – nicht zuletzt, wenn er morgens um sechs im firmeneigenen Fitnessstudio trainiert.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Mathias Döpfner spricht mit Jeff Bezos.

Lese-Tipp: Die "Welt am Sonntag" druckt auf vier Seiten das Gespräch zwischen Mathias Döpfner und Jeff Bezos (Foto), das beide anlässlich der Verleihung des Axel Springer Awards geführt haben. Darin sagt der Amazon-Gründer, dass er die "Washington Post" gekauft habe, weil er davon überzeugt gewesen sei, sie retten zu können. Der Rückhalt seiner Familie und Frau helfe ihm, Risiken einzugehen. In einem Extrateil stellt die "Welt am Sonntag" Bezos und seiner Investitionen in mehreren Beiträgen näher vor.
"Welt am Sonntag", S. 11-14 (Paid)

Lese-Tipp: Katharina Nocun analysiert die Daten, die Amazon über sie speichert.

Lese-Tipp: Netzaktivistin Katharina Nocun hat für ihr Buch "Die Daten, die ich rief" bei Amazon ihre personenbezogenen Daten angefordert. Bei Spiegel Online beschreibt sie, wie sich aus den gespeicherten Produktsuchen und Klicks Person- und Bewegungsprofile erstellen lassen. Als Konsequenz fordert sie eine Möglichkeit, inkognito bei Onlineshops recherchieren zu können.
spiegel.de

Lese-Tipp: "Spiegel" porträtiert Julian Reichelt als Fleisch gewordene "Bild".

Lese-Tipp: Julian Reichelt ist die Mensch gewordene "Bild", porträtieren Isabell Hülsen und Alexander Kühn den "Bild"-Chef. Der Überzeugungstäter wollte bereits mit 17 "Bild"-Boss werden. Mit 20 kämpfte er ein halbes Jahr lang gegen Krebs, eine Che­mo­the­ra­pie ret­te­te ihn. Hülsen und Kühn schreiben, Reichelt sei ein "Besessener", unter dem "Bild" in den Kampfmodus gewechselt sei. Reichelt habe für Kai Diekmann zu der "Bild"-Mitarbeiterin recherchiert, die Diekmann vorgeworfen hatte, sie sexuell missbraucht zu haben.
"Spiegel" 17/2018, S. 82-88 (Paid), spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Redaktion der "Denver Post" wehrt sich öffentlich gegen Eigentümer.

Lese-Tipp: Thierry Backes beschreibt, wie die Redaktion der "Denver Post" öffentlich gegen ihren Eigentümer, den Investor Alden Global Capital, rebelliert. Die Redakteure kritisieren, Alden spare das Blatt tot, obwohl es sogar Gewinne erwirtschafte. In einem Leitartikel forderte ein Ressortleiter den Investor auf, die Zeitung an jemanden zu verkaufen, der für guten Journalismus einstehen will.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: "Neue Osnabrücker Zeitung" interviewt RT-Moderatorin Jasmin Kosubek.

Lese-Tipp: RT-Moderatorin Jasmin Kosubek stellt sich im Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" den Fragen von Daniel Benedict und Burkhard Ewert. Darin sagt Jasmin Kosubek, es gäbe keinen "großen geheimen Plan" hinter RT deutsch und es sei mühsam, sich ständig als Kreml-Sprachrohr zu rechtfertigen. Anders als bei ARD und ZDF sei bei RT deutsch der Absender klar. Großen Einfluss könne ihr Kanal mangels Reichweite nicht auf die Gesellschaft ausüben.
noz.de

Lese-Tipp: Journalisten diskutieren Umgang mit sozialen Medien.

Lese-Tipp: "Welt"-Digitalberaterin Niddal Salah-Eldin, Ex-ZDF-Chef Nikolaus Brender, "Westdeutsche-Zeitung"-Chef Ulli Tückmantel und Kommunikations-Professor Carsten Reinemann diskutieren, wie Journalisten angemessen in sozialen Medien auftreten können. Brender meint, ein Journalist werbe nicht - dies gelte auch für Eigenwerbung. Salah-Eldin sagt, ihre "Welt"-Redaktion wolle die Meinungsvielfalt der Mitarbeiter auch in den sozialen Medien abbilden.
"Süddeutsche Zeitung", S. 25, blendle.com (Paid)

Lese-Tipp: Für Möbelhändler sind Rabatte Marketing, schreibt Jan Schmidbauer.

