ADAC startet erste große Image-Kampagne nach der Krise 2014 – ohne TV.

Wieder wilde Werbung: Der ADAC setzt bei seiner ersten großen Image-Kampagne nach der Krise 2014 auf außergewöhnliche Motive. Der Spot soll den Weg des Autofahrer-Klubs zur Mobilitätsplattform unterstreichen und "offen mit dem Negativen brechen", sagt Marketingchef Christian Garrels in "Werben & Verkaufen". Das Web-Video kommt mit Sätzen wie "Wir sind nicht allgemein" und "Wir sind nicht automobil". Der Leitsatz der Kampagne lautet "Einfach weiter". Das vergleichsweise schmale Budget von 1,5 Mio Euro fließt in Online- und Plakat-Werbung, nicht ins TV. Zuletzt hatte der ADAC mit der Kampagne Don't call Mom vor allem junge Nutzer angesprochen.
"Werben & Verkaufen" 34/2018, S. 40 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: BMW bilanziert Marketing ein halbes Jahr nach dem Print-Aus.

Digital statt Print: Uwe Dreher, Markenkommunikation, und Jörg Poggenpohl, Digital-Marketing, erklären das Content-Marketing bei BMW ein halbes Jahr nach dem Aus des gedruckten "BMW-Magazins". Auf BMW.com setzt die Marke auf snackable Story-Telling zu markenkompatiblen Themen ohne direkte Verkaufsabsicht. Wer sich für neue BMW-Modelle interessiert, wird eher auf der Länderseite BMW.de fündig.
"Werben & Verkaufen" 34/2018, S. 33-39 (Paid)

"W&V": Neue Bahn-Kampagne kommt mit zweistelligem Mio-Budget.

Deutsche Bahn lässt sich ihre neue Corporate-Kampagne mit Iggy Pop und Nico Rosberg einen zweistelligen Mio-Betrag kosten, schreibt "Werben & Verkaufen". Die Kampagne läuft in TV, Print und Online. Dazu kommen Auftritte in "Bild" und dem Bahn-Magazin "DB Mobil" sowie PR-Aktionen: Ex-Rennfahrer Rosberg soll die Bambi-Trophäen für die Verleihung von München nach Berlin chauffieren.
"Werben & Verkaufen" 34/2018, S. 23-25 (Paid), turi2.de (Background)

Basta: Casual Friday über den Wolken.

Lufthansa lässt locker: Konzernchef Carsten Spohr zeigt, wie es aussieht, wenn Lufthanseaten klamottentechnisch über die Stränge schlagen. Am kommenden Freitag dürfen alle Mitarbeiter Turnschuhe zu ihren Uniformen kombinieren – auch Piloten und Flugbegleiterinnen. Einreißen sollen die neuen Sitten aber möglichst nicht. Der Casual Friday sei eine einmalige Aktion.
"Bild am Sonntag", S. 13 (Paid)

VW feuert erstmals Vorstand nach Diesel-Affäre.

VW entlässt nach dem Diesel-Skandal erstmals ein Vorstandsmitglied: Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer muss endgültig gehen. Er war nach Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen beurlaubt worden, bekam die letzten 35 Monate aber weiter Gehalt. Neußer soll nach Informationen der "Bild am Sonntag" seit 2011 von den Manipulationen gewusst haben. Nachdem die Staatsanwaltschaft Braunschweig Akteneinsicht gewährte, nutze VW belastende Protokolle und E-Mails, um die Kündigung durchzusetzen. Auch weitere Mitarbeiter sollen entlassen worden sein.
"Bild am Sonntag", S. 10 (Paid)

DFB-Chef Grindel stellt Markenname "Die Mannschaft" auf den Prüfstand.


Mannschaft, adé: Der Markenname für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft "Die Mannschaft" könnte verschwinden. Im Interview mit "Bild am Sonntag" sagt DFB-Boss Reinhard Grindel, dass die Bezeichnung auf dem Prüfstand stehe. Er nehme wahr, dass der Begriff an der Basis als "künstlich" empfunden werde. Mit der Marke wollte der DFB, ähnlich wie in Frankreich "Les Bleus" und in Brasilien "Seleção", einen zusätzlichen Identifikationspunkt schaffen. Grindel spricht sich auch für niedrigere Ticket-Preise und mehr öffentliche Trainingseinheiten aus.

