Lese-Tipp: "Tennis Magazin" protokolliert den historischen Kerber-Sieg.

Lese-Tipp: Das "Tennis Magazin" vom Jahr Top Special Verlag erscheint anlässlich des historischen Wimbledon-Siegs von Angelique Kerber mit 20 Sonderseiten. Reporter Jannik Schneider begleitet die Spielerin durch den Finaltag und protokolliert ihre Vorbereitungen von der Ankunft im All England Club über den Sieg bis zur Live-Schaltung ins "Aktuelle Sportstudio" am Abend. Das Magazin zeigt viele Fotos und interviewt Tennis-Legende Boris Becker zum Erfolg von Kerber.
"Tennis Magazin" 8/2018 (Paid)

Lese-Tipp: Douglas-Chefin Tina Müller hat viele Baustellen, aber nur begrenzte Mittel.

Lese-Tipp: Douglas-Chefin Tina Müller steht vor dem Dilemma, dass sie den Parfümerie-Konzern einerseits rundum erneuern soll und will, ihr aber andererseits die Mittel fehlen, alles gleichzeitig zu verbessern, schreibt Martin Mehringer. Vor großen Investments muss Douglas erst 2 Mrd Euro Schulden bedienen. Die Rabattschlacht ihrer Vorgängerin könne Müller nicht abrupt beenden, zugleich sollen Exklusiv- und Nischenmarken für Abgrenzung sorgen.
"manager magazin" 8/2018, S. 13/14 (Paid)

Lese-Tipp: Trash-TV vereint Narzissmus und Voyeurismus, schreibt Jochen Siemens.

Lese-Tipp: Beim Trash-TV sind der Narzissmus der Darsteller und der Voyeurismus des Publikums so nah wie kaum woanders, schreibt Jochen Siemens. "Dschungelcamp", "Bachelor", "Big Brother" oder "Topmodel" sind günstig zu produzieren und ertragreich am Werbemarkt. Weit mehr als 100 Kandidaten und Teilnehmer braucht das Privatfernsehen pro Jahr, die in den Shows "meist nicht viel mehr als Psycho-Topfschlagen spielen, aus ihrem oft langweiligen Leben erzählen oder über andere lästern". Die Kandidatenfahnder der TV-Sender suchen ihren Nachschub verstärkt auch in sozialen Netzen.
"stern" 30/2018, S. 66-71, blendle.com (Paid)

Lese-Tipp: "Kleiner Feigling" ist ohne Marktforschung entstanden.

Lese-Tipp: Rüdiger Behn hat 1992 den Kleinen Feigling erfunden. Kaum ein anderer Schnaps weckt so viele Erinnerungen an Trinkspiele wie der Wodka-Feigen-Likör. Hinter dem Erfolg steckt keine jahrelange Marktforschung, sagt Behn der "Zeit". Der Name komme vom Inhalt, für das Logo habe er sich in drei Sekunden entschieden. Den größten Umsatz bringen Schützenfeste und Karneval.
"Zeit" 29/2018, S. 28 (Paid)

Lese-Tipp: Spar-Visionär Richard Rebmann verlässt die SWMH.

Lese-Tipp: Josef-Otto Freudenreich blickt zum Abschied von SWMH-Geschäftsführer Richard Rebmann (Foto) auf dessen Wirken zurück. Mit seinem 3-P-Programm - "Personal abbauen, Produktqualität senken, Preise erhöhen" - kam er vom "Schwarzwälder Boten" als Visionär zur SWMH. Statt fetten Dividenden brachte die Medienkrise den Gesellschaftern während Rebmanns Amtszeit hohe Verluste und sinkende Auflagen. Mit Ex-ProSiebenSat.1-Mann Christian Wegner, einem großzügigen Geldausgeber mit Hang zum Chaotismus, kommt nun Rebmanns Gegenmodell zur SWMH.
kontextwochenzeitung.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Stefan Niggemeier und Harald Martenstein führen ein Streitgespräch.

