Lese-Tipp: So gehen Bundestagsabgeordnete mit dem Datenleak um.

Lese-Tipp: Lydia Rosenfelder und Frank Pergande berichten in der "FAS", wie Bundestags­abgeordnete damit umgehen, dass ihre privaten Daten durch das jüngste Datenleak in die Öffentlichkeit geraten sind. Viele der Politiker hätten zuletzt viele anonyme Anrufe erhalten und inzwischen ihre Handynummer geändert. Sie würden sich über zusätzliche Schutzmaßnahmen informieren. Einige berichten, dass sie rückblickend denken, zu sorglos gewesen zu sein.
"FAS", S. 2 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Fatoumata Ba erklärt, wie sie Afrikas Amazon hochgezogen hat.

Lese-Tipp: Fatoumata Ba erzählt im "FAZ"-Interview, wie sie Jumia, das Amazon Afrikas, gegründet und aufgebaut hat. Die Senegalesin musste das fehlende Vertrauen der Afrikaner in Onlineshops wecken und gründete wegen fehlender Infrastruktur ein eigenes Transportunternehmen. Jumia setzt auf mobiles Bezahlen, denn weniger als 20 % der Afrikaner haben ein Bankkonto. Bas neues Startup Janngo, das sie "Tech für den guten Zweck" nennt, will Technologie und Risikokapital nach Afrika bringen.
faz.net

Lese-Tipp: "SZ" porträtiert das Schwesternpaar Magdalena Rogl und Laura Dornheim.

Lese-Tipp: Magdalena Rogl (Foto) und Laura Dornheim sind digitale Medienfrauen, erfolgreich – und Schwestern. Barbara Vorsamer porträtiert die Microsoft-Kommunikatorin Rogl und die Eyeo-Kommunikatorin Dornheim. Beide litten unter einem gewalttätigen Vater, starteten unterschiedlich ins Berufsleben – und sind heute in ähnlichen Jobs wieder geschwisterliche Rivalinnen.
"Süddeutsche", S. 48 (Paid)

Lese-Tipp: Peter Huth besucht die "Bild"-Ausstellung in Rostock.

Lese-Tipp: Peter Huth, Chefredakteur der "Welt am Sonntag", schreibt in der "Welt" über seinen Besuch bei der gestrigen Eröffnung der "Bild"-Ausstellung in Rostock und erinnert dabei an die besondere Magie des Büros von Kai Diekmann. Es sei immer ein "Ort der lockeren Kommunikation" gewesen, wie die vielen entspannten Bilder von Gästen beweisen würden. Gleichzeitig smybolisierten die Aufnahmen Macht.
welt.de

Lese-Tipp: Tesla vereint alle Zulieferer in US-Gemeinschaftswerk.

Lese-Tipp: Das Gemeinschaftswerk von Tesla und Panasonic in Nevada produziert bereits mehr als 60 % aller Akkuzellen für E-Autos weltweit, scheibt Stefan Hajek. Während die deutschen Hersteller noch diskutierten, ob es sinnvoll sei, in einem Hochlohnland wie Deutschland industriell Batterien herzustellen, schaffe Elon Musk in den USA Fakten: Alles, was für die Akkus und Antriebe gebraucht wird, solle im 7-Tage-Betrieb unter einem Dach produziert werden. Dies spare Transport- und Lagerkosten, verbessere aber vor allem die interne Kommunikation bei technischen Problemen.
wiwo.de (Paid)

Lese-Tipp: Alice Schwarzer findet weibliche Social-Media-Selbstdarstellung "widersprüchlich".

Lese-Tipp: "Emma"-Herausgeberin Alice Schwarzer blickt im "stern" auf 70 Jahre Bundesrepublik zurück. Schwarzer habe es nie bereut, "Emma" nicht "Alice" genannt zu haben. Ein "altmodischer" Name sei bei Magazingründung passend gewesen. Bei Social Media beobachte Schwarzer, dass "wieder mal der Körper der Frau zum Schlachtfeld" werde. Die Frauen beschäftigten sich "ohne Ende mit ihrem Körper" und ihrer Selbstdarstellung, gleichzeitig wollten sie keine Objekte sein, was "widersprüchlich" sei.
"stern" 3/2019, S. 74-80, presseportal.de (Vorabmeldung)

Lese-Tipp: Ticket-Geschäftsidee des umstrittenen Viagogo ist so alt wie der Gladiatorenkampf.

