Lese-Tipp: Jörg Hausendorf schielt in Sachen Vermarktung auf Luxus und Männer.

Lese-Tipp: Bauer-Konzerngeschäftsleiter Jörg Hausendorf spricht im großen Meedia-Interview mit Georg Altrogge und Alexander Becker  u.a. über neue Printideen, Yellow-Hefte und Bauers Status Quo in der Vermarktung. Viele Titel, die der Verlag wegen zu geringen Renditen oder Auflagen eingestellt hat, wären anderswo weitergelaufen, glaubt er. In Bauers Yellow-Heften will er keine Falschmeldungen sehen, eine "gewisse Spekulation über Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen und auch stehen wollen" sei aber zulässig.

Hausendorf ist stolz auf Bauers "starken und effizienten Vertrieb", den er bei anhaltendem Auflagenschwund auch anderen Verlagen zur Verfügung stellen würde. Kooperationen zwischen Verlagen werden generell zunehmen, glaubt er. Aus Vermarktungssicht sieht er "noch Bedarf in den Spitzen", also im Luxussegment, im höheren Interieur- und Food-Bereich und bei den Männerzielgruppen.
meedia.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Jörg Hausendorf erklärt, warum "Happinez" Bauer happy macht.
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Lese-Tipp: Frauke Klos vermisst eine umfassende Influencer-Übersicht.

Lese-Tipp: Frauke Klos betreut das Influencer Marketing des Drogeriehändlers dm, der 2015 mit dem Duschschaum Bilou den Auftakt zur aktuellen Influencer-Welle gegeben hat.
Im Interview mit Horizont Online sagt sie, der Bereich wirke aktuell oft noch chaotisch, werde sich aber weiter etablieren. Für Unternehmen sei es schwierig, den Überblick zu behalten, ganz ohne" Gelbe-Seiten-Buch für Influencer und Agenturen". Ein professionelles Übersichts-Tool wünscht auch sie sich, außerdem bessere Messmöglichkeiten.
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Lese-Tipp: ARD und ZDF geraten immer stärker unter Druck – teilweise zurecht.

Lese-Tipp: Öffentlich-rechtliche Medien geraten in ganz Europa unter Druck, dokumentiert Götz Hamann. Geld wird gekürzt und gesellschaftlicher Rückhalt schwindet, wie etwa die "schrotflintenmäßige Titelgeschichte" im "Spiegel" zeige. Doch vieles läuft falsch: Jüngste Sparrunden gehen nicht an den Umfang des Programms und Ostdeutsche werden in den Programmen schlecht repräsentiert.
"Zeit" 51/2017, S. 28 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Sundar Pichai will Künstliche Intelligenz regulieren – aber nicht jetzt.

Lese-Tipp: Google-Chef Sundar Pichai ist ein enthusiastischer Fan von Künstlicher Intelligenz. Alexander Armbruster erfährt im Gespräch, dass Pichai die KI als gesellschaftliche Herausforderung sieht, aber gegen Regulierung kämpft. Erst nach weiteren technischen Fortschritten werde deutlich, wohin sich KI entwickelt. Pichai will dann ein internationales KI-Rahmenwerk vergleichbar mit dem Pariser Klimaabkommen verhandeln.
"FAZ", S. 22 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Philipp Welte kämpft um Regalmeter im Supermarkt.

Lese-Tipp: Philipp Welte wirbt dafür, Zeitschriften "nicht in erster Linie als Werbeträger" zu verstehen. Die Lebensader der Verlagsbranche seien "ein paar Regalmeter im Supermarkt", sagt der Burda-Zeitschriftenvorstand, nicht Konglomerate, die "möglichst günstiges werbliches Inventar" einkaufen wollen. Das Interview von Dezember 2016 für das Buch Über Morgen – 25 Interviews zur Zukunft des Journalismus steht nun online.
osk.de, turi2.tv (4-Min-Video)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Herr Mosa und Herr Welte gehen einkaufen – eine Video-Tour mit den Bossen von Burda und Edeka.


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Lese-Tipp: Rainer Esser stimmt Ebelings Aussage über TV-Zuschauer zu.