In der Causa Özil, um die sich das Gespräch zu einem großen Teil dreht, bedauert Grindel, dass sich der Spieler vom DFB im Stich gelassen fühlt. Zu Özils sportlichen Leistungen habe er sich nicht geäußert. Nach dem Foto mit Erdogan hätte sich Grindel von Özil allerdings ähnlich klare Worte gewünscht wie von Gündogan.
"Bild am Sonntag", S. 62-63 (Paid), focus.de (Mannschaft), spox.com (Özil)

Insolvenzverwalter will Marke Air Berlin vorerst nicht verkaufen.

Air Berlin: Der Gläubigerausschuss legt den Plan auf Eis, die Markenrechte der gescheiterten Airline zu verkaufen. Grund sei die Betreuung der 1,3 Mio Gläubiger, die meisten von ihnen Passagiere. Für sie sei eine Website eingerichtet worden, die den Markennamen verwendet. Die Marke und die Website airberlin.com sollen zu einem späteren Zeitpunkt verkauft werden.
n-tv.de

Deutsche Bahn macht Iggy Pop zum Testimonial.

Passenger an Bord: Die Deutsche Bahn wirbt ab Sonntag mit Pop-Legende Iggy Pop, 71, berichtet der "Focus" und zeigt ein Foto vom Dreh des neuen Bahn-Spots in Leipzig. Es zeigt den Musiker zusammen mit Ex-Rennfahrer Nico Rosberg in einem ICE 4. Der Werbefilm feiert am Sonntag TV-Premiere und ist ab Montag auch im YouTube-Kanal der Bahn zu sehen. Pop singt in seinem größten Hit The Passenger von 1977 über eine endlos erscheinende S-Bahn-Fahrt durch Berlin.
"Focus" 34/2018, S. 14-15 (Paid)


Chupa Chups wirbt mit Erlebnisparks in fünf Städten.

Chupa Chups, Lolly-Marke von CFP Brands, setzt seine Online-Werbung in seiner neuen Kampagne mit einer Eventreihe fort. In Hamburg, Berlin, Köln und zwei weiteren Städten schafft die Marke Eventpunkte, in denen Gäste auf einem Bett hüpfend mit einem Riesenlolli eine Pinata aufschlagen können. Eine Drohne liefert Lollis. Influencer bewerben die Aktion. Aufnahmen davon sollen andersherum online in die Kampagne eingebaut werden.
wuv.de

Saudis wollen Tesla-Buyout mitfinanzieren.

Tesla: Saudi-Arabiens Staatsfonds PIF will sich am geplanten Buyout des Elektroautobauers beteiligen, berichtet Bloomberg. Demnach befindet sich der Fonds bereits seit einigen Wochen in entsprechenden Gesprächen. Um Tesla von der Börse zu nehmen, muss Firmenchef Elon Musk weitere Investoren vom Plan überzeugen. Laut Bloomberg will Musk zudem vermeiden, ein oder zwei große Anteilseigner zu haben. PIF hat auf dem Markt zuletzt einen Anteil von knapp 5 % an Tesla gekauft.
bloomberg.com, turi2.de (Background)

Deutsche Bahn will menschliches und gestaltendes Image.

Deutsche Bahn will weg von den Attributen behäbig und gestrig, betonen Markenchef Bastian Grunberg und Lukas Cottrell von der Designagentur Peter Schmidt im Interview mit "Werben & Verkaufen". Ausgehend von einer Markenbekanntheit von 100 % will die Bahn stark, menschlich und gestaltend wirken. Damit dies gelingt, will die Bahn auf Augenhöhe kommunizieren, Fehler eingestehen und Angebote abseits der Schiene näher an die Marke heranführen.
"Werben & Verkaufen" 33/2018, S. 11 (Paid)

Ikea kauft Kunden auch in Deutschland künftig gebrauchte Möbel ab.

Ikea kauft Kunden ab September in den Märkten Siegen, Kaarst, Würzburg, Hannover und Berlin-Lichtenberg gebrauchte Möbel aus dem eigenen Sortiment ab und verkauft sie als Second-Hand-Produkte weiter. Kunden können online zuvor prüfen, ob ihr Produkt in Frage kommt und wie viel Ikea etwa dafür bezahlt. Bei Erfolg soll das Konzept auf weitere Märkte übertragen werden. Gleichzeitig verschärft Ikea die Rückgabebedingungen. In Österreich und der Schweiz betreibt Ikea bereits Second-Hand-Handel.
"FAS", S. 25 (Paid)

"Spiegel": Lufthansa sperrt Eurowings-Kunden aus ihren Lounges aus.