Lese-Tipp: Viagogo zieht als Eintrittskarten-Marktplatz den Zorn von Musikern und Fans auf sich, beobachtet Michael Brächer. Mutmaßliche Viagogo-Mitarbeiter sollen mit verschiedenen Namen und Kreditkarten Tickets für den selbst ernannten "Sekundärmarktplatz" gekauft haben, Beschwerden über versteckte Gebühren häuften sich. "Die Menschen haben schon immer Tickets weiterverkauft, seit den Gladiatorenkämpfen im alten Rom", bleibt der Viagogo-Gründer Eric Baker selbstbewusst.
handelsblatt.com

Lese-Tipp: Angestellte wollen in der modernen Arbeitswelt flexibel sein, analysiert der "Spiegel".

Lese-Tipp: Unternehmen müssen im digitalen Zeitalter bisherige Arbeitsformen überdenken, schreibt der "Spiegel". Großraumbüros führten zu mehr Krankheitsfällen. Der persönliche Austausch nehme ab, die E-Mail-Flut zu. Doch die Möglichkeit, jederzeit von überall zu arbeiten, sei nicht automatisch eine Befreiung.

Ein chinesisches Reiseportal schickte die Hälfte seiner Callcenter-Mitarbeiter testweise ins Homeoffice. Die Heimarbeiter waren im Vergleich zu ihren Bürokollegen zufriedener und produktiver. Die Kehrseite: Sie wurden seltener befördert. Autorin Ann-Kathrin Nezik empfiehlt das Abschalten nach Feierabend - von ungelesenen E-Mails gehe die Welt nicht unter.
"Spiegel" 2/2019, S. 10-19 (Paid)

Lese-Tipp: Chefs werden immer jünger, sagt Personalberaterin Christine Stimpel.

Lese-Tipp: Deutsche Führungsetagen werden immer jünger, analysiert Personalberaterin Christine Stimpel im "Welt"-Interview. Die Aufsichtsräte suchten früh nach Talenten. Heutige Manager verließen trotz höherer Gehälter in den USA seltener Deutschland. Nur in der Schweiz seien die Lebensbedingungen besser, was die Rekrutierung im Ausland erschwere.
"Welt", S. 17 (Paid)

Lese-Tipp: "FAS" veröffentlicht abenteuerliche Ausreden ihres Kolumnisten.

Lese-Tipp: Die "FAS" veröffentlicht ein Spezial zum Scheitern, u.a. mit Protokoll des E-Mail-Verkehrs mit ihrem Kolumnisten Thomas Glavinic. Er liefert stets verspätet und mit abenteuerlichen Ausreden: mal hat er drei, vier Tage nicht geschlafen oder ist gegen den Tisch gefallen, ein anderes Mal sind Tasten seines Computers kaputt oder dieser gleich komplett gepfändet.
"FAS", S. 42 (Paid)

Lese-Tipp: Christoph Twickel schreibt einen Nachruf auf die Zeitschrift "Spex".

Lese-Tipp: Christoph Twickel spendiert der Popzeitschrift "Spex" zum Erscheinen deren letzter Ausgabe einen Nachruf. Twickel stellt fest, dass das Magazin mit vermittelndem Journalismus eigentlich wenig zu tun hatte. Außenstehende fänden keine Erklärungen oder Infokästen. Doch gerade das habe "Spex" so authentisch gemacht – als Magazin von Insidern für Insider.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: DB-Museum zeigt wie Spione und Propaganda die Bahn nutzten.

Lese-Tipp: Die Sonderausstellung Geheimsache Bahn im DB-Museum in Nürnberg dokumentiert, wie Schmuggler, Propaganda und Spione die Bahn nutzten. Sueddeutsche.de-Autor Marco Völklein erzählt etwa, wie Agenten aus dem Westen die Zugtoiletten der Interzonen-Züge als tote Briefkästen benutzten und wie die Ost-Spione die Klos mit versteckten Kameras überwachten. Die Ausstellung ist bis Ende Juni zu sehen.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Christoph Scheuermann ist auf der Suche nach dem echten Fergus Falls.

