Umfrage: 70 % der Konsumenten interessieren sich nicht für Influencer-Empfehlungen.

Influencer: 70 % der Konsumenten interessieren sich nicht für Beauty-Produktempfehlungen in sozialen Medien, sagt eine von "Horizont" beauftragte Forsa-Umfrage. Nur 4 % der Befragten sind interessiert oder sehr interessiert. Kosmetische Eigenkreationen der Influencer wecken lediglich bei 4 % der befragten Männer und 9 % der Frauen Interesse.
horizont.net (Paid)

Zitat: Aldi Süd erwartet von Influencern Identifizierung mit der Marke.

"Der erste Filter bei der Auswahl ist für uns immer, ob sich ein Influencer mit der Marke Aldi Süd identifizieren kann."

Marco Ganser, Marketingchef von Aldi Süd, sagt im "Horizont"-Interview, dass auch Nano- und Mikro-Influencer, die sich intensiv mit ihrer Community austauschen, trotz geringerer Reichweite sehr wirkungsvoll sein können.
"Horizont" 25/2019, S. 14 (Paid)

Volkswagen will direkt mit Kunden kommunizieren.


Emotional und digital: Volkswagen will mit Digital-Marketing und personalisierten Angeboten aus dem Dieselgate-Tal herauskommen. Im Spätherbst bekommt die Marke ein neues Design, in dessen Zuge der Autobauer auch sein Marketing "völlig neu" ausrichten wird, sagt Marketingchef Jochen Sengpiehl im "Handelsblatt"-Interview. Dazu baut Volkswagen Digital-Plattformen, die "personalisierungsfähig und datengetrieben" sein sollen, um "direkt mit den Kunden zu kommunizieren".

Den Vergleich mit großen Tech-Playern scheut Sengpiehl nicht: "Wir schaffen ein Interface mit einer ID-Nummer je Kunde – genauso wie es die Kunden von Apple oder Google kennen." In den vergangenen Jahren hätte sich das Marketing zu sehr auf Technik und Produkt fokussiert, nun wolle VW "den Regler wieder stärker in Richtung der Menschen schieben". Bei gleichbleibendem Media-Budget von weltweit 1,5 Mrd Euro soll das Marketing 30 % effizienter werden.
"Handelsblatt", S. 24 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Adidas-Chef Rorsted erklärt Nachhaltigkeit zum Geschäftsmodell.

Lese-Tipp: Adidas hat Nachhaltigkeit ins Geschäftsmodell integriert und will damit Geld verdienen, weil das wirkungsvoller sei als Spenden, sagt Chef Kasper Rorsted im "Handelsblatt"-Interview. Die Sportmarke verkauft z.B. Kleidung aus recyceltem Plastik. In den nächsten fünf Jahren wolle Adidas Plastik vor allem vermeiden, später auf Material umsteigen, das sich selbst zersetzt.
handelsblatt.com

Bild des Tages: Coca-Cola will keine Umweltsünder-Kunden.

Rot wird Grün: Coca-Cola plakatiert in den Niederlanden den Boykottaufruf "Kauft keine Coca-Cola". Wichtig ist die Unterzeile "... wenn ihr uns nicht beim Recyclen helft". Coca-Cola will mit der weltweiten Kampagne kommunizieren, dass ab 2025 alle Verpackungen wiederverwertet werden sollen. (Foto: Coca-Cola)
wuv.de, turi2.de (Coca-Cola in der turi2 edition #8)

Huawei rechnet mit 40 % bis 60 % weniger verkauften Smartphones.

Huawei rechnet international mit einem Absatzrückgang seiner Smartphones um 40 % bis 60 %, berichtet Bloomberg. Grund ist der Handelsstreit mit den USA. Der chinesische Tech-Gigant will den Verlust auf dem Heimatmarkt ausgleichen und 2019 die Hälfte aller chinesischen Smartphones verkaufen, 2018 lag der Anteil bei 34 %.
bloomberg.com via techcrunch.com, turi2.de (Background)

turi2 edition #8: Hans-Christian Schwingen über Firmen-Turnschuhe als Erfolgssymbol.