Lese-Tipp: Stefan Niggemeier und Harald Martenstein treffen sich zum Streitgespräch. Die beiden Lieblings-Streithähne diskutieren über Privilegien alter weißer Männer und Martenstein wirft Niggemeier vor, schlecht zur Herkunft des Begriffs "Nacht der langen Messer" recherchiert zu haben.
uebermedien.de (Paid)

Lese-Tipp: Deutsche Album-Charts spiegeln die Extreme der Musik-Geschmäcker.

Lese-Tipp: In den deutschen Album-Charts prallen Schlager und Gansta-Rap aufeinander. Felix Zwinzscher versucht, das komplexe System zu durchdringen: Physische Tonträger sind für die Chart-Platzierung wertvoller als Online-Streams. Entscheidend ist der Umsatz, nicht die Stückzahl. Rapper und Hip Hopper pushen ihrer Alben mit teureren Fan-Paketen nach oben, Schlagern und Volksmusik helfen die vorwiegend älteren Hörer, die lieber CDs kaufen.
"Welt am Sonntag", S. 53 (Paid)

Lese-Tipp: Die "Süddeutsche" stöbert in Dagmar Berghoffs Fotoalbum.

Lese-Tipp: Die "Süddeutsche Zeitung" wirft einen Blick ins Fotoalbum der ersten "Tagesschau"-Sprecherin Dagmar Berghoff. Zusätzlich plaudert Berghoff aus dem Nähkästchen: Bei ihrer ersten "Tagesschau"-Moderation blieb ihr Chef im Studio, um notfalls einzuspringen - falls sie als Frau unter dem Druck zusammenbreche.
"Süddeutsche Zeitung", S. 46 (Paid)

Lese-Tipp: Tim Steinmetzger verkuppelt Unternehmen und Startups.

Lese-Tipp: Tim Steinmetzger sucht bei Springers Tochter Hy nach spannenden Startups. Tatjana Kerschbaumer porträtiert Steinmetzger in der turi2 edition Netze als Bindeglied zwischen Gründern und Etablierten. "Die anspruchsvollsten Kunden sind die, die sich schon genau mit Startups beschäftigt haben". Am spannendsten findet er jene, die ganz am Anfang stehen.
"turi2 edition6", S. 60 (E-Paper)

Lese-Tipp: Verbände üben laut "taz" Druck auf EU-Abgeordnete aus.

Lese-Tipp: Anne Fromm und Daniel Bouhs beschreiben, wie EU-Abgeordnete vor der heutigen Abstimmung über die Urheberrechtsreform von Befürwortern und Gegnern der Reform mit Anrufen und E-Mails "bombardiert" werden. Anonyme Quellen sagen, besonders Vertreter des BDZV warben "teilweise aggressiv" für das Leistungsschutzrecht. Die "taz" sieht eine knappe Mehrheit für das Leistungsschutzrecht. Das "Handelsblatt" schreibt, eine Mehrheit sei unsicher, die eigentlich fest eingeplante Zustimmung der liberalen Abgeordneten sei offen. Die Abstimmung findet im federführenden Rechtsausschuss statt.
taz.de, handelsblatt.com

Lese-Tipp: Eine SAP-Software ist der zwölfte Mann der Fußball-Nationalelf.

Lese-Tipp: SAP-Mann Fadi Naoum hat die Software Match Insights für die deutschen WM-Spieler entworfen, mit der Siege berechenbar werden sollen. 736 WM-Fußballer und alle 32 WM-Länderteams sind detailliert in Daten erfasst, u.a. Videosequenzen von Spielen, alle Elfmeter jedes Spielers, voraussichtliche Team-Aufstellungen und wahrscheinliche Taktiken. DFB-Analysten stellen vor jedem Spiel für jeden Spielen individuell die relevanten Daten zusammen. Mit der SAP-Software kann der DFB auch Trainingseinheiten überwachen und vermessen.
"Focus" 25/2018, S. 124-127 (Paid)

Lese-Tipp: Musikhaus Thomann profitierte vom passgenauen Internet-Shop.