Lese-Tipp: "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser wünscht Thomas Ebeling für seine "heldenhafte Offenbarung" über arme und fettleibige TV-Zuschauer einen Platz in Walhalla. Der Noch-ProSiebenSat.1-Chef sage nur die Wahrheit. Zahlungskräftige Zielgruppen finde die Werbung anderswo, schreibt Esser, und denkt dabei an "Qualitätsprodukte" der Medien.
zeit.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Lothar Matthäus hat offenbar eine neue Handynummer.

Lese-Tipp: Tom Parol gibt im Interview mit dem Sportbuzzer Einblicke in sein Leben mit der ausrangierten Handynummer von Lothar Matthäus. Neben Anrufen aus der Bayern-Zentrale erhält der Berliner, der sich inzwischen selbst als "charmanten Sekretär" des Ex-Nationalspielers bezeichnet, die ein oder andere Nachricht von weiblichen Fußball-Fans.
sportbuzzer.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Portrait einer Einzelkämpferin in einer sauerländischen Lokalredaktion.

Lese-Tipp: Cornelius Pollmer portraitiert Katrin Clemens, 29, die als Einzelkämpferin über das Geschehen in der sauerländischen Kleinstadt Schmallenberg berichtet. Clemens sieht sich als Stimme der kleinen Leute und hofft, ihr ganzes Berufsleben als Journalistin verbringen zu können. Am Beispiel der Lokaljournalistin, die in Funkes Westfalenpost ein bis zwei Seiten füllt, beschreibt Pollmer, welche Bedeutung Lokaljournalisten für Städte und Gemeinden haben und welche Folgen ein Rückzug von Lokalzeitungen aus der Fläche hätte.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Thailänder haben das Sagen bei Red Bull.

Lese-Tipp: In der Berichterstattung über den Brause-Konzern Red Bull steht vor allem der Österreicher Dietrich Ma­te­schitz im Mittelpunkt, doch die Fäden halten andere in der Hand, schreibt Martin Mehringer im "manager magazin". Er beleuchtet das vertrackte Firmengeflecht, in dessen Zentrum die thailändischen Geschäftspartner stehen, bei denen Ma­te­schitz den Energydrink einst entdeckt hatte. In Thailand vertreiben sie das Originalgetränk Krating Daeng auf eigene Rechnung, in China streiten sie mit dem derzeitigen Lizenzhalter über die Markenrechte.
"manager magazin" 12/2017, S. 35 - 40 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Burda feiert mit Editor’s Lunch und Jubiläums-Bildband 70 Jahre "Bunte".

Bunte 150Lese-Tipp: Burda hat auf einem Editor's Lunch mit Prominenten wie Uschi Glas den 336-seitigen "Bunte"-Jubiläums-Bildband Bunte Republik Deutschland präsentiert. Verleger Hubert Burda erinnerte anlässlich 70 Jahren "Bunte" daran, wie sein Vater Franz Burda nach dem Krieg mit der Lizenz für ein Magazin den Grundstein für den Erfolg legte und wie Hubert Burda selbst als "Bunte"-Chefredakteur wirkte. Ex-Chefredakteurin Patricia Riekel fasste die "Bunte"-Selbstsicht zusammen: "In ist, wer drin ist!"
focus.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Anna Steiner analysiert acht Musk-Sprüche auf den Realitätsgehalt.

Lese-Tipp: Tesla-Chef Elon Musk ist kein Schaumschläger, analysiert Anna Steiner, indem sie acht Sprüche von Musk auf die Tatsachen abklopft. Musk sei eher ein Visionär, der bei der Umsetzung seiner Projekte gelegentlich die Wirklichkeit aus dem Blick verliere. So stelle Tesla eine In­spi­ra­ti­on für die Elektoauto-Branche dar. Was Musk mit Space X ge­schaffen habe, sei für die Raum­fahrt re­vo­lu­tio­när.
"FAS", S. 32 (Paid), blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Klaus-Helge Donath besucht die Redaktion der kommunistischen "Prawda".