Pretty in magenta: Hans-Christian Schwingen, Markenchef der Deutschen Telekom, räumte das Markenwirrwarr des Unternehmens auf und etablierte den Slogan "Erleben, was verbindet". Im Gespräch mit Peter Turi für die turi2 edition #8 erzählt er von Marketing-Flops, Haltungsfragen und magentafarbenen Turnschuhen. Lesen Sie das ganze Interview hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen E-Paper des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

Basta: Google macht Nestlé einen Strich durch die Rechnung.

Kreuzweise: Während Nestlé die meisten Beobachter mit seiner Ankündigung, etwas Zucker zu streichen, nicht überzeugen kann, muss sich der Lebensmittelkonzern zwischenzeitlich damit abfinden, dass Google etwas anderes streicht – und zwar durch. Bei einer Suche nach Nestlé zeigt die Suchmaschine statt des Firmenlogos zwischenzeitlich eine durchgestrichene Version des Emblems.
onlinemarketing.de

Bloß kein Greenwashing: Axel Kölle bringt Unternehmen Nachhaltigkeit bei.


Tu Gutes und sprich darüber: Dr. Axel Kölle forscht seit 25 Jahren zum Thema Nachhaltigkeit – mit dem an der Uni Witten/Herdecke entwickelten Standard für Unternehmen will er Firmen dabei helfen, sich nicht nur einen grünen Anstrich zu verpassen, sondern eine grüne Seele. Im Interview mit "Horizont" und turi2.tv am Rande des Food Trend Tags der Bauer Media Group stellt er den Unternehmen, die sich bei ihm melden, ein gutes Zeugnis aus: "Die meinen es sehr ernst", sagt der Forscher – Marken wie Ritter Sport, Brandt und Bahlsen haben sich dem sogenannten ZNU-Standard verpflichtet, mit dem die Unternehmen schrittweise nachhaltiger werden wollen.

Für Kölle ist Nachhaltigkeit – auch angesichts des Ausgangs der Europawahlen und der Fridays-for-Future-Bewegung – ein Wirtschaftsfaktor: Die jungen Leute, die heute auf die Straße gehen, "sind die Kunden von morgen". Dafür lohne es sich, in nachhaltige Unternehmensführung und Produkte zu investieren. Dort, wo es sich finanziell auszahlt, etwa beim Energie- und Wassersparen, seien die meisten Unternehmen schon nachhaltig unterwegs.
turi2.tv (5-Min-Video)

Meinung: 1&1 geht als großer Gewinner aus der 5G-Auktion.

5G-Frequenzen: 1&1 hat als einziger Anbieter Grund zur Freude am Ausgang der Versteigerung der 5G-Frequenzen, beobachtet Jonas Jansen. Telekom, Vodafone und Telefónica seien der Meinung, sie wären "ohne die lästige Konkurrenz aus Montabaur" viel günstiger davongekommen. Die Bundesnetzagentur und das Kartellamt erhofften sich durch den Neueinsteiger einen belebten Wettbewerb und sinkende Preise.
"FAZ", S. 22 (Paid), "FAZ", S. 26 (Kommentar, Paid)

Zahl des Tages: Dem Bund fehlen 7,7 Mrd Euro für den Ausbau der Digitalisierung.

Zahl des Tages: Analoge 7,7 Mrd Euro fehlen dem Bund beim Ausbau der Digitalisierung – trotz der enormen Einnahmen bei der Versteigerung der 5G-Frequenzen in Höhe von 6,6 Mrd Euro. 11,7 Mrd Euro sollen allein in den Breitbandausbau fließen, 5 Mrd Euro in den Digitalpakt Schule. 2,4 Mrd Euro schlummern dafür im Digitalsfonds.
"FAZ", S. 17 (Paid)

Zitat: Rainer Schaller wollte mit McFit von Anfang an Marktführer in Europa werden.

"Ich wollte der Aldi der Fitness-Branche werden und die Nummer 1 in Europa. Ich hatte keine Ahnung, wie ich da hinkomme."