Lese-Tipp: Musikhaus Thomann aus Oberfranken ist durch den frühen Aufbau eines Online-Shops und passgenaue Software zum größten Versandzentrum Europas für Musikinstrumente aufgestiegen, schreibt Maximilian Gerl. Die einzige Filiale außerhalb des Firmensitzes musste Thomann 2016 aber trotzdem schließen. Firmenchef Hans Thomann hält den Mindestlohn für bescheuert, weil er ohnehin zu niedrig sei.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: "FAZ" analysiert das Werbeduell zwischen Adidas und Nike.

Lese-Tipp: Michael Ashelm analysiert die Werbeschlacht zwischen Adidas und Nike zur Fußball-WM 2018 in Russland. Experten rechnen eher mit niedrigeren Umsätzen als bei der WM vor vier Jahren in Brasilien, da Fußballnationen wie Italien oder die Niederlande fehlen und der russische Markt schwächelt. Der starke Verfall von Trikot-Preisen noch vor Beginn des Turniers freue die Kunden und fordere den Einzelhandel heraus.
"FAZ", S. 22 (Paid)

Lese-Tipp: Viele Whistleblower leiden unter gesundheitlichen Problemen.

Lese-Tipp: Zwei Drittel von 20 befragten deutschen Whistleblowern verloren nach der Enthüllung ihren Job oder wurden in den Ruhestand versetzt, schildern Götz Hamann und Felix Rohrbeck. Martin Porwoll, ein Enthüller von gestreckten Krebsmedikamenten, war mit rund 30 Bewerbungen auf neue Jobs erfolglos und bekam Panikattacken. Laut dem Verein Whistleblower-Netzwerk leiden 12 der 20 befragten Whistleblower unter gesundheitlichen Problemen.
"Zeit", S. 19-20 (Paid), zeit.de (Vorabmeldung)

Lese-Tipp: Nils Frenzel und Dennis Sand stürzen abgrundtief ins Wohnzimmer von Facebook.

Lese-Tipp: Nils Frenzel und Dennis Sand tummeln sich 24 Stunden in der größten deutschen Facebook-Gruppe, dem Wohnzimmer. Sie protokollieren "soziale Abgründe" und "Unten-Deutschland". Nutzer streamen live von der Arbeit oder aus dem Schlafzimmer, sind nackt, beleidigen oder klopfen Nazi-Sprüche – eine kaum zu kontrollierende Masse, die nie schläft.
welt.de

Lese-Tipp: Bei Panini laufen kurz vor der Fußball-WM die Maschinen heiß.

Lese-Tipp: Kurz vor der Fußball-WM in Russland produziert der italienische Sammelbildchen-Hersteller Panini 8 bis 10 Mio Päckchen mit je fünf Sammelstickern täglich. Die Maschinen laufen seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1960 besonders zu internationalen Turnieren im Fußball auf Hochtouren. Inzwischen werden auch die Bilder von Maschinen in ihre Päckchen sortiert – in den Anfangsjahren wurden die Sticker dafür noch mit einer Schaufel gegen eine Wand geschmissen.
faz.net

Lese-Tipp: Junge Konsumenten wollen Abo-Modelle.

Lese-Tipp: Junge Kunden wollen Produkte nicht mehr besitzen, sondern nur benutzen, am liebsten mit Abo-Modellen, beobachtet Christian Schlesiger. Daimler bietet seinen Kunden z.B. ein Abo für 750 Euro monatlich an, mit dem sie bis zu zwölf Autos im Jahr fahren können – die B-Klasse für Geschäftsreisen, das Cabrio fürs Wochenende. BMW und Porsche testen ähnliche Modelle in den USA. Dort haben bereits jetzt 118 Mio Haushalte rund 200 Mio Abos für verschiedenste Dienste. Damit Abos für Rasierklingen, Müsli und Co funktionieren, müssen sie abwechslungsreich und emotional sein, schreibt Schlesiger. Von Amazon könnten Marken sich abgucken, wie Abo-kunden allumfänglich mit Premium-Leistungen umgarnt werden.
"Wirtschaftswoche" 20/2018, S. 20 (Paid)

Lese-Tipp: "Süddeutsche Zeitung" porträtiert Adidas-Chef Kasper Rorsted.

