"WSJ": Amazon will unprofitable Güter aus dem Sortiment schmeißen.


Die Schlechten ins Kröpfchen: Amazon will Produkte mit geringen Margen aus dem Sortiment nehmen, berichtet das "Wall Street Journal". Intern bezeichnet der Versandriese die ungeliebten Produkte als "Crap", kurz für "Can't realize a profit". Dabei handelt es sich um Waren, die keinen oder wenig Gewinn abwerfen, etwa abgefülltes Trinkwasser oder Snacks. Profitabilitäts-Probleme hat der Online-Händler, wenn Produkte weniger als 15 Dollar kosten oder hohe Versandkosten verursachen, weil sie sperrig sind.

Amazon hofft, dass Drittanbieter die entstehenden Lücken auf der Plattform schließen. Einige Artikel sollen durch billigere Verpackungen rentabel werden. Mit Coca Cola will Amazon einen Deal aushandeln, damit die Getränke direkt vom Abfüller und nicht aus dem Amazon-Lager zu den Kunden kommen.
wsj.com, businessinsider.de

VW schafft die neue Dachmarke IQ.Drive für seine Assistenzsysteme.

VW rückt seine Assistenzsysteme stärker in den Fokus und schafft für sie die neue Dachmarke IQ.Drive. Noch vor Weihnachten startet der Konzern dazu in Deutschland eine von Grabarz & Partner entwickelte Marketingkampagne mit TV-Spots, Plakaten, Print- und Online-Anzeigen. 2019 sollen weitere europäische Märkte folgen. Außerdem will VW IQ.Drive-Sondermodelle in den Handel bringen.
wuv.de

Video-Tipp: Telekom-Boss Tim Höttges zwischen Mehl und Milch.

Video-Tipp: Telekom-Boss Tim Höttges zeigt zwischen Mehl und Milch, was die Telekom-Mitarbeiter 2018 alles gebacken bekommen haben. Als Weihnachtsbäcker rollt er hier nicht nur Pläne, sondern auch Teig aus und motiviert die Mitarbeiter fürs nächste Jahr. Neben viel Eigenlob gibt er zu: "Einiges ist angebrannt." Am Ende der 5-minütigen PR-Bäckerei gibt's noch anderthalb Minuten Outtakes.
youtube.de (6-Min-Video)

Vive le Mannschaft: DFB hält an Team-Marke fest.

DFB hält an seiner mittelerfolgreichen Marke "Die Mannschaft" für das mittelerfolgreiche Männerfußball-Nationalteam fest, schreibt "Bild". Die Marketingabteilung habe zuvor eine Studie vorgelegt, der zufolge die Marke gar nicht so unbeliebt sei, außer vielleicht bei der traditionell für Fußballthemen kaum relevanten Zielgruppe der Männer ab 60 im Inland. Nun solle die Marke aber "dezenter platziert und zurückhaltender genutzt werden".
bild.de

Nutella wirbt unfreiwillig gegen die AfD.

Nutella muss als nächste Marke für eine Anti-AfD-Werbung herhalten. Am Berliner Breitscheidplatz hängt ein Plakat mit dem Satz "Lieber braun aufs Brot als braun im Kopf!" - keine offizielle Werbung von Ferrero. Eine Organisation namens Stay Behind Foundation hat die Fotos zuerst veröffentlicht. Vor einer Woche warb ein gefälschtes Coca-Cola-Plakat mit dem Slogan "Für eine besinnliche Zeit: Sag' Nein zur AfD!".
horizont.net, facebook.com (Fotos)

Studie: Adidas steht an der Spitze der Lieblingsmarken der Deutschen.

Adidas ist die Lieblingsmarke der Deutschen, sagt eine Studie der Brandmeyer Markenberatung. Konkurrent Nike folgt auf Platz 2. Bei der letzten Erhebung 2016 lagen beide Sportartikel-Hersteller gleichauf an der Spitze. Dahinter folgen Apple und Samsung. Die deutschen Autobauer BMW, Mercedes-Benz und Audi stehen Stoßstange an Stoßstange auf Platz 5, 6 und 7. VW fährt auf Platz 9 Nivea hinterher.
wuv.de

Lese-Tipp: Deutsche Post will mittels Cookies adressbezogene Werbung verschicken.