McFit-Gründer Rainer Schaller sagt im Orange-Interview, dass er sein Fitness-Imperium von der ersten Filiale an zur Kette ausbauen wollte. Einen PLan hatte er dafür nicht, sein Erfolgsrezept: "Ich habe einfach angefangen."
handelsblatt.com

Egmont Ehapa wird Lego-Lizenznehmer und bringt ein Lego-Magazin heraus.

Egmont Ehapa hat von Lego die weltweiten Publikationsrechte für ein Kindermagazin gekauft. Im Sommer 2020 will der Verlag in Großbritannien, Deutschland, Polen und Skandinavien ein Heft für Sechs- bis Zehnjährige an den Kiosk legen. Es soll naturwissenschaftliche Inhalte vermitteln und kommt je Ausgabe mit einem exklusiven Spielzeug. Auch Blue Ocean Entertainment hat eine Lego-Lizenz und vertreibt darunter u.a. mehrere Zeitschriften und Sammelkarten.
dnv-online.de

Lego findet kein geeignetes, nachhaltiges Spielstein-Material.

Lego findet keinen adäquaten Ersatz für Plastik: Der Konzern will eigentlich bis 2030 die Produktion auf Bausteine aus nachhaltigen Rohstoffen umstellen und hat dafür mehr als 200 Materialzusammensetzungen getestet. Mais macht die Steine zu weich, andere pflanzliche Rohstoffe zu hart oder brüchig, Weizen schadet der Farbe. Lego forscht nun gemeinsam mit Coca-Cola, McDonald's, Nestlé und Procter & Gamble, die alle ebenfalls Plastik-Alternativen suchen.
manager-magazin.de

Berufe mit Zukunft: I wie Influencer – Riccardo Simonetti.


Alltag wird Content: Riccardo Simonetti zählt mehr als 200.000 Follower bei Instagram und ist damit einer der ganz großen in Deutschland. Anne-Nikolin Hagemann beschreibt Simonetti in unserer Berufe-Reihe als Influencer mit Sendungsbewusstsein über Product-Placement und Werbe-Deals hinaus: "gegen Homophobie und Rassismus, für Selbstliebe und Selbstfindung" – verpackt in eine abwechslungsreiche Show. Lesen Sie das ganze Interview hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen E-Paper des Buchs ab Seite 164.

Zahl des Tages: Zalando-Chefs verdienen 405 Mal so viel wie die Mitarbeiter.

Zahl des Tages: Bonuslastige 405 Mal so viel wie ihre Mitarbeiter haben die Zalando-Chefs 2018 eingenommen, errechnet Andreas Dörnfelder nach Vorbild einer DSW-Studie. Grundlage für die Berechnung ist der Personalaufwand von 744,3 Mio Euro bei 15.526 Mitarbeitern mit einem Durchschnittsgehalt von 47.939 Euro. Die drei Zalando-Chefs kommen derweil auf je 19,4 Mio Euro.
handelsblatt.com

5G: Auktion ist abgeschlossen und spült 6,6 Mrd Euro in die Staatskassen.


Vernetzt: Die Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G ist abgeschlossen und bringt dem Staat eine Finanzspritze von 6,6 Mrd Euro. Telekom, Vodafone, Telefónica und erstmals auch 1&1 zahlen damit deutlich mehr als die von Experten erwarteten 3 bis 5 Mrd Euro. Das Geld soll nun in die Digitalisierung fließen und u.a. den Breitbandausbau auf dem Land vorantreiben.

Die Telekom ist nun 2,17 Mrd Euro leichter, Vodafone gibt für die Frequenzblöcke 1,88 Mrd Euro aus, Telefónica zahl 1,42 Mrd Euro und 1&1 kommt auf 1,07 Mrd Euro. Die Auktion hat zwölf Wochen gedauert und sich über 497 Verhandlungsrunden hingezogen. Bei der letzten Mobilfunk-Auktion im Jahr 2015 wurden 5,08 Mrd Euro erlöst.
sueddeutsche.de

Jürgen Kornmann folgt bei der Deutschen Bahn auf Antje Neubauer.

