Lese-Tipp: Zeitschriften überbieten sich mit harten Titelblättern.

Lese-Tipp: Magazine konkurrieren um das härteste Cover, beobachtet Ralf Wiegand. Besonders im Fall Donald Trumps stehe das Megafon schon lange am Anschlag. Rainer Wörtmann, früher Titelseiten-Gestalter des "Spiegels", findet hingegen, es sei nicht die Aufgabe des "Spiegels", zu provozieren. Ein Problem am umstrittenen "Spiegel"-Cover mit dem Miss-Liberty-Henker Trump sei, dass die Geschichte im Heft ein ganz anderes Thema behandelt habe.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Selbstversuch als Influencerin.

Lese-Tipp: Mode-Bloggerin Eva Fischer beschreibt ihren Versuch, Social-Media-Star zu werden und als Influencerin digitale Schleichwerbung für Konzerne zu machen. Eine Digitalberatung rät ihr, mehr Selfies zu posten, eine einheitliche Bildsprache zu verwenden, viel mit anderen Nutzern zu interagieren und mehr nackte Haut zu zeigen. Influencer sei ein Vollzeitjob. Fischer knackt die 10.000-Follower-Marke, hört danach aber auf und will lieber weiter als Journalistin arbeiten.
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Lese-Tipp: Ulrike Simon porträtiert den früheren "stern"-Chef Michael Jürgs für Spiegel Daily.

Lese-Tipp: Ulrike Simon widmet ihre Kolumnen-Premiere bei Spiegel Daily dem Autor und früheren "stern"-Chef Michael Jürgs. Sie porträtiert den Journalisten als "einen, dessen Potenzial sich aufzuregen unerschöpflich zu sein scheint". Jürgs wolle auch im Alter von 72 Jahren nicht zur Ruhe kommen. Sein Buch "Gestern waren wir doch noch jung" ist gerade erst im Handel, das nächste über das Privatleben von Theodor Fontane ist bereits in Arbeit.

Bis vor einer Woche hat Simon ihre Kolumne für Madsack geschrieben. Zur Premiere erscheint sie prominent auf der Startseite, zur Linken flankiert von Daily-Papa Cordt Schnibben, zur Rechten von Donald Trump.
daily.spiegel.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Das "SZ Magazin" interviewt Joachim Kaiser nach seinem Tod.

Lese-Tipp: Joachim Kaiser hat für das "SZ Magazin" kunstvolle Interviews mit Verstorbenen verfasst, in denen er die Antworten aus alten Zitaten zusammenbaute. Nach seinem Tod ehren Max Fellmann und Tobias Haberl nun Joachim Kaiser seinerseits mit einem "letzten Interview", in dem die Antworten aus Texten des langjährigen leitenden Redakteurs der "SZ" stammen.
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Lese-Tipp: Die hackbare Haarbürste.

Spion im Badezimmer - oder anderswo im Haushalt: Immer mehr Alltagsgegenstände sind mit dem Internet vernetzbar und dafür anfällig für Hacker-Angriffe. Smarte Geräte haben nicht nur Vorteile, sondern bergen auch die Gefahr des Datenmissbrauchs - möglicherweise sogar durch den Staat. W-Lan-Badeentchen oder Haarbürsten mit Mikro sammeln oft übermäßig viele Nutzerdaten, deren Schutz nicht immer gewährleistet ist.
spiegel.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Audible-Chef Don Katz erzählt die Gründungsgeschichte seines Hörbuch-Unternehmens.

Lese-Tipp: Audible-Gründer Don Katz erzählt im "Welt"-Interview, dass Hörbücher anders als vor 20 Jahren nicht mehr das Stigma der Lesefaulheit mit sich bringen, es im Heimatmarkt USA vor Audible nur etwa 3.000 Hörbücher gegeben habe und wie Steve Jobs sich 2001 bei ihm meldete, um ihm ein neues Produkt zu zeigen – den iPod.
welt.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Zeitungen profitieren von Ombudsleuten.

Lese-Tipp: Viel mehr Zeitungen sollten Ombudsstellen als Leser-Redaktions-Schnittstellen haben, findet Anna von Garmissen. Sie geben Einblick in redaktionelle Entscheidungen und journalistisches Arbeiten, helfen, Wogen zu glätten, sichern Glaubwürdigkeit und geben Redaktionen neue Impulse. Einer der dienstältesten deutschen Ombudsmänner ist Anton Sahlender bei der "Main Post", der die Vereinigung der Medien-Ombudsleute mitgegründet hat.
sueddeutsche.de1 Kommentar

Lese-Tipp: Aus den Erfahrungen und Fehlern von NZZ.at lernen.