Lese-Tipp: "taz"-Auslandskorrespondent Klaus-Helge Donath besucht die Redaktion der Prawda, Sprachrohr russischer Kommunisten, und zeichnet ein etwas trauriges Bild. In ihren erfolgreichsten Zeiten erscheint die "Zeitung von Arbeitern für Arbeiter" in einer Auflage von 14 Mio, heute gibt es dreimal pro Woche 100.000 Exemplare. Chefredakteur Boris Komozki nutzt den Computer seiner Sekretärin, "falls mal nötig", viele Redakteure sind bereits in Rente. Ihr Unbehagen gegenüber Putins Politik behalten sie lieber für sich.
taz.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Florian Haller sieht "Lebensfreude der Mitarbeiter" als Schlüssel zum Wandel.

Lese-Tipp: Florian Haller stellt die "Lebensfreude" seiner Mitarbeiter in den Mittelpunkt seiner Strategie für den digitalen Wandel. In einem Gastbeitrag für wiwo.de schreibt der Serviceplan-Chef, dass sich die Agentur von starren 40-Stunden-Wochen, Anwesenheitspflicht und Zweitjob-Verbot verabschiedet. Stattdessen propagiert er flexibles Arbeiten und "kleine Fluchten aus dem Agenturtrott". Vor allem junge Arbeitnehmer seien so zufriedener. Im Gegenzug für den neu geschaffenen Freiraum fordert Haller "Leistung, Lernbereitschaft und Kritikfähigkeit".
blog.wiwo.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Florian Haller beantwortet den Video-Fragebogen von turi2.tv.

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"Focus" porträtiert Slack-Gründer Stewart Butterfield.

Lese-Tipp: Stewart Butterfield, der auch schon den Fotodienst Flickr gegründet hat, arbeitet entschieden daran, mit seinem Kommunikations-Tool Slack die Arbeitswelt des papierlosen Büros neu zu erfinden. Jörg Harlan Rohleder porträtiert den Kanadier, der in einer Blockhütte ohne Wasser und Strom aufgewachsen ist, in einem Interview von A bis Z.
"Focus" 45/2017, S. 56 - 62 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Michael Kraske fragt Journalisten, wie sie in Zukunft über die AfD berichten wollen.

Lese-Tipp: Michael Kraske geht für die Titelgeschichte des "Journalist" der Frage nach, welchen Anteil die Medien am Rechtsruck der deutschen Gesellschaft haben und wie sie künftig über die AfD berichten sollten. Medienwissenschaftler Bernd Gäbler, "Spiegel"-Redakteurin Melanie Amann und ZDF-Moderatorin Maybrit Illner sagen, die Berichterstattung sei notwendig, müsse aber sachlicher und souveräner werden. Provozierten Aufregern der Partei begegneten Journalisten am besten mit intensiver Recherche.
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Lese-Tipp: Thomas Gottschalk hat sich bei Projekten in letzter Zeit "manchmal verhoben".

Lese-Tipp: Hans Hoff fährt mit Thomas Gottschalk zwei Stunden Zug und will herausfinden, warum der Moderator nach "Wetten, dass..?" oft Pech mit Projekten hatte. Gottschalk begründet es mit Konfliktscheuheit und sagt, er habe sich "manchmal verhoben". Er sei aber mit Sicherheit keine "traurige Figur" und wolle noch ein bisschen bleiben. Bei Twitter sei er "der tüttelige Alte", werde aber gemocht.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Soziale Medien machen Öffentlichkeitsfahndungen immer erfolgreicher.

Lese-Tipp: Ermittler bitten bei Fahndungen immer häufiger die Öffentlichkeit um Hilfe, die erfolgreich mitsucht. Erstens sind die Fahndungsbilder viel besser als noch vor zehn Jahren, zweitens lassen sie sich über die sozialen Medien schnell und weit verbreiten. Kritiker mahnen, das Bildmaterial könne dabei in falsche Hände gelangen oder "nie mehr eingefangen" werden, auch nicht bei Falschbeschuldigungen oder wenn ein Schuldiger seine Strafe verbüßt hat.
"FAS", S. 6 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Banken kommen mit Echtzeit-Überweisungen auf Touren.