Lese-Tipp: Christoph Scheuermann , "Spiegel"-Korrespondent in den USA, begibt sich im Fall Relotius in Fergus Falls auf die Suche nach der Wahrheit. Drei Tage verbringt er in der Kleinstadt in Minnesota, wobei es seltsam sei, "mit den falschen Bildern im Kopf durch die Wirklichkeit zu laufen und Vergleiche zu ziehen". Die Zeit in Fergus Falls sei für Scheuermann eine Lektion in Demut gewesen, bei der er sich im Namen des "Spiegels" entschuldigen musste – "auch das gehört jetzt zu meinem Job".
spiegel.de

Lese-Tipp: Einwohner stellen klar, was Claas Relotius über ihre Stadt zusammenfantasiert hat.

Lese-Tipp: Michele Anderson und Jake Krohn aus Fergus Falls in Minnesota nehmen Stück für Stück die Geschichte In einer kleinen Stadt von "Spiegel"-Reporter Claas Relotius auseinander, der die Bewohner der Kleinstadt porträtiert. Schon der Wald, durch den sich Relotius in seinem Text der Stadt nähert, existiere nicht. Die Personen im Text erschienen wie Film-Figuren. In 7.300 Wörtern seien lediglich die Durchschnittstemperatur und die Einwohnerzahl korrekt.
medium.com via twitter.com/jhaentzschel

Lese-Tipp: Oliviero Toscani spricht über seine Rückkehr zu Benetton.

Lese-Tipp: Fotograf Oliviero Toscani spricht im "Welt"-Interview über Social Media, Kreativität, Politik und vor allem seine Rückkehr zu Benetton. Die Modekette sei mittlerweile anders als vor zehn Jahren, er selbst werde mehr geschätzt. Mit seinen viel beachteten Kampagnen habe er früher nicht zum Unternehmen und dessen Produkten gepasst: "Die Werbung war für junge Leute, aber in die Geschäfte kamen nur deren Tanten", sagt Toscani.
welt.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Der "stern" interviewt seinen Cartoonist Tetsche zum Abschied.

Lese-Tipp: Vor 44 Jahren erschien erstmals ein Cartoon von Tetsche im "stern". Nun ist Schluss mit der wöchentlichen Serie. Zum Abschied erinnert er sich im Gespräch mit Kester Schlenz an seine Anfänge beim "stern", Lob und Kritik von Lesern für spezielle Zeichnungen und wie er versteckte Botschaften an Bekannte in seine Zeichnungen aufnahm.
"stern" 51/2018, S. 74 (Paid)

Lese-Tipp: Ex-Chefredakteur Diedrich Diederichsen erinnert sich an "Spex".

Lese-Tipp: Diedrich Diederichsen, von 1985 bis 1990 Chefredakteur der Musikzeitschrift "Spex", die zum Jahresende eingestellt wird, erinnert sich in der "Süddeutschen Zeitung" an seine Zeit beim Magazin zurück. Er und seine Kollegen seien schon damals weniger Gatekeeper gewesen, als "vergebens um Ordnung bemühte Hausmeister".
"Süddeutsche Zeitung", S. 11 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Lewis-Chef Rafael Rahn sieht bei Unternehmen Social-Media-Nachholbedarf.

Lese-Tipp: Social-Media-User wollen kein Zaungast sein, sondern ein aktiver Teil einer Community, sagt Rafael Rahn (Foto), Deutschland-Chef der Agentur Lewis, im Interview mit Sarah Hölting. Der Großteil der Unternehmen nutze Social-Media-Kanäle einseitig, um über Produkte zu berichten. Nachholbedarf hätten viele Firmen bei der User-Interaktion.
absatzwirtschaft.de

Lese-Tipp: "FAS" portraitiert Super-RTL-Chef Claude Schmit.