Lese-Tipp: NZZ.at-Chefredakteur Lukas Sustala analysiert die Gründe für das Scheitern seines Portals. Die Paywall in Höhe von 14 Euro sei anfangs ein "durchaus aggressiver Preispunkt" gewesen. Der Chef des eingestellten Österreich-Ablegers der "NZZ" sieht 9 Euro pro Monat als Richtschnur für den Preis journalistischer Bezahlinhalte. Am Anfang habe NZZ.at zu viel zugleich sein wollen: Nachrichtenmedium, Clubabend-Veranstalter und Hintergrund-Lieferant. Der Mut zur Lücke sei aber für kleine Redaktionen entscheidend. Newsletter hätten geholfen, Leser zu erreichen. Wichtig sei auch, dass Journalisten ihre eigenen Inhalte in ihren Netzwerken "in die Auslage stellen".
nzz.at, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Besuch in deutschen Klanglaboren.

Lese-Tipp: Philip Bethge (Foto) besucht deutsche Soundexperten und beschreibt Pläne für den "perfekten Raumklang". 3-D-Akkustik könne künftig jedes Wohn­zim­mer in eine Wa­cken-Fes­ti­val­büh­ne ver­wan­deln. Durch differenzierte Audiokanäle ließe sich ein nerviger Fußballkommentator abschalten, ohne auf die Ge­räusch­ku­lis­se aus dem Stadion zu verzichten. Neuartige Musikformate, Lautsprecher und Kopfhörer sollen Lieder und Filme dreidimensional erlebbar machen.
"Spiegel", 18/2017 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Ikeas Marketing-Chefin hält Werbe-Slogans für hinfällig.

Lese-Tipp: Claudia Willvonseder, 52, leitet seit 2012 das globale Marketing von Ikea. Der Möbelkonzern richtet seine Markenstrategie zwar zentral aus, u.a. den Katalog, aber lässt Raum zur lokal angepassten Umsetzung. Im "Bilanz"-Interview stellt sie die Bedeutung von Werbe-Slogans in Frage und verrät, dass die Assoziation zwischen Ikea und Schweden in keinem Land so groß ist, wie in Deutschland.
"Bilanz" Mai 2017, S 64-69 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Phil­ipp Lahm philosophiert in der "Zeit" über Fußballintelligenz und Re­geltreue.

Lese-Tipp: Der scheidende FC-Bayern-Kapitän Philipp Lahm philosophiert im Interview mit Moritz Müller-Wirth und Bernd Ulrich über Spieltaktiken, die manchmal sind "wie beim Schach", Fußballintelligenz und Regeltreue auf dem Platz zulasten der Kreativität. Als Kapitän habe er schnell verstanden, dass er den Trainer auch bei Kritik unterstützen sollte.
"Zeit" 18/2017, S. 20 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Tim Neshitov skizziert "Tragödie" um Deniz Yücel.

Lese-Tipp: Tim Neshitov erzählt auf "Seite Drei" der "Süddeutschen" die "Tragödie" von Journalist Deniz Yücel, der seit zweieinhalb Monaten in der Türkei inhaftiert ist. Yücel habe schon immer gerne und fleißig ausgeteilt, "nach links, nach rechts und auch in die Mitte rein, wo es besonders wehtut". Manche Kritiker werfen Yücel "Deutschenhass" vor, der türkische Präsident Erdogan hält ihn für einen Terroristen. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt hat ihn einst von der "taz" abgeworben und betreibt zusammen mit der "taz" jetzt "eine Art Redaktionsgemeinschaft" in Sachen Deniz Yücel.
"Süddeutsche Zeitung", S. 3 (Paid), sueddeutsche.de (Kurzfassung)Kommentieren ...

Lese-Tipp: 14-jährige Zwillinge werden Stars mit Playback-Videos.

Lese-Tipp: Jana Gioia Baurmann schreibt in der "Zeit" über die Social-Media-Stars Lisa und Lena. Die 14 Jahre alten Zwillinge wurden durch Playback-Videos in der App Musical.ly bekannt, wo sie mittlerweile rund 18,5 Mio Follower haben. Zu Fan-Treffen kommen tausende Jugendliche aus verschiedenen Ländern, Unternehmen und ältere Künstler wollen am Erfolg teilhaben.
"Zeit" 17/2017, S. 32 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Satirezeitschrift "Le Canard Enchaîné" ist Frankreichs gefürchtetste Redaktion.