Lese-Tipp: Deutsche Post will unbekannten Webseiten-Besuchern physische Mailings zuschicken, erklärt Dirk Görtz, Dialogmarketing-Chef der Post, im Interview mit "Werben & Verkaufen". Die beim Surfen gespeicherten Cookies sind einer Mikrozelle mit jeweils etwa 6 Haushalten zugeordnet. DSGVO-konform plane die Post die Nutzung dieser Adressdaten. Somit könnten Autointeressenten automatisch Prospekte erhalten, wenn sie zuvor online ein Auto konfiguriert haben. Der Streuverlust sinke, selbst wenn auch der Nachbar die Werbepost erhalte.
"Werben & Verkaufen" 50/2018, S. 56-62 (Paid)

Zitat: Post-Chef Frank Appel will an Lieferung bis zur Haustür festhalten.

"Faktisch sind die letzten 50 Meter bis zur Haustür der teuerste Teil unserer Dienstleistung. Genau dort lässt sich aber die Effizienz kaum mehr steigern."

Post-Chef Frank Appel sagt im "Welt am Sonntag"-Interview, dass die Hauszustellung "noch ein langes Leben" hat. Ob dies künftig einen Aufpreis kostet, hänge von der Preispolitik der Versandriesen ab.
"Welt am Sonntag", S. 36 (Paid), welt.de

VW-Jurist belastet Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch.

VW-Abgasskandal: Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch soll schon etwa drei Monate vor Bekanntwerden der Dieselaffäre von einem VW-Juristen vom Abgas-Betrug bei US-Autos und den möglichen Kosten für Rückrufe und Schadenersatz erfahren haben, sagt der betreffende Jurist im Verfahren wegen Marktmanipulation. VW widerspricht. Pötsch, damals Finanz-Vorstand, ist heute für die Aufklärung des Skandals zuständig.
sueddeutsche.de, "Bild am Sonntag", S. 14 (Paid)

Amazon plant eigene Zustellung mit Mitarbeiter-Autos.

Amazon sucht verstärkt Paketzusteller, die mit dem privaten PKW ausliefern, schreibt "Welt". Die Zustellvariante wurde zunächst in Berlin getestet und soll in weiteren Zustellbezirken ausgeweitet werden. Trotz steigender Paketmenge und wachsender Mitarbeiter-Nachfrage verbesserten sich die Arbeitsbedingungen kaum. Experten rechnen damit, dass sich Kunden künftig Pakete an Sammelstellen abholen müssten.
"Welt", S. 9 (Paid)

Die Deutsche Post darf ihren Street Scooter in Großserie produzieren.

Deutsche Post: Das Kraftfahrt-Bundesamt genehmigt dem Unternehmen seinen Elektrolieferwagen Street Scooter Work in die Großserienproduktion zu bringen. Damit dürfen bei Flottenbestellungen auch große Fahrzeugmengen zugelassen werden, auch im Ausland. Bisher konnte die Post die Nutzfahrzeuge nur im Rahmen einer Kleinseriengenehmigung verkaufen.
"Spiegel" 50/2018, S. 59 (Paid)

Puma holt im Sportartikelmarkt auf, beobachtet Joachim Hofer.

Puma kämpft sich als Konkurrent von Adidas und Nike zurück, beobachtet Joachim Hofer. Die Designer träfen den Geschmack der jungen Zielgruppe wieder, Vorstandschef Björn Gulden will stets schnellstmöglich auf Trends aufspringen. Er setze das vergleichsweise geringe Werbebudget schlau ein und kümmere sich intensiv um die Händler. Er sehe großes Potenzial bei der Zusammenarbeit mit Amateurvereinen.
handelsblatt.com

Studie: Modemarken machen 20 % ihres Umsatzes im Onlinegeschäft.