Lese-Tipp: In der "FAS" portraitiert Jan Hauser den Geschäftsführer von Super RTL, Claude Schmit (Foto). Schmit ist seit dem Start beim Sender, seit 2000 ist er Geschäftsführer. Nebenher zieht er drei eigene und drei Stiefkinder groß und übersteht einen Hirntumor. Als er 2017 einen schweren Sturz hat, lenkt er die Geschäfte bereits wenig später wieder vom Krankenbett aus.
"FAS", S. 30, blendle.com (Paid)

Lese-Tipp: Bernd Dörries geht vermeintlichem Elefanten-Massaker in Botswana nach.

Lese-Tipp: Anfang September verbreiten Medien in aller Welt Meldungen über ein Elefanten-Massaker in Botswana, das angeblich größte bisher in Afrika, lanciert von der Tierschutz-Organisation Elephants Without Borders. Bernd Dörries forscht nach und stößt auf Zweifel, ob die Geschichte so wirklich stimmt oder nicht eher interessensgetrieben ist.
"Süddeutsche Zeitung, S. 3 (Paid)

Lese-Tipp: Döpfners Auto-Quartett diskutiert über Mobilität.

Lese-Tipp: Springer-Chef Mathias Döpfner diskutiert mit VW-Chef Herbert Diess, Daimler-Boss Dieter Zetsche und Wirtschaftsminister Peter Altmaier über die Mobilität der Zukunft. Beiden Auto-Managern ist eigene IT und Software in den Fahrzeugen wichtig, um nicht von Google und Co abhängig zu sein. Döpfner erzählt, dass Springer-Mitarbeitern ein Kita-Platz im Haus inzwischen wichtiger sei als ein Dienstwagen. Diess glaubt, dass "die emotionale Seite von Autos" dennoch wichtig bleiben werde. Altmaier träumt schon von der Fahrt in einem autonomen Taxi nach Paris.
"Welt am Sonntag", S. 11-16 (Paid)

Lese-Tipp: Forscherin Susan Benesch fürchtet Domino-Effekt durch gefährliche Sprache.

Lese-Tipp: Susan Benesch erforscht beim Projekt Dangerous Speach den Zusammenhang von Sprache und Gewalt. Wenn eine nur leicht gefährliche Sprache sozial akzeptabler werde, werde auch jene Sprache gebräuchlicher, die eine Stufe gefährlicher ist, sagt Benesch im "Spiegel"-Interview. Debatten seien durchs Internet härter geworden, würden aber statt im Verborgenen öffentlich ausgetragen. Löschen von Beiträgen sei keine Lösung, weil es die Meinung von Menschen nicht verändere.
"Spiegel" 47/2018, S. 142- 145 (Paid)

Lese-Tipp: Tim Berners-Lee arbeitet an einer "Magna Carta" des Internets.

Lese-Tipp: Internet-Vater Tim Berners-Lee arbeitet an einer "Magna Carta" des Internets, die u.a. Regierungen dazu verpflichten soll, jedem Menschen Zugang zum Netz zu ermöglichen und gleichzeitig die Privatsphäre zu respektieren. Unterzeichnet haben u.a. bereits Frankreich sowie Google und Facebook - obwohl der "Contract for the web" den Geschäften der Netz-Giganten eigentlich im Weg steht.
"FAZ", S. 13 (Paid), contractfortheweb.org (Projekt)

"Zeit" schreibt über Firmen-Geflecht des Journalistenwatch-Geldgebers.

Lese-Tipp: Die "Zeit" recherchiert zu den Hintermännern der rechten Nachrichtenseite Journalistenwatch und deren Geldgeber: Anwalt Philipp Wolfgang Beyer, der erkannt hat, "wie glänzend sich im rechten Milieu verdienen lässt". Er habe mehr als 20 Vereine, Firmen und Initiativen gegründet - und soll damit geschätzte 6.500 Mandanten um 9 Mio Euro erleichtert haben.
zeit.de

Lese-Tipp: "Zeit"-Autorin besucht das Micky-Maus-Archiv.

Lese-Tipp: Katja Nicodemus besucht für die "Zeit" zum 90. Geburtstag von Micky Maus das Archiv von Disney in Kalifornien. Insgesamt lagern dort zwischen 70 und 100 Mio Blätter. Nicodemus sieht die erste Micky-Skizze und wie sich die berühmte Maus im Laufe der Zeit verändert hat. Wandel sei erlaubt, rauchen, Drogen nehmen oder Sex haben dürfe Micky aber genauso wenig, wie politisch sein.
"Zeit" 45/2018, S. 45 (Paid)

Lese-Tipp: Peter Frey vom ZDF will Kritikern zuhören, ohne angepöbelt zu werden.