Lese-Tipp: Möbelhäuser finden mit "Jubiläumsrabatten", "Markenwochen" oder "Personalkauftagen" immer einen Grund zum Feiern, schreibt Jan Schmidbauer. Kaum ein Händler kann es sich leisten, beim Rotstift-Spiel nicht mitzumachen, die Rabatte seien oft die einzige Möglichkeit, die Läden vollzukriegen. Im Möbel-Geschäft sind Rabatte Marketing und machen unkritisch: Es geht nicht nur um den Preis, sondern auch darum, dem Kunden eine Ersparnis zu versprechen. Nur ein Möbelriese kommt weitgehend ohne Rabatt-Preise aus: Ikea.
"Süddeutsche Zeitung", S. 3 (Paid)

Lese-Tipp: "FAS"-Redakteurin wühlt sich durch ihr Facebook-Daten-Archiv.

Facebook-LogoLese-Tipp: Anna Steiner untersucht ihr persönliches Daten-Archiv bei Facebook und entdeckt, dass Facebook durch sie viele E-Mail-Adressen, Handynummern und Post-Adressen von Freunden und Bekannten erlangt hat. In der Ru­brik Wer­be­an­zei­gen kann sie zwar Interessen löschen, Facebook speichere diese aber un­ter "ent­fern­te In­ter­es­sen" wei­ter­hin. Steiner empfiehlt verärgerten Facebook-Nutzern, das Inkrafttreten der Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung Ende Mai abzuwarten und erst dann vom Internet-Riesen zu verlangen, die per­sön­li­chen Da­ten zu löschen.
"FAS", S. 25 (Paid)

Lese-Tipp: Lau­ra Cwiert­nia verfolgt ihre Daten, die mit Alexa ihre Wohnung verlassen.

Lese-Tipp: Lau­ra Cwiert­nia macht den Selbsttest und lässt Amazons Alexa in ihr Leben. An einem verlängerten Wochenende mit dem Lauschsprecher geht eine Datenmenge von 6,8 Gigabyte in ihrer Wohnung ein und aus. Ob Alexa auch zuhört und Daten übermittelt, wenn sie nicht gefragt ist, kann zwar anhand der Datenströme nicht geklärt werden – die Informationen, die freiwillig übergeben werden, seien aber auch viel spannender.
zeit.de (Paid)

Lese-Tipp: Laura Meschede arbeitet als Clickworkerin bei Amazons Mechanical Turk.

Lese-Tipp: Bei Amazons Clickworker-Plattform Mechanical Turk konkurrieren rund 500.000 Menschen rund um den Erdball um digitale Kleinstaufträge. Für Cent-Beträge führen sie meist monotone Aufgaben aus, die für Maschinen zu kompliziert sind, bewerten z.B. Bilder oder tippen Kassenbons ab. Laura Meschede hat mehrere Wochen als "Turker" gearbeitet und beschreibt ihre Erfahrungen im "SZ-Magazin".
"SZ-Magazin" 12/2018, S. 12-19, bendle.com (Paid), twitter.com/szmagazin (2-Min-Video über Recherchen)

Lese-Tipp: Markwort holt sich Hilfe fürs Netz und setzt auf Fakten im Landtag.

Lese-Tipp: Helmut Markwort spricht im "Zeit"-Interview offen über Burda und seine Pläne mit der FDP. Markwort stellt fest, dass Burda kein journalistisches Vorstandsmitglied mehr habe. Sein Nachfolger Robert Schneider habe es schwer. Für seinen Landtagswahlkampf für die FDP holt Markwort "ein paar junge Leute", die ihm im Netz helfen sollen. "Ich bin ein alter Print-Mann, ich kann mit Anzeigenblättern reden und mit Tageszeitungen und Radio und Fernsehen. Aber Netz kann ich nicht", sagt der Ex-"Focus"-Chef. Politisch sei sein Ziel, mehr Fakten in den Landtag zu bringen, mit vielen Bürgern zu reden und das Ergebnis "in klarer deutscher Sprache" zu verbreiten.
"Zeit", S. 5 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Deniz und Dilek Yücel sprechen über die Haft und die Folgen.