Lese-Tipp: Uwe Ritzer porträtiert Kasper Rorsted als Bauleiter auf der Dauerbaustelle Adidas. Der Chef des Sportartiklers greife ein und durch, mache sich aber aus Prinzip keine Freunde im Unternehmen. Der frühere dänische Jugendnationalspieler im Handball kommt aber dennoch bei den Mitarbeitern an – nicht zuletzt, wenn er morgens um sechs im firmeneigenen Fitnessstudio trainiert.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Mathias Döpfner spricht mit Jeff Bezos.

Lese-Tipp: Die "Welt am Sonntag" druckt auf vier Seiten das Gespräch zwischen Mathias Döpfner und Jeff Bezos (Foto), das beide anlässlich der Verleihung des Axel Springer Awards geführt haben. Darin sagt der Amazon-Gründer, dass er die "Washington Post" gekauft habe, weil er davon überzeugt gewesen sei, sie retten zu können. Der Rückhalt seiner Familie und Frau helfe ihm, Risiken einzugehen. In einem Extrateil stellt die "Welt am Sonntag" Bezos und seiner Investitionen in mehreren Beiträgen näher vor.
"Welt am Sonntag", S. 11-14 (Paid)

Lese-Tipp: Katharina Nocun analysiert die Daten, die Amazon über sie speichert.

Lese-Tipp: Netzaktivistin Katharina Nocun hat für ihr Buch "Die Daten, die ich rief" bei Amazon ihre personenbezogenen Daten angefordert. Bei Spiegel Online beschreibt sie, wie sich aus den gespeicherten Produktsuchen und Klicks Person- und Bewegungsprofile erstellen lassen. Als Konsequenz fordert sie eine Möglichkeit, inkognito bei Onlineshops recherchieren zu können.
spiegel.de

Lese-Tipp: "Spiegel" porträtiert Julian Reichelt als Fleisch gewordene "Bild".

Lese-Tipp: Julian Reichelt ist die Mensch gewordene "Bild", porträtieren Isabell Hülsen und Alexander Kühn den "Bild"-Chef. Der Überzeugungstäter wollte bereits mit 17 "Bild"-Boss werden. Mit 20 kämpfte er ein halbes Jahr lang gegen Krebs, eine Che­mo­the­ra­pie ret­te­te ihn. Hülsen und Kühn schreiben, Reichelt sei ein "Besessener", unter dem "Bild" in den Kampfmodus gewechselt sei. Reichelt habe für Kai Diekmann zu der "Bild"-Mitarbeiterin recherchiert, die Diekmann vorgeworfen hatte, sie sexuell missbraucht zu haben.
"Spiegel" 17/2018, S. 82-88 (Paid), spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Redaktion der "Denver Post" wehrt sich öffentlich gegen Eigentümer.

Lese-Tipp: Thierry Backes beschreibt, wie die Redaktion der "Denver Post" öffentlich gegen ihren Eigentümer, den Investor Alden Global Capital, rebelliert. Die Redakteure kritisieren, Alden spare das Blatt tot, obwohl es sogar Gewinne erwirtschafte. In einem Leitartikel forderte ein Ressortleiter den Investor auf, die Zeitung an jemanden zu verkaufen, der für guten Journalismus einstehen will.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: "Neue Osnabrücker Zeitung" interviewt RT-Moderatorin Jasmin Kosubek.