Lese-Tipp: Die Satirezeitschrift "Le Canard Enchaîné" ist Frankreichs Enthüllungsmedium Nummer 1 und lässt Politiker zittern. Zuletzt François Fillon, dessen Finanzaffären das Blatt aufgedeckt hat. "Le Canard Enchaîné" betreibt weder Website noch macht sie Werbung, lebt nur von Verkaufserlösen und hält ihren Kioskpreis seit 26 Jahren.
"FAZ", S. 13 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: "Spiegel" beschreibt den Einzug der Sprachassistenten ins Wohnzimmer.

Lese-Tipp: Sprachassistenten wie Alexa und Co sind der "Be­ginn ei­ner neu­en Ära der In­ter­ak­ti­on zwi­schen Mensch und Ma­schi­ne", schreibt Marcel Rosenbach im "Spiegel". Mangels Display zerstören die Geräte Geschäftsmodelle wie optische Werbung, regen durch die einfache Bedienung aber z.B. die Shoppinglust an. Amazon hat für Alexa eine eigene Persönlichkeit geschaffen, um die Ak­zep­tanz seiner di­gi­ta­len As­sis­ten­tentin zu erhöhen. Sorgen, dass Datenschutzbedenken in Deutschland den Erfolgszug stoppen könnten, hat der Konzern nicht.
"Spiegel" 15/2017 (Paid)
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Lese-Tipp: Philip Howard erforscht, wie Fake News und Bots die öffentliche Meinung beeinflussen.

Lese-Tipp: Der kanadische Soziologe Philip Howard erforscht am Oxford Internet Institute, wie Fake News und Bots die öffentliche Meinung beeinflussen. Er glaubt, dass Twitter und Facebook die Demokratie beschädigen. Anders als in den USA gäbe es in Europa aber immerhin bereits gute Gesetze zur politischen Kommunikation.
"Süddeutsche Zeitung", S. 8 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Deutschlands Marketing-Strateginnen.

Lese-Tipp: Ben Krischke porträtiert vier junge Marketing-Strateginnen aus Deutschland - von der sogenannten "Komponistin" Katrin Hesse, 38, bis zur "Trainerin" Laia Abellán Ponce de León, 32, die gerne provokante Fragen stellt. Auch die "inspirierte" Nicola Brown, 38, und die "neugierige" Liane Siebenhaar, 34, stellt Krischke vor. Jede der vier Agentur-Planerinnen interpretiert ihre Rolle anders. Siebenhaar rät etwa, anderen genau zuzuhören, Gesetztes zu hinterfragen und kreative Lösungen zu entwickeln. Hesse will für die Markenkommunikation ihrer Kunden einen "stimmigen Mix" zusammenstellen.
"Werben & Verkaufen", 13/2017, S. 48-53 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Begegnung mit Feminismus-Heldinnen aus dem Journalismus.

Lese-Tipp: Drei US-Journalistinnen berichten im Gespräch mit dem "Spiegel" über ihren Kampf für Gleichberechtigung der Frauen bei ihrem damaligen Arbeitgeber, dem US-Magazin Newsweek. Bis 1970 durften dort nur Männer Artikel schreiben, Frauen bestenfalls Informationen recherchieren. Anerkennung sprachen die Männer ihren Kolleginnen gerne aus, indem sie die Form ihrer Brüste lobten, so der "Spiegel". Die Heldinnen der Feminismus-Bewegung erreichten mit ihrem Protest, dass auch sie Texte verfassen durften. Ann-Kathrin Nezik, Co-Autorin des Artikels, berichtet im Video auch, wie in den 1960ern beim "Spiegel" eine Machokultur herrschte.
"Spiegel" 13/2017, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: "manager magazin" gibt Einblick in Amazons Firmenkultur.

Lese-Tipp: Amazon erfindet die Regeln ganzer Branchen neu und ist dabei so stur in der Vision und so flexibel in der Umsetzung, wie kaum eine andere Firma, schreiben Philipp Alvares und Martin Mehringer. In ihrem Inside-Report im "manager magazin" greifen sie auch Anekdoten und Firmenrituale auf: So habe Amazon-Chef Jeff Bezos vor 15 Jahren erfolglos bei Versandhändler Michael Otto um 100 Mio Dollar geworben, wichtige Meetings beginnen stets mit der Zusammenfassung der jüngsten Irrtümer und Powerpoint-Präsentationen seien ebenso Tabu wie der Griff zum Telefon.
"manager magazin" 4/2017, S. 52 - 57 (Paid), manager-magazin.de (Interview-Auszug Amazon-CEO Jeff Wilke)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Die deutsche Gründerszene ist schwach, aber nicht hoffnungslos.