Lese-Tipp: Ab 21. November bieten erste Banken Überweisungen an, die innerhalb von Sekunden beim Empfänger sind. Auf Instant Payment können sich Online-Händler und Pay-TV-Anbieter freuen, notiert Karsten Seibel. Kunden akzeptieren nicht länger, dass eine Überweisung Tage braucht. Die Banken müssen nun mit Millionensummen ihre Software verbessern.
"Welt", S. 23 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: "SZ Magazin" erklärt das Milliardengeschäft der Influencer.

Lese-Tipp: Im "SZ Magazin" beleuchten Till Krause und Lorenz Wagner das Milliardengeschäft von und mit Influencern wie Bibi, Pamela Reif und Co. Obwohl viele der Instagram- und YouTube-Stars 1.000 Euro und mehr pro Post verdienen, könnte die Influencer-Blase in den nächsten Jahren platzen - etwa dann, wenn Werbekunden feststellen, dass sich hinter 500.000 Followern oft nur 70.000 echte Menschen verbergen.
zeitung.sueddeutsche.de (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: "Welt"-Redakteurinnen schreiben über Sexismus-Erfahrungen.

Lese-Tipp: "Ist die ganze Welt eine Besetzungscouch?" fragt die "Welt am Sonntag" auf dem Titel und lässt sieben Redakteurinnen unterschiedlicher Generationen über ihre Erfahrungen mit Sexismus berichten. Die Autorinnen schreiben von Alltags-Beobachtungen, berichten von Ungleichbehandlung, ungewollten Avancen oder gutgemeinten aber sexistischen Ratschlägen.
"Welt am Sonntag", S. 12 (Paid)
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Lese-Tipp: David Remnick wurde vom Reporter zum "New Yorker"-Chef.

Lese-Tipp: Christoph Amend portraitiert im "Zeit Magazin" den Chefredakteur des "New Yorker", David Remnick (Foto). 1998 wird er überraschend vom Reporter zum neuen Magazin-Chef und macht das Heft zu einem der erfolgreichsten Magazine der Zeit. 2003 spricht er sich für den Irak-Krieg aus, was er rückblickend als seinen größten Fehler betrachtet.
"Zeit Magazin" 43/2017, S. 47 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Portrait des Disney-Chefs Iger als Manager mit Haltung.

Lese-Tipp: Lars Jensen portraitiert Disney-Chef Bob Iger (Foto) als Kapitalisten mit Haltung und gesundem Menschenverstand. Iger zeige Rückgrat, indem er Trump-kritischen Journalisten den Rücken stärke. Seine Haltung sei sensationell, weil Disney als selbsternannter "glücklichster Platz auf der Erde" traditionell jede Position vermeide. Wahrscheinlich habe Skandal-Produzent Harvey Weinstein auch wegen Iger kurz nach dessen Amtsantritt 2005 den Disney-Kosmos verlassen müssen. Schon 2005 seien Weinsteins "Probleme im sexuellen Bereich" berüchtigt gewesen, schreibt Jensen.
"FAS", S. 41 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Kreative aus drei Generationen streiten über die Branche.

Lese-Tipp: "Werben & Verkaufen" lässt Kreative aus drei Generationen zum Streitgespräch antreten. Kai Blasberg, Senderchef bei Tele 5, wirft der jungen Generation vor, zu sehr an Sicherheit zu denken und damit Kreativität zu verlieren. Magdalena Rogl, Chefin der Digital-Kanäle von Microsoft Deutschland, widerspricht. Die jüngere Generation wisse aber, dass sie den aktuellen Job in fünf bis zehn Jahren nicht mehr machen könne, dafür jedoch 20 andere Jobs. Blasberg sagt außerdem, Agenturen krauchen ihren Kunden heute "zu sehr in den Arsch". Auch Dojo-Chef Dominic Czaja meint, vielen Agenturen fehle eine Identität.
"Werben & Verkaufen" 40/2017, S. 14-21 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Horst Müller erinnert sich an Treffen mit Hugh Hefner.