Lese-Tipp: RT-Moderatorin Jasmin Kosubek stellt sich im Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" den Fragen von Daniel Benedict und Burkhard Ewert. Darin sagt Jasmin Kosubek, es gäbe keinen "großen geheimen Plan" hinter RT deutsch und es sei mühsam, sich ständig als Kreml-Sprachrohr zu rechtfertigen. Anders als bei ARD und ZDF sei bei RT deutsch der Absender klar. Großen Einfluss könne ihr Kanal mangels Reichweite nicht auf die Gesellschaft ausüben.
noz.de

Lese-Tipp: Journalisten diskutieren Umgang mit sozialen Medien.

Lese-Tipp: "Welt"-Digitalberaterin Niddal Salah-Eldin, Ex-ZDF-Chef Nikolaus Brender, "Westdeutsche-Zeitung"-Chef Ulli Tückmantel und Kommunikations-Professor Carsten Reinemann diskutieren, wie Journalisten angemessen in sozialen Medien auftreten können. Brender meint, ein Journalist werbe nicht - dies gelte auch für Eigenwerbung. Salah-Eldin sagt, ihre "Welt"-Redaktion wolle die Meinungsvielfalt der Mitarbeiter auch in den sozialen Medien abbilden.
"Süddeutsche Zeitung", S. 25, blendle.com (Paid)

Lese-Tipp: Für Möbelhändler sind Rabatte Marketing, schreibt Jan Schmidbauer.

Lese-Tipp: Möbelhäuser finden mit "Jubiläumsrabatten", "Markenwochen" oder "Personalkauftagen" immer einen Grund zum Feiern, schreibt Jan Schmidbauer. Kaum ein Händler kann es sich leisten, beim Rotstift-Spiel nicht mitzumachen, die Rabatte seien oft die einzige Möglichkeit, die Läden vollzukriegen. Im Möbel-Geschäft sind Rabatte Marketing und machen unkritisch: Es geht nicht nur um den Preis, sondern auch darum, dem Kunden eine Ersparnis zu versprechen. Nur ein Möbelriese kommt weitgehend ohne Rabatt-Preise aus: Ikea.
"Süddeutsche Zeitung", S. 3 (Paid)

Lese-Tipp: "FAS"-Redakteurin wühlt sich durch ihr Facebook-Daten-Archiv.

Facebook-LogoLese-Tipp: Anna Steiner untersucht ihr persönliches Daten-Archiv bei Facebook und entdeckt, dass Facebook durch sie viele E-Mail-Adressen, Handynummern und Post-Adressen von Freunden und Bekannten erlangt hat. In der Ru­brik Wer­be­an­zei­gen kann sie zwar Interessen löschen, Facebook speichere diese aber un­ter "ent­fern­te In­ter­es­sen" wei­ter­hin. Steiner empfiehlt verärgerten Facebook-Nutzern, das Inkrafttreten der Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung Ende Mai abzuwarten und erst dann vom Internet-Riesen zu verlangen, die per­sön­li­chen Da­ten zu löschen.
"FAS", S. 25 (Paid)

Lese-Tipp: Lau­ra Cwiert­nia verfolgt ihre Daten, die mit Alexa ihre Wohnung verlassen.

Lese-Tipp: Lau­ra Cwiert­nia macht den Selbsttest und lässt Amazons Alexa in ihr Leben. An einem verlängerten Wochenende mit dem Lauschsprecher geht eine Datenmenge von 6,8 Gigabyte in ihrer Wohnung ein und aus. Ob Alexa auch zuhört und Daten übermittelt, wenn sie nicht gefragt ist, kann zwar anhand der Datenströme nicht geklärt werden – die Informationen, die freiwillig übergeben werden, seien aber auch viel spannender.
zeit.de (Paid)

Lese-Tipp: Laura Meschede arbeitet als Clickworkerin bei Amazons Mechanical Turk.