Deutsche Bahn macht Jürgen Kornmann, bisher Leiter Kommunikation Personenverkehr, zum neuen Leiter Marketing und PR. Er tritt die Nachfolge von Antje Neubauer an, die den Konzern im Herbst verlässt. Kornmann ist gelernter Journalist und seit elf Jahren bei der Deutschen Bahn, vorher arbeitete er u.a. für VW.
horizont.net, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv (01/2017): Bahn-Sprecher Jürgen Kornmann erklärt die digitale Medienzukunft im ICE.

Immobilien-Startup McMakler sammelt 50 Mio Euro ein.

McMakler bekommt 50 Mio Euro von Investoren, die bisher höchste Summe eines Immobilien-Startups. Mit dem Geld will das Unternehmen seine Maklerplattform in Europa sowie die Teams in Deutschland, Österreich und Frankreich ausbauen. Hanno Heintzenberg und Lukas Pieczonka haben McMakler 2015 von gegründet: Hausbesitzer können ihre Immobilien verkaufen, ein Algorithmus errechnet ihnen eine Preisschätzung.
handelsblatt.com

US-Generalstaatsanwälte wollen gegen Fusion von T-Mobile und Sprint klagen.

Telekom muss um die Fusion ihrer Tochter T-Mobile US mit dem Konkurrenten Sprint fürchten. Die Generalstaatsanwälte aus zehn US-Bundesstaaten haben eine Klage gegen den Zusammenschluss eingereicht. Sie fürchten u.a. steigende Mobilfunkpreise durch weniger Konkurrenz. Die Telekom-Aufsicht FCC befürwortet den 26 Mrd Dollar schweren Deal.
handelsblatt.com (Paid), mediapost.com

Meinung: E-Sports-Publikum ist jung und nicht kommerzkritisch.

Hör-Tipp: E-Sport braucht das klassische Fernsehen nicht, um seine Zielgruppe zu erreichen, sagt Jung-von-Matt-Manager Carl Kuhn im "Horizont"-Podcast mit Giuseppe Rondinella. TV könne für die Tastatur-Athleten aber neue Zielgruppen erschließen. Sponsoren sind bei Spielern und Fans nicht nur willkommen, gelegentlich würden sie auch frenetisch bejubelt. In Sachen Doping- und Cheat-Kontrolle seinen die Veranstalter inzwischen ähnlich streng wie bei klassischen Sportarten.
soundcloud.com (48 Min)

Zitat: Startups wollen zu schnell skalieren, sagt Kärcher-Chef Hartmut Jenner.

"Die Gründerszene hat aktuell das Problem, dass Startups zu schnell im Endkundengeschäft skalieren wollen. Dabei ist der Markt für Unternehmenskunden viel größer, auch wenn es dort langsamer vorangeht."

Hartmut Jenner, Chef des Reinigungsunternehmens Kärcher, sagt im Gründerszene.de-Interview, er glaube nicht an Startups wie Helpling. Kärcher selbst setze statt auf eine große auf mehrere kleine Beteiligungen.
gruenderszene.de

turi2 edition #8: Sybille Kircher über Namen und den Erfolg ihrer Träger.


Nomen est omen: Welchen Einfluss haben Vor- und Nachname auf den Erfolg eines Menschen? Tatjana Kerschbaumer trifft sich für die turi2 edition #8 mit Sprachwissenschaftlerin und Namensfinderin Sybille Kircher. Sie sagt, dass auch ein Kevin erfolgreich sein kann und erklärt, warum Niggemeier, Kress und Turi besser als Marke funktionieren als Müller und Pawlaczyk. Lesen Sie das ganze Interview hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen E-Paper des Buchs.

Netzbetreiber wollen der Bundesnetzagentur die Frequenzvergabe entziehen.

5G: Vertreter von Deutscher Telekom, Vodafone und Telefónica werfen der Bundesnetzagentur handwerkliche Fehler vor, schreibt das "Handelsblatt". Die Netzbetreiber nehmen den Abgang dessen Abteilungsleiters zum Anlass, die Zuständigkeit der Frequenzvergabe anzuzweifeln. Stattdessen solle die Regierung den Unternehmen die Frequenzen bei freiwilligen Ausbauverpflichtungen vergeben.
handelsblatt.de (Paid)