Lese-Tipp: Horst Müller, von 1999 bis 2002 Verlagsleiter der deutschen "Playboy"-Ausgabe, erinnert sich zum Tod von Hugh Hefner an seine Begegnungen mit dem "Playboy"-Erfinder. Vor Hefners Besuch zu seinem 75. Geburtstag 2001 in München kam ein ellenlanges Fax mit Forderungen, was Hefner alles erwartet - bezahlen sollte Bauer. Nur mithilfe von Sponsoren konnte das Hefner-Fest arrangiert werden, das die Hauptperson nach zwei Stunden schon wieder verließ.
blogmedien.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Ulrich Schnabel erörtert Strategien gegen Fake News.

Lese-Tipp: Ulrich Schnabel analysiert, welche Strategien Wissenschaftlern zufolge gegen Fake News am besten wirken. In Schule und Studium müsse dringend Nachrichtenkompetenz vermittelt werden, dies fehle bisher. Die Konsumenten von Fake News müssten angeregt werden, selbst kritisch nachzufragen und Behauptungen zu prüfen. Auch neue Belege und Gegenbotschaften könnten helfen. Die bloße Kennzeichnung von Fake News sei hingegen weitgehend wirkungslos, denn ausführliche Berichte über Falschmeldungen verstärken laut Wissenschaftlern deren Botschaft.
zeit.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Stefan Niggemeier analysiert die Moderation der "Berliner Runde".

Lese-Tipp: Stefan Niggemeier seziert die Fragen von ZDF-Chefredakteur Peter Frey und ARD-Chefredakteur Rainald Becker an AfD-Spitzenmann Jörg Meuthen in der "Berliner Runde". Der Medienjournalist zeigt, dass die Moderatoren viele Varianten derselben Frage an Meuthen richten. An einer Stelle reagiere Becker empört, statt Meuthens Aussage nüchtern zu widerlegen. Dies helfe gar nicht. Ein Problem sei der "Überehrgeiz der Interviewer", die die AfD nicht nur befragen, sondern vorführen oder bloßstellen wollten, kritisiert Niggemeier.
uebermedien.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Amazon ist Star und Hassobjekt im Städtchen Werne.

Lese-Tipp: Amazon polarisiert in der nordrhein-westfälischen Stadt Werne. Das riesige Logistikzentrum macht Amazon zum wichtigsten Arbeitgeber, es spart die Stadt Millionen Euro Sozialleistungen. Mitarbeiter klagen aber auch über Leistungsdruck, die Gewerkschaft Verdi fordert höhere Löhne – und steht dafür selbst in der Kritik.
"FAS", S. 26, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Marco Börries will Gegengewicht zu Google & Co schaffen.

Lese-Tipp: Seriengründer Marco Börries will mit seiner Software- und Cloudplattform Enfore die weltweit 200 Mio Kleinunternehmen zu einer echten Digitalmacht vereinen. Die Plattform kombiniert die Geschäftsmodelle von Google, Facebook und Apple und sei "Deutschlands derzeit heißeste Digitalwette", schreibt Philipp Alvares in seinem Porträt. Börries passe in kein Raster: Er sei ein Software-Ass, aber kein Nerd, ein Multimillionär, "aber sieht trotzdem aus, wie ein Reihenhauspapi". Seine Software durchdenke Börries wie ein Architekt, "der eigentlich eine Kapelle bauen soll, aber lieber eine Kathedrale entwirft".
"manager magazin" 10/2017, S. 33-39 (Paid), manager-magazin.de (Zusammenfassung)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Urbano Cairo wurde vom Berlusconi-Assistenten zum mächtigen Medienmacher.

Lese-Tipp: Oliver Meiler porträtiert Urbano Cairo, einen der derzeit einflussreichsten Verleger Italiens. Seine Karriere begann Urbano Cairo als Assistent von Silvio Berlusconi, bei dem er sich mit einem dreisten Telefonanruf bewarb. Mittlerweile weist sein Werdegang viele Parallelen zu Berlusconi auf - auch politische Ambitionen werden Cairo nachgesagt.
"Süddeutsche Zeitung", S. 31 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Personalisierung spielt bei Google offenbar nur noch eine geringe Rolle.