E-Commerce macht für Modemarken bereits 20 % des gesamten Handelsvolumens aus, ergibt eine Studie von Boston Consulting Group und Zalando. Bis 2020 soll der Anteil auf 25 % ansteigen. Nur 13 % der Unternehmen nutzen Personalisierung in E-Mails oder Social-Media-Posts für ihr digitales Marketing. Auf Kunden zugeschnittenes digitales Marketing­ könne laut der Studie den Unsatz um bis zu 15 % ankurbeln.
locationinsider.de

Telekom-Fakultät in Leipzig ist umstritten, beobachtet Anne Hähnig.

Telekom spendiert der HTWK Leipzig eine Fakultät für Digitale Transformation mit 17 Professuren, schließt aber gleichzeitig ihre Hochschule für Telekommunikation, kritisiert Anne Hähnig. Der Konzern spare demnach einfach Geld und streiche Kapazitäten. Künftige Studierende müssen sich zudem Unternehmen als Praxis-Partner suchen – bislang einziges, zertifiziertes Unternehmen ist die Telekom. Kritiker warnten, dass die Telekom an ihrer bisherigen Hochschule Einfluss auf den akademischen Betrieb genommen habe und wenig Zeit für Forschung geblieben sei.
"Zeit" 51/2018, S. 14 (Regionalseiten Ost, Paid)

"Handelsblatt": Konzerne fordern Patentrechts-Reform.


Patente Idee: Unterlassungsansprüche in Patent-Streitigkeiten werden durch die Digitalisierung gefährlicher, sagen Volkswagen-Vorständin Hiltrud Werner und Telekom-Vorstand Thomas Kremer dem "Handelsblatt". Damit könnten Kläger auch bei unberechtigten Verfahren Firmen zwingen, Produkte vom Markt oder Netzwerke offline zu nehmen - etwa auch ganze Autos, wenn die Klage sich eigentlich nur gegen einen Teile-Produzenten richtet. Sie fordern, Ansprüche auf Unterlassung künftig auf Verhältnismäßigkeit zu prüfen.

In Deutschland hätten Patentinhaber im Vergleich zu anderen Industrienationen einen "unangemessen großen Hebel gegenüber komplexen Systemen". Es gebe "Handlungsbedarf für den deutschen Gesetzgeber". Das Justizministerium zeige sich aufgeschlossen, so der Bericht.
handelsblatt.com

Meinung: Walmart nutzt seine Offline-Shops im Konkurrenzkampf mit Amazon.

Walmart weiß die Vorteile seiner Offline-Shops im Konkurrenzkampf mit Amazon zu nutzen, beobachtet Dennis Green. Verkäufer des US-Einzelhandelsriesen können mit einer speziellen App Online-Bestellungen für Kunden direkt im Shop auslösen und u.a. Produkte ordern, die nicht im Laden erhältlich sind. Die Bezahlung ist einfach an der Kasse auch in bar möglich. So öffne Walmart das Online-Shopping für neue Zielgruppen – Menschen ohne Kreditkarte, Bankkonto oder ohne Zugang zum Internet.
businessinsider.de

Metro und Target fördern mit Retail-Accelerator zehn Tech-Startups.

Metro und die US-Supermarktkette Target gründen einen gemeinsamen Accelerator, der jeweils 120.000 Dollar in zehn Startups investiert. Er richtet sich an spätphasige Startups, die den Handel digitalisieren wollen und startet im Mai 2019. Die Gründer müssen ihr Produkt schon auf dem Markt haben. Garan Goodman leitet den Accelerator, er hat bisher den Telefonica-Accelerator verantwortet. Metro hat schon verschiedene Startup-Programme, z.B. einen Accelerator für Gastro-Startups, gilt laut Ngin Food aber nicht als erfolgreichster Investor.
ngin-food.com

Karstadt-Chef Fanderl plant gemeinsame Dachmarke von Karstadt und Kaufhof.

Karstadt und Kaufhof sollen nach ihrer Fusion 2019 als eine Marke auftreten, sagt Karstadt-Chef Stephan Fanderl im "FAZ"-Interview. Kunstnamen oder unbekannte Namen schließt er aus. Stattdessen solle das Unternehmen auf der hohen Markenbekanntheit aufbauen. Aktuell würden 80 % der Deutschen Karstadt und Kaufhof kennen, mehr als Amazon und Zalando.
"FAZ", S. 22 (Paid). turi2.de (Background)