Madsack macht 2017 leicht mehr Umsatz und Gewinn als 2016.

madsack_150Madsack schließt das Geschäftsjahr 2017 mit leichten Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn ab: Der Konzernumsatz steigt um rund 1 % auf 681,2 Mio Euro. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen wächst um 1,6 % auf 91,4 Mio Euro. Der Vertriebsumsatz der Tageszeitungen steigt minimal um 0,5 Mio Euro auf 257,4 Mio Euro. Das Anzeigengeschäft verzeichnet insgesamt einen Rückgang von 2,6 %.
madsack.de

"Kontext Wochenzeitung": Madsack nutzt Auslandskorrespondenten aus.

Redaktionsnetzwerk Deutschland will Auslandsberichte, aber nicht dafür bezahlen, kritisiert Willi Germund. "Ein Betroffener" erzählt, Madsack sei ein "Penny-Markt für Zeitungshäuser", zahle Auslandskorrespondenten statt monatlicher Pauschalen nur abgedruckte Artikel. Generell verschwänden aus den Medien. Es gehe nur noch um Naturkatastrophen und Trump-Anekdoten.
kontextwochenzeitung.de

Madsack schließt Druckerei in Leipzig Ende 2019.


Die Rollen gehen aus: Madsack schließt seine Leipziger Druckerei Ende 2019, meldet die Mediengruppe in einer Pressemitteilung, mutig platziert um 23.13 Uhr am Montagabend. Das Druckhaus der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft, in dem hauptsächlich die "Leipziger Volkszeitung" gedruckt wird, hat den Druckauftrag der "Bild" verloren. Rund 60 Mitarbeiter werden ihre Jobs verlieren.

Madsack will mit ihnen "gemeinsam möglichst konstruktive Lösungen finden". Die "Leipziger Volkszeitung" wird künftig bei DuMonts "Mitteldeutscher Zeitung" in Halle gedruckt, der Ableger "Dresdner Neueste Nachrichten" bei DDV in Dresden, einer Tochter von Gruner + Jahr. Beide Blätter erscheinen dann im Rheinischen Format statt wie bisher im Nordischen. (Foto: Tom Schulze / dpa-Zentralbild / Picture Alliance)
madsack.de via flurfunk-dresden.de, turi2.de (Background)

DuMont kündigt mehreren Auslandskorrespondenten.

DuMont kündigt nach den Mitarbeitern seiner Hauptstadtredaktion auch mehreren seiner Auslandskorrespondenten, schreibt Ulrike Simon. Künftig bezieht DuMont seine überregionalen Inhalte von Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland. Madsack wolle nur wenige der bisherigen DuMont-Korrespondenten weiterbeschäftigen und wenn nur pro Artikel bezahlen.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Wolfgang Büchner hält Festhalten an einem eigenen Mantel für falschen Stolz.

"Ich finde es wertvoller, die Vielfalt von Regionalzeitungen überhaupt zu erhalten, als zuzuschauen, wie Zeitungen im Stolz sterben, weil sie versuchen, ihre Mantelredaktion aufrechtzuerhalten."

Wolfgang Büchner, Chefredakteur bei Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland, verteidigt im Interview mit der "taz" Zentralredaktionen und sieht sie eher als Investitions- denn als Sparmodell.
taz.de

Klick-Tipp: RND berichtet 54 Stunden über Gladbecker Geiseldrama.

Klick-Tipp: Das Redaktionsnetzwerk Deutschland erzählt heute ab 7.15 Uhr in einem Digital-Special vom Gladbeck-Geiseldrama. Am 16. August 1988 nahmen zwei Gangster bei einem Bank-Überfall Geiseln, Reporter folgte ihnen mehrere Tage, der damalige "Bild"-Chefredakteur Udo Röbel stieg zu ihnen ins Auto. RND erzählt in sechs Teilen in Echtzeit, 54 Stunden lang.
gladbeck.rnd.de, turi2.de (Röbel)

Kai-Hinrich Renner: Madsacks Druckerei in Leipzig verliert "Bild" als Kunden.


Ausgedruckt: Die Madsack-Tochter Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft verliert den Druckauftrag der "Bild", schreibt Kai-Hinrich Renner. Sie druckt aktuell täglich 270.000 Exemplare, das ist mehr als die Hälfte des täglichen Druckvolumens der Druckerei. Spätestens zum Jahreswechsel 2019/20 wolle Springer die Teilauflage in die eigene Druckerei in Berlin-Spandau holen.