Status-Downgrade: Lufthansa kappt den Premiumkunden von Eurowings den Zugang zu den Flughafen-Lounges, berichtet der "Spiegel". Ab 28. Oktober müssen auch Fluggäste, die auf den teuersten Plätzen der Lufthansa-Billigtochter fliegen, am Flughafen im öffentlichen Bereich auf den Abflug warten. Bisher dürfen sie sich an vielen Standorten unter die Kunden des Mutterkonzerns mischen.
"Spiegel" 33/2018, S. 65 (Paid)

Zahl des Tages: Die Bahn zählt in den Ferien 30.000 Fahrgäste mehr – pro Tag.

Zahl des Tages: Um mobile 30.000 Passagiere steigt die durchschnittliche Zahl der Bahn-Nutzer an Ferientagen, schreibt der "Spiegel". Außerhalb der Ferien sind 395.000 Menschen täglich auf der Schiene unterwegs. Die Fahrgastflut bringt Mensch und Maschine ans Limit: Die Bahn bringt alles aufs Gleis, was rollen kann. Nicht genug kritisiert der "Spiegel", "in den Gängen herrscht oft drangvolle Enge".
"Spiegel" 33/2018, S. 64 (Paid), spiegel.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Achim Wolters steuert den Verkehr auf Deutschlands Schienennetz.

Meinung: Flixbus' Wachstum fordert Opfer.

Flixmobility, Dachgesellschaft hinter Flixbus, beherrscht die Regeln der Plattformökonomie wie kaum ein anderes europäisches Unternehmen, schreibt die "Wirtschaftswoche". Der kometenhafte Aufstieg fordere aber Opfer. Das eigentliche Risiko laste auf den vielen Hundert Buspartnern. Sie erwirtschaften immer weniger Gewinne mit den Fahrten. Außerdem komme Flixbus an logistische Grenzen und sei oft genauso unpünktlich wie die Bahn.
"Wirtschaftswoche", S. 14 (Paid)

Adweek: Mars bündelt seinen weltweiten Media-Etat bei Mediacom.


Mediacom und die Schokoladenfabrik: Mars legt seinen globalen Media-Etat im Wert von 1,4 bis 1,6 Mrd Dollar in die Hände der GroupM-Agentur Mediacom, berichtet Adweek unter Berufung auf Insider. Mediacom war bereits seit 2014 für den globalen Planungsetat für Marken wie Balisto, Whiskas, Wrigley und Uncle Ben's zuständig. Der Einkaufs-Etat von Mars, bislang in verschiedenen Regionen von u.a. Starcom, Zenith und OMD betreut, geht nun auch an Mediacom.

Im Januar hatte der Konzern überraschend bekanntgegeben, Planungs- und Einkaufsetat bei einer Agentur bündeln zu wollen. Erst im Dezember 2016 war der Etat für den Mediaeinkauf u.a. für die Regionen Deutschland, Großbritannien und China neu an Publicis-Tochter Starcom vergeben worden.
adweek.com, turi2.de (Background)

Studie: E-Autos haben nur einen geringen Einfluss auf den Stromverbrauch.

Elektroautos wirken sich nicht sehr stark auf den Stromverbrauch aus, da der meiste Strom in Gebäuden und der Industrie verbraucht wird, errechnet eine McKinsey-Studie. Bis 2050 sollen 40 % E-Autos im Besitz der Deutschen sein. Dadurch steigt der Strombedarf um 6,5 % – das sind 40 von insgesamt 619 TWh. McKinsey erwartet jedoch Ballungsräume von E-Autos, u.a. in und um Wolfsburg und München. Hier könnte es zu Spitzenlast-Zeiten z.B. am Abend eng werden.
manager-magazin.de

Elon Musk will Tesla von der Börse nehmen.


Rückwärtsgang eingelegt: Elon Musk erwägt, den Elektroautobauer Tesla zu einem Preis von 420 Dollar je Aktie von der Börse zu nehmen. Die Finanzierung sei gesichert, so Musk. Der Firmenchef begründet, dass er Tesla mit dem Schritt von den Zwängen der Börse lösen wolle: Kursschwankungen und quartalsweise Geschäftsberichte würden dazu führen, dass langfristige Ziele in den Hintergrund gerieten. Außerdem sei Tesla an der Börse zu anfällig gegen Attacken von Shortsellern. Nach Musks Vorstellungen soll Tesla künftig wie SpaceX, seine Weltraum-Firma, geführt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt könne Tesla jedoch an die Börse zurückkehren.