Lese-Tipp: Eva Wolfangel beschreibt, wie Google seinen Nutzern je nach gespeicherten Daten andere Suchergebnisse präsentiert. Studien deuten darauf hin, dass die Personalisierung der Suchergebnisse nur noch eine geringe Rolle spielt. Unterschiede gibt es v.a. bei der Regionalisierung der Treffer. Nutzer bekommen etwa bei der Suche nach Parteien bevorzugt Seiten von Ortsverbänden in ihrer Nähe angezeigt. Google schweigt zu seinem Algorithmus.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Lese-Tipp: In Afghanistan auf Sendung für Frauenrechte.

Lese-Tipp: Lilian Häge portraitiert Zan TV, den ersten afghanischen Frauensender. Von einem Mann im Mai 2017 gegründet, wollen die TV-Macher die Stärke und den Mut von Frauen zeigen und ein Bewusstsein für Frauenrechte vermitteln - und brauchen dafür selbst Mut, weil einige Mitarbeiterinnen bedroht werden. Auch Männer sollen motiviert werden, sich für Frauenrechte einzusetzen.
faz.netKommentieren ...

Lese-Tipp: Das Computer-Spiel FIFA beeinflusst die Marken-Werdung von Fußballern.

Lese-Tipp: Fußball-Marken werden in Köln gemacht. Die Datenbank des Computerspiels FIFA enthält Daten zu 18.000 Spielern, schreibt Marcel Reich. Die millionenfach verkaufte Software ist mehr als ein Spiel. Leistungswerte und Aussehen der Spieler beeinflussen ihren realen Marktwert und den Fanartikel-Verkauf.
"Welt am Sonntag", S. 27 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Portrait des Gründers eines jordanischen Webzines für Schwule und Lesben.

Lese-Tipp: Jochen Stahnke portraitiert Khalid Abdel-Hadi, den Gründer eines Online-Magazins für Schwule, Lesben und Transsexuelle in Jordanien. Mit seinem Magazin My Kali, das täglich bis zu 10.000 Besucher zählt, habe er viel zu mehr Toleranz im islamischen Land beigetragen. Auf Covern des Webzines muss sich Abdel-Hadi manchmal selbst in Szene setzen, weil sich Models oder Künstler aus Angst nicht zeigen wollen.
faz.netKommentieren ...

Lese-Tipp: "Handelsblatt" blickt auf den Fall Middelhoff zurück.

Lese-Tipp: Auf sieben Seiten fasst Autor Hans-Jürgen Jakobs den Aufstieg und Fall des Ex-Bertelsmann-Managers Thomas Middelhoff zusammen. Als Anlass nimmt Jakobs dabei zwei Bücher, die derzeit um die Deutungshoheit zum Thema konkurrieren würden – einerseits Middelhoffs Autobiografie, andererseits die Middelhoff-Biografie des "Handelsblatt"-Redakteurs Massimo Bognanni.
"Handelsblatt", S. 50 (Paid), turi2.de (Background)

Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung hieß es fälschlicherweise, Hans-Jürgen Jakobs sei Chefredakteur des "Handelsblatts". Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.Kommentieren ...

Lese-Tipp: WeChat ist wichtiges Marketingtool für deutsche Unternehmen.

Lese-Tipp: Die chinesische Alles-in-einem-App WeChat wird für deutsche Firmen zum wichtigen Marketingtool, analysiert Verena Gründel. WeChat sei für Firmen, die nach China exportieren oder chinesische Touristen in Deutschland ansprechen wollen, unverzichtbar. Unternehmen sollten ihr Marketing in der App mit einer Agentur und Muttersprachlern aufsetzen. Die Kommunikation in vereinfachtem Chinesisch sei ein Muss.
"Werben & Verkaufen" 37/2017, S. 10-14 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Claus Strunz lässt seine Selbstinszenierung real erscheinen.

Lese-Tipp: Claus Strunz liebt es, unterschätzt zu werden, es gelingt ihm, "seine Selbstinszenierung als real erscheinen zu lassen", schreibt Bijan Peymani in seinem Portrait von 2011, das "Clap" erneut veröffentlicht, weil Strunz als populistischer Krawall-Frager gerade verstärkt auffällt. Die gestellte Aufgabe sei Strunz wichtiger als das Renommee. Er mag Experimente und suche die 1:1-Begegnung, die ihm dann am liebsten sei, wenn es ganz auf ihn allein ankommt.
clap-club.deKommentieren ...