Lese-Tipp: Peter Frey (Foto) und Hilke Petersen vom ZDF sprechen im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" über die aktuelle Beziehung zwischen dem Bürger und den Medien, die Altersstruktur des ZDF bei Instagram – 60 % sind unter 34 Jahren – und darüber, dass AfD-Politiker sich bei laufender Kamera oft anders äußern als ohne.
stuttgarter-zeitung.de (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: ZDF-Chefredakteur Peter Frey findet Journalisten wichtiger denn je.

Lese-Tipp: "Zeit" beschreibt den Leidensweg von Mesale Tolu.

Lese-Tipp: Die "Zeit" beschreibt, wie die Journalistin Mesale Tolu nach der Haft in der Türkei ihr Leben zurückerobert. Die Familie bricht ihre Zelte in Istanbul ab und kehrt zurück nach Deutschland. Trotzdem sagt Tolu, dass sie die Stadt liebt. Ihr kleiner Sohn, der zeitweise mit in Haft saß, solle nie wieder in die Türkei zurückkehren.
"Zeit" 44/2018, S. 64-65 (Paid)

Lese-Tipp: Fake News sind für Historiker Harari kein neues Facebook-Phänomen.

Lese-Tipp: Medien ohne zahlende Nutzer tendieren im Kampf um Aufmerksamkeit stärker zu Aufreger-Themen, analysiert Yuval Noah Harari. Auf vier Seiten unterhält sich der Historiker mit Springer-Boss Mathias Döpfner in der Welt am Sonntag u.a. über die stärker werdende Deutungshoheit von Google als Konkurrenz für Werbeträger.
"Welt am Sonntag", S. 13-16 (Paid)

Lese-Tipp: Thomas Ganske will seinen Verlag nicht "verzwergen".

Lese-Tipp: Verleger Thomas Ganske spricht mit der "Wirtschaftswoche" offen über das schwierige Geschäft in kriselnden Printzeiten. Er kämpft mit stetig schrumpfenden Umsätzen, sein Sohn mit dem Überführen des Verlags ins digitale Zeitalter. "Gezielt verzwergen" will Ganske den Verlag nicht. Kritiker werfen ihm vor, Führungskräfte zu vergraulen, nicht loslassen zu können und das Geld gut laufender Geschäftsbereiche in marode zu stecken. Ganske will weitermachen, jedes Jahr mindestens ein neues Magazin auf den Markt bringen und in der Buchsparte die Abhängigkeit vom Bestsellergeschäft verringern.
"Wirtschaftswoche" 43/2018, S. 58 (Paid)

Lese-Tipp: Ex-Mitarbeiter erinnert an das "Musenalp"-Magazin.

Lese-Tipp: Ende der 1970er und 1980er Jahre erzielte das Magazin "Musenalp" in der Schweiz große Erfolge – mit unbezahlten Beiträgen von Lesern und einem eigenen Versandhandel. Burkhard Riedel, ehemals beim deutschen Ableger beschäftigt, erinnert an das Heft und dessen Gründer Othmar Beerli und beschreibt, wie der gescheiterte Versuch, nach Deutschland zu expandieren, der Anfang vom "Musenalp"-Ende war.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Ex-"Abendblatt"-CvD erinnert sich an die alten Zeiten des Drucks.

Lese-Tipp: Peter Schmachthagen, ehemals Chef vom Dienst beim "Hamburger Abendblatt", erinnert an die Zeit, als der Druck von Zeitungen noch ein aufwändiges Verfahren war und wie das die Redaktionsarbeit prägte. Redakteure galten in den Augen der hochgestellten Techniker als verzichtbar. Volontäre mussten zunächst auf die harte Tour lernen, Texte passend für das Layout zu schreiben.
abendblatt.de (Paid)

Lese-Tipp: Susanne Beyer schaut auf die Geschichte des Männerladens "Spiegel".