Lese-Tipp: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel spricht zusammen mit seiner Frau Dilek erstmals ausführlich über seine Freilassung. Die Unterstützung von Kollegen und Bürgern während der Haft habe ihm sehr geholfen. Die Bundesregierung hat ihm versichert, dass es keinen Deal mit der Türkei gab. "Ich glaube, mehr als der Bundesregierung diese Erklärung abzuverlangen, konnte ich im Knast nicht tun", sagt Yücel.

Yücel sagt, bis zu seiner Verhaftung sei die deutsche Regierung diejenige in der EU gewesen, die am freundlichsten gegenüber der Türkei war. Die Regierung von Angela Merkel habe die progressiven und demokratischen Kräfte in der Türkei zwei Mal verraten - zuletzt, als Merkel Präsident Erdogan 2015 kurz vor einer wichtigen Wahl besuchte. Dilek berichtet, wie sie etwas bessere Haftbedingungen für ihren Mann durchsetzte und sagt, sie träume noch heute jede Nacht davon, wie Deniz im Gefängnis ist und freigelassen wird.
welt.de

Lese-Tipp: Miriam Meckel erkundet die neurotechnologische Eroberung des Gehirns.

Lese-Tipp: Rund 30 Unternehmen weltweit arbeiten an der neurotechnologischen Eroberung des Gehirns. Bei Facebook z.B. forschen 60 Mitarbeiter daran, Texte in einen Computer zu denken. Miriam Meckel beschreibt in der "Wirtschaftswoche" die Entwicklung von Hirn-Computer-Schnittstellen. Mithilfe eines Implantats könnten Menschen untereinander Gedanken übertragen, ohne den Umweg über Text und Sprache. Zuvor müsste aber ein anderes Problem gelöst werden: Bisher arbeiten Mediziner bei Hirnexperimenten meist mit Kabeln im Kopf.
"Wirtschaftswoche" 12/2018, S. 20-26 (Paid)

Lese-Tipp: Günter Bannas blickt auf vier Jahrzehnte Berichterstattung zurück.

Lese-Tipp: "FAZ"-Urgestein Günter Bannas blickt auf vier Jahrzehnte Parlamentsberichterstattung zurück. Der scheidende Berliner Büroleiter der "FAZ" erzählt u.a., wie er Bundeskanzler Helmut Kohl zum Endspiel der Fußball-WM 1986 nach Mexiko begleitete und wie der junge Gerhard Schröder vielen Reportern "vertraulich" sagte, er wolle später ins Bundeskanzleramt einziehen.
"FAZ-Magazin" 03/2018, S. 30-34

"Trump ist ein Angeber." – Michael Bloomberg rechnet mit Donald Trump ab.

Lese-Tipp: Medienunternehmer Michael Bloomberg nennt Donald Trump im Interview mit der "FAS" einen "Angeber". Außerdem spricht der frühere Bürgermeister von New York dem Präsidenten die Kompetenz ab, Amerika zu führen. Trotzdem hält Bloomberg es für möglich, dass Trump in eine zweite Amtszeit gewählt wird. Voraussetzung sei, dass die Wirtschaft weiter gut läuft.
"FAS", S. 23 (Paid)

Lese-Tipp: "Zeit Magzin"-Chef Christoph Amend erzählt von der Wedel-Recherche.

Lese-Tipp: Christoph Amend, Chefredakteur des "Zeit Magazin" erzählt im Interview mit dem "Journalist" von den Recherchen im Fall Dieter Wedel. Die Geschichte sei zu der Redaktion gekommen, so Amend. Daraufhin hätten sich zwei Kolleginnen zwei Monate lang nur mit dem Fall beschäftigt. Dabei seien sie auf ein Muster gestoßen, bei dem verschiedene Frauen unabhängig voneinander ähnliche Vorwürfe erhoben. Insgesamt habe man 25 Fälle dokumentiert, wovon die "Zeit" sieben veröffentlicht habe.
"Journalist" 03/2018, S. 15 (Paid), presseportal.de (Zusammenfassung)

Lese-Tipp: "Bild" kämpft unter "Krieger" Reichelt gegen den Verlust von Einfluss.