Zuletzt lag Teslas Aktienkurs bei rund 361 Dollar. Sollte Musk Tesla von der Börse nehmen, wäre das der größte fremdfinanzierte Buyout der Geschichte, schreibt Bloomberg. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass Saudi-Arabiens Staatsfonds PIF etwas unter 5 % der Anteile an Tesla im Wert von rund 2 Mrd Dollar gesammelt hat.
wiwo.de, spiegel.de, bloomberg.com, tesla.com

Zalando-Kunden geben weniger Geld pro Bestellung aus.

Zalando wächst im 2. Quartal um knapp 21 % auf 1,3 Mrd Euro Umsatz. Das Drittanbieter-Geschäft steuert erstmals 10 % zum Umsatz bei, für Marketing gibt Zalando mit 6,4 % des Umsatzes so wenig aus wie nie. Die Bestellungen sind im Schnitt 60,40 Euro wert, rund 4 Euro weniger. Zalando will mit Vorschlägen für komplette Outfits gegensteuern. Auch das neue Beauty-Geschäft soll für größere Einkaufskörbe sorgen.
handelsblatt.com, excitingcommerce.de

Deutsche Post macht weniger Gewinn und will Großkunden-Rabatte prüfen.

Deutsche Post plant eine Preiserhöhung: Konzernchef Frank Appel will Rabatte für Großkunden wie Amazon überprüfen, wenn sie die angekündigten Paketmengen überschreiten. Im 2. Quartal 2018 ging der Gewinn um 11 % auf 747 Mio Euro zurück. Der Umsatz im 1. Halbjahr stagnierte bei 29,8 Mrd Euro. Grund ist der Verkauf des Marketingdienstleisters Williams Lea Tag.
handelsblatt.com, wiwo.de

Modemarke Fashion Nova macht sich mit Influencern bei weiteren Influencern begehrt.

Modemarke Fashion Nova hat es durch reichweitenstarke Influecner auf Instagram geschafft, zu einer weltweiten Marke zu werden, schreibt Martin Gardt. Mit dem Versprechen, gute Beiträge zu teilen, schaffe es Fashion Nova zudem, kostenlose Werbung bei kleineren Influencern zu generieren, die durch die Kanäle der Marke auf eine Steigerung ihrer persönlichen Reichweite hoffen. 2018 hätten bereits über 12.000 als Influencer geltende Instagram-Nutzer die Marke erwähnt - gerade einmal 700 dieser Posts seien bezahlt.
omr.com

Hör-Tipp: Lego ist nicht nur ein Hit im Kinderzimmer.

Spur der Bausteine: Tech-Journalist Jan Rähm spielt in seiner Freizeit mit Lego-Steinen – so wie Tausende andere Erwachsene. Dem Lego-Konzern war die Existenz der Adult Fan Of Lego, kurz Afols, lange nicht bewusst, berichtet Rähm in seinem Deutschlandfunk-Feature. Heute vernetzen die Afols sich online, betreiben YouTube-Kanäle und organisieren Ausstellungen. Nur wenige stapeln mit dem offiziellen Segen und nach den Regeln des dänischen Konzerns Steine – weltweit gibt es gerade mal dreizehn Profi-Baumeister. Einen von ihnen besucht Rähm in seiner Werkstatt. Hier entstehen u.a. für Firmen und Events Modelle, die oft erst auf den zweiten Blick als Lego-Bauwerke erkennbar sind.
deutschlandfunk.de (mit 54-Min-Audio), deutschlandfunk.de (Manuskript, 32 S., PDF)

"Bild am Sonntag": Deutsche Post hat ein Blei-Problem mit dem Streetscooter.

Streetscooter enthalten in ihrem Lenkgetriebe mehr Blei als gesetzlich zulässig, schreibt die "Bild am Sonntag". Die Deutsche Post umgehe das Grenzwert-Problem, indem sie die E-Autos von den Zulassungsstellen der Bundesländer als Einzelabnahmen mit weniger strengen Vorgaben zulasse. Streetscooter-Chef Achim Kampker weist die Vorwürfe zurück.
"Bild am Sonntag", S. 15 (Paid)