Lese-Tipp: Bei Amazons Clickworker-Plattform Mechanical Turk konkurrieren rund 500.000 Menschen rund um den Erdball um digitale Kleinstaufträge. Für Cent-Beträge führen sie meist monotone Aufgaben aus, die für Maschinen zu kompliziert sind, bewerten z.B. Bilder oder tippen Kassenbons ab. Laura Meschede hat mehrere Wochen als "Turker" gearbeitet und beschreibt ihre Erfahrungen im "SZ-Magazin".
"SZ-Magazin" 12/2018, S. 12-19, bendle.com (Paid), twitter.com/szmagazin (2-Min-Video über Recherchen)

Lese-Tipp: Markwort holt sich Hilfe fürs Netz und setzt auf Fakten im Landtag.

Lese-Tipp: Helmut Markwort spricht im "Zeit"-Interview offen über Burda und seine Pläne mit der FDP. Markwort stellt fest, dass Burda kein journalistisches Vorstandsmitglied mehr habe. Sein Nachfolger Robert Schneider habe es schwer. Für seinen Landtagswahlkampf für die FDP holt Markwort "ein paar junge Leute", die ihm im Netz helfen sollen. "Ich bin ein alter Print-Mann, ich kann mit Anzeigenblättern reden und mit Tageszeitungen und Radio und Fernsehen. Aber Netz kann ich nicht", sagt der Ex-"Focus"-Chef. Politisch sei sein Ziel, mehr Fakten in den Landtag zu bringen, mit vielen Bürgern zu reden und das Ergebnis "in klarer deutscher Sprache" zu verbreiten.
"Zeit", S. 5 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Deniz und Dilek Yücel sprechen über die Haft und die Folgen.

Lese-Tipp: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel spricht zusammen mit seiner Frau Dilek erstmals ausführlich über seine Freilassung. Die Unterstützung von Kollegen und Bürgern während der Haft habe ihm sehr geholfen. Die Bundesregierung hat ihm versichert, dass es keinen Deal mit der Türkei gab. "Ich glaube, mehr als der Bundesregierung diese Erklärung abzuverlangen, konnte ich im Knast nicht tun", sagt Yücel.

Yücel sagt, bis zu seiner Verhaftung sei die deutsche Regierung diejenige in der EU gewesen, die am freundlichsten gegenüber der Türkei war. Die Regierung von Angela Merkel habe die progressiven und demokratischen Kräfte in der Türkei zwei Mal verraten - zuletzt, als Merkel Präsident Erdogan 2015 kurz vor einer wichtigen Wahl besuchte. Dilek berichtet, wie sie etwas bessere Haftbedingungen für ihren Mann durchsetzte und sagt, sie träume noch heute jede Nacht davon, wie Deniz im Gefängnis ist und freigelassen wird.
welt.de

Lese-Tipp: Miriam Meckel erkundet die neurotechnologische Eroberung des Gehirns.

Lese-Tipp: Rund 30 Unternehmen weltweit arbeiten an der neurotechnologischen Eroberung des Gehirns. Bei Facebook z.B. forschen 60 Mitarbeiter daran, Texte in einen Computer zu denken. Miriam Meckel beschreibt in der "Wirtschaftswoche" die Entwicklung von Hirn-Computer-Schnittstellen. Mithilfe eines Implantats könnten Menschen untereinander Gedanken übertragen, ohne den Umweg über Text und Sprache. Zuvor müsste aber ein anderes Problem gelöst werden: Bisher arbeiten Mediziner bei Hirnexperimenten meist mit Kabeln im Kopf.
"Wirtschaftswoche" 12/2018, S. 20-26 (Paid)

Lese-Tipp: Günter Bannas blickt auf vier Jahrzehnte Berichterstattung zurück.

Lese-Tipp: "FAZ"-Urgestein Günter Bannas blickt auf vier Jahrzehnte Parlamentsberichterstattung zurück. Der scheidende Berliner Büroleiter der "FAZ" erzählt u.a., wie er Bundeskanzler Helmut Kohl zum Endspiel der Fußball-WM 1986 nach Mexiko begleitete und wie der junge Gerhard Schröder vielen Reportern "vertraulich" sagte, er wolle später ins Bundeskanzleramt einziehen.
"FAZ-Magazin" 03/2018, S. 30-34