Madsacks "LVZ"-Schwesterblatt "Dresdner Neueste Nachrichten" könnte laut Renner zur Dresdener DDV-Mediengruppe wechseln, einer Tochter von Gruner + Jahr. Madsack und DDV würden auch "über weitere Verlagsdienstleistungen" sprechen. Sollte die Leipziger Druckerei zur Disposition stehen, stünden die Chancen für DuMonts Druckerei in Halle gut, den Auftrag zu erhalten, schreibt Renner - dort entsteht, eine halbe Autostunde von der Leipziger Druckerei entfernt, die "Mitteldeutsche Zeitung".
abendblatt.de

Marco Fenske und Gordon Repinski werden RND-Vizechefredakteure, Rüdiger Ditz geht zum Medien-Campus.

RedaktionsNetzwerk Deutschland macht Marco Fenske (Foto), 34, und Gordon Repinski, 40, zu Vize-Chefredakteuren. Fenske übernimmt die operative Gesamtleitung des neuen Newsrooms. Repinski ist zuständig für überregionale Politik und Wirtschaft. Rüdiger Ditz, 54, wechselt zu Madsacks Medien-Campus und bildet dort als Oberlehrer den Medien-Nachwuchs aus.
madsack.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Marco Fenske baut mit dem Sportbuzzer dem Regional-Fußball die große Bühne.

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Leidenschaftliche Journalisten und kreative Digitalexperten beim RND in Hannover gesucht!
Werde Teil eines der größten redaktionellen Netzwerke Deutschlands: Wir suchen für das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) leidenschaftliche Journalisten und kreative Digitalexperten. Alle Jobangebote auf einen Blick gibt’s hier: www.rnd.de/jobs

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"Leipziger Volkszeitung" druckt eine eigene Wirtschaftszeitung.

Madsack: Die "Leipziger Volkszeitung" legt am Freitag einen eigene Wirtschaftszeitung für 2,90 Euro an den Kiosk. Der Titel kommt mit 20.000 Startauflage und einem Umfang von 32 Seiten. Der Titel im kleinen rheinischen Format erscheint zunächst quartalsweise und wird bei der Madsack-Schwester "Märkische Allgemeine Zeitung" in Potsdam gedruckt, berichtet flurfunk-dresden.de. Die Redaktionsleitung übernimmt der langjährige Wirtschaftschef Ulrich Milde.
flurfunk-dresden.de

Zitat: Thomas Düffert verteidigt den Konsolidierungs-Kurs bei Madsack.

"Die pure Existenz einer Regional- oder Lokalzeitung sollte uns wichtiger sein, als der vermeintliche Rückgang der Pressevielfalt im Überregionalen."

Madsack-Chef Thomas Düffert sieht beim Festakt zu 125 Jahren Madsack in Zentralredaktionen keine Gefahr für die Medienvielfalt. In Zeiten der Digitalisierung würden die Stimmen eher mehr als weniger.
turi2 vor Ort in Hannover

Zitat: Frank Überall kritisiert die Heimlichtuerei von Madsack.

"Die Madsack-Manager müssen lernen, dass Geschäftspolitik nach Gutsherrnart bei uns und den Betroffenen auf Widerstand stößt."

Frank Überall, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands, missbilligt die Geschäftspraktiken bei Madsack, die zur Anzeige durch die Journalistenverbände DJV und DJU sowie die Betriebsräte gegen den Verlag geführt haben.
djv.de, turi2.de (Background)

DJV, DJU und Betriebsräte erstatten Anzeige gegen Madsack.

madsack_150Madsack: Die Journalistenverbände DJV und DJU sowie die betroffenen Betriebsräte beantragen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Verlag. Die Verantwortlichen hätten bei der Bündelung der Online-Aktivitäten im neuen Newsportal RND.de die Interessenvertretungen verspätet und unzureichend informiert. Dadurch sei den Betriebsräten u.a. die Möglichkeit genommen worden, Vorschläge zur Sicherung von Arbeitsplätzen zu unterbreiten. Bei Madsacks Regionalzeitung soll je nur ein Onliner verbleiben, die restlichen Stellen gehen in die Zentral-Redaktion über.
djv.de, turi2.de (Background)

Zitat: Uwe Vorkötter sieht DuMont vor dem Journalismus, der sich ums große Ganze dreht, kapitulieren.