Lese-Tipp: Der "Spiegel" bestimmt in einem Report den Status der deutschen Startup-Welt. Deutschland hängt demnach meilenweit zurück, doch es gibt Hoffnung: Konzerne öffnen sich und Uni-Absolventen werden gründungswilliger. Für dauerhaften Erfolg dürfte sich die Szene aber nicht nur auf Berlin und München fokussieren, sondern auch auf Technologie-Zentren wie Karlsruhe, urteilen Ann-Kathrin Nezik, Martin Hesse und Armin Mahler.
"Spiegel" 12/2017, S. 58-63, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: "Washington Post" ist nicht im Krieg mit der Regierung, sondern macht nur ihre Arbeit.

Lese-Tipp: Die "Washington Post" ist einer der Lieblingsfeinde von US-Präsident Donald Trump. Chefredakteur Martin Baron sieht sich aber "nicht im Krieg mit der Regierung. Wir sind bei der Arbeit", erfährt Fabian Heckenberger beim Besuch für seine Seite-3-Reportage in der "Süddeutschen". Dank Trump schießen die Leserzahlen in die Höhe. Seit der Übernahme der Zeitung durch Amazon-Chef Bezos ist die Zahl der Mitarbeiter von 500 auf 750 angestiegen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 3 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Deena Aljuhani Abdulaziz, Chefin der arabischen "Vogue", pendelt zwischen den Welten.

Lese-Tipp: Deena Aljuhani Abdulaziz, 41, ist als Chefin der arabischen "Vogue" die Anna Wintour des Mittleren Ostens und dürfte bald ähnlich einflussreich sein. Silke Wichert porträtiert die saudische Prinzessin als Kämpferin für die modischen Rechte der arabischen Frauen. Sie würden von westlichen Designern als Kunden zweiter Klasse behandelt, obwohl sie die Kassen der Luxuskaufhäuser füllen. Abdulaziz erstes Cover mit Model Gigi Hadid finden viele Kritiker allerdings zu westlich.
"stern", 12/2017, S. 57-62, blendle.com (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: "FAS" begibt sich in die Tiefen der vernetzten Welt.

Lese-Tipp: Corinna Budras unternimmt einen Ausflug in die Tiefen der vernetzten Welt. Durch analogen Stau auf Kaliforniens Straßen kämpft sie sich zum Hauptsitz von Google und ist fasziniert, aus dem Flugzeug über Grönland ihre Amazon-Echo-Lautsprecher zu Hause steuern zu können. Sie besucht den größten Datenknotenpunkt der Welt im Hochsicherheits-Rechenzentrum in Frankfurt, wo es in den 90er Jahren keine Straße gab, die nicht aufgerissen wurde, um Glasfaserkabel zu verlegen. Im Zukunftslabor von IBM in München begegnen ihr vernetzte Maschinen, die selbst lernen, was sie tun sollen und was nicht.
"FAS", S. 25-27 (Paid), blendle.comKommentieren ...

Lese-Tipp: Trumps Medienkonsum erklärt seine Äußerungen.

Lese-Tipp turi2Lese-Tipp: Hubert Wetzel erklärt die mitunter wirren Äußerungen und Tweets von Donald Trump mit dessen Fernsehkonsum. US-Politikjournalisten hätten sich angewöhnt, am Morgen all jene Fernsehshows anzusehen, die Trump schaut. Denn oft twittere Trump genau das, was irgendein Moderator gesagt habe. Clevere Politiker gingen einfach in eine von Trumps Lieblingssendungen, anstatt um ein Gespräch im Oval Office zu bitten.
"Süddeutsche Zeitung", S. 31 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Wie John Legere T-Mobile USA umkrempelt.

John LegereLese-Tipp: John Legere ist seit 2012 Chef von T-Mobile USA und schafft es, mit aggressivem Marketing und unkonventionellen Auftritten das Image der Marke zu wandeln. Mit Erfolg: Der Konzern verdoppelte die Kundenzahl und verdreifachte seinen Marktwert. Mittlerweile gilt der Manager als Kandidat für den Chefposten bei der Telekom. André Weikard, Michael Franke und Nele Husmann portraitieren den Manager im "Focus".
"Focus" 07/2017, S. 60 (paid)
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