Lese-Tipp: Cathrin Gilbert beschreibt in der "Zeit" die Arbeitsatmosphäre bei der "Bild" unter Julian Reichelt. Sie berichtet von einer Redaktion und einem Chef, die unter dem Gefühl leiden, an Macht zu verlieren. Reichelt versuche mit Provokation und Spaltung, die "Bild" im Gespräch zu halten. Der Fall der gefälschten E-Mails um Juso-Chef Kühnert, der sich während der Recherche von Gilbert ereignet hat, stehe exemplarisch dafür.
"Zeit" 10/2018, S. 26 (Paid)

Lese-Tipp: Gretchen Dutschke spricht mit den Springers.

Lese-Tipp: Gretchen Dutschke, Ehefrau des verstorbenen 68er-Führers Rudi Dutschke, ist zum ersten Mal Gast im Haus des einst verhassten Springer-Verlags. Im Duz-Interview von Stefan Aust und Claus Christian Malzahn erinnert sich Dutschke an verletzende Cartoons und blickt positiv aufs heutige Deutschland. "Welt am Sonntag" druckt auf zwei Seiten Auszüge aus ihrem neuen Buch.
"Welt am Sonntag", S. 11-14 (Paid)

Lese-Tipp: Slate nimmt den Niedergang der "Newsweek" auseinander.

Lese-Tipp: Will Oremus zeichnet den Niedergang des einst stolzen US-Magazins "Newsweek" nach. So manches Detail komme vielen Journalisten "beunruhigend bekannt" vor: Der "Newsweek"-Abstieg ist die Geschichte von einem prekären Geschäftsmodell, vieler falscher Verleger-Entscheidungen und von Journalisten, denen es peinlich ist, ihren Namen über immer dämlichere Artikel zu setzen.
slate.com

Lese-Tipp: Auch Akademiker entfremden sich und lehnen die Medien ab.

Lese-Tipp: Auch die Gebildeten entfremden sich von den Medien, beobachtet der "Spiegel". Die Flücht­lings­kri­se habe das lange vorhandene Gefühl, Jour­na­lis­ten maß­ten sich an, ihre Le­ser zu ma­ni­pu­lie­ren, an die Ober­flä­che ge­spült. Auch Rechts­an­wäl­te, Steu­er­be­ra­ter und Be­am­te dachten, Medien bögen die Fakten zurecht. Die Leser wollten nicht erzogen werden, sondern sich selbst eine Meinung bilden. Viele seien wütend auf die Medien. Gewinner der Entfremdung deutscher Leser und Zuschauer sei die "Neue Zürcher Zei­tung", die sich als An­laufadres­se für deut­sche Le­ser profiliere, de­nen in den hemischen Me­di­en zu viel Kon­sens herrscht.
"Spiegel" 09/2018, S. 68-73 (Paid)

Lese-Tipp: Biotech-Forscher bauen mit DNA das Betriebssystem des Lebens um.

Lese-Tipp: Tech-Konzerne und Investoren entdecken Biotech als das neue Öl und bauen das Betriebssystem der Biologie um, schreibt Andreas Menn in der Titelstory der "Wirtschaftswoche". Mit synthetischen DNA-Strängen entstehen Plastik ohne Öl und Steaks, für die keine Tiere sterben müssen. Biobasierte Computer könnten bald schneller und schlauer als Siliziumchips sein. Erschreckend für die Spezies, die sich als das am höchsten entwickelte Lebewesen sieht: Das Genom eines Menschen benötigt nur 750 Megabyte Speicherplatz - Windows braucht 20 Mal so viel.
"Wirtschaftswoche" 9/2018, S. 18 - 24 (Paid)

Lese-Tipp: Konstruktiver Journalismus lockt junge Leser.

Lese-Tipp: Konstruktiver Journalismus ist besonders für junge Leser wichtig, sagt Journalistik-Professor Stephan Weichert. Sie würden sich von Medien abwenden, die die Welt zu negativ darstellen. Jochen Wegener von Zeit Online findet konstruktiven Journalismus gut, solange daraus keine "PR für eine gute Sache" werde. Claudia Spiewak, Chefredakteurin des NDR-Hörfunks, sagt, der konstruktive Ansatz rege die Redaktion zum Umdenken an.
deutschlandfunk.de

Springer, Döpfner, Aust, Hanks und Spielberg sprechen in der "WamS" über Pressefreiheit.