"Es gibt Fusionen auf Augenhöhe. Es gibt Partnerschaften. Es gibt Beteiligungen. Im Fall DuMont werden wir Zeugen einer Kapitulation."

DuMont gibt mit der Madsack-Fusion jegliche Ambitionen auf, zu den führenden Zeitungsverlagen der Republik zu gehören, analysiert Uwe Vorkötter, Chefredakteur von Horizont und einst von DuMonts "Berliner Zeitung". Damit würden die Eigentümer den Kern des Lebenswerks von Alfred Neven DuMont veräußern – publizistische Ambitionen hätten sie aber sowieso nie gehabt.
horizont.net, turi2.de (Background)

Gewerkschaften und DuMont-Betriebsrat kritisieren Zusammenschluss mit Madsack.

djv-LogoMadsack und Dumont: Die Gewerkschaften und der gemeinsame Betriebsrat der drei Berliner DuMont-Redaktionen kritisieren den Zusammenschluss. "Die Hauptstadtredaktion wird bis zum Herbst dieses Jahres dicht gemacht. Es gibt sie seit acht Jahren, sie hat mit immer weniger Redakteuren unter einem schwierigen Konstrukt immer mehr Arbeit geleistet." In der neuen RND Berlin GmbH gebe es zehn neue Stellen, auf die sich die 17 DuMont-Redakteure im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung neu bewerben sollten. Verdi/dju, DJV Berlin, und JVBB fordern faire Angebote über eine Weiterbeschäftigung für die Redakteure, die nicht in der neuen Redaktion arbeiten werden.
per Mail, turi2.de (Background)

Madsack und DuMont verbünden sich in Berlin.


Berliner Partnerschaft: Die Madsack Mediengruppe und DuMont schmieden eine gemeinsame Hauptstadtredaktion. Wolfgang Büchner und Uwe Dulias werden die Chefs der neuen RND Berlin GmbH, Gordon Repinski leitet das Büro.

Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland ist an dem Joint Venture mit 75% beteiligt, DuMont mit 25%. Die gemeinsame Redaktion liefert die Politik- und Wirtschaftsinhalte für beide Mediengruppen. Die Redakteure sitzen im bisherigen Hauptstadtbüro des RND im Gebäude der Bundespressekonferenz. Alle in Berlin ansässigen Journalisten des RND wechseln in die neue Gesellschaft. Thorsten Knuf, Korrespondent von DuMont, schreibt auf Twitter, die DuMont-Mitarbeiter "können sich bei einem neuen Gemeinschaftsunternehmen bewerben, das mit der Madsack-Gruppe gegründet werden soll".

Außerdem werden sechs DuMont-Titel Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland: Ab Oktober können "Berliner Zeitung", "Kölner Stadt-Anzeiger", "Mitteldeutsche Zeitung" sowie der "Express", die "Hamburger Morgenpost" und der "Berliner Kurier" auch auf überregionale Inhalte vom RND zugreifen. Das Kartellamt muss dem Zusammenschluss noch zustimmen.
kress.de, madsack.de, twitter.com (Thorsten Knuf) turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Uwe Dulias macht Madsacks Volontäre fit für die Zukunft.

Madsack legt seinen Zeitungen das Magazin "WM 2018" bei.

Madsack erscheint zum Start der Fußball-WM mit dem Magazin "WM 2018" als Beilage in seinen 15 Tageszeitungen. Das Tabloid-Heft verspricht "64 Seiten Fußball-Expertise" und kann auch von externen Verlagen genutzt werden – 14 sind laut Madsack bereits an Bord. Die Auflage liegt dadurch bei mehr als 1 Mio, sagt Sportchef Marco Fenske. Externe Verlage können 30 Anzeigenflächen im Heft regional vermarkten. Der Chef des Fußballportals Sportbuzzer.de kündigt außerdem weitere WM-Formate an. So werden etwa zusätzlich zu den Nationalmannschafts-Reportern drei Journalisten während des Turniers mit einem Wohnmobil durch Russland reisen und darüber berichten.
per Mail

Aus dem Archiv von turi2.tv: Marco Fenske baut mit dem Sportbuzzer dem Regional-Fußball die große Bühne.