Susanne Beyer, stellvertretende "Spiegel"-Chefredakteurin, blickt in der #frauenland-Sonderausgabe "von in­nen nach in­nen" – auf die Geschichte des "Spiegel". Sie spricht mit Zeitzeuginnen über die Unternehmenskultur der Anfangsjahre unter Augstein und recherchiert, welche Auswirkungen das "Ver­hält­nis der Ge­schlech­ter" heute darauf hat, "wie Frau­en sich im Be­ruf ent­wi­ckeln oder eben nicht ent­wi­ckeln".
"Spiegel #frauenland", S. 118-123 (Paid)

Lese-Tipp: Streamingdienste im Test.

Lese-Tipp: Sky hat gegenüber den US-Streaminganbietern aufgeholt, analysieren Markus Ehrenberg und Kurt Sagatz. Amazon Prime Video punktet mit abrufbaren Listen der im Bild sichtbaren Schauspieler. Netflix bietet unterschiedliche Profile, sodass nicht jeder in der Familie Einblick in fremde Playlisten bekommt. Eine soziale Empfehlung über Freunde wie bei Spotify fehle bei allen Streaminganbietern.
tagesspiegel.de

Lese-Tipp: Constanze Kurz und Frank Krieger gehen Desinformation auf den Grund.

Lese-Tipp: Desinformation in sozialen Medien ist keine neue Idee – "Des­infor­ma­zi­ja" hieß bereits eine Abteilung des KGB, schreiben Con­stan­ze Kurz (Foto) und Frank Rie­ger. Die "FAS" druckt einen Ausschnitt ihres Buchs "Cyberwar". Je­des neue Me­di­um werde um­ge­hend für Zwe­cke der Be­ein­flus­sung ge­nutzt. Moderne Desinformation will Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit und Kon­fu­si­on erzeugen, um daraus politisch Kapital zu schlagen – die Methoden von Putin und Trump sind sich dabei ähnlich.
"FAS", S. 40 (Paid)

Lese-Tipp: "Bilanz" interviewt Trumps Ex-Kommunikationschef Anthony Scaramucci.

Bilanz interviewt den nach nur 11 Tagen geschassten Trump-Kommunikationschef Anthony Scaramucci. Im Gespräch beschreibt Scaramucci Trump als "stur", behauptet aber, im Jahr nach seiner Entlassung trotzdem rund 15 mal mit ihm telefoniert zu haben. Schuld an Scaramuccis Rausschmiss sei vor allem General John Kelly: "Er hat mich erschossen."
"Bilanz", S. 64 (Paid), turi2.de (Background)

Lese- und Video-Tipp: Aktion #Deutschlandspricht fördert Gespräche mit Fremden.

Lese- und Video-Tipp: Unter dem Motto Deutschland spricht hat Zeit Online am Sonntag dazu aufgerufen, mit Fremden ins Gespräch zu kommen. Beim Begleit-Event in Berlin beunruhigt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dass die "schiere Überflutung" von Beleidigungen und Beschimpfungen im Netz, die "Grenze zwischen dem Unsagbaren und Unsäglichen immer weiter verschwimmen" lasse. Sascha Lobo sagt, mit Nazis könne er nicht reden. Harald Martenstein appelliert, Hass nicht mit Gegenhass zu begegnen.
zeit.de (Videos), zeit.de (Manuskript Steinmeier)

Lese-Tipp: Ex-BR-Redakteurin Isabel Mühlfenzl überraschte die Wirtschaftswelt.

Lese-Tipp: Isabel Mühlfenzl, 91, war 1961 die erste Frau in der Wirtschaftsredaktion des Bayerischen Rundfunks. In der männlich dominierten Wirtschaftswelt hat sie manche Interview-Partner überrascht, weil diese "Dr. Mühlfenzl und nicht seine Sekretärin" erwarteten, schreibt Lea Binzer in ihrem Porträt. In den USA hat Mühlfenzl amerikanischen Monetarismus kennengelernt, in Deutschland Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl in Wirtschaftsfragen beraten. 2014 hat sie einen alten Bahnhof gekauft und renoviert.
"Süddeutsche Zeitung am Wochenende", S. R6 (Paid)