Aufeinandertreffen: Friede Springer, Mathias Döpfner, Stefan Aust, Tom Hanks und Steven Spielberg sprechen in der "Welt am Sonntag" auf vier Seiten über die Pressefreiheit. Anlass ist Spielbergs neuer Film "Die Verlegerin", der von "Washington Post"-Verlegerin Katherine Graham und der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere handelt. Laut den Gesprächspartnern muss die Presse heute mehr für ihre Freiheit kämpfen als damals, insbesondere weil der wirtschaftliche Druck stärker sei.
"Welt am Sonntag", S. 11-14, welt.de (Paid)

Lese-Tipp: "manager magazin" porträtiert Ströer-Chef Udo Müller als "Vietcong".

Guerilla-Kämpfer: Das manager magazin porträtiert den Ströer-Chef Udo Müller als "Vietcong" und "bulligen, lauten Entrepeneur", den Werbe-Mischkonzern Ströer sieht das Blatt als "Internetkonzern mit Drückerkolonne". Zitat: "Früher war Ströer das Aschenputtel der Werbeindustrie - mit Leim an den Fingern. Nun ist man endlich wer."
"manager magazin", Nr. 3/2018, S. 60-63 (Paid), lexikon2.de (Basis-Infos und Video-Interview Udo Müller)

Lese-Tipp: Ein kleiner schottischer Verlag hält die Rechte an der Vorlage für "Babylon Berlin".

Lese-Tipp: Elmar Krekeler erzählt, wie Volker Kutschers Buch "Der nasse Fisch" seinen Weg in die Welt nahm. Den Krimi, der als Vorlage für die TV-Serie "Babylon Berlin" dient, wollte erst kein Verlag veröffentlichen. Noch schwieriger wurde der Sprung in den englischsprachigen Markt. Ein kleiner schottischer Verlag hält die Rechte, hatte aber zunächst nicht genug Geld für eine Übersetzung. Nun profitiert er vom weltweiten Ruhm der TV-Serie.
"Welt", S. 27 (Paid)

Lese-Tipp: DFL-Chef Christian Seifert will sich international nicht abhängen lassen.

Lese-Tipp: DFL-Chef Christian Seifert ist vom Vorwurf genervt, er mache aus dem Fußball eine Kommerzveranstaltung, schreibt Cathrin Gilbert in einem großen Porträt. Der Bundesliga-Chef sei schlagfertig und teile gerne aus, mit dem Einstecken tue er sich aber schwer. Seifert will sich bei den TV-Rechten nicht im Wettbewerb von den internationalen Ligen abhängen lassen. Er meint, lokale Fußball-Helden könnten eine Liga nicht tragen, nötig seien globale Stars wie Lionel Messi oder Neymar.
"Zeit", S. 22 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Interview mit Christian Seifert.

Lese-Tipp: Un­ter­neh­mer Thrun spricht über Daten und Künstliche Intelligenz.

Lese-Tipp: Sebastian Thrun, Gründer der Online-Uni Udacity, erklärt im "FAZ"-Interview, weshalb die Zukunft der Wirtschaft in der Vernetzung von Daten und der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit dem Kun­den liege. Künstliche Intelligenz könne auch die sich wiederholende Arbeit von An­wäl­ten oder Ärzten stark verändern. So seien Com­pu­ter beim Erstellen von Ver­trä­gen bes­ser als die erfahrensten Rechts­an­wäl­te. Für die Zukunft rechnet der In­ter­net-Unternehmer mit einer Explosion von Erfindungen.
"FAZ", S. 22 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Marietta Slomka ist die Klempnerin des politischen TV-Interviews.

Lese-Tipp: Claudia Fromme interviewt Marietta Slomka (Foto) zum Thema Interview. Der "heute-journal"-Moderatorin ist der Begriff geslomkat gewidmet und an der Käsetheke hört sie, sie sei ja im echten Leben sogar ganz nett. Slomka erwidert, es sei schlicht ihr Job, in Interviews dahin zu gehen, wo Reibung ist. Den Klempner frage ja auch niemand, warum er nur kommt, wenn das Rohr verstopft ist.
sueddeutsche.de (Paid)